TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Installationssystem mit einem Sanitärartikel
gemäss Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Unterputz-Installationssysteme für Sanitärelemente
bekannt geworden. Beispielsweise vertreibt die Anmelderin unter den Bezeichnungen
Geberit GIS und Geberit Duofix entsprechende Installationssysteme. Diese Installationssysteme
umfassen jeweils eine Montagestruktur mit vertikalen und horizontalen Profilelementen.
Die Profileelemente werden jeweils fest mit einem Gebäude verankert und anschliessend
werden die Sanitärartikel, wie Spülkästen, Toilettenschüsseln, Waschtische, Armaturen,
Siphons, etc. an der Montagestruktur verbunden.
[0003] Obwohl die Montage von derartigen Installationssysteme bereits sehr benutzerfreundlich
und sicher ist, ergeht der Wunsch, die Montage von Sanitärartikeln an den Profilelementen
noch einfacher zu gestalten.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Installationssystem mit
einem Sanitärartikel anzugeben, wobei der Sanitärartikel möglichst einfach mit der
Montagestruktur verbindbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird mit dem Installationssystem gemäss Anspruch 1 gelöst. Demgemäss
umfasst ein Installationssystem
ein Montageelement mit mindestens zwei in der Vertikalen verlaufenden Profilelementen
und mit mindestens einem in der Horizontalen verlaufenden Profilelement,
einen Sanitärartikel, der am Montageelement zu befestigen ist, und
mindestens ein Verbindungselement zur Verbindung des Sanitärartikels mit mindestens
einem der genannten Profilelemente, wobei das Verbindungselement ein sanitärartikelseitiges
Verbindungsteil und ein profilelementseitiges Verbindungsteil aufweist.
[0006] Der Sanitärartikel weist weiter eine sanitärartikelseitige Lagerstruktur und eines
der genannten Profilelemente weist eine profilelementseitige Lagerstruktur auf. Die
Lagerstrukturen sind bei der Montage des Sanitärartikels miteinander in Eingriff bringbar,
wobei der Eingriff derart ist, dass der Sanitärartikel von einer Ausgangsposition
in eine Endposition um eine Schwenkachse verschwenkbar ist. Bei der Verschwenkung
ist das sanitärartikelseitige Verbindungsteil mit dem profilelementseitiges Verbindungsteil
entlang einer Einschubbewegung in Kontakt bringbar und bei Erreichen der Endposition
geht das sanitärartikelseitige Verbindungsteil mit dem profilelementseitiges Verbindungsteil
einen festen Eingriff ein.
[0007] Durch die Verschwenkung des Sanitärartikels ergeht der Vorteil, dass eine einfache
und intuitive Art der Montage bereitgestellt wird. Insbesondere kann der Sanitärartikel
aufgrund dessen Abstützung über die Lagerstrukturen von einer Person sehr einfach
alleine, das heisst ohne Zuhilfenahme einer weiteren Person, montiert werden. Weiter
entfällt ein mühsames Festhalten des Sanitärartikels und ein gleichzeitiges Manipulieren
von Befestigungselementen, weil der Sanitärartikel über die Lagerstruktur gestützt
und bewegbar ist.
[0008] Ein weiterer Vorteil ist, dass bei engen Platzverhältnissen der Sanitärartikel von
oben oder von der Seite über die Lagerstrukturen in Kontakt mit dem Montageelement
gebracht werden kann und dann entsprechend verschwenkt wird. Eine Montage von der
Frontseite, die üblicherweise viel Platz benötigt, weil nebst dem Sanitärartikel auch
noch der Installateur sich vor dem Montageelement positionieren muss, wird einfacher.
Dadurch, dass die Montage aufgrund der Verschwenkung von oben her oder von der Seite
her erfolgen kann, wird das Platzproblem entschärft.
[0009] Die genannten Vorteile werden nicht nur bei der Montage, sondern auch bei der Demontage
des Spülkastens erzielt.
[0010] Die Schwenkachse verläuft vorzugsweise parallel und beabstandet zur Profilachse des
Profilelements, an dem die profilelementseitige Lagerstruktur angeordnet ist. Je nach
Ausbildung der Lagerstrukturen kann sich die Schwenkachse bei der Verschwenkung auch
parallel zur Profilachse verschieben. Es handelt sich demnach nicht zwangsläufig um
eine immer gleich liegende Schwenkachse. Die Lagerstrukturen können aber auch derart
ausgebildet sein, dass die Schwenkachse über die gesamte Schwenkbewegung an der gleichen
Position liegt.
[0011] Die Einschubbewegung ist aufgrund der Verschwenkbewegung des Sanitärartikels eine
im Wesentlichen bogenartige Bewegung. Das Zentrum des Bogens bildet die Schwenkachse.
[0012] Bevorzugt ist, dass in der Ausgangslage das sanitärartikelseitige Verbindungsteil
beabstandet zum profilelementseitigen Verbindungsteil und dass erst mit zunehmender
Bewegung in Richtung der Endposition ein Eingriff zwischen den beiden Verbindungsteilen
geschaffen wird.
[0013] Hierdurch ergeht der Vorteil, dass das Verbinden des Sanitärartikels mit dem Montageelement
über die beiden Lagerstrukturen unabhängig vom Verbindungselement erfolgen kann, was
die Montage einfacher gestaltet.
[0014] In einer Ausführungsform ist die profilelementseitige Lagerstruktur an dem in der
Horizontalen verlaufenden Profilelement angeordnet und mindestens ein Verbindungselement
ist zwischen den in der Vertikalen verlaufenden Profilelementen und dem Sanitärartikel
angeordnet.
[0015] In einer anderen Ausführungsform ist die profilelementseitige Lagerstruktur an dem
in der Vertikalen verlaufenden Profilelement angeordnet und mindestens ein Verbindungselement
ist zwischen dem in der Horizontalen verlaufenden Profilelement und dem Sanitärartikel
angeordnet.
[0016] Vorzugsweise ist beidseitig zum Sanitärartikel jeweils ein Verbindungselement angeordnet,
wobei die Verbindungselemente jeweils in einem gleichen Abstand zur sanitärartikelseitigen
Lagerstruktur bzw. zur profilelementseitigen Lagerstruktur liegen.
[0017] Durch diese Anordnung ist der Sanitärartikel an drei Punkten, nämlich an zwei Verbindungselementen
und an der Lagerstruktur am Montageelement gelagert. Die Anordnung der beiden Verbindungselemente
mit dem besagten Abstand zu den Lagerstrukturen hat zudem den Vorteil, dass eine symmetrische
Kraftverteilung bei der Herstellung der Verbindung der Verbindungsteile miteinander
erreicht werden kann.
