[0001] Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger Medien mit
einer Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung von einem ersten Raum in einen
zweiten Raum und einem geschlossenen Laufrad.
[0002] Beispielgebend für ein feststoffhaltiges Medium ist Abwasser, insbesondere kommunales
und industrielles Abwasser. Dieses umfasst in der Regel Rohabwasser (z. B. Schmutzwasser,
Fäkalien), Abwasser (mechanisch gereinigtes Wasser aus Klärbecken), Schlamm (z. B.
Belebt-, Frisch-, Faul- sowie Impfschlamm) und Regenwasser. Industrielles Abwasser
kann unter Umständen sehr korrosiv oder abrasiv auf die eingesetzten Kreiselpumpen,
insbesondere die medienberührenden Bauteile der Kreiselpumpe, wirken.
[0003] Durch den Kontakt mit dem strömenden, feststoffhaltigen Medium kann es zu einem Abtrag
an Material in der Kreiselpumpe kommen. Dieser Abtrag wird auch als Abrasion bezeichnet.
Abrasionserscheinungen können die Funktionsfähigkeit der Kreiselpumpe stark beeinträchtigen.
Insbesondere wenn sich zusätzliche Partikel in der Strömung befinden, beispielsweise
Feststoffpartikel wie Sand, kann dies zu einem starken Abtrag an Material kommen.
Verschleißfeste Werkstoffe sind dann zwingend notwendig, um die Abrasion zu minimieren.
[0004] Es ist bekannt, bei Kreiselpumpen zur Förderung hochabrasiver Medien die strömungsführenden
Teile wie Laufrad, Spaltring, Schleißwand etc. aus korrosionsbeständigen nichtmetallischen
Werkstoffen herzustellen oder diese Teile mit einem Überzug aus Gummi, Kunststoff
oder Email zu versehen. Herkömmliche Werkstoffe, die dabei eingesetzt werden, sind
begrenzt in Bezug auf ihre Festigkeit bzw. ihre Korrosionsbeständigkeit. Auch weisen
herkömmliche Werkstoffe nur eine begrenzte Verschleißhinderung beim Kontakt mit dem
strömenden Medium auf.
[0005] Beim Fördern feststoffhaltiger Medien muss überdies mit einem durch die abrasive
Wirkung der Schmutzteile verursachten Abtrag des Laufrads sowie einer sogenannten
Spalterweiterung einer vorhanden Spaltdichtung gerechnet werden.
[0006] Spaltdichtungen dienen in Kreiselpumpen zur Abdichtung von Räumen unterschiedlicher
Drücke. Die Anordnung umfasst ein nicht rotierendes Element und ein rotierendes Element.
Bei dem nicht rotierenden Element kann es sich beispielsweise um einen Spaltring handeln,
der am Gehäuse angeordnet ist, oder um das Gehäuse selbst bzw. um ein Gehäuseteil.
Bei dem rotierenden Element kann es sich beispielsweise um einen Laufring handeln,
der auf dem Laufrad angeordnet ist, oder um das Laufrad selbst bzw. einen Teil des
Laufrades, beispielsweise bei einem geschlossenen Laufrad die Deckscheibe des Laufrades.
Es ist also vor allem bei Schmutzwasserkreiselpumpen mit Spaltdichtungen mit einem
ansteigenden Wirkungsgradverlust aufgrund abrasiven Verschleißes mit zunehmender Betriebsdauer
zu rechnen.
[0007] Die
DE 10 2017 223 602 A1 gibt ein Laufrad einer Kreispumpe mit Formstücken auf Basis von Siliziumkarbid an.
Die Härte des Materials soll die Kreiselpumpe vor abrasivem Verschleiß schützen. Dazu
werden verschiedene Formstücke aus Siliziumkarbid in ein Gusswerkzeug eingelegt und
anschließend mit einem metallischen Gusswerkstoff ausgegossen, so dass sich ein geschlossenes
Laufrad bildet.
[0008] Die
DE 10 2018 214 650 A1 beschreibt ein Spaltring-Laufring-Paar einer Kreiselpumpe auf Basis von Kalziumcarbonat
in der Modifikation Aragonit, die mit einer hohen Härte verschleißbeständiger gegen
abrasive Stoffe ist.
[0009] Aufgrund der hohen Sprödigkeit der meisten abrasionsbeständigen keramischen Werkstoffe
sind die vorgeschlagenen keramischen Lösungen bei bestimmten Bauteilgeometrien i.
d. R. sehr teuer und aufwändig in der Umsetzung und können u. U. (beispielsweise durch
Ausbrechen von Teilen) zu Betriebsstörungen führen.
[0010] Die
WO 2014/201458 A1 beschreibt eine elektrische Tauchpumpe mit einer Diamantbeschichtung, wobei die Diamantbeschichtung
mindestens eine Komponente der elektrischen Tauchpumpe zumindest teilweise bedeckt,
um Reibung, Verschleiß oder Betriebstemperatur der mindestens einen Komponente zu
reduzieren.
[0011] Die
US 9 677 560 B1 offenbart sowohl eine Diamantbeschichtung als auch eine Graphitbeschichtung bei einer
Zentrifugalpumpe.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger Medien
mit einem verschleißbeständigen Laufrad anzugeben. Das Weiteren soll eine Beschädigung
eines Laufrings durch abrasiven Verschleiß wirksam verringert werden. Darüber hinaus
sollte die Pumpe den Wirkungsgrad im Betrieb lange aufrechterhalten können. Die Kreiselpumpe
soll sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und eine lange Lebensdauer auszeichnen.
