[0001] Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten Art.
[0002] Derartige Wäschetrockner sind in einer Vielzahl von Ausführungsführungsformen bereits
vorbekannt und umfassen ein Gehäuse, eine in dem Gehäuse um eine Trommeldrehachse
drehbar angeordnete Trommel, einen Prozessluftkanal zur Führung einer Prozessluft
zur Trocknung von in der Trommel eingelegter Wäsche und ein in einem Strömungsweg
der Prozessluft angeordnetes Prozessluftgebläse zur Förderung der Prozessluft durch
den Prozessluftkanal, wobei eine Motorwelle eines Motors des Prozessluftgebläses zur
Drehung eines Prozessluftgebläserads des Prozessluftgebläses um eine Motorwellenachse
der Motorwelle unter Durchdringung einer Prozessluftkanalwand des Prozessluftkanals
an einer Motorwellendurchdringungsstelle der Prozessluftkanalwand teilweise in dem
Prozessluftkanal angeordnet ist, und wobei die Motorwellenachse teilweise quer zum
Strömungsweg der Prozessluft verläuft.
Ein solcher Wäschetrockner ist beispielsweise aus der
DE 10 2017 103 633 A1 bekannt.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Wäschetrockner zu verbessern.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Wäschetrockner mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Motorwellendurchdringungsstelle
im Vergleich zu einem die Motorwellendurchdringungsstelle unmittelbar umgebenden Rest
der Prozessluftkanalwand derart nach außen in Richtung Motor zurückspringt, dass in
der Prozessluftkanalwand in dem Bereich der Motorwellendurchdringungsstelle eine Vertiefung
ausgebildet ist, mittels der die in dem Prozessluftkanal strömende Prozessluft im
Bereich der Motorwelle außerhalb der Vertiefung im Wesentlichen wirbelfrei strömt.
Der Wäschetrockner kann dabei als ein Haushaltsgerät oder für den professionellen
Einsatz, also für den gewerblichen Betrieb, ausgebildet sein. Denkbar ist auch, dass
der Wäschetrockner als ein Kombinationsgerät zum Waschen und zum Trocknen von Wäsche
ausgebildet ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass ein Wäschetrockner
verbessert ist. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Prozessluftkanals werden
großskalige Turbulenzen, wie diese beispielsweise in Hufeisenwirbeln oder dergleichen
auftreten, wirksam verhindert. Durch die Überströmung der Vertiefung, also der zurückgesetzten
Kontur der Prozessluftkanalwand in dem Bereich der Motorwellendurchdringungsstelle,
bildet sich in der Vertiefung ein Wirbel mit einer zirkulierenden Strömung aus. An
der Motorwellendurchdringungsstelle tritt nun eine Rückströmung auf, so dass die Bildung
beispielsweise des vorgenannten Hufeisenwirbels verhindert ist. Es ist somit ein Bereich
geschaffen, in dem sich durch die Motorwelle bedingte Turbulenzen abbauen können.
Turbulenzen, die sich an der Motorwellendurchdringungsstelle bilden und bei einer
Prozessluftkanalkontur ohne die vorgenannte Vertiefung mit der Hauptströmung zum Prozessluftgebläserad
befördert würden, sind erfindungsgemäß auf den oben genannten zirkulierenden Wirbel
beschränkt und können sich in der Vertiefung durch Energietransport auf kleinere Skalen
abbauen und auf der Ebene der Fluid-Viskosität dissipieren. Aufgrund der Erfindung
ist somit eine weniger instationäre Anströmung des Prozessluftgebläserads ermöglicht,
so dass die Effizienz des Prozessluftgebläses gesteigert und dessen Schallemission
reduziert ist.
[0006] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Wäschetrockners sieht vor,
dass die Vertiefung einen Vertiefungsboden und eine den Vertiefungsboden mit dem Rest
der Prozessluftkanalwand verbindende, umlaufende Vertiefungswand aufweist, wobei der
Vertiefungsboden im Wesentlichen in einem Winkel von 90° zu der Motorwellenachse angeordnet
ist, bevorzugt, dass der Vertiefungsboden die Motorwelle kreisringförmig umgibt, besonders
bevorzugt, dass die Vertiefungswand den Vertiefungsboden konzentrisch umgibt. Hierdurch
ist die Vertiefung auf konstruktiv und fertigungstechnisch besonders günstige Weise
realisiert. Dies gilt insbesondere für die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung.
