GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft einen Betätigungsclip sowie eine Steckverbinderanordnung mit
einem Steckverbinder und einem Betätigungsclip.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Steckverbinder sind bekannt. Dabei ist es auch bekannt, Steckverbinder unter engen
Bauraumverhältnissen zu montieren. Dabei kann es während der Montage eines Steckverbinders
in einem engen Bauraum zu Schwierigkeiten kommen, dass ausreichend Platz für das montierende
Werkzeug bzw. für eine Montage mit der Hand eines Monteurs vorhanden ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Montagemöglichkeit für einen Steckverbinder
in einem engen Bauraum zu schaffen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Betätigungsclip mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Demgemäß ist vorgesehen:
- Ein Betätigungsclip für einen Steckverbinder mit einer Kabelaufnahme zur Aufnahme
wenigstens eines Kabels; Verbindungsmitteln, um den Betätigungsclip derart mit dem
Steckverbinder zu verbinden, dass sich der Betätigungsclip an einem kabelseitigen
Ende des Steckverbinders an den Steckverbinder anschließt; Flächen zur Betätigung
des Steckverbinders, welche eingerichtet sind, eine Führung des Steckverbinders zu
gewährleisten, wenn dieser mit einem Betätigungsclip verbunden ist, indem die Flächen
des Betätigungsclips von einer menschlichen Hand und/oder von einem Greifwerkzeug
gegriffen werden können, wobei die Flächen des Betätigungsclips spezifisch ausgelegt
sind, um von einer Hand und/oder einem Greifwerkzeug gegriffen zu werden.
[0006] Steckverbinder gewährleisten das lösbare Verbinden eines Kabels mit einer weiteren
elektrischen oder elektronischen Komponente. Dementsprechend umfasst ein Steckverbinder
ein schnittstellenseitiges Ende, welches mit der weiteren Komponente verbunden wird,
und ein kabelseitiges Ende, an welchem der Steckverbinder mit dem Kabel verbunden
ist.
[0007] Der Begriff Kabel umfasst in dieser Patentanmeldung sowohl elektrische Leiter, die
nicht isoliert sind, als auch elektrische Leiter, die von einer elektrischen Isolierung,
beispielsweise einer Kunststoffummantelung umgeben sind. Ein Kabel kann einen oder
mehrere elektrische Leiter aufweisen.
[0008] Verbindungsmittel dienen in dieser Patentanmeldung der Befestigung des Betätigungsclips
an dem Steckverbinder. Dementsprechend kann das Verbindungsmittel als Rastmittel,
Bajonettverbindung, Schraubverbindung und/oder dergleichen ausgebildet sein.
[0009] Führung des Steckverbinders bedeutet, dass der Steckverbinder entlang einer gezielten
Bewegungsrichtung geführt wird. Beispielsweise ist der Steckverbinder während der
Montage an einer weiteren Komponente zu führen, um das schnittstellenseitige Ende
des Steckverbinders mit der weiteren Komponente in Kontakt zu bringen.
[0010] In dieser Patentanmeldung wird unter der Montage eines Steckverbinders verstanden,
dass ein Steckverbinder mit einer weiteren Komponente, also beispielsweise einem Gegensteckverbinder,
gesteckt wird.
[0011] Ausnehmungen im Inneren des Betätigungsclips sind Kammern, die von dem Werkstoff
des Betätigungsclips ausgenommen sind. Dementsprechend sind die Ausnehmungen im Inneren
des Betätigungsclips in der Regel mit Luft gefüllt.
[0012] Federelastizität gewährleistet eine elastische Verformbarkeit unter einer Krafteinwirkung,
wobei sich die Verformung bei einem Nachlassen der Krafteinwirkung zurückbildet.
[0013] Aufweiten bedeutet, dass sich der Umfang eines aufgeweiteten Gegenstands vergrößert.
[0014] Rastmittel sind beispielsweise Rastnasen, Rasthaken, Schnapphaken und/ oder dergleichen.
