[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestücken einer leeren Kassette sowie zum
Betrieb eines Roboters, einen Werkzeugkopf für einen Roboter sowie eine Verarbeitungsstraße.
[0002] Heutzutage werden für immer mehr Aufgaben (voll-)automatisierte Roboter herangezogen.
So erfolgt beispielsweise auch ein Bestücken von Verarbeitungsmaschinen mit einem
zu verarbeitenden Gut üblicherweise von Robotern. Diese haben sich hinsichtlich ihrer
Arbeitsgeschwindigkeit und auch ihrer Arbeitsdauer für derartige Tätigkeiten als vorteilhaft
erwiesen. Insbesondere bei Bestückungsvorgängen, bei denen es auf hohe Stückzahlen
ankommt, sind Roboter vorteilhaft, da diese im Regelfall keine Pausenzeiten benötigen
und somit hohe Stückzahlen schaffen.
[0003] Ein derartiges Einsatzgebiet ist beispielsweise eine Bestückung einer Verarbeitungsmaschine
innerhalb des pharmazeutischen Bereichs. So müssen derartige Verarbeitungsmaschinen
üblicherweise mit einer Vielzahl an Behältern, beispielsweise Insulinampullen bestückt
werden. Pro Minute werden bei einer roboterunterstützten Bestückung einer Verarbeitungsmaschine
üblicherweise zwischen 100 bis 1000 und vorzugsweise zwischen 300 und 800 Ampullen,
die auch als Kartuschen bezeichnet werden können, der Verarbeitungsmaschine zugeführt.
Bei den Ampullen kann es sich auch alternativ um Behälter, z.B. Glasfläschchen zur
Aufnahme eines Stoffes handeln.
[0004] Eine Herausforderung bei einer robotergestützten Bestückung einer Verarbeitungsmaschine
stellt eine Verbringung der oftmals leicht zerbrechlichen Ampullen dar. Ebenso müssen
derartige Ampullen oftmals aufrechtstehend in die Verarbeitungsmaschine eingespeist
werden, sodass hierbei besondere Herausforderungen an eine robotergestützte Bestückung
der Verarbeitungsmaschine gestellt werden. Analog verhält es sich bei einer Bestückung
einer leeren Kassette mit Ampullen, die die Verarbeitungsmaschine verlassen.
[0005] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Bestücken
einer leeren Kassette sowie zum Betrieb eines Roboters, einen Werkzeugkopf für einen
Roboter sowie eine Verarbeitungsstraße anzugeben, mit deren Hilfe eine automatische
und insbesondere zuverlässige Bestückung einer leeren Kassette mit Ampullen ermöglicht
ist.
[0006] Mit Blick auf das Verfahren zum Bestücken einer leeren Kassette wird die Aufgabe
wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Mit Blick auf das Verfahren zum Betrieb eines Roboters wird die Aufgabe erfindungsgemäß
gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 3. Mit Blick auf den Werkzeugkopf
wird die Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch einen Werkzeugkopf mit den Merkmalen
des Anspruchs 6 und mit Blick auf die Verarbeitungsstraße wird die Aufgabe erfindungsgemäß
gelöst durch eine Verarbeitungsstraße mit den Merkmalen des Anspruchs 9.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Varianten sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Insbesondere wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Bestücken einer leeren
Kassette mit Ampullen, umfassend die Schritte:
- Bestücken einer Aufnahmeform mit der leeren Kassette, wobei die Aufnahmeform mindestens
zwei Seitenwände und eine Öffnung an einer Vorderseite umfasst;
- Anordnen der Aufnahmeform an einem Werkzeugkopf eines Roboters;
- Verfahren eines vorderen, insbesondere als Kamm ausgebildeten, Halters entlang einer
Hochachse, so dass dieser oberhalb der eine Verarbeitungsmaschine verlassenden Ampullen
ist;
- Verfahren eines hinteren, insbesondere als Kamm ausgebildeten, Halters in Richtung
der Öffnung;
- Verfahren des hinteren Halters während des Bestückens der Kassette in Richtung einer
Rückseite der Aufnahmeform, wobei der hintere Halter als Anschlag für die die Verarbeitungsmaschine
verlassenden Ampullen dient;
- Verfahren des vorderen Halters entlang der Hochachse nach unten, um die Öffnung der
Aufnahmeform zumindest teilweise zu verschließen, so dass bei einem Verbringen des
Werkzeugkopfes mit der Aufnahmeform die Ampullen durch den vorderen und den hinteren
Halter gegen ein Umfallen und/oder Herausfallen geschützt sind.
[0009] Die Aufnahmeform kann hierbei auch als Negativform bezeichnet werden. Dieser Bezeichnung
liegt der Gedanke zugrunde, dass die Aufnahmeform üblicherweise eine zur Kassette
invertierte Form, also eine Negativform, aufweist, damit die Kassette von der Aufnahmeform
aufgenommen werden kann. Die Aufnahmeform kann in einer Ausführungsform einteilig,
also monolithisch, aber auch in einer alternativen Ausführungsform mehrteilig ausgebildet
sein. Gemäß der alternativen Ausführungsform sind beispielsweise die mindestens zwei
Seitenwände an der Aufnahmeform angeordnet, z.B. angeschraubt.
[0010] Insbesondere dient die Öffnung zum Einbringen der Kassette und/oder zum Ausbringen
des Inhalts der Kassette. Unter der Kassette kann im einfachsten Fall ein rechteckiger
Karton aus einem nicht selbsttragenden Material verstanden werden, in dem der Inhalt
angeordnet ist. Unter dem nicht selbsttragenden Material kann ein Material verstanden
werden, welches keine ausreichende Stabilität im Hinblick auf seine Festigkeit aufweist,
um den Inhalt der Kassette bei einem Anheben der Kassette selbstständig zu tragen.
Mit anderen Worten kann unter dem nicht selbsttragenden Material ein weiches Material,
wie beispielsweise Pappe oder Kunststoff verstanden werden. Somit eignet sich das
beschriebene Verfahren vorzugsweise für ein Verbringen von Kassetten, die aus dem
vorstehend beschriebenen Material gebildet sind, da die Kassette in der Aufnahmeform
angeordnet ist und somit eine ausreichende Stützwirkung gegeben ist. Die Kassette
kann auch als Tray bezeichnet werden und stellt in einer Ausführungsform eine Aufbewahrungsform
für die Ampullen nach Art einer Schachtel bzw. nach Art eines Karton dar.
[0011] In einer Ausführungsform handelt es sich bei dem Inhalt um einen nicht standfesten
Inhalt. Unter dem nicht standfesten Inhalt kann ein Inhalt verstanden werden, der
bei einem Verbringen und einem damit verbundenen Schwanken leicht umfällt. Insbesondere
handelt es sich bei dem Inhalt um Ampullen, vorzugsweise um Zylinderampullen und speziell
um Ampullen für den pharmazeutischen Bereich, beispielsweise um Insulinampullen.
[0012] Durch die Ausgestaltung des Fixierelements mit dem vorderen Schenkel und dem hinteren
Schenkel weist das Fixierelement eine U-Profil-Form auf. Bei gegriffener Aufnahmeform
mit dem Werkzeug ist somit der Inhalt der Kassette zwischen den beiden Schenkeln angeordnet
und wird von diesen an der Vorderseite beziehungsweise an der Rückseite gestützt.
Das Fixierelement kann in einer Ausführungsform einteilig, also monolithisch, ausgebildet
sein. In einer alternativen Ausführungsform kann das Fixierelement mehrteilig ausgebildet
sind. So können gemäß dieser alternativen Ausführungsform beispielsweise die beiden
Schenkel an dem Fixierelement angeordnet sein.
[0013] Unter dem Verschieben des Inhalts der Kassette relativ zur Aufnahmeform kann verstanden
werden, dass der Inhalt aus der Kassette herausgeschoben wird, während die Kassette
an ihrer Position verbleibt. Mit anderen Worten wird die Kassette durch das Herausschieben
des Inhalts entleert. Soweit es sich bei der Kassette um einen Karton handelt kann
hierbei eine Lasche des Kartons heruntergedrückt bzw. geklappt werden, um den Inhalt
aus der Kassette herauszuschieben.
