[0001] Die Erfindung betrifft einen Adapter für ein Schnellwechselsystem dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem ein Schnellwechselsystem mit einem
derartigen Adapter.
[0002] Aus einem Schnellwechsler und einem dazugehörigen Adapter bestehende Schnellwechselsysteme
werden zum einfachen und bequemen Wechseln von unterschiedlichen Anbaugeräten an Baumaschinen
eingesetzt. Mit einem derartigen Schnellwechselsystem können z.B. Schwenklöffel, Greifer,
Scheren, Verdichter, Magnete, Hydraulikhammer oder andere Anbaugeräte in wenigen Sekunden
und mit hohem Sicherheitsstandard von einer Fahrerkabine aus z.B. an einem Ausleger
eines Baggers an- bzw. abgekuppelt werden.
[0003] Aus der
DE 10 2018 128 479 A1 ist ein gattungsgemäßes Schnellwechselsystem bekannt. Dieses weist einen Adapter
mit zwei zwischen parallelen Seitenwagen in einem vorgegebenen Abstand voneinander
angeordneten, bolzenförmigen Kopplungselementen zur Verbindung des Adapters mit einem
Schnellwechsler auf. Der zum Adapter gehörende Schnellwechsler enthält an einer Seite
klauenförmige erste Aufnahmen für das erste bolzenförmige Kopplungselement und weist
an der anderen Seite zweite Aufnahmen mit zwei zwischen einer Entriegelungsstellung
und einer Verriegelungsstellung bewegbaren Verriegelungselementen zur lösbaren Halterung
des zweiten Kopplungselements auf. Da die mit einem derartigen Schnellwechselsystem
koppelbaren Anbaugeräte vor dem Ankoppeln in der Regel auf dem Boden liegen und zum
Aufnehmen oftmals über unebenen oder felsigen Untergrund bewegt werden müssen, besteht
die Gefahr, dass Teile des Adapters oder Schnellwechslers dabei beschädigt werden.
So kann z.B. eine am Adapter vorgesehene Schutzabdeckung beim Umsetzen und Aufnehmen
eines Anbaugeräts relativ schnell beschädigt werden. Auch bei der Aufnahme von großen
Teilen eines Betonfundaments oder eines Felsbrockens insbesondere in einem Tieflöffel,
stützen sich die Materialien an Fanghaken oder anderen hervorstehenden Teilen des
Schnellwechslers ab, was zu sicherheitsrelevanten Schäden führen kann.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Adapter und ein Schnellwechselsystem mit einem
derartigen Adapter zu schaffen, die einen verbesserten Schutz gegen Beschädigungen
bieten.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Adapter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch
ein Schnellwechselsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen
und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Adapter stehen die beiden Seitenwangen mit ihren rückseitigen
Enden gegenüber einer zwischen den Seitenwangen angeordneten Rückenabdeckung nach
hinten vor. Selbst wenn die mit einem solchen Adapter versehenen Anbauwerkzeuge derart
abgelegt werden, dass die rückseitigen Enden der Seitenteile des Adapters zur Anlage
am Boden gelangen, wird die Rückenabdeckung durch die vorstehenden Enden der Seitenwangen
geschützt. Dadurch können Beschädigungen der Rückenabdeckung vermieden werden. Die
rückseitigen Enden der Seitenwangen stehen auch gegenüber Befestigungselementen vor,
mit denen die Rückenabdeckung an einem zwischen den Seitenwangen angeordneten Querstück
befestigt ist. Dadurch werden auch die Befestigungselemente vor Beschädigungen geschützt.
[0007] Das zwischen den Seitenwangen angeordnete Querstück dient nicht nur zur Befestigung
der Rückenabdeckung, sondern sorgt auch für eine verbesserte Stabilität des Adapters.
Das Querstück ist zweckmäßigerweise über endseitige Ansätze formschlüssig in entsprechenden
Ausnehmungen im Bereich der rückseitigen Enden der Seitenwangen angeordnet. Dadurch
wird eine stabile Verbindung zwischen den Seitenwangen und dem Querstück ermöglicht.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weisen die rückseitigen Enden der Seitenwangen
an ihrer Unterseite eine zurückspringende Abstufung auf. Dadurch können Rissbildungen
beim Schweißen und Korrosionsprobleme vermieden werden.