[0018] Vorzugsweise ist eine der beiden Lagerstrukturen als Ausnehmung ausgebildet und die
andere der beiden Lagerstrukturen ist als Erhebung ausgebildet, wobei die Erhebung
schwenkbar in die Ausnehmung eingreift.
[0019] Vorzugsweise ist die profilelementseitige Lagerstruktur als Ausnehmung und die sanitärartikelseitige
Lagerstruktur als Erhebung ausgebildet. Eine umgekehrte Anordnung wäre auch denkbar.
[0020] Besonders bevorzugt ist die Ausnehmung in einer aus dem Profilelement herausgebogenen
Lasche angeordnet. Bevorzugt können mehrere Ausnehmungen angeordnet sein. Es ist aber
auch denkbar, dass nur eine Ausnehmung vorhanden ist.
[0021] Vorzugsweise wird der Sanitärartikel von der Ausgangsposition in die Endposition
um einen Schwenkwinkel im Bereich von 10° bis 45°, insbesondere im Bereich von 15°
bis 30°, verschwenkt. Gerade beim Einsatz von Werkzeugen, wie Bohrmaschinen, vor der
Lagerstruktur sind diese Winkel vorteilhaft.
[0022] Vorzugsweise ist zwischen der sanitärartikelseitigen Lagerstruktur und der profilelementseitigen
Lagerstruktur Spiel in eine Richtung quer zur Schwenkachse bzw. zur Profilachse vorhanden,
wobei das Spiel vorzugsweise derart bemessen ist, dass Toleranzen zwischen den Lagerstrukturen
und dem mindestens einen Verbindungselement ausgleichbar sind.
[0023] Vorzugsweise ist der Sanitärartikel ein Spülkasten mit einem Spülrohr. Andere Sanitärartikel,
wie Siphonelemente, Abflusselemente oder Einbaublöcke für Auslaufarmaturen sind aber
auch denkbar.
[0024] Im Fall des Spülkastens liegen die sanitärartikelseitige Lagerstruktur am Spülkasten
oder am Spülrohr an und erstrecken sich vom Spülkasten oder vom Spülrohr weg.
[0025] Vorzugsweise ist die sanitärartikelseitige Lagerstruktur eine Lasche, welche sich
von einem in der Horizontalen zu positionierenden Spülrohrabschnitt quer zum besagten
Spülrohrabschnitt weg erstreckt.
[0026] Vorzugsweise ist die Lasche am Spülrohr angeformt und ist somit einteilig mit dem
Spülrohr in Verbindung. Alternativerweise kann die Lasche eine kreisrunde Aufnahme
aufweisen. Über diese Aufnahme kann die Lasche dann am Spülrohr gelagert werden Vorzugsweise
sind die Profilelemente aus Metall, wobei das horizontale Profilelement über eine
mechanisch feste Verbindung mit den vertikalen Profilelementen verbunden ist. Die
mechanisch feste Verbindung eine Schraubverbindung oder eine Schweissverbindung. In
anderen Varianten ist es aber auch denkbar, dass die Profilelemente aus Holz sind.
Weiter weist mindestens das in der Horizontalen verlaufende Profilelement Befestigungsstellen
auf, über welche weitere Sanitärartikel zum Montageelement befestigt werden können.
Die Profilelemente können weiter über Stützelemente zueinander abgestützt sein. Die
in der Vertikalen verlaufenden Profileelement umfassen bevorzugt jeweils eine teleskopisch
ausziehbare Fussstütze. Zudem können die Profilelemente und/oder die Fussstütze mit
Befestigungsöffnungen versehen sein, so dass das Montageelement über Schrauben oder
dergleichen mit einem Gebäude verbunden werden kann.
[0027] Vorzugsweise kommen die beiden Verbindungsteile über an den Verbindungsteilen liegende
Kontaktflächen miteinander in Kontakt, wobei weiterhin ein schalldämmendes Material
vorhanden ist, welches derart angeordnet ist, dass die beiden Verbindungsteile im
festen Eingriff zueinander schallentkoppelt sind.
[0028] Durch die Anordnung des schalldämmenden Material ergeht der Vorteil, dass die Schallbrücke
zwischen dem Sanitärartikel und dem Montageelement im Bereich der Verbindungselemente
unterbrochen werden kann. Hierdurch kann eine Weiterleitung von Schall, der vom Wasserfluss
im Sanitärartikel oder durch Öffnen bzw. Verschliessen von Ventilen, entsteht, vom
Sanitärartikel zum Montageelement mindestens teilweise oder gar ganz vermieden werden.
Falls der Sanitärartikel ein Spülkasten ist, tritt ein entsprechender Wasserfluss
durch die Befüllung des Spülkastens und die Entleerung bei einer Spülung auf.
[0029] Vorzugsweise ist zwischen den Kontaktflächen eine schalldämmende Schicht derart angeordnet,
dass die beiden Verbindungsteile im festen Eingriff zueinander durch die schalldämmende
Schicht schallentkoppelt sind.
[0030] Vorzugsweise ist zwischen sämtlichen Kontaktflächen zwischen den beiden Verbindungsteilen
eine entsprechende schalldämmende Schicht vorhanden.
[0031] Vorzugsweise kommen die beiden Lagerstrukturen über an den Lagerstrukturen liegende
Kontaktflächen miteinander in Kontakt, wobei weiterhin ein schalldämmendes Material
vorhanden ist, welches derart angeordnet ist, dass die beiden Verbindungsteile (8,
9) im festen Eingriff zueinander schallentkoppelt sind.
[0032] Vorzugsweise ist zwischen den Kontaktflächen eine schalldämmende Schicht derart angeordnet
ist, dass die beiden Lagerstrukturen im festen Eingriff zueinander durch die schalldämmende
Schicht schallentkoppelt sind.
[0033] Hierdurch kann die Schallübertragung im Bereich der Lagerstelle ebenfalls vermieden
werden.
[0034] Vorzugsweise liegt die schalldämmende Schicht auf einer von zwei gegenüberliegenden
Kontaktflächen auf. Die schalldämmende Schicht kann beispielsweise auf der jeweiligen
Kontaktfläche aufgeklebt werden.
[0035] Alternativ kann die schalldämmende Schicht auf oder in eine von zwei gegenüberliegenden
Kontaktflächen einstückig eingearbeitet sein. Beispielsweise kann die schalldämmende
Schicht bei der Herstellung der Verbindungsteile im Rahmen eines Mehrkomponenten-Spritzgiessverfahrens
aufgebracht werden.
