[0001] Die Erfindung betrifft ein Markisengestell, mit an Gelenkarmen ausschwenkbarem Ausfallprofil,
wobei die Gelenkarme an einem Gelenkarmträger gehalten sind, insbesondere an einem
Konsolrohr oder einem Gehäuse.
[0002] Eine ausschwenkbare Markise, etwa an einem Gebäude oder Fahrzeug, weist ein Markisentuch
auf, welches mit einem Ende auf einer Tuchwelle aufwickelbar ist. Dabei ist das Ende
vorzugsweise mit einem Keder in einer als Kederschiene wirkenden Längsvertiefung der
Tuchwelle gehalten. Ein gegenüberliegendes Ende des Markisentuches kann in gleicher
Weise mit einem Keder in einer Kederschiene eines Ausfallprofils gehalten sein. Im
eingefahrenen Zustand ist das Markisentuch fast vollständig auf die Tuchwelle aufgewickelt.
Hierzu ist die Tuchwelle drehend antreibbar, insbesondere manuell oder elektrisch.
[0003] Das Ausfallprofil ist über Gelenkarme mit einem Konsolrohr, Gehäuse (etwa zur Aufnahme
der Tuchwelle) oder anderem Gelenkarmträger verbunden, welcher insbesondere an einer
Wand oder einem Dachüberstand befestigt sein kann. Durch eine Federspannung sind die
Gelenkarme so beaufschlagt, dass das Ausfallprofil vom Konsolrohr oder Gehäuse weggedrückt
wird und das Markisentuch stets auf Spannung gehalten ist. Die Gelenkarme liegen in
einer Ebene mit dem Konsolrohr oder Gehäuse und dem Ausfallprofil und sollen gegen
ein Verbiegen in vertikaler Richtung stabil sein. Vorzugsweise trägt das Konsolrohr
die Tuchwelle oder ein Gehäuse für die Tuchwelle. Möglich ist auch eine Ausführung
ohne Konsolrohr, wenn die Tuchwelle auf andere Weise ausreichend stabil gehalten werden
kann.
[0004] Am Ausfallprofil oder an damit verbundenen Bauteilen können elektrische Verbraucher
vorgesehen sein, etwa eine Beleuchtung oder andere Verbraucher. Gespeist werden die
elektrischen Verbraucher aus einem Trenntrafo mit Schutzspannung von 12 bis 24 Volt.
[0005] Aus der
DE 295 14 745 U1 ist eine Gelenkarmmarkise mit Beleuchtung bekannt. Auf Oberseiten der Gelenkarme
sind Kabelkanäle vorgesehen, in denen stromführende Kabel verlegt sind. Kabelkanal
und Kabel sind zusätzliche Bauteile, die von der Seite aus sichtbar und optisch störend
sind und die bei der Montage zusätzlichen Aufwand verursachen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Markisengestells mit der
Möglichkeit einer unauffälligeren und/oder einfacheren elektrischen Anbindung von
elektrischen Verbrauchern im Bereich des Ausfallprofils.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe weist das Markisengestell die Merkmale des Anspruchs 1 auf.
Insbesondere ist vorgesehen, dass die Gelenkarme wenigstens teilweise elektrisch leitend
sind. Dadurch sind die Gelenkarme zumindest teilweise selbst stromführend, sodass
nicht zusätzlich elektrische Leitungen verlegt werden müssen. Vorzugsweise sind die
Gelenkarme vollständig oder nahezu vollständig elektrisch leitend. Hilfreich im Sinne
der Aufgabenstellung können aber auch elektrisch leitende Teile oder Abschnitte der
Gelenkarme sein, da dann zumindest in diesen Bereichen keine elektrische Leitung verlegt
werden muss.