[0009] Zweckmäßigerweise können an der Außenseite und/oder Innenseite der Seitenwangen eine
oder mehrere Vertiefungen oder Aussparungen vorgesehen sein. In diesen Vertiefungen
oder Aussparungen können Typenschilder, Sicherheitswarnzeichen oder auch elektronische
Bauteile, wie z.B. RFID Charging Systeme, Tooltracker, NFC-Chips, elektronische Sender
und Empfänger, Datenträger und dgl., vor Beschädigungen geschützt untergebracht werden.
Auch in den bolzenförmigen Kopplungselementen können z.B. an deren Stirnseiten entsprechende
Vertiefungen zur Aufnahme von elektronischen Bauteilen vorgesehen sein. In den beiden
Seitenwangen können auch miteinander fluchtende Durchbrüche für die Durchführung von
Sicherungsriemen, Sicherungsketten oder anderen Sicherungsmitteln angeordnet sein.
[0010] Die zwischen den beiden Seitenwangen angeordnete Rückenabdeckung kann in weiterer
vorteilhafter Weise mindestens eine Aussparung aufweisen. Über diese Aussparung kann
ein Zugang zu der Verriegelungsmechanik und einer Hydraulikeinheit des Adapters ermöglicht
werden. Zweckmäßigerweise ist die Aussparung derart angeordnet, dass der Bediener
einen Einblick auf die Verriegelungsmechanik erhält und somit auch im angebauten Zustand
die ordnungsgemäße Verrieglung visuell überprüfen kann. Die Rückenabdeckung kann derart
ausgeführt sein, dass sie sich mit ihrem oberen Ende an dem bolzenförmigen hinteren
Kopplungselement abstützt. Die Rückenabdeckung kann an der Unterseite Aussparungen
oder einen Spalt aufweisen, so dass Wasser oder Schmutz nach außen ablaufen kann.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung stehen die beiden Seitenwangen mit
ihren vorderseitigen Enden soweit gegenüber dem vorderen Kopplungselement vor, dass
das Verhältnis zwischen dem Abstand A der vorderseitigen Enden zum Mittelpunkt des
vorderen Kopplungselements und dem Durchmesser D des vorderen Kopplungselements mindestens
1,25 beträgt. Dadurch stehen die Seitenteile mit ihren vorderseitigen Enden gegenüber
den Fanghaken in der Einklappstellung vor und die Fanghaken sind so vor Beschädigungen
durch Betonplatten, Geröll, Felsbrocken oder anderes Ladungsgut geschützt.
[0012] Die Erfindung betrifft außerdem eine Schnellwechseleinrichtung, die einen vorstehend
beschriebenen Adapter und einen mit diesem koppelbaren Schnellwechsler umfasst.
[0013] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Schnellwechselsystem mit einem Schnellwechsler und einem Adapter in einer zum
Teil geschnittenen Seitenansicht;
- Figur 2
- einen Adapter des in Figur 1 gezeigten Schnellwechselsystem in einer Seitenansicht;
- Figur 3
- einen Adapter des in Figur 1 gezeigten Schnellwechselsystem in eine Perspektivansicht
und
- Figur 4
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von Figur 1.
[0014] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines Schnellwechselsystems mit einem z.B.
am einem Bagger montierbaren Schnellwechsler 1 und einem an einem Anbaugerät befestigbaren
Adapter 2 zum einfachen und bequemen Wechseln von unterschiedlichen Anbaugeräten an
Baumaschinen, insbesondere Baggern, in einer zum Teil geschnittenen Seitenansicht
gezeigt. Mit einem derartigen Schnellwechselsystem können z.B. Schwenklöffel, Greifer,
Scheren, Magnete, Verdichter, Hydraulikhammer oder andere mechanische bzw. hydraulische
Anbaugeräte einfach und bequem von einer Fahrerkabine aus an einem Baggerstiel oder
einem anderen Anbauteil eines Baggers oder anderen Baufahrzeugs an- bzw. abgekuppelt
werden.
[0015] Der an einem Anbaugerät befestigbare und in den Figuren 2 und 3 gesondert dargestellte
Adapter 2 enthält zwei zueinander parallele Seitenwangen 3, zwischen denen ein vorderes
bolzenförmiges Kopplungselement 4 und ein davon in einem vorgegeben Abstand beabstandetes
hinteres bolzenförmiges Kopplungselement 5 zur lösbaren Verbindung mit dem Schnellwechsler
1 angeordnet sind. Die beiden bolzenförmigen Kopplungselemente 4 und 5 können in entsprechenden
Durchgängen 6 in den Seitenwangen 4 eingesteckt und dort fixiert sein.
