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(11) |
EP 3 921 468 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2022 Patentblatt 2022/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.01.2020 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) : |
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D21F 1/0063 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2020/050661 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2020/160873 (13.08.2020 Gazette 2020/33) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER PAPIERMASCHINENBESPANNUNG
METHOD FOR PRODUCING A PAPER MACHINE CLOTHING
PROCÉDÉ POUR PRODUIRE UN HABILLAGE DE MACHINE À PAPIER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
08.02.2019 DE 102019103107
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.12.2021 Patentblatt 2021/50 |
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Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- STRAUB, Michael
89555 Steinheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Voith Patent GmbH - Patentabteilung |
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St. Pöltener Straße 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102012 210 768
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US-A- 4 446 187
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Papiermaschinenbespannung
umfassend die folgenden Schritte: a) Bereitstellen eines folienartigen Substrats mit
einer Oberseite und einer der Oberseite gegenüberliegenden Unterseite und b) Einbringen
eines Lochmusters in das Substrat, indem mittels wenigstens einer Laserlichtquelle
eine Vielzahl von die Oberseite mit der Unterseite verbindenden Löchern in das Substrat
gebohrt wird.
[0002] Unter dem Begriff "Papiermaschinenbespannung" ist eine Bespannung für eine Maschine
zur Herstellung oder Veredelung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-,
Karton- oder Tissuebahn, zu verstehen. Beispielsweise kann diese Bespannung in der
Formierpartie oder der Pressenpartie oder der Trockenpartie einer Papiermaschine eingesetzt
werden. Traditionell werden solche Bespannungen heute noch immer im Wesentlichen durch
Webverfahren hergestellt, also einem Verfahren, bei dem Kett- und Schussfäden miteinander
verwoben werden. Jedoch ist bereits seit längerer Zeit ein alternatives Herstellverfahren
solcher Papiermaschinenbespannungen bekannt. Bei diesem werden folienartige Substrate
mittels eines Lasers perforiert. Unter dem Begriff "folienartige Substrate" sind dabei
dünne, flächige Gebilde zu verstehen, die in der Regel durch Extrusion von Kunststoff
entstehen. Die Substrate können dabei monolithisch aufgebaut sein, oder aber als ein
Laminat aus mehreren Schichten ausgebildet sein. Die einzelnen Schichten können sich
hinsichtlich ihrer Eigenschaften, wie zum Beispiel Material oder Dicke, voneinander
unterscheiden. Auch kann das Substrat oder können einzelne Schichten des Substrats
mit Partikeln, Fasern oder Garnen versehen sein, um dem Substrat gewünschte Eigenschaften,
insbesondere hinsichtlich Festigkeit, zu verleihen. Ferner können auf das Substrat
noch Substanzen aufgebracht werden, wie beispielsweise eine Stapelfaserlage, um die
fertige Papiermaschinenbespannung zu erzeugen.
[0003] In der Patentschrift
US 4,446,187 ist ein gattungsgemäßes Verfahren zum Perforieren eines folienartigen Substrats zwecks
Herstellung einer Papiermaschinenbespannung beschrieben. Wie in den Figuren 1 und
2 dargestellt ist, wird hierzu das folienartige Substrat 10 über zwei Walzen 12 gespannt,
deren Achsen parallel zueinander ausgerichtet sind. Eine Laserlichtquelle 14 ist dabei
über dem folienartigen Substrat 10 angeordnet und kann parallel zu den Achsen der
Walzen 12 bewegt werden. Zum Einbringen des gewünschten Lochmusters in das Substrat
10 bohrt die Laserlichtquelle 14 zunächst das Loch 1' in das Substrat 10. Anschließend
verfährt die Laserlichtquelle 14 parallel zu den Achsen der Walzen 12, um eine erste
Reihe von Löchern zu bohren bis das letzte Loch 2' dieser Reihe erreicht ist. Anschließend
wird die Laserlichtquelle 14 relativ zu dem Substrat 10 versetzt, um dann das erste
Loch 3' der nächsten Reihe zu bohren. Auf diese Weise entsteht Reihe für Reihe des
gewünschten Lochmusters.
