[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Armband mit dem Verschluss gemäß dem unabhängigen
Anspruch 1. Bei einem solchen Verschluss sind eine Befestigungspartie und eine Aufnahmepartie
für die Befestigungspartie vorgesehen, die stirnseitig verbindbar sind.
[0002] Grundsätzlich ist eine Vielzahl von Verschlusssystemen und Verschlusseinrichtungen,
insbesondere im Bereich des Schmucks wie beispielsweise bei Ketten oder Uhren, bekannt.
Viele dieser Verschlüsse haben jedoch den Nachteil, dass mindestens ein bewegliches
Teil vorgesehen ist, welches einer Abnutzung unterliegt.
[0003] Diesem Nachteil begegnet die vorliegende Erfindung.
[0004] Daher ist es
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Verschluss, insbesondere für ein Armband, welches
frei von beweglichen Verschlussteilen gebildet ist, bereitzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0005] Das erfindungsgemäße Armband mit Verschluss ist dadurch gekennzeichnet, dass Aufnahmepartie
und Befestigungspartie jeweils an einem Ende des Armbands angeordnet und stirnseitig
mittels sich gegenüberliegender Magnete und zusätzlich über einen Eingriff des hakenförmigen
Elements in die Aufnahme miteinander verbindbar sind, dass im verbundenen Zustand
Aufnahmepartie und Befestigungspartie, quer zu einer Eingriffsrichtung des hakenförmigen
Elements in die Aufnahme , nämlich quer zu einer Längsrichtung des Armbands, entlang
Ihrer Stirnseiten linear gegeneinander verschiebbar sind, dass sich das hakenförmige
Element seiner Breite nach in der linearen Verschieberichtung parallel zur Stirnseite
der Befestigungspartie erstreckt, in dieser Richtung angeschrägt und aus der Aufnahme
durch Parallelverschiebung von Befestigungspartie und Aufnahmepartie gegeneinander
in der linearen Verschieberichtung lösbar ist, wobei im gegeneinander verschobenen
Zustand auch ihre Magnete voneinander zumindest teilweise entfernt vorliegen.
Die lineare Verschieberichtung von Befestigungspartie und Aufnahmepartie kann der
Breitenrichtung des hakenförmigen Elements entsprechen.
[0006] Im Verbindungszustand können Aufnahmepartie und Befestigungspartie quer zu Ihrer
Verbindungsachse/quer zur Längsachse entlang ihrer Stirnseiten gegeneinander verschieblich
lösbar sein.
[0007] Das erfindungsgemäße Armband kann bevorzugt zumindest einen flexiblen Bereich oder
ein Scharnier aufweisen, zu dessen beiden Seiten jeweils ein Teil des Armbands vorgesehen
sein kann. Die Aufnahme der Aufnahmepartie kann als hintergreifbarer Vorsprung ausgebildet
sein.
Die lineare gegeneinander Verschiebbarkeit nach Anspruch 1 kann auch als seitliche
Verschiebbarkeit bezeichnet werden.
Die Befestigungspartie und die Aufnahmepartie können jeweils eine Stirnseite aufweisen,
welche im verschlossenen Zustand des Verschlusses einander zugewandt sind und sich
quer zur Längsachse erstrecken können.
[0008] Die verbindbaren Stirnseiten der beiden Partien können jeweils quer in Verlängerung
zu dem Armband vorliegen, also ein Bereich der jeweiligen Partie sein, der von dem
Teil des Armbands, mit dem die jeweilige Partie verbunden ist, abgewandt ist/diesem
gegenüber liegt. Durch die stirnseitige Verbindung der beiden Partien kann eine besonders
gleichförmige Innenkontur des Armbands im Bereich des Verschlusses bereitgestellt
sein. Die Partien können gegenüber einer Innenseite oder Innenkontur des Armbands
versatzfrei ausgerichtet sein. Die den Stirnseiten gegenüberliegenden Seiten der Partien
können jeweils mit dem Armband verbunden sein.
Die Längsrichtung beschreibt vorzugsweise eine längliche Ausrichtung des Armbands,
wenn dieses beispielsweise geöffnet und ausgebreitet vorliegt. Diese Längsrichtung
kann jedoch auch beschrieben sein, wenn das Armband geschlossen ist. In einem solchen
Fall kann die Längsrichtung entlang einer Umfangsrichtung des Armbands, beispielsweise
um ein Handgelenk herum, verlaufen und grundsätzlich auch als Umfangsrichtung bezeichnet
werden.
