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(11) |
EP 3 930 909 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.09.2024 Patentblatt 2024/38 |
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Anmeldetag: 26.02.2019 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2019/054662 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2020/173545 (03.09.2020 Gazette 2020/36) |
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| (54) |
SEPARATOR
SEPARATOR
SÉPARATEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.01.2022 Patentblatt 2022/01 |
| (73) |
Patentinhaber: GEA Mechanical Equipment GmbH |
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59302 Oelde (DE) |
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Erfinder: |
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- GÖHMANN, Rüdiger
59302 Oelde (DE)
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| (74) |
Vertreter: Specht, Peter |
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Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2019/101624 JP-A- S5 775 164
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WO-A2-2013/116800 JP-A- S63 302 969
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Separator nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
WO 2014/000829 A1 ist ein Separator zur Trennung eines fließfähigen Produktes in verschiedene Phasen
bekannt, der eine drehbare Trommel mit einem Trommelunterteil und einem Trommeloberteil
aufweist und ein in der Trommel angeordnetes Mittel zum Verarbeiten einer Suspension
im Zentrifugalfeld von Feststoffen bzw. zum Trennen einer schweren feststoffartigen
Phase von einer leichteren Phase im Zentrifugalfeld, wobei eines, mehrere oder sämtliche
folgender Elemente aus Kunststoff oder einem Kunststoff-Verbundwerkstoff bestehen:
das Trommelunterteil, das Trommeloberteil, das Mittel zum Klären. Derart ist es möglich,
einen Teil der Trommel oder vorzugsweise sogar die gesamte Trommel - vorzugsweise
nebst den Zulauf- und Ablaufsystemen bzw. -bereichen - für eine Einmalverwendung auszulegen,
was insbesondere in Hinsicht für die Verarbeitung pharmazeutischer Produkte wie Fermentationsbrühen
oder dgl. von Interesse und Vorteil ist, da nach dem Betrieb zur Verarbeitung einer
entsprechenden Produktcharge im während der Verarbeitung der Produktcharge vorzugsweise
kontinuierlichen Betrieb keine Reinigung der produktberührenden Teile der Trommel
durchgeführt werden muss sondern diese insgesamt ausgetauscht werden kann. Gerade
aus hygienischer Sicht ist dieser Separator damit sehr vorteilhaft. Um eine physische
Trennung zwischen dieser Einweg-Trommel und dem Antrieb zu erreichen, ist eine berührungsfreie
Kupplung zwischen Antrieb und Trommel vorteilhaft.
[0003] Aus der
WO 2015/1100501 A1 ist eine Vorrichtung zur Trennung von Blut in zwei Phasen unterschiedlicher Dichte
bekannt, enthaltend eine magnetische Antriebsvorrichtung und ein Behältnis, das durch
die Antriebsvorrichtung in eine Drehbewegung um seine eigene Achse versetzt wird,
wobei das Behältnis mindestens ein offenes Ende und in diesem mindestens einen Einlass
aufweist, und wobei das Behältnis magnetisch schwebend gelagert ist. Problematisch
ist insofern die nicht zufriedenstellend gelöste Ableitung der beiden sich bei der
zentrifugalen Trennung bildenden Phasen aus dem offenen, becherartigen Rotor.
[0004] In der
WO 2015/1100501 A1 wird insofern zwar auch vorgeschlagen, das sich drehende Behältnis in ein sich nicht
drehendes, das sich drehende Behältnis umgebendes Gehäuse einzusetzen, das bis auf
einen Zulauf und zwei Abläufe geschlossen ausgebildet ist. Durch das stillstehende
Gehäuse ist vertikal von oben in das sich drehende Behältnis ein zentrisches Zulaufrohr
hineingeführt, aus dem eine erste Phase wiederum vertikal nach oben mit einer Art
Schälorgan abgepumpt wird und wobei das sich drehende Behältnis ferner an seinem vertikal
oberen Ende einen Überlauf für eine zweite Phase aufweist, so dass diese im Betrieb
in das umgebende sich nicht drehende Gehäuse fließt, so dass sich dieses im Betrieb
füllt, bis die Flüssigkeitsphase auch aus dem stillstehenden Gehäuse wiederum durch
einen Überlauf nach außen abfließt. Diese Konstruktion bringt den Nachteil mit sich,
dass nur kaum sinnvoll höhere Drehzahlen realisierbar sind, da das innere - sich drehende
- Behältnis in der sich im Gehäuse sammelnden Flüssigkeit rotiert.
[0005] Einen ähnlichen Stand der Technik mit offenen topfartigen Trommeln zeigen jeweils
die gattungsgemäße
WO 2013/116800 und die
JP S57 164 A.
[0006] Die Erfindung hat die Aufgabe, dieses Problem zu lösen.
[0007] Dieser Separator ist sehr gut auch zum Betrieb bei höheren Drehzahlen geeignet. Zudem
kann er auch gut für eine Einmalverarbeitung - beispielsweise für eine zentrifugale
Trennung einer Produktcharge einer fließfähigen Suspension in verschiedene Phasen
- genutzt und danach entsorgt werden. Dabei besteht ein besonderer Vorteil darin,
dass neben einem in erster vertikaler Ausrichtung der Drehachse unteren Axiallager
ein weiteres Axiallager - z.B. an einem gegenüberliegenden Ende der Trommel oder ggf.
auch in der Trommel - vorgesehen ist. Denn dies ermöglicht es, dass die Drehachse
der Trommel vertikal aber alternativ auch vorteilhaft aus der Vertikalen geneigt angeordnet
werden kann. Dabei ist eine beliebige Anordnung der Drehachse möglich. Die Drehachse
kann also unter einem Winkel von 0 - 180°, aus der ursprünglichen Vertikalen geneigt
sein, also z. B. auch horizontal ausgerichtet verlaufen - also um 90° zur Vertikalen
geneigt ausgerichtet sein. Daher ist auch eine hängende Anordnung der Trommel möglich,
so dass die Drehachse quasi gedreht wird - so dass die Zulauföffnung nach unten gerichtet
sein kann - ohne dass es dadurch zu Lagerungsproblemen der Trommel kommt.
[0008] Sofern hier oder nachfolgend "eine erste vertikale Ausrichtung der Drehachse" betrachtet
wird, heißt dies, dass die Lage der Elemente der Zentrifuge in einer vertikalen Ausrichtung
der Drehachse wie beschrieben realisierbar ist bzw. realisiert ist. Die Drehachse
kann praktisch dann aber auch schräg zur vertikalen Ausrichtung ausgerichtet sein.
[0009] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die zwei Lager- und/oder
Antriebseinheiten in Richtung der Drehachse axial zueinander versetzt angeordnet sind
und dass bei einer ersten vertikalen Ausrichtung der Drehachse die untere und/oder
die obere der beiden Lager- und/oder Antriebseinheiten dazu ausgelegt ist, die Trommel
axial zu lagern und in der Schwebe zu halten. Es ist dann vorzugsweise vorgesehen,
dass die zweite der Lagereinrichtungen in der ersten vertikalen Ausrichtung der Drehsache
D oberhalb des ersten Magnetlagers angeordnet ist. Zudem kann also entweder die untere
der beiden Lager- und/oder Antriebseinheiten die Trommel in der Schwebe halten oder
die obere oder beide Lager- und/oder Antriebseinheiten übernehmen diese Aufgabe. Dabei
kann dann vorteilhaft weiter vorgesehen sein, dass eine und/oder beide der Lager-
und/oder Antriebseinheiten dazu ausgelegt ist/sind und dazu nutzbar ist/sind, die
Trommel innerhalb des Gehäuses in Drehung zu versetzen. Besonders vorteilhaft ist,
wenn beide der Lager- und/oder Antriebseinheiten so ausgestaltet sind, so dass sie
wahlweise einzeln oder gemeinsam für diesen Antrieb nutzbar sind.