[0004] Insbesondere, wenn die Papiermaschinenbespannung als Formiersieb verwendet wird,
sind eine sehr große Anzahl von sehr kleinen und eng nebeneinander angeordneten Löchern
in das folienartige Substrat einzubringen, um eine möglichst gleichmäße und markierungsfreie
Entwässerung der Faserstoffbahn bei der Papierherstellung zu ermöglichen. Je nach
Größe des Formiersiebs kann die Anzahl der Löcher im Substrat sechs- oder sogar siebenstellig
sein. Dabei ist es bei dem zuvor beschriebenen, aus dem Stand der Technik bekannten
Verfahren nachteilig, dass für das Einbringen so vieler Löcher eine erhebliche Fertigungszeit
notwendig ist. Zwar können gepulste Laser heute problemlos mit einer sehr hohen Arbeitsfrequenz
betrieben werden, jedoch besteht dabei die Gefahr, dass durch einen lokal in kurzer
Zeit zu hohen Energieeintrag in das Substrat nicht nur das Material dort sublimiert
wird, wo die Löcher eingebracht werden sollen, sondern dass es auch darüber hinaus
geschädigt, insbesondere aufgeschmolzen und/oder verdampft wird. Dies trifft insbesondere
auf die Umkehrpunkte an den Seitenrändern des Substrats zu.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das zuvor beschriebene Problem bei dem
Verfahren aus dem Stand der Technik zu beseitigen oder zumindest zu minimieren.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem bei dem eingangs beschriebenen Verfahren
eine Bohrlochstrategie angewendet wird, die sicherstellt, dass zeitlich zwischen dem
Einbringen eines ersten Lochs und eines dem ersten Loch unmittelbar benachbarten zweiten
Lochs im Lochmuster wenigstens ein weiteres Loch des Lochmusters in das Substrat eingebracht
wird, welches weder dem ersten Loch noch dem zweiten Loch im Lochmuster unmittelbar
benachbart ist. Damit wird verhindert, dass trotz einer sehr hohen Arbeitsfrequenz
der Laserlichtquelle lokal in zu kurzer Zeit eine zu große Energiemenge in das folienartige
Substrat eingebracht wird. Somit kann die Fertigungszeit beim Laser-Perforieren des
folienartigen Substrats gegenüber dem Stand der Technik merklich verkürzt werden,
ohne dass es zu einer unzulässigen Schädigung des Substrats kommt.
[0007] Unter der Formulierung "nicht unmittelbar benachbart" ist hierbei zu verstehen, dass
zwischen den beiden nicht unmittelbar benachbarten Löchern wenigstens ein weiteres
Loch des Lochmusters vorgesehen ist. Verbindet man also zum Beispiel die Mittelpunkte
bzw. -achsen der beiden nicht unmittelbar benachbarten Löcher mit einer Linie miteinander,
so führt diese Linie durch wenigstens ein weiteres Loch des Lochmusters.
[0008] Damit es nirgends im folienartigen Substrat zu einer unzulässigen Schädigung kommt
und dennoch der gesamte Fertigungsprozess mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden
kann, ist es von Vorteil, wenn die Bohrlochstrategie auf die Mehrzahl der Löcher,
vorzugsweise auf alle Löcher, des Lochmusters angewendet wird. Wenn sie auf alle Löcher
des Lochmusters angewendet wird, bedeutet dies, dass keine räumlich unmittelbar benachbarten
Löcher zeitlich direkt hintereinander mittels der Laserlichtquelle in das Substrat
eingebracht werden.