Die Eingriffsrichtung des hakenförmigen Elements in die Aufnahme kann insbesondere
durch die Ausrichtung einer Spitze oder des freien Endes des hakenförmigen Elements
beschrieben werden, welches wie beispielsweise gemäß Fig. 4 in die Aufnahme eingreifen
kann. Die Ausrichtung des freien Endes des hakenförmigen Elements, wie es in der Aufnahme
ausgerichtet ist, ist in etwa durch den dargestellten Pfeil wiedergegeben (Fig. 4).
Diese Ausrichtung kann nach einer Ausführungsform gemäß Fig.4 zu einem Außenumfang
des Armbands oder von einem Arm/Handgelenk eines Trägers zu einer Außenseite des Armbands
hinweisen.
Eine Innenseite kann dabei eine Seite des Armbands sein, welche im geschlossenen Zustand
einen Innenumfang bildet oder einem Arm/Handgelenk zugewandt ist. Dadurch ist es ermöglicht,
dass das Ende des Armbands, welches die Aufnahmepartie trägt, sich in einfacher Weise
von oben der Befestigungspartie annähern kann, also aus einer Richtung entgegen dem
Pfeil aus Fig. 4, bei einer Annäherung der Partien die Aufnahmepartie durch die Magnete
gegenüber der Befestigungspartie in Position gezogen wird und die Aufnahme dem hakenförmigen
Element zur Sicherung zugeführt wird, ohne dass es dafür einem weiteren Eingriff eines
Benutzers bedarf. Besonders einfach, jedoch nicht darauf beschränkt, ist diese Weise
der Führung, wenn es sich bei dem Armband um ein flaches Band oder ein vergleichbares
Element handelt.
[0009] Im verbundenen Zustand von Aufnahmepartie und Befestigungspartie erstrecken sich
diese entlang ihrer Verbindungsachse, wobei beide Partien einander zugewandte Stirnseiten
aufweisen, die in etwa orthogonal zur Verbindungsachse verlaufen
[0010] Die Verbindungsachse ist im betriebsgemäßen Verbindungszustand der Partien mit einem
Armband in dessen Erstreckungsrichtung ausgerichtet.
[0011] Die Breite des hakenförmigen Elements kann beispielsweise als dessen Erstreckungslänge
(d)/Ausdehnung (Fig. 2) in etwa parallel zur Stirnseite der Befestigungspartie und/oder
in etwa quer zur Längsrichtung des Armbands bezeichnet werden. In dieser Ausrichtung
kann auch die Schräge bzw. Abschrägung des hakenförmigen Elements vorliegen. Eine
Abschrägung kann sich insbesondere in einer unterschiedlichen Länge des hakenförmigen
Elements in Eingriffsrichtung ausdrücken, also dass das freie Ende des Hakens von
einem Ende zum anderen Ende entlang seiner breite eine abnehmende Länge aufweist.
Dies Formgebung kann als asymmetrisch (in Breitenrichtung) bezeichnet werden.
Dadurch kann das hakenförmige Element seiner Breite nach beispielsweise die Form eines
Trapezes oder Dreiecks aufweisen.
Die Aufnahme kann eine an die Form des hakenförmigen Elements (Hakens) angepasste
Form aufweisen insbesondere dieser nachempfunden sein. Das freie Ende des Hakens mit
seiner angeschrägten Form und die Aufnahme können entsprechend anschmiegsam sein.
Durch eine Verschiebung der Stirnseiten von Befestigungspartie und Aufnahmepartie
gegeneinander können diese beiden Elemente in zwei Raumrichtungen gleichzeitig zueinander
verschoben werden, wobei die Verschiebung in der einen Raumrichtung, also quer zu
einer Eingriffsrichtung des hakenförmigen Elements in die Aufnahme und quer zu einer
Längsrichtung des Armbands, entlang Ihrer Stirnseiten linear gegeneinander zusätzlich
eine Verschiebung der Aufnahmepartie gegenüber der Befestigungspartie in Erstreckungsrichtung
des freien Endes des Hakens also in Richtung des Außenumfangs des Armbands bewirkt.
Diese beiden Bewegungsrichtungen stehen in etwa orthogonal zueinander und orthogonal
zur Längsrichtung des Armbands. Die Abschrägung leitet die Aufnahmepartie bei einer
seitlichen Verschiebung bevorzugt anhebend nach außen. Hierdurch kann eine besonders
zuverlässige Distanzierung der sich gegenüberliegenden Magnete von Befestigungspartie
und Aufnahmepartie ermöglich sein.
