[0001] Die Erfindung betrifft einen Anleger für Stapel flächiger Medien, insbesondere vor
Bogen verarbeitenden Maschinen, wie z.B. Druckmaschinen, Stanzmaschinen, Mailingmaschinen
und insbesondere Falzmaschinen, sowie ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Anlegers.
[0002] Bei Falzmaschinen durchläuft ein Bogen in der Regel in einer Durchlaufrichtung einzelne
Stationen der Falzmaschine, die z.B. einen Anleger, einen Übergabetisch, mindestens
ein Falzwerk und einen Ausleger umfassen. Im Anleger werden Bogen als Stapel bereitgestellt
und mittels geeigneter Hub- und/oder Fördermittel, beispielsweise mithilfe von Saugern
und/oder Saugrädern, von dem Stapel durch Anheben jeweils eines ersten Bogens separiert.
Die Bogen werden dann vereinzelt der Bogen verarbeitenden Maschine, insbesondere der
Falzmaschine, zugeführt. Unter den Anlegern wird zwischen Palettenanlegern und Flachstapelanlegern,
die ohne Paletten arbeiten, unterschieden.
[0003] Derartige Anleger sind beispielsweise aus der
DE 86 11 853 U1, der
DE 10 2011 011 322 A1 und der
EP 3 594 155 A1 bekannt. Ein Anleger umfasst in der Regel einen Hubtisch oder eine ähnliche Hubeinrichtung,
auf dem ein Stapel direkt oder wahlweise auf einer Palette angeordnet ist. Der Stapel
wird weiteren Hub- und/oder Fördermitteln, wie z.B. Saugern und/oder Saugrädern zugeführt,
die die Bogen des Stapels vereinzeln und voneinander getrennt den nachfolgenden Stationen
zuführen. Der Hubtisch trägt in der Regel einen Stapel. Ist dieser Stapel aufgebraucht,
ist der Hubtisch zurück in eine Beladeposition zu bewegen und mit einem neuen Stapel
zu bestücken. Während der hierfür erforderlichen Zeit kann der Anleger der nachgeordneten
Maschine keine weiteren Bogen zuführen, wodurch es zu einer Unterbrechung der Produktion
kommt und die Produktivität der Maschine sinkt.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Anleger und ein Verfahren
zum Betreiben eines Anlegers bereitzustellen, durch die eine Reduzierung der Warte-
bzw. Unterbrechungszeit zwischen zwei nacheinander zu verarbeitenden Stapeln ermöglicht
wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 bzw. 11 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß umfasst ein Anleger für Stapel flächiger Medien eine Abzugseinrichtung
zum Abziehen jeweils eines flächigen Mediums von einem Stapel flächiger Medien, eine
erste Hubeinrichtung mit einer ersten Aufnahmefläche zur Auflage eines Stapels flächiger
Medien, wobei die erste Hubeinrichtung zwischen einer Aufnahmeposition und einer Übergabeposition
bewegbar ist, und eine zweite Hubeinrichtung mit einer zweiten Aufnahmefläche zur
Auflage eines Stapels flächiger Medien, wobei die zweite Hubeinrichtung von der Übergabeposition
in Richtung der Abzugseinrichtung bewegbar ist. Die erste Hubeinrichtung und die zweite
Hubeinrichtung bilden eine gemeinsame Aufnahme für einen Stapel flächiger Medien,
wenn sie in der Übergabeposition angeordnet sind, um den Stapel von der ersten Hubeinrichtung
an die zweite Hubeinrichtung zu übergeben.
[0007] Auf diese Art und Weise wird ein Anleger bereitgestellt, bei dem ein Stapel während
seiner Zuführung zur Abzugseinrichtung von der ersten Hubeinrichtung an die zweite
Hubeinrichtung übergeben werden kann, sodass die erste Hubeinrichtung bereits einen
neuen Stapel aufnehmen und in Richtung der zweiten Hubeinrichtung bewegen kann, während
die zweite Hubeinrichtung den ersten Stapel weiter der Abzugseinrichtung zuführt.
Der neue Stapel kann mittels der ersten Hubeinrichtung unmittelbar an die zweite Hubeinrichtung
und somit an den vorangehenden Stapel heran gefördert werden. Die Warte- bzw. Unterbrechungszeit
zwischen zwei nacheinander zu verarbeitenden Stapeln kann dadurch minimiert bzw. eliminiert
werden.
[0008] Zudem ist die erste Hubeinrichtung dazu eingerichtet, einen Stapel weiter in Richtung
der Abzugseinrichtung zu bewegen, während die zweite Hubeinrichtung in die Übergabeposition
bewegt wird. Somit ist auch in dieser Zeit die weitere Zuführung von Medien zur Abzugseinrichtung
gewährleistet.
[0009] Jeder Stapel umfasst eine Vielzahl übereinander angeordneter flächiger Medien, die
flächig aufeinander liegen. Die Richtung, in der die flächigen Medien übereinander
angeordnet sind, definiert eine Höhe des jeweiligen Stapels. Die flächigen Medien
können beispielsweise Bogen aus Papier, Pappe oder Ähnlichem sein, die einer Bogen
verarbeitenden Maschine, wie z.B. einer Druckmaschine, Stanzmaschine, Mailingmaschine
und insbesondere einer Falzmaschine zuzuführen sind.
[0010] Die Abzugseinrichtung erfasst jeweils ein ihr zugewandtes oberstes flächiges Medium
eines Stapels flächiger Medien, um dieses vereinzelt vom Stapel zu trennen und der
Bogen verarbeitenden Maschine zuzuführen. Die Abzugseinrichtung kann zum Beispiel
einzelne Sauger, ein Saugband oder ein Saugrad umfassen.
[0011] Die erste und die zweite Hubeinrichtung sind dazu eingerichtet, einen Stapel flächiger
Medien von der ersten Hubeinrichtung an die zweite Hubeinrichtung zu übergeben. Hierzu
sind die erste und die zweite Hubeinrichtung zeitweise gemeinsam in der Übergabeposition
angeordnet, um die gemeinsame Aufnahme für den Stapel flächiger Medien zu bilden.
Die erste Hubeinrichtung ist bevorzugt dazu eingerichtet, einen aufgenommenen Stapel
weiter in Richtung der Abzugseinrichtung zu bewegen, während sich die zweite Hubeinrichtung
in die Übergabeposition bewegt. Aus der Übergabeposition sind die erste und die zweite
Hubeinrichtung in unterschiedliche Richtungen bewegbar, wobei die erste Hubeinrichtung
zurück in die Aufnahmeposition und die zweite Hubeinrichtung weiter in Richtung Abzugseinrichtung
bewegbar ist.
[0012] Um die gemeinsame Aufnahme für einen Stapel flächiger Medien zu bilden, bilden die
erste und die zweite Hubeinrichtung bevorzugt eine gemeinsame Auflagefläche, auf der
der Stapel aufliegt, während die erste und die zweite Hubeinrichtung zeitweise gemeinsam
in der Übergabeposition angeordnet sind. Die erste und die zweite Aufnahmefläche sind
dann in einer Ebene angeordnet, die die gemeinsame Auflagefläche definiert.
[0013] Die erste und die zweite Aufnahmefläche können während der Übergabe aber auch zum
Großteil versetzt zueinander angeordnet sein. Eine Übergabe von der ersten auf die
zweite Aufnahmefläche erfolgt dann erst, wenn die erste und die zweite Hubeinrichtung
relativ zueinander in Richtung der Aufnahmeposition bzw. in Richtung der Abzugseinrichtung
bewegt werden. Zumindest im Moment der Übergabe eines Stapels von der ersten an die
zweite Hubeinrichtung sind die erste und die zweite Aufnahmefläche dann kurzzeitig
in einer Ebene und somit in der Übergabeposition angeordnet und bilden eine gemeinsame
Aufnahme für den Stapel. Dies kann vor allem dann der Fall sein, wenn Komponenten
der ersten und der zweiten Hubeinrichtung, die die erste bzw. zweite Aufnahmefläche
bilden, in einer Richtung parallel zur Höhe des jeweiligen Stapels unterschiedliche
Dimensionen aufweisen.
[0014] Allgemein sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine erste, eine zweite und eine
dritte Richtung definiert, wobei die zweite und die dritte Richtung jeweils senkrecht
zur ersten Richtung sowie senkrecht zueinander ausgerichtet sind. Die erste Richtung
erstreckt sich vorzugsweise vertikal. Die zweite und die dritte Richtung erstrecken
sich vorzugsweise horizontal.
[0015] Um eine korrekte Ausrichtung der flächigen Medien eines Stapels relativ zueinander
zuverlässig beizubehalten, sind die Stapel flächiger Medien im Anleger vorzugsweise
stets derart angeordnet, dass die Höhe des jeweiligen Stapels parallel zur ersten
Richtung ausgerichtet ist. Die flächigen Medien erstrecken sich dann flächig in einer
Ebene, die senkrecht zur ersten Richtung und parallel zur zweiten und zur dritten
Richtung definiert ist. Die Stapel weisen eine im Wesentlichen quaderförmige Form
auf, wobei eine Ober- und eine Unterseite eines Stapels parallel zur zweiten und zur
dritten Richtung angeordnet sind und Seitenflächen senkrecht zur zweiten bzw. senkrecht
zur dritten Richtung angeordnet sind.
