(19)
(11) EP 3 922 474 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.01.2025  Patentblatt  2025/01

(21) Anmeldenummer: 21177287.6

(22) Anmeldetag:  02.06.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42D 25/23(2014.01)
B42D 25/29(2014.01)
B42D 25/328(2014.01)
B42D 25/45(2014.01)
B42D 25/24(2014.01)
B42D 25/305(2014.01)
B42D 25/387(2014.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B42D 25/23; B42D 25/387; B42D 25/351; G07D 7/206; G07D 7/0032; G07D 7/0043

(54)

VERFAHREN ZUR ÜBERPRÜFUNG DER ECHTHEIT EINES AUF EINEN TRÄGER GEDRUCKTEN BILDES FÜR EIN SICHERHEITS- ODER WERTDOKUMENT

METHOD FOR VERIFYING THE AUTHENTICITY OF AN IMAGE PRINTED ON A CARRIER FOR A SECURITY OR VALUE DOCUMENT

PROCÉDÉ DE VÉRIFICATION DE L'AUTHENTICITÉ D'UNE IMAGE IMPRIMÉE SUR UN SUPPORT POUR UN DOCUMENT DE SÉCURITÉ OU DE VALEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 12.06.2020 DE 102020115635

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.12.2021  Patentblatt  2021/50

(73) Patentinhaber: Bundesdruckerei GmbH
10969 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Muth, Oliver
    12277 Berlin (DE)
  • Grieser, Ralf
    10589 Berlin (DE)
  • Knebel, Michael
    13086 Berlin (DE)
  • Peinze, Franziska
    12587 Berlin (DE)
  • Bahro, Ralph Sören
    10115 Berlin (DE)

(74) Vertreter: Mammel und Maser Patentanwälte PartG mbB 
Tilsiter Straße 3
71065 Sindelfingen
71065 Sindelfingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 102014 214 548
US-A1- 2003 173 406
DE-T3- 69 212 596
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überprüfung der Echtheit eines auf einen Träger gedruckten Bildes für ein Sicherheits- oder Wertdokument.

    [0002] Sicherheitsdokumente wie Ausweise oder Führerscheine weisen als Sicherheitsmerkmal im Allgemeinen Lichtbilder auf. Bei der Herstellung von Ausweisdokumenten werden die Daten der digitalen Lichtbilder mit dem Raster Imaging Process (RIP) aufbereitet. Der Druck des im Sicherheitsdokument sichtbaren Bildes erfolgt mit farbigen Tinten in den drei genormten Optimalfarben Cyan, Magenta, Yellow und ggf. Schwarz.

    [0003] Um Manipulationen an den Lichtbildern zu erkennen, ist es üblich, Lichtbilder mit Sicherheitsmerkmalen zu versehen, die beispielsweise in einer Zone in dem aufzubringenden Bild vorgesehen sein können.

    [0004] Sicherheitsdokumente werden u. a. gefälscht, indem über das Lichtbild des Dokumenteninhabers ein Lichtbild einer anderen Person appliziert wird.

    [0005] Die Applikation des Lichtbilds der anderen Person kann beispielsweise direkt erfolgen, indem mittels Tintenstrahl-Druckverfahren (Ink Jet) direkt auf die Kartenoberfläche auf das eigentliche Lichtbild gedruckt wird oder indirekt, indem zunächst auf eine Transferfolie gedruckt und dann das Bild über das eigentliche Lichtbild kaschiert wird. Besonders gute Fälschungen lassen dabei die übrigen Sicherheitsmerkmale wie z.B. lumineszierenden Unterdruck oder kinematische holografische Strukturen (Identigram) weitestgehend intakt, so dass das Dokument quasi unmanipuliert oder ein wenig gealtert aussieht.

    [0006] Manipulationen an Lichtbildern von echten Dokumenten zur Erzeugung von falschen Identitäten sind somit ein zunehmendes Bedrohungsrisiko.

    [0007] Die US 2003/0173406 A1 lehrt ein Sicherheitsdokument mit einem sichtbaren Bild und einem nur unter UV-Bestrahlung sichtbaren digital verstärkten Geisterbild, das in dasselbe Bild eingebracht sein kann.

    [0008] Aus der DE 600 04 529 T2 sind Sicherheitsdokumente mit sichtbaren und personalisierten unsichtbaren Markierungen, die nicht ohne das Mitwirken eines externen Faktors gesehen werden können, bekannt.

    [0009] Die DE 696 24 400 T2 betrifft Sicherheitsdokumente mit einem gedruckten Bild und einem in das magnetische Medium des Bildes codierten komprimierten Digitalbild.

    [0010] Die DE 697 11 482 T2 lehrt ein in eine Gravierfolie eingraviertes Bild tragendes Zertifikat.

    [0011] Aus der US 5,421,619 ist ein Sicherheitsdokument mit einem Foto des Inhabers und einem mit einem Laser eingebrachten geditherten Bild des Fotos bekannt.

    [0012] Die DE 10 2006 052 651 A1 betrifft einen Datenträger mit einer ersten graphischen Darstellung und einer zweiten graphischen Darstellung, die besser gegen Manipulationen geschützt ist und als Referenz zur Feststellung von Manipulationen an der ersten Darstellung ausgebildet ist, wobei nur Teilbereiche der ersten und der zweiten Darstellung überlappen.

    [0013] Aus der EP 2 209 653 B1 sind Verfahren zur Herstellung von Polymerschichtverbunden für Sicherheits- und Wertdokumente bekannt.

    [0014] Ferner betrifft die DE 10 2014 214548 A1 ein Verfahren zur Herstellung eines Dokuments, bei dem die Dokumentenschicht mit einer Farbe in einem räumlichen Bereich durch ein Druckverfahren bedruckt wird, die Farbe getrocknet wird, wobei aufgrund des Trocknens die in dem Bereich befindliche Farbe eine zufällige Oberflächenstruktur einnimmt, die zufällig entstandene Oberflächenstruktur optisch erfasst, codiert und als Sicherheitsmerkmal gespeichert wird.

    [0015] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Erkennung von Manipulationen an den Sicherheits- und Wertdokumenten anzugeben.

    [0016] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Überprüfung der Echtheit eines auf einen Datenträger gedruckten sichtbaren Lichtbildes, das mit detektierbaren bildspezifischen Ergebnissen codiert ist, werden aus dem sichtbaren Lichtbild zu erwartende bildspezifische Ergebnisse berechnet und dann deren Übereinstimmung mit in dem Lichtbild oder in dem Bereich der Schicht oberhalb des Lichtbildes codierten bildspezifischen Ergebnissen überprüft.

    [0017] Aus den Daten eines digitalen Lichtbildes werden bildspezifische Ergebnisse berechnet und das sichtbare, gedruckte Lichtbild oder ein Bereich wenigstens einer Schicht des Datenträgers oberhalb des Lichtbildes wird mit diesen Ergebnissen in detektierbarer Form codiert.

    [0018] Da das sichtbare Lichtbild selbst mit den bildspezifischen Ergebnissen oder der Bereich einer Schicht oberhalb des Lichtbildes codiert und die Codierung detektierbar ist, kann die Überprüfung der Authentizität des Bildes allein anhand des Lichtbildes und ggf. dem Schichtbereich des Datenträgers oberhalb des Lichtbildes erfolgen.

    [0019] Die Codierung kann sowohl im sichtbaren Licht sichtbar oder unsichtbar sein. Eine unsichtbare Codierung hat den Vorteil, dass diese für den Fälscher nicht einfach zu erkennen ist. Die Codierung kann in dem sichtbaren Lichtbild grundsätzlich gleichzeitig mit dem Druck des sichtbaren Lichtbildes, aber auch vor oder anschließend an den Druck des sichtbaren Lichtbildes erfolgen.

    [0020] Soweit die Codierung nicht in dem Lichtbild selbst, sondern in einem Bereich in einer oder mehreren Schichten oberhalb, d.h. über dem Lichtbild erfolgt, d.h. entweder in einem Bereich einer Schicht des Datenträgers zwischen dem Lichtbild und der Sichtseite des Datenträgers oder in der Sichtseite des Datenträgers selbst oberhalb des Lichtbildes, wird zunächst das Lichtbild gedruckt und anschließend erfolgt die Codierung in dem Bereich in einer oder mehrerer Schichten oberhalb des Lichtbildes.

    [0021] In einer weiteren Ausführungsform wird das Lichtbild gedruckt, und unabhängig davon erfolgt die Codierung mit den bildspezifischen Ergebnissen des Lichtbildes in einem Trägerschichtenfilm, der anschließend oberhalb des Lichtbildes positioniert und fixiert wird.

    [0022] Unter den aus dem digitalen Lichtbild berechneten bildspezifischen Ergebnissen werden im Rahmen der Erfindung aus dem jeweiligen Portrait ermittelte Konturen oder Positionen einzelner, bestimmter Punkte eines Gesichts (Landmarks) verstanden, somit alle spezifischen Ergebnisse, die durch Berechnung mittels eines bestimmten Algorithmus aus dem digitalen Lichtbild eindeutig berechnet werden können.

    [0023] Die Berechnung der Bildkonturen aus dem sichtbaren Lichtbild kann beispielsweise mit der Canny-Edge-Detection (Canny- oder Canny-Edge-Algorithmus) erfolgen. Die Canny-Edge (oder auch Canny)-Detection ist ein in der digitalen Bildverarbeitung weit verbreiteter, robuster Algorithmus zur Kantendetektion. Er gliedert sich in verschiedene Faltungsoperationen und liefert ein Lichtbild, welches idealerweise nur noch die Kanten des Ausgangsbildes enthält.

    [0024] Mittels der Canny-Edge-Detection können aus einem Portrait spezifische, d.h. eindeutige, auf dem Algorithmus basierende Konturen bzw. Stützkonturen extrahiert werden und als separates Konturenbild ausgegeben werden. Selbstverständlich können auch andere Algorithmen eingesetzt werden, um aus dem sichtbaren Lichtbild ein Konturenbild zu extrahieren.

    [0025] Bei der Berechnung der bildspezifischen Ergebnisse mit der Landmarks-Detektion werden die Positionen einzelner, bestimmter Punkte eines Gesichts berechnet und das berechnete Landmarks-Bild dann in dem gedruckten Lichtbild codiert, beispielsweise mittels transparenter lumineszierender Tinte.

    [0026] Um die Übereinstimmung des sichtbaren Lichtbildes mit den in dem Lichtbild codierten bildspezifischen Ergebnissen überprüfen zu können, müssen die bildspezifischen Ergebnisse detektierbar sein. Um diese in dem Lichtbild codierten bildspezifischen Ergebnisse detektieren, d.h. beobachten, erkennen, messen oder sehen zu können, können die bildspezifischen Ergebnisse in das sichtbare Lichtbild gedruckt, insbesondere mittels einer lumineszierenden Tinte, oder in Form eines Hologramms, Barcodes oder einer Fräsung oder in anderer beispielsweise visuell oder haptisch wahrnehmbarer oder messbarer Form in den Schichtbereich oberhalb des sichtbaren Lichtbildes eingebracht werden.

    [0027] Die Überprüfung der Echtheit eines auf einen Datenträger gedruckten Lichtbildes kann bei einer sichtbaren Codierung wie einem Hologramm oder einer Fräsung visuell erfolgen. Zudem können aus dem sichtbaren Lichtbild die zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse berechnet und dann deren Übereinstimmung mit den in dem Lichtbild oder in dem Bereich der Schicht oberhalb des Lichtbildes codierten bildspezifischen Ergebnissen überprüft werden.

    [0028] Stimmen die anhand des gedruckten Lichtbildes berechneten, zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse mit den codierten bildspezifischen Ergebnissen überein, ist das Lichtbild echt und das Lichtbild wurde in Anwendung des Verfahrens hergestellt.

    [0029] Wird keine Übereinstimmung erzielt, so ist das gedruckte sichtbare Lichtbild eine Fälschung, weil in dem gedruckten sichtbaren Lichtbild entweder überhaupt keine bildspezifischen Ergebnisse codiert sind oder weil die in dem Lichtbild codierten bildspezifischen Ergebnisse nicht zu dem Lichtbild passen, weil das ursprüngliche Lichtbild beispielsweise überdruckt wurde.

    [0030] Für eine verlässliche Überprüfung der Echtheit des Lichtbildes sollte, sofern die Überprüfung durch Berechnung der zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse aus dem sichtbaren Lichtbild erfolgt, die Berechnung mit demselben Algorithmus wie die ursprüngliche Berechnung der bildspezifischen Ergebnisse aus den Daten des digitalen Lichtbildes vorgenommen werden.

    [0031] Vorzugsweise erfolgt die Überprüfung der Echtheit des codierten sichtbaren Lichtbildes automatisiert.

    [0032] Zusätzlich zu der automatisierten Überprüfung oder alternativ dazu kann die Überprüfung der Codierung, soweit diese im Sichtbaren sichtbar ist oder durch Bestrahlung mittels elektromagnetischer Strahlung, wie z.B. UV-Strahlung, sichtbar gemacht werden kann, auch visuell erfolgen.

    [0033] Nachdem die bildspezifischen Ergebnisse, die aus bildspezifischen Daten des Lichtbilds berechnet wurden, in dem Lichtbild selbst abgelegt werden oder in einen Bereich der Schicht oberhalb des Lichtbildes eingebracht sind, kann alleine durch eine Überprüfung des Lichtbilds und ggf. des oberhalb des Bildes befindlichem Schichtbereichs festgestellt werden, ob das Lichtbild manipuliert wurde oder nicht, denn wenn die in dem Lichtbild hinterlegten bildspezifischen Ergebnisse nicht zu dem Lichtbild passen, liegt eine Fälschung vor.

    [0034] Somit kann die Prüfung der Authentizität des Dokuments allein durch die Überprüfung des Lichtbilds als solchem und ggf. dem oberhalb befindlichen Bereich und vorzugsweise automatisiert erfolgen, was eine sichere und schnelle Überprüfung erlaubt.

    [0035] Die bildspezifischen Ergebnisse sind die aus den bildspezifischen Daten berechneten Bildkonturen oder Landmarks (Positionen einzelner bestimmter Punkte des Gesichts).

    [0036] Die bildspezifischen Ergebnisse können auf verschiedene Weise in dem Lichtbild hinterlegt werden, beispielsweise durch Druck der Bildkonturen oder der Landmarks in das Lichtbild mittels lumineszierender transparenter Tinte, so dass die Bildkonturen oder Landmarks nur unter UV-Licht sichtbar sind und damit nur unter UV-Licht die Übereinstimmung der Bildkonturen bzw. Landmarks mit dem Lichtbild überprüft werden kann.

    [0037] Die Bildkonturen können jedoch auch als Hologramm oder Volumenhologramm bereitgestellt werden, wobei ein Trägerschichtenfilm, wie beispielsweise ein holografischer Film, mit den bildspezifischen Ergebnissen, insbesondere den Konturen, belichtet und dieser dann passgenau auf dem Lichtbild appliziert, verklebt und versiegelt wird.

    [0038] In einer weiteren Ausgestaltung werden die bildspezifischen Ergebnisse aus einem Schichtbereich oberhalb des Lichtbildes, insbesondere auf der Sichtseite des Datenträgers, abgetragen, beispielsweise durch Laserablation. Im Ergebnis wird somit eine Datenträgerkarte mit einem Lichtbild erhalten, bei der die in die Sichtseite eingefrästen Konturen als taktile Vertiefungen bei einem echten Dokument passgenau mit der Kontur des darunterliegenden Lichtbilds übereinstimmen.

    [0039] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Datenträger eine oder mehrere Schichten aus den nachfolgenden Kunststoffen oder deren Derivaten, nämlich aus Polycarbonat, Bisphenol-A-Polycarbonat, Carboxy-modifiziertem PC, Polyestern wie Polyethylenterephthalat (PET), dessen Derivaten wie glykolmodifiziertem PET (PETG), Carboxy-modifiziertem PET, Polyethylennaphthalat (PEN), vinylischen Polymeren wie Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylbutyral (PVB), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol (PS), Polyvinylphenol (PVP), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyacrylnitrilbutadienstyrol, Polyamiden, Polyurethanen, Polyharnstoffn, Polyimiden oder thermoplastischen Elastomeren (TPE), insbesondere thermoplastischem Polyurethan (TPU).

    [0040] Nachfolgend wird eine besonders bevorzugte Ausgestaltung mit einer lumineszierenden Tinte im Detail erläutert.

    [0041] In dieserAusgestaltung weist das Lichtbild neben dem sichtbaren Lichtbild auch ein nicht sichtbares lumineszierendes Konturenbild auf, das unter einer UV-Quelle sichtbar gemacht werden und so die Übereinstimmung des Konturenbildes mit dem sichtbaren Lichtbild überprüft werden kann. Das sichtbare Lichtbild wird somit mit seinem eigenen unsichtbaren Konturenbild überdruckt.

    [0042] Dadurch, dass ein Konturenbild über einen erst durch UV-Bestrahlung sichtbaren Lumineszenzfarbstoff bereitgestellt wird, wird eine (Licht)bildmanipulation durch Folienüberklebung oder auch durch Überdrucken unter UV-Licht sichtbar, da die eindeutige, über das visuell sichtbare originale Lichtbild berechnete Kontur und insbesondere deren Stützstrukturen ausschließlich zu dem originalen Lichtbild passt. Bei Manipulation des Lichtbildes im Sichtbaren würde die Kontur nicht mehr zum manipulierten Lichtbild passen und so die Fälschung aufgedeckt.

    [0043] Bei einer mechanischen oder chemischen Rasur, bei der auch das lumineszierende Konturenbild verändert wird, gibt es überhaupt keine Übereinstimmung mehr, weder mit dem Originallichtbild, noch mit dem manipulierten Bild, so dass die Fälschung ebenfalls erkennbar ist. Dies gilt selbstverständlich entsprechend auch bei mechanischer oder chemischer Rasur von Hologrammen oder gefrästen Konturen.

    [0044] Somit kann das Lichtbild über charakteristische räumliche Bildelemente in dieser Ausgestaltung unsichtbar kodiert und damit abgesichert werden.

    [0045] Vorzugsweise erfolgt der Druck des Konturen- oder Landmarks-Bildes mit der lumineszierenden transparenten Tinte zusammen mit dem Druck des sichtbaren Lichtbildes mit den farbigen Tinten. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist in dem Drucker neben den Farbkanälen für die Buntfarben (CMYK) ein weiterer Farbkanal (Spotcolour) für die lumineszierende Tinte vorgesehen, so dass ein gleichzeitiger Druck aller Tinten erfolgen kann.

    [0046] Als Ergebnis wird ein Lichtbild erzeugt, das bei Tageslicht oder bei Bestrahlung mit weißem sichtbaren Licht ein "normales" Abbild des Dokumenteninhabers ist, aber unter UV-Anregung nur die relevanten Konturen oder Landmarks des Lichtbildes als lumineszierende Linien sichtbar macht.

    [0047] Zudem kann das Konturen- oder Landmarks-Bild mit der lumineszierenden transparenten Tinte auch zunächst gedruckt und erst anschließend das sichtbare Lichtbild in das Konturen- oder Landmarks-Bild eingedruckt werden oder zunächst das sichtbare Lichtbild erzeugt und anschließend in das sichtbare Lichtbild das Konturen- bzw. Landmarks-Bild eingedruckt werden.

    [0048] In einer weiteren Ausgestaltung wird das Konturen- oder Landmarks-Bild mit der lumineszierenden transparenten Tinte auf eine erste Trägerschicht, beispielsweise auf Polycarbonatbasis, gedruckt und das sichtbare Lichtbild mit den farbigen Tinten auf eine zweite Trägerschicht, vorzugsweise ebenfalls auf Polycarbonatbasis. Anschließend werden die Trägerschichten zueinander positioniert und dann zusammengefügt, insbesondere unter Temperatur- und Druckerhöhung laminiert, wie in der DE 10 2007 052 947 A1 beschrieben.

    [0049] Grundsätzlich können als lumineszierende transparente Tinten alle Tinten eingesetzt werden, denen die gewünschten im UV absorbierenden und im Sichtbaren lumineszierenden und transparenten löslichen Farbstoffe zugesetzt sind, die zum Bedrucken der jeweiligen Datenträger geeignet sind. Vorzugsweise beträgt der Anteil des Lumineszenzfarbstoffes bis zu 10 Gew%.

    [0050] Zum Bedrucken von Datenträgern auf Basis von Polycarbonat-Polymerschichten werden vorzugsweise die aus der DE 10 2007 052 947 A1 bekannten Tinten eingesetzt. Solche Tinten enthalten bis zu 20 Gew.% eines Bindemittels mit einem Polycarbonat auf der Basis eines geminal disubstituierten Dihydroxydiphenylcycloalkans, wenigstens 30 Gew.% eines organischen Lösemittels, bis zu 10 Gew.% bezogen auf die Trockenmasse eines Farbmittels oder Farbmittelgemischs sowie gegebenenfalls funktionelle Materialien, Additive und/oder Hilfsstoffe. Bevorzugte Lösemittel sind Kohlenwasserstoffe und/oder Ketone und/oder organische Ester.

    [0051] Diese Tinten können mit Tintenstrahldruckern auf Polycarbonat-Polymerschichten gedruckt und anschließend zu einem Verbund mit überzeugenden optischen Eigenschaften laminiert werden.

    [0052] Bei der lumineszierenden transparenten Tinte sind die Farbmittel oder Farbmittelgemische Lumineszenzfarbstoffe. Unter Lumineszenzfarbstoffen werden Stoffe verstanden, die fluoreszieren, phosphoreszieren oder nachleuchten.

    [0053] Damit das mit der Tinte mit dem Lumineszenzfarbstoff gedruckte Konturenbild bei Beleuchtung im sichtbaren Spektralbereich nicht sichtbar und somit transparent ist, sollte der Lumineszenzfarbstoff im sichtbaren Spektralbereich nicht oder nur sehr geringfügig absorbieren.

    [0054] Als Lumineszenzfarbstoff kann ein Reinstoff oder ein Gemisch von Lumineszenzfarbstoffen verwendet werden. Grundsätzlich kann der Lumineszenzfarbstoff ein anorganischer oder ein organischer Stoff sein, wobei organische Lumineszenzfarbstoffe bevorzugt sind. Der Lumineszenzfarbstoff muss mit UV-Strahlung anregbar und in dem jeweiligen Lösemittel der Tinte löslich sein. Der oder die Lumineszenzfarbstoffe können im sichtbaren Spektralbereich in verschiedenen Farben wie gelb, rot, grün, aber auch in Mischfarben oder gar nahezu weiß emittieren.

    [0055] Durch die spezifische Auswahl, Zusammenstellung und gegebenenfalls Konzentrationsverhältnisse einer oder mehrerer Lumineszenzfarbstoffe und deren Anregungs- und Emissionswellenlängen können zudem besondere Lumineszenzen erzeugt werden, die visuell unter einer UV-Lampe, aber auch spektroskopisch detektiert werden und ein weiteres Sicherheitsmerkmal darstellen können. Sind mehrere Lumineszenzfarbstoffe vorgesehen, die sich in ihren Anregungs- und Emissionswellenlängen unterscheiden, so können mit unterschiedlichen Anregungswellenlängen im UV auch unterschiedliche Lumineszenzfarben erzeugt werden.

    [0056] Die Auswahl und gegebenenfalls Zusammenstellung spezieller Lumineszenzfarbstoffe ermöglicht somit ein weiteres Sicherheitsmerkmal, denn Fälscher müssten nicht nur die Lumineszenz des Original-Konturenbildes vollständig unterdrücken und in das gefälschte Lichtbild das mit lumineszierender Tinte aufgebrachte Konturenbild integrieren, sondern auch noch dasselbe Lumineszenzfarbstoff-(gemisch) verwenden.

    [0057] Bei der Verifikation kann eine Digitalaufnahme des gedruckten farbigen Lichtbilds in dem Sicherheitsdokument erfolgen, um aus den digitalen Daten des gedruckten Bildes die für das gedruckte Lichtbild zu erwartenden Konturen oder Landmarks zu berechnen. Die erwarteten Konturen werden dann mit dem unter UV-Bestrahlung gemessenen Lumineszenz-Konturenbild oder -Landmarks-Bild des gedruckten Bildes verglichen. Bei Übereinstimmung der Konturen ist das Lichtbild echt.

    [0058] Um die aus dem aufgenommenen gedruckten Lichtbild berechneten und somit im Lichtbild zu erwartenden Konturen mit den ursprünglich berechneten und in das farbige Lichtbild unsichtbar eingedruckten Konturen vergleichen zu können, sollte die digitale Aufnahme des gedruckten Lichtbildes in dem Sicherheitsdokument unter denselben Bedingungen wie die Anfertigung des ursprünglichen Digitalbilds, d.h. unter Weißlicht, erfolgen, vorzugsweise mit einer RGB-Kamera.

    [0059] Sowohl die Berechnung des Konturen- oder Landmarks-Bildes aus dem ursprünglichen digitalen Lichtbild als auch die Berechnung des Konturen- oder Landmarks-Bildes aus dem aufgenommenen gedruckten Lichtbild erfolgen mit demselben Algorithmus. Somit kann das unter UV-Bestrahlung aufgenommene Lumineszenzkonturen- oder Landmarks-Bild mit dem aus dem gedruckten Lichtbild berechneten Konturen- oder Landmarks-Bild verglichen werden.

    [0060] Da das UV-Licht bei der Bestrahlung in die tieferliegenden Schichten des Sicherheitsdokuments eindringt, kann der lumineszierende Farbstoff auch unterhalb der Oberfläche des Sicherheitsdokuments und auch unterhalb eines gefälschten überdruckten Lichtbildes die UV-Strahlung absorbieren und in Lumineszenzlicht umwandeln. Das in der Schicht des Originalbilds bei Absorption von UV-Strahlung durch den Lumineszenzfarbstoff erzeugte Konturenbild ist auf der Oberfläche des Sicherheitsdokuments selbst dann sichtbar, wenn das Originalbild durch ein gefälschtes Lichtbild überdeckt ist, da ein Großteil der Lumineszenzstrahlung durch die Schicht des gefälschten Bildes hindurchtritt.

    [0061] Sicherheitsdokumente in Form von buchartigen Dokumenten wie z.B. Reisepässe umfassen neben dem laminierten Datenträger einen Bucheinband und einen Buchblock, der den Datenträger umfasst.

    [0062] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:

    Figur 1 die Verfälschung des Lichtbildes eines Dokumenteninhabers durch Überdruck,

    Figur 2 ein digitales Lichtbild, eine daraus berechnete Kontur und die Überlagerung der berechneten Kontur mit zwei verschiedenen Lichtbildern,

    Figur 3 die Herstellung eines gedruckten Lichtbildes mit überdrucktem Konturenbild,

    Figur 4 die Verifikation der Konturen,

    Figur 5 die Herstellung von Konturen in der Sichtseite eines Datenträgers mit einem Laser, und

    Figur 6 die Herstellung von Konturen in einem Datenträger mit Lichtbild in Form eines (Volumen)-Hologramms



    [0063] Figur 1 zeigt das Lichtbild eines Dokumenteninhabers "Original", das Lichtbild einer weiteren Person "Überdruck" und die Verfälschung des Originals durch Überdruck des Lichtbilds der weiteren Person. Soweit die Sicherheitsmerkmale des Originals bei der Verfälschung intakt bleiben, ist die Fälschung nicht zu erkennen.

    [0064] In Figur 2 ist ein digitales Lichtbild 10 ("Bild 1") und das mit der Canny-Edge-Detection berechnete Konturenbild 13 dieses Lichtbildes 10 ("Kontur 1") dargestellt. Bei der Überlagerung des Konturenbilds 13 (Kontur 1) mit dem Lichtbild 10 (Bild 1) stimmen die Konturen überein, die Kontur 1 "passt" zu dem Bild 1.

    [0065] Überlagert man hingegen das Konturenbild 13 "Kontur 1" mit dem Lichtbild 10' (Bild 2), das von dem Bild 1 abweicht, so erkennt man beispielsweise im Kinn- und Augenbrauenbereich, dass das Portrait in Bild 2 von der Kontur 1 abweicht.

    [0066] Nachdem unterschiedliche Personen unterschiedliche Konturen aufweisen und die Konturen bildspezifisch sind, können diese zur Verifikation herangezogen werden.

    [0067] Das mit der lumineszierenden Tinte 24 gedruckte Konturenbild 13 (Kontur 1) ist vorzugsweise nur unter UV-Bestrahlung sichtbar.

    [0068] Figur 3 zeigt die erweiterte Aufbereitung der Bilddaten im Rahmen der Personalisierung eines Sicherheits- oder Wertdokuments. Neben der Aufbereitung des digitalen Lichtbildes 10 in einem Raster Imaging Process (RIP) für den Farbdruck des Lichtbildes 15 mit den farbigen Tinten 16, 17, 18, 19 werden die Konturen des digitalen Lichtbildes 10 mittels der Canny-Edge-Detection extrahiert. Hierbei werden aus dem Portrait spezifische Konturen bzw. Stützstrukturen berechnet und als separates Konturenbild ("Canny-Kontur") ausgegeben.

    [0069] Dieses Konturenbild 13 wird beim Druck als separater Farbkanal (Spotcolour) aufbereitet und gleichzeitig mit den Buntfarben (Cyan, Magenta, Yellow, Key (CMYK)) mit transparenter lumineszierender Tinte 24, die nur unter UV-Bestrahlung sichtbar ist ("Spot"), gedruckt.

    [0070] Als Ergebnis wird ein gedrucktes Lichtbild 15, 13 erzeugt, das im Sichtbaren ein "normales" Abbild 15 des Dokumenteninhabers in den Druckfarben YMYK ist, in dem die Konturen codiert sind, da diese nur unter UV-Anregung als lumineszierende Linien sichtbar sind.

    [0071] Um die Überprüfbarkeit der Echtheit eines Lichtbilds anhand der Canny-Konturen zu belegen, zeigt Figur 4 das Originallichtbild 10 (oben) und die Fälschung 10' (unten), aus denen die jeweiligen Canny-Konturenbilder 13, 13' berechnet wurden. Die Überlagerung der Canny-Konturenbilder 13, 13' aus dem Original 10 und der Fälschung 10' zeigt, dass diese nicht übereinstimmen.

    [0072] Bei der Verifikation wird das sichtbare Lichtbild 15 mit einer RGB-Kamera unter Weißlicht aufgenommen und hieraus mit dem Canny-Edge-Verfahren die zu erwartenden Konturen berechnet. Hierbei sollte die Verifikation mit demselben Verfahren wie die Bilddatenaufbereitung erfolgen.

    [0073] Danach wird das Dokument z.B. mit UV-Strahlung beispielsweise der Wellenlänge 365 nm angeregt und das Lumineszenzbild des Konturenbildes 13 aufgenommen und mit dem Bild der berechneten zu erwartenden Konturen verglichen. Übereinstimmungen des gemessenen mit der lumineszierenden Tinte 24 gedruckten Konturenbilds 13 mit den aus dem RGB-Bild berechneten Konturen verifizieren das Lichtbild 15, oder zeigen bei Nichtübereinstimmung eine Manipulation an.

    [0074] Figur 5 zeigt auf der linken Seite schematisch den Aufbau eines Datenträgers 20 eines Sicherheitsdokuments, der aus mehreren Schichten 27 und einem gedruckten Lichtbild 15 besteht, die miteinander zu einem Verbund laminiert sind. Das gedruckte Lichtbild 15 befindet sich innerhalb des Schichtverbunds. Der Bereich 25 der Schicht 27, der sich oberhalb bzw. über dem Lichtbild 15 in Richtung Sichtseite 28 erstreckt, ist transparent und ermöglicht somit die Sicht auf das Lichtbild 15. In diesen oberhalb des Lichtbildes 15 befindlichen Bereich 25 der Schicht 27, im Beispiel der Figur 5 in die Sichtseite 28 in dem Bereich 25 der Schicht 27, werden nun mittels Laser-Ablation die Konturen 13 (Stützkonturen) oder Landmarks 14 passgenau in den fertigen Datenträger 20 mit einem geeigneten Laser 40, beispielsweise einem CO2-Laser (Wellenlänge 10 Mikrometer) oder einem CO-Laser (Wellenlänge 5 Mikrometer) erzeugt.

    [0075] Das Ergebnis ist ein Datenträger, bei dem die Konturen 13, 14 passgenau oberhalb des gedruckten Lichtbildes 15 gefräst sind, wobei die Konturen 13, 14 mehr oder weniger taktile Vertiefungen darstellen.

    [0076] In Figur 6 ist auf der linken Seite ein holographischer Film 26, d.h. ein Trägerschichtenfilm 26, dargestellt, in den die berechneten Konturen mittels eines Lasers 40 zur Herstellung eines Hologramms 13 belichtet werden. Anschließend wird der holographische Film 26 passgenau auf dem Datenträger 20 oberhalb des gedruckten Lichtbildes 15 appliziert, mittels einer Klebstoffschicht 29 mit dem Datenträger 20 verbunden und die Oberfläche anschließend mit einem Kratzfestlack 30 versiegelt.

    [0077] Das Ergebnis ist ein Datenträger mit einem Lichtbild 15 und passgenauen holographischen Konturen oberhalb des Lichtbildes 15.

    Bezugszeichenliste



    [0078] 
    10
    digitales Lichtbild
    13
    Konturenbild
    14
    Landmarks-Bild
    15
    gedrucktes sichtbares Lichtbild
    16
    farbige Tinte
    17
    farbige Tinte
    18
    farbige Tinte
    19
    farbige Tinte
    20
    Datenträger
    24
    lumineszierende transparente Tinte
    25
    Bereich des Datenträgers oberhalb des Bildes 15
    26
    Film
    27
    Schicht des Datenträgers
    28
    Sichtseite des Datenträgers
    29
    Klebstoffschicht
    30
    Kratzfestlack
    40
    Laser



    Ansprüche

    1. Verfahren zur Überprüfung der Echtheit eines auf einen Datenträger (20) gedruckten sichtbaren Lichtbildes (15), das mit detektierbaren bildspezifischen Ergebnissen codiert ist, wobei der Datenträger mehrere Schichten (27, 29) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem sichtbaren Lichtbild (15) zu erwartende bildspezifische Ergebnisse berechnet und dann die Übereinstimmung der berechneten bildspezifischen Ergebnisse mit den in dem Lichtbild (15) oder in einem Bereich (25) einer Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes (15) codierten bildspezifischen Ergebnissen (12) überprüft wird, wobei die aus dem sichtbaren Lichtbild berechneten bildspezifischen Ergebnisse Konturen oder Positionen einzelner bestimmter Punkte eines Gesichts sind.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere für ein Sicherheits- oder Wertdokument, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der bildspezifischen Ergebnisse aus dem sichtbaren Lichtbild (15) dadurch erfolgt, dass eine Digitalaufnahme des gedruckten sichtbaren Lichtbilds (15) erzeugt und aus dieser zu erwartende bildspezifische Ergebnisse berechnet werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Übereinstimmung der zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse mit den codierten bildspezifischen Ergebnissen dadurch erfolgt, dass die berechneten, zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse mit einem unter UV-Bestrahlung gemessenen Lumineszenzkonturenbild oder Lumineszenzbild bestimmter Punkte des Gesichts in dem gedruckten Lichtbild (15) verglichen werden.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Digitalaufnahme des gedruckten Lichtbildes (13, 14, 15) in dem Sicherheits- oder Wertdokument unter Weißlicht mit einer RGB-Kamera erfolgt.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung der Echtheit des codierten sichtbaren Lichtbildes (15) automatisiert erfolgt.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der zu erwartenden bildspezifischen Ergebnisse aus dem sichtbaren Lichtbild (15) mit demselben Algorithmus wie die ursprüngliche Berechnung der bildspezifischen Ergebnisse aus den Daten eines digitalen Lichtbildes erfolgt.
     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das sichtbare Lichtbild (15) basierend auf Daten eines digitalen Lichtbildes mit farbigen Tinten (16, 17, 18, 19) gedruckt, aus den Daten des digitalen Lichtbildes bildspezifische Ergebnisse berechnet und das sichtbare Lichtbild (15) oder ein Bereich (25) wenigstens einer Schicht (27) des Datenträgers (20) oberhalb des Lichtbildes (15) mit diesen Ergebnissen in detektierbarer Form (13, 14) codiert ist.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung des Lichtbildes (15) gleichzeitig mit, vor oder anschließend an den Druck des sichtbaren Lichtbildes (15) erfolgt ist oder die Codierung des Bereichs (25) der Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes (15) anschließend an den Druck des Lichtbildes (15) erfolgt ist oder dass die Codierung in einen Trägerschichtenfilm (26) erfolgt ist, der anschließend oberhalb des Lichtbildes (15) positioniert und fixiert ist.
     
    9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung im sichtbaren Licht sichtbar oder unsichtbar ist.
     
    10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der Konturen mit der Canny-Edge-Detection, insbesondere in Form von Stützkonturen oder von spezifischen Konturen, erfolgt ist.
     
    11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die detektierbaren bildspezifischen Ergebnisse in das sichtbare Lichtbild (15) oder einen Bereich (25) der Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes (15) mittels einer lumineszierenden transparenten Tinte (24) gedruckt sind, oder in Form eines Hologramms, Barcodes oder einer Fräsung oder in anderer visuell, haptisch oder anderweitig wahrnehmbarer oder messbarer Form in einen Bereich (25) der Schicht (27) oberhalb des Lichtbildes (15) eingebracht sind.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräsung durch Laserablation erfolgt ist oder dass das Hologramm in den Schichtbereich (25) oberhalb des Lichtbildes (15) dadurch eingebracht ist, dass ein holografischer Trägerschichtenfilm (26) mit den bildspezifischen Ergebnissen belichtet und dieser anschließend auf dem gedruckten Lichtbild (15) positioniert und ggf. versiegelt ist.
     
    13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (20) eine oder mehrere Schichten (25, 26) aus den nachfolgenden Kunststoffen oder deren Derivaten, nämlich Polycarbonat, Bisphenol-A-Polycarbonat, Carboxy-modifiziertem PC, Polyestern, Polyethylenterephthalat (PET), glykolmodifiziertem PET (PETG), Carboxy-modifiziertem PET, Polyethylennaphthalat (PEN), vinylischen Polymeren wie Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylbutyral (PVB), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol (PS), Polyvinylphenol (PVP), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyacrylnitrilbutadienstyrol, Polyamiden, Polyurethanen, Polyharnstoff, Polyimiden oder thermoplastischen Elastomeren (TPE), insbesondere thermoplastischem Polyurethan (TPU), umfasst.
     
    14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des mit bildspezifischen Ergebnissen codierten gedruckten Lichtbildes (15) mittels lumineszierender transparenter Tinte (24) erfolgt ist und die lumineszierende transparente Tinte (24) bis zu 10 Gew.% wenigstens eines mittels UV-Strahlung anregbaren und im sichtbaren Spektralbereich emittierenden löslichen Lumineszenzfarbstoffs aufweist oder dass der Druck des mit bildspezifischen Ergebnissen codierten gedruckten Lichtbildes (15) mit Tinten (16, 17, 18, 19, 24) erfolgt, die bis zu 20 Gew.% Bindemittel mit einem Polycarbonat auf Basis eines geminal disubstituierten Dihydroxydiphenylcycloalkans umfassen und wenigstens 30 Gew.% organische Lösemittel, insbesondere Kohlenwasserstoffe und/oder Ketone und/oder organische Ester.
     
    15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die detektierbare Codierung im sichtbaren Spektralbereich sichtbar oder unter elektromagnetischer Bestrahlung sichtbar gemacht werden kann und die Überprüfung der Übereinstimmung des sichtbaren Lichtbildes (15) mit der detektierbaren Codierung visuell im Tageslicht oder unter elektromagnetischer Bestrahlung erfolgt.
     


    Claims

    1. A method for verifying the authenticity of a visible photographic image (15) printed on a data carrier (20), which is encoded with detectable image-specific results, wherein the data carrier has several layers (27, 29), characterized in that image-specific results to be expected from the visible photographic image (15) are calculated and then the correspondence between the calculated image-specific results and the image-specific results (12) encoded in the photographic image (15) or in an area (25) of a layer (27) above the photographic image (15) is checked, the image-specific results calculated from the visible light image being contours or positions of individual specific points of a face.
     
    2. Method according to claim 1, in particular for a security or value document, characterized in that the calculation of the image-specific results from the visible photographic image (15) is carried out by producing a digital recording of the printed visible photographic image (15) and calculating from this the image-specific results to be expected.
     
    3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the verification of the correspondence between the expected image-specific results and the coded image-specific results is carried out by comparing the calculated, expected image-specific results with a luminescence contour image or luminescence image of specific points of the face in the printed photographic image (15), measured under UV irradiation.
     
    4. Method according to claim 2 or 3, characterized in that the digital recording of the printed photographic image (13, 14, 15) in the security or value document is carried out under white light with an RGB camera.
     
    5. Method according to one of claims 1 to 4, characterized in that the verification of the authenticity of the coded visible photographic image (15) is carried out in an automated manner.
     
    6. Method according to claim 2 or 3, characterized in that the calculation of the expected image-specific results from the visible photographic image (15) is carried out using the same algorithm as the original calculation of the image-specific results from the data of a digital photograph.
     
    7. Method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the visible photographic image (15) is printed with coloured inks (16, 17, 18, 19) based on data from a digital photographic image, image-specific results are calculated from the data of the digital photographic image and the visible photographic image (15) or an area (25) of at least one layer (27) of the data carrier (20) above the photographic image (15) is coded with these results in detectable form (13, 14).
     
    8. Method according to claim 7, characterized in that the coding of the photographic image (15) is carried out simultaneously with, before or after the printing of the visible photographic image (15), or the coding of the area (25) of the layer (27) above the photographic image (15) is carried out after printing the photographic image (15) or that the coding is carried out in a supporting layer film (26) which is then positioned and fixed above the photographic image (15).
     
    9. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the coding is visible or invisible in visible light.
     
    10. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the calculation of the contours is carried out using Canny edge detection, in particular in the form of supporting contours or specific contours.
     
    11. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the detectable image-specific results are printed in the visible photographic image (15) or in an area (25) of the layer (27) above the photographic image (15) by means of a luminescent transparent ink (24), or in the form of a hologram, barcode or milling or in another visually, haptically or otherwise perceptible or measurable form in an area (25) of the layer (27) above the photographic image (15).
     
    12. Method according to claim 11, characterized in that the milling is carried out by laser ablation or in that the hologram is introduced into the layer region (25) above the photographic image (15) by exposing a holographic carrier layer film (26) with the image-specific results and then positioning this on the printed photographic image (15) and sealing it if necessary.
     
    13. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the data carrier (20) has one or more layers (25, 26) made of the following plastics or their derivatives, namely polycarbonate, bisphenol-A-polycarbonate, carboxy-modified PC, polyesters, polyethylene terephthalate (PET), glycol-modified PET (PETG), carboxy-modified PET, polyethylene naphthalate (PEN), vinyl polymers such as polyvinyl chloride (PVC), polyvinyl butyral (PVB), polymethyl methacrylate (PMMA), polyvinyl alcohol (PVA), polystyrene (PS), polyvinylphenol (PVP), polypropylene (PP), polyethylene (PE), polyacrylonitrile butadiene styrene, polyamides, polyurethanes, polyurea, yrene (PS), polyvinylphenol (PVP), polypropylene (PP), polyethylene (PE), polyacrylonitrile butadiene styrene, polyamides, polyurethanes, polyurea, polyimides or thermoplastic elastomers (TPE), in particular thermoplastic polyurethane (TPU).
     
