(19)
(11) EP 3 924 286 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.08.2023  Patentblatt  2023/33

(21) Anmeldenummer: 20704502.2

(22) Anmeldetag:  06.02.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66C 1/02(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B66C 1/0256
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2020/053015
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2020/165022 (20.08.2020 Gazette  2020/34)

(54)

VORRICHTUNG ZUR STEUERUNG DER FUNKTION EINER VAKUUM-HEBEVORRICHTUNG SOWIE VAKUUM-HEBEVORRICHTUNG MIT EINER DERARTIGEN STEUERVORRICHTUNG

DEVICE FOR CONTROLLING THE FUNCTION OF A VACUUM LIFTING DEVICE, AND VACUUM LIFTING DEVICE HAVING SUCH A CONTROL DEVICE

DISPOSITIF POUR COMMANDER LA FONCTION D'UN DISPOSITIF DE LEVAGE SOUS VIDE ET DISPOSITIF DE LEVAGE SOUS VIDE COMPRENANT UN TEL DISPOSITIF DE COMMANDE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 11.02.2019 DE 102019103251

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.12.2021  Patentblatt  2021/51

(73) Patentinhaber: FIPA Holding GmbH
85737 Ismaning (DE)

(72) Erfinder:
  • JOST, Christopher
    85452 Moosinning (DE)

(74) Vertreter: Meissner Bolte Partnerschaft mbB 
Patentanwälte Rechtsanwälte Postfach 10 26 05
86016 Augsburg
86016 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 3 539 916
DE-A1- 2 921 005
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein insbesondere auf der Vakuumtechnik basierende Greifsysteme für die dynamische Handhabung von Gegenständen. Im Einzelnen betrifft die Erfindung insbesondere Vakuum-Hebevorrichtungen sowie entsprechende Vorrichtungen zur Steuerung der Funktion von Vakuum-Hebevorrichtungen.

    [0002] Vakuum-Hebevorrichtungen werden dazu genötigt, um Gegenstände (Werkstücke) mit Hilfe von Vakuum anzuheben und zu halten. Der Vorgang des Hebens wird durch einen längenvariablen Saugschlauch, beispielsweise Spiralschlauch, ermöglicht, welcher auch gelegentlich als "Hubschlauch" bezeichnet wird. Am Ende des längenvariablen Saugschlauches ist ein Lastaufnahmemittel angebracht, welches hauptsächlich mit Vakuum funktioniert, aber auch mechanisch sein kann.

    [0003] Setzt man mit einer Vakuum-Hebevorrichtung auf das zu bewegende Werkstück auf, wird die in dem Vakuumsauger und Hubschlauch enthaltene Luft evakuiert, der Hubschlauch zieht sich wie eine Ziehharmonika zusammen, so dass das Werkstück am Vakuumsauger haftet und schließlich angehoben werden kann. Sinkt das Vakuum, so wird die Last wieder abgesenkt.

    [0004] Das Vakuum wird je nach Anwendungsfall entweder durch einen Seitenkanalverdichter, eine Vakuumpumpe oder einen Mehrkammer-Ejektor (Venturi-Düse) erzeugt. Die manuelle Steuerung des Schlauchhebers erfolgt mit Hilfe eines Bedienteiles, dass am unteren Ende des Schlauchhebers angebracht ist. Mit diesem wird das Ansaugen, Heben, Senken und anschließende Lösen der Last einhändig kontrolliert.

    [0005] Derartige Steuerungen für Vakuum-Hebevorrichtungen sind dem Prinzip nach aus dem Stand der Technik allgemein bekannt. So ist beispielsweise aus der Druckschrift DE 20 2005 016 147 U1 ein Ventil für eine Vakuum-Hebevorrichtung bekannt, mit dem der Hubschlauch belüftet werden kann, so dass der angesaugte Gegenstand abgesetzt und losgelassen werden kann. EP 3 539 916 A1 stellt ein Stand der Technik gemäß Artikel 54(3) EPÜ dar und offenbart den Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Lösung anzugeben, mit welcher eine Vakuum-Hebevorrichtung besonders ergonomisch bedient werden kann, wobei insbesondere ein kompakter Aufbau der Vakuum-Hebevorrichtung gewünscht ist.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Steuerung der Funktion einer Vakuum-Hebevorrichtung gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 sowie durch ein Verfahren gemäß dem Patentanspruch 14 gelöst, wobei vorteilhafte Weiterbildungen hiervon in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen angegeben sind.

    [0008] Demgemäß betrifft die Erfindung insbesondere eine Vorrichtung zur Steuerung der Funktion einer Vakuum-Hebevorrichtung, wobei die Vorrichtung einen insbesondere stutzenförmigen Verteilerblock mit einem ersten Anschluss und einem zweiten Anschluss aufweist, wobei in dem Verteilerblock ein erster Strömungskanal ausgebildet ist, über den mit Hilfe einer ersten Ventileinrichtung bedarfsweise der erste Anschluss strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss verbindbar ist. Ferner ist vorgesehen, dass in dem Verteilerblock ein zweiter Strömungskanal ausgebildet ist, über den mit Hilfe einer zweiten Ventileinrichtung bedarfsweise der erste Anschluss strömungsmäßig mit der Außenatmosphäre verbindbar ist. Darüber hinaus ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in dem Verteilerblock ein weiterer, dritter Strömungskanal ausgebildet ist, über den mit Hilfe einer dritten Ventileinrichtung bedarfsweise der zweite Anschluss strömungsmäßig mit der Au-ßenatmosphäre verbindbar ist.

    [0009] Mit anderen Worten, die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere eine kompakte und modulare Ausführung der Steuerung einer Vakuum-Hebevorrichtung, wobei mit dieser Steuerung alle notwendigen Funktionen der Vakuum-Hebevorrichtung angesteuert, initiiert bzw. veranlasst werden können. Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass der Verteilerblock einen stutzenförmigen Körper aufweist, was einen modularen Aufbau erlaubt, und was wiederrum auch kurze Steuerkanäle ermöglicht, so dass das Ansprechverhalten und insbesondere die Ansprechzeit der entsprechenden Ventileinrichtungen des Verteilerblockes optimiert sind.

