[0001] Die Erfindung betrifft einen Saugroboter. Insbesondere betrifft die Erfindung einen
Saugroboter mit einem Gehäuse, welches an einer Unterseite einen Saugmund zum Einsaugen
von Luft und Schmutzpartikeln und einen Saugraum mit einem aus dem Saugraum abgehenden
Saugkanal zum Abtransportieren von Luft und Schmutzpartikeln aufweist, und einer im
Saugraum angeordneten drehbaren Borstwalze zum Aufnehmen von Schmutzpartikeln, die
zum Saugkanal abtransportierbar sind.
[0002] Aus der
US 2020/0046183 A1 ist ein derartiger Saugroboter bekannt. Er weist eine Reinigungswalze auf, die in
Endbereichen Rillen zum Sammeln von Schmutzpartikel, eine Düse zum Bringen der Schmutzpartikel
zu den Rillen und einen weiteren Sammelbereich aufweist, um den sich Schmutzpartikel
winden können. Die Reinigungswalze weist auf textilen Bodenbelägen kein gutes Reinigungsverhalten
auf, zudem ist das Transportverhalten der Reinigungswalze von Schmutzpartikel zu den
Rillen und dem Sammelbereich ungünstig.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Saugroboter mit einer Borstwalze
bereitzustellen, der ausgebildet ist, langestreckte Schmutzpartikel in einem Sammelbereich
zu sammeln und ein günstiges Transportverhalten der langgestreckten Schmutzpartikel
zu und/oder in den Sammelbereich aufweist.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Saugroboter mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben einem Verhindern oder
zumindest Reduzieren eines Verfangens von langgestreckten Schmutzpartikeln in den
Borsten der Borstwalze darin, dass ein Entfernen der langgestreckten Schmutzpartikel
auf einfache Weise mittels manueller oder automatisierter Abreinigung der Borstwalze
von umwickelten langgestreckten Schmutzpartikeln ermöglicht wird. Dabei sind sehr
steife Borsten und somit auch Borstspitzen nicht notwendig und ein kratzendes Bürstgeräusch
dieser auf einem zu reinigenden Untergrund wie einem Hartboden kann vermieden werden,
wodurch wird ein Geräuschpegel des Saugroboters während eines Reinigungsvorgangs gesenkt
wird. Die versteifende Wirkung spiegelt sich nicht in der axialen Richtung der Borstwalze
wider, wodurch der Transport der langgestreckten Schmutzpartikel zu und/oder in in
den Sammelbereich begünstigt wird.
[0006] Die Erfindung betrifft einen Saugroboter mit einem Gehäuse, welches an einer Unterseite
einen Saugmund zum Einsaugen von Luft und Schmutzpartikeln und einen Saugraum mit
einem aus dem Saugraum abgehenden Saugkanal zum Abtransportieren von Luft und Schmutzpartikeln
aufweist, und einer im Saugraum angeordneten drehbaren Borstwalze zum Aufnehmen von
Schmutzpartikeln, die zum Saugkanal abtransportierbar sind, wobei die Borstwalze aufweist:
- einen Borstwalzenkörper,
- einen Sammelbereich, welcher derart ausgebildet ist, dass sich bei Betrieb langgestreckte
Schmutzpartikel an und/oder in ihm ansammeln,
- mehrere Borsten, welche mit dem Borstwalzenkörper fest verbunden sind, und
- elastische Lamellen, welche mit dem Borstwalzenkörper fest verbunden sind, welche
im Borstwalzenquerschnitt in Umfangrichtung bezogen auf die Walzendrehrichtung in
einem vorbestimmten Abstand hinter den Borsten positioniert sind und welche eine auf
die langgestreckten Schmutzpartikel einwirkende Querkraftkomponente in eine axiale
Richtung des Borstwalzenkörpers aufweisen, die ausreichend ist, die langestreckten
Schmutzpartikel zu und/oder in den Sammelbereich zu transportieren.
[0007] Die während des Reinigungsvorgangs von der Borstwalze aufgenommenen langgestreckten
Schmutzpartikel verfangen durch die Anordnung von Borsten und elastischen Lamellen
nicht fest in den Borsten. Vielmehr werden die langgestreckten Schmutzpartikel auf
der Borstwalze aufgrund der durch die Lamellen auf die langgestreckten Schmutzpartikel
einwirkende Querkraftkomponente in axialer Richtung der Borstwalze in Richtung zu
dem Sammelbereich transportiert. In diesem Sammelbereich kann anschließend eine manuelle
oder automatisierte Abreinigung der langgestreckten Schmutzpartikel erfolgen. Einhergehend
ist der Aspekt, dass sich eine Reinigungsleistung üblicherweise bei steiferen Borsten
verbessert, was hier aufgrund der stützenden Wirkung der angrenzend angeordneten Lamellen
erzielt wird.
