[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Dosierspenders nach dem Roll-On Prinzip,
insbesondere nach dem Prinzip eines Deodorant-Rollers, nach Anspruch 1 sowie einen
derartigen Dosierspender nach Anspruch 9.
[0002] Die Erfindung befasst sich mit der Handdesinfektion, d.h. der Desinfektion der Hände.
Zur Handdesinfektion werden Handdesinfektionsmittel in flüssiger Form eingesetzt,
die häufig in Form von wandmontierten Desinfektionsmittelspendern bereitgestellt werden.
Diese wandmontierten Desinfektionsmittelspender haben jedoch den Nachteil, dass sie
nicht mobil sind und einem Benutzer unterwegs nicht zur Verfügung stehen.
[0003] Bekannt sind ferner Desinfektionsmittelbehälter, die in kleinen Flaschen, zum Beispiel
in einer Größe von 50 ml, mitgeführt werden können. Derartige kleine Flaschen passen
in Handtaschen, Jackentaschen oder auch Hosentaschen und stehen daher unterwegs zur
Verfügung. Sie eignen sich daher insbesondere für Benutzer auf Reisen.
[0004] Werden jedoch derartige Flaschen bspw. im fahrenden Auto oder in anderen fahrenden
oder fliegenden (öffentlichen) Verkehrsmitteln benutzt, kommt es aufgrund der typischen
Ruckel-Bewegungen von Verkehrsmitteln infolge von Beschleunigungen, Abbremsungen,
schlechten Straßen, etc. immer wieder zum Verschütten und damit zum Verlust von Handdesinfektionsmittel.
Gelangt das Handdesinfektionsmittel beim Verschütten gar auf die Kleidung des Benutzers
oder auf Sitzbezüge, können die entsprechenden Stoffe bzw. Materialien, wie Leder
oder Kunstleder, etc. beschmutzt und/oder beschädigt werden.
[0005] Die Applikation von Handdesinfektionsmittel aus derartigen Flaschen ist daher nachteilig.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Applikation von Handdesinfektionsmittel
zu verbessern.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen einer Verwendung gemäß Anspruch
1 sowie mit den Merkmalen eines Dosierspenders gemäß Anspruch 9.
[0008] Die Erfindung greift demnach auf einen herkömmlichen Dosierspender nach dem Roll-On
Prinzip, insbesondere nach dem Prinzip eines Deodorant-Rollers zurück, wie er bspw.
aus
EP 2 571 394 B1 bekannt ist, und verwendet einen solchen Dosierspender zur Handdesinfektion. Dazu
wird ein solcher Dosierspender nach dem Roll-On Prinzip mit einem Handdesinfektionsmittel
zur Desinfektion der Hände befüllt.
[0009] Die erfindungsgemäße Verwendung sieht daher die Verwendung eines Dosierspenders nach
dem Roll-On Prinzip, insbesondere nach dem Prinzip eines Deodorant-Rollers zur Handdesinfektion
vor, wobei der Dosierspender einen Behälter, eine Dosierkugel und einen Deckel aufweist,
wobei der Behälter mit flüssigem oder viskoelastischem, insbesondere gelartigem, Handdesinfektionsmittel
befüllt ist, wobei eine Austrittsöffnung des Behälters von der in einer Fassung gehaltenen
Dosierkugel unter Bildung eines Dosierspalts verschlossen ist, wobei bei aufgesetztem
Deckel die Dosierkugel abdichtend gegen ein Abdichtelement des Behälters drückt und
bei abgenommenem Deckel das Abdichtelement einen Durchtritt von Handdesinfektionsmittel
in den Bereich zwischen Fassung und Dosierkugel bis zum Dosierspalt derart zulässt,
dass die Dosierkugel mit Handdesinfektionsmittel benetzbar ist.