    [0010] Der insbesondere stutzenförmige und modulare Aufbau des Verteilerblockes garantiert darüber hinaus eine gleichmäßige Gewichtsverteilung, was sich bei dem manuellen Handling der Vakuum-Hebevorrichtung als Vorteil erweist. Darüber hinaus erlaubt es der modulare Aufbau des Verteilerblockes, dass dieser für unterschiedliche Vakuum-Hebevorrichtungen eingesetzt werden kann.

    [0011] Gemäß bevorzugten Realisierungen der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen, dass der Verteilerblock zumindest bereichsweise einen im Wesentlichen rohr- oder stutzenförmigen Körper aufweist und zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet ist. Der erste Anschluss ist dabei an einer ersten Stirnseite und der zweite Anschluss an einer gegenüberliegenden, zweiten Stirnseite des zumindest bereichsweise im Wesentlichen rohr- oder stutzenförmigen Körpers ausgebildet. Der im Wesentlichen rohr- oder stutzenförmige Körper weist vorzugsweise einen Außendurchmesser auf, welcher zumindest im Wesentlichen dem Innendurchmesser des längenvariablen Saugschlauches der Vakuum-Hebevorrichtung entspricht. Auf diese Weise ist es möglich, dass der gesamte Verteilerblock innerhalb des längenvariablen Saugschlauches integriert wird. Dies führt zu einer besonders kompakten, wartungsarmen und betriebssicheren Vakuum-Hebevorrichtung, da damit sämtliche Ventileinrichtungen vor äußeren Einflüssen (Verschmutzung, Feuchtigkeit, etc.) wirksam geschützt sind.

    [0012] Der Verteilerblock weist einen radial von dem Verteilerblock zeigenden oder abstehenden ersten Anschlussbereich zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der ersten Ventileinrichtung, einen radial von dem Verteilerblock zeigenden oder abstehenden zweiten Anschlussbereich zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der zweiten Ventileinrichtung sowie einen radial von dem Verteilerblock zeigenden oder abstehenden dritten Anschlussbereich zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der dritten Ventileinrichtung auf. Vorzugsweise sind dabei die entsprechenden Anschlussbereiche gleichmäßig auf der Mantelfläche des Verteilerblockes verteilt, um eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zu ermöglichen.

    [0013] Die erste, zweite und dritte Ventileinrichtung weisen jeweils mindestens ein Ventil, insbesondere Drosselventil auf, wobei dieses zumindest eine Ventil vorzugsweise ein elektromotorisches Ventil mit Ventilantrieb oder ein elektromagnetisch betätigtes Ventil ist. Auf diese Weise können die Ventileinrichtungen besonders genau und ohne mechanischen Aufwand betätigt werden, was ein ergonomisches sowie flüssiges Heben und Umsetzen von Lasten, wie z.B. Kartons, Säcke, Holz- und Kunststoffplatten, Bleche oder Glasscheiben, in den unterschiedlichsten Branchen ermöglicht. Das Heben und Ansaugen wird dabei auf einfachste Weise in einem Zug erledigt, wodurch sich ein angenehmer Arbeitsrhythmus ergibt.

    [0014] Gemäß einer bevorzugten Realisierung der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung verläuft der bedarfsweise dem ersten Anschluss strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss verbindende erste Strömungskanal zumindest bereichsweise längs der Längsachse des Verteilerblockes, wobei der erste Strömungskanal bedarfsweise strömungsmäßig unterbrechbar ist, und zwar mit Hilfe einer vorzugsweise senkrecht oder zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Verteilerblockes verlaufenden Trennwand sowie mit Hilfe der mit dieser Trennwand zusammenwirkenden ersten Ventileinrichtung. Dabei kann vorgesehen sein, dass in einem Zustand, der durch die erste Ventileinrichtung mit der zusammenwirkenden Trennwand eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Anschluss getrennt ist, der erste Strömungskanal in einen ersten Bereich und einen hiervon getrennten zweiten Bereich unterteilt ist.

    [0015] Gemäß Weiterbildungen der zuletzt genannten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die zweite Ventileinrichtung ausgebildet ist, bedarfsweise eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem ersten Bereich und der Außenatmosphäre herzustellen, wobei die dritte Ventileinrichtung ausgebildet ist, bedarfsweise eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem zweiten Bereich und der Außenatmosphäre herzustellen.

    [0016] Die Erfindung betrifft nicht lediglich eine Steuerungsvorrichtung der zuvor genannten Art, sondern auch eine Vakuum-Hebevorrichtung mit einem insbesondere stutzenförmigen Verteilerblock der zuvor genannten Art.

    [0017] Gemäß Realisierungen der erfindungsgemäßen Lösung weist die Vakuum-Hebevorrichtung eine Saugleitung auf, welche sich zwischen einem Vakuumanschluss und einer Mündungsöffnung erstreckt. Obgleich es grundsätzlich denkbar ist, dass die Vakuum-Hebevorrichtung ein mechanisches Lastaufnahmemittel aufweisen kann, ist es bevorzugt, wenn als Lastaufnahmemittel ein Saugmittel insbesondere in Gestalt eines Saugnapfes zum Einsatz kommt, wobei dieses Saugmittel zur abdichtenden Anlage an Transportgutoberflächen dient. Darüber hinaus weist die Vakuum-Hebevorrichtung einen längenvariablen Saugschlauch auf, welcher die Saugleitung zumindest bereichsweise zwischen dem Saugmittel und dem Vakuumanschluss begrenzt.

    [0018] Das vorzugsweise als Saugmittel zum Einsatz kommende Lastaufnahmemittel ist bei einem entseitigen Bereich des längenvariablen Saugschlauches an der Saugleitung vorzugsweise lösbar angebracht und begrenzt die Mündungsöffnung.

    [0019] Der insbesondere stutzenförmige Verteilerblock der Vakuum-Hebevorrichtung dient dabei insbesondere zum Einstellen eines Unterdruckes im Saugschlauch, zum Beeinflussen eines freien Strömungsquerschnittes der Saugleitung in einem Leitungsabschnitt zwischen dem Saugschlauch und der Mündungsöffnung und/oder zum Einstellen eines Unterdruckes in einem Leitungsabschnitt zwischen dem entseitigen Bereich des Saugschlauches und der Mündungsöffnung.

