[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufrichthilfe zum Aufrichten einer Person gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Im Stand der Technik sind zahlreiche Aufrichthilfen zum Aufrichten einer Person aus
einer sitzenden Position in eine stehende Position bekannt.
[0003] Üblicherweise weist eine Aufrichthilfe ein Gestell mit einem Haltegriff auf, an dem
sich die betreffende Person festhalten kann. Das Gestellt steht mit einer Basis, welche
vorzugsweise mit Rollen ausgestattet ist, auf dem Fußboden. Der Haltegriff ist an
einem schwenkbar gelagerten Tragarm angeordnet, welcher mittels eines Antriebs zwischen
einer abgesenkten und einer angehobenen Position bewegbar ist. Die Aufrichthilfe wird
beispielsweise an ein Bett, ein Sitzmöbel oder einen Rollstuhl heran gefahren, auf
dem die betreffende Person sitzt. Anschließend werden die Füße auf eine mit dem Gestell
verbundene Ablage gestellt und der Tragarm wird abgesenkt. Die Schienbeine der aufzurichtenden
Person werden an Schienbeinpolster gelegt, die mit dem Gestell verbunden sind, und
der Handgriff wird festgehalten. Die Schienbeinpolster sind justierbar an einem unteren
Bereich des Gestells angeordnet und dienen als Gegenlager, wenn der Tragarm in die
angehobene Stellung bewegt wird. Während dies geschieht, stützen sich die Schienbeine
der Person an den Schienbeinpolstern ab und die Person folgt der aufwärts gerichteten
Bewegung des Tragarms. Zusätzlich oder alternativ zu dem bewegbaren Tragarm sind weiterhin
Bänder, Gurte oder Sitzschaukeln zum Aufrichten des Rückens und/oder des Gesäßes vorhanden.
Es ist bekannt, diese insbesondere mit dem Tragarm zu koppeln.
[0004] Beispielhaft ist eine gattungsgemäße Aufrichthilfe in
WO 2014 154 611 A1 dargestellt.
[0005] JP 3 816 173 B2 offenbart eine Aufrichthilfe, welche auch allein von der Person, welche aufgerichtet
werden soll, verwendet werden kann. Das Aufrichten erfolgt durch einen Hebemechanismus,
der unter den Armen der Person angeordnet wird, während diese zusätzlich mit einem
Schienbeinpolster gestützt wird.
[0006] In
NL 1 012 559 C2 ist ebenfalls eine Aufrichthilfe beschrieben, wobei eine Schlaufe zum Anheben der
Person unter deren Armen und hinter dem Rücken geführt wird. Auch diese Aufrichthilfe
weist ein Schienbeinpolster auf.
[0007] CN 103 356 352 A beschreibt eine Vorrichtung, die nicht nur das Aufrichten unterstützt, sondern auch
zur Rehabilitation als Laufunterstützung eingesetzt werden kann. Dazu gibt es neben
einem Schienbeinpolster mehrere Unterstützungen bzw. Griffe, an denen sich die Person
stützen und/oder halten kann.
[0008] Ein Nachteil der bekannten Aufrichthilfen liegt darin, dass die Schienbeinpolster
recht aufwändig auf die jeweilige Person justiert werden müssen, damit bei der Aufrichtbewegung
kein übermäßiges Druckgefühl oder sogar eine Druckstelle an den Schienbeinen entsteht.
Üblicherweise erfolgt hierfür das Lockern oder Lösen der Schienbeinpolster und das
Auffinden einer geeigneten Position in einem vorgegebenen vertikalen Raster, bis die
Person ihre Schienbeine sehr bequem an die Schienbeinpolster anlegen kann. Ein wichtiger
Aspekt ist dabei darin zu sehen, dass insbesondere die Kniescheiben der Person nicht
mit der Schienbeinstütze in Berührung geraten, da dies bei einer Aufrichtbewegung
für die Person schmerzhaft sein könnte. Das gesamte Procedere ist mithin zeitaufwändig
und mühsam, sowohl für die aufzurichtende Person als auch für das Pflegepersonal.
[0009] Ziel der Erfindung ist es, diese und weitere Nachteile des Standes der Technik zu
überwinden und eine alternative Aufrichthilfe vorzuschlagen, mit der die vorangehend
genannten Nachteile behoben werden können, sodass eine aufwändige Justierung der Schienbeinpolster
nicht erforderlich ist und dennoch eine angenehme aufrichtige Bewegung gewährleistet
werden kann.
[0010] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben.
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 11.
[0011] Es wird eine Aufrichthilfe zum Aufrichten einer Person, mit einem Gestell, mindestens
einem bewegbar an dem Gestell angeordneten Tragarm mit Haltegriff und einer mit dem
Gestell und dem mindestens einen Tragarm gekoppelten Antriebsvorrichtung zum Bewegen
des mindestens einen Tragarms in eine abgesenkte und in eine angehobene Stellung,
sowie mindestens einer Polsterstütze mit einem Schaumstoff zum Abstützen von Schienbeinen
der Person beim Bewegen des mindestens einen Tragarms vorgeschlagen. Gemäß der Erfindung
weist die Polsterstütze an einer rückwärtigen Seite ein schwenkbares Lager mit zwei
voneinander unabhängigen, beabstandeten waagerechten Scharnierachsen auf, das mit
dem Gestell verbunden ist, wobei die Polsterstütze derart dimensioniert ist, dass
Kniescheiben der Person beim Bewegen des Tragarms stets an der Polsterstütze anliegen.