[0016] Bevorzugt ist die erste Hubeinrichtung zwischen der Aufnahmeposition und der Übergabeposition
in die erste Richtung bewegbar und die zweite Hubeinrichtung ist von der Übergabeposition
in Richtung der Abzugseinrichtung in die erste Richtung bewegbar. Dadurch kann zum
einen erreicht werden, dass die erste und die zweite Hubeinrichtung kollisionsfrei
aus der Übergabeposition heraus bewegt werden können. Ist die erste Richtung vertikal
ausgerichtet, werden die Stapel durch die erste und die zweite Hubeinrichtung zudem
parallel zu ihrer Höhe bewegt, um die Stabilität und Qualität der Stapel zu gewährleisten.
Außerdem kann jeder Stapel der Abzugseinrichtung derart zugeführt werden, dass jeweils
das oberste flächige Medium eines Stapels der Abzugseinrichtung zugewandt ist und
von dieser erfasst werden kann. Zugleich kann die erste Hubeinrichtung unterhalb der
zweiten Hubeinrichtung einen neuen Stapel aufnehmen und in Richtung der zweiten Hubeinrichtung
bewegen.
[0017] Die zweite Hubeinrichtung ist vorzugsweise senkrecht zur ersten Richtung in die zweite
Richtung bewegbar, besonders bevorzugt auf einen Stapel zu bzw. von diesem weg. Vorteilhafterweise
ist die zweite Richtung dabei senkrecht zu einer Seitenfläche des Stapels ausgerichtet.
[0018] Die erste und die zweite Hubeinrichtung sind in einer bevorzugten Ausführungsform
derart ausgebildet, dass sie in der Übergabeposition zumindest teilweise ineinandergreifen,
um die gemeinsame Aufnahme zu bilden. Die gemeinsame Aufnahme stützt den zu übergebenden
Stapel zumindest an dessen Unterseite ab. Um zu gewährleisten, dass sowohl die erste
als auch die zweite Hubeinrichtung jeden Stapel auch alleine sicher und zuverlässig
aufnehmen und bewegen kann, sollten sich die erste und die zweite Aufnahmefläche über
einen ausreichend großen Teil der Unterseite jedes Stapels erstrecken, sodass ein
Stapel nicht kippt oder von der jeweiligen Hubeinrichtung herunterrutscht. Damit die
erste und die zweite Hubeinrichtung zugleich kollisionsfrei in der Übergabeposition
angeordnet werden können, weisen sie daher vorzugsweise jeweils eine Mehrzahl von
Stützelementen zur Definition der jeweiligen Aufnahmefläche auf, die in der Übergabeposition
zumindest teilweise ineinandergreifen.
[0019] Die erste Hubeinrichtung umfasst vorzugsweise eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten
ersten Stützelementen, die die erste Aufnahmefläche für einen Stapel flächiger Medien
bilden, und die zweite Hubeinrichtung umfasst vorzugsweise eine Mehrzahl von zueinander
beabstandeten zweiten Stützelementen, die die zweite Aufnahmefläche für einen Stapel
flächiger Medien bilden.
[0020] Es ist bevorzugt aber nicht zwingend notwendig, dass die Mehrzahl von ersten Stützelementen
und die Mehrzahl von zweiten Stützelementen parallel zueinander angeordnet sind. Bei
paralleler Anordnung der ersten und zweiten Stützelemente können diese in der Übergabeposition
in einer Richtung senkrecht zu ihrer Längsrichtung und in der Ebene der ersten bzw.
zweiten Aufnahmefläche in einem minimalen Abstand zueinander angeordnet sein. Vorzugsweise
sind die Mehrzahl von ersten Stützelementen und die Mehrzahl von zweiten Stützelementen
parallel zur zweiten Richtung angeordnet. Bei ausreichend großem Abstand zwischen
benachbarten Stützelementen, können die ersten und die zweiten Stützelemente aber
auch schräg zueinander angeordnet sein.
[0021] Jedes Stützelement der Mehrzahl von ersten Stützelementen und der Mehrzahl von zweiten
Stützelementen kann beispielsweise als Latte oder als Stab ausgebildet sein. Die Mehrzahl
von ersten Stützelementen kann hinsichtlich ihrer Form und Dimensionen ausgebildet
sein wie die Mehrzahl von zweiten Stützelementen. Die Mehrzahl von ersten Stützelementen
kann sich diesbezüglich aber auch von der Mehrzahl von zweiten Stützelementen unterscheiden.
[0022] Dass die erste Hubeinrichtung und die zweite Hubeinrichtung, wie oben beschrieben,
in der Übergabeposition zumindest teilweise ineinandergreifen, wird bevorzugt dadurch
erreicht, dass zumindest ein erstes Stützelement zwischen zwei benachbarten zweiten
Stützelementen angeordnet ist und/oder zumindest ein zweites Stützelement zwischen
zwei benachbarten ersten Stützelementen angeordnet ist. Verschiedenste Ausführungsformen
sind denkbar. Zum Beispiel kann genau ein erstes Stützelement zwischen genau zwei
zweiten Stützelementen angeordnet sein oder umgekehrt. Besonders bevorzugt sind in
der zweiten oder der dritten Richtung abwechselnd ein erstes und ein zweites Stützelement
nebeneinander angeordnet. Es ist auch denkbar, dass abwechselnd zwei oder mehr erste
Stützelementen und zwei oder mehr zweite Stützelemente nebeneinander angeordnet sind.
Ebenso können alle ersten Stützelemente zwischen zwei oder mehreren äußeren zweiten
Stützelementen aufgenommen sein oder umgekehrt.
[0023] Zu berücksichtigen ist, dass jede Hubeinrichtung für sich eine ausreichende Aufnahmefläche
für einen Stapel flächiger Medien bilden sollte, um zu gewährleisten, dass die Stapel
nicht von der jeweiligen Hubeinrichtung rutschen oder kippen. Die notwendige Anzahl
und Anordnung der ersten und der zweiten Stützelemente wird daher auch wesentlich
von der Größe, dem Gewicht und der Stabilität bzw. Steifigkeit der Stapel flächiger
Medien beeinflusst.
[0024] Um ausreichend steif zum Stützen eines Stapels zu sein und zugleich in der Übergabeposition
einen geringen Abstand zwischen der Unterseite des ersten Stapels und der Oberseite
des zweiten Stapels zu ermöglichen, weisen die Mehrzahl von ersten Stützelementen
und die Mehrzahl von zweiten Stützelementen vorzugsweise jeweils eine Höhe auf, die
zwischen 4 mm und 40 mm, bevorzugt zwischen 6 mm und 25 mm, mehr bevorzugt zwischen
8 mm und 20 mm beträgt.
[0025] Die Länge der ersten und der zweiten Stützelemente richtet sich im Wesentlichen nach
der Grundfläche der zu bewegenden Stapel. Die Länge wird daher bevorzugt relativ zum
Format bzw. zu einer Breite des zu bewegenden Stapels in einer Richtung parallel zu
den ersten bzw. zweiten Stützelementen angegeben. Die Breite des Stapels ist abhängig
von der Anwendung des Anlegers und kann zwischen 10 mm und 2500 mm, vorzugsweise zwischen
100 mm und 1000 mm, mehr bevorzugt zwischen 200 und 900 mm betragen.
[0026] Die ersten Stützelemente weisen vorzugsweise jeweils eine Länge auf, die zumindest
der Breite des Stapels entspricht. Die ersten Stützelemente können aber auch eine
Breite aufweisen, die kleiner als die Breite des Stapels ist. Zum Beispiel kann die
Länge der ersten Stützelemente zwischen 30% und 70%, bevorzugt zwischen 40% und 65%,
mehr bevorzugt zwischen 45% und 60% der Breite des Stapels betragen. Es ist dann vorteilhaft,
wenn sich ein Teil der ersten Stützelemente von einer Seite des Stapels aus unter
diesen erstreckt und sich die übrigen ersten Stützelement von der gegenüberliegenden
Seite des Stapels aus unter diesen erstrecken. Dadurch wird der Stapel möglichst symmetrisch
unterstützt.
[0027] Die zweiten Stützelemente weisen vorzugsweise jeweils eine Länge auf, die zwischen
30% und 70%, bevorzugt zwischen 40% und 65%, mehr bevorzugt zwischen 45% und 60% der
Breite des Stapels beträgt.
[0028] Vorteilhafterweise umfasst der Anleger weiterhin eine dritte Hubeinrichtung mit einer
dritten Aufnahmefläche zur Auflage eines Stapels flächiger Medien, wobei die dritte
Hubeinrichtung von der Übergabeposition in Richtung der Abzugseinrichtung bewegbar
ist. Die dritte Hubeinrichtung ist auf einer der zweiten Hubeinrichtung gegenüberliegenden
Seite der ersten Hubeinrichtung angeordnet. In der Übergabeposition bilden die erste
Hubeinrichtung, die zweite Hubeinrichtung und die dritte Hubeinrichtung die gemeinsame
Aufnahme für einen Stapel flächiger Medien, um den Stapel von der ersten Hubeinrichtung
an die zweite und die dritte Hubeinrichtung zu übergeben. Dadurch kann jeder Stapel
möglichst gleichmäßig, großflächig und symmetrisch zunächst durch die erste Hubeinrichtung
und anschließend durch die zweite und die dritte Hubeinrichtung abgestützt werden.
[0029] Vorzugsweise sind die zweite und die dritte Hubeinrichtung derart synchron bewegbar,
dass die zweite und die dritte Aufnahmefläche in einer Ebene angeordnet sind, zumindest
während ein Stapel flächiger Medien auf der zweiten und der dritten Hubeinrichtung
aufliegt. Die zweite und die dritte Aufnahmefläche sind somit zumindest während der
Bewegung der zweiten und der dritten Hubeinrichtung zwischen der Übergabeposition
und der Abzugseinrichtung in einer Ebene angeordnet. Es ist weiterhin bevorzugt, dass
die zweite und die dritte Hubeinrichtung auch synchron aber entgegengesetzt zueinander
in die zweite Richtung bewegbar sind. Dadurch heben sich Querkräfte, die während dieser
Bewegung auf die Unterseite des Stapels wirken, vorzugsweise auf.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Anleger ein Symmetriegetriebe zur
Verbindung der zweiten und der dritten Hubeinrichtung, um eine synchrone Bewegung
derselben zu gewährleisten.
