Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einbringen einer Gründung,
z. B. ein Pfahl, zur Gründung und/oder Verankerung von Bauwerken, insbesondere Offshore-Bauwerken.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Zur Gründung und/oder Verankerung von Bauwerken werden z. B. einvibrierte Pfähle
verwendet. Es ist ferner bekannt, dass einvibrierte Pfähle gegenüber eingerammten
Pfählen eine verringerte axiale und auch laterale Tragfähigkeit aufweisen. Aus diesem
Grund werden Pfähle auf den letzten Metern (z. B. über eine Strecke von ca. achtmal
dem entsprechenden Pfahldurchmesser) üblicherweise schlagend eingerammt.
[0003] Beim Einbringen von Pfähle, die von einer Gründung für Onshore- oder Offshore Bauwerke
umfasst sind in einen Baugrund mittels Vibrationsrammen kann der Vibrationsprozess
des Einbringens eines Pfahls, planmäßig oder unplanmäßig, durch Deaktivieren der Vibrationseinrichtung
unterbrochen werden. Zum Fortsetzen des Vibrationsprozesses muss die Vibrationseinrichtung
reaktiviert werden. Während der Unterbrechung wird beispielsweise ein auf den Pfahl
wirkendes Gewicht erhöht, oder es werden ggf. erforderliche Justierarbeiten bzw. Reparaturen
durchgeführt
[0004] Aufgrund der teilweisen Einspannung des Pfahls durch den Baugrund und der Verfestigung
der beim Vibrieren verflüssigten pfahlmantelnahen Bodenschicht, kann sich jedoch das
Vibrationsverhalten ändern, so dass ein weiteres Versenken mittels Vibrationsrammen
erschwert bzw. nicht mehr möglich ist.
[0005] Ferner kann es Anwendungsfälle geben, bei denen es nicht (mehr) möglich ist, einvibrierte
Pfähle auf den letzten Metern einzuschlagen, da beispielsweise der Boden wesentlich
von den erwarteten Lagerungsdichten abweicht, oder der entsprechende Schlaghammer
wegen eines technischen Ausfalls nicht zur Verfügung steht.
[0006] Aus der
US 3,766,741 sind ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Eintreiben einer rohrförmigen Gründung
in einen Baugrund bekannt, wobei Flüssigkeit, insbesondere Wasser, in das Innere der
Gründung gefüllt wird und eine an der Unterseite der Gründung angeordnete Platte Öffnungen
aufweist, damit das in der Gründung angeordnete Wasser den Baugrund aufweichen kann.
[0007] Die
EP 3 051 028 A1 beschreibt ein Verfahren zum Vibrationsrammen von Profilen in einen Baugrund bis
zur einer gegebenen Endtiefe, umfassend die axiale Einleitung von hochfrequenten Schwingungen
in das Profil und in den Baugrund vor einem Profilfuß mittels eines Vibrators unter
teilweiser Verflüssigung des Baugrundes vor dem Profilfuß, wobei die Vibrationsfrequenz
des Vibrators während des Vibrationsvorgangs innerhalb eines gegebenen Verflüssigungsfrequenzbandes
des Baugrundes variiert wird.
[0008] Die
JP 2014 201971 A beschreibt ein Bauverfahren, das ein Einführen oder das Ziehen eines Pfahls unter
Verwendung einer Vibrationsramme/eines Ausziehers durchführt, die/der mit einem Erreger
versehen ist. Der Erreger umfasst einen Phasenregler, der die relative Phase einer
Fixierung einstellt, und ein bewegliches exzentrisches Gewicht, wobei die Tiefe eines
Objektbodens und die Beziehung einer Änderung eines N-Wertes vor dem Einführen des
Pfahls gemessen werden. Vor dem Einführen des Pfahls wird ein Einstellmuster der Phase
durch einen Phasenregler so voreingestellt, dass es sich entsprechend der Änderung
des N-Werts, den das exzentrische Moment durch ein Gewicht gemessen hat, ändern kann.
Allgemeine Beschreibung einiger beispielhafter Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung
[0009] Nachteilig ist, dass ein Baugrundrisiko beim Einvibrieren von Pfählen besteht, da
es dazu kommen kann, dass bei Unterbrechung des Einvibriervorgangs ein Fortsetzen
nicht mehr möglich ist. Eine Ursache hierfür sind z. B. neben der bloßen Unterbrechung
und Wiederverfestigung der verflüssigten Schicht auch Setup-Effekte wie Porenwasserüberdruckabbau,
um nur ein nicht-limitierendes Beispiel zu nennen.
[0010] Es wäre wünschenswert, eine Steuer- und/oder Regelbarkeit des Einvibrierens erzielen
zu können.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die bekannten Nachteile beim Einvibrieren
von Gründungen, z. B. Pfähle, insbesondere für Offshore-Bauwerke zu reduzieren bzw.
zu vermeiden, und insbesondere das Einvibrieren von derartigen Pfählen durch eine
Steuer- und/oder Regelbarkeit des Einvibrierens zu verbessern.
[0012] Gemäß einem ersten beispielhaften Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Einvibrieren
von einer Gründung in einen Baugrund unter Einleitung von Schwingungen, die mittels
einer an der Gründung befestigten Vibrationseinrichtung erzeugt werden, wobei die
Schwingungen eine Verflüssigung des Baugrunds bewirken, so dass die Gründung in den
Baugrund eindringt, offenbart, wobei die Eindringgeschwindigkeit der Gründung in den
Baugrund mittels eines Verändern der Verflüssigungszone, die den die Gründung umgebenden
Baugrund unmittelbar umgibt, gesteuert und/oder geregelt wird, wobei die Eindringgeschwindigkeit
über eine Veränderung der Größe der Verflüssigungszone verändert wird. Das Verfahren
ist dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Erfassung des Eindringfortschritts vorgesehen
sind, die erfassen, ob das Einbringen der Gründung verlangsamt wird, so dass in diesem
Fall eine wirkende Masse der Gründung erhöht und/oder die Verflüssigungszone vergrößert
wird, wobei die Mittel zur Erfassung des Eindringfortschritts einen oder mehrere Einbring-Parameter
erfassen, wobei die wirkende Masse der Gründung während des Einbringens in den Baugrund
mittels eines Pumpens von Flüssigkeit aus dem Inneren bzw. in das Innere der Gründung
erhöht und verringert wird.
[0013] Gemäß einem zweiten beispielhaften Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung offenbart,
die zur Ausführung und/oder Steuerung des Verfahrens nach dem ersten Aspekt der Erfindung
eingerichtet ist oder jeweilige Mittel zur Ausführung und/oder Steuerung der Schritte
des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung umfasst. Dabei können entweder
alle Schritte des Verfahrens gesteuert werden, oder alle Schritte des Verfahrens ausgeführt
werden, oder ein oder mehrere Schritte gesteuert und ein oder mehrere Schritte ausgeführt
werden. Ein oder mehrere der Mittel können auch durch die gleiche Einheit ausgeführt
und/oder gesteuert werden.
[0014] Diese zwei Aspekte der vorliegenden Erfindung weisen u.a. die nachfolgend beschriebenen
- teilweise beispielhaften - Eigenschaften auf.
[0015] Es ist erkannt worden, dass z. B. bei einer Pfahlinstallation insbesondere zur Gründung
von Offshore-Bauwerken mittels Vibration, auch als Einvibrieren bezeichnet, z. B.
bei sandigen Böden eine Verflüssigung des den Pfahl umgebenden Bodens erfolgt. Durch
eine derartige Verflüssigung kann der Pfahl durch sein Eigengewicht in den Boden einsinken
bzw. eindringen. Eine Vergrößerung der den Pfahl umgebenden Verflüssigungszone führt
somit beim Vibrieren zu einer verbesserten Pfahleinbringung in den Untergrund. Entsprechend
kann über die Kontrolle dieser Prozesse auch eine Steuer- und/oder Regelbarkeit eines
Einbringens von Gründungen (z. B. eine Pfahlinstallation, die von einer Gründung umfasst
ist) erreicht werden. Die Eindringgeschwindigkeit kann ferner durch eine Erhöhung
einer Gründungslast (z. B. Pfahllast), z. B. durch das Aufbringen einer (externen)
Masse auf die Gründung (z. B. ein Pfahl) vergrößert werden. Die Eindringgeschwindigkeit
wird beispielsweise ferner über eine Veränderung des Reibbeiwertes der Verflüssigungszone
und/oder eine Veränderung des hydrostatischen Gefälles zwischen Außenseite und Innenseite
der Gründung (z. B. zwischen Pfahlinnen- und Pfahlaußenseite) verändert.
[0016] Die Veränderung des Reibbeiwertes der Verflüssigungszone kann beispielsweise über
Mittel zum Einblasen von Luft und/oder Gasen erfolgen, wobei ferner der Grad der Verflüssigung
über ein erhöhtes bzw. verringertes Einblasen von Luft und/oder Gasen verändert werden
kann. Die Veränderung des hydrostatischen Gefälles zwischen Außenseite und Innenseite
der Gründung kann beispielsweise über Mittel zum Pumpen von Flüssigkeit aus dem Inneren
heraus bzw. in das Innere der Gründung hinein erfolgen. Weitere diesbezügliche Details
sind im Nachfolgenden dieser Spezifikation offenbart.
[0017] Die Gründung umfasst oder besteht beispielsweise aus einem oder mehreren Rohrsegmenten.
Das eine oder die mehreren Rohrsegmente bilden beispielsweise einen Pfahl (auch als
Gründungspfahl oder Monopfahl bezeichnet) aus. Die Gründung ist beispielsweise nach
unten hin offen. z. B. ist das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung nach
unten, also in Eindringrichtung in den Baugrund hinein, offen. Die Gründung ist beispielsweise
ein Pfahl.
[0018] Die Gründung kann beispielsweise in Form von Spundwänden, Spundprofilen, in Form
von Pfählen, insbesondere Gründungspfählen für beispielsweise Monopiles oder beispielsweise
in Form von beliebig gestalteten Profilen vorliegen.
[0019] Da insbesondere bei der Installation von Offshore Gründungen beispielsweise das Schlagrammen
von Pfählen für Gründungen von sogenannten Monopiles, Jacketts oder andere Fundamenttypen
nicht unumstritten ist z. B. aufgrund der damit verbundenen Geräuschentwicklung, die
z. B. zu einer Beeinträchtigung z. B. von Meeressäugetieren führen kann, ist gegenständlich
vorgesehen, dass der Einbringprozess beim Vibrieren der Gründung durch ein Verändern
der Verflüssigungszone verbessert wird, und damit diese geräuschärmere Einbringvariante
attraktiver wird.
[0020] Das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung (z. B. Pfahlende) ist beispielsweise
derart ausgebildet, dass Stofftransport (z. B. durch das Eindringen verdrängter Baugrudn)
ins Innere der Gründung hinein (z. B. in den hohlen Pfahl hinein) unterstützt wird.
[0021] Alternativ ist das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung beispielsweise
derart ausgebildet, dass Stofftransport ins Innere der Gründung hinein vermindert
bzw. verhindert wird.
[0022] Die Vibrationseinrichtung wird auch als Vibrator oder als Vibrationsbär bezeichnet
werden.
[0023] Unter Schwingungen im Sinne des vorliegenden Gegenstands sind Schwingungen zu verstehen,
die dazu geeignet sind, sich im Baugrund so auszubreiten, dass bei der in den Baugrund
eingebrachten Gründung z. B. sowohl die Mantelreibung als auch der Spitzenwiderstand
des Bodens überwunden wird, der Boden vor einem Profilfuß der Gründung (z. B. Pfahl)
also quasi verflüssig wird, wodurch die Gründung infolge ihrer Gewichtskraft in den
Baugrund eindringt.
[0024] Unter einer Schwingung im Sinne des vorliegenden Gegenstands ist beispielsweise eine
Schwingung innerhalb eines Frequenzbandes von etwa 5 Hz bis 150 Hz, vorzugsweise von
10 Hz bis 50 Hz zu verstehen.
[0025] Als Eindringprozess der Gründung in den Baugrund ist dabei der Prozess - auch als
Eindringprozess bezeichnet - zu verstehen, bei dem die Gründung auf die vorgesehene
Endtiefe in den Baugrund eingebracht wird.
[0026] Bei allen Aspekten wird eine wirkende Masse der Gründung während des Eindringens
in den Baugrund mittels eines Pumpens von Flüssigkeit aus dem Inneren bzw. in das
Innere der Gründung erhöht oder verringertd.
[0027] Die Gründung umfasst beispielsweise Mittel zur Wasserentnahme, um das Pumpen von
Flüssigkeit zu ermöglichen. Das Pumpen von Flüssigkeit aus dem Inneren der Gründung
geschieht beispielsweise derart, dass eine Möglichkeit zur Wasserentnahme von z. B.
während des Eindringens in den Baugrund in das Innere der Gründung eindringendes Wasser,
besteht. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Meerwasser, und/oder um Grundwasser,
dass aus dem Baugrund stammt. Die Mittel zur Wasserentnahme umfassen beispielsweise
ein in die Gründung eingelassenes bzw. einbringbares und wieder entfernbares Rohr
und/oder einen Schlauch, so dass z. B. Flüssigkeit, Fluid und/oder Wasser vom Inneren
der Gründung nach außen befördert (z. B .gepumpt) werden kann. In der Folge wird beispielsweise
ein Wasserpegel innerhalb der Gründung reduziert.
[0028] Unter der wirkenden Masse der Gründung im Sinne des vorliegenden Gegenstands ist
der Anteil der Gewichtskraft von der Gründung zu verstehen, der über das in den Baugrund
einzutreibende Ende der Gründung und der Mantelreibung der Gründung in den Baugrund
eingetragen wird.
[0029] Durch Variation der wirkenden Masse der Gründung kann beispielsweise ferner das Schwingungsverhalten
der Gründung verändert werden. Ferner kann durch Variation der Masse und somit der
auf den Baugrund wirkenden Gewichtskraft der Gründung dessen Eindringgeschwindigkeit
in den Baugrund variiert und den gegebenen bzw. geforderten Erfordernissen angepasst
werden.
[0030] Das Abpumpen von Flüssigkeit aus dem Inneren der Gründung kann beispielsweise einen
hydrostatischen Druck, der innerhalb der Gründung herrscht, verändern.
[0031] Der hydrostatische Druck, auch als Gravitationsdruck oder Schweredruck bezeichnet,
ist gegenständlich insbesondere derjenige Druck, der innerhalb einer ruhenden Flüssigkeit
oder eines ruhendes Fluides, wie z. B. einem flüssigen Gas, durch den Einfluss der
Gravitation im Inneren der Gründung herrscht. Eine Veränderung des hydrostatischen
Drucks im Inneren der Gründung kann zur Folge haben, dass die während des Eindringens
der Gründung in den Baugrund wirkende Masse sich ebenfalls ändert.