[0012] Ferner umfasst der erfindungsgemäße Vorschlag, dass eine erste Scharnierachse des
schwenkbaren Lagers durch ein erstes Schwenklager gebildet ist, das ein Halteplatte
schwenkbar an dem Gestell lagert, wobei eine zweite Scharnierachse des schwenkbaren
Lagers durch ein zweites Schwenklager gebildet ist und dass das zweite Schwenklager
einen mit der Polsterstütze verbundenen Flansch aufweist, welcher schwenkbar an der
Halteplatte lagert.
[0013] Das erste und das zweite Schwenklager bilden dabei eine Reihenanordnung, derart,
dass ihre Bewegungen sich direkt überlagern, wobei die Bewegungen beider Schwenklager
durch Anschlagstifte begrenzt werden.
[0014] Das Gestell kann eine Basis aufweisen, die - wie im Stand der Technik üblich - mit
Rollen ausgestattet sein kann. Dadurch kann die Aufrichthilfe bequem auf einem Fußboden
bewegt und flexibel in unterschiedlichen Räumlichkeiten eingesetzt werden. Das Gestell
kann ferner einen vertikalen Abschnitt besitzen, der sich von der Basis aus nach oben
erstreckt.
[0015] Der Tragarm kann ein- oder mehrteilig ausgeführt und/oder schwenkbar um eine insbesondere
waagerechte Schwenkachse an dem vertikalen Abschnitt des Gestells angeordnet sein.
Zum Festhalten dient mindestens ein Haltegriff, der an dem Tragarm angeordnet ist.
Es ist denkbar, auch mehrere unterschiedlich geformte und angeordnete Haltegriffe
einzusetzen, die an bestimmte Gewohnheiten, Vorlieben oder körperliche Einschränkungen
angepasst sind.
[0016] Zum Aufstützen der Füße kann das Gestell eine Fußauflage aufweisen. Diese kann verhindern,
dass sich bei der Aufrichtbewegung das Gestell versehentlich von der Person wegbewegt.
Die Fußauflage kann in einer festen, nicht justierbaren Position angeordnet sein.
[0017] Die Polsterstütze ist bevorzugt nahe der Basis angeordnet und erstreckt sich vertikal
deutlich über die Fußauflage. Sie ist aus einem viskoseelastischen Schaumstoff ausgebildet,
der eine Stärke von mindestens 6 cm aufweist.
[0018] Diese erfindungsgemäße Ausbildung einer Aufrichthilfe mit einer Polsterstütze und
einem schwenkbaren Lager mit zwei voneinander unabhängigen, beabstandeten waagerechten
Scharnierachsen ermöglicht es erstmals, eine Person, insbesondere einen Patienten
unkompliziert und weitgehend schmerzfrei beim Aufstehen zu unterstützen. Durch eine
zweite Scharnierachse kann die Polsterstütze nicht nur in horizontaler Richtung nach
hinten gekippt werden, sondern auch vertikal zumindest etwas nach oben bewegt werden.
Hierdurch wird der Bewegung der Polsterstütze ein zusätzlicher Freiheitsgrad verliehen.
Ein Kippen der Polsterstütze kann auf verschiedenen Höhen über der Fußauflage durchgeführt
werden.
[0019] Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Aufrichthilfe sind die Scharnierachsen parallel
zu dem Fußboden ausgerichtet. Bevorzugt sind die Scharnierachsen zudem symmetrisch
zu dem Gestell angeordnet, um symmetrische Kraftrichtungen zu ermöglichen und ein
Verkanten bewegbarer Komponenten zu vermeiden. Die Polsterstütze kann folglich eine
Kippbewegung um zwei Achsen durchführen, die zu einer gedachten Verbindungslinie der
beiden Knie der betreffenden Person parallel verlaufen. Je nach ihrem Abstand kann
die Bewegbarkeit der Polsterstütze auch in Form einer Translation in der Vertikalen
erreicht werden.
[0020] Durch die rückwärtige Anordnung kann die gesamte Polsterstütze um das schwenkbare
Lager herum gekippt werden. Bei der Aufrichtbewegung kann die Polsterstütze folglich
einer veränderten Ausrichtung der Schienbeine und der Knie der Person folgen, sodass
ein lediglich lokal ansteigender mechanischer Druck zwischen der Polsterstütze und
der Person vermieden wird. Die Polsterstütze führt folglich eine Ausgleichbewegung
durch, was noch weiter die Belastung der Person verringert.
[0021] Durch diese kombinierte Bewegbarkeit kann die Polsterstütze auch bis zum Erreichen
einer vollständigen Aufrichtung den Schienbeinen und Knien folgen und so ein unangenehmes
Druckgefühl, insbesondere an der Kniescheibe, zu verhindern. Die Kniescheibe bewegt
sich bei der Aufrichtbewegung im Verhältnis zum Unterschenkel nach oben. Durch die,
wenn auch nur geringe, zusätzliche Bewegungsmöglichkeit der Polsterstütze in vertikale
Richtung wird diese Bewegung der Kniescheibe aufgenommen und mitverfolgt.
[0022] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Polsterstütze aus einem viskoelastischen
Schaumstoff mit einer Stärke von mindestens 6 cm ausgebildet ist, bevorzugt eine Stärke
von 7 bis 13 cm, besonders bevorzugt 9 bis 11 cm und insbesondere bevorzugt 10 cm.