    14. A method according to any one of the preceding claims 3 to 13, characterized in that the printing of the printed photographic image (15) encoded with image-specific results has been carried out by means of luminescent transparent ink (24) and the luminescent transparent ink (24) comprises up to 10 % by weight of at least one soluble luminescent dye that can be excited by UV radiation and emits in the visible spectral range, or that the printing of the printed photographic image (15) coded with image-specific results is carried out with inks (16, 17, 18, 19, 24) which comprise up to 20% by weight of binders having a polycarbonate based on a geminally disubstituted dihydroxydiphenylcycloalkane and at least 30% by weight of organic solvents, in particular hydrocarbons and/or ketones and/or organic esters.
     
    15. A method according to one of the preceding claims, characterized in that the detectable coding can be made visible in the visible spectral range or under electromagnetic irradiation and the verification of the correspondence of the visible visible photographic image (15) with the detectable coding is carried out visually in daylight or under electromagnetic irradiation.
     


    Revendications

    1. Procédé de vérification de l'authenticité d'une photographie visible (15) imprimée sur un support de données (20), qui est codée avec des résultats spécifiques à l'image détectables, le support de données présentant plusieurs couches (27, 29), caractérisé en ce que , on calcule à partir de la photographie visible (15) des résultats spécifiques à l'image attendus, puis on vérifie la concordance des résultats spécifiques à l'image calculés avec les résultats spécifiques à l'image (12) codés dans la photographie (15) ou dans une zone (25) d'une couche (27) située au-dessus de la photographie (15), les résultats spécifiques à l'image calculés à partir de la photographie visible étant des contours ou des positions de points individuels déterminés d'un visage.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, notamment pour un document de sécurité ou de valeur, caractérisé en ce que le calcul des résultats spécifiques à l'image à partir de la photographie visible (15) est effectué en produisant une photo digitale de la photographie visible imprimée (15) et en calculant à partir de celle-ci des résultats spécifiques à l'image attendus.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vérification de la concordance des résultats spécifiques à l'image attendus avec les résultats spécifiques à l'image codés est effectuée en comparant les résultats spécifiques à l'image attendus calculés avec une image de contour de luminescence ou une image de luminescence de certains points du visage dans la photographie imprimée (15), mesurée sous irradiation UV.
     
    4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la prise de photo digitale de la photographie imprimée (13, 14, 15) dans le document de sécurité ou de valeur est réalisée en lumière blanche avec une caméra RVB.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la vérification de l'authenticité de la photographie visible codée (15) est réalisée de manière automatisée.
     
    6. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le calcul des résultats spécifiques à l'image attendus à partir de la photographie visible (15) est effectué avec le même algorithme que le calcul initial des résultats spécifiques à l'image à partir des données d'une photographie digitale.
     
    7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la photographie visible (15) est imprimée avec des encres colorées (16, 17, 18, 19) sur la base de données d'une photographie digitale, en ce que des résultats spécifiques à l'image sont calculés à partir des données de la photographie digitale et en ce que la photographie visible (15) ou une zone (25) d'au moins une couche (27) du support de données (20) au-dessus de la photographie visible (15) est codée avec ces résultats sous une forme détectable (13, 14).
     
    8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le codage de la photographie l'impression de la photographie visible (15), ou le codage de la zone (25) de la couche (27) située au-dessus de la photographie (15) a été effectué après l'impression de la photographie (15), ou le codage a été effectué dans un film de couche support (26) qui est ensuite positionné et fixé au-dessus de la photographie (15) .
     
    9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le codage est visible ou invisible en lumière visible,
     
    10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le calcul des contours a été effectué par détection de Canny-Edge, notamment sous la forme de contours de support ou de contours spécifiques.
     
    11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les résultats spécifiques à l'image détectable sont imprimés dans la photographie visible (15) ou dans une zone (25) de la couche (27) située au-dessus de la photographie (15) au moyen d'une encre transparente luminescente (24), ou sont introduits dans une zone (25) de la couche (27) située au-dessus de la photographie (15) sous la forme d'un hologramme, d'un code à barres ou d'un fraisage ou sous toute autre forme perceptible ou mesurable visuellement, par le toucher ou d'une autre manière.
     
    12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le fraisage est réalisé par ablation au laser ou en ce que l'hologramme est introduit dans la zone de couche (25) au-dessus de la photographie (15) en exposant un film de couche support holographique (26) avec les résultats ou les contours spécifiques à l'image et en le positionnant ensuite sur la photographie imprimée (15) et en le scellant le cas échéant.
     
    13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de données (20) comporte une ou plusieurs couches (25, 26) des matières plastiques suivantes ou de leurs dérivés, à savoir le polycarbonate, le polycarbonate de bisphénol A, le PC modifié par carboxy, les polyesters, le polyéthylène téréphtalate (PET), le PET modifié par glycol (PETG), le PET modifié par carboxy, le polyéthylène naphtalate (PEN), des polymères vinyliques comme le polychlorure de vinyle (PVC), le polyvinylbutyral (PVB), le polyméthacrylate de méthyle (PMMA), l'alcool polyvinylique (PVA), le polystyrène (PS), le polyvinylphénol (PVP), le polypropylène (PP), polyéthylène (PE), polyacrylonitrile butadiène styrène, polyamides, polyuréthanes, polyurées, polyimides ou élastomères thermoplastiques (TPE), en particulier polyuréthane thermoplastique (TPU).
     
    14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 3 à 13 précédentes, caractérisé en ce que l'impression de la photographie imprimée (15) codée avec des résultats spécifiques à l'image est réalisée au moyen d'une encre transparente luminescente (24) et en ce que l'encre transparente luminescente (24) contient jusqu'à 10 % en poids d'au moins un colorant luminescent soluble excitable par rayonnement UV et émettant dans le domaine spectral visible, ou en ce que l'impression de la photographie imprimée (15) codée avec des résultats spécifiques à l'image est effectuée avec des encres (16, 17, 18, 19, 24) qui comprennent jusqu'à 20 % en poids de liant avec un polycarbonate à base d'un dihydroxydiphénylcycloalcane disubstitué par voie géminale et au moins 30 % en poids de solvants organiques, en particulier des hydrocarbures et/ou des cétones et/ou des esters organiques,
     
    15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le codage détectable peut être visualisé dans le domaine spectral visible ou rendu visible sous irradiation électromagnétique et en ce que la vérification de la conformité de la photographie visible (15) avec le codage détectable est réalisée visuellement à la lumière du jour ou sous irradiation électromagnétique.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente