[0001] Die Anmeldung betrifft ein Zugangssystem, umfassend mindestens ein erstes Gate, eingerichtet
zum Ermöglichen eines Zugangs von einem ersten Bereich zu einem zweiten Bereich. Darüber
hinaus betrifft die Anmeldung ein Verfahren zum Betreiben eines Zugangssystems, eine
Zugangsanwendung, ein Verfahren zum Betreiben einer Zugangsanwendung und ein mobiles
Endgerät.
[0002] Zugangssysteme zum Kontrollieren eines Zugangs von einem ersten Bereich in einen
zweiten Bereich sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise kann der Zugang
(bzw. Eingang) von einem unkontrollierten Bereich zu einem kontrollierten Bereich
und/oder der Zugang (bzw. Ausgang) von einem kontrollierten Bereich zu einem unkontrollierten
Bereich mit Hilfe eines Zugangssystems gesteuert werden.
[0003] Ein Zugangssystem verfügt über mindestens ein Gate bzw. eine Durchgangssperre. Ein
Gate ist eingerichtet, zum selektiven Versperren und zum selektiven Ermöglichen eines
Zugangs von einem ersten Bereich zu einem zweiten Bereich. Durch ein Gate kann insbesondere
sichergestellt werden, dass nur autorisierte Nutzer das Gate passieren können, um
beispielsweise in den kontrollierten Bereich zu gelangen und/oder den kontrollierten
Bereich zu verlassen. Zugangssysteme werden beispielsweise bei Transportsystemen eingesetzt,
aber auch bei anderen Anwendungen, bei denen der Zugang von Nutzern kontrolliert werden
soll.
[0004] Bekannte Gates sind dazu konfiguriert, eine Zugangsberechtigung eines Nutzers vor
einer Freigabe eines Passierens des Gates zu prüfen. Beispielsweise sind Zugangssysteme
bekannt, bei dem ein Ticketmedium von einem Nutzer vor einer Freigabe geprüft wird.
Ein Nutzer kann über ein Ticketmedium mit einem von einer Schnittstelleneinrichtung
des Gates auslesbaren Zugangscode (bzw.
[0005] Authentifizierungsdatum) verfügen (z.B. Magnetstreifencode, Barcode, QR-Code, RFID-Kennung,
eine andere auslesbare Nutzer- oder Mobilgerätkennung etc.).
[0006] Im Ausgangszustand ist das Gate in der Regel gesperrt, das bedeutet, dass ein Sperrelement
des Gates einen Nutzer am Durchgehen durch das Gate physisch hindert. In anderen Fällen
kann das Gate im Ausgangszustand geöffnet sein und sich nur dann schließen, wenn ein
Nutzer ohne gültige Zugangsberichtung versucht, das Gate zu passieren. - Ohne Beschränkung
der Allgemeinheit wird nachfolgend davon ausgegangen, dass das Gate im Ausgangszustand
gesperrt ist und bei eine positiven Prüfung der Zugangsberechtigung eines Nutzers
für das Durchgehen des Nutzers geöffnet werden soll.
[0007] Ein (lokales) Steuermodul des Gates und/oder ein kommunikativ mit dem Gate gekoppeltes
Backendsystem kann/können den ausgelesenen Zugangscode bzw. das ausgelesene Authentifizierungsdatum
prüfen und einen Zugang von einem ersten zu einem zweiten Bereich, also einen Durchgang
durch ein Gate, bei einem positiven Ergebnis freigeben. Fällt das Ergebnis negativ
aus und der Nutzer ist nicht berechtigt, bleibt das Gate gesperrt.
[0008] Um insbesondere die Nutzerfreundlichkeit von Zugangssystemen zu verbessern, ist es
aus dem Stand der Technik bekannt, mobile Endgeräte, wie Smartphones, zu verwenden.
Hierbei kann insbesondere auf dem mobilen Endgerät eines Nutzers eine Zugangsanwendung
in Form einer App installiert sein. Die Zugangsanwendung ist eingerichtet für eine
Kommunikation mit einem dem Gate zugeordneten Kommunikationsmodul, um insbesondere
dem Gate über einen drahtlosen Kommunikationskanal ein Authentifizierungsdatum des
mobilen Endgeräts bzw. des entsprechenden Nutzers zur oben beschriebenen Prüfung zur
Verfügung zu stellen. Dies erfolgt insbesondere automatisch, also ohne dass eine Nutzeraktion
erforderlich ist.
[0009] Problematisch ist jedoch, dass die Position eines mobilen Endgeräts nur mit geringer
Genauigkeit vor einem Gate bestimmt werden kann. Insbesondere bei einer Gateanordnung
bzw. einem Gatearray mit einer Vielzahl von Gates gestaltet es sich schwierig, das
richtige Gate zum richtigen Zeitpunkt (also nicht zu früh und nicht zu spät) zu öffnen,
um den entsprechenden Nutzer durch das Gate gehen zu lassen.
[0010] Zwar ist es bekannt, zusätzliche Sensorik im ersten Bereich, also dem Zugangsbereich,
zu installieren und zu nutzen, wie Kameras, Beacons etc., um die Positionsdaten des
mobilen Endgeräts bzw. des Nutzers zu bestimmen. Neben dem Nachteil eines erhöhten
Installationsaufwands solcher Sensorik können in der Praxis auch bei derartigen Zugangssystemen
keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden. Insbesondere kommt es bei einem
hohen Nutzeraufkommen zu Verzögerungen und entsprechend zu einer Durchsatzreduktion
oder zu ungewollt geöffneten Gates. Letzteres kann dazu führen, dass unberechtigte
Nutzer das Gate passieren können.
[0011] Daher liegt der Anmeldung die Aufgabe zugrunde, ein Zugangssystem bereitzustellen,
das eine Durchsatzerhöhung mit insbesondere reduziertem Installationsaufwand und gleichzeitig
eine Reduktion des Risikos eines Passierens durch unberechtigte Nutzer ermöglicht.
[0012] Die Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Anmeldung gelöst durch ein Zugangssystem
nach Anspruch 1. Das Zugangssystem umfasst mindestens ein erstes Gate, eingerichtet
zum Ermöglichen eines Zugangs von einem ersten Bereich zu einem zweiten Bereich. Das
erste Gate umfasst mindestens eine erste Gruppenantennenanordnung, eingerichtet zum
Verarbeiten mindestens eines Informationssignals, enthaltend mindestens einen modulierten
Signalabschnitt und mindestens einen unmodulierten Signalabschnitt. Die erste Gruppenantennenanordnung
umfasst eine Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten Gateantennen.
[0013] Indem im Gegensatz zum Stand der Technik anmeldungsgemäß ein Zugangssystem mit mindestens
einem Gate bereitgestellt wird, das über mindestens eine Gruppenantennenanordnung
verfügt, eingerichtet zum Verarbeiten eines Informationssignals, enthaltend mindestens
einen modulierten Signalabschnitt und mindestens einen unmodulierten Signalabschnitt,
wird bei dem Gate eine Durchsatzerhöhung mit insbesondere reduziertem Installationsaufwand
ermöglicht. Installationen weiterer Sensorik im Raum können entfallen. Gleichzeitig
kann das Risiko eines Passierens durch einen unberechtigten Nutzer reduziert werden.
[0014] Unter dem Verarbeiten eines Informationssignals durch mindestens eine Gruppenantennenanordnung
ist anmeldungsgemäß zu verstehen, dass die mindestens eine Gruppenantennenanordnung
das Informationssignal insbesondere empfangen und/oder aussenden kann.
[0015] Insbesondere ermöglicht eine Gruppenantennenanordnung die Auswertung wenigstens eines
unmodulierten Signalabschnitts eines Informationssignals, derart, dass Positionsdaten
eines mobilen Endgeräts, das mit der Gruppenanordnung mittels des mindestens einen
Informationssignals interagiert, mit einer besonders hohen Genauigkeit bestimmt werden
können. So ist anmeldungsgemäß erkannt worden, dass unter Verwendung des (speziellen)
Informationssignals und der (speziellen) Gruppenantennenanordnung eine Positionsbestimmung
eines mobilen Endgeräts mit einer Genauigkeit im Dezimeterbereich möglich ist, insbesondere
zwischen 0,3 m bis 0,5 m. Dies erlaubt wiederum ein Freigeben des richtigen Gates
zum richtigen Zeitpunkt.
[0016] Das anmeldungsgemäße Zugangssystem umfasst mindestens ein erstes Gate, welches zur
Kontrolle eines Zugangs von einem ersten Bereich in einen zweiten Bereich eingesetzt
wird. Vorzugsweise kann das Zugangssystem eine Mehrzahl von Gates umfassen, insbesondere
eine Gateanordnung mit einer Mehrzahl von Gates.
[0017] Das anmeldungsgemäße Zugangssystem kann eingesetzt werden, um den Zugang in und/oder
den Ausgang aus mindestens einem zweiten Bereich zu steuern. Beispielhafte und nicht
abschließende Einsatzgebiete eines anmeldungsgemäßen Zugangssystems sind Gebäude und/oder
Gebäudebereiche, wie Bürogebäude, Flughäfen, Bahnhöfe, Bahnsteige, Flugsteige, Wohnhäuser,
Schwimmbäder, Freizeitparks und dergleichen, und Fahrzeuge, wie Schienenfahrzeuge,
Busse oder Flugzeuge.
[0018] Ein Gate ist vorliegend eine Durchgangssperre zu und/oder von einem kontrollierten
Bereich. Beispielhafte Gates verfügen als Sperrelemente über schwenkbare, zurückziehbare
oder teleskopierbare Türen oder über Drehkreuze. Darüber hinaus gib es gibt es als
Sonderfälle Gates ohne Sperrelemente, die die Zulässigkeit oder Nicht-Zulässigkeit
des Durchgehens ausschließlich optisch und/oder akustisch anzeigen.
[0019] Das mindestens eine Gate ist in mindestens einer Richtung betreibbar. Es versteht
sich, dass ein Gate auch in zumindest zwei unterschiedlichen Richtungsbetriebsarten
betreibbar ist. Unter einer Richtungsbetriebsart ist vorliegend zu verstehen, in welcher
Richtung (Eingangsrichtung, Ausgangsrichtung oder in Ein- und Ausgangsrichtung) ein
Gate passiert werden kann.
[0020] Anmeldungsgemäß weist das erste Gate eine Gruppenantennenanordnung auf. Eine Gruppenantennenanordnung
(auch Phased Array Antenne genannt) weist eine Mehrzahl von benachbart zueinander
angeordneten Gateantennen auf. Die mindestens zwei Gateantennen einer Gruppenantennenanordnung
sind elektrisch miteinander verschaltet. Die Gateantennen weisen insbesondere eine
definierte Struktur und/oder eine definierte Position zueinander auf, insbesondere
einen definierten Abstand zueinander. Die Struktur und die Position können abhängig
zumindest von der Frequenz des zu verarbeitenden Informationssignals gewählt sein.
Beispielswiese können die Gateantennen parallel zueinander, jeweils mit dem gleichen
Abstand, angeordnet sein. Die Gateantennen sind insbesondere identisch geformt.
[0021] Eine Gateantenne ist zum Senden und/oder Empfangen eines Informationssignals ausgebildet.
Ein anmeldungsgemäßes Informationssignal ist insbesondere ein Datenpaketsignal mit
einem modulierten Signalabschnitt und einem unmodulierten Signalabschnitt eines elektromagnetischen
Signals. Der modulierte Signalabschnitt enthält in herkömmlicher Weise Dateninhalt
(z.B. preamble, access-address, PDU, CRC). Zusätzlich enthält ein anmeldungsgemäßes
Informationssignal einen unmodulierten Signalabschnitt (z.B. 1 bis 300 µs unmodulierte
Signaldauer, vorzugsweise 16 bis 160 µs). Der unmodulierte Signalabschnitt stellt
eine konstante Frequenz zur Verfügung, die zur Positionsbestimmung ausgewertet werden
kann.
[0022] Der unmodulierte Signalabschnitt zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht Träger
von Dateninhalt ist. Anders ausgedrückt ist der unmodulierte Signalabschnitt nicht
frequenzmoduliert und nicht amplitudenmoduliert (und nicht phasenmoduliert). Der unmodulierte
Signalabschnitt kann jedoch signaltechnisch demoduliert werden. Der unmodulierte Signalabschnitt
wird dabei in einem sogenannten I&Q-Verfahren in zwei Wege aufgeteilt, der eine Weg
der Demodulation wird mit der originalen Phasenlage (englisch: in phase) durchgeführt
und ergibt die I-Daten, der zweite Weg wird mit um 90° phasenverschobener Referenzfrequenz
durchgeführt und ergibt die Q-Daten (englisch: quadrature).