[0031] Der Anleger kann eine Steuereinrichtung umfassen, die dazu eingerichtet ist, die
erste, die zweite und die optionale dritte Hubeinrichtung anzusteuern. Die Steuereinrichtung
kann die Hubeinrichtungen vorzugsweise individuell ansteuern.
[0032] Die dritte Hubeinrichtung kann entsprechend der zweiten Hubeinrichtung ausgebildet
sein, sodass alle hierin beschriebenen Merkmale der zweiten Hubeinrichtung analog
auf die dritte Hubeinrichtung übertragbar sind mit dem Unterschied, dass die dritte
Hubeinrichtung der zweiten Hubeinrichtung gegenüberliegend angeordnet und folglich
spiegelverkehrt ausgerichtet ist. Die zweite und die dritte Hubeinrichtung können
gemeinsam oder unabhängig voneinander angetrieben und angesteuert werden. Es ist auch
denkbar, die zweite und die dritte Hubeinrichtung unterschiedlich auszubilden.
[0033] Insbesondere kann die dritte Hubeinrichtung eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten
dritten Stützelementen umfassen, die eine dritte Aufnahmefläche für den Stapel flächiger
Medien bilden. Dabei ist es besonders bevorzugt, dass die Mehrzahl von zweiten Stützelementen
und die Mehrzahl von dritten Stützelementen parallel zueinander angeordnet sind. Ein
zweites und ein drittes Stützelement können jeweils in Längsrichtung zueinander ausgerichtet
sein. Die zweiten und die dritten Stützelement können aber auch zumindest teilweise
ineinander eingreifen, so wie es für die ersten und die zweiten Stützelement beschrieben
ist. Auch hier gilt, dass die zweiten und die dritten Stützelemente nicht zwangsläufig
parallel zueinander angeordnet sein müssen, wenn der Abstand zwischen den ersten,
zweiten und dritten Stützelementen in der Übergabeposition ausreichend groß ist.
[0034] Die dritten Stützelemente weisen vorzugsweise jeweils eine Länge auf, die zwischen
30% und 70%, bevorzugt zwischen 40% und 65%, mehr bevorzugt zwischen 45% und 60% der
Breite des Stapels beträgt. Bevorzugt sind die zweiten und die dritten Stützelemente
gleich lang.
[0035] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Anleger weiterhin eine Fördereinrichtung
zum Erfassen eines Stapels flächiger Medien, die zwischen einer Ausgangsposition und
der Aufnahmeposition bewegbar ist und die dazu eingerichtet ist, einen Stapel flächiger
Medien von der Ausgangsposition in die Aufnahmeposition zu bewegen und auf der ersten
Aufnahmefläche der ersten Hubeinrichtung anzuordnen. Dadurch können die Stapel flächiger
Medien besonders einfach bereitgestellt und über die erste und die zweite Hubeinrichtung
der Abzugseinrichtung zugeführt werden. Vorzugsweise ist die Fördereinrichtung parallel
zur zweiten Richtung bewegbar. Die Fördereinrichtung ist z.B. als Greifeinrichtung
ausgebildet, kann aber durch andere Fördermittel gebildet sein, wie z.B. durch einen
Roboter. In einer einfachen Ausführungsform des Anlegers werden die Stapel manuell
in der Aufnahmeposition angeordnet.
[0036] In der Ausgangsposition wird jeweils ein Stapel flächiger Medien bereitgestellt.
Zum Beispiel kann jeder Stapel flächiger Medien in der Ausgangsposition auf einer
Palette bereitgestellt werden. Die Stapelqualität, insbesondere die Ausrichtung des
Stapels bzw. der flächigen Medien eines Stapels relativ zueinander, kann dabei jedoch
kaum beeinflusst werden, sondern ist abhängig von der Qualität der angelieferten Stapel.
Besonders bevorzugt werden die Stapel flächiger Medien daher in der Ausgangsposition
auf einem Rütteltisch bereitgestellt, der dazu eingerichtet ist, einen auf ihm angeordneten
Stapel auszurichten. Hierzu können weiterhin ein oder mehrere Anschläge vorgesehen
sein, um definierte Flächen zur Ausrichtung eines Stapels zu bilden.
[0037] Um die korrekte Ausrichtung eines Stapels innerhalb des Anlegers beizubehalten, ist
die Fördereinrichtung weiterhin dazu eingerichtet, die flächigen Medien eines durch
sie bewegten Stapels zusammenzuhalten. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden,
dass die Fördereinrichtung als Greifeinrichtung ausgebildet ist und zumindest einen
Greifer umfasst, der die flächigen Medien eines Stapels zusammenhält, zum Beispiel
indem er diese in Richtung der Höhe des Stapels zusammendrückt.
[0038] Anstelle der Greifeinrichtung können allerdings auch alternative Fördereinrichtungen
verwendet werden, um jeweils einen Stapel in die Aufnahmeposition zu bewegen. Denkbar
wären zum Beispiel ein Förderband, eine Rollenbahn, eine Schiebeeinrichtung oder geeignete
Manipulatoren, wie eindimensional oder mehrdimensional bewegbare Roboter.
[0039] Vorzugsweise umfasst der Anleger weiterhin einen Anschlag im Bereich der Aufnahmeposition
der ersten Hubeinrichtung, gegen den ein Stapel durch die Fördereinrichtung bewegbar
ist. So wird auch in der Aufnahmeposition eine korrekte Ausrichtung und Positionierung
des Stapels gewährleistet.
[0040] Um die Ausrichtung auch während einer Bewegung der zweiten Hubeinrichtung und optional
der dritten Hubeinrichtung in die zweite Richtung beizubehalten, umfasst der Anleger
zudem vorzugsweise zumindest ein Seitenelement, das eine seitliche Stützfläche senkrecht
zur zweiten Richtung definiert. Die seitliche Stützfläche ist vorzugsweise parallel
zu einer der Seitenflächen eines Stapels angeordnet und stützt diesen insbesondere
dann, wenn die zweite Hubeinrichtung in die zweite Richtung bewegt wird. Vorzugsweise
sind zwei Seitenelemente vorgesehen, die auf gegenüberliegenden Seiten eines Stapels
bzw. der ersten Hubeinrichtung angeordnet sind. Davon ist ein Seitenelement der zweiten
Hubeinrichtung und ein Seitenelement der dritten Hubeinrichtung zugeordnet.
[0041] Das zumindest eine Seitenelement kann fest im Anleger angeracht sein oder beweglich
im Anleger gelagert sein. Das zumindest eine Seitenelement kann auch als Bestandteil
der zweiten Hubeinrichtung bzw., falls vorhanden, der dritten Hubeinrichtung ausgebildet
sein, wobei die Stützelemente der jeweiligen Hubeinrichtung dann vorzugsweise relativ
zum jeweiligen Seitenelement bewegbar sind.
[0042] Schließlich umfasst der Anleger bevorzugt Mittel zum Erfassen einer der Abzugseinrichtung
zugewandten Oberseite eines Stapels flächiger Medien, wie z.B. einen Sensor oder Taster.
Dadurch ist es möglich, die Positionen der Oberseite eines Stapels relativ zur Abzugseinrichtung
zu erkennen und bei Bedarf durch Bewegung des Stapels in Richtung der Abzugseinrichtung
nachzuregeln, falls sich das jeweils oberste flächige Medium eines Stapels nicht mehr
in einem Einzugsbereich der Abzugseinrichtung befindet oder sich zunehmend von dieser
entfernt.
[0043] Der Anleger kann eine Steuereinrichtung umfassen, die dazu eingerichtet ist, basierend
auf dem Signal der Mittel zum Erfassen der Oberseite eines Stapels flächiger Medien
diejenige aus erster, zweiter und gegebenenfalls dritter Hubeinrichtung, die zum jeweiligen
Zeitpunkt einen Stapel in Richtung der Abzugseinrichtung bewegt, derart anzusteuern,
dass sich die Oberseite des Stapels im Einzugsbereich der Abzugseinrichtung befindet.
[0044] Der Einzugsbereich der Abzugseinrichtung ist allgemein definiert als der Bereich,
in dem die Abzugseinrichtung dazu eingerichtet ist, jeweils ein oberstes Medium eines
ihr zugeführten Stapels abzuziehen. Der Einzugsbereich kann beispielsweise als Entfernung
der Oberseite des Stapels zur Abzugseinrichtung angegeben werden. Es sind Abzugseinrichtungen
denkbar, die ein flächiges Medium nur erfassen können, wenn es in einer vordefinierten
Entfernung zur Abzugseinrichtung angeordnet ist. Es gibt aber auch Abzugseinrichtungen,
die eine gewisse Toleranz aufweisen und ein flächiges Medium in einem gewissen Entfernungsbereich
erfassen können, wie z.B. Saugeinrichtungen mit einer gewissen Saugkraft. Vorzugsweise
erstreckt sich der Einzugsbereich in Richtung der Höhe des jeweiligen Stapels und
parallel zur ersten Richtung.
[0045] Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere auch eine bogenverarbeitende Maschine,
insbesondere eine Falzmaschine, Druckmaschine oder Stanzmaschine, mit einem erfindungsgemäßen
Anleger, wie er hierin beschrieben ist. Die Anbindung des Anlegers an die Bogen verarbeitende
Maschine erfolgt auf übliche Art und Weise und wird daher nicht näher beschrieben.