[0008] Die Gelenkarme können aus elektrisch leitendem Werkstoff hergestellt oder mit einer
entsprechenden Beschichtung versehen sein. Bei dem Werkstoff und/oder der Beschichtung
handelt es sich insbesondere um ein gut elektrisch leitendes Metall. Als gut elektrisch
leitendes Metall gilt auch eine entsprechende Legierung. Insbesondere enthalten der
Werkstoff oder die Beschichtung einen hohen Aluminium- oder Kupferanteil. Bei Verwendung
einer Beschichtung kann diese gezielt dort nicht aufgetragen werden, wo eine Isolierung
sinnvoll ist.
[0009] Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Gelenkarme
zur Verbindung von Gelenkarmteilen Schwenkgelenke und insbesondere Gelenkstifte aufweisen,
wobei die Schwenkgelenke und insbesondere Gelenkstifte derart elektrisch leitend und
miteinander in Kontakt stehend sind, dass Strom von einem Gelenkarmteil über das Schwenkgelenk
zum verbundenen Gelenkarmteil fließen kann. Das heißt, über Schwenkgelenke verbundene
Gelenkarmteile können auch elektrisch über die Schwenkgelenke miteinander verbunden
sein. Dies ist beispielsweise möglich durch Verwendung elektrisch leitender Werkstoffe
im Bereich der Schwenkgelenke und/oder Gelenkstifte.
[0010] Erfindungsgemäß kann wenigstens ein Gelenkarm über einen Gelenkarmhalter mit dem
Gelenkarmträger verbunden sein, wobei Gelenkarm und Gelenkarmhalter über ein Haltergelenk
mit Gelenkstift verbunden sind, und wobei Haltergelenk und Gelenkstift derart elektrisch
leitend untereinander in Kontakt stehend sind, dass Strom vom Gelenkarmhalter über
das Haltergelenk zum Gelenkarm fließen kann. Somit überträgt das Haltergelenk elektrischen
Strom.
[0011] Erfindungsgemäß kann wenigstens ein Gelenkarm über einen Ausfallprofilhalter mit
dem Ausfallprofil verbunden sein, wobei Gelenkarm und Ausfallprofilhalter über ein
Ausfallgelenk mit Gelenkstift verbunden sind, und wobei Ausfallgelenk und Gelenkstift
derart elektrisch leitend und miteinander in Kontakt stehend sind, dass Strom vom
Ausfallprofilhalter über das Ausfallgelenk zum Gelenkarm - oder umgekehrt - fließen
kann. In dieser Ausführungsform kann auch über das Ausfallgelenk Strom fließen.
[0012] Vorteilhafterweise sind der Gelenkarmhalter und/oder der Ausfallprofilhalter mit
einem elektrisch leitenden Anschluss versehen. Insbesondere handelt es sich um eine
Klemmoder Steckverbindung für eine Spannungszufuhr in den Gelenkarmhalter bzw. Ausfallprofilhalter.
Vorzugsweise sind das Konsolrohr/der Gelenkarmträger und/oder das Ausfallprofil nicht
elektrisch leitend.
[0013] Erfindungsgemäß kann wenigstens einer der Gelenkarme gegenüber dem Gelenkarmträger
und/oder Ausfallprofil elektrisch isoliert sein, insbesondere durch eine Isolierlage
zwischen dem Gelenkarmträger und einem Gelenkarmhalter und/oder zwischen dem Ausfallprofil
und dem Ausfallprofilhalter.
[0014] Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung kann wenigstens ein Gelenkarm über einen
Ausfallprofilhalter mit dem Ausfallprofil verbunden sein, wobei Gelenkarm und Ausfallprofilhalter
über ein Ausfallgelenk mit Gelenkstift verbunden sind, und wobei Ausfallgelenk und
Gelenkstift derart elektrisch isoliert ausgebildet und angeordnet sind, dass der Ausfallprofilhalter
zum Gelenkarm elektrisch isoliert ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der
Ausfallprofilhalter in dieser Ausführung selbst nicht spannungsführend ist. Alternativ
oder zusätzlich kann der Ausfallprofilhalter elektrisch isolierend ausgebildet sein,
insbesondere aus Kunststoff.