Eine Rastverbindung kennzeichnet, dass zur Herbeiführung der Rastverbindung zwischen
zwei Komponenten bis zum Einrasten der Komponenten eine gerichtete Kraft aufzubringen
ist. Nach dem Einrasten der Komponenten sind diese durch die Rastmittel gegen ein
Lösen der Rastverbindung gesichert.
[0015] Optionale Zusatzkomponente bedeutet in dieser Patentanmeldung, dass der Komponente
während des Betriebs keine Funktion zukommt. Dementsprechend erreicht die Steckverbinderanordnung
zumindest eine Teilfunktion unabhängig von dem Betätigungsclip. Unter einer elektrischen
Funktion wird beispielsweise verstanden, dass ein Bauteil elektrischen Strom führt.
Eine elektromagnetische Funktion bedeutet, dass eine Komponente die elektromagnetischen
Eigenschaften eines Bauteils, beispielsweise dessen EMV-Eigenschaften, verändert.
[0016] Elektronische Funktionen beziehen sich auf die Steuerung, beispielsweise das Ein
und/ oder Ausschalten oder das Einstellen eines bestimmten Betriebsmodus einer Komponente.
[0017] Ein Steckverbinder umfasst eine Schnittstelle, durch welche eine imaginäre Schnittstellenebene
gelegt werden kann. Die axiale Längsrichtung steht senkrecht auf dieser Schnittstellenebene.
[0018] Schräge Flächen verlaufen monoton in einer Richtung. Schräge Flächen können eine
Krümmung aufweisen oder ungekrümmt ausgebildet sein.
[0019] Die grundlegende Idee der Erfindung ist es, die Betätigungsflächen eines Steckverbinders
zu verlagern. Dies wird von der Erfindung bewerkstelligt, indem Betätigungsflächen
eines Steckverbinders in Richtung eines mit dem Steckverbinder verbundenen Kabels
mittels eines Betätigungsclips verlagert werden.
[0020] Dementsprechend wird der Betätigungsclip um das Kabel, welches mit dem Steckverbinder
verbunden ist, gelegt und mit einem kabelseitigen Ende des Steckverbinders verbunden.
[0021] Weist der Steckverbinder Betätigungsflächen auf, so lässt sich während der Montage
bzw. während des Steckens des Steckverbinders zwischen den Betätigungsflächen des
Steckverbinders und zwischen den Betätigungsflächen des Betätigungsclips auswählen.
Weist der Steckverbinder keine Betätigungsflächen auf, kann auf die Betätigungsflächen
des Betätigungsclips zurückgegriffen werden. Folglich ist es nicht zwingend erforderlich,
dass der Steckverbinder Betätigungsflächen aufweist.
[0022] Betätigung eines Steckverbinders bedeutet, den Steckverbinder zu stecken, also zu
montieren, oder zu lösen, also zu demontieren. Dementsprechend sind Betätigungsflächen
Flächen, die zur Betätigung des Steckverbinders von einem Werkzeug oder von einer
menschlichen Hand ergriffen werden können.
[0023] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Flächen des Betätigungsclips
nach ergonomischen Gesichtspunkten für eine manuelle Betätigung ausgelegt, indem die
Flächen keine radial nach außen gerichteten Vorsprünge aufweisen.
[0025] Somit kann eine manuelle Montage mit hohen Anforderungen an die Ergonomie gewährleistet
werden. Bei der ergonomischen Auslegung der Steckverbindermontage ist dabei zu berücksichtigen,
dass ein menschlicher Monteur für das Stecken bzw. Montieren eines Steckverbinders
lediglich wenige Sekunden benötigt, und folglich während einer Arbeitsschicht eine
Vielzahl von mehreren 100 Steckverbindern montiert.
[0026] Aufgrund eines derartig hohen Durchlaufs kommt es bei einem menschlichen Monteur
schnell zu Abnutzungserscheinungen an dessen den Steckverbinder betätigenden Körperteilen,
typischerweise den Fingern. So ist ein Steckverbinder bzw. eine Steckverbinderanordnung
mit weiteren Komponenten derart auszulegen, dass ein Monteur bei der Steckverbindermontage
keine Schmerzen erleidet, auch nicht nach der Montage einer äußerst großen Stückzahl
an Steckverbindern.
