Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckereinheit einer elektrischen Kontaktvorrichtung,
insbesondere eine in einem ersten Teil einer zweiteiligen Vorrichtung zur mechanischen
Verbindung einer Funktionseinheit mit einer Basiseinheit zumindest teilweise aufnehmbaren
Steckereinheit. Die Erfindung betrifft außerdem eine entsprechende, einem zweiten
Teil der zweiteiligen Vorrichtung zur mechanischen Verbindung zugeordnete Buchse.
Hintergrund
[0002] Die mechanische Verbindung von Funktionseinheiten mit Basiseinheiten, insbesondere
eine lösbare oder verstellbare mechanische Verbindung, ist in Anwendungsbereichen
erwünscht. Häufig sind die Funktionseinheiten mit elektrischen oder elektronischen
Komponenten ausgestattet, so dass neben der mechanischen Verbindung eine elektrische
Kontaktierung erforderlich ist. Die elektrischen oder elektronischen Komponenten können
beispielsweise elektrische Antriebe und Sensoren umfassen.
[0003] Ein Beispiel für eine Funktionseinheit mit elektrischen und elektronischen Komponenten
ist eine Kopfstütze des Sitzes eines Kraftfahrzeugs, in welcher Sensoren oder Aktoren
vorgesehen sind. Die Kopfstütze weist üblicherweise zwei Halterohre auf, welche in
entsprechende Führungsrohre des Sitzes eingeführt werden.
[0004] Üblicherweise wird eine Funktionseinheit zunächst mechanisch mit der Basiseinheit
verbunden und anschließend eine elektrische Verbindung hergestellt. Bei der beispielhaften
Kopfstütze werden also zunächst die Halterohre die Führungsrohre geschoben, und anschließend
werden die elektrischen Verbindungen hergestellt.
[0005] Um die Anzahl der Montageschritte zu reduzieren, ist es wünschenswert, die mechanische
Verbindung der Funktionseinheit und der Basiseinheit zugleich mit der elektrischen
Verbindung in einem Arbeitsschritt ausführen zu können. Zu diesem Zweck ist es bekannt,
die mechanisch miteinander zu verbindenden Teile mit entsprechenden Steckern bzw.
Buchsen zu versehen, welche bei der mechanischen Verbindung zugleich eine elektrische
Verbindung herstellen. Insbesondere bei kleinen zur Verfügung stehenden Bauräumen
der mechanisch miteinander zu verbindenden Teile, oder bei mechanischen Verbindungen,
die eine vergleichsweise große Toleranz bezüglich ihrer Ausrichtung zueinander bei
der Montage aufweisen und dennoch eine zuverlässige elektrische Kontaktierung sicherstellen
müssen, besteht der Wunsch nach einer neuen Lösung, insbesondere nach einer neuen
Lösung, welche eine Vielzahl von elektrischen Kontakten auf begrenztem Raum bereitstellen
kann.
[0006] Hiervon ausgehend hat die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine elektrische Kontaktvorrichtung
mit einer Steckereinheit und einer damit korrespondierenden Buchse zu schaffen, welche
zumindest einige der vorstehend genannten erwünschten Eigenschaften mit sich bringt.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung nach einem ersten Aspekt eine elektrische
Steckereinheit und nach einem zweiten Aspekt eine zugehörige elektrische Buchseneinheit
vor. Diese können bspw. jeweils an einem ersten bzw. zweiten Teil einer zweiteiligen
Vorrichtung zur mechanischen Verbindung einer Funktionseinheit mit einer Basiseinheit
so angeordnet sein, dass zugleich mit der mechanischen Verbindung eine elektrische
Verbindung hergestellt wird. Der erste Teil der zweiteiligen Vorrichtung zur mechanischen
Verbindung kann beispielsweise ein Führungsrohr der Basiseinheit umfassen, und der
zweite Teil kann ein in dem Führungsrohr der Basiseinheit aufgenommenes Halterohr
der Funktionseinheit umfassen. Das Halterohr kann in den Führungsrohr verstellbar
aufgenommen sein, beispielsweise in Längsrichtung, und kann auch in einer oder mehreren
Positionen lösbar fixiert sein.
[0008] Die elektrische Steckereinheit gemäß dem ersten Aspekt weist einen ersten Abschnitt
auf, welcher in einem Ende eines Rohres oder eines rohrförmigen Gehäuses aufnehmbar
ist. Das Rohr oder das rohrförmige Gehäuse kann auch durch eine entsprechend geformte
Aufnahme in einem ansonsten anders geformten Gehäuse gebildet sein. Der Einfachheit
halber wird im Folgenden von einem Rohr oder einem rohrförmigen Gehäuse gesprochen.
Ein zweiter, nicht in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse aufgenommener Abschnitt
der elektrischen Steckereinheit weist mindestens eine umfangsseitig außen an der Oberfläche
der elektrischen Steckereinheit angeordnete elektrische Kontaktfläche auf, welche
sich lediglich über einen Teil des Umfangs der elektrischen Steckereinheit erstreckt.
Die Begriffe Umfang bzw. umfangsseitig beziehen sich auf den Umfang an einer Oberfläche
der elektrischen Steckereinheit, welche im Wesentlichen eine Verlängerung der Oberfläche
des Rohres oder des rohrförmigen Gehäuses darstellt. Der zweite Abschnitt kann so
ausgestaltet sein, dass dessen Aufnahme in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse
effektiv verhindert ist, bspw. wegen eines Durchmessers, der größer ist als der Durchmesser
des Rohres oder des rohrförmigen Gehäuses, oder durch einen Sperrmechanismus, der
ein Eindringen des zweiten Abschnitts in das Rohr oder das rohrförmige Gehäuse verhindert.
[0009] Die elektrische Steckereinheit weist außerdem mindestens einen mit einer jeweiligen
elektrischen Kontaktfläche verbundenen elektrischen Anschlussbereich auf, an welchem
eine elektrische Leitung der Funktionseinheit anschließbar ist. Der mindestens eine
elektrische Anschlussbereich ist beispielsweise in dem ersten Abschnitt der elektrischen
Steckereinheit angeordnet, es ist jedoch auch möglich, den mindestens einen elektrischen
Anschlussbereich in dem zweiten Abschnitt der elektrischen Steckereinheit anzuordnen.
Letzteres kann bspw. der Fall sein, wenn ein Korpus der elektrischen Steckereinheit
rohr- oder gehäuseseitig von einer zusammen mit dem Korpus in das Rohr oder das rohrförmige
Gehäuse eingeführten Hülse umgeben ist, welche auch einen außerhalb des Rohres oder
des rohrförmigen Gehäuses liegenden Bereich des Korpus außen umschließt, in welchem
der Anschlussbereich liegt, und der Anschlussbereich bspw. durch einen außen an der
Hülse vorgesehenen Anschlag nicht in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse liegt.
[0010] Die elektrische Steckereinheit weist mindestens zwei mittels eines Scharniers oder
eines Gelenks parallel zu einer durch den ersten und den zweiten Abschnitt der elektrischen
Steckereinheit verlaufenden Achse klappbar bzw. schwenkbar verbundene Segmente auf,
von denen mindestens eines eine elektrische Kontaktfläche und einen zugehörigen elektrischen
Anschlussbereich aufweist. Die Scharniere können insbesondere durch Filmscharniere
gebildet sein, welche in einem Spritzgießvorgang zusammen mit den Segmenten geformt
werden. Die Gelenke können bspw. durch einen oder mehrere an ein jeweiliges Segment
angeformte Zapfen gebildet sein, welche in entsprechende Scharnierbuchsen eingreifen.
Die Scharnierbuchsen können dabei auch so geformt sein, dass T-förmige Zapfen seitlich
durch einen Schlitz in der Wand der Scharnierbuchse eingeclipst werden können, wobei
der Stiel des T-förmigen Zapfens in einem entsprechenden, quer zu dem Schlitz laufenden
Einschnitt der Wand der Scharnierbuchse liegt und dadurch um den Querbalken des T-förmigen
Zapfens beweglich gelagert ist.
[0011] Falls mehrere Kontaktflächen vorgesehen sind, können diese von einem Ende des zweiten
Abschnitts gleich weit entfernt angeordnet sein, oder in unterschiedlichen Entfernungen
von dem Ende angeordnet sein. In letzterem Fall lassen sich so auf einfache Weise
vor- oder nacheilende Kontakte bereitstellen.