[0015] Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung kann vorgesehen sein, dass wenigstens
ein Gelenkarm über einen Gelenkarmhalter mit dem Gelenkarmträger verbunden ist, dass
Gelenkarm und Gelenkarmhalter über ein Haltergelenk mit Gelenkstift verbunden sind
und derart elektrisch isoliert ausgebildet und angeordnet sind, dass der Gelenkarmhalter
zum Gelenkarm elektrisch isoliert ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der
Gelenkarmhalter in dieser Ausführung selbst nicht spannungsführend ist.
[0016] Vorteilhafterweise sitzen einer oder mehrere der Gelenkstifte in elektrisch isolierenden
Lagerbuchsen des Haltergelenks oder Ausfallgelenks. Die Lagerbuchsen können einen
umlaufenden Kragen aufweisen, der insbesondere Gelenkarmhalter/Ausfallprofilhalter
und Gelenkarm gegeneinander isoliert und/oder Gelenkarm und Gelenkstift. Zum Gelenkstift
zählen auch eine Mutter oder eine Scheibe mit Mutter.
[0017] Erfindungsgemäß kann wenigstens ein Gelenkarm ein zum Ausfallprofil und/oder zum
Gelenkarmträger weisendes Ende mit einem elektrisch leitenden Anschluss aufweisen.
Der Anschluss ist zur Spannungsentnahme vorgesehen und insbesondere eine Klemm- oder
Steckverbindung am Ende des Gelenkarms.
[0018] Im Rahmen der Erfindung kann ein Gelenkarm als elektrischer Leiter mit Anschluss
an einen Pluspol und ein anderer Gelenkarm als Leiter mit Anschluss an einen Minuspol
verwendbar oder vorgesehen sein. Auf diese Weise kann über zwei Gelenkarme ein Gleichstrom
übertragen werden. Die elektrische Spannung ist vorzugsweise für den Menschen ungefährlich
und beträgt insbesondere 12 V oder 24 V.
[0019] Erfindungsgemäß kann ein elektrischer Verbraucher an einem der Gelenkarme, am Ausfallprofil
oder an mit Gelenkarmen oder dem Ausfallprofil verbundenen Teilen vorgesehen sein.
Das heißt, der elektrische Verbraucher kann auch mittelbar mit dem Ausfallprofil oder
mit den Gelenkarmen verbunden sein, beispielsweise eine Leuchte mit Leuchtenhalter,
welcher am Ausfallprofil oder am Gelenkarm befestigt ist.
[0020] Mittelbar oder unmittelbar kann am Ausfallprofil ein elektrischer Antrieb als Verbraucher
vorgesehen sein, etwa in Verbindung mit einer zusätzlichen Abschattungseinrichtung.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Markise mit Tuchwelle, Markisentuch und Markisengestell
nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
[0021] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung im Übrigen und aus
den Ansprüchen. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand
von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Markisengestells,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts A aus Fig. 1,
- Fig. 3
- einen vollständig ausgeklappten Gelenkarm in einer Ansicht von oben,
- Fig. 4
- einen vergrößerten Schnitt entlang der Linie Z-Z in Fig. 3.
[0022] Ein Markisengestell 10 weist gemäß Fig. 1 ein Konsolrohr 11, zwei Gelenkarme 12,
13 und ein Ausfallprofil 14 auf. Die Gelenkarme 12, 13 sind mit Gelenkarmhaltern 15
an einem Gelenkarmträger befestigt, der hier ein Konsolrohr 11 ist. Letzteres wird
auch als Tragrohr bezeichnet und ist zur Befestigung an einer Wand, Fassade oder einem
Dachüberstand vorgesehen. Außerdem trägt das Konsolrohr 11 eine hier nicht gezeigte
Tuchrolle mit Markisentuch und elektrischem Antrieb zur Drehung der Tuchrolle. Alternativ
kann der Gelenkarmträger ein Gehäuse für die Tuchrolle sein oder ein anderes Bauteil,
welches hauptsächlich oder zusätzlich als Träger für die Gelenkarmhalter 15 dient.
