[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kontaktniederhalter zur Verwendung beim
Crimpen von Kabeln.
[0002] Für die Herstellung von Kabelsteckverbindungen werden Kabelenden, insbesondere abisolierte
Kabelenden, mit Kontaktteilen versehen. Eine gängige Methode, die Kontaktteile mit
den Kabelenden zu verbinden, ist das Verpressen respektive Crimpen. Hierfür weisen
die Kontaktteile eine Crimpstelle auf, die im Crimpvorgang derart plastisch verformt
wird, dass das Kontaktteil fest mit dem Kabelende verbunden ist. Dazu werden in der
Regel ein Amboss und ein meist im Wesentlichen U- oder W-förmiger Crimpstempel verwendet.
In vielen Fällen neigt das Kontaktteil dazu, nach dem Crimpen an dem Crimpstempel
haften zu bleiben. Dies ist eine Folge der plastischen und elastischen Verformung
der Crimpstelle nach bzw. während des Crimpens in dem Crimpstempel oder einer Verklemmung
des übrigen Kontaktteils mit dem Crimpstempel.
[0003] Eine herkömmliche Lösung dieses Problems besteht darin, die betroffenen Berührungsstellen
zu ölen. Nachteilig daran ist die schlechtere elektrische Leitfähigkeit der Kontaktteile
gegenüber ungeölten Kontaktteilen. Weiter benötigt eine Vorrichtung mit Öler einen
höheren Wartungsaufwand als Vorrichtungen mit einem trockenen Crimpvorgang.
[0004] Eine andere herkömmliche Lösung ist die Verwendung von Anschlag- oder Abstreifelementen.
Hierbei wird nach dem Crimpen das Kontaktteil in der Aufwärtsbewegung an einem solchen
Anschlag- oder Abstreifelement abgestreift. Ein solches Anschlag- oder Abstreifelement
ist beispielsweise bei der in der
US 6 073 471 A offenbarten Vorrichtung vorhanden.
[0005] Eine weitere herkömmliche Lösung besteht in der Verwendung eines federbelasteten
Abstreifers, der das Kontaktteil nach dem Crimpvorgang bei einer Aufwärtsbewegung
des Crimpstempels von der Crimpfläche des Crimpstempels wegdrückt. Entsprechende Crimpvorrichtungen
sind beispielsweise in der
US 5 353 625 A und auch in der
US 6 073 471 A offenbart.
[0006] Ein anderer Weg wird mit sogenannten Kontaktniederhaltem verfolgt. Hierbei wird das
Kontaktteil in der Bewegungsrichtung des Crimpstempels zurückgehalten, bis der Crimpvorgang
abgeschlossen ist und sich der Crimpstempel vom Kontaktteil entfernt hat. Ein Beispiel
hierfür ist in der
EP 1 994 612 B1 offenbart. In der darin offenbarten Vorrichtung läuft ein Niederhalter einem Stempel
voraus. Da der Niederhalter über Federn mit dem Stempel verbunden ist, bleibt der
Niederhalter während des Crimpvorgangs an der vorgegebenen Position. Diese Position
wird über austauschbare Distanzstücke bestimmt.
[0007] Um gänzlich von der Bewegung des Stempels unabhängig zu sein, wird bei einer in der
EP 2 073 324 A1 offenbarten Vorrichtung ein Niederhalter pneumatisch betätigt. Die Unabhängigkeit
von der Stempelbewegung ist wünschenswert, um ein sicheres Loslösen des Kontaktteils
vom Stempel zu garantieren und um die Prozesszeit so klein wie nötig halten zu können.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Niederhalter bereitzustellen,
der Vorteile beim Halten des Kontaktteils bietet. Der Niederhalter kann Vorteile bei
der Ausrichtung des Kontaktteils bieten.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Kontaktniederhalter nach Anspruch 1. Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Ein Kontaktniederhalter gemäß der vorliegenden Offenbarung kann bspw. dazu verwendet
werden, ein Kontaktteil während eines Crimpvorgangs, d.h. während einer Verformung
des Kontaktteils durch einen Crimpstempel, in seiner Position zu halten. Der Kontaktniederhalter
kann durch Halten des Kontaktteils verhindern, dass das Kontaktteil nach der Verformung
an dem Crimpstempel anhaftet und der Bewegung des Crimpstempels folgt. Der Kontaktniederhalter
kann unabhängig von dem Crimpstempel betätigt werden.
[0011] Das Kontaktteil kann aus einer Vielzahl von Typen ausgewählt werden. Das Kontaktteil
kann durch einen Crimpstempel und einen Amboss mit einem Kabelende verpresst werden.
Der Crimpstempel und der Amboss können separat oder in Kombination mit dem Kontaktniederhalter
vorgesehen sein. Bei dem Kontaktteil kann es sich bspw. um ein längliches, geradlinig
ausgebildetes Kontaktteil oder um ein abgewinkeltes Kontaktteil, bspw. einen abgewinkelten
F-Stecker, handeln. Die Kontaktteile können zum Beispiel miteinander zu einem oder
über ein Band verbunden sein. Solche Kontaktteile werden aus einem Bandmaterial gestanzt
und geformt aber verbleiben bis zum Crimpen an einem gemeinsamen Kontaktstreifen (Trägerband).
Der Kontaktniederhalter weist zwei Halteelemente auf, die durch einen Bewegungsmechanismus
zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung bewegt werden. Bei der Bewegung
von der offenen zu der geschlossenen Stellung werden die zwei Halteelemente aufeinander
zu bewegt. D.h., in der geschlossenen Stellung ist der Abstand zwischen den zwei Halteelementen
geringer als in der offenen Stellung. In der geschlossenen Stellung können die zwei
Halteelemente ein Kontaktteil sicher halten. Insbesondere kann das Kontaktteil in
der geschlossenen Stellung durch den ersten Haltebereich, der dem zweiten Halteelement
zugewandt ist, und den zweiten Haltebereich, der dem ersten Halteelement zugewandt
ist, gehalten werden. Beispielsweise können die zwei Halteelemente das Kontaktteil
in der geschlossenen Stellung umgreifen oder zwischen sich einklemmen, so dass eine
Bewegung des Kontaktteils verhindert oder auf einen kleinen Bereich von bspw. maximal
10 mm oder maximal 5 mm oder maximal 2 mm oder maximal 1 mm oder maximal 0,5 mm von
der vorgesehenen Crimpposition begrenzt wird. Insbesondere kann eine Bewegung des
Kontaktteils von einer Auflagefläche weg verhindert oder begrenzt werden und/oder
kann eine Bewegung des Kontaktteils in einer Richtung parallel zu der Auflagefläche
verhindert oder begrenzt werden. In der offenen Stellung, in der die Halteelemente
in der Auflagefläche (Lauffläche, Förderebene) versenkt sind, kann das Kontaktteil
problemlos in die Crimpposition gebracht oder daraus entfernt werden bzw. können nachfolgende
Kontaktteile problemlos in die Crimpposition gebracht oder daraus entfernt werden.
[0012] Der Bewegungsmechanismus kann zwei Hebelarme aufweisen, an denen die Halteelemente
vorgesehen sind. Die Halteelemente können jeweils durch Schwenken der Hebelarme um
zwei zueinander parallele oder identische Schwenkachsen zwischen der offenen und der
geschlossenen Stellung bewegt werden. Die zwei Schwenkachsen können auf einer Seite
der Auflagefläche liegen, die zu der Richtung, in die die Auflagefläche gewandt ist,
entgegengesetzt ist. D.h., wenn die Auflagefläche nach oben weist, so dass das Kontaktteil
darauf aufliegen kann, können die Schwenkachsen unter der Auflagefläche angeordnet
sein. Die Schwenkachsen können unter der Auflagefläche oder in der Auflagefläche bzw.
in dem die Auflagefläche bildenden Körper angeordnet sein. Die Hebelarme können längliche
Bauteile sein. Beispielsweise können die Hebelarme leistenförmig sein. Die Schwenkachse
kann an einem Ende eines länglichen Hebelarms vorgesehen sein und das Halteelement
kann an dem anderen, gegenüberliegenden Ende des länglichen Hebelarms vorgesehen sein.
Zur Ausbildung der Schwenkachse kann der Hebelarm beispielsweise mit einem Loch versehen
sein, durch das ein Stift bzw. Schaft oder eine Welle geführt ist. Das Schwenken des
Hebelarms kann beispielsweise durch Drehung der Welle erfolgen.
