[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überprüfung der Echtheit eines auf einen
Träger gedruckten Bildes für ein Sicherheits- oder Wertdokument.
[0002] Sicherheitsdokumente wie Ausweise oder Führerscheine weisen als Sicherheitsmerkmal
im Allgemeinen Lichtbilder auf. Bei der Herstellung von Ausweisdokumenten werden die
Daten der digitalen Lichtbilder mit dem Raster Imaging Process (RIP) aufbereitet.
Der Druck des im Sicherheitsdokument sichtbaren Bildes erfolgt mit farbigen Tinten
in den drei genormten Optimalfarben Cyan, Magenta, Yellow und ggf. Schwarz.
[0003] Um Manipulationen an den Lichtbildern zu erkennen, ist es üblich, Lichtbilder mit
Sicherheitsmerkmalen zu versehen, die beispielsweise in einer Zone in dem aufzubringenden
Bild vorgesehen sein können.
[0004] Sicherheitsdokumente werden u. a. gefälscht, indem über das Lichtbild des Dokumenteninhabers
ein Lichtbild einer anderen Person appliziert wird.
[0005] Die Applikation des Lichtbilds der anderen Person kann beispielsweise direkt erfolgen,
indem mittels Tintenstrahl-Druckverfahren (Ink Jet) direkt auf die Kartenoberfläche
auf das eigentliche Lichtbild gedruckt wird oder indirekt, indem zunächst auf eine
Transferfolie gedruckt und dann das Bild über das eigentliche Lichtbild kaschiert
wird. Besonders gute Fälschungen lassen dabei die übrigen Sicherheitsmerkmale wie
z.B. lumineszierenden Unterdruck oder kinematische holografische Strukturen (Identigram)
weitestgehend intakt, so dass das Dokument quasi unmanipuliert oder ein wenig gealtert
aussieht.
[0006] Manipulationen an Lichtbildern von echten Dokumenten zur Erzeugung von falschen Identitäten
sind somit ein zunehmendes Bedrohungsrisiko.
[0007] Die
US 2003/0173406 A1 lehrt ein Sicherheitsdokument mit einem sichtbaren Bild und einem nur unter UV-Bestrahlung
sichtbaren digital verstärkten Geisterbild, das in dasselbe Bild eingebracht sein
kann.
[0008] Aus der
DE 600 04 529 T2 sind Sicherheitsdokumente mit sichtbaren und personalisierten unsichtbaren Markierungen,
die nicht ohne das Mitwirken eines externen Faktors gesehen werden können, bekannt.
[0009] Die
DE 696 24 400 T2 betrifft Sicherheitsdokumente mit einem gedruckten Bild und einem in das magnetische
Medium des Bildes codierten komprimierten Digitalbild.
[0010] Die
DE 697 11 482 T2 lehrt ein in eine Gravierfolie eingraviertes Bild tragendes Zertifikat.
[0011] Aus der
US 5,421,619 ist ein Sicherheitsdokument mit einem Foto des Inhabers und einem mit einem Laser
eingebrachten geditherten Bild des Fotos bekannt.
[0012] Die
DE 10 2006 052 651 A1 betrifft einen Datenträger mit einer ersten graphischen Darstellung und einer zweiten
graphischen Darstellung, die besser gegen Manipulationen geschützt ist und als Referenz
zur Feststellung von Manipulationen an der ersten Darstellung ausgebildet ist, wobei
nur Teilbereiche der ersten und der zweiten Darstellung überlappen.
[0013] Aus der
EP 2 209 653 B1 sind Verfahren zur Herstellung von Polymerschichtverbunden für Sicherheits- und Wertdokumente
bekannt.
[0014] Ferner betrifft die
DE 10 2014 214548 A1 ein Verfahren zur Herstellung eines Dokuments, bei dem die Dokumentenschicht mit
einer Farbe in einem räumlichen Bereich durch ein Druckverfahren bedruckt wird, die
Farbe getrocknet wird, wobei aufgrund des Trocknens die in dem Bereich befindliche
Farbe eine zufällige Oberflächenstruktur einnimmt, die zufällig entstandene Oberflächenstruktur
optisch erfasst, codiert und als Sicherheitsmerkmal gespeichert wird.
[0015] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Erkennung von Manipulationen
an den Sicherheits- und Wertdokumenten anzugeben.
[0016] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren zur Überprüfung der Echtheit eines auf einen Datenträger gedruckten sichtbaren
Lichtbildes, das mit detektierbaren bildspezifischen Ergebnissen codiert ist, werden
aus dem sichtbaren Lichtbild zu erwartende bildspezifische Ergebnisse berechnet und
dann deren Übereinstimmung mit in dem Lichtbild oder in dem Bereich der Schicht oberhalb
des Lichtbildes codierten bildspezifischen Ergebnissen überprüft.
[0017] Aus den Daten eines digitalen Lichtbildes werden bildspezifische Ergebnisse berechnet
und das sichtbare, gedruckte Lichtbild oder ein Bereich wenigstens einer Schicht des
Datenträgers oberhalb des Lichtbildes wird mit diesen Ergebnissen in detektierbarer
Form codiert.
[0018] Da das sichtbare Lichtbild selbst mit den bildspezifischen Ergebnissen oder der Bereich
einer Schicht oberhalb des Lichtbildes codiert und die Codierung detektierbar ist,
kann die Überprüfung der Authentizität des Bildes allein anhand des Lichtbildes und
ggf. dem Schichtbereich des Datenträgers oberhalb des Lichtbildes erfolgen.
[0019] Die Codierung kann sowohl im sichtbaren Licht sichtbar oder unsichtbar sein. Eine
unsichtbare Codierung hat den Vorteil, dass diese für den Fälscher nicht einfach zu
erkennen ist. Die Codierung kann in dem sichtbaren Lichtbild grundsätzlich gleichzeitig
mit dem Druck des sichtbaren Lichtbildes, aber auch vor oder anschließend an den Druck
des sichtbaren Lichtbildes erfolgen.
