[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für ein handgeführtes Arbeitsgerät nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 10 2017 101 992 A1 ist ein handgeführtes Arbeitsgerät mit zwei Gehäusehälften bekannt. Die eine Gehäusehälfte
weist an ihrer Außenwand eine Rippe auf, die mittels einer Presspassung in eine Nut
der Außenwand der anderen Gehäusehälfte eingebracht ist. Dadurch ist ein Trennwiderstand
zwischen den beiden Gehäusehälften erzeugt. Derartige Gehäuse können insbesondere
beim Herunterfallen aus Hüfthöhe beschädigt werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Gehäuse derart weiterzubilden,
dass es stabil ausgebildet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Gehäuse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die erste Rippe über die Trennebene in die zweite
Gehäuseschale übersteht. In der Trennebene existieren zahlreiche erste Messpunkte,
von denen ausgehend die zweite Schalenhöhe bestimmt werden kann. Erfindungsgemäß existiert
in der Trennebene mindestens ein erster Messpunkt, an dem die erste Rippenhöhe mindestens
30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zweiten Schalenhöhe
beträgt. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, dass sich die erste Rippe an Konturen
der zweiten Gehäuseschale abstützen und so für eine größere Bruchfestigkeit des Gehäuses
sorgen kann.
[0006] Es kann auch vorgesehen sein, dass mehrere erste Messpunkte in der Trennebene existieren,
an denen die erste Rippenhöhe mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt
mindestens 60% der zweiten Schalenhöhe beträgt.
[0007] Zweckmäßig weist die zweite Gehäuseschale eine zweite Rippe auf, die sich in Querrichtung
erstreckt und über die Trennebene in die erste Gehäuseschale hervorsteht. Die zweite
Rippe weist eine in Querrichtung ausgehend von einem zweiten Messpunkt in der Trennebene
bis zu einem der ersten Gehäuseschale zugewandten zweiten Ende der zweiten Rippe gemessene
zweite Rippenhöhe auf. Die erste Gehäuseschale weist eine in Quer¬richtung ausgehend
von demselben zweiten Messpunkt der Trennebene bis zu einem der zweiten Gehäuseschale
zugewandt liegenden ersten Innenseite der ersten Gehäuseschale gemessene erste Schalenhöhe
auf. Vorteilhaft existiert mindestens ein zweiter Messpunkt in der Trennebene, an
dem die zweite Rippenhöhe mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens
60% der ersten Schalenhöhe beträgt. Dadurch kann sich die zweite Rippe an Konturen
der ersten Gehäuseschale oder an der ersten Rippe der ersten Gehäuseschale abstützen
und so für eine größere Bruchfestigkeit des Gehäuses sorgen.
[0008] Die erste Rippe weist eine senkrecht zur Querrichtung in einer Wandstärkenrichtung
gemessene erste maximale Wandstärke auf. Vorteilhaft beträgt ein in Wandstärkenrichtung
gemessener Rippenabstand zwischen der ersten Rippe und der zweiten Rippe weniger als
die erste maximale Wandstärke, insbesondere weniger als zwei Drittel der ersten maximalen
Wandstärke. Bei einer Verformung der Gehäuseschalen können sich die erste Rippe und
die zweite Rippe gegeneinander abstützen. Eine Verformung der Gehäuseschalen kann
bei einem Aufprall des Gehäuses nach einem Fallen aus einer bestimmten Höhe eintreten.
Durch den geringen Abstand der Rippen zueinander ist die Bruchfestigkeit des Gehäuses
erhöht. Die Stabilität und Belastbarkeit des Gehäuses insgesamt ist erhöht. Das Gehäuse
ist in dem Bereich, in dem der Rippenabstand weniger als die erste maximale Wandstärke,
insbesondere weniger als zwei Drittel der ersten maximalen Wandstärke beträgt, versteift.
Die Versteifung wird durch das Zusammenspiel der ersten und der zweiten Rippe erreicht.
Dies bietet den Vorteil, dass die Strukturen der einzelnen Gehäuseschalen im Vergleich
zu Gehäusen mit dickeren Rippen feiner gestaltet werden können. Zusätzlich ist bei
gleichem Versteifungsgrad des Gehäuses insgesamt eine grobmaschigere Gestaltung von
Rippenstrukturen einer einzelnen Gehäuseschale möglich. Bei Herstellung des Gehäuses
aus Kunststoff durch ein Entformungsverfahren können die Formen dadurch einfacher
gestaltet und hergestellt werden.
[0009] Dickerer Rippen in nur einer Gehäuseschale würden ebenfalls zu einer größeren Versteifung
führen. Bei Gehäusen aus Kunststoff würden dickere Rippen den weiteren Nachteil aufweisen,
dass es gegenüberliegend zum Rippengrund auf der Außenseite der ersten Gehäusewand
zu optisch unschönen Einfallstellen kommen kann. Dies kann bei einer Verstärkung des
Gehäuses durch erste und zweite Rippen mit einem Rippenabstand von weniger als die
erste maximale Wandstärke, insbesondere von weniger als zwei Drittel der ersten maximalen
Wandstärke vermieden werden. Es ergibt sich eine ansprechende optische Gestaltung
bei gleichzeitig hoher Stabilität und Festigkeit des Gehäuses.
[0010] Weiterhin ist eine Versteifung durch den Rippenabstand von weniger als der ersten
maximalen Wandstärke, insbesondere von weniger als zwei Drittel der ersten maximalen
Wandstärke auf einfache Weise zu erreichen, insbesondere im Vergleich zu der Verwendung
eines separaten Versteifungsbauteils, das zwischen den beiden Gehäuseschalen eingebracht
wird.
[0011] Vorteilhaft beträgt der Rippenabstand mindestens 1%, insbesondere mindestens 5% der
ersten maximalen Wandstärke. Dadurch ist sichergestellt, dass bei einer externen Verformung
des Gehäuses, beispielsweise während eines Aufpralls, die erste Rippe und die zweite
Rippe aneinander zu liegen kommen und von der einen auf die andere Rippe Energie übertragen
werden kann.
[0012] Zweckmäßig ist der Rippenabstand im Wesentlichen konstant.
[0013] Vorteilhaft weicht eine in Wandstärkenrichtung gemessene Wandstärke der ersten Rippe
in Querrichtung um weniger als 10% von der ersten maximalen Wandstärke ab.
[0014] Insbesondere erstreckt sich die erste Rippe auf beiden Seiten der Trennebene.
[0015] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Rippe
zumindest einen ersten Bereich aufweist, der in einem in der Trennebene senkrecht
zu der zweiten Außenwand gemessenen ersten Abstand zu der zweiten Außenwand angeordnet
ist. Dadurch ist eine Erhöhung der Stabilität des Gehäuses auch in dem zur Außenwand
beabstandeten Bereich gegeben.
[0016] Zweckmäßig ist die erste Rippe an der ersten Außenwand festgelegt. Insbesondere ist
die erste Rippe in Querrichtung mit ihrem ersten Rippengrund an der ersten Außenwand
festgelegt. Dadurch können Kräfte zwischen der ersten Außenwand und der ersten Rippe
übertragen werden.
[0017] Insbesondere ist die erste Rippe materialeinheitlich mit der ersten Außenwand ausgebildet.
Dadurch ist eine stabile Verbindung zwischen der ersten Rippe und der ersten Außenwand
hergestellt.