[0010] In entsprechender Weise weist ein erfindungsgemäßer Dosierspender nach dem Roll-On
Prinzip, insbesondere nach dem Prinzip eines Deodorant-Rollers einen Behälter, eine
Dosierkugel und einen Deckel auf, wobei der Behälter mit einer Flüssigkeit oder einem
viskoelastischen Fluid, insbesondere einem Gel, befüllt ist, wobei eine Austrittsöffnung
des Behälters von der in einer Fassung gehaltenen Dosierkugel unter Bildung eines
Dosierspalts verschlossen ist, wobei bei aufgesetztem Deckel die Dosierkugel abdichtend
gegen ein Abdichtelement des Behälters drückt und bei abgenommenem Deckel das Abdichtelement
einen Durchtritt der Flüssigkeit oder des viskoelastischen Fluids in den Bereich zwischen
Fassung und Dosierkugel bis zum Dosierspalt derart zulässt, dass die Dosierkugel mit
der Flüssigkeit oder dem viskoelastischen Fluid benetzbar ist, wobei die Flüssigkeit
oder das viskoelastische Fluid ein Handdesinfektionsmittel zur Desinfektion der Hände
ist.
[0011] Auf diese Weise kann erfindungsgemäß ein Handdesinfektionsmittel appliziert werden,
ohne dass die Gefahr besteht, dass beim Auftrag des Handdesinfektionsmittels auf die
Hände das Handdesinfektionsmittel verschüttet wird und auf die Kleidung und/oder Sitzbezüge
gelangt.
[0012] Das Handdesinfektionsmittel kann nach Art eines herkömmlichen Deodorant-Rollers statt
in der Achselhöhle auf die Handflächen aufgetragen werden. Diese Art der Applikation
ermöglicht eine sparsame Dosierung des Handdesinfektionsmittels ohne die Gefahr eines
Verlusts von Handdesinfektionsmittel durch Verschütten. Daher geht insbesondere auf
Reisen lediglich begrenzt zur Verfügung stehendes Desinfektionsmittel nicht nutzlos
verloren. Zudem ist das Handling bei dieser Art der Applikation besonders einfach
und sparsam.
[0013] Im Gegensatz zu herkömmlichen Desinfektionssprays vermeidet die Erfindung zudem,
dass feinste Teilchen oder Aerosole, die beim Versprühen von Desinfektionsspray entstehen,
eingeatmet werden oder in die Augen gelangen. Die Erfindung reduziert damit die Gefahr
etwaiger gesundheitsschädlicher Auswirkungen bei der Anwendung von Desinfektionsmitteln
und stellt somit eine besonders sichere Weise der Applikation von Handdesinfektionsmittel
bereit.
[0014] Die Erfindung eignet sich somit insbesondere auch für die Anwendung in Schulen und
Kindertagesstätten, da sie die Anwendung von Desinfektionssprays und Sprühflaschen
und somit die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von Schülern oder Vorschulkindern
durch herkömmliche Desinfektionssprays bzw. Sprühflaschen vermeidet.
[0015] Die Viskosität des Fluids, d.h. der Flüssigkeit oder des viskoelastischen Fluids,
kann beispielsweise durch Zugabe von Carbomer bzw. Polyacrylsäure oder anderer Stoffe
angepasst werden. Hierdurch kann eine Optimierung zwischen der Breite des Dosierspalts
und der Viskosität vorgenommen werden, wodurch die Applikation des Handdesinfektionsmittels
besonders gleichmäßig und sparsam erfolgen kann.
[0016] Vorzugsweise wird die Dosierkugel bei abgenommenem Deckel über die Handflächen gerollt.
So kann auf vorteilhafte Weise eine tropffreie Applikation von Handdesinfektionsmittel
auf die Handflächen durchgeführt werden.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist die Fassung, welche die Dosierkugel
hält, einen zum Behälter gerichteten Fortsatz auf, der ein Außengewinde aufweist,
wobei der Behälter ein an dieses Außengewinde angepasstes Innengewinde aufweist, so
dass die Fassung über diese Gewinde mit dem Behälter verschraubbar ist. Es ist somit
auf einfache Weise möglich, die Fassung mit der Dosierkugel aufzuschrauben und zu
entfernen, so dass das Innere des Behälters über eine Öffnung ausreichender Größe
für ein Nachfüllen des Behälters mit Handdesinfektionsmittel zugänglich wird.