[0016] Der auch in Figur 3 in einem Teilschnitt dargestellte Schnellwechsler 1 enthält einen
als Schweißkonstruktion oder als Gußteil ausgeführten Träger 7, der zur einen Seite
hin offene erste Aufnahmen 8 zur Aufnahme und Halterung des vorderen bolzenförmigen
Kopplungselements 4 an der einen Seite und zur anderen Seite sowie nach unten offene
zweite Aufnahmen 9 zur Aufnahme und Halterung des hinteren bolzenförmigen Kopplungselements
5 an der anderen Seite aufweist.
[0017] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel enthält der Schnellwechsler 1 an der einen
Seite des Trägers 7 zwei voneinander beabstandete Aufnahmen 8 für das vordere Kopplungselement
4 und auf der anderen Seite zwei Aufnahmen 9 für das hintere Kopplungselement 5. Die
zur der einen Seite offenen ersten Aufnahmen 8 sind klauen- oder gabelförmig ausgeführt.
Die zur anderen Seite und nach unten offenen zweiten Aufnahmen 9 weisen eine gekrümmte
untere Anlagefläche 10 zur Anlage des zweiten bolzenförmigen Kopplungselements 6 auf.
An den zweiten Aufnahmen 9 ist eine Verriegelungseinrichtung mit zwei zwischen einer
ausgefahrenen Verriegelungsstellung und einer eingefahrenen Entriegelungsstellung
bewegbaren bolzenförmigen Verriegelungselementen 11 vorgesehen. Die beiden bolzenförmigen
Verriegelungselemente 11 sind innerhalb des Trägers 7 verschiebbar geführt und durch
einen Zylinder zwischen einer eingefahrenen Entriegelungsstellung zum Lösen oder Ankoppeln
des Adapters 2 bzw. eines Anbaugeräts und einer in Figur 1 gezeigten ausgefahrenen
Verriegelungsstellung bewegbar. In der ausgefahrenen Verriegelungsstellung werden
die nach unten offenen zweiten Aufnahmen 9 von den in Führungsbohrungen im Träger
7 verschiebbar angeordneten Verriegelungselementen 11 an der Unterseite geschlossen,
so dass das zweite bolzenförmige Kopplungselement 5 von den bolzenförmigen Verriegelungselementen
11 untergriffen wird.
[0018] Der Träger 7 enthält an seiner Oberseite zwei zueinander parallele Seitenteile 12,
in denen durchgängige Öffnungen 13 für nicht dargestellte Befestigungsbolzen zur Befestigung
des Schnellwechslers 1 an einem Baggerstiel bzw. einer Koppel eines Baggers oder einem
Anschlussteil eines anderen Baufahrzeugs vorgesehen sind.
[0019] Um mit Hilfe des Schnellwechslers 1 ein Anbaugerät anzukuppeln, wird der in der Regel
an einem Baggerstiel und einer Koppel eines Baggers angeordnete Schnellwechsler 1
zunächst so bewegt, dass das am Adapter 2 oder direkt an dem Anbaugerät angeordnete
vordere Kopplungselement 4 in die klauen- bzw. gabelförmigen Aufnahmen 8 auf der einen
Seite des Schnellwechslers 1 eingefahren wird. Dann wird der Schnellwechsler 1 mit
noch zurückgezogenen Verriegelungselementen 11 um das vordere bolzenförmige Kopplungselement
4 so geschwenkt, dass das hintere Kopplungselement 5 am Adapter oder Anbaugerät zur
Anlage an den Anlageflächen 10 der nach unten offenen Aufnahmen 9 auf der anderen
Seite des Schnellwechslers 1 gelangt. Anschließend können die in Führungsbohrungen
im Träger 7 des Schnellwechslers 1 verschiebbar angeordneten Verriegelungselemente
11 z.B. hydraulisch ausgefahren werden, so dass das hintere bolzenförmige Kopplungselement
5 von den beiden Verriegelungselementen 11 an dem Schnellwechsler 1 untergriffen und
das Anbaugerät somit an dem Schnellwechsler 1 gehalten wird.