[0009] In einer Weiterbildung der Erfindung sieht die Bohrlochstrategie vor, zeitlich zwischen
dem Einbringen des ersten Lochs und des dem ersten Loch unmittelbar benachbarten zweiten
Lochs des Lochmusters wenigstens zwei weitere Löcher, vorzugsweise wenigstens drei
weitere Löcher, weiter bevorzugt wenigstens vier weitere Löcher in das Substrat einzubringen,
welche allesamt weder dem ersten Loch noch dem zweiten Loch unmittelbar benachbart
sind. Vorzugsweise sind diese zusätzlich eingebrachten Löcher auch zueinander nicht
unmittelbar benachbart. Auf diese Weise kann der zeitliche Abstand zwischen dem Einbringen
von zwei unmittelbar benachbarten Löchern des Lochmusters bei gleicher Pulsfrequenz
der Laserlichtquelle vergrößert werden, bzw. kann die Pulsfrequenz der Laserlichtquelle
vergrößert werden, ohne den zeitlichen Abstand zwischen dem Einbringen von zwei unmittelbar
benachbarten Löchern des Lochmusters zu verringern.
[0010] Alternativ oder zusätzlich wird aus denselben Gründen vorgeschlagen, dass der räumliche
Abstand zwischen zwei zeitlich direkt hintereinander in das Substrat eingebrachter
Löcher wenigstens doppelt so groß, vorzugsweise wenigstens dreimal so groß, weiter
bevorzugt wenigsten viermal so groß ist, wie der kleineste räumliche Abstand zwischen
zwei unmittelbar benachbarter Löchern im Lochmuster.
[0011] Eine Variante, die erfindungsgemäße Bohrlochstrategie durchzuführen, sieht vor, dass
eine Scanner-Optik verwendet wird, mittels welcher ein Laserstrahl aus der Laserlichtquelle
sprunghaft auf dem Substrat versetzt werden kann, wobei die Scanner-Optik vorzugsweise
wenigsten einen beweglichen Spiegel umfasst. Hierdurch wird die Fertigungsgeschwindigkeit
nicht durch die maximale Geschwindigkeit begrenzt, mit der die Laserlichtquelle relativ
zu dem folienartigen Substrat bewegt werden kann. Eine Scanner-Optik ist in der Lage,
den Laserstrahl in einem Bruchteil einer Sekunde von einer Stelle auf dem folienartigen
Substrat - innerhalb gewisser räumlicher Grenzen - auf eine andere Stelle zu lenken,
ohne dass dazu die Laserlichtquelle relativ zu dem folienartigen Substrat bewegt werden
muss.
[0012] Gleichwohl kann es für eine weitere Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit von Vorteil
sein, wenn während des Verfahrens die Laserlichtquelle relativ zu dem Substrat bewegt
wird. Diese Relativbewegung kann dabei entweder im Wesentlichen diskontinuierlich
oder im Wesentlichen kontinuierlich erfolgen. Im ersten Fall wird die Laserlichtquelle
solange stationär über dem folienartigen Substrat gehalten, bis ein vorbestimmter
Oberflächenbereich des folienartigen Substrats, welcher zum Beispiel über eine Scanner-Optik
erreichbar ist, mit Löchern versehen ist, ehe die Laserlichtquelle relativ zu dem
folienartigen Substrat zu einem weiteren vorbestimmten Oberflächenbereich bewegt wird.
Im zweiten Fall wird die Laserlichtquelle relativ zu dem folienartigen Material bewegt,
während die Laserlichtquelle, zum Beispiel über eine Scanner-Optik Löcher in das folienartige
Substrat einbringt. Dies erhöht gegenüber dem ersten Fall noch die Arbeitsgeschwindigkeit.
Sowohl bei der kontinuierlichen, als auch bei der diskontinuierlichen Relativbewegung
ist es zum Beispiel möglich, dass das Substrat, welches über zwei Walzen mit im Wesentlichen
parallel zueinander ausgerichteten Achsen gespannt sein kann, in Maschinenrichtung
der späteren Bespannung bewegt wird, zum Beispiel indem die Walzen gedreht werden,
während die Laserlichtquelle langsam in Maschinenquerrichtung der späteren Bespannung
bewegt wird. Auf diese Weise ergibt sich eine schraubenförmige Löcherspur auf dem
Substrat.
[0013] Zur weiteren Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit kann vorgesehen sein, dass gleichzeitig
mehr als eine Laserlichtquelle verwendet werden, um Löcher in das Substrat einzubringen.