[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wäschetrockners sieht vor, dass die Vertiefungswand im Wesentlichen in einem Winkel
von 20° zu der Motorwellenachse angeordnet ist, wobei sich die Vertiefung ausgehend
von dem Vertiefungsboden in Richtung von dem die Vertiefung unmittelbar umgebenden
Rest der Prozessluftkanalwand weitet. Auf diese Weise ist eine für eine Überströmung
der Vertiefung mit der Prozessluft besonders günstige Ausbildung der Vertiefung geschaffen.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Wäschetrockners sieht
vor, dass ein Übergang zwischen der Vertiefung auf der einen Seite und dem die Vertiefung
unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand auf der anderen Seite einen Übergangsradius
aufweist, bevorzugt, dass der Übergangsradius um die Vertiefung umlaufend im Wesentlichen
konstant ausgebildet ist, besonders bevorzugt, dass der Übergangsradius etwa 5 mm
beträgt. Hierdurch ist ein akustisch und strömungstechnisch vorteilhafter Übergang
zwischen der Vertiefung und dem die Vertiefung unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand
ermöglicht. Dies gilt besonders für die bevorzugte Ausführungsform und insbesondere
für die besonders bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung.
[0009] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Wäschetrockners sieht
vor, dass ein motorseitiger Bereich der Prozessluftkanalwand in einem parallel zu
der Motorwellenachse und durch die Motorwellenachse horizontal verlaufenden Längsschnitt
des Prozessluftkanals an die Vertiefung unmittelbar angrenzend in einem Winkel von
etwa 60° bis etwa 80°, bevorzugt in einem Winkel von 70°, zu der Motorwellenachse
angeordnet ist. Auf diese Weise ist die Überströmung der Vertiefung durch die Prozessluft
auf strömungstechnisch besonders günstige Art realisiert. Dies gilt insbesondere für
die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung.
[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wäschetrockners sieht vor, dass der motorseitige Bereich der Prozessluftkanalwand
in dem vorgenannten Längsschnitt des Prozessluftkanals in Strömungsrichtung der Prozessluft
in einem Abschnitt von etwa 10 mm bis etwa 40 mm vor dem Prozessluftgebläserad, bevorzugt
vor einer in Strömungsrichtung der Prozessluft dem Prozessluftgebläserad vorgeschalteten
Düse des Prozessluftkanals, in einem Winkel von etwa 10° bis etwa 40°, bevorzugt 30°,
zu der Motorwellenachse angeordnet ist, wobei sich der Winkel dieses motorseitigen
Bereichs der Prozessluftkanalwand zu der Motorwellenachse ausgehend von der Vertiefung
im Wesentlichen stetig auf den vorgenannten Winkel verringert. Hierdurch ist ein strömungstechnisch
besonders günstiger Übergang des motorseitigen Bereichs der Prozessluftkanalwand von
der Vertiefung auf das Prozessluftgebläserad ermöglicht. Dies gilt insbesondere für
die bevorzugten Ausführungsformen dieser Weiterbildung.
[0011] Eine vorteilhafte Weiterbildung der letztgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wäschetrockners sieht vor, dass der motorseitige Bereich der Prozessluftkanalwand
in dem vorgenannten Abschnitt derart stetig verlaufend ausgebildet ist, dass die Prozessluft
in diesem Abschnitt des motorseitigen Bereichs der Prozessluftkanalwand im Wesentlichen
wirbelfrei strömt. Auf diese Weise ist die Strömungstechnik in der unmittelbaren Umgebung
des Prozessluftgebläserads weiter verbessert. Beispielsweise ist es dadurch möglich,
Gebiete mit geringer Strömungsgeschwindigkeit, sogenannte Totwassergebiete, zu vermeiden.
[0012] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Wäschetrockners nach einem
der Ansprüche 5 bis 7 sieht vor, dass sich der Prozessluftkanal von einem in dem Strömungsweg
der Prozessluft angeordneten Wärmetauscher bis zu dem Prozessluftgebläserad erstreckt,
wobei der motorseitige Bereich der Prozessluftkanalwand in dem vorgenannten Längsschnitt
wärmetauscherseitig in einem Winkel von etwa 10° bis etwa 30° zu der Motorwellenachse
angeordnet ist, und wobei sich der Winkel dieses Bereichs der Prozessluftkanalwand
zu der Motorwellenachse ausgehend von dem Wärmetauscher bis zur Vertiefung im Wesentlichen
stetig vergrößert. Hierdurch ist der motorseitige Bereich der Prozessluftkanalwand
in dem vorgenannten Längsschnitt auch in Strömungsrichtung vor der Vertiefung auf
strömungstechnisch vorteilhafte Weise ausgebildet.