[0010] Es kann nach einer Option vorgesehen sein, dass die erste der Lager- und/oder Antriebseinheiten
als kombinierte Lagereinrichtung ausgebildet ist, die neben einer Axiallagerung auch
eine Radiallagerung der Trommel bewirkt. Es kann ferner optional oder alternativ aber
auch vorgesehen sein, dass die zweite bzw. weitere der Lager- und/oder Antriebseinheiten
als kombinierte Lagereinrichtung ausgebildet ist, die neben einer Axiallagerung auch
eine Radiallagerung der Trommel bewirkt. Diese vorteilhafte Kombination kann jeweils
auf verschiedene Weise umgesetzt werden.
[0011] So kann vorgesehen sein, dass eine oder beide der Lager- und/oder Antriebseinheiten
je ein Radiallager und ein Axiallager aufweist/aufweisen. Die Begriffe "Radiallager"
und "Axiallager" sind dabei eher funktional zu betrachten. Sie können durch zwei eigene
konstruktive Lager gebildet werden oder durch ein einziges Lager, dass die Funktionen
Axiallager und Radialleger miteinander vereinigt.
[0012] Es kann auch vorteilhaft vorgesehen sein, dass die wenigstens eine oder beide Lagereinrichtung(en),
die neben einer Radiallagerung auch eine Axiallagerung der Trommel bewirkt/bewirken,
ein schräg zur Drehachse D wirkendes Lager aufweist/aufweisen.
[0013] Erfindungsgemäß sind verschiedenste Separatoren realisierbar. So kann der Separator
als Kläreinrichtung ausgebildet sein, mit der eine Suspension von Feststoffen klärbar
ist, wobei vorzugsweise ausschließlich die geklärte Suspension aus der Trommel und
aus dem Gehäuse ableitbar ist. Es ist aber auch möglich, dass der Separator als eine
Trenneinrichtung ausgebildet ist, mit der eine Suspension alternativ oder zusätzlich
in zwei fließfähige Phasen trennbar ist, welche beide aus dem Gehäuse ableitbar sind.
[0014] Es ist dabei zweckmäßig, wenn das Gehäuse wenigstens zwei Öffnungen aufweist, von
denen eine für eine Zuleitung einer im Zentrifugalfeld zu verarbeitenden Suspension
und wenigstens eine für eine Ableitung einer Phase der im Zentrifugalfeld verarbeiteten
Suspension ausgelegt ist. Es ist aber auch denkbar, dass das Gehäuse genau drei Öffnungen
oder mehr als drei Öffnungen aufweist. Das Gehäuse kann ansonsten hermetisch geschlossen
ausgebildet sein.
[0015] Und schließlich kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Gehäuse ausschließlich
drei Öffnungen aufweist und ansonsten hermetisch geschlossen ausgebildet ist. Dies
erleichtert es, einen Separator zu schaffen, der die Einwegkomponenten "Trommel" und
"Gehäuse" aufweist, wohingegen zumindest Teile der Lager- und Antriebsvorrichtung
wiederverwendbar sind.
[0016] So kann auch vorgesehen sein, dass das Gehäuse ferner wenigstens eine Funktionsöffnung,
insbesondere zum Anschluss einer ein Vakuum erzeugenden Einrichtung, aufweist.
[0017] Es ist dabei denkbar, dass die Trommel in dem Gehäuse wenigstens einen Zulauf und
nur einen einzigen Ablauf oder mehrere Abläufe aufweist.
[0018] Dabei kann die wenigstens eine der Lager- und/oder Antriebseinheiten, die neben einer
Radiallagerung auch eine Axiallagerung der Trommel bewirkt, permanent- und/oder elektromagnetisch
wirken. Es kann aber auch alternativ vorteilhaft vorgesehen sein, dass sie gleitlagerartig
wirkt. Diese Variante der Erfindung ist besonders kostengünstig und konstruktiv einfach
umzusetzen. Das Gleitlager ist insbesondere für eine nur einmal zu verwendende Zentrifuge
hinreichend zur Lagerung geeignet.
[0019] Nach einer vorteilhaften Variante kann vorgesehen sein, dass der Zulauf als Zulaufrohr
ausgebildet ist, das sich bei einer ersten vertikalen Ausrichtung der Drehachse von
oben vertikal in Richtung des Zentrums des Gehäuses erstreckt. Es kann auch vorgesehen
sein, dass die zwei Abläufe radial ausgerichtet sind.
[0020] In einer besonders bevorzugten vorteilhaften Variante wird das Gleitlager dabei durch
ein dornartiges Zulaufrohr, das sich mit einer Zentrierspitze in einer dazu korrespondierenden
Vertiefung in dem Verteilersockel abstützt, gebildet. Derart wird eine besonders kostengünstige
Lagerung realisiert, bei der zudem mehrere Funktionen - Axiallagerung, Radiallagerung,
Zulauffunktion, vorteilhaft zusammengefasst werden. Auch derart kann die Drehachse
der Trommel wiederum geneigt zur Vertikalen geneigt angeordnet werden.
[0021] Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn die zwei Abläufe radial ausgerichtet sind, wobei
beide Abläufe bei einer ersten vertikalen Ausrichtung der Drehachse an einem oberen
axialen Ende der Trommel ausgebildet sind. Dadurch ergibt sich eine einzige Anschlussseite
für die Ableitung der Flüssigphasen.
[0022] Es kann für ein Erreichen besonders hoher Drehzahlen sowie für einen besonders stabilen
Betrieb vorteilhaft vorgesehen sein, dass an der Trommel der erste Flüssigkeitsablauf
im oberen axialen Bereich - vorzugsweise am oberen axialen Ende - und der zweite Flüssigkeitsablauf
im unteren axialen Bereich der Trommel - vorzugsweise am unteren axialen Ende eines
zylindrischen Abschnitts der Trommel - ausgebildet ist. Diese Abläufe können aber
auch beide an einem gemeinsamen Ende der Trommel ausgebildet sein.
[0023] Es kann auch vorgesehen sein, dass eine weitere - vorzugsweise dann eine dritte -
der Lager- und/oder Antriebseinheiten dazu ausgelegt ist, die Trommel bei einer ersten
vertikalen Ausrichtung radial zu lagern und in Drehung zu versetzen.
[0024] Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass zwischen der Trommel und dem Gehäuse
- insbesondere im Bereich eines oder mehrerer Abläufe - eine oder mehrere Dichtungen
angeordnet sind. Dadurch kann beispielsweise vorteilhaft eine Vermischung der abzuführenden
Flüssigphasen sicher vermieden werden, wenn zwei bzw. beide Ablauföffnungen axial
nebeneinander oder dicht zueinander z.B. am oberen axialen Ende der Trommel angeordnet
sind.
[0025] Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass wenigstens einem der beiden Flüssigkeitsabläufe
eine Einrichtung zum Verstellen der Trennzone innerhalb der Trommel zugeordnet ist.
[0026] Es kann derart jeweils nach dem Hauptanspruch und nach einem oder mehreren der Unteransprüche
ein Separator geschaffen werden, bei dem die Trommel und das Gehäuse als Einwegseparator
ausgebildet sind und der nach einer Einmalverwendung entsorgbar ist, wobei die wenigstens
zwei Lager- und/oder Antriebseinheiten außen vom Gehäuse abnehmbar wiederverwendbar
ausgebildet sind.
[0027] Vorteilhaft ist auch eine Verwendung eines Separators als Einwegseparator, der nach
einer Einmalverwendung entsorgbar ist, wobei die wenigstens zwei Lager- und/oder Antriebseinheiten
zuvor außen vom Gehäuse abnehmbar sind bzw. abgenommen werden.