[0012] Die Segmente können vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden Material bestehen,
welches die elektrische Kontaktfläche, den zugehörigen elektrischen Anschlussbereich
sowie gegebenenfalls eine elektrische Verbindung zwischen den beiden aufnimmt. Die
elektrisch leitenden Bereiche der elektrischen Steckereinheit können beispielsweise
von Stanzteilen gebildet sein, welche mit dem elektrisch isolierenden Material umspritzt
sind, wobei zumindest ein Teil der elektrischen Kontaktfläche und des elektrischen
Anschlussbereichs zugänglich bleiben. Es ist jedoch auch möglich, die elektrisch leitenden
Bereiche nachträglich auf die aus dem elektrisch isolierenden Material bestehenden
Segmente aufzubringen bzw. diese daran anzubringen oder damit zu verbinden.
[0013] Die Segmente liegen in einer auseinandergeklappten bzw. auseinandergeschwenkten ersten
Position nebeneinander aufgereiht. In einer zusammengeklappten bzw. zusammengeschwenkten
zweiten Position bilden die Segmente einen teilweise in dem Rohr oder dem rohrförmigen
Gehäuse aufnehmbaren Korpus der elektrischen Steckereinheit, an dessen zweitem Abschnitt
die mindestens eine elektrische Kontaktfläche umfangsseitig außen angeordnet ist.
Der Korpus kann beispielsweise eine im Wesentlichen zylindrische oder stabförmige,
längliche Gestalt aufweisen. Dabei erstreckt sich keine der elektrischen Kontaktflächen
in der zusammengeklappten bzw. zusammengeschwenkten zweiten Position über den gesamten
Umfang der elektrischen Steckereinheit.
[0014] Die in der auseinandergeklappten bzw. auseinandergeschwenkten ersten Position außen
liegenden Segmente können Verriegelungsmittel aufweisen, welche in der zusammengeklappten
bzw. zusammengeschwenkten zweiten Position der Segmente miteinander in verriegelnden
Eingriff gebracht werden können, und so die Segmente ohne äußere Einwirkung in dieser
Position halten.
[0015] Die Segmente können außerdem Führungselemente aufweisen, welche insbesondere eine
axiale Lage der Segmente zueinander bei oder nach dem Zusammenklappen oder Zusammenschwenken
in die zweite Position festlegen.
[0016] Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen ist der mindestens eine Anschlussbereich
der elektrischen Steckereinheit dazu eingerichtet, mit einer elektrischen Leitung
der Funktionseinheit form- oder stoffschlüssig verbunden zu werden, bspw. durch Crimpen,
Löten oder Schweißen, insbesondere durch Ultraschall-Schweißen. Die Größe des Anschlussbereichs
sowie dessen Material sind dabei auf das jeweilige Verbindungsverfahren abgestimmt.
[0017] Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen verjüngt sich ein von dem ersten Abschnitt
abgewandter Endbereich des zweiten Abschnitts der Steckereinheit zum Ende hin, bspw.
konisch, kegelstumpfförmig, parabelförmig oder parabelstumpfförmig. Hierdurch ist
das Einführen der elektrischen Steckereinheit in eine Buchse erleichtert, und bei
entsprechender Lagerung der Buchse können Toleranzen bezüglich der Ausrichtung von
Steckereinheit und Buchse zueinander ausgeglichen werden.
[0018] Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen weist die elektrische Steckereinheit eine
Fixierhülse auf, die in der zweiten Position der Segmente zueinander auf im ersten
Abschnitt der Steckereinheit liegende Bereiche der Segmente aufschiebbar ist. Die
Fixierhülse kann so ausgestaltet sein, dass sie mit einem oder mehreren der Segmente
verrastbar ist. Hierzu kann mindestens ein federndes Rastelement an der Fixierhülse
vorgesehen sein, welches in ein entsprechendes Abschlussstück oder eine Aussparung
eines Segments der elektrischen Steckereinheit eingreift. Alternativ oder zusätzlich
kann die Fixierhülse mit korrespondierenden, entsprechend ausgeformten Bereichen der
Segmente gemeinsam eine Kerbe bilden, die bspw. eine Festlegung der Steckereinheit
als Ganzes in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse ermöglicht. Die Fixierhülse kann
ferner so ausgestaltet sein, dass sie nur in einer bestimmten Drehwinkelposition auf
die Segmente der Steckereinheit aufschiebbar ist. Die Fixierhülse ist zusammen mit
den im ersten Abschnitt der Steckereinheiten liegenden Bereichen der Segmente in dem
Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse aufnehmbar.
[0019] Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen weist die Fixierhülse der Steckereinheit
an ihrer Außenseite in im Wesentlichen axialer Richtung verlaufende Rippen auf. Diese
Rippen können bspw. dazu dienen, Toleranzen der Außenabmessungen der Fixierhülse und
des Innendurchmessers des Rohres oder des rohrförmigen Gehäuses auszugleichen, und
so eine unerwünschte Bewegung der elektrischen Steckereinheit in dem Rohr oder dem
rohrförmigen Gehäuse zu verhindern. Die Rippen können sich dazu bei dem Einführen
der elektrischen Steckereinheit in das Rohr oder das rohrförmige Gehäuse verformen.
[0020] Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen weist die Fixierhülse der Steckereinheit
an ihrer Außenseite eine mit einer entsprechenden Aussparung oder Bohrung in dem Rohr
oder dem rohrförmigen Gehäuse rastend verbindbare Struktur auf. Die Struktur kann
beispielsweise einen nach außen ragenden Rasthaken umfassen, welche in eine radiale
Bohrung in der Wand des Rohres oder des rohrförmigen Gehäuses eingreift.
[0021] Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen ist ein in dem ersten Abschnitt der elektrischen
Steckereinheit liegender Bereich mindestens eines der Segmente als Halte- oder Führungsbereich
eingerichtet, welcher eine oder mehrere mit einem elektrischen Anschlussbereich verbundene
elektrische Leitungen hält und/oder führt. Zusätzlich kann die Fixierhülse bei einer
oder mehreren Ausgestaltungen mindestens ein Klemmelement aufweisen, welcher so ausgeformt
ist, dass er mit einem entsprechenden Halte- oder Führungsbereich eines der Segmente
zusammenwirkt und eine oder mehrere darin gehaltene oder geführte elektrischen Leitungen
so zumindest axial festlegt, dass eine Zugentlastung der elektrischen Verbindung von
Leitung und Anschlussbereich bewirkt wird. Das mindestens eine Klemmelement kann beispielsweise
durch das Rohr oder das rohrförmige Gehäuse radial nach innen und gegen eine oder
mehrere in einem Halte- oder Führungsbereich liegende elektrische Leitungen gedrückt
werden. Zusätzlich kann das Klemmelement quer zu einer Längserstreckung der elektrischen
Leitungen verlaufende Rillen oder Rippen aufweisen, welche axiale Fixierung der elektrischen
Leitungen noch zusätzlich unterstützen. Das Klemmelement kann dabei so gestaltet sein,
dass es die mindestens eine elektrische Leitung überdeckt und so eine Beschädigung
der Isolierung der mindestens einen elektrischen Leitung beim Einführen der elektrischen
Steckereinheit in das Rohr oder das rohrförmige Gehäuse verhindert.
[0022] Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen weist die elektrische Steckereinheit eine
mechanische Kodierung auf, welche die Drehwinkelposition der elektrischen Steckereinheit
in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse festlegt. Die mechanische Kodierung kann
beispielsweise einen nach außen vorspringenden Bereich an einem der Segmente oder
an der Fixierhülse umfassen, welcher in eine entsprechende Aussparung an dem Rohr
oder dem rohrförmigen Gehäuse eingreift.
[0023] Eine elektrische Buchseneinheit gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung umfasst ein
Fixierstück mit einem Einführungsbereich, in welchen eine Steckereinheit gemäß dem
ersten Aspekt einführbar ist. Der Einführungsbereich ist vorzugsweise so ausgeführt,
dass eine darin eingeführter Steckereinheit umfangsmäßig vollständig umschlossen ist.