[0032] Ein vorstehend offenbartes Pumpen von Flüssigkeit kann also dazu eingesetzt werden,
die Eindringgeschwindigkeit der Gründung in den Baugrund hinein zu variieren.
[0033] Da durch die Variation der wirkenden Masse der Gründung auch die Eindringgeschwindigkeit
der Gründung in den Baugrund variiert werden kann, kann auch im Ergebnis eine laterale
Belastbarkeit der in den Baugrund eingebrachten Gründung erhöht werden, da beispielsweise
auf den letzten Metern bis zum Erreichen der Endtiefe die Verflüssigungszone verkleinert
wird, so dass nur noch ein (sehr) langsames Eindringen der Gründung in den Baugrund
möglich ist.
[0034] Für den Fall, dass an der Gründung ein Loch oder mehrere Löcher vorhanden sind, können
diese gegenständlich zum Ermöglichen des Pumpens bzw. Abpumpens von Flüssigkeit z.
B. mit entsprechenden Mitteln zumindest temporär geschlossen werden. Derartige Löcher
der Gründung können beispielsweise Kabeleinzugslöcher und/oder andere sekundäre Öffnungen
sein, um nur einige nicht-limitierende Beispiele zu nennen. Derartige Löcher können
beispielsweise mit Gummipfropfen temporär verschlossen werden. Mittels eines geeigneten
Entfernungsmittels, z. B. einem Draht oder dergleichen, können die Gummipfropfen beispielsweise
nach dem Einbringen der Gründung entfernt werden.
[0035] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass die Verflüssigungszone mittels eines Einblasens von Luft und/oder Gasen
an der Gründung verändert wird.
[0036] Das Einblasen von Luft und/oder Gasen erfolgt beispielsweise durch Mittel zum Einblasen
von Luft und/oder Gasen an der Gründung. Die Mittel zum Einblasen von Luft und/oder
Gasen sind beispielsweise Injektionslanzen und/oder Schläuche. Das Einblasen von Luft
und/oder Gasen bewirkt z.B. eine Auflockerung des Baugrunds in Gründungsnähe (z. B.
Pfahlnähe).In Folge des Einblasens von Luft und/oder Gasen durch die Mittel zum Einblasen
von Luft und/oder Gasen wird eine bessere Übertragung von Vibrationen (z. B. Pfahlvibrationen)
während des Einvibrierens der Gründung in den Baugrund (z. B. Boden) erzielt, welches
zu einer größeren Verflüssigung beiträgt. Dies führt ferner zu einem Verändern (z.
B. Erhöhen oder Verringern) des Grades der Verflüssigung über ein erhöhtes bzw. verringertes
Einblasen von Luft und/oder Gasen, da der Reibbeiwert, der zum Einbringen der Gründung
in den Baugrund überwunden werden muss, und der zwischen Außenwand der Gründung und
dem umgebenden Baugrund besteht, verändert wird. Der Reibbeiwert wird z. B. erhöht
durch ein Verringern der Menge von eingeblasener Luft und/oder eingeblasenen Gasen,
oder der Reibbeiwert wird verringert durch ein Erhöhen der Menge von eingeblasener
Luft und/oder eingeblasenen Gasen.
[0037] Derartige Mittel zum Einblasen von Luft und/oder Gasen können beispielsweise im Inneren
der Gründung (z. B. ein Pfahl) Luft und/oder Gas einblasen. Derartige Mittel zum Einblasen
von Luft und/oder Gasen sind beispielsweise als eine oder mehrere (Luft-) Lanzen und/oder
Schläuche ausgebildet. Eine oder mehrere von derartigen Lanzen und/oder Schläuchen
können beispielsweise an der Gründung (z. B. Pfahl) selber oder über ein Trägergestell,
oder unmittelbar mit der Pfahlwand verbunden (z. B. durch Kleben oder Schweißen oder
ähnliche Mittel, um nur einige nicht-limitierende Beispiele zu nennen) oder befestigt
sein, um nur einige nicht-limitierende Beispiele zu nennen.
[0038] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass die Luft und/oder das Gas oberhalb des in den Baugrund eindringenden Endes
der Gründung appliziert wird.
[0039] Das Einblasen von Luft und/oder Gas, beispielsweise erzeugt durch die Mittel zum
Einblasen von Luft und/oder Gasen, resultiert beispielsweise in Luft- und/oder Gasblasen,
die insbesondere etwa 0,1m, 0,2m, 0,3m, 0,4m, 0,5 m, oder mehr oberhalb der Unterkante
der Gründung (z. B. oberhalb der Pfahlunterkante) in den Baugrund (z. B. Meeresboden)
anzutreffen sind. Entsprechend wird beispielsweise mittels der Lanzen und/oder Schläuche
die Luft und/oder das Gas etwa 0,5 m oberhalb der Unterkante der Gründung (z. B. oberhalb
der Pfahlunterkante) in den Baugrund (z. B. Meeresboden) appliziert. Der Luft- und/oder
Gasdruck zur Erzeugung von Luft- und/oder Gasblasen wird z. B. mit einem Kompressor
erzeugt. Beispielsweise kann ein derartiger Kompressor von einem Installationsschiff
umfasst sein. Derart ist es ermöglicht, im Inneren der Gründung (z. B. im Pfahlinneren)
die Baugrundstruktur (z. B. Bodenstruktur) infolge aufsteigender Luft- und/oder Gasblasen
derart zu entfestigen, dass ein vereinfachtes Einbringen der Gründung bzw. Eindringen
der Gründung (z. B. Pfahl) in den Baugrund möglich ist.
[0040] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass die Luft und/oder das Gas ferner im Inneren der Gründung appliziert wird.
[0041] Das Einblasen von Luft und/oder Gas bzw. die Mittel zum Einblasen von Luft und/oder
Gasen erzeugt bzw. erzeugen beispielsweise Luft- und/oder Gasblasen, die insbesondere
etwa 0,5 m oberhalb der Unterkante der Gründung und im inneren der Gründung, z. B.
im Pfahlinneren für den Fall, dass die Gründung ein Pfahl ist.
[0042] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass die Größe der Verflüssigungszone mittels eines Einblasens von Luft und/oder
Gas mit erhöhtem oder verringertem Luft- und/oder Gasdruck an der Gründung verändert
wird.
[0043] In Abhängigkeit der (absoluten) Tiefe, in der die Luft und/oder das Gas appliziert
wird, muss beispielsweise ein erhöhter Luft- und/oder Gasdruck verwendet werden, um
die Größe der Verflüssigungszone mittels eines Einblasens von Luft und/oder Gasen
herbeiführen zu können. Dabei wird die Vergrößerung der Verflüssigungszone entweder
mittelbar oder unmittelbar durch ein Einblasen von Luft und/oder (anderen) Gasen herbeigeführt.
[0044] Wird beispielsweise bei einer Wassertiefe von 30 mLAT (magnetic latitude) ein von
der Gründung umfasster Pfahl 35 m in den Baugrund (z. B. Meeresboden) eingebracht,
herrscht z. B. ein Wasserdruck entsprechend 65 m (entspricht 30m Wassertiefe zuzüglich
35m Bodentiefe) Tiefe von ungefähr 6,5 bar, bzw. Bodendruck in 35 m Tiefe, von dem
mittels der folgenden Formel ebenfalls auf einen herrschen Druck geschlossen werden
kann: Bodentiefe 35 m * 20 kN/m
3 ungefähr 700 kN/m
2 = 7 bar. Entsprechend ist in diesem Beispiel der Mindestluft- und/oder Gasdruck,
der von den Mitteln zum Einblasen von Luft und/oder Gasen aufgebracht und über z.
