[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Durchdrückverpackung mit einer Vorderwand
und einer Rückwand, die unter Einschluss eines Aufnahmeraums zwischen sich flächig
miteinander verbunden sind, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Die vorliegende
Erfindung betrifft weiter eine Polymerlagenanordnung zur Bildung einer Vorderwand
oder/und einer Rückwand einer solchen Durchdrückverpackung gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 15.
[0002] Eine Durchdrückverpackung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist
aus der
US 2005/284789 A1 bekannt.
[0003] Auch aus der
WO 2009/143234 A1 ist eine Durchdrückverpackung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1
bekannt. Deren Materialschwächungen sind durch Laser-Ritzen, sogenanntes "Laser-Scoring"
hergestellt.
[0004] Durchdrückverpackungen sind seit geraumer Zeit, beispielsweise zum vereinzelten Verpacken
von Tabletten, Kaugummis oder anderen einzelnen verpackten stückigen Füllgütern bekannt.
Üblich waren zu diesem Zweck bislang beispielsweise sogenannte Blisterverpackungen,
die durchsichtig oder undurchsichtig ausgestaltet waren und aus einer Kombination
einer Kunststofffolie und einer zu öffnenden Aluminiumabdeckung bestanden. Die Aluminiumabdeckung
wurde bei einem Öffnen der Verpackung zerstört, indem der verpackte Gegenstand von
der Gegenseite, d. h. von der Kunststofffolienseite der Verpackung her gegen die Innenseite
der Aluminiumabdeckung gedrückt wurde, bis diese dem ausgeübten Druck nicht mehr standhielt
und barst oder von der Kunststofffolie getrennt wurde. Als Material für solche bekannten
Durchdrückverpackungen wurde in der Regel tiefgezogenes Polyvinylchlorid in einer
Kombination mit Polyethylen verwendet, um vielfältiges Polyvinylchlorid zu erhalten,
aus welchem ein Verpackungsbehälter gebildet wurde, der sodann mit der Aluminiumabdeckung
verschlossen wurde. Zu diesem Zweck war die Aluminiumabdeckung einseitig mit einer
dünnen Siegelschicht, üblicherweise Heißsiegellack, beschichtet.
[0005] Die letztgenannten bekannten Durchdrückverpackungen weisen mehrere Nachteile auf.
So ist zum Öffnen solcher bekannter Verpackungen ein erheblicher Kraftaufwand notwendig,
da die Aluminiumabdeckung durchbrochen werden musste, diese jedoch aufgrund ihrer
Metallstruktur und ihrer Dicke, die notwendig ist, um eine stabile und dichte Durchdrückverpackung
gemäß dem bisher bekannten Aufbau zu erzeugen, eine hohe Durchdrückfestigkeit aufwies.
[0006] Ein weiterer, wesentlicher Nachteil dieser bisher bekannten Durchdrückverpackungen
besteht ferner im teuren Materialeinsatz, nämlich der Verwendung einer Aluminiumfolie
in hoher Schichtdicke sowie ferner in der Tatsache, dass vielfältige unterschiedliche
Materialien, wie beispielsweise Kunststoffe in Kombination mit Aluminium zum Einsatz
kommen, die aufgrund ihrer Heterogenität, aber auch der hohen Schichtdicke des Aluminiums
schwierig zu recyceln sind.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine technische Lehre anzugeben, mit welcher
die vorgenannten Nachteile einer Durchdrückverpackung vermeidbar sind.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Durchdrückverpackung mit allen
Merkmalen des Anspruch 1. Eine solche Durchdrückverpackung umfasst eine Vorderwand
und eine Rückwand, die unter Einschluss eines Aufnahmeraums zwischen sich flächig
miteinander verbunden sind, wobei ein Fügebereich, in welchem die Vorderwand und die
Rückwand miteinander verbunden sind, den Aufnahmeraum vollständig umgibt. Die Vorderwand
und die Rückwand sind jeweils aus einer Polymerlagenanordnung gebildet, wobei wenigstens
eine Polymerlagenanordnung als Öffnungslagenanordnung im Erstreckungsbereich des Aufnahmeraums
eine die Reiß- oder/und die Berstfestigkeit der Öffnungslagenanordnung im Vergleich
zu einer identisch aufgebauten, aber ungeschwächten Polymerlagenanordnung vermindernde
Materialschwächungsformation aufweist. Die Öffnungslagenanordnung weist einen um die
Materialschwächungsformation geschlossen umlaufenden ungeschwächten Bereich auf, in
dem die Öffnungslagenanordnung frei von Materialschwächungen ist. Die Vorderwand und
die Rückwand zusammengenommen sind zu mehr als 95 Gewichts-% aus Polymerlagen derselben
Polymerfamilie gebildet.
[0009] Durch Ausbilden der Materialschwächungsformation in einer der Polymerlagenanordnungen
kann die Reiß- oder/und die Berstfestigkeit der dann als Öffnungslagenanordnung dienenden,
weil zum Öffnen des Aufnahmeraums bestimmten Polymerlagenanordnung soweit herabgesetzt
werden, dass ein im Aufnahmeraum aufgenommener Festkörper durch die Öffnungslagenanordnung
hindurch unter lokaler Aufgabe des Materialzusammenhangs der Öffnungslagenanordnung
aus der Durchdrückver packung entnommen werden kann. Die Öffnungslagenanordnung der
Durchdrückverpackung kann mit dem im Aufnahmeraum aufgenommenen Festkörper durch den
Benutzer manuell so stark belastet werden, dass sie am Ort der Materialschwächungsformation
birst oder reißt.
[0010] Durch Ausbilden der Vorderwand und der Rückwand der Durchdrückverpackung derart,
dass sie zusammengenommen zu mehr als 95 Gew.-% aus Polymerlagen derselben Polymerfamilie
gebildet sind, wird eine ausreichend sortenreine Durchdrückverpackung erhalten, die
nach Gebrauch, also nach Entleerung ihres wenigstens einen Aufnahmeraums, effektiv
und effizient sowie mit verhältnismäßig geringem Aufwand umfangreich wiederverwertet
werden kann. So kann beispielsweise das Polymer derselben Polymerfamilie der Durchdrückverpackung
als Werkstoff wiedergewonnen und zur Herstellung neuer Produkte unter Polymerbeteiligung
erneut verwendet werden.
[0011] Dadurch, dass die Materialschwächungsformation im Bereich des Aufnahmeraums ausgebildet
ist, jedoch von einem ungeschwächten Bereich der Öffnungslagenanordnung geschlossen
umlaufend umgeben ist, wird die zum Öffnen des Aufnahmeraums ausgebildete Polymerlagenanordnung,
also die Öffnungslagenanordnung, lokal durch die Materialschwächungsformation nur
dort geschwächt, wo dies erforderlich ist. In Bereichen, in denen ein Öffnen des Aufnahmeraums
nicht erwünscht oder aufgrund der Ausgestaltung der Durchdrückverpackung nicht möglich
ist, ist die Öffnungslagenanordnung ungeschwächt und mit ihrer bauartbedingt maximal
möglichen Festigkeit und Dichtigkeit bereitgestellt.
[0012] Die Materialschwächungsformation durchdringt jene Wand aus Vorderwand oder/und Rückwand
in Dickenrichtung nicht vollständig, sodass der Aufnahmeraum durch die Vorderwand,
die Rückwand und deren Verbindung miteinander hermetisch gegenüber der Außenumgebung
abgeschlossen ist. Vorzugsweise ist daher die Materialschwächungsformation zum erleichterten
Öffnen des Aufnahmeraums nur in einem Teil der Polymerlagen der Öffnungslagenanordnung
ausgebildet.
[0013] Die Durchdrückverpackung ist nur durch die Vorderwand und die mit ihr bei bestimmungsgemäßem
Gebrauch unlösbar verbundene Rückwand gebildet. Die dauerhafte, nicht-peelfähige Verbindung
von Vorder- und Rückwand kann durch Heißsiegeln oder durch Kleben gebildet sein. Jede
Polymerlagenanordnung bildet somit bevorzugt sowohl eine Außenseite der Durchdrückverpackung
als auch eine den Aufnahmeraum begrenzende Innenseite der Durchdrückverpackung.