[0018] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Rippe
einen in Querrichtung gemessenen ersten Schalenabstand zu der zweiten Gehäuseschale
aufweist und dass der erste Schalenabstand größer als 40% der ersten maximalen Wandstärke
der ersten Rippe ist. Dadurch kann das Gehäuse so gestaltet sein, dass sich die erste
Rippe und die zweite Rippe bezüglich der Querrichtung über einen großen Bereich überlappen.
Eine Abstützung der ersten Rippe erfolgt dadurch nah an einem zweiten Rippengrund
der zweiten Rippe, wodurch Kräfte gut absorbiert und weitergeleitet werden können.
[0019] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist die erste Gehäuseschale mindestens
zwei erste Rippen auf. Zweckmäßig besitzen die mindestens zwei ersten Rippen in Querrichtung
gesehen einen Kreuzungspunkt. Durch die sich kreuzenden ersten Rippen ist eine stabile
Struktur geschaffen, die die Stabilität des Gehäuses erhöht. Insbesondere weist der
Kreuzungspunkt in Querrichtung gesehen einen ersten Kreuzabstand zu der ersten Gehäusewand
auf. Zweckmäßig erstrecken sich die mindestens zwei ersten Rippen in Querrichtung
gesehen ausgehend von dem Kreuzungspunkt bis zu der ersten Gehäusewand. Dadurch können
zwischen dem Kreuzungspunkt und der ersten Gehäusewand Kräfte übertragen werden. Die
mindestens zwei ersten Rippen können bei der Aufnahme von Kräften über den Kreuzungspunkt
mitwirken. Dadurch verteilen sich Kräfte gleichmäßiger und können vom Gehäuse leichter
ohne Beschädigung aufgenommen werden.
[0020] Zweckmäßig weist die erste Gehäuseschale mehrere erste Rippen auf. Insbesondere weist
die zweite Gehäuseschale mehrere zweite Rippen auf.
[0021] Die mehreren ersten Rippen und die mehreren zweiten Rippen besitzen eine in der Trennebene
gemessene aufsummierte Gesamtlänge. Die mehreren ersten Rippen und die mehreren zweiten
Rippen sind in der Trennebene durch ein einhüllendes Polygon begrenzt. Die Eckpunkte
des Polygons liegen auf Endpunkten der mehreren ersten Rippen und der mehreren zweiten
Rippen in der Trennebene. Das Polygon weist eine Polygonfläche auf. In vorteilhafter
Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Quotient aus der Gesamtlänge
der mehreren ersten Rippen und der mehreren zweiten Rippen und der Polygonfläche mindestens
0,2 mm
-1 beträgt. Dadurch ergibt sich eine ausreichend große Rippendichte für eine hohe Stabilität
des Gehäuses.
[0022] Zweckmäßig weist die erste Rippe eine erste Aussparung auf. Insbesondere weist die
zweite Gehäuseschale eine zweite Verstärkungsrippe auf. Die zweite Verstärkungsrippe
erstreckt sich ausgehend von der zweiten Gehäusewand in Querrichtung in Richtung auf
die erste Gehäuseschale. Insbesondere erstreckt sich die zweite Verstärkungsrippe
ausschließlich auf einer Seite der Trennebene. Es kann auch vorgesehen sein, dass
die zweite Verstärkungsrippe eine zweite Rippe der zweiten Gehäuseschale ist und über
die Trennebene hinaus in die erste Gehäuseschale ragt. Vorteilhaft ragt die zweite
Verstärkungsrippe in Querrichtung in die erste Aussparung der ersten Rippe ein. Insbesondere
durchkreuzt die zweite Verstärkungsrippe die Aussparung der ersten Rippe in Richtung
senkrecht zur Querrichtung. Bei einer Verformung des Gehäuses können sich die erste
Rippe der ersten Gehäuseschale und die zweite Verstärkungsrippe der zweiten Gehäuseschale
aneinander abstützen, und zwischen ihnen können Kräfte übertragen werden. Auch dies
erhöht die Stabilität.
[0023] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest ein Teil
der mehreren ersten Rippen in Querrichtung gesehen eine geschlossen um die Querrichtung
umlaufende Struktur bildet. Durch die geschlossene Struktur können die mehreren ersten
Rippen des zweiten Teils der mehreren ersten Rippen untereinander Kräfte weiterleiten.
Die Stabilität des Gehäuses ist dadurch erhöht.
[0024] Zweckmäßig sind die erste Gehäuseschale und die zweite Gehäuseschale Spritzgussteile.
[0025] Insbesondere ist das Gehäuse ein Griffgehäuse. Zweckmäßig ist an dem Griffgehäuse
ein Bedienelement zur Bedienung des Arbeitsgeräts angeordnet.
[0026] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Rippe
die Trennebene über eine aufsummierte erste Länge schneidet und dass die erste Rippe
über mindestens die Hälfte der aufsummierten ersten Länge erste Messpunkte besitzt,
an denen die erste Rippenhöhe mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt
mindestens 60% der zugeordneten zweiten Schalenhöhe beträgt. Dadurch kann sich die
erste Rippe bei einer Verformung des Gehäuses während eines Aufpralls über einen großen
Teil ihrer ersten Länge in der Trennebene in der zweiten Gehäuseschale abstützen.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Rippenabstand zwischen der ersten Rippe
der ersten Gehäuseschale und der zweiten Rippe der zweiten Gehäuseschale über mindestens
die Hälfte aufsummierten ersten Länge der ersten Rippe weniger als die erste maximale
Wandstärke der ersten Rippe, insbesondere weniger als zwei Drittel der ersten maximalen
Wandstärke der ersten Rippe beträgt. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die zweite
Rippe die Trennebene über eine aufsummierte zweite Länge schneidet und dass die zweite
Rippe über mindestens die Hälfte der aufsummierten zweiten Länge erste Messpunkte
besitzt, an denen die zweite Rippenhöhe mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%,
bevorzugt mindestens 60% der zugeordneten zweiten Schalenhöhe beträgt.
[0027] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Arbeitsgeräts mit einem Gehäuse,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Gehäuses,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Gehäuseschale des Gehäuses nach Fig.
2 mit Blick auf eine Innenseite der ersten Gehäuseschale,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Gehäuseschale des Gehäuses nach Fig.
2 mit Blick auf eine Innenseite der zweiten Gehäuseschale,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht in einer Querrichtung auf die Innenseite der ersten Gehäuseschale
aus Fig. 3,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht in Querrichtung auf die Innenseite der zweiten Gehäuseschale aus
Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der ersten Gehäuseschale aus Fig. 3 senkrecht zur Querrichtung,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht der zweiten Gehäuseschale aus Fig. 4 senkrecht zur Querrichtung,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht der ersten Gehäuseschale aus Fig. 3 senkrecht zur Querrichtung,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht der zweiten Gehäuseschale aus Fig. 4 senkrecht zur Querrichtung,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht auf das Gehäuse aus Fig. 2 senkrecht zur Querrichtung,
- Fig. 12
- einen Schnitt entlang der Schnittebene XII-XII aus Fig. 11,
- Fig. 13
- einen Schnitt entlang der Schnittebene XIII-XIII aus Fig. 12,
- Fig. 14
- ein Detail der Schnittdarstellung aus Fig. 13,
- Fig. 15
- einen Schnitt entlang der Schnittebene XV-XV aus Fig. 12,
- Fig. 16
- einen Schnitt entlang der Schnittebene XVI-XVI aus Fig. 12,
- Fig. 17
- einen Schnitt entlang der Schnittebene XVII-XVII aus Fig. 11,
- Fig. 18
- ein Detail der Schnittdarstellung aus Fig. 17 und
- Fig. 19
- das Detail aus Fig. 18 mit Markierung der ersten und zweiten Rippen.