Dabei kann jeder Laserlichtquelle eine eigene Scanner-Optik zugeordnet sein. Je mehr
Laserlichtquellen parallel im Einsatz sind, desto größer ist die Arbeitsgeschwindigkeit.
Es ist vorteilhaft, auch beim Einsatz mehrerer zeitlich parallel abreitender Laserlichtquellen
die Bohrlochstrategie gemäß der vorliegenden Erfindung bei jeder einzelnen Laserlichtquelle
anzuwenden.
[0014] Nachfolgend werden anhand der Figuren 3 und 4 zwei beispielhafte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens näher beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 3
- eine erste beispielhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 4
- eine zweite beispielhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0015] In Figur 3 ist ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
schematisch veranschaulicht. Zu erkennen ist ein kleiner Abschnitt eines folienartigen
Substrats 10, welches ein vorbestimmtes Lochmuster aufweist, wobei die Löcher des
Lochmusters mittels einer Laserlichtquelle 14 in das folienartige Substrat 10 eingebracht
werden. Dabei kann das Substrat 10, genauso wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt
und wie im Zusammenhang mit dem Stand der Technik eingangs beschriebenen, über zwei
Walzen 12 gespannt sein, wobei die Laserlichtquelle 14 parallel zu den Achsen der
Walzen 12 relativ zu dem Substrat 10 beweglich angeordnet ist. Anders als bei der
aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsform werden jedoch hier die Löcher
nicht hintereinander weg in einer Reihe in das Substrat eingebracht. Vielmehr wird
eine nicht dargestellte Scanner-Optik verwendet, die es erlaubt, einen Laserstrahl
aus der Laserlichtquelle 14 innerhalb sehr kurzer Zeit von einer Stelle auf der Oberfläche
des folienartigen Substrats 10 auf eine andere Stelle der Oberfläche springen zu lassen.
In dem vorliegenden Beispiel deckt die Scanner-Optik den gesamten Abschnitt des Substrats
10 ab, der in Figur 3 gezeigt ist.
[0016] Durch die Pfeile und die Nummerierung ist in Figur 3 die zeitliche Reihenfolge dargestellt,
mit welche die Löcher 1-8 des Lochmusters in das folienartige Substrat eingebracht
werden. Angenommen, der linke Rand des in Figur 3 gezeigten Abschnitts entspricht
einem der beiden Seitenränder des folienartigen Substrats 10, so wird ein erstes Loch
1 in Nähe des Seitenrandes in das folienartige Substrat 10 eingebracht. Anschließend
sorgt die Scanner-Optik dafür, dass das zweite Loch 2 zwar in derselben Reihe wie
das erste Loch 1 eingebracht wird, jedoch ist das Loch 2 nicht unmittelbar dem Loch
1 benachbart. Vielmehr sind in diesem Ausführungsbeispiel 10 Löcher des Lochmusters
zwischen dem Loch 1 und dem Loch 2 angeordnet. Nach dem Einbringen des Lochs 2 sorgt
die Scanner-Optik dafür, dass das nächste Loch 3 ebenfalls an einer Position eingebracht
wird, die dem Loch 2 nicht unmittelbar benachbart ist. Vielmehr wird das Loch 3 in
diesem Ausführungsbeispiel vier Reihen unter dem Loch 1 eingebracht. Das nächste Loch
4 wird wiederum nicht unmittelbar benachbart zum Loch 3 eingebracht. Vielmehr wird
es zwar in der vierten Reihe, also der Reihe von Loch 3, eingebracht, aber unter Loch
2, so dass zwischen Loch 3 und Loch 4 in diesem Ausführungsbeispiel 10 weitere Löcher
des Lochmusters angeordnet sind. Anschließend wird dieselbe Sprungfolge wiederholt,
jedoch um ein Loch nach rechts in Figur 3 versetzt. Somit wird das Loch 5 unmittelbar
benachbart zu Loch 1 in der ersten Reihe eingebracht. Das Loch 6 wird unmittelbar
benachbart zu Loch 2 in der ersten Reihe eingebracht. Das Loch 7 wird unmittelbar
benachbart zu Loch 3 in der vierten Reihe eingebracht. Das Loch 8 wird unmittelbar
benachbart zu Loch 4 in der vierten Reihe eingebracht. Das Schema wiederholt sich
solange, bis alle Löcher zwischen Loch 1 und Loch 2 in der ersten Reihe in das folienartige
Substrat 10 eingebracht sind, d.h. bis alle in Figur 3 dargestellten Löcher in Reihe
1 und 4 erzeugt worden sind. Im Anschluss wird die Laserlichtquelle 14 relativ zu
dem Substrat 10 nach rechts, außerhalb des Bildbereichs von Figur 3 bewegt, um dort
die erste und vierte Reihe eines weiteren Abschnitts des folienartigen Substrats 10
zu perforieren. Sobald der gegenüberliegende Seitenrand des folienartigen Substrats
10 erreicht ist, kann das folienartige Substrat 10 über die Walzen 12 weiterbewegt
werden, damit die nächsten Reihen, beispielsweise die Reihen 2 und 5, gemäß der erfindungsgemäßen
Bohrlochstrategie eingebracht werden können, bis das gesamte folienartige Substrat
10 mit dem vorbestimmten Lochmuster versehen ist.