[0014] Die Minderung der Reiß- oder/und Berstfestigkeit der Öffnungslagenanordnung durch
Ausbilden der Materialschwächungsformation kann betragsmäßig durch entsprechende Ausgestaltung
der Materialschwächungsformation eingestellt werden. So kann die Tiefe der Materialschwächungsformation,
mit welcher diese lokal einen Materialzusammenhang in Dickenrichtung der Öffnungslagenanordnung
aufhebt, ebenso den jeweiligen Anforderungen entsprechend gewählt werden, wie die
Abmessungen einer Perforation eines Dickenabschnitts der Öffnungslagenanordnung. So
können im Beispiel einer Perforation als der Materialschwächungsformation die zwischen
zwei Perforationsschwächungen verbliebenen ungeschwächten Materialstege in der Länge
entsprechend der gewünschten Reiß- oder/und Berstfestigkeit gewählt werden.
[0015] In vorteilhafter Weise ist die in der Öffnungslagenanordnung vorgesehene Materialschwächung
auf mechanische Weise ausgebildet, etwa durch Klingen oder/und Nadeln, beispielsweise
durch Bearbeitung mit einer mit Klingen oder/und mit Nadeln versehenen Walze. Auf
diese Weise kann eine aufwändige und teure Perforation oder Teilschlitzung der Öffnungslagenanordnung
mittels Laserstrahlen vermieden und auf gängige mechanische Werkzeuge zurückgegriffen
werden, die an üblichen Abpackmaschinen, wie beispielsweise Streifenverpackungsanlagen,
ohnehin oft im Einsatz sind. Eine durch Laser gebildete Materialschwächungsformation
soll jedoch nicht ausgeschlossen sein.
[0016] Vorzugsweise besteht die Vorderwand nur aus der genannten Polymerlagenanordnung.
Ebenso vorzugsweise besteht die Rückwand nur aus der genannten Polymerlagenanordnung.
Denkbar ist jedoch auch dass die Vorderwand oder/und die Rückwand weitere Lagen als
nur die Polymerlagenanordnung aufweist, die allerdings gesondert und nachträglich
auf die Vorder- oder/und Rückwand aufgebracht sind, beispielsweise durch Anordnung
eines gesonderten Etiketts auf der Außenseite der jeweiligen Wand. Die gesondert nachträglich
aufgebrachte weitere Lage kann eine kleinere Fläche einnehmen als die sie tragende
Wand. Die Durchdrückverpackung - ohne Füllgut - besteht bevorzugt auch mit einem gesondert
aufgebrachten Etikett zu mehr als 95 Gew.-% aus einem oder mehreren Polymeren derselben
Polymerfamilie.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich die Materialschwächung
über einen Zentralbereich des Aufnahmeraums oder/und entlang wenigstens eines Abschnitts
eines den Aufnahmeraum seitlich begrenzenden Aufnahmeraumrands. Auf diese Weise kann
konstruktiv festgelegt werden, wie und an welcher Stelle die den Aufnahmeraum begrenzende
Öffnungslagenanordnung bestimmungsgemäß unter Druckausübung birst oder reißt. In vorteilhafter
Weise kann so vermieden werden, dass der zunächst verpackte Gegenstand bei seiner
Entnahme aus dem Aufnahmeraum ungerichtet aus der Durchdrückverpackung herausgeschleudert
wird, wie dies bei bislang bekannten mit einer Aluminiumfolie verschlossenen Durchdrückverpackungen
der Fall sein konnte.
[0018] In vorteilhafter Weise erstreckt sich hierbei die Materialschwächung entweder über
einen Zentralbereich des Aufnahmeraums, so dass das herausgedrückte Füllgut bei einer
horizontal gehaltenen neuartigen Durchdrückverpackung unmittelbar unter der Verpackung
zu liegen kommt, oder aber durch einen sich durch das Herausdrücken ergebenden Folienspalt
unmittelbar in die Hand eines Benutzers fällt.
[0019] Gemäß einer alternativen Ausführungsform erstreckt sich die Materialschwächung entlang
wenigstens eines Abschnitts einer benachbart zu einem Rand des Aufnahmeraums verlaufenden
Spur. In diesem Fall wird der sich durch das Herausdrücken ergebende Öffnungsspalt
an einem Rand des Aufnahmeraums erzeugt, durch den wiederum das Verpackungsgut gezielt
entnommen werden kann. Die Materialschwächung kann auch vollständig geschlossen umlaufend
ausgebildet sein, sodass ein von ihr umgebener Abschnitt der Öffnungslagenanordnung
komplett entfernt werden kann oder dieser Abschnitt nur mehr entlang eines Teilbereichs
der Begrenzung des Aufnahmeraums mit der übrigen Durchdrückverpackung verbunden bleibt.
[0020] Grundsätzlich ist Sortenreinheit eine hilfreiche Voraussetzung für die Wiederverwertbarkeit
einer aus Polymerlagen gebildeten Verpackung. Die Wiederverwertbarkeit der hier vorgestellten
Durchdrückverpackung kann noch dadurch verbessert werden, dass nicht nur die Verpackung
als Ganzes, sondern dass jede ihrer Wände für sich alleine genommen, also dass sowohl
die Vorderwand als auch die Rückwand jeweils für sich alleine genommen zu mehr als
95 Gew.-% aus Polymerlagen ein und derselben Polymerfamilie gebildet sind.
[0021] Dabei ist die genannte Grenze von 95 Gew.-% nur eine Untergrenze für die Sortenreinheit.
Bevorzugt sind mehr als 98 Gew.-% der Vorderwand und der Rückwand zusammengenommen,
stärker bevorzugt der Vorderwand und der Rückwand jeweils für sich alleine genommen,
aus Polymerlagen ein und derselben Polymerfamilie gebildet.
[0022] Die Polymerfamilie kann Polyester sein, beispielsweise bevorzugt Polyethylenterephthalat,
was die Ausbildung besonders dünner Polymerlagenanordnungen bei vorgegebener Festigkeit
der Polymerlagenanordnungen ermöglicht. Bevorzugt ist jedoch die Polymerfamilie die
Familie der Polyolefine. Diese sind zum einen kostengünstig und ermöglichen außerdem
die Ausbildung von heißsiegelfähigen Lagen, die unmittelbar zur Verbindung mit anderen
Polymerlagenanordnungen zur Bildung einer Durchdrückverpackung dienen können. "Polymerlage"
in der vorliegenden Anmeldung ist daher bevorzugt als "Polyolefinlage" zu verstehen
und "Polymerfolie" bevorzugt als "Polyolefinfolie". Polyolefin umfasst dabei wenigstens
Polyethylen, Polypropylen oder/und Cyclo-Olefin-Copolymer (COC).
[0023] Bevorzugt ist zur Erhöhung der Umweltfreundlichkeit der Durchdrückverpackung die
Durchdrückverpackung, und damit sowohl die Vorderwand als auch die Rückwand, frei
von chlorierten Polymeren, insbesondere frei von im Stand der Technik häufig für Durchdrückverpackungen
verwendeten Kunststoffen Polyvinylchlorid (PVC) und Polyvinylidenchlorid (PVDC).
[0024] Zur Bereitstellung einer Durchdrückverpackung mit Barrierewirkung gegenüber einem
Durchtritt von Wasserdampf und Sauerstoff durch die Vorder- und die Rückwand, kann
vorgesehen sein dass die Polymerlagenanordnung der Vorderwand oder/und der Rückwand
eine orientierte Polymerfolie aufweist.
[0025] Durch die mit orientierten Polymerfolien erzielbaren Barrierewirkungen kann Durchdrückverpackung,
und damit sowohl die Vorderwand als auch die Rückwand, zur Verbesserung ihrer Umweltfreundlichkeit
frei von Metalllagen oder/und Metallisierungslagen sein, insbesondere frei von Aluminiumlagen.
[0026] Dabei kann die Durchdrückverpackung mit gewisser Sicherheit vor einem unerwünschten
Öffnen durch Kinder dadurch ausgebildet sein, dass die orientierte Polymerfolie eine
biaxial orientierte Polymerfolie ist. Dies ist vor allem dann relevant, wenn die Durchdrückverpackung
Medikamente oder pharmazeutische Wirkstoffe enthält.
[0027] Zur Bereitstellung von Verbraucherinformationen an der Durchdrückverpackung kann
die orientierte Polymerfolie eine im Schöndruckverfahren oder/und eine im Konterdruckverfahren
aufgebrachte Druckauftragslage aufweisen. In der Regel wird die orientierte Polymerfolie
nur eine der beiden Druckauftragslagen aufweisen, wenngleich nicht ausgeschlossen
sein soll, dass eine erste Information stets bei Anblick der Durchdrückverpackung
von außen und eine zweite Information nach Öffnen des Aufnahmeraums zugänglich sein
soll.