Besonders bevorzugt sind zwei hakenförmige Elemente nebeneinander parallel zur Stirnseite
an dem Befestigungselement vorgesehen und zwei entsprechende Aufnahmen parallel an
der Aufnahmepartie. Bevorzugt sind auch mindestens zwei Magnete beabstandet zu einander
im Bereich der Stirnseiten der Partien vorgesehen Hierdurch kann eine besonders stabile
Verbindung und eine kippfreie Führung der Aufnahmepartie an der Befestigungspartie
bei gegenseitigem Verschieben der Partien bereitgestellt werden.
Grundsätzlich kann der Haken als Halteelement in einer ersten Raumrichtung wirken.
Das lösen der beiden Partien wird vorzugsweise durch relative Verschiebung/Kraftausübung
in einer zweiten Raumrichtung bewirkt, welche auch eine Bewegung in einer dritten
Raumrichtung bewirken kann.
[0012] Die bevorzugt asymmetrische Form der Befestigungspartie kann insbesondere in einer
Draufsicht auf die Stirnseite, also quer zur Längsachse, vorliegen.
In einer Seitenansicht, also entlang der Längsachse, kann die Befestigungspartie bzw.
der Haken eine hakenförmige Form beziehungsweise eine "L"- oder "J"-Form aufweisen.
[0013] Nach der vorliegenden Erfindung sind die Aufnahme- und Befestigungspartie der Form
nach bevorzugt auf einander angepasst. Dies kann nach der vorliegenden Erfindung insbesondere
bedeuten, dass sich die äußeren Formen der Aufnahme- und Befestigungspartie der äußeren
Kontur nach zumindest quer zur Verbindungsachse (Längsachse) in etwa entsprechen oder
zumindest in etwa dieselbe geometrische Grundform aufweisen.
[0014] Bei einer mindestens 2-teiligen Befestigungspartie können beispielsweise zwei Haken
vorgesehen sein, welche beispielsweise in eine einheitliche Aufnahmepartie oder in
zwei (oder mehr) getrennte Aufnahmepartien eingreifen. Sowohl im einen als auch im
anderen Fall können die eine oder die mehreren Aufnahmepartien zumindest in dem Bereich,
in welchem die Befestigungspartie im betriebsgemäßen Zustand angeordnet ist, eine
auf die Form der Befestigungspartie angepasste äußere Kontur aufweisen. Dies kann
selbst dann zutreffen, wenn die Aufnahmepartie breiter ist als die Breite der Befestigungspartie.
[0015] Zum Öffnen des Verschlusses kann es vorgesehen sein, dass eine Druckkraft von oben
oder seitlich auf den Verschluss ausgeübt wird. Dabei können sich die Magnete, die
den Verschluss zusammenhalten, zueinander verschieben, und die Verschlussteile können
sich voneinander lösen.
[0016] Zum Verschließen des Verschlusses müssen die Aufnahmepartie und die Befestigungspartie
einander zugeführt werden. Vorteilhafterweise geschieht dies, indem die Aufnahmepartie
von oben der Befestigungspartie zugeführt wird. Dadurch können Befestigungspartie
und Aufnahmepartie direkt in der richtigen Position zueinander in Verbindung gebracht
werden, wobei die Magnete die Verbindung aufrechterhalten können. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass ein Teil des erfindungsgemäßen Armbands, an welchem die Aufnahmepartie
angeordnet ist, so "hochgeschwungen" (oder mit der Hand zugeführt) oder in sonstiger
Weise von oben der Befestigungspartie zugeführt wird, dass die beiden Teile des Verschlusses
zusammengeführt werden, wobei sich die beiden Teile des Verschlusses durch die Magnete
anziehen können und in der betriebsgemäßen Position durch die Befestigungspartie,
insbesondere deren Haken, festgehalten werden können. "Von oben" kann insbesondere
eine Richtung sein welche entgegen dem Pfeil in Fig. 4 gerichtet ist, also orthogonal
zur Breite des Hakens und orthogonal zur Längsrichtung des Armbands. Vorteilhafterweise
kann es vorgesehen sein, dass sich ein Teil des Armbands, an welchem die Aufnahmepartie
angeordnet ist, beim Öffnen des Verschlusses automatisch, beispielsweise magnetisch,
unterstützt, einem weiteren Teil des Armbands annähert (umklappt) und in einer geöffneten
Position gehalten wird, bis mit einer Schwungbewegung der zurückgeklappte Teil des
Armbands mit der Aufnahmepartie in Richtung Befestigungspartie geführt wird und dort
von den Magneten aufgefangen wird.