[0027] Beispielsweise würden nach außen gerichtete Vorsprünge bei der Montage einer großen
Stückzahl Druckstellen an den den Steckverbinder betätigenden Körperteilen des Monteurs
verursachen.
[0028] Dabei kann die Betätigungsfläche kleinere Ausnehmungen aufweisen, sofern die die
Ausnehmungen umgebende Betätigungsfläche das betätigende Körperteil, also in der Regel
den betätigenden Finger, ausreichend abstützt, sodass die Ausnehmungen in den Betätigungsflächen
keine Druckstellen hervorrufen.
[0029] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Betätigungsflächen keine schädlichen Materialien
aufweisen, also beispielsweise frei von Blei und/ oder frei von Chrom sind. Somit
ist gewährleistet, dass ein menschlicher Monteur keine Handschuhe tragen muss.
[0030] Es versteht sich, dass Kunststoff ein geeignetes Material für den Betätigungsclip
ist.
[0031] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist im Inneren des Betätigungsclips
wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen, um eine Federelastizität des Betätigungsclips
zu gewährleisten. Die Ausnehmung im Inneren des Betätigungsclips bildet eine hohle
Kammer und ist nicht zu verwechseln mit der Ausnehmung an der Oberfläche des Betätigungsclips.
[0032] Alternativ und/oder zusätzlich kann die Kabelaufnahme eine oder mehrere Unterbrechungen
aufweisen, um die Federelastizität des Betätigungsclips zu verbessern.
[0033] Durch die Ausnehmung im Inneren des Betätigungsclips lässt sich eine höhere Federelastizität
des Betätigungsclips gewährleisten gegenüber einem Betätigungsclip, der keine Ausnehmungen
im Inneren aufweist.
[0034] Ferner lässt sich durch die Ausnehmungen Gewicht und Material einsparen. Somit lässt
sich also gewährleisten, dass durch den Betätigungsclip lediglich ein minimales Zusatzgewicht
anfällt und die Herstellungskosten geringgehalten werden.
[0035] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung lässt sich der Betätigungsclip
aufweiten, um mit einem Steckverbinder verbunden zu werden.
[0036] Somit lässt sich der Betätigungsclip leicht, also ohne besonderen Kraftaufwand, um
das Kabel eines mit dem Steckverbinder verbundenen Kabels legen. Weist der Betätigungsclip
Ausnehmungen auf, ist es vorteilhaft, die Ausnehmungen derart anzuordnen, dass diese
das Aufweiten des Betätigungsclips unterstützen. Hierfür kann beispielsweise vorgesehen
sein, die Ausnehmungen bezüglich einer Achse, um die sich der Betätigungsclip aufweitet,
symmetrisch auszubilden.
[0037] Somit ist gewährleistet, dass sich ein Betätigungsclip werkzeugfrei an einem Steckverbinder
befestigen lässt. Das Aufweiten kann beispielsweise händisch durch ein Auseinanderziehen
des Betätigungsclips erfolgen oder aufgrund von schrägen Flächen an dem Steckverbinder,
die das Aufweiten des Betätigungsclips gewährleisten, während der Betätigungsclip
über entsprechende schräge Flächen des Steckverbinders hinübergeschoben wird.
[0038] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der Betätigungsclip Rastmittel
auf, die eingerichtet sind, mit Rastmitteln des Steckverbinders zusammenzuwirken.
[0039] Ein denkbares Rastmittel sind beispielsweise Rastnasen an dem Betätigungsclip und/
oder an dem Steckverbinder, die miteinander zusammenwirken, indem die Rastnasen jeweils
einen Anschlag bilden, um das Herausrutschen des Betätigungsclips gegenüber dem Steckverbinder
zu verhindern.
[0040] Die Rastmittel können insbesondere derart ausgebildet sein, dass sich die Rastverbindung
zwischen dem Betätigungsclip und dem Steckverbinder nicht werkzeugfrei lösen lässt.
[0041] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung bildet der Betätigungsclip eine
optionale Zusatzkomponente zu einem Steckverbinder, der insbesondere keine elektrischen,
elektromagnetischen und/ oder elektronischen Funktionen zukommen.
