[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Handtuchspender umfassend ein Gehäuse, eine
erste und eine zweite innere Halteeinrichtung, wie Innenwandung, eine Zugrolle, eine
in Richtung der Zugrolle kraftbeaufschlagte Druckrolle sowie einen die Zugrolle in
Drehbewegung versetzenden Motor mit Motorwelle zum Transportieren eines Abschnitts
des Handtuchs, wie Papierbahn, zwischen der Zugrolle und der Druckrolle, wobei der
Motor in einem endseitig offenen Hohlraum der Zugrolle angeordnet ist.
[0002] Der
WO 99/58040 A1 (=
DE 198 20 978 A1) ist ein Handtuchspender zu entnehmen, bei dem die Längsachse des Motors parallel
zu der Längsachse der Zugrolle und versetzt zu dieser angeordnet. Der Motor weist
ausgangsseitig ein Zahnrad auf, das über ein weiteres Zahnrad mit einem auf der Welle
der Zugrolle angeordneten Zahnrad zusammenwirkt. Über eine Ausgabevorrichtung werden
Papierstreifen entnommen, die von der Papierrolle mittels einer Schneidkante abgetrennt
werden.
[0003] Ein Handtuchspender für Rollenhandtücher ist aus der
DE 43 10 716 A1 bekannt. Gebrauchte Handtuchabschnitte werden auf einen Wickelkern gewickelt, der
einen Innenkern aufweist, der seinerseits über ein Getriebe mit dem zu dem Innenkern
beabstandeten Wickelkern verbunden ist. Innerhalb des Innenkerns befinden sich ein
Akkumulator, eine Steuerungselektronik und ein Elektromotor mit dem Getriebe. Ist
das verbrauchte Handtuch vollständig auf dem Wickelkern aufgewickelt, wird dieses
an eine Wäscherei geliefert, wobei während des Handtuchwaschens der Akkumulator aufgeladen
wird.
[0004] Aus der
EP 3 669 726 A1 ist ein Spender bekannt, mittels dessen von einer Papierrolle ein Abschnitt abgetrennt
werden kann. Dabei weist der Spender eine von einem Motor angetriebenen Zugrolle und
Druckrollen auf. Der Motor selbst ist innerhalb der Zugrolle angeordnet.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Handtuchspender der
eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass ein konstruktiv einfacher und wartungsarmer
Aufbau gegeben ist. Ein problemloser Zusammenbau auch von ungeschulten Personen soll
möglich sein.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung im Wesentlichen vor, dass die Zugrolle
zumindest in einem ihrer Endbereiche einen endseitig offenen Hohlraum aufweist, in
dem der Motor angeordnet ist, und dass die Zugrolle zwischen der Motorwelle oder einem
von dieser ausgehenden Element und einem von einer der inneren Halteeinrichtungen
ausgehenden oder diese durchsetzenden Wellenstumpf gelagert ist.
[0008] Über quasi Steckverbindungen kann die Zugrolle gelagert werden. Der Motor kann problemlos
ausgetauscht und durch einen neuen ersetzt werden, ohne dass ein aufwendiges Auseinanderbauen
des Handtuchspenders erforderlich ist.
[0009] Eine konstruktive Vereinfachung ergibt sich insbesondere auch dadurch, dass die Zugrolle
aus zwei gleich ausgebildeten lösbar miteinander verbundenen Körpern besteht.
[0010] Dabei ist hervorzuheben, dass die Körper jeweils aus einem den Hohlraum umgebenen
äußeren Hohlzylinderabschnitt und einem von diesem ausgehenden und in dessen Längsrichtung
verlaufenden inneren Abschnitt in Form einer Zylinderhälfte besteht, wobei bei zusammengesetzten
Körpern die Zylinderhälften mit ihren in Zylinderlängsachsenrichtung verlaufende Flachseiten
aufeinanderliegen und Umfangsfläche des einen Körpers fluchtend in Umfangsfläche des
anderen Körpers übergeht oder die Umfangsflächen parallel zueinander versetzt zur
Bildung einer umlaufenden Senke wie Nut verlaufen.