[0028] Wie oben im Zusammenhang mit der Kindersicherung der Durchdrückverpackung angedeutet
wurde, ist die orientierte Polymerfolie, insbesondere die biaxial orientierte Polymerfolie,
in der Regel die Polymerfolie einer Polymerlagenanordnung mit der größten Reiß- oder/und
Berstfestigkeit. Daher ist es zur Erleichterung eines Öffnens der Durchdrückverpackung
vorteilhaft, wenn die Öffnungslagenanordnung eine bzw. oben genannte orientierte Polymerfolie
aufweist, wobei die orientierte Polymerfolie die Materialschwächungsformation aufweist.
Die Materialschwächungsformation kann eine oder mehrere lokale Dickenminderungen der
orientierten Polymerfolie, etwa Einschnitte, oder/und eine oder mehrere die orientierte
Polymerfolie in Dickenrichtung vollständig durchsetzende lokale Durchsetzungen aufweisen.
[0029] Erfindungsgemäß weist die Polymerlagenanordnung der Vorderwand oder/und der Rückwand
eine nicht-orientierte Polymerlage auf, etwa um eine heißsiegelfähige außenliegende
Polymerlage oder/und um eine zwischen zwei Lagen angeordnete Extrusionskaschierlage
bereitzustellen.
[0030] Am einfachsten und dennoch mit sehr hohe Präzision kann die nicht-orientierte Polymerlage
durch Extrusionsbeschichtung aufgetragen sein.
[0031] Da auch die Öffnungslagenanordnung durch Heißsiegeln mit einer weiteren Polymerlagenanordnung
zur Bildung der Durchdrückverpackung verbunden werden können soll oder unter Umständen
eine aufkaschierte weitere Lage aufweisen können soll, ist es vorteilhaft, wenn die
Öffnungslagenanordnung eine nicht-orientierte Polymerlage aufweist. Bevorzugt liegt
die nicht-orientierte Polymerlage näher am Aufnahmeraum als die orientierte Polymerfolie.
[0032] Vorteilhafterweise ist die nicht-orientierte Polymerlage im Bereich des Aufnahmeraums
frei von Materialschwächungen, sodass die oben genannte orientierte Polymerfolie mit
den Materialschwächungen versehen sein kann und auf diese im Wege der Extrusionsbeschichtung
die nicht-orientierte Polymerlage vollflächig aufgetragen sein kann. Die ungeschwächte
Polymerlage kann so die durch die Materialschwächungen in der orientierten Polymerfolie
verursachte Verminderung der Barrierewirkung reduzieren.
[0033] Um die durch die Materialschwächungen in der orientierten Polymerfolie bewirkte Verminderung
ihrer Barrierewirkung möglichst umfangreich zu kompensieren oder wenigstens zu begrenzen
ragt gemäß der vorliegenden Erfindung Material der nicht-orientierten Polymerlage
in die Materialschwächungsformation ein und füllt die Materialschwächungsformation
wenigstens teilweise, vorzugsweise vollständig.
[0034] Ein Parameter, welche für die Stabilität und Haltbarkeit des im Aufnahmeraum der
Durchdrückverpackung aufgenommenen Produkts ist die Erreichbarkeit des Produkts für
Wasserdampf. Sofern nur eine der Polymerlagenanordnungen der Vorderwand und der Rückwand
eine Öffnungslagenanordnung mit einer Materialschwächungsformation bildet, ist die
Barrierewirkung der ungeschwächten Polymerlagenanordnung, die nicht Öffnungslagenanordnung
ist, in der Regel unkritisch. Diese kann durch geeignete Wahl von Material und Lagendicke
immer eine notwendige Barrierewirkung bereitstellen. Beachtlich ist dagegen die durch
die Materialschwächungsformation in ihrer Integrität wenigstens abschnittsweise geschwächte
Öffnungslagenanordnung. Bei dieser sollten die orientierte Polymerfolie und die nicht-orientierte
Polymerlage derart gewählt sein, dass die Öffnungslagenanordnung eine Wasserdampf-Transmissionsrate
von nicht mehr als 0,7 g/m
2, vorzugsweise von nicht mehr als 0,5 g/m
2, stärker bevorzugt von nicht mehr als 0,25 g/m
2, höchst bevorzugt von nicht mehr als 0,15 g/m
2 aufweist, gemessen nach ASTM F1249 bei 38 °C und 90 % relativer Feuchte.
[0035] Ein zweiter relevanter Parameter für die Stabilität und Haltbarkeit des im Aufnahmeraum
aufgenommenen Füllguts ist die Erreichbarkeit des Füllguts für Sauerstoff. Auch hier
ist in der Regel eine ungeschwächte, von Materialschwächungsformation freie Polymerlagenanordnung
unkritisch und im Wesentlichen die Öffnungslagenanordnung zu beachten. Bei dieser
sollten die orientierte Polymerfolie und die nicht-orientierte Polymerlage derart
gewählt sein, dass die Öffnungslagenanordnung eine Sauerstoff-Transmissionsrate von
nicht mehr als 1 cm
3/m
2, vorzugsweise von nicht mehr als 0,7 cm
3/m
2, stärker bevorzugt von nicht mehr als 0,6 cm
3/m
2, höchst bevorzugt von nicht mehr als 0,4 cm
3/m
2 aufweist, gemessen nach ASTM D3985 bei 23 °C und 50 % relativer Feuchte.
[0036] Die Barrierewirkung der Polymerlagenanordnung, die nicht Öffnungslagenanordnung ist,
liegt betragsmäßig ebenfalls in den oben genannten Bereichen. Sie ist bevorzugt gleich
gut wie oder besser als die Barrierewirkung der nicht Öffnungslagenanordnung.
[0037] Wenngleich daran gedacht sein kann, dass die Polymerlagenanordnungen der Vorderwand
und der Rückwand jeweils einen unterschiedlichen Schichtaufbau aufweisen, beispielsweise
weil eine oder mehrere Polymerlagen der Öffnungslagenanordnung wegen der dort vorgesehenen
Materialschwächungsformation dicker ausgebildet sind als in der ungeschwächten Polymerlagenanordnung,
ist zur Vereinfachung der Herstellung der Durchdrückverpackung bevorzugt daran gedacht,
dass die Polymerlagenanordnungen der Vorderwand und der Rückwand einen identischen
Schichtaufbau aufweisen. Dabei geht es um den Schichtaufbau, also die Abfolge von
Lagen der Polymerlagenanordnung in Dickenrichtung hinsichtlich Lagenmaterial und Lagendicke.
Eine etwaige vorgesehene Materialschwächungsformation bleibt bei der Beurteilung des
Schichtaufbaus außer Betracht.
[0038] Wenngleich es bevorzugt ist, dass eine Polymerlagenanordnung zur Ausübung von Kraft
auf diese ungeschwächt angeordnet wird, um durch die Kraftausübung die jeweils andere
Polymerlagenanordnung als Öffnungslagenanordnung lokal zu durchstoßen, kann eine Durchdrückverpackung
auch derart ausgebildet sein, dass sie gleichermaßen an der Vorderwand wie auch an
der Rückwand zu öffnen ist. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn in der Durchdrückverpackung
ein Produkt verpackt ist, auf welches erforderlichenfalls in sehr kurzer Zeit oder/und
ohne tiefergehende vorherige Überlegungen zugegriffen können werden muss. Daher kann
vorgesehen sein, dass die Polymerlagenanordnungen sowohl der Vorderwand als auch der
Rückwand je eine die Reiß- oder/und die Berstfestigkeit im Vergleich zu einer identisch
aufgebauten, aber ungeschwächten Polymerlagenanordnung vermindernde Materialschwächungsformation
aufweisen, wobei jede der Polymerlagenanordnungen einen um die Materialschwächungsformation
geschlossen umlaufenden ungeschwächten Bereich aufweist, in dem die jeweilige Polymerlagenanordnung
frei von Materialschwächungen ist. Vorzugsweise weisen dann, wenn beide Polymerlagenanordnungen,
sowohl der Vorderwand als auch der Rückwand, je eine Materialschwächungsformation
auf, beide Polymerlagenanordnungen die gleichen Materialschwächungsformationen auf.
Dies ermöglicht, sowohl die Vorderwand als auch die Rückwand aus ein und derselben
Vorratsrolle an Polymerlagenanordnung zu bilden.
[0039] Alternativ zu dem oben genannten Fall, dass die nicht-orientierte Polymerlage eine
außenliegende heißsiegelfähigen Lage bildet, kann die nicht-orientierte Polymerlage
als Extrusionskaschierlage zwischen der orientierten Polymerfolie und einer weiteren
Polymerfolie zur Herstellung einer Kaschierverbindung der orientierten Polymerfolie
mit der weiteren Polymerfolie angeordnet sein. Auch die weitere Polymerfolie ist bevorzugt
aus derselben Polymerfamilie gebildet wie die übrigen Polymerlagen, um die Bedingung
einzuhalten, dass wenigstens 95 Gew.-% der Vorder- und der Rückwand zusammengenommen
oder sogar der Vorderwand und der Rückwand jeweils für sich alleine genommen, aus
einem Polymer derselben Polymerfamilie gebildet sind.
[0040] Bevorzugt ist das oben genannte Polyolefin Polypropylen. Die nicht-orientierte Polymerlage,
sei es in der ungeschwächten Polymerlagenanordnung oder/und sei es in der Öffnungslagenanordnung,
kann Polyethylen oder/und Polypropylen oder/und Cyclo-Olefin-Copolymer umfassen. Sofern
die nicht-orientierte Polymerlage zwei oder mehr dieser Werkstoffe aufweist, können
diese als Blends oder/und als koextrudierte Schichten vorliegen.
[0041] Ganz grundsätzlich gilt, dass in der vorliegenden Anmeldung eine Polymerfolie auch
eine Polymerlage ist. Im Gegensatz zu einer aufextrudierten Polymerlage, welche erst
bei ihrer Extrusion erzeugt wird, ist die Polymerfolie als vorgefertigte Polymerlage
in die Polymerlagenanordnung eingebunden. Die Polymerfolie hat bereits vor ihrer Aufnahme
in die Polymerlagenanordnung als Polymerlage bestanden. Nicht jede Polymerlage ist
daher eine Polymerfolie.
[0042] Um einen Verbraucher beim Erwerb einer Durchdrückverpackung mit einer Mehrzahl von
damit verpackten Produkten zu versorgen, kann die Durchdrückverpackung in einer bevorzugten
Ausführungsform eine Mehrzahl von Aufnahmeräumen mit je einer Materialschwächungsformation
und einem sie umgebenden ungeschwächten Bereich aufweisen. Um aus einer derartigen
großen Durchdrückverpackung mit mehreren zusammenhängenden Aufnahmeräumen einen Tagesbedarf
oder einen einzelnen Aufnahmeraum einzelnen aussondern zu können, können zwischen
benachbarten ungeschwächten Bereichen sowohl in der Vorderwand als auch in der Rückwand
von den Materialschwächungsformationen der Aufnahmeräume verschiedene Trenn-Materialschwächungen
vorgesehen sind, die am Ort ihrer Ausbildung, verglichen mit einer identisch aufgebauten
gleichartigen Durchdrückverpackung ohne Trenn-Materialschwächungen, die Reißfestigkeit
der Durchdrückverpackung vermindern. Die Trenn-Materialschwächungen treten somit zu
den Materialschwächungsformationen im Bereich der Aufnahmeräume hinzu.
[0043] Die eingangs genannte Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Polymerlagenanordnung
zur Bildung einer Vorderwand oder/und einer Rückwand einer Durchdrückverpackung mit
allen Merkmalen des Anspruchs 15. Die Polymerlagenanordnung weist eine die Reiß- oder/und
die Berstfestigkeit der Polymerlagenanordnung im Vergleich zu einer identisch aufgebauten,
aber ungeschwächten Polymerlagenanordnung vermindernde Materialschwächungsformation
auf, wobei die Polymerlagenanordnung zur Minimierung ihrer Festigkeitseinbuße durch
die Materialschwächungsformation einen um die Materialschwächungsformation geschlossen
umlaufenden ungeschwächten Bereich aufweist. In diesem ungeschwächten Bereich ist
die Polymerlagenanordnung frei von Materialschwächungen. Die Polymerlagenanordnung
ist zur Erzielung einer unkomplizierten und weitreichenden Wiederverwertbarkeit zu
mehr als 95 Gewichts-% aus Polymerlagen derselben Polymerfamilie gebildet. Die Polymerlagenanordnung
umfasst zur Bereitstellung einer gewünschten Festigkeit eine orientierte Polymerfolie,
welche wiederum die Materialschwächungsformation aufweist. Zur Aufrechterhaltung ihrer
Barrierewirkung gegen einen Durchtritt von Sauerstoff oder/und Wasserdampf umfasst
die Polymerlagenanordnung eine von Materialschwächungen freie nicht-orientierte Polymerlage,
wobei Material der nicht-orientierten Polymerlage zur wenigstens teilweisen Kompensation
der durch die Materialschwächungsformation begründeten Barrierewirkungseinbuße in
die Materialschwächungsformation einragt und die Materialschwächungsformation wenigstens
teilweise, vorzugsweise vollständig füllt.
[0044] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die
anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht einer erfindungsgemäßen Durchdrückverpackung mit beispielhaft
acht Aufnahmeräumen,
- Fig. 2
- eine schematische Querschnittansicht der in Fig. 1 dargestellten Durchdrückverpackung
längs der Ebene II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische Längsschnittansicht der Durchdrückverpackung von Fig. 1 längs der
Ebene III-III in Fig. 1, mit herausgedrücktem Füllgut,
- Fig. 4
- eine schematische perspektivische Ansicht, die veranschaulicht, wie ein stückiges
Füllgut aus der erfindungsgemäßen Durchdrückverpackung herausgedrückt wird,
- Fig. 5A
- eine schematische Querschnittansicht einer im Schöndruck bedruckten Öffnungslagenanordnung
der vorliegenden Erfindung, und
- Fig. 5B
- eine der Ansicht von Fig. 5A grundsätzlich entsprechende schematische Querschnittansicht
einer im Konterdruck bedruckten weiteren Ausführungsform einer Öffnungslagenanordnung
der vorliegenden Erfindung mit aufkaschierter weiterer Polymerfolie.
[0045] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleich wirkende Teile dieselben
Bezugsziffern verwendet.
[0046] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Durchdrückverpackung
100 mit insgesamt acht vereinzelbaren Verpackungskompartments 10 in zwei nebeneinander
angeordneten Viererreihen. Die Durchdrückverpackung 100 und damit jedes Verpackungskompartment
10 weist eine Vorderwand 20 sowie eine Rückwand 30 auf, die innerhalb der Längsränder
40 und der Querränder 50 der Verpackungskompartments 10 in einem Fügebereich 52 flächig
durch Heißsiegeln derart miteinander verbunden sind, dass die Durchdrückverpackung
100 zwischen der Vorderwand 20 und der Rückwand 30 einen Aufnahmeraum 60 definiert.
Der Betrachter von Fig. 1 blickt auf die Vorderwand 20.
[0047] Die Durchdrückverpackung 100 weist im dargestellten Beispiel in einer oder mehreren
Lagen, aber nicht in allen Lagen, der die Vorderwand 20 bildenden Polymerlagenanordnung
22, eine Materialschwächungsformation 70 auf, die in einem Zentralbereich 80 des Aufnahmeraums
60 eines jeden Verpackungskompartments 10 ausgebildet ist. Der Bereich einer jeden
Materialschwächungsformation 70 ist durch ein strichliniertes Rechteck gekennzeichnet.
[0048] Die Materialschwächungsformation 70 kann beliebige Gestalt aufweisen. Um das Ausmaß
einer durch Ausbilden der Materialschwächungsformation 70 bewirkten Beeinträchtigung
der Materialintegrität der eine Öffnungslagenanordnung 24 im Sinne der vorliegenden
Anmeldung bildenden Polymerlagenanordnung 22 der Vorderwand 20 gering zu halten, ist
die Materialschwächung im dargestellten Ausführungsbeispiel eine punktförmige Perforation
eines Dickenbereichs der Öffnungslagenanordnung 24 in einem regelmäßigen Punktmuster.
[0049] Ein ungeschwächter Bereich 90 umgibt jede Materialschwächungsformation 70 geschlossen
umlaufend, so dass die Materialschwächungsformation 70 im Ausführungsbeispiel nicht
über den Aufnahmeraum 60 hinausreicht. Dies muss jedoch nicht so sein. Die Materialschwächungsformationen
70 können abweichend von der Darstellung der Fig. 1 auch in den Fügebereich 52 reichen.
Zur Sicherstellung ausreichender Festigkeit der Durchdrückverpackung 100 umgibt jedoch
stets ein ungeschwächter Bereich 90, der von Materialschwächungsformationen frei ist,
jede einzelne Materialschwächungsformation 70.