B. die vorstehend offenbarten Lanzen und/oder Schläuche appliziert wird, und anliegen
sollte, bei deutlich über 7 bar einzustellen. Die Mittel zum Einblasen von Luft und/oder
Gasen erzeugen daher beispielsweise einen aufzubringenden (maximal) Luft- und/oder
Gasdruck von bis zu 30 bar.
[0045] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass die Luft und/oder das Gas im Inneren der Gründung, und/oder an der Außenwand
der Gründung eingeblasen wird.
[0046] Ein Applizieren bzw. Einblasen von Luft und/oder Gasen im Inneren der Gründung (z.
B. ein von der Gründung umfasster Pfahl) bewirkt beispielsweise ein Entfestigen der
Bodenstruktur, die durch das Eindringen der Gründung in den Baugrund im Inneren der
Gründung ist, infolge aufsteigender Luft- und/oder Gasblasen. Dies führt zu einem
erleichterten Einbringen der Gründung in den Baugrund. Alternativ oder zusätzlich
kann ferner ein Applizieren bzw. Einblasen von Luft und/oder Gasen an der Außenwand
der Gründung (z. B. ein von der Gründung umfasster Pfahl) erfolgen, was ebenfalls
bewirkt, dass beispielsweise die Bodenstruktur, die durch das Eindringen der Gründung
in den Baugrund an der Außenwand der Gründung vorliegt, infolge aufsteigender Luft-
und/oder Gasblasen entfestigt wird.
[0047] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass das Eindringen der Gründung in den Baugrund während des Einbringens nicht
unterbrochen wird.
[0048] Im Gegensatz zu dem aus dem Stand der Technik bekannten Variieren der (von der Gründung
externen) Masse zum Verändern einer Eindringgeschwindigkeit, wobei es erforderlich
ist, den Eindringprozess zu unterbrechen, ist es gegenständlich vorgesehen, den Eindringprozess
nicht zu unterbrechen. Also nachdem einmal begonnen wurde die Gründung in den Baugrund
ein zu vibrieren, wird erst gestoppt, wenn die Gründung die vorgesehene Endposition
erreicht hat.
[0049] Um das Eindringen der Gründung in den Baugrund nicht zu unterbrechen, kann - wie
bereits vorstehend offenbart, die Variation der wirkenden Masse der Gründung erfolgen.
Insbesondere sollte vermieden werden, die Vibrationseinrichtung zu deaktivieren und
reaktivieren zu müssen. Der Gegenstand ermöglicht ein Verändern der wirkenden Masse
der Gründung ohne das Eindringen der Gründung in den Baugrund unterbrechen zu müssen.
[0050] Bei allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sind Mittel zur Erfassung des Eindringfortschritts
vorgesehen, die erfassen, ob das Einbringen der Gründung verlangsamt wird, so dass
in diesem Fall eine wirkende Masse der Gründung erhöht und/oder die Verflüssigungszone
vergrößert wird.
[0051] Zum Erfassen, ob das Einbringen der Gründung in den Baugrund in seiner Geschwindigkeit
reduziert wird, sind Mittel zur Erfassung von einem oder mehreren Einbring-Parametern
vorgesehen. Beispielsweise können Parameter wie Frequenz an der Gründung, Frequenz
des Vibrators, Leistung, Temperatur, Wasserstand im Inneren der Gründung, Wasserstand
an der Außenwand der Gründung, Durchflussgeschwindigkeit von Flüssigkeit (und/oder
Fluid, und/oder Wasser) innerhalb der Mittel zur Wasserentnahme, um nur einige nicht-limitierende
Beispiele zu nennen, erfasst werden. Entsprechend Mittel zur jeweiligen Erfassung
können entsprechend vorgesehen sein, und deren erfasste Informationen ferner zur Steuer-
und/oder Regelung der Eindringgeschwindigkeit der Gründung ausgewertet werden.
[0052] Ferner können Mittel zur Erfassung der Einbring-Parameter dazu ausgebildet sein,
einen Druck und/oder eine herrschende Reibung zwischen der Außenwand der Gründung
und dem Baugrund zu erfassen. Dies können beispielsweise CPTs (Cone Penetration Test)
sein, die z. B. mit definierter Steifigkeit mit der einzubringenden Gründung verbunden
sind. CPTs ermöglichen eine Drucksondierung in einem Baugrund. Es versteht sich, dass
auch andere Druckmess- und/oder Kraftmessmethoden wie etwa piezometrische oder dehnungsabhängige
Messmethoden möglich sind und sich als gegenständliche Mittel zur Erfassung der Einbring-Parameter
nach vorstehend offenbarter Art eignen.
[0053] Dabei ist es gegenständlich beispielsweise vorgesehen, dass entweder gezielt die
Eindringgeschwindigkeit der Gründung in den Baugrund durch ein Verändern der Größe
der Verflüssigungszone variiert wird, wobei dies während des Einbringens der Gründung
geschieht. Ein Unterbrechen bzw. Stoppen des Eindringens der Gründung in den Baugrund
geschieht nur bei Erreichen der vorgegebenen Endteufe bzw. Endtiefe. Anschließend
kann optional die Gründung die letzten Meter bis zur Endtiefe z. B. eingeschlagen
werden, um beispielsweise eine Bodenverfestigung bzw. Bodenverdichtung zu erzielen,
falls dies möglich bzw. erforderlich ist. Dies kann eine erhöhte seitliche Tragfähigkeit
der eingebrachten Gründung realisieren. Alternativ kann die Gründung mit (sehr) langsamer
Geschwindigkeit diese letzten Meter einvibriert, oder kavitativ nachvibriert werden.
[0054] Grundsätzlich lässt sich die Eindringgeschwindigkeit der Gründung über die Frequenz
der Vibrationseinrichtung als auch über die wirksame Gewichtskraft der Gründung einstellen.
Dies kann neben dem Verändern der Verflüssigungszone und/oder einem Abpumpen von Flüssigkeit
ferner zum Steuern und/oder Regeln der Eindringgeschwindigkeit der Gründung berücksichtigt
werden.
[0055] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass die Eindringgeschwindigkeit der Gründung in den Baugrund der Gründung über
lösbar mit der Gründung verbundene Mittel zum Verändern der Eindringgeschwindigkeit,
insbesondere eine Pumpe und/oder ein Luft- und/oder Gasdruck erzeugender Kompressor
verändert wird.
[0056] Eine weitere beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung
sieht vor, dass die Mittel zum Verändern der Eindringgeschwindigkeit von einer Trägervorrichtung
(z. B. ein Trägergerüst) umfasst sind.
[0057] Die Mittel zum Verändern der Eindringgeschwindigkeit (z. B. die eine mehreren Lanzen
und/oder Schläuche) können beispielsweise zumindest temporär fest installiert sein.
Nach der vollständigen Installation der Gründung können die eine oder mehreren Lanzen
und/oder Schläuche entfernt werden, z. B. über ein Entfernen eines Trägergerüsts,
dass die eine oder mehreren Lanzen und/oder Schläuche umfasst.