[0028] Fig. 1 zeigt ein handgeführtes Arbeitsgerät 2. Bei dem handgeführten Arbeitsgerät
2 handelt es sich um ein Saugblasgerät. Das Arbeitsgerät kann aber beispielsweise
auch eine Motorkettensäge, ein Freischneider, ein Trennschleifer oder dgl. sein.
[0029] Das Arbeitsgerät 2 besitzt ein Gehäuse 1. Im Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse
1 ein Griffgehäuse. Bei dem Gehäuse kann es sich aber auch um jede andere Art von
Gehäuse, beispielsweise ein Motorgehäuse oder dgl. handeln.
[0030] Wie in Fig. 2 dargestellt, weist das Arbeitsgerät 2 ein Bedienelement 5 auf. Im Ausführungsbeispiel
ist das Bedienelement 5 ein Gashebel. Mittels des Bedienelements 5 kann ein nicht
dargestellter Motor des Arbeitsgeräts 2 bedient werden. Das Bedienelement 5 ragt aus
dem Gehäuse 1 hervor.
[0031] Das Gehäuse 1 weist eine erste Gehäuseschale 10 und eine zweite Gehäuseschale 20
auf. Das Bedienelement 5 ist zwischen der ersten Gehäuseschale 10 und der zweiten
Gehäuseschale 20 angeordnet.
[0032] Die erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale 20 sind jeweils in einem
Entformungsverfahren hergestellt. Die erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale
20 sind aus Kunststoff. Im Ausführungsbeispiel sind die erste Gehäuseschale 10 und
die zweite Gehäuseschale 20 jeweils in einem Spritzgussverfahren hergestellt. Die
erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale 20 sind Spritzgussteile. In Fig.
2 ist eine Querrichtung 50 eingezeichnet. Beim Zusammenbau des Gehäuses 1 werden die
erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale 20 in Querrichtung 50 aneinander
angenähert, so dass sie aneinander anliegen. Die Querrichtung 50 zeigt in zwei entgegengesetzte
Richtungen. Die Querrichtung 50 entspricht der Entformungsrichtung bei der Entformung
der ersten Gehäuseschale 10. Die Querrichtung 50 entspricht der Entformungsrichtung
bei der Entformung der zweiten Gehäuseschale 20. Mit Entformungsrichtung ist die Richtung
bezeichnet, in die die Formen für die jeweilige Gehäuseschale 10, 20 beim Entformen
entfernt werden. Hiermit ist die normale Entformungsrichtung gemeint. Die Entfernungsrichtung
von Schiebern zur Bildung von Hinterschnitten ist nicht mit dem Begriff Entformungsrichtung
bezeichnet.
[0033] Fig. 3 zeigt die erste Gehäuseschale 10 in einer perspektivischen Ansicht. Die erste
Gehäuseschale 10 besitzt eine erste Innenseite 18, die im zusammengebauten Zustand
des Gehäuses 1 der zweiten Gehäuseschale 20 zugewandt ist. Die erste Innenseite 18
ist zumindest teilweise von einer ersten Außenwand 11 begrenzt. Die erste Außenwand
11 bildet einen Teil einer Außenseite des Gehäuses 1. Die erste Außenwand 11 weist
eine erste Stirnseite 12 auf. Im zusammengebauten Zustand des Gehäuses 1 ist die erste
Stirnseite 12 der zweiten Gehäuseschale 20 zugewandt. Die erste Gehäuseschale 10 liegt
mit ihrer ersten Stirnseite 12 an der zweiten Gehäuseschale 20 an. Die erste Stirnseite
12 verläuft im Ausführungsbeispiel zumindest teilweise senkrecht zur Querrichtung
50.
[0034] Fig. 4 zeigt die zweite Gehäuseschale 20. Die zweite Gehäuseschale 20 besitzt eine
zweite Innenseite 28, die im zusammengebauten Zustand des Gehäuses 1 der ersten Gehäuseschale
10 zugewandt ist. Die zweite Innenseite 28 ist zumindest teilweise von einer zweiten
Außenwand 21 begrenzt. Die zweite Außenwand 21 bildet einen Teil einer Außenseite
des Gehäuses 1. Die zweite Außenwand 21 weist eine zweite Stirnseite 22 auf. Im zusammengebauten
Zustand des Gehäuses 1 ist die zweite Stirnseite 22 der ersten Gehäuseschale 10 zugewandt.
Die zweite Gehäuseschale 20 liegt mit ihrer zweiten Stirnseite 22 an der ersten Gehäuseschale
10 an. Die zweite Stirnseite 22 verläuft im Ausführungsbeispiel zumindest teilweise
senkrecht zur Querrichtung 50.
[0035] Die erste Außenwand 11 und die zweite Außenwand 21 bilden eine Außenseite des Gehäuses
1. Vom Begriff Außenwand sind Querverstrebungen im Inneren des Gehäuses 1 ausgenommen.
[0036] Die aneinander anliegenden Gehäuseschalen 10 und 20 sind insbesondere in den Figuren
13 bis 15 dargestellt. Aus der Zusammenschau der Figuren 3, 4 und 13 oder 14 ist ersichtlich,
dass die erste Außenwand 11 der ersten Gehäuseschale 10 und die zweite Außenwand 21
der zweiten Gehäuseschale 20 entlang einer Trennebene 3 zumindest teilweise aneinander
anliegen. In der Trennebene 3 berühren sich die erste Gehäuseschale 10 und die zweite
Gehäuseschale 20. Die Trennebene 3 verläuft quer zur Querrichtung 50. Im Ausführungsbeispiel
verläuft die Trennebene 3 senkrecht zur Querrichtung 50. In der Trennebene 3 berühren
sich die erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale 20 in Querrichtung 50.
[0037] Wie in Fig. 14 dargestellt, weist die erste Stirnseite 12 der ersten Außenwand 11
einen ersten Vorsprung 19 auf. Die zweite Stirnseite 22 der zweiten Außenwand 21 weist
einen zweiten Vorsprung 29 auf. Der erste Vorsprung 19 steht in Querrichtung 50 in
Richtung auf die zweite Gehäuseschale 20 über einen ersten Stirngrund 51 der ersten
Stirnseite 12 hervor (Fig. 14). Der zweite Vorsprung 29 steht in Querrichtung 50 in
Richtung auf die erste Gehäuseschale 10 über einen zweiten Stirngrund 61 der zweiten
Stirnseite 22 hervor. Der zweite Vorsprung 29 ist näher an einer Außenseite des Gehäuses
1 angeordnet als der erste Vorsprung 19. Eine Außenseite des zweiten Vorsprungs 29
ist Teil der Außenseite des Gehäuses 1. Der erste Vorsprung 19 korrespondiert mit
dem zweiten Vorsprung 29. Der zweite Vorsprung 29 und der erste Vorsprung 19 überlappen
sich bezüglich der Querrichtung 50. Der zweite Vorsprung 29 umgreift eine Außenseite
des ersten Vorsprungs 19 zumindest teilweise. Beim Zusammenbau des Gehäuses 1 werden
die erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale 20 mittels des ersten Vorsprungs
19 und des zweiten Vorsprungs 29 relativ zueinander positioniert. Es kann vorgesehen
sein, dass eine Außenseite des ersten Vorsprungs 19 an einer Innenseite des zweiten
Vorsprungs 29 anliegt.