[0050] Die einzelnen Verpackungskompartments 10 sind entlang ihrer jeweils einander zuweisenden
Kanten der Längsränder 40 bzw. der Querränder 50 durch eine Trenn-Materialschwächung
54 vereinzelbar. Die Trenn-Materialschwächung 54 durchdringt als Perforation die Durchdrückverpackung
100 im Fügebereich 52, also mit Abstand von den jeweiligen Aufnahmeräumen 60, vollständig.
[0051] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der in Fig. 1 dargestellten Durchdrückverpackung
100 in Querschnittansicht, wobei gut zu erkennen ist, in welcher Weise stückiges Füllgut
62, beispielsweise Tabletten, in den jeweiligen Aufnahmeräumen 60 der Durchdrückverpackung
100 angeordnet ist. Das Füllgut 62 ist auch in Fig. 1 erkennbar, da die in Fig. 1
dargestellte Durchdrückverpackungen 100 im Bereich ihrer jeweiligen Aufnahmeräume
60 transparent dargestellt ist.
[0052] Mit 26 ist in Fig. 2 die Polymerlagenanordnung der Rückwand 30 bezeichnet, welche
aus Gründen einer möglichst einfachen Herstellung bevorzugt den gleichen Schichtaufbau
aufweist wie die Öffnungslagenanordnung 24 der Vorderwand. Jedoch ist im dargestellten
Beispiel die Polymerlagenanordnung 26 im Bereich der Aufnahmeräume 60 gänzlich ungeschwächt,
also mit Ausnahme der das verpackte Füllgut 62 nicht beeinflussenden Trenn-Materialschwächung
54 frei von Materialschwächungen.
[0053] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung der in Fig. 1 dargestellten Durchdrückverpackung
100 in Längsschnittansicht, wobei illustriert wird, in welcher Weise das stückige
Füllgut 62 aus der erfindungsgemäßen Durchdrückverpackung 100 herausdrückbar ist.
Zu diesem Zweck wird, wie in Fig. 3 dargestellt ist, ein Druck auf einen den Aufnahmeraum
60 begrenzenden Abschnitt der Rückwand 30 ausgeübt. Dies ist in Fig. 3 durch einen
dicken Pfeil 56 angedeutet. Durch den Druck auf den den Aufnahmeraum 60 begrenzenden
Abschnitt der Rückwand 30, erfolgt eine Kraftübertragung auf das stückige Füllgut
62, das seinerseits Druck auf einen den Aufnahmeraum 60 begrenzenden Abschnitt der
Vorderwand 20 ausübt. Da im zentralen Bereich 80 des den Aufnahmeraum 60 begrenzenden
Abschnitts der Vorderwand 20 die Materialschwächungsformation 70 ausgebildet ist,
birst ab Erreichen der Festigkeitsgrenze des durch die Materialschwächungsformation
70 geschwächten zentralen Bereichs 80 die Vorderwand 20 im Bereich des druckbelasteten
Aufnahmeraums 60. Das stückige Füllgut 62 wird so zugänglich.
[0054] In Fig. 4 ist dargestellt, wie ein solcher Druck, der zu einem Bersten des den Aufnahmeraum
60 der Durchdrückverpackung 100 begrenzenden Öffnungslagenanordnung führt, beispielsweise
mit einem Daumen auch von oben auf den Aufnahmeraum 60 ausgeübt werden kann, so dass
die Durchdrückverpackung 100 das stückige Füllgut 62 wiederum freigibt.
[0055] In Figur 5A ist eine beispielhafte Ausführungsform der Polymerlagenanordnung 22 in
Gestalt der Öffnungslagenanordnung 24 der Vorderwand 20 der Durchdrückverpackung 100
dargestellt. Diese Öffnungslagenanordnung 24 weist als festigkeitsbestimmende Lage
eine biaxial orientierte Polyolefinfolie 32 auf, vorzugsweise als biaxial orientierte
Polypropylenfolie 32. Diese BOPP-Folie 32, die auch eine OPE-Folie sein kann, weist
eine Dicke von 10 bis 60 µm, bevorzugt von 20 bis 40 µm auf. Sie stellt die wesentliche
Barrierewirkung gegen einen Durchtritt von Sauerstoff und Wasserdampf durch die Vorderwand
20 bereit. Auf ihrer zum Verbraucher hinweisenden Seite ist die biaxial orientierte
Polyolefinfolie 32 im Schöndruckverfahren mit einer Druckauftragslage 34 versehen.
Diese Druckauftragslage 34 kann mehrere Druckfarben aufweisen, um ein mehrfarbiges
Druckbild zu erzeugen.
[0056] Auf ihrer zum Aufnahmeraum 60 bzw. zur Rückwand 30 hinweisenden Seite ist auf die
biaxial orientierte Polyolefinfolie 32 eine nicht-orientierte Polyolefinlage 36 im
Extrusionsverfahren aufgetragen. Diese extrudierte Polyolefinlage 36 kann aus PE,
PP oder/und COC gebildet sein, und zwar entweder als Monolage, als nicht-orientierte
Polyolefinlage 36 mit mehreren koextrudierten Schichten oder als Blend, wobei der
Blend sowohl als Monolage als auch als eine oder mehrere der genannten koextrudierten
Schichten aufgetragen sein kann.
[0057] Insbesondere die Verwendung von COC bildet zum einen eine gute Barriere gegen Sauerstoff-
und Wasserdampfdurchtritt durch die Öffnungslagenanordnung 24, die die Barrierewirkung
der biaxial orientierten Polyolefinfolie 32 ergänzt. Eine aus COC gebildete oder COC
umfassende Polyolefinlage 36 kann außerdem als Heißsiegellage zur Verbindung mit der
Rückwand 30 verwendet werden.
[0058] In Figur 5A ist zu erkennen, wie die Materialschwächungsformation 70 nur im Bereich
der biaxial orientierten Polyolefinfolie 32 ausgebildet ist, nämlich als die Polyolefinfolie
32 in regelmäßigen Abständen durchsetzende Perforationsöffnungen 72.
[0059] Die Perforationsöffnungen 72, welche die biaxial orientierte Polyolefinfolie 32 in
Dickenrichtung vollständig durchsetzen, wären grundsätzlich dazu geeignet, die Barrierewirkung
der Polyolefinfolie 32 deutlich zu vermindern, was insbesondere im Bereich des Aufnahmeraums
60, wo sich das verpackte stückige Füllgut 62 befindet, wenig erwünscht ist.
[0060] Durch den Extrusionsauftrag des Polyolefinmaterials der nicht-orientierten Polyolefinlage
36 ist es jedoch möglich, bei der Bildung der Lage 36 die Perforationsöffnungen 72
der Materialschwächungsformation 70 wenigstens teilweise oder sogar vollständig mit
dem Extrudat zu füllen. Somit kann wenigstens ein Teil der durch die Ausbildung der
Materialschwächungsformation 70 unvermeidlichen Verminderung der Barrierewirkung der
Polyolefinfolie 32 wieder kompensiert werden.
[0061] Die Öffnungslagenanordnung 24 und ebenso die nicht dargestellte Polymerlagenanordnung
26 der Rückwand 30 bestehen jeweils zu wenigstens 95 Gew.-%, vorzugsweise zu wenigstens
98 Gew.-% aus Polyolefin, also aus einem oder mehreren Polymeren ein und derselben
Polymerfamilie. Dadurch können beispielsweise die Polyolefinfolie 32 und die Polyolefinlage
36 ohne Zwischenanordnung von Haftvermittlern und dergleichen unmittelbar aneinander
haftend aufgetragen werden.
[0062] Die Polymerlagenanordnung 26 der Rückwand 30 kann den gleichen Schichtaufbau wie
die Öffnungslagenanordnung 24 aufweisen, wobei in der Regel nur eine der beiden Polymerlagenanordnungen
22 und 26 eine Materialschwächungsformation 70 aufweist. Es soll jedoch nicht ausgeschlossen
sein, dass die Polymerlagenanordnung 26 der Rückwand 30 über den identischen Schichtaufbau
hinaus auch eine Materialschwächungsformation 70 aufweist.
[0063] Mit der nicht-orientierten Polyolefinlage 36 ist die Öffnungslagenanordnung 24 mit
einer weiteren Polymerlagenanordnung, die ebenfalls eine außenliegende Polyolefin-Heißsiegellage
aufweist, durch Heißsiegelung unter Bildung des Fügebereichs 52 zur Bildung einer
Durchdrückverpackung 100 verbindbar.