[0017] Zum Öffnen des Verschlusses können die beiden Teile, insbesondere die Befestigungspartie
und die Aufnahmepartie, zueinander seitlich verschoben werden, also insbesondere eine
Richtung quer zur Längsrichtung, welche auch entlang einer Querachse verlaufen kann,
welche zwischen einer mechanischen Verbindung der Befestigungspartie mit der Aufnahmepartie
und dem mindestens einen Magneten an der Aufnahmepartie ausgerichtet ist. Handelt
es sich um ein Armband, kann diese seitliche Verschiebung insbesondere längs entlang
einer Erstreckungsrichtung des Arms des Trägers ausgerichtet sein.
[0018] Zur Einstellung der Armbandlänge kann im Verschluss oder am Armband eine spezielle
Klemme vorgesehen sein, die es erlaubt, das Armband in einer beliebigen Länge zu fixieren.
Der Nutzer kann die Klemme öffnen und das Armband hindurchziehen, danach das Armband
um die entsprechende Länge kürzen und die Klemme wieder zudrücken.
[0019] Grundsätzlich kann das voranstehend beschriebene Armband mit Verschluss mit allen
oder auch nur einzelnen der voranstehend beschriebenen Funktionen ausgebildet sein.
Beispielsweise kann der Verschluss ohne Einklappfunktion des Armbands oder das Armband
nur mit dem Verschluss ohne ein Entriegelungssystem usw. vorgesehen sein.
[0020] Die Aufnahmepartie des Verschlusses kann einen Korpus I aufweisen, in welchem die
voranstehend beschriebenen Magnete der Aufnahmepartie angeordnet sein können. Dieser
Korpus I kann mindestens eine (vorzugsweise zwei) Einsenkung, Hinterschneidung oder
Vertiefung aufweisen, in welche der Haken der Befestigungspartie mechanisch festgelegt
werden kann. Die Befestigungspartie des Verschlusses kann einen Korpus II aufweisen,
in welchem die voranstehend beschriebenen Magnete der Befestigungspartie angeordnet
sein können. Dieser Korpus II kann an/gegenüber dem Korpus I festlegbar sein. Dafür
kann die Befestigungspartie beispielsweise hakenförmige Elemente aufweisen, welche
ausgebildet sind, in die Einsenkung, Hinterschneidung oder Vertiefung des Korpus I
einzugreifen, zu verklemmen oder festzuhaken, so dass eine in Längsrichtung (kraftschlüssige)
Verbindung zwischen Korpus I und Korpus II bereitgestellt werden kann. Vorzugsweise
sind die hakenförmigen Elemente mit einer bestimmten Neigung in einer Querrichtung
quer zur Längsachse bereitgestellt. Das erlaubt es, beim seitlichen Verschieben der
Befestigungspartie gegenüber der Aufnahmepartie beziehungsweise von Korpus I zu Korpus
II die Aufnahmepartie beziehungsweise den Korpus I gegenüber der Befestigungspartie
beziehungsweise dem Korpus II, insbesondere gegenüber dem hakenförmigen Element, so
anzuheben, dass die in Längsrichtung (kraftschlüssige) Verbindung unterbrochen werden
kann.
Die (kraftschlüssige) Verbindung zwischen den Partien kann insbesondere dadurch unterbrochen
sein, dass durch das seitliche Verschieben ein Hintergreifen der Aufnahmepartie durch
die Befestigungspartie, insbesondere durch den Korpus II, vorzugsweise mittels des
hakenförmigen Elements, aufgehoben ist.
[0021] Ein Mechanismus zum Aufklappen des Teils eines Armbands, welches die Aufnahmepartie
oder die Befestigungspartie trägt, kann einen Hebelknopf und /oder ein beweglicher
Teil des Armbands und/oder eine Rückholfeder/Zugfeder aufweisen. Der Hebeknopf kann
im Bereich der Befestigungspartie des Verschlusses angeordnet sein. Bei Verrücken
des Hebelknopfs oder beim seitlichen gegeneinander bewegen der Stirnseiten von Befestigungspartie
und Aufnahmepartie können die Magnete am Armband so gegeneinander verschoben werden,
dass der Kontakt zwischen Magneten der Partien unterbrochen wird und das Verschlussband
abgeht. Die Feder kann den beweglichen Teil des Armbands mit einer der Partien von
der anderen Partie federentspannend wegführen. Bevorzugt kann das bewegliche Teil
des Armbands einem weiteren Bereich des Armbands zuführbar, z.B. zu diesem umgeklappt,
sein. Beide Teile/Bereiche können zur Fixierung des Beweglichen Teils an dem weiteren
Bereich jeweils ein magnetisches Element aufweisen.