Es ist jedoch auch möglich, das Fixierstück mit einem radialen Schlitz zu versehen,
bspw. um Toleranzen der Abmessungen der darin aufzunehmenden Steckereinheit ausgleichen
zu können oder Steckereinheiten mit unterschiedlichen Durchmessern aufzunehmen. Das
Fixierstück weist mindestens eine Aufnahme für einen Buchsenkontakt auf. Der Buchsenkontakt
weist einen Kontaktbereich auf, welcher zu dem Einführungsbereich des Fixierstücks
weist und dort in elektrischen Kontakt mit einer Kontaktfläche der elektrischen Steckereinheit
bringbar ist. Die mindestens eine Aufnahme für den Buchsenkontakt kann dazu eingerichtet
sein, den Buchsenkontakt zu positionieren und/oder festzulegen.
[0024] Der Buchsenkontakt kann beispielsweise als Federkontakt ausgeführt sein, der mit
einer elektrischen Leitung verbunden ist. Die elektrische Verbindung von Buchsen-
bzw. Federkontakt und elektrischer Leitung kann bspw. durch Crimpen, Schweißen oder
Löten erfolgen. Der Federkontakt kann Positioniermittel und Festlegungsmittel aufweisen,
welche die Lage des Federkontakts in der Aufnahme des Fixierstücks bestimmen und den
Federkontakt in der Aufnahme des Fixierstücks festlegen. Der Buchsen- bzw. Federkontakt
kann einen federnden Kontaktbereich aufweisen, welcher bei in dem Fixierstück montiertem
Buchsen- bzw. Federkontakt zum Einführungsbereich des Fixierstücks weist und dort
in elektrischen Kontakt mit einer Kontaktfläche der elektrischen Steckereinheit bringbar
ist.
[0025] Die Aufnahmen und/oder die Federkontakte können so gestaltet sein, dass sie in gleicher
Entfernung zu einer vorderen Seite des Fixierstücks liegen, von der eine Steckereinheit
einführbar ist, oder in unterschiedlichen Entfernungen dazu. In letzterem Fall lassen
sich so auf einfache Weise vor- oder nacheilende Kontakte bereitstellen.
[0026] Die elektrische Buchseneinheit kann außerdem ein mit dem Fixierstück verbindbares
Verriegelungsstück umfassen, welches ein Lösen des mindestens einen Buchsen- bzw.
Federkontakts aus der Aufnahme des Fixierstücks be- oder verhindert. Das Verriegelungsstück
kann bspw. einen oder mehrere formschlüssig an oder in dem Fixierstück aufnehmbare
Montagebereiche aufweisen. Bei einer oder mehreren Ausgestaltungen ist das Verriegelungsstück
durch eine oder mehrere Rastverbindungen an dem Fixierstück fixierbar. Die Rastverbindung
kann bspw. an einem der Montagebereiche angeordnet sein. Das Verriegelungsstück kann
außerdem eine oder mehrere Leitungsführungen aufweisen, in denen elektrische Leitungen
geführt und/oder gehalten werden können.
[0027] Bei einer oder mehreren Ausführungen umfasst die Buchseneinheit ein Gehäuse, in welchem
das Fixierstück und das Verriegelungsstück aufnehmbar sind. Das Gehäuse kann eine
Ausnehmung oder Öffnung aufweisen, in welcher ein Rasthaken des Fixierstücks eingreift
und so das Fixierstück in dem Gehäuse festlegt. Das Fixierstück sichert dabei zugleich
das Verriegelungsstück in dem Gehäuse.
[0028] Das Fixierstück und/oder das Verriegelungsstück sowie das Gehäuse können dazu eingerichtet
sein, nur in einer bestimmten Richtung miteinander verbunden zu werden. Dazu kann
das Gehäuse bspw. eine Rille, eine Rippe, einen Schlitz oder einen Spalt aufweisen,
welche bzw. welcher mit einem entsprechend geformten Bereich des Fixierstücks und/oder
des Verriegelungsstücks zusammenwirkt. Der entsprechend geformte Bereich kann auch
durch eine Leitungsführung gebildet sein, bspw. durch eine Leitungsführung des Verriegelungsstücks.
Alternativ oder zusätzlich können die Form des Gehäuses und die Form des Fixierstücks
und/oder des Verriegelungsstücks so gewählt sein, dass eine Montage nur in einer bestimmten
Richtung und Lage zueinander möglich ist. Bspw. kann bei einem grundsätzlich quadratischen
Querschnitt des Fixierstücks und/oder des Verriegelungsstücks eine der Kanten angefast
sein, und das Gehäuse weist eine entsprechend kooperierende Füllung in einer der Ecken
auf. Das Gehäuse kann außerdem dazu eingerichtet sein, an der Basiseinheit nur in
einer bestimmten Position anbringbar zu sein, so dass die Lage des mindestens einen
Buchsen- bzw. Federkontakts zu der Basiseinheit festlegbar ist.
[0029] Ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen elektrischen Steckereinheit
umfasst das Bereitstellen mindestens zweier mittels eines Scharniers oder eines Gelenks
klapp- bzw. schwenkbar verbundener Segmente, von denen mindestens eines eine elektrische
Kontaktfläche und einen zugehörigen elektrischen Anschlussbereich aufweist. Die Segmente
werden vorzugsweise in einer auseinander geklappten oder geschwenkten ersten Position
bereitgestellt, in der die Segmente nebeneinander aufgereiht liegen. Anderenfalls
werden die Segmente in einem zusätzlichen Schritt in diese erste Position gebracht.
[0030] In einem weiteren Schritt wird mindestens eine elektrische Leitung mit einem der
mindestens einen Anschlussbereiche elektrisch leitend verbunden. Falls ein oder mehrere
der Segmente einen Halte- oder Führungsbereich aufweisen, werden die Leitungen dort
entsprechend angeordnet.
[0031] In einem weiteren Schritt werden die Segmente aus der ersten Position in eine zweite,
zusammengeklappte oder zusammengeschwenkte Position gebracht. Sofern Verriegelungsmittel
an den in der ersten Position außen liegenden Segmenten vorgesehen sind, werden diese
in der zweiten Position miteinander in verriegelnden Eingriff gebracht.
[0032] Sofern eine Fixierhülse vorgesehen ist, kann diese in einem anschließenden Schritt
auf die in der zweiten Position befindlichen Segmente aufgeschoben werden.
[0033] Die elektrische Steckereinheit kann nun in ein Rohr oder ein rohrförmiges Gehäuse
einer Funktionseinheit eingeschoben werden, um die Funktionseinheit zu komplettieren.
[0034] Ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen elektrischen Buchseneinheit
umfasst das Bereitstellen eines Fixierstücks mit einem Einführungsbereich, in welchen
eine Steckereinheit einführbar ist, und mit mindestens einer Aufnahme für einen Buchsenkontakt.
Anschließend wird mindestens ein Buchsenkontakt, welcher zuvor mit einer elektrischen
Leitung verbunden wurde, in eine entsprechende Aufnahme eingeführt, und in der eingeführten
Position verriegelt. Das Verriegeln kann durch entsprechende Mittel an dem Buchsenkontakt
erfolgen, welche mit entsprechenden Mitteln des Fixierstücks zusammenwirken, bspw.
eine oder mehrere Sperrklinken an dem Buchsenkontakt oder an dem Fixierstück, welche
in Aussparungen oder Vorsprünge an dem Fixierstück bzw. dem Buchsenkontakt eingreifen.
Das Verriegeln kann alternativ oder zusätzlich durch Verbinden eines Verriegelungsstücks
mit dem Fixierstück erfolgen, welches so gestaltet ist, dass es ein Lösen des mindestens
einen Buchsenkontakts be- oder verhindert. Alternativ oder zusätzlich kann das Verriegeln
das Aufnehmen des Fixierstücks, ggf. mit einem damit verbundenen Verriegelungsstück,
in einem Gehäuse umfassen.