[0046] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben eines Anlegers für Stapel flächiger
Medien, der eine Abzugseinrichtung sowie eine erste und eine zweite Hubeinrichtung
umfasst, umfasst die folgenden Schritte:
- a) Bewegen der zweiten Hubeinrichtung und eines ersten Stapels, der auf einer zweiten
Aufnahmefläche der zweiten Hubeinrichtung aufliegt, mittels der zweiten Hubeinrichtung
in Richtung der Abzugseinrichtung;
- b) Bewegen der ersten Hubeinrichtung in eine Aufnahmeposition, während sich die zweite
Hubeinrichtung weiter in Richtung der Abzugseinrichtung bewegt;
- c) Aufnehmen eines zweiten Stapels durch die erste Hubeinrichtung, während sich die
zweite Hubeinrichtung weiter in Richtung der Abzugseinrichtung bewegt;
- d) Bewegen der ersten Hubeinrichtung und des zweiten Stapels, der auf einer ersten
Aufnahmefläche der ersten Hubeinrichtung aufliegt, mittels der ersten Hubeinrichtung
von der Aufnahmeposition in Richtung einer Übergabeposition, während sich die zweite
Hubeinrichtung weiter in Richtung der Abzugseinrichtung bewegt, solange bis eine Oberseite
des zweiten Stapels an einer dem zweiten Stapel zugewandten Unterseite der zweiten
Hubeinrichtung angeordnet ist;
- e) Bewegen der zweiten Hubeinrichtung aus einem Zwischenraum zwischen dem ersten und
dem zweiten Stapel, sodass eine Unterseite des ersten Stapels auf der Oberseite des
zweiten Stapels zu liegen kommt, und dadurch Kombinieren des ersten und des zweiten
Stapels zu einem einzigen Stapel, der einen neuen ersten Stapel bildet;
- f) Anordnen der ersten und der zweiten Hubeinrichtung in der Übergabeposition und
dadurch Übergeben des ersten Stapels von der ersten Hubeinrichtung an die zweite Hubeinrichtung;
und
- g) Wiederholen der Schritte a) bis g).
[0047] Auf diese Art und Weise wird ein Verfahren zum Betreiben eines Anlegers sowie zum
Anlegen flächiger Medien an eine Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende Maschine,
bereitgestellt, das die Warte- bzw. Unterbrechungszeit zwischen zwei nacheinander
zu verarbeitenden Stapeln minimiert bzw. eliminiert. Insbesondere kann die Abzugseinrichtung
bei geeigneter Ausführung des Verfahrens ohne Unterbrechung mit flächigen Medien versorgt
werden.
[0048] Vorzugsweise dient das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines erfindungsgemäßen
Anlegers gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen.
[0049] Das Bewegen der zweiten Hubeinrichtung und des ersten Stapels gemäß Schritt a) erfolgt
vorzugsweise derart, dass stets ein oberstes flächiges Medium des ersten Stapels im
Einzugsbereich der Abzugseinrichtung angeordnet ist. Vorzugsweise erfolgt diese Bewegung
parallel zur ersten Richtung.
[0050] Während sich die zweite Hubeinrichtung immer weiter in Richtung der Abzugseinrichtung
bewegt, um dieser flächige Medien zuzuführen, wird die erste Hubeinrichtung gemäß
Schritt b) in die Aufnahmeposition bewegt. Vorzugsweise ist die erste Aufnahmefläche
der ersten Hubeinrichtung in der Aufnahmeposition in einer Ebene angeordnet, in der
die Fördereinrichtung aufeinanderfolgend Stapel flächiger Medien in die Aufnahmeposition
bewegt. Auch die Bewegung der ersten Hubeinrichtung in die Aufnahmeposition erfolgt
vorzugsweise parallel zur ersten Richtung.
[0051] Das Aufnehmen eines zweiten Stapels durch die erste Hubeinrichtung gemäß Schritt
c) erfolgt ebenfalls, während sich die zweite Hubeinrichtung weiter in Richtung der
Abzugseinrichtung bewegt, um dieser flächige Medien zuzuführen. Des Weiteren erfolgt
das Aufnehmen eines zweiten Stapels vorzugsweise dadurch, dass die Fördereinrichtung
einen zweiten Stapel auf der ersten Aufnahmefläche der ersten Hubeinrichtung anordnet.
[0052] Das Bewegen der ersten Hubeinrichtung und des zweiten Stapels gemäß Schritt d) umfasst
bevorzugt das Anheben der ersten Hubeinrichtung und dadurch des zweiten Stapels aus
der Aufnahmeposition, vorzugsweise bis in die Übergabeposition. Die Bewegung der ersten
Hubeinrichtung erfolgt dabei vorzugsweise parallel zur ersten Richtung. Zudem kann
die Bewegung der ersten Hubeinrichtung gemäß Schritt d) solange erfolgen, bis die
Oberseite des zweiten Stapels an einer dem zweiten Stapel zugewandten Unterseite der
zweiten Hubeinrichtung angeordnet ist. Dabei kann die Oberseite des zweiten Stapels
an der dem zweiten Stapel zugewandten Unterseite der zweiten Hubeinrichtung anliegen.
Es kann aber auch ein geringer Abstand zwischen der Oberseite des zweiten Stapels
und der Unterseite der zweiten Hubeinrichtung vorgesehen sein, zum Beispiel um ein
Herausziehen eines oder mehrerer flächiger Medien des zweiten Stapels während Schritt
e) zu verhindern. Ein solcher Abstand ist jedoch zu minimieren, um zu vermeiden, dass
der erste Stapel nach dem Bewegen der zweiten Hubeinrichtung aus dem Zwischenraum
zwischen dem ersten und dem zweiten Stapel gemäß Schritt e) weit nach unten fällt.
Insbesondere gilt es zu vermeiden, dass dabei die Ausrichtung und somit die Qualität
der Stapel negativ beeinflusst wird und dass die Oberseite des ersten Stapels außerhalb
des Einzugsbereichs der Abzugseinrichtung angeordnet wird.
[0053] In Schritt e) wird die zweite Hubeinrichtung relativ zum ersten und zum zweiten Stapel
bewegt, sodass die Bewegung der zweiten Hubeinrichtung aus dem Zwischenraum zwischen
dem ersten und dem zweiten Stapel keine Verschiebung der Stapel quer zur ersten Richtung
bewirkt. Bevorzugt ist daher zumindest ein Seitenelement vorgesehen, das zumindest
eine der zweiten Hubeinrichtung zugewandte Seitenfläche des ersten Stapels stützt
und während Schritt e) zurückhält. Die zweite Hubeinrichtung bewegt sich dann relativ
zum zumindest einen Seitenelement. Das Bewegen der zweiten Hubeinrichtung gemäß Schritt
e) erfolgt vorzugsweise parallel zur zweiten Richtung und somit bevorzugt parallel
zur Ober- bzw. Unterseite des ersten und des zweiten Stapels.
[0054] Die erste Hubeinrichtung wird vorzugsweise immer weiter in Richtung der Abzugseinrichtung
bewegt, um der Abzugseinrichtung flächige Medien zuzuführen, während die zweite Hubeinrichtung
gemäß Schritt e) und f) bewegt wird.
[0055] Das Anordnen der zweiten Hubeinrichtung in der Übergabeposition umfasst vorzugsweise
nach Schritt e) das Bewegen der zweiten Hubeinrichtung parallel zur ersten Richtung
und entgegengesetzt zur ersten Hubeinrichtung bis auf eine Höhe, in der die erste
Hubeinrichtung angeordnet ist, und das anschließende Bewegen der zweiten Hubeinrichtung
parallel zur zweiten Richtung und somit unter den neuen ersten Stapel. Die erste und
die zweite Hubeinrichtung sind dann entweder schon in der Übergabeposition angeordnet
oder werden relativ zueinander in die Übergabeposition bewegt, in der die erste und
die zweite Aufnahmefläche in einer Ebene angeordnet sind. Dadurch wird der neue erste
Stapel von der zweiten Hubeinrichtung übernommen.
[0056] Die zweite Hubeinrichtung bewegt den neuen ersten Stapel dann gemäß Schritt a) in
Richtung der Abzugseinrichtung und die erste Hubeinrichtung kann gemäß Schritt b)
in die Aufnahmeposition bewegt werden, um einen neuen zweiten Stapel aufzunehmen.
Folglich kann das Verfahren gemäß Schritt g) für eine beliebige Anzahl von Stapeln
wiederholt werden.
[0057] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren vor Schritt a) weiterhin
die Schritte:
Aufnehmen des ersten Stapels durch die erste Hubeinrichtung;
Bewegen der ersten Hubeinrichtung und des ersten Stapels, der auf der ersten Aufnahmefläche
der ersten Hubeinrichtung aufliegt, mittels der ersten Hubeinrichtung von der Aufnahmeposition
in die Übergabeposition;
Anordnen der ersten und der zweiten Hubeinrichtung in der Übergabeposition und dadurch
übergeben des ersten Stapels von der ersten Hubeinrichtung an die zweite Hubeinrichtung.
[0058] Dadurch wird der Abzugseinrichtung ein erster Stapel einer Vielzahl aufeinanderfolgender
Stapel im Anleger zugeführt. Auf diese drei Schritte sind die obigen Ausführungen
zu den Schritten c), d) und f) analog übertragbar, mit dem Unterschied, dass zuvor
noch kein Stapel auf der zweiten Hubeinrichtung aufliegt.
