[0001] Die Erfindung betrifft eine Wirkmittelanordnung zur Abwehr, Störung und/oder Schädigung
eines Luftfahrzeugs und/oder Elektromotors mit den Merkmalen des Oberbegriffs nach
Anspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Geschoss und ein Verfahren.
[0002] Die Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (UAVs) erfolgt häufig mittels Munition mit Splitter-
und/oder Blastwirkung, mittels Laser, Jamming/Spoofing und/oder mittels High Power
Elektromagnetics (HPEM). Beim Einsatz solcher Mittel ist mit Kollateralschäden, beispielsweise
durch Splitter, zu rechnen.
[0003] Aus der
US 2018/0103036 A1 ist ein kinetisches Subsystem bekannt, das eine anpassbare Pulverwolke freisetzt,
um CPV Bedrohungen innerhalb einer effektiven Reichweite zu bekämpfen (z.B. innerhalb
2 oder 3 km). Verschiedene Ladungstypen können dabei die Benutzung eines magnetischen
Puders einschließen, um sich innerhalb von Motoren festzusetzen und Bewegung zu verhindern.
[0004] Aus der
JP P2017-9158A ist eine Berechnungsvorrichtung zum Berechnen einer Streuposition auf einem geschätzten
Kurs einer Rakete bekannt, die Luft zum Zünden und Vortreiben ansaugt, und ein Geschoss,
das in Richtung der Streuposition abgefeuert wird, und eine Steuervorrichtung zum
Steuern eines Streugeräts. Die Streuposition ist eine Position auf dem geschätzten
Kurs, die das Geschoss vor der Rakete erreichen kann. Das Geschoss weist eine in die
umgebende Atmosphäre zu streuende Streusubstanz und das Streugerät zum Streuen der
Streusubstanz in die umgebende Atmosphäre auf. Die Steuereinrichtung steuert die Streueinrichtung
derart, dass die Streusubstanz an der Streuposition gestreut wird.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer Wirkmittelanordnung zur Abwehr
von Luftfahrzeugen und/oder von Elektromotoren mit reduzierter Schadwirkung gegenüber
der Umgebung und verbesserter Schadwirkung gegenüber Luftfahrzeugen. Insbesondere
wird eine Wirkmittelanordnung mit verbesserter Schadwirkung gegen Elektronik, Elektromotoren
und/oder Luftfahrzeugen bereitgestellt werden.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch die Wirkmittelanordnung als Teil des Geschosses mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
11. Weitere Vorteile, Wirkungen und/oder Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Beschreibung.
[0007] Teil der Erfindung ist eine Wirkmittelanordnung. Die Wirkmittelanordnung ist insbesondere
für ein Geschoss, beispielsweise eine Granate, eine Rakete oder einen Lenkflugkörper,
ausgebildet. Das Geschoss umfasst insbesondere eine Treibanordnung, zum Beispiel eine
Treibladung. Die Wirkmittelanordnung ist zur Abwehr, Störung und/oder zur Schädigung
eines unbemannten Luftfahrzeugs und/oder eines Elektromotors und/oder einer Elektronik
ausgebildet. Im Speziellen ist der Elektromotor und/oder die Elektronik Teil des Luftfahrzeugs.
Als Abwehr, Störung und/oder Schädigung wird insbesondere ein elektrisches Kurzschließen
und/oder mechanisches Hemmen verstanden.
[0008] Die Wirkmittelanordnung ist ausgebildet, mittels der Treibanordnung, einer Treibladung,
einem Träger, einem Lenkflugkörper auf eine Flugbahn geschossen und/oder gebracht
zu werden. Insbesondere ist die Flugbahn auf ein Ziel, zum Beispiel dem Elektromotor
und/oder das Luftfahrzeug gerichtet. Die Wirkmittelanordnung ist vorzugsweise ausgebildet,
die Flugbahn zu durchfliegen. Insbesondere folgt das anzugreifende Luftfahrzeug einer
Zielflugbahn, wobei diese beispielsweise durch Schätzung und/oder Extrapolieren als
Schätzflugbahn in die Zukunft planbar und/oder abschätzbar ist. Insbesondere ist die
Flugbahn ausgebildet und/oder festgelegt einen Schnittpunkt mit der Schätzflugbahn
aufzuweisen.
[0009] Die Wirkmittelanordnung umfasst eine Verteileinrichtung und ein Fremdkörperreservoir.
Insbesondere können die Fremdkörperreservoir und die Verteileinrichtung ein gemeinsames
Modul bilden. Die Verteileinrichtung und das Fremdkörperreservoir sind vorzugsweise
zur Anordnung innerhalb einer Hülle, zum Beispiel einer Hülle des Geschosses, der
Granate oder der Rakete ausgebildet.
[0010] Das Fremdkörperreservoir umfasst zum Beispiel einen Hohlraum und/oder bildet ein
Gefäß zur Aufnahme eines Stoffes. Insbesondere kann die Wirkmittelanordnung eine Mehrzahl
an Fremdkörperreservoirs aufweisen, zum Beispiel zur Aufnahme unterschiedlicher Stoffe.