[0017] In Figur 4 ist ein zweites, alternatives, beispielhaftes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch veranschaulicht. Dieses unterscheidet sich
von dem ersten Ausführungsbeispiel darin, dass zwischen den Löchern 1 und 5, sowie
zwischen den Löchern 2 und 6 in der ersten Reihe und zwischen den Löchern 3 und 7,
sowie den Löchern 4 und 8 in der vierten Reihe der doppelte Abstand gelassen wird
im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel. Dies führt einerseits dazu, dass das
Einbringen der Löcher in der ersten und vierten Reihe im Wesentlichen kontinuierlich
über die gesamte Länge dieser Reihen hinweg geschehen kann, wenn die Laserlichtquelle
14 sich stetig relativ zu dem folienartigen Substrat 10 parallel zu den Achsen der
beiden Walzen 12 bewegt. Dies hat den Vorteil, dass das Verfahren noch schneller ausgeführt
werden kann als im Fall des ersten Ausführungsbeispiels, bei welchem die Reihen abschnittsweise
und somit im Wesentlichen diskontinuierlich eingebracht werden.
[0018] Anderseits führt das Verfahren gemäß des zweiten Ausführungsbeispiels dazu, dass
der Lochabstand im Randbereich des folienartigen Substrats 10 (links in Figur 3) größer
ist als in dem mittleren Bereich des Substrats 10 (rechts in Figur 3). Dies ist vorteilhaft,
da das Substrat 10 hierdurch eine höhere Festigkeit im Randbereich aufweist. Hierbei
sei angemerkt, dass es im Randbereich des Substrats 10 von geringerer Bedeutung ist,
dass die Löcher eng beieinander liegen, da es in diesem Bereich nicht auf eine saubere
Formation der Faserstoffbahn ankommt. Zumeist wird auf diesen Bereich gar kein Faserstoff
aufgebracht.
