Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrradsattelhülle mit einem Befestigungselement,
welches ausgebildet ist, eine Fahrradsattelschale eines Fahrradsattels eines Fahrrads
zu hintergreifen, um die Fahrradsattelhülle zumindest formschlüssig an der Fahrradsattelschale
zu befestigen, sowie einen Fahrradsattel, welcher an einem Fahrradrahmen eines Fahrrads
befestigbar ist, wobei der Fahrradsattel eine Fahrradsattelschale und eine entsprechende
an der Fahrradsattelschale befestigte Fahrradsattelhülle aufweist.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, dass ein herkömmlicher Fahrradsattel eine Fahrradsattelschale aufweist,
die aus einem harten, widerstandsfähigen Material geformt ist, um das Gewicht des
auf dem entsprechenden Fahrradsattel sitzenden Fahrradfahrers aufzunehmen.
[0003] Um ein ergonomisch vorteilhaftes Sitzen des Fahrradfahrers auf einem entsprechenden
Fahrradsattel sicherzustellen, weist ein herkömmlicher Fahrradsattel üblicherweise
eine Dämpfung aus einem weichen Material auf, welche auf der Fahrradsattelschale angebracht
sind und welche eine angenehme Auflage des Gesäßes des Fahrradfahrers auf dem Fahrradsattel
ermöglicht.
[0004] Ferner ist bekannt, dass ein herkömmlicher Fahrradsattel insbesondere einen Fahrradsattelbezug
aufweisen kann, welcher auf der auf der Fahrradsattelschale angebrachten Dämpfung
angeordnet ist, um einen wirksamen Schutz der Dämpfung sicherzustellen.
[0005] Bei einem herkömmlichen Fahrradsattel besteht oftmals das Problem, dass die auf der
Fahrradsattelschale angebrachte Dämpfung unlösbar mit der Fahrradsattelschale verbunden
ist und aus diesem Grund, z.B. bei einer Beschädigung der Dämpfung, der gesamte Fahrradsattel
ausgetauscht werden muss, was für den Nutzer zu einem hohen Kostenaufwand führt.
[0006] Ein weiteres Problem ist, dass die auf der Fahrradsattelschale eines herkömmlichen
Fahrradsattels angeordnete Dämpfung üblicherweise in einer standardisierten Ausführung
verwendet wird. Aufgrund der standardisierten Ausführung erfolgt üblicherweise keine
individuelle Anpassung einer entsprechenden Dämpfung in Bezug auf unterschiedliche
Fahrradfahrer, z.B. in Bezug auf Gewicht und/oder Anatomie, oder in Bezug auf unterschiedliche
Fahrstrecken, z.B. in Bezug auf eine Mountainbike-Tour im Gelände oder Rennrad-Tour
auf der Straße.
[0007] Zudem kann ein entsprechend herkömmlicher Fahrradsattel mit einer standardisiert
ausgeführten Dämpfung und/oder einem standardisiert ausgeführten Fahrradsattelbezug
individuelle Designwüsche des jeweiligen Fahrradfahrers, z.B. in Bezug auf Form und
Farbe, oftmals nur unzureichend abbilden.
Offenlegung der Erfindung
[0009] Die vorliegende Erfindung stellt sich zur Aufgabe, eine Fahrradsattelhülle mit einem
Dämpfungsbereich bereitzustellen, welcher einfach und vorteilhaft an einer Fahrradsattelschale
eines Fahrradsattels eines Fahrrads befestigbar ist.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Fahrradsattelhülle nach Anspruch 1 und durch
den Fahrradsattel nach Anspruch 16 gelöst. Die abhängigen Ansprüche beanspruchen bevorzugte
Ausführungsformen.
[0011] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die vorliegende Aufgabe
durch eine Fahrradsattelhülle gelöst, welche an einer Fahrradsattelschale eines Fahrradsattels
eines Fahrrads befestigbar ist, umfassend einen Kontaktbereich, welcher an einem der
Fahrradsattelschale zugewandten Bereich der Fahrradsattelhülle angeordnet ist, und
welcher geformt ist, an der Fahrradsattelschale anzuliegen, und einen Dämpfungsbereich,
welcher an einem dem Kontaktbereich abgewandten Bereich der Fahrradsattelhülle angeordnet
ist, wobei der Dämpfungsbereich ein elastisches Material umfasst, welches ausgebildet
ist, auf die Fahrradsattelhülle wirkende Kräfte durch eine Verformung des elastischen
Materials aufzunehmen, wobei der Kontaktbereich zumindest ein Befestigungselement
aufweist, welches ausgebildet ist, die Fahrradsattelschale zu hintergreifen, um die
Fahrradsattelhülle zumindest formschlüssig an der Fahrradsattelschale zu befestigen.
[0012] Die erfindungsgemäße Fahrradsattelhülle kann durch das Befestigungselement besonders
einfach und vorteilhaft an der Fahrradsattelschale befestigt werden.
[0013] Der Dämpfungsbereich, welcher ein elastisches Material umfasst, ist ausgebildet,
die auf die Fahrradsattelhülle wirkenden Kräfte durch eine Verformung des elastischen
Materials aufzunehmen. Dadurch kann beispielsweise der Vorteil erreicht werden, dass
ein ergonomisch angenehmes Sitzes auf dem Fahrradsattel ermöglicht wird. Insbesondere
ist die Form des Dämpfungsbereichs, insbesondere die Struktur des elastischen Materials
an das Gesäß des Fahrradfahrers angepasst.
[0014] Der an der Fahrradsattelschale anliegende Kontaktbereich der Fahrradsattelhülle stellt
einen wirksamen, insbesondere flächigen, Kontakt zwischen der Fahrradsattelhülle und
der Fahrradsattelschale sicher.
[0015] Insbesondere liegt der Kontaktbereich an einer dem Kontaktbereich zugewandten Schalenoberseite
der Fahrradsattelschale an.
[0016] Insbesondere ist der Kontaktbereich als ein gekrümmter Kontaktbereich ausgebildet,
welcher flächig an einer gekrümmten Schalenoberseite der Fahrradsattelschale anliegt.
[0017] Das Befestigungselement des Kontaktbereichs hintergreift hierbei die Fahrradsattelhülle
und stellt dadurch die zumindest formschlüssige Befestigung der Fahrradsattelhülle
an der Fahrradsattelschale sicher. Die zumindest formschlüssige Befestigung stellt
hierbei auf der einen Seite eine stabile Befestigung der Fahrradsattelhülle an der
Fahrradsattelschale sicher und stellt auf der anderen Seite auch eine lösbare Befestigungsmöglichkeit
bereit, um die Fahrradsattelhülle wieder von der Fahrradsattelschale zu entfernen.
[0018] Dadurch kann die Fahrradsattelhülle einfach und vorteilhaft an der Fahrradsattelschale
befestigt werden bzw. im Rahmen eines Austausches der Fahrradsattelhülle auch wieder
einfach und vorteilhaft von der Fahrradsattelschale entfernt werden.
[0019] In einer Ausführungsform ist das zumindest eine Befestigungselement ausgebildet,
die Fahrradsattelschale zu hintergreifen, um die Fahrradsattelhülle formschlüssig
und kraftschlüssig an der Fahrradsattelschale zu befestigen.
[0020] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch eine formschlüssige und
kraftschlüssige Befestigung der Fahrradsattelhülle an der Fahrradsattelschale eine
besonders stabile Verbindung zwischen der Fahrradsattelhülle an der Fahrradsattelschale
gewährleistet ist, mit einer reduzierten Neigung zum Verrutschen der Fahrradsattelhülle
auf der Fahrradsattelschale.
[0021] Beispielsweise kann die Fahrradsattelhülle mit einer Eigenspannung auf die Fahrradsattelschale
gepresst werden, um die kraftschlüssige Befestigungskomponente der kraftschlüssigen
und formschlüssigen Befestigung der Fahrradsattelhülle an der Fahrradsattelschale
zu erreichen.