[0018] Die Nachfüllbarkeit des Behälters ergibt einen nachhaltigen Dosierspender, der umweltfreundlich
ist, daher er Verpackungsmüll vermeidet, zumindest reduziert. Die Erfindung hat nämlich
erkannt, dass die erfindungsgemäß eingesetzten Dosierspender nach dem Roll-On Prinzip
einem derart geringen Verschleiß unterliegen, dass sie vielfach verwendet werden können.
Ein Wegwerfen nach der ersten Entleerung des Behälters ist daher entbehrlich. Vielmehr
kann der erfindungsgemäß eingesetzte Dosierspender gemäß dieser Weiterbildung vielfach
wiederverwendet werden.
[0019] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass an dem Behälter ein Trageband befestigt
ist. Der Dosierspender kann mithilfe des Tragebands offen, zum Beispiel um den Hals
herum, getragen werden. Der Dosierspender ist somit zu jeder Gelegenheit schnell zugänglich,
ohne dass der Benutzer in seinen Taschen suchen oder kramen müsste, um an den Dosierspender
zu gelangen. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise die Gefahr einer Kontamination
anderer sich in den Taschen des Benutzers befindender Gegenstände vermieden, zumindest
aber reduziert wird.
[0020] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist am Behälter eine Befestigungsöse angeformt,
an der das Trageband befestigt ist. Eine solche Befestigungsöse kann bereits bei der
Herstellung des Behälters zusammen mit dem Behälter hergestellt werden und bildet
eine kostengünstige Lösung.
[0021] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Trageband auch an dem Deckel
befestigt ist. Ein abgenommener Deckel muss daher bei Gebrauch des Dosierspenders
nicht in der Hand gehalten oder in eine Tasche gesteckt werden. Der Deckel kann zudem
nicht verloren gehen und ist sofort greifbar, wenn der Deckel wieder auf dem Behälter
aufgesetzt werden soll. Diese Lösung verhindert daher, dass der Benutzer beim Applikationsvorgang
seine ggf. kontaminierten Hände in seine Taschen stecken muss, wobei eine Kontamination
anderer Gegenstände möglich ist. Diese Lösung trägt daher zur Verbesserung der Gesamthygienesituation
bei.
[0022] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist am Deckel eine Befestigungsöse angeformt,
an der das Trageband befestigt ist. Eine solche Befestigungsöse kann wiederum bereits
bei der Herstellung des Behälters zusammen mit dem Deckel hergestellt werden und bildet
somit eine kostengünstige Lösung.
[0023] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Deckel auf den Behälterboden
aufklemmbar und/oder aufsteckbar ist. Die Erfindung überträgt dabei das Prinzip einer
Stiftkappe auf den erfindungsgemäßen Dosierspender. D.h. der Deckel ist nach Art einer
Stiftkappe auf der gegenüberliegenden Seite des Dosierspenders, nämlich am Behälterboden
aufklemmbar oder aufsteckbar. Der Behälterboden ist dabei derart geformt, dass der
Deckel auf den Behälterboden aufgeklemmt bzw. aufgesteckt werden kann. Der Deckel
kann somit vorübergehend - während der Anwendung des Dosierspenders - am Behälter
gesichert werden.
[0024] Durch diese Maßnahme kann ebenfalls vermieden werden, dass der Benutzer den Deckel
in seine Taschen stecken muss. Ein Kontakt der ggf. kontaminierten Hände des Benutzers
mit anderen sich in den Taschen des Benutzers befindenden Gegenständen kann somit
verhindert werden. Diese Lösung trägt daher ebenfalls zur Verbesserung der Gesamthygienesituation
bei.
[0025] Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung und
den Zeichnungen. Die vorgenannten Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer
Merkmale sind beispielhaft und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen,
ohne dass die Vorteile zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden
müssen. Weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausgestaltungen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Ansprüche ist ebenfalls
abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Ansprüche möglich und wird hiermit
vorgeschlagen. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt
sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen
verschiedener Ansprüche kombiniert werden. Ebenso können in Ansprüchen aufgeführte
Merkmale für weitere Ausführungen der Erfindung entfallen.