[0059] Das Aufnehmen eines Stapels durch die erste Hubeinrichtung umfasst bevorzugt weiterhin
das Bewegen des Stapels aus der Ausgangsposition in die Aufnahmeposition.
[0060] Besonders bevorzugt umfasst das Verfahren weiterhin den Schritt des Abziehens jeweils
eines obersten flächigen Mediums des ersten Stapels mittels der Abzugseinrichtung
und des Nachführens des ersten Stapels in Richtung der Abzugseinrichtung während aller
anderen Schritte zur möglichst unterbrechungsfreien Bereitstellung flächiger Medien.
[0061] Um die Warte- bzw. Unterbrechungszeit zwischen aufeinanderfolgenden Stapeln zu minimieren
oder gar zu eliminieren, umfasst das Verfahren weiterhin vorzugsweise das Bewegen
des neuen ersten Stapels in Richtung der Abzugseinrichtung mittels der ersten Hubeinrichtung,
sodass stets ein oberstes Medium des Stapels von der Abzugseinrichtung erfassbar ist,
sobald sich die zweite Hubeinrichtung in Schritt e) aus dem Zwischenraum zwischen
dem ersten und dem zweiten Stapel heraus bewegt hat und während sich die zweite Hubeinrichtung
nach Schritt f) in die Übergabeposition bewegt. Dadurch wird der Stapel auch weiterhin
der Abzugseinrichtung zugeführt, während die zweite Hubeinrichtung zur Übergabe des
Stapels in die Übergabeposition bewegt wird, sodass während dieses Vorgangs keine
Unterbrechung der Zuführung erfolgt.
[0062] Dabei kann das Bewegen des neuen ersten Stapels in Richtung der Abzugseinrichtung
mittels der ersten Hubeinrichtung weiterhin das Erfassen einer Position oder einer
Positionsänderung der Oberseite des neuen ersten Stapels relativ zur Abzugseinrichtung
umfassen, die durch das Bewegen der zweiten Hubeinrichtung aus dem Zwischenraum zwischen
dem ersten und dem zweiten Stapel in Schritt e) bedingt ist, sowie das Bewegen des
neuen ersten Stapels in Richtung der Abzugseinrichtung mittels der ersten Hubeinrichtung
basierend auf der erfassten Position oder Positionsänderung der Oberseite des neuen
ersten Stapels, sodass ein oberstes Medium des Stapels von der Abzugseinrichtung erfassbar
ist.
[0063] Bewegt sich die zweite Hubeinrichtung aus dem Zwischenraum zwischen dem ersten und
dem zweiten Stapel, so fällt der erste Stapel auf den zweiten Stapel herab, wodurch
die Stapel zu einem neuen ersten Stapel kombiniert werden. Zu diesem Zeitpunkt ändert
sich die Position der Oberseite des neuen ersten Stapels um den Abstand zwischen der
Unterseite des ersten Stapels und der Oberseite des zweiten Stapels zum Zeitpunkt
des Herausbewegens der zweiten Hubeinrichtung. Diese Positionsänderung der Oberseite
des neuen ersten Stapels wird bevorzugt durch eine Bewegung der ersten Hubeinrichtung
in Richtung der Abzugseinrichtung ausgeglichen, insbesondere wenn das jeweils oberste
flächige Medium des neuen ersten Stapels dadurch nicht mehr im Einzugsbereich der
Abzugseinrichtung angeordnet ist.
[0064] Allgemein kann das Verfahren auch während aller anderen Schritte das Erfassen einer
Position oder einer Positionsänderung der Oberseite des ersten Stapels relativ zur
Abzugseinrichtung sowie das Bewegen des ersten Stapels in Richtung der Abzugseinrichtung
basierend auf der erfassten Position oder Positionsänderung der Oberseite des ersten
Stapels, sodass ein oberstes Medium des Stapels von der Abzugseinrichtung erfassbar
ist. Das entsprechende Bewegen des ersten Stapels in Richtung der Abzugseinrichtung
erfolgt dann jeweils durch diejenige aus erster und zweiter Hubeinrichtung, auf der
der erste Stapel gerade aufliegt.
[0065] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
- Fig. 1
- zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Anleger in einer perspektivischen Ansicht.
- Fig. 2 bis 13
- zeigen den Anleger nach Fig. 1 in einer Seitenansicht während verschiedener Schritte
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0066] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen erfindungsgemäßen Anleger 2
zum Anlegen von Stapeln 4 flächiger Medien 6, zum Vereinzeln der flächigen Medien
6 eines Stapels 4 sowie zum Zuführen der vereinzelten flächigen Medien 6. Der Anleger
2 ist vor einer die flächigen Medien 6 verarbeitenden Maschine (nicht dargestellt),
insbesondere vor einer Falzmaschine angeordnet.
[0067] Zur Beschreibung von Bewegungen und der Anordnung der Komponenten des Anlegers 2
sind eine erste Richtung Z, eine zweite Richtung Y und eine dritte Richtung X definiert,
wobei die zweite und die dritte Richtung Y, X in einer Ebene senkrecht zueinander
und senkrecht zur ersten Richtung Z ausgerichtet sind.
[0068] Der Anleger 2 umfasst eine Abzugseinrichtung 8 zum Abziehen eines flächigen Mediums
6 von einem Stapel 4 flächiger Medien 6, vorzugsweise in die dritte Richtung X. Die
Abzugseinrichtung 8 umfasst zum Beispiel ein Saugrad 10. Der Anleger 2 umfasst weiterhin
eine erste Hubeinrichtung 12, die beispielsweise als Hubtisch 12 ausgebildet sein
kann (siehe Fig. 9 bis 13) und die eine erste Aufnahmefläche 14 zur Auflage eines
Stapels 4 flächiger Medien 6 aufweist. Der Anleger 2 umfasst zudem eine zweite Hubeinrichtung
16 mit einer zweiten Aufnahmefläche 18 zur Auflage eines Stapels 4 flächiger Medien
6.
[0069] In der dargestellten Ausführungsform umfasst der Anleger 2 auch eine dritte Hubeinrichtung
20 mit einer dritten Aufnahmefläche 22. Die dritte Hubeinrichtung 20 ist optional
vorgesehen und kann bei entsprechender Auslegung der zweiten Hubeinrichtung 16 auch
weggelassen werden. Die dritte Hubeinrichtung 20 ist derart ausgebildet und angesteuert,
dass die dritte Aufnahmefläche 22 zumindest dann in einer Ebene mit der zweiten Aufnahmefläche
18 der zweiten Hubeinrichtung 16 angeordnet ist, wenn ein Stapel 4 flächiger Medien
6 auf der zweiten Aufnahmefläche 18 und somit auch auf der dritten Aufnahmefläche
22 aufliegt. Die zweite und die dritte Hubeinrichtung 16, 20 sind auf gegenüberliegenden
Seiten des Stapels 4 bzw. der ersten Hubeinrichtung 12 angeordnet.
[0070] Die erste Hubeinrichtung 12 umfasst eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten ersten
Stützelementen 24, die die erste Aufnahmefläche 14 bilden. Die zweite Hubeinrichtung
16 umfasst eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten zweiten Stützelementen 26, die
die zweite Aufnahmefläche 18 bilden und von denen in den Figuren jeweils ein vorderstes
zweites Stützelement 26 zu sehen ist, während die übrigen zweiten Stützelemente 26
in Fig. 1 durch ihre Befestigungsstellen entlang der zweiten Hubeinrichtung 16 angedeutet
sind.
[0071] Die Mehrzahl von ersten Stützelementen 24 und die Mehrzahl von zweiten Stützelementen
26 sind parallel zueinander angeordnet. Vorzugsweise erstrecken sich die ersten und
zweiten Stützelemente 24, 26 parallel zur zweiten Richtung Y und sind in der dritten
Richtung X beabstandet zueinander angeordnet. Dadurch ist es möglich, dass die erste
Hubeinrichtung 12 und die zweite Hubeinrichtung 16 in der Übergabeposition zumindest
teilweise ineinandergreifen, um eine gemeinsame Aufnahme für einen Stapel zu bilden
(siehe Fig. 12). Genauer greifen dann die ersten Stützelemente 24 und die zweiten
Stützelemente 26 zumindest teilweise ineinander. D. h., dass zumindest ein erstes
Stützelement 24 zwischen zwei benachbarten zweiten Stützelementen 26 angeordnet ist
oder zumindest ein zweites Stützelement 26 zwischen zwei benachbarten ersten Stützelementen
24 angeordnet ist. Die erste und die zweite Hubeinrichtung 12, 16 können so die gemeinsame
Aufnahme bilden, während die ersten bzw. zweiten Stützelemente 24, 26 zugleich ausreichend
große Aufnahmeflächen 14, 18 bilden, um einen Stapel 4 flächiger Medien 6 auch alleine
zuverlässig und stabil zu stützen.
[0072] Falls vorgesehen, kann die dritte Hubeinrichtung 20 eine Mehrzahl von zueinander
beabstandeten dritten Stützelementen 28 umfassen, die die dritte Aufnahmefläche 22
bilden und bevorzugt parallel zur Mehrzahl von zweiten Stützelementen 26 angeordnet
sind. Auch von der Mehrzahl von dritten Stützelementen 28 ist in den Figuren nur das
jeweils vorderste dritte Stützelementen 28 zu sehen. Jedes dritte Stützelement 28
kann in der dritten Richtung X beabstandet zu einem zweiten Stützelement 26 angeordnet
sein, wodurch es möglich wird, dass sich die in einer Ebene angeordneten zweiten und
dritten Stützelemente 26, 28 über mehr als die halbe Breite eines Stapels 4 in der
zweiten Richtung Y erstrecken und so zumindest teilweise ineinander eingreifen. Bevorzugt
ist jedes dritte Stützelementen 28 jedoch in Längsrichtung, hier also in der zweiten
Richtung Y, mit einem zweiten Stützelement 26 ausgerichtet (koaxial angeordnet), sodass
der Platzbedarf der zweiten und dritten Stützelemente 26, 28 in der dritten Richtung
X minimiert wird.