[0022] In einer Ausführungsform umfasst das zumindest eine Befestigungselement eine Mehrzahl
von federelastischen Rastarmen oder einen den Kontaktbereich zumindest abschnittsweise
umlaufenden Vorsprung, welche ausgebildet sind oder welcher ausgebildet ist, einen
Schalenrand der Fahrradsattelschale zu hintergreifen, insbesondere einen zwischen
einer Schalenoberseite und einer Schalenunterseite der Fahrradsattelschale geformten
Schalenrand der Fahrradsattelschale zu hintergreifen.
[0023] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch das Hintergreifen des Schalenrands
durch die federelastischen Rastarmen oder durch den Vorsprung des Kontaktbereichs
eine einfach zu bereitstellende zumindest formschlüssige Befestigung der Fahrradsattelhülle
an der Fahrradsattelschale ermöglich wird.
[0024] Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass die federelastische Rastarmen oder
der Vorsprung bei einem Aufschieben der Fahrradsattelhülle auf die Fahrradsattelschale
einfach und vorteilhaft hinter dem Schalenrand der Fahrradsattelschale einschnappen.
[0025] Der Schalenrand der Fahrradsattelschale ist hierbei insbesondere zwischen einer Schalenoberseite
und einer Schalenunterseite der Fahrradsattelschale geformt.
[0026] Die Schalenoberseite ist hierbei die Seite der Fahrradsattelschale, welche in Richtung
des Gesäßes des Fahrradfahrers ausgerichtet ist. Insbesondere ist die Schalenoberseite
als eine gekrümmte, insbesondere konvex gekrümmte, Schalenoberseite geformt.
[0027] Die Schalenunterseite ist hierbei die Seite der Fahrradsattelschale, welche dem Gesäß
des Fahrradfahrers abgewandt ist und insbesondere dem Fahrradrahmen des Fahrrads zugewandt
ist. Insbesondere ist die Schalenunterseite als eine gekrümmte, insbesondere konkav
gekrümmte, Schalenunterseite geformt.
[0028] Gemäß einer Alternative kann das zumindest eine Befestigungselement einen den Kontaktbereich
zumindest abschnittsweise umlaufenden Vorsprung umfassen. Insbesondere ist der den
Kontaktbereich zumindest abschnittsweise umlaufende Vorsprung reversibel verformbar,
insbesondere elastisch verformbar, so dass der Vorsprung während des Aufschiebens
der Fahrradsattelhülle auf die Fahrradsattelschale zumindest abschnittsweise nach
außen gebogen werden kann und dann hinter dem Schalenrand der Fahrradsattelschale
eingreifen, bzw. einschnappen kann.
[0029] Umläuft der Vorsprung den Kontaktbereich vollständig, so kann der Vorsprung den Schalenrand
der Fahrradsattelschale entlang des gesamten Umfangs des Kontaktbereichs vollständig
hintergreifen, wodurch eine besonders stabile Befestigung der Fahrradsattelhülle an
der Fahrradsattelschale erreicht wird.
[0030] Umläuft der Vorsprung den Kontaktbereich nur abschnittsweise und sind somit zwischen
den einzelnen Vorsprungbereichen Ausnehmungen, bzw. Einschnitte vorgesehen, so hintergreift
der Vorsprung den Schalenrand der Fahrradsattelschale nur an bestimmten Bereichen
des Kontaktbereichs. Dadurch kann ein besonders einfaches Aufschieben bzw. Aufrasten
der Fahrradsattelhülle an der Fahrradsattelschale erreicht werden.
[0031] Gemäß einer weiteren Alternative kann das zumindest eine Befestigungselement eine
Mehrzahl von federelastischen Rastarmen umfassen. Bei Aufschieben der Fahrradsattelhülle
auf die Fahrradsattelschale können die federelastischen Rastarme aufgrund ihrer Federelastizität
zumindest abschnittsweise nach außen gebogen werden und schnappen dann hinter dem
Schalenrand der Fahrradsattelschale ein, um die zumindest formschlüssige Befestigung
der Fahrradsattelhülle an der Fahrradsattelschale zu gewährleisten.
[0032] Insbesondere umfasst die Mehrzahl von federelastischen Rastarmen zumindest zwei federelastische
Rastarme oder zumindest vier federelastische Rastarme, oder zumindest sechs federelastische
Rastarme oder zumindest acht federelastische Rastarme, welche insbesondere an einander
gegenüberliegenden Seiten des Kontaktbereichs der Fahrradsattelschale angeordnet sind,
so dass insbesondere eine symmetrische Anordnung von federelastischen Rastarmen an
dem Kontaktbereich sichergestellt ist, wodurch insbesondere ein Verrutschen der Fahrradsattelhülle
an der Fahrradsattelschale besonders wirksam verhindert werden kann.
[0033] Gemäß einer weiteren Alternative kann das zumindest eine Befestigungselement als
ein Clipelement geformt ist, welches ausgebildet, die Fahrradsattelhülle auf der Fahrradsattelschale
durch eine Clipverbindung zu befestigen.
[0034] In einer Ausführungsform weist das Befestigungselement, insbesondere der federelastische
Rastarm oder Vorsprung, einen Befestigungsfortsatz auf, welcher geformt ist, einen
Schalenrand der Fahrradsattelschale zu hintergreifen und zumindest abschnittsweise
an einer Schalenunterseite der Fahrradsattelschale anzuliegen.
[0035] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass der Befestigungsfortsatz des Befestigungselements
ein wirksames Hintergreifen des Schalenrands der Fahrradsattelschale durch das Befestigungselement
sicherstellt und damit die Stabilität der Befestigung der Fahrradsattelhülle an der
Fahrradsattelschale verbessert.
[0036] Hierbei greift der Befestigungsfortsatz des Befestigungselements insbesondere um
den zwischen der Schalenoberseite und der Schalenunterseite der Fahrradsattelschale
angeordneten Schalenrand herum und liegt an der Schalenunterseite der Fahrradsattelschale
an, um einen zumindest formschlüssigen Kontakt zwischen dem Befestigungsfortsatz und
der Schalenunterseite der Fahrradsattelschale zu erreichen, und/oder wird der Befestigungsfortsatz
an die Schalenunterseite angepresst, um einen formschlüssige und kraftschlüssigen
Kontakt zwischen dem Befestigungsfortsatz und der Schalenunterseite zu erreichen.
[0037] In einer Ausführungsform ist das Befestigungselement, insbesondere der federelastische
Rastarm oder der Vorsprung, lösbar mit der Fahrradsattelschale verbindbar, um die
Fahrradsattelhülle lösbar mit der Fahrradsattelschale zu verbinden.
[0038] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die lösbare Verbindung zwischen
dem Befestigungselement und der Fahrradsattelschale die Fahrradsattelhülle einfach
von der Fahrradsattelschale entfernt werden kann. Dies ermöglicht einen flexiblen
Austausch einer Fahrradsattelhülle, wenn z.B. in Bezug auf unterschiedliche Fahrradfahrer
oder unterschiedliche Fahrradtour-Anforderungen zeitnah und individuell eine unterschiedliche
Fahrradsattelhülle auf der Fahrradsattelschale befestigt werden soll.
[0039] Eine lösbare Verbindung des Befestigungselements mit der Fahrradsattelschale gemäß
der vorliegenden Offenbarung umfasst insbesondere die folgende Bedeutung, wonach die
Fahrradsattelhülle von der Fahrradsattelschale entfernt werden kann, ohne dass die
Fahrradsattelhülle oder die Fahrradsattelschale hierbei beschädigt werden. Insbesondere
kann eine lösbare Verbindung des Befestigungselements mit der Fahrradsattelschale
gemäß der vorliegenden Offenbarung ohne ein Werkzeug gelöst werden.
[0040] In einer Ausführungsform ist das Befestigungselement, insbesondere der federelastische
Rastarm oder der Vorsprung, ausgebildet, in eine Nut und/oder Führungsschiene der
Fahrradsattelschale einzugreifen, insbesondere in eine an einer Schalenunterseite
der Fahrradsattelschale angeordnete Nut und/oder Führungsschiene einzugreifen.