[0023] Vorzugsweise ist das Informationssignal ein Nahfeld-Informationssignal, z.B. basierend
auf einer der Technologien, wie Bluetooth, Wibree, WiMAX, ZigBee, WLAN oder NFC. Vorzugsweise
kann das Informationssignal ein Bluetooth-Informationssignal sein, besonders bevorzugt
ein Bluetooth-Informationssignal der Version 5.X (oder einer höheren Version).
[0024] Das Informationssignal kann vorzugsweise ein Advertising-Signal sein. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform kann das Advertising-Signal ein Bluetooth Low Energy (BLE)
Signal (zumindest der Version 5.X) sein. Ein BLE-Advertising-Signal kann insbesondere
von nahezu jedem mobilen Endgerät, insbesondere mit einem marktüblichen Betriebssystem
(z.B. Apple iOS, Google Android, Microsoft Windows Mobile, Microsoft Mobile Phone,
Blackberry OS, Symbian OS, Firefox OS, Tizen, Aliyun OS), aussendbar, empfangbar und
auswertbar sein.
[0025] In einem Fall kann das Zugangssystem durch ein einzelnes Gate (oder durch eine Gateanordnung
mit einer Mehrzahl von Gates) gebildet sein.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann
die erste Gruppenantennenanordnung mindestens eine mit den Gateantennen (elektrisch)
gekoppelte Gate-Empfangseinrichtung umfassen. Anders ausgedrückt, dient die erste
Gruppenantennenanordnung zum Empfangen von Informationssignalen.
[0027] Jede Gateantenne kann eine Empfangs-Gateantenne sein, und insbesondere für den Empfang
von Informationssignalen abgestimmt sein. Jede der Gateantennen ist mit der Gate-Empfangseinrichtung
elektrisch verbunden, um insbesondere die jeweils empfangenen Informationssignale
der Gate-Empfangseinrichtung als Antennensignale zur Verfügung zu stellen. Die Gate-Empfangseinrichtung
ist zur Weiterverarbeitung der Antennensignale eingerichtet.
[0028] Insbesondere kann die Gate-Empfangseinrichtung eingerichtet sein zum Bestimmen von
Positionsdaten eines das Informationssignal aussendenden mobilen Endgeräts. Dies kann
basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt eines empfangenen Informationssignals
erfolgen. Positionsdaten sind vorliegend (systemweit einheitliche) Koordinaten, die
insbesondere eindeutig die Position (in der Regel einen Positionsbereich aufgrund
von Messtoleranzen) des Senders des Informationssignals in Bezug zum Empfänger (also
vorliegend einer Gruppenantennenanordnung) definieren. Bei einer (später näher beschriebenen)
Ausführungsform, bei dem ein Informationssignal von einer Gruppenantennenanordnung
ausgesendet wird, sind Positionsdaten insbesondere (systemweit einheitliche) Koordinaten,
die insbesondere eindeutig die Position (in der Regel einen Positionsbereich aufgrund
von Messtoleranzen) des Empfängers des Informationssignals in Bezug zum Sender (also
hier der Gruppenantennenanordnung) definieren.
[0029] Beispielsweise kann ein Polarkoordinatensystem verwendet werden, bei dem beispielsweise
die Gruppenantennenanordnung, der geometrische Mittelpunkt der Gruppenantennenanordnung
oder ein festgelegter anderer geometrischer Punkt des Gates den Ursprung des Polarkoordinatensystems
bildet. Der Abstand vom Ursprung kann mit Radius (r) bzw. Radialkoordinate bezeichnet
werden und ein Winkeldatum bzw. Winkel kann mit Winkelkoordinate (ϕ) bezeichnet werden.
Es versteht sich, dass andere Koordinatensysteme, wie ein kartesisches Koordinatensystem,
verwendet werden können.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann jede
der Gateantennen eingerichtet sein zum Bereitstellen eines Antennensignals. Dies kann
basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt des empfangenen Informationssignals
erfolgen.
[0031] Es versteht sich, dass auch der modulierte Signalabschnitt als Antennensignal bereitgestellt
werden kann, um den darin enthaltenen Dateninhalt (payload) weiterverarbeiten zu können.
Zur Bestimmung der Positionsdaten wird im Wesentlichen das Antennensignal verwendet,
das den unmodulierten Signalabschnitt abbildet. Beispielsweise kann das Antennensignal
ein Teil eines Gesamtantennensignals sein. Die Gate-Empfangseinrichtung kann mindestens
ein Demodulationsmodul umfassen, eingerichtet zum Demodulieren der bereitgestellten
Antennensignale.
[0032] Vorzugsweise kann, gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems,
das Demodulationsmodul eingerichtet sein zum Demodulieren der bereitgestellten Antennensignale,
derart, dass für jedes der Antennensignale ein Amplitudendatum und ein Phasendatum
des unmodulierten Signalabschnitts bestimmt wird. Insbesondere kann das Demodulationsmodul
ein I&Q-Demodulationsmodul sein, eingerichtet zur Durchführung einer I&Q-Demodulation
(In-Phase-and-Quadrature Demodulation). Während bei einer einfachen Demodulation in
der Regel nur das Amplitudendatum, also der Realteil eines komplexen Signals, bestimmt
wird, wird gemäß der vorliegenden Ausführungsform vorgeschlagen, zusätzlich auch das
Phasendatum zu bestimmen, also den Imaginärteil des komplexen Signals. Insbesondere
können unter Verwendung des Phasendatums bzw. der Phaseninformation die (augenblicklichen)
Positionsdaten des Senders, der das Informationssignal ausgesendet hat, exakt bestimmt
werden. Durch ein Amplitudendatum kann insbesondere eine Differenzierung unterschiedlicher
"Signalwellen erfolgen.
[0033] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems
kann die Gate-Empfangseinrichtung mindestens ein Positionsbestimmungsmodul umfassen,
eingerichtet zum Bestimmen (insbesondere Berechnen) eines ersten Winkeldatums. Dies
kann basierend auf den bestimmten Amplitudendaten und den bestimmten Phasendaten der
Antennensignale erfolgen.
[0034] Insbesondere können die demodulierten Daten, also das Amplitudendatum und das Phasendatum
von jedem Antennensignal (insbesondere in digitaler Form), dem Positionsbestimmungsmodul
bereitgestellt werden. Das Positionsbestimmungsmodul kann insbesondere eingerichtet
sein, die bereitgestellten Daten (entsprechend mindestens einer vorgegebenen Berechnungsregel)
weiterzuverarbeiten. Das Positionsbestimmungsmodul kann vorzugsweise eingerichtet
sein zum zumindest teilweisen Bestimmen (insbesondere Berechnen) der Positionsdaten,
zumindest basierend auf dem bestimmten ersten Winkeldatum.
[0035] Ein Winkeldatum ist insbesondere eine Winkelangabe zu einer (vorgebbaren) Bezugsgeraden,
die in einer horizontalen Ebene liegt. Die Bezugsgerade kann insbesondere bei einem
Polarkoordinatensystem die (in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene liegende)
Polarachse sein, und ein Winkeldatum eines bestimmten Punktes kann der Winkel ϕ sein
zwischen der Polarachse und einem Radiusvektor, der vom Ursprung des Polarkoordinatensystems
auf den bestimmten Punkt zeigt.
[0036] Grundsätzlich kann der Abstand (insbesondere der Radius r) zwischen dem Sender und
der Gruppenantennenanordnung (insbesondere den Gateantennen) in beliebiger Weise bestimmt
werden. Gemäß einer Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystem kann das Positionsbestimmungsmodul
eingerichtet sein zum Bestimmen der Positionsdaten, basierend auf dem bestimmten ersten
Winkeldatum und dem RSSI (Received Signal Strength Indicator) des durch die Gateantennen
empfangenen Informationssignals. Der RSSI stellt insbesondere einen Indikator für
die Empfangsfeldstärke des empfangenen Informationssignals dar. Durch den RSSI kann
insbesondere der Abstand (insbesondere ein Abstandsbereich, bei dem Messtoleranzen
berücksichtigt sind) bestimmt werden. Zusammen mit dem ersten Winkeldatum kann das
Positionsbestimmungsmodul die Positionsdaten (z.B. in der Form {r, ϕ}) des mobilen
Endgeräts mit hoher Genauigkeit bestimmen.
[0037] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann,
alternativ oder zusätzlich zur Verwendung des RSSI, eine Triangulation erfolgen, um
die Positionsdaten des mobilen Endgeräts mit besonders hoher Genauigkeit zu bestimmen.
Insbesondere kann die Gate-Empfangseinrichtung mindestens eine Empfangseinrichtungs-Schnittstelle
umfassen, eingerichtet zum Erhalten mindestens eines weiteren für das empfangene Informationssignal
bestimmten Winkeldatums. Das weitere Winkeldatum kann von einer benachbart zu der
ersten Gruppenantennenanordnung angeordneten weiteren Gruppenantennenanordnung bereitgestellt
werden, wobei der Abstand und der Winkel zwischen den genannten Antennenanordnungen
dem Positionsbestimmungsmodul bekannt sein kann. Aufgrund einer als Dateninhalt in
dem Informationssignal enthaltenen Kennung kann sichergestellt werden, dass beide
ausgewerteten Informationssignale von dem gleichen Sender stammen.
[0038] Das Positionsbestimmungsmodul kann eingerichtet sein zum Bestimmen der Positionsdaten,
basierend auf dem bestimmten ersten Winkeldatum und dem bereitgestellten weiteren
Winkeldatum. Das erste Winkeldatum und das weitere Winkeldatum geben insbesondere
den Winkel zum Sender (in Bezug zu der jeweiligen Polarachse (die insbesondere parallel
zueinander verlaufen können) von dem jeweiligen Ursprung an, also der jeweiligen Gruppenantennenanordnung.
Indem der Schnittpunkt (insbesondere ein Schnittbereich, der die Messtoleranz bei
der jeweiligen Winkeldatumbestimmung berücksichtigt) bestimmt wird, werden die Positionsdaten
des Senders bzw. mobilen Endgeräts bestimmt. Insbesondere kann eine Bestimmung mit
einer Genauigkeit von 0,3 bis 0,5 m erfolgen.
[0039] Es versteht sich, dass bei anderen Varianten der Anmeldung, bei der ein anderes Koordinatensystem
verwendet wird, ein Winkeldatum auch durch andere Koordinatendaten ausgedrückt werden
kann. Insbesondere ist dem Fachmann bekannt, wie eine Umrechnung von einem Koordinatensystem
in ein anderes Koordinatensystem erfolgen kann.
[0040] Wie bereits beschrieben wurde, kann, gemäß einer weiteren Ausführungsform, das Zugangssystem
eine Gateanordnung umfassen. Die Gateanordnung kann das (beschriebene) erste Gate
und mindestens ein weiteres Gate umfassen. Insbesondere kann eine Vielzahl von Gates
nebeneinander (in definierter und im System bekannter Weise) angeordnet sein. Das
weitere Gate (insbesondere jedes weitere Gate) kann eine weitere Gruppenantennenanordnung
mit einer Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten Gateantennen umfasst.
[0041] Die weitere Gruppenantennenanordnung kann mindestens eine mit den Gateantennen gekoppelte
Gate-Empfangseinrichtung umfassen. Eine weitere Gruppenantennenanordnung kann insbesondere
entsprechend der ersten Gruppenantennenanordnung gebildet sein. Die Gate-Empfangseinrichtung
des weiteren Gates kann insbesondere mindestens eine mit der Empfangseinrichtung-Schnittstelle
des ersten Gates kommunikativ verbindbare Empfangseinrichtung-Schnittstelle umfassen.
Insbesondere können die jeweiligen Empfangseinrichtung-Schnittstellen eingerichtet
sein zum Bereitstellen und/oder Empfangen von einem Winkeldatum. Vorzugsweise können
sämtliche Gate-Empfangseinrichtungen miteinander kommunikativ gekoppelt sein.