[0008] Bei den langestreckten Schmutzpartikeln handelt es sich insbesondere um Fasern wie
beispielsweise Haare. Der Borstwalzenkörper ist zylinderförmig, bevorzugt als Hohlzylinder,
ausgebildet, welcher eine Walzenachse aufweist, die eine Drehachse darstellt. Die
Querkraftkomponente ist eine Kraftkomponente, die quer zu der Walzenachse des Borstwalzenkörpers
wirkt. Der Sammelbereich kann segmentiert ausgebildet sein, d.h. mehrere voneinander
beabstandete Teilbereiche aufweisen. Ferner kann der Sammelbereich eine Abreinigungsstelle
aufweisen, welche ein Abreinigen der langgestreckten Schmutzpartikel von dem Sammelbereich
ermöglicht. Der Sammelbereich ist derart ausgebildet, dass sich die langgestreckten
Schmutzpartikel, die während des Reinigungsvorgangs des Saugroboters in ihm gesammelt
werden, sich um ihn winden können. Der Saugraum ist zum Aufbauen eines Unterdruckes
ausgebildet, der bei Betrieb mittels eines Gebläses des Saugroboters erzeugt wird.
Der Saugraum ist an einer Unterseite offen und weist eine längliche Öffnung auf, nämlich
den Saugmund. Ferner weist der Saugroboter einen Sammelbehälter zum Sammeln von Staub-
und Schmutzpartikeln auf.
[0009] Die Abreinigungsstelle kann ein Schneidrad aufweisen, das ausgebildet ist, auf sich
im Sammelbereich befindende langgestreckte Schmutzpartikel eine Rollschneidfunktion
auszuüben, wenn es in Drehung versetzt wird. Dadurch werden die sich im Sammelbereich
befindenden langgestreckten Schmutzpartikel klein geschnitten und können dann derart
durch den Saugkanal abtransportiert werden. Das Schneidrad kann beispielsweise derart
in Kontakt mit dem Borstwalzenkörper sein, dass es durch Drehung des Borstwalzenkörpers
in Drehung versetzt wird. Alternativ oder zusätzlich kann das Schneidrad derart angeordnet
und ausgebildet sein, dass es von einem Nutzer und/oder einer externen Vorrichtung
betätigbar ist.
[0010] Wenn der Sammelbereich Abreinigungsstellen-frei d.h. Schneidrad-frei ausgebildet
ist, kann eine Reinigungsstation, an die der Saugroboter zur Entleerung und/oder Energieversorgung
andockt, das Schneidrad aufweisen, das ausgebildet ist, während des Andockens und/oder
der Entleerung eine auf sich im Sammelbereich befindende langgestreckte Schmutzpartikel
eine Rollschneidfunktion auszuüben, wenn es in Drehung versetzt wird.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Winkelabstand entlang der Umfangrichtung
zwischen den Borsten und äußersten Wirkpunkten der Lamellen < 45°, bevorzugt < 30°,
bevorzugter < 20°, noch bevorzugtere 10° ist, bezogen auf gedachte Verbindungslinien
der äußersten Wirkpunkte zu einer Walzenachse des Borstwalzenkörpers. Bei den gedachten
Verbindungslinien kann es sich um der Borsten handeln. Bevorzugt verlaufen beide Achsen
durch die Walzenachse. Alternativ bevorzugt verlaufen nicht beide Achsen durch die
Walzenachse. Dadurch wird eine Neigung der Lamellen zu den Borsten erzielt. Die äußersten
Wirkpunkte der Lamellen sind bevorzugt Außenkanten der Lamellen. Die äußersten Wirkpunkte
der Borsten sind bevorzugt Außenkanten der Borsten.
[0012] Bevorzugt weisen die Lamellen einen Lamellen-Wirkdurchmesser auf, welcher durch äußerste
Wirkpunkte der Lamellen definiert ist und welcher kleiner oder gleich bevorzugter
kleiner als ein Borsten-Wirkdurchmesser der Borsten ist, welcher durch äußerste Wirkpunkte
der Borsten definiert ist. Somit wird eine Aufnahme langgestreckter Schmutzpartikel
bei Betrieb des Saugroboters von einem zu saugenden Untergrund wie einem Boden weiterhin
ermöglicht. Der Lamellen-Wirkdurchmesser liegt bevorzugt im Bereich von 34 mm bis
44 mm. Der Borsten-Wirkdurchmesser liegt bevorzugt im Bereich von 37 mm bis 47 mm.
Ein Außendurchmesser des Borstwalzenkörpers liegt bevorzugt im Bereich von 13,5 bis
23,5 mm.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen eine Helix der Borsten und eine weitere
Helix der dahinter positionierten Lamellen eine Verdrehung um die Drehachse des Borstwalzenkörpers
auf, welche auf einem oder mehreren Teilabschnitten ≥90°, bevorzugt ≥ 120°, bevorzugter
≥ 150°, noch bevorzugter gleich 180° ist. Die Helix von ≥90° verläuft je auf einem
Teilabschnitt des Borstwalzenkörpers, welcher bevorzugt kleiner oder gleich zu einem
Abstand der Enden des Borstwalzenkörpers zu der Abreinigungsstelle oder, wenn keine
Abreinigungsstelle vorgesehen ist, zu einer Ebene ist, in welcher sich eine Richtung
der Helix umkehrt.
[0014] Bevorzugt weist der Borstwalzenkörper einen Achsabschnitt auf, in welchem sich eine
Verdreh-Richtung der Verdrehung umkehrt. Dieser Achsabschnitt ist vorzugsweise der
Sammelbereich unabhängig davon ob er eine Abreinigungsstelle aufweist oder nicht.