[0041] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch das Eingreifen des Befestigungselements,
in eine insbesondere an der Schalenunterseite angeordnete Nut und/oder Führungsschiene
der Fahrradsattelschale, eine besonders stabile Befestigung der Fahrradsattelhülle
an der Fahrradsattelschale erreicht werden kann. Insbesondere kann durch das Eingreifen
des Befestigungselements in die Nut und/oder Führungsschiene ein, wenn auch nur geringes,
Verschieben der Fahrradsattelhülle an der Fahrradsattelschale verhindern. Insbesondere
ist die Führungsschiene als eine T-Schiene oder eine X-Schiene ausgebildet.
[0042] In einer Ausführungsform umfasst die Fahrradsattelhülle einen Außenbereich, insbesondere
Fahrradsattelbezug, welcher an einem dem Kontaktbereich abgewandten Bereich der Fahrradsattelhülle
angeordnet ist, wobei der Dämpfungsbereich durch den Außenbereich und den Kontaktbereich
zumindest abschnittsweise umschlossen, insbesondere vollständig umschlossen ist.
[0043] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass der Außenbereich, insbesondere
Fahrradsattelbezug, welcher den Dämpfungsbereich zusammen mit dem Kontaktbereich umschließt,
einen wirksamen Schutz des Dämpfungsbereichs, insbesondere des elastischen Materials
des Dämpfungsbereichs, vor Beschädigung und Verschmutzung sicherstellt.
[0044] In einer Ausführungsform ist der Außenbereich, insbesondere Fahrradsattelbezug, einstückig
mit dem Kontaktbereich geformt, oder ist der Außenbereich, insbesondere Fahrradsattelbezug,
mit dem Kontaktbereich verbunden, insbesondere stoffschlüssig, formschlüssig und/oder
kraftschlüssig verbunden.
[0045] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass gemäß der ersten Alternative durch
die einstückige Ausbildung von Außenbereich, insbesondere Fahrradsattelbezug, und
Kontaktbereich der Außenbereich und der Kontaktbereich der Fahrradsattelhülle aus
einem Bauteil einfach und vorteilhaft gefertigt werden können und einen wirksamen
Abschluss des Dichtungselements sicherstellen.
[0046] Ist gemäß der zweiten Alternative der Außenbereich, insbesondere Fahrradsattelbezug,
mit dem Kontaktbereich lediglich verbunden, insbesondere stoffschlüssig, formschlüssig
und/oder kraftschlüssig verbunden, wird eine mehrteilige Ausbildung der Fahrradsattelhülle
erreicht. Beispielsweise kann nach dem Anbringen des Dichtungselements an dem Kontaktbereich
in einem weiteren Schritt anschließend der Außenbereich, insbesondere Fahrradsattelbezug,
auf dem Dichtungselement angebracht werden, und mit dem Kontaktbereich verbunden werden.
[0047] Ist beispielsweise die Verbindung zwischen dem Außenbereich, insbesondere Fahrradsattelbezug,
und dem Kontaktbereich eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindung, kann
die Verbindung insbesondere als eine lösbare Verbindung ausgebildet sein, so dass
der Außenbereich, insbesondere Fahrradsattelbezug, durch Lösen der lösbaren Verbindung
wieder von der Fahrradsattelhülle entfernt und beispielsweise ausgetauscht werden
kann.
[0048] In einer Ausführungsform weist der Kontaktbereich eine Eingreifführung auf, welche
mit dem Außenbereich verbunden ist, wobei eine Führung des Außenbereichs in die Eingreifführung
des Kontaktbereichs eingreift, um eine wirksame Verbindung zwischen dem Kontaktbereich
und dem Außenbereich bereitzustellen.
[0049] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch das Eingreifen der Führung
des Außenbereichs in die Eingreifführung des Kontaktbereichs eine stabile, insbesondere
lösbare, Verbindung zwischen dem Außenbereich und dem Kontaktbereich der Fahrradsattelhülle
sichergestellt werden kann. Ferner dient die Eingreifführung und der Eingreifführungsfortsatz
als optische Abdeckung des Außenbereichs samt Dämpfungsbereich. Desweiteren soll die
Eingreifführung und insbesondere der Eingreifführungsfortsatz eine Beschädigung des
Außenbereichs und des Dämpfungsbereichs vermeiden, insbes. durch ein Aufreiben oder
sog. Aufrubbeln durch die Tretbewegung des Fahrradfahrers beim produktspezifischen
Treten beim Fahrradfahren.
[0050] Insbesondere kann die Führung des Außenbereichs in die Eingreifführung des Kontaktbereichs
eingeschoben werden, um die Verbindung zwischen dem Außenbereich und dem Kontaktbereich
bereitzustellen. Insbesondere kann die Führung des Außenbereichs aus der Eingreifführung
des Kontaktbereichs herauszogen werden, um die Verbindung zwischen dem Außenbereich
und dem Kontaktbereich zu lösen.
[0051] Insbesondere ist das elastische Material des Dämpfungsbereichs zwischen der Führung
des Außenbereichs und dem Kontaktbereich eingeführt ist, so dass das elastische Material
die Führung des Außenbereichs kraftschlüssig an die Eingreifführung drückt, um eine
wirksame stabile Befestigung des Außenbereichs an dem Kontaktbereich sicherzustellen.
[0052] Insbesondere weist die Eingreifführung des Kontaktbereichs einen Eingreifführungsfortsatz
auf, welcher die Führung des Außenbereichs hintergreift, um eine wirksame Befestigung
des Außenbereichs an dem Kontaktbereich sicherzustellen.
[0053] Insbesondere ist die Eingreifführung an einer dem Befestigungselement abgewandten
Seite der Fahrradsattelhülle angeordnet. Insbesondere ist hierbei das Befestigungselement
an einer der Schalenunterseite der Fahrradsattelschale zugewandten Seite des Kontaktbereichs
geformt und ist die Eingreifführung an einer der Schalenunterseite der Fahrradsattelschale
abgewandten Seite des Kontaktbereichs geformt.
[0054] Dadurch wird eine unabhängige Befestigung der Fahrradsattelhülle an dem Schalenrand
der Fahrradsattelschale durch das Befestigungselement auf der einen Seite und eine
Befestigung des Außenbereichs an dem Kontaktbereich durch die Wechselwirkung zwischen
der Eingreifführung und der Führung auf der anderen Seite sichergestellt. Insbesondere
weist die Eingreifführung des Kontaktbereichs die Form einer Dachrinne auf, in welche
eine entsprechend komplementär geformte Führung des Außenbereichs eingreift.
[0055] In einer Ausführungsform weist die Fahrradsattelhülle keinen Außenbereich, insbesondere
Fahrradsattelbezug, auf, so dass der Fahrradfahrer direkt auf dem Dämpfungselement
sitzt.
[0056] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass ein besonders einfach zu fertigender
Aufbau der Fahrradsattelhülle sichergestellt wird.
[0057] In einer Ausführungsform umfasst der Dämpfungsbereich einen ersten Dämpfungsunterbereich,
insbesondere ein erstes Gesäßknochenauflageelement, und einen zweiten Dämpfungsunterbereich,
insbesondere ein zweites Gesäßknochenauflageelement.
[0058] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die Ausbildung des Dämpfungsbereichs
mit einem ersten Dämpfungsunterbereich, insbesondere erstes Gesäßknochenauflageelement,
und einem zweiten Dämpfungsunterbereich, insbesondere zweites Gesäßknochenauflageelement,
eine besonders vorteilhafte Anpassung der Fahrradsattelhülle, insbesondere des Dämpfungsbereichs,
an die anatomische Form des Gesäßes des Fahrradfahrers erreicht werden kann.
[0059] Insbesondere ist zwischen dem ersten und zweiten Dämpfungsunterbereich eine Ausnehmung,
insbesondere Schambeinausnehmung, angeordnet.