[0026] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dosierspenders nach dem Roll-On
Prinzip mit aufgesetztem Deckel,
- Fig. 2
- den in Fig. 1 gezeigte Dosierspender mit abgenommenem Deckel,
- Fig. 3
- eine Weiterbildung des in die Figuren 1 und 2 gezeigten Dosierspenders mit Befestigungsöse
für ein Trageband,
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dosierspenders nach dem Roll-On
Prinzip mit abgenommenem Deckel und
- Fig. 5
- den in Fig. 4 gezeigten Dosierspender mit auf den Behälter aufgestecktem Deckel.
[0027] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dosierspenders 10 zur
Handdesinfektion mit einem Behälter 12 zur Aufnahme eines flüssigen oder gelartigen
Handdesinfektionsmittels gegen Bakterien und/oder Viren, insbesondere Coronaviren,
und einem Deckel 14. Der Deckel 14 weist einen im Inneren und daher als verdeckte
Linie gestrichelt dargestellten Ringsteg 16 auf.
[0028] Fig. 2 zeigt den Dosierspender 10 aus Fig. 1 mit abgenommenem Deckel 14. Eine Dosierkugel
18 ist in einer Fassung 20 angeordnet und verschließt unter Bildung eines Dosierspalts
22 eine Austrittsöffnung 24 des Behälters 12.
[0029] Der Deckel 14 ist über ein Schraubgewinde 26 oder ein Bajonettverschluss am Behälter
12 zu befestigen. Ist der Deckel 14 aufgeschraubt und damit fest auf dem Behälter
12 angebracht, drückt der Ringsteg 16 in den Dosierspalt 22 und drückt dabei die Dosierkugel
18 in Richtung des Behälters und zugleich in Richtung eines umlaufenden Abdichtelements
28, das als verdeckte Linie gestrichelt dargestellt ist.
[0030] Bei abgenommenem Deckel 14 lässt das Abdichtelement 28 jedoch einen Durchtritt von
im Behälter 12 eingefüllten Handdesinfektionsmittel in den Bereich zwischen der Fassung
20 und der Dosierkugel 18 bis zum Dosierspalt 22 zu, so dass die Dosierkugel 18 mit
Handdesinfektionsmittel benetzt wird.
[0031] Die Fassung 20 weist einen Fortsatz 30 mit einem (nicht dargestellten) Außengewinde
auf, das mit einem korrespondierend ausgebildeten (nicht dargestellten) Innengewinde
im Behälter 12 verschraubbar ist. Vorzugsweise liegt dieses Innengewinde in dem Abschnitt
des Behälters 12, der auch das Schraubgewinde 26 vorsieht.
[0032] Die Fassung 20 kann mittels des im Fortsatz 30 ausgebildeten Außengewindes von dem
Behälter 12 abgeschraubt werden. Bei abgeschraubter Fassung 20 ergibt sich eine Öffnung,
über die Handdesinfektionsmittel in den Behälter 12 nachgefüllt werden kann.
[0033] Fig. 3 zeigt ein modifiziertes Ausführungsbeispiel. Es entspricht im Wesentlichen
dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel eines Dosierspenders 10',
jedoch mit dem Unterschied, dass am Behälter 12' sowie am Deckel 14' jeweils eine
Befestigungsöse 32, 34 angeformt ist.
[0034] Diese Befestigungsösen 32, 34 dienen zur Befestigung eines Tragebandes 36, welches
eine Schlaufe 38 sowie zwei mit den Befestigungsösen 32, 34 verbundene Endabschnitte
40, 42 aufweist. Die Schlaufe 38 ist mit einer derartigen Größe bemessen, dass sie
bspw. um den Hals eines Benutzers getragen werden kann. Die Längen der Endabschnitte
40, 42 sind derart bemessen, dass der Deckel 14' vom Behälter 12' abgeschraubt werden
kann.