[0042] Es versteht sich, dass eine Gate-Empfangseinrichtung eine Mehrzahl von verteilt angeordneten
Modulen umfassen kann und/oder ein Modul, wie ein Demodulationsmodul und/oder ein
Positionsbestimmungsmodul, aus zwei oder mehr (verteilt angeordneten) Elementen gebildet
sein kann. Ferner versteht es sich, dass ein Modul, wie ein Positionsbestimmungsmodul,
gemeinsam von einer Mehrzahl von Gate-Empfangseinrichtungen genutzt werden kann.
[0043] Vorzugsweise kann in jedem Gate einer Gateanordnung die jeweilige Gruppenantennenanordnung
an der (nahezu) gleichen Position montiert sein. Zudem können vorzugsweise der jeweilige
Abstand und/oder der jeweilige Winkel, also die Ausrichtung zueinander, zwischen sämtlichen
benachbarten Gates einer Gateanordnung (nahezu) gleich sein. Anders ausgedrückt ist
der jeweilige Abstand und der jeweilige Winkel zwischen sämtlichen benachbarten Gruppenantennenanordnungen
(nahezu) identisch. Hierdurch kann ein Array aus voneinander gekoppelten Gruppenantennenanordnungen
gebildet werden.
[0044] Eine derartige Zusammenschaltung zu einem Array aus Gruppenantennenanordnungen ermöglicht
eine noch präzisere Ortung eines mobilen Endgeräts. Zudem können "blinde Flecken",
insbesondere im ersten Bereich, zumindest reduziert werden. Darüber hinaus können
durch eine Auswertung der empfangenen Informationssignale Anomalien (wie ein Versuch
einer unberechtigten Person sich durch das Gate zu "schummeln") erkannt werden.
[0045] Insbesondere als Alternative zu der Ausführungsform mit der Gate-Empfangseinrichtung
kann gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems
vorgesehen sein, dass die erste Gruppenantennenanordnung mindestens eine mit den Gateantennen
gekoppelte Gate-Sendeeinrichtung umfasst. Die Gate-Sendeeinrichtung kann eingerichtet
sein zum Steuern eines Aussendens eines ersten Gruppeninformationssignals durch die
Gateantennen. Das erste Gruppeninformationssignal kann eine Mehrzahl von Einzelinformationssignalen
enthalten, die jeweils von den Gateantennen ausgesendet werden. Ein Einzelinformationssignal
ist insbesondere ähnlich wie ein zuvor beschriebenes Informationssignal gebildet und
weist einen modulierten und einen unmodulierten Signalabschnitt auf. Mehrere Einzelinformationssignale
einer Gruppenantennenanordnung bilden eine Gruppe in Form eines Gruppenantennensignals
der entsprechenden Gruppenantennenanordnung.
[0046] Insbesondere ist anmeldungsgemäß erkannt worden, dass Positionsdaten eines mobilen
Endgeräts auch dadurch bestimmt werden können, wenn das Zugangssystem eine Gruppenantennenanordnung
umfasst, welche ein Gruppeninformationssignal aussendet, gesteuert durch eine Gate-Sendeeinrichtung.
Während bei der Ausführungsform, bei der die Gruppenantennenanordnung eine Gate-Empfangseinrichtung
umfasst, eine sogenannte Auswertung des "Einfallswinkels" ("Angle of Arrival" (AoA))
erfolgt, erfolgt bei der Gruppenantennenanordnung, die eine Gate-Sendeeinrichtung
umfasst, eine sogenannte Auswertung des "Austrittswinkels" ("Angle of Departure" (AoD)).
Beide Auswertungen erlauben die Bestimmung der Positionsdaten des mobilen Endgeräts
in Bezug zu der jeweiligen mindestens einen Gruppenantennenanordnung mit einer hohen
Genauigkeit.
[0047] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann
die Gate-Sendeeinrichtung eingerichtet sein zum Steuern des Aussendens des ersten
Gruppeninformationssignals, derart, dass die jeweiligen unmodulierten Signalabschnitte
der Einzelinformationssignale des ersten Gruppeninformationssignals jeweils eine bestimmte
Phasenbeziehung zueinander haben. Basierend auf den jeweiligen Phasenbeziehungen der
mindestens zwei Einzelinformationssignale des ersten Gruppeninformationssignals kann
eine Bestimmung der Positionsdaten eines mobilen Endgeräts erfolgen, welches das Gruppeninformationssignal
empfängt.
[0048] Darüber hinaus kann gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems
das Zugangssystem mindestens eine in einem mobilen Endgerät (dessen Positionsdaten
bestimmt werden sollen) angeordnete Endgeräte-Empfangseinrichtung umfassen, die mit
einer Antenne des mobilen Endgeräts gekoppelt ist. Insbesondere kann als Endgeräte-Empfangseinrichtung
eine auf dem mobilen Endgerät installierbare (Software-)Zugangsanwendung vorgesehen
sein.
[0049] Die Endgeräte-Empfangseinrichtung kann mindestens ein Demodulationsmodul umfassen,
eingerichtet zum Demodulieren von ersten Antennensignalen, die aus dem durch die Antenne
des mobilen Endgeräts empfangenen ersten Gruppeninformationssignal resultieren. Insbesondere
kann das Demodulationsmodul ein I&Q-Demodulationsmodul sein (wie zuvor beschrieben
wurde). Insbesondere kann das Demodulationsmodul für jedes bereitgestellte (digitale)
Antennensignal jeweils ein Amplitudendatum und ein Phasendatum bestimmen.
[0050] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann
die Endgeräte-Empfangseinrichtung mindestens ein Positionsbestimmungsmodul umfassen,
eingerichtet zum Bestimmen von Positionsdaten des mobilen Endgeräts (relativ zu der
aussendenden Gruppenantennenanordnung). Dies kann basierend auf den demodulierten
ersten Antennensignalen erfolgen, insbesondere des für jedes erste Antennensignal
bestimmten Phasendatums und des für jedes erste Antennensignal bestimmten Amplitudendatums.
Das Positionsbestimmungsmodul kann ein erstes Winkeldatum bestimmen, basierend auf
den demodulierten Antennensignalen. Insbesondere kann das Positionsbestimmungsmodul
ein erstes Winkeldatum bestimmen, basierend auf den Amplitudendaten und Phasendaten
(insbesondere in analoger Weise zu der Funktionsweise des Positionsbestimmungsmoduls
der Gate-Empfangseinrichtung, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen hierauf verwiesen
wird). Bei einem Polarkoordinatensystem kann der Ursprung insbesondere die Antenne
des mobilen Endgeräts (bzw. das mobile Endgerät) sein.
[0051] Vorzugsweise kann, gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems,
das Positionsbestimmungsmodul eingerichtet sein zum Bestimmen (insbesondere Berechnen)
der Positionsdaten des mobilen Endgeräts, basierend auf den demodulierten ersten Antennensignalen
und dem RSSI des durch die Antenne des mobilen Endgeräts empfangenen ersten Informationssignals.
Insbesondere kann das Positionsbestimmungsmodul als Positionsdaten einen Winkel und
ein Radius bestimmen, basierend auf dem RSSI und einem ersten Winkeldatum (wie insbesondere
zuvor beschrieben wurde).
[0052] Alternativ oder zusätzlich kann das Positionsbestimmungsmodul eingerichtet sein zum
Bestimmen der Positionsdaten des mobilen Endgeräts, basierend auf den demodulierten
ersten Antennensignalen und auf demodulierten zweiten Antennensignalen eines weiteren
ausgesendeten Gruppeninformationssignals, das durch eine benachbart zu der ersten
Gruppenantennenanordnung angeordnete weitere Gruppenantennenanordnung ausgesendet
wurde. In analoger Weise zu den obigen Ausführungen kann insbesondere aus zwei Winkeldaten
ein Schnittpunkt bestimmt werden, insbesondere ein Schnittpunktbereich. Der Schnittpunktbereich
stellt die (augenblickliche) Position des mobilen Endgeräts in Bezug zu den mindestens
zwei Gruppenantennenanordnungen dar.
[0053] Die bestimmten Positionsdaten können insbesondere über eine Kommunikationsverbindung
durch das mobile Endgerät an das Gate übertragen werden, insbesondere an ein Steuermodul
des Gates.
[0054] Gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann ein
Gate (das erste Gate und/oder (jedes) weitere Gate) eine Vorderseite und eine Rückseite
aufweisen. Die Vorderseite kann der (augenblicklichen) Durchgangsrichtung zugewandt
sein. Zumindest die Mehrzahl von Gateantennen einer Gruppenantennenanordnung kann
an der Vorderseite angeordnet sein, insbesondere unmittelbar hinter einer die Vorderseite
bildenden Vorderwand eines Gategehäuses. Hierdurch sind die Gateantennen einer Gruppenantennenanordnung
möglichst optimal in Bezug zu einem überwachenden ersten Bereich angeordnet.
[0055] Wenn ein Gate in zwei Richtungen betreibbar ist, kann sowohl an der (augenblicklichen)
Vorderseite als auch an der (augenblicklichen) Rückseite eine Gruppenantennenanordnung
verbaut sein. Beispielsweise kann an der Vorderseite und an der Rückseite jeweils
eine Mehrzahl von Gateantennen angeordnet sein, die jeweils mit einer einzigen Gate-Empfangseinrichtung
oder einer einzigen Gate-Sendeeinrichtung koppelbar sind. Insbesondere kann die Kopplung
der jeweiligen Gateantennen abhängig von der augenblicklich eingestellten Richtungsbetriebsart
erfolgen.
[0056] Gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann das
Gate (das erste Gate und/oder (jedes) weitere Gate) eine Unterseite aufweisen. Die
Unterseite liegt insbesondere in der gleichen Ebene wie die Bodenoberfläche des ersten
und zweiten Bereichs.
[0057] Zumindest die Mehrzahl von Gateantennen der ersten Gruppenantennenanordnung kann
angeordnet sein in einer Höhe zu der Unterseite (also insbesondere zu einer Bodenoberfläche
des ersten und zweiten Bereichs) zwischen 0,3 m und 1,3 m, insbesondere zwischen 0,6
m und 1,1 m. Eine entsprechende Höhe hat sich als besonders bevorzugt gezeigt, da
sie in dem Bereich liegt, in der sich regelmäßig ein von einem Nutzer bei sich geführtes
mobiles Endgerät befindet. Beispielsweise kann sich ein mobiles Endgerät in einer
Hosentasche oder einer Handtasche eines Nutzers befinden. Durch eine Anordnung in
dem oben genannten Höhenbereich kann eine besonders gute Ausrichtung der Gateantennen
zu den mobilen Endgeräten erfolgen und somit gute Auswerteergebnisse erzielt werden.
[0058] Vorzugsweise kann in jedem Gate die Mehrzahl von Gateantennen auf der (nahezu) gleichen
Höhe montiert sein.
[0059] Gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann eine
die Vorderseite bildende Vorderwand zumindest im Bereich der Mehrzahl der Gateantennen
aus einem Material (z. B. verzinnte Kupferfolie, Kunststoff, Glas, Gipskarton) gebildet
sein, das elektromagnetische Signale dämpft und/oder filtert. Bei einem in zwei Richtungen
betreibbaren Gate kann die Rückseite ähnlich gebildet sein.
[0060] Insbesondere kann das Material derart gebildet sein, dass (nahezu) nur Informationssignale
mit einer bestimmten Frequenz (beispielsweise entsprechend dem verwendeten Trägersystems
(z.B. Bluetooth, WLAN etc.) durchgelassen werden, während Signale mit einer anderen
Frequenz blockiert werden.
[0061] Darüber hinaus kann, gemäß einer weiteren Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems,
mindestens ein Gate ein (lokales) Steuermodul umfassen. Beispielsweise kann jedes
Gate ein lokales Steuermodul aufweisen. Auch kann vorgesehen sein, dass eine Gateanordnung
mit einer Mehrzahl von Gates über ein einziges (lokales) Steuermodul verfügen kann,
zum Steuern der Mehrzahl der Gates.
[0062] Das Steuermodul kann eingerichtet sein zum Steuern des Zugangs durch das Gate, basierend
auf bestimmten Positionsdaten eines mobilen Endgeräts. Insbesondere kann das Steuermodul
eingerichtet sein, ein Passieren des Gates für einen Nutzer des mobilen Endgeräts
freizugeben, zumindest basierend auf den bestimmten Positionsdaten des mobilen Endgeräts.
Der Durchsatz durch das mindestens eine Gate kann erhöht werden.