[0022] Eine andere Möglichkeit der Ausführung dieses Mechanismus wäre, dass an einem der
Partien nebeneinander Magnete angeordnet sind deren Ausrichtung der Pole gegenläufig
ist. Dadurch trifft ein Magnet einer Partie bei einer seitlichen Verschiebung der
Stirnseiten der Partien zueinander auf das gleichpolarisierte Ende des (benachbarten)
Magneten, welche sich entsprechend abstoßen, was die Trennung der Partien voneinander
begünstigen kann. Das gibt dem Teil des Armbands, welcher z.B. die Aufnahmepartie
trägt, an dem Scharnier des Armbands einen Impuls, mit dessen Hilfe der Verschluss
in Richtung weiteren Bereich oder entgegengesetzten Teil des Armbands "fliegt" und
dort von den Magneten am Armband angezogen wird und sich festsetzt.
[0023] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Befestigungspartie mindestens 2-teilig ist. Es können demnach zumindest zwei
Teile an der Befestigungspartie vorgesehen sein, welche mit der Aufnahmepartie in
Eingriff beziehungsweise in Verbindung gebracht werden können. Dies können beispielsweise
zwei hakenförmige Elemente sein, welche jeweils für sich die nach Anspruch 1 ausgeführte
angeschrägte Form aufweisen.
[0024] Zweckmäßigerweise kann es vorgesehen sein, dass die Aufnahmepartie breiter ist als
die Breite der zusammenarbeitenden Magnete. Bevorzugt ist es vorgesehen, dass die
Magnete an der Befestigungspartie beziehungsweise Aufnahmepartie oberhalb des Bereichs
angeordnet sind, der die mechanische Verbindung zwischen beiden Teilen bewirkt (Haken
+ Aufnahme). Wird das Öffnen des Verschlusses durch eine seitliche Verschiebung von
Aufnahmepartie und Befestigungspartie bewirkt, können durch dieses seitliche Verschieben
die korrespondierenden Magnete der beiden Partien voneinander räumlich getrennt werden,
so dass keine oder nur eine reduzierte Wechselwirkung der korrespondierenden Magnete
zwischen einander erfolgt. Anstelle einer reduzierten Wechselwirkung kann auch ein
Zustand bewirkbar sein, in welchem durch das seitliche Verschieben gleichartige Polaritäten
der Magnete einander zugeführt werden oder nebeneinander Magnete jeweils an der Befestigungspartie
und/oder der Aufnahmepartie vorgesehen sind, welche unterschiedlich ausgerichtete
Polarität aufweisen. Wird die Befestigungspartie seitlich zur Aufnahmepartie verschoben,
wird so zumindest ein Magnet der Befestigungspartie oder der Aufnahmepartie ausgehend
von einem Magneten mit entgegengesetzter Polarität (Anziehung der Magneten) einem
Magneten zugeführt, welcher dieselbe Polarität wie sein Gegenstück aufweist (Abstoßung
der nunmehr sich annähernden Magneten). Durch die abstoßende Wirkung der einander
zugeführten Magnete, beim seitlichen Verschieben der beiden Partien zueinander, kann
das Öffnen, also das Lösen des Verschlusses, unterstützt werden. Zumindest durch das
Entfernen der entgegengesetzt gepolten Magnete aus einem betriebsgemäßen Verbindungszustand
durch das seitliche Verschieben der beiden Partien zueinander kann die magnetische
Kraft, welche anteilig (neben der Haken-Aufnahme-Verbindung) den Verschluss in seiner
geschlossenen Position hält, aufgehoben sein. Gleichermaßen kann in dem Moment, in
dem die beiden sich ursprünglich gegenüberliegenden Magnete voneinander seitlich entfernt
wurden, durch die asymmetrische/angeschrägte Form der Befestigungspartie (des Hakens)
ein Anheben der Aufnahmepartie gegenüber der Befestigungspartie bewirkbar sein, wodurch
ein Hintergreifen der Aufnahmepartie durch die Befestigungspartie aufgehoben sein
kann. So kann mit einer einzigen seitlichen Bewegung sowohl die magnetische als auch
die mechanische Verbindung des Verschlusses lösbar sein.