[0013] Die erste Schwenkachse kann auf einer ersten Seite entlang einer zu der Schwenkachse
senkrechten x-Achse in Bezug auf die Crimpposition liegen, der erste Hebelarm kann
sich von der ersten Schwenkachse in Richtung einer gegenüberliegenden zweiten Seite
entlang der x-Achse in Bezug auf die Crimpposition erstrecken, und der erste Haltebereich
kann auf der zweiten Seite in Bezug auf die Crimpposition angeordnet sein. Die zweite
Schwenkachse kann auf der zweiten Seite entlang der x-Achse in Bezug auf die Crimpposition
liegen, der zweite Hebelarm kann sich von der zweiten Schwenkachse in Richtung der
ersten Seite entlang der x-Achse erstrecken, und der zweite Haltebereich kann auf
der ersten Seite in Bezug auf die Crimpposition angeordnet sein. Der erste und der
zweite Hebelarm können auf gegenüberliegenden Seiten des Auflageelements in einer
Richtung entlang der Schwenkachsen (y-Achse) angeordnet sein. Das erste und das zweite
Halteelement liegen auf gegenüberliegenden Seiten entlang der x-Achse in Bezug auf
die Crimpposition.
[0014] Der Abstand zwischen den beiden Schwenkachsen kann geringer als die Summe der Abstände
der Schwenkachsen von den Haltebereichen der an den jeweiligen Hebelarmen vorgesehenen
Halteelemente sein. Der Abstand zwischen einer Schwenkachse und einem Haltebereich
ist die kürzeste Strecke zwischen der Schwenkachse und einem in der geschlossenen
Stellung mit dem Kontaktteil in Berührung kommenden bzw. eine Bewegung des Kontaktteils
begrenzenden Teil des Haltebereichs. Bspw. handelt es sich bei dem Abstand zwischen
der Schwenkachse und dem Haltebereich um die kürzeste Strecke zwischen der Schwenkachse
und einer der Schwenkachse bzw. dem Kontaktteil in der geschlossenen Stellung zugewandten
Zentrierfläche des Haltebereichs. Der Abstand ist senkrecht zu der Schwenkachse bestimmt.
[0015] Gleichzeitig kann der Abstand zwischen den beiden Schwenkachsen größer als die Hälfte
der Summe der Abstände der Schwenkachsen von den Haltebereichen der an den jeweiligen
Hebelarmen vorgesehenen Halteelemente sein. Dadurch wird in der geschlossenen Stellung
ein vorteilhafter Winkel zwischen den Halteelementen erreicht.
[0016] Die beiden Hebelarme können schwenkbar an dem Auflageelement angebracht sein. Beispielsweise
können die beiden Hebelarme an Wellen, die durch das Auflageelement gelagert werden,
angebracht sein. Alternativ können die beiden Hebelarme an einem anderen Bauteil,
das bspw. ortsfest in Bezug auf das Auflageelement vorgesehen ist, schwenkbar angebracht
sein.
[0017] Innere, der Auflagefläche zugewandte Konturen der Halteelemente (bspw. die der Auflagefläche
zugewandten Innenflächen der Halteelemente) können sich bei der Bewegung zwischen
der offenen und der geschlossenen Stellung jeweils auf einer Kreisbahn um die jeweilige
Schwenkachse bewegen. Die Kreisbahn ist in einer Ebene senkrecht zu der Schwenkachse
definiert. Der der Auflagefläche zugewandte Schnittwinkel zwischen den Tangenten an
die jeweiligen Kreisbahnen in einem Schnittpunkt der zwei Kreisbahnen kann bspw. im
Bereich von 70° bis 120° liegen. Somit schneiden sich die Bewegungsrichtungen der
Halteelemente unter einem zum Halten des Kontaktteils geeigneten Winkel. D.h., der
von den Halteelementen in der geschlossenen Stellung ausgebildete Winkel liegt bevorzugt
im Bereich von 70° bis 120°.
[0018] Eine Bewegung des Kontaktteils weg von der Auflagefläche nach oben kann in der geschlossenen
Stellung durch Rückhalteflächen der Haltebereiche begrenzt werden. Die Rückhalteflächen
sind so gestaltet, dass sie in der geschlossenen Stellung dem Kontaktteil wenig bis
kein Spiel nach oben, in die Rückstellrichtung (entlang der z-Achse) des Crimpstempels
bieten. Die Rückhalteflächen können in der geschlossenen Stellung auf dem Kontaktteil
aufliegen und das Kontaktteil auf der Auflagefläche halten, oder die Rückhalteflächen
können in der geschlossenen Stellung bei einem geringen Abstand von bspw. maximal
2 mm oder maximal 1 mm oberhalb des Kontaktteils angeordnet sein, so dass sich das
Kontaktteil nur geringfügig nach oben bewegen kann. Dadurch kann bspw. verhindert
werden, dass das Kontaktteil nach einer Verformung des Kontaktteils durch den Crimpstempel
an dem Crimpstempel anhaftet und einer Aufwärtsbewegung des Crimpstempels entlang
der Rückstellrichtung folgt. Ein Abstand zwischen den Rückhalteflächen und der Auflagefläche
an am weitesten von der Auflagefläche entfernten Punkten der Rückhalteflächen in der
geschlossenen Stellung kann an das jeweils zu verarbeitende Kontaktteil angepasst
sein und kann bspw. maximal 50 mm oder maximal 30 mm oder maximal 20 mm oder maximal
10 mm sein.
[0019] Eine Bewegung des Kontaktteils in einer Richtung parallel zu der Auflagefläche kann
in der geschlossenen Stellung durch Zentrierflächen der Haltebereiche begrenzt werden.
Die Zentrierflächen sorgen in der geschlossenen Stellung für eine seitliche Positionierung
bzw. Ausrichtung des Kontaktteils. Die Zentrierflächen können in der geschlossenen
Stellung an dem Kontaktteil anliegen und das Kontaktteil auf der Auflagefläche halten
oder die Zentrierflächen können in der geschlossenen Stellung bei einem geringen Abstand
von bspw. maximal 2 mm oder maximal 1 mm von dem Kontaktteil angeordnet sein, so dass
sich das Kontaktteil nur geringfügig in der Richtung parallel zu der Auflagefläche
bewegen kann. Dadurch kann bspw. gewährleistet werden, dass das Kontaktteil während
des Crimpvorgangs parallel zu dem Crimpstempel bzw. dem Amboss ausgerichtet ist. Die
Zentierflächen können das Kontaktteil in der geschlossenen Stellung zwischen sich
einklemmen. Ein Abstand zwischen den Zentrierflächen in der geschlossenen Stellung
kann an das jeweils zu verarbeitende Kontaktteil angepasst sein und kann bspw. maximal
50 mm oder maximal 30 mm oder maximal 20 mm oder maximal 10 mm sein.
[0020] Die Rückhalteflächen und die Zentrierflächen können an Klemmeinsätzen vorgesehen
sein. Die Klemmeinsätze können abgenommen und somit ausgewechselt werden. Für unterschiedliche
Kontaktteile können unterschiedliche Klemmeinsätze verwendet werden. Die Klemmeinsätze
können spezifisch auf einen Kontakttyp angepasst sein und für den jeweiligen Kontakttyp
verwendet werden. Es können auch für die Rückhalteflächen und die Zentrierflächen
jeweils separate Klemmeinsätze vorgesehen sein.
[0021] Ein Kippen oder Verdrehen eines abgewinkelten Kontaktteils kann durch Stützbereiche
verhindert werden. Dies kann nach dem Positionieren von losen Kontaktteilen in der
Crimpposition oder nach einem Abtrennen eines Kontaktteils von einem Kontaktstreifen
notwendig sein. Die Stützbereiche können auch ein Verrutschen des abgewinkelten Kontaktteils
verhindern.
[0022] Die Stützbereiche können an Stützeinsätzen vorgesehen sein. Die Stützeinsätze können
abgenommen und somit ausgewechselt werden. Für unterschiedliche Kontaktteile können
unterschiedliche Stützeinsätze verwendet werden. Die Stützeinsätze können spezifisch
auf einen Kontakttyp angepasst sein und für den jeweiligen Kontakttyp verwendet werden.
Die Stützeinsätze können auch integral mit den Klemmeinsätzen ausgebildet sein.
