[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet der autonomen Flurförderfahrzeuge.
[0002] Bekannt sind Sortiersysteme mit Stetigförderern von denen zu Sortierende Stückgüter
in Endstellen abgeworfen werden. Diese Sortiersysteme erlauben auf einer gegebenen
Fläche einen hohen Durchsatz, legen den Betreiber jedoch auf einer fixen Geometrie
der Anlagen fest, oft für viele Jahre, da sich ein häufiger Umbau der Anlage und Anpassung
an neue Gegebenheiten oft nicht lohnt. Für verkettete Stetigförderer ist die Verwendung
von Mehrfachladungsträgern bekannt.
[0003] Die Sortierung von Stückgütern mittels Flurfördertransportsystemen (FTS), welche
zum Sortieren autonome Flurförderfahrzeuge (die synonym auch als FTF, AGV oder "automated
guided vehicle" bezeichnet werden) verwenden, bieten unter bestimmten Randbedungen
Vorteile hinsichtlich Footprint, Installationskosten und Flexibilität. Eine freie
Anordnung von Endstellen (z.B. Rollwagen) auf einer kleinen angemieteten Fläche ohne
massiven Stahlbau wäre wünschenswert. Aufgrund der bei Flurfördertransportsystemen
auftretenden Kreuzungsproblematik sind hohe Durchsätze auf einer eingeschränkten Fläche
mit einer hohen Anzahl an Fahrzeugen schwer realisierbar. Bekannt sind Flurfördertransportsysteme
mit denen pro Fahrzeug immer nur ein Stückgut transportiert wird.
[0004] Bisher wurde das Durchsatzproblem von FTS basierten Sortiersystemen durch eine Erhöhung
der Fahrgeschwindigkeit, ein optimiertes Fahrweg- und Endstellen-Layout und eine komplexe
dynamische Fahrwegoptimierung zu lösen versucht.
[0005] Wünschenswert sind Sortiersysteme welche die folgenden unterschiedlichen sich teils
widerstrebenden Anforderungen optimieren: einen geringen Flächenbedarf, ein Layout
das mit geringem Aufwand variiert werden kann, sowie einen hohen Durchsatz. Der vorliegenden
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine optimierte Sortierung von Stückgütern zu
ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale eines in Anspruch 1 beschriebenen autonomen
Flurförderfahrzeugs, sowie durch ein Verfahren gemäss Anspruch 13, sowie durch ein
Sortiersystem gemäss Anspruch 14 gelöst.
[0007] Das autonome Flurförderfahrzeug umfasst einen Mehrfachladungsträger und eine Stellvorrichtung.
Der Mehrfachladungsträger umfasst mehrere Aufnahmeplätze, von denen jeder zur Aufnahme
eines Stückgutes vorgesehen ist.
[0008] Die Stellvorrichtung ist ausgestaltet, jeden der Aufnahmeplätze an eine linksseitige
Abwurfposition und eine rechtsseitige Abwurfposition zu bewegen. Von der linksseitigen
Abwurfposition aus lässt sich ein Stückgut auf der linken Seite des Flurförderfahrzeugs
abwerfen. Von der rechtsseitigen Abwurfposition aus lässt sich ein Stückgut auf der
rechten Seite des Flurförderfahrzeugs abwerfen.
[0009] Das Verfahren betrifft die Verwendung eines Flurförderfahrzeugs zum Sortieren von
Stückgütern.
[0010] Zur Lösung der Aufgabe wird zudem ein Sortiersystem vorgestellt, das beidseitig entlang
von Bahnen angeordnete Sortierziele und eines oder mehrere Flurförderfahrzeuge umfasst.
[0011] Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung, die einzeln oder in Kombination miteinander
einsetzbar sind, sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Gemäss einem Ausführungsbeispiel umfasst der Mehrfachladungsträger eine horizontal
angeordnete Fläche, die durch die Stellvorrichtung um eine vertikale Achse rotierbar
ist. Die Aufnahmeplätze sind am Rand der Fläche angeordnet. Dies erlaubt einen einfachen
Aufbau des Flurförderfahrzeugs, insbesondere der Stellvorrichtung und des Mehrfachladungsträgers,
mit dem sich eine Vielzahl von Aufnahmeplätzen an eine gewünschte Abwurfposition bewegen
lässt.
[0013] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist die Fläche quadratisch. Dadurch lässt sich das
Flurförderfahrzeug besonders effizient in einem Sortiersystem einsetzten, welches
Endstellen oder Sortierzwischenziele umfasst, die auf der linken und rechten Seite
einer Fahrbahn für das Flurförderfahrzeug angeordnet sind.
[0014] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist die Fläche eine Kreisscheibe.
[0015] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist die rechtsseitige Abwurfposition unterschiedlich
von der linksseitigen Abwurfposition. Beispielsweise sind die linksseitige Abwurfposition
und die rechtsseitige Abwurfposition in Fahrtrichtung des Flurförderfahrzeugs links
und rechts nebeneinander angeordnet.
[0016] Gemäss einem Ausführungsbeispiel sind der Mehrfachladungsträger und die Stellvorrichtung
ausgestaltet, einen Aufnahmeplatz unabhängig von einer Belegung der andern Aufnahmeplätze
an die linksseitige Abwurfposition oder rechtsseitige Abwurfposition zu bewegen. Dies
erlaubt eine einfache Durchführung des Abwurfs eines Stückguts an einer gewünschten
Stelle, da keine Rücksicht auf die Belegung von andern Aufnahmeplätzen genommen werden
muss.
[0017] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist die Stellvorrichtung ausgestaltet, die Aufnahmeplätze
zu bewegen indem der Mehrfachladungsträger als Ganzes bewegt wird.
[0018] Gemäss einem Ausführungsbeispiel umfasst jeder der Aufnahmeplätze eine eigene Abwurfvorrichtung,
mittels welcher ein Stückgut aus dem Aufnahmeplatz von dem Flurförderfahrzeug abwerfbar
ist. Dies ermöglicht einen effizienten Abwurfvorgang.
[0019] Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist eine Abwurfvorrichtung als Abwurfschacht ausgestaltet.
Dadurch lassen sich Stückgüter auf einfache Weise von dem Flurförderfahrzeug abwerfen
und platzsparende Sortiersysteme verwirklichen.
[0020] Gemäss weiteren Ausführungsbeispielen ist eine Abwurfvorrichtung als Bandförderer
ausgestaltet. Auch diese erlauben einen einfachen Abwurf der Stückgüter.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren Beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines Flurförderfahrzeugs gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 2 eine Seitenansicht des Flurförderfahrzeugs von Figur 1 senkrecht zur Fahrtrichtung;
Figur 3 eine Seitenansicht des Flurförderfahrzeugs von Figur 1 entlang der Fahrtrichtung;
Figur 4 eine Draufsicht des Flurförderfahrzeugs von Figur 1;
Figuren 5-9 perspektivische Darstellungen eines Sortiersystems gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0022] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines autonomen Flurförderfahrzeugs
1 gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Figuren 2-4 zeigen das Flurförderfahrzeug
1 in unterschiedlichen Ansichten, nämlich Figur 2 in einer Seitenansicht senkrecht
zur Fahrtrichtung, Figur 3 in einer Seitenansicht entlang der Fahrtrichtung und Figur
4 in einer Draufsicht.
[0023] Das Flurförderfahrzeug 1 umfasst einen Mehrfachladungsträger 4, eine Stellvorrichtung
6 und ein Fahrsystem 2. Das Fahrsystem 2 ist als selbstbalancierendes einachsiges
Antriebssystem ausgeführt, das ausgestaltet ist mittels einer Regelung von in Antriebsrädern
21 eingebauten Antrieben 23 das Flurförderfahrzeug 1 in Balance zu halten. Das Fahrsystem
2 umfasst daher die Antriebsräder 21 sowie ein passives Stützrad 25, das sich anheben
und absenken lässt, beispielsweise um bei ausgeschalteter Regelung des Fahrzeugantriebs
zu verhindern, dass das Flurförderfahrzeug 1 umkippt. In weiteren Ausführungsformen
ist das Flurförderfahrzeug nicht als selbstbalancierendes System ausgestaltet, sondern
stützt sich permanent auf mehr als zwei Rädern, beispielsweise auf vier zweiachsig
angeordneten Rädern ab, wodurch keine Regelungskreis notwendig ist, um das Flurförderfahrzeug
in Balance zu halten.
[0024] Der Mehrfachladungsträger 4 umfasst eine horizontal angeordnete quadratische Fläche
41 an deren Randbereich Aufnahmeplätze 3 angeordnet sind. Jeder der Aufnahmeplätze
3 ist zur Aufnahme eines zu sortierenden Stückgutes 5 vorgesehen und umfasst eine
eigene als Abwurfschacht ausgestaltete Abwurfvorrichtung, mittels welcher ein Stückgut
5 sich aus dem Aufnahmeplatz 3 von dem Flurförderfahrzeug 1 abwerfen lässt.
[0025] Die Stellvorrichtung 6 ist ausgestaltet, den Mehrfachladungsträger als Ganzes um
eine vertikale Achse A zu rotieren, sodass sich jeder der Aufnahmeplätze 3 an eine
linksseitige Abwurfposition ls und eine rechtsseitige Abwurfposition rs bewegen lässt.
Das Flurförderfahrzeug 1 ist ausgestaltet, dass von der linksseitigen Abwurfposition
ls aus sich ein Stückgut 5 auf der in Fahrtrichtung gesehen linken Seite des Flurförderfahrzeugs
1 abwerfen lässt, während von der rechtsseitigen Abwurfposition rs sich ein Stückgut
5 auf der in Fahrtrichtung gesehen rechten Seite des Flurförderfahrzeugs 1 abwerfen
lässt. Die rechtsseitige Abwurfposition rs ist unterschiedlich von der linksseitigen
Abwurfposition ls.
[0026] In diesem Ausführungsbeispiel sind die linksseitige Abwurfposition ls und die rechtsseitige
Abwurfposition rs in Fahrtrichtung v des Flurförderfahrzeugs 1 links und rechts nebeneinander
angeordnet.
[0027] In diesem Ausführungsbeispiel lässt sich jeder der Aufnahmeplätze 3 unabhängig von
einer Belegung der andern Aufnahmeplätze 3 an die linksseitige Abwurfposition ls oder
an die rechtsseitige Abwurfposition rs bewegen.
[0028] In andern Ausführungsbeispielen umfasst das Flurförderfahrzeug anstelle des um die
vertikale Achse drehbaren Mehrfachladungsträgers 4 ein Paternoster-System, das ausgestaltet
ist Aufnahmeplätze in einer senkrecht zur Fahrtrichtung v angeordneten Ebene zu rotieren.
[0029] In andern Ausführungsbeispielen ist die Fläche 41 nicht quadratisch, sondern hat
andere geeignete Formen, beispielsweise ist sie rechteckig oder eine Kreisscheibe.
[0030] In andern Ausführungsbeispielen umfasst einer, mehrere oder alle der Aufnahmeplätze
jeweils eine Abwurfvorrichtung 3, die als Bandförderer ausgestaltet ist. In weiteren
Varianten umfasst einer, mehrere oder alle der Aufnahmeplätze jeweils eine Abwurfvorrichtung
3, die als Kippschale ausgestaltet ist.
[0031] Figuren 5-9 zeigen perspektivische Darstellungen eines Sortiersystems 100 gemäss
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das Sortiersystem
100 umfasst auf einer Ebene 8 in parallelen Reihen angeordnete Endstellen 72 und über
der Ebene 8 angeordnete Beladungsstationen 71. Zwischen den Reihen von Endstellen
72 erstrecken sich Bahnen, die ausgestaltet sind, dass sich autonome Flurförderfahrzeuge
1 darin entlang bewegen können. Über der Ebene 8 angeordnet sind Beladungsstationen
71.
[0032] Figur 5 zeigt ein erstes autonomes Flurförderfahrzeug 1a, das unter Beladungsstationen
71 hindurch in Fahrtrichtung v1 auf die Bahn 73 zufährt und dessen Aufnahmeplätze
3 mit Stückgütern 5 durch die Beladungsstationen 71 beladen werden. Ein zweites autonomes
Flurförderfahrzeug 1b, das zuvor seine Stückgüter in Endstellen einsortiert hatte
befindet sich auf dem Rückweg in Gegenrichtung v2.
[0033] Figur 6 zeigt wie das erste Flurförderfahrzeug 1a entlang der Bahn 73 fährt. Ein
Stückgut 5 wird von einem Aufnahmeplatz 3 des ersten Flurförderfahrzeugs 1a entladen,
wenn sich der Aufnahmeplatz 3 über einer Endstelle 72 befindet, die dem Ziel des Stückguts
5 entspricht. Dies ist jedoch nur dann ohne weitere Massnahmen möglich, wenn sich
das Stückgut 5 bereits auf einem Aufnahmeplatz 3 befindet, der auf der richtigen Seite
des Mehrfachladungsträgers 4 angeordnet ist.
[0034] Eine solche Massnahme ist in Figur 7 gezeigt. Dort dreht die Stellvorrichtung 6 des
ersten Flurförderfahrzeugs 1a den Mehrfachladungsträger 4, sodass sich einer oder
mehrere der Aufnahmeplätze 3, die sich nicht an einer linksseitigen Abwurfposition
ls befinden, an eine linksseitige Abwurfposition bewegen. Dabei werden auch Aufnahmeplätze
3, die sich nicht an einer rechtsseitigen Abwurfposition rs befinden, an eine rechtsseitge
Abwurfposition rs bewegt.
[0035] Mit einer geeigneten in jedes Flurförderfahrzeug eingebauten Steuerungseinrichtung
80 (siehe Figur 2) oder mittels einer externen Steuerungseinrichtung lassen sich so
in einer einzigen Durchfahrt durch die Bahn 73 alle in den Aufnahmeplätzen 3 des Flurförderfahrzeugs
1a enthaltenen Stückgüter 5 in jede beliebige Endstelle 72 abwerfen, unabhängig davon,
ob diese auf der linken Seite oder auf der rechten Seite der Bahn 73 angeordnet ist.
[0036] Figur 8 zeigt das erste Flurförderfahrzeug 1a, nachdem es sämtliche darin geladenen
Stückgüter 5 in die passenden Endstellen 72 der Bahn 73 einsortiert hat und die Bahn
73 verlässt. Das Flurförderfahrzeug 1a begibt sich nun wie zuvor das zweite Flurförderfahrzeug
1b auf den Rückweg zu den Beladungsstationen 71 um neu mit Stückgütern 5 beladen zu
werden.
[0037] Figur 9 zeigt das erste Flurförderfahrzeug 1a zurückfahrend zu den Beladungsstationen
71, während das zweite Flurförderfahrzeug 1b unter die Beladungsstationen 71 fährt,
um von diesen mit Stückgütern beladen zu werden.
[0038] Gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel werden mehrere Güter auf einem FTF so transportiert,
dass jedes geförderte Gut jede Endstelle oder Zwischenziel ohne Einschränkungen erreichen
kann.
[0039] Weitere Ausführungsbeispiel umfassen die Anbringung mehrerer drehbarer Ladungsträger
an das FTF in der Art (linear, zirkular), dass:
Die transportierten "n" Stückgüter auf dem FTF individuell und unabhängig voneinander
und ohne Einschränkung während der Fahrt an jeder Zielendstelle abgegeben werden können;
und/oder
eine Endstelle in voller Fahrt und mit vollem Durchsatz befüllt werden kann, d.h.
alle Güter auf dem FTF in eine Endstelle bei voller Fahrt sequentiell oder parallel
entladen werden können;
und/oder
jedes Gut jede Endstelle während einer Fahrt oder Umlauf des FTF erreichen kann;
und/oder
Anordnung mehrerer Ladungsträger auf einem FTF, sodass mehr als eine Sendung gleichzeitig
transportiert werden kann;
und/oder
eine erhebliche Einsparung an Footprint, Stahlbau und Anlagenkomplexität, die ein
adaptives, flexibles und den aktuellen Anforderungen angepasstes Anlagenlayout ermöglicht
wird;
und/oder
eine maximale Flexibilität der Anordnung und Lage der Endstellen ermöglicht wird.
1. Autonomes Flurförderfahrzeug (1) umfassend
einen Mehrfachladungsträger (4) und eine Stellvorrichtung (6) ;
wobei der Mehrfachladungsträger (4) mehrere Aufnahmeplätze (3) umfasst, von denen
jeder zur Aufnahme eines Stückgutes (5) vorgesehen ist;
wobei die Stellvorrichtung (6) ausgestaltet ist, jeden der Aufnahmeplätze (3) an eine
linksseitige Abwurfposition (ls) von der aus sich ein Stückgut (5) auf der linken
Seite des Flurförderfahrzeugs (1) abwerfen lässt und eine rechtsseitige Abwurfposition
(rs) von der aus sich ein Stückgut (5) auf der rechten Seite des Flurförderfahrzeugs
(1) abwerfen lässt zu bewegen.
2. Flurförderfahrzeug (1) nach Anspruch 1, wobei der Mehrfachladungsträger (4) eine horizontal
angeordnete Fläche (41) umfasst, die durch die Stellvorrichtung (6) um eine vertikale
Achse (A) rotierbar ist, und die Aufnahmeplätze am Rand der Fläche (41) angeordnet
sind.
3. Flurförderfahrzeug (1) nach Anspruch 2, wobei die Fläche (41) quadratisch ist.
4. Flurförderfahrzeug (1) nach Anspruch 2, wobei die Fläche (41) eine Kreisscheibe ist.
5. Flurförderfahrzeug (1) nach Anspruch 2, wobei die Fläche (41) rechteckig ist.
6. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die linksseitige
Abwurfposition (ls) und die rechtsseitige Abwurfposition (rs) in Fahrtrichtung (v)
des Flurförderfahrzeugs (1) links und rechts nebeneinander angeordnet sind.
7. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Mehrfachladungsträger
(4) und die Stellvorrichtung (6) ausgestaltet sind, einen Aufnahmeplatz (3) unabhängig
von einer Belegung der andern Aufnahmeplätze (3) an die linksseitige Abwurfposition
(ls) oder rechtsseitige Abwurfposition (rs) zu bewegen.
8. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Stellvorrichtung
(6) ausgestaltet ist, die Aufnahmeplätze (3) zu bewegen indem der Mehrfachladungsträger
(4) als Ganzes bewegt wird.
9. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jeder der Aufnahmeplätze
(3) eine Abwurfvorrichtung umfasst, mittels welcher ein Stückgut (5) aus dem Aufnahmeplatz
(3) ab dem Flurförderfahrzeug (1) abwerfbar ist.
10. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei einer der Aufnahmeplätze
(3) eine Abwurfvorrichtung umfasst oder mehrere oder alle der Aufnahmeplätze (3) jeweils
eine Abwurfvorrichtung umfassen, die als Abwurfschacht ausgestaltet ist.
11. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei einer der Aufnahmeplätze
(3) eine Abwurfvorrichtung umfasst oder mehrere oder alle der Aufnahmeplätze jeweils
eine Abwurfvorrichtung (3) umfassen, die als Bandförderer ausgestaltet ist.
12. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Mehrfachladungsträger
und die Stellvorrichtung als Paternostersystem ausgeführt sind, das ausgestaltet ist,
jeden der Aufnahmeplätze (3) an die linksseitige Abwurfposition (ls) und die rechtsseitige
Abwurfposition (rs) zu bewegen.
13. Flurförderfahrzeug (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, umfassend eine programmierbare
Steuerungseinrichtung (80), die ausgestaltet ist, die Stellvorrichtung (6) zur Ausführung
eines Sortierplans anzusteuern.
14. Verwendung eines Flurförderfahrzeugs (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum
Sortieren von Stückgütern.
15. Sortiersystem (100) zum Sortieren von Stückgütern, umfassend eines oder mehrere Flurförderfahrzeuge
(1) nach einem der Ansprüche 1-13 und beidseitig entlang von durch das oder die Flurförderfahrzeuge
(1) befahrbaren Bahnen (73) angeordnete Sortierziele (72).