[0058] Das Verändern von applizierter Luft und/oder appliziertem Gas über eine Erhöhung
oder Verringerung des Luft- und/oder Gasdrucks kann beispielsweise wie folgt realisiert
sein: Zunächst wird während der Installation der Gründung - d.h. Einbringen der Gründung
in den Baugrund - ein Luft- und/oder Gasdruck aufgebracht, der z. B. mindestens größer
als der Wasserdruck ist, und somit primär das Verstopfen der einen oder mehreren Lanzen
und/oder Schläuchen z. B. mit Partikeln verhindern soll. Sofern der Installationsfortschritt
der Gründung abgebremst wird, d.h. die Eindringgeschwindigkeit der Gründung in den
Baugrund hinein verlangsamt sich, so erfolgt z. B. eine erhöhte Luft- und/oder Gaszufuhr,
so dass bestenfalls eine Verwirbelung im Inneren der Gründung erzeugt wird, so dass
die Verflüssigungszone vergrößert wird bzw. ist.
[0059] Sofern die Lanzen und/oder Schläuche an einem Trägergerüst installiert sind, so kann
das Gerüst z. B. am Flansch oder mittels Befestigungslaschen fest mit der Gründung
(z. B. dem Pfahl) verbunden werden. Infolge des Installationsvorgangs beim Einvibrieren
wird das Gerüst mit dem Pfahl kontinuierlich in den Boden eingebracht. Dabei ist der
Verstopfungsgefahr mit kontinuierlicher Luft- und/oder Gaszufuhr beispielsweise entgegen
zu wirken, z. B. durch einen kontinuierlichen Luft- und/oder Gasdruck auf den Lanzen
und/oder Schläuchen. Auch hier gilt, dass bei einer Reduktion des Installationsfortschritts
der Luft- und/oder Gasdruck stetig zu erhöhen ist, um entsprechend entgegen zu wirken.
Eine Obergrenze für die Menge einzubringender Luft und/oder Gasen wird lediglich durch
die Kompressorleistung begrenzt.
[0060] Erreicht die Gründung (z. B. Pfahl) seine planmäßige Endtiefe, so kann unter Beibehaltung
des Luft- und/oder Gasdrucks das Trägergerüst von der Gründung (z. B. vom Pfahl) gelöst
und ggf. mit am Trägergerüst aufgebrachten Vibratoren gezogen werden. Der Luft- und/oder
Gasdruck sollte hierbei erst abgestellt werden, sobald sich das gesamte Gerüst außerhalb
des Baugrunds (z. B. des Bodens) befindet. Somit kann die zum Entfernen des Trägergerüsts
benötigte Zugkraft minimiert werden.
[0061] Wird die Gründung (z. B. der Pfahl) geschlagen installiert und weist einen unzureichenden
Installationsfortschritt auf, so muss bei diesem Verfahren der Hammer, der zum Einschlagen
verwendet wird, abgenommen werden und unter Druck bzw. mittels kleiner Vibratoren
das Trägergerüst mit den Luft- und/oder Gasdrucklanzen unter Luft- und/oder Gasbeaufschlagung
in den Boden bis etwa 0,5 m oberhalb des Pfahlendes eingebracht werden. Auch hier
ist anschließend der Luft- und/oder Gasdruck stark zu erhöhen, um den Boden im Pfahl
aufzulockern. Abschließend kann das Trägergerüst, wie vorstehend beschrieben, gelöst
und gezogen werden.
[0062] Die Beaufschlagung der Lanzen und/oder Schläuchen mit Luft- und/oder Gasdruck zur
Auflockerung des Bodens kann beispielsweise im letzten Fall über einen Zeitraum von
mindestens 30 Minuten erreicht werden. Bei vibrierten Pfählen kann beispielsweise
der Luft- und/oder Gasdruck mit reduzierter Pfahlinstallationsleistung sukzessive
gesteigert werden.
[0063] Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht
vor, dass die Luft und/oder das Gas mit einem Luft- und/oder Gasdruck, der größer
als der am in den Baugrund eindringenden Ende der Gründung herrschende Wasser- und/oder
Bodendruck ist, appliziert wird.
[0064] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird ferner durch Vorrichtung zum Einvibrieren von einer
Gründung in einen Baugrund gelöst, die dazu eingerichtet ist, ein gegenständliches
Verfahren nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung, wie vorstehend offenbart,
auszuführen und/oder zu steuern.
[0065] Eine derartige Vorrichtung zum Einvibrieren von einer Gründung in einen Baugrund,
umfasst beispielsweise eine Vibrationseinrichtung zur Erzeugung von Schwingungen;
und Mittel zum Verändern einer Verflüssigungszone, die den Baugrund der Gründung unmittelbar
umgibt, und mittels derer die Eindringgeschwindigkeit der Gründung in den Baugrund
steuer- und/oder regelbar ist.
[0066] In einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden
Erfindung umfasst die Vorrichtung ferner Mittel zum Pumpen von Flüssigkeit aus dem
Inneren bzw. in das Innere der Gründung (z. B. eine oder mehrere Fluid/Flüssigkeits-Pumpen);
Mittel zum Einblasen von Luft und/oder (anderen) Gasen (z. B. einen oder mehrere Kompressoren)
an der Gründung (z. B. im Inneren der Gründung, wie einem Pfahl, und/oder an der Außenwand
der Gründung, wie etwa dem Pfahl), Mittel zum Erfassen von Drücken an der Außenwand
und/oder Innenseite der Gründung und/oder an dem in den Baugrund eindringenden Ende
der Gründung; und/oder Mittel zum Erfassen der Reibung zwischen Außenwand der Gründung
und dem Baugrund.
[0067] In einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden
Erfindung ist die Vorrichtung für einen oder mehrere Pfähle, die von der Gründung
umfasst sind, ausgebildet. Die gegenständliche Vorrichtung ist beispielsweise für
ein Offshore-Bauwerk (wie etwa eine Windenergieanlage, eine Bohrinsel, eine Förderplattform,
eine Umspann- und/oder Forschungsplattform, eine Pipeline, oder eine Kombination hiervon,
um nur einige nicht-limitierende Beispiele zu nennen). Die gegenständliche Vorrichtung
ist beispielsweise für eine Gründung, die in den Meeresboden als Baugrund einzubringen
ist.
[0068] Das gegenständliche Verfahren unterscheidet grundsätzlich nicht zwischen einer Offshore-Gründung
und einer Onshore-Gründung.
[0069] Weitere vorteilhafte beispielhafte Ausgestaltungen sind der folgenden detaillierten
Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen, insbesondere in Verbindung
mit den Figuren, zu entnehmen. Die Figuren sollen jedoch nur dem Zwecke der Verdeutlichung,
nicht aber zur Bestimmung des Schutzbereiches dienen. Die Figuren sind nicht maßstabsgetreu
und sollen lediglich das allgemeine Konzept beispielhaft widerspiegeln. Insbesondere
sollen Merkmale, die in den Figuren enthalten sind, keineswegs als notwendiger Bestandteil
erachtet werden.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0070] In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- eine Darstellung einer beispielhaften Ausgestaltung von einer gegenständlichen Gründung,
die in einen Baugrund mittels eines gegenständlichen Verfahrens einvibriert wird;
und
- Fig. 2
- eine Darstellung einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung von einer gegenständlichen
Gründung, die in einen Baugrund mittels eines gegenständlichen Verfahrens einvibriert
wird.
Detaillierte Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen der Erfindung
[0071] Der vorliegende Gegenstand wird im Folgenden anhand von beispielhaften Ausführungsformen
beschrieben.
[0072] Fig. 1 illustriert eine Darstellung einer beispielhaften Ausgestaltung von einer
gegenständlichen Gründung, die in einen Baugrund mittels eines gegenständlichen Verfahrens
einvibriert wird.