[0023] Die Halteelemente können in der geschlossenen Stellung das auf der Auflagefläche
aufliegende Kontaktteil umgreifen. Die Halteelemente und zumindest ein Teil der Auflagefläche
können in der geschlossenen Stellung einen sich nach oben, d.h. von der Auflagefläche
weg, verjüngenden Raum zur Aufnahme des Kontaktteils ausbilden. Bei dieser Ausgestaltung
nimmt der Abstand zwischen den Haltelementen nach oben hin ab. Die Halteelemente können
sich an ihren oberen Enden berühren oder einen geringen Abstand von bspw. maximal
10 mm oder maximal 5 mm oder maximal 2 mm oder maximal 1 mm aufweisen. Der Raum kann
entlang der Längserstreckungsrichtung des Kontaktteils offen sein.
[0024] Die Auflagefläche kann Öffnungen (Durchbrüche) aufweisen, die von den Halteelementen
in der offenen Stellung zumindest teilweise verschlossen werden und durch die die
Halteelemente bei der Bewegung zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen
Stellung hindurchbewegt werden. Die Halteelemente können in der offenen Stellung in
dem Aufnahmeelement aufgenommen sein. Insbesondere können die Halteelemente in der
offenen Stellung in der Auflagefläche versenkt sein. Die Auflagefläche kann eine ebene
Fläche sein, und die Halteelemente können in der offenen Stellung unterhalb der Auflagefläche
angeordnet sein. Mit dieser Ausgestaltung kann das Kontaktteil in der offenen Stellung
problemlos auf der Auflagefläche, die auch als Lauffläche dient, verschoben werden.
Insbesondere kann das Kontaktteil nach dem Crimpvorgang aus der Halteposition entfernt
werden und nachfolgende Kontaktteile können in die Halteposition gebracht werden.
[0025] In der offenen Stellung verschließen die Halteelemente (bspw. die schaufelartigen
Hebelenden der Hebelarme) bevorzugt die Öffnungen (Durchbrüche) in der Auflagefläche
(Lauffläche), die für sie vorgesehen sind. Um einen großen Anpassungsspielraum an
die Kontaktteile zu ermöglichen und dennoch die Öffnungen (offenen Durchbrüche) der
Auflagefläche (Lauffläche) klein zu halten, können die Klemmeinsätze, wie auch die
betroffenen Bereiche der Auflagefläche (Lauffläche), mit Schlitzen versehen sein.
[0026] Der erfindungsgemäße Niederhalter kann mehr Freiraum für speziell geformte Kontaktteile
(z.B. abgewinkelte F-Stecker) als herkömmliche Vorrichtungen bieten.
[0027] Die Haltebereiche können aus einem geeigneten Material, bspw. aus Gummi, ausgebildet
sein.
[0028] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist ein System aus einem Kontaktniederhalter
nach Anspruch 1 und einem Kontaktteil. Bei dem System können der Kontaktniederhalter
und das Kontaktteil aufeinander abgestimmt sein. Bspw. können die Halteelemente und/oder
der Bewegungsmechanismus so ausgebildet sein, dass die Haltebereiche das Kontaktteil
in der geschlossenen Stellung zwischen sich einklemmen, d.h., dass kein Spiel zwischen
den Haltebereichen und dem Kontaktteil vorliegt.
[0029] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist ein System aus einer Crimpvorrichtung
und einem Kontaktniederhalter. Die Crimpvorrichtung kann einen Amboss und einen Crimpstempel
zum Crimpen von Kontaktteilen aufweisen.
[0030] Noch ein weiterer Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine Crimpvorrichtung mit
einem Amboss, einem Crimpstempel und einem Kontaktniederhalter. In diesem Aspekt kann
der Kontaktniederhalter in die Crimpvorrichtung integriert sein.
[0031] Weitere Merkmale und Zweckmäßigkeiten ergeben sich aus der Beschreibung von beispielhaften
Ausführungsformen anhand der Figuren. Von den Figuren zeigen:
- Fig. 1a
- eine perspektivische Ansicht eines Kontaktniederhalters gemäß einer ersten Ausführungsform
mit Hebelarmen in einer offenen Stellung,
- Fig. 1b
- eine perspektivische Ansicht des Kontaktniederhalters gemäß der ersten Ausführungsform
mit den Hebelarmen in einer geschlossenen Stellung,
- Fig. 2a
- eine Seitenansicht des Kontaktniederhalters gemäß der ersten Ausführungsform aus einer
Richtung parallel zu einer Längserstreckungsrichtung eines zu haltenden Kontaktteils
betrachtet und mit einer Zeichenebene senkrecht zu der Längserstreckungsrichtung des
zu haltenden Kontaktteils mit den Hebelarmen in der offenen Stellung,
- Fig. 2b
- eine Seitenansicht des Kontaktniederhalters gemäß der ersten Ausführungsform aus der
Richtung parallel zu der Längserstreckungsrichtung des zu haltenden Kontaktteils betrachtet
und mit der Zeichenebene senkrecht zu der Längserstreckungsrichtung des zu haltenden
Kontaktteils mit den Hebelarmen in der geschlossenen Stellung,
- Fig. 3a
- eine perspektivische Ansicht eines Kontaktniederhalters gemäß einer Abwandlung der
ersten Ausführungsform unter Verwendung von Einsätzen für dicke abgewinkelte Kontaktteile
mit den Hebelarmen in der offenen Stellung,
- Fig. 3b
- eine perspektivische Ansicht des Kontaktniederhalters gemäß der Abwandlung der ersten
Ausführungsform unter Verwendung der Einsätze für dicke abgewinkelte Kontaktteile
mit den Hebelarmen in der geschlossenen Stellung,
- Fig. 3c
- eine Seitenansicht des Kontaktniederhalters gemäß der Abwandlung der ersten Ausführungsform
entlang der Längserstreckungsrichtung des zu haltenden Kontaktteils betrachtet unter
Verwendung der Einsätze für dicke abgewinkelte Kontaktteile mit den Hebelarmen in
der geschlossenen Stellung,
- Fig. 4a
- eine perspektivische Ansicht des Kontaktniederhalters gemäß der Abwandlung der ersten
Ausführungsform unter Verwendung von Einsätzen für dünne abgewinkelte Kontaktteile
mit den Hebelarmen in der offenen Stellung,
- Fig. 4b
- eine perspektivische Ansicht des Kontaktniederhalters gemäß der Abwandlung der ersten
Ausführungsform unter Verwendung der Einsätze für dünne abgewinkelte Kontaktteile
mit den Hebelarmen in der geschlossenen Stellung,
- Fig. 4c
- eine Seitenansicht des Kontaktniederhalters gemäß der Abwandlung der ersten Ausführungsform
entlang der Längserstreckungsrichtung des zu haltenden Kontaktteils betrachtet unter
Verwendung der Einsätze für dünne abgewinkelte Kontaktteile mit den Hebelarmen in
der geschlossenen Stellung,
- Fig. 5a
- eine perspektivische Ansicht eines Hebelarms gemäß der Abwandlung der ersten Ausführungsform
mit den Einsätzen für dicke abgewinkelte Kontaktteile,
- Fig. 5b
- eine perspektivische Ansicht des Hebelarms gemäß der Abwandlung der ersten Ausführungsform
mit den Einsätzen für dünne abgewinkelte Kontaktteile,
- Fig. 5c
- eine perspektivische Ansicht des Hebelarms gemäß der Abwandlung der ersten Ausführungsform
und der Einsätze für dicke und für dünne abgewinkelte Kontaktteile,
- Fig. 5d
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Klemmeinsatzes für dünne Kontaktteile,
- Fig. 5e
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Klemmeinsatzes für dicke Kontaktteile,
- Fig. 6a
- eine Seitenansicht eines Kontaktniederhalters gemäß einer zweiten Ausführungsform
entlang einer Längserstreckungsrichtung eines zu haltenden Kontaktteils betrachtet
mit Schiebeelementen in der offenen Stellung, und
- Fig. 6b
- eine Seitenansicht des Kontaktniederhalters gemäß der zweiten Ausführungsform entlang
der Längserstreckungsrichtung des zu haltenden Kontaktteils betrachtet mit den Schiebeelementen
in der geschlossenen Stellung.
[0032] Nachfolgend werden Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben.
Gleiche Merkmale sind in allen Figuren durch dieselben Bezugszeichen bezeichnet, wobei
aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht in allen Figuren alle Bezugszeichen eingesetzt
sind.
[0033] Fig. 1a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kontaktniederhalters 1 gemäß einer
ersten Ausführungsform.
[0034] In Fig. 1a ist ein Koordinatensystem mit einer z-Achse, einer x-Achse und einer y-Achse
angegeben. Das Koordinatensystem dient der Erläuterung und schränkt die Ausrichtung
des Kontaktniederhalters 1 nicht ein. Bevorzugt ist die z-Achse jedoch im Wesentlichen
vertikal und parallel zu der Schwerkraftrichtung ausgerichtet und sind die x-Achse
und die y-Achse im Wesentlichen horizontal ausgerichtet.
[0035] Der Kontaktniederhalter 1 weist ein Auflageelement 13 auf. Das Auflageelement 13
weist in der vorliegenden Ausführungsform die Form eines Quaders auf. Das Auflageelement
13 weist auf einer Oberseite, die senkrecht zu der z-Achse ist, eine ebene, sich horizontal
erstreckende Auflagefläche bzw. Lauffläche 10 auf. Ein zu crimpendes Kontaktteil 7
kann auf der Auflagefläche/Lauffläche 10 aufliegen bzw. entlang der Auflagefläche/Lauffläche
10 verschoben werden. Die Auflagefläche/Lauffläche 10 bildet eine Förderebene 11.
[0036] In Fig. 1a sind drei Kontaktteile 7 gezeigt. Die Kontaktteile 7 sind parallel zueinander
ausgerichtet und sind mit einem Kontaktstreifen 9 verbunden. Die Kontaktteile 7 weisen
eine längliche Form mit einer Längserstreckungsrichtung parallel zu der y-Achse auf.
Das rechte und das mittlere Kontaktteil 7 in Fig. 1a liegen auf der Auflagefläche
10 auf. Ein Amboss (nicht gezeigt) und ein Crimpstempel (nicht gezeigt) zur Verformung
der Kontaktteile 7 zum Vercrimpen mit Kabelenden können beispielsweise zwischen dem
Auflageelement 13 und dem Kontaktstreifen 9 entlang der y-Achse vorgesehen sein.
[0037] Der Kontaktniederhalter 1 weist zwei Hebelarme 2 auf. Ein erster Hebelarm 2a der
zwei Hebelarme 2 ist an einem ersten Ende schwenkbar an einer ersten Seitenfläche
16a des Auflageelements 13, die senkrecht zu der y-Achse ist, angebracht. Der erste
Hebelarm 2a ist um eine sich parallel zu der y-Achse erstreckende erste Schwenkachse
14a schwenkbar. Ein zweiter Hebelarm 2b der zwei Hebelarme 2 ist an einem ersten Ende
schwenkbar an einer zu der ersten Seitenfläche 16a entgegengesetzten zweiten Seitenfläche
16b des Auflageelements 13 angebracht. Der zweite Hebelarm 2b ist um eine sich parallel
zu der y-Achse erstreckende zweite Schwenkachse 14b schwenkbar.
[0038] Der erste Hebelarm 2a und der zweite Hebelarm 2b werden jeweils durch einen Antrieb
18, der beispielsweise ein Elektromotor oder ein hydraulisch oder pneumatisch betriebener
Antrieb sein kann, über eine Welle, die sich entlang der ersten bzw. der zweiten Schwenkachse
14a, 14b erstreckt, angetrieben bzw. geschwenkt. Die beiden Antriebe 18 werden durch
eine gemeinsame Steuerung 19 gesteuert. Alternativ kann ein gemeinsamer Antrieb für
den ersten und den zweiten Hebelarm 2a, 2b vorgesehen sein. Die beiden Hebelarme 2a,
2b können synchron und gegenläufig zueinander um die Schwenkachsen 14a, 14b geschwenkt
werden. Die Wellen, mit denen die beiden Hebelarme 2a, 2b geschwenkt werden, können
miteinander verzahnt sein.
[0039] Der erste Hebelarm 2a weist einen länglichen Abschnitt 15a auf, der sich von dem
ersten Ende parallel zu der ersten Seitenfläche 16a erstreckt. Der längliche Abschnitt
15a weist bspw. eine Länge im Bereich von 5 cm bis 50 cm auf. An einem zu dem ersten
Ende entgegengesetzten zweiten Ende des ersten Hebelarms 2a ist ein schaufelförmiges
erstes Halteelement 12a vorgesehen. Das erste Halteelement 12a ist senkrecht zu dem
länglichen Abschnitt 15a an dem zweiten Ende des ersten Hebelarms 2a vorgesehen und
erstreckt sich von dem zweiten Ende des ersten Hebelarms 2a im Wesentlichen nach oben.
Das erste Halteelement 12a erstreckt sich senkrecht zu der ersten Seitenfläche 16a
entlang der y-Achse und weist in der vorliegenden Ausführungsform entlang der y-Achse
einen gleichbleibenden Querschnitt auf. Das erste Halteelement 12a ist in Bezug auf
die Crimpposition, an der sich das in Fig. 1a rechte Kontaktteil 7 befindet, entlang
der x-Achse auf der der ersten Schwenkachse 14a gegenüberliegenden Seite angeordnet.
Der längliche Abschnitt 15a verläuft entlang der x-Achse unter der Crimpposition hindurch.
Das schaufelförmige erste Halteelement 12a ist entlang einer virtuellen Kreislinie
um die erste Schwenkachse 14a gekrümmt.
[0040] Die erste Seitenfläche 16a weist im Bereich des ersten Hebelarms 2a eine Aussparung
auf, in der der längliche Abschnitt 15a aufgenommen und innerhalb eines bestimmten
Winkelbereichs um die erste Schwenkachse 14a schwenkbar ist. Die Auflagefläche 10
weist eine sich parallel zu der y-Achse erstreckende Aussparung bzw. Öffnung auf,
in der das erste Halteelement 12a aufgenommen ist. In einer in Fig. 1a dargestellten
offenen Stellung ist ein oberes Ende des ersten Halteelements 12a bündig mit der Auflagefläche
10 angeordnet. Das erste Halteelement 12a ist in der Aussparung in der Auflagefläche
10 versenkt. Ein oberes Ende des ersten Halteelements 12a und die Auflagefläche 10
bilden in der offenen Stellung eine ebene Fläche aus.
[0041] Der zweite Hebelarm 2b ist im Wesentlichen identisch zu dem ersten Hebelarm 2a ausgebildet
und ist punktsymmetrisch zu dem ersten Hebelarm 2a an dem Auflageelement 13 angeordnet,
d.h., der zweite Hebelarm 2b ist in einer Draufsicht entlang der z-Achse betrachtet
um 180° in Bezug auf den ersten Hebelarm 2a angeordnet.
[0042] An dem zweiten Hebelarm 2b ist ein zweites Halteelement 12b vorgesehen. Das zweite
Halteelement 12b ist in der offenen Stellung in einer Aussparung bzw. Öffnung in der
Auflagefläche 10 versenkt. Ein oberes Ende des zweiten Halteelements 12b und die Auflagefläche
10 bilden in der offenen Stellung eine ebene Fläche aus.
[0043] In der offenen Stellung können die Kontaktteile 7 entlang einer Längserstreckungsrichtung
des Kontaktstreifens 9, d.h. entlang der x-Achse, auf der Auflagefläche bzw. Lauffläche
10 verschoben werden und können dabei problemlos über das erste Halteelement 12a und
das zweite Halteelement 12b geschoben werden. In der offenen Stellung sind die oberen
Enden des ersten Halteelements 12a und des zweiten Halteelements 12b um einen Abstand,
der größer als die Breite eines Kontaktteils 7 entlang der x-Achse ist, voneinander
beabstandet. Beispielsweise sind die oberen Enden des ersten und des zweiten Halteelements
12a, 12b mindestens 10 cm oder mindestens 5 cm oder mindestens 2 cm oder mindestens
1 cm voneinander beabstandet.
[0044] Fig. 1b zeigt eine geschlossene Stellung, in der der erste und der zweite Hebelarm
2a, 2b um die erste bzw. die zweite Schwenkachse 14a, 14b nach oben geschwenkt sind,
so dass das erste Halteelement 12a und das zweite Halteelement 12b durch die Öffnungen
in der Auflagefläche 10 aus der Auflagefläche 10 herausragen. In der geschlossenen
Stellung berühren sich die oberen Enden des ersten und des zweiten Halteelements 12a,
12b oder weisen einen Abstand voneinander auf, der geringer als die Breite eines Kontaktteils
7 entlang der x-Achse ist. Beispielsweise weisen die oberen Enden des ersten und des
zweiten Halteelements 12a, 12b einen Abstand von maximal 10 mm oder maximal 5 mm oder
maximal 1 mm oder maximal 0,5 mm auf.
