[0001] Die Erfindung betrifft einen Saugroboter und eine Reinigungsstation. Insbesondere
betrifft die Erfindung einen Saugroboter mit einem Gehäuse, welches an einer Unterseite
einen Saugmund zum Einsaugen von Luft und Schmutzpartikeln und einen Saugraum mit
einem aus dem Saugraum abgehenden Saugkanal zum Abtransportieren von Luft und Schmutzpartikeln
aufweist, und einer im Saugraum angeordneten drehbaren Borstwalze zum Aufnehmen von
Schmutzpartikeln, die zum Saugkanal abtransportierbar sind, und eine Reinigungsstation
für derartige Saugroboter.
[0002] Bei einem derartigen Saugroboter besteht das Problem, dass auf der Borstwalze aufgenommene
langgestreckte Schmutzpartikel wie Haare, sich ungünstig um die Borstwalze wickeln
und somit eine Reinigung der Borstwalze durch den Nutzer häufig durchgeführt werden
muss, welche zudem oft aufwendig und unhygienisch ist.
[0003] Aus der
WO 2017/200233 A1 ist ein Saugroboter bekannt, welcher ein Messer aufweist, welches in die Borstwalze
eingreifen kann, um langgestreckte Schmutzpartikel wie Haare mittels des Messers durchtrennen
zu können. Die langstreckten Schmutzpartikel werden jedoch nicht automatisch abgereinigt.
Zudem ist die Abreinigung nicht ausreichend, weil die Borstwalze eine schlechte Aufnahme
langgestreckter Schmutzpartikel aufweist und kein vollständiges Entfernen der langgestreckten
Schmutzpartikel erlaubt. Es besteht daher weiterhin ein Bedarf, langgestreckte Schmutzpartikel
von einer Borstwalze eines Saugroboters effektiv zu entfernen.
[0004] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Saugroboter und eine Reinigungsstation
für Saugroboter bereitzustellen, welche langgestreckte Schmutzpartikel von einer Borstwalze
des Saugroboters effektiv entfernen.
[0005] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Saugroboter mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und eine Reinigungsstation mit den Merkmalen des Patentanspruchs
11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0006] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass die Borstwalze von
umwickelten langgestreckten Schmutzpartikeln automatisch gereinigt wird, wenn das
Schneidrad in Drehung versetzt wird.
[0007] Die Erfindung betrifft einen Saugroboter mit einem Gehäuse, welches an einer Unterseite
einen Saugmund zum Einsaugen von Luft und Schmutzpartikeln und einen Saugraum mit
einem aus dem Saugraum abgehenden Saugkanal zum Abtransportieren von Luft und Schmutzpartikeln
aufweist, und einer im Saugraum angeordneten drehbaren Borstwalze zum Aufnehmen von
Schmutzpartikeln, die zum Saugkanal abtransportierbar sind, und einem Schneidrad,
das ausgebildet ist, auf sich auf der Borstwalze befindende langgestreckte Schmutzpartikel
eine Rollschneidfunktion auszuüben, wenn es in Drehung versetzt wird.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Borstwalze auf:
- einen Borstwalzenkörper,
- einen Sammelbereich, welcher derart ausgebildet ist, dass sich bei Betrieb langgestreckte
Schmutzpartikel an und/oder in ihm ansammeln,
- mehrere Borsten, welche mit dem Borstwalzenkörper fest verbunden sind,
- elastische Lamellen, welche mit dem Borstwalzenkörper fest verbunden sind, welche
im Borstwalzenquerschnitt in Umfangrichtung bezogen auf die Walzendrehrichtung in
einem vorbestimmten Abstand hinter den Borsten positioniert sind und welche eine auf
die langgestreckten Schmutzpartikel einwirkende Querkraftkomponente in einer axialer
Richtung der Borstwalze aufweisen, die ausreichend ist, die langestreckten Schmutzpartikel
in den Sammelbereich zu transportieren, wobei das Schneidrad derart angeordnet und
ausgebildet ist, die Rollschneidfunktion auf sich im Sammelbereich befindende langgestreckte
Schmutzpartikel auszuüben, wenn es in Drehung versetzt wird.
[0009] So werden die langgestreckten Schmutzpartikel in einem oder mehreren definierten
Bereichen der Borstwalze angesammelt und dort vollständig durchtrennt, so dass sie
entfernt und/oder abgesaugt werden können. Die von der Borstwalze aufgenommenen langgestreckten
Schmutzpartikel werden daher an einem definierten Sammelbereich zerkleinert und anschließend
abgereinigt.
[0010] Die während des Reinigungsvorgangs von der Borstwalze aufgenommenen langgestreckten
Schmutzpartikel verfangen durch die Anordnung von Borsten und elastischen Lamellen
nicht fest in den Borsten. Vielmehr werden die langgestreckten Schmutzpartikel auf
der Borstwalze aufgrund der durch die Lamellen auf die langgestreckten Schmutzpartikel
einwirkende Querkraftkomponente in axialer Richtung der Borstwalze in Richtung zu
dem Sammelbereich transportiert. In diesem Sammelbereich kann anschließend automatisierte
Zerkleinerung und Abreinigung der langgestreckten Schmutzpartikel erfolgen. Einhergehend
ist der Aspekt, dass sich eine Reinigungsleistung üblicherweise bei steiferen Borsten
verbessert, was hier aufgrund der stützenden Wirkung der angrenzend angeordneten Lamellen
erzielt wird.