[0073] Die Gründung ist in Fig. 1 von einem Pfahl 1 repräsentiert, der von der Gründung
umfasst ist, oder der die Gründung ist. Der Pfahl wird in einen Baugrund, vorliegend
der Meeresboden MB eingebracht. Entsprechend ist die Gründung in Fig. 1 für ein Offshore-Bauwerk,
wie z. B. eine Windenergieanlage.
[0074] Das in den Meeresboden MB eindringende Ende 6 des Pfahls 1 umgebend ist die Verflüssigungszone
2 dargestellt. Unter Einleitung von Schwingungen, die z. B. mittels einer an der Gründung
befestigten Vibrationseinrichtung (in Fig. 1 nicht dargestellt) erzeugt werden, entsteht
unmittelbar um das in den Meeresboden MB eindringende Ende 6 des Pfahls 1 eine Verflüssigung
des Meeresbodens MB. Dies wird vorliegend als Verflüssigungszone 2 bezeichnet, wobei
diese schraffiert und mit einer gestrichelten Linie umrandet dargestellt ist.
[0075] Innerhalb der Verflüssigungszone 2 wird der Meeresboden MB gelockert, indem die Struktur
verursacht durch die erzeugten Schwingungen, die über den Pfahl 1 auf den Meeresboden
MB übertragen werden, aufgeweicht wird. Die Auflockerung des Meeresbodens MB innerhalb
der Verflüssigungszone 2 kann beispielsweise durch das Einblasen von Luft und/oder
Gasen verstärkt werden. Hierdurch vergrößert sich die Verflüssigungszone 2, so dass
der Pfahl 1 leichter in den Meeresboden MB eindringen kann. Ferner kann hiermit die
Eindringgeschwindigkeit des Pfahls 1 in den Meeresboden MB mittels eines Veränderns
der Verflüssigungszone 2 gesteuert und/oder geregelt werden.
[0076] Die Größe der Verflüssigungszone 2 wird vorliegend mittels eines Einblasens von Luft
ermöglicht, wobei mit erhöhtem oder verringertem Luftdruck die Verflüssigungszone
2 bzw. deren Größe verändert wird. Das Einblasen von Luft erfolgt beispielsweise mittels
eines Kompressors 9, der beispielsweise über einen Schlauch mit einer oder mehreren
Luftlanzen 3 verbunden ist. Der Kompressor befindet sich beispielsweise auf einem
Installationsschiff, das in Fig. 1 nicht dargestellt ist. Die Luftlanzen ragen in
den Pfahl 1 hinein, und sind an einem Trägergerüst 8 angeordnet, dass lösbar wiederum
an dem Pfahl 1 zumindest während des Einbringens des Pfahls 1 in den Meeresboden MB
angeordnet ist. Nach dem Einbringen des Pfahls 1 in den Meeresboden MB kann das Trägergerüst
8 beispielsweise wieder entfernt werden. Die eine oder mehreren Luftlanzen 3 ragen
bis zu der in den Meeresboden MB eindringenden Pfahlspitze 6 bzw. bis etwa 0,5 m oberhalb
der Pfahlunterkante 6.
[0077] Die erzeugte Luft wird über die eine oder mehreren Luftlanzen 3 oberhalb des eindringenden
Endes 6 des Pfahls 1 appliziert, so dass insbesondere die Bodenstruktur im Pfahlinneren
4 infolge aufsteigender Luftblasen 7 entfestigt wird. Im Ergebnis ist ein vereinfachtes
Einbringen des Pfahls 1 möglich..
[0078] Ferner ist eine Pumpe 10 vorgesehen, mittels der Flüssigkeit insbesondere aus dem
Pfahlinneren 4 gepumpt werden kann. Das Trägergerüst 8 umfasst hierfür beispielsweise
einen oder mehrere Rohre und/oder Schläuche, die analog zu der einen bzw. den mehreren
Luftlanzen 3 in das Pfahlinnere 4 ragen, so dass Flüssigkeit und/oder Fluid aus dem
Pfahlinneren 4 gepumpt werden kann.
[0079] Fig. 2 zeigt eine weitere Darstellung einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung
von einer gegenständlichen Gründung, die in einen Baugrund mittels eines gegenständlichen
Verfahrens einvibriert wird.
[0080] Im Gegensatz zu Fig. 1 ist das Trägergerüst 8, dass beispielsweise die eine oder
mehreren Luftlanzen 3 umfasst, konzentrisch innerhalb des Pfahls 1 angeordnet. Das
Trägergerüst 8 ist verfahrbar, insbesondere vertikal verfahrbar ausgestaltet, so dass
es ins Pfahlinnere 4 ein- und ausbringbar ist.
[0081] Die Pfahlspitze 6, die in den Meeresboden MB eindringt, ist ferner derart ausgestaltet,
dass der Stofftransport von Baugrund (z. B. der Meeresboden MB) während des Eindringens
des Pfahls 1 ins Pfahlinnere 4 unterstützt wird. Dies ist mittels der abgeschrägten
Pfahlspitze 6 gegenüber einer (imaginären) Horizontalen ermöglicht.
[0082] An der Außenwand 5 des Pfahls 1 ist ferner eine Drucksonde 12 angeordnet. Es versteht
sich, dass neben den dargestellten Drucksonden 12 auch mehr oder weniger von derartigen
Drucksonden 12 an der Außenwand 5 des Pfahls angeordnet sein können. Die Drucksonden
12 eignen sich zur Erfassung von Drücken und/oder Reibung, wie z. B. modifizierter
CPTs, die fest (bzw. mit definierter Steifigkeit) mit dem einzubringenden Pfahl 1
verbunden sind. Ferner sind die Drucksonden 12 mit Mitteln zur Erfassung der Eindringgeschwindigkeit
verbunden, so dass die Mittel zur Erfassung der Eindringgeschwindigkeit beispielsweise
Messdaten der Drucksonden 12 auswerten können.
[0083] Alternativ kann auch die Drucksonde 12 selber das Mittel zur Erfassung der Eindringgeschwindigkeit
umfassen oder dieses repräsentieren. Für den Fall, dass beispielsweise der erfasste
Druck zunimmt, kann angenommen werden, dass sich die Eindringgeschwindigkeit des Pfahls
1 in den Meeresboden verringert. Die Mittel zur Erfassung der Eindringgeschwindigkeit
11 können ferner ein oder mehrere Steuersignals, z. B. an die Pumpe 10 oder den Kompressor
9 senden, so dass beispielsweise Luft mit erhöhtem Luftdruck über die eine oder mehreren
Luftlanzen 3 z. B. im Pfahlinneren 4, oder alternativ oder zusätzlich, an der Außenwand
5 des Pfahls 1 appliziert wird. Für letzteren Fall versteht es sich, dass die eine
oder mehrere Luftlanzen 3 dann zur Außenwand 5 des Pfahls 1 Luft applizieren können
müssen. Beispielsweise können eine oder mehrere Luftlanzen 3 an dem Trägergerüst 8
derart angeordnet sein, dass diese außenliegend an dem Pfahl 1 verlaufen. Dies ist
in Fig. 2 jedoch nicht illustriert.
[0084] Für den Fall, dass die Mittel zur Erfassung der Eindringgeschwindigkeit 11 ein Steuersignal
an die Pumpe 10 senden, kann beispielsweise Flüssigkeit aus dem Pfahlinneren 4 gepumpt
werden. Für den Fall, dass der Flüssigkeits- bzw. Wasserpegel innerhalb des Pfahls
1 niedriger ist, als der Wasserspiegel W, erhöht sich die wirkende Masse des Pfahls
1, so dass die Eindringgeschwindigkeit des Pfahls 1 in den Meeresboden MB vergrößert
ist.