[0045] Fig. 2a zeigt eine Seitenansicht des Kontaktniederhalters 1 in der offenen Stellung
und Fig. 2b zeigt eine Seitenansicht des Kontaktniederhalters 1 in der geschlossenen
Stellung. Wie aus einem Vergleich der Figuren 2a und 2b ersichtlich ist, wird der
erste Hebelarm 2a von der offenen Stellung zu der geschlossenen Stellung um einen
bestimmten Winkel entgegen dem Uhrzeigersinn in den Figuren um die erste Schwenkachse
14a geschwenkt, so dass das zweite Ende des ersten Hebelarms 2a mit dem ersten Halteelement
12a nach oben bewegt wird. Der bestimmte Winkel liegt im Bereich von 10° bis 70° oder
im Bereich von 15° bis 30°. Das erste Halteelement 12a bzw. eine dem zweiten Halteelement
12b und der Auflagefläche 10 zugewandte innere Kontur bzw. Innenfläche des ersten
Halteelements 12a bewegt sich beim Schwenken des ersten Hebelarms 2a entlang der y-Achse
betrachtet um die erste Schwenkachse 14a entlang einer ersten Kreisbahn, deren Mittelpunkt
die erste Schwenkachse 14a ist. Der Radius der ersten Kreisbahn entspricht dem Abstand
des ersten Haltelements 12a von der ersten Schwenkachse 14a. Das erste Halteelement
12a bewegt sich durch die Öffnung in der Auflagefläche 10 hindurch.
[0046] Für den zweiten Hebelarm 2b gilt Entsprechendes von der entgegengesetzten Seite entlang
der y-Achse betrachtet.
[0047] Wie in Fig. 2b gezeigt ist, weist jedes der zwei Halteelemente 12a, 12b einen Klemmbereich
auf, der als ein Klemmeinsatz 3 ausgebildet ist. Der Klemmeinsatz 3 ist fest oder
abnehmbar an dem jeweiligen Halteelement 12a, 12b bzw. an einer entsprechenden Aufnahme
an dem Halteelement 12a, 12b angebracht. Alternativ kann der Klemmbereich integral
mit dem jeweiligen Halteelement 12a, 12b ausgebildet sein. Der Klemmeinsatz 3 weist
eine Rückhaltefläche 4 und eine Zentrierfläche 5 auf. Die Rückhaltefläche 4 und die
Zentrierfläche 5 bilden einen Haltebereich 20 des jeweiligen Halteelements 12a, 12b
aus.
[0048] Die Rückhaltefläche 4 ist in der geschlossenen Stellung der Auflagefläche 10 zugewandt
und ist in einem spitzen Winkel, der kleiner als 80° oder kleiner als 60° oder kleiner
als 45° oder kleiner als 30° oder kleiner als 10° ist, zu der Auflagefläche 10 angeordnet.
Bei einer Abwandlung des Kontaktniederhalters 1, bei der der erste und der zweite
Hebelarm 2a, 2b eine gemeinsame Schwenkachse aufweisen oder der Abstand zwischen den
beiden Schwenkachsen 14a, 14b gering ist, kann die Rückhaltefläche 4 auch parallel
zu der Auflagefläche 10 angeordnet sein. Die Rückhaltefläche 4 ist in der geschlossenen
Stellung in einer Richtung von der Auflagefläche 10 weg in Richtung des gegenüberliegenden
Halteelements 12a, 12b geneigt. Die Rückhaltefläche 4 begrenzt in der geschlossenen
Stellung eine Bewegung des Kontaktteils 7 (in Fig. 1b des rechten Kontaktteils 7)
in der vertikalen Richtung entlang der z-Achse weg von der Auflagefläche 10. Die Rückhaltefläche
4 verhindert in der geschlossenen Stellung, dass das Kontaktteil 7 von der Auflagefläche
10 abgehoben wird, und verhindert dadurch beispielsweise, dass das Kontaktteil 7 aufgrund
eines Anhaftens des Kontaktteils 7 an dem Crimpstempel nach einer Verformung des Kontaktteils
7 durch den Crimpstempel mit dem Crimpstempel mitbewegt wird. Die Rückhaltefläche
4 kann in der geschlossenen Stellung auf dem Kontaktteil 7 aufliegen oder einen kleinen
Abstand von maximal 2 mm oder maximal 1 mm oder maximal 0,5 mm von der Oberseite des
Kontaktteils 7 aufweisen. Ein Abstand zwischen der Rückhaltefläche 4 und der Auflagefläche
10 in der geschlossenen Stellung kann abhängig von dem Kontaktteil 7 bspw. maximal
50 mm oder maximal 30 mm oder maximal 20 mm oder maximal 10 mm sein.
[0049] Die Zentrierfläche 5 ist in der geschlossenen Stellung dem Kontaktteil 7 zugewandt
und im Wesentlichen rechtwinklig zu der Auflagefläche 10 angeordnet. Die im Wesentlichen
rechtwinklige Anordnung umfasst dabei auch Abweichungen von einem exakten 90°-Winkel.
Beispielsweise kann die Zentrierfläche 5 in einem Winkel im Bereich von 70° bis 110°
oder im Bereich von 80° bis 100° zu der Auflagefläche 10 angeordnet sein. Die Zentrierflächen
5 der beiden Halteelemente 12a, 12b begrenzen in der geschlossenen Stellung eine Bewegung
des Kontaktteils 7 in der horizontalen Richtung entlang der x-Achse, d.h. in einer
Richtung parallel zu der Auflagefläche 10. Die Zentrierflächen 5 legen somit in der
geschlossenen Stellung die Position des Kontaktteils 7 entlang der x-Achse fest. Die
Zentrierflächen 5 können in der geschlossenen Stellung an dem Kontaktteil 7 anliegen
oder einen kleinen Abstand von maximal 10 mm oder maximal 5 mm oder maximal 1 mm oder
maximal 0,5 mm zu dem Kontaktteil 7 aufweisen. Die Zentrierflächen 5 können in der
geschlossen Stellung das Kontaktteil 7 zwischen sich einklemmen. Ein Abstand zwischen
den Zentrierflächen 5 der beiden Halteelemente 12a, 12b in der geschlossenen Stellung
kann bspw. maximal 50 mm oder maximal 30 mm oder maximal 20 mm oder maximal 10 mm
sein.
[0050] In der in Fig. 2a gezeigten offenen Stellung sind die Klemmeinsätze 3 zusammen mit
den Halteelementen 12a, 12b in der Auflagefläche 10 versenkt.
[0051] In der in Fig. 2b gezeigten geschlossenen Stellung bilden das erste und das zweite
Halteelement 12a, 12b zusammen mit der Auflagefläche 10 einen entlang der y-Achse
offenen Raum 17 zur Aufnahme des Kontaktteils 7 aus. Die Klemmeinsätze 3 sind innerhalb
des Raums 17 angeordnet und verengen den Raum 17 im Bereich des Kontaktteils 7.
[0052] Die Figuren 3a bis 3c zeigen eine Abwandlung des Kontaktniederhalters 1, die für
die Verwendung mit abgewinkelten Kontaktteilen 8, insbesondere abgewinkelten F-Steckern
8, geeignet ist.
[0053] Wie in Fig. 3b gezeigt ist, ist an jedem der beiden Halteelemente 12a, 12b ein Stützbereich
vorgesehen, der als ein Stützeinsatz 6 ausgebildet ist. Der Stützeinsatz 6 ist fest
oder abnehmbar an dem jeweiligen Halteelement 12a, 12b bzw. an einer entsprechenden
Aufnahme an dem Halteelement 12a, 12b angebracht. Alternativ kann der Stützbereich
integral mit dem jeweiligen Halteelement 12a, 12b ausgebildet sein. Bei dieser Abwandlung
ist der Querschnitt der schaufelförmigen Halteelemente 12a, 12b entlang der y-Achse
somit nicht vollständig gleichbleibend.