[0020] Soweit die Codierung nicht in dem Lichtbild selbst, sondern in einem Bereich in einer
oder mehreren Schichten oberhalb, d.h. über dem Lichtbild erfolgt, d.h. entweder in
einem Bereich einer Schicht des Datenträgers zwischen dem Lichtbild und der Sichtseite
des Datenträgers oder in der Sichtseite des Datenträgers selbst oberhalb des Lichtbildes,
wird zunächst das Lichtbild gedruckt und anschließend erfolgt die Codierung in dem
Bereich in einer oder mehrerer Schichten oberhalb des Lichtbildes.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform wird das Lichtbild gedruckt, und unabhängig davon
erfolgt die Codierung mit den bildspezifischen Ergebnissen des Lichtbildes in einem
Trägerschichtenfilm, der anschließend oberhalb des Lichtbildes positioniert und fixiert
wird.
[0022] Unter den aus dem digitalen Lichtbild berechneten bildspezifischen Ergebnissen werden
im Rahmen der Erfindung aus dem jeweiligen Portrait ermittelte Konturen oder Positionen
einzelner, bestimmter Punkte eines Gesichts (Landmarks) verstanden, somit alle spezifischen
Ergebnisse, die durch Berechnung mittels eines bestimmten Algorithmus aus dem digitalen
Lichtbild eindeutig berechnet werden können.
[0023] Die Berechnung der Bildkonturen aus dem sichtbaren Lichtbild kann beispielsweise
mit der Canny-Edge-Detection (Canny- oder Canny-Edge-Algorithmus) erfolgen. Die Canny-Edge
(oder auch Canny)-Detection ist ein in der digitalen Bildverarbeitung weit verbreiteter,
robuster Algorithmus zur Kantendetektion. Er gliedert sich in verschiedene Faltungsoperationen
und liefert ein Lichtbild, welches idealerweise nur noch die Kanten des Ausgangsbildes
enthält.
[0024] Mittels der Canny-Edge-Detection können aus einem Portrait spezifische, d.h. eindeutige,
auf dem Algorithmus basierende Konturen bzw. Stützkonturen extrahiert werden und als
separates Konturenbild ausgegeben werden. Selbstverständlich können auch andere Algorithmen
eingesetzt werden, um aus dem sichtbaren Lichtbild ein Konturenbild zu extrahieren.
[0025] Bei der Berechnung der bildspezifischen Ergebnisse mit der Landmarks-Detektion werden
die Positionen einzelner, bestimmter Punkte eines Gesichts berechnet und das berechnete
Landmarks-Bild dann in dem gedruckten Lichtbild codiert, beispielsweise mittels transparenter
lumineszierender Tinte.
[0026] Um die Übereinstimmung des sichtbaren Lichtbildes mit den in dem Lichtbild codierten
bildspezifischen Ergebnissen überprüfen zu können, müssen die bildspezifischen Ergebnisse
detektierbar sein. Um diese in dem Lichtbild codierten bildspezifischen Ergebnisse
detektieren, d.h. beobachten, erkennen, messen oder sehen zu können, können die bildspezifischen
Ergebnisse in das sichtbare Lichtbild gedruckt, insbesondere mittels einer lumineszierenden
Tinte, oder in Form eines Hologramms, Barcodes oder einer Fräsung oder in anderer
beispielsweise visuell oder haptisch wahrnehmbarer oder messbarer Form in den Schichtbereich
oberhalb des sichtbaren Lichtbildes eingebracht werden.
[0027] Die Überprüfung der Echtheit eines auf einen Datenträger gedruckten Lichtbildes kann
bei einer sichtbaren Codierung wie einem Hologramm oder einer Fräsung visuell erfolgen.
Zudem können aus dem sichtbaren Lichtbild die zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse
berechnet und dann deren Übereinstimmung mit den in dem Lichtbild oder in dem Bereich
der Schicht oberhalb des Lichtbildes codierten bildspezifischen Ergebnissen überprüft
werden.
[0028] Stimmen die anhand des gedruckten Lichtbildes berechneten, zu erwartenden bildspezifischen
Ergebnisse mit den codierten bildspezifischen Ergebnissen überein, ist das Lichtbild
echt und das Lichtbild wurde in Anwendung des Verfahrens hergestellt.
[0029] Wird keine Übereinstimmung erzielt, so ist das gedruckte sichtbare Lichtbild eine
Fälschung, weil in dem gedruckten sichtbaren Lichtbild entweder überhaupt keine bildspezifischen
Ergebnisse codiert sind oder weil die in dem Lichtbild codierten bildspezifischen
Ergebnisse nicht zu dem Lichtbild passen, weil das ursprüngliche Lichtbild beispielsweise
überdruckt wurde.
[0030] Für eine verlässliche Überprüfung der Echtheit des Lichtbildes sollte, sofern die
Überprüfung durch Berechnung der zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse aus dem
sichtbaren Lichtbild erfolgt, die Berechnung mit demselben Algorithmus wie die ursprüngliche
Berechnung der bildspezifischen Ergebnisse aus den Daten des digitalen Lichtbildes
vorgenommen werden.
[0031] Vorzugsweise erfolgt die Überprüfung der Echtheit des codierten sichtbaren Lichtbildes
automatisiert.
[0032] Zusätzlich zu der automatisierten Überprüfung oder alternativ dazu kann die Überprüfung
der Codierung, soweit diese im Sichtbaren sichtbar ist oder durch Bestrahlung mittels
elektromagnetischer Strahlung, wie z.B. UV-Strahlung, sichtbar gemacht werden kann,
auch visuell erfolgen.
[0033] Nachdem die bildspezifischen Ergebnisse, die aus bildspezifischen Daten des Lichtbilds
berechnet wurden, in dem Lichtbild selbst abgelegt werden oder in einen Bereich der
Schicht oberhalb des Lichtbildes eingebracht sind, kann alleine durch eine Überprüfung
des Lichtbilds und ggf. des oberhalb des Bildes befindlichem Schichtbereichs festgestellt
werden, ob das Lichtbild manipuliert wurde oder nicht, denn wenn die in dem Lichtbild
hinterlegten bildspezifischen Ergebnisse nicht zu dem Lichtbild passen, liegt eine
Fälschung vor.
[0034] Somit kann die Prüfung der Authentizität des Dokuments allein durch die Überprüfung
des Lichtbilds als solchem und ggf. dem oberhalb befindlichen Bereich und vorzugsweise
automatisiert erfolgen, was eine sichere und schnelle Überprüfung erlaubt.