[0060] Insbesondere umfasst der Dämpfungsbereich einen dritten Dämpfungsunterbereich, insbesondere
Sattelnasenauflageelement, wobei der dritte Dämpfungsunterbereich insbesondere beabstandet
von dem ersten und zweiten Dämpfungsunterbereich angeordnet ist.
[0061] Durch die Ausformung der Ausnehmung, insbesondere Schambeinausnehmung, und des dritten
Dämpfungsunterbereichs, insbesondere Sattelnasenauflageelement, kann der Sitzkomfort
für den Fahrradfahrer weiter gesteigert werden.
[0062] In einer Ausführungsform ist der Dämpfungsbereich, insbesondere das elastische Material,
stoffschlüssig mit dem Kontaktbereich und/oder dem Außenbereich verbunden.
[0063] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die stoffschlüssige Verbindung,
insbesondere Verkleben, des Dämpfungsbereichs mit dem Kontaktbereich und/oder dem
Außenbereich eine besonders stabile Verbindung zwischen dem Dämpfungsbereich mit dem
Kontaktbereich sichergestellt werden kann und sofern ein Außenbereich in der Fahrradsattelhülle
vorhanden sein sollte, auch mit dem Außenbereich.
[0064] In einer Ausführungsform umfasst das elastische Material des Dämpfungsbereichs ein
thermoplastisches Polyurethan (TPU), insbesondere ein expandiertes thermoplastisches
Polyurethan (E-TPU), z.B. Infinergy® von der Fa. BASF, ein thermoplastisches Elastomer
(TPE), z.B. PEBAX® der Fa. Arkema Inc., USA, ein thermoplastisches Elastomer-Vulkanisat
(TPE-V), Polyurethan (PU), Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA), und/oder Polystyrol
(PS), insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS).
[0065] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die genannten elastischen Materialien
eine vorteilhafte Dämpfung des Gewichts des Fahrradfahrers und damit einen angenehmen
Sitz des Fahrradfahrers auf der Fahrradsattelhülle sicherstellen.
[0066] In einer Ausführungsform weist das elastische Material des Dämpfungsbereichs eine
Kammerstruktur mit einer Mehrzahl von Kammern, insbesondere Wabenkammern, auf, welche
jeweils durch Kammerstege seitlich begrenzt sind, wobei die Kammern insbesondere oben
und/oder unten offen sind.
[0067] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die Kammern der Kammerstruktur
vorteilhafte dämpfende Eigenschaften des Dämpfungselements sicherstellen. Die Kammerstege
stabilisieren hierbei die Kammern der Kammerstruktur. Sind die Kammern insbesondere
als Wabenkammern ausgebildet, weisen entsprechende Wabenkammern eine hexagonale Deck-
und Grundfläche auf. Sind die Kammern insbesondere oben und/oder unten offen kann
ein wirksamer Luftaustausch durch die Kammern sichergestellt werden.
[0068] Insbesondere sind die Kammerstege der Kammerstruktur jeweils endseitig an einem Verbindungsknoten
der Kammerstruktur befestigt, um eine stabile Verbindung innerhalb der Kammerstruktur
sicherzustellen. Insbesondere sind an jedem der Verbindungsknoten der Kammerstruktur
jeweils vier Enden von unterschiedlichen Kammerstegen der Kammerstruktur befestigt.
[0069] Insbesondere weisen die Kammern der Mehrzahl von Kammern jeweils eine obere ringförmige
Kammerebene und jeweils eine untere ringförmige Kammerebene auf, wobei die jeweilige
obere ringförmige Kammerebene und die jeweilige untere ringförmige Kammerebene jeweils
durch Kammerstege verbunden ist, und wobei insbesondere die obere ringförmige Kammerebene,
und/oder die untere ringförmige Kammerebene eine mehreckige, insbesondere hexagonale,
Ringstruktur aufweisen.
[0070] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die verschiedenen Kammerebenen
der Kammerstruktur der Kammer, welche durch die Kammerstege verbunden sind, die strukturelle
Stabilität der jeweiligen Kammer sicherstellen. Hierbei sind die jeweiligen Kammerebenen
als ringförmige Kammerebenen ausgebildet, welche insbesondere in der Ringmitte offen
sind, und welche insbesondere am Ringrand mit den Kammerstegen verbunden sind.
[0071] Insbesondere sind die oberen ringförmigen Kammerebenen der Mehrzahl von Kammern jeweils
seitlich miteinander verbunden sind, und sind die unteren ringförmigen Kammerebenen
der Mehrzahl von Kammern jeweils seitlich miteinander verbunden, um eine sich zweidimensional
erstreckende Kammerlage zu bilden, wobei insbesondere eine Mehrzahl von sich zweidimensional
erstreckenden Kammerlagen miteinander verbunden sind, um eine dreidimensionale Kammerstruktur
des Dämpfungselements zu bilden.
[0072] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die Verbindung von nebeneinander
angeordneten Kammern zu einer sich zweidimensional erstreckenden Kammerlage und durch
die Verbindung verschiedener zweidimensionaler Kammerlagen, eine vorteilhaft dämpfende
dreidimensionale Kammerstruktur des Dämpfungselements aufgebaut werden kann. Hierbei
sind insbesondere zwei übereinander angeordnete sich zweidimensional erstreckende
Kammerlagen über die Oberseite und/oder Unterseite der jeweiligen Kammerlage miteinander
verbunden, um die dreidimensionale Kammerstruktur zu bilden.
[0073] In einer Ausführungsform umfasst der Kontaktbereich und/oder der Außenbereich einen
Thermoplast-Kunststoff und/oder einen Elastomer-Kunststoff.
[0074] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch die Verwendung eines insbesondere
harten Thermoplast-Kunststoffs in dem Kontaktbereich und/oder in dem Außenbereich,
eine Hartschalenvariante bzw. Hardcase-Variante, ermöglicht wird. Ein Thermoplast-Kunststoff
umfasst hierbei insbesondere Polycarbonat (PC), Polypropylen (PP), Polyamid (PA),
Acryl-Nitril-Butadien-Styrol (ABS) und/oder Polyvinylchlorid (PVC).
[0075] Durch die die Verwendung eines insbesondere weichen Elastomer-Kunststoffs in dem
Kontaktbereich und/oder in dem Außenbereich, wird eine Weichschalenvariante bzw. Softcase-Variante,
ermöglicht. Ein Elastomer-Kunststoff umfasst hierbei insbesondere ein thermoplastisches
Polyurethan (TPU), insbesondere ein expandiertes thermoplastisches Polyurethan (E-TPU),
Polystyrol (PS), insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS) und/oder Silikon.
[0076] In einer Ausführungsform ist die Fahrradsattelhülle als ein 3D-Druck-Bauteil oder
als ein Spritzgussformteil geformt.
[0077] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass sich ein 3D-Druck-Bauteil oder
ein Spritzgussformteil einfach und kostengünstig in großen Stückzahlen fertigen lässt.
[0078] Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die vorliegende Aufgabe
durch einen Fahrradsattel gelöst, welcher an einem Fahrradrahmen eines Fahrrads befestigbar
ist, wobei der Fahrradsattel eine Fahrradsattelschale und eine Fahrradsattelhülle
nach dem ersten Aspekt aufweist, wobei das zumindest eine Befestigungselement des
Kontaktbereichs der Fahrradsattelhülle ausgebildet ist, die Fahrradsattelschale zu
hintergreifen und die Fahrradsattelhülle zumindest formschlüssig an der Fahrradsattelschale
zu befestigen.
[0079] Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass ein Fahrradsattel bereitgestellt
werden kann, dessen Fahrradsattelhülle einfach und vorteilhaft an der Fahrradsattelschale
befestigt werden, und gegebenenfalls im Rahmen eines Austauschs auch wieder vorteilhaft
entfernt werden kann.
[0080] Die für die Fahrradsattelhülle gemäß dem ersten Aspekt genannten Ausführungsformen
sind ebenso Ausführungsformen für den Fahrradsattel gemäß dem zweiten Aspekt.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0081] Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert, die
exemplarische und nicht beschränkende Ausführungsformen der Erfindung zeigen, wobei
- Figur 1
- eine (Quer-)Schnittdarstellung einer Fahrradsattelhülle durch die Sattelnase in etwa
auf Höhe nach der Fig. 3 für einen Fahrradsattel eines Fahrrads gemäß einer ersten
Ausführungsform,
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung einer Fahrradsattelhülle durch die Sattelnase in etwa auf
Höhe nach der Fig. 3 für einen Fahrradsattel eines Fahrrads gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Figur 3
- eine Explosionszeichnung eines Fahrradsattels eines Fahrrads gemäß einer weiteren
Ausführungsform,
- Figur 4
- einen Fahrradsattel eines Fahrrads mit einer Fahrradsattelhülle gemäß der in Figur
2 dargestellten zweiten Ausführungsform in einer Schnittansicht, und
- Figur 5
- einen Fahrradsattel eines Fahrrads mit einer Fahrradsattelhülle gemäß der in Figur
1 dargestellten ersten Ausführungsform in einer Schnittansicht.
Detaillierte Beschreibung der Figuren
[0082] Figur 1 zeigt (Quer-)Schnittdarstellung einer Fahrradsattelhülle 1 durch die Sattelnase
in etwa auf Höhe nach der Fig. 3 für einen Fahrradsattel eines Fahrrads gemäß einer
ersten Ausführungsform.
[0083] Die in der Figur 1 dargestellte Fahrradsattelhülle 1 ist an einer Fahrradsattelschale
2 eines Fahrradsattels eines Fahrrads befestigbar. In der Figur 1 ist die Fahrradsattelhülle
1 und die Fahrradsattelschale 2 des Fahrradsattels in einer Schnittansicht dargestellt.
[0084] Die Fahrradsattelschale 2 des Fahrradsattels ist üblicherweise mit einer in Figur
1 nicht dargestellten Sattelstange verbunden, welche eine physische Verbindung zwischen
dem Fahrradsattel und dem Fahrrad, insbesondere dem Fahrradrahmen, sicherstellt. Die
Fahrradsattelschale 2 besteht üblicherweise aus einem widerstandsfähigen und harten
Kunststoffmaterial, wie z.B. einem Thermoplast-Kunststoff oder einem Carbon-Thermoplast-Verbundstoff,
und stellt die strukturelle Stabilität des Fahrradsattels sicher, wodurch eine wirksame
Aufnahme des Gewichts des Fahrradfahrers sichergestellt wird.
[0085] Aus ergonomischen Gründen kann der Fahrradfahrer jedoch nicht direkt auf der harten
Fahrradsattelschale 2 sitzen, so dass ein Fahrradsattel üblicherweise, zumindest im
Bereich der Hauptsitzfläche, Dämpfungselemente aufweist, welche ein für den Fahrradfahrer
angenehmes Sitzen auf dem Fahrradsattel ermöglichen.
[0086] Eine entsprechende dämpfende Funktion kommt in dem in Figur 1 dargestellten ersten
Ausführungsbeispiel der Fahrradsattelhülle 1 zu.
[0087] Die Fahrradsattelhülle 1 umfasst einen Kontaktbereich 3, welcher an einem der Fahrradsattelschale
2 zugewandten Bereich der Fahrradsattelhülle 1 angeordnet ist, und welcher geformt
ist, an der Fahrradsattelschale 2 anzuliegen.
[0088] Die Fahrradsattelhülle 1 umfasst ferner einen Dämpfungsbereich 5, welcher an einem
dem Kontaktbereich 3 abgewandten Bereich der Fahrradsattelhülle 1 angeordnet ist.
Um eine wirksame Dämpfung des auf dem Fahrradsattel sitzenden Fahrradfahrers sicherzustellen,
umfasst der Dämpfungsbereich 5 ein elastisches Material 6, welches ausgebildet ist,
auf die Fahrradsattelhülle 1 wirkende Kräfte durch eine Verformung des elastischen
Materials 6 aufzunehmen.
[0089] Das elastische Material 6 des Dämpfungsbereichs 5 umfasst insbesondere ein thermoplastisches
Polyurethan (TPU), insbesondere ein expandiertes thermoplastisches Polyurethan (E-TPU),
ein thermoplastisches Elastomer (TPE), ein thermoplastisches Elastomer-Vulkanisat
(TPE-V), Polyurethan (PU), Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA), und/oder Polystyrol
(PS), insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS).
[0090] Auch wenn dies in der Figur 1 nur schematisch dargestellt ist, kann das elastische
Material 6 des Dämpfungsbereichs 5 eine Kammerstruktur 7 mit einer Mehrzahl von Kammern
7-1, insbesondere Wabenkammern, aufweisen, welche jeweils durch Kammerstege 7-2 seitlich
begrenzt sind, wobei die Kammern 7-1 insbesondere oben und/oder unten offen sind.
[0091] Aus der Figur 1 ist zu erkennen, dass die Kammerstege 7-2 der Kammerstruktur 7 insbesondere
jeweils endseitig an einem Verbindungsknoten 7-3 der Kammerstruktur 7 befestigt sind,
um eine stabile Verbindung innerhalb der Kammerstruktur 7 sicherzustellen. Insbesondere
sind an jedem der Verbindungsknoten 7-3 der Kammerstruktur 7 jeweils vier Enden von
unterschiedlichen Kammerstegen 7-2 der Kammerstruktur 7 befestigt.
[0092] Auch wenn dies in der Figur 1 nicht dargestellt ist, können die Kammern 7-1 der Mehrzahl
von Kammern 7-1 jeweils eine obere ringförmige Kammerebene und jeweils eine untere
ringförmige Kammerebene aufweisen, wobei die jeweilige obere ringförmige Kammerebene
und die jeweilige untere ringförmige Kammerebene jeweils durch Kammerstege 7-2 verbunden
ist, und wobei insbesondere die obere ringförmige Kammerebene und/oder die untere
ringförmige Kammerebene eine mehreckige, insbesondere hexagonale, Ringstruktur aufweisen.
[0093] Insbesondere sind die oberen ringförmigen Kammerebenen der Mehrzahl von Kammern 7-1
jeweils seitlich miteinander verbunden sind, und wobei die unteren ringförmigen Kammerebenen
der Mehrzahl von Kammern 7-1 jeweils seitlich miteinander verbunden sind, um eine
sich zweidimensional erstreckende Kammerlage zu bilden, und wobei insbesondere eine
Mehrzahl von sich zweidimensional erstreckenden Kammerlagen miteinander verbunden
sind, um eine dreidimensionale Kammerstruktur 7 des Dämpfungselements 5 zu bilden.
[0094] Somit ermöglicht das Dämpfungselements 5 der Fahrradsattelhülle 1 eine wirksame Aufnahme
von auf die Fahrradsattelhülle 1 wirkenden Kräften.
[0095] Um eine wirksame Befestigung der Fahrradsattelhülle 1 an der Fahrradsattelschale
2 zu ermöglichen, weist der Kontaktbereich 3 zumindest ein Befestigungselement 8 auf,
welches ausgebildet ist, die Fahrradsattelschale 2 zu hintergreifen, um die Fahrradsattelhülle
1 zumindest formschlüssig an der Fahrradsattelschale 2 zu befestigen.
[0096] Der Kontaktbereich 3 der Fahrradsattelhülle 1 liegt hierbei an einer dem Kontaktbereich
3 zugewandten Schalenoberseite 2-3 der Fahrradsattelschale 2 an. Aus der Figur 1 ist
ersichtlich, dass der Kontaktbereich 3 als ein gekrümmter Kontaktbereich 3 ausgebildet
ist, welcher flächig an der gekrümmten Schalenoberseite 2-3 der Fahrradsattelschale
2 anliegt. Somit liegt der Kontaktbereich 3 der Fahrradsattelhülle 1 durchgehend zumindest
formschlüssig an der Schalenoberseite 2-3 der Fahrradsattelschale 2 an.