[0011] Bei den langestreckten Schmutzpartikeln handelt es sich insbesondere um Fasern wie
beispielsweise Haare. Der Borstwalzenkörper ist zylinderförmig, bevorzugt als Hohlzylinder,
ausgebildet, welcher eine Walzenachse aufweist, die eine Drehachse darstellt. Die
Querkraftkomponente ist eine Kraftkomponente, die parallel zu der Walzenachse des
Borstwalzenkörpers wirkt. Der Sammelbereich kann segmentiert ausgebildet sein, d.h.
mehrere voneinander beabstandete Teilbereiche aufweisen. Ferner kann der Sammelbereich
eine Abreinigungsstelle aufweisen, welche ein Abreinigen der langgestreckten Schmutzpartikel
von dem Sammelbereich ermöglicht. Der Sammelbereich ist derart ausgebildet, dass sich
die langgestreckten Schmutzpartikel, die während des Reinigungsvorgangs des Saugroboters
in ihm gesammelt werden, sich um ihn winden können. Der Saugraum ist zum Aufbauen
eines Unterdruckes ausgebildet, der bei Betrieb mittels eines Gebläses des Saugroboters
erzeugt wird. Der Saugraum ist an einer Unterseite offen und weist eine längliche
Öffnung auf, nämlich den Saugmund. Ferner weist der Saugroboter einen Sammelbehälter
zum Sammeln der Schmutzpartikel auf.
[0012] Bevorzugt weisen die Lamellen einen Lamellen-Wirkdurchmesser auf, welcher durch äußerste
Wirkpunkte der Lamellen definiert ist und welcher kleiner oder gleich bevorzugter
kleiner als ein Borsten-Wirkdurchmesser der Borsten ist, welcher durch äußerste Wirkpunkte
der Borsten definiert ist. Somit wird eine Aufnahme langgestreckter Schmutzpartikel
bei Betrieb des Saugroboters von einem zu saugenden Untergrund wie einem Boden weiterhin
ermöglicht. Der Lamellen-Wirkdurchmesser liegt bevorzugt im Bereich von 34 mm bis
44 mm. Der Borsten-Wirkdurchmesser liegt bevorzugt im Bereich von 37 mm bis 47 mm.
Ein Außendurchmesser des Borstwalzenkörpers liegt bevorzugt im Bereich von 13,5 bis
23,5 mm. Der Durchmesser des Sammelbereichs entspricht bevorzugt dem Außendurchmesser
des Borstwalzenkörpers.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen eine Helix der Borsten und eine weitere
Helix der dahinter positionierten Lamellen eine Verdrehung um die Drehachse des Borstwalzenkörpers
auf, welche auf einem oder mehreren Teilabschnitten ≥90°, bevorzugt ≥ 120°, bevorzugter
≥ 150°, noch bevorzugter gleich 180° ist. Die Helix von ≥90° verläuft je auf einem
Teilabschnitt des Borstwalzenkörpers, welcher bevorzugt kleiner oder gleich zu einem
Abstand der Enden des Borstwalzenkörpers zu der Abreinigungsstelle oder, wenn keine
Abreinigungsstelle vorgesehen ist, zu einer Ebene ist, in welcher sich eine Richtung
der Helix umkehrt. Bevorzugt weist der Borstwalzenkörper einen Achsabschnitt auf,
in welchem sich eine Verdreh-Richtung der Verdrehung umkehrt. In einer alternativen
Ausführungsform verläuft die Helix von ≥90° entlang der gesamten Breite der Borstenwalze
ohne eine Verdreh-Richtung umzukehren.
[0014] Der Sammelbereich ist bevorzugt äquidistant zu den Enden des Borstwalzenkörpers ausgebildet.
Alternativ bevorzugt ist der Sammelbereich zu einem der beiden Enden des Borstwalzenkörpers
in einem Abstand angeordnet, der verschieden ist von einem weiteren Abstand, in dem
der Sammelbereich zu dem anderen Ende des Borstwalzenkörpers angeordnet ist. Der Sammelbereich
kann auch an einem oder beiden der beiden Enden des Borstwalzenkörpers ausgebildet
sein. So können langgestreckte Schmutzpartikel, welche die seitlichen Lagerstellen
des Borstwalzenkörpers beeinflussen gesammelt und ggf. abgereinigt werden. Bevorzugt
variiert der Borstwalzenkörper-Außendurchmesser des Borstwalzenkörpers an dem entsprechenden
Ende, an dem der Sammelbereich ausgebildet ist. Durch eine Erhöhung des Borstwalzenkörper-Außendurchmessers
an dem Ende des Borstwalzenkörpers, an dem sich der Sammelbereich befindet, kann beispielsweise
erwirkt werden, dass die langgestreckten Schmutzpartikel nicht weiter in die seitlichen
Lagerstellen wandern.
[0015] Der Sammelbereich kann segmentiert ausgebildet sein. D.h., er kann mehrere voneinander
getrennte Teilbereiche aufweisen. Beispielsweise können ein Teilbereich äquidistant
zu beiden Enden des Borstwalzenkörpers und weitere Teilbereiche an einem oder beiden
Enden des Borstwalzenkörpers ausgebildet sein, wodurch drei verschiedene Sammelbereich-Teilbereiche
ausgebildet sind.