[0014] Unter der Verarbeitungsmaschine kann beispielsweise eine Etikettiermaschine für die
Ampullen oder allgemein eine Maschine verstanden werden, die dazu eingerichtet ist,
speziell den Inhalt der Kassette weiterzuverarbeiten.
[0015] Durch das beschriebene Verfahren ist es erreicht, eine Verarbeitungsmaschine einfach
mit einem Inhalt einer Kassette zu bestücken (dieser Vorgang kann auch als Feed-In-Vorgang
bezeichnet werden). Insbesondere ist hierdurch auch eine (voll-)automatische Bestückung
erreicht, wodurch Zeit und Kosten gespart werden. Weiterhin ist das beschriebene Verfahren
vorteilhaft bei der Bestückung der Verarbeitungsmaschine mit Ampullen, da durch das
Fixierelement und insbesondere die Stützwirkung der beiden Schenkel des Fixierelements
z.B. ein Umfallen und/oder Herabfallen der Ampullen während der Verbringung zur Verarbeitungsmaschine
und/oder einer Positionierung in/an der Verarbeitungsmaschine verhindert ist.
[0016] In einer Ausführungsform ist an zumindest einer der Seitenwände eine Stützeinheit
mit einer verschiebbaren Stützplatte angeordnet. Unter verschiebbar kann hierbei eine
Verschiebbarkeit der Stützplatte relativ zu der der Stützplatte gegenüberliegenden
Seitenwand der Aufnahmeform verstanden werden, um einen Abstand zwischen der Stützplatte
und der der Stützplatte gegenüberliegenden Seitenwand einzustellen.
[0017] Die Einstellung des Abstands erfolgt hierbei in Abhängigkeit der Kassette und insbesondere
in Abhängigkeit der Außenmaße der Kassette, mit der die Aufnahmeform bestückt werden
soll. Hierdurch ist erreicht, dass zum einen auf Toleranzen in Bezug auf die Außenmaße
der zu verbringenden Kassetten und zum anderen auf diverse Größen von Kassetten eingegangen
werden kann. D.h. es muss für unterschiedlich große Kassetten nicht jeweils eine eigene
Aufnahmeform herangezogen werden, sondern es kann ein durch die Rückseite sowie die
zwei Seitenwände ausgebildeter Aufnahmeraum der Aufnahmeform an die Außenmaße der
aufzunehmenden Kassette angepasst werden.
[0018] Die Einstellung des Abstands hat zudem den Vorteil, dass eine innerhalb der Aufnahmeform
aufgenommene Kassette zuverlässig und stabil gehalten werden kann. Somit ist nicht
nur eine mechanische Unterstützung der Wände der Kassette, sondern auch eine stabile
Aufnahme der Kassette innerhalb der Aufnahmeform während des Verbringens erreicht,
was insgesamt den sicheren Transport des Inhalts der Kassette vorteilhaft beeinflusst.
[0019] Um den Abstand einzustellen und somit die Führungsplatte des Führungselements zu
verschieben, weist das Führungselement ein Verschiebeelement auf, das mit einem Spannelement
zusammenwirkt. Das Spannelement ist hierbei kein Teil des Führungselements, sondern
bevorzugt Teil einer Ablageeinheit, z.B. einer Beladestation, auf die die Aufnahmeformen
abgelegt und mit den Kassetten bestückt werden. Um Wiederholungen zu vermeiden, werden
weitere Ausführungen, die insbesondere das Verschieben der Führungsplatte und damit
das Einstellen des Abstands betreffen, nachfolgend im Rahmen der Ausführungen zu dem
Werkzeugkopf erläutert.
[0020] In einer Ausführungsform wird das Werkzeug zum Greifen der Aufnahmeform derart mit
dieser mechanisch gekoppelt, dass ein Verbindungselement mit zumindest einem Haltestift
der Aufnahmeform arretiert. In einer weiteren Ausführungsform weist die Aufnahmeform
zwei Haltestifte auf, mit denen das Verbindungselement arretiert wird. Unter Arretieren
kann ein mechanischer Vorgang eines Feststellens beweglicher Teile (hier: Aufnahmeform
und Werkzeug) verstanden werden. Die Arretierung erfolgt in einer Ausführungsform
beispielsweise derart, dass das Verbindungselement mit dem zumindest einen Haltestift
eine Klemm- oder Rastverbindung ausbildet. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass auf
eine einfache Art eine Arretierung des Werkzeugs mit der Aufnahmeform erreicht ist.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform ist das Verbindungselement derart mit der Aufnahmeform
mechanisch gekoppelt, insbesondere arretiert, dass die mechanische Kopplung in zwei
Richtungen lösbar ist. Das Verbindungselement ist daher dazu eingerichtet die Arretierung
mit dem zumindest einen Haltestift der Aufnahmeform in zwei Richtungen zu lösen. Diese
Ausführungsform beruht auf der Überlegung, zum einen die Aufnahmeform von oben mittels
dem Werkzeug (reversibel) zu greifen und zum anderen die Arretierung zum Verschieben
des Inhalts in einer Längsrichtung zu lösen. Somit kann unter den zwei Richtungen
zum einen eine Richtung von oben, also entlang einer Senkrechten und zum anderen eine
Richtung entlang einer orthogonal zur Senkrechten orientierten Längsrichtung verstanden
werden. Hierdurch ist daher sowohl das Greifen der Aufnahmeform, als auch das Verschieben
des Inhalts der Kassette und das damit verbundene Lösen der Arretierung zwischen Werkzeug
und Aufnahmeform auf eine einfache Art sichergestellt.
[0022] In einer Ausführungsform erfolgt das Verschieben des Inhalts der Kassette in einer
Geschwindigkeit, die einer Fördergeschwindigkeit eines Förderbandes der Verarbeitungsmaschine
entspricht. Hierdurch ist ein prozesssicheres und fehlerreduziertes Bestücken der
Verarbeitungsmaschine sicherstellt. D.h. durch das Verschieben in der Geschwindigkeit,
die auch der Fördergeschwindigkeit des Förderbandes entspricht, ist beispielsweise
eine Gefahr des Umfallens des Inhalts und speziell der Ampullen beim Bestücken der
Verarbeitungsmaschine reduziert.
[0023] In einer Ausführungsform wird die Aufnahmeform derart und insbesondere von oben von
dem Werkzeug gegriffen, dass die beiden Schenkel des Fixierelements jeweils zwischen
eine Wandung der Kassette und dem Inhalt der Kassette angeordnet werden. Der Vorteil
ist, dass hierdurch beim Verschieben lediglich der Inhalt, nicht aber die Kassette
in die Verarbeitungsmaschine eingebracht wird. Ergänzend kann vorgesehen sein, dass
zuvor die Kassette an einer Öffnungsvorrichtung geöffnet wird, also beispielsweise
die Wandung der als Pappkarton ausgebildeten Kassette aufgebogen wird, bevor die Aufnahmeform
mit der Kassette in oder an der Verarbeitungsmaschine positioniert wird.
[0024] Die Aufgabe wird weiterhin erfindungsgemäß gelöst durch einen Werkzeugkopf mit den
Merkmalen des Anspruchs 5. Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Varianten
hierzu sind Gegenstand der Unteransprüche 6 bis 14.
[0025] Der Werkzeugkopf weist ein Werkzeug sowie eine Aufnahmeform zur Aufnahme einer Kassette
auf, wobei die Aufnahmeform einen Boden, mindestens zwei Seitenwände und eine Öffnung
umfasst. Die Aufnahmeform ist in einer Ausführungsform wannenartig ausgebildet. Weiterhin
ist die Aufnahmeform in einer Ausführungsform lösbar mit dem Werkzeug verbindbar und/oder
verbunden. Somit ist es ermöglicht, mehrere Aufnahmeformen bereitzustellen, die mit
jeweils einer Kassette bestückt sind und beispielsweise abwechselnd von dem Werkzeug
zur Bestückung der Verarbeitungsmaschine mit dem Inhalt der Kassette gegriffen werden.
Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt in der gesteigerten Prozessgeschwindigkeit.
Beispielsweise ist es in dieser Ausführungsform ermöglicht, die Verarbeitungsmaschine
mit bis zu 600 Ampullen pro Minute zu bestücken.
[0026] Insbesondere handelt es sich bei dem Werkzeugkopf um den bereits im Rahmen des Verfahrens
erläuterten Werkzeugkopf.
[0027] In einer Ausführungsform umfasst das Werkzeug ein Fixierelement mit einem vorderen
Schenkel und einem hinteren Schenkel, wobei in mindestens einem (verbundenen) Zustand
mindestens ein Schenkel die Öffnung der Aufnahmeform mindestens teilweise verschließt.
Vorzugsweise begrenzen die Schenkel in dem Zustand die Aufnahmeform vorder- und rückseitig.
Hierdurch wird erreicht, dass der Inhalt der Kassette zuverlässig vor einem Heraus-
und/oder Umfallen geschützt wird.
[0028] Weiterhin weist die rechteckige Aufnahmeform in einer Ausführungsform eine Länge
im Bereich zwischen 20cm und 80cm, insbesondere zwischen 30cm und 60cm, eine Breite
im Bereich zwischen 15cm und 50cm, insbesondere zwischen 20cm und 30cm sowie eine
Höhe im Bereich zwischen 3cm und 15cm auf. Die Aufnahmeform ist insbesondere an die
Außenmaße der Kassette angepasst, um eine Anordnung der Kassette innerhalb der Aufnahmeform
sicherzustellen.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform weist die Aufnahmeform im Boden zumindest ein Halteloch
auf. Das Halteloch dient einer Fixierung der Kassette während der Bestückung der Verarbeitungsmaschine
mit dem Inhalt der Kassette, also während dem Verschieben des Inhalts relativ zur
Kassette. Hierzu kann beispielswiese vorgesehen sein, dass mittels einer Unterdruckvorrichtung
die Kassette durch das Halteloch hindurch gehalten wird, während das Fixierelement
den Inhalt der Kassette verschiebt.
[0030] Weiterhin weist das Werkzeug in einer Ausführungsform eine L-Form auf mit einer Befestigungsplatte
zur reversiblen Anordnung des Werkzeuges an einem Roboter sowie einem an der Befestigungsplatte
seitlich angeordneten Arm, wobei an dem Arm das Fixierelement angeordnet ist. Zur
reversiblen Anordnung des Werkzeuges an dem Roboter ist beispielsweise vorgesehen,
dass die Befestigungsplatte an einem Befestigungsflansch des Roboters angeschraubt
wird. Eine derartige Lösung hat sich hinsichtlich einer ausreichenden mechanischen
Fixierung bei gleichzeitiger Reversibilität als vorteilhaft erwiesen. Derartige Schraubverbindungen
sind zudem in verschiedenen Varianten auf dem freien Markt erhältlich, um individuellen
Anforderungen des Werkzeuges und/oder des Roboters gerecht zu werden.
[0031] In einer Ausführungsform ist der Arm an einer der Verarbeitungsmaschine abgewandten
Seite der Befestigungsplatte an dieser angeordnet. D.h., dass der Arm an der Seite
der Befestigungsplatte angeordnet ist, die, wenn sich der Werkzeugkopf in einer Position
in oder an der Verarbeitungsmaschine befindet, der Verarbeitungsmaschine abgewandt
ist. Hierdurch ist sichergestellt, dass wenig Teile des Werkzeugkopfes in einen Bereich
gelangen, in dem bewegliche Teile der Verarbeitungsmaschine agieren. Somit ist einer
Kollisionsgefahr vorgebeugt.
[0032] In einer Ausführungsform ist zwischen der Befestigungsplatte und dem Fixierelement
ein Spalt ausgebildet. Der Spalt dient dazu, einen Schieber der Verarbeitungsmaschine
aufzunehmen, der dazu eingerichtet ist, den durch das Verschieben in die Verarbeitungsmaschine
eingebrachten Inhalt der Kassette aufzunehmen und weiter in die Verarbeitungsmaschine
zu schieben. D.h. der Schieber dient als ein Anschlag für den Inhalt der Kassette,
wenn der Werkzeugkopf nach dem Verschieben nach oben hin verfährt und somit die Schenkel
den Inhalt nicht mehr stützen.
[0033] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei in der Aufnahmeform einsitzendem
Fixierelement zwischen jeweils einer der beiden Seitenwände der Aufnahmeform und dem
Fixierelement ein Seitenspalt mit einer Breite von 2% bis 10%, alternativ mit einer
Breite von 4% bis 8% und weiterhin alternativ mit einer Breite von 6% einer Gesamtbreite
der Aufnahmeform ausgebildet ist. Durch die Ausbildung des Seitenspalts ist sichergestellt,
dass das Fixierelement beim Verschieben des Inhalts durch die Öffnung nicht an den
Seitenwänden anliegt und das Verschieben hierdurch beeinträchtigt wird.
[0034] Zweckdienlicherweise zumindest eine Seitenwand der Aufnahmeform die bereits im Rahmen
des Verfahrens beschriebene Stützeinheit auf. Die Stützeinheit ist hierbei, wie bereits
ausgeführt, an zumindest einer Seitenwand der Aufnahmeform angeordnet, d.h. die Aufnahmeform
weist einseitig eine Stützeinheit auf.
[0035] Die Stützeinheit weist eine Stützplatte sowie einen Zylinder mit einem in dem Zylinder
einsitzenden und federgelagerten Kolben auf. Die Stützplatte ist dabei an dem Kolben
angeordnet und in Richtung der der Stützeinheit gegenüberliegenden Seitenwand federkraftbaufschlagt
und/oder federkraftbaufschlagbar. Unter federkraftbeaufschlagt kann hierbei verstanden
werden, dass innerhalb des Zylinders ein Federelement angeordnet ist, welches derart
an dem Kolben angeordnet ist, dass es in Richtung der Seitenwand, an der die Stützeinheit
angeordnet ist, spannbar bzw. stauchbar ist. Mit anderen Worten wird der Kolben und
auch die an dem Kolben angeordnete Stützplatte durch das gespannte Federelement in
Richtung des Aufnahmeraums mit einer Federkraft beaufschlagt. Beispielsweise handelt
es sich bei dem Federelement um eine Helixfeder.
[0036] Durch die Federkraft, die durch das Federelement ausgeübt wird, ist ein stabiles
Halten der innerhalb des Aufnahmeraums der Aufnahmeform angeordneten Kassette sichergestellt,
da die Stützplatte durch die Federkraft gegen die Kassette gedrückt wird. Hierbei
ist die von dem Federelement bereitgestellte Federkraft jedoch lediglich so hoch,
dass die Kassette zwar zuverlässig und sicher gehalten wird, jedoch die Kassette und
speziell der Inhalt der Kassette nicht beschädigt, z.B. nicht gequetscht wird.
[0037] Zudem ist in einer Ausführungsform die Stützeinheit und speziell die Stützplatte,
der Kolben und das Federelement derart ausgebildet und bemessen, dass die Stützplatte
lediglich bis zu einer vorgegebenen und definierten Stellung in den Aufnahmeraum verschiebbar
ist. Beispielsweise ist die Stützplatte somit maximal 2cm bis 6cm von der Seitenwand,
an der die Stützeinheit angeordnet ist, weg, also in den Aufnahmeraum hinein, verschiebbar.
[0038] In einer Ausführungsform weist die Stützeinheit ein Verschiebeelement auf, das an
dem Kolben angeordnet ist und aus dem Zylinder herausragt, also von außen zugänglich
ist. Unter von außen zugänglich kann hierbei verstanden werden, dass das Verschiebeelement
von außerhalb des Zylinders zugänglich ist, ohne diesen öffnen zu müssen. Das Verschiebeelement
ist ferner dazu ausgebildet, mit dem Spannelement eines Ablageortes, insbesondere
einer Beladestation zur Einstellung des Abstandes zusammenzuwirken. Hierzu sind das
Verschiebeelement und das Spannelement korrespondierend zueinander ausgebildet.
[0039] Das Verschiebeelement und das korrespondierende Spannelement wirken insbesondere
derart zusammen, dass die Stützplatte von einer entspannten Stellung in eine vorgespannte
Stellung verschiebbar ist. Unter der entspannten Stellung kann hierbei die Stellung
des Kolbens und somit der Stützplatte verstanden werden, die dieser einnimmt, wenn
das Federelement vollständig entspannt ist und somit keine Federkraft in Richtung
des Aufnahmeraums ausübt. Unter der vorgespannten Stellung kann im Gegensatz hierzu
eine Stellung des Kolbens und auch der Stützplatte verstanden werden, in der das Federelement
maximal gestaucht ist und somit eine maximale Federkraft in Richtung des Aufnahmeraums
wirkt. Um jedoch die Kassette, wie bereits erwähnt, sicher innerhalb der Aufnahmeform
zu halten, ist die Stützplatte, die beim Halten vorzugsweise an der entsprechenden
Seitenwand der Kassette anliegt, in einer Stellung zwischen der entspannten Stellung
und der vorgespannten Stellung angeordnet. Hierdurch wird sichergestellt, dass zum
einen eine (Halte-)Kraft auf die Kassette ausgeübt wird, diese Kraft jedoch nicht
so groß ist, dass die Kassette und/oder ihr Inhalt beschädigt wird.
[0040] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Fixierelement abgerundete Kanten auf.
Speziell weisen die Schenkel abgerundete Kanten auf. Dies hat den Vorteil, dass beim
Greifen von oben und somit einem Anordnen der Schenkel innerhalb der Kassette, der
Inhalt nicht beschädigt wird. Insbesondere bei Ampullen aus Glas hat sich eine derartige
Ausführungsform als vorteilhaft erwiesen, um Beschädigungen zu vermeiden.
[0041] Gemäß einer alternativen Ausführungsform weist das Werkzeug und insbesondere das
Fixierelement zwei relativ zueinander verfahrbare Halter auf, wobei die Halter als
Kämme ausgebildet sind. Der an der Vorderseite des Werkzeugkopfes angeordnete Halter
ist zudem in einer Hochachse, also senkrecht nach oben verfahrbar. Der Werkzeugkopf
dieser alternativen Ausführungsform dient insbesondere einem Bestücken der Kassette
mit einem die Verarbeitungsmaschine verlassenden Inhalt, speziell Ampullen.
[0042] Die Aufgabe wird weiterhin erfindungsgemäß gelöst durch eine Verarbeitungsstraße
mit den Merkmalen des Anspruchs 15.
[0043] Die Verarbeitungsstraße ist in einer Ausführungsform dazu eingerichtet, das vorstehend
beschriebene Verfahren durchzuführen.
[0044] Weiterhin weist die Verarbeitungsstraße in einer Ausführungsform einen Roboter sowie
eine Verarbeitungsmaschine auf, wobei der Roboter einen Werkzeugkopf aufweist. Bei
der Verarbeitungsmaschine, dem Roboter und insbesondere dem Werkzeugkopf handelt es
sich hierbei um die bereits vorstehend beschriebenen Komponenten.
[0045] Gemäß einer Ausführungsform weist die Verarbeitungsmaschine eine Halterung, insbesondere
mindestens einen Zapfen, zum Halten der Aufnahmeform, auf. Hierdurch wird verhindert,
dass beim Verschieben des Inhalts der Kassette die Aufnahmeform mit verschoben wird.
Die Halterung, insbesondere der zumindest eine Zapfen dient somit als ein Anschlag
für die Aufnahmeform.
[0046] In einer Ausführungsform ist eine Steuereinheit vorgesehen, die dazu eingerichtet
ist, den Roboter mit dem Werkzeugkopf derart anzusteuern, dass die Verarbeitungsmaschine
mit dem innerhalb der Kassette befindlichen Inhalt bestückt wird und/oder das bereits
vorstehend beschriebene Verfahren ausgeführt wird. Die Steuereinheit ist hierbei Teil
der Verarbeitungsstraße. Alternativ ist die Steuereinheit separat ausgeführt, also
kein Teil der Verarbeitungsstraße.
[0047] Weiterhin ist gemäß einer Ausführungsform eine Identifikationseinheit vorgesehen,
die dazu eingerichtet ist, einen Fehler im Inhalt der Kassette zu identifizieren.
Unter dem Fehler im Inhalt kann beispielsweise eine oder mehrere umgefallene und/oder
zerbrochene Ampullen verstanden werden. Weiterhin kann unter dem Fehler auch eine
fehlerhafte/defekte Kassette verstanden werden. Wird beispielsweise von der Identifikationseinheit
ein derartiger Fehler erkannt, so gibt diese ein Signal an die Steuereinheit aus,
sodass der Bestückungsprozess unterbunden wird und/oder ein Warnsignal ausgegeben
wird.
[0048] Die im Hinblick auf das Verfahren aufgeführten Vorteile und genannte Ausführungsformen
sind sinngemäß auf den Werkzeugkopf sowie auf die Verarbeitungsstraße anwendbar und
umgekehrt.
[0049] Das beschriebene Verfahren ist nicht auf einen Einsatzbereich im pharmazeutischen
Bereich beschränkt.
[0050] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert.
[0051] Diese zeigen teilweise in stark vereinfachten Darstellungen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Aufnahmeform gemäß einer ersten Ausgestaltungsvariante,
- Fig.2
- eine Frontansicht auf die Aufnahmeform gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Aufnahmeform gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Werkzeugkopfes mit arretierter Aufnahmeform,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Verarbeitungsstraße mit einem Roboter und einer Verarbeitungsmaschine,
- Fig. 6
- eine alternative Ausführungsform des Werkzeugkopfes,
- Fig. 7
- eine Frontansicht auf eine Aufnahmeform gemäß einer zweiten Ausgestaltungsvariante
in einer entspannten Stellung,
- Fig. 8
- eine Frontansicht der Aufnahmeform gemäß der zweiten Ausgestaltungsform in einer vorgespannten
Stellung,
- Fig. 9
- einen Querschnitt durch die Aufnahmeform gemäß der zweiten Ausgestaltungsvariante
in der entspannten Stellung,
- Fig. 10
- einen Querschnitt durch die Aufnahmeform gemäß der zweiten Ausgestaltungsvariante
in der vorgespannten Stellung,
- Fig. 11
- einen Querschnitt durch eine Aufnahmeform gemäß einer dritten Ausgestaltungsvariante
in der entspannten Stellung sowie
- Fig. 12
- einen Querschnitt durch die Aufnahmeform gemäß der dritten Ausgestaltungsvariante
in der vorgespannten Stellung.
[0052] In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen dargestellt.
[0053] Die in Fig. 1 dargestellte rechteckige Aufnahmeform 6 weist einen Boden 8 sowie zwei
Seitenwände 10 auf. Der Boden 8 weist in der Ausführungsform gemäß Fig.1 drei Haltelöcher
30 auf. Die Haltelöcher 30 dienen einer Fixierung einer Kassette 12 (vgl. Fig. 4)
während einem Verschieben eines Inhalts 22 (vgl. Fig. 4) zur Bestückung einer Verarbeitungsmaschine
(vgl. Fig. 5) mit dem Inhalt 22.
[0054] Weiterhin weist die Aufnahmeform 6 eine Öffnung O auf, ist also an einer Vorderseite
V offen ausgebildet. An einer Rückseite R der Aufnahmeform 6 sind in der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 zwei Haltestifte 26 angeordnet, die senkrecht zum Boden 8 orientiert
sind.
[0055] Die Haltestifte 26 dienen einer reversiblen Arretierung mit einem Verbindungselement
18 (vgl. Fig. 4) eines Werkzeuges 14 (vgl. Fig. 4).
[0056] In Fig. 2 ist eine Frontansicht auf die Aufnahmeform 6 gemäß der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 gezeigt. Zudem ist in der Fig. 2 ein in der Aufnahmeform 6 einsitzendes
Fixierelement 16 (vgl. Fig. 4) dargestellt. Zwischen jeweils einer der beiden Seitenwände
10 der Aufnahmeform 6 und dem Fixierelement 16 ist ein Seitenspalt 36 ausgebildet,
der eine Breite von 2% bis 10% einer Gesamtbreite B der Aufnahmeform 6 aufweist. Durch
den Seitenspalt 36 wird sichergestellt, dass das Verschieben des Inhalts 22 durch
das Fixierelement 16 nicht durch ein Anliegen des Fixierelements 16 an den Seitenwänden
10 beeinträchtigt wird. Durch das in der Aufnahmeform 6 einsitzende Fixierelement
16 wird zudem die Öffnung O zum Positionieren der Aufnahmeform 6 zumindest teilweise
verschlossen und z.B. ein Herausfallen des Inhaltes der Kassette 12 verhindert.
[0057] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht der bereits in der Fig. 1 und der Fig. 2 gezeigten Aufnahmeform
6. In Fig. 3 ist ebenfalls das in der Aufnahmeform 6 angeordnete Fixierelement 16
dargestellt. Zwischen einer Rückseite R der Aufnahmeform 6 und insbesondere zwischen
einer Befestigungsplatte 32 (vgl. Fig. 4) und dem Fixierelement 16 ist ein Spalt 35
ausgebildet. In diesem Spalt 35 sitzt beim Bestückungsvorgang ein nicht dargestellter
Schieber ein, der als ein Anschlag für den Inhalt 22 dient, sodass das Fixierelement
16 nach oben hin den Inhalt 22 frei geben kann. Der Schieber ist hierbei Teil der
Verarbeitungsmaschine 24. Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist der Schieber
kein Teil der Verarbeitungsmaschine 24 und beispielsweise im Rahmen einer Nachrüstbarkeit
als ein separates Teil an einer bereits montierten Verarbeitungsmaschine 24 anordbar.
[0058] Der in Fig. 4 perspektivisch dargestellte Werkzeugkopf 4 weist die bereits erwähnte
Befestigungsplatte 32 auf, mittels der er an einem in Fig. 4 nicht dargestellten Roboter
2 (vgl. Fig. 5) anordbar ist. In der Ausführungsform gemäß Fig. 4 wird der Werkzeugkopf
4 zur Anordnung an dem Roboter 2 an diesen angeschraubt. Weiterhin weist der Werkzeugkopf
4 das Werkzeug 14 auf.
[0059] An einer Seite der Befestigungsplatte 32 ist ein Arm 34 angeordnet, sodass das Werkzeug
14 eine L-Form aufweist. An dem Arm 34 ist in der Ausführungsform gemäß Fig. 4 das
Fixierelement 16 angeordnet. Dieses weist einen vorderen Schenkel 20a sowie einen
hinteren Schenkel 20b auf und ist somit nach Art eines U-Profils ausgebildet.
[0060] Zudem ist ein Verbindungselement 18 vorgesehen, welches an dem Werkzeug 14, in der
Ausführungsform gemäß Fig. 4 speziell an einer Unterseite der Befestigungsplatte 32
angeordnet ist. In der Fig. 4 ist die Kassette 12 mit dem darin angeordneten Inhalt
22, welcher aus Ampullen gebildet ist, in der Aufnahmeform 6 angeordnet. Die Aufnahmeform
6 ist mit den Haltestiften 26 an dem Verbindungselement 18 arretiert.
[0061] In der Ausrührungsform gemäß Fig. 4 sind die Schenkel 20a, 20b jeweils zwischen einer
Wandung W der als Pappkarton ausgebildeten Kassette 12 und dem Inhalt 22 angeordnet.
Hierdurch ist sichergestellt, dass lediglich der Inhalt 22 durch eine Verschiebung
des Fixierelements 16 relativ zur Aufnahmeform 6 auf ein Förderband 28 der Verarbeitungsmaschine
24 verbracht wird.
[0062] Fig. 4 zeigt die Anordnung von Aufnahmeform 6 und Werkzeug 14, wie sie zur Positionierung
in oder an der Verarbeitungsmaschine 24 von einem Ablageort 41 (vgl. Fig. 5) verbracht
wird. Der Inhalt 22 ist zu den Seiten hin durch die Seitenwände 10 der Aufnahmeform
6 und zu der Vorderseite und zu der Rückseite hin durch den vorderen Schenkel 20a
beziehungsweise durch den hinteren Schenkel 20b gegen ein Umfallen und/oder Herabfallen
gestützt.
[0063] Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf eine Verarbeitungsstraße 38 mit einem Roboter 2
sowie mit einer Verarbeitungsmaschine 24. Zum Bestücken der Verarbeitungsmaschine
24 mit dem Inhalt 22 der Kassette 12 wird eine Aufnahmeform 6, in der eine gefüllte
Kassette 12 angeordnet ist von dem Ablageort 41 gegriffen. Hierzu dient das Werkzeug
14.
[0064] Mittels des Roboters 2 wird die Aufnahmeform 6 an die Verarbeitungsmaschine 24 verbracht
und dort auf einer Ablage 41 abgestellt. Anschließend erfolgt eine Entriegelung des
Verbindungselements 18 mit den Haltestiften 26 der Aufnahmeform 6. Daran anschließend
wird das Werkzeug 14 in eine Längsrichtung LR verfahren. Hierbei schiebt das innerhalb
der Aufnahmeform 6 angeordneten Fixierelement 16 den Inhalt 22 der Kassette 12 mit
und platziert diesen auf dem Förderband 28. Damit die Aufnahmeform 6 während des Verschiebens
ortsfest gehalten wird, weist die Verarbeitungsmaschine 24 in einer Ausführungsform
zwei Zapfen 40 auf, die als Anschlag für die Aufnahmeform 6 dienen. Damit sich die
Kassette 12 nicht verschiebt, wird diese in einer Ausführungsform durch die Haltelöcher
30 beispielsweise mittels eines Unterdrucks gehalten (nicht dargestellt). Anschließend
nimmt das Werkzeug 14 die Aufnahmeform 6 mit der leeren Kassette 12 auf und verfährt
sie beispielsweise an den Ablageort 41 zurück, sodass dort beispielsweise die leere
Kassette 12 gegen eine volle Kassette 12 getauscht werden kann. In einer Ausführungsform
ist eine Steuereinheit 42 vorgesehen, die beispielsweise Teil der Verarbeitungsstraße
38 ist, die dazu eingerichtet ist, den Roboter 2 mit dem Werkzeugkopf 4 derart anzusteuern,
dass die Verarbeitungsmaschine 24 mit dem innerhalb der Kassette 12 befindlichen Inhalt
22 bestückt wird. Weiterhin ist in einer Ausführungsform eine Identifikationseinheit
44 vorgesehen, die beispielsweise an dem Roboter 2 angeordnet ist, die dazu eingerichtet
ist, einen Fehler im Inhalt 22 der Kassette 12 zu identifizieren.
[0065] In Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform des
Werkzeugkopfes 4 gezeigt. In dieser Ausführungsform handelt es sich um einen Werkzeugkopf
4, der dazu eingerichtet ist, eine leere Kassette 12 mit einem Inhalt 22, der die
Verarbeitungsmaschine 24 verlässt, insbesondere mit Ampullen zu bestücken (dieser
Vorgang kann auch als Feed-Out-Vorgang bezeichnet werden).
[0066] Hierzu weist der Werkzeugkopf 4 gemäß Fig. 6 zwei relativ zueinander verfahrbare
Halter 46a und 46b auf, von denen in Fig. 6 lediglich der vordere Halter 46a erkennbar
ist. Die Halter 46a und 46b sind als Kämme ausgebildet. In einer Ausführungsform ist
zumindest einer der Halter 46a in einer Hochachse HA verfahrbar ausgebildet. Zum Bestücken
der leeren Kassette 12 mit dem Inhalt 22, verfährt der hintere Halter 46b in Richtung
der Öffnung O der Aufnahmeform 6, die mit einer leeren Kassette 12 bestückt an dem
Werkzeugkopf 4 angeordnet ist. Der hintere Halter 46b dient beim Bestücken der Kassette
12 als ein Anschlag für die die Verarbeitungsmaschine 24 verlassenden Ampullen. Der
hintere Halter 46b verfährt dann in einer Geschwindigkeit, die in einer Ausführungsform
einer Geschwindigkeit entspricht, mit der die Ampullen die Verarbeitungsmaschine 24
verlassen, in Richtung der Rückseite R. Der vordere Halter 46a ist währenddessen in
Richtung der Hochachse HA verfahren, also oberhalb der Ampullen angeordnet. Wenn eine
vorgegebene Anzahl an Ampullen innerhalb der Kassette 12 angeordnet ist, verfährt
der vordere Halter 46a entgegen der Hochachse HA nach unten und verschließt somit
zumindest teilweise die Öffnung O der Aufnahmeform 6. Anschließend kann der Werkzeugkopf
4 mit der Aufnahmeform 6 verbracht werden. Die sich innerhalb der Kassette 12 befindlichen
Ampullen sind hierbei durch die beiden Halter 46a, 46b sowie die Seitenwände 10 der
Aufnahmeform 6 gegen ein Umfallen und/oder Herausfallen geschützt. Um die innerhalb
der Kassette 12 angeordneten Ampullen beispielsweise vor herabfallenden Partikeln
zu schützen, ist in einer Ausführungsform auf der Befestigungsplatte 32 eine Abdeckplatte
48 angeordnet.
[0067] In Fig. 7 ist eine Frontansicht auf eine Aufnahmeform 6 gemäß einer zweiten Ausgestaltungsvarianten
gezeigt. Gemäß dieser zweiten Ausgestaltungsvariante weist die Aufnahmeform 6 an einer
Seitenwand 10 eine Stützeinheit 50 auf. Die Stützeinheit 50 ist hierbei an der Seitenwand
10 angeordnet. Die Stützeinheit 50 dient einer Einstellung eines Abstands A zwischen
der Stützeinheit 50 und der der Stützeinheit 50 gegenüberliegenden Seitenwand 10.
[0068] Zudem weist die Stützeinheit 50 eine Stützplatte 52 auf, die an einem innerhalb eines
Zylinders 54 einsitzenden Kolbens 56 (vgl. Fig. 9 und 10) angeordnet ist. Der Kolben
56 ist zu dem derart federgelagert, dass die Stützplatte 52 in Richtung der der Stützeinheit
50 gegenüberliegenden Seitenwand 10 federkraftbeaufschlagt und/oder federkraftbeaufschlagbar
ist.
[0069] In Fig. 7 ist die Aufnahmeform 6 gemäß der zweiten Ausgestaltungsvariante in einer
entspannten Stellung S
e gezeigt. Dies bedeutet, dass aufgrund der Federkraftbeaufschlagung der Kolben 56
maximal in einen Aufnahmeraum der Aufnahmeform hineinragt.
[0070] Die Aufnahmeform 6 ist in Fig. 7 zudem schematisch auf einem Ablageort 41 abgelegt
dargestellt. Der Boden 8 der Aufnahmeform 6 weist zumindest zwei Arretierelemente
58 in Form von Pins auf, die zu in dem Ablageort 41 ausgebildeten Vertiefungen 60
korrespondierend ausgebildet sind. Durch die innerhalb den Vertiefungen 60 angeordneten
Arretierelemente 58, ist ein Verrutschen bzw. Verschieben der Aufnahmeform 6 verhindert,
wenn die Aufnahmeform 6 auf dem bzw. am Ablageort 41 abgelegt ist und wenn der Abstand
A eingestellt wird. Die Arretierelemente 58 sind beispielsweise entweder zylindrisch
oder konisch ausgebildet und weisen, insbesondere bei einer zylindrischen Ausgestaltung,
einen Durchmesser mit einem Wert im Bereich von 2mm bis 10mm und speziell im Bereich
zwischen 4mm und 6mm auf. Weiterhin sind auch mehrere an dem Boden 8 angeordnete Arretierelemente
58 denkbar. So können alternativ in jeder der Ecken der Aufnahmeform 6 und speziell
des Bodens 8 ein Arretierelement 56 angeordnet sein.
[0071] Zudem weist der Ablageort 41 ein Spannelement 62 auf, welches zu einem Verschiebeelement
64 der Stützeinheit 50 (vgl. Fig. 9 und 10) ausgebildet ist. Das Verschiebeelement
64 ist an dem Kolben 56 angeordnet.
[0072] Das Spannelement 62 ist in und entgegen einer Verschieberichtung R beispielswiese
pneumatisch verschiebbar. Zum Einstellen des Abstandes A wird das Spannelement 62
innerhalb des Verschiebeelements 64 angeordnet und danach entweder in oder entgegen
der Richtung R verschoben. Hierdurch zieht das Verschiebeelement 64 den Kolben 56
und somit auch die Stützplatte 52 mit. Der Abstand A kann daher vergrößert oder verkleinert
werden.
[0073] Aufgrund dessen, dass in Fig. 7 die Stützeinheit 50 in der entspannten Stellung S
e dargestellt ist, weist der Abstand A in Fig. 7 den kleinstmöglich einstellbaren Wert
auf.
[0074] Fig. 8 zeigt die Aufnahmeform 6 gemäß der zweiten Ausgestaltungsform in einer vorgespannten
Stellung S
v. Der Übersichtlichkeit halber ist in Fig. 8 auf die Darstellung des Ablageortes 41
sowie auf die Darstellung des Spannelements 62 verzichtet. Wie aus der Stellung der
Stützplatte 52 in der Fig. 8 erkennbar ist, liegt diese in der vorgespannten Stellung
S
v nahezu bündig an der Seitenwand 10 der Aufnahmeform 6 an. Das Verschiebeelement 64
der Stützeinheit 50 liegt entsprechend ebenfalls an einem (in der Bildebene betrachtet)
rechten Anschlag des Zylinders 54 an. Der Abstand A zwischen der Stützplatte 52 und
der der Stützplatte 52 gegenüberliegenden Seitenwand 10 weist somit in der vorgespannten
Stellung S
v gemäß Fig. 8 den größtmöglich einstellbaren Wert auf. Zum Verbringen der Stützplatte
52 von der entspannten Stellung S
e in die vorgespannten Stellung S
v wird gemäß den Ausführungen zur Fig. 7 durch ein Verschieben des Spannelements 62
entgegen der Verschieberichtung R (in der Bildebene nach rechts) erreicht.
[0075] Zur Erklärung der Mechanismus ist in Fig. 9 ein Querschnitt durch die Aufnahmeform
6 mit der Stützeinheit 50 in der entspannten Stellung S
e dargestellt.
[0076] Um die bereits vorstehend erläuterte Federkraftbeaufschlagung des Kolbens 56 und
den dadurch erreichten Federmechanismus zu ermöglichen, weist die Stützeinheit 50
ein Federelement 66, beispielsweise eine Helixfeder, auf. Diese ist zum einen an eine
Innenseite einer Stirnfläche des Zylinders 54 und mit ihrem anderen Ende an einem
Ende des Kolbens 56 angeordnet. Fig. 9 zeigt hierbei das Federelement 66 in seiner
maximal gestreckten Stellung, also wenn das Federelement 66 entspannt ist.
[0077] Weiterhin ist die Stützplatte 52 mit einem Befestigungsmittel 68 an dem Kolben 56
angeordnet. Das Befestigungsmittel 66 ist hierbei bündig mit der Stützplatte 52 ausgebildet,
d. h. die in den Aufnahmeraum der Aufnahmeform 6 orientierte Seite der Stützplatte
52 weist eine ebene Fläche auf.
[0078] Das Verschiebeelement 64 ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 mit Hilfe einer
Schelle 70 an dem Kolben 56 verschiebungssicher angeordnet, insbesondere befestigt.
Weiterhin weist das Verschiebelement 64 einen Kegelkopfbolzen 71 auf, der beispielsweise
mit einem Gewinde versehen ist. Der Kegelkopfbolzen 71 dient hierbei einer Anpassung
der entspannten Stellung S
e. Hierbei wird zunächst der Kolben 56 und die Stützplatte 52 in eine Stellung verfahren,
die der entspannten Stellung S
e entsprechen soll. Anschließend wird der Kegelkopfbolzen 71 durch das Gewinde in Richtung
des Federelements 66 in das Verschiebeelement 64 geschraubt, sodass eine Spitze des
Kegelkopfbolzens 71 zwischen zwei Windungen des Federelements 66 angeordnet wird und
den Federmechanismus (insbesondere ein weiteres Ausfedern des Federelements) somit
blockiert. Das Verschiebeelement 64 weist zudem eine Öffnung 72 auf, in die das bolzen-,
oder stiftartige Spannelement 62 zum Verschieben des Kolbens 56 sowie der Stützplatte
52 ein greifen kann; wie in Fig. 7 schematisch dargestellt.
[0079] Analog zu der in Fig. 9 in der entspannten Stellung S
e gezeigten Stützeinheit 50, ist in Fig. 10 ein Querschnitt durch die sich innerhalb
der vorgespannten Stellung S
v befindliche Aufnahmeform 6 gemäß der zweiten Ausgestaltungsvariante gezeigt. Um Wiederholungen
zu vermeiden, wird hierbei nun lediglich auf die Unterschiede im Vergleich zu der
in Fig. 9 dargestellten Stellung eingegangen.
[0080] In der vorgespannten Stellung S
v ist das Federelement 66 in einer maximal gestauchten Stellung angeordnet. Hierdurch
weist der Abstand A den größtmöglich einstellbaren Wert auf.
[0081] Vor einem Einbringen einer Kassette 12 in die Aufnahmeform 6 gemäß der zweiten Ausgestaltungsvariante,
befindet sich die Stützeinheit 50 und speziell die Stützplatte 52 vorzugsweise in
der vorgespannten Stellung S
v. Nach einem Bestücken der Aufnahmeform 6 mit der Kassette 12 verfährt anschließend
der Kolben 56 sowie die Stützplatte 52 in Verschieberichtung R auf die Seitenwandung
der Kassette 12 zu. Durch die Federkraft des Federelements 66 wird die Kassette 12
somit zwischen die der Stützeinheit 50 gegenüberliegenden Seitenwand 10 und der Stützplatte
52 gehalten. Hierbei übt das Federelement 66 eine Federkraft auf die Kassette 12 aus,
die zwar groß genug ist, die Kassette 12 verrutsch sicher zu halten, jedoch ausreichend
klein ist, um die Kassette 12 sowie deren Inhalt 22 nicht zu beschädigen.
[0082] In Fig. 11 ist ein Querschnitt durch eine Aufnahmeform 6 gemäß einer dritten Ausgestaltungsvariante
in der entspannten Stellung S
e dargestellt. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird nachfolgend lediglich auf die Unterschiede
zu den bereits vorstehend beschriebenen Ausgestaltungsvarianten eingegangen.
[0083] Das Spannelement 62 ist in der Ausgestaltungsvariante gemäß Fig. 11 derart ausgebildet,
dass es nicht in der Öffnung 72 einsitzt, sondern vielmehr zum Verschieben des Kolbens
56 und der Stützplatte 52 an einer Seite des Verschiebeelements 64 anliegt. Das Verschieben
des Kolbens 56, also das Verbringen der Aufnahmeform6 und speziell der Stützeinheit
50 von der entspannten Stellung S
e in die vorgespannte Stellung S
v (vgl. Fig. 12) erfolgt somit derart, dass das Spannelement 62 das Verschiebeelement
64 (in der Bildebene betrachtet) nach rechts verschiebt und somit den Abstand A vergrößert.
[0084] In der entspannten Stellung S
e liegt jedoch das Spannelement 62 vorzugsweise nicht an dem Verschiebeelement 64 an,
sodass dieses den kleinstmöglich einstellbaren Abstand lediglich durch die Ausdehnung
des Federelements 66 einnimmt.
[0085] In Fig. 12 ist, wie bereits vorstehend erwähnt, ein Querschnitt durch die Aufnahmeform
6 gemäß der dritten Ausgestaltungsvariante in der vorgespannten Stellung S
v gezeigt. Hierbei ist das Spannelement 62 derart (in der Bildebene) nach rechts verfahren,
dass das Verschiebeelement 64 und speziell durch die Stützplatte 52 der Stützeinheit
50 der größtmöglich einstellbare Abstand A eingestellt ist.
[0086] Das Spannelement 62 ist in der dritten Ausgestaltungsvariante beispielsweise mit
einem Hubkolben 74 verbunden, der pneumatisch oder hydraulisch betrieben wird, um
das Spannelement in oder entgegen die Verschieberichtung R zu verschieben. Diese Art
der Verschiebung des Spannelements 62 ist auch für das Spannelement 62 gemäß der zweiten
Ausgestaltungsvariante denkbar.
[0087] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet
werden, ohne dem Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle
im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen geschriebenen Einzelmerkmale auch auf
andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.
[0088] Nachfolgend werden eine Reihe von erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen erläutert,
die einzeln oder in Kombination mit anderen Merkmalen zur Definition der Erfindung
herangezogen werden können:
Ausführungsbeispiel 1:
Verfahren zum Betrieb eines Roboters (2) mit einem Werkzeugkopf (4), umfassend die
Schritte:
- Bestücken einer insbesondere rechteckigen Aufnahmeform (6) mit einer Kassette (12),
wobei die Aufnahmeform (6) mindestens zwei Seitenwände (10) und eine Öffnung (O),
insbesondere zum Einbringen und/oder Ausbringen der Kassette (12) umfasst,
- Greifen der Aufnahmeform (6) von oben mit einem Werkzeug (14), das ein Fixierelement
(16) aufweist, derart, dass ein vorderer Schenkel (20a) und ein hinterer Schenkel
(20b) des Fixierelements (16) einen Inhalt (22) der Kassette (12) an einer Vorderseite
(V) bzw. an einer Rückseite (R) stützen,
- Verbringen der Aufnahmeform (6) mittels dem Werkzeug (14),
- Positionierung der Aufnahmeform in oder an einer Verarbeitungsmaschine (24), Verschieben
des Inhalts (22) der Kassette (12) mittels des Fixierelements (16) relativ zur Aufnahmeform
(6) durch die Öffnung, um den Inhalt in die Verarbeitungsmaschine (24) einzubringen.
Ausführungsbeispiel 2:
Verfahren nach Ausführungsbeispiel 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Werkzeug (14) zum Greifen der Aufnahmeform (6) derart mit dieser mechanisch gekoppelt
wird, dass ein Verbindungselement (18) mit zumindest einem Haltestift (26) der Aufnahmeform
(6) arretiert.
Ausführungsbeispiel 3:
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele, insbesondere nach Ausführungsbeispiel
2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (18) derart mit der Aufnahmeform (6) mechanisch gekoppelt wird,
dass die mechanische Kopplung in zwei Richtungen lösbar ist.
Ausführungsbeispiel 4:
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmeform (6) derart, insbesondere von oben, von dem Werkzeug (14) gegriffen
wird, dass die beiden Schenkel (20) jeweils zwischen eine Wandung (W) der Kassette
(12) und dem Inhalt (22) der Kassette (12) angeordnet werden.
Ausführungsbeispiel 5:
Werkzeugkopf (4) für einen Roboter, aufweisend:
- ein Werkzeug (14);
- eine Aufnahmeform (6) zur Aufnahme einer Kassette (12), wobei die Aufnahmeform einen
Boden (8), mindestens zwei Seitenwände (10) und eine Öffnung (O) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmeform (6) lösbar mit dem Werkzeug (14) verbindbar und/oder verbunden ist.
Ausführungsbeispiel 6:
Werkzeugkopf (4) nach Ausführungsbeispiel 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Werkzeug ein Fixierelement (16) mit einem vorderen Schenkel (20a) und einem hinteren
Schenkel (20b) umfasst, wobei in mindestens einem (verbundenen) Zustand mindestens
ein Schenkel (20a, 20b) die Öffnung (O) der Aufnahmeform (6) mindestens teilweise
verschließt, vorzugsweise die Schenkel (20) in dem Zustand die Aufnahmeform (6) vorder-
und rückseitig begrenzen.
Ausführungsbeispiel 7:
Werkzeugkopf (4) nach einem der Ausführungsbeispiele 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmeform (6) im Boden (8) zumindest ein Halteloch (30) aufweist.
Ausführungsbeispiel 8:
Werkzeugkopf (4) nach einem der Ausführungsbeispiele 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Werkzeug (14) eine L-Form aufweist mit einer Befestigungsplatte (32) zur reversiblen
Anordnung des Werkzeuges (4) an einem Roboter (2) sowie einem an der Befestigungsplatte
(32) seitlich angeordneten Arm (34), wobei an dem Arm (34) das Fixierelement (16)
angeordnet ist.
Ausführungsbeispiel 9:
Werkzeugkopf (4) nach Ausführungsbeispiel 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der Befestigungsplatte (32) und dem Fixierelement (16) ein Spalt (35) ausgebildet
ist.
Ausführungsbeispiel 10:
Werkzeugkopf (14) nach einem der Ausführungsbeispiele 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine der Seitenwände (10) relativ zur anderen Seitenwand (10) zur Einstellung
eines Abstandes (A) verschiebbar angeordnet ist und/oder
an zumindest einer Seitenwand (10) eine Stützeinheit (50) zur Einstellung eines Abstandes
(A) zwischen der Stützeinheit (50) und der der Stützeinheit (50) gegenüberliegenden
Seitenwand (10) angeordnet ist.
Ausführungsbeispiel 11:
Werkzeugkopf (14) nach Ausführungsbeispiel 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stützeinheit (50) eine Stützplatte (52) und einen Zylinder (54) mit einem in dem
Zylinder (54) einsitzenden und federgelagerten Kolben (56) aufweist, wobei die Stützplatte
(52) an dem Kolben angeordnet ist und in Richtung der der Stützeinheit (50) gegenüberliegenden
Seitenwand (10) federkraftbaufschlagt und/oder federkraftbaufschlagbar ist.
Ausführungsbeispiel 12:
Werkzeugkopf (14) nach Ausführungsbeispiel 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmeform (6) ein Verschiebeelement (64) aufweist, das an dem Kolben (56) angeordnet
ist und dazu ausgebildet ist, mit einem korrespondierenden Spannelement (62) zur Einstellung
des Abstandes (A) zusammenzuwirken.
Ausführungsbeispiel 13:
Werkzeugkopf (14) nach Ausführungsbeispiel 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verschiebeelement (64) und das korrespondierende Spannelement (62) derart zusammenwirken,
dass die Stützplatte (52) von einer entspannten Stellung (Se) in eine vorgespannte Stellung (Sv) verschiebbar ist.
Ausführungsbeispiel 14:
Werkzeugkopf (14) nach einem der Ausführungsbeispiele 5 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Boden (8) der Aufnahmeform (6) zumindest zwei Arretierelemente (58) und an
einem Ablageort (41) zumindest zwei zu den Arretierelementen (58) korrespondierend
ausgebildete Vertiefungen (60) angeordnet sind, zum Halten der am Ablageort (41) abgelegten
Aufnahmeform (6).
Ausführungsbeispiel 15:
Verarbeitungsstraße (38) mit einem Roboter (2) und mit einer Verarbeitungsmaschine
(24), wobei der Roboter (2) einen Werkzeugkopf (4), insbesondere nach einem der Ausführungsbeispiele
5 bis 14, aufweist.
Bezugszeichenliste
[0089]
- 2
- Roboter
- 4
- Werkzeugkopf
- 6
- Aufnahmeform
- 8
- Boden
- 10
- Seitenwand
- 12
- Kassette
- 14
- Werkzeug
- 16
- Fixierelement
- 18
- Verbindungselement
- 20a
- vorderer Schenkel
- 20b
- hinterer Schenkel
- 22
- Inhalt
- 24
- Verarbeitungsmaschine
- 26
- Haltestift
- 28
- Förderband
- 30
- Halteloch
- 32
- Befestigungsplatte
- 34
- Arm
- 35
- Spalt
- 36
- Seitenspalt
- 38
- Verarbeitungsstraße
- 40
- Zapfen
- 41
- Ablageort
- 42
- Steuereinheit
- 44
- Identifikationseinheit
- 46a
- vorderer Halter
- 46b
- hinterer Halter
- 48
- Abdeckplatte
- 50
- Stützeinheit
- 52
- Stützplatte
- 54
- Zylinder
- 56
- Kolben
- 58
- Arretierelemente
- 60
- Vertiefungen
- 62
- Spannelement
- 64
- Verschiebeelement
- 66
- Federelement
- 68
- Befestigungselement
- 70
- Schelle
- 71
- Kegelkopfbolzen
- 72
- Öffnung
- 74
- Hubkolben
- A
- Abstand
- B
- Breite
- L
- Länge
- H
- Höhe
- LR
- Längsrichtung
- HA
- Hochachse
- V
- Vorderseite
- R
- Rückseite
- O
- Öffnung
- W
- Wandung
- Se
- entspannte Stellung
- Sv
- vorgespannte Stellung
1. Verfahren zum Bestücken einer leeren Kassette (12) mit Ampullen, umfassend die Schritte:
- Bestücken einer Aufnahmeform (6) mit der leeren Kassette (12), wobei die Aufnahmeform
(6) mindestens zwei Seitenwände (10) und eine Öffnung (O) an einer Vorderseite (V)
umfasst;
- Anordnen der Aufnahmeform (6) an einem Werkzeugkopf (4) eines Roboters (2);
- Verfahren eines vorderen, insbesondere als Kamm ausgebildeten, Halters (46a) entlang
einer Hochachse (HA), so dass dieser oberhalb der eine Verarbeitungsmaschine (24)
verlassenden Ampullen ist;
- Verfahren eines hinteren, insbesondere als Kamm ausgebildeten, Halters (46b) in
Richtung der Öffnung (O);
- Verfahren des hinteren Halters (46b) während des Bestückens der Kassette (12) in
Richtung einer Rückseite (R) der Aufnahmeform, wobei der hintere Halter (46b) als
Anschlag für die die Verarbeitungsmaschine (24) verlassenden Ampullen dient;
- Verfahren des vorderen Halters (46a) entlang der Hochachse (HA) nach unten, um die
Öffnung (O) der Aufnahmeform zumindest teilweise zu verschließen, so dass bei einem
Verbringen des Werkzeugkopfes (4) mit der Aufnahmeform (6) die Ampullen durch den
vorderen und den hinteren Halter (46a, 46b) gegen ein Umfallen und/oder Herausfallen
geschützt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verfahren des vorderen Halters (46a) entlang der Hochachse (HA) nach unten dann
erfolgt, wenn eine vorgegebene Anzahl an Ampullen innerhalb der Kassetten (12) enthalten
ist.
3. Verfahren zum Betrieb eines Roboters (2) mit einem Werkzeugkopf (4), das ein Verfahren
zum Bestücken einer leeren Kassette (12) mit Ampullen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche umfasst.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Werkzeug (14) zum Greifen der Aufnahmeform (6) derart mit dieser mechanisch gekoppelt
wird, dass ein Verbindungselement (18) mit zumindest einem Haltestift (26) der Aufnahmeform
(6) arretiert.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (18) derart mit der Aufnahmeform (6) mechanisch gekoppelt wird,
dass die mechanische Kopplung in zwei Richtungen lösbar ist.
6. Werkzeugkopf (4) für einen Roboter, aufweisend:
- ein Werkzeug (14);
- eine Aufnahmeform (6) zur Aufnahme einer Kassette (12), wobei die Aufnahmeform einen
Boden (8), mindestens zwei Seitenwände (10) und eine Öffnung (O) umfasst,
wobei die Aufnahmeform (6) lösbar mit dem Werkzeug (14) verbindbar und/oder verbunden
ist, wobei der Werkzeugkopf (4) einen vorderen Halter (46a) und einen hinteren Halter
(46b) umfasst, wobei zur Aufnahme von Ampullen die beiden Halter (46a, 46b) relativ
zueinander verfahrbar sind (12).
7. Werkzeugkopf nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der vordere Halter (46a) in Richtung einer Hochachse (HA) verfahrbar ist und/oder
der hintere Halter (46b) in Richtung der Öffnung (O) verfahrbar ist.
8. Werkzeugkopf nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in zumindest einem (verbundenen) Zustand der vordere Halter (46a) die Öffnung (O)
mindestens teilweise verschließt, vorzugsweise die Halter (46a, 46b) in dem Zustand
die Aufnahmeform vorder- und rückseitig begrenzen.
9. Verarbeitungsstraße (38) mit einem Roboter (2) und mit einer Verarbeitungsmaschine
(24), wobei der Roboter (2) einen Werkzeugkopf (4) nach einem der Ansprüche 6 bis
8, aufweist.
10. Verarbeitungsstraße (38) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Werkzeugkopf (4) dazu eingerichtet ist, eine leere Kassette (12) mit einem Inhalt
(22), der die Verarbeitungsmaschine (24) verlässt, insbesondere mit Ampullen, zu bestücken.
11. Verarbeitungsstraße (38) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Roboter (2) angeordnet ist, um einen/den Inhalt (22), der Verarbeitungsmaschine
(24) verlässt, insbesondere die Ampullen, in einer/der leeren Kassette (12) aufzunehmen.