Sie soll zudem eine einfache Montage gewährleisten. Weiterhin soll die Kreiselpumpe
durch möglichst geringe Herstellungskosten überzeugen.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger
Medien mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Varianten sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0014] Erfindungsgemäß ist das geschlossene Laufrad einer Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger
Medien an der Oberfläche, insbesondere der Deckscheibenoberfläche, mit einer Kohlenstoffschicht
beschichtet. Dadurch wird die Härte der Oberfläche enorm gesteigert, wodurch ein effizienter
Schutz gegen abrasiven Verschleiß durch die strömenden Feststoffpartikel des Fördermediums
entsteht.
[0015] Das zentrale Bauteil einer Kreiselpumpe ist das Laufrad, das die mechanische Energie
als Impuls an das Fluid übergibt. Die Laufradform bestimmt, wie die Strömung aus der
Pumpe austritt. Hinsichtlich der Bauform des Laufrades werden geschlossene, halboffene
und offene Formen unterschieden. Bei einem geschlossenen Laufrad ist mindestens eine
Laufradschaufel auf beiden Seiten mit je einer Scheibe verbunden. Dabei nennt man
die vordere, der Zuströmung zugewandte Scheibe Deckscheibe. Die hintere Scheibe, die
meist der konstruktive Ursprung der Schaufel ist, heißt Tragscheibe. Durch das Umschließen
einer Schaufel durch die Deck- und Tragscheibe wird ein geschlossener Kanal erzeugt,
der eine Ausrichtung durch die Schaufelkrümmung erfährt.
[0016] Für die Förderaufgabe Abwasser eignen sich geschlossene Laufräder mit reduzierter
Schaufelzahl und großem Kugeldurchgang, um mögliche Verstopfungen durch die Feststoffpartikel
bzw. die Verzopfungen im Abwasser zu vermeiden. Idealerweise werden hierzu geschlossene
Einschaufelräder und/oder geschlossene Ein-, Zwei- oder Dreikanalräder verwendet.
Gemäß der Erfindung sind diese Laufräder mit einer Kohlenstoffschicht beschichtet,
so dass sie über eine enorm harte Oberfläche verfügen, die vorzugsweise einen idealen
Schutz vor abrasiver und korrosiver Einwirkung durch feststoffhaltige Medien wie beispielsweise
Abwasser bildet.
[0017] Vorteilhafterweise weist insbesondere die Deckscheibe eines geschlossenen Laufrades
eine Kohlenstoffschicht auf. Gerade die Deckscheibe tritt mit dem feststoffhaltigen
Medium zuerst in Kontakt und erhält durch die harte Kohlenstoffschicht einen Schutz
vor Abrasion. Im Besonderen weisen die Flächen der Deckscheibe, die zusammen mit einem
Spaltring eine Dichtung zur Reduzierung einer Rückströmung vom Druck- in den Saugraum
bilden, eine Kohlenstoffschicht auf. Insbesondere sind das planar bearbeitete radiale
und/oder axiale Oberflächen der Deckscheibe, die eine Kohlenstoffschicht aufweisen.
[0018] Idealerweise weist auch die innere Oberfläche eines geschlossenen Laufrads, also
die Innenwände eines Kanals, der durch die Tragscheibe, die Schaufelflanke und die
Deckscheibe gebildet wird, eine Schicht aus Kohlenstoff auf. Hierdurch werden vorteilhafterweise
die Laufradflächen mit einer besonders harten Schutzschicht vor Abrasion versehen,
die direkt an der Impulsübertragung des Laufrads auf das feststoffhaltige Medium beteiligt
sind.
[0019] Erfindungsgemäß verfügt eine Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger Medien
mit mindestens einer Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung über ein rotierendes
Element, das zumindest teilweise eine Schicht aus Kohlenstoff aufweist. Eine solche
Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung ist gemäß der Erfindung als Spaltdichtung
ausgestaltet, die von einem Spaltring und einem Laufring gebildet wird.
[0020] Diese Anordnung dient zur Abdichtung von Räumen unterschiedlicher Drücke und wirkt
als Drossel zwischen diesen Räumen. In dieser Anordnung ist ein erster Raum als ein
Raum mit höherem Druck und ein zweiter Raum als ein Raum mit geringerem Druck zu verstehen.
In der Kreiselpumpe ist dementsprechend der Raum höheren Druckes der Raum des Druckstutzens
sowie des Spiralgehäuses. Der Raum niedrigeren Druckes ist der Raum des Ansaugbereiches
vor dem Laufrad.
[0021] Erfindungsgemäß ist auf dem geschlossenen Laufrad an einer radialen und optional
zusätzlich an einer axialen Fläche der Deckscheibe mindestens ein Laufring unmittelbar
angeordnet, der zusammen mit mindestens einem Spaltring eine Spaltdichtung bildet.
Erfindungsgemäß weist dieser Laufring an mindestens einer radialen und optional zusätzlich
an einer axialen Fläche eine Schicht aus Kohlenstoff auf. Hierdurch wird die Härte
eines gewöhnlichen Laufrings aus einem Gusswerkstoff und/oder einem nichtrostenden
Stahl-Werkstoff enorm gesteigert, wodurch wiederum insbesondere die Flächen, die an
der Ausbildung der Spaltdichtung beteiligt sind, vor der abrasiven Einwirkung des
feststoffhaltigen Mediums geschützt werden.
[0022] Der zum Laufring korrespondierende Spaltring der Spaltdichtung ist mittels Presspassung
am Pumpengehäuse angeordnet und ist dementsprechend sowohl feststehend als auch nicht
rotierend. Der Spaltring ist als solcher unmittelbar am Pumpengehäuse angeordnet.
Erfindungsgemäß weist der Spaltring an einer radialen
[0023] Fläche, und zwar der Spaltringinnenseite und optional zusätzlich an einer axialen
Fläche wie beispielsweise der Spaltringstirnseite eine Kohlenstoffschicht auf. Dadurch
wird die Härte eines gewöhnlichen Spaltrings aus einem Gusswerkstoff und/oder einem
nichtrostenden Stahl-Werkstoff enorm gesteigert. Der Spaltring erhält somit einen
wirksamen Schutz gegen die abrasive Einwirkung von Feststoffpartikel im Fördermedium.
[0024] Von besonderem Vorteil ist die Kohlenstoffschicht hinsichtlich eines Berührens oder
Anlaufens von einem Laufring und dem dazu korrespondierenden Spaltring. Aufgrund der
besonders glatten Oberfläche der Kohlenstoffschicht sowie deren außergewöhnlichen
Härte verhält sich der Laufring unempfindlich gegenüber einer anstreifenden Einwirkung
eines Spaltrings.
[0025] Unter den Kohlenstoffschichten werden Schichten verstanden, in denen Kohlenstoff
der überwiegende Bestandteil ist. Die Kohlenstoffschicht kann beispielsweise mit einer
PVD- (engl. Physical Vapor Deposition), einer physikalischen Gasphasenabscheidung
etwa durch Verdampfen oder Sputtern) oder einem CVD- (engl. Chemical Vapor Deposition;
Chemische Gasphasenabscheidung) Verfahren aufgebracht werden.
[0026] Erfindungsgemäß handelt es sich um eine tetraedrische wasserstofffreie amorphe Kohlenstoffschicht,
die auch als ta-C Schicht be-zeichnet wird. Die dem Kristallgitter von Graphit zugehörigen
Atombindungen (insgesamtjeweils 3) kennzeichnet man mit der Bezeichnung "sp2". Dabei
liegt eine sp2-Hybridisierung vor.
[0027] Bei einer Diamantschicht bildet jedes Kohlenstoffatom mit vier benachbarten Atomen
eine tetraederförmige Anordnung. Bei dieser räumlichen Anordnung sind alle Atomabstände
gleich gering. Es wirken daher sehr hohe Bindungskräfte zwischen den Atomen, und zwar
in allen Raumrichtungen. Daraus resultieren die hohe Festigkeit und die extreme Härte
des Diamanten. Die dem Kristallgitter von Diamanten zugehörigen Atombindungen, insgesamt
jeweils vier, kennzeichnet man mit der Bezeichnung "sp3". Somit liegt eine sp3-Hybridisierung
vor.
[0028] Bei einer besonders günstigen Variante der Erfindung besteht die Kohlenstoffschicht
aus einer Mischung von sp3- und sp2-hybridisiertem Kohlenstoff. Diese Schicht ist
durch eine amorphe Struktur gekennzeichnet. In dieses Kohlenstoffnetzwerk können auch
Fremdatome wie Wasserstoff, Silizium, Wolfram oder Fluor eingebaut sein.
[0029] Die erfindungsgemäße Anordnung einer Kohlenstoffschicht auf einem geschlossenen Laufrad
und einem Element zur Verhinderung einer Rückströmung, wie beispielsweise ein Laufring,
führt zu einer erheblichen Reduzierung des abrasiven Abtrags.
[0030] Durch die Anordnung einer Kohlenstoffschicht auf einem geschlossenen Laufrad, insbesondere
auf den radialen und/oder axialen Flächen der Deckscheibe, die zur Ausbildung eines
Dichtspaltes genutzt werden, wird eine extrem glatte Oberfläche mit Antihafteigenschaften
geschaffen, ohne dass eine aufwendige mechanische Nachbearbeitung des Laufrads erforderlich
ist. Des Weiteren können mehrere Laufräder in einem Beschichtungsreaktor, der vorzugsweise
als Vakuumkammer ausgeführt ist, eingebracht werden, wo bei mäßiger thermischer Belastung,
die ta-C Beschichtung aufgebracht wird. Somit zeichnet sich die erfindungsgemäße Kreiselpumpe
mit geschlossenem Laufrad durch verhältnismäßig geringe Herstellungskosten aus.
[0031] Bei einer besonders günstigen Variante der Erfindung wird die Kohlenstoffschicht
als Be-schichtung auf ein Laufrad und/oder auf einen Laufring aufgebracht. Die Dicke
der Schicht beträgt vorteilhafterweise mehr als 0,5 µm, vorzugsweise mehr als 1,0
µm, insbesondere mehr als 1,5 µm. Weiterhin erweist es sich als günstig, wenn die
Kohlenstoffschicht weniger als 18 µm, vorzugsweise weniger als 16 µm, insbesondere
weniger als 14 µm beträgt.
[0032] Idealerweise weist die Beschichtung aus Kohlenstoff eine äußerst glatte axiale Oberfläche
mit Antihafteigenschaften auf, bei der der Mittenrauheitswert R
a der Kohlenstoffschicht weniger als 0,7 µm, vorzugsweise weniger als 0,5 µm, insbesondere
weniger als 0,3 µm beträgt.
[0033] Die ta-C Beschichtung weist einen sehr geringen Reibbeiwert bei gleichzeitig sehr
guter chemischer Beständigkeit auf. Die Härte der Beschichtung kommt der Härte von
Diamanten sehr nahe, wobei die Härte vorzugsweise mehr als 20 GPa, vorzugsweise mehr
als 30 GPa, insbesondere mehr als 40 GPa und weniger als 120 GPa, vorzugsweise weniger
als 110 GPa, insbesondere weniger als 100 GPa beträgt.