[0054] Der Stützeinsatz 6 weist eine Aussparung bzw. Vertiefung auf. Die Aussparung ist
in einer Richtung senkrecht zu der Schaufelfläche des jeweiligen schaufelförmigen
Halteelements 12a, 12b betrachtet eine Vertiefung in einem oberen Rand bzw. einer
oberen Kante der Schaufelfläche. Die Aussparung ist dazu ausgebildet, in der geschlossenen
Stellung einen sich vertikal entlang der z-Richtung erstreckenden, abgewinkelten Teil
des Kontaktteils 8 aufzunehmen und zu halten. Wie in Fig. 3b gezeigt ist, verhindert
der Stützeinsatz 6 in der geschlossenen Stellung ein Verdrehen des Kontaktteils 8
um eine Achse entlang der Längserstreckungsrichtung des Kontaktteils 8, d.h. um die
y-Achse, und ein Verrutschen des Kontaktteils 8 entlang der y-Achse oder entlang der
x-Achse.
[0055] Die Klemmeinsätze 3 und die Stützeinsätze 6 sind in der vorliegenden Ausführungsform
abnehmbar an den Halteelementen 12a, 12b angebracht und können zur Verwendung mit
unterschiedlich ausgebildeten Kontaktteilen 7, 8 ausgewechselt werden.
[0056] Die Figuren 3a bis 3c zeigen eine Situation, in der der Kontaktniederhalter 1 mit
Klemmeinsätzen 3 und Stützeinsätzen 6 für relativ dicke Kontaktteile 8, die einen
Durchmesser im Bereich von 10 mm bis 50 mm aufweisen, versehen ist. Dementsprechend
weist die Aussparung des Stützeinsatzes 6 eine Breite von 10 mm bis 50 mm entlang
der y-Achse und eine Tiefe entlang der Schaufelfläche (gemessen von der oberen Kante
der Schaufelfläche) von 10 mm bis 50 mm auf.
[0057] Die Figuren 4a bis 4c zeigen eine Situation, in der der Kontaktniederhalter 1 mit
Klemmeinsätzen 3 und Stützeinsätzen 6 für relativ dünne Kontaktteile 8, die einen
Durchmesser im Bereich von 2 mm bis 10 mm aufweisen, versehen ist. Dementsprechend
weist die Aussparung des Stützeinsatzes 6 eine Breite von 2 mm bis 10 mm entlang der
y-Achse und eine Tiefe entlang der Schaufelfläche (gemessen von der oberen Kante der
Schaufelfläche) von 2 mm bis 10 mm auf.
[0058] Fig. 5a zeigt den ersten Hebelarm 2a mit den in der Konfiguration, die in den Figuren
3a bis 3c gezeigt ist, verwendeten Klemmeinsätzen 3a und Stützeinsätzen 6a für relativ
dicke Kontaktteile 8. Fig. 5b zeigt den ersten Hebelarm 2a mit den in der Konfiguration,
die in den Figuren 4a bis 4c gezeigt ist, verwendeten Klemmeinsätzen 3b und Stützeinsätzen
6b für relativ dünne Kontaktteile 8. Fig. 5c zeigt separat den ersten Hebelarm 2a
mit dem schaufelförmigen Halteelement 12a, die Klemmeinsätze 3a, 3b und die Stützeinsätze
6a, 6b. Fig. 5d zeigt eine vergrößerte Darstellung des Klemmeinsatzes 3b für relative
dünne Kontaktteile 8 mit Rückhalteflächen 4 und Zentrierflächen 5. Fig. 5e zeigt eine
vergrößerte Darstellung des Klemmeinsatzes 3a für relative dicke Kontaktteile 8. Die
Klemmeinsätze 3a, 3b und die Stützeinsätze 6a, 6b können entsprechend an dem schaufelförmigen
Halteelement 12b des zweiten Hebelarms 2b vorgesehen sein. Abhängig von den zu bearbeitenden
Kontaktteilen 7, 8 können andere bzw. weitere Klemm- und/oder Stützeinsätze vorgesehen
sein.
[0059] Wie in den Figuren 5a bis 5e gezeigt ist, weisen die Klemmeinsätze 3 eine rippen-
bzw. lamellenartige Ausgestaltung auf. Jeder Klemmeinsatz 3 weist mehrere (in der
vorliegenden Ausführungsform fünf) senkrecht zu der y-Achse verlaufende plattenförmige
Rippen bzw. Lamellen auf. Mit anderen Worten, der Klemmeinsatz 3 weist (in der vorliegenden
Ausführungsform vier) senkrecht zu der y-Achse verlaufende Schlitze auf, die zwischen
den Rippen bzw. Lamellen ausgebildet sind. Die Zentrierfläche 5 ist durch von dem
Halteelement 12a, 12b, an dem der Klemmeinsatz 3 vorgesehen ist, abgewandte, d.h.
dem gegenüberliegenden Halteelement 12a, 12b zugewandte, Stirnflächen der Rippen bzw.
Lamellen ausgebildet. D.h., die Zentrierfläche 5 ist entlang der y-Achse keine kontinuierliche
Fläche. Die Zentrierfläche 5 ist durch die Schlitze unterbrochen. Die Klemmfläche
4 kann eine kontinuierliche Fläche sein (Figuren 5a und 5e) oder kann durch von dem
Halteelement 12a, 12b abgewandte Stirnflächen der Rippen bzw. Lamellen ausgebildet
sein (Figuren 5b und 5d).
[0060] Wie in den Figuren 1a, 3a und 4a gezeigt ist, sind in der Auflagefläche 10 in einem
Bereich zwischen den Halteelementen 12a, 12b Schlitze ausgebildet. Die Schlitze entsprechen
den Rippen bzw. Lamellen der Klemmeinsätze 3. Bei der Bewegung der Halteelemente 12a,
12b zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung werden die Rippen bzw. Lamellen
durch die Schlitze in der Auflagefläche 10 hindurchbewegt.
[0061] Die Figuren 6a und 6b zeigen einen Kontaktniederhalter 101 gemäß einer zweiten Ausführungsform.
Der Kontaktniederhalter 101 gemäß der zweiten Ausführungsform unterscheidet sich von
dem Kontaktniederhalter 1 gemäß der ersten Ausführungsform im Wesentlichen darin,
dass anstelle der Hebelarme 2 zwei Linearantriebe 102 zur Bewegung zweier plattenförmiger
Halteelemente 112a, 112b, die als Schiebeelemente ausgebildet sind, anstelle der schaufelförmigen
Halteelemente 12a, 12b gemäß der ersten Ausführungsform verwendet werden. Die Linearantriebe
102 können beispielsweise elektrisch oder pneumatisch oder hydraulisch betriebene
Linearantriebe sein. Die Linearantriebe 102 bewegen die Halteelemente 112a, 112b jeweils
entlang einer Bewegungsrichtung, die senkrecht zu der y-Achse verläuft und eine Auflagefläche
110 in einem Winkel im Bereich von 20° bis 70° oder im Bereich von 30° bis 60° schneidet.
Die Bewegungsrichtungen der Halteelemente 112a, 112b schneiden sich oberhalb der Auflagefläche
110 bzw. oberhalb eines Auflageelements 113, auf dem die Kontaktteile 7 aufliegen.
In der offenen Stellung, die in Fig. 6a dargestellt ist, sind die Halteelemente 112a,
112b in dem Auflageelement 113 versenkt. In der geschlossenen Stellung, die in Fig.
6b dargestellt ist, ragen die Halteelemente 112a, 112b aus dem Auflageelement 113
heraus und halten ein Kontaktteil 7. Die Halteelemente 112a, 112b werden bei der Bewegung
von der offenen zu der geschlossenen Stellung aufeinander zu durch entsprechende Öffnungen
in der Auflagefläche 110 bewegt. Die Haltelemente 112a, 112b weisen jeweils einen
Klemmbereich in Form eines Klemmeinsatzes 103 auf. Jeder der beiden Klemmeinsätze
103 weist eine Einlauffläche 103a mit einer Einlaufgeometrie an einem oberen Ende
und daran anschließend eine Zentrierfläche 5 auf. Im Bereich der Einlauffläche bzw.
-geometrie 103a sind die Klemmeinsätze 103 nach oben, d.h. in der Bewegungsrichtung
der Halteelemente 112a, 112b bei der Bewegung von der offenen zu der geschlossenen
Stellung, in Richtung des jeweiligen Halteelements 112a, 112b, an dem der Klemmeinsatz
103 angebracht ist, verjüngt. Die Zentrierfläche 5 bildet einen Haltebereich 20 aus.
Bei der Bewegung von der offenen zu der geschlossenen Stellung wird das Kontaktteil
7 durch die Einlauffläche bzw. -geometrie 103a vorzentriert. In der in Fig. 6b dargestellten
geschlossenen Stellung wird das Kontaktteil 7 zwischen den Zentrierflächen 5 gehalten.