[0063] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann das
Steuermodul eingerichtet sein zum Steuern des Zugangs durch das Gate, zusätzlich basierend
auf mindestens einem der Daten aus der Gruppe, umfassend:
- ein dem mobilen Endgerät zugeordnetes Authentifizierungsdatum,
- ein Kameradatum,
- ein Nahfeldsensordatum,
- ein Fernfeldsensordatum.
[0064] Insbesondere kann ein Freigeben eines Gates für einen Nutzer des mobilen Endgeräts
auf den bestimmten Positionsdaten und einem dem mobilen Endgerät zugeordnetes Authentifizierungsdatum
basieren. Ein Authentifizierungsdatum enthält zumindest eine Information (z.B. eine
Ticketinformation, Nutzerkennung etc.), die zeigt, dass ein Nutzer zum Passieren des
Gates berechtigt ist. Das Authentifizierungsdatum kann beispielsweise in dem mobilen
Endgerät gespeichert sein. Vorzugsweise kann das Authentifizierungsdatum durch ein
Informationssignal (insbesondere durch den modulierten Signalabschnitt) an das Gate
übertragen werden. Das Authentifizierungsdatum kann (in herkömmlicher Weise) durch
das lokale Steuermodul (und/oder einem Authentifizierungsmodul eines Backendsystems)
überprüft werden. Berechtigt das Authentifizierungsdatum zum Passieren des Gates,
kann eine Freigabe des Gates erfolgen. Andernfalls bleibt das Gate gesperrt.
[0065] Vorzugsweise kann eine periodische und insbesondere nahezu kontinuierliche Bestimmung
der Positionsdaten eines mobilen Endgeräts in Relation zu dem mindestens einen Gate
erfolgen. Hierdurch kann insbesondere ein (augenblickliches) Bewegungsprofil des mobilen
Endgeräts bestimmt werden. Hierdurch ist es insbesondere möglich, das Gate zu identifizieren,
auf den ein Nutzer des mobilen Endgeräts zusteuert, und dieses dann freizugeben, wenn
der Nutzer das Gate tatsächlich erreicht.
[0066] Insbesondere durch die nahezu kontinuierliche Bestimmung der Positionsdaten kann
das korrekte Gate unmittelbar vor Erreichen des genannten Gates für den entsprechenden
Nutzer freigegeben werden. Der Nutzer kann das Gate (nahezu) ohne Verzögerung passieren.
[0067] Es versteht sich, dass ein Gate gesperrt bleibt, wenn die Überprüfung ergibt, dass
der Nutzer nicht berechtigt ist und/oder die Positionsdaten zeigen, dass der Nutzer
das Gate nicht passieren möchte (sondern nur zufälligerweise an dem mindestens einen
Gate vorbeiläuft). Auch versteht es sich, dass ein Authentifizierungsdatum über einen
anderen Kommunikationsweg (z.B. via ein Backensystem) bereitgestellt werden kann.
[0068] Vorzugsweise kann ein Ansteuern des Gates und insbesondere seiner Sperrelemente noch
weiter verbessert werden, indem weitere verfügbare Daten, wie Kameradaten einer oder
mehrerer (im ersten Bereich installierter) Kameras, weitere Sensorikdaten, wie Daten
von weiteren Nahfeldkommunikationseinrichtungen, Lichtschranken etc., herangezogen
werden. Beispielsweise kann hierdurch die Positionsbestimmung noch weiter verbessert
werden, beispielsweise Positionsdaten durch weitere verfügbare Daten verifiziert werden.
Beispielsweise kann der mindestens eine entsprechende Sensor mit dem Steuermodul kommunikativ
verbindbar sein.
[0069] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Zugangssystems kann
das Zugangssystem mindestens ein Backendsystem umfassen. Ein Backendsystem kann von
einem oder mehreren (verteilt angeordneten) Server/n gebildet sein. Ein Backendsystem
ist insbesondere entfernt von dem mindestens einen Gate angeordnet.
[0070] Das Backendsystem kann mindestens ein Kommunikationsmodul umfassen, eingerichtet
zum Kommunizieren mit einem Steuermodul eines Gates und/oder mit dem mindestens einen
mobilen Endgerät. Es versteht sich, dass eine Mehrzahl von (unterschiedlichen) Kommunikationsmodulen
vorgesehen sein kann, um insbesondere unterschiedliche Übertragungstechnologien verwenden
zu können. Vorzugsweise kann eine Kommunikation über ein Fernkommunikationsnetz erfolgen,
wie ein Mobilfunknetz und/oder ein kabelbasiertes Fernkommunikationsnetz.
[0071] Das Kommunikationsmodul kann insbesondere eingerichtet sein zum Übertragen an das
Steuermodul von mindestens einem der Daten aus der Gruppe, umfassend:
- Positionsdaten des mobilen Endgeräts,
- ein dem mobilen Endgerät zugeordneten Authentifizierungsdatums,
- ein Kameradatum,
- ein Nahfeldsensordatum,
- ein Fernfeldsensordatum.
[0072] Insbesondere für die Ausführungsform, bei der die Gruppenantennenanordnung eine Gate-Sendeeinrichtung
umfasst und die Positionsbestimmung durch eine Endgeräte-Empfangseinrichtung erfolgt,
kann vorgesehen sein, dass das entsprechende mobile Endgerät (insbesondere die Zugangsanwendung)
eingerichtet ist zum Übertragen eines Datensatzes, enthaltend mindestens ein Authentifizierungsdatum
und/oder bestimmte Positionsdaten. Als Authentifizierungsdatum kann beispielsweise
eine dem Nutzer (systemweit eineindeutig) zugeordnete Nutzerkennung und/oder eine
(zuvor beschrieben) Ticketinformation übertragen werden.
[0073] Beispielsweise kann von jedem registrierten Nutzer in dem Backendsystem ein Nutzerkonto
mit Nutzerdaten (z.B. Nutzerkennung, Abrechnungsdaten, Berechtigungsdaten) gespeichert
sein, aus denen bestimmt werden kann, ob ein Nutzer zum Passieren eines bestimmten
Gates berechtigt ist (oder nicht).
[0074] Der Datensatz kann zusätzlich eine Gatekennung enthalten. Jedem Gate eines Zugangssystems
kann (systemweit eineindeutig) eine Gatekennung zugeordnet sein. Beispielsweise kann
die Gatekennung in einem (vorzugsweise jedem) Einzelinformationssignal in dem modulierten
Signalabschnitt enthalten sein, das von der Gruppenantennenanordnung des entsprechenden
Gates ausgesendet wurde. Ein Datensatz kann weitere Daten enthalten, wie beispielsweise
einen Zeitstempel.
[0075] Wie bereits beschrieben wurde, kann vorzugsweise eine periodische und insbesondere
nahezu kontinuierliche Bestimmung der Positionsdaten des mobilen Endgeräts erfolgen.
Die Zugangsanwendung des mobilen Endgeräts kann bewirken, dass die nahezu kontinuierlich
bestimmten Positionsdaten (zusammen mit dem genannten Authentifizierungsdatum) periodisch,
nahezu kontinuierlich in Form einer Vielzahl von Datensätzen an das Backendsystem
übertragen werden.
[0076] Ein weiterer Aspekt der Anmeldung ist ein Verfahren zum Betreiben eines Zugangssystems
mit mindestens einem Gate, wobei das Gate eine Gruppenantennenanordnung umfasst, die
eine Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten Gateantennen und eine mit den
Gateantennen gekoppelte Empfangseinrichtung umfasst, das Verfahren umfassend:
- Empfangen, durch die Gateantennen, eines Informationssignals, das mindestens einen
modulierten Signalabschnitt und mindestens einen unmodulierten Signalabschnitt enthält,
- Bereitstellen, durch die Gateantennen, von Antennensignalen, die jeweils auf dem unmodulierten
Signalabschnitt des empfangenen Informationssignals basieren, und
- Bestimmen von Positionsdaten eines das Informationssignal aussendenden mobilen Endgeräts,
zumindest basierend auf den bereitgestellten Antennensignalen, insbesondere auf dem
Teil der bereitgestellten Antennensignale, der auf dem unmodulierten Signalabschnitt
des empfangenen Informationssignals basiert.
[0077] Das Verfahren kann insbesondere zum Betreiben des vorbeschriebenen Zugangssystems
verwendet werden, also zum Betreiben mindestens eines zuvor beschriebenen Gates, welches
beispielsweise eine Gruppenantennenanordnung mit einer Gate-Empfangseinrichtung umfasst.
[0078] Ein noch weiterer Aspekt der Anmeldung ist eine Zugangsanwendung, insbesondere in
Form einer durch einen Prozessor eines mobilen Endgeräts ausführbaren Softwareanwendung,
zur Installation auf einem mobilen Endgerät. Die Zugangsanwendung umfasst mindestens
ein Empfangsmodul, eingerichtet zum Empfangen von Antennensignalen, die zumindest
auf den jeweiligen unmodulierten Signalabschnitten von Einzelinformationssignalen
eines durch eine Antenne des mobilen Endgeräts empfangenen Gruppeninformationssignals
basieren. Das Gruppeninformationssignal wurde von einer Gruppenantennenanordnung mit
einer Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten Gateantennen eines Gates ausgesendet.
Die Zugangsanwendung umfasst mindestens ein Positionsbestimmungsmodul, eingerichtet
zum Bestimmen von Positionsdaten des das Gruppeninformationssignal empfangene mobilen
Endgeräts, zumindest basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt der Einzelinformationssignale
des Gruppeninformationssignals.
[0079] Die Zugangsanwendung ist insbesondere eine auf einem mobilen Endgerät installierbare
Softwareanwendung. Die Zugangsanwendung kann für ein Passieren eines Gates und beispielsweise
eine ordnungsgemäße Inanspruchnahme einer Dienstleistung erforderlich sein, wie eine
Transportdienstleistung.
[0080] Bei einem Zugangssystem, das beispielsweise ein Bestandteil eines Transportsystems
sein kann, kann es zunächst erforderlich sein, dass der Nutzer sich bei diesem System
vor der erstmaligen Nutzung eines Gates (beispielsweise um eine Transportdienstleistung
zu nutzen) registriert. Bei einer erfolgreichen Registrierung wird in dem Zugangssystem,
insbesondere dem Backendsystem des Zugangssystems (auch Hintergrundsystem genannt),
ein Nutzerkonto für den registrierten Nutzer angelegt, indem Identifikationsdaten
in dem Backendsystem gespeichert werden, wie eine eindeutige (Nutzer-)Kennung (ID)
des Nutzers, Authentisierungsdaten, z.B. ein Passwort, und Abrechnungsdaten, z.B.
Kreditkartendaten oder Kontoverbindungen, Adressdaten oder sonstige Daten für die
Abrechnung. In Gesamtheit werden diese Daten Nutzerstammdaten genannt. Zudem kann
auf dem mobilen Endgerät des registrierten Nutzers die Zugangsanwendung in Form einer
so genannten App installiert sein.
[0081] Die Zugangsanwendung in Form eines Computerprogramms, insbesondere die Instruktionen
bzw. Programmanweisungen, können in einem Computerprogrammprodukt gespeichert sein,
insbesondere einem Programmspeicher. Zum Beispiel ist ein Programmspeicher ein nicht-flüchtiger
Speicher wie ein Flash-Speicher, ein Magnetspeicher, ein EEPROM-Speicher (elektrisch
löschbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher) und/oder ein optischer Speicher.
[0082] Zusätzlich kann ein mobiles Endgerät einen Hauptspeicher aufweisen, zum Beispiel
einen flüchtigen oder nicht-flüchtigen Speicher, insbesondere einen Speicher mit wahlfreiem-Zugriff
(RAM), wie ein statischer RAM-Speicher (SRAM), ein dynamischer RAM-Speicher (DRAM),
ein ferroelektrischer RAM-Speicher (FeRAM) und/oder ein magnetischer RAM-Speicher
(MRAM). Der Prozessor des mobilen Endgeräts kann beispielsweise Zwischenergebnisse
oder Ähnliches in dem Hauptspeicher speichern.
[0083] Ein weiterer Aspekt der Anmeldung ist ein Verfahren zum Betreiben einer Zugangsanwendung,
insbesondere einer zuvor beschriebenen Zugangsanwendung. Das Verfahren umfasst:
- Empfangen von Antennensignalen, die zumindest auf den jeweiligen unmodulierten Signalabschnitten
von Einzelinformationssignalen eines durch eine Antenne des mobilen Endgeräts empfangenen
Gruppeninformationssignals basieren,
- wobei das Gruppeninformationssignal von einer Gruppenantennenanordnung mit einer Mehrzahl
von benachbart zueinander angeordneten Gateantennen eines Gates ausgesendet wurde,
und
- Bestimmen von Positionsdaten des das Gruppeninformationssignal empfangenen mobilen
Endgeräts, zumindest basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt der Einzelinformationssignale
des Gruppeninformationssignals.