[0019] Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, das folienartige Substrat 10
deutlich schneller zu perforieren als mit dem eingangs beschriebenen Verfahren aus
dem Stand der Technik, da die einzelnen Löcher schneller hintereinander eingebracht
werden können, ohne dass das Substrat 10 lokal einen kritischen Energieeintrag erfährt
und geschädigt wird.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1', 2', 3'
- Löcher
- 1-8
- Löcher
- 10
- folienartiges Substrat
- 12
- Walze
- 14
- Laserlichtquelle
1. Verfahren zur Herstellung einer Papiermaschinenbespannung umfassend die folgenden
Schritte:
a) Bereitstellen eines folienartigen Substrats (10) mit einer Oberseite und einer
der Oberseite gegenüberliegenden Unterseite;
b) Einbringen eines Lochmusters in das Substrat, indem mittels wenigstens einer Laserlichtquelle
(14) eine Vielzahl von die Oberseite mit der Unterseite verbindenden Löchern (1-8)
in das Substrat (10) gebohrt wird;
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Bohrlochstrategie angewendet wird, die sicherstellt, dass zeitlich zwischen
dem Einbringen eines ersten Lochs (1) und eines dem ersten Loch (1) unmittelbar benachbarten
zweiten Lochs (5) im Lochmuster wenigstens ein weiteres Loch (2-4) des Lochmusters
in das Substrat (10) eingebracht wird, welches weder dem ersten Loch (1) noch dem
zweiten Loch (5) im Lochmuster unmittelbar benachbart ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrlochstrategie auf die Mehrzahl der Löcher (1-8), vorzugsweise auf alle Löcher
(1-8), des Lochmusters angewendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrlochstrategie vorsieht, zeitlich zwischen dem Einbringen des ersten Lochs
(1) und des dem ersten Loch (1) unmittelbar benachbarten zweiten Lochs (5) des Lochmusters
wenigstens zwei weitere Löcher (2-4), vorzugsweise wenigstens drei weitere Löcher
(2-4), weiter bevorzugt wenigstens vier weitere Löcher in das Substrat (10) einzubringen,
welche allesamt weder dem ersten Loch (1) noch dem zweiten Loch (5) unmittelbar benachbart
sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der räumliche Abstand zwischen zwei zeitlich direkt hintereinander in das Substrat
eingebrachter Löcher (1, 2) wenigstens doppelt so groß, vorzugsweise wenigstens dreimal
so groß, weiter bevorzugt wenigsten viermal so groß ist, wie der kleineste räumliche
Abstand zwischen zwei unmittelbar benachbarter Löchern im Lochmuster.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung der Bohrlochstrategie eine Scanner-Optik verwendet wird, mittels
welcher ein Laserstrahl aus der Laserlichtquelle (14) sprunghaft auf dem Substrat
(10) versetzt werden kann, wobei die Scanner-Optik vorzugsweise wenigsten einen beweglichen
Spiegel umfasst.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass während des Verfahrens die Laserlichtquelle (14) relativ zu dem Substrat (10) bewegt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Laserlichtquelle (14) relativ zu dem Substrat (10) im Wesentlichen
diskontinuierlich erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Laserlichtquelle (14) relativ zu dem Substrat (10) im Wesentlichen
kontinuierlich erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (10) während des Verfahrens über wenigstens zwei drehbare Walzen (12)
mit zueinander parallelen Walzenachsen gespannt ist, wobei vorzugsweise die Laserlichtquelle
(14) über dem Substrat (10) parallel zu den Walzenachsen (12) relativ beweglich zu
dem Substrat (10) angeordnet ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch genkennzeichnet, dass gleichzeitig mehr als eine Laserlichtquelle (14) verwendet
werden, um Löcher (1-8) in das Substrat (10) einzubringen.
1. Method for producing a paper machine clothing, comprising the following steps:
a) providing a film-like substrate (10) having an upper side and a lower side opposite
the upper side;
b) introducing a pattern of holes into the substrate by drilling a multiplicity of
holes (1-8) connecting the upper side to the lower side into the substrate (10) by
means of at least one laser light source (14);
characterized
in that a drilling hole strategy is applied which ensures that, chronologically between the
introduction of a first hole (1) and a second hole (5) immediately adjacent to the
first hole (1) in the pattern of holes, at least one further hole (2-4), which is
not immediately adjacent to the first hole (1) or the second hole (5) in the pattern
of holes, of the pattern of holes is introduced into the substrate (10).
2. Method according to Claim 1,
characterized in that the drilling hole strategy is applied to the majority of the holes (1-8), preferably
to all the holes (1-8), of the pattern of holes.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that the drilling hole strategy provides, chronologically between the introduction of
the first hole (1) and the second hole (5) immediately adjacent to the first hole
(1) of the pattern of holes, the introduction of at least two further holes (2-4),
preferably at least three further holes (2-4), more preferably at least four further
holes into the substrate (10), all of which are not immediately adjacent to the first
hole (1) or the second hole (5).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the spatial distance between two holes (1, 2) introduced chronologically in direct
succession into the substrate is at least two times as great, preferably at least
three times as great, more preferably at least four times as great as the smallest
spatial distance between two immediately adjacent holes in the pattern of holes.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that scanner optics, by means of which a laser beam from the laser light source (14) can
be displaced in jumps on the substrate (10), are used for carrying out the drilling
hole strategy, the scanner optics preferably comprising at least one movable mirror.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the laser light source (14) is moved relative to the substrate (10) during the method.