[0025] Indem die Aufnahmepartie breiter als die Befestigungspartie ausgebildet sein kann,
kann die seitliche Öffnungsbewegung der Befestigungspartie in der Aufnahmepartie geführt
sein, wodurch ein sauberes seitliches Verschieben unterstützt wird, bis die Befestigungspartie
die Aufnahmepartie nicht mehr hintergreift.
Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass die Befestigungspartie in der Aufnahmepartie
verschiebbar gelagert ist. Dies kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn ein seitliches
Lösen der Verbindung von Aufnahmepartie und Befestigungspartie zum Öffnen des Verschlusses
bereitgestellt sein soll.
[0026] Besonders zweckmäßig ist es vorgesehen, dass die Magnete jeweils oberhalb einer mechanischen
Verbindung der Befestigungspartie mit der Aufnahmepartie angeordnet sind. Somit kann
sowohl die Befestigungspartie als auch die Aufnahmepartie jeweils Elemente aufweisen,
welche für eine mechanische Verbindung vorgesehen sind. Dies können bei der Befestigungspartie
vorstehende Elemente wie beispielsweise ein hakenförmiger Bereich sein. Im Bereich
der Aufnahmepartie kann das mindestens eine Element zur mechanischen Verbindung eine
Vertiefung, eine Hinterschneidung, eine Aufnahme, ein Vorsprung oder ein sonstiges
voranstehend beschriebenes Element zur mechanischen Verbindung mit der Befestigungspartie
sein.
[0027] Oberhalb kann in diesem Zusammenhang auch gleichbedeutend sein mit auf einer dem
Verbindungselement der jeweiligen Partie gegenüberliegenden Seite im Bereich der Stirnseite
der Partie. "Oberhalb" kann in diesem Fall auch zumindest eine der mechanischen Verbindung
an der Aufnahmepartie und/oder Befestigungspartie gegenüberliegenden Seite sein oder
auch die Seite sein, die einem Handgelenk, im Falle eines Armbands, abgewandt ist.
[0028] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Befestigungspartie die Form eines Trapezes oder Dreiecks aufweist. Diese
Form kann ergänzend oder alternativ zur asymmetrischen Form gemäß Anspruch 1 vorliegen.
Grundsätzlich ist es bevorzugt, dass ein Teil der Befestigungspartie, insbesondere
der Haken, asymmetrisch oder angeschrägt ist oder die voranstehend genannte Form aufweist.
Dadurch ist im Bereich der Stirnseite in einer Draufsicht auf die Befestigungspartie
ein Element bereitgestellt, welches vorzugsweise zumindest zu einer Seite hin eine
abnehmende Höhe beziehungsweise eine Schräge aufweist. Diese Schräge kann in Bezug
auf das seitliche Verschieben der Aufnahmepartie und der Befestigungspartie das voranstehend
genannte Anheben der Aufnahmepartie gegenüber der Befestigungspartie und der daraus
folgenden Ablösung der beiden Teile des Verschlusses voneinander unterstützen.
[0029] Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass die Befestigungspartie in Richtung der
Verbindungsachse hakenförmig ausgebildet ist. Insbesondere kann die Befestigungspartie
einen hakenförmigen Bereich aufweisen. Besonders bevorzugt ist dieser in einem unteren
Bereich, also am Innenumfang des Armbands liegend, der Befestigungspartie vorgesehen,
wobei der Haken mit seiner Spitze oder seinem Ende nach oben beziehungsweise in Richtung
der Magnete der Befestigungspartie zeigt. Somit sind bevorzugt hakenförmige Mittel
an der Befestigungspartie bereitgestellt, auf welche bevorzugt von oben die Aufnahmepartie
insbesondere mit der Aufnahme, die Hinterschneidung oder sonstige voranstehend genannte
Verbindungsmittel der Aufnahmepartie aufgeschoben oder verbunden werden können. Die
hakenförmigen Verbindungsmittel können also in Richtung Aufnahmepartie im betriebsgemäßen
Verbindungszustand des Verschlusses ragen.
[0030] Besonders zweckmäßig ist es vorgesehen, dass zumindest ein vertikaler/stirnseitiger
Bereich der Aufnahmepartie und/oder der Befestigungspartie frei von Magneten ist.