[0011] Jeder Körper besteht demzufolge aus einem äußeren Abschnitt, der eine Hohlzylindergeometrie
aufweist, an den sich der innere Abschnitt anschließt, der aus einem in Längsrichtung
geteilten Zylinder besteht, wobei die in Längsrichtung des Zylinders verlaufenden
Flachseiten der Körper aufeinanderliegen.
[0012] Bei zusammengesetzten Körpern steht ein Kreiszylinder zur Verfügung, wobei die Körper
vorzugsweise durch Steckverbindungen miteinander verbunden sind. Hierzu ist insbesondere
vorgesehen, dass zum Zusammenstecken der Körper diese in ihren zueinander auszurichtenden
Stirnflächen des ersten und des zweiten Abschnitts Vorsprünge und korrespondierende
Aussparungen aufweisen.
[0013] Um eine einfache Ausrichtung des Motors zur Innenwandung des Hohlraums zu ermöglichen,
ist vorgesehen, dass der Motor von einem Aufnahmegehäuse aufgenommen ist, das von
der weiteren inneren Haltereinrichtung ausgeht, dass sich das Aufnahmegehäuse innerhalb
des Hohlraums und beabstandet zu dessen Innenwandung erstreckt und über ein in dem
Körper angeordnetes erstes Kugellager gegenüber der Zugrolle abgestützt ist.
[0014] Die Motorwelle durchsetzt folglich die Bodenwandung des Aufnahmegehäuses, um in eine
entsprechende Aussparung in der Bodenwandung im Hohlraum des Körpers einzugreifen
und somit eine Rotation der Zugrolle zu ermöglichen. Das Ansteuern des Motors kann
dabei über eine Elektronik sowie einen Sensor erfolgen, wie diese in der
WO 99/58040 A1 beschrieben sind, auf deren Offenbarung ausdrücklich verwiesen wird. Dabei sollten
sich die Elektroden des kapazitiven Sensors entlang der Gehäusefrontwandung des Handtuchspenders
erstrecken.
[0015] Der Wellenstumpf selbst ist über ein zweites Kugellager gegenüber der Zugrolle abgestützt.
Das zweite Kugellager - wie das erste Kugellager - erstrecken sich dabei vorzugsweise
jeweils entlang der Bodenwandung des Hohlraums des äußeren Hohlzylinderabschnitts.
[0016] Um eine einfache Befestigung des Aufnahmegehäuses für den Elektromotor an der Halteeinrichtung,
die insbesondere eine Innenwandung des Handtuchspenders ist, zu ermöglichen, sieht
die Erfindung vor, dass das Aufnahmegehäuse öffnungsseitig einen senkrecht zur Längsachse
des Aufnahmegehäuses verlaufenden flanschartigen Rand aufweist, der bei montiertem
Aufnahmegehäuse an zungenrollenabgewandter Außenseite der weiteren inneren Halteeinrichtung
anliegt.
[0017] Dabei kann der flanschartige Rand eine in der Ebene des Randes sich erstreckende
Unstetigkeit, wie Vorsprung, aufweisen, der bei ordnungsgemäßer Ausrichtung des Aufnahmegehäuses
zu der Halteeinrichtung mit einem von diesem abragenden Anschlag wechselwirkt. Hierdurch
wird gleichzeitig sichergestellt, dass eine Durchgangsöffnung in dem Rand des Aufnahmegehäuses
auf eine ein Innengewinde aufweisende Öffnung der Halteeinrichtung ausgerichtet ist,
um das Gehäuse befestigen zu können.
[0018] Die Oberfläche der Zugrolle kann z.B. zumindest bereichsweise strukturiert, wie aufgeraut,
sein oder zumindest bereichsweise eine Beschichtung aufweisen, um das Handtuch durch
den Spalt zwischen der Zug- und Druckrolle bei sich drehender Zugrolle zu transportieren.