[0015] Der Sammelbereich ist bevorzugt äquidistant zu den Enden des Borstwalzenkörpers ausgebildet.
Alternativ bevorzugt ist der Sammelbereich zu einem der beiden Enden des Borstwalzenkörpers
in einem Abstand angeordnet, der verschieden ist von einem weiteren Abstand, in dem
der Sammelbereich zu dem anderen Ende des Borstwalzenkörpers angeordnet ist. Der Sammelbereich
kann auch an einem oder beiden der beiden Enden des Borstwalzenkörpers ausgebildet
sein. So können langgestreckte Schmutzpartikel, welche die seitlichen Lagerstellen
des Borstwalzenkörpers beeinflussen gesammelt und ggf. abgereinigt werden. Bevorzugt
variiert der Borstwalzenkörper-Außendurchmesser des Borstwalzenkörpers an dem entsprechenden
Ende, an dem der Sammelbereich ausgebildet ist. Durch eine Erhöhung des Borstwalzenkörper-Außendurchmessers
an dem Ende des Borstwalzenkörpers, an dem sich der Sammelbereich befindet, kann beispielsweise
erwirkt werden, dass die langgestreckten Schmutzpartikel nicht weiter in die seitlichen
Lagerstellen wandern.
[0016] Der Sammelbereich kann segmentiert ausgebildet sein. D.h., er kann mehrere voneinander
getrennte Teilbereiche aufweisen. Beispielsweise können ein Teilbereich äquidistant
zu beiden Enden des Borstwalzenkörpers und weitere Teilbereiche an einem oder beiden
Enden des Borstwalzenkörpers ausgebildet sein, wodurch drei verschiedene Sammelbereich-Teilbereiche
ausgebildet sind.
[0017] Bevorzugt ist eine Mantelfläche des Borstwalzenkörpers im Sammelbereich aus einem
glasfaserfreien Kunststoff ausgebildet. Beispielsweise ist sie als Zwei-Komponenten-Spritzguss-Komponente
aus einem Werkstoff wie PP (Polypropylen), PC (Polycarbonat), POM (Polyoxymethylen
bzw. Polyacetal), PVC (Polyvinylchlorid), PE (Polyethylen) und/oder ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer)
gebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Borstenwalzenkörper aus einem
glasfaserfreien Kunststoff ausgeführt sein.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Sammelstelle Borsten- und Lamellen-frei
ausgebildet. Dadurch wird eine gute manuelle oder automatische Abreinigung ermöglicht.
Der Sammelbereich ist bevorzugt durch einen Bereich des Borstwalzenkörpers ausgebildet,
an dem keine Lamellen oder Borsten befestigt sind und der axial benachbart zu einem
weiteren Bereich des Borstwalzenkörpers angeordnet ist, der Lamellen und Borsten aufweist.
[0019] Bevorzugt ist weiterhin ein Körper im Saugmund benachbart zu der Borstwalze angeordnet
und ausgebildet, um ein Festziehen der langgestreckten Schmutzpartikel im Sammelbereich
um einen Mantel des Borstwalzenkörpers zu bewirken. Dadurch wird eine Position der
langgestreckten Schmutzpartikel weiterhin definierter im Sammelbereich gehalten. Der
Körper kann beispielsweise als Elastomerteil z.B. im Saugmund ausgebildet sein. Der
Körper kann auch als eine entsprechend vorbestimmte Form einer den Saugmund begrenzenden
Kunststoff-Hüllfläche mit einer den Sammelbereich nahezu ausfüllenden Kontur ausgebildet
sein. Weiterhin kann der Körper als eine Innenfläche des Gehäuses im Bereich des Saugmundes,
welcher die Borstwalze umfasst, mit einer Struktur ausgebildet sein, welche an Spitzen
der Borsten bei Betrieb reibt. Beispielsweise kann die Struktur als eine nicht-glatte
Innenoberfläche ausgebildet sein. Ferner kann der Körper als eine Innenfläche des
Gehäuses im Bereich des Saugmundes, welcher die Borstwalze umfasst, mit einem Material
ausgebildet sein, welches an den Spitzen der Borsten reibt. Das Material kann z.B.
ein Stoff, eine Gummilamelle, feinere Borstenelemente als die Borsten und/oder ein
Fadenheber sein.
[0020] Jede Lamelle ist bevorzugt jeweils Teil eines 2-Komponenten-Spritzgussteils mit einer
Hartkomponente und einer die Lamelle darstellenden elastischen Komponente, wobei die
Hartkomponente an den Borstwalzenkörper fest montiert ist und die elastische Komponente
als Lamelle im Borstwalzenquerschnitt bezogen auf die Drehrichtung der Borstwalze
bei Betrieb des Saugroboters hinter den Borsten positioniert ist. Die Montage des
2-Komponenten-Spritzgussteils auf dem Borstwalzenkörper ist vorzugsweise über Schrauben
realisiert. Eine Höhe der Lamelle ist bevorzugt größer oder gleich einer Höhe der
fest mit der Lamelle verbundenen Hartkomponente. Die Hartkomponente befindet sich,
bezogen auf eine Drehrichtung der Borstwalze bei Betrieb des Saugroboters, bevorzugt
an einer Hinterseite der jeweilig damit verbundenen Lamelle. Bevorzugt ist ein Durchmesser
des Sammelbereichs kleiner als der Wirkdurchmesser der Lamellen und kleiner als ein
Durchmesser der Hartkomponenten. Der Durchmesser des Sammelbereichs entspricht bevorzugt
dem Außendurchmesser des Borstwalzenkörpers.