[0073] Der Anleger 2 umfasst weiterhin zumindest ein Seitenelement 19, das eine seitliche
Stützfläche senkrecht zur zweiten Richtung Y definiert. Die seitliche Stützfläche
ist vorzugsweise parallel zu einer der Seitenflächen des Stapels 4 angeordnet und
stützt diesen insbesondere dann, wenn die zweite Hubeinrichtung 16 in die zweite Richtung
Y bewegt wird. Hier sind zwei Seitenelemente 19, 21 vorgesehen, die auf gegenüberliegenden
Seiten des Stapels 4 bzw. der ersten Hubeinrichtung 12 angeordnet sind. Davon ist
ein Seitenelement 19 der zweiten Hubeinrichtung 16 und ein Seitenelement 21 der dritten
Hubeinrichtung 20 zugeordnet. Die zweiten und dritten Stützelemente 26, 28 sind relativ
zu den Seitenelementen 19, 21 beweglich. Die Seitenelemente 19, 21 können stationär
im Anleger 2 gelagert sein oder in der ersten Richtung Z beweglich gelagert sein,
z.B. auch an der jeweiligen Hubeinrichtung 16, 20. Wie dargestellt, kann jedes Seitenelement
19, 21 mehrteilig ausgebildet sein, um eine Stützfläche zu bilden. Es ist aber auch
eine einteilige Ausbildung möglich.
[0074] Der Anleger 2 umfasst ferner eine Fördereinrichtung 30 zum Erfassen eines Stapels
4 flächiger Medien 6 und zum Bewegen des Stapels 4 auf die erste Aufnahmefläche 14
der ersten Hubeinrichtung 12. In der dargestellten Ausführungsform ist die Fördereinrichtung
30 als Greifeinrichtung 30 ausgebildet und umfasst einen Greifer 32, der über einer
Oberseite eines Stapels 4 anordenbar ist und der schwenkbar ist, um auf die Oberseite
des Stapels 4 zu drücken und den Stapel so zwischen dem Greifer 32 und einer Auflage
34 der Greifeinrichtung 30 zu klemmen. Auf diese Weise kann die Greifeinrichtung 30
den Stapel 4 möglichst formstabil erfassen und bewegen. Die Greifeinrichtung 30 kann
auch eine Mehrzahl von Greifern 32 umfassen, die in einer Richtung quer zur Bewegungsrichtung
der Greifeinrichtung 30, hier also in der dritten Richtung X, nebeneinander angeordnet
und vorzugsweise synchron bewegbar sind.
[0075] Wie in Fig. 1 zu sehen ist, wird dort ein erster Stapel 4a flächiger Medien 6 mittels
der zweiten Hubeinrichtung 16 der Abzugseinrichtung 8 zugeführt. Ein dem ersten Stapel
4a nachfolgender zweiter Stapel 4b flächiger Medien 6 ist bereits bereitgestellt,
um der Abzugseinrichtung 8 zugeführt zu werden. Bevorzugt ist der zweite Stapel 4b
auf einem Rütteltisch 36 bereitgestellt, der dazu eingerichtet ist, den Stapel 4b
gegen einen Anschlag 38 auszurichten, der auch als erster Anschlag 38 bezeichnet wird.
[0076] In Fig. 1 ist die erste Hubeinrichtung 12 in einer Aufnahmeposition angeordnet, in
der sie zur Aufnahme eines Stapels 4 flächiger Medien 6 eingerichtet ist. Vorzugsweise
liegt die erste Aufnahmefläche 14 dann in einer Transportebene, in der der zweite
Stapel 4b auf die erste Hubeinrichtung 12 bewegt wird. Bevorzugt ist die Aufnahmeposition
zumindest in der Bewegungsrichtung der Fördereinrichtung 30 durch einen weiteren Anschlag
40 begrenzt, der auch als zweiter Anschlag 40 bezeichnet wird, um zu gewährleisten,
dass jeder Stapel 4 möglichst gut ausgerichtet in der Aufnahmeposition angeordnet
werden kann. Der zweite Stapel 4b ist in Fig. 1 in einer Ausgangsposition, hier auf
dem Rütteltisch 36, angeordnet.
[0077] Die Fördereinrichtung 30 ist zwischen der Ausgangsposition (siehe Fig. 5) und der
Aufnahmeposition (siehe Fig. 6) bewegbar, um den zweiten Stapel 4b von der Ausgangsposition
in die Aufnahmeposition zu bewegen und auf der ersten Aufnahmefläche 14 der ersten
Hubeinrichtung 12 anzuordnen. Vorzugsweise ist die Fördereinrichtung 30 parallel zur
zweiten Richtung Y bewegbar.
[0078] Die erste Hubeinrichtung 12 ist zwischen der Aufnahmeposition (siehe Fig. 6) und
einer Übergabeposition (siehe Fig. 12) bewegbar, um den zweiten Stapel 4b in Richtung
der Abzugseinrichtung 8 zu bewegen und in der Übergabeposition an die zweite Hubeinrichtung
16 zu übergeben. Vorzugsweise ist die erste Hubeinrichtung 12 parallel zur ersten
Richtung Z bewegbar.
[0079] Die zweite Hubeinrichtung 16 und, falls vorhanden, die dritte Hubeinrichtung 20 sind
von der Übergabeposition (siehe Fig. 12) in Richtung der Abzugseinrichtung 8 bewegbar,
um der Abzugseinrichtung 8 die flächigen Medien 6 zuzuführen. Vorzugsweise sind die
zweite Hubeinrichtung 16 und die dritte Hubeinrichtung 20 parallel zur ersten Richtung
Z bewegbar. Zudem sind die zweite Hubeinrichtung 16 und die dritte Hubeinrichtung
20 bevorzugt parallel zur zweiten Richtung Y bewegbar, um wahlweise einen Stapel 4
zu unterstützen oder freizugeben.
[0080] Die erste und die zweite Hubeinrichtung 12, 16 sind zumindest kurzzeitig gemeinsam
in der Übergabeposition (siehe Fig. 12) angeordnet und bilden dort eine gemeinsame
Aufnahme für einen Stapel 4 flächiger Medien 6, um den Stapel 4 flächiger Medien 6
von der ersten Hubeinrichtung 12 an die zweite Hubeinrichtung 16 zu übergeben.
[0081] Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Anlegers 2 sowie das erfindungsgemäße Verfahren
zum Betreiben des Anlegers 2 werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 2
bis 13 beschrieben.
[0082] Gemäß den Fig. 2 bis 9 ist ein erster Stapel 4a flächiger Medien 6 auf der zweiten
Aufnahmefläche 18 der zweiten Hubeinrichtung 16 angeordnet und die erste Hubeinrichtung
16 und der erste Stapel 4a werden in Richtung der Abzugseinrichtung 8 bewegt (Schritt
a), um der Abzugseinrichtung 8 flächige Medien 6 zuzuführen.
[0083] Die erste Hubeinrichtung 12 wird zunächst in die Aufnahmeposition bewegt (Schritt
b) und ist in den Fig. 2 bis 8 in der Aufnahmeposition angeordnet, während sich die
zweite Hubeinrichtung 16 stets weiter in Richtung der Abzugseinrichtung 8 bewegt,
um jeweils ein oberstes flächiges Medium 6 des ersten Stapels 4a in den Einzugsbereich
der Abzugseinrichtung 8 zu bringen.
[0084] Die erste Hubeinrichtung 12 nimmt unterdessen den zweiten Stapel 4b auf (Schritt
c). Bevorzugt umfasst das Aufnehmen des zweiten Stapels 4b durch die erste Hubeinrichtung
12 das Anordnen des zweiten Stapels 4b auf der ersten Aufnahmefläche 14 mittels der
Fördereinrichtung 30, wie in den Fig. 2 bis 8 dargestellt.
[0085] In Fig. 2 ist der zweite Stapel 4b in der Ausgangsposition, vorzugsweise auf dem
Rütteltisch 36, angeordnet und gegen den ersten Anschlag 38 ausgerichtet. Die Fördereinrichtung
30 wird in Richtung der Ausgangsposition bewegt. Nähert sich die Fördereinrichtung
30 der Ausgangsposition, wird der erste Anschlag 38 aus der Bewegungsbahn der Fördereinrichtung
30 bewegt, wie in Fig. 3 dargestellt. Zum Beispiel wird der erste Anschlag 38 nach
unten geschwenkt und in der Transportebene des zweiten Stapels 4b angeordnet. Es ist
auch denkbar, dass der erste Anschlag 38 in eine andere Richtung aus der Bewegungsbahn
der Fördereinrichtung 30 bzw. des Stapels 4b bewegt wird oder derart angeordnet ist,
dass er eine Bewegung der Fördereinrichtung 30 und des Stapels 4b nicht behindert.
[0086] Ist der zweite Stapel 4b für die Fördereinrichtung 30 zugänglich, wird die Fördereinrichtung
30 in die Ausgangsposition bewegt (siehe Fig. 4). In Fig. 5 ist zu sehen, dass die
Fördereinrichtung 30 den zweiten Stapel 4b in der Ausgangsposition erfasst. Hierzu
kann der Greifer 32 einer entsprechenden Greifeinrichtung 30 nach unten geschwenkt
werden, bis er mit der Oberseite des zweiten Stapels 4b in Kontakt steht und der zweite
Stapel 4b zwischen dem Greifer 32 und der Auflage 34 der Greifeinrichtung 30 aufgenommen
und geklemmt wird.