Das Ausfallprofil 14 ist mit freien Enden 16 der Gelenkarme 12, 13 verbunden.
[0023] Die Gelenkarme 12 sind hier dreifach gelenkig gehalten bzw. ausgebildet:
- Ein Haltergelenk 17 verbindet die Gelenkarme 12, 13 mit den Gelenkarmhaltern 15.
- Ein Schwenkgelenk 18 ist in jeden Gelenkarm 12, 13 integriert und verbindet ein dem
Konsolrohr 11 zugewandtes inneres Gelenkarmteil 19 mit einem dem Ausfallprofil 14
zugewandten, äußeren Gelenkarmteil 20.
- Ein Ausfallgelenk 21 verbindet jeden äußeren Gelenkarmteil 20 mit dem Ausfallprofil
14 oder, wie in Fig. 4 dargestellt, mit einem Ausfallprofilhalter 22. Im letztgenannten
Fall ist das Ausfallprofil 14 mit den beiden Ausfallprofilhaltern 22 verbunden.
[0024] Ein hier nicht dargestelltes Markisentuch ist am Ausfallprofil 14 angeschlagen. Beim
Strecken der Gelenkarme 12, 13 wird das Markisentuch von der nicht gezeigten Tuchrolle
abgezogen. Üblicherweise sind in die Gelenkarme 12, 13 Federn integriert, die eine
Streckung der Gelenkarme 12, 13 bewirken. Auf diese Weise wird das Markisentuch stets
nach außen gezogen. Mit dem Antrieb der Tuchrolle ist ein Einfahren (oder Ausfahren)
des Markisentuches möglich.
[0025] Am Ausfallprofil 14 kann mittelbar oder unmittelbar ein hier nicht gezeigter elektrischer
Verbraucher vorgesehen sein, beispielsweise eine Leuchte. Zur Stromversorgung des
elektrischen Verbrauchers sind die Gelenkarme 12, 13 aus elektrisch leitendem Material
ausgebildet, insbesondere aus Metall. Beispielsweise sind die Gelenkarme 12, 13 aus
Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gefertigt. Als elektrischer Verbraucher kann
auch ein nicht gezeigter Antriebsmotor für eine zusätzliche Abschattungseinrichtung
vorgesehen sein. Beispielsweise kann am Ausfallprofil 14 ein verstellbarer vertikaler
Behang angeordnet sein. Die Verstellung kann durch den Antriebsmotor erfolgen. Die
Gelenkarme 12, 13 müssen keine zusätzlichen Einrichtungen zur Drehmoment-übertragung
aufweisen.
[0026] Haltergelenke 17 und Schwenkgelenke 18 sind so ausgebildet, dass darüber mit möglichst
geringem elektrischem Widerstand Strom fließen kann. Hierzu weisen Haltergelenke 17
und Schwenkgelenke 18 elektrisch leitende Gelenkstifte 23, 24 auf. Im Bereich von
Haltergelenken 17 und Schwenkgelenken 18 können auch elektrisch leitende Schmiermittel
vorgesehen sein.
[0027] Die Gelenkarmhalter 15 sind mit einem Anschluss 25 für eine Stromzufuhr versehen.
Über die Anschlüsse 25 kann eine Spannung angelegt werden, beispielsweise eine Gleichspannung
mit einem Minuspol am Anschluss 25 des Gelenkarms 13 und einem Pluspol am Anschluss
25 des Gelenkarms 12.
[0028] Der Gelenkarmhalter 15 ist hier als U-förmiges Profil ausgebildet, dessen Schenkel
26, 27 das Konsolrohr 11 zwischen sich aufnehmen und dessen Steg 28 mit einem Gelenkansatz
29 verbunden ist. Letzterer trägt den Gelenkstift 23. Der Strom fließt über den Anschluss
25, den oberen Schenkel 26, den Steg 28, den Gelenkansatz 29 und den Gelenkstift 23
zum Gelenkarm 12 bzw. 13 oder umgekehrt.
[0029] Um das Konsolrohr 11 spannungsfrei zu halten, ist zwischen Gelenkarmhalter 15 und
Konsolrohr 11 eine Isolierung 30 vorgesehen, insbesondere vollständig um das Konsolrohr
11 herum. Dieses ist hier als Vierkantrohr ausgebildet.
[0030] Die Gelenkarme 12, 13 sind im Bereich der freien Enden 16 mit einem Anschluss 31
zur Abnahme des Stroms versehen. Das heißt, in diesem Ausführungsbeispiel fließt der
Strom nicht durch das Ausfallgelenk 21, sondern wird vorher von den Gelenkarmen 12,
13 abgenommen bzw. eingespeist. Damit das Ausfallprofil 14 und/oder der Ausfallprofilhalter
22 spannungsfrei bleibt, ist das Ausfallgelenk 21 mit zwei isolierenden Lagerbuchsen
32 ausgestattet, in denen ein Bolzen 33 als Gelenkstift mit Mutter 34 gehalten ist.
Der Bolzen 33 hält außerdem den Ausfallprofilhalter 22 drehbar auf dem freien Ende
16. Hierzu weisen der Ausfallprofilhalter 22 und die freien Enden 16 eine passende
Bohrung 35 auf, durch die der Bolzen 33 gesteckt ist.
[0031] Die Lagerbuchsen 32 weisen jeweils einen ebenfalls isolierenden Kragen 36 auf, der
einerseits den Ausfallprofilhalter 22 vom freien Ende 16 trennt und der andererseits
das freie Ende 16 von der Mutter 34 oder einer darunter liegenden Scheibe 37 trennt.
[0032] Wie oben dargestellt, kann über das Haltergelenk 17 Strom fließen, nicht jedoch über
das Ausfallgelenk 21. Alternativ kann das Haltergelenk 17 analog zum Ausfallgelenk
21 isolierend ausgebildet sein. Ebenfalls alternativ kann über das Ausfallgelenk 21
analog zum Haltergelenk 17 Strom fließen.
Bezugszeichenliste
| 10 |
Markisengestell |
28 |
Steg |
| 11 |
Konsolrohr |
29 |
Gelenkansatz |
| 12 |
Gelenkarm |
30 |
Isolierung |
| 13 |
Gelenkarm |
31 |
Anschluss |
| 14 |
Ausfallprofil |
32 |
isolierende Lagerbuchse |
| 15 |
Gelenkarmhalter |
33 |
Bolzen (Gelenkstift) |
| 16 |
freie Enden |
34 |
Mutter |
| 17 |
Haltergelenk |
35 |
Bohrung |
| 18 |
Schwenkgelenk |
36 |
Kragen |
| 19 |
inneres Gelenkarmteil |
37 |
Scheibe |
| 20 |
äußeres Gelenkarmteil |
|
|
| 21 |
Ausfallgelenk |
|
|
| 22 |
Ausfallprofilhalter |
|
|
| 23 |
Gelenkstifte |
|
|
| 24 |
Gelenkstifte |
|
|
| 25 |
Anschluss |
|
|
| 26 |
Schenkel |
|
|
| 27 |
Schenkel |
|
|
1. Markisengestell (10) mit an Gelenkarmen (12, 13) ausschwenkbarem Ausfallprofil (14),
wobei die Gelenkarme (12, 13) an einem Gelenkarmträger gehalten sind, insbesondere
an einem Konsolrohr (11) oder einem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkarme (12, 13) wenigstens teilweise elektrisch leitend sind.
2. Markisengestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkarme (12, 13) zur Verbindung von Gelenkarmteilen (19, 20) Schwenkgelenke
(18) mit Gelenkstiften (24) aufweisen, wobei die Schwenkgelenke (18) und Gelenkstifte
(24) derart elektrisch leitend und miteinander in Kontakt stehend sind, dass Strom
von einem Gelenkarmteil (19) über das Schwenkgelenk (18) zum verbundenen Gelenkarmteil
(20) - oder umgekehrt - fließen kann.
3. Markisengestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gelenkarm (12, 13) über einen Gelenkarmhalter (15) mit dem Gelenkarmträger
verbunden ist, dass Gelenkarm (12, 13) und Gelenkarmhalter (15) über ein Haltergelenk
(17) mit Gelenkstift (23) verbunden sind, wobei Haltergelenk (17) und Gelenkstift
(23) derart elektrisch leitend und miteinander in Kontakt stehend sind, dass Strom
vom Gelenkarmhalter (15) über das Haltergelenk (17) zum Gelenkarm (12, 13) - oder
umgekehrt - fließen kann.
4. Markisengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gelenkarm (12, 13) über einen Ausfallprofilhalter (22) mit dem Ausfallprofil
(14) verbunden ist, dass Gelenkarm (12, 13) und Ausfallprofilhalter (22) über ein
Ausfallgelenk (21) mit Gelenkstift (33) verbunden sind, wobei Ausfallgelenk (21) und
Gelenkstift (33) derart elektrisch leitend und miteinander in Kontakt stehend sind,
dass Strom vom Ausfallprofilhalter (22) über das Ausfallgelenk (21) zum Gelenkarm
(12, 13) - oder umgekehrt - fließen kann.
5. Markisengestellt nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkarmhalter (15) und/oder der Ausfallprofilhalter (22) einen elektrisch leitenden
Anschluss (25) aufweisen.
6. Markisengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Gelenkarme (12, 13) gegenüber dem Gelenkarmträger und/oder dem
Ausfallprofil (14) elektrisch isoliert ist, insbesondere durch eine Isolierlage (30)
zwischen dem Gelenkarmträger und einem Gelenkarmhalter (15) und/oder zwischen dem
Ausfallprofil (14) und dem Ausfallprofilhalter (22).
7. Markisengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gelenkarm (12, 13) über einen Ausfallprofilhalter (22) mit dem Ausfallprofil
(14) verbunden ist, dass Gelenkarm (12, 13) und Ausfallprofilhalter (22) über ein
Ausfallgelenk (21) mit Gelenkstift (33) verbunden und derart elektrisch isoliert ausgebildet
und angeordnet sind, dass der Ausfallsprofilhalter (22) zum Gelenkarm (12, 13) elektrisch
isoliert ist.
8. Markisengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gelenkarm (12, 13) über einen Gelenkarmhalter (11) mit dem Gelenkarmträger
verbunden ist, dass Gelenkarm (12, 13) und Gelenkarmhalter (15) über ein Haltergelenk
(17) mit Gelenkstift (23) verbunden sind und derart elektrisch isoliert ausgebildet
und angeordnet sind, dass der Gelenkarmhalter (15) zum Gelenkarm (12, 13) elektrisch
isoliert ist.
9. Markisengestell nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der Gelenkstifte (23, 33) in elektrisch isolierenden Lagerbuchsen
(32) sitzen.
10. Markisengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gelenkarm (12, 13) ein zum Ausfallprofil (14) und/oder zum Gelenkarmträger
weisendes Ende (16) mit einem elektrisch leitenden Anschluss (31) aufweist.
11. Markisengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gelenkarm (12, 13) als elektrischer Leiter mit Anschluss an einen Pluspol und
ein anderer Gelenkarm (12, 13) als elektrischer Leiter mit Anschluss an einen Minuspol
verwendbar oder vorgesehen ist.
12. Markisengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen elektrischen Verbraucher an einem Gelenkarm (12, 13), am Ausfallprofil (14)
oder an mit Gelenkarm (12, 13) oder Ausfallprofil (14) verbundenen Teilen, insbesondere
eine Leuchte.
13. Markisengestell nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Verbraucher ein Antriebsmotor ist, insbesondere für eine Abschattungseinrichtung.
14. Markise mit Tuchwelle, Markisentuch und Markisengestell nach einem der Ansprüche 1
bis 13.