    [0020] In vorteilhafter Weise ist dabei vorgesehen, dass der Verteilerblock vollständig am entseitigen Bereich des Saugschlauches im Saugschlauch aufgenommen ist. Dabei bietet es sich an, wenn die Saugleitung bereichsweise durch den ersten Strömungskanal des Verteilerblockes gebildet wird.

    [0021] Gemäß bevorzugten Realisierungen der erfindungsgemäßen Vakuum-Hebevorrichtung ist ferner eine Bedieneinrichtung insbesondere in Gestalt eines Pistolengriffes zwischen dem Saugmittel und dem entseitigen Bereich des Saugschlauches vorgesehen. Dabei bietet es sich an, wenn das Saugmittel über eine Kupplung schwenkbar an der Bedieneinrichtung vorzugsweise lösbar oder austauschbar angebracht ist.

    [0022] In bevorzugter Weise weist die Bedieneinrichtung entsprechende elektrische Schalter oder Taster, wie beispielsweise Folienschalter oder Folientaster auf, um darüber die erste, zweite und dritte Ventileinrichtung entsprechend ansteuern zu können. Vorzugsweise sind dabei die elektrischen Schalter oder Taster jeweils über eine elektrische Leitung mit den entsprechenden Ventileinrichtungen verbunden, wobei die elektrischen Leitungen in bevorzugter Weise zumindest bereichsweise in der Wandung der Saugleitung integriert oder aufgenommen sind.

    [0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die elektrischen Schalter oder Taster der Bedieneinrichtung fernbedienbar sind, insbesondere über eine drahtlose Fernsteuerung.

    [0024] Alternativ oder zusätzlich ist vorgesehen, dass die Bedieneinrichtung mindestens ein Display oder eine Anzeige aufweist zum Anzeigen von für die Bedienung der Vakuum-Hebevorrichtung relevanten Informationen, wie beispielsweise die Gewichtskraft eines von der Vakuum-Hebevorrichtung gehaltenen Gegenstandes, die Höhe zwischen dem Saugmittel und dem Fußboden, oder die Position und/oder Bewegungsdaten der Vakuum-Hebevorrichtung.

    [0025] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein System mit einer ersten Vakuum-Hebevorrichtung der zuvor genannten Art und optional mit einer Krananlage, über welche die Vakuum-Hebevorrichtung an verschiedene Positionen positionierbar ist. Dabei ist ferner vorgesehen, dass das System mindestens eine weitere, zweite Vakuum-Hebevorrichtung, insbesondere eine weitere, zweite Vakuum-Hebevorrichtung der zuvor genannten Art aufweist, wobei die erste und mindestens eine zweite Vakuum-Hebevorrichtung über einen Datenübertragungskanal zur Datenübertragung miteinander verbunden sind.

    [0026] Insbesondere ist bei dem erfindungsgemäßen System vorgesehen, dass die erste und mindestens eine zweite Vakuum-Hebevorrichtung ausgebildet sind, nach dem Master/Slave-Prinzip zu kommunizieren und/oder Daten auszutauschen, wobei beispielsweise die erste Vakuum-Hebevorrichtung ausgebildet ist, eine Bedienung der zweiten Vakuum-Hebevorrichtung mit der Bedienung der ersten Vakuum-Hebevorrichtung zu synchronisieren.

    [0027] Um das zuvor genannte erfindungsgemäße System zu bedienen kann somit von dem Bediener des Systems die erste Vakuum-Hebevorrichtung über die Bedieneinrichtung der ersten Vakuum-Hebevorrichtung vorzugsweise manuell gesteuert werden, und zwar durch Ansteuerung der ersten, zweiten und/oder dritten Ventileinrichtung der ersten Vakuum-Hebevorrichtung. Vorzugsweise automatisch und noch bevorzugter wahlweise automatisch wird dabei die mindestens eine weitere, zweite Vakuum-Hebevorrichtung insbesondere synchron mit der ersten Vakuum-Hebevorrichtung gesteuert.

    [0028] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsbeispielen näher beschrieben.

    [0029] Es zeigen:
    FIG. 1
    schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine exemplarische Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung;
    FIG. 2
    schematisch und in einer Seitenansicht die Steuerungsvorrichtung gemäß FIG. 1;
    FIG. 3
    schematisch und in einer Draufsicht die Steuerungsvorrichtung gemäß FIG. 1;
    FIG. 4
    schematisch und in einer isometrischen Ansicht der Verteilerblock der Steuerungsvorrichtung gemäß FIG. 1;
    FIG. 5
    schematisch eine geschnittene Draufsicht des Verteilerblockes gemäß FIG. 4;
    FIG. 6a
    schematisch eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in FIG. 5;
    FIG. 6b
    schematisch eine Schnittansicht entlang der Linie B-B in FIG. 5;
    FIG. 6c
    schematisch eine Schnittansicht entlang der Linie C-C in FIG. 5; und
    FIG. 7
    schematisch ein Pneumatik Diagramm der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung.


    [0030] Die in den Zeichnungen dargestellte exemplarische Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung 1 dient dazu, die Funktion einer Vakuum-Hebevorrichtung zu steuern.

    [0031] Eine derartige Vakuum-Hebevorrichtung weist eine Saugleitung 102 auf, die sich zwischen einem Vakuumanschluss und einer Mündungsöffnung erstreckt. Des Weiteren weist die Vakuum-Hebevorrichtung ein Lastaufnahmemittel auf, welches hauptsächlich mit Vakuum funktioniert und als Saugmittel insbesondere in Gestalt eines Saugnapfes ausgeführt sein kann, obgleich aber auch mechanische Lastaufnahmemittel grundsätzlich denkbar sind. Das insbesondere als Saugmittel 101 ausgeführte Lastaufnahmemittel dient zur abdichtenden Anlage an Transportgutoberflächen.