[0087] Hat die Fördereinrichtung 30 den zweiten Stapel 4b erfasst, bewegt die Fördereinrichtung
30 den zweiten Stapel 4b in die Aufnahmeposition, wie in Fig. 6 gezeigt. In der Aufnahmeposition
gemäß Fig. 6 ist der zweite Stapel 4b auf der ersten Aufnahmefläche 14 der ersten
Hubeinrichtung 12 angeordnet. Bevorzugt bewegt die Fördereinrichtung 30 den zweiten
Stapel 4b dabei gegen den zweiten Anschlag 40, sodass die Ausrichtung des Stapels
4b in der Aufnahmeposition gewährleistet ist. Hat der zweite Stapel 4b die Ausgangsposition
verlassen, kann der erste Anschlag 38 wieder aufgestellt werden, um einen nächsten
Stapel daran ausrichten zu können.
[0088] Die Fördereinrichtung 30 gibt den zweiten Stapel 4b nun frei. Zum Beispiel kann der
Greifer 32 von der Oberseite des zweiten Stapels 4b weg geschwenkt werden und so die
kraftschlüssige Verbindung zwischen der Greifeinrichtung 30 und dem Stapel 4b lösen
(siehe Fig. 7). Die Fördereinrichtung 30 kann nun aus der Aufnahmeposition heraus
bewegt werden, um die weitere Handhabung des zweiten Stapels 4b nicht zu behindern
(siehe Fig. 8). Dabei wird der Stapel 4b vom zweiten Anschlag 40 zurückgehalten, während
sich die Fördereinrichtung 30 relativ zum Stapel aus der Aufnahmeposition bewegt.
Der zweite Stapel 4b ist nun auf der ersten Hubeinrichtung 12 aufgenommen.
[0089] Wie in Fig. 9 dargestellt, werden die erste Hubeinrichtung 12 und der zweite Stapel
4b, der auf der ersten Aufnahmefläche 14 der ersten Hubeinrichtung 12 aufliegt, von
der Aufnahmeposition in Richtung der in Fig. 12 dargestellten Übergabeposition bewegt,
während sich die zweite Hubeinrichtung 16 weiter in Richtung der Abzugseinrichtung
8 bewegt, so lange bis die Oberseite des zweiten Stapels 4b an einer dem zweiten Stapel
4b zugewandten Unterseite der zweiten Hubeinrichtung 16 angeordnet ist (Schritt d).
In der dargestellten Ausführungsform berührt die Oberseite des zweiten Stapels 4b
die Unterseite der zweiten Hubeinrichtung 16 und der dritten Hubeinrichtung 20, um
den Abstand zwischen der Unterseite des ersten Stapels 4a und der Oberseite des zweiten
Stapels 4b zu minimieren.
[0090] In Fig. 10 ist dargestellt, dass die zweite Hubeinrichtung 16 und hier auch die dritte
Hubeinrichtung 20 aus einem Zwischenraum zwischen dem ersten und dem zweiten Stapel
4a, 4b bewegt werden, sodass die Unterseite des ersten Stapels 4a auf der Oberseite
des zweiten Stapels 4b zu liegen kommt (Schritt e). Der erste und der zweite Stapel
4a, 4b werden dadurch zu einem einzigen Stapel kombiniert, der einen neuen ersten
Stapel 4a bildet. Der neue erste Stapel 4a ist in den Fig. 10 bis 13 gestrichelt dargestellt,
wobei allein zur Veranschaulichung in dem Teil des Stapels 4a, der durch den ehemaligen
zweiten Stapel 4b gebildet ist, einzelne Medien 6 angedeutet sind. Die zweite und
die dritte Hubeinrichtung 16, 20 werden in Schritt e) parallel zur Unterseite bzw.
Oberseite des ersten und zweiten Stapels 4a, 4b und vorzugsweise parallel zur zweiten
Richtung Y bewegt, bis die zweiten und dritten Stützelemente 24, 26 nicht mehr zwischen
den Stapeln 4a, 4b angeordnet sind.
[0091] Der neue erste Stapel 4a wird dann bevorzugt derart durch die erste Hubeinrichtung
12 weiter in Richtung der Abzugseinrichtung 8 bewegt, dass möglichst unterbrechungsfrei
jeweils zumindest das oberste flächige Medium 6 des Stapels 4a im Einzugsbereich der
Abzugseinrichtung 8 angeordnet ist.
[0092] Um zu verhindern, dass aufgrund der Bewegung der zweiten und der dritten Hubeinrichtung
16, 20 aus dem Zwischenraum zwischen den Stapeln 4a, 4b heraus flächige Medien 6 des
ersten oder zweiten Stapels 4a, 4b mitbewegt und von den Stapeln 4a, 4b separiert
werden, liegen die Seitenelemente 19, 21 vorzugsweise zumindest in Bereichen nahe
der Unterseite des ersten Stapels 4a und der Oberseite des zweiten Stapels 4b an gegenüberliegenden
Seitenflächen der Stapel 4a, 4b an. Dadurch halten die Seitenelemente 19, 21 die flächigen
Medien 6 der Stapel 4a, 4b während der Bewegung der zweiten und der dritten Hubeinrichtung
16, 20 aus dem Zwischenraum zurück.
[0093] Die erste und die zweite Hubeinrichtung 12, 16 werden dann in der Übergabeposition
gemäß Fig. 12 angeordnet, in der neue erste Stapel 4a von der ersten Hubeinrichtung
12 an die zweite Hubeinrichtung 16 übergeben wird (Schritt f). Wie in Fig. 11 zu sehen
ist, werden die zweite Hubeinrichtung 16 und die dritte Hubeinrichtung 20 vorzugsweise
zunächst entgegengesetzt zur ersten Hubeinrichtung 12 und parallel zur ersten Richtung
Z bewegt, während die erste Hubeinrichtung 12 bevorzugt weiter Richtung Abzugseinrichtung
8 bewegt wird. Sind die erste Hubeinrichtung 12, die zweite Hubeinrichtung 16 und
die dritte Hubeinrichtung 20 im Wesentlichen auf einer Höhe angeordnet, werden die
zweite und die optionale dritte Hubeinrichtung 16, 20 an die Unterseite des neuen
ersten Stapels 4a bewegt (siehe Fig. 11, 12). Die erste und die zweite Hubeinrichtung
12, 16 und hier auch die dritte Hubeinrichtung 20 sind nun in der Übergabeposition
angeordnet, in der sie eine gemeinsame Aufnahme für den Stapel 4a bilden. Bevorzugt
liegen die erste Aufnahmefläche 14 und die zweite Aufnahmefläche 18 in der Übergabeposition
der ersten und der zweiten Hubeinrichtung 12, 16 in einer Ebene.
[0094] Da der Stapel 4a nun von der zweiten Hubeinrichtung 16 und der optionalen dritten
Hubeinrichtung 20 gestützt wird, werden der Stapel 4a und die zweite Hubeinrichtung
16 nun weiter in Richtung der Abzugseinrichtung 8 bewegt (Schritt a). Die erste Hubeinrichtung
12 kann zurück in die Aufnahmeposition bewegt werden (Schritt b), wie in Fig. 13 dargestellt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann somit für eine beliebige Anzahl von Stapeln 4
wiederholt werden.
[0095] Bevorzugt kann unter Nachführen des ersten Stapels 4a in Richtung der Abzugseinrichtung
8 während allen Schritten des erfindungsgemäßen Verfahrens jeweils ein oberstes flächiges
Medium 6 des ersten Stapels 4a mittels der Abzugseinrichtung 8 vom Stapel 4a abgezogen
werden.
[0096] Damit dies auch beim Kombinieren des ersten und des zweiten Stapels 4a, 4b und der
damit verbundenen Positionsänderung der Oberseite des ersten Stapels 4a möglich ist,
kann die Abzugseinrichtung 8 eine Toleranz aufweisen, die es ermöglicht, flächige
Medien 6 in unterschiedlichen Entfernungen innerhalb eines Einzugsbereichs der Abzugseinrichtung
8 durch diese zu erfassen.
[0097] Zusätzlich oder alternativ kann der Anleger Mittel zum Erfassen der Oberseite des
Stapels 4a umfassen, die der Abzugseinrichtung 8 zugewandt ist. Das erfindungsgemäße
Verfahren kann dann die Schritte umfassen, eine Position oder eine Positionsänderung
der Oberseite des neuen ersten Stapels 4a relativ zur Abzugseinrichtung 8 zu erfassen,
die durch das Bewegen der zweiten Hubeinrichtung 16 aus dem Zwischenraum zwischen
dem ersten und dem zweiten Stapel 4a, 4b in Schritt e) bedingt ist, und den neuen
ersten Stapel mittels der ersten Hubeinrichtung 12 basierend auf der erfassten Position
oder Positionsänderung der Oberseite des neuen ersten Stapels 4a in Richtung der Abzugseinrichtung
8 zu bewegen, sodass ein oberstes Medium des Stapels 4b von der Abzugseinrichtung
8 erfassbar ist. Selbstverständlich kann eine Position oder eine Positionsänderung
der Oberseite des neuen ersten Stapels 4a relativ zur Abzugseinrichtung 8 während
des gesamten Verfahrens erfasst werden.