[0036] Vorzugsweise sind eine erste Kontaktfläche und eine zweite Kontaktfläche einander
zugewandt und eine dritte Kontaktfläche ist im Wesentlichen rechtwinklig zu der ersten
und der zweiten Kontaktfläche orientiert. Hierdurch ergeht der Vorteil, dass die Schallübertragung
in zwei unterschiedliche Richtungen unterbrochen wird.
[0037] Vorzugsweise wird die schalldämmende Schicht aus einem elastischen Kunststoff, aus
einem Elastomer oder Polypropylen oder Polyethylen bereitgestellt. Weiter weist die
schalldämmende Schicht eine Dicke im Bereich von 1 Millimeter bis 8 Millimeter, insbesondere
von 2 Millimeter bis 6 Millimeter auf.
[0038] Alternativ zur schalldämmenden Schicht kann eines oder beide der Verbindungsteile
bzw. eine oder beide der Lagerstrukturen vollständig oder mehrheitlich aus einem schalldämmenden
Material ausgebildet sein, wobei das schalldämmende Material vorzugsweise ein elastischer
Kunststoff, wie ein Elastomer oder Polypropylen oder Polyethylen ist. Bei dieser Ausführungsform
wird der Kunststoff bei der Herstellung vorzugsweise expandiert, was dann zu einem
entsprechenden Formteil führt. Besonders bevorzugt können Befestigungselemente, wie
Schrauben, Gewindeteile oder ähnliches während der Herstellung eingelegt werden, wobei
diese Befestigungselemente entsprechend fest mit dem Kunststoff verbunden werden
[0039] Vorzugsweise steht das sanitärartikelseitige Verbindungsteil mit dem profilelementseitigen
Verbindungsteil über mindestens eine Rastverbindung im Eingriff. Bei Vorhandensein
der schalldämmenden Schicht, ist diese auch im Bereich der Rastverbindung angeordnet.
Die Elemente der Rastverbindung weisen die besagte Kontaktfläche auf.
[0040] Vorzugsweise weist die Rastverbindung eine Rastlasche an einem der Verbindungsteile
und eine Rastausnehmung am anderen der Verbindungsteile auf, wobei die Rastlasche
in die Rastausnehmung eingreift und wobei über das Eingreifen die beiden Verbindungsteile
miteinander mechanisch fest verrastet sind. Die Kontaktfläche wird durch die Rastlasche
und die Rastausnehmung bereitgestellt.
[0041] Vorzugsweise sind mindestens zwei Rastverbindungen angeordnet, wobei die Rastverbindungen
bezüglich der Richtung der Einschubbewegung gegenüber einander angeordnet sind und
ein Paar von Rastverbindungen bilden.
[0042] Besonders bevorzugt sind zwei Paare von Rastverbindungen in Richtung der Einschubbewegung
beabstandet zueinander vorhanden.
[0043] Vorzugsweise weist eines der Verbindungsteile einen Aufnahmeraum auf und das andere
der Verbindungsteile weist einen in den Aufnahmeraum einschiebbaren Eingriffsabschnitt
auf. Der Eingriffsabschnitt ist in den Aufnahmeraum einschiebbar. Die Elemente für
die Rastverbindung, insbesondere die Rastlasche und die Rastausnehmung, sind an Seitenflächen
des Aufnahmeraums und an Seitenflächen des Eingriffsabschnitts angeordnet.
[0044] Bei der Anordnung mit den zwei Paaren von Rastverbindungen sind pro Seitenfläche
jeweils zwei Rastlaschen bzw. zwei Rastausnehmungen vorhanden.
[0045] Vorzugsweise wird die lichte Weite des Aufnahmeraums in Richtung der Einschubbewegung
gesehen kleiner wird.
[0046] Vorzugsweise ist jede der Rastlaschen über einen Federabschnitt am Verbindungsteil
angelenkt und bildet ein freies Ende des Federabschnitts. Das freie Ende kann in Richtung
der Einschubbewegung und/oder entgegen der Einschubrichtung orientiert sein. Sofern
zwei Rastlaschen vorhanden sind, ist es denkbar, dass das freie Ende der einen Rastlasche
in Richtung der Einschubbewegung und das freie Ende der anderen Rastlasche entgegen
der Einschubrichtung orientiert ist.
[0047] Die Rastlasche kann als freischwingender Arm ausgebildet sein. Alternativerweise
kann die Rastlasche auch als festgelegter Arm ausgebildet sein.
[0048] Vorzugsweise ist das sanitärartikelseitige Verbindungsteil mit dem Sanitärartikel
über eine mechanisch feste Verbindung verbunden, wobei die mechanisch feste Verbindung
vorzugsweise eine Rastverbindung ist. Alternativerweise ist das sanitärartikelseitige
Verbindungsteil einstückig am Sanitärartikel angeformt.
[0049] Vorzugsweise ist das profilelementseitige Verbindungsteil mit dem Profilelement über
eine mechanisch feste Verbindung verbunden, wobei die mechanisch feste Verbindung
vorzugsweise eine Rastverbindung oder eine Schraubverbindung ist. Alternativerweise
ist das profilelementseitige Verbindungsteil einstückig am Profilelement angeformt.
[0050] Ein Verfahren zur Montage eines Installationssystems nach obiger Beschreibung ist
dadurch charakterisiert,
dass in einem ersten Schritt die sanitärartikelseitige Lagerstruktur und die profilelementseitige
Lagerstruktur miteinander verbunden werden,
dass in einem nachfolgenden zweiten Schritt der Sanitärartikel zu den Profilelementen
verschwenkt wird und
dass bei der Verschwenkung das sanitärartikelseitige Verbindungsteil mit dem profilelementseitiges
Verbindungsteil entlang einer Einschubbewegung in Kontakt bringbar ist und bei Erreichen
der Endposition das sanitärartikelseitige Verbindungsteil mit dem profilelementseitiges
Verbindungsteil einen festen Eingriff eingeht.