[0035] Die vorstehend beschriebene elektrische Steckereinheit und die elektrische Buchseneinheit
zeichnen sich dadurch aus, dass ein oder mehrere elektrische Kontaktflächen an deren
Umfang angeordnet sind. Insbesondere im Falle mehrerer Kontaktflächen stellen die
erfindungsgemäße Steckereinheit und Buchseneinheit sicher, dass stets jeweils die
zueinander gehörenden Kontakte der Steckereinheit und der Buchseneinheit zusammengebracht
werden. Durch entsprechende Gestaltung und Positionierung der Kontaktflächen der Steckereinheit
und der Buchsenkontakte können auf einfache Weise vor- und nacheilende Kontakte bereitgestellt
werden, welche beim Trennen und/oder Verbinden von Buchseneinheit und Steckereinheit
im laufenden Betrieb, also bei anliegenden Spannungen oder Signalen, eine definierte
Abfolge der Trennung oder Verbindung der Spannungen oder Signale ermöglichen.
[0036] Die Möglichkeit, die Segmente in einer auseinander geklappten oder geschwenkten Position
mit elektrischen Leitungen zu verbinden, und erst dann zu dem Korpus des Steckerelements
zu formen, erleichtert die automatische bzw. maschinelle Kontaktierung in einem Arbeitsgang,
auch bei kleinen Durchmessern des Steckerelements. Bei Nutzung von Schweißverbindungen
für die elektrische Kontaktierung, bspw. Ultraschallschweißen, durch das eine intermetallische
Verbindung der Schweißpartner hergestellt wird, kann die Kontaktierung auf besonders
kleinem Raum erfolgen, und das Steckerelement besonders klein gehalten werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0037] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf
die begleitenden Figuren exemplarisch näher erläutert. Alle Figuren sind rein schematisch
und nicht maßstäblich. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine beispielhafte Darstellung eines Segments einer erfindungsgemäßen elektrischen
Steckereinheit in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- eine beispielhafte Darstellung vierer in einer ersten Position nebeneinander angeordneter
Segmente der erfindungsgemäßen elektrischen Steckereinheit in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 3
- eine beispielhafte Darstellung der vier in der ersten Position nebeneinander angeordneten
Segmente der elektrischen Steckereinheit aus Figur 2 in einer Draufsicht,
- Fig. 4
- eine beispielhafte Darstellung der vier in der ersten Position nebeneinander angeordneten
Segmente der elektrischen Steckereinheit aus Figur 2 mit verbundenen elektrischen
Leitungen in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 5
- eine beispielhafte Darstellung der vier Segmente der elektrischen Steckereinheit aus
Figur 2 in einer zweiten, zusammengeklappten bzw. zusammengeschwenkten Position in
einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 6
- eine beispielhafte Darstellung der vier Segmente der elektrischen Steckereinheit aus
Figur 5 mit aufgeschobener Fixierhülse in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 7
- eine Detailansicht des Endes des ersten Abschnitts der elektrischen Steckereinheit
aus Figur 6 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 8
- eine beispielhafte Darstellung einer in einem Halterohr aufgenommenen elektrischen
Steckereinheit in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 9
- eine beispielhafte Darstellung eines Buchsenkontakts einer erfindungsgemäßen elektrischen
Buchseneinheit in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 10
- eine beispielhafte Darstellung des Buchsenkontakts aus Figur 9 mit damit verbundener
elektrischer Leitung in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 11
- eine beispielhafte Darstellung eines Fixierstücks einer erfindungsgemäßen elektrischen
Buchseneinheit mit darin aufgenommenen Buchsenkontakten in einer perspektivischen
Rückseitenansicht,
- Fig. 12
- eine beispielhafte Darstellung eines mit dem Fixierstück verbundenen Verriegelungsstücks
der erfindungsgemäßen elektrischen Buchseneinheit, mit in dem Fixierstück aufgenommenen
Buchsenkontakten, in einer perspektivischen Rückseitenansicht,
- Fig. 13
- eine beispielhafte Darstellung des mit dem Fixierstück verbundenen Verriegelungsstücks
der elektrischen Buchseneinheit aus Figur 12 in einer perspektivischen Vorderseitenansicht,
- Fig. 14
- eine beispielhafte Darstellung der in einem Gehäuse aufgenommenen elektrischen Buchseneinheit
aus Figur 13 in einer perspektivischen Vorderseitenansicht,
- Fig. 15
- eine beispielhafte Darstellung der in dem Gehäuse aufgenommenen elektrischen Buchseneinheit
aus Figur 14 mit der dazu in Einführlage positionierten, in dem Halterohr aufgenommenen
Steckereinheit aus Figur 8,
- Fig. 16
- Schritte eines exemplarischen Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen elektrischen
Steckereinheit,
- Fig. 17
- Schritte eines exemplarischen Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen elektrischen
Buchseneinheit.
[0038] Gleiche oder ähnliche Elemente sind in den Figuren mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen
versehen.
Ausführungsbeispiel
[0039] Figur 1 zeigt eine beispielhafte Darstellung eines Segments 102 einer erfindungsgemäßen
elektrischen Steckereinheit 100 in einer perspektivischen Ansicht. Das Segment weist
einen ersten Abschnitt 104 auf, welcher in einem in der Figur nicht gezeigten Halterohr
aufnehmbar ist, und einen zweiten, nicht in dem Halterohr aufnehmbaren Abschnitt 106.
Der erste Abschnitt 104 und der zweite Abschnitt 106 können unterschiedliche Querschnittsabmessungen
aufweisen und/oder durch einen Anschlagsteg 108 voneinander getrennt sein, um das
Eindringen des zweiten Abschnitts 106 in das Halterohr zu verhindern. An einer Im
zweiten Abschnitt 106 des Segments 102 ist eine Kontaktfläche 110 angeordnet, welche
sich nur über einen Teil der Breite des Segments 102 erstreckt, und welche mit einem
in der Figur 3 besser erkennbaren Anschlussbereich 112 elektrisch leitend verbunden
ist. Die Kontaktfläche 110 und der Anschlussbereich 112 können bspw. durch ein elektrisch
leitendes Stanzteil gebildet sein, um welches herum das Segment 102 aus einem elektrisch
nichtleitenden Material geformt ist, bspw. durch einen Spritzprozess. Zumindest der
Anschlussbereich 112 kann dazu ausgelegt, eine elektrische Leitung mittels Ultraschallschweißung
zu kontaktieren. Ein vom ersten Abschnitt 104 abgewandter Endbereich des Segments
102 verjüngt sich zum Ende hin, in der Figur kegelstumpfartig. Im ersten Abschnitt
104 des Segments 102 ist ein Halte- oder Führungsbereich 114 angeordnet, welcher zur
Halterung oder Führung von mit dem Anschlussbereich 112 elektrisch verbundenen Leitungen
dient. An dem von dem zweiten Abschnitt 106 abgewandten Ende des ersten Abschnitts
104 ist ein Abschlussstück 116 angeformt, welches mit einem in der Figur 7 gezeigten
federnden Rastelement 118 einer in den Figuren 6 und 7 gezeigten Fixierhülse zusammenwirkt.
Das Abschlussstück 116 kann in dem Halte- bzw. Führungsbereich 114 eine Ausnehmung
122 aufweisen, durch welche eine in der Figur nicht gezeigte elektrische Leitung führbar
ist, und in welche ein in der Figur 7 gezeigtes Klemmelement 124 der Fixierhülse 120
federnd eingreifen kann, um eine in dem Halte- bzw. Führungsbereich 114 geführte elektrische
Leitung zu fixieren.
[0040] Figur 2 zeigt eine beispielhafte Darstellung vierer in einer ersten, auseinandergeklappten
oder auseinandergeschwenkten Position nebeneinander angeordneter Segmente 102 der
erfindungsgemäßen elektrischen Steckereinheit 100 in einer perspektivischen Ansicht.
Die vier Segmente 102 sind im Bereich der Anschlagstege 108 mit Filmscharnieren 126
klappbar oder schwenkbar miteinander verbunden, so dass sie in eine zweite, zusammengeklappte
oder zusammengeschwenkte Position bringbar sind und einen in Figur 5 dargestellten
länglichen Korpus bilden.