[0034] Mit durchschnittlich 40 bis 75 GPa sind ta-C Beschichtungen härter als a-C:H Schichten.
Zudem enthält ta-C keinen Wasserstoff. Deshalb ist davon auszugehen, dass ta-C im
Kontakt mit Wasser (bei Temperaturen oberhalb 80 °C) beständiger ist als a-C:H. Im
Kontakt mit anderen - insbesondere polaren - Flüssigkeiten, die Moleküle enthalten,
in denen Wasserstoff gebunden ist, könnte ta-C ebenfalls besser beständig sein als
a-C:H.
[0035] Vorzugsweise wird die Kohlenstoffschicht nicht unmittelbar auf das Laufrad und/oder
den Laufring aufgebracht, sondern es wird zunächst eine Haftvermittlerschicht vorgesehen
Diese besteht bevorzugt aus einem Werkstoff, der sowohl gut an Stahl haftet als auch
eine Kohlenstoffdiffusion verhindert, z. B. durch die Bildung stabiler Carbide. Als
Haftvermittlungsschichten, die diese Anforderungen erfüllen, kommen passenderweise
dünne Schichten aus Chrom, Titan oder Silizium zum Einsatz. Insbesondere haben sich
Chrom- und Wolframcarbid als Haftvermittler bewährt.
[0036] Bei einer vorteilhaften Variante der Erfindung weist die Beschichtung eine Haftvermittler-schicht
auf, die vorzugsweise einen Chromwerkstoff beinhaltet. Vorzugsweise besteht die Haftvermittlerschicht
zu mehr als 30 Gew.-%, vorzugsweise mehr als 60 Gew.-%, insbesondere mehr als 90 Gew.-%
aus Chrom.
[0037] Bei der erfindungsgemäßen ta-C Beschichtung handelt es sich um eine einfache, schnell
realisierbare und wirtschaftliche Beschichtung für geschlossene Laufräder und/oder
Laufringe in Kreiselpumpen. Die erfindungsgemäße Beschichtung weist neben einer sehr
großen Härte auch hervorragende Gleiteigenschaften und eine gute chemische Beständigkeit
auf.
[0038] Zudem ermöglicht die Erfindung auch eine Beschichtung von Laufradgeometrien mit speziellen
Abmessungen. Darüber hinaus lassen sich Laufradgeometrien realisieren, die zuvor aus
keramischen Werkstoffen fertigungsbedingt schwer realisierbar waren. Insbesondere
zeichnen sich die meisten metallischen Werkstoffe durch eine höhere Duktilität im
direkten Vergleich zu einem keramischen Werkstoff aus.
[0039] Der Vorteil der höheren Härte durch die ta-C Beschichtung liegt darin begründet,
dass kleine und große Feststoffpartikel, die oft in den feststoffhaltigen Medien enthalten
sind, nun stark vermindert abrasiv auf das Laufrad und/oder den Laufring der Spaltdichtung
wirken können. Durch die Strömung wirken diese Feststoffteilchen normalerweise wie
ein Schleifmittel. Laufräder und Laufringe der Spaltdichtung, die mit ta-C beschichtet
sind, verfügen über eine äußerst harte Schutzschicht gegen Abrasion, wodurch deren
Einsatzzeit in der Förderung feststoffhaltiger Medien deutlich erhöht ist.
[0040] Vorzugsweise werden zur Beschichtung PECVD/PACVD-Verfahren eingesetzt. Dabei erfolgt
eine Plasmaanregung der Gasphase durch die Einkopplung von gepulster Gleich-spannung
("pulsed DC"), mittelfrequenter (KHz-Bereich) oder hochfrequenter (MHz-Bereich) Leistung.
Aus Gründen einer maximierten Prozessvariabilität bei unterschiedlichen Werkstückgeometrien
und Beladungsdichten hat sich zudem die Einkopplung von gepulster Gleichspannung bewährt.
[0041] Idealerweise werden zur Beschichtung PVD Verfahren eingesetzt. Diese Verfahren sind
besonders einfach und weisen eine niedrige Prozesstemperatur auf. Diese Technologie
führt zu Schichten, in die je nach Bedarf auch Fremdatome eingebaut sein können. Die
Prozessführung erfolgt vorzugsweise so, dass Gefüge- und Dimensionsänderungen der
zu beschichtenden Werkstoffe (metallisch, Grauguss, etc.) ausgeschlossen sind.
[0042] Gegenüber einer CVD-Diamantschicht hat die ta-C Beschichtung den Vorteil, dass die
Beschichtungstemperatur für CVD-Diamantschichten 600 bis 1000 °C beträgt und für amorphe
Kohlenstoffschichten wie ta-C deutlich unter 500 °C liegt. Dies ist insbesondere für
das Beschichten metallischer Werkstoffe von hoher technischer Relevanz. Die Herstellung
von PVD-Diamantschichten ist nicht möglich.
[0043] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen und aus den Zeichnungen selbst. Dabei
zeigt:
- Fig. 1
- Schnittdarstellung einer Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger Medien mit einem
geschlossenen Einschaufelrad,
- Fig. 2
- Schnittdarstellung eines geschlossenen Dreikanalrads,
- Fig. 3
- perspektivische Darstellung eines geschlossenen Mehrkanalrads,
- Fig. 4
- Ausschnittsvergrößerung im Bereich des Saugmunds,
- Fig. 5
- Detailschnitt eines rotierenden Elements.
[0044] Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung einer Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger
Medien mit einer Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung 13 von einem ersten
Raum in einen zweiten Raum. Die Anordnung 13 umfasst ein feststehendes, nicht rotierendes
Element 2, das in diesem Ausführungsbeispiel mit dem geschlossenen Einschaufelrad
4 zusammenwirkt. Das Element 2 ist als Spaltring ausgebildet. Über den Saugmund 1
strömt das feststoffhaltige Medium in die Pumpe ein, wird von dem geschlossenen Einschaufelrad
4, welches drehfest durch die Befestigung 12 mit der Welle 9 verbunden ist, mit Bewegungsenergie
beaufschlagt und verlässt das Pumpengehäuse 10 über den Druckstutzen 5. Die Welle
9 ist durch die Kugellager 8 drehbar gelagert. Der Lagerträgerdeckel 7 verschließt
den Pumpenraum in Richtung Antrieb. Gemäß der Erfindung ist das geschlossene Einschaufelrad
4 mit einer Kohlenstoffschicht, vorzugsweise mit einer amorphen Kohlenstoffschicht,
insbesondere mit ta-C, beschichtet. Hierbei weisen insbesondere die Deckscheibe 3
und die Innenwandflächen 11 des geschlossenen Einschaufelrads 4 eine Schicht aus ta-C
auf. Somit wird ein besonders idealer Schutz vor abrasivem Verschleiß und auch gegen
das Anlaufen des geschlossenen Einschaufelrads 4 gegen das nicht rotierende Element
2 erreicht.
[0045] Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung eines geschlossenen Dreikanalrads. Das Laufrad
4 besteht aus einer Tragscheibe 11, von der ausgehend die nicht dargestellten Schaufeln
ragen. Eine Deckscheibe 3 verschließt den Raum der Schaufeln mit der Tragscheibe 11
in der Art, dass sich geschlossene Kanäle bilden. Des Weiteren verfügt die Deckscheibe
3 des Laufrads 4 über eine axiale Fläche in Form einer Laufradstirnseite 23 und eine
radiale Fläche 24, die beide besonders planar bearbeitet sind. Erfindungsgemäß ist
die Laufradstirnseite 23 sowie die radiale Fläche 24 mit einer Schicht aus Kohlenstoff,
insbesondere mit ta-C beschichtet. Die Laufradstirnseite 23 und/oder die radiale Fläche
24 bilden mit einem nicht dargestellten, im Pumpengehäuse angeordneten, feststehenden
und nicht rotierenden Spaltring eine sogenannte Spaltdichtung. Aufgrund der ta-C Beschichtung
sind die spaltdichtungsbildenden Flächen des Laufrads 4 besonders gegen abrasiven
Verschleiß durch das Fördern eines feststoffhaltigen Mediums und den damit einhergehenden
Wirkungsgradverlust geschützt.
[0046] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung eines geschlossenen Mehrkanalrads 4.
Ausgehend von der Tragscheibe 11 ragen die Schaufeln 25 in Richtung der Medienzuströmung.
Die Deckscheibe 3 verschließt den Raum mit den Schaufeln 25 und der Tragscheibe 11,
so dass sich mindestens ein teilweise geschlossener Kanal 26 bildet. Gemäß der Erfindung
weisen die Innenwandflächen des Kanals 26 eine ta-C Beschichtung auf, die das Laufrad
4 aus gewöhnlichem Gusswerkstoff und/oder Edelstahl-Werkstoff gegen die abrasive Wirkung
der strömenden Feststoffteilchen schützt. Auf diese Weise lassen sich Standardlaufräder
aus bekanntem Material kostengünstig herstellen und durch die Beschichtung mit einer
bis zu 18 µm starken Kohlenstoffschicht für hochabrasive Anwendungen bereitstellen.
Erfindungsgemäß ist auch die Laufradstirnseite 23 sowie die radiale Fläche 24 mit
einer Schicht aus Kohlenstoff, insbesondere mit ta-C beschichtet. Diese spaltdichtungsbildenden
Flächen der Deckscheibe 3, die mit einem nicht dargestellten Spaltring einen Spalt
zur Reduzierung einer Rückströmung von der Druckseite zur Saugseite der Kreiselpumpe
bilden, sind dadurch besonders gegen abrasiven Verschleiß sowie gegen den damit einhergehenden
Wirkungsgradverlust der Kreiselpumpe geschützt.
[0047] Fig. 4 zeigt eine Ausschnittsvergrößerung im Bereich des Saugmunds 1 gemäß der Erfindung.
Die Kreiselpumpe weist eine Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung 13 in Form
einer Spaltdichtung auf. Diese umfasst ein rotierendes Bauteil 14, das als Laufring
ausgebildet ist und ein nicht rotierendes Bauteil 2, das als Spaltring ausgebildet
ist. Das rotierende Bauteil 14 ist an einer radialen Außenseite der Deckscheibe 3
des Laufrades 4 angeordnet. Das rotierende Bauteil 14 rotiert somit mit dem Laufrad
4. Das nicht rotierende Bauteil 2 ist am Pumpengehäuse 10 angeordnet und weist eine
radiale Ringinnenseite als Führung auf, die mit der radialen Ringaußenseite des rotierenden
Bauteils 14 zusammenwirkt und die Spaltdichtung bildet. Das rotierende Bauteil 14
und das Element 2 sind erfindungsgemäß mit ta-C beschichtet. Dadurch wird ein besonders
idealer Schutz vor abrasivem Verschleiß erzielt.