Das Fremdkörperreservoir umfasst als Stoff einen Hemmstoff und/oder der Hemmstoff
ist in dem Fremdkörperreservoir aufgenommen. Insbesondere können bei einer Mehrzahl
an Fremdkörperreservoirs diese unterschiedliche Hemmstoffe umfassen. Der Hemmstoff
ist insbesondere pulverförmig ausgebildet und/oder so ausgebildet, dass er bei der
Verteilung pulverförmig wird. Vorzugsweise ist der Hemmstoff elektrisch leitfähig
und/oder metallisch ausgebildet.
[0011] Die Verteileinrichtung ist ausgebildet, den Hemmstoff freizusetzen und/oder zu verteilen.
Insbesondere ist das Freisetzen als ein Verteilen des Hemmstoffes in einer räumlichen
Umgebung ausgebildet. Die Verteileinrichtung verteilt den Hemmstoff auf mindestens
einem Abschnitt der Flugbahn der Wirkmittelanordnung. Zum Beispiel ist die Verteileinrichtung
ausgebildet, den Hemmstoff in einem Schnittpunkt von Flugbahn und Schätzflugbahn freizusetzen
oder in einem vorgegebenen Abstand von Wirkmittelanordnung und Ziel. Abschnittsweises
Freisetzen ist beispielsweise als ein einmaliges punktuelles, kurzzeitiges oder längeres
Freisetzen ausgebildet, alternativ kann auch ein mehrmaliges, räumlich und/oder zeitversetztes
Freisetzen vorgesehen sein. Die Verteileinrichtung ist ausgebildet, den Hemmstoff
als Partikelwolke, zum Beispiel Staubwolke, freizusetzen. Die Partikelwolke weist
dabei eine Geometrie, insbesondere Form und Ausdehnung, auf, wobei die Form beispielsweise
kugelförmig ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Verteileinrichtung ausgebildet,
die Freisetzung so zu initiieren, dass ein maximaler Durchmesser der Partikelwolke
auf der Schätzflugbahn liegt. Vorzugsweise ist die Partikeldichte innerhalb der Partikelwolke
konstant.
[0012] Der Hemmstoff umfasst magnetische Partikel und/oder ist durch magnetische Partikel
gebildet. Die Partikelwolke ist gebildet und/oder umfasst die magnetischen Partikel.
Die magnetischen Partikel können als ferromagnetische, paramagnetische oder diamagnetische
Partikel ausgebildet sein. Insbesondere kann der Hemmstoff eine Mischung aus diamagnetischen,
paramagnetischen und/oder ferromagnetischen Partikeln umfassen. Diamagnetische Partikel
umfassen beispielsweise Aluminium, Beryllium, Kupfer und/oder Zink. Paramagnetische
Partikel umfassen beispielsweise Alkali- und/oder Erdalkalimetalle, Seltenerdner und/oder
Magnetit. Ferromagnetische Partikel umfassen vorzugsweise Eisen, Stahl, Kobalt und/oder
Chromdioxid.
[0013] Der Erfindung liegt die Überlegung zu Grunde, mittels einer Wirkmittelanordnung eine
Staubwolke aus magnetischen Partikeln zu erzeugen, insbesondere in einem Bereich auf
der Schätzflugbahn und/oder in der Nähe des Ziels, zum Beispiel dem Luftfahrzeug,
dem Elektromotor und/oder der Elektronik. Durch Wechselwirkung der magnetischen Partikel
mit dem Ziel kommt es zu elektrischen Kurzschlüssen und/oder mechanischer Hemmung,
wie Reibung, Verklemmung und/oder Verstopfung. Die Erfindung basiert darauf, dass
magnetische Partikel mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit in das Ziel, insbesondere
den Elektromotor, eine Steuerung, in Elektronik oder das Luftfahrzeug gelangen und
dort wechselwirken können.
[0014] Die Erfindung hat den Vorteil, dass bei verbesserter Schädigung, Störung und/oder
Wechselwirkung mit dem Ziel geringere Kollateralschäden zu erwarten sind. Ferner ist
der Hemmstoff, die Verteileinrichtung und/oder das Fremdstoffreservoir in viele Systeme,
insbesondere Geschosse, integrierbar. Da kaum kinetische Energie für die Wirkung der
Partikel benötig wird, kann der Gewichtsanteil des Hemmstoffes erhöht werden.
[0015] Besonders bevorzugt ist es, dass die magnetischen Partikel eine mittlere Partikelgröße
zwischen 10 und 20 Mikrometer aufweisen. Insbesondere kann die Partikelgröße auch
zwischen 1 und 2000 Mikrometer liegen, vorzugsweise kann die Partikelgröße zwischen
5 und 50 Mikrometer betragen. Als Partikelgröße wird beispielsweise ein mittlerer
Partikeldurchmesser verstanden. Insbesondere kann die Partikelgröße durch Siebung
bestimmt werden. Der Hemmstoff kann insbesondere unterschiedliche Partikel umfassen,
beispielsweise Partikel unterschiedlicher Materialien und/oder mit unterschiedlichen
mittleren Partikelgrößen.