Auch besteht die Möglichkeit, die auf die zu dem Zylinderkörper zusammengesetzten
und die Zugrolle bildenden Körper eine Umhüllende, wie einen Schrumpfschlauch, aufzuziehen,
der die erforderliche Haftreibung zum Transport des Handtuchs sicherstellt.
[0019] Alternativ oder ergänzend ist vorgesehen, dass bei zusammengesetzten Körpern zwischen
den inneren und äußeren Abschnitten eine umlaufende Vertiefung, wie Nut, verläuft,
in die ein eine Haftreibung für zu transportierendes Papier erzeugendes Element, wie
Gummiband oder -ring, eingebracht ist.
[0020] Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen Handtuchspender umfassend ein Gehäuse,
eine erste und eine zweite innere Halteeinrichtung, wie Innenwandung, eine Zugrolle,
eine in Richtung der Zugrolle kraftbeaufschlagte Druckrolle sowie einen die Zugrolle
in Drehbewegung versetzenden Motor mit Motorwelle zum Transportieren eines Abschnitts
des Handtuchs zwischen der Zugrolle und der Druckrolle, wobei der Motor in einem endseitig
offenen Hohlraum der Zugrolle angeordnet ist, wobei sich der Handtuchspender dadurch
auszeichnet, dass die Zugrolle zwischen der Motorwelle und einem von einer der inneren
Halteeinrichtungen ausgehenden oder diesen durchsetzenden Wellenstumpf gelagert ist,
dass der Motor von einem Aufnahmegehäuse aufgenommen ist, das von einer der inneren
Haltereinrichtungen ausgeht, dass sich das Aufnahmegehäuse innerhalb des Hohlraums
und beabstandet zu dessen Innenwandung erstreckt und über ein in dem Körper angeordnetes
erstes Kugellager gegenüber der Zugrolle abgestützt ist, und dass der Wellenstumpf
über ein in dem Körper angeordnetes zweites Kugellager gegenüber der Zugrolle abgestützt
ist.
[0021] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Handtuchspender umfassend ein Gehäuse, eine
erste und eine zweite innere Halteeinrichtung, wie Innenwandung, eine Zugrolle, eine
in Richtung der Zugrolle kraftbeaufschlagte Druckrolle sowie einen die Zugrolle in
Drehbewegung versetzenden Motor mit Motorwelle zum Transportieren eines Abschnitts
des Handtuchs zwischen der Zugrolle und der Druckrolle, wobei der Motor in einem endseitig
offenen Hohlraum der Zugrolle angeordnet ist, wobei sich der Handtuchspender dadurch
auszeichnet, dass die Zugrolle zwischen der Motorwelle und einem von einer der inneren
Halteeinrichtungen ausgehenden oder diesen durchsetzenden Wellenstumpf gelagert ist,
dass die Zugrolle aus zwei gleich ausgebildeten lösbar miteinander verbundenen Körpern
besteht, dass die Körper jeweils aus einem den Hohlraum umgebenen äußeren Hohlzylinderabschnitt
und einem von diesem ausgehenden und in dessen Längsrichtung verlaufenden inneren
Abschnitt in Form einer Zylinderhälfte bestehen, wobei bei zusammengesetzten Körpern
die Zylinderhälften mit ihren in Zylinderlängsachsenrichtung verlaufende Flachseiten
aufeinanderliegen und Umfangsfläche des einen Körpers fluchtend in Umfangsfläche des
anderen Körpers übergeht oder die Umfangsflächen parallel zueinander versetzt zur
Bildung einer umlaufenden Senke verlaufen.
[0022] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination
-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnungen zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines Einsatzes eines Handtuchspenders, um 90° gegenüber
der Nutzstellung gedreht,
- Fig. 2
- eine weitere Explosionsdarstellung des Einsatzes des Handtuchspenders,
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung einer Zugrolle des Handtuchspenders,
- Fig. 4
- eine erste Darstellung einer zusammengesetzten Zugrolle,
- Fig. 5
- eine zweite Darstellung einer zusammengesetzten Zugrolle,
- Fig. 6
- eine Darstellung eines Körpers der Zugrolle,
- Fig. 7
- ein Gehäuse für einen Elektromotor,
- Fig. 8
- einen Handtuchspender in Seitenansicht und aufgeklappt,
- Fig. 9
- eine Innenwandung des Handtuchspenders,
- Fig. 10
- ein Aufnahmegehäuse für einen Motor und
- Fig. 11
- einen Körper einer Zugrolle.