[0048] Bei der Ausführung gemäß der Darstellung in Fig. 4 ist zusätzlich zu einer Anordnung
zur Reduzierung einer Rückströmung 13 eine weitere Anordnung 20 vorgesehen, die ein
rotierendes Element 22 und ein nicht rotierendes Element 21 umfasst. Das rotierende
Element 22 ist als Ring ausgebildet, der auch als Winkellaufring bezeichnet wird und
der an der axialen Stirnseite der Deckscheibe 3 angeordnet ist. Dazu weist das rotierende
Element 22 einen sich in axialer Richtung erstreckenden Vorsprung 19 auf, der in eine
Nut 15 in der Deckscheibe 3 eingreift. Das nicht rotierende Element 21 ist als axial
verschieblicher Ring ausgebildet, der von einer Fläche 16 des Pumpengehäuses 10 gegen
eine radiale Verschiebung geführt wird. Ein Krafterzeugungselement 17 übt eine Kraft
auf das nicht rotierende Element 21 aus und drückt das nicht rotierende Element 21
gegen das rotierende Element 22. Das Krafterzeugungselement 17 ist als Feder ausgebildet.
Im Ausführungsbeispiel kommt dabei eine Wellfeder zum Einsatz. In einer alternativen
Variante der Erfindung ist der Einsatz einer Gruppen- oder Sinusfeder denkbar. Das
nicht rotierende Element 21 wird von einem Dichtungselement 18 zu dem Gehäuseteil
10 abgedichtet. Bei dem Dichtungselement 18 handelt es sich vorzugsweise um einen
O-Ring.
[0049] Das rotierende Element 22 und das nicht rotierende Element 21 sind aus einem Edelstahl-Werkstoff
ausgeführt, der erfindungsgemäß mit ta-C beschichtet ist. Die beiden axial zueinander
gerichteten Stirnflächen des rotierenden Elements 22 und des nicht rotierenden Elements
21 werden von dem Krafterzeugungselement 17 aufeinandergedrückt. Es entsteht dabei
ein minimaler Spalt. Die Reibung wird durch die ta-C Beschichtung minimiert. Es bildet
sich ein Schmierfilm aus Fördermedium in dem Spalt zwischen den sich berührenden Flächen
des rotierenden Elements 22 und des nicht rotierenden Elements 21 aus. Die Anordnung
20 verhindert gemeinsam mit der Einrichtung 13 eine Rückströmung aus einem Druckraum
5 der Pumpe in einen Saugraum 1 der Kreiselpumpe.
[0050] Fig. 5 zeigt einen Detailschnitt eines rotierenden Elements 14, 22 in Form eines
Laufrings, der an einer axialen Oberfläche 27 und an einer radialen Oberfläche 28
mit einer Kohlenstoffschicht, insbesondere mit ta-C beschichtet ist. Durch die Beschichtung
mit ta-C an mindestens einer Laufringstirnseite und mindestens einer Laufringaußenseite
können Laufringe aus einem gewöhnlichen Gusswerkstoffe und/oder einem Edelstahl-Werkstoff
hergestellt werden und mittels ta-C Beschichtung verschleißbeständige Eigenschaften
erhalten. Dabei beträgt die Dicke der ta-C Schicht mehr als 0,5 µm, vorzugsweise mehr
als 1,0 µm, insbesondere mehr als 1,5 µm und/oder weniger als 18 µm, vorzugsweise
weniger als 16 µm, insbesondere weniger als 14 µm. Die Härte der ta-C Beschichtung
beträgt vorzugsweise mehr als 20 GPa, vorzugsweise mehr als 30 GPa, insbesondere mehr
als 40 GPa und weniger als 120 GPa, vorzugsweise weniger als 110 GPa, insbesondere
weniger als 100 GPa und schützt dadurch den gewöhnlichen Laufring vor der abrasiven
Einwirkung der Feststoffteilchen des Fördermediums.
1. Kreiselpumpe zur Förderung feststoffhaltiger Medien 1. Kreiselpumpe zur Förderung
feststoffhaltiger Medien mit mindestens einer Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung
(13, 20) von einem ersten Raum in einen zweiten Raum und mit einem geschlossenen Laufrad
(4), das eine Tragscheibe (11) umfasst, von der mindestens eine Schaufel (25) weg
ragt, die von einer Deckscheibe (3) in der Art abgedeckt wird, so dass sich mindestens
ein zumindest teilweise geschlossener Kanal (26) bildet, wobei die Oberfläche des
Laufrades (4) zumindest teilweise eine Schicht aus Kohlenstoff aufweist, wobei das
geschlossene Laufrad (4) mit einem nicht rotierenden Gegenelement (2, 21), welches
unmittelbar am Pumpengehäuse (10) angeordnet ist, zusammenwirkt, wobei das Gegenelement
(2, 21) zumindest teilweise eine Schicht aus Kohlenstoff aufweist, wobei die Kreiselpumpe
eine Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung (13) in Form einer Spaltdichtung
aufweist, wobei die Spaltdichtung ein rotierendes Bauteil (14), das als Laufring ausgebildet
ist, und ein nicht rotierendes Bauteil (2), das als Spaltring ausgebildet ist, umfasst,
wobei das rotierende Bauteil (14) an einer radialen Außenseite der Deckscheibe (3)
des Laufrades (4) angeordnet ist, wobei das rotierende Bauteil (14) mit dem Laufrad
(4) rotiert, wobei das nicht rotierende Bauteil (2) am Pumpengehäuse (10) angeordnet
ist und eine radiale Ringinnenseite als Führung aufweist, die mit der radialen Ringaußenseite
des rotierenden Bauteils (14) zusammenwirkt und die Spaltdichtung bildet, dadurch gekennzeichnet, dass
das rotierende Bauteil (14) und das nicht rotierende Bauteil (2) mit einer tetraedrischen
wasserstofffreien amorphen Kohlenstoffschicht bzw. ta-C beschichtet sind, wobei zusätzlich
zu der Anordnung zur Reduzierung einer Rückströmung (13) eine weitere Anordnung (20)
vorgesehen ist, die ein rotierendes Element (22) und ein nicht rotierendes Element
(21) umfasst, wobei das rotierende Element (22) als Ring ausgebildet und an der axialen
Stirnseite der Deckscheibe (3) angeordnet ist, wobei das rotierende Element (22) einen
sich in axialer Richtung erstreckenden Vorsprung (19) aufweist, der in eine Nut (15)
in der Deckscheibe (3) eingreift, wobei das nicht rotierende Element (21) als axial
verschieblicher Ring ausgebildet ist, der von einer Fläche (16) des Pumpengehäuses
(10) gegen eine radiale Verschiebung geführt wird, wobei ein Krafterzeugungselement
(17) eine Kraft auf das nicht rotierende Element (21) ausübt und das nicht rotierende
Element (21) gegen das rotierende Element (22) drückt, wobei das Krafterzeugungselement
(17) als Feder ausgebildet ist, wobei das nicht rotierende Element (21) von einem
Dichtungselement (18) zu dem Gehäuseteil (10) abgedichtet wird, wobei es sich bei
dem Dichtungselement (18) vorzugsweise um einen O-Ring handelt, wobei das rotierende
Element (22) und das nicht rotierende Element (21) aus einem Edelstahl-Werkstoff ausgeführt
sind, der mit ta-C beschichtet ist, wobei die beiden axial zueinander gerichteten
Stirnflächen des rotierenden Elements (22) und des nicht rotierenden Elements (21)
von dem Krafterzeugungselement (17) aufeinandergedrückt werden..
2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckscheibe (3) des geschlossenen Laufrads (4) an einer radialen Fläche (24)
eine Schicht aus Kohlenstoff aufweist.
3. Kreiselpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckscheibe (3) des geschlossenen Laufrads (4) an einer axialen Fläche (23) eine
Schicht aus Kohlenstoff aufweist.
4. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwände von vollständig umschlossenen Räumen des Laufrades (4) zumindest teilweise
eine Schicht aus Kohlenstoff aufweisen.
5. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlossene Laufrad (4) aus einem metallischen Werkstoff, vorzugsweise einem
Gusswerkstoff oder einem nichtrostenden Stahl-Werkstoff, gefertigt ist.
6. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Kohlenstoffschicht mehr als 0,5 µm, vorzugsweise mehr als 1,0 µm, insbesondere
mehr als 1,5 µm, und/oder weniger als 18 µm, vorzugsweise weniger als 16 µm, insbesondere
weniger als 14 µm, beträgt.
7. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenhärte der mit Kohlenstoffschicht beschichteten Oberfläche des Gegenelements
(2) mehr als 20 GPa, vorzugsweise mehr als 30 GPa, insbesondere mehr als 40 GPa, und/oder
weniger als 120 GPa, vorzugsweise weniger als 110 GPa, insbesondere weniger als 100
GPa, beträgt.
1. Centrifugal pump for conveying solids-containing media, having at least one arrangement
for reducing a backflow (13, 20) from a first space into a second space, and having
a closed impeller (4) which comprises a rear shroud (11) away from which at least
one blade (25) projects, said at least one blade being covered by a cover shroud (3)
in such a way that at least one at least partially closed channel (26) is formed,
wherein the surface of the impeller (4) at least partially has a layer of carbon,
wherein the closed impeller (4) interacts with a non-rotating counterpart element
(2, 21) which is arranged directly on the pump casing (10), wherein the counterpart
element (2, 21) at least partially has a layer of carbon, wherein the centrifugal
pump has an arrangement for reducing a backflow (13) in the form of a gap seal, wherein
the gap seal comprises a rotating component (14), which is in the form of a running
ring, and a non-rotating component (2), which is in the form of a split ring, wherein
the rotating component (14) is arranged on a radial outer side of the cover shroud
(3) of the impeller (4), wherein the rotating component (14) rotates with the impeller
(4), wherein the non-rotating component (2) is arranged on the pump casing (10) and
has a radial ring inner side as a guide, which interacts with the radial ring outer
side of the rotating component (14) and forms the gap seal, characterized in that
the rotating component (14) and the non-rotating component (2) are coated with a tetrahedral
hydrogen-free amorphous carbon layer or ta-C, wherein, in addition to the arrangement
for reducing a backflow (13), a further arrangement (20) comprising a rotating element
(22) and a non-rotating element (21) is provided, wherein the rotating element (22)
is in the form of a ring and is arranged on the axial end face of the cover shroud
(3), wherein the rotating element (22) has an axially extending projection (19) which
engages into a groove (15) in the cover shroud (3), wherein the non-rotating element
(21) is in the form of an axially displaceable ring which is guided by a surface (16)
of the pump casing (10) against radial displacement, wherein a force-generating element
(17) exerts a force on the non-rotating element (21) and presses the non-rotating
element (21) against the rotating element (22), wherein the force-generating element
(17) is in the form of a spring, wherein the non-rotating element (21) is sealed off
from the casing part (10) by a seal element (18), wherein the seal element (18) is
preferably an O-ring, wherein the rotating element (22) and the non-rotating element
(21) are formed from a high-grade-steel material coated with ta-C, wherein the two
axially mutually facing end faces of the rotating element (22) and the non-rotating
element (21) are pressed onto one another by the force-generating element (17).
2. Centrifugal pump according to Claim 1, characterized in that the cover shroud (3) of the closed impeller (4) has a layer of carbon on a radial
surface (24).
3. Centrifugal pump according to Claim 1 or 2, characterized in that the cover shroud (3) of the closed impeller (4) has a layer of carbon on an axial
surface (23).
4. Centrifugal pump according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the inner walls of completely enclosed spaces of the impeller (4) at least partially
have a layer of carbon.
5. Centrifugal pump according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the closed impeller (4) is made of a metallic material, preferably a cast material
or a rust-resistant steel material.
6. Centrifugal pump according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the thickness of the carbon layer is greater than 0.5 µm, preferably greater than
1.0 µm, in particular greater than 1.5 µm, and/or less than 18 µm, preferably less
than 16 µm, in particular less than 14 µm.
7. Centrifugal pump according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the surface hardness of the surface of the counterpart element (2) coated with a
carbon layer is greater than 20 GPa, preferably greater than 30 GPa, in particular
greater than 40 GPa, and/or less than 120 GPa, preferably less than 110 GPa, in particular
less than 100 GPa.
1. Pompe centrifuge pour le transport de milieux contenant des matières solides, comprenant
au moins un agencement (13, 20) pour réduire un reflux d'un premier espace dans un
deuxième espace et avec une roue à aubes fermée (4) qui comprend un disque de support
(11) à partir duquel s'étend au moins une aube (25) qui est recouverte par un disque
de recouvrement (3) de telle sorte qu'au moins un canal (26) au moins partiellement
fermé soit formé, la surface de la roue (4) présentant au moins partiellement une
couche de carbone, la roue fermée (4) coopérant avec un contre-élément (2, 21) non-rotatif,
qui est agencé directement sur le corps de pompe (10), le contre-élément (2, 21) présentant
au moins partiellement une couche de carbone, la pompe centrifuge présentant un agencement
(13) pour réduire un reflux sous la forme d'un joint d'étanchéité, le joint d'étanchéité
comprenant un composant rotatif (14) qui est réalisé sous la forme d'une bague de
roulement, et un composant non-rotatif (2) qui est réalisé sous la forme d'une bague
de protection, le composant rotatif (14) étant agencé sur un côté extérieur radial
du disque de recouvrement (3) de la roue (4), le composant rotatif (14) tournant avec
la roue (4), le composant non-rotatif (2) étant agencé sur le corps de pompe (10)
et présentant une face intérieure annulaire radiale servant de guidage, qui coopère
avec la face extérieure annulaire radiale du composant rotatif (14) et forme le joint
d'étanchéité, caractérisé en ce que le composant rotatif (14) et le composant non-rotatif (2) sont recouverts d'une couche
de carbone amorphe tétraédrique exempte d'hydrogène, ou ta-C, un autre agencement
(20) étant prévu en plus de l'agencement (13) pour réduire un reflux, lequel comprend
un élément rotatif (22) et un élément non-rotatif (21), l'élément rotatif (22) étant
réalisé sous forme d'une bague et étant agencé sur la face frontale axiale du disque
de recouvrement (3), l'élément rotatif (22) présentant une saillie (19) s'étendant
dans la direction axiale, qui s'engage dans une rainure (15) formée dans le disque
de recouvrement (3), l'élément non-rotatif (21) étant conçu sous la forme d'un bague
déplaçable axialement, qui est guidée par une surface (16) du corps de pompe (10)
contre un déplacement radial, un élément (17) générateur de force exerçant une force
sur l'élément non-rotatif (21) et poussant l'élément non-rotatif (21) contre l'élément
rotatif (22), l'élément (17) générateur de force étant conçu sous la forme d'un ressort,
l'élément non-rotatif (21) étant rendu étanche par rapport à la partie de boîtier
(10) par un élément d'étanchéité (18), l'élément d'étanchéité (18) étant de préférence
un joint torique, l'élément rotatif (22) et l'élément non-rotatif (21) étant réalisés
en un matériau en acier inoxydable qui est revêtu de ta-C, les deux surfaces frontales
orientées axialement l'une vers l'autre de l'élément rotatif (22) et de l'élément
non-rotatif (21) étant pressées l'une contre l'autre par l'élément (17) générateur
de force.
2. Pompe centrifuge selon la revendication 1, caractérisée en ce que le disque de recouvrement (3) de la roue fermée (4) présente une couche de carbone
sur une surface radiale (24).
3. Pompe centrifuge selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que le disque de recouvrement (3) de la roue fermée (4) présente une couche de carbone
sur une surface axiale (23).
4. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les parois internes d'espaces entièrement fermés de la roue (4) présentent au moins
partiellement une couche de carbone.
5. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la roue fermée (4) est fabriquée en un matériau métallique, de préférence un matériau
de fonderie ou un matériau en acier inoxydable.
6. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'épaisseur de la couche de carbone est supérieure à 0,5µm, de préférence supérieure
à 1,0µm, notamment supérieure à 1,5µm, et/ou inférieure à 18µm, de préférence inférieure
à 16µm, notamment inférieure à 14µm.
7. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la dureté superficielle de la surface du contre-élément (2) revêtue de la couche
de carbone est supérieure à 20GPa, de préférence supérieure à 30GPa, notamment supérieure
à 40GPa, et/ou inférieure à 120GPa, de préférence inférieure à 110GPa, notamment inférieure
à 100GPa.