[0021] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Borstwalze, aufweisend
folgende Schritte
- Bereitstellen eines Borstwalzenkörpers,
- Beborsten des Borstwalzenkörpers, so dass Borsten mit dem Borstwalzenkörper fest verbunden
sind, und
- Anordnen mehrerer 2-Komponenten-Spritzgussteile mit einer Hartkomponente und einer
elastischen Komponente, so dass die Hartkomponenten an den Borstwalzenkörper festmontiert
werden und die elastischen Komponenten als Lamellen im Borstwalzenquerschnitt bezogen
auf die Drehrichtung hinter den Borsten positioniert werden.
[0022] Mittels des Verfahrens kann ein im Zylinderquerschnitt relativ geringer Abstand von
den Borsten zu den Lamellen erreicht werden und den daran direkt anliegenden und mit
den Lamellen verbundenen Hartkomponenten erreicht werden. Zudem lässt sich mit dem
Verfahren eine Borstwalze erreichen, welche Lamellen in einer 180° Helix aufweist.
[0023] Jedes 2-Komponenten-Spritzgussteil enthält eine Hartkomponente, welche zur festen
Montage auf dem Borstwalzenkörper vorgesehen ist und an welcher eine elastische Komponente
vorgesehen ist. Die elastische Komponente vorzugsweise TPE (Thermoplastisches Elastomer)
oder TPU (Thermoplastisches Polyurethan) wird bevorzugt direkt an die Hartkomponente
angespritzt, wodurch eine chemische Verbindung der zwei Komponenten entsteht. Jedes
2-Komponenten-Spritzgussteil kann direkt anliegend an die Borsten positioniert werden.
Beispielsweise weist die Hartkomponente eine Härte Shore A50 - Shore A80 und/oder
eine Stärke im Bereich von 0,4mm bis 1,5mm auf.
[0024] Die Montage des 2-Komponenten-Spritzgussteils auf dem Borstwalzenkörper wird vorzugsweise
über Schrauben realisiert. Das 2-Kompnenten-Spritzgussteil wird bevorzugt derart ausgebildet,
dass eine Höhe jeder Lamelle größer oder gleich einer Höhe der fest mit der Lamelle
verbundenen Hartkomponente ist. Bevorzugt ist die Höhe jeder Lamelle mindestens zweimal
größer zu der Höhe der fest mit der Lamelle verbundenen Hartkomponente. Die Hartkomponente
wird bevorzugt, bezogen auf eine Drehrichtung der Borstwalze bei Betrieb des Saugroboters,
an der Hinterseite der jeweilig damit verbundenen Lamelle angeordnet.
[0025] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Borstwalze, aufweisend
folgende Schritte
- Bereitstellen eines Borstwalzenkörpers,
- vollständiges Umspritzen des Borstwalzenkörpers mit einer elastischen Komponente unter
Ausbildung von Lamellen, und
- Beborsten des Borstwalzenkörpers, so dass Borsten mit dem Borstwalzenkörper fest verbunden
sind, und die Lamellen im Borstwalzenquerschnitt bezogen auf die Drehrichtung der
Borstwalze hinter den Borsten positioniert sind.
[0026] Mittels dieses Verfahrens kann ein im Zylinderquerschnitt relativ geringer Abstand
von den Borsten zu den Lamellen erreicht werden. Die Lamellen sind in die elastische
Komponente integriert. Aufgrund der Elastizität der Lamellen ist eine anschließende
Beborstung nahe der Lamellen möglich. Die Lamellen sind von Grund auf flexibel und
können weiterhin geometrische Merkmale beinhalten, welche ein Ausweichen der Lamelle
durch dessen Deformation im Injektionsprozess der Borsten beispielsweise durch ein
Konus-förmiges Werkzeug begünstigen. Somit kann eine Beborstung möglichst nahe der
Lamellen erfolgen. Bevorzugt wird der Borstwalzenkörper als 2-Komponenten-Borstwalzenkörper
bereitgestellt.
[0027] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen Saugroboter;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht eines Saugroboters gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht eines Saugroboters gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Borstwalze des in Fig. 1 gezeigten Saugroboters;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Borstwalze eines Saugroboters;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte Borstwalze mit langestreckten Schmutzpartikeln
auf den Borsten;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte Borstwalze mit langgestreckten Schmutzpartikeln
in einem Sammelbereich;
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte Borstwalze mit langgestreckten Schmutzpartikeln
in einem Sammelbereich;
- Fig. 9
- eine Querschnittsansicht der in Fig. 8 gezeigten Borstwalze;
- Fig. 10
- eine weitere Querschnittsansicht der in Fig. 8 gezeigten Borstwalze;
- Fig. 11
- eine weitere Querschnittansicht der in Fig. 8 gezeigten Borstwalze;
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf eine Borstwalze eines Saugroboters;
- Fig. 13
- eine Querschnittsansicht der in Fig. 12 gezeigten Borstwalze;
- Fig. 14
- eine weitere Querschnittsansicht der in Fig. 12 gezeigten Borstwalze;
- Fig. 15
- eine weitere Draufsicht auf eine Borstwalze eines Saugroboters; und
- Fig. 16
- eine Teil-Draufsicht auf einen Saugroboter gemäß einer sechsten Ausführungsform.