[0038] In Querrichtung 50 ist der erste Vorsprung 19 durch eine erste Frontfläche 52 begrenzt.
Die erste Frontfläche 52 ist der zweiten Gehäuseschale 20 zugewandt. Die erste Frontfläche
52 liegt an dem zweiten Stirngrund 61 der zweiten Stirnseite 22 der zweiten Außenwand
21 an. Die erste Frontfläche 52 und der zweite Stirngrund 61 liegen in der Trennebene
3 aneinander an.
[0039] Der zweite Vorsprung 29 steht in Querrichtung 50 in Richtung auf die erste Gehäuseschale
10 über die Trennebene 3 über. Der zweite Vorsprung 29 ist in Querrichtung 50 durch
eine zweite Frontfläche 62 begrenzt. Zwischen der zweiten Frontfläche 62 des zweiten
Vorsprungs 29 und dem ersten Stirngrund 51 der ersten Stirnseite 12 ist eine Fuge
31 ausgebildet. Die Fuge 31 ist an der Außenseite des Gehäuses 1 sichtbar. Ein Boden
der Fuge 31 ist von dem ersten Vorsprung 19 gebildet. Die Fuge 31 verläuft zwischen
der ersten Gehäuseschale 10 und der zweiten Gehäuseschale 20. Im Ausführungsbeispiel
verläuft die Fuge 31 außerhalb der Trennebene 3.
[0040] Wie aus den Figuren 2 bis 4 ersichtlich, begrenzen die erste Außenwand 11 und die
zweite Außenwand 21 einen Hohlraum im Inneren des Gehäuses 1. In dem Hohlraum ist
in der ersten Gehäuseschale 10 (Fig. 3) eine erste Rippe 13 angeordnet. Die erste
Rippe 13 erstreckt sich ausgehend von der ersten Außenwand 11 der ersten Gehäuseschale
10 in Querrichtung 50 in Richtung auf die zweite Gehäuseschale 20 zu. Wie auch in
den Figuren 7 und 9 dargestellt, steht die erste Rippe 13 in Querrichtung 50 über
die Trennebene 3 hervor. Die erste Rippe 13 ragt in die zweite Gehäuseschale 20 hinein.
Die erste Gehäuseschale 10 weist mehrere erste Rippen 13, 33, 53, 54, 55 auf, wie
in Fig. 3 ersichtlich. Alle diese ersten Rippen 13, 33, 53, 54 und 55 stehen über
die Trennebene 3 hervor. Die erste Rippe 13, 33, 53, 54, 55 ist an der ersten Außenwand
11 festgelegt. Die erste Rippe 13 ist mit ihrem ersten Rippengrund 14 an der ersten
Außenwand 11 festgelegt (Fig. 13). Die erste Rippe 13, 33, 53, 54, 55 ist im Ausführungsbeispiel
materialeinheitlich mit der ersten Außenwand 11 ausgebildet. Die erste Rippe 13, 33,
53, 54, 55 ist in einem Spritzgussverfahren gemeinsam mit der ersten Außenwand 11
hergestellt. Die erste Rippe 13, 33, 53, 54, 55 erstreckt sich auf beiden Seiten der
Trennebene 3.
[0041] Die ersten Rippen 33, 54 und 55 bilden gemeinsam eine geschlossen um die Querrichtung
50 umlaufende Struktur (Fig. 3).
[0042] Auf der Innenseite der ersten Außenwand 11 ist eine erste Verstärkungsrippe 56 angeordnet.
Die erste Verstärkungsrippe 56 ist an der ersten Außenwand 11 festgelegt. Die erste
Verstärkungsrippe 56 erstreckt sich ausgehend von der ersten Außenwand 11 in Querrichtung
50 in Richtung auf die zweite Gehäuseschale 20 zu. Die erste Verstärkungsrippe 56
ist ausschließlich auf einer Seite der Trennebene 3 angeordnet. Die erste Verstärkungsrippe
56 verbindet vorteilhaft die erste Rippe 13 mit der ersten Rippe 53. Die ersten Rippen
13 und 53 bilden im Ausführungsbeispiel gemeinsam mit der ersten Verstärkungsrippe
56 eine geschlossen um die Querrichtung 50 umlaufende Struktur.
[0043] Fig. 4 zeigt die zweite Gehäuseschale 20 mit Blick auf ihre Innenseite. Die zweite
Gehäuseschale 20 weist eine zweite Rippe 23 auf. Die zweite Rippe 23 erstreckt sich
ausgehend von der zweiten Außenwand 21 der zweiten Gehäuseschale 20 in Querrichtung
50 in Richtung auf die erste Gehäuseschale 10 zu. Wie auch in den Figuren 8 und 10
dargestellt, steht die zweite Rippe 23 in Querrichtung 50 über die Trennebene 3 hervor.
Die zweite Rippe 23 ragt in die erste Gehäuseschale 10 hinein. Die zweite Gehäuseschale
20 weist mehrere zweite Rippen 23, 43, 63 auf (Fig. 4). Alle diese zweiten Rippen
23, 43 und 63 stehen über die Trennebene 3 hervor. Die zweite Rippe 23, 43, 63 ist
an der zweiten Außenwand 21 festgelegt. Die zweite Rippe 23 ist mit ihrem zweiten
Rippengrund 24 an der zweiten Außenwand 21 festgelegt (Fig. 15). Die zweite Rippe
23, 43, 63 ist im Ausführungsbeispiel materialeinheitlich mit der zweiten Außenwand
21 ausgebildet. Die zweite Rippe 23, 43, 63 ist in einem Spritzgussverfahren gemeinsam
mit der zweiten Außenwand 21 hergestellt.
[0044] Wie in Fig. 4 dargestellt, ist auf der Innenseite der zweiten Außenwand 21 eine zweite
Verstärkungsrippe 27 angeordnet. Die zweite Verstärkungsrippe 27 ist an der zweiten
Außenwand 21 festgelegt. Die zweite Verstärkungsrippe 27 erstreckt sich ausgehend
von der zweiten Außenwand 21 in Querrichtung 50 in Richtung auf die erste Gehäuseschale
10 zu. Die zweite Verstärkungsrippe 27 ist ausschließlich auf einer Seite der Trennebene
3 angeordnet. Die zweite Verstärkungsrippe 27 verbindet vorteilhaft die zweite Rippe
23 mit der zweiten Rippe 43. Die zweiten Rippen 23 und 43 bilden im Ausführungsbeispiel
gemeinsam mit der zweiten Verstärkungsrippe 27 eine geschlossen um die Querrichtung
50 umlaufende Struktur.
[0045] Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht auf die Innenseite der ersten Gehäuseschale 10 in
Querrichtung 50. Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht auf die Innenseite der zweiten Gehäuseschale
20 in Querrichtung 50.
[0046] Die Figuren 7 bis 10 zeigen Seitenansichten der ersten Gehäuseschale 10 und der zweiten
Gehäuseschale 20 in Richtungen senkrecht zur Querrichtung 50. Die Figuren 7 und 9
zeigen insbesondere, in welcher Form die erste Rippe 13 über die Trennebene 3 übersteht.
Die Figuren 8 und 10 zeigen insbesondere, in welcher Form die zweite Rippe 23 über
die Trennebene 3 übersteht.
[0047] Fig. 11 zeigt das Gehäuse 1 in zusammengebautem Zustand in einer Seitenansicht in
Richtung senkrecht zur Querrichtung 50. Zwischen der ersten Gehäuseschale 10 und der
zweiten Gehäuseschale 20 ist die Fuge 31 ausgebildet.