7. Method according to Claim 6,
characterized in that the movement of the laser light source (14) relative to the substrate (10) is carried
out substantially discontinuously.
8. Method according to Claim 6,
characterized in that the movement of the laser light source (14) relative to the substrate (10) is carried
out substantially continuously.
9. Method according to one of Claims 6 to 8, characterized in that the substrate (10) is tensioned during the method by means of at least two rotatable
rollers (12) having mutually parallel roller axes, the laser light source (14) preferably
being arranged over the substrate (10) and movably relative to the substrate (10)
parallel to the roller axes (12).
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that more than one laser light source (14) is used simultaneously in order to introduce
holes (1-8) into the substrate (10).
1. Procédé permettant de fabriquer un habillage de machine à papier, comprenant les étapes
suivantes consistant à :
a) fournir un substrat (10) sous forme de film avec une face supérieure et une face
inférieure opposée à la face supérieure ;
b) introduire un motif à trous dans le substrat en ce qu'une pluralité de trous (1
à 8) reliant la face supérieure à la face inférieure est percée dans le substrat (10)
au moyen d'au moins une source de lumière laser (14) ;
caractérisé en ce qu'une stratégie de perçage de trou est appliquée qui assure que chronologiquement entre
l'introduction d'un premier trou (1) et d'un deuxième trou (5) directement adjacent
au premier trou (1) dans le motif à trous, au moins un autre trou (2 à 4) du motif
à trous est introduit dans le substrat (10) qui n'est directement adjacent ni au premier
trou (1) ni au deuxième trou (5) dans le motif à trous.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la stratégie de perçage de trou est appliquée à la pluralité des trous (1 à 8), de
préférence à la totalité des trous (1 à 8) du motif à trous.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la stratégie de perçage de trou prévoit chronologiquement entre l'introduction du
premier trou (1) et du deuxième trou (5) directement adjacent au premier trou (1)
du motif à trous, d'introduire au moins deux autres trous (2 à 4), de préférence au
moins trois autres trous (2 à 4), de plus grande préférence au moins quatre autres
trous dans le substrat (10) qui ne sont tous directement adjacents ni au premier trou
(1) ni au deuxième trou (5).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace physique entre deux trous (1, 2) introduits dans le substrat chronologiquement
directement l'un après l'autre est au moins deux fois plus grand, de préférence au
moins trois fois plus grand, de plus grande préférence au moins quatre fois plus grand
que le plus petit espace physique entre deux trous directement adjacents dans le motif
à trous.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour l'exécution de la stratégie de perçage de trou, une optique de scanner est utilisée
au moyen de laquelle un faisceau laser provenant de la source de lumière laser (14)
peut être décalé par sauts sur le substrat (10), dans lequel l'optique de scanner
comprend de préférence au moins un miroir mobile.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pendant le procédé, la source de lumière laser (14) est déplacée par rapport au substrat
(10).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le déplacement de la source de lumière laser (14) par rapport au substrat (10) est
effectué de manière substantiellement discontinue.
8. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le déplacement de la source de lumière laser (14) par rapport au substrat (10) est
effectué substantiellement en continu.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le substrat (10) est mis en tension pendant le procédé par l'intermédiaire d'au moins
deux tambours rotatifs (12) ayant des axes de tambour parallèles l'un à l'autre, dans
lequel de préférence la source de lumière laser (14) est disposée au-dessus du substrat
(10) en parallèle aux axes de tambour (12) de manière mobile par rapport au substrat
(10) .
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en même temps, plus d'une source de lumière laser (14) est utilisée pour introduire
des trous (1 à 8) dans le substrat (10).

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