[0035] Die bildspezifischen Ergebnisse sind die aus den bildspezifischen Daten berechneten
Bildkonturen oder Landmarks (Positionen einzelner bestimmter Punkte des Gesichts).
[0036] Die bildspezifischen Ergebnisse können auf verschiedene Weise in dem Lichtbild hinterlegt
werden, beispielsweise durch Druck der Bildkonturen oder der Landmarks in das Lichtbild
mittels lumineszierender transparenter Tinte, so dass die Bildkonturen oder Landmarks
nur unter UV-Licht sichtbar sind und damit nur unter UV-Licht die Übereinstimmung
der Bildkonturen bzw. Landmarks mit dem Lichtbild überprüft werden kann.
[0037] Die Bildkonturen können jedoch auch als Hologramm oder Volumenhologramm bereitgestellt
werden, wobei ein Trägerschichtenfilm, wie beispielsweise ein holografischer Film,
mit den bildspezifischen Ergebnissen, insbesondere den Konturen, belichtet und dieser
dann passgenau auf dem Lichtbild appliziert, verklebt und versiegelt wird.
[0038] In einer weiteren Ausgestaltung werden die bildspezifischen Ergebnisse aus einem
Schichtbereich oberhalb des Lichtbildes, insbesondere auf der Sichtseite des Datenträgers,
abgetragen, beispielsweise durch Laserablation. Im Ergebnis wird somit eine Datenträgerkarte
mit einem Lichtbild erhalten, bei der die in die Sichtseite eingefrästen Konturen
als taktile Vertiefungen bei einem echten Dokument passgenau mit der Kontur des darunterliegenden
Lichtbilds übereinstimmen.
[0039] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Datenträger eine oder mehrere
Schichten aus den nachfolgenden Kunststoffen oder deren Derivaten, nämlich aus Polycarbonat,
Bisphenol-A-Polycarbonat, Carboxy-modifiziertem PC, Polyestern wie Polyethylenterephthalat
(PET), dessen Derivaten wie glykolmodifiziertem PET (PETG), Carboxy-modifiziertem
PET, Polyethylennaphthalat (PEN), vinylischen Polymeren wie Polyvinylchlorid (PVC),
Polyvinylbutyral (PVB), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol
(PS), Polyvinylphenol (PVP), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyacrylnitrilbutadienstyrol,
Polyamiden, Polyurethanen, Polyharnstoffn, Polyimiden oder thermoplastischen Elastomeren
(TPE), insbesondere thermoplastischem Polyurethan (TPU).
[0040] Nachfolgend wird eine besonders bevorzugte Ausgestaltung mit einer lumineszierenden
Tinte im Detail erläutert.
[0041] In dieserAusgestaltung weist das Lichtbild neben dem sichtbaren Lichtbild auch ein
nicht sichtbares lumineszierendes Konturenbild auf, das unter einer UV-Quelle sichtbar
gemacht werden und so die Übereinstimmung des Konturenbildes mit dem sichtbaren Lichtbild
überprüft werden kann. Das sichtbare Lichtbild wird somit mit seinem eigenen unsichtbaren
Konturenbild überdruckt.
[0042] Dadurch, dass ein Konturenbild über einen erst durch UV-Bestrahlung sichtbaren Lumineszenzfarbstoff
bereitgestellt wird, wird eine (Licht)bildmanipulation durch Folienüberklebung oder
auch durch Überdrucken unter UV-Licht sichtbar, da die eindeutige, über das visuell
sichtbare originale Lichtbild berechnete Kontur und insbesondere deren Stützstrukturen
ausschließlich zu dem originalen Lichtbild passt. Bei Manipulation des Lichtbildes
im Sichtbaren würde die Kontur nicht mehr zum manipulierten Lichtbild passen und so
die Fälschung aufgedeckt.
[0043] Bei einer mechanischen oder chemischen Rasur, bei der auch das lumineszierende Konturenbild
verändert wird, gibt es überhaupt keine Übereinstimmung mehr, weder mit dem Originallichtbild,
noch mit dem manipulierten Bild, so dass die Fälschung ebenfalls erkennbar ist. Dies
gilt selbstverständlich entsprechend auch bei mechanischer oder chemischer Rasur von
Hologrammen oder gefrästen Konturen.
[0044] Somit kann das Lichtbild über charakteristische räumliche Bildelemente in dieser
Ausgestaltung unsichtbar kodiert und damit abgesichert werden.
[0045] Vorzugsweise erfolgt der Druck des Konturen- oder Landmarks-Bildes mit der lumineszierenden
transparenten Tinte zusammen mit dem Druck des sichtbaren Lichtbildes mit den farbigen
Tinten. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist in dem Drucker neben den Farbkanälen
für die Buntfarben (CMYK) ein weiterer Farbkanal (Spotcolour) für die lumineszierende
Tinte vorgesehen, so dass ein gleichzeitiger Druck aller Tinten erfolgen kann.
[0046] Als Ergebnis wird ein Lichtbild erzeugt, das bei Tageslicht oder bei Bestrahlung
mit weißem sichtbaren Licht ein "normales" Abbild des Dokumenteninhabers ist, aber
unter UV-Anregung nur die relevanten Konturen oder Landmarks des Lichtbildes als lumineszierende
Linien sichtbar macht.
[0047] Zudem kann das Konturen- oder Landmarks-Bild mit der lumineszierenden transparenten
Tinte auch zunächst gedruckt und erst anschließend das sichtbare Lichtbild in das
Konturen- oder Landmarks-Bild eingedruckt werden oder zunächst das sichtbare Lichtbild
erzeugt und anschließend in das sichtbare Lichtbild das Konturen- bzw. Landmarks-Bild
eingedruckt werden.
[0048] In einer weiteren Ausgestaltung wird das Konturen- oder Landmarks-Bild mit der lumineszierenden
transparenten Tinte auf eine erste Trägerschicht, beispielsweise auf Polycarbonatbasis,
gedruckt und das sichtbare Lichtbild mit den farbigen Tinten auf eine zweite Trägerschicht,
vorzugsweise ebenfalls auf Polycarbonatbasis. Anschließend werden die Trägerschichten
zueinander positioniert und dann zusammengefügt, insbesondere unter Temperatur- und
Druckerhöhung laminiert, wie in der
DE 10 2007 052 947 A1 beschrieben.