[0024] In den Fig. 1 und 2 ist ein Einsatz 10 eines Handtuchspenders 200 in auseinandergezogener
Darstellung wiedergegeben, anhand derer die wesentlichen Elemente erläutert werden,
die die Erfindung auszeichnen.
[0025] Die Explosionsdarstellung ist um 90° gedreht gegenüber der Position beim Einbau des
Einsatzes in den Handtuchspender 200 wiedergegeben.
[0026] Der Einsatz 10 wird mit einer Rückwandung 202 eines Handtuchspenders 200 verbunden,
der von einer schwenkbaren Haube 204 abgedeckt ist (Fig. 8).
[0027] Der Einsatz 10 weist Innenwandungen 12, 14 auf, die außenseitig von Verkleidungen
18, 20 abgedeckt sind. Die Innenwandungen 12, 14 sind mit einer Rückwandung 112 verbunden,
so dass die Innenwandungen 12, 14 mit der Rückwandung 112 eine Tragstruktur für die
wesentlichen Bauelemente des Handtuchspenders 200 bilden. Die Rückwandung 112 des
Einsatzes 10 ist mit der Rückwandung 202 des Handtuchspenders 200 verbunden, von der
verschwenkbar die haubenförmige Abdeckung 204 ausgeht. Die Haube 204 ist um eine im
Bodenbereich der Rückwandung 202 verlaufende Achse 206 schwenkbar.
[0028] Wie sich aus der Fig. 8 ergibt, in der der Handtuchspender 200 aufgeklappt ist, gehen
von der Rückwandung 202 Halterungen 206 zur Aufnahme einer Papierrolle aus.
[0029] Die Innenwandungen 12, 14 mit der Rückwandung 112 des Einsatzes 10 können auch als
Innengehäuse bezeichnet werden.
[0030] Wesentliches Element der Erfindung ist eine Zugrolle 22, die in den Fig. 4 und 5
in Seitenansicht bzw. perspektivischer Darstellung wiedergegeben ist. Durch Phantomlinien
sind von außen nicht sichtbare Bereiche angedeutet.
[0031] In der Fig. 3 ist die Zugrolle 22 in Explosionsdarstellung wiedergegeben, wobei die
Darstellung gegenüber der gemäß Fig. 1 um 90° gedreht ist.
[0032] Die Zugrolle 22 besteht aus zwei identisch ausgebildeten Körpern 24, 26, von denen
einer in der Fig. 6 noch einmal dargestellt ist. Jeder Körper 24, 26 weist einen äußeren
Abschnitt 28, 60 mit einer Außengeometrie eines Kreiszylinders auf. An den äußeren
Abschnitt 28, 60 schließt sich ein innerer Abschnitt 34, 46 an, der die Geometrie
eines Kreishalbzylinders aufweist, dessen gekrümmte Außenfläche 36, 37 bündig in die
Außenfläche 44, 45 des als Hohlkreiszylinder ausgebildeten äußeren Abschnitts 28,
60 übergeht. Die Flachseiten 38, 40 liegen bei zusammengesetzten Körpern 24, 26 aufeinander,
so dass sich umfangsseitig die Geometrie eines Kreiszylinders ergibt.
[0033] Die Körper 24, 26 können zusammengesteckt sein, so dass eine einfache Montage und
Demontage ermöglicht wird. Hierzu gehen von den Stirnflächen 42, 43 der inneren Abschnitte
34, 46 Vorsprünge 48, 49, 50, 51 aus, die geometrisch angepasste Aussparungen 52,
53, 54, 55 in den vertikal zur Längsachse der Zugrolle 22 verlaufenden Stirnflächen
56, 58 der äußeren Abschnitte 28, 60 der Körper 24, 26 eingreifen. Zusätzlich können
die Körper 24, 26 über eine Schraube miteinander verbunden werden, die eine Durchgangsbohrung
30 durchsetzt, die in den inneren Abschnitten 34, 46 vorgesehen ist, und senkrecht
die Längsachse der Zugrolle 22 durchsetzt, wie sich aus den zeichnerischen Darstellungen
selbsterklärend ergibt.