1. Anleger (2) für Stapel (4) flächiger Medien (6), wobei der Anleger (2) umfasst:
eine Abzugseinrichtung (8) zum Abziehen jeweils eines flächigen Mediums (6) von einem
Stapel (4) flächiger Medien (6);
eine erste Hubeinrichtung (12) mit einer ersten Aufnahmefläche (14) zur Auflage eines
Stapels (4) flächiger Medien (6), wobei die erste Hubeinrichtung (12) zwischen einer
Aufnahmeposition und einer Übergabeposition bewegbar ist;
eine zweite Hubeinrichtung (16) mit einer zweiten Aufnahmefläche (18) zur Auflage
eines Stapels (4) flächiger Medien (6), wobei die zweite Hubeinrichtung (16) von der
Übergabeposition in Richtung der Abzugseinrichtung (8) bewegbar ist;
wobei die erste Hubeinrichtung (12) und die zweite Hubeinrichtung (16) eine gemeinsame
Aufnahme für einen Stapel (4) flächiger Medien (6) bilden, wenn sie in der Übergabeposition
angeordnet sind, um den Stapel (4) von der ersten Hubeinrichtung (12) an die zweite
Hubeinrichtung (16) zu übergeben.
2. Anleger (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hubeinrichtung (12) zwischen der Aufnahmeposition und der Übergabeposition
in eine erste Richtung (Z) bewegbar ist und die zweite Hubeinrichtung (16) von der
Übergabeposition in Richtung der Abzugseinrichtung (8) in die erste Richtung (Z) bewegbar
ist; und
die zweite Hubeinrichtung (16) weiterhin in eine zweite Richtung (Y) senkrecht zur
ersten Richtung (Z) bewegbar ist.
3. Anleger (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hubeinrichtung (12) und die zweite Hubeinrichtung (16) derart ausgebildet
sind, dass sie in der Übergabeposition zumindest teilweise ineinandergreifen, um die
gemeinsame Aufnahme zu bilden.
4. Anleger (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hubeinrichtung (12) eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten ersten Stützelementen
(24) umfasst, die die erste Aufnahmefläche (14) für einen Stapel (4) flächiger Medien
(6) bilden, und
die zweite Hubeinrichtung (16) eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten zweiten
Stützelementen (26) umfasst, die die zweite Aufnahmefläche (18) für einen Stapel (4)
flächiger Medien (6) bilden, wobei die Mehrzahl von ersten Stützelementen (24) und
die Mehrzahl von zweiten Stützelementen (26) parallel zueinander angeordnet sind.
5. Anleger (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von ersten Stützelementen (24) und die Mehrzahl von zweiten Stützelementen
(26) jeweils eine Höhe aufweisen, die zwischen 4 mm und 40 mm, vorzugsweise zwischen
6 mm und 25 mm, mehr bevorzugt zwischen 8 mm und 20 mm beträgt.
6. Anleger (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er weiterhin eine dritte Hubeinrichtung (20) mit einer dritten Aufnahmefläche (22)
zur Auflage eines Stapels (4) flächiger Medien (6) umfasst, wobei die dritte Hubeinrichtung
(20) von der Übergabeposition in Richtung der Abzugseinrichtung (8) bewegbar ist;
wobei die dritte Hubeinrichtung (20) auf einer der zweiten Hubeinrichtung (16) gegenüberliegenden
Seite der ersten Hubeinrichtung (12) angeordnet ist; und
wobei die erste Hubeinrichtung (12), die zweite Hubeinrichtung (16) und die dritte
Hubeinrichtung (20) in der Übergabeposition die gemeinsame Aufnahme für einen Stapel
(4) flächiger Medien (6) bilden, um den Stapel (4) von der ersten Hubeinrichtung (12)
an die zweite und die dritte Hubeinrichtung (16, 20) zu übergeben.
7. Anleger (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Hubeinrichtung (20) eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten dritten
Stützelementen (28) umfasst, die die dritte Aufnahmefläche (22) für den Stapel (4)
flächiger Medien (6) bilden, wobei die Mehrzahl von zweiten Stützelementen (26) und
die Mehrzahl von dritten Stützelementen (28) parallel zueinander angeordnet sind.
8. Anleger (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er weiterhin eine Fördereinrichtung (30) zum Erfassen eines Stapels (4) flächiger
Medien (6) umfasst, die zwischen einer Ausgangsposition und der Aufnahmeposition bewegbar
ist und die dazu eingerichtet ist, einen Stapel (4) flächiger Medien (6) von der Ausgangsposition
in die Aufnahmeposition zu bewegen und auf der ersten Aufnahmefläche (14) der ersten
Hubeinrichtung (12) anzuordnen.
9. Anleger (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er weiterhin Mittel zum Erfassen einer der Abzugseinrichtung (8) zugewandten Oberseite
eines Stapels (4) flächiger Medien (6) umfasst.
10. Bogen verarbeitende Maschine, insbesondere Falzmaschine, Druckmaschine oder Stanzmaschine,
mit einem Anleger (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Verfahren zum Betreiben eines Anlegers (2) für Stapel (4) flächiger Medien (6), der
eine Abzugseinrichtung (8) sowie eine erste und eine zweite Hubeinrichtung (12, 16)
umfasst, mit den folgenden Schritten:
a) Bewegen der zweiten Hubeinrichtung (16) und eines ersten Stapels (4a), der auf
einer zweiten Aufnahmefläche (18) der zweiten Hubeinrichtung (16) aufliegt, mittels
der zweiten Hubeinrichtung (16) in Richtung der Abzugseinrichtung (8);
b) Bewegen der ersten Hubeinrichtung (12) in eine Aufnahmeposition, während sich die
zweite Hubeinrichtung (16) weiter in Richtung der Abzugseinrichtung (8) bewegt;
c) Aufnehmen eines zweiten Stapels (4b) durch die erste Hubeinrichtung (12), während
sich die zweite Hubeinrichtung (16) weiter in Richtung der Abzugseinrichtung (8) bewegt;
d) Bewegen der ersten Hubeinrichtung (12) und des zweiten Stapels (4b), der auf einer
ersten Aufnahmefläche (14) der ersten Hubeinrichtung (12) aufliegt, mittels der ersten
Hubeinrichtung (12) von der Aufnahmeposition in Richtung einer Übergabeposition, während
sich die zweite Hubeinrichtung (16) weiter in Richtung der Abzugseinrichtung (8) bewegt,
solange bis eine Oberseite des zweiten Stapels (4b) an einer dem zweiten Stapel (4b)
zugewandten Unterseite der zweiten Hubeinrichtung (16) angeordnet ist;
e) Bewegen der zweiten Hubeinrichtung (16) aus einem Zwischenraum zwischen dem ersten
und dem zweiten Stapel (4a, 4b), sodass eine Unterseite des ersten Stapels (4a) auf
der Oberseite des zweiten Stapels (4b) zu liegen kommt, und dadurch Kombinieren des
ersten und des zweiten Stapels (4a, 4b) zu einem einzigen Stapel (4), der einen neuen
ersten Stapel (4a) bildet;
f) Anordnen der ersten und der zweiten Hubeinrichtung (12, 16) in der Übergabeposition
und dadurch Übergeben des ersten Stapels (4) von der ersten Hubeinrichtung (12) an
die zweite Hubeinrichtung (16); und
g) Wiederholen der Schritte a) bis g).
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass es vor Schritt a) weiterhin die Schritte umfasst:
Aufnehmen des ersten Stapels (4) durch die erste Hubeinrichtung (12);
Bewegen der ersten Hubeinrichtung (12) und des ersten Stapels (4a), der auf der ersten
Aufnahmefläche (14) der ersten Hubeinrichtung (12) aufliegt, mittels der ersten Hubeinrichtung
(12) von einer Aufnahmeposition in eine Übergabeposition;
Anordnen der ersten und der zweiten Hubeinrichtung (12, 16) in der Übergabeposition
und dadurch Übergeben des ersten Stapels (4a) von der ersten Hubeinrichtung (12) an
die zweite Hubeinrichtung (16).
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin den Schritt umfasst:
Abziehen jeweils eines obersten flächigen Mediums (6) des ersten Stapels (4) mittels
der Abzugseinrichtung (8) unter Nachführen des ersten Stapels (4a) in Richtung der
Abzugseinrichtung (8) während aller Schritte.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin umfasst:
Bewegen des neuen ersten Stapels (4a) in Richtung der Abzugseinrichtung (8) mittels
der ersten Hubeinrichtung (12), sodass stets ein oberstes Medium (6) des Stapels (4)
von der Abzugseinrichtung (8) erfassbar ist, sobald sich die zweite Hubeinrichtung
(16) in Schritt e) aus dem Zwischenraum zwischen dem ersten und dem zweiten Stapel
(4a, 4b) heraus bewegt hat und während sich die zweite Hubeinrichtung (16) in Schritt
f) in die Übergabeposition bewegt.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegen des neuen ersten Stapels (4a) in Richtung der Abzugseinrichtung (8) mittels
der ersten Hubeinrichtung (12) weiterhin umfasst:
Erfassen einer Position oder einer Positionsänderung der Oberseite des neuen ersten
Stapels (4a) relativ zur Abzugseinrichtung (8), die durch das Bewegen der zweiten
Hubeinrichtung (16) aus dem Zwischenraum zwischen dem ersten und dem zweiten Stapel
(4a, 4b) in Schritt e) bedingt ist;
Bewegen des neuen ersten Stapels (4a) in Richtung der Abzugseinrichtung (8) mittels
der ersten Hubeinrichtung (12) basierend auf der erfassten Position oder Positionsänderung
der Oberseite des neuen ersten Stapels (4a), sodass ein oberstes Medium (6) des Stapels
(4) von der Abzugseinrichtung (8) erfassbar ist.