[0028] Anzumerken ist noch, dass die Merkmale a) bis g) für sich auch bereits einen vorteilhaften
Separator schaffen, wobei durch die Kombination dieser Merkmale mit einem oder mehreren
der Unteransprüche weitere erfinderische Separatoren geschaffen werden können.
[0029] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0030] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Zeichnung näher beschrieben, wobei auch weitere vorteilhafte Varianten und Ausgestaltungen
diskutiert werden.
[0031] Es zeigt:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer ersten Zentrifuge;
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Zentrifuge;
- Figur 3:
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsvariante der Zentrifuge nach Fig. 2;
- Figur 4:
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsvariante der Zentrifuge nach Fig. 3;
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Zentrifuge; und
- Figur 6:
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Zentrifuge.
[0032] Eine Zentrifuge 1 nach dem Stand der Technik (siehe Fig. 1) weist ein im Betrieb
stillstehendes Gehäuse 10 auf. Dieses Gehäuse 10 besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff-
oder aus einem Kunststoff-Verbundwerkstoff. Das Gehäuse 10 weist hier einen unteren
zylindrischen Abschnitt 101 und einen oberen konischen Abschnitt 102 auf. Der untere
zylindrische Abschnitt kann wiederum in zylindrische Bereiche verschiedenen Durchmesser
unterteilt sein.
[0033] Das Gehäuse 10 ist nach Art eines Behälters ausgelegt, der vorteilhaft bis auf drei
(noch zu erörternde) Öffnungen hermetisch geschlossen ausgebildet ist. Diese Öffnungen
sind eine Zulauföffnung 103 und zwei Abläufe 104, 105. Die Zulauföffnung 103 ist von
einem Zulaufrohr 106 durchsetzt, dass sich von oben vertikal in Richtung des Zentrums
des Gehäuses 10 erstreckt. Die zwei Abläufe 104, 105 erstrecken sich hier im Wesentlichen
radial.
[0034] Der erste Ablauf 104 ist hier im oberen - hier konischen - Abschnitt 102 des Gehäuses
10 ausgebildet. Vorzugsweise ist er direkt am oberen Ende des Gehäuses 10 ausgebildet.
Der zweite Ablauf 105 ist hier hingegen im hier zylindrischen unteren Abschnitt 101,
hier im vertikal unteren Ende eines Bereiches des zylindrischen Abschnitts 101 des
Gehäuses 10 ausgebildet.
[0035] Den Abläufen 104, 105 vorgeschaltet sind Ringräume 107, 108 des Gehäuses. Die Abläufe
ermöglichen einen Ablauf von Flüssigkeit aus den Ringräumen 107, 108 im Betrieb der
sich dann drehenden Trommel 20. Die Bedeutung und die vorteilhafte Wirkung dieser
Ringräume 107, 108 werden weiter unten noch erläutert.
[0036] Die Abläufe 104, 105 des Gehäuses sind hier als radial aus dem Gehäuse 10 führende
Stutzen ausgebildet, an die Leitungen, insbesondere Schläuche oder dgl. (hier nicht
dargestellt), anschließbar sind. An die Zu- und Abläufe werden vorzugweise eine Zu-
und mehrere Ablaufleitungen, insbesondere Ablaufrohre oder Schläuche angeschlossen.
[0037] Innerhalb des Gehäuses 10 ist eine drehbare Trommel 20 mit einer gedachten "idealen"
Drehachse D angeordnet, die eine vertikale Drehachse ist. Die reale Drehachse weicht
durch Präzessionsbewegungen von dieser "idealen Drehachse" D ab.
[0038] Die Trommel 20 und ihre Bestandteile bestehen ganz oder jedenfalls zum überwiegenden
Teil (idealerweise bis auf noch zu erläuternde Magnete) ebenfalls aus einem Kunststoff-
oder aus einem Kunststoff-Verbundwerkstoff. Auch die Trommel 20 weist hier einen unteren
zylindrischen Abschnitt 201 und einen oberen konischen Abschnitt 202 auf.
[0039] Das Zulaufrohr 106 des Gehäuses 10 steht wie dieses im Betrieb still. Es erstreckt
sich hier vertikal von oben durch die Zulauföffnungen des Gehäuses 10 bis in die Trommel
20 bis in ein zum Zulaufrohr konzentrisches Verteilerrohr 203 des Verteilers 204 der
Trommel 20.
[0040] Zwischen dem sich im Betrieb nicht drehenden Zulaufrohr 106 und dem sich drehenden
Verteilerrohr 203 der Trommel 20 kann eine Lagereinrichtung 310 ausgebildet sein.
Diese Lagereinrichtung 310 ist als ein Radiallager 311 ausgebildet, dass hier vorzugsweise
als Magnetlager ausgebildet ist, das die Trommel 20 an ihrem oberen Ende während des
Betriebes stabilisieren soll. Dieses Radial-Magnetlager 311 am oberen Ende der Trommel
20 - auch Trommelkopf genannt - mindert in einfacher Weise mögliche Pendelbewegungen
der Trommel 2. Es weist beispielsweise korrespondierende Magnete umlaufend verteilt
um das Zulaufrohr 106 und in dem Verteilerrohr 203 auf, die radial zueinander in definierten
Abständen angeordnet sind und magnetlagerartig zusammenwirken.
[0041] Das Verteilerrohr 203 des Verteilers 204 mündet nach unten in radiale Verteilerkanäle
205, die in einen Trennraum bzw. Schleuderraum 206 führen. In diesem Trennraum 206
kann ein Klärmittel wie ein Tellerpaket 207 angeordnet sein. Der Verteiler 204 kann
einen Verteilersockel 205a aufweisen, der wiederum einen unteren zylindrischen Ansatz
205b aufweist, der nach unten hin axial aus der Trommel 20, insbesondere aus deren
zylindrischem Abschnitt 201 vorsteht.
[0042] In dem Trennraum 206 wird eine zu verarbeitende Suspension S, die durch das Zulaufrohr
106 in die Trommel 20 geleitet wird, im angetriebenen Drehbetrieb der Trommel 20 durch
die Zentrifugalkraft in zumindest zwei fließfähige Phasen LP und HP verschiedener
Dichte getrennt. Die Phase LP geringerer Dichte strömt im Trennraum 206 radial nach
innen und wird dort über einen ersten Ableitungskanal 208 nach oben in die radiale
Ableitung 209 und wird durch diese radial aus der sich drehenden Trommel in den ersten
Ringraum 107 ausgestoßen. Hierbei verlässt die Phase LP die Trommel auf einem Radius
ro. Von dort fließt sie - aufgrund ihres Impulses im Ringraum kreisend - durch die
obere Ableitung 104 aus dem Gehäuse 10.
[0043] Die Phase HP größerer Dichte strömt im Trennraum 206 radial nach außen und wird nach
unten hin über einen Scheideteller bzw. ein Ringwehr 210 in einen zweiten Ableitungskanal
211 unterhalb des Ringwehrs 210 hier zunächst radial nach innen geleitet und aus diesem
radial aus der sich drehenden Trommel 20 in den zweiten unteren Ringraum 108 ausgestoßen.
Von dort fließt diese zweite Flüssigkeitsphase größerer Dichte - aufgrund ihres Impulses
im Ringraum 108 kreisend - durch die zweite untere Ableitung 105 aus dem Gehäuse 10.
Hierbei verlässt die Phase HP die Trommel auf einem Radius ru. Durch das Verhältnis
von ro zu ru lässt sich der Radius der Trennzone zwischen den beiden Phasen innerhalb
des Tellerpaketes einstellen und derart eine Regulierung der Durchfußmengen der einzelnen
Phasen realisieren. Hierzu wird in einfacher Weise durch eine Blende (hier nicht dargestellt)
der Radius ru verändert.
[0044] In dem vertikalen Bereich zwischen den Ableitungen 104 und 105 sind das Gehäuse 10
und die Trommel 20 durch einen Luftspalt LS voneinander beabstandet. Dies ist vorteilhaft,
da derart relativ problemlos eine hohe Drehzahl der Trommel 20 erreicht werden kann.
Der Luftspalt LS füllt sich in diesem Bereich nicht mit einer der abzuleitenden Phasen
HP, LP.
[0045] Bei abgedichteten erfindungsgemäßen Zentrifugen wie in Figur 4 dargestellt, kann
in einer weiteren Variante der Gasdruck in diesem Luftspalt durch eine Unterdruckvorrichtung
reduziert werden. Hierdurch wird die Luftreibung der rotierenden Trommel gesenkt und
somit die erforderliche Antriebsenergie für die Trommel verringert. Die Unterdruckvorrichtung
kann hierfür z.B. im unteren Abschnitt 101 des Gehäuses 10 angeschlossen werden (nicht
dargestellt).
[0046] Bei einer weiteren Variante der abgedichteten erfindungsgemäßen Zentrifugen wie in
Figur 4 dargestellt, kann die Luft, welche sich im Luftspalt (LS) befindet durch ein
Gas ersetz werden, welches eine geringere Dichte hat als Luft, wie z.B. Helium. Auch
hierdurch wird die Luftreibung der rotierenden Trommel gesenkt und somit die erforderliche
Antriebsenergie für die Trommel verringert. Eine entsprechende Gasversorgung kann
hierfür z.B. im unteren Abschnitt 101 des Gehäuses 10 angeschlossen werden (nicht
dargestellt).
[0047] Die Trommel 20 wird innerhalb des Gehäuses 10 durch eine Lager- und Antriebsvorrichtung
30 in der Schwebe gehalten und in Drehung versetzt. Die Lager- und Antriebsvorrichtung
30 kann eine oder mehrere Lager- und/oder Antriebseinheiten aufweisen, die nach einem
elektro- oder permanentmagnetischen Wirkprinzip arbeiten können.
[0048] Hier umfasst sie vorzugsweise wenigstens zwei oder drei dieser Lager- und/oder Antriebseinheiten.
[0049] So kann die Lager- und Antriebsvorrichtung 30 als Lager- und/oder Antriebseinheit
die bereits beschriebene obere Lagereinrichtung 310 aufweisen.
[0050] Die Lager- und Antriebsvorrichtung 30 kann als Lager- und/oder Antriebseinheiten
ferner eine untere axial wirkende Lagereinrichtung 320 aufweisen.
[0051] Diese untere axial wirkende Lagereinrichtung 320 dient auch dazu, die Trommel 20
innerhalb des Gehäuses 10 axial durch Levitation in der Schwebe zu halten. Sie kann
erste Magnete 321 an einem Widerlager, beispielsweise an der Unterseite des Gehäuses
oder an einem Stator 331 unterhalb des Gehäuses 10 aufweisen. Zudem kann die axial
wirkende Lagereinrichtung 320 axial oberhalb der ersten Magnete 321 angeordnete und
zu diesen beabstandete zweite Magnete 322 im unteren Bereich, insbesondere im unteren
Bereich der Trommel 20 aufweisen.
[0052] Diese ersten und/oder zweiten Magnete 321, 322 können als geeignet ausgerichtete
bzw. gepolte Permanentmagnete ausgebildet sein, derart, dass die Trommel 1 im Drehbetrieb
axial in der Schwebe gehalten werden kann. Diese Magnete 321, 322 können dazu umlaufend
oder geeignet umfangsverteilt auf zwei vertikal fluchtenden Kreisen gleichen Durchmessers
angeordnet sein, derart, dass ihre Wirkung dafür sorgt, dass die Trommel 20 innerhalb
des Gehäuses axial magnetisch levitierend in der Schwebe gehalten wird. Auch Elektromagnete
inkl. einer geeigneten Ansteuereinrichtung (hier nicht dargestellt) können für die
Funktion der ersten Magnete 321 eingesetzt werden.
[0053] Die Lager- und Antriebsvorrichtung 30 kann ferner einen Elektromotor 330 aufweisen,
dessen Rotormagnet 332 an der Trommel 20 ausgebildet ist und dessen Stator 331 und
Statormagnet 333 außerhalb des Gehäuses 10 ausgebildet ist. Die Zentrierung der Trommel
geschieht durch geeignete Ansteuerung der Statormagnete 333.
[0054] Insgesamt wird derart eine untere Lager- und Antriebseinheit gebildet. Diese kann
elektromagnetisch betrieben werden. Es ist aber auch ein Antrieb über rotierende Permanentmagneten
realisierbar.
[0055] Derartige Lager- und Antriebsvorrichtungen bzw. deren Lager- und Antriebseinheiten
werden von der Firma Levitronix z.B. für den Antrieb von Zentrifugalpumpen verwendet
(
EP2273124B1).
[0056] Im Betrieb dreht sich die Trommel 20. Dabei wird sie axial in der Schwebe gehalten
und radial zentriert. Vorzugsweise wird die Trommel 20 mit einer Drehzahl zwischen
1.000 und 20.000 Umdrehungen pro Minute betrieben. Die aufgrund der Rotation entstehenden
Kräfte führen zur bereits weiter oben beschriebenen Trennung einer zu verarbeitenden
Suspension in verschiedene fließfähige Phasen und zu deren Ableitung, wie weiter oben
bereits im Detail beschrieben.
[0057] Mit der beschriebenen Ausführung ist es wiederum möglich, einen Separator nebst Gehäuse10
zu schaffen, der bis auf das Antriebssystem und Teile der Lagerung für eine Einmalverwendung
auslegt werden kann, was wiederum insbesondere in Hinsicht für die Verarbeitung pharmazeutischer
Produkte wie Fermentationsbrühen oder dgl. von Interesse und Vorteil ist, da nach
dem Betrieb zur Verarbeitung einer entsprechenden Produktcharge im während der Verarbeitung
der Produktcharge vorzugsweise kontinuierlichen Betrieb keine Reinigung der Trommel
durchgeführt werden muss sondern der Separator nebst Gehäuse insgesamt ausgetauscht
werden kann. Ggf. können einzelne Elemente wie Magnete geeignet recycelt werden.
[0058] Um Wiederholungen zu vermeiden, werden im Folgenden im Wesentlichen nur Unterschiede
der erfindungsgemäßen Zentrifuge 1 zum oben detailliert erläuterten Stand der Technik
beschrieben.
[0059] Wenigstens eine der Lager- und/oder Antriebseinheiten der Trommel 20 der erfindungsgemäßen
Zentrifuge 1 nach Fig. 2 weist hier wenigstens eine Lagereinrichtung 310 auf, die
derart gestaltet ist, dass sie neben einer Radiallagerung auch eine Axiallagerung
bewirkt.
[0060] Die Lagereinrichtung 310 kann dazu nach einer Variante - wie dargestellt ein Radiallager
311 und ein Axiallager 312 aufweisen. Diese können - wie dargestellt - beide jeweils
als Magnetlager ausgebildet sind. Alternativ ist es denkbar, sie als Gleitlager auszubilden
(siehe z.B. Fig. 3). Es können auch oben und weiter unten an der Trommel je eine Lager-
und/oder Antriebseinheit mit jeweils eine Lagereinrichtung und optional einer Antriebseinheit
vorgesehen sein, die jeweils neben einer Radiallagerung auch eine Axiallagerung bewirken
und optional wahlweise einzeln oder gemeinsam auch zum (Dreh-)Antrieb nutzbar ist/sind.