[0084] Ein noch weiterer Aspekt der Anmeldung ist ein mobiles Endgerät, umfassend mindestens
eine auf dem mobilen Endgerät installierte und zuvor beschriebene Zugangsanwendung.
[0085] Beispielhafte und nicht abschließende mobile Endgeräte sind Smartphones, Tablet-Computer,
mobile Spielkonsolen, Laptops, Netbooks, Datenbrillen, Smart-Watches und ähnliche
Wearables. Alternativ kann ein mobiles Endgerät ein dediziertes Ticketing-Gerät sein,
das ausschließlich für eine Zugangsanwendung ausgelegt ist.
[0086] Ein zuvor beschriebenes Modul, Element etc. kann zumindest teilweise Hardwareelemente
(z.B. Prozessor, Speichermittel etc.) und/oder zumindest teilweise Softwareelemente
(z.B. ausführbaren Code) umfassen. Es sei ferner angemerkt, dass Begriffe, wie "erste";
"zweite" etc. nicht eine Reihenfolge angeben, sondern insbesondere zur Unterscheidung
zweier Elemente (z.B. Gate, Bereich etc.) dienen.
[0087] Die Merkmale der Zugangssysteme, Verfahren, Zugangsanwendungen und mobilen Endgeräte
sind frei miteinander kombinierbar. Insbesondere können Merkmale der Beschreibung
und/oder der abhängigen Ansprüche, auch unter vollständiger oder teilweiser Umgehung
von Merkmalen der unabhängigen Ansprüche, in Alleinstellung oder frei miteinander
kombiniert eigenständig erfinderisch sein.
[0088] Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, das anmeldungsgemäße Zugangssystem,
die anmeldungsgemäßen Verfahren, die anmeldungsgemäße Zugangsanwendung und das anmeldungsgemäße
mobile Endgerät auszugestalten und weiterzuentwickeln. Hierzu sei einerseits verwiesen
auf die den unabhängigen Patentansprüchen nachgeordneten Patentansprüche, andererseits
auf die Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung. In
der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Zugangssystems gemäß der
vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zugangssystems
gemäß der vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 3a
- ein schematisches Diagramm zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels zur Bestimmung
von Positionsdaten eines mobilen Endgeräts,
- Fig. 3b
- ein schematisches Diagramm zur Erläuterung eines weiteren Ausführungsbeispiels zur
Bestimmung von Positionsdaten eines mobilen Endgeräts,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Informationssignals
gemäß der vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zugangssystems
gemäß der vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zugangssystems
gemäß der vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zugangssystems
gemäß der vorliegenden Anmeldung,
- Fig. 8
- ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Anmeldung,
und
- Fig. 9
- ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Anmeldung.
[0089] Nachfolgend werden für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0090] Die Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Zugangssystems
100 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Das Zugangssystem 100 kann beispielsweise in
einem Transportsystem eingesetzt werden. Das Transportsystem umfasst mindestens ein
erstes Gate 102. Das erste Gate 102 ist eingerichtet zum Ermöglichen eines Zugangs
von einem ersten Bereich 104 zu einem zweiten Bereich 106. Hierbei ist die Durchgangsrichtung
durch das Gate 102 durch den Pfeil 116 angedeutet. Bei anderen Varianten der Anmeldung
kann auch vorgesehen sein, dass ein Gate in zwei Richtungen betreibbar ist.
[0091] Insbesondere ist das dargestellte Gate 102 eingerichtet, berechtigten Nutzern Zugang
bzw. Eingang von dem unkontrollierten Bereich 104 zu dem kontrollierten Bereich 106
zu ermöglichen und Zugang bzw. Ausgang von dem kontrollierten Bereich 106 zu dem unkontrollierten
Bereich 104 zu ermöglichen.
[0092] Beispielsweise verfügt ein Nutzer über ein (nicht gezeigtes) Ticketmedium mit einem
von einer (nicht gezeigten) Schnittstelleneinrichtung des Gates 102 auslesbaren Authentifizierungsdatum,
z.B. in Form eines Zugangscodes (z.B. Magnetstreifencode, Barcode, QR-Code, RFID-Kennung,
eine andere auslesbare Nutzer- oder Mobilgerätkennung etc.).
[0093] Bei bevorzugten Varianten der Anmeldung kann auf einem mobilen Endgerät des Nutzers
eine installierte Zugangsanwendung vorhanden sein, eingerichtet für eine Kommunikation
mit einem Kommunikationsmodul des Gates, um insbesondere dem Gate über einen drahtlosen
Kommunikationskanal ein Authentifizierungsdatum des mobilen Endgeräts bzw. des entsprechenden
Nutzers zur oben beschriebenen Prüfung zur Verfügung zu stellen, ohne dass eine Nutzeraktion
erforderlich ist.
[0094] Das Gate 102 und/oder eine entfernt angeordnete Rechenvorrichtung (z.B. eines Backendsystems)
kann das mindestens eine Authentifizierungsdatum prüfen und einen Zugang in den zweiten
(kontrollierten) Bereich 106, also einen Durchgang durch das Gate 102, bei einem positiven
Ergebnis freigeben. Fällt das Ergebnis negativ aus und der Nutzer ist nicht berechtigt,
bleibt das Gate 102 gesperrt.
[0095] Wie zu erkennen ist, umfasst das Gate 102 anmeldungsgemäß mindestens eine erste Gruppenantennenanordnung
108. Die erste Gruppenantennenanordnung 108 ist insbesondere in einem Gategehäuse
112 des Gates 102 integriert. Die Gruppenantennenanordnung 108 ist an einer Vorderseite
114 des Gates 102 angeordnet. Die Vorderseite 114 ist hierbei der Durchgangsrichtung
116 zugewandt. Vorliegend ist an der Rückseite 118 des Gates 102 keine Gruppenantennenanordnung
angeordnet. Wie bereits beschrieben wurde, kann bei einem Gate, das auch in die andere
Richtung betreibbar ist, eine Gruppenantennenanordnung auch an der Rückseite angeordnet
sein.
[0096] Die erste Gruppenantennenanordnung 108 umfasst eine Mehrzahl von (gleich ausgebildeten)
Gateantennen 110. Vorliegend sind beispielhaft drei Gateantennen 110 abgebildet. Es
versteht sich, dass nur zwei oder mehr als drei Gateantennen vorgesehen sein können.
[0097] Wie zu erkennen ist, sind die Gateantennen 108 elektrisch miteinander verschaltet.
Die Gateantennen 108 weisen insbesondere eine definierte Struktur und definierte Position
zueinander auf, insbesondere einen definierten Abstand zueinander. Dies kann zumindest
von der Frequenz des zu verarbeitenden Informationssignals abhängen. Beispielswiese
können die Gateantennen 108, wie dargestellt, parallel zueinander, jeweils mit dem
gleichen Abstand, angeordnet sein. Es versteht sich, dass auch andere Anordnungen
möglich sind, wie die Anordnung entlang eines Halb- oder Viertelkreises.
[0098] Die erste Gruppenantennenanordnung 108 ist eingerichtet zum Verarbeiten mindestens
eines Informationssignals, enthaltend mindestens einen modulierten Signalabschnitt
und mindestens einen unmodulierten Signalabschnitt. Das verarbeitbare Informationssignal
kann vorzugsweise ein Bluetooth-Informationssignal (zumindest der Version 5.X) sein.
In diesem und den nachfolgenden Beispielen wird beispielhaft stets von einem derartigen
Bluetooth-Informationssignal ausgegangen. Die nachfolgenden Ausführungen lassen sich
jedoch auf die zuvor beschriebenen anderen Informationssignale übertragen.
[0099] Insbesondere die anmeldungsgemäße Kombination einer Verwendung eines derartigen Informationssignals
mit einer in dem Gate 102 integrierten Gruppenantennenanordnung 108 ermöglicht eine
Bestimmung der Position eines mobilen Endgeräts in Bezug zu der Gruppenantennenanordnung
108 bzw. des entsprechenden Gates 102 (mit einer besonders hohen Genauigkeit). Dies
wird nachfolgend anhand der weiteren Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0100] Die Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Zugangssystems 200 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Zur Vermeidung von Wiederholungen
werden nachfolgend im Wesentlichen nur die Unterschiede zu dem vorherigen Ausführungsbeispiel
beschrieben, und ansonsten wird auf die vorherigen Ausführungen verwiesen. Ferner
sei angemerkt, dass zu Gunsten einer besseren Übersicht auf die Darstellung des Gates
verzichtet wurde. Das dargestellte Ausführungsbeispiel basiert insbesondere auf dem
"Angle of Arrival" Schema.
[0101] Die dargestellte Gruppenantennenanordnung 208 umfasst eine Mehrzahl von Gateantennen
210, die parallel zueinander angeordnet sind. Zwischen jeden unmittelbar benachbarten
Gateantennen 210 ist der gleiche Abstand 228 vorgesehen. Mit den Gateantennen 210
ist eine Gate-Empfangseinrichtung 220 elektrisch verbunden.
[0102] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Gate-Empfangseinrichtung 220 ein Demodulationsmodul
222, ein Positionsbestimmungsmodul 224 und eine Empfangseinrichtungs-Schnittstelle
226 auf. Es versteht sich, dass weitere Bauteile vorgesehen sein können, wie Filter,
Verstärker, A/D-Wandler etc.
[0103] Jede Gateantenne 210 kann, basierend auf einem empfangenen Informationssignal, ein
Antennensignal an das Demodulationsmodul 222 liefern. Das Demodulationsmodul 222 kann
das jeweilige Antennensignal demodulieren. Insbesondere kann das Demodulationsmodul
222 eingerichtet sein, für jedes der Antennensignale ein Amplitudendatum und ein Phasendatum
zu bestimmen. Vorzugsweise wird für den jeweiligen unmodulierten Signalabschnitt eines
empfangenen Informationssignals ein Amplitudendatum und ein Phasendatum bestimmt.
[0104] Es versteht sich, dass auch eine Demodulation des modulierten Signalabschnitts des
Informationssignals erfolgen kann, um den darin enthaltenden Dateninhalt (z.B. Nutzerkennung,
Authentifizierungsdatum, Zeitstempel und/oder dergleichen) zu decodieren und insbesondere
auszuwerten.
[0105] Die bestimmten Daten können dem Positionsbestimmungsmodul 224 bereitgestellt werden.
Das Positionsbestimmungsmodul 224 ist insbesondere eingerichtet zum Bestimmen eines
ersten Winkeldatums, basierend auf den bestimmten Amplitudendaten und den bestimmten
Phasendaten der demodulierten Antennensignale. Zumindest basierend auf dem ersten
Winkeldatum können dann die augenblicklichen Positionsdaten des sendenden mobilen
Endgeräts 230 zumindest teilweise bestimmt werden.
[0106] Das mobile Endgerät 230 kann über ein Kommunikationsmodul mit einer Antenne 232 verfügen,
um (insbesondere periodisch und/oder nahezu kontinuierlich) das Informationssignal
auszusenden. Mit dem Bezugszeichen 234 wird angedeutet, dass das mobile Endgerät 230
das Informationssignal im vorliegenden Beispiel aussendet.
[0107] Die Aussendung kann beispielsweise durch eine (nicht gezeigte) Zugangsanwendung gesteuert
werden, die auf dem mobilen Endgerät 230 installiert ist. Beispielsweise kann eine
Aussendung durch ein Auslösesignal ausgelöst werden, das von einer (nicht gezeigten)
Sendeeinrichtung des Zugangssystems ausgesendet wird. Beispielsweise kann ein Beacon
vorgesehen sein, welches ein Auslösesignal aussendet. Das Auslösesignal kann einen
Code enthalten, der - nach einem Empfang durch das mobile Endgerät 230 - bei einer
Ausführung durch das mobile Endgerät 230 (gesteuert durch eine aktivierte Zugangsanwendung)
ein Aussenden des Informationssignals bewirkt. Die Zugangsanwendung kann beispielsweise
von dem Nutzer aktiviert werden oder durch ein Aufwecksignal einer weiteren (nicht
gezeigten) Sendeeinrichtung des Zugangssystems.