[0097] Das in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 dargestellte Befestigungselement 8 umfasst
einen den Kontaktbereich 3 zumindest abschnittsweise umlaufenden Vorsprung 8-1, welcher
ausgebildet ist, einen Schalenrand 2-1 der Fahrradsattelschale 2 zu hintergreifen.
[0098] Der Schalenrand 2-1 ist hierbei zwischen einer Schalenunterseite 2-2 und der Schalenoberseite
2-3 der Fahrradsattelschale 2 angeordnet.
[0099] Durch das als Vorsprung 8-1 geformte Befestigungselement 8, welches den Schalenrand
2-1 der Fahrradsattelschale 2 hintergreift, kann eine wirksame formschlüssige Verbindung
zwischen der Fahrradsattelhülle 1 und der Fahrradsattelschale 2 sichergestellt werden.
[0100] Insbesondere kann das Befestigungselement 8, insbesondere der Vorsprung 8-1, eine
Eigenspannung aufweisen, wodurch die Fahrradsattelhülle 1 ferner auf die Fahrradsattelschale
2 gepresst wird, so dass eine wirksame formschlüssige und kraftschlüssige Verbindung
zwischen der Fahrradsattelhülle 1 und der Fahrradsattelschale 2 sichergestellt werden
kann.
[0101] Insbesondere weist der Vorsprung 8-1 einen Befestigungsfortsatz 8-2 auf, welcher
geformt ist, den Schalenrand 2-1 der Fahrradsattelschale 2 zu hintergreifen und zumindest
abschnittsweise an einer Schalenunterseite 2-2 der Fahrradsattelschale 2 anzuliegen.
[0102] Auch wenn dies in Figur 1 nicht dargestellt ist, kann das Befestigungselement 8 alternativ
zu dem Vorsprung 8-1 auch eine Mehrzahl von federelastischen Rastarmen umfassen, welche
ausgebildet sind, einen Schalenrand 2-1 der Fahrradsattelschale 2 zu hintergreifen.
[0103] Insbesondere ist das Befestigungselement 8, insbesondere Vorsprung 8-1, lösbar mit
der Fahrradsattelschale 2 verbunden, um die Fahrradsattelhülle 1 lösbar mit der Fahrradsattelschale
2 zu verbinden.
[0104] Auch wenn dies in der Figur 1 nicht dargestellt ist, kann das Befestigungselement
8, insbesondere der Vorsprung 8-1, insbesondere in eine Nut und/oder Führungsschiene
der Fahrradsattelschale 2 eingreifen, insbesondere in eine an einer Schalenunterseite
2-2 der Fahrradsattelschale 2 angeordnete Nut und/oder Führungsschiene eingreifen.
[0105] Die Fahrradsattelhülle 1 umfasst ferner einen optional vorhandenen Außenbereich 9,
insbesondere Fahrradsattelbezug, welcher an einem dem Kontaktbereich 3 abgewandten
Bereich der Fahrradsattelhülle 1 angeordnet ist. Wie aus der Figur 1 zu entnehmen
ist, wird der Dämpfungsbereich 5 durch den Außenbereich 9 zumindest abschnittsweise
umschlossen. Insbesondere umschließt der Außenbereich 9 zusammen mit dem Kontaktbereich
3 den Dämpfungsbereich 5 vollständig.
[0106] Der Dämpfungsbereich 5, insbesondere das elastische Material 6, ist hierbei insbesondere
stoffschlüssig mit dem Kontaktbereich 3 und dem Außenbereich 9 verbunden.
[0107] Aus der Figur 1 ist zu erkennen, dass der Außenbereich 9 einstückig mit dem Kontaktbereich
3 geformt ist.
[0108] Der Kontaktbereich 3 und/oder der Außenbereich 9 können einen Thermoplast-Kunststoff
oder einen Elastomer-Kunststoff umfassen, wobei der Thermoplast-Kunststoff insbesondere
Polycarbonat (PC), Polypropylen (PP), und/oder Polyvinylchlorid (PVC) umfasst, wobei
der Elastomer-Kunststoff insbesondere thermoplastisches Polyurethan (TPU), insbesondere
ein expandiertes thermoplastisches Polyurethan (E-TPU), und/oder Silikon, umfasst.
[0109] Die Fahrradsattelhülle 1 kann insbesondere als ein 3D-Druck-Bauteil oder als ein
Spritzgussformteil geformt sein.
[0110] Die Fahrradsattelhülle 1 gemäß der vorliegenden Offenbarung kann durch das die Fahrradsattelschale
2 hintergreifende Befestigungselement 8 einfach und vorteilhaft an der Fahrradsattelschale
2 zumindest formschlüssig befestigt werden.
[0111] Dadurch wird ein modularer Aufbau des Fahrradsattels sichergestellt, bei dem die
Fahrradsattelhülle 1 einfach und austauschbar auf der Fahrradsattelschale 2 angebracht
und auch wieder entfernt werden kann.
[0112] Bei unterschiedlichen Gewichten bzw. unterschiedlichen Körperproportionen von unterschiedlichen
Fahrradfahrern bzw. bei unterschiedlichen Fahrradtouren, z.B. Mountainbike-Tour im
Gelände oder Rennrad-Tour auf der Straße, ermöglicht dies die einfache Verwendung
von unterschiedlichen Fahrradsattelhüllen 1 auf der Fahrradsattelschale 2 je nach
beabsichtigter Verwendung.
[0113] Somit stellt die Fahrradsattelhülle 1 gemäß der vorliegenden Offenbarung eine Vielzahl
von individuell anpassbaren und austauschbaren Dämpfungsvarianten bereit, welche zudem
je nach Nutzerwunsch in Bezug auf die gewünschte Farbe, Form und Design angepasst
werden können.
[0114] Figur 2 zeigt eine Fahrradsattelhülle 1 für einen Fahrradsattel eines Fahrrads gemäß
einer zweiten Ausführungsform.
[0115] Ebenso wie die in Figur 1 dargestellte Fahrradsattelhülle 1 gemäß der ersten Ausführungsform
umfasst auch die in Figur 2 dargestellte Fahrradsattelhülle 1 gemäß der zweiten Ausführungsform
einen Kontaktbereich 3, einen Dämpfungsbereich 5 mit einem elastischen Material 6
und zumindest ein Befestigungselement 8 des Kontaktbereichs 3, welches ausgebildet
ist, die Fahrradsattelschale 2 zu hintergreifen, um die Fahrradsattelhülle 1 zumindest
formschlüssig an der Fahrradsattelschale 2 zu befestigen.
[0116] Im Unterschied zu der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform weist die in
Figur 2 dargestellte Fahrradsattelhülle 1 gemäß der zweiten Ausführungsform keine
Kammerstruktur 7 auf. Das elastische Material 6 des Dämpfungsbereichs 5 umfasst insbesondere
ein thermoplastisches Polyurethan (TPU), insbesondere ein expandiertes thermoplastisches
Polyurethan (E-TPU), ein thermoplastisches Elastomer (TPE), ein thermoplastisches
Elastomer-Vulkanisat (TPE-V), Polyurethan (PU), Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA),
und/oder Polystyrol (PS), insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS).
[0117] Ferner ist in der in Figur 2 dargestellten Fahrradsattelhülle 1 der optional vorhandene
Außenbereich 9 der Fahrradsattelhülle 1 jedoch nicht einstückig mit dem Kontaktbereich
3 geformt, sondern ist die Fahrradsattelhülle 1 mit dem Kontaktbereich 3 verbunden,
insbesondere stoffschlüssig, formschlüssig und/oder kraftschlüssig verbunden.
[0118] Insbesondere weist der Kontaktbereich 3 eine Eingreifführung 3-1 auf, welche mit
dem Außenbereich 9 verbunden ist, wobei eine Führung 9-1 des Außenbereichs 9 in die
Eingreifführung 3-1 des Kontaktbereichs 3 eingreift, um eine wirksame Verbindung zwischen
dem Kontaktbereich 3 und dem Außenbereich 9 bereitzustellen.