[0042] Folglich muss der Betätigungsclip nicht zwingend aus einem elektrisch leitenden Material
gefertigt sein, sondern kann aus kostengünstigem Kunststoff gefertigt werden.
[0043] Alternativ ist es denkbar, den Betätigungsclip aus Metall zu fertigen, beispielsweise
um einen abschirmenden Effekt vor elektromagnetischen Effekten zu erzielen bzw. um
die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) einer Steckverbinderanordnung zu verbessern.
[0044] Es versteht sich, dass eine Steckverbinderanordnung mit einem Steckverbinder, einem
Betätigungsclip, wie er vorstehend beschrieben wurde, wobei der Steckverbinder eingerichtet
ist, mit einem Kabel in einem kabelseitigen Bereich des Steckverbinders elektrisch
mit dem Kabel verbunden zu sein. Der Betätigungsclip ist an einem kabelseitigen Ende
des Steckverbinders befestigt und bildet eine Verlängerung in axialer Längsrichtung
des Steckverbinders.
[0045] Eine Steckverbinderanordnung umfasst in dieser Patentanmeldung zumindest einen Steckverbinder,
einen Betätigungsclip und ein Kabel, welches mit dem Steckverbinder verbunden ist.
[0046] Dabei ist es auch vorteilhaft, wenn der Steckverbinder schräge Flächen aufweist,
die eine kontinuierliche Aufweitung des Betätigungsclips bewirken, wenn der Betätigungsclip
während dessen Montage an dem Steckverbinder an den schrägen Flächen entlanggeführt
wird.
[0047] Dieser Aufweitmechanismus durch schräge Flächen des Steckverbinders ist ergonomisch
vorteilhaft gegenüber einer Aufweitung durch ein gesondertes Werkzeug oder gar durch
die Hand eines Monteurs.
[0048] Alternativ und/ oder zusätzlich ist es vorteilhaft, wenn der Steckverbinder Führungsmittel
aufweist, mittels welchen eine Bewegung des Betätigungsclips während dessen Montage
an dem Steckverbinder in wenigstens einer Raumrichtung beschränkt wird.
[0049] Beispielsweise kann der Steckverbinder einen Führungssteg aufweisen, der den Betätigungsclip
entlang der Montagerichtung an dem Steckverbinder entlangführt und somit verhindert,
dass der Betätigungsclip über den für die Montage vorgesehenen Bereich des Steckverbinders
in Richtung eines schnittstellenseitigen Endes des Steckverbinders hinausrutscht und
dort möglicherweise weitere Komponenten beschädigt.
[0050] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst die Steckverbinderanordnung
sowohl Betätigungsflächen an dem Steckverbinder als auch Betätigungsflächen an dem
Betätigungsclip, wobei die Betätigungsflächen des Betätigungsclips gegenüber den Betätigungsflächen
des Steckverbinders radial versetzt angeordnet sind.
[0051] Dementsprechend kann vorgesehen sein, dass der Steckverbinder Betätigungsflächen
aufweist, die seitlich an dem Steckverbinder angeordnet sind und die Betätigungsflächen
des Betätigungsclips bezüglich dem Steckverbinder oben und/oder unten angeordnet sind.
[0052] Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0053] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0054] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Steckverbinderanordnung gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Steckverbinderanordnung gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Schnittsicht einer Steckverbinderanordnung gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Schnittsicht einer Steckverbinderanordnung gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung;
[0055] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0056] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist - jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0057] Im Folgenden werden die Figuren zusammenhängend und übergreifend beschrieben.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0058] Figur 1 zeigt eine Perspektivansicht einer Steckverbinderanordnung 20 mit einem Steckverbinder
10 und mit einem Betätigungsclip 1. Der Steckverbinder 10 umfasst ein Gehäuse 12,
welches mit dem Betätigungsclip 1 zusammenwirkt.
[0059] Der Steckverbinder 10 umfasst ein kabelseitiges Ende 15 sowie ein schnittstellenseitiges
Ende 16. An dem kabelseitigen Ende 15 des Steckverbinders 10 ist eine Kabelaufnahme
14 vorgesehen, um elektrische Leiter eines Kabels aufzunehmen und im weiteren Verlauf
des Steckverbinders mit elektrischen Stecckontakten des Steckverbinders 10 zu kontaktieren.