[0035] Figuren 4 und 5 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Dosierspenders 10",
jeweils mit abgenommenem Deckel 14". Im Unterschied zu den in den Figuren 1 bis 3
dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Deckel 14" bodenseitig am Behälter 12"
aufsteckbar und dabei aufklemmbar. Der Deckel 14" kann somit bei Benutzung des Dosierspenders
10" abgenommen und bodenseitig am Behälter 12" aufgesteckt werden. Der Deckel 14"
verbleibt somit während der Benutzung an einem definierten Ort und kann nicht verloren
gehen.
[0036] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 4 und 5 sind vorteilhafterweise ebenfalls
Befestigungsösen 32", 34" am Behälter 12" und Deckel 14" vorgesehen. Diese Befestigungsöse
32", 34" können jedoch einzeln oder auch beide entfallen.
[0037] Vorteilhafterweise entfällt lediglich die Befestigungsöse 32" am Deckel 14", so dass
lediglich der Behälter 12" eine Befestigungsöse 34" aufweist. In diesem Fall ist vorgesehen,
lediglich den Behälter 12" mit einem Trageband (nicht dargestellt) zu versehen. Der
Deckel 14" kann bei dieser Ausführungsform abgeschraubt und bodenseitig am Behälter
12" aufgesteckt werden und benötigt daher keine Anbindung an das Trageband.
[0038] Insgesamt ermöglicht die Erfindung eine neuartige Applikation von Handdesinfektionsmittel
mittels eines Dosierspenders nach dem Prinzip eines Deodorant-Rollers. Diese Applikation
von Handdesinfektionsmittel geschieht durch Rollen der Dosierkugel 18 über die Handflächen
und gestattet eine sparsame, dabei jedoch gleichmäßige Verteilung des Handdesinfektionsmittels.
Ein Verlust von Handdesinfektionsmittel, wie bei herkömmlichen Desinfektionsmittelflaschen
ist somit dank der Erfindung ausgeschlossen. Es besteht daher keine Gefahr mehr, dass
der Benutzer Handdesinfektionsmittel unbeabsichtigterweise auf seine Kleidung oder
Sitzbezüge gelangen lässt. Das erfindungsgemäße Handdesinfektionsmittel lässt sich
vorteilhaft unterwegs, insbesondere auf Reisen oder sonstiger Wege während der Arbeit
oder Freizeit, mitführen und anwenden.
[0039] In den Figuren werden folgende Bezugsziffern verwendet:
- 10, 10', 10"
- Dosierspender
- 12, 12', 12"
- Behälter
- 14, 14', 14"
- Deckel
- 16
- Ringsteg
- 18
- Dosierkugel
- 20
- Fassung
- 22
- Dosierspalt
- 24
- Austrittsöffnung
- 26
- Schraubgewinde
- 28
- Abdichtelement
- 30
- Fortsatz
- 32, 32"
- Befestigungsöse
- 34, 34"
- Befestigungsöse
- 36
- Trageband
- 38
- Schlaufe
- 40
- Endabschnitt
- 42
- Endabschnitt
1. Verwendung eines Dosierspenders (10, 10', 10") nach dem Roll-On Prinzip, insbesondere
nach dem Prinzip eines Deodorant-Rollers, zur Handdesinfektion,
wobei der Dosierspender (10, 10', 10") einen Behälter (12, 12', 12"), eine Dosierkugel
(18) und einen Deckel (14, 14', 14") aufweist,
wobei der Behälter (12, 12', 12") mit flüssigem oder viskoelastischem, insbesondere
gelartigem, Handdesinfektionsmittel befüllt ist,
wobei eine Austrittsöffnung (24) des Behälters (12, 12', 12") von der in einer Fassung
(20) gehaltenen Dosierkugel (18) unter Bildung eines Dosierspalts (22) verschlossen
ist,
wobei bei aufgesetztem Deckel (14, 14', 14") die Dosierkugel (18) abdichtend gegen
ein Abdichtelement (28) des Behälters (12, 12', 12") drückt und bei abgenommenem Deckel
(14, 14', 14") das Abdichtelement (28) einen Durchtritt von Handdesinfektionsmittel
in den Bereich zwischen Fassung (20) und Dosierkugel (18) bis zum Dosierspalt (22)
derart zulässt, dass die Dosierkugel (18) mit Handdesinfektionsmittel benetzbar ist.