[0016] Bevorzugt ist eine Mantelfläche des Borstwalzenkörpers im Sammelbereich aus einem
glasfaserfreien Kunststoff ausgebildet. Beispielsweise ist sie als Zwei-Komponenten-Spritzguss-Komponente
aus einem Werkstoff wie PP (Polypropylen), POM (Polyoxymethylen bzw. Polyacetal),
PVC (Polyvinylchlorid), PE (Polyethylen), PC (Polycarbonat) und/oder ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer)
gebildet.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Sammelstelle Borsten- und Lamellen-frei
ausgebildet. Dadurch wird eine gute manuelle oder automatische Abreinigung ermöglicht.
Der Sammelbereich ist bevorzugt durch einen Bereich des Borstwalzenkörper ausgebildet,
an dem keine Lamellen oder Borsten befestigt sind und der axial benachbart zu einem
weiteren Bereich des Borstwalzenkörpers angeordnet ist, der Lamellen und Borsten aufweist.
In einer alternativen Ausführungsform ist es denkbar die Sammelstelle borstenfrei
mit einer Lamelle auszubilden. Die Anordnung von Lamellen in der Sammelstelle erleichtert
deren manuelle Reinigung.
[0018] Eine Breite des Sammelbereichs ist vorzugsweise kleiner als eine Summe aus Schneidradbreite
plus 5mm. Bevorzugt ist der Sammelbereich oder dessen Teilbereich, an dem das Schneidrad
angeordnet ist, mittig in dem Borstwalzenkörper ausgebildet. Die Schneidradbreite
liegt bevorzugt im Bereich von 1,0 bis 10,0 mm.
[0019] Das Schneidrad ist bevorzugt mit einer Außenfläche d.h.Walzenmantelfläche des Borstwalzenkörpers
in Kontakt und wird bevorzugt durch dessen Drehung ebenfalls in Drehung versetzt,
um die Rollschneidfunktion auf um die Mantelfläche gewickelte langgestreckte Schmutzpartikel
auszuüben:
Eine Drehzahl der Borstwalze im Abreinigungsmodus, d.h., wenn die langgestreckten
Schmutzpartikel von ihr abgereinigt werden, ist bevorzugt im Bereich von 50 bis 3000
bevorzugter 100 bis 2000 min
-1.
[0020] Bevorzugt ist das Schneidrad derart angeordnet und ausgebildet, dass es mittels Drehung
der Borstwalze betätigbar ist d.h. in Drehung versetzbar ist. Bevorzugt ist das Schneidrad
derart in Kontakt mit dem Borstwalzenkörper, dass es durch Drehung des Borstwalzenkörpers
in Drehung versetzt wird, beispielsweise wenn der Saugroboter in Betrieb ist und einen
Reinigungsvorgang durchführt und sich die Borstwalze dreht.
[0021] Alternativ oder zusätzlich bevorzugt ist das Schneidrad derart angeordnet und ausgebildet,
dass es von einem Nutzer betätigbar ist. D.h., es kann von dem Nutzer zu der Borstwalze
hin- und wegbewegt werden.
[0022] Alternativ oder zusätzlich bevorzugt ist das Schneidrad derart angeordnet und ausgebildet,
dass es von einer externen Vorrichtung betätigbar ist. D.h., es kann von der externen
Vorrichtung zu der Borstwalze hin- und wegbewegt werden. Die externe Vorrichtung ist
bevorzugt eine Reinigungsstation für Saugroboter, die ausgebildet ist, den Saugroboter
zu entleeren, indem sie die von ihm aufgenommenen Schmutzpartikel selber aufnimmt.
[0023] Bevorzugt ist das Schneidrad konstant aktiv, wenn die Borstwalze des Saugroboters
rotiert. Alternativ bevorzugt ist das Schneidrad ausgebildet, nur nach Aktivierung
z.B. durch einen Mechanismus in dem Saugroboter oder in der Reinigungsstation wirken
zu können. Beispielsweise ist das Schneidrad über einen Mechanismus mit der Borstwalze
verbunden, der das Schneidrad dementsprechend zur Borstwalze hin- und wegbewegt. Der
Mechanismus ist beispielsweise ein Feder-Hebel-Mechanismus. Der Mechanismus kann mechanisch
ausgebildet, magnet- oder motorbetrieben sein.
[0024] Bevorzugt ist das Schneidrad schnitt- und/oder verletzungslos für menschliche Haut
ausgebildet. Dadurch ist das Schneidrad konstruktiv so gestaltet, dass eine Gefährdung
für Nutzer minimiert oder ausgeschlossen ist. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht
eine Reduktion der Schnitttiefe des Schneidrades vor. Bevorzugte Ausgestaltungen hierzu,
die einzeln oder zusammen realisiert sein können, sind folgendermaßen: Das Schneidrad
weist bevorzugt eine Vielzahl von Schnittkanten auf. Dadurch wird eine dichte Anhäufung
von Schnittkanten des Schneidrads realisiert. Das Schneidrad weist bevorzugt eine
Schneidkonturtiefe im Bereich von 0,1 bis 1,0 mm auf. Die potenzielle Schnitttiefe
ist daher gering. Das Schneidrad weist bevorzugt eine oder mehrere Fasen, Radien und/oder
stumpfe Elemente auf. Die Fasen, Radien, stumpfen Elemente wirken als Sicherheitselemente
und/oder Sicherheitsbereiche. Das Schneidrad weist bevorzugt einen Schneidwinkel zwischen
Flächen von einzelnen Schneidelementen im Bereich von 20° bis 90° auf. Dadurch ist
der Schneidwinkel relativ groß. Das Schneidrad ist bevorzugt in einem Schneidrad-Gehäuse
angeordnet. Das Schneidrad-Gehäuse ist ausgebildet, ein Eingreifen des Nutzers in
das Schneidrad zu verhindern und/oder zu minimieren. Das Schneidrad ist bevorzugt
auf einer Achse gelagert, so dass ein Aufbringen einer Scherkraft verhindert wird.