[0028] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Saugroboter mit einer erfindungsgemäßen Borstwalze.
Der Saugroboter weist ein Gehäuse 11 auf, welches an einer Unterseite einen Saugmund
(nicht gezeigt) zum Einsaugen von Luft und Schmutzpartikeln aufweist. Der Saugroboter
weist ferner einen Saugraum 15 mit einem aus dem Saugraum 15 abgehenden Saugkanal
17 zum Abtransportieren von Luft und Schmutzpartikeln und eine im Saugraum 15 angeordnete
drehbare Borstwalze 14 zum Aufnehmen von Schmutzpartikeln auf, die zum Saugkanal 17
abtransportierbar sind. Der Saugraum 15 ist zum Aufbauen eines Unterdruckes ausgebildet,
der bei Betrieb mittels eines Gebläses 12 des Saugroboters erzeugt wird. Der Saugraum
15 ist an einer Unterseite offen und weist eine längliche Öffnung auf, nämlich den
Saugmund. Ferner weist der Saugroboter einen Sammelbehälter 23 zum Sammeln der Schmutzpartikel
auf. Die Borstwalze 14 weist einen Borstwalzenkörper 1, darauf angeordnete Lamellen
2, darauf angeordnete Borsten 3 und einen Sammelbereich 4 auf, der Bosten-frei und
Lamellen-frei ausgebildet ist und ausgebildet ist, langestreckte Schmutzpartikel (nicht
gezeigt) zu sammeln, indem sie sich um ihn winden. Der Saugbroboter ist selbstfahrend
mittels Rädern 16 ausgebildet.
[0029] Bei Betrieb des Saugroboters erzeugt das Gebläse 12 einen Saugstrom, der erst durch
den Saugmund, dann durch den Saugraum 15, danach durch den Saugkanal 17 und anschließend
durch den Sammelbehälter 23 strömt. Dabei rotiert die Borstwalze 14, um ein Reinigen
eines Untergrunds (nicht gezeigt) zu unterstützen.
[0030] Fig. 2 zeigt eine Querschnittsansicht eines Saugroboters gemäß einer ersten Ausführungsform.
In dieser ersten Ausführungsform ist das Schneidrad 19 beabstandet vom der Borstenwalze
14 im Saugraum 15 angeordnet. Der in Fig. 2 gezeigte Saugroboter entspricht dem in
Fig. 1 gezeigten Saugroboter, wobei er weiterhin ein Schneidrad 19 aufweist, das in
einem Schneidrad-Gehäuse 20 untergebracht ist und von einer bewegbaren Halterung 21
gehalten wird. Das Schneidrad 19 ist im Saugraum 15 derart über der Borstwalze 14
angeordnet, dass es sich oberhalb des Sammelbereichs 4 befindet. Durch das Ansammeln
von Schmutzpartikeln im Sammelbereich 4, kommt es zu einem Kontakt mit dem Schneidrad.
Figur 2 zeigt den Saugroboter mit einem Schneidrad in einem inaktiven Zustand, d.h.
er führt keinen Reinigungsvorgang an der Borstwalze durch. Das Schneidrad 19 ist zu
der Borstwalze 14 in einem vorbestimmten Abstand angeordnet.
[0031] Fig. 3 zeigt eine Querschnittsansicht des in Fig. 2 gezeigten Saugroboters in einer
zweiten Ausführungsform. Der in Fig. 3 gezeigte Saugroboter entspricht dem in Fig.
1 gezeigten Saugroboter mit dem Unterschied, dass er in einem aktiven Zustand gezeigt
ist, d.h. er führt einen Reinigungsvorgang an der Borstwalze aus und ist in Betrieb.
Bei Betrieb des Saugroboters wird das Schneidrad 19 mittels des Bewegungselements
22 in Richtung zu der Borstwalze 14 bewegt, sodass es mittels der Drehung der Borstwalze
14 in Drehung versetzt wird. Dabei übt das Schneidrad mittels über eine Feder definierte
Schnittkraft auf die Schmutzpartikel im Sammelbereich aus. Das Schneidrad 19 ist zu
der Borstwalze 14 in einem weiteren vorbestimmten Abstand angeordnet, der kleiner
als der in Fig. 2 gezeigte vorbestimmte Abstand ist. Dadurch können langestreckte
Schmutzpartikel (nicht gezeigt), die sich im Sammelbereich 4 befinden, geschnitten
werden. Die kleiner geschnittenen langgestreckten Schmutzpartikel können über den
Saugkanal 17 in den Sammelbehälter 23 abtransportiert werden, um dort zusammen mit
weiteren Schmutzpartikeln gesammelt zu werden.