2. Verwendung eines Dosierspenders (10, 10', 10") nach Anspruch 1,
wobei bei abgenommenem Deckel (14, 14', 14") die Dosierkugel (18) über die Handflächen
gerollt und Handdesinfektionsmittel auf den Handflächen verteilt wird.
3. Verwendung eines Dosierspenders (10, 10', 10") nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Fassung (20) einen Fortsatz (30) mit Außengewinde aufweist und der Behälter
(12, 12', 12") ein an dieses Außengewinde angepasstes Innengewinde aufweist,
wobei die Fassung (20) über diese Gewinde mit dem Behälter (12, 12', 12") verschraubbar
ist.
4. Verwendung eines Dosierspenders (10, 10', 10") nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei an dem Behälter (12, 12', 12") ein Trageband (36) befestigt ist.
5. Verwendung eines Dosierspenders nach Anspruch 4,
wobei an dem Behälter (12', 12") eine Befestigungsöse (34, 34") angeformt ist, an
der das Trageband (36) befestigt ist.
6. Verwendung eines Dosierspenders nach Anspruch 4 oder 5,
wobei das Trageband (36) auch an dem Deckel (14', 14") befestigt ist.
7. Verwendung eines Dosierspenders nach Anspruch 6,
wobei an dem Deckel (14', 14") eine Befestigungsöse (32, 32") angeformt ist, an der
das Trageband (36) befestigt ist.
8. Verwendung eines Dosierspenders nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Deckel (14', 14") auf den Behälterboden aufklemmbar und/oder aufsteckbar
ist.
9. Dosierspender nach dem Roll-On Prinzip, insbesondere nach dem Prinzip eines Deodorant-Rollers,
wobei der Dosierspender (10, 10', 10") einen Behälter (12, 12', 12"), eine Dosierkugel
(18) und einen Deckel (14, 14', 14") aufweist,
wobei der Behälter (12, 12', 12") mit einer Flüssigkeit oder einem viskoelastischen
Fluid, insbesondere einem Gel, befüllt ist,
wobei eine Austrittsöffnung (24) des Behälters (12, 12', 12") von der in einer Fassung
(20) gehaltenen Dosierkugel (18) unter Bildung eines Dosierspalts (22) verschlossen
ist,
wobei bei aufgesetztem Deckel (14, 14', 14") die Dosierkugel (18) abdichtend gegen
ein Abdichtelement (28) des Behälters (12, 12', 12") drückt und bei abgenommenem Deckel
(14, 14', 14") das Abdichtelement (28) einen Durchtritt der Flüssigkeit oder des viskoelastischen
Fluids in den Bereich zwischen Fassung (20) und Dosierkugel (18) bis zum Dosierspalt
(22) derart zulässt, dass die Dosierkugel (18) mit der Flüssigkeit oder dem viskoelastischen
Fluid benetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flüssigkeit oder das viskoelastische Fluid ein Handdesinfektionsmittel zur Desinfektion
der Hände ist.
10. Dosierspender nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fassung (20) einen Fortsatz (30) mit einem Außengewinde aufweist und der Behälter
(12, 12', 12") ein an dieses Außengewinde angepasstes Innengewinde aufweist, wobei
die Fassung (20) über diese Gewinde mit dem Behälter (12, 12', 12") verschraubbar
ist.
11. Dosierspender nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Behälter (12', 12") ein Trageband (36) befestigt ist.
12. Dosierspender nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Behälter (12', 12") eine Befestigungsöse (34, 34") angeformt ist, an der das
Trageband (36) befestigt ist.
13. Dosierspender nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trageband (36) auch an dem Deckel (14', 14") befestigt ist.
14. Dosierspender nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Deckel (14', 14") eine Befestigungsöse (32, 32") angebracht ist, an der das Trageband
(36) befestigt ist.
15. Dosierspender nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (14, 14', 14") auf den Behälterboden aufklemmbar und/oder aufsteckbar ist.