[0119] Aus der Figur 2 ist ferner zu erkennen, dass das elastische Material 6 des Dämpfungsbereichs
5 zwischen der Führung 9-1 des Außenbereichs 9 und dem Kontaktbereich 3 eingeführt
ist, so dass das elastische Material 6 die Führung 9-1 des Außenbereichs 9 kraftschlüssig
an die Eingreifführung 3-1 drückt, um eine wirksame stabile Befestigung des Außenbereichs
9 an dem Kontaktbereich 3 sicherzustellen.
[0120] Insbesondere weist die Eingreifführung 3-1 des Kontaktbereichs 3 einen Eingreifführungsfortsatz
3-2 auf, welcher die Führung 9-1 des Außenbereichs 9 hintergreift, um eine wirksame
Befestigung des Außenbereichs 9 an dem Kontaktbereich 3 sicherzustellen.
[0121] Aus der Figur 2 ist ersichtlich, dass die Eingreifführung 3-1 an einer dem Befestigungselement
8 abgewandten Seite der Fahrradsattelhülle 1 angeordnet ist. Insbesondere ist hierbei
das Befestigungselement 8 an einer der Schalenunterseite 2-2 der Fahrradsattelschale
2 zugewandten Seite des Kontaktbereichs 3 geformt und ist die Eingreifführung 3-1
an einer der Schalenunterseite 2-2 der Fahrradsattelschale 2 abgewandten Seite des
Kontaktbereichs 3 geformt.
[0122] Figur 3 zeigt einen Fahrradsattel 10 eines Fahrrads gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Figur 3 zeigt eine Explosivdarstellung des Fahrradsattels 10.
[0123] Der in Figur 3 dargestellte Fahrradsattel 10 weist einen Streben 11 auf, an welchem
die Sattelstange zur Befestigung des Fahrradsattels 10 an einem Fahrradrahmen des
Fahrrads befestigen werden kann. Der Streben 11 ist mit einer Fahrradsattelschale
2 verbunden.
[0124] Auf die Fahrradsattelschale 2 kann eine Fahrradsattelhülle 1 angebracht werden, welche,
wie aus den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, aus einem Kontaktbereich 3, einem Dämpfungsbereich
5 und einem optional vorhandenen Außenbereich 9, insbesondere Fahrradsattelbezug,
geformt ist.
[0125] Auf die Fahrradsattelschale 2 kann eine Fahrradsattelhülle 1 zumindest formschlüssig
dadurch befestigt werden, dass ein in der Figur 3 nicht dargestellte Befestigungselement
8 des Kontaktbereichs 3 der Fahrradsattelhülle 1 die Fahrradsattelschale 2 hintergreift.
[0126] Die Fahrradsattelhülle 1 umfasst ferner einen Dämpfungsbereich 5 aus einem elastischen
Material 6, welcher insbesondere stoffschlüssig mit dem Kontaktbereich 3 verbunden
ist.
[0127] Der Dämpfungsbereich 5 umfasst einen ersten Dämpfungsunterbereich 5-1, insbesondere
ein erstes Gesäßknochenauflageelement, und einen zweiten Dämpfungsunterbereich 5-2,
insbesondere ein zweites Gesäßknochenauflageelement, so dass der Dämpfungsbereich
5 an die anatomische Form des Gesäßes des Fahrradfahrers vorteilhaft angepasst werden
kann.
[0128] Insbesondere ist zwischen dem ersten und zweiten Dämpfungsunterbereich 5-1, 5-2 eine
Ausnehmung 5-3, insbesondere Schambeinausnehmung, angeordnet. Insbesondere umfasst
der Dämpfungsbereich einen dritten Dämpfungsunterbereich 5-4, insbesondere Sattelnasenauflageelement,
wobei der dritte Dämpfungsunterbereich 5-4 insbesondere beabstandet von dem ersten
und zweiten Dämpfungsunterbereich 5-1, 5-2 angeordnet ist.
[0129] Durch die Ausformung der Ausnehmung 5-3, insbesondere Schambeinausnehmung, und des
dritten Dämpfungsunterbereichs 5-4, insbesondere Sattelnasenauflageelement, kann der
Sitzkomfort für den Fahrradfahrer weiter gesteigert werden.
[0130] Aus der in Figur 3 gewählten Darstellung ist ersichtlich, dass eine dem ersten, zweiten
und dritten Dämpfungsbereich 5-1, 5-2, 5-4, bzw. der Ausnehmung 5-3 entsprechende
Konturierung in der Fahrradsattelschale 2, in dem Kontaktbereich 3, und/oder in dem
Außenbereich 9 geformt sein kann.
[0131] Die Fahrradsattelhülle 1 umfasst ferner optional einen Außenbereich 9, insbesondere
Fahrradsattelbezug, welcher an einem dem Kontaktbereich 3 abgewandten Bereich der
Fahrradsattelhülle 1 angeordnet ist.
[0132] Für weitere Details in Bezug auf die Fahrradsattelhülle 1 gemäß der Figur 3 wird
auf die umfangreichen Ausführungen zu den Figuren 1 und 2 verwiesen.
[0133] Figur 4 zeigt einen Fahrradsattel 10 eines Fahrrads mit einer Fahrradsattelhülle
1 gemäß der in Figur 2 dargestellten zweiten Ausführungsform in einer Schnittansicht.
[0134] Der in Figur 4 dargestellte Fahrradsattel 10 weist Streben 11, eine an den Streben
11 befestigte Fahrradsattelschale 2, und eine an der Fahrradsattelschale 2 befestigte
Fahrradsattelhülle 1 auf. Die in Figur 4 in einer Schnittansicht dargestellte Fahrradsattelhülle
1 weist einen Aufbau auf, welcher dem Aufbau der in Figur 2 dargestellten Fahrradsattelhülle
1 gemäß der zweiten Ausführungsform entspricht.
[0135] Die Fahrradsattelhülle 1 weist einen Kontaktbereich 3 auf, welcher an einem der Fahrradsattelschale
2 zugewandten Bereich der Fahrradsattelhülle 1 angeordnet ist, und welcher geformt
ist, an der Fahrradsattelschale 2 anzuliegen.
[0136] Die Fahrradsattelhülle 1 weist einen Dämpfungsbereich 5 auf, welcher an einem dem
Kontaktbereich 3 abgewandten Bereich der Fahrradsattelhülle 1 angeordnet ist, wobei
der Dämpfungsbereich 5 ein elastisches Material 6 umfasst, welches ausgebildet ist,
auf die Fahrradsattelhülle 1 wirkende Kräfte durch eine Verformung des elastischen
Materials 6 aufzunehmen.
[0137] Der Kontaktbereich 3 weist zumindest ein Befestigungselement 8 auf, welches ausgebildet
ist, die Fahrradsattelschale 2 zu hintergreifen, um die Fahrradsattelhülle 1 zumindest
formschlüssig, insbesondere formschlüssig und kraftschlüssig, an der Fahrradsattelschale
2 zu befestigen.
[0138] Die Fahrradsattelhülle 1 weist ferner einen optional vorhandenen Außenbereich 9,
insbesondere Fahrradsattelbezug, auf, welcher mit dem Kontaktbereich 3 verbunden,
insbesondere stoffschlüssig, formschlüssig und/oder kraftschlüssig, verbunden ist.
[0139] Für weitere Details wird hierzu auf die Figur 2 verwiesen.
[0140] Figur 5 zeigt einen Fahrradsattel 10 eines Fahrrads mit einer Fahrradsattelhülle
1 gemäß der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform in einer Schnittansicht.
[0141] Der in Figur 5 dargestellte Fahrradsattel 10 weist einen Streben 11, eine an dem
Streben 11 befestigte Fahrradsattelschale 2, und eine an der Fahrradsattelschale 2
befestigte Fahrradsattelhülle 1 auf. Die in Figur 5 in einer Schnittansicht dargestellte
Fahrradsattelhülle 1 weist einen Aufbau auf, welcher dem Aufbau, der in Figur 1 dargestellten
Fahrradsattelhülle 1 gemäß der ersten Ausführungsform, entspricht.