[0032] Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf eine Borstwalze eines erfindungsgemäßen Saugroboters.
Die Borstwalze weist einen Borstwalzenkörper 1 und mehrere Borsten 3 auf, welche mit
dem Borstwalzenkörper 1 fest verbunden sind. Ferner weist die Borstwalze einen Sammelbereich
4 auf, welcher segmentiert ausgebildet ist, d.h. Teilbereiche aufweist. Jeder Teilbereich
des Sammelbereichs 4 ist derart ausgebildet, dass sich bei Betrieb langgestreckte
Schmutzpartikel (nicht gezeigt) an und/oder in ihm sammeln insbesondere um ihn winden
können. Weiterhin weist die Borstwalze elastische Lamellen 2 auf, welche mit dem Borstwalzenkörper
1 fest verbunden sind und welche im Borstwalzenquerschnitt in Umfangrichtung bezogen
auf die Walzendrehrichtung in einem vorbestimmten Abstand hinter den Borsten 3 positioniert
sind.
[0033] Die elastischen Lamellen 2 weisen eine auf die langgestreckten Schmutzpartikel einwirkende
Querkraftkomponente in eine axiale Richtung des Borstwalzenkörpers auf, die ausreichend
ist, die langestreckten Schmutzpartikel in einen der Teilbereiche des Sammelbereichs
4 zu transportieren. Die Borstwalze weist - rein beispielhaft - drei Teilbereiche
auf. Zwei der Teilbereiche sind an Enden des Borstwalzenkörpers 1 angeordnet, während
einer der Teilbereiche mittig angeordnet ist. Der mittig angeordnete Teilbereich weist
eine Mitte auf, die symbolhaft durch eine Strich-Punkt-Linie dargestellt ist und die
von den beiden Enden des Borstwalzenkörpers 1 jeweils mit einem Abstand a äquidistant
entfernt ist. Der Sammelbereich 4 ist Lamellen 2- und Borsten 3-frei ausgebildet.
Die Borstwalze ist punktsymmetrisch ausgebildet.
[0034] Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf eine Borstwalze eines erfindungsgemäßen Saugroboters.
Die in Fig. 5 gezeigte dritte Ausführungsform entspricht der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform
mit dem Unterschied, dass die Mitte des einen mittig angeordneten Teilbereichs 4 nicht
äquidistant zu den Enden des Borstwalzenkörpers beabstandet ist, sondern zu dem einen
Ende mit dem Abstand a beabstandet ist und zu dem anderen Ende mit einem weiteren
Abstand b beabstandet ist, der kleiner als der Abstand a ist. Die Borstwalze ist unsymmetrisch
ausgebildet.
[0035] Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte Borstwalze mit langestreckten
Schmutzpartikeln auf den Borsten. Langgesteckte Schmutzpartikeln 5 in Form von Haaren
haben sich locker um die Borsten 3 und die Lamellen 2 gewunden.
[0036] Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte Borstwalze mit langgestreckten
Schmutzpartikeln in dem Sammelbereich. Die langestreckten Schmutzpartikel 5 befinden
sich in dem mittig angeordneten Teilbereich des Sammelbereichs 4. Dort sammeln sie
sich dadurch an, dass sie sich um den Teilbereich fest winden.
[0037] Die in Fig. 6 gezeigten langgestreckten Schmutzpartikel 5 sind bei Betrieb des Saugroboters
von einem zu saugenden Untergrund aufgenommen worden und werden aufgrund der auf die
langgestreckten Schmutzpartikel 5 einwirkende Querkraftkomponente in eine axiale Richtung
des Borstwalzenkörpers in den Teilbereich des Sammelbereichs 4 im weiteren zeitlichen
Verlauf des Reinigungsvorgangs des Saugroboters transportiert, um sich in ihm zu sammeln,
wie in Fig. 7 gezeigt ist.
[0038] Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte Borstwalze mit langgestreckten
Schmutzpartikeln in dem Sammelbereich. Die in Fig. 5 gezeigte Draufsicht entspricht
der in Fig. 7 gezeigten Draufsicht mit dem Unterschied, dass sich die langgestreckten
Schmutzpartikel 5 in einem der beiden Teilbereiche des Sammelbereichs 4 befinden,
der am Ende des Borstwalzenkörpers 1 ausgebildet ist.
[0039] Fig. 9 zeigt eine Querschnittsansicht der in Fig. 8 gezeigten Borstwalze entlang
der Linie VI-VI. Der Borstwalzenkörper 1 weist dabei eine Mantelfläche aus einem glasfaserfreien
Kunststoff aus. In einer alternativen Ausführungsform ist es denkbar, den Borstenwalzenkörper
als Hohlzylinder beispielsweise aus einem glasfaserfreien Kunststoff auszubilden.
[0040] Fig. 10 zeigt eine weitere Querschnittsansicht der in Fig. 8 gezeigten Borstwalze
entlang der Linie VII-VII. Die Borstwalze weist den Borstwalzenkörper 1 auf, der bei
Betrieb des Saugroboters in Pfeilrichtung gedreht wird. Die Lamellen 2 sind in Drehrichtung
hinter den Borsten 3 angeordnet. Die Borsten 3 weisen einen Borsten-Wirkdurchmesser
d4 auf, der durch die äußersten Wirkpunkte der Borsten 3 definiert ist. Ein Winkelabstand
α entlang der Umfangrichtung zwischen den Borsten 3 und einem äußersten Wirkpunkt
der Lamellen 2 ist < 45°, bezogen auf gedachte Verbindungslinien 7 der Wirkpunkte
zu einer Achse 6 des zylinderförmigen Borstwalzenkörpers 1.
[0041] Fig. 11 zeigt eine weitere Querschnittansicht der in Fig. 8 gezeigten Borstwalze
entlang der Linie VII-VII. Fig. 8 entspricht der Fig. 10 mit dem Unterschied, dass
ein Lamellen-Wirkdurchmesser d3 der Lamellen 2 gezeigt ist, der durch die äußersten
Wirkpunkte der Lamellen 2 definiert ist. Der Lamellen-Wirkdurchmesser d3 ist kleiner
als der Borsten-Wirkdurchmesser d4.
[0042] Fig. 12 zeigt eine Draufsicht auf eine Borstwalze eines Saugroboters gemäß einer
vierten Ausführungsform. Die in Fig. 9 gezeigte vierte Ausführungsform entspricht
der in Fig. 4 gezeigten zweiten Ausführungsform mit dem Unterschied, dass die Lamellen
2 jeweils mit einer Hartkomponente 9 verbunden sind, die an dem Borstwalzenkörper
1 mittels Schrauben 8 befestigt ist.
[0043] Fig. 13 zeigt eine Querschnittsansicht der in Fig. 12 gezeigten Borstwalze entlang
der Linie X-X. Die Hartkomponente 9 ist an dem Borstwalzenkörper 1 mittels der Schrauben
(8) festmontiert. An der Hartkomponente 9 ist eine elastische Komponente in Form der
Lamelle 2 angespritzt und mit ihm dadurch chemisch verbunden. Die Hartkomponente 9
und die Lamelle 2 bilden daher ein 2-Komponenten-Spritzgussteil. Jede Hartkomponente
9 ist samt Lamelle 2 direkt anliegend an die Borsten 3 positioniert. Eine Höhe h
1 der Lamelle 2 ist doppelt so groß wie eine Höhe h
2 der Hartkomponente 9, die sich bezogen auf eine Drehrichtung (nicht gezeigt) der
Borstwalze bei Betrieb des Saugroboters an einer Hinterseite der Lamelle 2 befindet.
[0044] Fig. 14 zeigt eine weitere Querschnittsansicht der in Fig. 12 gezeigten Borstwalze
entlang der Linie X-X. Die in Fig. 14 gezeigte Borstwalze entspricht der in Fig. 13
gezeigten Borstwalze, wobei anstelle der Höhen die Drehrichtung der Borstwalze bei
Betrieb des Saugroboters, ein Borstwalzenkörper-Außendurchmesser d
1 des Borstwalzenkörpers 1 von 18,5 mm, ein Hartkomponente-Außendurchmesser d
2 des Montagelements 9 von 26 mm, ein Lamellen-Wirkdurchmesser d
3 der Lamellen 2 von 39 mm und ein Borsten-Wirkdurchmesser d
4 der Borsten 3 von 42 mm dargestellt sind.
[0045] Fig. 15 zeigt eine Draufsicht auf eine Borstwalze eines Saugroboters gemäß einer
alternativen Ausführungsform. Diese Borstwalze bildet keinen Sammelbereich aus. Im
Reinigungsbetrieb des Saugroboters sammeln sich die Schmutzpartikel in einem mittleren
Bereich der Borstwalze. Diese Stelle kann durch einen Benutzer manuell mittels einer
Schere, einem Messer oder einem Reinigungswerkzeug gereinigt werden.
[0046] Fig. 16 zeigt eine Teil-Draufsicht auf einen Saugroboter gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Die in Fig. 16 gezeigte Borstwalze entspricht der in Fig. 4 gezeigten Borstwalze,
der Saugroboter weist aber weiterhin ein Körper 10 im Saugmund benachbart zu der Borstwalze
auf. Der Körper 10 ist angeordnet und ausgebildet, um ein Festziehen der langgestreckten
Schmutzpartikel 5 im Sammelbereich 4 um einen Mantel des Borstwalzenkörpers 1 zu bewirken.
Bezugszeichenliste
[0047]
- α
- Winkelabstand entlang der Umfangrichtung
- a
- Abstand
- b
- weiterer Abstand
- d1
- Borstwalzenkörper-Außendurchmesser
- d2
- Hartkomponente-Außendurchmesser
- d3
- Lamellen-Wirkdurchmesser
- d4
- Borsten-Wirkdurchmesser
- 1
- Borstwalzenkörper
- 2
- Lamelle
- 3
- Borste
- 4
- Sammelstelle
- 5
- langgestrecktes Schmutzpartikel
- 6
- Walzenachse
- 7
- gedachte Verbindungslinie
- 8
- Schraube
- 9
- Hartkomponente
- 10
- Körper
- 11
- Gehäuse
- 12
- Gebläse
- 14
- Borstwalze
- 15
- Saugraum
- 16
- Rad
- 17
- Saugkanal
- 18
- Saugmund
- 19
- Schneidrad
- 20
- Schneidrad-Gehäuse
- 21
- Halterung
- 22
- Bewegungselement
- 23
- Sammelbehälter
1. Saugroboter mit einem Gehäuse (11), welches an einer Unterseite einen Saugmund (18)
zum Einsaugen von Luft und Schmutzpartikeln und einen Saugraum (15) mit einem aus
dem Saugraum (15) abgehenden Saugkanal (17) zum Abtransportieren von Luft und Schmutzpartikeln
aufweist, und einer im Saugraum (15) angeordneten drehbaren Borstwalze (14) zum Aufnehmen
von Schmutzpartikeln, die zum Saugkanal (17) abtransportierbar sind, wobei die Borstwalze
(14) aufweist:
- einen Borstwalzenkörper (1),
- einen Sammelbereich (4), welcher derart ausgebildet ist, dass sich bei Betrieb langgestreckte
Schmutzpartikel (5) an und/oder in ihm ansammeln,
- mehrere Borsten (3), welche mit dem Borstwalzenkörper (1) fest verbunden sind, und
- elastische Lamellen (2), welche mit dem Borstwalzenkörper (1) fest verbunden sind,
welche im Borstwalzenquerschnitt in Umfangrichtung bezogen auf die Walzendrehrichtung
in einem vorbestimmten Abstand hinter den Borsten (3) positioniert sind und welche
eine auf die langgestreckten Schmutzpartikel (5) einwirkende Querkraftkomponente in
eine axiale Richtung des Borstwalzenkörpers (1) aufweisen, die ausreichend ist, die
langestreckten Schmutzpartikel (5) zu und/oder in den Sammelbereich (4) zu transportieren.
2. Saugroboter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Winkelabstand (a) entlang der Umfangrichtung jeweils zwischen den Borsten (3)
und äußersten Wirkpunkten der Lamellen (2) < 45°, bevorzugt < 30°, bevorzugter < 20°,
noch bevorzugter ≤ 10° ist, bezogen auf gedachte Verbindungslinien der Wirkpunkte
zu einer Achse des Borstwalzenkörpers (1).
3. Saugroboter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (2) einen Lamellen-Wirkdurchmesser (d3) aufweisen, welcher durch äußerste
Wirkpunkte der Lamellen (2) definiert ist und welcher kleiner als ein Borsten-Wirkdurchmesser
(d4) der Borsten (3) ist, welcher durch äußerste Wirkpunkte der Borsten (3) definiert
ist.
4. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Helix der Borsten (3) und eine weitere Helix der dahinter positionierten Lamellen
(2) eine Verdrehung um eine Drehachse des Borstwalzenkörpers (1) aufweisen, welche
auf einem oder mehreren Teilabschnitten ≥90°, bevorzugt ≥ 120°, bevorzugter ≥ 150°,
noch bevorzugter gleich 180° ist.
5. Saugroboter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstwalzenkörper (1) einen Achsabschnitt aufweist, in welchem sich eine Verdreh-Richtung
der Verdrehung umkehrt.
6. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelbereich (4) an einem Ende des Borstwalzenkörpers (1) angeordnet ist und
ein Borstwalzen-Außendurchmesser (d1) des Borstwalzenkörpers (1) an dem Ende variiert.
7. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mantelfläche des Borstwalzenkörpers (1) im Sammelbereich (4) aus einem glasfaserfreien
Kunststoff ausgebildet ist.
8. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelstelle (4) Borsten- und Lamellen-frei ausgebildet ist.
9. Saugroboter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin ein Körper (10) im Saugmund (15) benachbart zu der Borstwalze (14) angeordnet
und ausgebildet ist, um ein Festziehen der langgestreckten Schmutzpartikel (5) im
Sammelbereich (4) um einen Mantel des Borstwalzenkörpers (1) zu bewirken.
10. Verfahren zur Herstellung einer Borstwalze (14), aufweisend folgende Schritte
- Bereitstellen eines Borstwalzenkörpers (1),
- Beborsten des Borstwalzenkörpers (1), so dass Borsten (3) mit dem Borstwalzenkörper
(1) fest verbunden sind, und
- Anordnen von 2-Komponenten-Spritzgussteilen mit einer Hartkomponente (9) und einer
elastischen Komponente, so dass die Hartkomponenten (9) an den Borstwalzenkörper (1)
fest montiert werden und die elastischen Komponenten als Lamellen (2) im Borstwalzenquerschnitt
bezogen auf eine Drehrichtung bei Betrieb der Borstwalze hinter den Borsten (3) positioniert
werden.
11. Verfahren zur Herstellung einer Borstwalze (14), aufweisend folgende Schritte
- Bereitstellen eines Borstwalzenkörpers (1),
- vollständiges Umspritzen des bereitgestellten Borstwalzenkörpers (1) mit einer elastischen
Komponente unter Ausbildung von Lamellen (2), und
- Beborsten des Borstwalzenkörpers (1), so dass Borsten (3) mit dem Borstwalzenkörper
(1) fest verbundenwerden, und die Lamellen (2) im Borstwalzenquerschnitt bezogen auf
eine Drehrichtung der Borstwalze hinter den Borsten (3) positioniert sind.