[0051] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0052] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht eines Installationssystems gemäss einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wobei sich ein Sanitärartikel in der Ausgangsposition
befindet;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Installationssystems gemäss der Figur 1, wobei sich
der Sanitärartikel zwischen der Ausgangsposition und der Endposition befindet;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Installationssystems gemäss der Figur 1, wobei sich
der Sanitärartikel in der Endposition befindet;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht eines Installationssystems gemäss Figur 1;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines Installationssystems gemäss Figur 2;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht eines Installationssystems gemäss Figur 3;
- Fig. 7
- eine teilweise geschnittene Ansicht des Installationssystems gemäss den vorhergehenden
Figuren;
- Fig. 8
- eine Detailansicht des Installationssystems gemäss den vorhergehenden Figuren;
- Fig. 9
- eine Detailansicht eines Verbindungselements des Installationssystems gemäss den vorhergehenden
Figuren vor der Verbindung;
- Fig. 10
- die Detailansicht gemäss der Figur 9 im verbundenen Zustand;
- Fig. 11
- eine weitere Detailansicht eines Verbindungselements des Installationssystems gemäss
den vorhergehenden Figuren vor der Verbindung;
- Fig. 12
- die Detailansicht gemäss der Figur 11 im verbundenen Zustand;
- Fig. 13
- eine weitere Detailansicht eines Verbindungselements des Installationssystems gemäss
den vorhergehenden Figuren vor der Verbindung;
- Fig. 14
- die Detailansicht gemäss der Figur 13 im verbundenen Zustand; und
- Fig. 15
- eine Detailansicht des Verbindungselements nach den Figuren 9 bis 14.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0053] In den Figuren 1 bis 8 werden verschiedene Ansichten eines Installationssystems 1
gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die Figuren
9 bis 17 zeigen Details eines Verbindungselementes 7, das im Installationssystem 1
eingesetzt werden kann.
[0054] Das Installationssystem 1 umfasst ein Montageelement 2, einen Sanitärartikel 6 und
mindestens ein Verbindungselement 7. Der Sanitärartikel 6 wird mit dem mindestens
einen Verbindungselement 7 zum Montageelement 2 befestigt.
[0055] Das Montageelement 2 kann verschiedenartig ausgebildet sein. Vorzugsweise wird das
Montageelement 2 durch zwei in der Vertikalen V verlaufende Profilelemente 3, 4 und
mindestens einem in der Horizontalen H verlaufenden Profilelement 5 bereitgestellt.
In der gezeigten Ausführungsform ist noch ein weiteres in der Horizontalen H verlaufendes
Profilelement 31 angeordnet. Die Profilelement 3, 4, 5 und 31 sind fest miteinander
verbunden. Weiter sind hier optionale Stützenelemente 32 angeordnet, welche die Profilelemente
3, 4 mit dem in der Horizontalen H verlaufenden Profilelement 5 verbinden. Die Stützenelemente
32 sorgen für eine entsprechende Abstützung. Vorzugsweise umfassen die in der Vertikalen
V verlaufenden Profilelemente 3, 4 eine teleskopisch zu den Profilelemente 3, 4 ausfahrbare
Fussstütze 35 auf.
[0056] Der Sanitärartikel 6 ist in der gezeigten Ausführungsform ein Spülkasten. Der Spülkasten
umfasst einen Kastenkörper 33, von welchem sich unterseitig ein Spülrohr 15 wegerstreckt.
Der Kastenkörper 33 dient der Aufnahme von Spülwasser, welches dann über das Spülrohr
15 zu einer Toilette abgegeben werden kann. Der Sanitärartikel 6 kann aber auch ein
anderes Sanitärelement sein.
[0057] Das Verbindungselement 7 dient der Verbindung des Sanitärartikels 6 mit mindestens
einem der genannten Profilelemente 3, 4. Das Verbindungselement 7 weist ein sanitärartikelseitiges
Verbindungsteil 8 und ein profilelementseitiges Verbindungsteil 9 auf. Die detaillierte
Ausbildung der Verbindungselementes 7 wird anhand der Figuren 9 bis 17 weiter unten
genauer erläutert.
[0058] Weiter umfasst der Sanitärartikel 6 eine sanitärartikelseitige Lagerstruktur 10 und
eines der genannten Profilelemente, hier das in der Horizontalen H verlaufende Profilelement
5, umfasst eine profilelementseitige Lagerstruktur 11. Bei der Montage des Sanitärartikels
6 zum Montageelement 2 sind die Lagerstrukturen 10, 11 miteinander in Eingriff bringbar.
Der Eingriff ist dabei derart, dass der Sanitärartikel 6 von einer Ausgangsposition
in eine Endposition um eine Schwenkachse S verschwenkbar ist. Die Lagerstrukturen
10, 11 sind dabei derart ausgebildet, dass der Sanitärartikel 6 kontrolliert verschwenkt
werden kann.
[0059] In der gezeigten Ausführungsform gemäss den Figuren 1 bis 8 ist die profilelementseitige
Lagerstruktur 11 an den in der Horizontalen H verlaufenden Profilelementen 5 angeordnet.
Das mindestens eine Verbindungselement 7 ist zwischen den in der Vertikalen V verlaufenden
Profilelementen 3, 4 und dem Sanitärartikel 6 angeordnet. In der gezeigten Ausführungsform
sind zwei Verbindungselemente 7 jeweils links und rechts zum Sanitärartikel 6 angeordnet.
Die Verbindungselemente 7 liegen dabei im gleichen vertikalen Abstand zu den Lagerstrukturen
10, 11. Das heisst, die Verbindungselemente 7 liegen auf gleicher Höhe zueinander.
[0060] In den Figuren 1, 4 und 7 sowie 8 wird der Sanitärartikel 6 in seiner Ausgangslage
gezeigt. In der Ausgangslage sind die beiden Lagerstrukturen 10, 11 miteinander im
Eingriff und der Sanitärartikel 6 kann entsprechend verschwenkt werden.
[0061] Die Figur 8 zeigt eine Detailansicht des Eingriffs der sanitärartikelseitigen Lagerstruktur
10 in die profilelementseitige Lagerstruktur 11. Eine der Lagerstrukturen, hier die
sanitärartikelseitige Lagerstruktur 10, ist als Erhebung 13 ausgebildet und die andere
der Lagerstrukturen, hier die profilelementseitige Lagerstruktur 11, ist als Ausnehmung
12 ausgebildet, in welche die Erhebung einragt. In der gezeigten Ausführungsform ist
die sanitärartikelseitige Lagerstruktur 10 bzw. die Erhebung 13 eine Lasche 16, welche
sich von einem in der Horizontalen zu positionierenden Spülrohrabschnitt 17 quer zum
besagten Spülrohrabschnitt 17 wegerstreckt. Die Lasche 16 erstreckt sich dabei im
Wesentlichen rechtwinklig vom entsprechenden Spülrohrabschnitt 17 ab. Die Ausnehmung
12 ist in der gezeigten Ausführungsform in einer aus dem Profilelement 5 herausgebogenen
Lasche 14 platziert. Die Lasche 16 erstreckt sich in die Ausnehmung 12 hinein und
ist in der Ausnehmung 12 entsprechend verschwenkbar. Es können mehrere Ausnehmungen
12 in der Lasche 14 angeordnet sein, so dass der Sanitärartikel 6 an unterschiedlichen
Positionen positioniert werden kann.
[0062] De Lagerstrukturen 10, 11 sind in der gezeigten Ausführungsform derart ausgebildet,
dass der Sanitärartikel 6 mit seiner in den Figuren gezeigten winkligen Ausrichtung
von oben her in Richtung der profilelementseitigen Lagerstruktur 11 in Eingriff gebracht
werden kann. Diese Bewegung wird in der Figur 4 durch den Pfeil B dargestellt. Der
Sanitärartikel 6 kann also von oben her mit einer winkligen Ausrichtung zur Vertikalen
entlang der Bewegung B mit seiner Lagerstruktur 10 in die profilelementseitige Lagerstruktur
11 eingesetzt werden.
[0063] Ausgehend von der Ausgangslage, wie in den Figuren 1, 4, 7 und 8 gezeigt, wird der
Sanitärartikel 6 in Richtung seiner Endlage zum Montageelement 2 hin verschwenkt.
[0064] Die Figuren 2 und 5 zeigen die Position des Sanitärartikels 6 in einer Zwischenposition
zwischen der Ausgangsposition und der Endposition. Aus dieser Position wird der Sanitärartikel
weiter verschwenkt und bei der weiteren Verschwenkung sind die beiden Verbindungsteile
8, 9 miteinander in Kontakt bringbar. Die beiden Verbindungsteile 8, 9 gehen dann
einen festen Eingriff ein, wenn der Spülkasten 6 die Endposition erreicht hat.
[0065] In der Figur 5 wird gezeigt, dass das sanitärartikelseitige Verbindungsteil 8 mit
dem profilelementseitigen Verbindungsteil 9 entlang einer Einschubbewegung E in Kontakt
bringbar ist. Die Einschubbewegung E verläuft im Wesentlichen auf einem Kreisbogen
um die Schwenkachse S. Von den Figuren 4, 5 und 6 wird ersichtlich, dass in der Ausgangslage
das sanitärartikelseitige Verbindungsteil 8 beabstandet zum profilelementseitigen
Verbindungsteil 9 liegt. Erst mit zunehmender Bewegung in Richtung der Endposition
wird ein Eingriff zwischen den beiden Verbindungsteilen 8, 9 geschaffen. Der Eingriff
erfolgt also während der Bewegung des Sanitärartikels 6 von der Ausgangsposition in
die Endposition.
[0066] In der Figur 4 wird der Sanitärartikel 6 in der Ausgangsposition gezeigt. Von dieser
Ausgangsposition wird der Sanitärartikel 6 in die Endposition verschwenkt. Die Verschwenkung
erfolgt dabei um den Schwenkwinkel α. Der Schwenkwinkel α liegt im Bereich von 10°
bis 45°, insbesondere im Bereich von 15° bis 30°. Je kleiner der Verschwenkwinkel
α, desto kompakter ist das Installationssystem 1, wenn sich der Sanitärartikel 6 in
der Ausgangsposition befindet. In der Figur 8 wird sodann die Schwenkachse S genauer
gezeigt. Die Schwenkachse S verläuft hier parallel zur Profilachse P des Profilelements
5 und liegt hier somit in der Horizontalen H. Die Profilachse P definiert sich im
Wesentlichen als Mittelachse des jeweiligen Profilelementes, hier vom Profilelement
5.
[0067] Weiter ist zwischen der sanitärartikelseitigen Lagerstruktur 10 und der profilelementseitigen
Lagerstruktur 11 Spiel in einer Richtung quer zur Schwenkachse S bzw. zur Profilachse
P vorhanden. Dieses Spiel ist dabei so bemessen, dass Toleranzen zwischen den Lagerstrukturen
10, 11 und dem mindestens einem Verbindungselement 7 ausgleichbar sind. Dies insbesondere
für den Fall, dass die Verbindungselemente 7 ungenau montiert werden.
[0068] Weiter umfasst das horizontale Profilelement 5 in der gezeigten Ausführungsform beidseitig
neben der profilelementseitigen Lagerstruktur 11 eine Vielzahl von Befestigungsöffnungen
34, welche der Aufnahme von Gewindestangen oder anderen Befestigungsmitteln für die
Befestigung von weiterer Sanitärstrukturen, wie beispielsweise eine Toilettenschüssel
an das Montageelement 2 vorgesehen sind.
[0069] Anhand der Figuren 9 bis 17 wird nun eine bevorzugte Ausführungsform des Verbindungselementes
7 gezeigt. Das Verbindungselement 7 umfasst, wie oben erwähnt, ein sanitärartikelseitiges
Verbindungsteil 8 und ein profilelementseitiges Verbindungsteil 9. Die beiden Verbindungsteile
8, 9 sind entlang einer Einschubbewegung E miteinander in Kontakt bringbar und gehen
miteinander einen festen Eingriff ein.
[0070] Die Figuren 9, 10 und 13 zeigen verschiedene Perspektiven des Verbindungselementes
7, wobei die beiden Verbindungsteile 8, 9 noch nicht im Eingriff miteinander stehen.
Das Verbindungsteil 8 wird entlang der Einschubbewegung E mit dem Verbindungsteil
9 in Kontakt gebracht und geht dann einen festen Eingriff ein. In den Figuren 10,
12 und 14 wird dieser feste Eingriff entsprechend dargestellt.
[0071] Die beiden Verbindungsteile 8, 9 kommen über Kontaktflächen 18, die an den Verbindungsteilen
8, 9 vorhanden sind, miteinander in Kontakt. Weiterhin ist ein schalldämmendes Material
vorhanden, welches derart angeordnet ist, dass die beiden Verbindungsteile 8, 9 zueinander
schallentkoppelt sind, wenn diese im festen Eingriff zueinander sind. In der gezeigten
Ausführungsform ist zwischen den Kontaktflächen 18 ist hier eine schalldämmende Schicht
19 angeordnet. Die schalldämmende Schicht 19 ist dabei derart angeordnet, dass wenn
sich die beiden Verbindungsteile 8, 9 im festen Eingriff zueinander befinden, durch
die schalldämmende Schicht 19 schallentkoppelt sind. Die schalldämmende Schicht 19
ist dabei derart ausgebildet, dass allfälliger Schall, der vom Sanitärartikel 6 herrührt,
nicht vom sanitärartikelseitigen Verbindungsteil 8 auf das profilelementseitige Verbindungsteil
9 übergeht. Die schalldämmende Schicht 19 wirkt einer möglichen Schallbrücke entsprechend
entgegen. In einer anderen Ausführungsform ist eines oder beide der Verbindungsteile
8, 9 mehrheitlich oder ganz aus dem schalldämmenden Material.
[0072] Vorzugsweise ist zwischen sämtlichen Kontaktflächen zwischen den beiden Verbindungsteilen
8, 9 eine entsprechende schalldämmende Schicht 19 vorhanden.
[0073] In der gezeigten Ausführungsform steht der Sanitärartikel 6 nicht nur über die Verbindungsteile
8, 9 mit dem Montageelement 2 in Kontakt, sondern auch über die beiden Lagerstrukturen
10, 11. Auch die beiden Lagerstrukturen 10, 11 weisen demnach entsprechende Kontaktflächen
18 auf, über welche die Lagerstrukturen 10, 11 miteinander in Kontakt bringen. Auch
zwischen diesen Kontaktflächen 18 ist eine entsprechende schalldämmende Schicht 19
angeordnet, diese schalldämmende Schicht 19 ist ebenfalls derart angeordnet, dass
die beiden Lagerstrukturen 10, 11 im Eingriff zueinander durch die schalldämmende
Schicht 19 schallentkoppelt sind.
[0074] Vorzugsweise liegt die schalldämmende Schicht 19 auf einer von zwei miteinander in
Kontakt bringbare Kontaktflächen 18 auf, sowie dies in den Figuren 9 bis 15 genauer
dargestellt ist. Die schalldämmende Schicht 19 wird dabei auf eine der Kontaktflächen
18 aufgebracht und liegt dort entsprechend auf. Beispielsweise kann die schalldämmende
Schicht 19 auf die entsprechende Kontaktfläche mit einem Kleber aufgeklebt werden.
Alternativerweise könnte die Kontaktfläche 18 und die schalldämmende Schicht 19 auch
einstückig miteinander verbunden sein. Beispielsweise wäre es denkbar, dass die schalldämmende
Schicht 19 auf oder in die Kontaktflächen 18 entsprechend einstückig eingearbeitet
sind.
[0075] Die schalldämmende Material ist vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoff, wie
aus einem Elastomer oder Polypropylen oder Polyethylen bereitgestellt. Die Dicke der
schalldämmenden Schicht 19 liegt vorzugsweise im Beriech von einem Millimeter bis
acht Millimeter, insbesondere von zwei Millimeter bis sechs Millimeter.
[0076] In der gezeigten Ausführungsform steht das sanitärartikelseitige Verbindungsteil
8 mit dem profilelementseitigen Verbindungsteil 9 über mindestens eine Rastverbindung
20 im Eingriff. In der gezeigten Ausführungsform sind insgesamt vier Rastverbindungen
20 vorgesehen. Jeweils zwei Rastverbindungen 20 liegen bezüglich der Richtung der
Einschubbewegung E gegenüber einander und bilden ein Paar von Rastverbindungen 20.
In der gezeigten Ausführungsform sind zwei Paare von Rastverbindungen 20 in Richtung
der Einschubbewegung E beabstandet zueinander angeordnet.
[0077] Die Rastverbindung 20 umfasst in der gezeigten Ausführungsform eine Rastlasche 21,
die am profilelementseitigen Verbindungsteil 9 angeordnet ist und eine Rastausnehmung
22, die am sanitärartikelseitigen Verbindungsteil 8 angeordnet ist. In der Eingriffslage
greift die Rastlasche 21 in die Rastausnehmung 22 ein, wobei über das Eingreifen die
beiden Verbindungsteile 8, 9 miteinander mechanisch fest verrastet sind. Die verrastete
Position wird in den Figuren 10, 12 und 14 gezeigt. Zwischen der Rastlasche 21 und
der Rastausnehmung 22 liegt dabei jeweils eine schalldämmende Schicht 19, sowie dies
oben beschrieben wurde. Im Falle der Rastverbindung 20 stellen dabei die Rastlasche
21 bzw. die Rastausnehmung 22 die entsprechende Kontaktfläche 18 bereit.
[0078] In der gezeigten Ausführungsform weist das profilelementseitige Verbindungsteil 9
einen Aufnahmeraum 23 auf und das sanitärartikelseitige Verbindungsteil 8 weist einen
in den Aufnahmeraum 23 einschiebbaren Eingriffsabschnitt 27 auf. Die Elemente für
die Rastverbindung 20 sind dabei an den Seitenflächen 24 des Aufnahmeraumes 23 und
den Seitenflächen 28 des Eingriffsabschnittes 27 angeordnet. Die lichte Weite W des
Aufnahmeraumes 23 wird in Richtung der Einschubbewegung E gesehen kleiner. Das heisst,
die Rastverbindungen 20, welche in Einschubrichtung hinter den anderen Rastverbindungen
20 liegen, sind näher zueinander angeordnet.
[0079] Jede der Rastlaschen 20 ist über einen Federabschnitt 25 am entsprechenden Verbindungsteil
9 angelenkt. Die Rastlasche bildet dabei ein freies Ende 26 des Federabschnittes 25.
Durch die Anordnung des Federabschnittes 25 kann die Rastlasche 21 bei Verrastung
mit der Rastausnehmung 22 entsprechend zurück weichen und dann in die Rastausnehmung
22 einfedern. In der gezeigten Ausführungsform erstreckt sich das freie Ende 26 der
einen Rastlasche 21 in Richtung der Einschubbewegung und das freie Ende 26 der anderen
Rastlasche 21 erstreckt sich entgegen der Einschubrichtung E.
[0080] Weiter ist das sanitärartikelseitige Verbindungsteil 8 mit dem Sanitärartikel 6 über
eine mechanische Verbindung 29 verbunden. In der gezeigten Ausführungsform weist das
sanitärartikelseitige Verbindungsteil 8 entsprechende Strukturen für diese mechanisch
feste Verbindung auf. Hier sind Raststrukturen 36 vorhanden, welche am Sanitärartikel
6 einrasten.
[0081] Weiter ist das profilelementseitige Verbindungsteil 9 mit dem Profilelement 3, 4,
5 ebenfalls über eine mechanisch feste Verbindung 30 verbunden. In der Figur 15 kann
gut erkannt werden, dass das profilelementseitige Verbindungsteil 9 entsprechende
Raststrukturen 37 für diese mechanisch feste Verbindung 30 aufweist.
[0082] Ein Verfahren zur Montage des Installationssystems nach obiger Beschreibung umfasst
folgende Schritte:
In einem ersten Schritt werden die sanitärartikelseitige Lagerstruktur 10 und die
profilelementseitige Lagerstruktur 11 miteinander verbunden.
[0083] In einem nachfolgenden zweiten Schritt wird der Sanitärartikel 6 zu den Profilelementen
3, 4, 5 verschwenkt wird, wobei bei der Verschwenkung das sanitärartikelseitige Verbindungsteil
8 mit dem profilelementseitiges Verbindungsteil 9 entlang einer Einschubbewegung E
in Kontakt bringbar ist und bei Erreichen der Endposition das sanitärartikelseitige
Verbindungsteil 8 mit dem profilelementseitiges Verbindungsteil 9 einen festen Eingriff
eingeht.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Installationssystem |
23 |
Aufnahmeraum |
| 2 |
Montageelement |
24 |
Seitenflächen |
| 3 |
vertikales Profilelement |
25 |
Federabschnitt |
| 4 |
vertikales Profilelement |
26 |
freies Ende |
| 5 |
horizontales Profilelement |
27 |
Eingriffsabschnitt |
| 6 |
Sanitärartikel |
28 |
Seitenflächen |
| 7 |
Verbindungselement |
29 |
Verbindung |
| 8 |
sanitärartikelseitiges Verbindungsteil |
30 |
Verbindung |
| 31 |
Profilelement |
| 9 |
profilelementseitiges Verbindungsteil |
32 |
Stützenelemente |
| 33 |
Kastenkörper |
| 10 |
sanitärartikelseitige Lagerstruktur |
34 |
Befestigungsöffnungen |
| 35 |
Fussstütze |
| 11 |
profilelementseitige Lagerstruktur |
36 |
Raststrukturen |
| 37 |
Raststrukturen |
| 12 |
Ausnehmung |
|
|
| 13 |
Erhebung |
α |
Schwenkwinkel |
| 14 |
Lasche |
E |
Einschubbewegung |
| 15 |
Spülrohr |
S |
Schwenkachse |
| 16 |
Lasche |
P |
Profilachse |
| 17 |
Spülrohrabschnitt |
|
|
| 18 |
Kontaktflächen |
W |
lichte Weite |
| 19 |
schalldämmende Schicht |
|
|
| 20 |
Rastverbindung |
V |
Vertikale |
| 21 |
Rastlasche |
H |
Horizontale |
| 22 |
Rastausnehmung |
|
|
1. Installationssystem (1) umfassend
ein Montageelement (2) mit mindestens zwei in der Vertikalen (V) verlaufenden Profilelementen
(3, 4) und mit mindestens einem in der Horizontalen (H) verlaufenden Profilelement
(5),
einen Sanitärartikel (6), der am Montageelement (5) zu befestigen ist, und
mindestens ein Verbindungselement (7) zur Verbindung des Sanitärartikels (6) mit mindestens
einem der genannten Profilelemente (3, 4, 5), wobei das Verbindungselement (7) ein
sanitärartikelseitiges Verbindungsteil (8) und ein profilelementseitiges Verbindungsteil
(9) aufweist,
wobei der Sanitärartikel (6) eine sanitärartikelseitige Lagerstruktur (10) und eines
der genannten Profilelemente (3, 4, 5) eine profilelementseitige Lagerstruktur (11)
aufweist,
wobei die Lagerstrukturen (10, 11) bei der Montage des Sanitärartikels (6) miteinander
in Eingriff bringbar sind, wobei der Eingriff derart ist, dass der Sanitärartikel
(6) von einer Ausgangsposition in eine Endposition um eine Schwenkachse (S) verschwenkbar
ist, und
wobei bei der Verschwenkung das sanitärartikelseitige Verbindungsteil (8) mit dem
profilelementseitiges Verbindungsteil (9) entlang einer Einschubbewegung (E) in Kontakt
bringbar ist und bei Erreichen der Endposition das sanitärartikelseitige Verbindungsteil
(8) mit dem profilelementseitiges Verbindungsteil (9) einen festen Eingriff eingeht.
2. Installationssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausgangslage das sanitärartikelseitige Verbindungsteil (8) beabstandet zum
profilelementseitigen Verbindungsteil (9) liegt und dass erst mit zunehmender Bewegung
in Richtung der Endposition ein Eingriff zwischen den beiden Verbindungsteilen (8,
9) geschaffen wird.
3. Installationssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die profilelementseitige Lagerstruktur (11) an dem in der Horizontalen verlaufenden
Profilelement (5) angeordnet ist; und dass mindestens ein Verbindungselement (7) zwischen
den in der Vertikalen verlaufenden Profilelementen (3, 4) und dem Sanitärartikel (6)
angeordnet ist; oder
dass die profilelementseitige Lagerstruktur (11) an dem in der Vertikalen verlaufenden
Profilelement (3, 4) angeordnet ist; und dass mindestens ein Verbindungselement (7)
zwischen dem in der Horizontalen verlaufenden Profilelement (5) und dem Sanitärartikel
(6) angeordnet.
4. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig zum Sanitärartikel (6) jeweils ein Verbindungselement (7) angeordnet ist,
wobei die Verbindungselemente (7) jeweils in einem gleichen Abstand zur sanitärartikelseitigen
Lagerstruktur (10) bzw. zur profilelementseitigen Lagerstruktur (11) liegen.
5. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Lagerstrukturen (10, 11) als Ausnehmung (12) ausgebildet ist und
dass die andere der beiden Lagerstruktur (10, 11) als Erhebung (13) ausgebildet ist,
wobei die Erhebung schwenkbar in die Ausnehmung eingreift.
6. Installationssystem (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (12) in einer aus dem Profilelement (3, 4, 5) herausgebogenen Lasche
(14) angeordnet ist; und/oder dass mehrere Ausnehmungen (12) angeordnet sind.
7. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sanitärartikel (6) von der Ausgangsposition in die Endposition um einen Schwenkwinkel
(α) im Bereich von 10° bis 45°, insbesondere im Bereich von 15° bis 30°, verschwenkt
wird.
8. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der sanitärartikelseitigen Lagerstruktur (10) und der profilelementseitigen
Lagerstruktur (11) Spiel in eine Richtung quer zur Schwenkachse (S) bzw. zur Profilachse
vorhanden ist, wobei das Spiel vorzugsweise derart bemessen ist, dass Toleranzen zwischen
den Lagerstrukturen (10, 11) und dem mindestens einen Verbindungselement (7) ausgleichbar
sind.
9. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sanitärartikel (6) ein Spülkasten mit einem Spülrohr (15) ist und dass die sanitärartikelseitige
Lagerstruktur (10) am Spülkasten (6) oder am Spülrohr (15) anliegt und sich vom Spülkasten
(6) oder vom Spülrohr (15) weg erstreckt.
10. Installationssystem (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die sanitärartikelseitige Lagerstruktur (10) eine Lasche (16) ist, welche sich von
einem in der Horizontalen zu positionierenden Spülrohrabschnitt (17) quer zum besagten
Spülrohrabschnitt (17) weg erstreckt.
11. Installationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungsteile (8, 9) über an den Verbindungsteilen (8, 9) liegende
Kontaktflächen (18) miteinander in Kontakt kommen, und
wobei weiterhin ein schalldämmendes Material vorhanden ist, welches derart angeordnet
ist, dass die beiden Verbindungsteile (8, 9) im festen Eingriff zueinander schallentkoppelt
sind.
12. Installationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lagerstrukturen (10, 11) über an den Lagerstrukturen (10, 11) liegende
Kontaktflächen (18) miteinander in Kontakt kommen, und
wobei weiterhin ein schalldämmendes Material vorhanden ist, welches derart angeordnet
ist, dass die beiden Verbindungsteile (8, 9) im festen Eingriff zueinander schallentkoppelt
sind.
13. Installationssystem (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das schalldämmende Material eine zwischen den Kontaktflächen (18) angeordnete schalldämmende
Schicht (19) ist, wobei die schalldämmende Schicht (19) auf einer von zwei gegenüberliegenden
Kontaktflächen (18) aufliegt und/oder wobei die schalldämmende Schicht (19) auf oder
in eine von zwei gegenüberliegenden Kontaktflächen (18) einstückig eingearbeitet ist.
14. Installationssystem (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass eine erste Kontaktfläche und eine zweite Kontaktfläche einander zugewandt sind und
dass eine dritte Kontaktfläche im Wesentlichen rechtwinklig zu der ersten und der
zweiten Kontaktfläche orientiert ist; und/oder
dass die schalldämmende Schicht (19) aus einem elastischen Kunststoff, wie ein Elastomer
oder Polypropylen oder Polyethylen bereitgestellt wird; und/oder
dass die schalldämmende Schicht (19) eine Dicke im Bereich von 1 Millimeter bis 8 Millimeter,
insbesondere von 2 Millimeter bis 6 Millimeter aufweist.
15. Installationssystem (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eines oder beide Verbindungsteile (8, 9) bzw. eine oder beide Lagerstrukturen (10,
11) vollständig oder mehrheitlich aus einem schalldämmenden Material sind, wobei das
schalldämmende Material vorzugsweise ein elastischer Kunststoff, wie ein Elastomer
oder Polypropylen oder Polyethylen ist.
16. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das sanitärartikelseitige Verbindungsteil (8) mit dem profilelementseitigen Verbindungsteil
(9) über mindestens eine Rastverbindung (20) im Eingriff steht, wobei die Rastverbindung
(20) vorzugsweise eine Rastlasche (21) an einem der Verbindungsteile (8, 9) und eine
Rastausnehmung (22) am anderen der Verbindungsteile (9, 8) aufweist, wobei die Rastlasche
(21) in die Rastausnehmung (22) eingreift und wobei über das Eingreifen die beiden
Verbindungsteile (8, 9) miteinander mechanisch fest verrastet sind.
17. Installationssystem (1) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Rastverbindungen (20) angeordnet sind, wobei die Rastverbindungen
(20) bezüglich der Richtung der Einschubbewegung (E) gegenüber einander angeordnet
sind und ein Paar von Rastverbindungen (20) bilden, wobei vorzugsweise zwei Paare
von Rastverbindungen (20) in Richtung der Einschubbewegung (E) beabstandet zueinander
vorhanden sind.
18. Installationssystem (1) nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Verbindungsteile (8, 9) einen Aufnahmeraum (23) und dass das andere der
Verbindungsteile (8, 9) einen in den Aufnahmeraum (23) einschiebbaren Eingriffsabschnitt
(27) aufweist, wobei der Eingriffsabschnitt (27) in den Aufnahmeraum einschiebbar
ist und wobei die Elemente für die Rastverbindung (20) an Seitenflächen (24) des Aufnahmeraums
(23) und an Seitenflächen (28) des Eingriffsabschnitts (27) angeordnet sind.
19. Installationssystem (1) nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Rastlaschen (21) über einen Federabschnitt (25) am Verbindungsteil (8, 9)
angelenkt ist und ein freies Ende (26) des Federabschnitts (25) bildet, wobei das
freie Ende (26) der Rastlasche (21) in Richtung der Einschubbewegung (E) und/oder
das freie Ende (26) der Rastlasche (21) entgegen der Einschubrichtung (E) orientiert
ist.
20. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das sanitärartikelseitige Verbindungsteil (8) mit dem Sanitärartikel (6) über eine
mechanisch feste Verbindung (29) verbunden ist, wobei die mechanisch feste Verbindung
(29) vorzugsweise eine Rastverbindung ist; oder dass das sanitärartikelseitige Verbindungsteil
(8) einstückig am Sanitärartikel (6) angeformt ist.
21. Installationssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das profilelementseitige Verbindungsteil (8) mit dem Profilelement (3, 4, 5) über
eine mechanisch feste Verbindung (30) verbunden ist, wobei die mechanisch feste Verbindung
(30) vorzugsweise eine Rastverbindung oder eine Schraubverbindung ist; oder dass das
profilelementseitige Verbindungsteil (8) einstückig am Profilelement (3, 4, 5) angeformt
ist.
22. Verfahren zur Montage eines Installationssystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem ersten Schritt die sanitärartikelseitige Lagerstruktur (10) und die profilelementseitige
Lagerstruktur (11) miteinander verbunden werden,
dass in einem nachfolgenden zweiten Schritt der Sanitärartikel (6) zu den Profilelementen
(3, 4, 5) verschwenkt wird und
dass bei der Verschwenkung das sanitärartikelseitige Verbindungsteil (8) mit dem profilelementseitiges
Verbindungsteil (9) entlang einer Einschubbewegung (E) in Kontakt bringbar ist und
bei Erreichen der Endposition das sanitärartikelseitige Verbindungsteil (8) mit dem
profilelementseitiges Verbindungsteil (9) einen festen Eingriff eingeht.