[0049] Grundsätzlich können als lumineszierende transparente Tinten alle Tinten eingesetzt
werden, denen die gewünschten im UV absorbierenden und im Sichtbaren lumineszierenden
und transparenten löslichen Farbstoffe zugesetzt sind, die zum Bedrucken der jeweiligen
Datenträger geeignet sind. Vorzugsweise beträgt der Anteil des Lumineszenzfarbstoffes
bis zu 10 Gew%.
[0050] Zum Bedrucken von Datenträgern auf Basis von Polycarbonat-Polymerschichten werden
vorzugsweise die aus der
DE 10 2007 052 947 A1 bekannten Tinten eingesetzt. Solche Tinten enthalten bis zu 20 Gew.% eines Bindemittels
mit einem Polycarbonat auf der Basis eines geminal disubstituierten Dihydroxydiphenylcycloalkans,
wenigstens 30 Gew.% eines organischen Lösemittels, bis zu 10 Gew.% bezogen auf die
Trockenmasse eines Farbmittels oder Farbmittelgemischs sowie gegebenenfalls funktionelle
Materialien, Additive und/oder Hilfsstoffe. Bevorzugte Lösemittel sind Kohlenwasserstoffe
und/oder Ketone und/oder organische Ester.
[0051] Diese Tinten können mit Tintenstrahldruckern auf Polycarbonat-Polymerschichten gedruckt
und anschließend zu einem Verbund mit überzeugenden optischen Eigenschaften laminiert
werden.
[0052] Bei der lumineszierenden transparenten Tinte sind die Farbmittel oder Farbmittelgemische
Lumineszenzfarbstoffe. Unter Lumineszenzfarbstoffen werden Stoffe verstanden, die
fluoreszieren, phosphoreszieren oder nachleuchten.
[0053] Damit das mit der Tinte mit dem Lumineszenzfarbstoff gedruckte Konturenbild bei Beleuchtung
im sichtbaren Spektralbereich nicht sichtbar und somit transparent ist, sollte der
Lumineszenzfarbstoff im sichtbaren Spektralbereich nicht oder nur sehr geringfügig
absorbieren.
[0054] Als Lumineszenzfarbstoff kann ein Reinstoff oder ein Gemisch von Lumineszenzfarbstoffen
verwendet werden. Grundsätzlich kann der Lumineszenzfarbstoff ein anorganischer oder
ein organischer Stoff sein, wobei organische Lumineszenzfarbstoffe bevorzugt sind.
Der Lumineszenzfarbstoff muss mit UV-Strahlung anregbar und in dem jeweiligen Lösemittel
der Tinte löslich sein. Der oder die Lumineszenzfarbstoffe können im sichtbaren Spektralbereich
in verschiedenen Farben wie gelb, rot, grün, aber auch in Mischfarben oder gar nahezu
weiß emittieren.
[0055] Durch die spezifische Auswahl, Zusammenstellung und gegebenenfalls Konzentrationsverhältnisse
einer oder mehrerer Lumineszenzfarbstoffe und deren Anregungs- und Emissionswellenlängen
können zudem besondere Lumineszenzen erzeugt werden, die visuell unter einer UV-Lampe,
aber auch spektroskopisch detektiert werden und ein weiteres Sicherheitsmerkmal darstellen
können. Sind mehrere Lumineszenzfarbstoffe vorgesehen, die sich in ihren Anregungs-
und Emissionswellenlängen unterscheiden, so können mit unterschiedlichen Anregungswellenlängen
im UV auch unterschiedliche Lumineszenzfarben erzeugt werden.
[0056] Die Auswahl und gegebenenfalls Zusammenstellung spezieller Lumineszenzfarbstoffe
ermöglicht somit ein weiteres Sicherheitsmerkmal, denn Fälscher müssten nicht nur
die Lumineszenz des Original-Konturenbildes vollständig unterdrücken und in das gefälschte
Lichtbild das mit lumineszierender Tinte aufgebrachte Konturenbild integrieren, sondern
auch noch dasselbe Lumineszenzfarbstoff-(gemisch) verwenden.
[0057] Bei der Verifikation kann eine Digitalaufnahme des gedruckten farbigen Lichtbilds
in dem Sicherheitsdokument erfolgen, um aus den digitalen Daten des gedruckten Bildes
die für das gedruckte Lichtbild zu erwartenden Konturen oder Landmarks zu berechnen.
Die erwarteten Konturen werden dann mit dem unter UV-Bestrahlung gemessenen Lumineszenz-Konturenbild
oder -Landmarks-Bild des gedruckten Bildes verglichen. Bei Übereinstimmung der Konturen
ist das Lichtbild echt.
[0058] Um die aus dem aufgenommenen gedruckten Lichtbild berechneten und somit im Lichtbild
zu erwartenden Konturen mit den ursprünglich berechneten und in das farbige Lichtbild
unsichtbar eingedruckten Konturen vergleichen zu können, sollte die digitale Aufnahme
des gedruckten Lichtbildes in dem Sicherheitsdokument unter denselben Bedingungen
wie die Anfertigung des ursprünglichen Digitalbilds, d.h. unter Weißlicht, erfolgen,
vorzugsweise mit einer RGB-Kamera.
[0059] Sowohl die Berechnung des Konturen- oder Landmarks-Bildes aus dem ursprünglichen
digitalen Lichtbild als auch die Berechnung des Konturen- oder Landmarks-Bildes aus
dem aufgenommenen gedruckten Lichtbild erfolgen mit demselben Algorithmus. Somit kann
das unter UV-Bestrahlung aufgenommene Lumineszenzkonturen- oder Landmarks-Bild mit
dem aus dem gedruckten Lichtbild berechneten Konturen- oder Landmarks-Bild verglichen
werden.