    [0032] Ferner weist die Vakuum-Hebevorrichtung einen längenvariablen Saugschlauch 100 auf, welcher die Saugleitung 102 zumindest bereichsweise zwischen dem insbesondere als Saugmittel 101 ausgeführten Lastaufnahmemittel 101 und dem Vakuumanschluss begrenzt.

    [0033] Das insbesondere als Saugmittel ausgeführte Lastaufnahmemittel 101 ist dabei bei einem endseitigen Bereich des längenvariablen Saugschlauches 100 an der Saugleitung 102 vorzugsweise lösbar angebracht und begrenzt die Mündungsöffnung, insbesondere dann, wenn das Lastaufnahmemittel 101 als Saugmittel ausgeführt ist.

    [0034] Zum Einstellen eines Unterdruckes im Saugschlauch 100, zum Beeinflussen eines freien Strömungsquerschnittes der Saugleitung 102 in einem Leitungsabschnitt zwischen dem Saugschlauch 100 und der Mündungsöffnung und/oder zum Einstellen eines Unterdruckes in einem Leitungsabschnitt zwischen dem endseitigen Bereich des Saugschlauches 100 und der Mündungsöffnung kommt die erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung 1 mit dem insbesondere stutzenförmigen Verteilerblock 2 zum Einsatz.

    [0035] Wie es den Darstellungen in den FIGS. 1 bis 3 insbesondere entnommen werden kann, ist der Verteilerblock 2 insbesondere stutzenförmig ausgeführt und weist einen ersten Anschluss 3 sowie einen zweiten Anschluss 4 auf. In dem Verteilerblock 2 ist ein erster Strömungskanal 6 ausgebildet, über den mit Hilfe einer ersten Ventileinrichtung 12 bedarfsweise der erste Anschluss 3 strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss 4 verbindbar ist. Ferner ist in dem Verteilerblock 2 ein zweiter Strömungskanal 7 ausgebildet, über den mit Hilfe einer zweiten Ventileinrichtung 13 bedarfsweise der erste Anschluss 3 strömungsmäßig mit der Außenatmosphäre 50 verbindbar ist. Darüber hinaus ist in dem Verteilerblock 2 ein dritter Strömungskanal 8 ausgebildet, über den mit Hilfe einer dritten Ventileinrichtung 14 bedarfsweise der zweite Anschluss 4 strömungsmäßig mit der Außenatmosphäre 50 verbindbar ist.

    [0036] Wie es insbesondere der isometrischen Ansicht gemäß FIG. 1 entnommen werden kann, weist der Verteilerblock 2 zumindest bereichsweise einen im Wesentlichen rohr- oder stutzenförmigen Körper auf und ist zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet. Dabei sind der erste Anschluss 3 an einer ersten Stirnseite und der zweite Anschluss 4 an einer gegenüberliegenden, zweiten Stirnseite des im Wesentlichen rohr- oder stutzenförmigen Körpers ausgebildet.

    [0037] Bei der exemplarischen Ausführungsform gemäß den FIG. 4 weist der Verteilerblock 2 einen radial von dem Verteilerblock 2 zeigenden oder abstehenden ersten Anschlussbereich 9 zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der ersten Ventileinrichtung 12, einen radial von dem Verteilerblock 2 zeigenden oder abstehenden zweiten Anschlussbereich 10 zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der zweiten Ventileinrichtung 13 und einen radial von dem Verteilerblock 2 zeigenden oder abstehenden dritten Anschlussbereich 11 zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der dritten Ventileinrichtung 14 auf.

    [0038] Die erste, zweite und dritte Ventileinrichtung 12, 13, 14 weisen jeweils mindestens ein Ventil, insbesondere Drosselventil auf, wobei das mindestens eine Ventil vorzugsweise ein elektromotorisches Ventil mit Ventilantrieb oder ein elektromagnetisches Ventil ist.

    [0039] Bei der exemplarischen Ausführungsform der Steuerungsvorrichtung 1 verläuft der bedarfsweise den ersten Anschluss 3 strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss 4 verbindende erste Strömungskanal 6 zumindest bereichsweise längst der Längsachse des Verteilerblockes 2. Dieser erste Strömungskanal 6 ist bedarfsweise strömungsmäßig unterbrechbar, und zwar mit Hilfe einer vorzugsweise senkrecht oder zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Verteilerblockes 2 verlaufenden Trennwand 15 sowie mit Hilfe der mit der Trennwand 15 zusammenwirkenden ersten Ventileinrichtung 12. In einem Zustand, wenn durch die erste Ventileinrichtung 12 mit der zusammenwirkenden Trennwand 15 eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Anschluss 3, 4 getrennt ist, ist dabei der erste Strömungskanal 6 in einen ersten Bereich 16 und einen hiervon getrennten zweiten Bereich 17 unterteilt.

    [0040] Bei der exemplarischen Ausführungsform ist ferner vorgesehen, dass die zweite Ventileinrichtung 13 ausgebildet ist, bedarfsweise eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem ersten Bereich 16 und der Außenatmosphäre 50 herzustellen, wobei die dritte Ventileinrichtung 14 ausgebildet ist, bedarfsweise eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem zweiten Bereich 17 und der Außenatmosphäre 50 herzustellen.

    [0041] In vorteilhafter Weise ist der Verteilerblock 2 als monolithisches Bauteil ausgeführt, und zwar insbesondere aus Metall oder in bevorzugter Weise aus Kunststoff.

    [0042] Der Verteilerblock 2 ist vorzugsweise vollständig am endseitigen Bereich eines Saugschlauches 100 der Vakuum-Hebevorrichtung im Saugschlauch 100 aufgenommen, wobei die Saugleitung 102 der Vakuum-Hebevorrichtung zumindest bereichsweise durch den ersten Strömungskanal des Verteilerblockes 2 gebildet wird. Dabei dient der Verteilerblock 2 mit den Ventileinrichtungen 12, 13, 14 dazu, einen Unterdruck im Saugschlauch 100 einzustellen, einen freien Strömungsquerschnitt der Saugleitung 102 in einem Leitungsabschnitt zwischen dem Saugschlauch 100 und der Mündungsöffnung des Saugmittels einzustellen und/oder einen Unterdruck in einem Leitungsabschnitt zwischen dem endseitigen Bereich des Saugschlauches 100 und der Mündungsöffnung einzustellen.