[0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Wäschetrockners sieht vor, dass ein vom Motor abgewandter Bereich der Prozessluftkanalwand
in dem vorgenannten Längsschnitt des Prozessluftkanals wärmetauscherseitig in einem
Winkel von etwa 30° bis etwa 50°, bevorzugt 40°, zu der Motorwellenachse angeordnet
ist, wobei sich der Winkel dieses Bereichs der Prozessluftkanalwand zu der Motorwellenachse
ausgehend von dem Wärmetauscher bis zu dem Prozessluftgebläserad, bevorzugt bis vor
einer in Strömungsrichtung der Prozessluft dem Prozessluftgebläserad vorgeschalteten
Düse des Prozessluftkanals, innerhalb von 20% dieses Bereichs von dem vorgenannten
Winkel im Wesentlichen stetig bis zu einem Winkel von etwa 80° zu der Motorwellenachse
vergrößert und anschließend innerhalb von 70% dieses Bereichs von dem letztgenannten
Winkel von etwa 80° stetig auf etwa 65° verringert. Auf diese Weise ist auch der dem
Motor abgewandte Bereich der Prozessluftkanalwand in dem vorgenannten Längsschnitt
strömungstechnisch vorteilhaft ausgebildet. Dies gilt insbesondere für die bevorzugten
Ausführungsformen dieser Weiterbildung.
[0014] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Wäschetrockners sieht
vor, dass die Prozessluftkanalwand, mit Ausnahme der Vertiefung, im Wesentlichen stetig
verlaufend ausgebildet ist. Hierdurch ist die Strömungstechnik in dem gesamten Prozessluftkanal
zusätzlich verbessert.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Wäschetrockners in einer geschnittenen
Draufsicht, in teilweiser Darstellung,
- Figur 2
- das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 in einer vergrößerten Detaildarstellung im
Bereich des Prozessluftkanals,
- Figur 3
- das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 in einer stark vergrößerten Detaildarstellung
im Bereich der Motorwelle und
- Figur 4
- das Ausführungsbeispiel in einer stark vergrößerten Detaildarstellung im Bereich der
Vertiefung, in einer perspektivischen Teilansicht mit Blickrichtung auf die Vertiefung
von innen nach außen.
[0016] In den Fig. 1 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Wäschetrockners
rein exemplarisch dargestellt.
[0017] Der Wäschetrockner 2 ist als ein Wärmepumpen-Wäschetrockner für den Haushalt ausgebildet
und umfasst ein Gehäuse 4, eine in dem Gehäuse 4 um eine Trommeldrehachse 6 drehbar
angeordnete, nicht dargestellte Trommel, einen Prozessluftkanal 8 zur Führung einer
Prozessluft zur Trocknung von in der Trommel eingelegter, nicht dargestellter Wäsche
und ein in einem Strömungsweg 10 der Prozessluft angeordnetes Prozessluftgebläse 12
zur Förderung der Prozessluft durch den Prozessluftkanal 8, wobei eine Motorwelle
14 eines Motors 16 des Prozessluftgebläses 12 zur Drehung eines Prozessluftgebläserads
18 des Prozessluftgebläses 12 um eine Motorwellenachse 20 der Motorwelle 14 unter
Durchdringung einer Prozessluftkanalwand 22 des Prozessluftkanals 8 an einer Motorwellendurchdringungsstelle
24 der Prozessluftkanalwand 22 teilweise in dem Prozessluftkanal 8 angeordnet ist,
und wobei die Motorwellenachse 20 teilweise quer zum Strömungsweg 10 der Prozessluft
verläuft. Die Prozessluft ist in der Fig. 3 mit gestrichelten Strömungslinien und
Strömungspfeile 26 und in der Fig. 4 mit Strömungspfeilen 26 symbolisiert. Der Pfeil
10, der den Strömungsweg symbolisiert, zeigt darüber hinaus auch eine Strömungsrichtung,
nämlich eine Hauptströmungsrichtung, der Prozessluft an.
[0018] Die Motorwellendurchdringungsstelle 24, springt im Vergleich zu einem die Motorwellendurchdringungsstelle
24 unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand 22 derart nach außen in Richtung
Motor 16 zurück, dass in der Prozessluftkanalwand 22 in dem Bereich der Motorwellendurchdringungsstelle
24 eine Vertiefung 28 ausgebildet ist, mittels der die in dem Prozessluftkanal 8 strömende
Prozessluft 26 im Bereich der Motorwelle 14 außerhalb der Vertiefung 28 im Wesentlichen
wirbelfrei strömt.
[0019] Der Prozessluftkanal 8 erstreckt sich von einem in dem Strömungsweg 10 der Prozessluft
26 angeordneten Wärmetauscher 30 bis zu dem Prozessluftgebläserad 18, wobei ein motorseitiger
Bereich 32 der Prozessluftkanalwand 22 in einem parallel zu und durch die Motorwellenachse
20 verlaufenden Längsschnitt gemäß der Fig. 1 bis 3 wärmetauscherseitig in einem Winkel
von 17° zu der Motorwellenachse 20 angeordnet ist, und wobei sich der Winkel dieses
Bereichs 32 der Prozessluftkanalwand 22 zu der Motorwellenachse 20 ausgehend von dem
Wärmetauscher 30 bis zur Vertiefung 28 im Wesentlichen stetig vergrößert. Siehe die
Fig. 1 bis 3.
[0020] Der motorseitige Bereich 32 der Prozessluftkanalwand 22 ist in dem parallel zu der
Motorwellenachse 20 und durch die Motorwellenachse 20 verlaufenden Längsschnitt des
Prozessluftkanals 8 an die Vertiefung 28 unmittelbar angrenzend in einem Winkel von
70° zu der Motorwellenachse 20 angeordnet. Siehe hierzu die Fig. 1 bis 3, insbesondere
die Fig. 2, in der die vorgenannten Winkel des motorseitigen Bereichs 32 und eines
dem Motor 16 abgewandten Bereichs 36 der Prozessluftkanalwand 22 des Prozessluftkanals
8 eingetragen sind.
[0021] Der motorseitige Bereich 32 der Prozessluftkanalwand 22 ist in dem vorgenannten Längsschnitt
des Prozessluftkanals 8 in Strömungsrichtung 10 der Prozessluft 26 in einem Abschnitt
von etwa 20 mm vor einer in Strömungsrichtung 10 der Prozessluft 26 dem Prozessluftgebläserad
18 vorgeschalteten Düse 34 des Prozessluftkanals 8 in einem Winkel von 30° zu der
Motorwellenachse 20 angeordnet, wobei sich der Winkel dieses motorseitigen Bereichs
32 der Prozessluftkanalwand 22 zu der Motorwellenachse 20 ausgehend von der Vertiefung
28 im Wesentlichen stetig auf den vorgenannten Winkel und weiter stetig bis zu der
Düse 34 verringert.
[0022] Der motorseitige Bereich 32 der Prozessluftkanalwand 22 ist in dem vorgenannten Abschnitt
derart stetig verlaufend ausgebildet, dass die Prozessluft 26 in diesem Abschnitt
des motorseitigen Bereichs 32 der Prozessluftkanalwand 22 im Wesentlichen wirbelfrei
strömt.
[0023] Zusätzlich dazu ist es bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Wäschetrockners vorgesehen, dass die Prozessluftkanalwand 22, mit Ausnahme der Vertiefung
28, insgesamt im Wesentlichen stetig verlaufend ausgebildet ist.
[0024] Der vom Motor 16 abgewandte Bereich 36 der Prozessluftkanalwand 22 ist in dem aus
den Fig. 1 bis 3 ersichtlichen Längsschnitt des Prozessluftkanals 8 wärmetauscherseitig
in einem Winkel von 40° zu der Motorwellenachse 20 angeordnet, wobei sich der Winkel
dieses Bereichs 36 der Prozessluftkanalwand 22 zu der Motorwellenachse 20 ausgehend
von dem Wärmetauscher 30 bis zu der in Strömungsrichtung 10 der Prozessluft 26 dem
Prozessluftgebläserad 18 vorgeschalteten Düse 34 des Prozessluftkanals 8 innerhalb
von 20% dieses Bereichs 36 von dem vorgenannten Winkel im Wesentlichen stetig bis
zu einem Winkel von 80° zu der Motorwellenachse 20 vergrößert und anschließend innerhalb
von 70% dieses Bereichs von dem letztgenannten Winkel von 80° stetig auf 65° verringert.
Siehe hierzu insbesondere die Fig. 2.
[0025] Die Vertiefung 28 weist einen Vertiefungsboden 38 und eine den Vertiefungsboden 38
mit dem Rest der Prozessluftkanalwand 22 verbindende, umlaufende Vertiefungswand 40
auf, wobei der Vertiefungsboden 38 im Wesentlichen in einem Winkel von 90° zu der
Motorwellenachse 20 angeordnet ist, und wobei der Vertiefungsboden 38 die Motorwelle
14 kreisringförmig umgibt, nämlich, dass die Vertiefungswand 40 den Vertiefungsboden
38 konzentrisch umgibt. Siehe hierzu insbesondere die Fig. 4; in der Fig. 3 ist der
in der Bildebene der Fig. 3 links dargestellte Bereich der Vertiefungswand 40 weniger
gut erkennbar, da die Vertiefungswand 40 in dem vorgenannten Bereich im Vergleich
zu einem in der Bildebene der Fig. 3 rechts dargestellten Bereich der Vertiefungswand
40 wesentlich niedriger ausgebildet ist.
[0026] Die Vertiefungswand 40 ist im Wesentlichen in einem Winkel von 20° zu der Motorwellenachse
20 angeordnet, wobei sich die Vertiefung 28 ausgehend von dem Vertiefungsboden 38
in Richtung von dem die Vertiefung 28 unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand
22 weitet. Siehe hierzu insbesondere die Fig. 2 und 3. Auf diese Weise ist eine für
eine Überströmung der Vertiefung 28 mit der Prozessluft 26 besonders günstige Ausbildung
der Vertiefung 28 geschaffen.
[0027] Ein Übergang zwischen der Vertiefung 28 auf der einen Seite und dem die Vertiefung
28 unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand 22 auf der anderen Seite weist
bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Übergangsradius auf, wobei der Übergangsradius
um die Vertiefung 28 umlaufend im Wesentlichen konstant ausgebildet ist, und wobei
der Übergangsradius etwa 5 mm beträgt. Siehe hierzu insbesondere die Fig. 3 und 4.
Hierdurch ist ein akustisch und strömungstechnisch vorteilhafter Übergang zwischen
der Vertiefung 28 und dem die Vertiefung 28 unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand
22 ermöglicht.
[0028] Im Nachfolgenden ist die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Wäschetrockners gemäß
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 1 bis 4 näher erläutert.
[0029] Die grundsätzliche Funktionsweise eines Wärmepumpen-Wäschetrockners ist hinlänglich
bekannt und wird deshalb hier nicht weiter ausgeführt. Die zum Trocknen der in der
Trommel des Wäschetrockners 2 befindlichen Wäsche erforderliche Prozessluft 26 wird
auf dem Fachmann bekannte Weise mittels des Prozessluftgebläses 12 durch den aus der
Fig. 1 ersichtlichen Wärmetauscher 30 und entlang der Strömungsrichtung 10 durch den
Prozessluftkanal 8 gefördert. Die Prozessluft 26 strömt dabei in dem durch die Prozessluftkanalwand
22 begrenzten Prozessluftkanal 8 von dem Wärmetauscher 30 in Richtung des Prozessluftgebläserads
18 des Prozessluftgebläses 12. Dabei sorgt die oben erläuterte Ausbildung der Prozessluftkanalwand
22 für eine im Wesentlichen laminare Strömung der Prozessluft 26 in dem Prozessluftkanal
8. Siehe hierzu insbesondere auch die Fig. 3.
[0030] In dem Bereich der das Prozessluftgebläserad 18 antreibenden Motorwelle 14 kommt
es bei herkömmlichen Ausführungsformen von Wäschetrocknern üblicherweise zu mehr oder
weniger starken Störungen der Strömung der in dem Prozessluftkanal 8 geführten Prozessluft
26. Dies deshalb, weil die Motorwelle 14 funktionsbedingt einen kreisrunden Querschnitt
aufweist und damit in dem Prozessluftkanal 8 strömungstechnisch unvorteilhaft angeordnet
ist. Dieser strömungstechnische Nachteil aufgrund der Motorwelle 14 beruht insbesondere
in den Strömungsverhältnissen an der Motorwellendurchdringungsstelle 24. Beispielsweise
können sich an dieser Stelle sogenannte Hufeisenwirbel bilden, die strömungstechnisch
besonders unvorteilhaft sind. Diese Turbulenzen, die sich an der Motorwellendurchdringungsstelle
24 bilden, würden bei einer Prozessluftkanalkontur ohne die vorgenannte Vertiefung
28 mit der Hauptströmung 10 zum Prozessluftgebläserad 18 befördert.
[0031] Hier schafft die Erfindung Abhilfe.
[0032] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung der Prozessluftkanalwand 22 in dem Bereich
der Motorwellendurchdringungsstelle 24 werden großskalige Turbulenzen, wie diese beispielsweise
in dem vorgenannten Hufeisenwirbel auftreten, wirksam verhindert. Durch die Überströmung
der Vertiefung 28, also der zurückgesetzten Kontur der Prozessluftkanalwand 22 in
dem Bereich der Motorwellendurchdringungsstelle 24, bildet sich in der Vertiefung
28 ein Wirbel mit einer zirkulierenden Strömung aus. An der Motorwellendurchdringungsstelle
24 tritt nun eine Rückströmung auf, so dass die Bildung beispielsweise des vorgenannten
Hufeisenwirbels verhindert ist. Es ist somit ein Bereich geschaffen, in dem sich Turbulenzen
abbauen können. Turbulenzen, die sich an der Motorwellendurchdringungsstelle 24 bilden
und bei einer Prozessluftkanalkontur ohne die vorgenannte Vertiefung 28 mit der Hauptströmung
10 zum Prozessluftgebläserad 18 befördert würden, sind erfindungsgemäß auf den oben
genannten zirkulierenden Wirbel beschränkt und können sich in der Vertiefung 28 durch
Energietransport auf kleinere Skalen abbauen und auf der Ebene der Fluid-Viskosität
dissipieren. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Wäschetrockners 2 ist somit
eine weniger instationäre Anströmung des Prozessluftgebläserads 18 ermöglicht, so
dass die Effizienz des Prozessluftgebläses 12 gesteigert und dessen Schallemission
reduziert ist.
[0033] Siehe hierzu insbesondere die Fig. 3 und 4, in denen die Strömung der Prozessluft
mittels Strömungslinien und Strömungspfeilen 26 im Bereich der Motorwelle 14 dargestellt
ist. Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, bildet sich in der Vertiefung 28 die
oben bereits erläuterte Rückströmung aus, die beispielsweise die Bildung des oben
geschilderten und besonders nachteiligen Hufeisenwirbels um die Motorwelle 14 herum
wirksam verhindert. Entsprechend bleiben die Wirbel und Turbulenzen der Prozessluft
26 auf die Vertiefung 28 beschränkt. Es kommt nicht zu einer für die Strömungstechnik
in dem Prozessluftkanal 8 besonders unvorteilhaften Strömungsdynamik, wie diese oben
bereits erläutert worden ist.
[0034] Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung des Wäschetrockners 2 ist somit eine höhere
Energieeffizienz bei gleichzeitig verringerter Schallemission ermöglicht. Dies beruht
zum einen insbesondere auf der Ausbildung der Prozessluftkanalwand 22 im Bereich der
Motorwelle 14, nämlich in dem Bereich der Motorwellendurchdringungsstelle 24 der Prozessluftkanalwand
22. Zum anderen aber auch auf die strömungstechnisch vorteilhafte Gestaltung des Prozessluftkanals
8, nämlich der Prozessluftkanalwand 22, insgesamt. Gerade der allmähliche, stetige
Übergang des Prozessluftkanals 8 von dem Wärmetauscher 30 zu dem Prozessluftgebläserad
18 des Prozessluftgebläses 12, nämlich bis zu der dem Prozessluftgebläserad 18 in
Strömungsrichtung 10 vorgeschalteten Düse 34 der Prozessluftkanalwand 22, fördert
eine im Wesentlichen laminare Strömung der Prozessluft 26 in dem Prozessluftkanal
8. Entsprechend ergibt sich in der vorgenannten Kombination der konstruktiven Ausbildung
des Prozessluftkanals 8 zwischen dem Wärmetauscher 30 auf der einen Seite und dem
Prozessluftgebläserad 18 des Prozessluftgebläses 12, nämlich der Düse 34 der Prozessluftkanalwand
22, auf der anderen Seite eine strömungstechnisch vorteilhafte und damit energiesparende
und geräuschreduzierte Prozessluftführung.
[0035] Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel begrenzt Beispielsweise
kann der erfindungsgemäße Wäschetrockner auch als ein gewerbliches Gerät ausgebildet
sein. Auch kann der erfindungsgemäße Wäschetrockner als ein Kombinationsgerät zum
Waschen und zum Trocknen von Wäsche, als ein sogenannter Waschtrockner, ausgebildet
sein.
[0036] Die Winkelangaben des Ausführungsbeispiels sind nicht beschränkend, sondern rein
exemplarisch. Der Fachmann wird, je nach den Erfordernissen des Einzelfalls, die geeigneten
Winkel für die Prozessluftkanalwand relativ zu der Motorwellenachse auswählen. Dabei
gilt, je allmählicher der Übergang des Prozessluftkanals, beispielsweise von dem Wärmetauscher
des Ausführungsbeispiels zu dem Prozessluftgebläserad des Prozessluftgebläses, ist,
desto gleichmäßiger kann die Prozessluft in dem Prozessluftkanal strömen. Entsprechend
erhöht sich die Energieeffizienz des Prozessluftgebläses bei gleichzeitiger Reduktion
der Geräuschemission des Wäschetrockners. Jedoch ist die Erfindung auch bei andersartigen
Wäschetrocknern, also beispielsweise bei nicht als Wärmepumpen-Wäschetrocknern ausgebildeten
Wäschetrocknern, vorteilhaft einsetzbar.
1. Wäschetrockner (2), umfassend ein Gehäuse (4), eine in dem Gehäuse (4) um eine Trommeldrehachse
(6) drehbar angeordnete Trommel, einen Prozessluftkanal (8) zur Führung einer Prozessluft
(26) zur Trocknung von in der Trommel eingelegter Wäsche und ein in einem Strömungsweg
(10) der Prozessluft (26) angeordnetes Prozessluftgebläse (12) zur Förderung der Prozessluft
(26) durch den Prozessluftkanal (8), wobei eine Motorwelle (14) eines Motors (16)
des Prozessluftgebläses (12) zur Drehung eines Prozessluftgebläserads (18) des Prozessluftgebläses
(12) um eine Motorwellenachse (20) der Motorwelle (14) unter Durchdringung einer Prozessluftkanalwand
(22) des Prozessluftkanals (8) an einer Motorwellendurchdringungsstelle (24) der Prozessluftkanalwand
(22) teilweise in dem Prozessluftkanal (8) angeordnet ist, und wobei die Motorwellenachse
(20) teilweise quer zum Strömungsweg (10) der Prozessluft (26) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwellendurchdringungsstelle (24) im Vergleich zu einem die Motorwellendurchdringungsstelle
(24) unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand (22) derart nach außen in
Richtung Motor (16) zurückspringt, dass in der Prozessluftkanalwand (22) in dem Bereich
der Motorwellendurchdringungsstelle (24) eine Vertiefung (28) ausgebildet ist, mittels
der die in dem Prozessluftkanal (8) strömende Prozessluft (26) im Bereich der Motorwelle
(14) außerhalb der Vertiefung (28) im Wesentlichen wirbelfrei strömt.
2. Wäschetrockner (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (28) einen Vertiefungsboden (38) und eine den Vertiefungsboden (38)
mit dem Rest der Prozessluftkanalwand (22) verbindende, umlaufende Vertiefungswand
(40) aufweist, wobei der Vertiefungsboden (38) im Wesentlichen in einem Winkel von
90° zu der Motorwellenachse (20) angeordnet ist, bevorzugt, dass der Vertiefungsboden
(38) die Motorwelle (14) kreisringförmig umgibt, besonders bevorzugt, dass die Vertiefungswand
(40) den Vertiefungsboden (38) konzentrisch umgibt.
3. Wäschetrockner (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungswand (40) im Wesentlichen in einem Winkel von 20° zu der Motorwellenachse
(20) angeordnet ist, wobei sich die Vertiefung (28) ausgehend von dem Vertiefungsboden
(38) in Richtung von dem die Vertiefung (28) unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand
(22) weitet.
4. Wäschetrockner (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang zwischen der Vertiefung (28) auf der einen Seite und dem die Vertiefung
(28) unmittelbar umgebenden Rest der Prozessluftkanalwand (22) auf der anderen Seite
einen Übergangsradius aufweist, bevorzugt, dass der Übergangsradius um die Vertiefung
(28) umlaufend im Wesentlichen konstant ausgebildet ist, besonders bevorzugt, dass
der Übergangsradius etwa 5 mm beträgt.
5. Wäschetrockner (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein motorseitiger Bereich (32) der Prozessluftkanalwand (22) in einem parallel zu
der Motorwellenachse (20) und durch die Motorwellenachse (20) horizontal verlaufenden
Längsschnitt des Prozessluftkanals (8) an die Vertiefung (28) unmittelbar angrenzend
in einem Winkel von etwa 60° bis etwa 80°, bevorzugt in einem Winkel von 70°, zu der
Motorwellenachse (20) angeordnet ist.
6. Wäschetrockner (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der motorseitige Bereich (32) der Prozessluftkanalwand (22) in dem vorgenannten Längsschnitt
des Prozessluftkanals (8) in Strömungsrichtung (10) der Prozessluft (26) in einem
Abschnitt von etwa 10 mm bis etwa 40 mm vor dem Prozessluftgebläserad, bevorzugt vor
einer in Strömungsrichtung (10) der Prozessluft (26) dem Prozessluftgebläserad (18)
vorgeschalteten Düse (34) des Prozessluftkanals (8), in einem Winkel von etwa 10°
bis etwa 40°, bevorzugt 30°, zu der Motorwellenachse (20) angeordnet ist, wobei sich
der Winkel dieses motorseitigen Bereichs (32) der Prozessluftkanalwand (22) zu der
Motorwellenachse (20) ausgehend von der Vertiefung (28) im Wesentlichen stetig auf
den vorgenannten Winkel verringert.
7. Wäschetrockner (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der motorseitige Bereich (32) der Prozessluftkanalwand (22) in dem vorgenannten Abschnitt
derart stetig verlaufend ausgebildet ist, dass die Prozessluft (26) in diesem Abschnitt
des motorseitigen Bereichs (32) der Prozessluftkanalwand (22) im Wesentlichen wirbelfrei
strömt.
8. Wäschetrockner (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Prozessluftkanal (8) von einem in dem Strömungsweg (10) der Prozessluft
(26) angeordneten Wärmetauscher (30) bis zu dem Prozessluftgebläserad (18) erstreckt,
wobei der motorseitige Bereich (32) der Prozessluftkanalwand (22) in dem vorgenannten
Längsschnitt wärmetauscherseitig in einem Winkel von etwa 10° bis etwa 30° zu der
Motorwellenachse (20) angeordnet ist, und wobei sich der Winkel dieses Bereichs (32)
der Prozessluftkanalwand (22) zu der Motorwellenachse (20) ausgehend von dem Wärmetauscher
(30) bis zur Vertiefung (28) im Wesentlichen stetig vergrößert.
9. Wäschetrockner (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Motor (16) abgewandter Bereich (36) der Prozessluftkanalwand (22) in dem
vorgenannten Längsschnitt des Prozessluftkanals (8) wärmetauscherseitig in einem Winkel
von etwa 30° bis etwa 50°, bevorzugt 40°, zu der Motorwellenachse (20) angeordnet
ist, wobei sich der Winkel dieses Bereichs (36) der Prozessluftkanalwand (22) zu der
Motorwellenachse (20) ausgehend von dem Wärmetauscher (30) bis zu dem Prozessluftgebläserad,
bevorzugt bis vor einer in Strömungsrichtung (10) der Prozessluft (26) dem Prozessluftgebläserad
(18) vorgeschalteten Düse (34) des Prozessluftkanals (22), innerhalb von 20% dieses
Bereichs (36) von dem vorgenannten Winkel im Wesentlichen stetig bis zu einem Winkel
von etwa 80° zu der Motorwellenachse (20) vergrößert und anschließend innerhalb von
70% dieses Bereichs (36) von dem letztgenannten Winkel von etwa 80° stetig auf etwa
65° verringert.
10. Wäschetrockner (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessluftkanalwand (22), mit Ausnahme der Vertiefung (28), im Wesentlichen
stetig verlaufend ausgebildet ist.