Alternativ oder zusätzlich kann das Kontaktteil 7 zwischen den Einlaufflächen bzw.
-geometrien 103a der beiden Halteelemente 112a, 112b gehalten werden. Insbesondere
kann das Kontaktteil an einem Übergang von den Einlaufflächen bzw. -geometrien 103a
zu den Zentrierflächen 5 gehalten werden. Die Halteelemente 112a, 112b können analog
zu den Halteelementen 12a, 12b gemäß der ersten Ausführungsform Stützbereiche aufweisen.
[0062] Es wird explizit erklärt, dass alle Merkmale, die in der Beschreibung und/oder den
Ansprüchen offenbart sind, dazu bestimmt sind, separat und unabhängig voneinander
sowohl für den Zweck der ursprünglichen Offenbarung als auch für den Zweck der Beschränkung
der beanspruchten Erfindung unabhängig von der Zusammenstellung der Merkmale in den
Ausführungsformen und/oder den Ansprüchen offenbart zu werden. Es wird explizit erklärt,
dass alle Wertebereiche oder Angaben von Gruppen von Objekten jeden möglichen Zwischenwert
oder jedes mögliche dazwischen liegende Objekt sowohl für den Zweck der ursprünglichen
Offenbarung als auch für den Zweck der Beschränkung der beanspruchten Erfindung, insbesondere
zur Bestimmung der Grenzen von Wertebereichen offenbaren.
1. Kontaktniederhalter (1) zum Halten von Kontaktteilen (7) bei einem Crimpvorgang, mit
- einem Auflageelement (13), das eine Auflagefläche (10) für ein zu crimpendes Kontaktteil
(7) aufweist,
- einem ersten Halteelement (12a) und einem zweiten Halteelement (12b), die relativ
zu dem Auflageelement (13) zwischen einer offenen Stellung, in der das erste und das
zweite Halteelement (12a, 12b) in der Auflagefläche (10) versenkt sind, und einer
geschlossenen Stellung, in der das erste und das zweite Halteelement (12a, 12b) zum
Halten des Kontaktteils (7) aus der Auflagefläche (10) herausragen, bewegbar sind,
und
- einem Bewegungsmechanismus (2), der dazu ausgebildet ist, das erste und das zweite
Halteelement (12a, 12b) zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen Stellung
zu bewegen, bei dem
das erste Haltelement (12a) einen ersten Haltebereich (20) zum Halten des Kontaktteils
(7) aufweist,
das zweite Halteelement (12b) einen zweiten Haltebereich (20) zum Halten des Kontaktteils
(7), der dem ersten Haltebereich (20) zugewandt ist, aufweist, und
der Bewegungsmechanismus (2) dazu ausgebildet ist, das erste und das zweite Halteelement
(12a, 12b) bei der Bewegung von der offenen Stellung zu der geschlossenen Stellung
aufeinander zu zu bewegen.
2. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 1, bei dem
der Bewegungsmechanismus (2) einen ersten Hebelarm (2a), der um eine zu der Auflagefläche
(10) parallele erste Schwenkachse (14a) schwenkbar ist, und einen zweiten Hebelarm
(2b), der um eine zu der Auflagefläche (10) und zu der ersten Schwenkachse (14a) parallele
oder mit der ersten Schwenkachse (14a) identische zweite Schwenkachse (14b) schwenkbar
ist, aufweist, die erste und die zweite Schwenkachse (14a, 14b) auf einer Seite der
Auflagefläche (10) gelegen sind, die zu der Richtung (z), in die die Auflagefläche
(10) gewandt ist, entgegengesetzt ist, das erste Halteelement (12a) an einem von der
ersten Schwenkachse (14a) entfernten Bereich des ersten Hebelarms (2a) vorgesehen
ist, und das zweite Halteelement (12b) an einem von der zweiten Schwenkachse (14b)
entfernten Bereich des zweiten Hebelarms (2b) vorgesehen ist, und
der Bewegungsmechanismus (2) dazu ausgebildet ist, das erste und das zweite Halteelement
(12a, 12b) durch Schwenken des ersten und des zweiten Hebelarms (2a, 2b) um die erste
bzw.
die zweite Schwenkachse (14a, 14b) zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen
Stellung zu bewegen.
3. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 2, bei dem
ein Abstand zwischen der ersten und der zweiten Schwenkachse (14a, 14b) geringer als
eine Summe eines Abstands zwischen der ersten Schwenkachse (14a) und dem ersten Haltebereich
(20) des ersten Halteelements (12a) und eines Abstands zwischen der zweiten Schwenkachse
(14b) und dem zweiten Haltebereich (20) des zweiten Haltelements (12b) ist.
4. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 2 oder 3, bei dem
die erste und die zweite Schwenkachse (14a, 14b) in einer Richtung (x), die senkrecht
zu der ersten und der zweiten Schwenkachse (14a, 14b) und parallel zu der Auflagefläche
(10) ist, in einem Abstand, der größer als die Hälfte der Summe des Abstands zwischen
der ersten Schwenkachse (14a) und dem ersten Haltebereich (20) des ersten Halteelements
(12a) und des Abstands zwischen der zweiten Schwenkachse (14b) und dem zweiten Haltebereich
(20) des zweiten Halteelements (12b) ist, zueinander versetzt sind.
5. Kontaktniederhalter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem
der erste und der zweite Hebelarm (2a, 2b) an dem Auflageelement (13) schwenkbar angebracht
sind.
6. Kontaktniederhalter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei dem der erste Hebelarm
(2a) so ausgebildet ist, dass eine innere Kontur des ersten Halteelements (12a) bei
der Bewegung zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung entlang der ersten
Schwenkachse (14a) betrachtet auf einer ersten Kreisbahn bewegt wird,
der zweite Hebelarm (2b) so ausgebildet ist, dass eine innere Kontur des zweiten Halteelements
(12b) bei der Bewegung zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung entlang
der zweiten Schwenkachse (14b) betrachtet auf einer zweiten Kreisbahn, die die erste
Kreisbahn schneidet, bewegt wird, und
ein der Auflagefläche (10) zugewandter Winkel zwischen einer Tangente an die erste
Kreisbahn und einer Tangente an die zweite Kreisbahn in einem Schnittpunkt der ersten
und der zweiten Kreisbahn im Bereich von 70° bis 120° liegt.
7. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der erste
und der zweite Haltebereich (20) Rückhalteflächen (4), die in der geschlossenen Stellung
der Auflagefläche (10) zugewandt sind und in einem spitzen Winkel oder parallel zu
der Auflagefläche (10) angeordnet sind, und die dazu ausgebildet sind, in der geschlossenen
Stellung eine Bewegung des Kontaktteils (7) in einer Richtung (z) von der Auflagefläche
(10) weg zu begrenzen, aufweisen.
8. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der erste
und der zweite Haltebereich (20) Zentrierflächen (5), die in der geschlossenen Stellung
rechtwinklig zu der Auflagefläche (10) angeordnet sind, und die so ausgebildet sind,
dass in der geschlossenen Stellung eine Bewegung des Kontaktteils (7) in einer Richtung
(x) parallel zu der Auflagefläche (10) begrenzbar ist, aufweisen.
9. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 7 oder 8, bei dem
die Rückhalteflächen (4) und die Zentrierflächen (5) an Klemmeinsätzen (3), die abnehmbar
an dem ersten bzw. dem zweiten Hebelarm (12a, 12b) angebracht sind, ausgebildet sind.
10. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der erste
und der zweite Haltebereich (20) Stützbereiche, die dazu ausgebildet sind, in der
geschlossenen Stellung ein Kippen oder Verdrehen eines abgewinkelten Kontaktteils
(7) um eine Achse entlang einer Längserstreckung des Kontaktteils (7) zu verhindern,
aufweisen.
11. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 10, bei dem
die Stützbereiche an Stützeinsätzen (6), die abnehmbar an dem ersten bzw. dem zweiten
Hebelarm (12a, 12b) angebracht sind, ausgebildet sind.
12. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das erste
und das zweite Halteelement (12a, 12b) und zumindest ein Teil der Auflagefläche (10)
in der geschlossenen Stellung einen sich in einer Richtung (z) von der Auflagefläche
(10) weg verjüngenden Raum zur Aufnahme des Kontaktteils (7) zumindest teilweise begrenzen.
13. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Auflagefläche
(10) Öffnungen, die in der geschlossenen Stellung von dem ersten und dem zweiten Halteelement
(12a, 12b) zumindest teilweise verschlossen werden, und durch die das erste und das
zweite Haltelement (12a, 12b) bei einer Bewegung zwischen der offenen Stellung und
der geschlossenen Stellung zumindest teilweise hindurchbewegt werden, aufweist.
14. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das erste
und das zweite Halteelement (12a, 12b) in der geschlossenen Stellung in dem Auflageelement
(13) aufgenommen sind.
15. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Auflagefläche
(10) eine ebene, horizontal ausgerichtete Fläche ist, und
das erste und das zweite Haltelement (12a, 12b) in der geschlossenen Stellung unterhalb
der Auflagefläche (10) angeordnet sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Kontaktniederhalter (1) zum Halten von Kontaktteilen (7) bei einem Crimpvorgang, mit
- einem Auflageelement (13), das eine ebene Auflagefläche (10) für ein zu crimpendes
Kontaktteil (7) aufweist,
- einem ersten Halteelement (12a) und einem zweiten Halteelement (12b), die relativ
zu dem Auflageelement (13) zwischen einer offenen Stellung, in der das erste und das
zweite Halteelement (12a, 12b) in der Auflagefläche (10) versenkt sind, und einer
geschlossenen Stellung, in der das erste und das zweite Halteelement (12a, 12b) zum
Halten des Kontaktteils (7) aus der Auflagefläche (10) herausragen, bewegbar sind,
und
- einem Bewegungsmechanismus (2), der dazu ausgebildet ist, das erste und das zweite
Halteelement (12a, 12b) zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen Stellung
zu bewegen, bei dem
das erste Haltelement (12a) einen ersten Haltebereich (20) zum Halten des Kontaktteils
(7) aufweist,
das zweite Halteelement (12b) einen zweiten Haltebereich (20) zum Halten des Kontaktteils
(7), der dem ersten Haltebereich (20) zugewandt ist, aufweist, und
der Bewegungsmechanismus (2) dazu ausgebildet ist, das erste und das zweite Halteelement
(12a, 12b) bei der Bewegung von der offenen Stellung zu der geschlossenen Stellung
aufeinander zu zu bewegen.
2. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 1, bei dem
der Bewegungsmechanismus (2) einen ersten Hebelarm (2a), der um eine zu der Auflagefläche
(10) parallele erste Schwenkachse (14a) schwenkbar ist, und einen zweiten Hebelarm
(2b), der um eine zu der Auflagefläche (10) und zu der ersten Schwenkachse (14a) parallele
oder mit der ersten Schwenkachse (14a) identische zweite Schwenkachse (14b) schwenkbar
ist, aufweist, die erste und die zweite Schwenkachse (14a, 14b) auf einer Seite der
Auflagefläche (10) gelegen sind, die zu der Richtung (z), in die die Auflagefläche
(10) gewandt ist, entgegengesetzt ist, das erste Halteelement (12a) an einem von der
ersten Schwenkachse (14a) entfernten Bereich des ersten Hebelarms (2a) vorgesehen
ist, und das zweite Halteelement (12b) an einem von der zweiten Schwenkachse (14b)
entfernten Bereich des zweiten Hebelarms (2b) vorgesehen ist, und
der Bewegungsmechanismus (2) dazu ausgebildet ist, das erste und das zweite Halteelement
(12a, 12b) durch Schwenken des ersten und des zweiten Hebelarms (2a, 2b) um die erste
bzw.
die zweite Schwenkachse (14a, 14b) zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen
Stellung zu bewegen.
3. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 2, bei dem
ein Abstand zwischen der ersten und der zweiten Schwenkachse (14a, 14b) geringer als
eine Summe eines Abstands zwischen der ersten Schwenkachse (14a) und dem ersten Haltebereich
(20) des ersten Halteelements (12a) und eines Abstands zwischen der zweiten Schwenkachse
(14b) und dem zweiten Haltebereich (20) des zweiten Haltelements (12b) ist.
4. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 2 oder 3, bei dem
die erste und die zweite Schwenkachse (14a, 14b) in einer Richtung (x), die senkrecht
zu der ersten und der zweiten Schwenkachse (14a, 14b) und parallel zu der Auflagefläche
(10) ist, in einem Abstand, der größer als die Hälfte der Summe des Abstands zwischen
der ersten Schwenkachse (14a) und dem ersten Haltebereich (20) des ersten Halteelements
(12a) und des Abstands zwischen der zweiten Schwenkachse (14b) und dem zweiten Haltebereich
(20) des zweiten Halteelements (12b) ist, zueinander versetzt sind.
5. Kontaktniederhalter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem
der erste und der zweite Hebelarm (2a, 2b) an dem Auflageelement (13) schwenkbar angebracht
sind.
6. Kontaktniederhalter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei dem
der erste Hebelarm (2a) so ausgebildet ist, dass eine innere Kontur des ersten Halteelements
(12a) bei der Bewegung zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung entlang
der ersten Schwenkachse (14a) betrachtet auf einer ersten Kreisbahn bewegt wird,
der zweite Hebelarm (2b) so ausgebildet ist, dass eine innere Kontur des zweiten Halteelements
(12b) bei der Bewegung zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung entlang
der zweiten Schwenkachse (14b) betrachtet auf einer zweiten Kreisbahn, die die erste
Kreisbahn schneidet, bewegt wird, und
ein der Auflagefläche (10) zugewandter Winkel zwischen einer Tangente an die erste
Kreisbahn und einer Tangente an die zweite Kreisbahn in einem Schnittpunkt der ersten
und der zweiten Kreisbahn im Bereich von 70° bis 120° liegt.
7. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
der erste und der zweite Haltebereich (20) Rückhalteflächen (4), die in der geschlossenen
Stellung der Auflagefläche (10) zugewandt sind und in einem spitzen Winkel oder parallel
zu der Auflagefläche (10) angeordnet sind, und die dazu ausgebildet sind, in der geschlossenen
Stellung eine Bewegung des Kontaktteils (7) in einer Richtung (z) von der Auflagefläche
(10) weg zu begrenzen, aufweisen.
8. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
der erste und der zweite Haltebereich (20) Zentrierflächen (5), die in der geschlossenen
Stellung rechtwinklig zu der Auflagefläche (10) angeordnet sind, und die so ausgebildet
sind, dass in der geschlossenen Stellung eine Bewegung des Kontaktteils (7) in einer
Richtung (x) parallel zu der Auflagefläche (10) begrenzbar ist, aufweisen.
9. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 7 oder 8, bei dem
die Rückhalteflächen (4) und die Zentrierflächen (5) an Klemmeinsätzen (3), die abnehmbar
an dem ersten bzw. dem zweiten Hebelarm (12a, 12b) angebracht sind, ausgebildet sind.
10. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
der erste und der zweite Haltebereich (20) Stützbereiche, die dazu ausgebildet sind,
in der geschlossenen Stellung ein Kippen oder Verdrehen eines abgewinkelten Kontaktteils
(7) um eine Achse entlang einer Längserstreckung des Kontaktteils (7) zu verhindern,
aufweisen.
11. Kontaktniederhalter (1) nach Anspruch 10, bei dem
die Stützbereiche an Stützeinsätzen (6), die abnehmbar an dem ersten bzw. dem zweiten
Hebelarm (12a, 12b) angebracht sind, ausgebildet sind.
12. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
das erste und das zweite Halteelement (12a, 12b) und zumindest ein Teil der Auflagefläche
(10) in der geschlossenen Stellung einen sich in einer Richtung (z) von der Auflagefläche
(10) weg verjüngenden Raum zur Aufnahme des Kontaktteils (7) zumindest teilweise begrenzen.
13. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
die Auflagefläche (10) Öffnungen, die in der geschlossenen Stellung von dem ersten
und dem zweiten Halteelement (12a, 12b) zumindest teilweise verschlossen werden, und
durch die das erste und das zweite Haltelement (12a, 12b) bei einer Bewegung zwischen
der offenen Stellung und der geschlossenen Stellung zumindest teilweise hindurchbewegt
werden, aufweist.
14. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
das erste und das zweite Halteelement (12a, 12b) in der geschlossenen Stellung in
dem Auflageelement (13) aufgenommen sind.
15. Kontaktniederhalter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
die Auflagefläche (10) eine horizontal ausgerichtete Fläche ist, und
das erste und das zweite Haltelement (12a, 12b) in der geschlossenen Stellung unterhalb
der Auflagefläche (10) angeordnet sind.