[0025] Das Schneidrad weist bevorzugt eine Grundform einer Scheibe auf. Das Schneidrad weist
bevorzugt eine Schneidelementen versehene Schneidkontur auf. Die Schneidelemente sind
beispielsweise Zähne, so dass das Schneidrad eine Verzahnung aufweist. Bevorzugt ist
das Schneidrad als Stirnrad ausgebildet Das Stirnrad kann eine Geradverzahnung also
eine achsenparallele Verzahnung oder eine Schrägverzahnung aufweisen. Die Zähne können
aus mehreren miteinander verbundenen Scheiben unterschiedlicher Größen gebildet sein
oder in einem einstückigen Schneidrad ausgebildet sein. Bevorzugt weisen die Zähne
eine Zahntiefe im Bereich von 0,1 mm bis 1,0 mm auf. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Schneidrad als Scheibe mit der Schneidradbreite bzw. Stärke im Bereich von
1 mm bis 10 mm, bevorzugter < 5 mm, ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt
ist das Schneidrad als Scheibe mit einem Durchmesser im Bereich von 10mm bis 30mm,
bevorzugter 20 mm ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt ist das Schneidrad
als Scheibe mit einem Durchmesser ausgebildet, der größer oder gleich dem Durchmesser
der Borstwalze und/oder des Borstwalzenkörpers ist. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt
ist das Schneidrad als Scheibe ausgebildet, deren Achse eine Drehachse des Schneidrades
definiert und die frei drehbar gelagert ist. Bevorzugt ist sie frei drehbar auf einem
Kugellager gelagert.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schneidrad aus einem Metall oder einer
Keramik ausgebildet. Bevorzugt ist das Schneidrad aus Automatenstahl, zerspanend gefertigt,
beispielsweide Edelstahl ausgebildet. Alternativ bevorzugt ist das Schneidrad aus
Werkzeugstahl, zerspanend gefertigt, ausgebildet. Alternativ bevorzugt ist das Schneidrad
aus gehärtetem und geschliffenem Stahl ausgebildet. Diese Ausführungsform ist für
eine hohe Lebensdauer des Schneidrads vorteilhaft. Alternativ bevorzugt ist das Schneidrad
aus Hartmetall und/oder Messerstahl ausgebildet. Alternativ bevorzugt ist das Schneidrad
aus Keramik ausgebildet.
[0027] Das Schneidrad kann mehrere mögliche Konturen aufweisen. Bevorzugt weist das Schneidrad
eine Vielzahl an axial verlaufenden Schneiden auf einer Mantelfläche des Schneidrades
auf. Es ist beispielsweise als Stirnrad ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform
kann mindestens eine axial verlaufende Schneide eine stumpfe Schneide aufweisen. Alternativ
bevorzugt weist das Schneidrad eine Vielzahl an spiralförmig verlaufenden Schneiden
auf einer Mantelfläche des Schneidrades auf. Es ist beispielsweise als schrägverzahntes
Stirnrad ausgebildet. Alternativ bevorzugt weist das Schneidrad eine in die Drehrichtung
verlaufende Schneidkontur auf. Alternativ bevorzugt weist das Schneidrad eine Schneidkontur
aus einer oder mehreren Rollschneidklingen und mehreren Sicherheitskonturen in Form
von Fasen, Radien und/oder stumpfen Elementen beispielsweise stumpfe Scheiben auf,
welche an die Rollschneidklingen angrenzen. Dabei wiesen die Rollschneidklingen einen
Schneidwinkel zwischen 10 und 45 Grad auf. Dadurch wird eine gefährdende Schnitttiefe
des Schneidrads verhindert oder zumindest reduziert.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schneidrad in dem Schneidrad-Gehäuse
angeordnet, wobei das Schneidrad in dem Schneidrad-Gehäuse eingeklipst ist, so dass
es auf dem Schneidrad-Gehäuse gelagert ist. Die Lagerung dort ist bevorzugt mittels
Rastnasen realisiert. Alternativ oder zusätzlich ist das Schneidrad in dem Schneidrad-Gehäuse
eingeklipst, so dass ein Nutzbereich des Schneidrads ausschließlich durch das Schneidrad-Gehäuse
zugänglich ist. Alternativ oder zusätzlich ist das Schneidrad in dem Schneidrad-Gehäuse
eingeklipst, so dass das Schneidrad-Gehäuse eine Lagerung des Schneidrads an einem
federgelagerten Hebelarm bildet.
[0029] Bevorzugt weist der Saugroboter weiterhin ein Sicherheitselement auf, das das Schneidrad
derart umfasst, dass es ein Eingreifen von außen in das passive Schneidrad verhindert.
Das Sicherheitselement ist bevorzugt als federgelagerte Haube ausgebildet. Die federgelagerte
Haube ist bevorzugt derart ausgebildet, dass sie beim Andocken des Saugroboters an
der Reinigungsstation vom Schneidrad wegbewegt wird. Alternativ bevorzugt ist das
Sicherheitselement als federbetätigte Frontseite des Saugroboters ausgebildet. Bevorzugt
ist die Frontseite des Saugroboters derart ausgebildet, dass sie entgegen einer Feder
wirkt. Alternativ bevorzugt ist das Sicherheitselement als ein durch ein Feder- oder
Feder-und-Hebel -System ausgebildet. Dieses System ist beispielsweise mittels Räder
des Saugroboters oder einer Unterseite des Saugroboters betätigbar ausgebildet.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Saugroboter weiterhin ein Roboter-Gebläse
auf, welches ausgebildet ist, während eines Saugvorgangs die langgestreckten Schmutzpartikel
abzusaugen, so dass sie durch den Saugkanal in eine sich im Innern des Saugroboters
befindende Staubbox zum Sammeln von Staub gesaugt werden. Bevorzugt ist das Roboter-Gebläse
ausgebildet, die vom Schneidrad zerkleinerten ehemals langgestreckten Schmutzpartikel
während zu der Drehung der Borstwalze abzusaugen.
[0031] Ferner betrifft die Erfindung eine Reinigungsstation für einen Saugroboter, aufweisend
eine Andockeinheit für einen Saugroboter, ein Schneidrad und eine Steuer- oder Regeleinheit,
die ausgebildet ist, auf eine Mantelfläche einer Borstwalze eines sich in der Andockstation
befindenden Saugroboters eine definierte Schneidkraft wirken zu lassen.
[0032] Die definierte Schneidkraft liegt bevorzugt im Bereich von 1 bis 10 N. Das Schneidrad
ist bevorzugt federgelagert. Bevorzugte Ausführungsformen des in der Reinigungsstation
angeordneten Schneidrads entsprechen Ausführungsformen des Schneidrads, die zu dem
Saugroboter beschrieben sind.
[0033] Die Reinigungsstation weist bevorzugt Schrägen auf, über die der Saugroboter, an
eine Plattform der Reinigungsstation derart zwangsgeführt wird, dass ein positionsgenaues
Andocken der Borstwalze bevorzugt des Sammelbereichs der Borstwalze an dem Schneidrad
erzielt wird.
[0034] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Saugroboter;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugroboters in einem inaktiven
Zustand;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugroboters in einem aktiven
Zustand;
Fig. 4 eine Teildraufsicht auf den in Fig. 2 gezeigten Saugroboter;
Fig. 5 eine Teildraufsicht auf den in Fig. 3 gezeigten Saugroboter;
Fig. 6 eine Teildraufsicht auf einen weiteren erfindungsgemäßen Saugroboter;
Fig. 7 eine weitere Teildraufsicht auf den in Fig. 2 gezeigten Saugroboter;
Fig. 8 eine Querschnittsansicht des in Fig. 7 gezeigten Saugroboters;
Fig. 9 eine weitere Teildraufsicht des in Fig. 2 gezeigten Saugroboters;
Fig. 10 eine Seitenansicht des in Fig. 9 gezeigten Schneidrads;
Fig. 11 eine Querschnittsansicht des in Fig. 10 gezeigten Schneidrads;
Fig. 12 eine vergrößerte Teilansicht des in Fig. 11 gezeigten Schneidrads;
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 10 gezeigten Schneidrads;
Fig. 14 eine perspektivische Ansicht einer Variante des in Fig. 13 gezeigten Schneidrads;
Fig. 15 eine Seitenansicht des in Fig. 14 gezeigten Schneidrads;
Fig. 16 eine Querschnittsansicht des in Fig. 15 gezeigten Schneidrads;
Fig. 17 eine vergrößerte Teilansicht des in Fig. 15 gezeigten Schneidrads;
Fig. 18 eine Seitenansicht einer Variante des in Fig. 14 gezeigten Schneidrads;
Fig. 19 eine Querschnittsansicht des in Fig. 18 gezeigten Schneidrads;
Fig. 20 eine vergrößerte Teilansicht des in Fig. 19 gezeigten Schneidrads; und
Fig. 21 eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungsstation mit einem
angedockten Saugroboter.
[0035] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Saugroboter. Der Saugroboter
weist ein Gehäuse 11 auf, welches an einer Unterseite einen Saugmund (nicht gezeigt)
zum Einsaugen von Luft und Schmutzpartikeln aufweist. Der Saugroboter weist ferner
einen Saugraum 15 mit einem aus dem Saugraum 15 abgehenden Saugkanal 17 zum Abtransportieren
von Luft und Schmutzpartikeln und eine im Saugraum 15 angeordnete drehbare Borstwalze
14 zum Aufnehmen von Schmutzpartikeln auf, die zum Saugkanal 17 abtransportierbar
sind. Der Saugraum 15 ist zum Aufbauen eines Unterdruckes ausgebildet, der bei Betrieb
mittels eines Gebläses 12 des Saugroboters erzeugt wird. Der Saugraum 15 ist an einer
Unterseite offen und weist eine längliche Öffnung auf, nämlich den Saugmund (nicht
gezeigt). Ferner weist der Saugroboter eine Staubbox 23 zum Sammeln der Schmutzpartikel
auf. Die Borstwalze 14 weist einen Borstwalzenkörper 1, darauf angeordnete Lamellen
2, darauf angeordnete Borsten 3 und einen Sammelbereich 4 auf, der Bosten-frei und
Lamellen-frei ausgebildet ist und ausgebildet ist, langestreckte Schmutzpartikel (nicht
gezeigt) zu sammeln, indem sie sich um ihn winden. Der Saugbroboter ist selbstfahrend
mittels Rädern 16 ausgebildet.