Der viskoelastische Schaumstoff ist in der Lage, die Anatomie des Patienten abzubilden
und dabei nicht nur die Schienbeine der aufzurichtenden Person aufzunehmen, sondern
auch die Knie. Ein viskoseelastischer Schaumstoff weicht in seinem mechanischen Verformungsverhalten
deutlich von dem eines Kaltschaums ab. Das Materialverhalten ist sowohl elastisch,
als auch viskos, sodass der Schaumstoff die Eigenschaften von Feststoffen und Flüssigkeiten
vereint. Dieses Material ist auch als "Memory Foam" bekannt und kann beispielsweise
hauptsächlich auf Polyurethan basieren. Ein solcher Schaumstoff ist deutlich dichter
als ein herkömmlicher Schaumstoff und kann eine verbesserte Stützkraft ausüben. Das
Verformverhalten kann zudem derart angepasst werden, dass sich der Schaumstoff bei
leichter und relativ langsamer Bewegung mit nur langsamer Änderung des mechanischen
Drucks sehr gut an die Form der Schienbeine und der Knie der Person anpasst. Bei einer
schnelleren Änderung des mechanischen Drucks kann jedoch eine ausreichende Stützkraft
bereitgestellt werden, da der Schaumstoff seine Form nicht unmittelbar ändert. Die
Polsterstütze bildet dadurch ein optimal angepasstes Gegenlager für die Aufrichtbewegung
aus. Durch die Verwendung eines solchen Schaumstoffs kann aufgrund der guten Formanpassung
eine ideale Verteilung des bei der Aufrichtbewegung entstehenden mechanischen Drucks
erfolgen, sodass die Knie kaum spürbar belastet werden.
[0023] In Kombination mit den zwei Scharnierachsen kann eine besonders vorteilhafte Unterstützung
der Person bei der Aufrichtbewegung erfolgen. Durch die gewählte Stärke kann der Schaumstoff
ein weiches Einsinken unterstützen und gewährleisten, dass ein Anstoßen einer mechanischen
Begrenzung des Schaumstoffs an einer zu dem Gestell gewandten Seite nicht zu befürchten
ist. Es ist vorstellbar, dass die Polsterstütze auch mit einer relativ geringen Stärke
der viskoelastischen Schaumstoffschicht ausstattbar ist, die etwa an dem unteren Ende
des vorangehend genannten Bereichs liegen kann, da das schwenkbare Lager die Polsterstütze
besonders gut nachführt.
[0024] Ein weiterer besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Aufrichthilfe liegt darin,
dass die Befestigungsposition der Polsterstütze nicht an den jeweiligen Benutzer aufwändig
angepasst werden muss, sondern aufgrund der positiven Eigenschaften sowohl des neuartigen
schwenkbaren Lagers als auch des viskoseelastischen Schaumstoffs stets ohne manuelle
Interaktion eine optimale Anpassung der Polsterstütze an beliebige Personen erfolgt.
Hierfür ist eine ausreichende Materialstärke des Schaumstoffs hilfreich. Es hat sich
herausgestellt, dass eine Stärke von ungefähr 5 cm und bevorzugt 6 cm ausreicht, um
eine solche Anpassung zu gewährleisten. Die Polsterstütze kann zudem in zumindest
vertikaler Richtung derart dimensioniert werden, dass für praktisch sämtliche denkbaren
Körpergrößen von Personen das gesamte Schienbein nebst Knien zur Auflage kommt und
keine Nachjustierung der Polsterstütze erforderlich ist.
[0025] Die Verwendung einer Reihenanordnung von Schwenklagern ist dahingehend zu verstehen,
dass ein schwenkbar gelagertes Element ein anderes schwenkbar gelagertes Element trägt.
[0026] Es können auch zwei Halteplatten verwendet werden, die beidseitig an einer Gestellstrebe
schwenkbar angeordnet sind. Die Polsterstütze kann durch einen Flansch mit der Halteplatte
gekoppelt werden. Neben der gewünschten Bewegung wird auch eine robuste und dennoch
mechanisch einfache und hoch belastbare Verbindung gewährleistet.
[0027] Bevorzugt lässt zumindest eines der zweiten Schwenklager eine Verschwenkung von höchstens
30° und bevorzugt von höchstens 25° zu. Die Ausrichtung der Polsterstütze zu Beginn
der Aufrichtbewegung erfordert dann keine besonderen Maßnahmen zum Stützen und die
Bewegung der Polsterstütze wird auf ein erforderliches Maß eingeschränkt.
[0028] Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass das Lager im Wesentlichen mittig
an der Polsterstütze angeordnet ist. Insbesondere kann das Lager in der geometrischen
Mitte einer Rückseite der Polsterstütze angeordnet sein und bedarfsweise ein wenig
in vertikaler Richtung versetzt sein. Damit lässt sich die Polsterstütze sehr gut
an die Schienbeine einer sitzenden Person ausrichten und kann eine ausreichende Stützkraft
bei allen während der Aufrichtbewegung eintretenden Winkeln der Schienbeine der Person
ausüben.
[0029] In einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Polsterstütze an einer rückwärtigen
Seite eine feste Schale aufweisen, auf der der Schaumstoff angeordnet ist. Die Schale
könnte aus einem metallischen Material, zum Beispiel Aluminium, oder einem Kunststoff,
wie etwa Polycarbonat (PC), Polypropylen (PP), Acrylbutadienstyrol (ABS) oder einem
faserverstärkten Kunststoff ausgebildet sein. Die feste Schale dient dabei insbesondere
als Träger für den viskoelastischen Schaumstoff und zur Kopplung der Polsterstütze
mit dem Gestell. Die Polsterstütze kann folglich auf einer zu der aufzurichtenden
Person gewandten Seite ausschließlich den weichen Schaumstoff aufweisen, wenn auf
der rückwärtigen Seite die feste Schale vorhanden vorliegt. Damit kann ausgeschlossen
werden, dass bei einem anfänglichen Anschmiegen der Schienbeine und der Knie an die
Polsterstütze ein kurzzeitiger Kontakt mit einer harten Umrandung oder Halterung des
Schaumstoffs vorliegt, die das Aufrichten unangenehm machen.