[0020] Um zu verhindern, dass sich ein an den Schnellwechsler 1 angekoppeltes Anbaugerät
bei einer durch Fehlbedienung oder Störungen bedingten, unbeabsichtigten Lösebewegung
des Verriegelungselements 11 von dem Schnellwechsler 1 löst und dann evtl. in einer
angehobenen Stellung des Schnellwechslers herabfällt, ist an dem Träger 2 eine zusätzliche
Fangeinrichtung 14 vorgesehen. Die Fangeinrichtung 14 ist zum Umgreifen des am Adapter
2 oder Anbaugerät angeordneten und mit den ersten Aufnahmen 8 in Eingriff gelangenden
Kopplungselements 4 konzipiert. Die Fangeinrichtung 14 ist derart ausgebildet, dass
ein Anbaugerät bei einem unbeabsichtigten Lösen aus der Kupplungsposition durch Eingriff
des Kopplungselements 4 in einer Fangposition aufgefangen und dadurch am Schnellwechsler
gehalten wird.
[0021] Bei der gezeigten Ausführung umfasst die Fangeinrichtung 14 zwei separate Fanghaken
15, die nicht starr an dem Träger 2 des Schnellwechslers 1 angeordnet, sondern über
eine Art Scharnier um eine Querachse 16 schwenkbar an dem Träger 1 angelenkt sind.
Die beiden Fanghaken 15 sind an den beiden hinteren Aufnahmen 8 angeordnet und derart
ausgebildet, dass sie das vordere Kopplungselement 4 am Adapter 2 oder einem Anbaugerät
umgreifen und das Anbaugerät bei einem unbeabsichtigten Lösen des Schnellwechslers
1 durch Eingriff des Kopplungselements 4 an den Fanghaken 15 in einer Fangposition
auffangen können. Durch die schwenkbare Anordnung können sich die Fanghaken 15 zwischen
einer abgeklappten Aufnahmestellung und einer in Figur 1 dargestellten Einklappstellung
bewegen.
[0022] Aus Figur 1 ist auch ersichtlich, dass an dem Fanghaken 15 ferner ein zur Betätigung
durch das erste Kopplungselement 4 ausgebildetes Steuerelement 17 vorgesehen ist.
Über das Steuerelement 17 kann der Fanghaken 15 von dem Kopplungselement 4 beim Eingreifen
in die Aufnahme 8 aus einer abgeklappten Aufnahmestellung in die in Figur 1 gezeigte
Einklappstellung bewegt werden. Das Steuerelement 17 sorgt außerdem dafür, dass sich
der Fanghaken 15 nur dann in die einen Wechselvorgang ermöglichende Abklappstellung
bewegen lässt, wenn das Kopplungselement 4 korrekt in dem Fanghaken 15 positioniert
ist. Bei der gezeigten Ausführung ist das Steuerelement 17 ein in Richtung der ersten
Aufnahme 8 vorstehender Ansatz mit einer oberen Steuerfläche, die in der Einklappstellung
des Fanghakens 15 mit der Innenkontur der Aufnahme 8 abschließt und in der Abklappstellung
des Fanghakens 15 gegenüber der Innenkontur der Aufnahme 8 nach innen vorsteht.
[0023] Der Fanghaken 15 ist derart ausgestaltet, dass er das Kopplungselement 4 mit etwa
180° halbkreisförmig umschließt. Dadurch kann eine besonders sichere Halterung in
jeder Stellung des Schnellwechslers 1 erreicht werden. In der Einklappstellung des
Fanghakens 15 wird dabei die Aufnahme 8 nach hinten vollständig von dem Fanghaken
15 umschlossen.
[0024] Die vorstehend beschriebene Fangeinrichtung 14 stellt eine zusätzliche Sicherungseinrichtung
dar, durch die ein Anbaugerät auch bei einem unbeabsichtigten Lösen der Verriegelung
sicher gefangen und gehalten werden kann. Die Fangeinrichtung 14 ist unabhängig von
der Verriegelungseinrichtung 11 und mit dieser nicht gekoppelt.
[0025] Wie aus Figur 1 hervorgeht, sind die beiden Seitenwangen 3 des Adapters 2 derart
ausgebildet, dass das zum Bagger gewandte vorderseitige Ende 18 der Seitenwangen 3
im Bereich des vorderen Kopplungselements 4 über die Fanghaken 15 in der Einklappstellung
vorsteht und das vom Bagger weg gewandte rückseitige Ende 19 der Seitenwangen 3 im
Bereich des hinteren Kopplungselements 5 über eine auch in Figur 3 gezeigte Schutzabdeckung
20 vorsteht. Die aus einem gebogenen Blech bestehende Schutzabdeckung 20 ist über
Schrauben oder andere Befestigungselemente 21 an einem zwischen den beiden Seitenwangen
3 angeordneten Querstück 22 befestigt. Die Seitenwangen 3 weisen an der Unterseite
ihrer rückseitigen Enden 19 eine zurückspringende Abstufung 23 auf. Dadurch ist eine
verbesserte Schweißung erreichbar.
[0026] Aus Figur 2 ist ersichtlich, dass die vorderseitigen Enden 18 der Seitenteile 3 soweit
gegenüber dem vorderen Kopplungselement 4 vorstehen, dass das Verhältnis A/D zwischen
dem Abstand A der vorderseitigen Enden 18 zum Mittelpunkt des vorderen Kopplungselements
4 und dem Durchmesser D des vorderen Kopplungselements 4 mindestens 1,25 beträgt.
Dadurch stehen die Seitenteile 3 mit ihren vorderseitigen Enden 18 gegenüber den Fanghaken
15 in der Einklappstellung vor und die Fanghaken 15 sind so vor Beschädigungen durch
Betonplatten, Geröll, Felsbrocken oder anderes Ladungsgut geschützt.
[0027] Das in Figur 4 im Schnitt dargestellte Querstück 22 ist über endseitige Ansätze 24
in entsprechenden Ausnehmungen 25 der Seitenwangen 3 formschlüssig angeordnet. Dadurch
können Spannungen auf die Schweißnähte des bolzenförmigen Kopplungselement 5 vermieden
und die Parallelität der Seitenteile 3 gewährleistet werden. Wie aus Figur 3 hervorgeht,
sind in der Schutzabdeckung 20 zwei nebeneinander angeordnete Aussparungen 26 vorhanden.
Über die beiden Aussparungen 26 wird auch beim angekoppelten Adapter 2 eine visuelle
Überprüfung der beiden Verriegelungselemente 11 ermöglicht, so dass die korrekte Verriegelung
auch von der Fahrerkabine eines Baggers aus visuell kontrolliert werden kann. Auch
im Bereich der vorderseitigen Enden 18 ist zwischen den beiden Seitenwangen 3 eine
Abdeckung 27 vorgesehen. Diese ist an zwei Haltestege 28 an der Innenseite der beiden
Seitenwangen 3 angeschraubt.
[0028] An der Außenseite der Seitenwange 3 des Adapters 2 ist eine Vertiefung 29 zur Aufnahme
einer Kennzeichnung in Form eines Typenschilds, eines Markenemblems, einer Sicherheitskennzeichnung
oder dgl. vorgesehen. In dieser Vertiefung 29 ist die Kennzeichnung vor Beschädigungen
geschützt. Auch an der Innenseite der Seitenwange 3 ist eine Aussparung 30 vorgesehen.
In diese Aussparung 30 oder ähnliche Ausnehmungen können auch elektronische Bauteile,
wie z.B. RFID Charging Systeme, Tooltracker, NFC-Chips, elektronische Sender und Empfänger,
Datenträger und dgl. eingebaut werden. Selbst wenn der Adapter 2 mit seiner Seitenwange
3 beim Transport über den Boden schleift, bleiben die für eventuelle Sicherheitshinweise
notwendigen Kennzeichnungen in den Vertiefungen 29 oder Aussparungen 30 geschützt.
Im oberen Bereich der Seitenwangen 3 sind außerdem miteinander fluchtende Durchlässe
31 angeordnet. Über diese Durchlässe 31 können Sicherungsriemen, Sicherungsketten
oder andere Sicherungselemente zum Transport oder zur Transportsicherung geführt werden.
Zwischen dem Durchgang 6 für das Kopplungselement 4 und dem vordere Ende 18 ist in
den Seitenteilen 3 ein weiterer Durchbruch 32 vorgesehen. Über die Durchbrüche 32
können auf die vorderen Enden 18 der Seitenwangen 3 wirkende Stöße abgefedert und
die Entstehung von Graten und scharfer Kanten vermieden werden. Dadurch kann die Gefahr
von Schnittverletzungen minimiert werden. An der Stirnseite des bolzenförmigen Kopplungselements
ist eine Vertiefung 32 angeordnet.
[0029] Wie aus Figur 3 hervorgeht, ist an dem bolzenförmigen Kopplungselement des Adapters
2 eine mit Durchgangsöffnungen versehene Halterung 33 für Stecker- oder Muffenartige
Kupplungselemente 35 befestigt. Über diese Kupplungselemente 34 kann beim Ankoppeln
des Schnellwechslers 1 eine Verbindung mit entsprechenden Gegenelementen am Schnellwechsler
1 erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1 Schnellwechsler
- 2 Adapter
- 3 Seitenwange
- 4 Erstes Kopplungselement
- 5 Zweites Kopplungselement
- 6 Durchgang
- 7 Träger
- 8 Erste Aufnahme
- 9 Zweite Aufnahme
- 10 Anlagefläche
- 11 Verriegelungselement
- 12 Seitenteil
- 13 Öffnung
- 14 Fangeinrichtung
- 15 Fanghaken
- 16 Querachse
- 17 Steuerelement
- 18 Vorderseitiges Ende
- 19 Rückseitiges Ende
- 20 Schutzabdeckung
- 21 Befestigungselement
- 22 Querstück
- 23 Abstufung
- 24 Ansatz
- 25 Ausnehmung
- 26 Aussparung
- 27 Abdeckung
- 28 Haltesteg
- 29 Vertiefung
- 30 Aussparung
- 31 Durchlass
- 32 Durchbruch
- 33 Vertiefung
- 34 Halterung
- 35 Kupplungselement
1. Adapter (2) für ein Schnellwechselsystem zum Wechseln von Anbaugeräten an einer Baumaschine,
der zwischen zwei Seitenwangen (3) in einem vorgegebenen Abstand voneinander angeordnete
Kopplungselemente (4, 5) zur Verbindung des Adapters (1) mit einem Schnellwechsler
(2) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwangen (3) mit ihren rückseitigen Enden (19) gegenüber einer zwischen
den Seitenwangen (3) angeordneten Rückenabdeckung (20) nach hinten vorstehen und dass
die rückseitigen Enden (19) der Seitenwangen (3) gegenüber Befestigungselementen (21)
vorstehen, mit denen die Rückenabdeckung (20) an einem zwischen den Seitenwangen (3)
angeordneten Querstück (22) befestigt ist.
2. Adapter (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Querstück (22) über endseitige Ansätze (24) formschlüssig in entsprechenden Ausnehmungen
(25) im Bereich der rückseitigen Enden (19) der Seitenwangen (3) angeordnet ist.
3. Adapter (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die rückseitigen Enden (19) der Seitenwangen (3) an ihrer Unterseite eine zurückspringende
Abstufung (23) aufweisen.
4. Adapter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite und/oder Innenseite der Seitenwangen (3) eine oder mehrere Vertiefungen
(29) und/oder Aussparungen (30) zur Aufnahme von Kennzeichen oder elektronischen Bauteilen
vorgesehen sind.
5. Adapter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem Kopplungselement (4, 5) eine Vertiefung (33) zur Aufnahme von
Kennzeichen oder elektronischen Bauteilen vorgesehen sind.
6. Adapter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Seitenwangen (3) miteinander fluchtende Durchbrüche (31) für die Durchführung
von Sicherungsmitteln angeordnet sind.
7. Adapter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rückenabdeckung (20) mindestens eine Aussparung (26) vorgesehen ist.
8. Adapter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwangen (3) mit ihren vorderseitigen Enden (18) soweit gegenüber
dem vorderen Kopplungselement (4) vorstehen, dass das Verhältnis A/D zwischen dem
Abstand A der vorderseitigen Enden (18) zum Mittelpunkt des vorderen Kopplungselements
(4) und dem Durchmesser D des vorderen Kopplungselements (4) mindestens 1,25 beträgt.
9. Adapter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwangen (3) zwischen ihren vorderseitigen Enden (18) und dem vorderen Kopplungselement
(4) mindestens einen Durchbruch (32) aufweisen.
10. Schnellwechselsystem mit einem Schnellwechsler (1) und einem mit dem Schnellwechsler
(1) koppelbaren Adapter (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist.
11. Schnellwechselsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwangen (3) des Adapters (2) mit ihren vorderseitigen Enden (18)
soweit gegenüber dem vorderen Kopplungselement (4) vorstehen, dass sie gegenüber am
Schnellwechsler (1) angeordneten Fanghaken (15) in deren Einklappstellung vorstehen.