    [0043] Vorzugsweise weist die Vakuum-Hebevorrichtung, welche als solche nicht in den Zeichnungen dargestellt ist, eine Bedieneinrichtung insbesondere in Gestalt eines Art Pistolengriffes zwischen dem Saugmittel 101 und dem endseitigen Bereich des Saugschlauches 100 auf, wobei das Saugmittel 101 vorzugsweise über eine Kupplung schwenkbar in der Bedieneinrichtung insbesondere lösbar oder austauschbar angebracht ist.

    [0044] Die Bedieneinrichtung weist entsprechende elektrische Schalter oder Taster, insbesondere Folienschalter oder Folientaster, auf, um die erste, zweite und dritte Ventileinrichtung ansteuern zu können. Die elektrischen Schalter oder Taster sind jeweils über eine elektrische Leitung mit den entsprechenden Ventileinrichtungen verbunden, wobei die elektrischen Leitungen vorzugsweise zumindest bereichsweise der Wandung der Saugleitung 102 integriert oder aufgenommen sind.

    [0045] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die elektrischen Schalter oder Taster der Bedieneinrichtung fern bedienbar, insbesondere teilweise fern bedienbar, beispielsweise über eine drahtlose Fernsteuerung.

    [0046] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Bedieneinrichtung mindestens ein Display oder eine Anzeige aufweist, um für die Bedienung der Vakuum-Hebevorrichtung relevante Informationen dem Bediener anzuzeigen.

    [0047] Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungen gezeigte exemplarische Ausführungsform beschränkt, sondern ergibt sich aus den nachstehenden Ansprüche.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung (1) zur Steuerung der Funktion einer Vakuum-Hebevorrichtung, wobei die Vorrichtung (1) einen insbesondere stutzenförmigen Verteilerblock (2) mit einem ersten Anschluss (3) und einem zweiten Anschluss (4) aufweist, wobei in dem Verteilerblock (2) ein erster Strömungskanal (6) ausgebildet ist, über den mit Hilfe einer ersten Ventileinrichtung (12) bedarfsweise der erste Anschluss (3) strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss (4) verbindbar ist, wobei in dem Verteilerblock (2) ein zweiter Strömungskanal (7) ausgebildet ist, über den mit Hilfe einer zweiten Ventileinrichtung (13) bedarfsweise der erste Anschluss (3) strömungsmäßig mit der Außenatmosphäre (50) verbindbar ist, und wobei in dem Verteilerblock (2) ein dritter Strömungskanal (8) ausgebildet ist, über den mit Hilfe einer dritten Ventileinrichtung (14) bedarfsweise der zweite Anschluss (4) strömungsmäßig mit der Außenatmosphäre (50) verbindbar ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der Verteilerblock (2) einen radial von dem Verteilerblock (2) zeigenden oder abstehenden ersten Anschlussbereich (9) zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der ersten Ventileinrichtung (12), einen radial von dem Verteilerblock (2) zeigenden oder abstehenden zweiten Anschlussbereich (10) zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der zweiten Ventileinrichtung (13) und einen radial von dem Verteilerblock (2) zeigenden oder abstehenden dritten Anschlussbereich (11) zum vorzugsweise lösbaren Anschließen der dritten Ventileinrichtung (14) aufweist.
     
    2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
    wobei der Verteilerblock (2) zumindest bereichsweise einen im Wesentlichen rohr- oder stutzenförmigen Körper aufweist und zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet ist, wobei der erste Anschluss (3) an einer ersten Stirnseite und der zweite Anschluss (4) an einer gegenüberliegenden zweiten Stirnseite des zumindest bereichsweise im Wesentlichen rohr- oder stutzenförmigen Körpers ausgebildet sind.
     
    3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
    wobei die erste, zweite und dritte Ventileinrichtung (12, 13, 14) jeweils mindestens ein Ventil, insbesondere Drosselventil, aufweisen, wobei das mindestens eine Ventil vorzugsweise ein elektromotorisches Ventil mit Ventilantrieb oder ein elektromagnetisch betätigtes Ventil ist.
     
    4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

    wobei der bedarfsweise den ersten Anschluss (3) strömungsmäßig mit dem zweiten Anschluss (4) verbindende erste Strömungskanal (6) zumindest bereichsweise längs der Längsachse des Verteilerblockes (2) verläuft und durch eine vorzugsweise senkrecht oder zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Verteilerblockes (2) verlaufende Trennwand (15) und durch die mit der Trennwand (15) zusammenwirkende erste Ventileinrichtung (12) bedarfsweise strömungsmäßig unterbrechbar ist, wobei in einem Zustand, wenn durch die erste Ventileinrichtung (12) mit der zusammenwirkenden Trennwand (15) eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Anschluss (4) getrennt ist, der erste Strömungskanal (6) in einen ersten Bereich (16) und einen hiervon getrennten zweiten Bereich (17) unterteilt ist,

    wobei die zweite Ventileinrichtung (13) vorzugsweise ausgebildet ist, bedarfsweise eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem ersten Bereich (16) und der Außenatmosphäre (50) herzustellen, und wobei die dritte Ventileinrichtung (14) vorzugsweise ausgebildet ist, bedarfsweise eine strömungsmäßige Verbindung zwischen dem zweiten Bereich (17) und der Außenatmosphäre (50) herzustellen.


     
    5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    wobei der Verteilerblock (2) als monolithisches Bauteil ausgeführt ist, insbesondere aus Metall oder Kunststoff.
     