[0030] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung kann zwischen dem Schaumstoff und der festen
Schale eine Grundschicht aus einem Kaltschaum angeordnet sein. Die Grundschicht kann
verhindern, dass der viskoelastische Schaumstoff bis zu der festen Schale durchgedrückt
wird. Der Kaltschaum kann ein herkömmliches, ausschließlich elastisches Verhalten
durch Verwendung eines offenporigen Schaums aufweisen. Insbesondere ist bevorzugt,
dass der Kaltschaum eine relativ hohe Festigkeit aufweist, die das mechanische Verhalten
insbesondere des viskoelastisch ausgeführten Schaumstoffs möglichst wenig beeinflusst.
[0031] Es ist vorteilhaft, wenn die Grundschicht eine Stärke aufweist, die höchstens einem
Viertel der Stärke des Schaumstoffs entspricht und bevorzugt höchstens einem Achtel.
Die Grundschicht trägt dadurch kaum spürbar zu einer Gesamtstärke der Polsterstütze
bei. Eine Stärke der Grundschicht von etwa 1 cm ist denkbar.
[0032] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Polsterstütze eine flexible, wasserdichte
Schutzschicht auf. Diese Schutzschicht könnte als Kaschierung oder Einschäumung ausgeführt
sein. Die Schutzschicht kann auf Polyurethan basieren oder Polyurethan aufweisen.
Wird eine feste Schale für die Polsterstütze eingesetzt, kann die Schutzschicht die
feste Schale einschließlich des viskoelastischen Schaumstoffs umgeben. Dies sorgt
für eine Unempfindlichkeit gegen Wasser, mechanische und chemische Einwirkungen etwa
beim Transport oder bei einer Desinfektion.
[0033] Die Polsterstütze kann sich in einer vorteilhaften Ausführungsform in eine Höhe von
mindestens 65 cm und bevorzugt mindestens 70 cm relativ zu einer Fußauflage erstrecken.
Damit könnten nahezu sämtliche Körpergrößen von aufzurichtenden Personen abgedeckt
werden, etwa mindestens das 95. Perzentil. Oberhalb der Polsterstütze wäre im Vergleich
zu herkömmlichen Aufrichthilfen jedoch ausreichend Platz, um die Polsterstütze noch
weiter zu verlängern. Bei bekannten Aufrichthilfen steht dieser Raum lediglich bedarfsweise
zur Unterbringung von Polstern zur Verfügung, wenn eine Justierung der Schienbeinpolster
in eine vertikal obere Position durchgeführt wird. Da dort jedoch eine Berührung mit
den Knien auszuschließen ist, werden die Schienbeinstützen auch nur bei Bedarf in
diesen Raum hinein bewegt. Bei der erfindungsgemäßen Aufrichthilfe kann jedoch die
Polsterstütze so weit nach oben verlängert werden, dass sämtliche Personen mit beliebiger
Körpergröße mit ihren Schienbeinen und Knien an die Polsterstütze geraten.
[0034] In einer ebenso vorteilhaften Ausführungsform weist die Polsterstütze eine Breite
von mindestens 60 cm und bevorzugt von mindestens 70 cm auf. Auch in der Breite kann
die Polsterstütze an sämtliche Gegebenheiten angepasst werden. Besitzt eine Person
etwas voluminösere Oberschenkel, können auch weiter voneinander beabstandete Knie
bequem an die erfindungsgemäße Polsterstütze angelegt werden.
[0035] Zur weitreichenden Flexibilität kann die Polsterstütze auch einteilig ausgeführt
sein. Dies erleichtert sowohl die Herstellung, die Halterung, eine Desinfektion oder
Reinigung der Polsterstütze.
[0036] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche, schräg seitliche Darstellung der erfindungsgemäßen Aufrichthilfe;
- Fig. 1a
- eine Schnittansicht einer Polsterstütze der erfindungsgemäßen Aufrichthilfe;
- Fig. 2
- eine räumliche Darstellung der erfindungsgemäßen Aufrichthilfe von oben;
- Fig. 3
- eine räumliche, auf die Rückseite der Polsterstütze gerichtete Detaildarstellung;
und
- Fig. 4
- eine Detaildarstellung des Lagers in einer seitlichen Draufsicht.
[0037] Fig. 1 zeigt eine exemplarische Darstellung einer Aufrichthilfe 2 in einer dreidimensionalen
Darstellung.
[0038] Die Aufrichthilfe 2 weist ein Gestell 4 auf, das eine Basis 6 mit vier Rollen 8 besitzt,
die auf einem Fußboden aufstehen. Die Rollen 8 können bevorzugt zumindest teilweise
blockiert werden. Von der Basis 6 aus erstreckt sich ein vertikaler Abschnitt 10 des
Gestells 4 weitgehend vertikal nach oben, d.h. in eine von dem Fußboden abgewandte
Richtung. Dort ist ein Schwenklager 12 vorgesehen, an dem ein Tragarm 14 schwenkbar
gelagert ist. Das Schwenklager 12 ist derart ausgebildet, dass der Tragarm 14 um eine
im Wesentlichen horizontale Schwenkachse herum zwischen einer abgesenkten und einer
angehobenen Stellung bewegbar ist. Der Tragarm 14 weist mehrere Haltegriffe 16 und
18 auf, die einer Person das Festhalten gestatten. Zusätzlich könnten hier Bänder,
Gurte oder Sitzschaukeln angebracht werden.