[0060] Da das UV-Licht bei der Bestrahlung in die tieferliegenden Schichten des Sicherheitsdokuments
eindringt, kann der lumineszierende Farbstoff auch unterhalb der Oberfläche des Sicherheitsdokuments
und auch unterhalb eines gefälschten überdruckten Lichtbildes die UV-Strahlung absorbieren
und in Lumineszenzlicht umwandeln. Das in der Schicht des Originalbilds bei Absorption
von UV-Strahlung durch den Lumineszenzfarbstoff erzeugte Konturenbild ist auf der
Oberfläche des Sicherheitsdokuments selbst dann sichtbar, wenn das Originalbild durch
ein gefälschtes Lichtbild überdeckt ist, da ein Großteil der Lumineszenzstrahlung
durch die Schicht des gefälschten Bildes hindurchtritt.
[0061] Sicherheitsdokumente in Form von buchartigen Dokumenten wie z.B. Reisepässe umfassen
neben dem laminierten Datenträger einen Bucheinband und einen Buchblock, der den Datenträger
umfasst.
[0062] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben
und erläutert. Es zeigen:
Figur 1 die Verfälschung des Lichtbildes eines Dokumenteninhabers durch Überdruck,
Figur 2 ein digitales Lichtbild, eine daraus berechnete Kontur und die Überlagerung
der berechneten Kontur mit zwei verschiedenen Lichtbildern,
Figur 3 die Herstellung eines gedruckten Lichtbildes mit überdrucktem Konturenbild,
Figur 4 die Verifikation der Konturen,
Figur 5 die Herstellung von Konturen in der Sichtseite eines Datenträgers mit einem
Laser, und
Figur 6 die Herstellung von Konturen in einem Datenträger mit Lichtbild in Form eines
(Volumen)-Hologramms
[0063] Figur 1 zeigt das Lichtbild eines Dokumenteninhabers "Original", das Lichtbild einer weiteren
Person "Überdruck" und die Verfälschung des Originals durch Überdruck des Lichtbilds
der weiteren Person. Soweit die Sicherheitsmerkmale des Originals bei der Verfälschung
intakt bleiben, ist die Fälschung nicht zu erkennen.
[0064] In
Figur 2 ist ein digitales Lichtbild 10 ("Bild 1") und das mit der Canny-Edge-Detection berechnete
Konturenbild 13 dieses Lichtbildes 10 ("Kontur 1") dargestellt. Bei der Überlagerung
des Konturenbilds 13 (Kontur 1) mit dem Lichtbild 10 (Bild 1) stimmen die Konturen
überein, die Kontur 1 "passt" zu dem Bild 1.
[0065] Überlagert man hingegen das Konturenbild 13 "Kontur 1" mit dem Lichtbild 10' (Bild
2), das von dem Bild 1 abweicht, so erkennt man beispielsweise im Kinn- und Augenbrauenbereich,
dass das Portrait in Bild 2 von der Kontur 1 abweicht.
[0066] Nachdem unterschiedliche Personen unterschiedliche Konturen aufweisen und die Konturen
bildspezifisch sind, können diese zur Verifikation herangezogen werden.
[0067] Das mit der lumineszierenden Tinte 24 gedruckte Konturenbild 13 (Kontur 1) ist vorzugsweise
nur unter UV-Bestrahlung sichtbar.
[0068] Figur 3 zeigt die erweiterte Aufbereitung der Bilddaten im Rahmen der Personalisierung eines
Sicherheits- oder Wertdokuments. Neben der Aufbereitung des digitalen Lichtbildes
10 in einem Raster Imaging Process (RIP) für den Farbdruck des Lichtbildes 15 mit
den farbigen Tinten 16, 17, 18, 19 werden die Konturen des digitalen Lichtbildes 10
mittels der Canny-Edge-Detection extrahiert. Hierbei werden aus dem Portrait spezifische
Konturen bzw. Stützstrukturen berechnet und als separates Konturenbild ("Canny-Kontur")
ausgegeben.
[0069] Dieses Konturenbild 13 wird beim Druck als separater Farbkanal (Spotcolour) aufbereitet
und gleichzeitig mit den Buntfarben (Cyan, Magenta, Yellow, Key (CMYK)) mit transparenter
lumineszierender Tinte 24, die nur unter UV-Bestrahlung sichtbar ist ("Spot"), gedruckt.
[0070] Als Ergebnis wird ein gedrucktes Lichtbild 15, 13 erzeugt, das im Sichtbaren ein
"normales" Abbild 15 des Dokumenteninhabers in den Druckfarben YMYK ist, in dem die
Konturen codiert sind, da diese nur unter UV-Anregung als lumineszierende Linien sichtbar
sind.
[0071] Um die Überprüfbarkeit der Echtheit eines Lichtbilds anhand der Canny-Konturen zu
belegen, zeigt
Figur 4 das Originallichtbild 10 (oben) und die Fälschung 10' (unten), aus denen die jeweiligen
Canny-Konturenbilder 13, 13' berechnet wurden. Die Überlagerung der Canny-Konturenbilder
13, 13' aus dem Original 10 und der Fälschung 10' zeigt, dass diese nicht übereinstimmen.
[0072] Bei der Verifikation wird das sichtbare Lichtbild 15 mit einer RGB-Kamera unter Weißlicht
aufgenommen und hieraus mit dem Canny-Edge-Verfahren die zu erwartenden Konturen berechnet.
Hierbei sollte die Verifikation mit demselben Verfahren wie die Bilddatenaufbereitung
erfolgen.
[0073] Danach wird das Dokument z.B. mit UV-Strahlung beispielsweise der Wellenlänge 365
nm angeregt und das Lumineszenzbild des Konturenbildes 13 aufgenommen und mit dem
Bild der berechneten zu erwartenden Konturen verglichen. Übereinstimmungen des gemessenen
mit der lumineszierenden Tinte 24 gedruckten Konturenbilds 13 mit den aus dem RGB-Bild
berechneten Konturen verifizieren das Lichtbild 15, oder zeigen bei Nichtübereinstimmung
eine Manipulation an.