[0060] Figur 1 zeigt den Steckverbinder 10 mit dem Betätigungsclip 1 unmittelbar vor deren
Montage. Dementsprechend ist in Figur 1 eine Bewegungsrichtung, entlang welcher der
Betätigungsclip zu führen ist, um den Betätigungsclip 1 an dem Steckverbinder 10 zu
montieren, durch einen Richtungspfeil 101 gekennzeichnet. Dementsprechend wird der
Betätigungsclip 1 von unten an einem Vorsprung 15 des Steckverbinders 10 herangeführt
und mit geringem Kraftaufwand auf diesen heraufgeschoben.
[0061] Während des Heraufschiebens fährt eine abgeschrägte Kante 9 der Rastnase 8 des Betätigungsclips
1 an der seitlichen Kontur des Vorsprungs 15 entlang. Die seitliche Kontur des Vorsprungs
15 des Steckverbinders 10 umfasst eine schräge Fläche 11, die eine kontinuierliche
Aufweitung des Betätigungsclips gewährleistet, eine vertikale Fläche 12 sowie eine
Rastnase 13, die mit der Rastnase 8 des Betätigungsclips 1 zusammenwirkt und somit
die Befestigung des Betätigungsclips 1 an dem Steckverbinder 10 gewährleistet.
[0062] Die Aufweitung des Betätigungsclips 1 wird durch mehrere Ausnehmungen 3, 4 und 5
erleichtert, indem diese Ausnehmungen die Federelastizität des Betätigungsclips steigern.
Die Ausnehmungen 3, 4 und 5 sind achsensymmetrisch bezüglich des Betätigungsclips
angeordnet, wobei die Symmetrieachse in Richtung des Pfeils 101 durch die Mitte des
Betätigungsclips 1 verläuft. Ferner wird die Aufweitung des Betätigungsclips 1 erleichtert,
indem die Kabelaufnahme 2 an ihrem Rand zwei gegenüberliegende Unterbrechungen 102
aufweist.
[0063] Der Betätigungsclip umfasst zwei mal zwei jeweils gegenüberliegende Betätigungsflächen,
nämlich zwei seitliche Betätigungsflächen 6 und obere/untere Betätigungsflächen 7,
wobei die obere Betätigungsfläche eine Ausnehmung an dessen Oberfläche aufweist.
[0064] Figur 2 zeigt eine Steckverbinderanordnung 20 gemäß Figur 1, wobei der Betätigungsclip
1 an dem Steckverbinder 10 montiert ist.
[0065] Figur 3 zeigt eine Steckverbinderanordnung 20 gemäß Figur 2, wobei der Betätigungsclip
1 an dem Steckverbinder 10 montiert ist. Figur 3 zeigt eine Schnittsicht durch eine
Schnittebene, die sich im Bereich des Vorsprungs 15 des Steckverbinders 10 befindet.
Der Betätigungsclip 1 weist in diesem Bereich eine zu dem Steckverbinder 10 korrespondierende
Kontur auf. Dementsprechend bildet der Betätigungsclip 1 in dem Bereich des Vorsprungs
15, also in der Schnittebene gemäß Figur 3 einen Rücksprung. Dementsprechend sind
die inneren Bereiche des Betätigungsclips 1, auch die Kabeldurchführung 2 um den Rücksprung
zurückgesetzt. Folglich sind die inneren Bereiche des Betätigungsclips 1, die im Bereich
des Vorsprungs 15 zurückgesetzt sind, in Figur 3 nicht dargestellt.
[0066] In Figur 3 ist ersichtlich, dass der Betätigungsclip 1 durch die Rastnasen 8 bzw.
13 an dem Steckverbinder gehalten wird.
[0067] Figur 4 zeigt eine schematische Schnittsicht einer Steckverbinderanordnung 20 durch
die Schnittebene gemäß Figur 3, wobei der Betätigungsclip noch nicht an dem Steckverbinder
10 befestigt ist, sondern sich in einem vormontiertem Zustand befindet.