[0034] Wie die Figuren verdeutlichen, sind die äußeren Abschnitte 28, 60 als Hohlzylinder
ausgebildet und weisen folglich jeweils einen Hohlraum 64, 66 auf, der bodenseitig
einen inneren hohlzylindrischen Abschnitt 69, 70 kleineren Durchmessers aufweist,
in denen Kugellager 72, 71 einsetzbar bzw. eingesetzt sind. Hierbei kann es sich um
Rillenkugellager oder Ringkugellager handeln, um beispielhaft Ausführungsformen zu
nennen.
[0035] Die Zugrolle 22 wird zwischen der Welle 68 eines Elektromotors 70 und einem Zapfen
bzw. Wellenstumpf 73 gelagert, die sich in den Hohlräumen 64, 66 erstrecken, wie sich
insbesondere aus den Fig. 4 und 5 ergibt. Der Wellenstumpf 73 ist mit einem Ende in
dem Kugellager 74 gelagert, durchsetzt die Zwischenwandung 12, und ist mit dem anderen
Ende an der Innenseite der Abdeckung 48 gelagert.
[0036] Lagerung durch die Welle 68 schließt selbstverständlich die technisch gleichwirkende
Lösung ein, dass eine Lagerung über ein von der Welle 68 ausgehendes bzw. mit diesem
verbundenes Element erfolgt.
[0037] Der Elektromotor 70 wird von einem Aufnahmegehäuse 74 aufgenommen und ist z.B. durch
Schrauben mit diesem verbunden. Auch Steckverbindungen wären möglich.
[0038] Das Aufnahmegehäuse 74 weist eine topfförmige Aufnahme auf, in der sich der Elektromotor
70 erstreckt. Der Boden 78 besitzt einen hülsenartigen Fortsatz 80, durch den sich
die Motorwelle 68 erstreckt, deren Endbereich in eine geometrisch angepasste Aufnahme
82 des Körpers 26, d.h., dessen äußeren Abschnitt 28 eingreift.
[0039] Damit die Drehbewegung der Motorwelle 68 auf die Zugrolle 22 übertragen wird, weist
der Endbereich der Welle 68 eine Abflachung und die Aufnahme 82 eine entsprechende
geometrische Anpassung auf.
[0040] Das Aufnahmegehäuse 74 für den Elektromotor 70 kann über eine einzige Schraube mit
der Zwischenwandung 14 verbunden sein. Hierzu weist das Aufnahmegehäuse 74 einen flanschartigen
Rand 84 auf, der sich senkrecht zur Längsachse des Aufnahmegehäuses 74 erstreckt.
Zum Befestigen wird eine Schraube benutzt, die eine Öffnung 86 in dem Rand 84 durchsetzt
und in eine ein Innengewinde aufweisende Öffnung 88 in der Zwischenwandung 14 einschraubbar
ist. Damit eine problemlose Ausrichtung zu den Öffnungen 86, 88 zueinander sichergestellt
ist, weist der Rand 84 einen in der Ebene des Randes 84 verlaufenden Vorsprung 90
auf, der gegen einen Anschlag 92 in der Außenseite der Zwischenwandung 14 zum Anliegen
kommt. In dieser Position sind die Öffnungen 86, 88 fluchtend zueinander ausgerichtet,
so dass ein Festschrauben erfolgen kann. Im Bereich der Öffnung 88 weist der Rand
84 einen weiteren in der Ebene abragenden Vorsprung 94 auf, der gegen einen weiteren
Vorsprung 96 in der Außenseite der Zwischenwandung 14 zum Anliegen kommt. Hierdurch
ist eine einfache und sichere Ausrichtung zwischen dem Aufnahmegehäuse 74 und der
Zwischenwandung 14 sichergestellt.
[0041] Der hülsenartige Vorsprung 80 des Aufnahmegehäuses 74 greift in eine angepasste Öffnung
des Kugellagers 72 ein, das in dem Abschnitt 68 des eine Zylinderform aufweisenden
Hohlraums 64 des äußeren Abschnitts 28 angeordnet ist, so dass eine einwandfreie Ausrichtung
des Aufnahmegehäuses 74 zu der Längsachse der Zugrolle 22 gewährleistet ist. Dabei
verläuft die Außenfläche 76 des Aufnahmegehäuses 74 beabstandet zur Innenfläche 100
des Hohlraums 64.
[0042] Somit ist gewährleistet, dass Längsachse der Motorwelle 68, Längsachse des Zapfens
oder Wellenstumpfes 73 und Längsachse der Zugrolle 22 entlang einer gemeinsamen Geraden
verlaufen und das Aufnahmegehäuse 74 die Rotation der Zugrolle 22 nicht behindern
kann.
[0043] Der Zugrolle 22 ist die in Richtung der Zugrolle 22 kraftbeaufschlagte Druckrolle
25 zugeordnet, die auf einer Welle 102 gelagert ist, deren Lageraugen 104, 106 schwenkbar
mit bzw. verstellbar zu den Innenflächen der Zwischenwandungen 12, 14 verbunden ist,
und somit ein Verstellen der Druckrolle 26 in Richtung der Zugrolle 22 sicherzustellen.
Dies kann durch Federkraft erfolgen.
[0044] Wird durch Annäherung an den nicht dargestellten Sensor der Motor 70 betätigt, so
dreht sich die Zugrolle 22, so dass ein zwischen der Zugrolle 22 und der Druckrolle
26 befindlicher Papierabschnitt in Richtung der Ausgabeöffnung des Handtuchspenders
gefördert und abgetrennt werden kann. Hierzu befindet sich im Ausgangsbereich ein
eine Schneidkante 108 befindliches Profilelement 110, das steckbar mit den Innenflächen
der Zwischenwandungen 12, 14 verbindbar ist.
[0045] Auf die Rückwandung 112 des Einsatzes 10 bzw. der Tragstruktur können Halterungen
116 für Batterien angeordnete sein, über die der Elektromotor 70 mit Spannung versorgbar
ist. Ein anderer Befestigungsort ist gleichfalls möglich. Bei in die Halterung 118
eingebrachten Batterien sind diese mittels einer Abdeckung 120 abdeckbar.
[0046] Im haubenseitig verlaufenden Bereich des Einsatzes 10 ist eine Halterung 122 für
die Elektronik vorhanden, die mit einem Sensor, wie kapazitiven Sensor, verbunden
ist, um dann, wenn sich eine Hand dem Gehäuse nähert, die Zugrolle 22 in Drehbewegung
zu versetzen, damit ein Papierabschnitt ausgegeben wird.
[0047] Wie sich aus der Fig. 8 ergibt, weist die Halterung 122 einen den Sensor enthaltenden
und in der Zeichnung in etwa parallel zur Rückwandung 202 des Handtuchspenders 200
verlaufenden Bereich auf, der z.B. von einem Fenster in der Haube 204 nach außen hin
abgedeckt ist.
[0048] Ferner ist eine Wippe 124 vorgesehen, mittels der Papier zum Einfädeln in den Spalt
zwischen der angetriebenen Zugrolle 22 und Druckrolle 25 gegen die Zugrolle 22 gedrückt
wird.
[0049] Den Fig. 9 und 10 sind Varianten der Innenwandung 114 und des Aufnahmegehäuses 74
zu entnehmen, soweit die eindeutige Positionierung des Aufnahmegehäuses betroffen
ist.