[0016] Dieser Ausgestaltung liegt die Überlegung zu Grunde, dass bei ausreichend kleiner
Partikelgröße die Dauer und/oder das Wirkvolumen als Partikelwolke erhöht wird. Andererseits
ist eine Mindestgröße für die Partikel förderlich für eine effiziente Verteilung und
ein Verhindern der Verklumpung.
[0017] Im Speziellen weist die Wirkmittelanordnung eine Mehrzahl an Fremdstoffreservoirs
und Verteileinrichtungen auf, insbesondere mit unterschiedlichen Partikeln und/oder
Partikelgrößen in den Hemmstoffen, wobei die Freisetzung, insbesondere Art, die Geometrie,
die Partikeldichte für die unterschiedlichen Partikel und/oder Partikelgrößen unterschiedlich
gewählt ist und/oder erfolgt.
[0018] Die Wirkmittelanordnung weist insbesondere eine Auslöseeinrichtung auf. Die Auslöseeinrichtung
kann beispielsweise als ein Zünder ausgebildet sein und/oder umfasst eine Steuerung,
insbesondere eine sensorbasierte, intelligente und/oder elektronische Steuerung. Die
Auslöseeinrichtung ist ausgebildet, die Verteileinrichtung zur Verteilung des Hemmstoffes
auszulösen, zu initiieren und/oder zu steuern.
[0019] Die Auslöseeinrichtung umfasst und/oder bildet beispielsweise einen Annäherungszünder.
Beispielsweise ist der Annäherungszünder ausgebildet, einen Abstand zum Ziel zu bestimmen
und/oder basierend auf dem Abstand die Verteileinrichtung zur Freisetzung aufzulösen.
Beispielsweise ist der Annäherungszünder ausgebildet, bei Annäherung an das Ziel bis
auf einen Sollabstand die Freisetzung auszulösen. Ferner kann die Auslöseeinrichtung
einen tempierten Zünder umfassen und/oder bilden. Der tempierte Zünder ist beispielsweise
ausgebildet, die Freisetzung nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit auszulösen, wobei
die vorgegebene Zeit beispielsweise eine geschätzte und/oder berechnete Zeit darstellt,
die die Wirkmittelanordnung von Abschuss (t=0) bis Abschnitt zum Verteilen des Hemmstoffs
benötigt.
[0020] Die Verteileinrichtung ist ausgebildet, den Hemmstoff als spurförmige Partikelwolke
und gegebenenfalls zusätzlich auch als ausgedehnte Partikelwolke freizusetzten und/oder
zu verteilen. Insbesondere erfolgt die Verteilung als Partikelwolke entlang der Flugbahn,
beispielsweise durch andauerndes, zeitweise und/oder dosiertes Freisetzen des Hemmstoffes
während des Flugs der Wirkmittelanordnung entlang der Flugbahn. Dieser Ausgestaltung
liegt die Überlegung zu Grunde, durch eine räumliche Ausdehnung der Partikelwolke
die Wechselwirkungswahrscheinlichkeit mit dem Ziel zu erhöhen.
[0021] Im Speziellen ist die Verteileinrichtung zur dosierten Verteilung und/oder Freisetzung
des Hemmstoffs, insbesondere der Partikel, ausgebildet. Beispielsweise ist die dosierte
Freisetzung ausgebildet als die Freisetzung einer bestimmten Menge, z. B. Masse oder
Volumen, an Hemmstoff und/oder die Freisetzung über ein bestimmtes Zeitintervall,
im Speziellen auch dosiert als lokale räumliche oder zeitliche Dosierung. Dieser Ausgestaltung
liegt die Überlegung einer gezielten und ressourcenschonenden Wirkstoffanordnung zu
Grunde.
[0022] Vorzugsweise umfasst und/oder bildet die Verteileinrichtung eine pyrotechnische Ladung.
Insbesondere ist die pyrotechnische Ladung angeordnet und/oder ausgebildet nach und/oder
durch ihre Zündung den Hemmstoff, insbesondere die Partikel, als Partikelwolke zu
verteilen und/oder freizusetzen. Beispielsweise ist die pyrotechnische Ladung ausgebildet,
durch ihre Detonation den Hemmstoff zu verteilen und/oder freizusetzten. Im Speziellen
kann die pyrotechnische Ladung ausgebildet und/oder angeordnet sein, den Hemmstoff
in die Partikel zu zerkleinern, Agglomerationen und/oder Verklumpungen des Hemmstoffs
aufzubrechen und/oder die Partikel weiter zu zerkleinern.