[0064] In Figur 5B ist eine alternative Ausgestaltungform einer Öffnungslagenanordnung 124
dargestellt. Gleiche und funktionsgleiche Komponenten und Abschnitte wie in Figur
5A sind in Figur 5B mit gleichen Bezugszeichen versehen, jedoch erhöht um die Zahl
100.
[0065] Während in Figur 5A die Materialschwächungsformation 70 von außen nicht erkennbar
ist, da der Verbund aus Polyolefinfolie 32 und Polyolefinlage 36 erst nach dessen
Bildung im Schöndruckverfahren mit der Druckauftragslage 34 versehen wurde, ist die
biaxial orientierte Polyolefinfolie 132 der Öffnungslagenanordnung 124 von Figur 5B
im Konterdruckverfahren mit einer Druckauftragslage 134 versehen.
[0066] Da die im Konterdruck bedruckte biaxial orientierte Polyolefinfolie 132 von Figur
5B erst nach ihrer Bedruckung im Konterdruckverfahren mit der Materialschwächungsformation
170 versehen wurde, durchsetzen die Perforationsöffnungen 172 der Öffnungslagenanordnung
124 nicht nur die orientierte Polyolefinfolie 132, sondern auch die Druckauftragslage
134 sowie eine auf der von der Polyolefinfolie 132 wegweisenden Seite der Druckauftragslage
134 aufgebrachte Primerschicht 137, welche notwendig ist, um die nicht-orientierte
Polyolefinlage 136 mit der im Konterdruck bedruckten Polyolefinfolie 132 auf deren
bedruckter Seite zu verbinden.
[0067] Die nicht-orientierte Polyolefinlage 136 ist wiederum im Extrusionsverfahren auf
die Polyolefinfolie 132 aufgetragen. Sie kann, abweichend von der Darstellung von
Figur 5B, wie in der Ausführungsform von Figur 5A eine außenliegende heißsiegelfähige
Polyolefinlage bilden. Es gilt das zur nicht-orientierten Polyolefinlage 36 Gesagte
für die Polyolefinlage 136 in Figur 5B Gesagte in gleicher Weise.
[0068] Lediglich zur Verdeutlichung einer noch weiteren Abwandlung ist in Figur 5B auf der
von der Polyolefinfolie 132 abgewandten Seite der nicht-orientierten Polyolefinlage
136 eine weitere Polyolefinfolie 138 gezeigt. Die nicht-orientierte Polyolefinfolie
136 kann somit auch als Kaschierklebstofflage dienen, um die Polyolefinfolie 132 mit
der weiteren Polyolefinfolie 138 dauerhaft zu verbinden.
[0069] Als außenliegende heißsiegelfähige Lage weisen die Polyolefinlagen 36 und 136 bevorzugt
eine Dicke im Bereich von 10 bis 100 µm, bevorzugt von 40 bis 60 µm auf.
[0070] Als Kaschierklebstofflage weist die Polyolefinlage 136 eine Dicke von 5 bis 80 µm,
bevorzugt von 15 bis 30 µm auf.
[0071] Ist die Polyolefinlage 136 eine Kaschierklebstofflage, ist diese in der Regel aus
einfachem Polyolefin, also PP oder PE als Monolage gebildet. Die weitere Polyolefinfolie
138 kann dann wiederum eine Lage aus Polyethylen oder/und Polypropylen oder/und COC
sein, wiederum als Monolage oder als mehrschichtig koextrudierte Polyolefinfolie,
wobei die genannten Materialien als Blend oder rein koextrudiert oder als Monofolie
verwendet sein können.
[0072] Die kleberkaschierte weitere Polyolefinfolie 138 kann dann wiederum als Heißsiegelfolie
dienen oder kann durch Verwendung weiterer Klebstoffe mit der Rückwand verbunden werden.
[0073] Auch die Öffnungslagenanordnung 124 besteht zu wenigstens 95 Gew.-%, vorzugsweise
zu wenigstens 98 Gew.-% aus einem oder mehreren Polymeren der gleichen Polymerfamilie,
bevorzugt der Familie der Polyolefine. Dies erleichtert die Wiederverwertbarkeit der
Polymerlagenanordnung 124 erheblich.
[0074] Die Durchdrückverpackung 100 und damit sowohl die Vorderwand als auch die Rückwand
bzw. die sie bildenden Polymerlagenanordnungen 22 und 26 sind nicht nur zu wenigstens
95 Gew.-% aus einem oder mehreren Polymeren derselben Polymerfamilie gebildet, sondern
sind überdies sowohl frei von Metalllagen und Metallisierungslagen sowie frei von
chlorierten Polymeren, wie beispielsweise PVC und PVDC. Auch dies erleichtert die
Wiederverwertung der gebrauchten Durchdrückverpackung 100 erheblich.
1. Durchdrückverpackung (100) mit einer Vorderwand (20) und einer Rückwand (30), die
unter Einschluss eines Aufnahmeraums (60) zwischen sich flächig miteinander verbunden
sind, wobei ein Fügebereich (52), in welchem die Vorderwand (20) und die Rückwand
(30) miteinander verbunden sind, den Aufnahmeraum (60) vollständig umgibt, wobei die
Vorderwand (20) und die Rückwand (30) jeweils aus einer Polymerlagenanordnung (22,
26) gebildet sind, wobei wenigstens eine Polymerlagenanordnung (22, 26) als Öffnungslagenanordnung
(24; 124) im Erstreckungsbereich des Aufnahmeraums (60) eine die Reiß- oder/und die
Berstfestigkeit der Öffnungslagenanordnung (24; 124) im Vergleich zu einer identisch
aufgebauten, aber ungeschwächten Polymerlagenanordnung (22, 26) vermindernde Materialschwächungsformation
(70; 170) aufweist, wobei die Öffnungslagenanordnung (24; 124) einen um die Materialschwächungsformation
(70; 170) geschlossen umlaufenden ungeschwächten Bereich (90) aufweist, in dem die
Öffnungslagenanordnung (24; 124) frei von Materialschwächungen ist, und wobei die
Polymerlagenanordnung (22, 26) der Vorderwand (20) oder/und der Rückwand (30) eine
nicht-orientierte Polymerlage (36; 136) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand (20) und die Rückwand (30) zusammengenommen zu mehr als 95 Gewichts-%
aus Polymerlagen (32, 36; 132, 136, 138) derselben Polymerfamilie gebildet sind, wobei
Material der nicht-orientierten Polymerlage (36; 136) in die Materialschwächungsformation
(70; 170) einragt und die Materialschwächungsformation (70; 170) wenigstens teilweise,
vorzugsweise vollständig füllt.
2. Verpackung (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Vorderwand (20) als auch die Rückwand (30) jeweils für sich alleine genommen
zu mehr als 95 Gewichts-% aus Polymerlagen (32, 36; 132, 136, 138) derselben Polymerfamilie
gebildet sind.
3. Verpackung (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfamilie die Familie der Polyolefine ist, insbesondere Polypropylen ist.
4. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerlagenanordnung (22, 26) der Vorderwand (20) oder/und der Rückwand (30)
eine orientierte, bevorzugt eine biaxial orientierte, Polymerfolie (32; 132) aufweist.
5. Verpackung (100) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die orientierte Polymerfolie (32; 132) eine im Schöndruckverfahren oder/und eine
im Konterdruckverfahren aufgebrachte Druckauftragslage (34; 134) aufweist.
6. Verpackung (100) nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungslagenanordnung (24; 124) eine orientierte Polymerfolie (32; 132) aufweist,
wobei die orientierte Polymerfolie (32; 132) die Materialschwächungsformation (70;
170) aufweist.
7. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-orientierte Polymerlage (36; 136) durch Extrusionsbeschichtung aufgetragen
ist.
8. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungslagenanordnung (24; 124) eine nicht-orientierte Polymerlage (36; 136)
aufweist, wobei die nicht-orientierte Polymerlage (36; 136) im Bereich des Aufnahmeraums
(60) frei von Materialschwächungen ist.
9. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungslagenanordnung (24; 124) eine Wasserdampf-Transmissionsrate von nicht
mehr als 0,7 g/m2, vorzugsweise von nicht mehr als 0,5 g/m2, stärker bevorzugt von nicht mehr als 0,25 g/m2, höchst bevorzugt von nicht mehr als 0,15 g/m2 aufweist, gemessen nach ASTM F1249 bei 38 °C und 90 % relativer Feuchte.
10. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungslagenanordnung (24; 124) eine Sauerstoff-Transmissionsrate von nicht
mehr als 1 cm3/m2, vorzugsweise von nicht mehr als 0,7 cm3/m2, stärker bevorzugt von nicht mehr als 0,6 cm3/m2, höchst bevorzugt von nicht mehr als 0,4 cm3/m2 aufweist, gemessen nach ASTM D3985 bei 23 °C und 50 % relativer Feuchte.
11. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerlagenanordnungen (22, 26) der Vorderwand (20) und der Rückwand (30) einen
identischen Schichtaufbau aufweisen.
12. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerlagenanordnungen (22, 26) sowohl der Vorderwand (20) als auch der Rückwand
(30) je eine die Reiß- oder/und die Berstfestigkeit im Vergleich zu einer identisch
aufgebauten, aber ungeschwächten Polymerlagenanordnung (22, 26) vermindernde Materialschwächungsformation
(70; 170) aufweisen, wobei jede der Polymerlagenanordnungen (22, 26) einen um die
Materialschwächungsformation (70; 170) geschlossen umlaufenden ungeschwächten Bereich
(90) aufweist, in dem die jeweilige Polymerlagenanordnung (22, 26) frei von Materialschwächungen
ist.
13. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, unter Einbeziehung des Anspruchs
7,
dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-orientierte Polymerlage (136) als Extrusionskaschierlage (136) zwischen
der orientierten Polymerfolie (132) und einer weiteren Polymerfolie (138) zur Herstellung
einer Kaschierverbindung der orientierten Polymerfolie (132) mit der weiteren Polymerfolie
(138) angeordnet ist.
14. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Mehrzahl von Aufnahmeräumen (60) mit je einer Materialschwächungsformation
(70; 170) und einem sie umgebenden ungeschwächten Bereich (90) aufweist, wobei vorzugsweise
zwischen benachbarten ungeschwächten Bereichen (90) sowohl in der Vorderwand (20)
als auch in der Rückwand (30) von den Materialschwächungsformationen (70; 170) der
Aufnahmeräume (60) verschiedene Trenn-Materialschwächungen (54) vorgesehen sind, die
am Ort ihrer Ausbildung, verglichen mit einer ansonsten gleichartigen Durchdrückverpackung
(100) ohne Trenn-Materialschwächungen (54), die Reißfestigkeit der Durchdrückverpackung
(100) vermindern.
15. Polymerlagenanordnung (22, 26) zur Bildung einer Vorderwand (20) oder einer Rückwand
(30) einer Durchdrückverpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Polymerlagenanordnung (22, 26) eine die Reiß- oder/und die Berstfestigkeit der
Polymerlagenanordnung (22, 26) im Vergleich zu einer identisch aufgebauten, aber ungeschwächten
Polymerlagenanordnung (22, 26) vermindernde Materialschwächungsformation (70; 170)
aufweist, wobei die Polymerlagenanordnung (22, 26) einen um die Materialschwächungsformation
(70; 170) geschlossen umlaufenden ungeschwächten Bereich (90) aufweist, in dem die
Polymerlagenanordnung (22, 26) frei von Materialschwächungen ist, wobei die Polymerlagenanordnung
(22, 26) eine die Materialschwächungsformation (70; 170) aufweisende orientierte Polymerfolie
(32; 132) und eine von Materialschwächungen freie nicht-orientierte Polymerlage (36;
136) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerlagenanordnung (22, 26) zu mehr als 95 Gewichts-% aus Polymerlagen (32,
36; 132, 136, 138) derselben Polymerfamilie gebildet ist, wobei Material der nicht-orientierten
Polymerlage (36; 136) in die Materialschwächungsformation (70; 170) einragt und die
Materialschwächungsformation (70; 170) wenigstens teilweise, vorzugsweise vollständig
füllt.
1. Blister packaging (100) with a front panel (20) and a rear panel (30), which while
including an accommodating space (60) between them are bonded to each other in planar
fashion, where a join region (52) in which the front panel (20) and the rear panel
(30) are bonded to each other surrounds the accommodating space (60) completely, where
the front panel (20) and the rear panel (30) are each formed from a polymer layer
arrangement (22, 26), where at least one polymer layer arrangement (22, 26) as an
opening layer arrangement (24; 124) exhibits in the extension region of the accommodating
space (60) a material weakening formation (70; 170) that decreases the tearing and/or
the bursting strength of the opening layer arrangement (24; 124) compared with an
identically constructed but unweakened polymer layer arrangement (22, 26), where the
opening layer arrangement (24; 124) exhibits an unweakened region (90) running completely
around the material weakening formation (70; 170) in which the opening layer arrangement
(24; 124) is free from material weakening, and the polymer layer arrangement (22,
26) of the front panel (20) and/or of the rear panel (30) exhibits a non-oriented
polymer layer (36; 136),
Characterized in that the front panel (20) and the rear panel (30) taken together comprise more than 95%
by weight polymer layers (32, 36; 132, 136, 138) of the same polymer family, where
material of the non-oriented polymer layer (36; 136) extends into the material weakening
formation (70; 170) and fills the material weakening formation (70; 170) at least
in part, preferably completely.
2. Packaging (100) according to Claim 1,
Characterized in that both the front panel (20) and the rear panel (30) each taken separately comprise
more than 95% by weight polymer layers (32, 36; 132, 136, 138) of the same polymer
family.
3. Packaging (100) according to Claim 1 or 2,
Characterized in that the polymer family is the family of the polyolefins, preferably of polypropylene.
4. Packaging (100) according to one of the preceding claims,
Characterized in that the polymer layer arrangement (22, 26) of the front panel (20) and/or of the rear
panel (30) exhibits an oriented, preferably a biaxially oriented polymer film (32;
132).
5. Packaging (100) according to Claim 4,
Characterized in that the oriented polymer film (32; 132) exhibits a print layer (34; 134) applied by a
front-side printing process and/or a print layer (34; 134) applied by a reverse printing
process.
6. Packaging (100) according to one of the Claims 4 or 5,
Characterized in that the opening layer arrangement (24; 124) exhibits an oriented polymer film (32; 132),
where the oriented polymer film (32; 132) exhibits the material weakening formation
(70; 170).
7. Packaging (100) according to one of the preceding claims,
Characterized in that the non-oriented polymer layer (36; 136) is applied by means of extrusion coating.
8. Packaging (100) according to one of the preceding Claims,
Characterized in that the opening layer arrangement (24; 124) exhibits a non-oriented polymer layer (36;
136), where the non-oriented polymer layer (36; 136) is free from material weakening
in the region of the accommodating space (60).
9. Packaging (100) according to one of the preceding claims,
Characterized in that the opening layer arrangement (24; 124) exhibits a water vapor transmission rate
not exceeding 0.7 g/m2, preferably not exceeding 0.5 g/m2, more preferably not exceeding 0.25 g/m2, most preferably not exceeding 0.15 g/m2, measured in accordance with ASTM F1249 at 38 °C and 90% relative humidity.
10. Packaging (100) according to one of the preceding claims,
Characterized in that the opening layer arrangement (24; 124) exhibits an oxygen transmission rate not
exceeding 1 cm3/m2, preferably not exceeding 0.7 cm3/m2, more preferably not exceeding 0.6 cm3/m2, most preferably not exceeding 0.4 cm3/m2, measured in accordance with ASTM D3985 at 23 °C and 50% relative humidity.
11. Packaging (100) according to one of the preceding claims,
Characterized in that the polymer layer arrangements (22, 26) of the front panel (20) and of the rear panel
(30) exhibit an identical layer structure.
12. Packaging (100) according to one of the preceding claims,
Characterized in that the polymer layer arrangements (22, 26) both of the front panel (20) and of the rear
panel (30) each exhibit a material weakening formation (70; 170) that decreases the
tearing and/or the bursting strength compared with an identically constructed but
unweakened polymer layer arrangement (22, 26), where each of the polymer layer arrangements
(22, 26) exhibits an unweakened region (9) running completely around the material
weakening formation (70; 170), in which the respective polymer layer arrangement (22,
26) is free from material weakening.
13. Packaging (100) according to one of the preceding claims, taking into account Claim
7,
Characterized in that the non-oriented polymer layer (136) is arranged as an extruded laminated layer (136)
between the oriented polymer film (132) and a further polymer film (138) for producing
laminated bonding of the oriented polymer film (132) with the further polymer film
(138).
14. Packaging (100) according to one of the preceding claims,
Characterized in that it exhibits a number of accommodating spaces (60) each with a material weakening
formation (70; 170) and an unweakened region (90) surrounding it, where preferably
between neighboring unweakened regions (90) both in the front panel (20) and in the
rear panel (30) of the material weakening formations (70; 170) of the accommodating
spaces (60) various separating material weakening segments (54) are provided, which
at the location of their formation decrease the tearing strength of the blister packaging
(100) compared with an otherwise congeneric blister packaging (100) without separating
material weakening segments (54).