[0048] Fig. 12 zeigt einen Schnitt durch das Gehäuse 1 entlang der Schnittebene XII-XII
aus Fig. 11. Fig. 12 zeigt die erste Innenseite 18 der ersten Gehäusewand 11 der ersten
Gehäuseschale 10. In die erste Gehäuseschale 10 ragt die zweite Rippe 23 der zweiten
Gehäuseschale 20. Die erste Rippe 13 der ersten Gehäuseschale 10 und die zweite Rippe
23 der zweiten Gehäuseschale 20 sind unmittelbar nebeneinander angeordnet. Die erste
Rippe 13 der ersten Gehäuseschale 10 und die zweite Rippe 23 der zweiten Gehäuseschale
20 verlaufen in der Schnittebene parallel zueinander.
[0049] Fig. 13 zeigt einen Schnitt durch das Gehäuse 1 entlang der Schnittebene XIII-XIII
aus Fig. 12. Der Schnitt verläuft durch die erste Rippe 13 der ersten Gehäuseschale
10. Der Übergang zwischen der ersten Rippe 13 und der ersten Außenwand 11 ist gestrichelt
eingezeichnet. Die erste Rippe 13 besitzt ein erstes Ende 15. Das erste Ende 15 ist
der zweiten Gehäuseschale 20 zugewandt. Das erste Ende 15 ist der zweiten Innenseite
28 der zweiten Gehäuseschale 20 zugewandt. Das erste Ende 15 ist die Stirnseite der
ersten Rippe 13. Das erste Ende 15 ist der Rand der ersten Rippe 13. Das erste Ende
15 zeigt in Querrichtung 50.
[0050] Die erste Rippe 13 besitzt eine erste Rippenhöhe r1a, r1b. Die erste Rippenhöhe r1a,
r1b ist von der Trennebene 3 bis zu dem ersten Ende 15 der ersten Rippe 13 gemessen.
Die erste Rippenhöhe r1a, r1b ist in Querrichtung 50 gemessen. Die erste Rippenhöhe
r1a, r1b ist senkrecht zur Trennebene 3 gemessen. Die erste Rippenhöhe rla ist ausgehend
von einem ersten Messpunkt M1a gemessen. Die erste Rippenhöhe r1b ist ausgehend von
einem ersten Messpunkt M1b gemessen. Der erste Messpunkt M1a, M1b liegt in der Trennebene
3. Der erste Messpunkt M1a, M1b liegt in einem Bereich der Trennebene 3, den die erste
Rippe 13 schneidet. Der erste Messpunkt M1a ist beabstandet zu dem ersten Messpunkt
M1b. Im Ausführungsbeispiel ist die erste Rippenhöhe rla größer als die erste Rippenhöhe
r1b.
[0051] Die zweite Gehäuseschale 20 besitzt eine zweite Schalenhöhe h2a, h2b. Die zweite
Schalenhöhe h2a, h2b ist von der Trennebene 3 bis zu der zweiten Innenseite 28 der
zweiten Gehäuseschale 20 gemessen. Die zweite Innenseite 28 der zweiten Gehäuseschale
20 entspricht der Innenseite der zweiten Außenwand 21 der zweiten Gehäuseschale 20.
Die zweite Schalenhöhe h2a, h2b ist in Querrichtung 50 gemessen. Die zweite Schalenhöhe
h2a, h2b ist senkrecht zur Trennebene 3 gemessen. Die zweite Schalenhöhe h2a ist ausgehend
von dem ersten Messpunkt M1a gemessen. Die zweite Schalenhöhe h2b ist ausgehend von
dem ersten Messpunkt M1b gemessen. Die zweite Schalenhöhe h2a ist ausgehend von demselben
ersten Messpunkt M1a wie die erste Rippenhöhe rla gemessen. Die zweite Schalenhöhe
h2b ist ausgehend von demselben ersten Messpunkt M1b wie die erste Rippenhöhe r1b
gemessen. Im Ausführungsbeispiel ist die zweite Schalenhöhe h2a größer als die zweite
Schalenhöhe h2b.
[0052] In der Trennebene 3 existieren unzählige erste Messpunkte, von denen ausgehend die
erste Rippenhöhe und die zweite Schalenhöhe bestimmt werden können. In der Trennebene
3 existiert mindestens ein erster Messpunkt M1a, M1b, an dem die erste Rippenhöhe
r1a, r1b mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der
zweiten Schalenhöhe h2a, h2b beträgt. Im Ausführungsbeispiel beträgt die erste Rippenhöhe
rla mindestens 60% der zweiten Schalenhöhe h2a. Die erste Rippenhöhe r1b beträgt mindestens
60% der zweiten Schalenhöhe h2b.
[0053] Die erste Rippe 13 schneidet die Trennebene 3 über eine aufintegrierte erste Länge
l1. Die erste Rippe 13 besitzt über mindestens die Hälfte der aufintegrierten ersten
Länge l1 erste Messpunkte, an denen die erste Rippenhöhe mindestens 30%, insbesondere
mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zugeordneten zweiten Schalenhöhe beträgt.
Im Ausführungsbeispiel besitzt die erste Rippe 13 über mindestens 90% der aufintegrierten
ersten Länge l1 erste Messpunkte, an denen die erste Rippenhöhe mindestens 30%, insbesondere
mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zugeordneten zweiten Schalenhöhe beträgt.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die erste Rippe 13 über die gesamte aufintegrierte
erste Länge l1 erste Messpunkte besitzt, an denen die erste Rippenhöhe mindestens
30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zugeordneten zweiten
Schalenhöhe beträgt.
[0054] Fig. 15 zeigt einen Schnitt durch das Gehäuse 1 entlang der Schnittebene XV-XV aus
Fig. 12. Der Schnitt verläuft durch die zweite Rippe 23 der zweiten Gehäuseschale
20. Der Übergang zwischen der zweiten Rippe 23 und der zweiten Außenwand 21 ist gestrichelt
eingezeichnet. Die zweite Rippe 23 besitzt ein zweites Ende 25. Das zweite Ende 25
ist der ersten Gehäuseschale 10 zugewandt. Das zweite Ende 25 ist der ersten Innenseite
18 der ersten Gehäuseschale 10 zugewandt. Das zweite Ende 25 ist die Stirnseite der
zweiten Rippe 23. Das zweite Ende 25 ist der Rand der zweiten Rippe 23. Das zweite
Ende 25 zeigt in Querrichtung 50.
[0055] Die zweite Rippe 23 besitzt eine zweite Rippenhöhe r2a, r2b. Die zweite Rippenhöhe
r2a, r2b ist von der Trennebene 3 bis zu dem zweiten Ende 25 der zweiten Rippe 23
gemessen. Die zweite Rippenhöhe r2a, r2b ist in Querrichtung 50 gemessen. Die zweite
Rippenhöhe r2a, r2b ist senkrecht zur Trennebene 3 gemessen. Die zweite Rippenhöhe
r2a ist ausgehend von einem zweiten Messpunkt M2a gemessen. Die zweite Rippenhöhe
r2b ist ausgehend von einem zweiten Messpunkt M2b gemessen. Der zweite Messpunkt M2a,
M2b liegt in der Trennebene 3. Der zweite Messpunkt M2a, M2b liegt in einem Bereich
der Trennebene 3, den die zweite Rippe 23 schneidet. Der zweite Messpunkt M2a ist
beabstandet zu dem zweiten Messpunkt M2b. Im Ausführungsbeispiel ist die zweite Rippenhöhe
r2a größer als die zweite Rippenhöhe r2b.