[0039] Die Aufrichthilfe 2 weist weiterhin eine Antriebsvorrichtung 20 auf, die beispielhaft
mit einem Linearantrieb 22 ausgestattet ist, der mit dem Tragarm 14 gekoppelt ist.
Die Antriebsvorrichtung 20 ist bevorzugt schwenkbar an dem vertikalen Abschnitt 10
des Gestells 4 angeordnet, sodass sich ihre Ausrichtung beim Verschwenken des Tragarms
14 der jeweiligen Position des Tragarms 14 anpassen kann.
[0040] An der Basis 6 ist weiterhin eine Fußauflage 24 angeordnet, auf die eine Person ihre
Füße aufstellen kann, sodass bei einer Aufrichtbewegung die Aufrichthilfe 2 nicht
versehentlich wegrollen kann, sondern die Person und die Aufrichthilfe 2 relativ zueinander
fixiert sind. Vertikal über der Fußauflage 24 befindet sich eine Polsterstütze 26,
welche beispielhaft einstückig ausgebildet ist.
[0041] Die Polsterstütze 26 weist einen weitgehend flachen Aufbau auf und erstreckt sich
exemplarisch über eine Breite von ungefähr 70 cm. Des Weiteren ist ihre Erstreckung
in vertikaler Richtung so gewählt, dass bei praktisch allen Körpergrößen von Personen
sichergestellt werden kann, dass die Schienbeine und Knie an eine Anlagefläche 28
der Polsterstütze 26 angelegt werden können.
[0042] Die Polsterstütze 26 weist zudem eine feste Schale 30 auf, die der Anlagefläche 28
im Wesentlichen entgegengesetzt angeordnet ist. Die Schale 30 dient zur Befestigung
der Polsterstütze 26 an dem Gestell 4 und zum Halten eines bevorzugt viskoelastisch
ausgeführten Schaumstoffs 32, der sich in der Polsterstütze 26 befindet und sich bis
zu der Anlagefläche 28 erstreckt. Beispielhaft kann zwischen dem Schaumstoff 32 und
der festen Schale 30 zusätzlich eine Grundschicht 34 angeordnet sein, die einen Kaltschaum
aufweist. Hierdurch wird verhindert, dass bei vollständiger Durchdringung der Tiefe
des Schaumstoff 32 eine Person die feste Schale 30 direkt anstößt (siehe dazu Fig.
1a).
[0043] Der Schaumstoff 32 ist ein bevorzugt viskoelastischer Schaumstoff, der eine Stärke
von mindestens 6 cm, bevorzugt von mindestens 7-13 cm und besonders bevorzugt etwa
10 cm aufweist. Aufgrund seiner viskoelastischen Eigenschaften ist er besonders für
die erfindungsgemäße Aufrichthilfe 2 geeignet. Legt eine Person ihre Füße auf die
Fußauflage 24, sind die Schienbeine und die Kniescheiben an die Auflagefläche 28 anzuschmiegen.
Der viskoelastische Schaumstoff 32 kann sich bei sanftem Kontakt innerhalb kurzer
Zeit nach und nach der Kontur der Schienbeine und der Knie folgen und sich somit ideal
an die jeweilige Person anpassen. Durch die viskoelastischen Eigenschaften kann der
Schaumstoff 32 jedoch bei schnelleren Bewegungen bzw. raschen Änderungen des mechanischen
Drucks eine ausreichende Gegenkraft aufbringen. Passt sich der Schaumstoff 32 folglich
an die jeweilige Person an, erfolgt ein sehr gleichmäßiger Flächenkontakt über die
Schienbeine und die Knie. Richtet sich die Person auf, ändert sich relativ rasch der
mechanische Druck auf den Schaumstoff 32, sodass diesem eine temporäre, gedämpfte
Gegenkraft entgegengesetzt wird. Der Schaumstoff 32 fungiert folglich als Stützlager
und zeichnet sich durch die sehr gleichmäßige Druckkraft über den gesamten Flächenkontakt
an der Anlagefläche 28 auf. Folglich ist auch die Belastung der Person an sein Knien
kaum bemerkbar.
[0044] Die Polsterstütze 26 ist daher weiterhin mechanisch nicht an eine jeweilige Person
anpassend zu justieren, sondern kann wie in Fig. 1 dargestellt relativ großformatig
vorgesehen sein und aufgrund der viskoelastischen Eigenschaften eine ausreichende
mechanische Stütze bei gleichzeitig geringer Flächenlast generieren. Durch eine ausreichende
Breite können überdies auch Personen berücksichtigt werden, deren Oberschenkel etwas
voluminöser sind und der Abstand der Knie etwas größer ist als bei anderen Personen.
Die Polsterstütze 26 könnte sogar noch etwas größer ausgestaltet sein, als hier in
Fig. 1 dargestellt, da ein ausreichender Bauraum in der vertikalen Richtung vorliegen
würde.
[0045] Wie durch strichpunktierte Linien angedeutet, ist die Polsterstütze 26 durch ein
Lager 36 an dem Gestell 4 unter Bildung einer ersten Scharnierachse 38 und einer zweiten
Scharnierachse 40 schwenkbar gelagert. Die beiden Scharnierachsen 38 und 40 sind voneinander
beabstandet und voneinander unabhängig. Das Lager erlaubt der Polsterstütze 26, der
Bewegung der Knie der betreffenden Person auf einfache Weise zu folgen. Hierfür stellt
das Lager zwei Freiheitsgrade der Bewegung bereit, so dass auch bei unterschiedlichen
Körpergrößen und Knieformen der Bewegung stets gefolgt werden kann.
[0046] Zur vereinfachten Reinigung oder Desinfektion der Polsterstütze 26 kann eine Schutzschicht
35 vorgesehen sein, die den Schaumstoff 32 und die Schale 30 vollständig umgibt. Die
Schutzschicht 35 ist bevorzugt wasserdicht und beständig gegenüber Chemikalien, insbesondere
Desinfektionsmitteln.
[0047] Fig. 2 zeigt die Aufrichthilfe 2 in einer Ansicht schräg von vorne und oben. Hier
sind insbesondere die Ausformungen der unterschiedlichen Haltegriffe 16 und 18 sowie
die Form des Tragarms 14 ersichtlich. Der Tragarm 14 weist beispielhaft eine U-Form
auf und erstreckt sich an einem obersten Ende des vertikalen Abschnitts 10 über die
Basis 6. Eine ähnliche U-Form ist mit der Basis 6 aufgegriffen, wobei sich in der
U-Form der Basis 6 die Fußauflage 24 befindet. Es ist erkennbar, dass die Polsterstütze
26 eine Breite aufweist, die annähernd mit der Breite des Tragarms 14 und dem Abstand
der Haltegriffe 16 korrespondiert. Ihre Breite übersteigt etwas die Breite der Fußauflage
24 und könnte etwa schulterbreit bemessen sein.
[0048] Das vorangehend genannte Lager 36 wird in Fig. 3 dargestellt, in der die Basis 6
in einer Ansicht schräg von hinten gezeigt wird. Hier ist das schwenkbares Lager 36
ersichtlich, welches der Polsterstütze 26 die Kippbewegungen um die beiden waagerechten
Scharnierachsen 38 und 40 erlaubt. Die erste Scharnierachse 38 wird durch ein erstes
Schwenklager 42 realisiert, welches eine Halteplatte 44 schwenkbar an dem Gestell
4 lagert. Die erste Scharnierachse 38 verläuft dabei ungefähr auf halber Höhe der
Polsterstütze 26.
[0049] Die Halteplatte 44 kann ein Blech sein, welches sich von dem Gestell 4 zu der Polsterstütze
26 hin erstreckt. Die zweite Scharnierachse 40 wird durch ein zweites Schwenklager
46 realisiert, welches einen mit der Polsterstütze 26 verbundenen Flansch 48 an der
Halteplatte 44 schwenkbar lagert. Der Flansch 48 weist ungefähr eine L-Form auf, wobei
der senkrechte Schenkel der L-Form mit der Polsterstütze 26 verbunden ist. Der kurze
Schenkel weist auf seiner in der Zeichnungsebene nach unten gerichteten Seite, d.h.
in Richtung der Fußauflage 24, eine Ausnehmung 50 auf. Ein Stift 52 regt in die Ausnehmung
50 und beschränkt die Bewegung des zweiten Schwenklagers 46 folglich durch die Lauflänge
der Ausnehmung 50 bei Rotation des Flansches 48 um die zweite Schwenkachse 40. Beispielhaft
kann hier eine Winkelbegrenzung von höchstens 30° und bevorzugt von höchstens 25°
realisiert werden.
[0050] Auch die Bewegung des ersten Schwenklagers 42 wird begrenzt. Beispielhaft weisen
die Halteplatte 44 und das Gestell 4 jeweils einen Stift 52 auf, der einen mechanischen
Anschlag für die Halteplatte 44 darstellt. Der in der Zeichnungsebene obere rechte
Stift gerät auf der verdeckten Seite in Anschlag mit der Halteplatte 44 bei einer
Aufwärtsbewegung. Der untere Stift 52 gerät indes bei einer Abwärtsbewegung mit dem
Gestell 4 in Anschlag. Die Positionen der Stifte 52 kann zur Anpassung an den gewünschten
Schwenkbereich gewählt werden.
[0051] Beide Schwenklager 42 und 46 bilden folglich eine Art Reihenanordnung. Ihre Bewegungen
überlagern sich direkt. Der Polsterstütze 26 wird dadurch erlaubt, bei einer Aufrichtbewegung
der Person eine Kombination aus zwei Kippbewegungen um die beiden Scharnierachsen
38 und 40 durchzuführen. Da sich bei einer Aufrichtbewegung von einer sitzenden in
eine stehende Position die Ausrichtung der Schienbeine und der Knie der betreffenden
Person ändert, kann die Polsterstütze 26 dieser Bewegung sehr leicht und vollkommen
flexibel folgen, ohne ihre temporäre Formanpassung an die Person zu verlieren.
[0052] Bevorzugt ist das Lager 36 frei bewegbar. Es ist allerdings auch denkbar, eine Federanordnung
in dem Lager 36 vorzusehen, die zumindest eine Ruheposition der Polsterstütze 26 vorgibt.
Die Federvorrichtung könnte derart dimensioniert sein, dass einer freien Bewegung
der Polsterstütze 26 nichts entgegensteht und lediglich ein durch das Eigengewicht
der Polsterstütze 26 bedingtes Drehmoment um das Lager 36 kompensiert wird.
[0053] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar. Man erkennt jedoch, dass eine Aufrichthilfe
2 zum Aufrichten einer Person ein Gestell 4, mindestens einen bewegbar an dem Gestell
4 angeordneten Tragarm 14 mit einem Haltegriff 16, 18 und eine mit dem Gestell 4 und
dem mindestens einen Tragarm 14 gekoppelten Antriebsvorrichtung 20 zum Bewegen des
mindestens einen Tragarms 14 in eine abgesenkte und in eine angehobene Stellung aufweist.