    6. Vakuum-Hebevorrichtung mit:

    - einer Saugleitung (102), die sich zwischen einem Vakuumanschluss und einer Mündungsöffnung erstreckt;

    - einem Saugmittel (101) insbesondere in Gestalt eines Saugnapfes, wobei das Saugmittel (101) zur abdichtenden Anlage an Transportgutoberflächen dient; und

    - einem längenvariablen Saugschlauch (100), der die Saugleitung (102) zumindest bereichsweise zwischen dem Saugmittel (101) und dem Vakuumanschluss begrenzt,

    wobei das Saugmittel (101) bei einem endseitigen Bereich des längenvariablen Saugschlauches (100) an der Saugleitung (102) vorzugsweise lösbar angebracht ist und die Mündungsöffnung begrenzt; und

    wobei die Vakuum-Hebevorrichtung ferner eine Vorrichtung (1) mit einem insbesondere stutzenförmigen Verteilerblock (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 aufweist zum Einstellen eines Unterdruckes im Saugschlauch (100), zum Beeinflussen eines freien Strömungsquerschnittes der Saugleitung (102) in einem Leitungsabschnitt zwischen dem Saugschlauch (100) und der Mündungsöffnung und/ oder zum Einstellen eines Unterdruckes in einem Leitungsabschnitt zwischen dem endseitigen Bereich des Saugschlauches (100) und der Mündungsöffnung.


     
    7. Vakuum-Hebevorrichtung nach Anspruch 6,
    wobei der Verteilerblock (2) vollständig am endseitigen Bereich des Saugschlauches (100) im Saugschlauch (100) aufgenommen ist, und wobei die Saugleitung (102) bereichsweise durch den ersten Strömungskanal (6) des Verteilerblockes (2) gebildet wird.
     
    8. Vakuum-Hebevorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
    wobei ferner eine Bedieneinrichtung insbesondere in Gestalt eines Art Pistolengriffes zwischen dem Saugmittel (101) und dem endseitigen Bereich des Saugschlauches (100) vorgesehen ist, wobei das Saugmittel (101) über eine Kupplung schwenkbar an der Bedieneinrichtung vorzugsweise lösbar oder austauschbar angebracht ist.
     
    9. Vakuum-Hebevorrichtung nach Anspruch 8,
    wobei die Bedieneinrichtung entsprechende elektrische Schalter oder Taster, insbesondere Folienschalter oder Folientaster, aufweist zum Ansteuern der ersten, zweiten und dritten Ventileinrichtung (14), wobei die elektrischen Schalter oder Taster jeweils über eine elektrische Leitung mit den entsprechenden Ventileinrichtungen verbunden sind, und wobei die elektrischen Leitungen vorzugsweise zumindest bereichsweise in der Wandung der Saugleitung (102) integriert oder aufgenommen sind.
     
    10. Vakuum-Hebevorrichtung nach Anspruch 9,
    wobei ferner die elektrischen Schalter oder Taster fernbedienbar sind, insbesondere über eine drahtlose Fernsteuerung.
     
    11. Vakuum-Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
    wobei die Bedieneinrichtung mindestens ein Display oder eine Anzeige aufweist zum Anzeigen von für die Bedienung der Vakuum-Hebevorrichtung relevanten Informationen.
     
    12. System mit einer ersten Vakuum-Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11 und optional mit einer Krananlage, über welche die Vakuum-Hebevorrichtung an verschiedenen Positionen positionierbar ist, wobei das System ferner mindestens eine weitere, zweite Vakuum-Hebevorrichtung, insbesondere eine weitere, zweite Vakuum-Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, aufweist, wobei die erste und mindestens eine zweite Vakuum-Hebevorrichtung über einen Datenübertragungskanal zur Datenübertragung miteinander verbunden sind.
     
    13. System nach Anspruch 12,
    wobei die erste und mindestens eine zweite Vakuum-Hebevorrichtung insbesondere ausgebildet sind, nach dem Master/Slave-Prinzip zu kommunizieren oder Daten auszutauschen, wobei die erste Vakuum-Hebevorrichtung ausgebildet ist, eine Bedienung der zweiten Vakuum-Hebevorrichtung mit der Bedienung der ersten Vakuum-Hebevorrichtung zu synchronisieren.
     
    14. Verfahren zum Bedienen eines Systems nach Anspruch 12 oder 13, wobei von dem Bediener des Systems die erste Vakuum-Hebevorrichtung über die Bedieneinrichtung der ersten Vakuum-Hebevorrichtung vorzugsweise manuell gesteuert wird, und zwar durch Ansteuerung der ersten, zweiten und/oder dritten Ventileinrichtung (14) der ersten Vakuum-Hebevorrichtung, und wobei vorzugsweise automatisch und noch bevorzugter wahlweise automatisch die mindestens eine weitere, zweite Vakuum-Hebevorrichtung synchron mit der ersten Vakuum-Hebevorrichtung gesteuert wird.
     


    Claims

    1. A device (1) for controlling the function of a vacuum lifting device, wherein the device (1) has a, particularly nozzle-shaped, manifold (2) comprising a first port (3) and a second port (4), wherein a first flow channel (6) is formed in the manifold (2) via which the first port (3) can be fluidly connected as needed to the second port (4) by means of a first valve device (12), wherein a second flow channel (7) is formed in the manifold (2) via which the first port (3) can be fluidly connected as needed to the external atmosphere (50) by means of a second valve device (13), and wherein a third flow channel (8) is formed in the manifold (2) via which the second port (4) can be fluidly connected as needed to the external atmosphere (50) by means of a third valve device (14),
    characterized in that
    the manifold (2) comprises a first connecting region (9) radially pointing or protruding from the manifold (2) for the preferably detachable connecting of the first valve device (12), a second connecting region (10) radially pointing or protruding from the manifold (2) for the preferably detachable connecting of the second valve device (13), and a third connecting region (11) radially pointing or protruding from the manifold (2) for the preferably detachable connecting of the third valve device (14).
     
    2. The device (1) according to claim 1,
    wherein at least part of the manifold (2) has a substantially tubular or nozzle-shaped body and is of at least substantially rotationally symmetric design, wherein the first port (3) is formed on a first end face and the second port (4) is formed on an oppositely disposed second end face of the at least in part substantially tubular or nozzle-shaped body.
     
    3. The device (1) according to claim 1 or 2,
    wherein the first, second and third valve device (12, 13, 14) in each case comprises at least one valve, in particular a throttle valve, wherein the at least one valve is preferably an electromotive valve with a valve actuator or an electromagnetically actuated valve.
     
    4. The device (1) according to one of claims 1 to 3,

    wherein at least part of the first flow channel (6) fluidly connecting the first port (3) to the second port (4) as needed runs along the longitudinal axis of the manifold (2) and the flow through which can be cut off as needed by a dividing wall (15) preferably running vertical or at least substantially vertical to the longitudinal axis of the manifold (2) and by the first valve device (12) interacting with the dividing wall (15), wherein in a state in which a fluid connection between the first and second port (4) is cut off by the first valve device (12) together with the interacting dividing wall (15), the first flow channel (6) is divided into a first region (16) and a separate second region (17),

    wherein the second valve device (13) is preferably designed to establish a fluid connection as needed between the first region (16) and the external atmosphere (50), and wherein the third valve device (14) is preferably designed to establish a fluid connection as needed between the second region (17) and the external atmosphere (50).


     
    5. The device (1) according to one of claims 1 to 4,
    wherein the manifold (2) is implemented as a monolithic component, particularly of metal or plastic.
     
    6. A vacuum lifting device comprising:

    - a suction line (102) extending between a vacuum connection and an outlet opening;

    - a suction means (101) particularly in the form of a suction cup, wherein the suction means (101) serves in the sealing attachment to the surfaces of conveyed goods; and

    - a variable-length suction hose (100) which at least partially delimits the suction line (102) between the suction means (101) and the vacuum connection,

    wherein the suction means (101) is preferably detachably fixed to the suction line (102) at an end region of the variable-length suction hose (100) and delimits the outlet opening; and

    wherein the vacuum lifting device further comprises a device (1) having a, particularly nozzle-shaped, manifold (2) according to one of claims 1 to 5 for setting a negative pressure in the suction hose (100), for affecting a free flow cross-section of the suction line (102) in a line section between the suction hose (100) and the outlet opening, and/or for setting a negative pressure in a line section between the end region of the suction hose (100) and the outlet opening.


     
    7. The vacuum lifting device according to claim 6,
    wherein the manifold (2) is fully accommodated in the suction hose (100) at the end region of said suction hose (100), and wherein the suction line (102) is partially formed by the first flow channel (6) of the manifold (2).
     
    8. The vacuum lifting device according to claim 6 or 7,
    wherein a control unit particularly in the form of a pistol grip is further provided between the suction means (101) and the end region of the suction hose (100), wherein the suction means (101) is pivotably mounted to the control unit in preferably detachable or exchangeable manner by means of a coupling.
     
    9. The vacuum lifting device according to claim 8,
    wherein the control unit has appropriate electrical switches or buttons, in particular membrane switches or membrane keys, for controlling the first, second and third valve device (14), wherein the electrical switches or buttons are in each case connected to the corresponding valve device via an electrical line, and wherein the electrical lines are preferably at least partially integrated or accommodated in the wall of the suction line (102).
     
    10. The vacuum lifting device according to claim 9,
    wherein the electrical switches or buttons can further be remotely controlled, in particular via a wireless remote control.
     
    11. The vacuum lifting device according to one of claims 8 to 10,
    wherein the control unit comprises at least one display or indicator for displaying information relevant to the operation of the vacuum lifting device.
     
    12. A system having a first vacuum lifting device according to one of claims 6 to 11 and an optional crane system by means of which the vacuum lifting device can be positioned at different positions, wherein the system further comprises at least one further second vacuum lifting device, particularly a further second vacuum lifting device according to one of claims 6 to 11, wherein the first and at least one second vacuum lifting device are connected to each other via a data transmission channel for transmitting data.
     
    13. The system according to claim 12,
    wherein the first and at least one second vacuum lifting device are in particular designed to communicate or exchange data according to the master/slave principle, wherein the first vacuum lifting device is designed to synchronize operation of the second vacuum lifting device to the operation of the first vacuum lifting device.
     
    14. A method for operating a system according to claim 12 or 13, wherein the first vacuum lifting device is preferably manually controlled by the operator of the system via the control unit of the first vacuum lifting device, and that by controlling the first, second and/or third valve device (14) of the first vacuum lifting device, and wherein the at least one further second vacuum lifting device is preferably controlled automatically, and even more preferentially selectively automatically, synchronously with the first vacuum lifting device.
     


    Revendications

    1. Dispositif (1) pour commander le fonctionnement d'un dispositif de levage sous vide, le dispositif (1) comprenant un bloc de distribution (2) en particulier en forme de tubulure ayant un premier raccord (3) et un deuxième raccord (4), un premier canal d'écoulement (6) étant formé dans le bloc de distribution (2) et permettant de relier fluidiquement, selon les besoins, le premier raccord (3) au deuxième raccord (4) à l'aide d'un premier organe de vanne (12), un deuxième canal d'écoulement (7) étant formé dans le bloc de distribution (2) et permettant de relier fluidiquement, selon les besoins, le premier raccord (3) à l'atmosphère extérieure (50) à l'aide d'un deuxième organe de vanne (13), et un troisième canal d'écoulement (8) état formé dans le bloc de distribution (2) et permettant de relier fluidiquement, selon les besoins, le deuxième raccord (4) à l'atmosphère extérieure (50), à l'aide d'un troisième organe de vanne (14), caractérisé en ce que
    le bloc de distribution (2) présente une première zone de raccordement (9) partant ou dépassant radialement du bloc de distribution (2) pour raccorder le premier organe de vanne (12) de préférence de manière amovible, une deuxième zone de raccordement (10) partant ou dépassant radialement du bloc de distribution (2) pour raccorder le deuxième organe de vanne (13) de préférence de manière amovible, et une troisième zone de raccordement (11) partant ou dépassant radialement du bloc de distribution (2) pour raccorder le troisième organe de vanne (14) de préférence de manière amovible.
     
    2. Dispositif (1) selon la revendication 1,
    dans lequel le bloc de distribution (2) présente au moins localement un corps sensiblement en forme de tube ou de tubulure et est réalisé au moins sensiblement à symétrie de révolution, le premier raccord (3) étant réalisé sur une première face frontale et le deuxième raccord (4) étant réalisé sur une deuxième face frontale opposée du corps au moins localement sensiblement en forme de tube ou de tubulure.
     
    3. Dispositif (1) selon la revendication 1 ou 2,
    dans lequel les premier, deuxième et troisième organes de vanne (12, 13, 14) présentent chacun au moins une vanne, en particulier une vanne d'étranglement, ladite au moins une vanne étant de préférence une vanne électromotrice à actionneur de vanne ou une vanne à commande électromagnétique.
     