[0041] Figur 3 zeigt eine beispielhafte Darstellung der vier in der ersten Position nebeneinander
angeordneten Segmente 102 der elektrischen Steckereinheit 100 aus Figur 2 in einer
Draufsicht. In dieser Darstellung ist der Anschlussbereich 112 der Segmente 102 erkennbar,
der jeweils mit einer Kontaktfläche 110 elektrisch leitend verbunden ist. Ebenfalls
erkennbar sind die Filmscharniere 126, welche die Segmente 102 miteinander beweglich
verbinden. Am linken Segment 102 ist der Halte- bzw. Führungsbereich 114 durch das
gestrichelte Oval hervorgehoben. Jedes der Segmente 102 kann auf einer Längsseite
eine Aussparung 128 aufweisen, und an der gegenüberliegenden Längsseite einen Vorsprung
130. In der Figur ist der besseren Erkennbarkeit halber der Vorsprung 130 nur an dem
linken Segment 102 mit einem Referenzzeichen bezeichnet, und die Aussparung 128 nur
an dem rechten Segment 102. In der zweiten, zusammengeklappten oder zusammengeschwenkten
Position greift ein Vorsprung 130 eines Segments 102 in eine Aussparung 128 des benachbarten
Segments 102 formschlüssig ein und sichert die Segmente 102 so zusätzlich gegen eine
Verschiebung quer zu der Schwenk- oder Klappachse ab. Die Aussparungen 128 und Vorsprünge
130 führen die Segmente 102 außerdem beim Zusammenklappen oder Zusammenschwenken.
[0042] Figur 4 zeigt eine beispielhafte Darstellung der vier in der ersten Position nebeneinander
angeordneten Segmente 102 der elektrischen Steckereinheit 100 aus Figur 2 mit verbundenen
elektrischen Leitungen 132 in einer perspektivischen Ansicht. Die übrigen Elemente
der Segmente 102 sind vorstehend beschrieben und in der Figur 4 nicht mit Bezugszeichen
versehen.
[0043] Figur 5 zeigt eine beispielhafte Darstellung der vier Segmente 102 der elektrischen
Steckereinheit 100 aus Figur 2 in einer zweiten, zusammengeklappten bzw. zusammengeschwenkten
Position in einer perspektivischen Ansicht. In der Figur ist gut zu erkennen, wie
die Segmente 102 einen länglichen Korpus bilden, und wie die Kontaktflächen 110 umfangsseitig
außen an dem Korpus angeordnet sind. Ebenfalls gut zu erkennen ist der von den Anschlagstegen
umlaufend gebildete Anschlagring, der das Eindringen der elektrischen Steckereinheit
100 in ein in der Figur nicht gezeigtes Halterohr begrenzt. Die elektrischen Leitungen
132 liegen nunmehr nahe beieinander und können so leicht in das Halterohr eingeführt
werden.
[0044] Figur 6 zeigt eine beispielhafte Darstellung der vier Segmente 102 der elektrischen
Steckereinheit 100 aus Figur 5 mit aufgeschobener Fixierhülse 120 in einer perspektivischen
Ansicht. Die Fixierhülse 120 sichert die Segmente 102 gegen ungewolltes Auseinanderklappen
oder Auseinanderschwenken, und verleiht der elektrischen Steckereinheit 100 mechanische
Stabilität. An der Fixierhülse 120 ist eine mechanische Kodierung 134 vorgesehen,
welche das Einführen der elektrischen Steckereinheit 100 in ein in der Figur nicht
gezeigtes Halterohr nur in einer bestimmten Drehwinkelposition zulässt, in der die
mechanische Kodierung 134 in eine entsprechende Aussparung des Halterohres eingreift.
In der Figur 6 ebenfalls erkennbar sind in im Wesentlichen axialer Richtung verlaufende
Rippen 136, welche dazu dienen, Toleranzen der Außenabmessungen der Fixierhülse 120
und des Innendurchmessers des Halterohrs auszugleichen, und so eine unerwünschte Bewegung
der elektrischen Steckereinheit 100 in dem Halterohr zu verhindern. Die Rippen 136
können sich dazu bei dem Einführen der elektrischen Steckereinheit 100 in das Halterohr
verformen. Die in der Figur gezeigte Fixierhülse 120 weist ferner eine mit einer entsprechenden
Aussparung oder Bohrung in dem Halterohr rastend verbindbare Struktur 138 auf. Die
Struktur 138 kann auf einem Rastelement 118 angeordnet sein. Ebenfalls in der Figur
erkennbar sind Klemmelemente 124 der Hülse 120, welche so ausgeformt sind, dass sie
mit einem entsprechenden Halte- oder Führungsbereich 114 eines der Segmente 102 zusammenwirken
und eine oder mehrere darin gehaltene oder geführte elektrische Leitungen zumindest
axial festlegen. Die Klemmelemente 124 können eine Zugentlastung der elektrischen
Verbindung von Leitung und Anschlussbereich bewirken. In der Figur ist ferner eine
sich quer zu einer Längsachse erstreckende Kerbe 140 gezeigt, welche von entsprechend
ausgeformten Bereichen eines oder mehrerer Segmente 102 und der Hülse 120 geformt
wird. Die Kerbe 140 kann bspw. zur Festlegung der in dem Halterohr aufgenommenen elektrischen
Steckereinheit 100 dienen, oder auch anderen Zwecken.
[0045] Figur 7 zeigt eine Detailansicht des von dem zweiten Abschnitt 106 abgewandten Endes
des ersten Abschnitts 104 der elektrischen Steckereinheit 100 aus Figur 6 in einer
perspektivischen Ansicht. In dieser Darstellung ist das Zusammenwirken von Rastelementen
118 der Hülse 120 mit Abschlussstücken 116 der Segmente 102 gut erkennbar, ebenso
wie das Zusammenwirken von Klemmelementen 124 mit in, in der Figur nicht erkennbaren,
Halte- bzw. Führungsbereichen 114 aufgenommenen elektrischen Leitungen 132. Die Klemmelemente
124 können bereits unter einer Vorspannung gegen den elektrischen Leitungen 132 drücken.
Es ist aber auch möglich, dass die Klemmelemente 124 durch das Halterohr, in dem die
elektrische Steckereinheit aufnehmbar ist, zusätzlich gegen die elektrischen Leitungen
132 gepresst werden. Die Klemmelemente 124 können dabei konisch aufeinander zulaufen,
um das Einführen in das Halterohr zu erleichtern.
[0046] Figur 8 zeigt eine beispielhafte Darstellung einer in einem Halterohr 142 aufgenommenen
elektrischen Steckereinheit 100 in einer perspektivischen Ansicht. In dieser Darstellung
ist gut erkennbar, wie die mechanische Kodierung 134 in eine entsprechende Kodierkerbe
144 eingreift und die elektrische Steckereinheit 100 in dem Halterohr 142 bezüglich
ihres Drehwinkels bzw. rotatorisch festlegt. Ebenfalls gut erkennbar sind ein quer
zu der Längsachse des Halterohres 142 verlaufender Schlitz 146, welcher mit der Kerbe
140 der elektrischen Steckereinheit 100 korrespondiert, und eine Bohrung 148, in welche
die rastend verbindbare Struktur 138 der elektrischen Steckereinheit 100 eingreift.
[0047] Figur 9 zeigt eine beispielhafte Darstellung eines Buchsenkontakts 152 einer erfindungsgemäßen
elektrischen Buchseneinheit 150 in einer perspektivischen Ansicht. Der in der Figur
beispielhaft gezeigte Buchsenkontakt 152 ist als Federkontakt ausgeführt, der einen
zu einer Feder gebogenen Kontaktbereich 154 aufweist. Der Buchsenkontakt 152 weist
außerdem Positioniermittel 156 und Festlegungsmittel 158 auf, bspw. seitlich angeordnete
Flächen oder Schienen zur Positionierung des Buchsenkontakts 152 in einer Aufnahme
162 eines Fixierstücks 160 bzw. eine Rastfeder, welche in eine entsprechende Aussparung
oder hinter einen entsprechenden Vorsprung des Fixierstücks 160 eingreift. Der Buchsenkontakt
152 weist ferner einen Verbindungsbereich 164 zur elektrischen Verbindung einer Leitung
132 auf, bspw. einen Crimpbereich.
[0048] Figur 10 zeigt eine beispielhafte Darstellung des Buchsenkontakts 152 aus Figur 9
mit damit verbundener elektrischer Leitung 132 in einer perspektivischen Ansicht.
Die Leitung 132 ist mit dem als Crimpbereich ausgeführten Verbindungsbereich 164 durch
Crimpen verbunden.