[0085] Luftlanzen sind nach der Installation des Pfahls wieder entfernbar, indem beispielsweise
das Trägergerüst, an dem die eine oder mehreren Luftlanzen angeordnet sind, entfernt
wird.
[0086] Die Verfahrensschritte können auf verschiedene Art und Weise implementiert werden,
so ist eine Implementierung in Software (durch Programmanweisungen), Hardware oder
eine Kombination von beidem zur Implementierung der Verfahrensschritte denkbar.
[0087] In den Patentansprüchen angegebene Bezugszeichen sind nicht als Beschränkungen der
eingesetzten Mittel und Schritte anzusehen.
Bezugszeichenliste
[0088]
- 1
- Pfahl
- 2
- Verflüssigungszone
- 3
- Luft- und/oder Gaslanze
- 4
- Inneres des Pfahls
- 5
- Außenwand des Pfahls
- 6
- in Boden eindringendes Ende des Pfahls
- 7
- Luft- und/oder Gasblasen
- 8
- Trägergerüst
- 9
- Kompressor
- 10
- Pumpe
- 11
- Mittel zur Erfassung einer Eindringgeschwindigkeit
- 12
- Drucksonde
- MB
- Meeresboden
- W
- Wasserspiegel
- V
- Verfahrbarkeit des Trägergerüsts
1. Verfahren zum Einvibrieren von einer Gründung (1) in einen Baugrund (MB) unter Einleitung
von Schwingungen, die mittels einer an der Gründung (1) befestigten Vibrationseinrichtung
erzeugt werden, wobei die Schwingungen eine Verflüssigung des Baugrunds (MB) bewirken,
so dass die Gründung (1) in den Baugrund (MB) eindringt, wobei die Eindringgeschwindigkeit
der Gründung (1) in den Baugrund (MB) mittels eines Verändern der Verflüssigungszone
(2), die den die Gründung (1) umgebenden Baugrund (MB) unmittelbar umgibt, gesteuert
und/oder geregelt wird, wobei die Eindringgeschwindigkeit über eine Veränderung der
Größe der Verflüssigungszone (2) verändert wird,
wobei Mittel zur Erfassung des Eindringfortschritts vorgesehen sind, die erfassen,
ob das Einbringen der Gründung (1) verlangsamt wird, so dass in diesem Fall eine wirkende
Masse der Gründung (1) erhöht und/oder die Verflüssigungszone (2) vergrößert wird,
wobei die Mittel zur Erfassung des Eindringfortschritts einen oder mehrere Einbring-Parameter
erfassen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wirkende Masse der Gründung (1) während des Eindringens in den Baugrund (MB) mittels
eines Pumpens von Flüssigkeit aus dem Inneren bzw. in das Innere der Gründung (1)
erhöht oder verringert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Verflüssigungszone (2) mittels eines Einblasens
von Luft und/oder Gasen an der Gründung (1) verändert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Größe der Verflüssigungszone
(2) mittels eines Einblasens von Luft und/oder Gasen mit erhöhtem oder verringertem
Luftdruck und/oder Gasdruck an der Gründung (1) verändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, wobei die Luft und/oder das Gas im Inneren
(4) der Gründung (1), und/oder an der Außenwand (5) der Gründung (1) eingeblasen wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Eindringen der Gründung
(1) in den Baugrund (MB) während des Einbringens nicht unterbrochen wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Eindringen der Gründung
(1) in den Baugrund (MB) während des Einbringens beschleunigt, verlangsamt oder unterbrochen
wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei die Eindringgeschwindigkeit der
Gründung (1) in den Baugrund (MB) der Gründung (1) über lösbar mit der Gründung (1)
verbundene Mittel zum Verändern der Eindringgeschwindigkeit, insbesondere eine Pumpe
(10) und/oder ein Luft- und/oder Gasdruck erzeugenden Kompressor (9) verändert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Mittel zum Verändern der Eindringgeschwindigkeit
von einer Trägervorrichtung (8) umfasst sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei die Luft und/oder das Gas oberhalb
des in den Baugrund (MB) eindringenden Endes der Gründung (1) appliziert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Luft und/oder das Gas ferner im Inneren (4) der
Gründung (1) appliziert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei die Luft und/oder das Gas mit einem
Luftdruck und/oder Gasdruck, der größer als der am in den Baugrund (MB) eindringenden
Ende (6) der Gründung (1) herrschende Wasser- und/oder Bodendruck ist, appliziert
wird.
12. Vorrichtung zum Einvibrieren von einer Gründung (1) in einen Baugrund (MB), umfassend:
- eine Vibrationseinrichtung zur Erzeugung von Schwingungen; und
- Mittel (9, 10) zum Verändern einer Verflüssigungszone (2), die den Baugrund (MB)
der Gründung (1) unmittelbar umgibt, und mittels derer die Eindringgeschwindigkeit
der Gründung (1) in den Baugrund (MB) steuer- und/oder regelbar ist; und
- Mittel zur Erfassung des Eindringfortschritts, die erfassen, ob das Einbringen der
Gründung (1) verlangsamt wird, so dass in diesem Fall eine wirkende Masse der Gründung
(1) erhöht und/oder die Verflüssigungszone (2) vergrößert wird, wobei die Mittel zur
Erfassung des Eindringfortschritts einen oder mehrere Einbring-Parameter erfassen;
gekennzeichnet durch,
- Mittel zum Pumpen von Flüssigkeit (10) aus dem Inneren (4) bzw. in das Innere der
Gründung (1).
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, ferner umfassend ein oder mehrere der folgenden Mittel:
- Mittel zum Einblasen von Luft und/oder Gasen (9) an der Gründung (1);
- Mittel zum Erfassen von Drücken an der Außenwand (5) und/oder Innenseite der Gründung
(1) und/oder an dem in den Baugrund (MB) eindringenden Ende der Gründung (1); und
- Mittel zum Erfassen der Reibung zwischen Außenwand (5) der Gründung (1) und dem
Baugrund.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, wobei die Gründung (1) ein Pfahl ist,
und/oder wobei die Gründung (1) für ein Offshore-Bauwerk ist, und/oder wobei der Baugrund
(MB) der Meeresboden ist.
1. A method for vibratory driving of a foundation (1) into a subsoil (MB) by introduction
of vibrations that are generated by means of a vibration device fastened to the foundation
(1), the vibrations resulting in a fluidization of the subsoil (MB) so that the foundation
(1) penetrates the subsoil (MB),
wherein the penetration speed of the foundation (1) into the subsoil (MB) is controlled
and/or regulated by a change in the fluidization zone (2) which directly surrounds
the subsoil (MB) surrounding the foundation (1), wherein the penetration speed is
changed by a change of size of the fluidization zone (2), wherein means for detecting
the penetration progress are provided which detect whether the penetration of the
foundation (1) is slowed down so that in this case an effective mass of the foundation
(1) is increased and/or the fluidization zone (2) is enlarged, wherein the means for
detecting the penetration progress detect one or more insertion parameters,
characterised in that
the effective mass of the foundation (1) is increased or reduced during penetration
into the subsoil (MB) by means of pumping liquid from the interior or into the interior
of the foundation (1).
2. The method according to claim 1, wherein the fluidization zone (2) is changed by means
of an injection of air and/or gases at the foundation (1).
3. The method according to one of the preceding claims, wherein the size of the fluidization
zone (2) is changed by means of an injection of air and/or gases with increased or
decreased air pressure and/or gas pressure at the foundation (1).