[0068] In Figur 4 ist der Aufweitvorgang des Betätigungsclips 1 dargestellt, indem die schräge
Kante 9 des Betätigungsclips 1 an der schrägen Fläche 11 des Steckverbinders hinaufgleitet.
Dabei gewährleistet die schräge Kante 9 eine verbesserte Bewegungsführung des Betätigungsclips
1.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1
- Betätigungsclip
- 2
- Kabelaufnahme
- 3
- Ausnehmung
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Ausnehmung
- 6
- Betätigungsfläche
- 7
- Betätigungsfläche
- 8
- Rastnase
- 9
- Kante
- 10
- Steckverbinder
- 11
- schräge Fläche
- 12
- vertikale Fläche
- 13
- Rastnase
- 14
- Aufnahme
- 15
- Vorsprung
- 16
- schnittstellenseitiges Ende
- 17
- kabelseitiges Ende
- 18
- Steckverbindergehäuse
- 20
- Steckverbinderanordnung
- 101
- Pfeil
- 102
- Unterbrechung
1. Betätigungsclip (1) für einen Steckverbinder (10) mit
- einer Kabelaufnahme (2) zur Aufnahme wenigstens eines Kabels;
- Verbindungsmitteln, um den Betätigungsclip derart mit dem Steckverbinder zu verbinden,
dass sich der Betätigungsclip an einem kabelseitigen Ende des Steckverbinders an den
Steckverbinder anschließt;
- Flächen zur Betätigung des Steckverbinders (10), welche eingerichtet sind, eine
Führung des Steckverbinders (10) zu gewährleisten, wenn dieser mit einem Betätigungsclip
verbunden ist, indem die Flächen des Betätigungsclips (1) von einer menschlichen Hand
und/oder von einem Greifwerkzeug gegriffen werden können, wobei die Flächen des Betätigungsclips
(1) spezifisch ausgelegt sind, um von einer Hand und/oder einem Greifwerkzeug gegriffen
zu werden.
2. Betätigungsclip (1) für einen Steckverbinder (10) nach Anspruch 1,
wobei die Flächen des Betätigungsclips (1) nach ergonomischen Gesichtspunkten für
eine manuelle Betätigung ausgelegt sind, indem die Flächen keine radial nach außen
gerichteten Vorsprünge aufweisen.
3. Betätigungsclip (1) für einen Steckverbinder (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei im Inneren des Betätigungsclips (1) wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen ist
und/oder die Kabelaufnahme wenigstens eine, insbesondere zwei Unterbrechungen (102)
aufweist, um eine Federelastizität des Betätigungsclips (1) zu gewährleisten.
4. Betätigungsclip (1) für einen Steckverbinder (10)nach einem
der vorstehenden Ansprüche,
wobei der Betätigungsclip (1) aufweitbar ist, um mit einem Steckverbinder (10)verbunden
zu werden.
5. Betätigungsclip (1) für einen Steckverbinder (10)nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der Betätigungsclip (1) Rastmittel aufweist, die eingerichtet sind, mit Rastmitteln
des Steckverbinders (10) zusammenzuwirken.
6. Betätigungsclip (1) für einen Steckverbinder (10)nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der Betätigungsclip (1) eine optionale Zusatzkomponente zu einem Steckverbinder
(10)bildet, der insbesondere keine elektrische, elektromagnetische und/ oder elektronische
Funktion zukommt.
7. Steckverbinderanordnung mit einem Steckverbinder (10)und mit einem Betätigungsclip
(1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
welche mit einem Kabel in einem kabelseitigen Bereich des Steckverbinders (10) elektrisch
mit Steckkontakten des Steckverbinders (10) verbindbar ist und der Betätigungsclip
(1) an einem kabelseitigen Ende des Steckverbinders (10) befestigt ist und eine Verlängerung
des Steckverbinders (10) in axialer Längsrichtung bildet.
8. Steckverbinderanordnung nach Anspruch 7,
wobei der Steckverbinder (10)schräge Flächen aufweist, die eine kontinuierliche Aufweitung
des Betätigungsclips (1) bewirken, wenn der Betätigungsclip (1) während dessen Montage
an dem Steckverbinder (10)an den schrägen Flächen entlanggeführt wird.
9. Steckverbinderanordnung nach Anspruch 7 oder Anspruch 8,
wobei der Steckverbinder (10)Führungsmittel aufweist, mittels welchen eine Bewegung
des Betätigungsclips (1) während dessen Montage an dem Steckverbinder (10)in wenigstens
einer Raumrichtung beschränkt wird.
10. Steckverbinderanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 7 - 9,
wobei der Steckverbinder Betätigungsflächen aufweist, wobei die Betätigungsflächen
des Betätigungsclips gegenüber den Betätigungsflächen des Steckverbinders radial versetzt
angeordnet sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Steckverbinderanordnung mit einem Steckverbinder (10) und mit einem Betätigungsclip
(1) für den Steckverbinder (10) mit
- einer Kabelaufnahme (2) zur Aufnahme wenigstens eines Kabels;
- Verbindungsmitteln, um den Betätigungsclip derart mit dem Steckverbinder zu verbinden,
dass sich der Betätigungsclip an einem kabelseitigen Ende des Steckverbinders an den
Steckverbinder anschließt;
- Flächen zur Betätigung des Steckverbinders (10), welche eingerichtet sind, eine
Führung des Steckverbinders (10) zu gewährleisten, wenn dieser mit einem Betätigungsclip
verbunden ist, indem die Flächen des Betätigungsclips (1) von einer menschlichen Hand
und/oder von einem Greifwerkzeug gegriffen werden können, wobei die Flächen des Betätigungsclips
(1) spezifisch ausgelegt sind, um von einer Hand und/oder einem Greifwerkzeug gegriffen
zu werden
wobei die Steckverbinderanordnung mit dem Kabel in einem kabelseitigen Bereich des
Steckverbinders (10) elektrisch mit Steckkontakten des Steckverbinders (10) verbindbar
ist und der Betätigungsclip (1) an einem kabelseitigen Ende des Steckverbinders (10)
befestigt ist und eine Verlängerung des Steckverbinders (10) in axialer Längsrichtung
bildet,
wobei der Steckverbinder (10) schräge Flächen aufweist, die eine kontinuierliche Aufweitung
des Betätigungsclips (1) bewirken, wenn der Betätigungsclip (1) während dessen Montage
an dem Steckverbinder (10) an den schrägen Flächen entlanggeführt wird,
wobei der Steckverbinder (10) Führungsmittel aufweist, mittels welchen eine Bewegung
des Betätigungsclips (1) während dessen Montage an dem Steckverbinder (10) in wenigstens
einer Raumrichtung beschränkt wird.
2. Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1,
wobei die Flächen des Betätigungsclips (1) nach ergonomischen Gesichtspunkten für
eine manuelle Betätigung ausgelegt sind, indem die Flächen keine radial nach außen
gerichteten Vorsprünge aufweisen.
3. Steckverbinderanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei im Inneren des Betätigungsclips (1) wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen ist
und/oder die Kabelaufnahme wenigstens eine, insbesondere zwei Unterbrechungen (102)
aufweist, um eine Federelastizität des Betätigungsclips (1) zu gewährleisten.
4. Steckverbinderanordnung nach einemder vorstehenden Ansprüche,
wobei der Betätigungsclip (1) aufweitbar ist, um mit einem Steckverbinder (10) verbunden
zu werden.
5. Steckverbinderanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der Betätigungsclip (1) Rastmittel aufweist, die eingerichtet sind, mit Rastmitteln
des Steckverbinders (10) zusammenzuwirken.
6. Steckverbinderanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der Betätigungsclip (1) eine optionale Zusatzkomponente zu einem Steckverbinder
(10) bildet, der insbesondere keine elektrische, elektromagnetische und/ oder elektronische
Funktion zukommt.
7. Steckverbinderanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der Steckverbinder Betätigungsflächen aufweist,
wobei die Betätigungsflächen des Betätigungsclips gegenüber den Betätigungsflächen
des Steckverbinders radial versetzt angeordnet sind.