[0036] Ferner weist der Saugroboter ein Schneidrad auf, das gier der Übersichtlichkeit halber
nicht gezeigt ist.
[0037] Bei Betrieb des Saugroboters erzeugt das Gebläse 12 einen Saugstrom, der erst durch
den Saugmund, dann durch den Saugraum 15, danach durch den Saugkanal 17 und anschließend
durch die Staubbox 23 strömt. Dabei rotiert die Borstwalze 14, um ein Reinigen eines
Untergrunds (nicht gezeigt) zu unterstützen.
[0038] Fig. 2 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 gezeigten Saugroboters in einem
inaktiven Zustand. Das Schneidrad 6 ist gezeigt. Es ist in einem Schneidrad-Gehäuse
7 untergebracht und wird von einer bewegbaren Halterung 21 gehalten. Das Schneidrad
6 ist im Saugraum 15 derart über der Borstwalze 14 angeordnet, dass es sich oberhalb
des Sammelbereichs 4 befindet. In der Fig. 2 ist der Saugroboter in einem inaktiven
Zustand gezeigt, d.h. er führt keinen Reinigungsvorgang durch, ist nicht in Betrieb.
Das Schneidrad 6 ist zu der Borstwalze 14 in einem vorbestimmten Abstand angeordnet.
[0039] Fig. 3 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 2 gezeigten Saugroboters in einem
aktiven Zustand. Der in Fig. 3 gezeigte Saugroboter entspricht dem in Fig. 2 gezeigten
Saugroboter mit dem Unterschied, dass er in einem aktiven Zustand gezeigt ist, d.h.
er führt einen Reinigungsvorgang der Borstwalze aus und ist in Betrieb. Bei Betrieb
des Saugroboters wird das Schneidrad 6 mittels des Bewegungselements 22 in Richtung
zu der Borstwalze 14 bewegt, sodass es mittels der Drehung der Borstwalze 14 in Drehung
versetzt wird. Das Schneidrad 6 wird mit einer definierten Federkraft gegen die Borstwalze
gedrückt, sodass das Scheidrad auf der Mantelfläche der Borstwalze rollt. Dadurch
können langestreckte Schmutzpartikel (nicht gezeigt), die sich im Sammelbereich 4
befinden, geschnitten werden. Die kleiner geschnittenen langgestreckten Schmutzpartikel
können über den Saugkanal 17 in die Staubbox 23 abtransportiert werden, um dort zusammen
mit weiteren Schmutzpartikeln (nicht gezeigt) gesammelt zu werden.
[0040] Fig. 4 zeigt eine Teildraufsicht auf den in Fig. 2 gezeigten Saugroboter, nämlich
die Borstwalze 14 und das Schneidrad 6 in dem Schneidrad-Gehäuse 7. Die Borsten der
Borstwalze 14 sind der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigt. Das Schneidrad 6 ist
an dem Sammelbereich 4 angeordnet.
[0041] Fig. 5 zeigt eine Teildraufsicht auf den in Fig. 3 gezeigten Saugroboter, nämlich
die Borstwalze 14 und das Schneidrad 6 in dem Schneidrad-Gehäuse 7. Die Borsten der
Borstwalze 14 sind der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigt. Das Schneidrad 6 ist
an dem Sammelbereich 4 angeordnet. Das Schneidrad 6 ist derart angeordnet und ausgebildet,
dass es eine Rollschneidfunktion auf sich im Sammelbereich 4 befindende langgestreckte
Schmutzpartikel 5 ausübt.
[0042] Fig. 6 zeigt eine Teildraufsicht auf einen weiteren erfindungsgemäßen Saugroboter.
Der Saugroboter entspricht dem in Fig. 1, wobei die Borsten der Borstwalze 14 der
Übersichtlichkeit halber nicht gezeigt sind, mit dem Unterschied, dass er einen federgelagerten
Hebelarm 8 aufweist. Das Schneidrad 6 ist in dem Schneidrad-Gehäuse 7 eingeklipst,
so dass das Schneidrad-Gehäuse 7 eine Lagerung des Schneidrads 6 an dem federgelagertem
Hebelarm 8 bildet.
[0043] Fig. 7 zeigt eine Teildraufsicht auf in Fig. 6 gezeigten Saugroboter entlang der
Linie VII-VII. Der Saugroboter ist in Betrieb und die Borstwalze 14 dreht sich in
Pfeilrichtung. Der Sammelbereich 4 ist über dem Schneidrad 6 angeordnet, so dass das
Schneidrad 6 eine Rollschneidfunktion auf sich im Sammelbereich 4 befindende Schmutzpartikel
(nicht gezeigt) ausübt.
[0044] Fig. 8 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 7 gezeigten Saugroboters entlang
der Linie VIII-VIII. Das Schneidrad 6 ist in dem Schneidrad-Gehäuse 7 untergebracht.
Das Schneidrad 6 kann in Pfeilrichtung bewegt werden, so dass es zur Borstwalze (nicht
gezeigt) bewegt wird.
[0045] Fig. 9 zeigt eine weitere Teildraufsicht des in Fig. 2 gezeigten Saugroboters. Das
Schneidrad-Gehäuse 7 weist eine Öffnung 10 auf, welche länglich ausgebildet ist. Die
Öffnung 10 ermöglicht eine Montage und Demontage des Schneidrades. Das Schneidrad
6 überragt auf der von der Öffnung 10 abgewandten Seite das Schneidrad-Gehäuse 7.
[0046] Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht des in Fig. 9 gezeigten Schneidrads. Das Schneidrad
6 ist als Scheibe mit einem Durchmesser d ausgebildet, der 20 mm beträgt.
[0047] Fig. 11 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 10 gezeigten Schneidrads entlang
der Linie XI-XI. Das Schneidrad 6 weist eine mit Zähnen 19 versehene Schneidkontur
auf.
[0048] Fig. 12 zeigt eine vergrößerte Teilansicht des in Fig. 11 gezeigten Schneidrads im
Bereich XII. Eine Schneidradbreite b beträgt 5mm. Das Schneidrad 6 weist einen Schneidwinkel
a zwischen Flächen der einzelnen Zähne 19 von 65°, eine Zahntiefe b
d von 0,5 mm und einen Zahnabstand b
w zwischen von den Zähnen 19 gebildeten Bergen auf.
[0049] Fig. 13 zeigt eine perspektivische Ansicht des in Fig. 10 gezeigten Schneidrads.
Das Schneidrad 6 weist die Schneidkontur mit den mehreren Zähnen 19 auf. Das Schneidrad
6 ist als schrägverzahntes Stirnrad ausgebildet.
[0050] Fig. 14 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Variante des in Fig. 13 gezeigten
Schneidrads. Das Schneidrad 6 weist eine mit mehreren Zähnen 19 versehene Schneidkontur
auf. Das Schneidrad 6 ist als geradverzahntes Stirnrad ausgebildet.
[0051] Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht des in Fig. 14 gezeigten Schneidrads. Das Schneidrad
6 weist einen Durchmesser d von 20 mm und einen Zahnabstand b
w zwischen von den Zähnen 19 gebildeten Bergen auf.
[0052] Fig. 16 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 15 gezeigten Schneidrads entlang
der Linie XVI-XVI. Das Schneidrad 6 weist eine Schneidradbreite b von 5 mm auf. Das
Scheidrad 6 weist abgefaste Kanten auf.
[0053] Fig. 17 zeigt eine vergrößerte Teilansicht des in Fig. 15 gezeigten Schneidrads im
Bereich XVII. Das Schneidrad 6 weist einen Schneidwinkel a zwischen Flächen der einzelnen
Zähne 19 von 65° und eine jeweilige Zahntiefe b
d von 0,5 mm auf.
[0054] Fig. 18 zeigt eine Seitenansicht einer Variante des in Fig. 14 gezeigten Schneidrads.
Das Schneidrad 6 ist als Scheibe ausgebildet, die einen Durchmesser d von 20 mm aufweist.
Seine Schneidkontur ist mit Rollschneidklingen 26 versehen. Ferner weist das Schneidrad
6 stumpfe Elemente 24 auf. Die Rollschneidklingen 26 und die stumpfen Elemente 24
sind in einer Halterung 25 angeordnet.
[0055] Fig. 19 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 18 gezeigten Schneidrads entlang
der Linie IXX-IXX. Das Schneidrad 6 weist eine Schneidradbreite b auf. Die stumpfen
Elemente 24 und die Rollschneidklingen 26 sind abwechselnd angeordnet und werden in
der Halterung 25 zusammengehalten. Die Halterung ist einseitig formschlüssig zu den
Scheiben, wobei sich nach der Montage der Elemente 24 auf der Rückseite durch Aufweiten
des Kragens sich ein weiterer Formschluss zu den Scheiben bildet.
[0056] Fig. 20 zeigt eine vergrößerte Teilansicht des in Fig. 19 gezeigten Schneidrads im
Bereich XX. Das Schneidrad 6 weist einen Schneidwinkel a zwischen Flächen der einzelnen
Rollschneidklingen 19 von 25° und eine jeweilige Zahntiefe b
d von 0,5 mm auf, wobei die Zahntiefe b
d ein Abstand zwischen einem Ende der Rollschneidklinge 26 zu einem Ende des benachbarten
stumpfen Elements 24 ist.
[0057] Fig. 21 zeigt eine Querschnittansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungsstation mit
einem angedockten Saugroboter. Der in Fig. 21 gezeigte Saugroboter entspricht dem
in Fig. 1 gezeigten Sauroboter. Zur Beschreibung des in Fig. 21 gezeigten Saugroboters
wird daher auf Fig. 1 verwiesen. Die Reinigungsstation weist ein Reinigungsstation-Gehäuse
30, ein Schneidrad 6, das in einem Schneidrad-Gehäuse 7 angeordnet ist, und einen
Hebelarm 8 auf. Die Reinigungsstation ist in einem Entleerungsmodus, in dem sie den
Saugroboter entleert, indem sie in der Staubbox 23 gesammelte Schmutzpartikel (nicht
gezeigt) in sich aufnimmt. Der Hebelarm 8 ist ausgebildet, das Schneidrad 6 im Entleerungsmodul
derart anzuordnen, dass es eine Rollschneidfunktion auf die sich im Entleerungsmodus
drehende Borstwalze 14 auf sich am Sammelbereich 4 befindende langgestreckte Schmutzpartikel
(nicht gezeigt) ausübt und durch die Drehung der Borstwalze 4 in Drehung versetzt
wird.
Bezugszeichenliste
[0058]
- a
- Schneidwinkel
- b
- Schneidrad-Breite
- bd
- Zahntiefe
- bw
- Zahnabstand
- d
- Durchmesser
- 1
- Borstwalzenkörper
- 3
- Lamelle
- 4
- Sammelbereich
- 5
- langgestrecktes Schmutzpartikel
- 6
- Schneidrad
- 7
- Schneidrad-Gehäuse
- 8
- Hebelarm
- 10
- Gehäuse
- 11
- Gehäuse
- 12
- Gebläse
- 14
- Borstwalze
- 15
- Saugraum
- 16
- Rad
- 17
- Saugkanal
- 19
- Zahn
- 21
- Halterungselement
- 22
- Bewegungselement
- 23
- Staubbox
- 24
- stumpfes Element
- 25
- Halterung
- 26
- Rollschneidklinge
- 30
- Reinigungsstation-Gehäuse
1. Saugroboter mit einem Gehäuse (11), welches an einer Unterseite einen Saugmund (18)
zum Einsaugen von Luft und Schmutzpartikeln und einen Saugraum (15) mit einem aus
dem Saugraum (15) abgehenden Saugkanal (17) zum Abtransportieren von Luft und Schmutzpartikeln
aufweist, und einer im Saugraum (15) angeordneten drehbaren Borstwalze (14) zum Aufnehmen
von Schmutzpartikeln, die zum Saugkanal (17) abtransportierbar sind, und einem Schneidrad
(6), das ausgebildet ist, auf sich auf der Borstwalze (14) befindende langgestreckte
Schmutzpartikel (5) eine Rollschneidfunktion auszuüben, wenn es in Drehung versetzt
wird.
2. Saugroboter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Borstwalze (14) aufweist:
- einen Borstwalzenkörper (1),
- einen Sammelbereich (4), welcher derart ausgebildet ist, dass sich bei Betrieb langgestreckte
Schmutzpartikel (5) an und/oder in ihm ansammeln,
- mehrere Borsten (2), welche mit dem Borstwalzenkörper (1) fest verbunden sind,
- elastische Lamellen (3), welche mit dem Borstwalzenkörper (1) fest verbunden sind,
welche im Borstwalzenquerschnitt in Umfangrichtung bezogen auf die Walzendrehrichtung
in einem vorbestimmten Abstand hinter den Borsten (2) positioniert sind und welche
eine auf die langgestreckten Schmutzpartikel (5) einwirkende Querkraftkomponente in
einer axialer Richtung des Borstwalzenkörpers (1) aufweisen, die ausreichend ist,
die langestreckten Schmutzpartikel (5) in den Sammelbereich (4) zu transportieren,
- wobei das Schneidrad (6) derart angeordnet und ausgebildet ist, die Rollschneidfunktion
auf sich im Sammelbereich (4) befindende langgestreckte Schmutzpartikel (5) auszuüben,
wenn es in Drehung versetzt wird.
3. Saugroboter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidrad (6) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass es mittels Drehung
der Borstwalze (14), von einem Nutzer und/oder einer externen Vorrichtung betätigbar
ist.
4. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidrad (6) schnitt- und/oder verletzungslos für menschliche Haut ausgebildet
ist.
5. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidrad (6) als Scheibe mit einer Stärke im Bereich von 1 mm bis 10mm, bevorzugt
kleiner als 5mm, ausgebildet ist, dass das Schneidrad (6) als Scheibe mit einem Durchmesser
im Bereich von 10mm bis 30mm, bevorzugt 20 mm ausgebildet ist, dass das Schneidrad
(6) als Scheibe mit einem Durchmesser ausgebildet ist, der größer oder gleich einem
Durchmesser des Borstwalzenkörpers (1) ist und/oder dass das Schneidrad (6) als Scheibe
ausgebildet ist, deren Achse eine Drehachse des Schneidrades (6) definiert und die
frei drehbar gelagert ist, bevorzugt frei drehbar auf einem Kugellager gelagert ist.
6. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des Schneiderades (6) parallel zu einer Rotationsachse der Borstwalze
(14) ausgerichtet ist.
7. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidrad (6) aus einem Metall oder einer Keramik ausgebildet ist.
8. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidrad (6) eine Vielzahl an axial verlaufenden Schneiden auf einer Mantelfläche
des Schneidrades (6) aufweist.
9. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidrad (6) in einem Schneidrad-Gehäuse (7) angeordnet ist, wobei das Schneidrad
(6) in dem Schneidrad-Gehäuse (7) eingeklipst ist, so dass es auf dem Schneidrad-Gehäuse
(7) gelagert ist, und/oder so dass ein Nutzbereich des Schneidrads (6) ausschließlich
durch das Schneidrad-Gehäuse (7) zugänglich ist, und/oder so dass das Schneidrad-Gehäuse
(7) eine Lagerung des Schneidrads (6) an einem federgelagertem Hebelarm (8) bildet.
10. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Sicherheitselement, das das Schneidrad (6) derart umfasst, dass es ein Eingreifen
von außen in das passive Schneidrad (6) verhindert.
11. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Roboter-Gebläse, welches ausgebildet ist, während eines Saugvorgangs die langgestreckten
Schmutzpartikel abzusaugen, so dass sie durch den Saugkanal in eine Staubbox zum Sammeln
von Staub gesaugt werden.
12. Reinigungsstation für einen Saugroboter, aufweisend eine Andockeinheit für einen Saugroboter,
ein Schneidrad (6) und eine Steuer- oder Regeleinheit, die ausgebildet ist, auf eine
Mantelfläche einer Borstwalze eines sich in der Andockstation befindenden Saugroboters
eine definierte Schneidkraft wirken zu lassen.