[0023] Optional weist die Wirkmittelanordnung eine Sensoreinrichtung auf. Die Sensoreinrichtung
ist ausgebildet zur Thermik- und/oder Windüberwachung. Beispielsweise ist die Sensoreinrichtung
ausgebildet eine Thermikkenngröße und/oder eine Windströmungskenngröße zu bestimmen,
beispielsweise Aufwinde, Windrichtungen und/oder Windgeschwindigkeiten. Der Verteileinrichtung
und/oder Auslöseeinrichtung sind vorzugsweise die Thermikkenngröße und/oder die Windströmungskenngröße
bereitgestellt, wobei die Verteileinrichtung und/oder Auslöseeinrichtung ausgebildet
ist, das Freisetzten, beispielsweise Zeitpunkt, Ort und/oder Dosierung, basierend
auf der Thermikkenngröße und/oder Windströmungskenngröße zu bestimmen, durchzuführen,
zu starten und/oder auszulösen. Dieser Ausgestaltung liegt die Überlegung zu Grunde,
eine verbesserte Wirkmittelanordnung bereitzustellen, wobei zur Effizienzsteigerung
Winde und/oder Thermik berücksichtigt und/oder genutzt werden.
[0024] Einen Gegenstand der Erfindung bildet ein Geschoss. Das Geschoss umfasst die Wirkmittelanordnung
wie vorher beschrieben und eine Treibanordnung. Die Treibanordnung kann beispielsweise
einen Träger bilden und/oder eine Hülle zur Aufnahme der Wirkmittelanordnung aufweisen.
Die Treibanordnung umfasst beispielsweise eine Treibladung zur Verschießen und/oder
zum Fliegen der Wirkmittelanordnung entlang der Flugbahn. Die Wirkmittelanordnung,
im Speziellen die Verteileinrichtung, ist ausgebildet, den Hemmstoff, insbesondere
die Partikel, als Partikelwolke auf mindestens einem Abschnitt der Flugbahn freizusetzen
und/oder zu verteilen. Beispielsweise ist die Verteileinrichtung ausgebildet, den
Hemmstoff während des Fluges der Wirkmittelanordnung freizusetzten und/oder zu verteilen.
Die Partikel des Hemmstoffes und die Partikel der Partikelwolke sind vollständige
oder teilweise magnetisch ausgebildet.
[0025] Der Erfindung liegt die Überlegung zu Grunde ein Geschoss, insbesondere einen Flugkörper
bereitzustellen, der zur Schädigung, Abwehr und/oder Störung eines Ziels, insbesondere
eines Luftfahrzeugs, eines Elektromotors und/oder von Elektronik, effektiv eingesetzt
werden kann, wobei die Wirkmittelanordnung mit dem Hemmstoff durch die Treibanordnung
auf eine Flugbahn zum Ziel gebracht wird und auf der Flugbahn in Wechselwirkungsnähe
mit dem Ziel die Partikelwolke freisetzt.
[0026] Das Geschoss umfasst optional eine Flugplanungseinrichtung. Die Flugplanungseinrichtung
kann ein Softwaremodul oder Hardwaremodul bilden. Die Flugplanungseinrichtung ist
ausgebildet, für das Ziel, im Speziellen das Luftfahrzeug, eine Schätzflugbahn zu
bestimmen. Beispielsweise basierend auf einer festgestellten Position des Ziels, einer
Geschwindigkeit und/oder einer Beschleunigung des Ziels. Die Verteileinrichtung und/oder
die Auslöseeinrichtung ist zum Beispiel ausgebildet, den Hemmstoff als Partikelwolke
in einem Abschnitt und/oder Bereich der Schätzflugbahn freizusetzen und/oder zu verteilen,
insbesondere in einem Bereich der Schätzflugbahn vor der aktuellen Position des Ziels.
Diese Ausgestaltung ermöglicht eine zielgenaue und/oder optimierte Störung, Schädigung
und/oder Abwehr des Ziels.
[0027] Das Geschoss umfasst eine Flugsteuerungseinrichtung. Die Flugsteuerungseinrichtung
kann insbesondere die Flugplanungseinrichtung umfassen. Die Flugsteuerungseinrichtung
ist ausgebildet, das Geschoss zu steuern, dem Ziel mindestens zeitweise und/oder abschnittsweise
vorauszufliegen, im Speziellen entlang der Schätzflugbahn vorauszufliegen. Die Verteileinrichtung
und/oder die Auslöseeinrichtung sind ausgebildet, die Partikelwolke zu erzeugen und/oder
den Hemmstoff zu verteilen, während des Vorausfliegens vor dem Ziel, insbesondere
dauerhaft während des Vorausfliegens zu verteilen oder nur dosiert und/oder zeitweise
zu verteilen.
[0028] Das Geschoss ist vorzugsweise als Rakete, Lenkflugkörper oder Granate ausgebildet.
Im Speziellen ist das Geschoss als eine 40 mm Kaliber oder ein 120 mm Kaliber ausgebildet.
Beispielsweise ist das Geschoss als eine 40 mm x 53 HV Granate mit Zerlegungsladung
als Verteileinrichtung und Annäherungszünder ausgebildet.
[0029] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Abwehr, Schädigung und/oder Störung
eines Ziels, insbesondere eines Luftfahrzeugs, eines Elektromotors und/oder von Elektronik.
Das Verfahren dient zum Beispiel dem Kurzschließen von Elektronik und/oder von Elektrik,
sowie alternativ oder ergänzend der mechanischen Hemmung, zum Beispiel einer Welle,
einer Rotationsbewegung oder einer Translationsbewegung. Das Verfahren sieht die Verbringung
der Wirkmittelanordnung wie vorher beschreiben vor, beispielsweise durch Verschießen
und/oder mittels eines gesteuerten Flugkörpers.
[0030] Die Wirkmittelanordnung folgt dabei der Flugbahn, wobei mindestens auf einem Abschnitt
der Flugbahn der Hemmstoff als Partikelwolke freigesetzt wird. Die Partikelwolke wird
in einem Bereich um das Ziel, insbesondere vor dem Ziel, erzeugt, wobei der Bereich
so gewählt ist, dass das Ziel die Partikelwolke mindestens teilweise durchfliegt und/oder
in der Partikelwolke angeordnet ist. Die magnetischen Partikel der Partikelwolke setzten
sich besonders in Bereich der Elektronik, der Elektrik, dem Elektromotor und/oder
im Bereich bewegender Teile ab. Die magnetischen Partikel werden insbesondere durch
einen Elektromagneten oder Dauermagneten des Elektromotors (bzw. Ziel) angezogen und
ins System gebracht. Ferner werden die magnetischen Partikel durch elektrische und/oder
magnetische Felder der Elektronik und/oder Elektrik angezogen und ins System gebracht.
Bewegende Teile, wie insbesondere Rotationsbewegungen, im Speziellen Wellen und/oder
Läufer, ziehen magnetische Partikel beispielsweise aufgrund von strömungstechnischer
Sogwirkung an. Die ins System gekommenen magnetischen Partikel können so gezielt Kurschlüsse
und/oder mechanische Hemmung im Ziel erzeugen und dieses effektive Abwehren und/oder
Schädigen.
[0031] Weitere Merkmale, Wirkungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie der beigefügten
Figur. Dabei zeigt:
- Figur 1
- schematisch ein Ausführungsbeispiel ein Geschoss zur Abwehr eines Ziels.
[0032] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Geschosses 1. Das Geschoss 1 ist als
eine Granate, insbesondere als eine 40 mm Granate ausgebildet. Die Granate ist zur
Abwehr eines Zieles 2 verschossen und folgt einer Flugbahn 3. Die Flugbahn 3 ist dabei
zum Ziel 2 gerichtet, wobei auch eine zukünftige Position 4, auch Schätzposition genannt,
als Ziel für die Flugbahn 3 dienen kann. Die Schätzposition ist ein Punkt und/oder
Abschnitt einer Schätzflugbahn 5. Die Schätzflugbahn 5 ist beispielsweise eine Extrapolierung
einer aktuellen Position des Ziels 2 in die Zukunft, insbesondere basierend auf einer
Geschwindigkeit und Beschleunigung des Ziels 2 und/oder basierend auf einer Umgebung
und/oder Topographie. Die Position 4 ist vorzugsweise der Schnittpunkt, insbesondere
auch in einer Projektion, der Flugbahn 3 und der Schätzflugbahn 5.
[0033] Das Geschoss 1 weist eine Hülle 6 auf. In der Hülle 6 sind ein Fremdstoffreservoir
7, eine Verteileinrichtung 8 und eine Auslöseeinrichtung 9 angeordnet. Das Fremdstoffreservoir
7 bildet eine Aufnahme, zum Beispiel einen Hohlraum oder Gefäß, zur Aufnahme eines
Hemmstoffes 10. Der Hemmstoff 10 ist in dem Fremdstoffreservoir 7 angeordnet. Der
Hemmstoff 10 umfasst und/oder bildet ein Pulver, wobei das Pulver magnetische Partikel
umfasst, zum Beispiel paramagnetische oder ferromagnetische. Die Partikel weisen insbesondere
eine mittlere Partikelgröße zwischen 10 und 50 Mikrometer auf. Die Partikel sind im
Speziellen elektrisch leitfähig. Die Verteileinrichtung 8 ist mit der Auslöseeinrichtung
9 wirkverbunden, zum Beispiel signaltechnisches oder pyrotechnisch. Ferner ist die
Verteileinrichtung 8 wirkverbunden mit dem Fremdstoffreservoir 7. Die Auslöseeinrichtung
9 ist ausgebildet die Verteileinrichtung 8 auszulösen und/oder zu initiieren. Das
Auslösen und/oder Initiieren bewirkt das Verteilen des Hemmstoffes 10 als Partikelwolke.
Die Auslöseeinrichtung 9 ist zum Beispiel ausgebildet, die Verteileinrichtung 8 an
der Position 4, also im Schnittbereich zwischen Flugbahn 3 des Geschosses 1 und der
Schätzflugbahn 5 des Ziels 2 auszulösen. Dazu kann die Auslöseeinrichtung 9 als tempierter
Auslöser und/oder Zünder oder positionsabhängiger, zum Beispiel GPS-gesteuerter, Auslöser
und/oder Zünder ausgebildet sein.
[0034] Die Verteileinrichtung 7 ist ausgebildet die die Partikelwolke als ausgedehnte Wolke,
zum Beispiel Staubwolke, an der Position 4 durch Verteilung und/oder Ausstoßen des
Hemmstoffes 10 in die Umgebung zu erzeugen. Beispielsweise hat die Partikelwolke eine
Rotationssymmetrie und/oder ist kugelförmig ausgebildet. Das Ziel 2 das der Schätzbahn
5 folgen wird, wird somit die Position 4 und damit die Partikelwolke passieren und
durchfliegen müssen, sodass es zu einer Wechselwirkung zwischen Ziel 2 und der Partikelwolke
kommt.
[0035] Das Ziel 2 ist als Luftfahrzeug ausgebildet, hier als eine Drohne. Das als Drohne
ausgebildete Ziel 2 umfasst Elektromotoren 11, zum Beispiel als Antrieb und/oder Steuerung.
Die Elektromotoren 11 weisen eine elektronische und elektrische Steuerung, einen Stator,
einen Rotor und einen Wellenabschnitt auf. Die magnetischen Partikel der Partikelwolke
lagern sich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit im Bereich des Elektromotors 11, des Stators,
des Rotors, der Steuerung und/oder des Wellenabschnitts ein, da die Partikel hier
durch Magnetfelder, elektrische Felder und/oder entstehende Luftströmungen angezogen
werden. Die angezogenen und/oder abgelagerten Partikel führen zu elektrischen Kurzschlüssen,
mechanischer Reibung und Hemmung, sodass das Ziel 2 flugunfähig wird und abgewehrt
ist.
Bezuaszeichenliste
[0036]
- 1
- Geschoss
- 2
- Ziel
- 3
- Flugbahn
- 4
- Position
- 5
- Schätzflugbahn
- 6
- Hülle
- 7
- Fremdstoffreservoir
- 8
- Verteileinrichtung
- 9
- Auslöseeinrichtung
- 10
- Hemmstoff
- 11
- Elektromotor
1. Geschoss (1) mit einer Treibanordnung oder einem Träger und einer Wirkmittelanordnung
zur Abwehr, Störung und/oder Schädigung eines Ziels (2), insbesondere eines Luftfahrzeugs
und/oder eines Elektromotors (11), wobei die Wirkmittelanordnung ausgebildet ist,
mittels einer Treibanordnung und/oder eines Trägers auf eine Flugbahn (3) zur Abwehr
des Zieles (2) gebracht zu werden, und die Wirkmittelanordnung enthält:
eine Verteileinrichtung (8) und ein Fremdkörperreservoir (7), wobei das Fremdkörperreservoir
(7) einen Hemmstoff (10) umfasst,
wobei die Verteileinrichtung (8) ausgebildet ist, den Hemmstoff (10) auf mindestens
einem Abschnitt der Flugbahn (3) als Partikelwolke freizusetzen,
wobei der Hemmstoff (10) magnetische Partikel umfasst und oder bildet,
wobei die Treibanordnung oder der Träger ausgebildet ist, die Wirkmittelanordnung
auf die Flugbahn (3) zu bringen, das Geschoss (1) umfassend eine Flugsteuerungseinrichtung
zur Steuerung des Flugs des Geschosses (1),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flugsteuerungseinrichtung ausgebildet ist, das Geschoss (1) zu steuern, mindestens
zeitweise und/oder abschnittsweise dem Ziel vorauszufliegen,
wobei die Verteileinrichtung (8) ausgebildet ist, den Hemmstoff (10) während des Vorausflugs
vor dem Ziel (2) freizusetzen,
und wobei die Verteileinrichtung (8) ausgebildet ist, den Hemmstoff (10) als spurförmige
Partikelwolke entlang der Flugbahn (3) durch Freisetzen des Hemmstoffs (10) über ein
Zeitintervall freizusetzen.
2. Geschoss (1) nach Anspruch 1,
die Wirkmittelanordnung dadurch gekennzeichnet,
dass die magnetischen Partikel eine mittlere Partikelgröße zwischen 1 und 2000 Mikrometer
aufweisen.
3. Geschoss (1) nach Anspruch 1 oder 2,
die Wirkmittelanordnung gekennzeichnet durch eine Auslöseeinrichtung (9), wobei die Auslöseeinrichtung (9) ausgebildet ist, die
Verteileinrichtung (8) zur Verteilung des Hemmstoffs (10) auszulösen.
4. Geschoss (1) nach Anspruch 3,
die Wirkmittelanordnung dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslöseeinrichtung (9) einen Annäherungszünder und/oder einen tempierten Zünder
umfasst.
5. Geschoss (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
die Wirkmittelanordnung dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteileinrichtung (8) ausgebildet ist, den Hemmstoff (10) zusätzlich auch als
ausgedehnte Partikelwolke entlang der Flugbahn (3) durch Freisetzen des Hemmstoffs
(10) über ein Zeitintervall freizusetzen.
6. Geschoss (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
die Wirkmittelanordnung dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteileinrichtung (8) zur dosierten Verteilung und/oder Freisetzung des Hemmstoffes
(10) ausgebildet ist.
7. Geschoss (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
die Wirkmittelanordnung dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteileinrichtung (8) eine pyrotechnische Ladung umfasst und/oder bildet.
8. Geschoss (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
die Wirkmittelanordnung gekennzeichnet durch eine Sensoreinrichtung zur Bestimmung einer Thermik- und/oder Windströmungskenngröße,
wobei die Verteileinrichtung (8) oder die Auslöseeinrichtung (9) ausgebildet ist,
das Freisetzten des Hemmstoffs (10) basierend auf der Thermik- und/oder Windströmungskenngröße
durchzuführen und/oder auszulösen.
9. Geschoss (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Flugplanungseinrichtung,
wobei die Flugplanungseinrichtung ausgebildet ist, eine zukünftige Schätzflugbahn
(5) für das Ziel (2) zu bestimmen,
wobei die Verteileinrichtung (8) ausgebildet ist, den Hemmstoff (10) auf in einem
Bereich der Schätzflugbahn (5) freizusetzen.
10. Geschoss (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Geschoss (1) eine Granate, eine Rakete oder einen Lenkflugkörper bildet.
11. Verfahren zur Abwehr, Schädigung und/oder Störung eines Zieles (2), insbesondere eines
Elektromotors (11) und/oder Luftfahrzeugs,
wobei das Geschoss (1) nach einem der vorherigen Ansprüche auf die Flugbahn (3) gebracht
wird,
wobei der Hemmstoff (10) als Partikelwolke in einem Bereich vor das Ziel (2) freigesetzt
wird,
wobei die magnetischen Partikel des Hemmstoffes (10) in der Partikelwolke das Ziel
(2) kurzschließen und/oder mechanisch hemmen.
1. Projectile (1) with a propelling assembly or a launch means and an effector assembly
for repelling, disrupting and/or damaging a target (2), in particular an aircraft
and/or an electric motor (11),
the effector assembly being configured to be brought by means of a propelling assembly
and/or a launch means onto a trajectory (3) for repelling the target (2), and the
effector assembly comprising:
a distributing device (8) and a foreign body reservoir (7), the foreign body reservoir
(7) comprising a suppressor substance (10),
the distributing device (8) being configured to release the suppressor substance (10)
as a particle cloud on at least one portion of the trajectory (3),
the suppressor substance (10) comprising and/or forming magnetic particles,
the propelling assembly or the launch means being configured to bring the effector
assembly onto the trajectory (3),
the projectile (1) comprising a flight control device for controlling the flight of
the projectile (1),
characterized in that
the flight control device is configured to control the projectile (1) to fly ahead
of the target at least temporarily and/or in sections,
the distributing device (8) being configured to release the suppressor substance (10)
while flying ahead of the target (2),
and the distributing device (8) being configured to release the suppressor substance
(10) as a trail-shaped particle cloud along the trajectory (3) by way of the suppressor
substance (10) being released over a period of time.
2. Projectile (1) according to Claim 1,
the effector assembly being characterized
in that the magnetic particles have a mean particle size between 1 and 2000 micrometres.
3. Projectile (1) according to Claim 1 or 2,
the effector assembly being characterized by a triggering device (9),
the triggering device (9) being configured to trigger the distributing device (8)
in order to distribute the suppressor substance (10).
4. Projectile (1) according to Claim 3,
the effector assembly being characterized
in that the triggering device (9) comprises a proximity fuse and/or a timed fuse.
5. Projectile (1) according to one of the preceding claims,
the effector assembly being characterized
in that the distributing device (8) is configured to also additionally release the suppressor
substance (10) as a widespread particle cloud along the trajectory (3) by way of the
suppressor substance (10) being released over a period of time.
6. Projectile (1) according to one of the preceding claims,
the effector assembly being characterized
in that the distributing device (8) is configured for the metered distribution and/or release
of the suppressor substance (10).
7. Projectile (1) according to one of the preceding claims,
the effector assembly being characterized
in that the distributing device (8) comprises and/or forms a pyrotechnic charge.
8. Projectile (1) according to one of the preceding claims,
the effector assembly being characterized by a sensor device for determining a thermal and/or wind flow parameter,
the distributing device (8) or the triggering device (9) being configured to carry
out and/or trigger the release of the suppressor substance (10) based on the thermal
and/or wind flow parameter.
9. Projectile (1) according to one of the preceding claims,
characterized by a flight planning device,
the flight planning device being configured to determine a future estimated trajectory
(5) for the target (2), the distributing device (8) being configured to release the
suppressor substance (10) in a region of the estimated trajectory (5).
10. Projectile (1) according to one of the preceding claims,
characterized
in that the projectile (1) forms a shell, a missile or a guided missile.
11. Method for repelling, disrupting and/or damaging a target (2), in particular an electric
motor (11) and/or aircraft,
the projectile (1) according to one of the preceding claims being brought onto the
trajectory (3),
the suppressor substance (10) being released as a particle cloud in a region ahead
of the target (2),
the magnetic particles of the suppressor substance (10) in the particle cloud short-circuiting
and/or mechanically stopping the target (2).
1. Projectile (1) avec un agencement de propulsion ou un support et un agencement d'agent
actif pour repousser, perturber et/ou endommager une cible (2), notamment un aéronef
et/ou un moteur électrique (11), l'agencement d'agent actif étant configuré pour être
amené sur une trajectoire de vol (3) au moyen d'un agencement de propulsion et/ou
d'un support pour repousser la cible (2), et l'agencement d'agent actif contenant
:
un dispositif de distribution (8) et un réservoir de corps étrangers (7), le réservoir
de corps étrangers (7) comprenant un inhibiteur (10),
le dispositif de distribution (8) étant configuré pour libérer l'inhibiteur (10) en
tant que nuage de particules sur au moins une section de la trajectoire de vol (3),
l'inhibiteur (10) comprenant et/ou formant des particules magnétiques,
l'agencement de propulsion ou le support étant configuré pour amener l'agencement
d'agent actif sur la trajectoire de vol (3),
le projectile (1) comprenant un dispositif de commande de vol pour commander le vol
du projectile (1),
caractérisé en ce que
le dispositif de commande de vol est configuré pour commander le projectile (1) pour
qu'il vole en avance de la cible au moins temporairement et/ou par sections,
le dispositif de distribution (8) étant configuré pour libérer l'inhibiteur (10) pendant
le vol en avance devant la cible (2),
et le dispositif de distribution (8) étant configuré pour libérer l'inhibiteur (10)
en tant que nuage de particules sous forme de traînées le long de la trajectoire de
vol (3) en libérant l'inhibiteur (10) sur un intervalle de temps.
2. Projectile (1) selon la revendication 1, l'agencement d'agent actif étant caractérisé en ce que les particules magnétiques ont une taille moyenne de particules comprise entre 1
et 2 000 micromètres.
3. Projectile (1) selon la revendication 1 ou 2, l'agencement d'agent actif étant caractérisé par un dispositif de déclenchement (9), le dispositif de déclenchement (9) étant configuré
pour déclencher le dispositif de distribution (8) pour la distribution de l'inhibiteur
(10).
4. Projectile (1) selon la revendication 3, l'agencement d'agent actif étant caractérisé en ce que le dispositif de déclenchement (9) comprend une fusée de proximité et/ou une fusée
temporisée.
5. Projectile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'agencement
d'agent actif étant caractérisé en ce que le dispositif de distribution (8) est configuré pour libérer en outre l'inhibiteur
(10) également en tant que nuage de particules étendu le long de la trajectoire de
vol (3) en libérant l'inhibiteur (10) sur un intervalle de temps.
6. Projectile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'agencement
d'agent actif étant caractérisé en ce que le dispositif de distribution (8) est configuré pour la distribution et/ou la libération
dosée de l'inhibiteur (10).
7. Projectile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'agencement
d'agent actif étant caractérisé en ce que le dispositif de distribution (8) comprend et/ou forme une charge pyrotechnique.
8. Projectile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'agencement
d'agent actif étant caractérisé par un dispositif de détection pour déterminer une caractéristique d'écoulement thermique
et/ou de vent, le dispositif de distribution (8) ou le dispositif de déclenchement
(9) étant configuré pour effectuer et/ou déclencher la libération de l'inhibiteur
(10) sur la base de la caractéristique d'écoulement thermique et/ou de vent.
9. Projectile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un dispositif de planification de vol, le dispositif de planification de vol étant
configuré pour déterminer une trajectoire de vol estimée future (5) pour la cible
(2), le dispositif de distribution (8) étant configuré pour libérer l'inhibiteur (10)
dans une zone de la trajectoire de vol estimée (5).
10. Projectile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le projectile (1) est une grenade, une roquette ou un missile guidé.
11. Procédé pour repousser, endommager et/ou perturber une cible (2), notamment un moteur
électrique (11) et/ou un aéronef, le projectile (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes étant placé sur la trajectoire de vol (3),
l'inhibiteur (10) étant libéré en tant que nuage de particules dans une zone devant
la cible (2),
les particules magnétiques de l'inhibiteur (10) dans le nuage de particules court-circuitant
et/ou inhibant mécaniquement la cible (2).