[0074] Figur 5 zeigt auf der linken Seite schematisch den Aufbau eines Datenträgers 20 eines Sicherheitsdokuments,
der aus mehreren Schichten 27 und einem gedruckten Lichtbild 15 besteht, die miteinander
zu einem Verbund laminiert sind. Das gedruckte Lichtbild 15 befindet sich innerhalb
des Schichtverbunds. Der Bereich 25 der Schicht 27, der sich oberhalb bzw. über dem
Lichtbild 15 in Richtung Sichtseite 28 erstreckt, ist transparent und ermöglicht somit
die Sicht auf das Lichtbild 15. In diesen oberhalb des Lichtbildes 15 befindlichen
Bereich 25 der Schicht 27, im Beispiel der Figur 5 in die Sichtseite 28 in dem Bereich
25 der Schicht 27, werden nun mittels Laser-Ablation die Konturen 13 (Stützkonturen)
oder Landmarks 14 passgenau in den fertigen Datenträger 20 mit einem geeigneten Laser
40, beispielsweise einem CO
2-Laser (Wellenlänge 10 Mikrometer) oder einem CO-Laser (Wellenlänge 5 Mikrometer)
erzeugt.
[0075] Das Ergebnis ist ein Datenträger, bei dem die Konturen 13, 14 passgenau oberhalb
des gedruckten Lichtbildes 15 gefräst sind, wobei die Konturen 13, 14 mehr oder weniger
taktile Vertiefungen darstellen.
[0076] In
Figur 6 ist auf der linken Seite ein holographischer Film 26, d.h. ein Trägerschichtenfilm
26, dargestellt, in den die berechneten Konturen mittels eines Lasers 40 zur Herstellung
eines Hologramms 13 belichtet werden. Anschließend wird der holographische Film 26
passgenau auf dem Datenträger 20 oberhalb des gedruckten Lichtbildes 15 appliziert,
mittels einer Klebstoffschicht 29 mit dem Datenträger 20 verbunden und die Oberfläche
anschließend mit einem Kratzfestlack 30 versiegelt.
[0077] Das Ergebnis ist ein Datenträger mit einem Lichtbild 15 und passgenauen holographischen
Konturen oberhalb des Lichtbildes 15.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 10
- digitales Lichtbild
- 13
- Konturenbild
- 14
- Landmarks-Bild
- 15
- gedrucktes sichtbares Lichtbild
- 16
- farbige Tinte
- 17
- farbige Tinte
- 18
- farbige Tinte
- 19
- farbige Tinte
- 20
- Datenträger
- 24
- lumineszierende transparente Tinte
- 25
- Bereich des Datenträgers oberhalb des Bildes 15
- 26
- Film
- 27
- Schicht des Datenträgers
- 28
- Sichtseite des Datenträgers
- 29
- Klebstoffschicht
- 30
- Kratzfestlack
- 40
- Laser
1. Verfahren zur Überprüfung der Echtheit eines auf einen Datenträger (20) gedruckten
sichtbaren Lichtbildes (15), das mit detektierbaren bildspezifischen Ergebnissen codiert
ist, wobei der Datenträger mehrere Schichten (27, 29) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem sichtbaren Lichtbild (15) zu erwartende bildspezifische Ergebnisse berechnet
und dann die Übereinstimmung der berechneten bildspezifischen Ergebnisse mit den in
dem Lichtbild (15) oder in einem Bereich (25) einer Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes
(15) codierten bildspezifischen Ergebnissen (12) überprüft wird, wobei die aus dem
sichtbaren Lichtbild berechneten bildspezifischen Ergebnisse Konturen oder Positionen
einzelner bestimmter Punkte eines Gesichts sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere für ein Sicherheits- oder Wertdokument, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der bildspezifischen Ergebnisse aus dem sichtbaren Lichtbild (15)
dadurch erfolgt, dass eine Digitalaufnahme des gedruckten sichtbaren Lichtbilds (15)
erzeugt und aus dieser zu erwartende bildspezifische Ergebnisse berechnet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Übereinstimmung der zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse
mit den codierten bildspezifischen Ergebnissen dadurch erfolgt, dass die berechneten,
zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse mit einem unter UV-Bestrahlung gemessenen
Lumineszenzkonturenbild oder Lumineszenzbild bestimmter Punkte des Gesichts in dem
gedruckten Lichtbild (15) verglichen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Digitalaufnahme des gedruckten Lichtbildes (13, 14, 15) in dem Sicherheits- oder
Wertdokument unter Weißlicht mit einer RGB-Kamera erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Echtheit des codierten sichtbaren Lichtbildes (15) automatisiert
erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse aus dem sichtbaren
Lichtbild (15) mit demselben Algorithmus wie die ursprüngliche Berechnung der bildspezifischen
Ergebnisse aus den Daten eines digitalen Lichtbildes erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das sichtbare Lichtbild (15) basierend auf Daten eines digitalen Lichtbildes mit
farbigen Tinten (16, 17, 18, 19) gedruckt, aus den Daten des digitalen Lichtbildes
bildspezifische Ergebnisse berechnet und das sichtbare Lichtbild (15) oder ein Bereich
(25) wenigstens einer Schicht (27) des Datenträgers (20) oberhalb des Lichtbildes
(15) mit diesen Ergebnissen in detektierbarer Form (13, 14) codiert ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung des Lichtbildes (15) gleichzeitig mit, vor oder anschließend an den
Druck des sichtbaren Lichtbildes (15) erfolgt ist oder die Codierung des Bereichs
(25) der Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes (15) anschließend an den Druck des
Lichtbildes (15) erfolgt ist oder dass die Codierung in einen Trägerschichtenfilm
(26) erfolgt ist, der anschließend oberhalb des Lichtbildes (15) positioniert und
fixiert ist.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung im sichtbaren Licht sichtbar oder unsichtbar ist.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der Konturen mit der Canny-Edge-Detection, insbesondere in Form von
Stützkonturen oder von spezifischen Konturen, erfolgt ist.
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die detektierbaren bildspezifischen Ergebnisse in das sichtbare Lichtbild (15) oder
einen Bereich (25) der Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes (15) mittels einer lumineszierenden
transparenten Tinte (24) gedruckt sind, oder in Form eines Hologramms, Barcodes oder
einer Fräsung oder in anderer visuell, haptisch oder anderweitig wahrnehmbarer oder
messbarer Form in einen Bereich (25) der Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes (15)
eingebracht sind.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräsung durch Laserablation erfolgt ist oder dass das Hologramm in den Schichtbereich
(25) oberhalb des Lichtbildes (15) dadurch eingebracht ist, dass ein holografischer
Trägerschichtenfilm (26) mit den bildspezifischen Ergebnissen belichtet und dieser
anschließend auf dem gedruckten Lichtbild (15) positioniert und ggf. versiegelt ist.
13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (20) eine oder mehrere Schichten (25, 26) aus den nachfolgenden Kunststoffen
oder deren Derivaten, nämlich Polycarbonat, Bisphenol-A-Polycarbonat, Carboxy-modifiziertem
PC, Polyestern, Polyethylenterephthalat (PET), glykolmodifiziertem PET (PETG), Carboxy-modifiziertem
PET, Polyethylennaphthalat (PEN), vinylischen Polymeren wie Polyvinylchlorid (PVC),
Polyvinylbutyral (PVB), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol
(PS), Polyvinylphenol (PVP), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyacrylnitrilbutadienstyrol,
Polyamiden, Polyurethanen, Polyharnstoff, Polyimiden oder thermoplastischen Elastomeren
(TPE), insbesondere thermoplastischem Polyurethan (TPU), umfasst.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des mit bildspezifischen Ergebnissen codierten gedruckten Lichtbildes (15)
mittels lumineszierender transparenter Tinte (24) erfolgt ist und die lumineszierende
transparente Tinte (24) bis zu 10 Gew.% wenigstens eines mittels UV-Strahlung anregbaren
und im sichtbaren Spektralbereich emittierenden löslichen Lumineszenzfarbstoffs aufweist
oder dass der Druck des mit bildspezifischen Ergebnissen codierten gedruckten Lichtbildes
(15) mit Tinten (16, 17, 18, 19, 24) erfolgt, die bis zu 20 Gew.% Bindemittel mit
einem Polycarbonat auf Basis eines geminal disubstituierten Dihydroxydiphenylcycloalkans
umfassen und wenigstens 30 Gew.% organische Lösemittel, insbesondere Kohlenwasserstoffe
und/oder Ketone und/oder organische Ester.
15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die detektierbare Codierung im sichtbaren Spektralbereich sichtbar oder unter elektromagnetischer
Bestrahlung sichtbar gemacht werden kann und die Überprüfung der Übereinstimmung des
sichtbaren Lichtbildes (15) mit der detektierbaren Codierung visuell im Tageslicht
oder unter elektromagnetischer Bestrahlung erfolgt.
1. A method for verifying the authenticity of a visible photographic image (15) printed
on a data carrier (20), which is encoded with detectable image-specific results, wherein
the data carrier has several layers (27, 29), characterized in that image-specific results to be expected from the visible photographic image (15) are
calculated and then the correspondence between the calculated image-specific results
and the image-specific results (12) encoded in the photographic image (15) or in an
area (25) of a layer (27) above the photographic image (15) is checked, the image-specific
results calculated from the visible light image being contours or positions of individual
specific points of a face.
2. Method according to claim 1, in particular for a security or value document, characterized in that the calculation of the image-specific results from the visible photographic image
(15) is carried out by producing a digital recording of the printed visible photographic
image (15) and calculating from this the image-specific results to be expected.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the verification of the correspondence between the expected image-specific results
and the coded image-specific results is carried out by comparing the calculated, expected
image-specific results with a luminescence contour image or luminescence image of
specific points of the face in the printed photographic image (15), measured under
UV irradiation.
4. Method according to claim 2 or 3, characterized in that the digital recording of the printed photographic image (13, 14, 15) in the security
or value document is carried out under white light with an RGB camera.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterized in that the verification of the authenticity of the coded visible photographic image (15)
is carried out in an automated manner.
6. Method according to claim 2 or 3, characterized in that the calculation of the expected image-specific results from the visible photographic
image (15) is carried out using the same algorithm as the original calculation of
the image-specific results from the data of a digital photograph.
7. Method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the visible photographic image (15) is printed with coloured inks (16, 17, 18, 19)
based on data from a digital photographic image, image-specific results are calculated
from the data of the digital photographic image and the visible photographic image
(15) or an area (25) of at least one layer (27) of the data carrier (20) above the
photographic image (15) is coded with these results in detectable form (13, 14).
8. Method according to claim 7, characterized in that the coding of the photographic image (15) is carried out simultaneously with, before
or after the printing of the visible photographic image (15), or the coding of the
area (25) of the layer (27) above the photographic image (15) is carried out after
printing the photographic image (15) or that the coding is carried out in a supporting
layer film (26) which is then positioned and fixed above the photographic image (15).
9. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the coding is visible or invisible in visible light.
10. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the calculation of the contours is carried out using Canny edge detection, in particular
in the form of supporting contours or specific contours.
11. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the detectable image-specific results are printed in the visible photographic image
(15) or in an area (25) of the layer (27) above the photographic image (15) by means
of a luminescent transparent ink (24), or in the form of a hologram, barcode or milling
or in another visually, haptically or otherwise perceptible or measurable form in
an area (25) of the layer (27) above the photographic image (15).
12. Method according to claim 11, characterized in that the milling is carried out by laser ablation or in that the hologram is introduced into the layer region (25) above the photographic image
(15) by exposing a holographic carrier layer film (26) with the image-specific results
and then positioning this on the printed photographic image (15) and sealing it if
necessary.
13. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the data carrier (20) has one or more layers (25, 26) made of the following plastics
or their derivatives, namely polycarbonate, bisphenol-A-polycarbonate, carboxy-modified
PC, polyesters, polyethylene terephthalate (PET), glycol-modified PET (PETG), carboxy-modified
PET, polyethylene naphthalate (PEN), vinyl polymers such as polyvinyl chloride (PVC),
polyvinyl butyral (PVB), polymethyl methacrylate (PMMA), polyvinyl alcohol (PVA),
polystyrene (PS), polyvinylphenol (PVP), polypropylene (PP), polyethylene (PE), polyacrylonitrile
butadiene styrene, polyamides, polyurethanes, polyurea, yrene (PS), polyvinylphenol
(PVP), polypropylene (PP), polyethylene (PE), polyacrylonitrile butadiene styrene,
polyamides, polyurethanes, polyurea, polyimides or thermoplastic elastomers (TPE),
in particular thermoplastic polyurethane (TPU).
14. A method according to any one of the preceding claims 3 to 13, characterized in that the printing of the printed photographic image (15) encoded with image-specific results
has been carried out by means of luminescent transparent ink (24) and the luminescent
transparent ink (24) comprises up to 10 % by weight of at least one soluble luminescent
dye that can be excited by UV radiation and emits in the visible spectral range, or
that the printing of the printed photographic image (15) coded with image-specific
results is carried out with inks (16, 17, 18, 19, 24) which comprise up to 20% by
weight of binders having a polycarbonate based on a geminally disubstituted dihydroxydiphenylcycloalkane
and at least 30% by weight of organic solvents, in particular hydrocarbons and/or
ketones and/or organic esters.
15. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the detectable coding can be made visible in the visible spectral range or under
electromagnetic irradiation and the verification of the correspondence of the visible
visible photographic image (15) with the detectable coding is carried out visually
in daylight or under electromagnetic irradiation.
1. Procédé de vérification de l'authenticité d'une photographie visible (15) imprimée
sur un support de données (20), qui est codée avec des résultats spécifiques à l'image
détectables, le support de données présentant plusieurs couches (27, 29), caractérisé en ce que , on calcule à partir de la photographie visible (15) des résultats spécifiques à
l'image attendus, puis on vérifie la concordance des résultats spécifiques à l'image
calculés avec les résultats spécifiques à l'image (12) codés dans la photographie
(15) ou dans une zone (25) d'une couche (27) située au-dessus de la photographie (15),
les résultats spécifiques à l'image calculés à partir de la photographie visible étant
des contours ou des positions de points individuels déterminés d'un visage.
2. Procédé selon la revendication 1, notamment pour un document de sécurité ou de valeur,
caractérisé en ce que le calcul des résultats spécifiques à l'image à partir de la photographie visible
(15) est effectué en produisant une photo digitale de la photographie visible imprimée
(15) et en calculant à partir de celle-ci des résultats spécifiques à l'image attendus.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vérification de la concordance des résultats spécifiques à l'image attendus avec
les résultats spécifiques à l'image codés est effectuée en comparant les résultats
spécifiques à l'image attendus calculés avec une image de contour de luminescence
ou une image de luminescence de certains points du visage dans la photographie imprimée
(15), mesurée sous irradiation UV.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la prise de photo digitale de la photographie imprimée (13, 14, 15) dans le document
de sécurité ou de valeur est réalisée en lumière blanche avec une caméra RVB.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la vérification de l'authenticité de la photographie visible codée (15) est réalisée
de manière automatisée.
6. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le calcul des résultats spécifiques à l'image attendus à partir de la photographie
visible (15) est effectué avec le même algorithme que le calcul initial des résultats
spécifiques à l'image à partir des données d'une photographie digitale.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la photographie visible (15) est imprimée avec des encres colorées (16, 17, 18, 19)
sur la base de données d'une photographie digitale, en ce que des résultats spécifiques à l'image sont calculés à partir des données de la photographie
digitale et en ce que la photographie visible (15) ou une zone (25) d'au moins une couche (27) du support
de données (20) au-dessus de la photographie visible (15) est codée avec ces résultats
sous une forme détectable (13, 14).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le codage de la photographie l'impression de la photographie visible (15), ou le
codage de la zone (25) de la couche (27) située au-dessus de la photographie (15)
a été effectué après l'impression de la photographie (15), ou le codage a été effectué
dans un film de couche support (26) qui est ensuite positionné et fixé au-dessus de
la photographie (15) .
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le codage est visible ou invisible en lumière visible,
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le calcul des contours a été effectué par détection de Canny-Edge, notamment sous
la forme de contours de support ou de contours spécifiques.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les résultats spécifiques à l'image détectable sont imprimés dans la photographie
visible (15) ou dans une zone (25) de la couche (27) située au-dessus de la photographie
(15) au moyen d'une encre transparente luminescente (24), ou sont introduits dans
une zone (25) de la couche (27) située au-dessus de la photographie (15) sous la forme
d'un hologramme, d'un code à barres ou d'un fraisage ou sous toute autre forme perceptible
ou mesurable visuellement, par le toucher ou d'une autre manière.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le fraisage est réalisé par ablation au laser ou en ce que l'hologramme est introduit dans la zone de couche (25) au-dessus de la photographie
(15) en exposant un film de couche support holographique (26) avec les résultats ou
les contours spécifiques à l'image et en le positionnant ensuite sur la photographie
imprimée (15) et en le scellant le cas échéant.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de données (20) comporte une ou plusieurs couches (25, 26) des matières
plastiques suivantes ou de leurs dérivés, à savoir le polycarbonate, le polycarbonate
de bisphénol A, le PC modifié par carboxy, les polyesters, le polyéthylène téréphtalate
(PET), le PET modifié par glycol (PETG), le PET modifié par carboxy, le polyéthylène
naphtalate (PEN), des polymères vinyliques comme le polychlorure de vinyle (PVC),
le polyvinylbutyral (PVB), le polyméthacrylate de méthyle (PMMA), l'alcool polyvinylique
(PVA), le polystyrène (PS), le polyvinylphénol (PVP), le polypropylène (PP), polyéthylène
(PE), polyacrylonitrile butadiène styrène, polyamides, polyuréthanes, polyurées, polyimides
ou élastomères thermoplastiques (TPE), en particulier polyuréthane thermoplastique
(TPU).
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 3 à 13 précédentes, caractérisé en ce que l'impression de la photographie imprimée (15) codée avec des résultats spécifiques
à l'image est réalisée au moyen d'une encre transparente luminescente (24) et en ce que l'encre transparente luminescente (24) contient jusqu'à 10 % en poids d'au moins
un colorant luminescent soluble excitable par rayonnement UV et émettant dans le domaine
spectral visible, ou en ce que l'impression de la photographie imprimée (15) codée avec des résultats spécifiques
à l'image est effectuée avec des encres (16, 17, 18, 19, 24) qui comprennent jusqu'à
20 % en poids de liant avec un polycarbonate à base d'un dihydroxydiphénylcycloalcane
disubstitué par voie géminale et au moins 30 % en poids de solvants organiques, en
particulier des hydrocarbures et/ou des cétones et/ou des esters organiques,
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le codage détectable peut être visualisé dans le domaine spectral visible ou rendu
visible sous irradiation électromagnétique et en ce que la vérification de la conformité de la photographie visible (15) avec le codage détectable
est réalisée visuellement à la lumière du jour ou sous irradiation électromagnétique.