[0050] Die ein Element des Einsatzes 10 bildende Innenwandung 154 gemäß Fig. 9, die die
Innenwandung 14 ersetzen kann, weist in ihrer von der Abdeckung 20 zu verschließenden
Außenseite 156 gleichfalls eine Öffnung 55 auf, das von dem der Fig. 10 zu entnehmenden
Aufnahmegehäuse 174 durchsetzt wird, das entsprechend dem Aufnahmegehäuse 74 zur Aufnahme
des Elektromotors 70 bestimmt ist und vom Aufbau und der Funktion dem Aufnahmegehäuse
74 entspricht, also u.a. gleichfalls einen senkrecht zur Längsachse des Aufnahmegehäuses
74 sich erstreckenden flanschartigen Rand 184 mit einem in dessen Ebene verlaufenden
Vorsprung 190 aufweist, der in der vorgesehenen Variante in eine im Bereich der Öffnung
55 vorspringende Aufnahme 192 bei ordnungsgemäßer Positionierung des Aufnahmegehäuses
174 eingreift, um eine eindeutige Ausrichtung des Aufnahmegehäuses 174 zu einer in
der Innenwandung 154 verlaufenden Schrauböffnung sicherzustellen, um das Aufnahmegehäuse
174 mit der Innenwandung 154 zu verbinden. Die Aufnahme 192 besitzt eine Schlitz 196,
in die der Vorsprung 190 eindringen kann.
[0051] Um eine hinreichende Stabilität zu erzielen, ist der flanschartige Rand 184 im Vergleich
zur Wandstärke des Aufnahmegehäuses 174 dicker ausgebildet.
[0052] Wie die Innenwandung 14 weist auch die Innenwandung 154 im oberen Rand eine V-förmig
gebildete Aussparung 198 auf, um eine Ersatzpapierrolle einzusetzen.
[0053] In Fig. 11 ist eine alternative Ausführungsform eines Körpers 224 dargestellt, der
von der Funktion der des Körpers 24 entspricht, der mit einem entsprechenden weiteren
Körper die Zugrolle 22 bildet.
[0054] Der Körper 224 unterscheidet sich von dem Körper 24 dahingehend, dass die Außenfläche
des äußeren Abschnitts 260 nicht fluchtend in die Außenfläche 246 des inneren Abschnitts
des Körpers 224 übergeht, sondern zwischen diesen ein Bereich 266 geringeren Durchmessers
verläuft, so dass sich jeweils eine Stufe zu den Außenflächen des äußeren Abschnitts
260 bzw. des inneren Abschnitts 264 ergibt.
[0055] In diesen zurückversetzten Zwischenraum 266 kann sodann ein Gummiband oder ähnlich
wirkendes eine Haftreibung erzeugendes Element eingebracht werden, um einen Papierabschnitt
durch den zwischen der Zugrolle 22 und der Druckrolle 25 verlaufenden Spalt zu ziehen.
[0056] Der Außendurchmesser des äußeren Abschnitts 260 ist dabei kleiner als der Durchmesser
des Zylinders, der sich bei entsprechend zusammengesetzten Körpern zur Bildung der
Zugrolle 22 in Bezug auf den inneren Abschnitt 264 ergibt. Der zu der Zugrolle 22
ergänzend mit dem Körper 224 zusammenzusteckende weitere Körper weist entsprechend
der erfindungsgemäßen Lehre eine Geometrie auf, die dem Körper 224 entspricht, wie
dies im Zusammenhang mit den Körpern 24 und 26 erläutert worden ist.
[0057] Wie sich insbesondere aus den Figuren und der erfolgten Beschreibung ergibt, sind
die wesentlichen Bauteile durch Steckverbindungen verbindbar, so dass eine problemlose
Montage ermöglicht wird.
[0058] Die Zugrolle 22 ist präzise gelagert, ohne dass es eines hohen konstruktiven Aufwands
bedarf.
[0059] Durch die identisch ausgebildeten Körper 24, 26, die die Zugrolle 22 bilden, ergeben
sich herstellungstechnisch Vorteile.
1. Handtuchspender (200) umfassend ein Gehäuse, eine erste und eine zweite innere Halteeinrichtung
(12, 14, 154), wie Innenwandung, eine Zugrolle (22), eine in Richtung der Zugrolle
kraftbeaufschlagte Druckrolle (25) sowie einen die Zugrolle in Drehbewegung versetzenden
Motor (70) mit Motorwelle (68) zum Transportieren eines Abschnitts des Handtuchs zwischen
der Zugrolle und der Druckrolle, wobei der Motor in einem endseitig offenen Hohlraum
(64) der Zugrolle angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zugrolle zwischen der Motorwelle (68) oder einem von dieser ausgehenden Element
und einem von einer der inneren Halteeinrichtungen (12) ausgehenden oder diese durchsetzenden
Wellenstumpf (73) gelagert ist.
2. Handtuchspender nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zugrolle (22) aus zwei gleich ausgebildeten lösbar miteinander verbundenen Körpern
(24, 26, 224) besteht.
3. Handtuchspender nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Körper (24, 26, 224) jeweils aus einem den Hohlraum (64, 66) umgebenen äußeren
Hohlzylinderabschnitt (28, 60, 260) und einem von diesem ausgehenden und in dessen
Längsrichtung verlaufenden inneren Abschnitt (34, 46, 264) in Form einer Zylinderhälfte
besteht, wobei bei zusammengesetzten Körpern die Zylinderhälften mit ihren in Zylinderlängsachsenrichtung
verlaufende Flachseiten (38, 40) aufeinanderliegen und Umfangsfläche des einen Körpers
fluchtend in Umfangsfläche des anderen Körpers übergeht oder die Umfangsflächen parallel
zueinander versetzt zur Bildung einer umlaufenden Senke, wie Nut (226), verlaufen.
4. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Zusammenstecken der Körper (24, 26, 224) diese in ihren zueinander auszurichtenden
Stirnflächen (42, 44, 56, 58) des inneren und des äußeren Abschnitts (34, 46; 28,
60; 260, 264) Vorsprünge (48, 49, 50, 51) und korrespondierende Aussparungen (52,
53, 54, 55) aufweisen.
5. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Motor (70) von einem Aufnahmegehäuse (74, 274) aufgenommen ist, das von der weiteren
inneren Haltereinrichtung (14) ausgeht, dass sich das Aufnahmegehäuse innerhalb des
Hohlraums (64) und beabstandet zu dessen Innenwandung (100) erstreckt und über ein
in dem Körper (26) angeordnetes erstes Kugellager (72) gegenüber der Zugrolle (22)
abgestützt ist.
6. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wellenstumpf (73) über ein in dem Körper (24) angeordnetes zweites Kugellager
(71) gegenüber der Zugrolle (22) abgestützt ist.
7. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich das erste und/oder das zweite Kugellager (71, 72) entlang Bodenwandung des Hohlraums
(64, 66) erstreckt.
8. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmegehäuse (74, 274) öffnungsseitig einen senkrecht zur Längsachse des Aufnahmegehäuses
verlaufenden flanschartigen Rand (84) aufweist, der bei montiertem Aufnahmegehäuse
an zungenrollenabgewandter Außenseite der weiteren inneren Halteeinrichtung (14) anliegt.
9. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Oberfläche der Zugrolle (22) zumindest bereichsweise strukturiert, wie aufgeraut
und/oder beschichtet, oder von einer eine Haftreibung ermöglichenden Umhüllenden umgeben
ist.
10. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmegehäuse (74) bodenseitig einen hülsenartigen Vorsprung (80) aufweist,
der von der Motorwelle (68) durchsetzt ist und seinerseits bei montierter Zugrolle
(22) in eine mittig von Längsachse der Zugrolle durchsetzte Aufnahme, wie Öffnung
(80), eingreift und koaxial die Längsachse umgibt.
11. Handtuchspender nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei zusammengesetzten Körpern (24, 26, 224) zwischen deren inneren und äußeren Abschnitten
(34, 46, 28, 60, 246, 260) eine umlaufende Vertiefung (266), wie Nut, verläuft, in
die ein eine Haftreibung für zu transportierendes Papier erzeugendes Element, wie
Gummiband oder -ring, eingebracht ist.