[0049] Figur 11 zeigt eine beispielhafte Darstellung eines Fixierstücks 160 einer erfindungsgemäßen
elektrischen Buchseneinheit 150 mit darin aufgenommenen Buchsenkontakten 152 in einer
perspektivischen Rückseitenansicht. Mittig in dem Fixierstück 160 befindet sich ein
Einführungsbereich 166, in welchen eine elektrische Steckereinheit 100 einführbar
ist. Die Kontaktbereiche 154 der Buchsenkontakte 152, von denen nur einer in der Ansicht
klar erkennbar ist, weisen zu dem Einführungsbereich 166 hin und sind dort frei zugänglich.
Die mit den Buchsenkontakten 152 verbundenen Leitungen 132 sind um den Einführungsbereich
166 herum verlegt und als Bündel seitlich aus dem Fixierstück 160 herausgeführt. Um
die Leitungen 132 aus dem Einführungsbereich 166 herauszuhalten können Führungsstege
oder -pins vorgesehen sein.
[0050] Das Fixierstück 160 mit den Buchsenkontakten 152 kann die vollständige Buchseneinheit
150 bilden. Es ist jedoch auch möglich, dass ein Verriegelungsstück 170 an dem Fixierstück
160 angebracht wird, welches die Buchsenkontakte 152 zusätzlich festlegt und auch
eine Leitungsführung aufweisen kann. Die Befestigung des Verriegelungsstücks 170 an
dem Fixierstück 160 kann mittels einer Rastverbindung erfolgen. Das Fixierstück 160
kann bspw. eine oder mehrere Vertiefungen 168 aufweisen, in welche entsprechende Rasthaken
172 des Verriegelungsstücks 170 eingreifen.
[0051] Figur 12 zeigt eine beispielhafte Darstellung eines mit dem Fixierstück 160 verbundenen
Verriegelungsstücks 170 der erfindungsgemäßen elektrischen Buchseneinheit 150, mit
in dem Fixierstück 160 aufgenommenen Buchsenkontakten 152, in einer perspektivischen
Rückseitenansicht. In der Figur ist gut zu erkennen, wie die Rasthaken 172 des Verriegelungsstücks
170 in die Vertiefungen 168 des Fixierstücks 160 eingreifen. Dabei sind bei der in
der Figur gezeigten Ausführung der elektrischen Steckereinheit 100 das Fixierstück
160 und das Verriegelungsstück 170 so geformt, dass nach deren Verbindung ein Korpus
mit im Wesentlichen glatten Außenflächen gebildet wird, wodurch die Positionierung
in einem Gehäuse erleichtert ist. Das Verriegelungsstück 170 weist außerdem Leitungsführungen
174 auf, in denen die mit den Buchsenkontakten 152 verbundenen Leitungen 132 geführt
sind.
[0052] Figur 13 zeigt eine beispielhafte Darstellung des mit dem Fixierstück 160 verbundenen
Verriegelungsstücks 170 der elektrischen Buchseneinheit 150 aus Figur 12 in einer
perspektivischen Vorderseitenansicht. In dieser Figur ist gut erkennbar, wie die Kontaktbereiche
154 der Buchsenkontakte 152 in die Einführungsöffnung 166 des Fixierstücks hineinragen,
um dort mit einer eingeführten Steckereinheit 100 in Kontakt zu kommen. Ebenfalls
erkennbar sind zwei Rasthaken 176, welche bspw. dazu dienen können, die Buchseneinheit
150 in einem Gehäuse zu befestigen.
[0053] Figur 14 zeigt eine beispielhafte Darstellung der in einem Gehäuse 180 aufgenommenen
elektrischen Buchseneinheit 150 aus Figur 13 in einer perspektivischen Vorderseitenansicht.
Von der Buchseneinheit 150 sind nur die Vorderseite, ein Rasthaken 172, sowie ein
kleiner Bereich einer Seite des Fixierstücks 160 und ein kleiner Teil des Verriegelungsstücks
170 erkennbar, der Rest ist von dem Gehäuse 180 verdeckt. Gut erkennbar ist, wie der
Rasthaken 172 in eine Öffnung 182 des Gehäuses 180 eingreift, und die Buchseneinheit
150 so in dem Gehäuse 180 festlegt. Die Leitungsführung 174 des Verriegelungsstücks
170 ist in einem Schlitz 184 des Gehäuses 180 geführt; beide Elemente können auch
zu einer Festlegung der Orientierung der Buchseneinheit 150 in Bezug auf das Gehäuse
180 genutzt werden.
[0054] Figur 15 zeigt eine beispielhafte Darstellung der in dem Gehäuse 180 aufgenommenen
elektrischen Buchseneinheit 150 aus Figur 14 mit der dazu in Einführlage positionierten,
in dem Halterohr 142 aufgenommenen Steckereinheit 100 aus Figur 8. Die Einführ- bzw.
Trennrichtung ist durch den Doppelpfeil angegeben. In dieser Figur ist gut zu erkennen,
wie die sich zu einem Ende hin verjüngende Steckereinheit 100 das Einführen in die
Buchseneinheit 150 erleichtert, und bei entsprechender flexibler Lagerung der Bucheneinheit
150 einen eventuell vorhandenen axialen Versatz korrigiert. Ebenfalls gut zu erkennen
ist die Lage der Kontaktflächen 110 der Steckereinheit 100 und der Kontaktbereiche
154 der Buchseneinheit 150 zueinander. Die Anordnung der Kontaktflächen 110 an vier
Seiten entlang des Umfangs der Steckereinheit 100 und die entsprechende Anordnung
von vier Kontaktbereichen 154 in der Buchseneinheit 150 ermöglicht - bei entsprechender
mechanischer Festlegung in der Basiseinheit und der Funktionseinheit - eine zuverlässige
Zuordnung und Kontaktierung der jeweils zusammengehörenden Kontaktpaare. Neben der
in dem Beispiel gezeigten Ausführung mit vier Kontakten sind Varianten mit mehr oder
weniger Kontakten ebenfalls denkbar. Die Querschnittsform der Steckereinheit kann
dabei für drei Kontakte auch dreieckig sein, bei einer größeren Zahl von Kontakten
entsprechend fünfeckig oder entsprechend mehreckig. Die ebenen Kontaktflächen 110
und Kontaktbereiche 154 bewirken einen sicheren elektrischen Kontakt, der auch größere
Ströme leiten kann, und im Vergleich zu entsprechend dem Radius des Halterohrs 142
gebogenen, aufeinander abgestimmten Kontakten einfacher herstellbar ist.
[0055] Figur 16 zeigt Schritte eines exemplarischen Verfahrens 200 zur Herstellung einer
erfindungsgemäßen elektrischen Steckereinheit 100. In Schritt 202 werden mindestens
zwei mittels eines Scharniers oder eines Gelenks klapp- bzw. schwenkbar verbundene
Segmente 102 bereitgestellt, von denen mindestens eines eine elektrische Kontaktfläche
110 und einen zugehörigen elektrischen Anschlussbereich 112 aufweist. Die Segmente
102 werden entweder in einer ersten, auseinander geklappten oder geschwenkten Position
bereitgestellt oder ggf. in einem weiteren Schritt 203 in eine solche gebracht. In
Schritt 204 wird mindestens eine elektrischen Leitung 132 mit einem der mindestens
einen Anschlussbereiche 112 elektrisch leitend verbunden. In Schritt 206 werden die
Segmente 102 aus der ersten Position in eine zweite, zusammengeklappte oder zusammengeschwenkte
Position gebracht. Falls eine Fixierhülse 120 vorgesehen ist, wird diese in Schritt
208 aufgeschoben.
[0056] Figur 17 zeigt Schritte eines exemplarischen Verfahrens 300 zur Herstellung einer
erfindungsgemäßen elektrischen Buchseneinheit 150. In Schritt 302 wird ein Fixierstück
160 bereitgestellt, welches einen Einführungsbereich 166, in welchen eine Steckereinheit
100 einführbar ist, und mindestens ein Aufnahme 162 für einen Buchsenkontakt 152 aufweist.
In Schritt 304 wird mindestens ein Buchsenkontakt 152, welcher zuvor mit einer elektrischen
Leitung 132 verbunden wurde, in eine entsprechende Aufnahme 162 eingeführt, und in
Schritt 306 in der eingeführten Position verriegelt. Sofern ein Verriegelungsstück
170 vorgesehen ist, wird dieses in einem alternativen oder zusätzlichen Schritt 306a
mit dem Fixierstück 160 verbunden. Die Verriegelung des Buchsenkontakts 152 kann also
auch ausschließlich durch das Verriegelungsstück 170 erfolgen. Die Buchseneinheit
150 kann in Schritt 308 mit einer Halterung oder einem Gehäuse 180 verbunden werden.
[0057] Wenngleich die Erfindung vorstehend anhand der Verbindung einer Kopfstütze mit einem
Fahrzeugsitz beschrieben wurde ist eine Anwendung der Erfindung in anderen Fällen
nicht ausgeschlossen, bei denen mechanische Verbindungen zugleich mit elektrischen
Verbindungen in einem Arbeitsschritt hergestellt oder gelöst werden sollen.
Bezugszeichenliste
[0058]
| 100 |
Steckereinheit |
162 |
Aufnahme |
| 102 |
Segment |
164 |
Verbindungsbereich |
| 104 |
erster Abschnitt |
166 |
Einführungsbereich |
| 106 |
zweiter Abschnitt |
168 |
Vertiefungen |
| 108 |
Anschlagsteg |
170 |
Verriegelungsstück |
| 110 |
Kontaktfläche |
172 |
Rasthaken |
| 112 |
Anschlussbereich |
174 |
Leitungsführung |
| 114 |
Halte-/Führungsbereich |
176 |
Rasthaken |
| 116 |
Abschlussstück |
180 |
Gehäuse |
| 118 |
Rastelement |
182 |
Öffnung |
| 120 |
Fixierhülse |
184 |
Schlitz |
| 122 |
Ausnehmung |
|
|
| 124 |
Klemmelement |
200 |
Verfahren |
| 126 |
Filmscharnier |
202 |
Bereitstellen |
| 128 |
Aussparung |
203 |
in erste Position bringen |
| 130 |
Vorsprung |
204 |
Verbinden |
| 132 |
elektrische Leitung |
206 |
in zweite Position bringen |
| 134 |
mechanische Kodierung |
208 |
Fixierhülse aufschieben |
| 136 |
Rippe |
|
|
| 138 |
rastend verbindbare Struktur |
300 |
Verfahren |
| 140 |
Kerbe |
302 |
Bereitstellen |
| 142 |
Halterohr |
304 |
Buchsenkontakt einführen |
| 144 |
Kodierkerbe |
306 |
Buchsenkontakt verriegeln |
| 146 |
Schlitz |
306a |
Verriegelungsstück verbinden |
| 148 |
Bohrung |
310 |
Gehäuse verbinden |
| 150 |
Buchseneinheit |
|
|
| 152 |
Buchsenkontakt |
|
|
| 154 |
Kontaktbereich |
|
|
| 156 |
Positioniermittel |
|
|
| 158 |
Festlegungsmittel |
|
|
| 160 |
Fixierstück |
|
|
1. Elektrische Steckereinheit (100) mit einem ersten Abschnitt (104), welcher in einem
Ende eines Rohres oder eines rohrförmigen Gehäuses aufnehmbar ist, wobei ein zweiter,
nicht in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse aufgenommener Abschnitt (106) der
elektrischen Steckereinheit (100) mindestens eine umfangsseitig außen an der Oberfläche
angeordnete elektrische Kontaktfläche (110) aufweist, welche mit einem jeweiligen
Anschlussbereich (112) der elektrischen Steckereinheit (100) verbunden ist, an welchem
eine elektrische Leitung anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Steckereinheit (100) mindestens zwei mittels eines Scharniers oder
eines Gelenks (126) parallel zu einer durch den ersten (104) und den zweiten Abschnitt
(106) der elektrischen Steckereinheit (100) verlaufenden Achse klapp- bzw. schwenkbar
verbundene Segmente (102) aufweist, die in einer auseinander geklappten bzw. auseinandergeschwenkten
ersten Position nebeneinander aufgereiht liegen und in einer zusammengeklappten bzw.
zusammengeschwenkten zweiten Position einen teilweise in dem Rohr oder dem rohrförmigen
Gehäuse aufnehmbaren Korpus der elektrischen Steckereinheit (100) bilden, wobei mindestens
eines der Segmente (102) eine elektrische Kontaktfläche (110) und einen zugehörigen
elektrischen Anschlussbereich (112) aufweist.
2. Elektrische Steckereinheit (100) nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Anschlussbereich
(112) dazu eingerichtet ist, mit einer elektrischen Leitung form- oder stoffschlüssig
verbunden zu werden.
3. Elektrische Steckereinheit (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein von dem ersten
Abschnitt (104) abgewandter Endbereich des zweiten Abschnitts (106) der Steckereinheit
(100) sich zum Ende hin verjüngt.
4. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, wobei
die Steckereinheit (100) eine Fixierhülse (120) aufweist, die in der zweiten Position
der Segmente (102) zueinander auf im ersten Abschnitt (104) der Steckereinheit liegende
Bereiche der Segmente (102) der Steckereinheit (100) aufschiebbar ist.
5. Elektrische Steckereinheit (100) nach Anspruch 4, wobei die Fixierhülse (120) so ausgestaltet
ist, dass sie mit einem oder mehreren der Segmente (102) verrastbar ist, und/oder
dass die Fixierhülse (120) mit entsprechend ausgeformten Bereichen der Segmente (102)
gemeinsam eine Kerbe (140) bilden, die eine Festlegung der Steckereinheit (100) in
dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse (142) ermöglicht.
6. Elektrische Steckereinheit (100) nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Fixierhülse (120)
an ihrer Außenseite eine oder mehrere in im Wesentlichen axialer Richtung verlaufende
Rippen (136) aufweist.
7. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die Fixierhülse
(120) an ihrer Außenseite eine mit einer entsprechenden Aussparung oder Bohrung (148)
in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse rastend verbindbare Struktur (138) aufweist.
8. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei ein in dem
ersten Abschnitt (104) der elektrischen Steckereinheit (100) liegender Bereich mindestens
eines der Segmente (102) als Halte- oder Führungsbereich (114) eingerichtet ist, welcher
eine oder mehrere mit einem elektrischen Anschlussbereich (112) verbundene elektrische
Leitungen (132) hält und/oder führt, und wobei die Fixierhülse (120) mindestens ein
Klemmelement (124) aufweist, welches so ausgeformt ist, dass es mit einem entsprechenden
Halte- oder Führungsbereich (114) eines der Segmente (102) zusammenwirkt und eine
oder mehrere darin gehaltene oder geführte elektrische Leitungen zumindest axial festlegt.
9. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine
mechanische Kodierung (134) vorgesehen ist, welche die Drehwinkelposition der elektrischen
Steckereinheit (100) in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse festlegt.
10. Elektrische Buchseneinheit (150) mit einem Fixierstück (160), welches einen Einführungsbereich
(166) zur Aufnahme einer elektrischen Steckereinheit (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche aufweist, wobei das Fixierstück (160) außerdem mindestens eine Aufnahme
(162) für einen Buchsenkontakt (152) aufweist, wobei ein Kontaktbereich (154) des
mindestens einen Buchsenkontakts (152) zu dem Einführungsbereich (166) des Fixierstücks
(160) weist und dort in elektrischen Kontakt mit einer Kontaktfläche (110) der elektrischen
Steckereinheit (100) bringbar ist.
11. Elektrische Buchseneinheit (150) nach Anspruch 10, wobei außerdem ein mit dem Fixierstück
(160) verbindbares Verriegelungsstück (170) vorgesehen ist, welches ein Lösen des
mindestens einen Buchsenkontakts (152) aus der Aufnahme (162) des Fixierstücks (160)
be- oder verhindert.
12. Elektrische Buchseneinheit (150) nach Anspruch 10 oder 11, wobei außerdem ein Gehäuse
(180) vorgesehen ist, in welchem das Fixierstück (160) und/oder das Verriegelungsstück
(170) aufnehmbar sind.
13. Verfahren (200) zur Herstellung einer elektrischen Steckereinheit (100) nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, umfassend:
- Bereitstellen (202) mindestens zweier mittels eines Scharniers oder eines Gelenks
klapp- bzw. schwenkbar verbundener Segmente (102), von denen mindestens eines eine
elektrische Kontaktfläche (110) und einen zugehörigen elektrischen Anschlussbereich
(112) aufweist, wobei die Segmente (102) in einer ersten, auseinander geklappten oder
geschwenkten Position bereitgestellt werden oder ggf. in eine solche gebracht werden
(203),
- elektrisch leitendes Verbinden (204) mindestens einer elektrischen Leitung (132)
mit einem der mindestens einen Anschlussbereiche (112), und
- Verbringen (206) der Segmente (102) Segmente aus der ersten Position in eine zweite,
zusammengeklappte oder zusammengeschwenkte Position.
14. Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Buchseneinheit (150) nach einem der Ansprüche
10 bis 12, umfassend:
- Bereitstellen (302) eines Fixierstücks (160) mit einem Einführungsbereich (166),
in welchen eine Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 einführbar ist,
und mit mindestens einer Aufnahme (162) für einen Buchsenkontakt (152),
- Einführen (304) mindestens eines Buchsenkontakts (152) in eine entsprechende Aufnahme
(162), und
- Verriegeln (306, 306a) des Buchsenkontakts (152) in der eingeführten Position.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Elektrische Steckereinheit (100) mit einem ersten Abschnitt (104), welcher in einem
Ende eines Rohres oder eines rohrförmigen Gehäuses aufnehmbar ist, wobei ein zweiter,
nicht in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse aufgenommener Abschnitt (106) der
elektrischen Steckereinheit (100) mindestens eine elektrische Kontaktfläche (110)
aufweist, welche mit einem jeweiligen Anschlussbereich (112) der elektrischen Steckereinheit
(100) verbunden ist, an welchem eine elektrische Leitung anschließbar ist, wobei die
elektrische Steckereinheit (100) mindestens zwei mittels eines Scharniers oder eines
Gelenks (126) parallel zu einer durch den ersten (104) und den zweiten Abschnitt (106)
der elektrischen Steckereinheit (100) verlaufenden Achse klapp- bzw. schwenkbar verbundene
Segmente (102) aufweist, die in einer auseinander geklappten bzw. auseinandergeschwenkten
ersten Position nebeneinander aufgereiht liegen und in einer zusammengeklappten bzw.
zusammengeschwenkten zweiten Position einen teilweise in dem Rohr oder dem rohrförmigen
Gehäuse aufnehmbaren Korpus der elektrischen Steckereinheit (100) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Segmente (102) eine umfangsseitig außen an der Oberfläche angeordnete
elektrische Kontaktfläche (110) und einen zugehörigen elektrischen Anschlussbereich
(112) aufweist, und dass die Steckereinheit (100) eine in der zweiten Position der
Segmente (102) zueinander auf im ersten Abschnitt (104) der Steckereinheit liegende
Bereiche der Segmente (102) der Steckereinheit (100) aufschiebbare, zusammen mit den
im ersten Abschnitt (104) der Steckereinheit (100) liegenden Bereichen der Segmente
(102) in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse aufnehmbare Fixierhülse (120) aufweist.
2. Elektrische Steckereinheit (100) nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Anschlussbereich
(112) dazu eingerichtet ist, mit einer elektrischen Leitung form- oder stoffschlüssig
verbunden zu werden.
3. Elektrische Steckereinheit (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein von dem ersten
Abschnitt (104) abgewandter Endbereich des zweiten Abschnitts (106) der Steckereinheit
(100) sich zum Ende hin verjüngt.
4. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Fixierhülse
(120) so ausgestaltet ist, dass sie mit einem oder mehreren der Segmente (102) verrastbar
ist, und/oder dass die Fixierhülse (120) mit entsprechend ausgeformten Bereichen der
Segmente (102) gemeinsam eine Kerbe (140) bilden, die eine Festlegung der Steckereinheit
(100) in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse (142) ermöglicht.
5. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Fixierhülse
(120) an ihrer Außenseite eine oder mehrere in im Wesentlichen axialer Richtung verlaufende
Rippen (136) aufweist.
6. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Fixierhülse
(120) an ihrer Außenseite eine mit einer entsprechenden Aussparung oder Bohrung (148)
in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse rastend verbindbare Struktur (138) aufweist.
7. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein in dem
ersten Abschnitt (104) der elektrischen Steckereinheit (100) liegender Bereich mindestens
eines der Segmente (102) als Halte- oder Führungsbereich (114) eingerichtet ist, welcher
eine oder mehrere mit einem elektrischen Anschlussbereich (112) verbundene elektrische
Leitungen (132) hält und/oder führt, und wobei die Fixierhülse (120) mindestens ein
Klemmelement (124) aufweist, welches so ausgeformt ist, dass es mit einem entsprechenden
Halte- oder Führungsbereich (114) eines der Segmente (102) zusammenwirkt und eine
oder mehrere darin gehaltene oder geführte elektrische Leitungen zumindest axial festlegt.
8. Elektrische Steckereinheit (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine
mechanische Kodierung (134) vorgesehen ist, welche die Drehwinkelposition der elektrischen
Steckereinheit (100) in dem Rohr oder dem rohrförmigen Gehäuse festlegt.
9. Elektrische Buchseneinheit (150) mit einem Fixierstück (160), welches einen Einführungsbereich
(166) zur Aufnahme einer elektrischen Steckereinheit (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche aufweist, wobei das Fixierstück (160) außerdem mindestens eine Aufnahme
(162) für einen Buchsenkontakt (152) aufweist, wobei ein Kontaktbereich (154) des
mindestens einen Buchsenkontakts (152) zu dem Einführungsbereich (166) des Fixierstücks
(160) weist und dort in elektrischen Kontakt mit einer Kontaktfläche (110) der elektrischen
Steckereinheit (100) bringbar ist, wobei außerdem ein mit dem Fixierstück (160) verbindbares
Verriegelungsstück (170) vorgesehen ist, welches ein Lösen des mindestens einen Buchsenkontakts
(152) aus der Aufnahme (162) des Fixierstücks (160) be- oder verhindert, wobei außerdem
ein Gehäuse (180) vorgesehen ist, in welchem das Fixierstück (160) und/oder das Verriegelungsstück
(170) aufnehmbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (180) einen Schlitz aufweist, in welchem eine Leitungsführung (174) des
Verriegelungsstücks (170) geführt ist.
10. Verfahren (200) zur Herstellung einer elektrischen Steckereinheit (100) nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, umfassend:
- Bereitstellen (202) mindestens zweier mittels eines Scharniers oder eines Gelenks
klapp- bzw. schwenkbar verbundener Segmente (102), von denen mindestens eines eine
elektrische Kontaktfläche (110) und einen zugehörigen elektrischen Anschlussbereich
(112) aufweist, wobei die Segmente (102) in einer ersten, auseinander geklappten oder
geschwenkten Position bereitgestellt werden oder ggf. in eine solche gebracht werden
(203),
- elektrisch leitendes Verbinden (204) mindestens einer elektrischen Leitung (132)
mit einem der mindestens einen Anschlussbereiche (112), und
- Verbringen (206) der Segmente (102) Segmente aus der ersten Position in eine zweite,
zusammengeklappte oder zusammengeschwenkte Position.
11. Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Buchseneinheit (150) nach Anspruch 9,
umfassend:
- Bereitstellen (302) eines Fixierstücks (160) mit einem Einführungsbereich (166),
in welchen eine Steckereinheit (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 einführbar ist,
und mit mindestens einer Aufnahme (162) für einen Buchsenkontakt (152),
- Einführen (304) mindestens eines Buchsenkontakts (152) in eine entsprechende Aufnahme
(162),
- Verriegeln (306, 306a) des Buchsenkontakts (152) in der eingeführten Position,
- Verbinden eines Verriegelungsstücks (170) mit dem Fixierstück (160), und
- Einführen des Fixierstücks (160) und des Verriegelungsstücks (170) in ein Gehäuse
(180), wobei beim Einführen eine Leitungsführung (174) des Verriegelungsstücks (170)
in einem Schlitz des Gehäuses (180) geführt wird.