[0056] Die erste Gehäuseschale 10 besitzt eine erste Schalenhöhe h1a, h1b. Die erste Schalenhöhe
h1a, h1b ist von der Trennebene 3 bis zu der ersten Innenseite 18 der ersten Gehäuseschale
10 gemessen. Die erste Innenseite 18 der ersten Gehäuseschale 10 entspricht der Innenseite
der ersten Außenwand 11 der ersten Gehäuseschale 10. Die erste Schalenhöhe h1a, h1b
ist in Querrichtung 50 gemessen. Die erste Schalenhöhe h1a, h1b ist senkrecht zur
Trennebene 3 gemessen. Die erste Schalenhöhe h1a ist ausgehend von dem zweiten Messpunkt
M2a gemessen. Die erste Schalenhöhe h1b ist ausgehend von dem zweiten Messpunkt M2b
gemessen. Die erste Schalenhöhe h1a ist ausgehend von demselben zweiten Messpunkt
M2a wie die erste Rippenhöhe rla gemessen. Die zweite Schalenhöhe h2b ist ausgehend
von demselben zweiten Messpunkt M2b wie die zweite Rippenhöhe r2b gemessen. Im Ausführungsbeispiel
ist die erste Schalenhöhe h1a größer als die erste Schalenhöhe h1b.
[0057] In der Trennebene 3 existieren unzählige zweite Messpunkte, von denen ausgehend die
zweite Rippenhöhe und die erste Schalenhöhe bestimmt werden können. In der Trennebene
3 existiert mindestens ein zweiter Messpunkt M2a, M2b, an dem die zweite Rippenhöhe
r2a, r2b mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der
ersten Schalenhöhe h1a, h1b beträgt. Im Ausführungsbeispiel beträgt die zweite Rippenhöhe
r2a mindestens 60% der ersten Schalenhöhe h1a. Die zweite Rippenhöhe r2b beträgt mindestens
60% der ersten Schalenhöhe h1b.
[0058] Die zweite Rippe 23 schneidet die Trennebene 3 über eine aufintegrierte zweite Länge
l2. Die zweite Rippe 23 besitzt über mindestens die Hälfte der aufintegrierten zweiten
Länge l2 zweite Messpunkte, an denen die zweite Rippenhöhe mindestens 30%, insbesondere
mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zugeordneten ersten Schalenhöhe beträgt.
Im Ausführungsbeispiel besitzt die zweite Rippe 23 über mindestens 90% der aufintegrierten
zweiten Länge l2 zweite Messpunkte, an denen die zweite Rippenhöhe mindestens 30%,
insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zugeordneten ersten Schalenhöhe
beträgt. Es kann auch vorgesehen sein, dass die zweite Rippe 23 über die gesamte aufintegrierte
zweite Länge l2 zweite Messpunkte besitzt, an denen die zweite Rippenhöhe mindestens
30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zugeordneten ersten
Schalenhöhe beträgt.
[0059] Im Ausführungsbeispiel berühren sich die erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale
20 bezüglich der Querrichtung 50 nur in einer einzigen Ebene. Die Lage der Trennebene
3 ist eindeutig bestimmt. Sollten die erste Gehäuseschale 10 und die zweite Gehäuseschale
20 in Querrichtung Berührpunkte in mehr als einer Ebene haben, ist die Lage der Trennebene
so zu bestimmen, dass die Trennebene senkrecht auf die Entformungsrichtung steht und
dass ein erster Flächeninhalt der ersten Außenwand gleich groß wie ein zweiter Flächeninhalt
der zweiten Außenwand ist. Der erste Flächeninhalt ist der Flächeninhalt des Teils
einer Außenseite der ersten Außenwand, der in Richtung auf die zweite Außenwand über
die zu bestimmende Trennebene übersteht und die zweite Außenwand berührt. Der zweite
Flächeninhalt ist der Flächeninhalt des Teils einer Außenseite der zweiten Außenwand,
der in Richtung auf die erste Außenwand über die zu bestimmende Trennebene übersteht
und die erste Außenwand berührt.
[0060] Fig. 16 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittebene XVI-XVI aus Fig. 12. Die Schnittebene
verläuft senkrecht zur Trennebene 3 durch die erste Rippe 13 und durch die zweite
Rippe 23. Die Schnittebene verläuft durch den in Fig. 13 dargestellten ersten Messpunkt
M1b und durch den in Fig. 15 dargestellten zweiten Messpunkt M2b. Dementsprechend
weist die erste Gehäuseschale 10 in der Schnittebene nach Fig. 16 die erste Schalenhöhe
h1b auf. Die zweite Gehäuseschale 20 weist die zweite Schalenhöhe h2b auf. Die Summe
aus der ersten Schalenhöhe h1b und der zweiten Schalenhöhe h2b ergibt die Hohlraumhöhe
h des Gehäuses 1. Die Hohlraumhöhe h ist in Querrichtung 50 zwischen der ersten Innenseite
18 der ersten Gehäuseschale 10 und der zweiten Innenseite 28 der zweiten Gehäuseschale
20 auf Höhe des ersten Messpunkts M1b gemessen. Die Hohlraumhöhe h ist von dem ersten
Nutgrund 14 der ersten Rippe 13 bis zu der zweiten Innenseite 28 der zweiten Gehäuseschale
20 gemessen.
[0061] Die erste Rippe 13 und die zweite Rippe 23 überlappen sich bezüglich der Querrichtung
50 in einem Überlappungsbereich 32. Der Überlappungsbereich 32 besitzt eine in Querrichtung
gemessene Überlappungslänge l. Die Überlappungslänge l entspricht der Summe aus der
ersten Rippenhöhe r1b und der zweiten Rippenhöhe r2b. Die Überlappungslänge l beträgt
mindestens 50%, insbesondere mindestens 60%, bevorzugt mindestens 70% der Hohlraumhöhe
h. Dies gilt analog für die Überlappungslängen am ersten Messpunkt M1a, am zweiten
Messpunkt M2a und am zweiten Messpunkt M2b.
[0062] Die erste Rippe 13 weist eine erste maximale Wandstärke mw1 auf. Die erste maximale
Wandstärke mw1 ist in einer Wandstärkenrichtung 49 gemessen. Die Wandstärkenrichtung
49 erstreckt sich senkrecht zur Querrichtung 50. Die Wandstärkenrichtung 49 erstreckt
sich parallel zur Trennebene 3.
[0063] Die zweite Rippe 23 ist in einem Rippenabstand a zur ersten Rippe 13 angeordnet.
Der Rippenabstand a ist in Wandstärkenrichtung 49 gemessen. Im Ausführungsbeispiel
ist der Rippenabstand a bezüglich der Querrichtung 50 konstant. Unabhängig vom Abstand
zur Trennebene 3 ist der Rippenabstand a konstant. Der Rippenabstand beträgt weniger
als die erste maximale Wandstärke mw1, insbesondere weniger als zwei Drittel der ersten
maximalen Wandstärke mw1.
[0064] Die zweite Rippe 23 besitzt eine in Wandstärkenrichtung 49 gemessene zweite maximale
Wandstärke mw2. Die zweite maximale Wandstärke mw2 ist im Ausführungsbeispiel gleich
groß wie die erste maximale Wandstärke mw1. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass
die erste maximale Wandstärke mw1 und die zweite maximale Wandstärke mw2 unterschiedlich
groß sind.
[0065] Der Rippenabstand a beträgt mindestens 10%, insbesondere mindestens 20% der ersten
maximalen Wandstärke mw1. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Rippenabstand a mindestens
1%, insbesondere mindestens 5% der ersten maximalen Wandstärke mw1 beträgt.
[0066] Die erste Rippe 13 weist zu der zweiten Gehäuseschale 20 einen ersten Schalenabstand
s1 auf. Der erste Schalenabstand s1 ist in Querrichtung 50 gemessen. Der erste Schalenabstand
s1 ist von dem ersten Ende 15 der ersten Rippe 13 bis zu der zweiten Innenseite 28
der zweiten Gehäusewand 21 gemessen. Der erste Schalenabstand s1 ist größer als 40%
der ersten maximalen Wandstärke mw1 der ersten Rippe 13. Dies ist auch in Fig. 13
dargestellt.
[0067] Die zweite Rippe 23 weist zu der ersten Gehäuseschale 10 einen zweiten Schalenabstand
s2 auf (Fig. 16). Der zweite Schalenabstand s2 ist in Querrichtung 50 gemessen. Der
zweite Schalenabstand s2 ist von dem ersten Ende 25 der zweiten Rippe 23 bis zu der
ersten Innenseite 18 der ersten Gehäusewand 11 gemessen. Der zweite Schalenabstand
s2 ist größer als 40% der zweiten maximalen Wandstärke mw2 der zweiten Rippe 23.
[0068] Fig. 17 zeigt einen Schnitt durch das Gehäuse 1 entlang der Schnittebene XVII-XVII
aus Fig. 11. Dadurch ist die zweite Innenseite 28 der zweiten Gehäuseschale 20 mit
ihren zweiten Rippen 23, 43 und 63 sichtbar. Die erste Rippe 13 ragt in die zweite
Gehäuseschale 20. Dasselbe gilt für die ersten Rippen 33, 53, 54 und 55. Diese Rippen
sind auch in den Figuren 3 und 4 dargestellt.
[0069] Fig. 18 zeigt ein Detail der Schnittdarstellung aus Fig. 17. Die erste Rippe 13 weist
zumindest einen Bereich 16 auf, der in einem senkrecht zur Querrichtung 50 und senkrecht
zu der zweiten Außenwand 21 gemessenen ersten Abstand d1 zu der zweiten Außenwand
21 angeordnet ist. Der erste Abstand d1 ist in der Trennebene 3 gemessen. Der erste
Abstand d1 beträgt mindestens das Fünffache, insbesondere mindestens das Zehnfache
der maximalen ersten Wandstärke mw1.
[0070] In analoger Weise weist die zweite Rippe 23 zumindest einen Bereich auf, der in einem
senkrecht zur Querrichtung 50 und senkrecht zu der ersten Außenwand 11 gemessenen
zweiten Abstand zu der ersten Außenwand 11 angeordnet ist. Der zweite Abstand ist
in der Trennebene 3 gemessen. Der zweite Abstand beträgt mindestens das Fünffache,
insbesondere mindestens das Zehnfache der maximalen zweiten Wandstärke mw2.
[0071] Die erste Gehäuseschale 10 weist mindestens zwei erste Rippen 13, 33 auf. Die mindestens
zwei ersten Rippen 13 und 33, also die erste Rippe 13 und die erste Rippe 33, besitzen
in Querrichtung 50 gesehen einen Kreuzungspunkt 4 (Fig. 18). In dem Kreuzungspunkt
4 sind die erste Rippe 13 und die erste Rippe 33 fest miteinander verbunden. Im Ausführungsbeispiel
sind die erste Rippe 13 und die erste Rippe 33 in dem Kreuzungspunkt 4 materialeinheitlich
ausgebildet. Die mindestens zwei ersten Rippen 13 und 33 erstrecken sich ausgehend
von dem Kreuzungspunkt 4 jeweils senkrecht zur Querrichtung 50 bis zu der ersten Gehäusewand
11. Der Kreuzungspunkt 4 weist in Querrichtung 50 gesehen einen Kreuzabstand kl zu
der ersten Gehäusewand 11 auf. Der Kreuzabstand k1 ist senkrecht zu der Querrichtung
50 und senkrecht zu der ersten Gehäusewand 11 gemessen. Der Kreuzabstand beträgt mindestens
das Fünffache, insbesondere mindestens das Zehnfache der ersten maximalen Wandstärke
mw1 der ersten Rippe 13.
[0072] Die erste Rippe 33, die erste Rippe 54 und die erste Rippe 55 bilden eine geschlossen
um die Querrichtung 50 umlaufende Struktur. Die Struktur weist drei Eckpunkte auf,
an denen die ersten Rippen 33, 54 und 55 miteinander verbunden sind. Die Struktur
schließt einen Hohlraum 34 ein.
[0073] Wie in den Figuren 3 und 17 dargestellt, weist die erste Rippe 13 eine erste Aussparung
17 auf. Die erste Aussparung 17 erstreckt sich in Querrichtung 50. Die Aussparung
17 dient zur Aufnahme einer zweiten Verstärkungsrippe 27 der zweiten Gehäuseschale
20. Die Verstärkungsrippe 27 ist in den Figuren 18 und 4 dargestellt. Im zusammengebauten
Zustand des Gehäuses 1 ragt die zweite Verstärkungsrippe 27 der zweiten Gehäuseschale
20 in die erste Aussparung 17 der ersten Rippe 13 der ersten Gehäuseschale 10 ein,
so dass die zweite Verstärkungsrippe 27 die Aussparung 17 der ersten Rippe 13 in Richtung
senkrecht zur Querrichtung 50 durchkreuzt. Die zweite Verstärkungsrippe 27 ist ausschließlich
auf einer Seite der Trennebene 3 angeordnet. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass
die zweite Verstärkungsrippe 27 als zweite Rippe ausgebildet ist und über die Trennebene
3 hervorsteht. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Verstärkungsrippe 27 eine Aussparung
zur Aufnahme der ersten Rippe 13 aufweist. Die erste Rippe 13 und die Verstärkungsrippe
27 sind dann in sich kreuzender Weise ineinander gesteckt.
[0074] In Fig. 19 sind die ersten Rippen der ersten Gehäuseschale 10 und die zweiten Rippen
der zweiten Gehäuseschale 20 mit gestrichelten Linien markiert. Sämtliche erste Rippen
und sämtliche zweite Rippen besitzen eine in der Trennebene 3 gemessene aufsummierte
Gesamtlänge G. Bei der Aufsummation werden die ersten Rippen und die zweiten Rippen
von der Trennebene 3 geschnitten und die Länge der ersten Rippen und der zweiten Rippen
in der Trennebene 3 gemessen und aufsummiert. Die Länge einer Rippe ist hierbei immer
in Richtung der größten Ausdehnung von einem Punkt der Rippe aus gesehen gemessen.
Bei geschwungenem oder winkligem Verlauf einer Rippe in der Trennebene 3 wird die
Länge der entsprechenden Rippe durch ein Wegintegral bestimmt.
[0075] Sämtliche erste Rippen und sämtliche zweite Rippen sind durch ein gedachtes einhüllendes
Polygon P begrenzt. Durch das Polygon P sind alle unmittelbar benachbarten Endpunkte
von ersten und zweiten Rippen in der Trennebene 3 durch gerade Linien miteinander
verbunden.
[0076] Das Polygon P schließt eine Polygonfläche P ein. Der Quotient aus Gesamtlänge G und
Polygonfläche P beträgt mindestens 0,2 mm
-1.
1. Gehäuse für ein handgeführtes Arbeitsgerät (2) umfassend zwei Gehäuseschalen (10,
20), nämlich eine erste Gehäuseschale (10) und eine zweite Gehäuseschale (20), wobei
die erste Gehäuseschale (10) eine erste Außenwand (11) aufweist, wobei die zweite
Gehäuseschale (20) eine zweite Außenwand (21) aufweist, wobei die erste Außenwand
(11) und die zweite Außenwand (21) entlang einer Trennebene (3) zumindest teilweise
aneinander anliegen, wobei die erste Gehäuseschale (10) mindestens eine erste Rippe
(13, 33, 53, 54, 55) aufweist, wobei sich die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) in
einer Querrichtung (50) quer, insbesondere senkrecht zu der Trennebene (3) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) über die Trennebene (3) in die zweite Gehäuseschale
(20) hervorsteht, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) eine in Querrichtung (50)
ausgehend von einem ersten Messpunkt (M1a, M1b) in der Trennebene (3) bis zu einem
der zweiten Gehäuseschale (20) zugewandten ersten Ende (15) der ersten Rippe (13,
33, 53, 54, 55) gemessene erste Rippenhöhe (r1a, r1b) aufweist, dass die zweite Gehäuseschale
(20) eine in Querrichtung (50) ausgehend von demselben ersten Messpunkt (M1a, M1b)
in der Trennebene (3) bis zu einer der ersten Gehäuseschale (10) zugewandt liegenden
zweiten Innenseite (28) der zweiten Gehäuseschale (20) gemessene zweite Schalenhöhe
(h2a, h2b) aufweist, und dass mindestens ein erster Messpunkt (M1a, M1b) in der Trennebene
(3) existiert, an dem die erste Rippenhöhe (r1a, r1b) mindestens 30%, insbesondere
mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der zweiten Schalenhöhe (h2a, h2b) beträgt.
2. Gehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gehäuseschale (20) eine zweite Rippe (23, 43, 63) aufweist, dass sich
die zweite Rippe (23, 43, 63) in Querrichtung (50) erstreckt, dass die zweite Rippe
(23, 43, 63) über die Trennebene (3) in die erste Gehäuseschale (10) hervorsteht,
dass die zweite Rippe (23, 43, 63) eine in Querrichtung (50) ausgehend von einem zweiten
Messpunkt (M2a, M2b) in der Trennebene (3) bis zu einem der ersten Gehäuseschale (10)
zugewandten zweiten Ende (25) der zweiten Rippe (23, 43, 63) gemessene zweite Rippenhöhe
(r2a, r2b) aufweist, dass die erste Gehäuseschale (10) eine in Querrichtung (50) ausgehend
von demselben zweiten Messpunkt (M2a, M2b) der Trennebene (3) bis zu einem der zweiten
Gehäuseschale (20) zugewandt liegenden ersten Innenseite (18) der ersten Gehäuseschale
(10) gemessene erste Schalenhöhe (h1a, h1b) aufweist, und dass mindestens ein zweiter
Messpunkt (M2a, M2b) in der Trennebene (3) existiert, an dem die zweite Rippenhöhe
(r2a, r2b) mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt mindestens 60% der
ersten Schalenhöhe (h1) beträgt.
3. Gehäuse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) eine senkrecht zur Querrichtung (50) in einer
Wandstärkenrichtung (49) gemessene erste maximale Wandstärke (mwl) aufweist, und dass
ein in Wandstärkenrichtung (49) gemessener Rippenabstand (a) zwischen der ersten Rippe
(13, 33, 53, 54, 55) und der zweiten Rippe (23, 43, 63) weniger als die erste maximale
Wandstärke (mw1), insbesondere weniger als zwei Drittel der ersten maximalen Wandstärke
(mwl) beträgt.
4. Gehäuse nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rippenabstand (a) mindestens 1%, insbesondere mindestens 5% der ersten maximalen
Wandstärke (mwl) beträgt.
5. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) zumindest einen ersten Bereich (16) aufweist,
der in einem in der Trennebene (3) senkrecht zu der zweiten Außenwand (21) gemessenen
ersten Abstand (d1) zu der zweiten Außenwand (21) angeordnet ist.
6. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) an der ersten Außenwand (11) festgelegt ist.
7. Gehäuse nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) materialeinheitlich mit der ersten Außenwand
(11) ausgebildet ist.
8. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) einen in Querrichtung (50) gemessenen ersten
Schalenabstand (s1) zu der zweiten Gehäuseschale (20) aufweist, und dass der erste
Schalenabstand (s1) größer als 40% der ersten maximalen Wandstärke (mwl) der ersten
Rippe (13, 33, 53, 54, 55) ist.
9. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gehäuseschale (10) mindestens zwei erste Rippen (13, 33) aufweist, und
dass die mindestens zwei ersten Rippen (13, 33) in Querrichtung (50) gesehen einen
Kreuzungspunkt (4) besitzen.
10. Gehäuse nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kreuzungspunkt (4) in Querrichtung (50) gesehen einen ersten Kreuzabstand (k1)
zu der ersten Gehäusewand (11) aufweist, und dass sich die mindestens zwei ersten
Rippen (13, 33) ausgehend von dem Kreuzungspunkt (4) bis zu der ersten Gehäusewand
(11) erstrecken.
11. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gehäuseschale (10) mehrere erste Rippen (13, 33, 53, 54, 55) aufweist,
dass die zweite Gehäuseschale (20) mehrere zweite Rippen (23, 43, 63) aufweist, dass
die mehreren ersten Rippen (13, 33, 53, 54, 55) und die mehreren zweiten Rippen (23,
43, 63) eine in der Trennebene (3) gemessene aufsummierte Gesamtlänge (G) besitzen,
dass die mehreren ersten Rippen (13, 33, 53, 54, 55) und die mehreren zweiten Rippen
(23, 43, 63) in der Trennebene (3) durch ein gedachtes einhüllendes Polygon (P) begrenzt
sind, dass das Polygon (P) eine Polygonfläche (A) einschließt, und dass der Quotient
aus Gesamtlänge (G) und Polygonfläche (P) mindestens 0,2 mm-1 beträgt.
12. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13) eine erste Aussparung (17) aufweist, in die eine zweite Verstärkungsrippe
(27) der zweiten Gehäuseschale (20) in Querrichtung (50) einragt, so dass die zweite
Verstärkungsrippe (27) die Aussparung (17) der ersten Rippe (13) in Richtung senkrecht
zur Querrichtung (50) durchkreuzt.
13. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gehäuseschale (10) und die zweite Gehäuseschale (20) Spritzgussteile sind.
14. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) ein Griffgehäuse ist, und dass an dem Griffgehäuse ein Bedienelement
(5) zur Bedienung des Arbeitsgeräts (2) angeordnet ist.
15. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) die Trennebene (3) über eine aufsummierte erste
Länge (l1) schneidet, und dass die erste Rippe (13, 33, 53, 54, 55) über mindestens
die Hälfte der aufsummierten ersten Länge (l1) erste Messpunkte besitzt, an denen
die erste Rippenhöhe (r1a, r1b) mindestens 30%, insbesondere mindestens 45%, bevorzugt
mindestens 60% der zugeordneten zweiten Schalenhöhe (h2a, h2b) beträgt.