15. Polymer layer arrangement (22, 26) for the formation of a front panel (20) or a rear
panel (30) of a blister packaging (100) according to one of the preceding claims,
where the polymer layer arrangement (22, 26) exhibits a material weakening formation
(70; 170) that decreases the tearing and/or the bursting strength of the polymer layer
arrangement (22, 26) compared with an identically constructed but unweakened polymer
layer arrangement (22, 26), where the polymer layer arrangement (22, 26) exhibits
an unweakened region (90) running completely around the material weakening formation
(70; 170) in which the polymer layer arrangement (22, 26) is free from material weakening,
where the polymer layer arrangement (22, 26) exhibits an oriented polymer film (32;
132) that exhibits the material weakening formation (70; 170) and a non-oriented polymer
layer (36; 136) free from material weakening, Characterized in that the polymer layer arrangement (22, 26) comprises more than 95% by weight polymer
layers (32, 36; 132, 136, 138) of the same polymer family, where material of the non-oriented
polymer layer (36; 136) extends into the material weakening formation (70; 170) and
fills the material weakening formation (70; 170) at least in part, preferably completely.
1. Emballage déchirable par pression (100) avec une paroi avant (20) et une paroi arrière
(30), qui sont reliées entre elles par leurs surfaces en incluant un espace de réception
(60), dans lequel une zone d'assemblage (52), dans laquelle la paroi avant (20) et
la paroi arrière (30) sont reliées entre elles, entoure complètement l'espace de réception
(60), dans lequel la paroi avant (20) et la paroi arrière (30) sont formées chacune
d'un agencement de couches de polymère (22, 26), dans lequel au moins un agencement
de couches de polymère (22, 26) en tant que agencement de couches d'ouverture (24;
124) présente dans la zone d'extension de l'espace de réception (60) une formation
d'affaiblissement de matériau (70; 170) réduisant la résistance à la déchirure ou/et
à l'éclatement de l'agencement de couches d'ouverture (24; 124) en comparaison à un
agencement de couches de polymère (22, 26) de structure identique, mais non affaibli,
dans lequel l'agencement de couches d'ouverture (24; 124) présente une zone non affaiblie
entourant de manière fermé la formation d'affaiblissement de matériau (70; 170), dans
laquelle l'agencement de couches d'ouverture (24; 124) est exempt d'affaiblissements
de matériau, et dans lequel l'agencement de couches de polymère (22, 26) de la paroi
avant (20) et/ou de la paroi arrière (30) présente une couche de polymère non orientée
(36; 136),
caractérisé en ce que la paroi avant (20) et la paroi arrière (30), prises ensemble, sont formées à plus
de 95 % en poids de couches de polymère (32, 36; 132, 136, 138) de la même famille
de polymère, dans lequel du matériau de la couche de polymère non orientée (36; 136)
pénètre dans la formation d'affaiblissement de matériau (70; 170) et remplit au moins
partiellement, de préférence complètement, la formation d'affaiblissement de matériau
(70; 170).
2. Emballage (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'aussi bien la paroi avant (20) que la paroi arrière (30), prises individuellement,
sont formées à plus de 95 % en poids de couches de polymère (32, 36; 132, 136, 138)
de la même famille de polymère.
3. Emballage (100) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la famille de polymères est la famille des polyoléfines, notamment le polypropylène.
4. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'agencement de couches de polymère (22, 26) de la paroi avant (20) ou/et de la paroi
arrière (30) comprend un film polymère orienté, de préférence un film polymère orienté
biaxialement (32; 132).
5. Emballage (100) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que le film polymère orienté (32; 132) présente une couche d'application d'impression
(34, 134) appliquée par un procédé d'impression à recto ou/et par un procédé d'impression
au verso.
6. Emballage (100) selon l'une des revendications 4 ou 5,
caractérisé en ce que l'agencement de couches d'ouverture (24; 124) comprend un film polymère orienté (32;
132), dans lequel le film polymère orienté (32; 132) comprend la formation d'affaiblissement
de matériau (70; 170).
7. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche de polymère non orientée (36; 136) est appliquée par revêtement par extrusion.
8. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'agencement de couches d'ouverture (24; 124) comprend une couche de polymère non
orientée (36; 136), dans lequel la couche de polymère non orientée (36; 136) est exempte
d'affaiblissement de matière dans la région de l'espace de réception (60).
9. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'agencement de couches d'ouverture (24; 124) présente un taux de transmission de
vapeur d'eau non supérieur à 0,7 g/m2, de préférence non supérieur à 0,5 g/m2, de manière plus préférée non supérieur à 0,25 g/m2, de manière très préférée non supérieur à 0,15 g/m2, mesuré selon ASTM F1249 à 38 °C et 90 % d'humidité relative.
10. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'agencement de couches d'ouverture (24; 124) a un taux de transmission d'oxygène
non supérieur à 1 cm3/m2, de préférence non supérieur à 0,7 cm3/m2, de manière plus préférée non supérieur à 0,6 cm3/m2, de manière très préférée non supérieur à 0,4 cm3/m2, mesuré selon ASTM D3985 à 23 °C et 50 % d'humidité relative.
11. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les agencements de couches de polymère (22, 26) de la paroi avant (20) et de la paroi
arrière (30) présentent une structure de couches identique.
12. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les agencements de couches de polymère (22, 26) tant de la paroi avant (20) que de
la paroi arrière (30) présentent chacun une formation d'affaiblissement de matériau
(70; 170) réduisant la résistance à la déchirure ou/et à l'éclatement en comparaison
à un agencement de couches de polymère (22, 26) de structure identique mais non affaiblie,
dans laquelle chacun des agencements de couches de polymère (22, 26) présente une
zone non affaiblie (90) entourant de manière fermée la formation d'affaiblissement
de matériau (70; 170) et dans laquelle l'agencement de couches de polymère (22, 26)
respectif est exempt d'affaiblissements de matériau.
13. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes, en incluant la revendication
7,
caractérisé en ce que la couche de polymère non orientée (136) est disposée en tant que couche de contrecollage
par extrusion (136) entre le film polymère orienté (132) et un autre film polymère
(138) pour réaliser une liaison par contrecollage du film polymère orienté (132) avec
l'autre film polymère (138).
14. Emballage (100) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente une pluralité d'espaces de réception (60) avec chacun une formation d'affaiblissement
de matériau (70; 170) et une zone non affaiblie (90) qui les entoure, dans lequel
de préférence entre des zones non affaiblies (90) voisines, aussi bien dans la paroi
avant (20) que dans la paroi arrière (30) des affaiblissements de matériau de séparation
(54) différents des formations d'affaiblissement de matériau (70; 170) des espaces
de réception (60) sont prévus qui, à l'endroit de leur formation, réduisent la résistance
à la déchirure de l'emballage déchirable par pression (100) en comparaison à un emballage
déchirable par pression (100) par ailleurs similaire sans affaiblissements de matériau
de séparation (54).
15. Agencement de couches de polymère (22, 26) pour la formation d'une paroi avant (20)
ou d'une paroi arrière (30) d'un emballage déchirable par pression (100) selon l'une
des revendications précédentes, dans lequel l'agencement de couches de polymère (22,
26) présente une formation d'affaiblissement de matériau (70; 170) réduisant la résistance
à la déchirure ou/et à l'éclatement en comparaison à un agencement de couches de polymère
(22, 26) de structure identique mais non affaiblie, dans lequel l'agencement de couches
de polymère (22, 26) présente une zone non affaiblie (90) entourant de manière fermée
la formation d'affaiblissement de matériau (70; 170) dans laquelle l'agencement de
couches de polymère (22, 26) est exempt d'affaiblissement de matériau, dans lequel
l'agencement de couches de polymère (22, 26) présente un film polymère orienté (32;
132) comprenant la formation d'affaiblissement de matériau (70; 170) et une couche
de polymère non orientée (36, 136) exempte d'affaiblissement de matériau, caractérisé en ce que l'agencement de couches de polymère (22, 26) est formé à plus de 95 % en poids de
couches de polymères (32, 36; 132, 136, 138) de la même famille de polymères, dans
lequel du matériau de la couche de polymère non orientée (36; 136) pénètre dans la
formation d'affaiblissement de matériau (70; 170) et remplit au moins partiellement,
de préférence complètement, la formation d'affaiblissement de matériau (70; 170).