[0142] Für weitere Details wird hierzu, insbesondere in Bezug auf die Kammerstruktur 7,
wird auf die Figur 1 verwiesen.
Bezugszeichen
[0143]
- 1
- Fahrradsattelhülle
- 2
- Fahrradsattelschale
- 2-1
- Schalenrand
- 2-2
- Schalenunterseite
- 2-3
- Schalenoberseite
- 3
- Kontaktbereich
- 3-1
- Eingreifführung
- 3-2
- Eingreifführungsfortsatz
- 5
- Dämpfungsbereich
- 5-1
- Erster Dämpfungsunterbereich
- 5-2
- Zweiter Dämpfungsunterbereich
- 5-3
- Ausnehmung
- 5-4
- Dritter Dämpfungsunterbereich
- 6
- Elastisches Material
- 7
- Kammerstruktur
- 7-1
- Kammer
- 7-2
- Kammersteg
- 7-3
- Verbindungsknoten
- 8
- Befestigungselement
- 8-1
- Vorsprung
- 8-2
- Befestigungsfortsatz
- 9
- Außenbereich
- 9-1
- Führung
- 10
- Fahrradsattel
- 11
- Streben
1. Fahrradsattelhülle (1), welche an einer Fahrradsattelschale (2) eines Fahrradsattels
eines Fahrrads befestigbar ist, umfassend:
einen Kontaktbereich (3), welcher an einem der Fahrradsattelschale (2) zugewandten
Bereich der Fahrradsattelhülle (1) angeordnet ist, und welcher geformt ist, an der
Fahrradsattelschale (2) anzuliegen, und
einen Dämpfungsbereich (5), welcher an einem dem Kontaktbereich (3) abgewandten Bereich
der Fahrradsattelhülle (1) angeordnet ist, wobei der Dämpfungsbereich (5) ein elastisches
Material (6) umfasst, welches ausgebildet ist, auf die Fahrradsattelhülle (1) wirkende
Kräfte durch eine Verformung des elastischen Materials (6) aufzunehmen,
wobei der Kontaktbereich (3) zumindest ein Befestigungselement (8, 8-1) aufweist,
welches ausgebildet ist, die Fahrradsattelschale (2) zu hintergreifen, um die Fahrradsattelhülle
(1) zumindest formschlüssig an der Fahrradsattelschale (2) zu befestigen.
2. Fahrradsattelhülle (1) nach Anspruch 1, wobei das zumindest eine Befestigungselement
(8, 8-1) ausgebildet ist, die Fahrradsattelschale (2) zu hintergreifen, um die Fahrradsattelhülle
(1) formschlüssig und kraftschlüssig an der Fahrradsattelschale (2) zu befestigen.
3. Fahrradsattelhülle (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das zumindest eine Befestigungselement
(8, 8-1) eine Mehrzahl von federelastischen Rastarmen oder einen den Kontaktbereich
(3) zumindest abschnittsweise umlaufenden Vorsprung (8-1) umfasst, welche ausgebildet
sind oder welcher ausgebildet ist, einen Schalenrand (2-1) der Fahrradsattelschale
(2) zu hintergreifen, insbesondere einen zwischen einer Schalenoberseite (2-3) und
einer Schalenunterseite (2-2) der Fahrradsattelschale (2) geformten Schalenrand (2-1)
der Fahrradsattelschale (2) zu hintergreifen.
4. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Befestigungselement
(8, 8-1), insbesondere der federelastische Rastarm oder Vorsprung (8-1), einen Befestigungsfortsatz
(8-2) aufweist, welcher geformt ist, einen Schalenrand (2-1) der Fahrradsattelschale
(2) zu hintergreifen und zumindest abschnittsweise an einer Schalenunterseite (2-2)
der Fahrradsattelschale (2) anzuliegen.
5. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Befestigungselement
(8, 8-1), insbesondere der federelastische Rastarm oder der Vorsprung (8-1), lösbar
mit der Fahrradsattelschale (2) verbindbar ist, um die Fahrradsattelhülle (1) lösbar
mit der Fahrradsattelschale (2) zu verbinden.
6. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Befestigungselement
(8, 8-1), insbesondere der federelastische Rastarm oder der Vorsprung (8-1), ausgebildet
ist, in eine Nut und/oder Führungsschiene der Fahrradsattelschale (2) einzugreifen,
insbesondere in eine an einer Schalenunterseite (2-2) der Fahrradsattelschale (2)
angeordnete Nut und/oder Führungsschiene einzugreifen.
7. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Fahrradsattelhülle
(1) einen Außenbereich (9), insbesondere Fahrradsattelbezug, umfasst, welcher an einem
dem Kontaktbereich (3) abgewandten Bereich der Fahrradsattelhülle (1) angeordnet ist,
wobei der Dämpfungsbereich (5) durch den Außenbereich (9) und den Kontaktbereich (3)
zumindest abschnittsweise umschlossen, insbesondere vollständig umschlossen ist.
8. Fahrradsattelhülle (1) nach Anspruch 7, wobei der Außenbereich (9), insbesondere Fahrradsattelbezug,
einstückig mit dem Kontaktbereich (3) geformt ist, oder wobei der Außenbereich (9),
insbesondere Fahrradsattelbezug, mit dem Kontaktbereich (3) verbunden, insbesondere
stoffschlüssig, formschlüssig und/oder kraftschlüssig verbunden ist.
9. Fahrradsattelhülle (1) nach Anspruch 7 oder 8, wobei der Kontaktbereich (3) eine Eingreifführung
(3-1) aufweist, welche mit dem Außenbereich (9) verbunden ist, wobei eine Führung
(9-1) des Außenbereichs (9) in die Eingreifführung (3-1) des Kontaktbereichs (3) eingreift,
um eine wirksame Verbindung zwischen dem Kontaktbereich (3) und dem Außenbereich (9)
bereitzustellen.
10. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Dämpfungsbereich
(5) einen ersten Dämpfungsunterbereich (5-1), insbesondere ein erstes Gesäßknochenauflageelement,
und einen zweiten Dämpfungsunterbereich (5-2), insbesondere ein zweites Gesäßknochenauflageelement,
umfasst.
11. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Dämpfungsbereich
(5), insbesondere das elastische Material (6), stoffschlüssig mit dem Kontaktbereich
(3) und/oder dem Außenbereich (9) verbunden ist.
12. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das elastische
Material (6) des Dämpfungsbereichs (5) ein thermoplastisches Polyurethan (TPU), insbesondere
ein expandiertes thermoplastisches Polyurethan (E-TPU), ein thermoplastisches Elastomer
(TPE), ein thermoplastisches Elastomer-Vulkanisat (TPE-V), Polyurethan (PU), Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
(EVA), und/oder Polystyrol (PS), insbesondere expandiertes Polystyrol (EPS), umfasst.
13. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das elastische
Material (6) des Dämpfungsbereichs (5) eine Kammerstruktur (7) mit einer Mehrzahl
von Kammern (7-1), insbesondere Wabenkammern, aufweist, welche jeweils durch Kammerstege
(7-2) seitlich begrenzt sind, wobei die Kammern (7-1) insbesondere oben und/oder unten
offen sind.
14. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kontaktbereich
(3) und/oder der Außenbereich (9) einen Thermoplast-Kunststoff und/oder einen Elastomer-Kunststoff
umfasst.
15. Fahrradsattelhülle (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Fahrradsattelhülle
(1) als ein 3D-Druck-Bauteil oder als ein Spritzgussformteil geformt ist.
16. Fahrradsattel (10), welcher an einem Fahrradrahmen eines Fahrrads befestigbar ist,
wobei der Fahrradsattel (10) eine Fahrradsattelschale (2) und eine Fahrradsattelhülle
(1) nach einem der vorangehenden Ansprüche aufweist.
wobei das zumindest eine Befestigungselement (8, 8-1) des Kontaktbereichs (3) der
Fahrradsattelhülle (1) ausgebildet ist, die Fahrradsattelschale (2) zu hintergreifen
und die Fahrradsattelhülle (1) an der Fahrradsattelschale (2) zu befestigen.