Die Aufrichthilfe 2 hat ferner mindestens einer Polsterstütze 26 zum Abstützen der
Person beim Bewegen des mindestens einen Tragarms 14. Gemäß der Erfindung ist die
Polsterstütze 26 aus einem viskoelastischen Schaumstoff 32 mit einer Stärke von mindestens
6 cm ausgebildet und derart dimensioniert, dass die Kniescheiben der aufzurichtenden
Person beim Bewegen des Tragarms 14 stets an der Polsterstütze 26 anliegen.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 2
- Aufrichthilfe
- 4
- Gestell
- 6
- Basis
- 8
- Rolle
- 10
- vertikaler Abschnitt
- 12
- Schwenklager
- 14
- Tragarm
- 16
- Haltegriff
- 18
- Haltegriff
- 20
- Antriebsvorrichtung
- 22
- Linearantrieb
- 24
- Fußauflage
- 26
- Polsterstütze
- 28
- Anlagefläche
- 30
- Schale
- 32
- Schaumstoff
- 34
- Grundschicht
- 35
- Schutzschicht
- 36
- Lager
- 38
- Erste Scharnierachse
- 40
- Zweite Scharnierachse
- 42
- Erstes Schwenklager
- 44
- Halteplatte
- 46
- Zweites Schwenklager
- 48
- Flansch
- 50
- Ausnehmung
- 52
- Stift
1. Aufrichthilfe (2) zum Aufrichten einer Person, mit einem Gestell (4), mindestens einem
bewegbar an dem Gestell (4) angeordneten Tragarm (14) mit Haltegriff (16, 18) und
einer mit dem Gestell (4) und dem mindestens einen Tragarm (14) gekoppelten Antriebsvorrichtung
(20) zum Bewegen des mindestens einen Tragarms (14) in eine abgesenkte und in eine
angehobene Stellung, sowie mindestens einer Polsterstütze (26) mit einem Schaumstoff
(32) zum Abstützen von Schienbeinen der Person beim Bewegen des mindestens einen Tragarms
(14), wobei die Polsterstütze (26) an einer rückwärtigen Seite ein schwenkbares Lager
(36) mit zwei voneinander unabhängigen, beabstandeten waagerechten Scharnierachsen
(38, 40) aufweist, das mit dem Gestell (4) verbunden ist, , wobei eine erste Scharnierachse
(38) des schwenkbaren Lagers (36) durch ein erstes Schwenklager (42) gebildet ist,
das eine Halteplatte (44) schwenkbar an dem Gestell (4) lagert, wobei eine zweite
Scharnierachse (40) des schwenkbaren Lagers (36) durch ein zweites Schwenklager (46)
gebildet ist, wobei die Polsterstütze (26) derart dimensioniert ist, dass Kniescheiben
der Person beim Bewegen des Tragarms (14) stets an der Polsterstütze (26) anliegen,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Schwenklager (46) einen mit der Polsterstütze (26) verbundenen Flansch
(48) schwenkbar an der Halteplatte (44) lagert, wobei das erste und das zweite Schwenklager
(42, 46) eine Reihenanordnung bilden, derart, dass ihre Bewegungen sich direkt überlagern,
wobei die Bewegungen beider Schwenklager durch Anschlagstifte (52) begrenzt werden.
2. Aufrichthilfe (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterstütze (26) aus einem viskoelastischen Schaumstoff (32) mit einer Stärke
von mindestens 6 cm ausgebildet ist, bevorzugt eine Stärke von 7 bis 13 cm, besonders
bevorzugt 9 bis 11 cm und insbesondere bevorzugt 10 cm.
3. Aufrichthilfe (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der zweiten Schwenklager (46) eine Verschwenkung von höchstens 30°
und bevorzugt von höchstens 25° zulässt.
4. Aufrichthilfe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das schwenkbare Lager (36) im Wesentlichen mittig an der Polsterstütze (26) angeordnet
ist.
5. Aufrichthilfe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterstütze (26) an einer rückwärtigen Seite eine feste Schale (30) aufweist,
auf der der Schaumstoff (32) angeordnet ist.
6. Aufrichthilfe (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Schaumstoff (32) und der Schale (30) eine Grundschicht (34) aus einem
Kaltschaum angeordnet ist.
7. Aufrichthilfe (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschicht (34) eine Stärke aufweist, die höchstens einem Viertel der Stärke
des Schaumstoffs (32) entspricht und bevorzugt höchstens einem Achtel.
8. Aufrichthilfe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterstütze (32) eine flexible, wasserdichte Schutzschicht (35) aufweist.
9. Aufrichthilfe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Polsterstütze (26) in eine Höhe von mindestens 65 cm und bevorzugt mindestens
70 cm relativ zu einer Fußauflage (24) erstreckt.
10. Aufrichthilfe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterstütze (26) eine Breite von mindestens 60 cm und bevorzugt von mindestens
70 cm aufweist.
11. Aufrichthilfe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterstütze (26) einteilig ist.
1. Standing aid (2) for helping a person stand up, having a frame (4), at least one support
arm (14) arranged movably on the frame (4) with handles (16, 18), and a drive device
(20) coupled to the frame (4) and to the at least one support arm (14) in order to
move the at least one support arm (14) to a lowered and to a raised position, and
having at least one padded rest (26) with a foam (32) for supporting the shins of
the person during the movement of the at least one support arm (14), wherein the padded
rest (26) has, on a rear side, a pivotable bearing (36) with two mutually independent,
spaced-apart horizontal hinge axes (38, 40), which is connected to the frame (4),
wherein a first hinge axis (38) of the pivotable bearing (36) is formed by a first
pivot bearing (42) which pivotably supports a holding plate (44) on the frame (4),
wherein a second hinge axis (40) of the pivotable bearing (36) is formed by a second
pivot bearing (46), wherein the padded rest (26) is dimensioned in such a way that
the person's knee caps at all times bear on the padded rest (26) during the movement
of the support arm (14),
characterized in that
a flange (48) connected to the padded rest (26) is pivotably supported on the holding
plate (44) by the second pivot bearing (46), wherein the first and the second pivot
bearing (42, 46) form a serial arrangement in such a way that their movements directly
superpose each other, wherein the movements of both pivot bearings are limited by
stop pins (52).