Hierdurch kann beim seitlichen Verschieben der beiden Partien zueinander in zumindest
einer Ausrichtung ein Zustand bereitgestellt werden, in welchem sich keine Magnete
an den zugewandten Stirnseiten der beiden Partien gegenüberstehen. Hierdurch kann
nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gewährleistet werden, dass in
zumindest einer seitlichen Verschiebeposition die beiden Partien zueinander anziehungsfrei
vorliegen.
[0031] Die vorliegende Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines Armbands nach Anspruch 1 mit dem erfindungsgemäßen
Verschluss,
- Figur 2
- eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die erfindungs-gemäße Befestigungspartie,
- Figur 3
- eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die erfindungs-gemäße Aufnahmepartie und
- Figur 4
- eine seitliche Querschnittsansicht entlang der Längsachse durch den Verschluss im
betriebsgemäßen Verbindungs-zustand.
[0032] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Armband 1, welches mit einem Verschluss 10, 20
gebildet ist. Der Verschluss kann zweiteilig ausgebildet sein, wobei dieser aus zumindest
einer Aufnahmepartie 10 und einer Befestigungspartie 20 gebildet sein kann. Figur
1 zeigt nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zumindest ein, bevorzugt
zwei Hakenelemente 21, welche asymmetrisch, jedoch zumindest zu einer Seite angeschrägt
sind. Die Aufnahmepartie 10 kann an einem Teil 30 des Armbands 1 angeordnet sein.
Dieser Teil des Armbands 1 kann mindestens einen Magneten 31, vorzugsweise zwei Magnete
aufweisen, die besonders bevorzugt in das Armband integriert sind. Der Teil 30 des
Armbands 10 ist über ein Scharnier oder flexibles Element mit dem restlichen/zweiten
Teil des Armbands 1 verbunden. Dieser zweite Teil weist mindestens einen, vorzugsweise
zwei weitere Magnete auf, welche ebenfalls in das Armband 1 integriert sein können.
Die Polarität der Magnete 31 und 32 ist so geartet, dass diese bei einer Übereinanderlagerung
beim Umklappen des Scharniers oder flexiblen Teils 33 einander anziehen, wodurch das
Armband durch die Magnete in einer teilgeöffneten Position gehalten werden kann. Diese
Funktion kann das Armband unabhängig vom Verschlussmechanismus aufweisen und ist mit
dem Verschlussmechanismus nicht zwangsläufig wirkverbunden.. Wird ein Druck auf die
Befestigungspartie und die Aufnahmepartie seitlich zueinander verschoben, kann der
Verschlussmechanismus geöffnet werden.
[0033] Figur 2 zeigt in einer Seitenansicht und einer Draufsicht eine vergrößerte Darstellung
der Befestigungspartie. Diese kann mindestens einen Magneten 50 aufweisen, welcher
bevorzugt in eine Stirnseite der Befestigungspartie eingelassen ist. Unterhalb der
Magnete kann die Befestigungspartie zumindest ein Verbindungselement, vorzugsweise
in Form eines Hakenelements 21, aufweisen. Dieses Hakenelement kann von der Befestigungspartie
beziehungsweise deren Stirnseite in Richtung der Aufnahmepartie im betriebsgemäßen
Verbindungszustand des Verschlusses hervorstehen. Besonders bevorzugt ist das Hakenelement
dabei nach oben geöffnet/gerichtet, so dass eine Endseite des Hakenelements 21 nach
oben zeigt. Rechter Hand ist in Figur 2 eine Draufsicht auf die Stirnseite der Befestigungspartie
10 dargestellt. Die Draufsicht zeigt, dass die Befestigungspartie insbesondere die
Hakenelemente 21 zu einer Seite hin angeschrägt sind also eine asymmetrische Struktur
aufweisen können.
[0034] Figur 3 zeigt eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die korrespondierende Aufnahmepartie.
Diese weist Magnete 51 auf, welche in ihrer Position an die Position der Magnete 50
der Befestigungspartie angepasst sind, so dass sich diese (50, 51) im betriebsgemäßen
Zustand des Verschlusses gegenüberliegen und anziehen. Unterhalb der Magnete sind
bevorzugt an der Aufnahmepartie Aufnahmen, Hinterschneidungen, Vertiefungen oder dergleichen
(60) in voranstehend beschriebener Weise vorgesehen. Diese sind ihrer Form nach an
die Befestigungspartie beziehungsweise die Hakenelemente 21 der Befestigungspartie
angepasst. Bevorzugt weisen sie einer zur Form der Hakenelemente 21 komplementäre
geometrische Form auf.
[0035] Besonders bevorzugt ist zumindest ein Teil der Aufnahme 60 unterhalb eines Magneten
51 angeordnet, wobei ein weiterer Teil der Aufnahme 60 oberhalb (einer Handrückenabgewandten
Seite des Verschlusses) keinen Magneten aufweist. Dadurch können die Befestigungspartie
beziehungsweise das Hakenelement 21 bei einem seitlichen Verschieben der Befestigungspartie
zu der Aufnahmepartie so geführt werden, dass die Magnete 50 und 51 der beiden Partien
zueinander versetzt vorgesehen sind, wodurch die Anziehungskraft der beiden Magnete
50 und 51 vermindert oder aufgehoben ist. Durch die asymmetrische Form der Aufnahme
60 wird das Hakenelement beim seitlichen Verschieben aus der Aufnahme herausgehoben,
wodurch auch die mechanische Verbindung unterbrochen wird. Das Hakenelement 21 beziehungsweise
die Befestigungspartie 10 liegen zwar noch an der Aufnahmepartie an, der Kraftschluss
der Befestigungspartie beziehungsweise der Hakenelemente gegenüber der Aufnahmepartie
beziehungsweise den Aufnahmen 60 besteht jedoch nicht mehr. Ist der erfindungsgemäße
Verschluss an einem Armband wie nach Figur 1 angeordnet und weist das Scharnier oder
das elastische Element eine Spannkraft auf, welche den ersten Teil 30 des Armbands
um das Gelenk 33 dem zweiten Teil des Armbands zuführt, so dass die Magnete 31 und
32 einander zugestellt sind, kann durch die seitliche Verlagerung von Aufnahmepartie
und Befestigungspartie der Verschluss bzw. das Armband regelrecht öffnend aufspringen.
[0036] Figur 4 zeigt das den erfindungsgemäßen Verschluss im betriebsgemäßen Verbindungzustand,
in welchem das Hakenelement 21 der Befestigungspartie 10 mit der Aufnahme 60 der Aufnahmepartie
20 in kraftschlüssiger Wirkverbindung steht, während die Stirnseiten der Befestigungspartie
10 und der Aufnahmepartie 20 mit ihren Stirnseiten einander zugewandt sind, wodurch
die Magnete 50 und 51 ebenfalls kontaktieren.
1. Armband mit Verschluss, der Verschluss weist folgende Elemente auf,
- eine Befestigungspartie (20) mit einem hakenförmigen Element (21)
- eine Aufnahmepartie (10) mit einer Aufnahme (60) für das hakenförmige Element (21),
- Aufnahmepartie (10) und Befestigungspartie (20) sind jeweils an einem Ende des Armbands
(1) angeordnet und stirnseitig mittels sich gegenüberliegender Magnete (50) und zusätzlich
über einen Eingriff des hakenförmigen Elements (21) in die Aufnahme (60) miteinander
verbindbar,
- im verbundenen Zustand sind Aufnahmepartie (10) und Befestigungspartie (20), quer
zu einer Eingriffsrichtung des hakenförmigen Elements (21) in die Aufnahme (60) und
quer zu einer Längsrichtung des Armbands, entlang Ihrer Stirnseiten linear gegeneinander
verschiebbar,
- das hakenförmige Element (21) erstreckt sich seiner Breite nach in der linearen
Verschieberichtung parallel zur Stirnseite der Befestigungspartie (20), ist in dieser
Richtung angeschrägt und ist aus der Aufnahme (60) durch Parallelverschiebung von
Befestigungspartie (20) zu Aufnahmepartie (10), in der linearen Verschieberichtung
entlang Ihrer Stirnseiten, also parallel zur Schräge des hakenförmige Elements, lösbar,
wobei im gegeneinander verschobenen Zustand auch die Magnete von Aufnahmepartie (10)
und Befestigungspartie (20) voneinander zumindest teilweise entfernt vorliegen.
2. Armband mit Verschluss nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungspartie (20) mindestens zweiteilig ist.
3. Armband mit Verschluss nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmepartie (10) breiter ist als die Breite der zusammenarbeitenden Magnete.
4. Armband mit Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Magnete jeweils in Erstreckungsrichtung eines freien Endes des hakenförmigen
Elements (60) oberhalb desselbigen angeordnet sind.
5. Armband mit Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungspartie (20) die Form eines Trapezes oder Dreiecks aufweist.