Dann kann die Trommel 10 entweder oben oder unten bzw. an einem ihrer Enden oder an
beiden Enden angetrieben werden. Die beiden Lager- und/oder Antriebseinheiten können
auch baugleich ausgebildet sein, was sehr vorteilhaft ist. Zur Ansteuerung kann eine
hier nicht dargestellte Steuerungsvorrichtung dienen.
[0061] Die Lagereinrichtung 310 - hier am in erster vertikaler Ausrichtung oberen Ende der
Trommel 20 - auch Trommelkopf genannt - mindert in einfacher Weise mögliche Pendelbewegungen
der Trommel 2 in radialer Richtung.
[0062] Dazu weist das als Magnetlager ausgebildete Radiallager 311 hier korrespondierende
Magnete umlaufend verteilt um das Zulaufrohr 106 und in oder an dem Verteilerrohr
203 auf, die radial beabstandet sind und magnetlagerartig zusammenwirken.
[0063] Ferner weist das als Magnetlager ausgebildete Axiallager 312 Magnete koaxial zum
Zulaufrohr 106 und umlaufend verteilt um das Zulaufrohr 106 auf, die magnetlagerartig
zwischen dem Trommelkopf der umlaufenden Trommel 20 und dem Gehäuse 10 angeordnet
sind und in axialer Richtung wirken.
[0064] Derart kann die Drehachse D der Trommel 20 vorteilhaft aus der Vertikalen geneigt
angeordnet werden, auch wenn in Fig. 2 eine erste vertikale Ausrichtung gezeigt ist,
die selbstverständlich auch realisiert werden kann. Es ist aber auch eine quasi beliebige
andere räumliche Ausrichtung der Drehachse D möglich. Die Drehachse D kann also z.B.
unter einem Winkel von 45° aus der Vertikalen geneigt sein oder auch horizontal verlaufen
-also um 90° zur Vertikalen geneigt sein. Weiterhin ist auch eine hängende Anordnung
der Trommel 20 denkbar, so dass die Drehachse D um 180° zu der Anordnung in Fig. 2
geneigt ist, ohne dass es dadurch zu Lagerungsproblemen der Trommel 20 kommt. Dies
wäre eine zweite vertikale Ausrichtung der Drehachse, die realisierbar ist.
[0065] Eine der Lager- und/oder Antriebseinheiten der Trommel 20 der erfindungsgemäßen Zentrifuge
1 der Variante nach Fig. 3 weist als die Lagereinrichtung 310, die neben der Radiallagerung
311 auch eine Axiallagerung 312 der Trommel 20 bewirkt, ein schräg zur Drehachse D
wirkendes Lager 315 auf. Das schräg zur Drehachse D wirkende Lager 315 ist als Gleitlager
315 ausgebildet.
[0066] Das Gleitlager 315 wird durch eine Zentrierspitze 110 eines dornartigen Zulaufrohrs
106 und einer zu der Zentrierspitze 110 korrespondierenden Vertiefung 212 die der
Verteilersockel 205a ausbildet und in der sich die Zentrierspitze 110 abstützt, gebildet.
[0067] Das Gleitlager 315 kann auf Grund seiner geometrischen Gestaltung sowohl radiale
Kräfte als auch axiale Kräfte aufnehmen. Es wird somit ein kombiniertes Radiallager
311 und Axiallager 312 gebildet.
[0068] Eine Verbindung zum Tellerpaket 207 ist durch eine radiale Öffnung 111 - hier als
Bohrung ausgeführt - in dem Zulaufrohr 106 geschaffen.
[0069] Dadurch kann die Drehachse D der Trommel 20 vorteilhaft aus der ersten Vertikalen
wie sie in Fig. 3 dargestellt ist- geneigt angeordnet sein. Dabei ist eine beliebige
Anordnung der Drehachse D möglich. Die Drehachse D kann wiederum quasi beliebig schräg
bzw. geneigt zur ersten Vertikalen ausgerichtet werden. Sie kann beispielsweise unter
einem Winkel von 45° aus der Vertikalen geneigt sein oder auch horizontal verlaufen
- also um 90° zur Vertikalen geneigt sein. Weiterhin ist auch eine hängende Anordnung
der Trommel 20 möglich, so dass die Drehachse D um 180° zu der Anordnung in Fig. 3
in einer zweiten Vertikalen geneigt ist, ohne dass es dadurch zu Lagerungsproblemen
der Trommel 20 kommt.
[0070] Die Ausführungsvariante der Zentrifuge 1 in Fig. 4 kann hinsichtlich der Gestaltung
der Lager- und Antriebsvorrichtung 30 der Trommel 20 der Ausführungsvariante nach
Fig. 3 entsprechen.
[0071] Abweichend davon weist die Ausführungsvariante der Zentrifuge 1 nach Fig. 4 eine
Trommel 20 auf, bei der bei der dargestellten ersten vertikalen Ausrichtung der Drehachse
D auch der Ablauf 105 der schwereren Phase im Bereich am oberen vertikalen Ende der
Trommel bzw. im Bereich des Trommelkopfes angeordnet ist. Der Ablauf 105 der schwereren
Phase ist radial ausgerichtet. Er liegt hier axial unter dem Ablauf 104 der leichteren
Phase. Im inneren der Trommel werden die zu trennenden Phase entsprechend zu diesen
Abläufen geleitet. Beispielsweise wird die schwere Phase über einen Scheideteller
213 zu dem Ablauf 105 geleitet und die leichtere Phase radial weiter innen zu ihrem
Ablauf 104 geleitet.
[0072] Den Abläufen 104, 105 vorgeschaltet sind wiederum Ringräume 107, 108 des Gehäuses.
Die Abläufe ermöglichen einen Ablauf von Flüssigkeit aus den Ringräumen 107, 108 im
Betrieb der sich dann drehenden Trommel 20.
[0073] Um die Abläufe 104, 105 und/oder die Ringräume 107, 108 abzudichten, insbesondere
gegeneinander abzudichten, kann oder können zwischen der Trommel 10 und dem Gehäuse
20 eine oder mehrere Dichtung(en) 109 vorgesehen sein.
[0074] Im Beispiel der Fig. 4 dichten zwei radiale wirkende Dichtungen 109a und b im Luftspalt
einen axial oberen äußeren Bereich der Trommel 10 gegen den axial oberen inneren Bereich
des Gehäuses 20 ab.
[0075] Eine weitere, axial wirkende Dichtung 109c dichtet eine axial obere Wand oder sonstige
Begrenzung der Trommel 10 gegen eine axial obere Wand des Gehäuses 20 ab.
[0076] Die Dichtung(en) 109 ist/sind hier vorzugsweise als Gleitringdichtung ausgeführt.
Alternativ können auch andere Dichtungen wie z.B. Elringdichtungen zum Einsatz kommen.
[0077] Nach Figur 5 ist vorgesehen, dass der Separator als Kläreinrichtung ausgebildet ist,
mit der eine feststoffbelastete Flüssigkeit - eine Suspension - von Feststoffen klärbar
ist. Dazu erstreckt sich durch die obere Öffnung 103 des Gehäuses das Zulaufrohr 106
durch eine obere Öffnung in der Trommel bis in die Trommel 20 hinein. Die Zuleitung
der Suspension erfolgt wiederum durch die Verteilerkanäle 205 in den Trennraum 206.
Dort trennen sich insbesondere im Tellerpaket 207 die Feststoffe der Suspension aus
einer zu klärenden Suspension. Sie sammeln sich in der Trommel 20 im Bereich des größten
Innendurchmessers bzw. Innenradius und lagern sich dort an. Sie bilden dabei ggf.
innen an der Trommelwand einen Ring aus Feststoffen. Die derart geklärte Flüssigkeitsphase
fließt nach innen und hier dann nach oben aus der Trommel 20. Die Feststoffe werden
nicht abgeleitet, sondern verbleiben in der Trommel und werden mit dieser nach dem
Verarbeiten einer entsprechenden Produktcharge entsorgt. Derart kann beispielsweise
eine Flüssigkeit von Metallpartikeln gereinigt werden.
[0078] Die Trommel 20 weist hier nur eine einzige obere Öffnung auf, aus der sowohl das
Zulaufrohr 106 vorstehen als auch ein konzentrisch dazu verlaufendes Verteilerrohr
203. Der Ablauf 209 ist zwischen dem Außenumfang einen oberen Abschnitts eines des
Verteilerrohrs 203 und dem Innenumfang des oberen Endes der Trommel 20 ausgebildet.
Von dort fließt die gereinigte Flüssigkeit in einen Ringraum 107 und von dort hier
radial nach außen aus dem Gehäuse durch den Ablauf 104. Auf diesen kann ein Schlauch
oder dgl. aufgesetzt sein. Auch derart wird ein vorteilhafter Single Use Separator
geschaffen. Der Separator ist hier beispielhaft ansonsten - insbesondere hinsichtlich
der Lager und/oder Antriebsvorrichtung - nach Art des Separators der Fig.3 aufgebaut,
kann aber auch anders aufgebaut sein, so nach Art der Fig. 1 oder 2.
[0079] Der Separator der Fig. 6 ähnelt dem der Fig. 5, ist aber als Trenner ausgebildet.
Derart kann eine schwere Phase - beispielsweise eine Feststoffphase oder eine Flüssigkeitsphase
- auch aus der Trommel abgeleitet werden. Hier ist dazu vorgesehen, dass die Trommel
an ihrem Außenumfang zwei oder mehr Feststoffaustragsdüsen 214 aufweist, die umfangsverteilt
im Bereich des größten Innendurchmessers der Trommel 20 die Trommelwand durchsetzen
(radial oder schräg zur Radialen). Bei der Klärung einer Suspension, die wie in Fig.
5 in die Trommel 20 geleitet worden ist, sammeln sich die Feststoffe oder eine sonstige
schwere Phase somit nicht außen in der Trommel immer weiter an, sondern sie werden
durch die Feststoffaustragsdüsen aus der Trommel gestoßen. Sie sammeln sich derart
an der Innenwand des Gehäuses beispielswiese in einem Ringraum/Ringkanal 112 und rotieren
dort und werden durch eine Ableitung und Öffnung 113 des Gehäuses aus dem Gehäuse
10 abgeleitet oder an dem Gehäuse in einem Ringtank oder dgl. des Gehäuses gesammelt
(hier nicht dargestellt).
[0080] Derart ist der Separator als eine Trenneinrichtung ausgebildet ist, mit der eine
Suspension in zwei fließfähige Phasen oder eine fließfähige Phase und eine Feststoffphase
trennbar ist, wobei diese Phasen jeweils für sich aus dem Gehäuse geleitet werden
können. Der Begriff der Trenneinrichtung bezieht sich hier somit auch darauf, dass
die getrennten Phasen separat aus der Trommel und aus dem Gehäuse abgeleitet werden
können.
[0081] Nach Fig. 5 ist vorgesehen, dass das Gehäuse 10 nur zwei Öffnungen für wenigstens
eine Zu- und wenigstens eine Ableitung aufweist. Nach Fig. 3 ist dagegen vorgesehen,
dass das Gehäuse nur drei Öffnungen für wenigstens eine Zu- und wenigstens zwei Ableitungen
aufweist.
[0082] Dabei könnte das Gehäuse aber alternativ zusätzlich auch wenigstens eine weitere
Funktionsöffnung aufweisen, eine Öffnung zum Anschluss einer ein Vakuum bzw. eines
Unterdruckes erzeugenden Einrichtung oder zum Einleiten eines Inertgases oder dgl.
(jeweils nicht dargestellt).
Bezugszeichen
| Zentrifuge |
1 |
| Gehäuse |
10 |
| unterer zylindrischer Abschnitt |
101 |
| oberer konischer Abschnitt |
102 |
| Zulauföffnung |
103 |
| Abläufe |
104, 105 |
| Zulaufrohr |
106 |
| Ringräume |
107, 108, 112 |
| Dichtung |
109a, 109b, 109c |
| Zentrierspitze |
110 |
| Öffnung |
111 |
| Ableitung |
113 |
| Trommel |
20 |
| unterer zylindrischer Abschnitt |
201 |
| oberer konischer Abschnitt |
202 |
| Verteilerrohr |
203 |
| Verteiler |
204 |
| Verteilerkanäle |
205 |
| Trennraum |
206 |
| Tellerpaket |
207 |
| Verteilersockel |
205a |
| zylindrischer Ansatz |
205b |
| Ableitungskanal |
208 |
| Ableitung |
209 |
| Ringwehr |
210 |
| Ableitungskanal |
211 |
| Vertiefung |
212 |
| Scheideteller |
213 |
| Feststoffaustragsdüsen |
214 |
| Lager- und Antriebsvorrichtung |
30 |
| obere Lagereinrichtung |
310 |
| Radiallager |
311 |
| Axiallager |
312 |
| Gleitlager |
315 |
| untere axiale Lagereinrichtung |
320 |
| erste Magnete |
321 |
| Stator |
331 |
| zweite Magnete |
322 |
| Elektromotor |
330 |
| Stator |
331 |
| Rotormagnet |
332 |
| Statormagnet |
333 |
| Drehachse |
D |
| Suspension |
S |
| fließfähige Phasen |
LP und HP |
| Luftspalt |
LS |
| Oberer Radius |
ro |
| Unterer Radius |
ru |
1. Separator (1) zur Trennung einer fließfähigen Suspension (S) in einem Zentrifugalfeld
in wenigstens zwei fließfähige Phasen (HP, LP) verschiedener Dichte, der folgendes
aufweist:
a) ein im Betrieb stillstehendes Gehäuse (10), das nach Art eines Behälters ausgelegt
ist, der zumindest zwei Öffnungen aufweist,
b) eine innerhalb des Gehäuses (10) angeordnete und um eine Drehachse drehbare Trommel
(20) mit einer Drehachse (D), welche wenigstens eine Öffnung aufweist,
c) wobei zumindest abschnittsweise oder durchgehend zwischen der Trommel (20) und
dem Gehäuse (10) ein Spalt ausgebildet ist,
d) eine Lager- und Antriebsvorrichtung (30), die wenigstens zwei Lager- und/oder Antriebseinheiten
aufweist, mit welcher die Trommel (20) innerhalb des Gehäuses (10) in der Schwebe
gehalten, gelagert und/oder in Drehung versetzt werden kann,
e) wobei eine erste der Lager- und/oder Antriebseinheiten ein Magnetlager aufweist,
das zumindest dazu ausgelegt ist, die Trommel (20) axial zu lagern und in der Schwebe
zu halten, und
f) wobei wenigstens eine weitere der Lager- und/oder Antriebseinheiten dazu ausgelegt
ist, die Trommel (20) axial zu lagern,
dadurch gekennzeichnet, dass
i) in der Trommel (20) ein Verteiler (204) und ein als ein Tellerpaket (207) ausgebildetes
Trennmittel angeordnet sind.
2. Separator (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Lager- und/oder Antriebseinheiten in Richtung der Drehachse (D) axial zueinander
versetzt angeordnet sind und dass bei einer ersten vertikalen Ausrichtung der Drehachse
(D) die untere und/oder die obere der beiden Lager- und/oder Antriebseinheiten dazu
ausgelegt ist, die Trommel (20) axial zu lagern und in der Schwebe zu halten.
3. Separator (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine und/oder beide der Lager- und/oder Antriebseinheiten dazu ausgelegt ist/sind
und dazu nutzbar ist/sind, die Trommel (20) innerhalb des Gehäuses (10) in Drehung
zu versetzen.
4. Separator (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste der Lager- und/oder Antriebseinheiten als kombinierte Lagereinrichtung
(310) ausgebildet ist, die neben einer Axiallagerung auch eine Radiallagerung der
Trommel (20) bewirkt.
5. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite bzw. weitere der Lager- und/oder Antriebseinheiten als kombinierte Lagereinrichtung
(310) ausgebildet ist, die neben einer Axiallagerung auch eine Radiallagerung der
Trommel (20) bewirkt.
6. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide der Lager- und/oder Antriebseinheiten ein Radiallager (311) und ein
Axiallager (312) aufweist/aufweisen.
7. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Lagereinrichtungen (310), die neben einer Radiallagerung (311)
auch eine Axiallagerung (312) der Trommel bewirkt, ein schräg zur Drehachse D wirkendes
Lager (315) aufweist.
8. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite der Lagereinrichtungen in der ersten vertikalen Ausrichtung der Drehsache
D oberhalb des ersten Magnetlagers angeordnet ist.
9. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als Kläreinrichtung ausgebildet ist, mit der eine Suspension von Feststoffen klärbar
ist, wobei vorzugsweise ausschließlich die geklärte Suspension aus der Trommelableitbar
ist.
10. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als eine Trenneinrichtung ausgebildet ist, mit der eine Suspension in zwei Phasen
trennbar ist, wobei beide dieser Phasen aus der Trommelableitbar sind.
11. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse wenigstens zwei Öffnungen (103, 104) aufweist, von denen eine für eine
Zuleitung einer im Zentrifugalfeld zu verarbeitenden Suspension und wenigstens eine
für eine Ableitung einer Phase der im Zentrifugalfeld verarbeiteten Suspension aufweist.
12. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse wenigstens drei Öffnungen (103, 104, 105) aufweist.
13. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse ferner wenigstens eine Funktionsöffnung, insbesondere zum Anschluss einer
ein Vakuum erzeugenden Einrichtung, aufweist.
14. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel wenigstens einen Zulauf und nur einen einzigen Ablauf oder mehrere Abläufe
aufweist.
15. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zulauf als Zulaufrohr (106) ausgebildet ist, das sich bei einer ersten vertikalen
Ausrichtung der Drehsache D von oben vertikal durch eine der Öffnungen des Gehäuses
in die Trommel hinein erstreckt.
16. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer ersten vertikalen Ausrichtung der Drehsache D an der Trommel (20) ein erster
Flüssigkeitsablauf (104) im oberen axialen Bereich und ein zweiter Flüssigkeitsablauf
(105) im unteren axialen Bereich der Trommel (20) ausgebildet ist.
17. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die maximal zwei Abläufe (104, 105) radial ausgerichtet sind, wobei beide Abläufe
(104, 105) bei einer ersten vertikalen Ausrichtung der Drehsache D an dem oberen axialen
Bereich der Trommel (20) ausgebildet sind.
18. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Abläufe aus der Trommel Feststoffaustragsöffnungen, insbesondere
Feststoffaustragsdüsen (214), im Trommelmantel umfasst.
19. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die wenigstens eine Lagereinrichtung (310), die neben einer Radiallagerung (311)
auch eine Axiallagerung (312) der Trommel bewirkt, wenigstens eines oder mehrere permanent-
und/oder elektromagnetisch wirkende Lager aufweist.
20. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die wenigstens eine Lagereinrichtung (310), die neben einer Radiallagerung (311)
auch eine Axiallagerung (312) der Trommel bewirkt, wenigstens eines oder mehrere gleitlagerartig
wirkende Lager aufweist.
21. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlager (315) durch ein dornartiges Zulaufrohr (106) gebildet ist, das sich
mit einer Zentrierspitze (110) in einer dazu korrespondierenden Vertiefung (212) in
dem Verteilersockel (205a) abstützt.
22. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einem der beiden Flüssigkeitsabläufe (104, 105) eine Einrichtung zum Verstellen
der Trennzone innerhalb der Trommel (20) zugeordnet ist.
23. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Trommel und dem Gehäuse - insbesondere im Bereich eines oder mehrerer
der Abläufe und/oder eines oder mehrerer der Ringräume - eine oder mehrere Dichtungen
(109) angeordnet sind.
24. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) ausschließlich zwei oder drei Öffnungen (103, 104, 105) aufweist
und ansonsten hermetisch geschlossen ausgebildet ist.
25. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel eine oder mehrere Feststoffaustragsdüsen aufweist.
26. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt ein Luftspalt ist.
27. Separator (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel und das Gehäuse als Einwegseparator ausgebildet sind, der nach einer
Einmalverwendung entsorgbar ist, wobei die wenigstens zwei Lager- und/oder Antriebseinheiten
außen vom Gehäuse abnehmbar wiederverwendbar ausgebildet sind.
1. Separator (1) for separating a flowable suspension (S) in a centrifugal field into
at least two flowable phases (HP, LP) of different density, comprising:
a) a housing (10) which is stationary in operation and is designed in the manner of
a container having at least two openings,
b) a drum (20) being arranged within the housing (10) and having an axis of rotation
(D) and being rotatable about said axis of rotation, and having at least one opening,
c) wherein a gap is formed at least in sections or continuously between the drum (20)
and the housing (10),
d) a support and drive device (30) comprising at least two support and/or drive units
by means of which the drum (20) can be suspended, supported and/or rotated within
the housing (10),
e) wherein a first one of said support and/or drive units comprises a magnetic bearing
which is at least adapted to axially support and levitate said drum (20); and
f) wherein at least one further of the support and/or drive units is designed to axially
support the drum (20),
characterized in that
i) a distributor (204) and a separating means in the form of a disk pack (207) are
arranged in the drum (20).
2. Separator (1) according to claim 1, characterized in that the two support and/or drive units are arranged axially offset from one another in
the direction of the axis of rotation (D), and in that, in a first vertical alignment of the axis of rotation (D), the lower and/or the
upper of the two support and/or drive units is designed to support the drum (20) axially
and to keep it suspended.
3. Separator (1) according to claim 1 or 2, characterized in that one and/or both of the support and/or drive units is/are designed and usable to set
the drum (20) in rotation within the housing (10).
4. Separator (1) according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the first of the support and/or drive units is designed as a combined bearing device
(310) which, in addition to an axial bearing, also effects a radial bearing of the
drum (20).
5. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the second or further of the support and/or drive units is designed as a combined
bearing device (310) which, in addition to an axial bearing, also effects a radial
bearing of the drum (20).
6. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that one or both of the support and/or drive units has/have a radial bearing (311) and
an axial bearing (312).
7. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the bearing devices (310), which in addition to a radial bearing
(311) also effects an axial bearing (312) of the drum, has a bearing (315) acting
obliquely to the axis of rotation (D).
8. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the second of the bearing devices is arranged above the first magnetic bearing in
the first vertical alignment of the axis of rotation (D).
9. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that it is designed as a clarifying device with which a suspension of solids can be clarified,
wherein preferably only the clarified suspension is dischargeable from the drum.
10. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that it is designed as a separating device with which a suspension can be separated into
two phases, wherein both of these phases are dischargeable from the drum.
11. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the housing has at least two openings (103, 104), one of which is for a feed of a
suspension to be processed in the centrifugal field and at least one of which is for
a discharge of a phase of the suspension processed in the centrifugal field.
12. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the housing has at least three openings (103, 104, 105).
13. Separator (1) according to one of the preceding claims 11 or 12, characterized in that the housing further comprises at least one functional opening, in particular for
connecting a device generating a vacuum.
14. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the drum comprises at least one inlet and only one outlet or a plurality of outlets.
15. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the inlet is formed as an inlet pipe (106) which, in a first vertical alignment of
the axis of rotation (D), extends vertically from above through one of the openings
of the housing into the drum.
16. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that, in a first vertical alignment of the axis of rotation (D) on the drum (20), a first
liquid outlet (104) is formed in the upper axial region and a second liquid outlet
(105) is formed in the lower axial region of the drum (20).
17. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the maximum two outlets (104, 105) are radially aligned, wherein both outlets (104,
105) are formed at the upper axial region of the drum (20) at a first vertical alignment
of the axis of rotation (D).
18. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the outlets from the drum comprises solids outlet openings, in particular
solids outlet nozzles (214), in the drum shell.
19. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one bearing device (310), which in addition to a radial bearing (311)
also effects an axial bearing (312) of the drum, has at least one or more permanently
and/or electromagnetically acting bearings.
20. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one bearing device (310), which in addition to a radial bearing (311)
also effects an axial bearing (312) of the drum, has at least one or more bearings
acting in the manner of plain bearings.
21. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the plain bearing (315) is formed by a mandrel-like inlet pipe (106) which is supported
with a centering tip (110) in a corresponding recess (212) in the distributor base
(205a).
22. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the two liquid outlets (104, 105) is assigned a device for adjusting
the separation zone within the drum (20).
23. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that one or more seals (109) are arranged between the drum and the housing - in particular
in the region of one or more of the outlets and/or one or more of the annular spaces.
24. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (10) has exclusively two or three openings (103, 104, 105) and is otherwise
designed in a hermetically closed manner.
25. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the drum has one or more solids outlet nozzles.
26. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the gap is an air gap.
27. Separator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the drum and the housing are designed as a disposable separator which can be disposed
of after a single use, wherein the at least two support and/or drive units are designed
to be removably reusable from the outside of the housing.
1. Séparateur (1) pour séparer une suspension fluide (S) dans un champ centrifuge en
au moins deux phases fluides (HP, LP) de densités différentes, lequel présente ce
qui suit :
a) un carter (10) immobile en fonctionnement, conçu à la manière d'un récipient qui
présente au moins deux ouvertures,
b) un tambour (20) disposé à l'intérieur du carter (10), doté d'un axe de rotation
(D) et pouvant tourner autour de l'axe de rotation, qui présente au moins une ouverture,
c) une fente étant formée au moins dans certaines sections ou de manière continue
entre le tambour (20) et le carter (10),
d) un dispositif de palier et d'entraînement (30) qui présente au moins deux unités
de palier et/ou d'entraînement, avec lequel le tambour (20) peut être maintenu en
suspension, supporté et/ou mis en rotation à l'intérieur du carter (10),
e) une première des unités de palier et/ou d'entraînement présentant un palier magnétique
qui est au moins conçu pour supporter axialement le tambour (20) et le maintenir en
suspension, et
f) au moins une autre des unités de palier et/ou d'entraînement étant conçue pour
supporter axialement le tambour (20),
caractérisé en ce que
i) un distributeur (204) et un moyen de séparation réalisé sous la forme d'une pile
de disques (207) sont disposés dans le tambour (20).
2. Séparateur (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux unités de palier et/ou d'entraînement sont décalées axialement l'une par
rapport à l'autre dans la direction de l'axe de rotation (D) et en ce que, pour une première orientation verticale de l'axe de rotation (D), l'unité inférieure
et/ou l'unité supérieure des deux unités de palier et/ou d'entraînement est conçue
pour supporter axialement le tambour (20) et le maintenir en suspension.
3. Séparateur (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'une et/ou les deux unités de palier et/ou d'entraînement est/sont conçue(s) et
utilisable(s) pour mettre le tambour (20) en rotation à l'intérieur du carter (10).
4. Séparateur (1) selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la première des unités de palier et/ou d'entraînement est réalisée sous la forme
d'un dispositif de palier combiné (310) qui, outre un support axial, assure également
un support radial du tambour (20).
5. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième ou l'autre des unités de palier et/ou d'entraînement est réalisée sous
la forme d'un dispositif de palier combiné (310) qui, outre un support axial, assure
également un support radial du tambour (20).
6. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une ou les deux unités de palier et/ou d'entraînement présente(nt) un palier radial
(311) et un palier axial (312).
7. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'un des dispositifs de palier (310) qui, outre un support radial (311),
assure également un support axial (312) du tambour, présente un palier (315) agissant
obliquement par rapport à l'axe de rotation D.
8. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième des dispositifs de palier est disposé au-dessus du premier palier magnétique
dans la première orientation verticale de l'axe de rotation D.
9. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est réalisé sous la forme d'un dispositif de clarification permettant de clarifier
une suspension de matières solides, seule la suspension clarifiée pouvant, de préférence,
être évacuée du tambour.
10. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est réalisé sous la forme d'un dispositif de séparation permettant de séparer une
suspension en deux phases, ces deux phases pouvant être évacuées du tambour.
11. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le carter présente au moins deux ouvertures (103, 104), dont l'une pour une amenée
d'une suspension à traiter dans le champ centrifuge et au moins une pour une évacuation
d'une phase de la suspension traitée dans le champ centrifuge.
12. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le carter présente au moins trois ouvertures (103, 104, 105).
13. Séparateur (1) selon l'une des revendications 11 ou 12 précédentes, caractérisé en ce que le carter présente en outre au moins une ouverture fonctionnelle, en particulier
pour le raccordement d'un dispositif générant un vide.
14. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour présente au moins une entrée et une seule sortie ou plusieurs sorties.
15. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entrée est réalisée sous la forme d'un tuyau d'entrée (106) qui, dans une première
orientation verticale de l'axe de rotation D, s'étend verticalement à partir du haut
à travers l'une des ouvertures du carter dans le tambour.
16. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dans une première orientation verticale de l'axe de rotation D sur le tambour (20),
une première sortie de liquide (104) est formée dans la zone axiale supérieure et
une deuxième sortie de liquide (105) est formée dans la zone axiale inférieure du
tambour (20).
17. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lesdites au maximum deux sorties (104, 105) sont orientées radialement, les deux
sorties (104, 105) étant formées sur la zone axiale supérieure du tambour (20) dans
une première orientation verticale de l'axe de rotation D.
18. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des sorties du tambour comprend des ouvertures d'évacuation de matières
solides, en particulier des buses d'évacuation de matières solides (214), dans l'enveloppe
du tambour.
19. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit au moins un dispositif de palier (310) qui, outre un support radial (311),
assure également un support axial (312) du tambour, présente au moins un ou plusieurs
paliers agissant de manière permanente et/ou électromagnétique.
20. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit au moins un dispositif de palier (310) qui, outre un support radial (311),
assure également un support axial (312) du tambour, présente au moins un ou plusieurs
paliers agissant à la manière de paliers lisses.
21. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le palier lisse (315) est formé par un tuyau d'entrée (106) en forme d'épine qui
s'appuie par une pointe de centrage (110) dans un renfoncement (212) correspondant
dans le socle de distributeur (205a).
22. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à au moins l'une des deux sorties de liquide (104, 105) est associé un dispositif
de réglage de la zone de séparation à l'intérieur du tambour (20).
23. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs joints d'étanchéité (109) sont disposés entre le tambour et le carter,
en particulier dans la zone d'une ou plusieurs des sorties et/ou d'une ou plusieurs
des chambres annulaires.
24. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le carter (10) présente exclusivement deux ou trois ouvertures (103, 104, 105) et
est par ailleurs hermétiquement fermé.
25. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour présente une ou plusieurs buses d'évacuation de matières solides.
26. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la fente est un espace d'air.
27. Séparateur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tambour et le carter sont réalisés sous la forme d'un séparateur jetable qui peut
être éliminé après une utilisation unique, lesdites au moins deux unités de palier
et/ou d'entraînement étant conçues réutilisables en étant amovibles à l'extérieur
du carter.
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