2. Standing aid (2) according to Claim 1, characterized in that the padded rest (26) is formed from a viscoelastic foam (32) having a thickness of
at least 6 cm, preferably a thickness of 7 to 13 cm, particularly preferably 9 to
11 cm, and especially preferably 10 cm.
3. Standing aid (2) according to Claim 1, characterized in that at least one of the second pivot bearings (46) permits a pivoting of at most 30°
and preferably of at most 25°.
4. Standing aid (2) according to any one of the preceding claims, characterized in that the pivotable bearing (36) is arranged substantially centrally on the padded rest
(26).
5. Standing aid (2) according to any one of the preceding claims, characterized in that the padded rest (26) has, on a rear side, a fixed shell (30) on which the foam (32)
is arranged.
6. Standing aid (2) according to Claim 5, characterized in that a base layer (34) made of a cold-cure foam is arranged between the foam (32) and
the shell (30).
7. Standing aid (2) according to Claim 6, characterized in that the base layer (34) has a thickness corresponding to at most one quarter of the thickness
of the foam (32), preferably at most one eighth.
8. Standing aid (2) according to any one of the preceding claims, characterized in that the padded rest (32) has a flexible, water-tight protective layer (35).
9. Standing aid (2) according to any one of the preceding claims, characterized in that the padded rest (26) extends to a height of at least 65 cm and preferably at least
70 cm relative to a foot rest (24).
10. Standing aid (2) according to any one of the preceding claims, characterized in that the padded rest (26) has a width of at least 60 cm and preferably of at least 70
cm.
11. Standing aid (2) according to any one of the preceding claims, characterized in that the padded rest (26) is in one piece.
1. Dispositif d'aide au redressement (2) pour redresser une personne, avec un cadre (4),
au moins un bras de support (14) avec une poignée (16, 18) disposé de manière à pouvoir
être déplacé sur le cadre (4) et un dispositif d'entraînement (20) couplé au cadre
(4) et à l'au moins un bras de support (14) pour déplacer l'au moins un bras de support
(14) dans une position abaissée et dans une position relevée, ainsi qu'au moins un
appui rembourré (26) avec une mousse (32) pour soutenir les tibias de la personne
lors du déplacement de l'au moins un bras de support (14), l'appui rembourré (26)
comportant, sur un côté arrière, un palier (36) pivotant avec deux axes de charnière
horizontaux (38, 40) indépendants l'un de l'autre et espacés, lequel est relié au
cadre (4), un premier axe de charnière (38) du palier (36) pivotant étant formé par
un premier palier pivotant (42), qui supporte de manière à pouvoir pivoter une plaque
de maintien (44) sur le cadre (4), un second axe de charnière (40) du palier (36)
pivotant étant formé par un second palier pivotant (46), l'appui rembourré (26) étant
dimensionné de telle manière que les rotules de la personne reposent toujours sur
l'appui rembourré (26) lors du déplacement du bras de support (14),
caractérisé en ce
que le second palier pivotant (46) supporte de manière à pouvoir pivoter une bride (48)
reliée à l'appui rembourré (26) sur la plaque de maintien (44), le premier et le second
palier pivotant (42, 46) formant un agencement aligné de telle manière que leurs déplacements
se chevauchent directement, les déplacements des deux paliers pivotants étant limités
par des goupilles de butée (52).
2. Dispositif d'aide au redressement (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'appui rembourré (26) est formé à partir d'une mousse (32) viscoélastique avec une
épaisseur d'au moins 6 cm, de manière préférée une épaisseur de 7 à 13 cm, de manière
particulièrement préférée de 9 à 11 cm et de manière particulièrement préférée de
10 cm.
3. Dispositif d'aide au redressement (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un des seconds paliers pivotants (46) permet un pivotement de 30° au maximum
et de manière préférée de 25° au maximum.
4. Dispositif d'aide au redressement (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le palier (36) pivotant est disposé sensiblement au centre sur l'appui rembourré
(26).
5. Dispositif d'aide au redressement (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appui rembourré (26) comporte sur une face arrière une coque fixe (30) sur laquelle
est disposée la mousse (32).
6. Dispositif d'aide au redressement (2) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une couche de base (34) en mousse froide est disposée entre la mousse (32) et la coque
(30).
7. Dispositif d'aide au redressement (2) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la couche de base (34) présente une épaisseur qui correspond au maximum à un quart
de l'épaisseur de la mousse (32) et de manière préférée au maximum à un huitième.
8. Dispositif d'aide au redressement (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appui rembourré (32) comporte une couche de protection (35) souple et étanche à
l'eau.
9. Dispositif d'aide au redressement (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appui rembourré (26) s'étend à une hauteur d'au moins 65 cm et de manière préférée
d'au moins 70 cm par rapport à un repose-pied (24).
10. Dispositif d'aide au redressement (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appui rembourré (26) présente une largeur d'au moins 60 cm et de manière préférée
d'au moins 70 cm.
11. Dispositif d'aide au redressement (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appui rembourré (26) est d'une seule pièce.