4. The method according to claim 2 or claim 3, wherein the air and/or the gas is injected
inside (4) the foundation (1) and/or at the outer wall (5) of the foundation (1).
5. The method according to any of the preceding claims, wherein the penetration of the
foundation (1) into the subsoil (MB) is not interrupted during the insertion.
6. The method according to any of the preceding claims, wherein the penetration of the
foundation (1) into the subsoil (MB) is accelerated, slowed down or interrupted during
the insertion.
7. The method according to any one of claims 2 to 6, wherein the penetration speed of
the foundation (1) into the subsoil (MB) of the foundation (1) is changed by means
for changing the penetration speed, in particular a pump (10) and/or a compressor
(9) generating air and/or gas pressure, which the means for changing the penetration
speed are detachably connected to the foundation (1).
8. The method according to claim 7, wherein the means for changing the penetration speed
are comprised by a carrier device (8).
9. The method according to any one of claims 2 to 8, wherein the air and/or the gas is
applied above the end of the foundation (1) penetrating into the subsoil (MB).
10. The method according to claim 9, wherein the air and/or the gas is further applied
inside (4) the foundation (1).
11. The method according to any one of claims 2 to 9, wherein the air and/or gas is applied
at an air pressure and/or gas pressure greater than the water pressure and/or soil
pressure prevailing at the end (6) of the foundation (1) penetrating the subsoil (MB).
12. An apparatus for vibratory driving og a foundation (1) into a subsoil (MB), comprising:
- a vibration device for generating vibrations; and
- means (9, 10) for changing a fluidization zone (2) which directly surrounds the
subsoil (MB) of the foundation (1) and by which the penetration speed of the foundation
(1) into the subsoil (MB) is controllable and/or regulatable; and
- means for detecting a penetration progress that detect whether the penetration of
the foundation (1) is slowed down so that, in this case, an effective mass of the
foundation (1) is increased and/or the fluidization zone (2) is enlarged, wherein
the means for detecting the penetration progress detect one or more insertion parameters;
characterised by,
- means for pumping liquid (10) from the interior (4) or to the interior of the foundation
(1).
13. The apparatus according to claim 12, further comprising one or more of the following
means:
- means for injecting air and/or gases (9) at the foundation (1);
- means for detecting pressures at the outer wall (5) and/or inner side of the foundation
(1) and/or at the end of the foundation (1) penetrating into the subsoil (MB); and
- means for detecting the friction between the outer wall (5) of the foundation (1)
and the subsoil.
14. The apparatus according to claim 12 or claim 13, wherein the foundation (1) is a pile,
and/or wherein the foundation (1) is for an offshore structure, and/or wherein the
subsoil (MB) is the seabed.
1. Procédé d'enfoncement vibratoire d'une fondation (1) dans un sol de fondation (MB)
en introduisant des vibrations qui sont générées au moyen d'un dispositif vibrant
fixé à la fondation (1), les vibrations provoquant une liquéfaction du sol de fondation
(MB) de sorte que la fondation (1) pénètre dans le sol de fondation (MB),
la vitesse de pénétration de la fondation (1) dans le sol de fondation (MB) étant
commandée et/ou régulée au moyen d'une modification de la zone de liquéfaction (2)
qui entoure directement le sol de fondation (MB) entourant la fondation (1), la vitesse
de pénétration étant modifiée par une modification de la taille de la zone de liquéfaction
(2), des moyens de détection de la progression de la pénétration étant prévus, qui
détectent si la mise en place de la fondation (1) est ralentie, de sorte que dans
ce cas une masse effective de la fondation (1) est augmentée et/ou la zone de liquéfaction
(2) est agrandie, les moyens de détection de la progression de la pénétration détectant
un ou plusieurs paramètres de mise en place,
caractérisé en ce que
la masse effective de la fondation (1) est augmentée ou diminuée pendant la pénétration
dans le sol de fondation (MB) au moyen d'un pompage de liquide depuis l'intérieur
ou vers l'intérieur de la fondation (1).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la zone de liquéfaction (2) est modifiée
au moyen d'une injection d'air et/ou de gaz au niveau de la fondation (1).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel la taille
de la zone de liquéfaction (2) est modifiée au moyen d'une injection d'air et/ou de
gaz à une pression d'air et/ou une pression de gaz augmentée ou diminuée au niveau
de la fondation (1).
4. Procédé selon la revendication 2 ou la revendication 3, dans lequel l'air et/ou le
gaz sont injectés à l'intérieur (4) de la fondation (1), et/ou sur la paroi extérieure
(5) de la fondation (1).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la pénétration de
la fondation (1) dans le sol de fondation (MB) n'est pas interrompue pendant la mise
en place.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la pénétration de
la fondation (1) dans le sol de fondation (MB) est accélérée, ralentie ou interrompue
pendant la mise en place.
7. Procédé selon l'une des revendications 2 à 6, dans lequel la vitesse de pénétration
de la fondation (1) dans le sol de fondation (MB) de la fondation (1) est modifiée
par l'intermédiaire de moyens de modification de la vitesse de pénétration reliés
de manière amovible à la fondation (1), notamment une pompe (10) et/ou un compresseur
(9) générant une pression d'air et/ou de gaz.
8. Procédé selon la revendication 7, dans lequel les moyens de modification de la vitesse
de pénétration sont compris par un dispositif de support (8).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 8, dans lequel l'air et/ou le
gaz est appliqués au-dessus de l'extrémité de la fondation (1) qui pénètre dans le
sol de fondation (MB).
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel l'air et/ou le gaz est en outre appliqués
à l'intérieur (4) de la fondation (1).
11. Procédé selon l'une des revendications 2 à 9, dans lequel l'air et/ou le gaz est appliqué
avec une pression d'air et/ou une pression de gaz supérieure à la pression d'eau et/ou
de sol régnant à l'extrémité (6) de la fondation (1) pénétrant dans le sol de fondation
(MB).
12. Dispositif pour l'enfoncement vibratoire d'une fondation (1) dans un sol de fondation
(MB), comprenant:
- un dispositif vibrant pour générer des vibrations ; et
- des moyens (9, 10) pour modifier une zone de liquéfaction (2) qui entoure directement
le sol de fondation (MB) de la fondation (1), et au moyen desquels la vitesse de pénétration
de la fondation (1) dans le sol de fondation (MB) peut être commandée et/ou réglée
; et
- des moyens de détection de la progression de la pénétration, qui détectent si la
mise en place de la fondation (1) est ralentie, de sorte que dans ce cas une masse
effective de la fondation (1) est augmentée et/ou la zone de liquéfaction (2) est
agrandie, les moyens de détection de la progression de la pénétration détectant un
ou plusieurs paramètres de mise en place ;
caractérisé par,
- des moyens pour pomper une liquide (10) de l'intérieur (4) ou à l'intérieur de la
fondation (1).
13. Dispositif selon la revendication 12, comprenant en outre un ou plusieurs des moyens
suivants :
- des moyens pour injecter de l'air et/ou des gaz (9) au niveau de la fondation (1)
;
- des moyens pour détecter des pressions sur la paroi extérieure (5) et/ou sur le
côté intérieur de la fondation (1) et/ou sur l'extrémité de la fondation (1) qui pénètre
dans le sol de fondation (MB) ; et
- moyens pour détecter le frottement entre la paroi extérieure (5) de la fondation
(1) et le sol de fondation.
14. Dispositif selon la revendication 12 ou la revendication 13, dans lequel la fondation
(1) est un pieu, et/ou dans lequel la fondation (1) est pour une construction offshore,
et/ou dans lequel le sol de fondation (MB) est le fond marin.