[0108] Die Positionsbestimmung durch das Positionsbestimmungsmodul 224 wird beispielhaft
mit Hilfe der Figuren 3a und 3b näher beschrieben. In dem Ausführungsbeispiel nach
Figur 3a erfolgt die Positionsbestimmung basierend auf dem ersten Winkeldatum und
dem RSSI (der beispielsweise durch ein nicht dargestelltes RSSI-Modul in bekannter
Weise bestimmt werden kann) des durch die Gateantennen 210 empfangenen Informationssignals.
[0109] Beispielhaft erfolgt die Bestimmung der Position in einem Polarkoordinatensystem
(es versteht sich, dass in der Praxis auch ein Kugelkoordinatensystem vorgesehen sein
kann). Der Ursprung 336 des Polarkoordinatensystems bildet beispielhaft der Mittelpunkt
der Gruppenantennenanordnung 308 (beispielsweise eine mittig angeordnete Gateantenne).
[0110] Vorliegend erstreckt sich senkrecht zur Vorderseite des Gates die Bezugsgerade 344,
die in einer horizontalen Ebene liegt. Die Bezugsgerade 344 ist insbesondere die Polarachse
344 des Polarkoordinatensystems. Die Positionsdaten (z.B. in der Form {r, ϕ}) des
mobilen Endgeräts 330 können durch das erste Winkeldatum 338 und den Radius 340, der
aus dem RSSI bestimmt wird, gebildet sein.
[0111] Wie in der Figur 3a gezeigt ist, kann ein Winkeldatumsbereich und ein Radiusbereich
angegeben sein, bei dem die Messtoleranzen bei der Radius- und Winkelbestimmung berücksichtig
sind. Die Positionsdaten können daher insbesondere den Bereich 342 angeben, in dem
sich das mobile Endgerät 330 augenblicklich befindet.
[0112] In dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3b erfolgt die Positionsbestimmung basierend
auf dem ersten Winkeldatum 338.1 und einem weiteren Winkeldatum 338.2, welches von
einer benachbarten Gruppenantennenanordnung 308.2 bestimmt wurde. Benachbart meint
insbesondere, dass sich die Gruppenantennenanordnung zumindest in der gleichen Gateanordnung
befindet. Vorzugsweise sind die Gruppenantennenanordnungen 308.1, 308.2 unmittelbar
benachbart.
[0113] Das Positionsbestimmungsmodul 224 bestimmt insbesondere den Schnittpunkt des ersten
Winkeldatums 338.1 und des weiteren Winkeldatums 338.2, wie aus der Figur 3b ersichtlich
ist. Um die Messtoleranzen zu berücksichtigen, kann der jeweilige Winkeldatumsbereich
verwendet werden und der Schnittbereich 342 bestimmt werden. Die Positionsdaten können
daher insbesondere den Bereich 342 angeben, in dem sich das mobile Endgerät 330 augenblicklich
befindet.
[0114] Das weitere Winkeldatum 338.2 kann insbesondere über die Empfangseinrichtungs-Schnittstelle
226 bereitgestellt werden.
[0115] Die Figur 4 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Informationssignals 446
gemäß der vorliegenden Anmeldung. Wie bereits beschrieben wurde, kann das Informationssignal
446 vorzugsweise ein Bluetooth-Informationssignal der Version 5.X sein.
[0116] Das Informationssignal 446 ist gebildet aus einem modulierten Signalabschnitt 458
und einem unmodulierten Signalabschnitt 456. Der modulierte Signalabschnitte 458 enthält
Dateninhalt und kann beispielhaft eine preamble 448 (z.B. 1 oder 2 Oktetts), ein access-address
Feld (z.B. 4 Oktetts), ein PDU (Payload Data Unit) (z.B. 2 bis 248 Oktetts) und ein
CRC (Cyclisch Redundanz Check) (z.B. 3 Oktetts) enthalten.
[0117] Der unmodulierte Signalabschnitt 456 kann zwischen 1 bis 300 µs unmodulierte Signaldauer
umfassen, vorzugsweise 16 bis 160 µs. Insbesondere kann der unmodulierte Signalabschnitt
456 ein CTE (Constant Tone Extension) sein. Dieser wird insbesondere auch bei einem
sogenannten "Whitening-Prozess" aus dem Informationssignal 446 nicht entfernt.
[0118] Die Figur 5 zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Zugangssystems 500 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Zur Vermeidung von Wiederholungen
werden nachfolgend im Wesentlichen nur die Unterschiede zu den vorherigen Ausführungsbeispielen
beschrieben, und ansonsten wird auf die vorherigen Ausführungen verwiesen. Ferner
sei angemerkt, dass zu Gunsten einer besseren Übersicht auf die Darstellung des Gates
verzichtet wurde. Das dargestellte Ausführungsbeispiel basiert insbesondere auf dem
"Angle of Departure" Schema.
[0119] Die Gruppenantennenanordnung 508 umfasst eine Gate-Sendeeinrichtung 560, die elektrisch
mit den Gateantennen 510 gekoppelt ist. Die Gate-Sendeeinrichtung 560 ist insbesondere
zur Steuerung der Aussendung eines ersten Gruppeninformationssignals 562 eingerichtet.
Das Gruppeninformationssignal 562 ist aus einer Mehrzahl von Einzelinformationssignalen
564.1, 564.2, 564.3 gebildet, die jeweils von den Gateantennen 510 ausgesendet werden.
Ein Einzelinformationssignal 564.1, 564.2, 564.3 kann beispielsweise gebildet sein,
wie in Figur 4 dargestellt.
[0120] Für eine optimierte Positionsbestimmung eines das Gruppeninformationssignal 562 empfangenen
mobilen Endgeräts 530 kann die Gate-Sendeeinrichtung 560 eingerichtet sein zum Steuern
des Aussendens des ersten Gruppeninformationssignals 562, derart, dass die jeweiligen
unmodulierten Signalabschnitte der Einzelinformationssignale 564.1, 564.2, 564.3 des
ersten Gruppeninformationssignals jeweils eine bestimmte Phasenbeziehung zueinander
haben. Diese kann einer Endgeräte-Empfangseinrichtung 566 bekannt sein. Insbesondere
kann dies bei der Positionsbestimmung berücksichtigt werden.
[0121] Wie ferner zu erkennen ist, weist das mobile Endgerät 530 eine Endgeräte-Empfangseinrichtung
566 auf, die insbesondere als Zugangsanwendung 566 gebildet ist. Die Zugangsanwendung
566 ist insbesondere als App auf dem mobilen Endgerät 530 (beispielsweise ein Smartphone
530) installiert.
[0122] Vorliegend umfasst die Zugangsanwendung 566 eine Mehrzahl von Software-Modulen 568,
570, 572. Beispielsweise kann eine Antenne 532 (via weitere Elemente, wie Filter,
A/D-Wandler, Verstärker etc.) (digitale) Antennensignale einem Empfangsmodul 568 bereitstellen.
Die (digitalen) Antennensignale basieren auf den empfangenen Einzelinformationssignalen
564.1, 564.2, 564.3.
[0123] Anders ausgedrückt ist das Empfangsmodul 568 eingerichtet zum Empfangen von Antennensignalen,
die zumindest basieren auf den jeweiligen unmodulierten Signalabschnitten von Einzelinformationssignalen
564.1, 564.2, 564.3 eines durch eine Antenne 532 des mobilen Endgeräts 530 empfangenen
Gruppeninformationssignals 562. Wie bereits beschrieben wurde, wurde das Gruppeninformationssignal
562 von einer Gruppenantennenanordnung 508 mit einer Mehrzahl von benachbart zueinander
angeordneten Gateantennen 510 eines Gates ausgesendet.
[0124] Mindestens ein Positionsbestimmungsmodul 572 ist in der Zugangsanwendung 566 vorgesehen,
eingerichtet zum Bestimmen von Positionsdaten des das Gruppeninformationssignal 562
empfangenden mobilen Endgeräts 530. Dies erfolgt insbesondere basierend auf dem unmodulierten
Signalabschnitt des Gruppeninformationssignals 562, also den jeweiligen unmodulierten
Signalabschnitten der jeweiligen Einzelinformationssignale 564.1, 564.2, 564.3 des
Gruppeninformationssignals 562.
[0125] Die Zugangsanwendung 566 kann insbesondere ein Demodulationsmodul 570 aufweisen.
Das Demodulationsmodul 570 kann (insbesondere in analoger Weise zu den vorherigen
Ausführungen) die Antennensignale demodulieren. Insbesondere kann für jedes Antennensignal
ein Amplitudendatum und ein Phasendatum bereitgestellt werden. Die Daten können dem
Positionsbestimmungsmodul 572 bereitgestellt werden.
[0126] Das Positionsbestimmungsmodul 572 kann (insbesondere in analoger Weise zu den vorherigen
Ausführungen) die Positionsdaten des mobilen Endgeräts 530 bestimmen, zumindest basierend
auf den bereitgestellten Amplituden- und Phasendaten eines ersten Gruppen-Antennensignals
562.
[0127] Ferner kann die Positionsbestimmung auf einem RSSI des Gruppen-Antennensignals 562
basieren. Dies kann insbesondere in analoger Weise zu den Ausführungen zur Figur 3a
erfolgen.
[0128] Alternativ oder zusätzlich kann das Positionsbestimmungsmodul 572 eingerichtet sein
zum Bestimmen der Positionsdaten des mobilen Endgeräts 530, basierend auf den demodulierten
ersten Antennensignalen und auf demodulierten zweiten Antennensignalen eines weiteren
Gruppeninformationssignals. Das weitere Gruppeninformationssignals kann ausgesendet
worden sein durch eine benachbart zu der ersten Gruppenantennenanordnung angeordnete
weitere Gruppenantennenanordnung (die insbesondere zumindest der gleichen Gateanordnung
zugeordnet sein kann).
[0129] Wie bereits beschrieben wurde, kann in den jeweiligen Einzelinformationssignalen
564.1, 564.2, 564.3 in den entsprechenden modulierten Signalabschnitten zumindest
eine Gatekennung als Dateninhalt enthalten sein. Basierend auf der Gatekennung kann
das Positionsbestimmungsmodul 572 das sendende Gate bzw. die entsprechende Gruppenantennenanordnung
identifizieren.
[0130] Nachdem die Winkeldaten zweier Gruppeninformationssignale unterschiedlicher Gates
(bestimmt durch die jeweilige Gatekennung) bestimmt wurden, kann insbesondere in analoger
Weise zu den Ausführungen zur Figur 3b eine Bestimmung der Positionsdaten des mobilen
Endgeräts 530 durch das Positionsbestimmungsmodul 572 erfolgen.
[0131] Die Figur 6 zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Zugangssystems 600 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Zur Vermeidung von Wiederholungen
werden nachfolgend im Wesentlichen nur die Unterschiede zu den vorherigen Ausführungsbeispielen
beschrieben, und ansonsten wird auf die vorherigen Ausführungen verwiesen, insbesondere
auf die Ausführungen zur Figur 5. Das dargestellte Ausführungsbeispiel basiert insbesondere
auf dem "Angle of Departure" Schema.
[0132] Das Zugangssystem 600 weist vorliegend mindestens eine Gateanordnung 674 auf mit
einem ersten Gate 602.1 und mindestens einem weiteren Gate 602.2. Vorzugsweise kann
eine Vielzahl von weiteren Gates vorgesehen sein, und/oder das Zugangssystem 600 kann
eine Vielzahl von (entfernt zueinander angeordneten) Gateanordnungen umfassen.
[0133] In jedem Gate 602.1, 602.2 kann die Struktur der (zu Gunsten einer besseren Übersicht
nicht im Detail dargestellten) Gateantennen gleich gebildet sein, insbesondere die
gleiche Gruppenantennenanordnung 608.1, 608.2 angeordnet sein.
[0134] Zudem können die Gateantennen in jedem Gate 602.1, 602.2 an der gleichen Position
im Gategehäuse 612 angeordnet sein. Wie ferner zu erkennen ist, sind auch sämtliche
Gates 602.1, 602.2 der Gateanordnung 674 in vorbestimmter Weise zueinander angeordnet.
Insbesondere ist zwischen jeden unmittelbar benachbarten Gates 602.1, 602.2 der Abstand
686 gleich.
[0135] Insbesondere kann dies bei jeder Gateanordnung des Zugangssystems der Fall sein.
Hierdurch kann eine einfachere Einstellung der elektrischen Bauteile und/oder des
Positionsbestimmungsalgorithmus erfolgen. Daher kann insbesondere eine einfachere
Installierung einer Gateanordnung erfolgen. Insbesondere kann das sogenannte "Finetuning"
am Installationsort der Gateanordnung mit einem geringeren Aufwand durchgeführt werden
oder sogar ganz entfallen.
[0136] Wie ferner zu erkennen ist, umfasst jedes Gate 602.1, 602.2 vorliegend ein lokales
Steuermodul 676.1, 676.2. Das lokale Steuermodul 676.1, 676.2 ist eingerichtet zum
Steuern des jeweiligen Gates 602.1, 602.2. Insbesondere kann das Steuermodul 676.1,
676.2 ein Passieren des jeweiligen Gates 602.1, 602.2 für einen Nutzer freigeben oder
sperren (wie nachfolgend beispielhaft noch näher erläutert werden wird). Bei anderen
Varianten der Anmeldung kann eine Gateanordnung auch nur ein einzelnes Steuermodul
zur Steuerung sämtlicher Gates der Gateanordnung umfassen.
[0137] Ferner umfasst das vorliegende Zugangssystem 600 ein Backendsystem 678. Das Backendsystem
678 kann aus einem oder mehreren Servern gebildet sein, die beispielsweise entfernt
angeordnet sind. Das Backendsystem 678 weist mindestens ein Kommunikationsmodul 680,
688 auf. Das mindestens eine Kommunikationsmodul 680, 688 ist eingerichtet zum Kommunizieren
mit einem Steuermodul 676.1, 676.2 eines Gates 602.1, 602.2 und/oder mit einem mobilen
Endgerät 630. Für den Fall, dass unterschiedliche Übertragungstechnologien vorgesehen
sind, kann eine entsprechende Anzahl unterschiedlicher Kommunikationsmodule 680, 688
vorgesehen sein.
[0138] Das mobile Endgerät 630 weist insbesondere eine zuvor beschriebene Zugangsanwendung
666 auf (zu Gunsten einer besseren Übersicht wurde auf eine Darstellung der einzelnen
Module verzichtet). Die Funktionsweise wird nachfolgend näher mit Hilfe der Figur
8 erläutert. Die Figur 8 zeigt ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens
gemäß der vorliegenden Anmeldung, insbesondere zum Betreiben bzw. Ausführen einer
Zugangsanwendung 666.
[0139] Während des Betriebs des Zugangssystems 600 sendet jede Gruppenantennenanordnung
608.1, 608.2 (periodisch, nahezu kontinuierlich) die genannten Gruppeninformationssignale
662.1, 662.2 aus.
[0140] Gelangt ein mobiles Endgerät 630 in die Reichweite mindestens einer Gruppenantennenanordnung
608.1, 608.2, empfängt eine (Bluetooth-) Antenne 632 das Gruppeninformationssignal
662.1, 662.2 (bzw. die jeweiligen Einzelinformationssignale). Die Antenne (und weitere
Bauelemente, wie Filter, Verstärker, A/D-Wandler etc.) kann die jeweiligen Antennensignale
einer aktivierten Zugangsanwendung 666 bzw. einer Endgeräte-Empfangseinrichtung bereitstellen.
[0141] In einem Schritt 801 erfolgt ein Empfangen, insbesondere durch mindestens ein Empfangsmodul
(welches insbesondere als bidirektionale Schnittstelle gebildet sein kann), der genannten
Antennensignale. Diese basieren zumindest auf den jeweiligen unmodulierten Signalabschnitten
von Einzelinformationssignalen eines durch eine Antenne des mobilen Endgeräts empfangenen
Gruppeninformationssignals 662.1, 662.2.
[0142] In den Schritten 802 und 803 erfolgt ein Bestimmen von Positionsdaten des das Gruppeninformationssignal
empfangenen mobilen Endgeräts 630. Dies erfolgt zumindest basierend auf den unmodulierten
Signalabschnitten der EinzelInformationssignale.
[0143] Insbesondere kann in Schritt 802 in zuvor beschriebener Weise eine I&Q-Demodulation
durch ein Demodulationsmodul der Zugangsanwendung 666 durchgeführt werden. Anschließend
können in Schritt 803 in zuvor beschriebener Weise die (augenblicklichen) Positionsdaten
des mobilen Endgeräts 630 bestimmt werden.
[0144] In Schritt 804 erfolgt insbesondere ein Bewirken eines Aussendens, durch die Zugangsanwendung
666 (beispielsweise die bidirektionale Schnittstelle oder ein Sendemodul), zumindest
der bestimmten Positionsdaten. Bei einem bevorzugten Beispiel kann ein Datensatz ausgesendet
werden, enthaltend die durch das mindestens eine Gruppeninformationssignal empfangene
Gatekennung, mindestens ein Authentifizierungsdatum, wie eine Nutzerkennung (z.B.
ein Nutzername, eine Endgerätekennung, wie die IMEI, etc.) und/oder eine Ticketinformation.
Es versteht sich, dass weitere Daten enthalten sein können, wie ein Zeitstempel.
[0145] Dieser Datensatz kann über ein Kommunikationsnetz 682 an das Backendsystem 678 übertragen
werden. Das Backendsystem 678 kann die Nutzerkennung und/oder das Authentifizierungsdatum
prüfen. Ist der Nutzer zum Passieren des in dem Datensatz genannten Gates 602.1, 602.2
berechtigt, kann das Backendsystem 678 zumindest die Positionsdaten des mobilen Endgeräts
630 an ein Steuermodul 676.1, 676.2 (basierend auf der Gatekennung) weiterleiten.
Die über einen weiteren Eingang 684 des Backendsystems 678 evtl. erhaltenen zusätzlichen
Sensordaten, wie Kameradaten RF-Sensorikdaten etc., können optional den Positionsdaten
hinzugefügt werden. Zudem kann ein Freigabedatum (und/oder eine Nutzerkennung) übertragen
werden, das anzeigt, dass der Nutzer zum Passieren berechtigt ist.
[0146] Wie bereits beschrieben wurde, können die Schritte 801 bis 804 vorzugsweise periodisch,
nahezu kontinuierlich durchgeführt werden, um ein Bewegungsprofil des mobilen Endgeräts
630 zu erhalten. Hierdurch kann in zuverlässiger Weise das richtige Gate 676.1, 676.2
für den entsprechenden Nutzer zum richtigen Zeitpunkt freigegeben werden (nicht zu
früh, so dass eine unberechtigte Person das Gate 676.1, 676.2 passieren könnte; und
auch nicht zu spät, so dass keine Verzögerung der Nutzerbewegung erfolgt). Dies wird
durch die sehr exakte anmeldungsgemäße Positionsbestimmung des Nutzers ermöglicht.
[0147] Ferner versteht es sich, dass alternativ oder zusätzlich ein Gate 676.1, 676.2 eine
Schnittstelleneinrichtung (ein Lesegerät) aufweisen kann, um ein Authentifizierungsdatum,
beispielsweise in Form eines auslesbaren Zugangscodes, zu erfassen und eine Prüfung
zu veranlassen (z.B. Magnetstreifencode, Barcode, QR-Code, RFID-Kennung, eine andere
auslesbare Nutzer- oder Mobilgerätkennung etc.).
[0148] Die Figur 7 zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Zugangssystems 700 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Zur Vermeidung von Wiederholungen
werden nachfolgend im Wesentlichen nur die Unterschiede zu den vorherigen Ausführungsbeispielen
beschrieben, und ansonsten wird auf die vorherigen Ausführungen verwiesen, insbesondere
auf die Ausführungen zu den Figuren 2 und 6. Das dargestellte Ausführungsbeispiel
basiert insbesondere auf dem "Angle of Arrival" Schema.
[0149] Im Vergleich zu dem Ausführungsmodul der Figur 6 weisen vorliegend die Gates Gruppenantennenanordnungen
708.1, 708.2 auf, die jeweils über eine Gate-Empfangseinrichtung verfügen. Das mobile
Endgerät 730 verfügt über eine (aktivierte) Zugangsanwendung, die ein Aussenden eines
Informationssignals bewirkt. Beispielsweise kann die Zugangsanwendung durch den Erhalt
eines ersten Beacon-Signals geweckt, also aktiviert worden sein. Durch das gleiche
Signal oder ein weiteres Beacon-Signal kann die Zugangsanwendung veranlasst werden,
ein (periodisches, nahezu kontinuierliches) Aussenden des Informationssignals 734
zu bewirken.
[0150] Die Funktionsweise wird nachfolgend näher mit Hilfe der Figur 9 erläutert. Die Figur
9 zeigt ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß der vorliegenden
Anmeldung, insbesondere zum Betreiben eines Gates 702.1, 702.2.
[0151] Wie bereits beschrieben wurde, kann eine aktivierte Zugangsanwendung eines mobilen
Endgeräts 730 bewirken, dass ein Informationssignal 734 (periodisch, nahezu kontinuierlich)
ausgesendet wird. Das Informationssignal 734 kann in seinem modulierten Signalabschnitt
als Dateninhalt zumindest ein Authentifizierungsdatum enthalten, wie eine Nutzerkennung
(z.B. ein Nutzername, eine Endgerätekennung, wie die IMEI, etc.) und/oder eine Ticketinformation.
[0152] In einem Schritt 901 erfolgt ein Empfangen, durch die Gateantennen mindestens einer
Gruppenantennenanordnung 708.1, 708.2 eines Gates 702.1, 702.2, des Informationssignals
734. Neben dem genannten modulierten Signalabschnitt enthält das Informationssignal
734 mindestens einen unmodulierten Signalabschnitt.
[0153] In Schritt 902 erfolgt ein Bereitstellen, durch die Gateantennen, von Antennensignalen,
die jeweils auf dem unmodulierten Signalabschnitt des Informationssignals basieren,
wie bereits beschrieben wurde.
[0154] Anschließend erfolgt in Schritt 903 ein Bestimmen von Positionsdaten des das Informationssignal
734 aussendenden mobilen Endgeräts 730, zumindest basierend auf dem unmodulierten
Signalabschnitt des Informationssignals 734. Wie bereits beschrieben wurde, können
insbesondere zunächst eine Demodulation und danach eine Positionsbestimmung erfolgen.
[0155] Die bestimmten Positionsdaten können in Schritt 904 einem Steuermodul 776.1, 776.2
zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich kann dem Steuermodul 776.1, 776.2 der Dateninhalt
des Informationssignals 734 zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise kann eine
Überprüfung der Berechtigung des Nutzers zum Passieren des Gates 702.1, 702.2 erfolgen,
basierend auf dem mindestens einen Authentifizierungsdatum.
[0156] Für die Überprüfung kann eine Kommunikation mit dem Backendsystem 778 erfolgen, das
insbesondere einen Datenabgleich zwischen dem Authentifizierungsdatum und gespeicherten
Nutzerdaten durchführen kann. Die über einen weiteren Eingang 784 evtl. erhaltenen
zusätzlichen Sensordaten, wie Kameradaten etc., können optional dem Steuermodul 776.1,
776.2 zur Verfügung gestellt werden.
[0157] Das Steuermodul 776.1, 776.2 kann einen Durchgang durch das Gate 702.1, 702.2 freigeben,
basierend auf den Positionsdaten (und ggf. weiteren Sensordaten) und beispielsweise
dem Überprüfungsergebnis. Eine Freigabe kann insbesondere nur dann erfolgen, wenn
die Überprüfung des Authentifizierungsdatums ergibt, dass der Nutzer zum Passieren
des Gates 702.1, 702.2 berechtigt ist und die Positionsdaten zeigen, dass der Nutzer
das Gate 702.1, 702.2 tatsächlich passieren möchte. Andernfalls kann das Gate 702.1,
702.2 gesperrt bleiben.
[0158] Wie bereits beschrieben wurde, können die Schritte 901 bis 904 vorzugsweise periodisch,
nahezu kontinuierlich durchgeführt werden, um ein Bewegungsprofil des mobilen Endgeräts
730 zu erhalten. Hierdurch kann in zuverlässiger Weise das richtige Gate 702.1, 702.2
für den Nutzer zum richtigen Zeitpunkt freigegeben werden (nicht zu früh, so dass
eine unberechtigte Person das Gate passieren könnte; und auch nicht zu spät, so dass
keine Verzögerung der Nutzerbewegung erfolgt). Dies wird durch die sehr exakte anmeldungsgemäße
Positionsbestimmung des Nutzers ermöglicht.
[0159] Ferner versteht es sich, dass alternativ oder zusätzlich ein Gate 702.1, 702.2 eine
Schnittstelleneinrichtung (ein Lesegerät) aufweisen kann, um ein Authentifizierungsdatum,
beispielsweise in Form eines auslesbaren Zugangscodes, zu erfassen und eine Prüfung
zu veranlassen (z.B. Magnetstreifencode, Barcode, QR-Code, RFID-Kennung, eine andere
auslesbare Nutzer- oder Mobilgerätkennung etc.).
1. Zugangssystem (100, 200, 500, 600, 700), umfassend:
- mindestens ein erstes Gate (102, 602.1, 602.2, 702.1, 702.2), eingerichtet zum Ermöglichen
eines Zugangs von einem ersten Bereich (104) zu einem zweiten Bereich (106),
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erste Gate (102, 602.1, 602.2, 702.1, 702.2) mindestens eine erste Gruppenantennenanordnung
(108, 208, 308, 308.1, 308.2, 508, 608.1, 608.2, 708.1, 708.2) umfasst, eingerichtet
zum Verarbeiten mindestens eines Informationssignals (234, 446, 564.1, 564.2, 564.3,
562, 662.1, 662.2, 734), enthaltend mindestens einen modulierten Signalabschnitt (458)
und mindestens einen unmodulierten Signalabschnitt (456),
- wobei die erste Gruppenantennenanordnung (108, 208, 308, 308.1, 308.2, 508, 608.1,
608.2, 708.1, 708.2) eine Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten Gateantennen
(110, 210, 510) umfasst.
2. Zugangssystem (100, 200, 700) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Gruppenantennenanordnung (108, 208, 308, 308.1, 308.2, 508, 608.1, 608.2,
708.1, 708.2) mindestens eine mit den Gateantennen (110, 210) gekoppelte Gate-Empfangseinrichtung
(220) umfasst, und
- die Gate-Empfangseinrichtung (220) eingerichtet ist zum Bestimmen von Positionsdaten
(338, 338.1, 338.2, 340, 342) eines das Informationssignal (234, 446, 734) aussendenden
mobilen Endgeräts (230, 330, 730), zumindest basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt
(456) eines empfangenen Informationssignals (234, 446, 734).
3. Zugangssystem (100, 200, 700) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jede der Gateantennen (110, 210) eingerichtet ist zum Bereitstellen eines Antennensignals,
basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt (456) des empfangenen Informationssignals
(234, 446, 734), und
- die Gate-Empfangseinrichtung (220) mindestens ein Demodulationsmodul (222) umfasst,
eingerichtet zum Demodulieren der bereitgestellten Antennensignale.
4. Zugangssystem (100, 200, 700) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Demodulationsmodul (222) eingerichtet ist zum Demodulieren der bereitgestellten
Antennensignale, derart, dass für jedes der Antennensignale ein Amplitudendatum und
ein Phasendatum des unmodulierten Signalabschnitts (456) bestimmt wird.
5. Zugangssystem (100, 200, 700) nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Gate-Empfangseinrichtung (220) mindestens ein Positionsbestimmungsmodul (224)
umfasst, eingerichtet zum Bestimmen eines ersten Winkeldatums, basierend auf den bestimmten
Amplitudendaten und den bestimmten Phasendaten der Antennensignale, und
- das Positionsbestimmungsmodul (224) eingerichtet ist zum zumindest teilweisen Bestimmen
der Positionsdaten, zumindest basierend auf dem bestimmten ersten Winkeldatum.
6. Zugangssystem (100, 200, 700) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Positionsbestimmungsmodul (224) eingerichtet ist zum Bestimmen der Positionsdaten,
basierend auf dem bestimmten ersten Winkeldatum und dem RSSI des durch die Gateantennen
(110, 210, 510) empfangenen Informationssignals (234, 446, 734).
7. Zugangssystem (100, 500, 600) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Gruppenantennenanordnung (108, 508, 608.1, 608.2) mindestens eine mit
den Gateantennen (110, 510) gekoppelte Gate-Sendeeinrichtung (560) umfasst, eingerichtet
zum Steuern eines Aussendens eines ersten Gruppeninformationssignals (562, 662.1,
662.1) durch die Gateantennen (110, 510),
- wobei das erste Gruppeninformationssignal (562, 662.1, 662.1) eine Mehrzahl von
Einzelinformationssignalen (446, 564.1, 564.2, 564.3) enthält, die jeweils von den
Gateantennen (110, 510) ausgesendet werden.
8. Zugangssystem (100, 500, 600) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Gate-Sendeeinrichtung (560) eingerichtet zum Steuern des Aussendens des ersten
Gruppeninformationssignals (562, 662.1, 662.1), derart, dass die jeweiligen unmodulierten
Signalabschnitte (456) der Einzelinformationssignale (446, 564.1, 564.2, 564.3) des
ersten Gruppeninformationssignals (562, 662.1, 662.1) jeweils eine bestimmte Phasenbeziehung
zueinander haben.
9. Zugangssystem (100, 500, 600) nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Zugangssystem (100, 500, 600) mindestens eine in einem mobilen Endgerät (530,
630) angeordnete Endgeräte-Empfangseinrichtung (566, 666) umfasst, die mit einer Antenne
(532, 632) des mobilen Endgeräts (530, 630) gekoppelt ist,
- wobei die Endgeräte-Empfangseinrichtung (566, 666) mindestens ein Demodulationsmodul
(570) umfasst, eingerichtet zum Demodulieren von ersten Antennensignalen, die aus
dem durch die Antenne (532, 632) des mobilen Endgeräts (530, 630) empfangenen ersten
Gruppeninformationssignal (562, 662.1, 662.1) resultieren.
10. Zugangssystem (100, 500, 600) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Endgeräte-Empfangseinrichtung (566, 666) mindestens ein Positionsbestimmungsmodul
(572) umfasst, eingerichtet zum Bestimmen von Positionsdaten des mobilen Endgeräts
(530, 630), basierend auf den demodulierten ersten Antennensignalen, insbesondere
des für jedes erste Antennensignal bestimmten Phasendatums und des für jedes erste
Antennensignal bestimmten Amplitudendatums.
11. Zugangssystem (100, 500, 600) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Positionsbestimmungsmodul (572) eingerichtet ist zum Bestimmen der Positionsdaten
des mobilen Endgeräts (530, 630), basierend auf den demodulierten ersten Antennensignalen
und dem RSSI des durch die Antenne (532, 632) des mobilen Endgeräts (530, 630) empfangenen
ersten Informationssignals,
und/oder
- das Positionsbestimmungsmodul (572) eingerichtet ist zum Bestimmen der Positionsdaten
des mobilen Endgeräts (530, 630), basierend auf den demodulierten ersten Antennensignalen
und auf demodulierten zweiten Antennensignalen eines weiteren Gruppeninformationssignals
(562, 662.1, 662.2), das durch eine benachbart zu der ersten Gruppenantennenanordnung
(108, 508, 608.1, 608.2) angeordneten weiteren Gruppenantennenanordnung (108, 508,
608.1, 608.2) ausgesendet wurde.
12. Zugangssystem (100, 200, 500, 600, 700) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Gate (102, 602.1, 602.2, 702.1, 702.2) ein Steuermodul (676.1, 676.2, 776.1,
776.2) umfasst, und
- das Steuermodul (676.1, 676.2, 776.1, 776.2) eingerichtet ist zum Steuern des Zugangs
durch das Gate (102, 602.1, 602.2, 702.1, 702.2), basierend auf bestimmten Positionsdaten
eines mobilen Endgeräts (230, 330, 530, 630, 730).
13. Zugangssystem (100, 200, 500, 600, 700) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Zugangssystem (100, 200, 500, 600, 700) mindestens ein Backendsystem (678, 778)
umfasst,
- wobei das Backendsystem (678, 778) mindestens ein Kommunikationsmodul (680, 668,
780) umfasst, eingerichtet zum Kommunizieren mit einem Steuermodul (676.1, 676.2,
776.1, 776.2) eines Gates (102, 602.1, 602.2, 702.1, 702.2) und/oder mit einem mobilen
Endgerät (230, 330, 530, 630, 730), und
- das Kommunikationsmodul (680, 780) insbesondere eingerichtet ist zum Übertragen
an das Steuermodul (676.1, 676.2, 776.1, 776.2) von mindestens einem der Daten aus
der Gruppe, umfassend:
- Positionsdaten des mobilen Endgeräts (230, 330, 530, 630, 730),
- ein dem mobilen Endgerät (230, 330, 530, 630, 730) zugeordneten Authentifizierungsdatums,
- ein Kameradatum,
- ein Nahfeldsensordatum,
- ein Fernfeldsensordatum.
14. Verfahren zum Betreiben eines Zugangssystems (100, 200, 700) mit mindestens einem
Gate (102, 702.1, 702.2), wobei das Gate (102, 702.1, 702.2) eine Gruppenantennenanordnung
(108, 208, 308, 308.1, 308.2, 708.1, 708.2) umfasst, die eine Mehrzahl von benachbart
zueinander angeordneten Gateantennen (110, 210, 510) und eine mit den Gateantennen
(110, 210, 510) gekoppelte Empfangseinrichtung (220) umfasst, das Verfahren umfassend:
- Empfangen, durch die Gateantennen (110, 210, 510), eines Informationssignals (446),
das mindestens einen modulierten Signalabschnitt (458) und mindestens einen unmodulierten
Signalabschnitt (456) enthält,
- Bereitstellen, durch die Gateantennen (110, 210, 510), von Antennensignalen, die
jeweils auf dem unmodulierten Signalabschnitt (456) des empfangenen Informationssignals
(446) basieren, und
- Bestimmen von Positionsdaten eines das Informationssignal (446) aussendenden mobilen
Endgeräts (230, 330, 730), zumindest basierend auf den bereitgestellten Antennensignalen.
15. Zugangsanwendung (566, 666), insbesondere in Form einer durch einen Prozessor eines
mobilen Endgeräts (530, 630) ausführbaren Softwareanwendung (566, 666), zur Installation
auf einem mobilen Endgerät (530, 630), umfassend:
- mindestens ein Empfangsmodul (568), eingerichtet zum Empfangen von Antennensignalen,
die zumindest auf den jeweiligen unmodulierten Signalabschnitten (456) von Einzelinformationssignalen
(446, 564.1, 564.2, 564.3) eines durch eine Antenne (532, 632) des mobilen Endgeräts
(530, 630) empfangenen Gruppeninformationssignals (562, 662.2, 662.2) basieren,
- wobei das Gruppeninformationssignal (562, 662.2, 662.2) von einer Gruppenantennenanordnung
(108, 508, 608.1, 608.2,) mit einer Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten
Gateantennen (510) eines Gates (102, 602.1, 602.2) ausgesendet wurde, und
- mindestens ein Positionsbestimmungsmodul (572), eingerichtet zum Bestimmen von Positionsdaten
des das Gruppeninformationssignal (562, 662.2, 662.2) empfangenen mobilen Endgeräts
(530, 630), zumindest basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt (456) der Einzelinformationssignale
(446, 564.1, 564.2, 564.3) des Gruppeninformationssignals (562, 662.2, 662.2).
16. Verfahren zum Betreiben einer Zugangsanwendung (566, 666), insbesondere einer Zugangsanwendung
(566, 666) nach Anspruch 15, umfassend:
- Empfangen von Antennensignalen, die zumindest auf den jeweiligen unmodulierten Signalabschnitten
(456) von Einzelinformationssignalen (446, 564.1, 564.2, 564.3) eines durch eine Antenne
(532, 632) des mobilen Endgeräts (530, 630) empfangenen Gruppeninformationssignals
(562, 662.2, 662.2) basieren,
- wobei das Gruppeninformationssignal (562, 662.2, 662.2) von einer Gruppenantennenanordnung
(508, 608.1, 608.2) mit einer Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten Gateantennen
(110, 510) eines Gates (102, 602.1, 602.2) ausgesendet wurde, und
- Bestimmen von Positionsdaten des das Gruppeninformationssignal empfangenden mobilen
Endgeräts (530, 630), zumindest basierend auf dem unmodulierten Signalabschnitt (456)
der Einzelinformationssignale (446, 564.1, 564.2, 564.3) des Gruppeninformationssignal
(562, 662.2, 662.2).