    4. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 3,

    dans lequel le premier canal d'écoulement (6) reliant fluidiquement, selon les besoins, le premier raccord (3) au deuxième raccord (4) s'étend au moins localement le long de l'axe longitudinal du bloc de distribution (2) et peut être interrompu fluidiquement, selon les besoins, par une cloison de séparation (15) s'étendant de préférence perpendiculairement ou au moins sensiblement perpendiculairement à l'axe longitudinal du bloc de distribution (2) et par le premier organe de vanne (12) coopérant avec la cloison de séparation (15),

    dans un état où une communication fluidique entre le premier et le deuxième raccord (4) est coupée par le premier organe de vanne (12) en coopération avec la cloison de séparation (15), le premier canal d'écoulement (6) est subdivisé en une première zone (16) et une deuxième zone (17) séparée de la première,

    de préférence, le deuxième organe de vanne (13) est conçu pour établir, selon les besoins, une communication fluidique entre la première zone (16) et l'atmosphère extérieure (50), et

    de préférence, le troisième organe de vanne (14) est conçu pour établir, selon les besoins, une communication fluidique entre la deuxième zone (17) et l'atmosphère extérieure (50).


     
    5. Dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 4,
    dans lequel le bloc de distribution (2) est réalisé sous forme de composant monolithique, en particulier en métal ou en matière plastique.
     
    6. Dispositif de levage sous vide, comprenant :

    - une conduite d'aspiration (102) s'étendant entre un raccord à vide et une ouverture d'embouchure ;

    - un moyen d'aspiration (101), en particulier sous la forme d'une ventouse, le moyen d'aspiration (101) servant à l'application étanche contre des surfaces de marchandises transportées ; et

    - un tuyau d'aspiration (100) de longueur variable, qui délimite la conduite d'aspiration (102) au moins localement entre le moyen d'aspiration (101) et le raccord à vide,

    dans lequel

    le moyen d'aspiration (101) est monté de préférence de manière amovible sur la conduite d'aspiration (102) dans une zone d'extrémité du tuyau d'aspiration (100) de longueur variable, et délimite l'ouverture d'embouchure ; et

    le dispositif de levage sous vide comprend en outre un dispositif (1) ayant un bloc de distribution (2) en particulier en forme de tubulure selon l'une des revendications 1 à 5 pour régler une dépression dans le tuyau d'aspiration (100), pour influencer une section transversale d'écoulement libre de la conduite d'aspiration (102) dans un tronçon de conduite entre le tuyau d'aspiration (100) et l'ouverture d'embouchure et/ou pour régler une dépression dans un tronçon de conduite entre la zone d'extrémité du tuyau d'aspiration (100) et l'ouverture d'embouchure.


     
    7. Dispositif de levage sous vide selon la revendication 6,

    dans lequel le bloc de distribution (2) est entièrement logé dans le tuyau d'aspiration (100) dans la zone d'extrémité du tuyau d'aspiration (100), et

    la conduite d'aspiration (102) est formée localement par le premier canal d'écoulement (6) du bloc de distribution (2).


     
    8. Dispositif de levage sous vide selon la revendication 6 ou 7,
    dans lequel il est en outre prévu un organe de manoeuvre, en particulier sous la forme d'une poignée de pistolet, entre le moyen d'aspiration (101) et la zone d'extrémité du tuyau d'aspiration (100), le moyen d'aspiration (101) étant monté de manière pivotante sur l'organe de manoeuvre, de préférence de manière amovible ou interchangeable, par l'intermédiaire d'un accouplement.
     
    9. Dispositif de levage sous vide selon la revendication 8,
    dans lequel l'organe de manoeuvre comporte des interrupteurs ou touches électriques correspondants, en particulier des interrupteurs à membrane ou des touches à membrane, pour piloter les premier, deuxième et troisième organes de vanne (14), les interrupteurs ou touches électriques étant respectivement reliés aux organes de vanne correspondants par une ligne électrique respective, et les lignes électriques étant de préférence intégrées ou logées au moins localement dans la paroi de la conduite d'aspiration (102).
     
    10. Dispositif de levage sous vide selon la revendication 9,
    dans lequel, en outre, les interrupteurs ou touches électriques peuvent être commandés à distance, en particulier par une télécommande sans fil.
     
    11. Dispositif de levage sous vide selon l'une des revendications 8 à 10, dans lequel l'organe de manoeuvre comporte au moins un écran ou un affichage pour afficher des informations pertinentes pour la manoeuvre du dispositif de levage sous vide.
     
    12. Système comprenant un premier dispositif de levage sous vide selon l'une des revendications 6 à 11 et, en option, une grue permettant de positionner le dispositif de levage sous vide dans différentes positions, le système comprenant en outre au moins un deuxième dispositif de levage sous vide supplémentaire, en particulier un deuxième dispositif de levage sous vide supplémentaire selon l'une des revendications 6 à 11, le premier et au moins un deuxième dispositif de levage sous vide étant reliés entre eux par un canal de transmission de données pour la transmission de données.
     
    13. Système selon la revendication 12,
    dans lequel le premier et au moins un deuxième dispositif de levage sous vide sont en particulier conçus pour communiquer ou échanger des données selon le principe maître/esclave, le premier dispositif de levage sous vide étant conçu pour synchroniser une manoeuvre du deuxième dispositif de levage sous vide avec la manoeuvre du premier dispositif de levage sous vide.
     
    14. Procédé de manoeuvre d'un système selon la revendication 12 ou 13,

    dans lequel le premier dispositif de levage sous vide est commandé par l'opérateur du système via l'organe de manoeuvre du premier dispositif de levage sous vide, de préférence manuellement, à savoir par pilotage du premier, deuxième et/ou troisième organe de vanne (14) du premier dispositif de levage sous vide, et

    ledit au moins un deuxième dispositif de levage sous vide supplémentaire est piloté de manière synchrone avec le premier dispositif de levage sous vide, de préférence automatiquement et de manière particulièrement préférée au choix automatiquement.


     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente