[0001] Die Erfindung betrifft ein Fertigbetonbauteil, insbesondere eine Fertigbetonplatte
mit zumindest einer in das Bauteil einbetonierten Hubhülse, wobei das Bauteil mittels
der Hubhülse an einer Transportvorrichtung fixierbar ist. Die erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteile
bzw. Fertigbetonplatten werden insbesondere als Untergrund bzw. befahrbarer Untergrund
für Lagerflächen, Park- und Abstellflächen, für Flächen in der Bauwirtschaft, für
Straßen und dergleichen verwendet.
[0002] Fertigbetonbauteile bzw. Fertigbetonplatten der vorstehend beschriebenen Art sind
in unterschiedlichen Ausführungsformen aus der Praxis grundsätzlich bekannt. Insbesondere
bei großflächigen Fertigbetonbauteilen bzw. Fertigbetonplatten ist sowohl der Transport,
als auch die Handhabung und Montage am Einbauort oftmals eine Herausforderung. Es
ist in diesem Zusammenhang bekannt, Transportanker vorzusehen, die in die Fertigbetonbauteile
integriert sind und die an einer Transportvorrichtung wie etwa einem Kran fixiert
werden können. Darüber hinaus ist es aus der Praxis bekannt, Fertigbetonbauteile mithilfe
von Vakuumhebegeräten handzuhaben. Diese Handhabung mit Vakuumhebegeräten kann sowohl
im Zuge der Montage der Fertigbetonbauteile bzw. Fertigbetonplatten verwendet werden,
als auch im Rahmen der Fertigung zum Einsatz kommen, wenn die Fertigbetonbauteile
beispielsweise aus einer Schalung gehoben werden müssen.
[0003] Bei den aus der Praxis bekannten Maßnahmen hat sich allerdings gezeigt, dass diese
nicht für alle Arten von Fertigbetonbauteilen bzw. Fertigbetonplatten geeignet sind.
Beispielsweise sind Vakuumhebegeräte bei Fertigbetonbauteilen bzw. Fertigbetonplatten
aus offenporigem Beton nicht zuverlässig einsetzbar, da aufgrund der Offenporigkeit
keine sichere Fixierung erreicht wird. Weiterhin hat sich gezeigt, dass bei der Herstellung
von Fertigbetonbauteilen bzw. Fertigbetonplatten - insbesondere bei der Ausschalung,
bei der es möglich ist, dass die Fertigbetonbauteile bzw. Fertigbetonplatten noch
nicht vollständig bzw. nur teilweise ausgehärtet sind -, sowohl die bekannten Transportanker,
als auch Vakuumhebegeräte für eine funktionssichere und störungsfreie Handhabung teilweise
nicht geeignet sind. Dies gilt insbesondere für Fertigbetonbauteile bzw. Fertigbetonplatten
aus offenporigem Beton. - Insoweit besteht Verbesserungsbedarf.
[0004] Der Erfindung liegt demgegenüber das technische Problem zugrunde, ein Fertigbetonbauteil,
insbesondere eine Fertigbetonplatte, anzugeben, die funktionssicher und störungsfrei
handhabbar ist und insbesondere sicher und zuverlässig an einer Transportvorrichtung
fixiert werden kann.
[0005] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung ein Fertigbetonbauteil,
insbesondere eine Fertigbetonplatte mit zumindest einer in das Bauteil einbetonierten
Hubhülse, wobei das Bauteil mittels der Hubhülse an einer Transportvorrichtung fixierbar
ist, wobei die Hubhülse zumindest eine erste Hülsenöffnung, zumindest einen Hülsenschaft
zur Aufnahme eines Hubschlüssels und ein der ersten Hülsenöffnung gegenüberliegendes
Hülsenende aufweist, wobei die Hubhülse zumindest eine Querschnittsaufweitung in Form
einer Hubkammer aufweist und wobei der Innendurchmesser d
K der Hubkammer größer ist, als die Innenbreite bs des Hülsenschaftes.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das erfindungsgemäße Fertigbetonbauteil
bzw. die darin einbetonierte Hubhülse eine funktionssichere und einfache Handhabung
des Fertigbetonbauteils bzw. der Fertigbetonplatte und insbesondere die zuverlässige
Fixierung an einer Transportvorrichtung ermöglicht. Dies gilt sowohl für die Herstellung,
insbesondere für die Ausschalung des Fertigbetonbauteils, als auch für die Montage.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Handhabung des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils
bzw. der erfindungsgemäßen Fertigbetonplatte, insbesondere die Fixierung an einer
Transportvorrichtung, mithilfe eines Hubschlüssels erfolgt, der in den Hülsenschaft
der erfindungsgemäßen Hubhülse eingeführt werden kann und bevorzugt in der zumindest
einen Hubkammer und/oder an der Fertigbetonbauteiloberseite bzw. Fertigbetonbauteilunterseite
von einer Einführposition in eine Verankerungsposition überführt werden kann. Dies
wird untenstehend noch näher erläutert.
[0007] Statt des Begriffes Fertigbetonbauteil bzw. Fertigbetonplatte wird hier und nachfolgend
auch einfach der Ausdruck Bauteil bzw. Platte verwendet. Innendurchmesser d
K der Hubkammer meint im Rahmen der Erfindung insbesondere den größten Innendurchmesser
der Hubkammer quer, insbesondere senkrecht zur Längserstreckung bzw. zur Längsachse
A der Hubhülse. Innenbreite bs des Hülsenschaftes meint im Rahmen der Erfindung insbesondere
die größte Innenbreite des Hülsenschaftes quer, insbesondere senkrecht zur Längserstreckung
bzw. zur Längsachse A der Hubhülse bzw. des Hülsenschaftes und quer, insbesondere
senkrecht zur Längsmittelachse A
Q der Querschnittsfläche des Hülsenschaftes. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass
das Verhältnis des Innendurchmessers d
K der Hubkammer zur Innenbreite bs des Hülsensschaftes zwischen 1,1:1 und 4:1, vorzugsweise
zwischen 1,5:1 und 3:1, bevorzugt zwischen 1,7:1 und 2,2:1, ganz besonders bevorzugt
zwischen 1,9:1 und 2,1:1, beispielsweise etwa 2:1 beträgt.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils
sind in das Fertigbetonbauteil bzw. in die Fertigbetonplatte zumindest zwei Hubhülsen
einbetoniert. Empfohlenermaßen weist ein Bauteil bzw. eine Platte zwei bis sechs Hubhülsen,
bevorzugt zwei bis vier Hubhülsen und besonders bevorzugt zwei Hubhülsen auf, die
in das Bauteil bzw. in die Platte einbetoniert sind. Der Ausführungsform mit zumindest
zwei Hubhülsen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das Bauteil bzw. die Platte durch
zumindest zwei einbetonierte Hubhülsen besonders zuverlässig und sicher an einer Transportvorrichtung
fixiert werden kann.
[0009] Es ist bevorzugt, dass die erfindungsgemäße Hubhülse zumindest bereichsweise innen
hohl ausgebildet ist und vorzugsweise über ihre gesamte Länge L bzw. im Wesentlichen
über ihre gesamte Länge L innen hohl ausgebildet ist. Die Hubhülse weist somit empfohlenermaßen
einen Hohlraum auf, der sich in Richtung der Längsachse A der Hubhülse über ihre gesamte
Länge erstreckt. Der Durchmesser des Hohlraums beträgt zweckmäßigerweise zumindest
70 %, bevorzugt zumindest 75 %, sehr bevorzugt zumindest 80 % und besonders bevorzugt
zumindest 85 % des Außendurchmessers der Hubhülse.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils
ist die Hubhülse über ihre gesamte Länge L bzw. im Wesentlichen über ihre gesamte
Länge L in das Bauteil einbetoniert. Länge L der Hubhülse meint im Rahmen der Erfindung
im Übrigen insbesondere die größte Erstreckung der Hubhülse entlang bzw. in Richtung
ihrer Längsachse A.
[0011] Es ist bevorzugt, dass die erste Hülsenöffnung der Unterseite des Bauteils bzw. der
Platte zugeordnet ist und insbesondere von der Unterseite des Bauteils bzw. der Platte
zugänglich ist. Unterseite des Bauteils bzw. der Platte meint im Rahmen der Erfindung
die im montierten Zustand des Bauteils bzw. der Platte dem Montageuntergrund zugewandte
Seite des Bauteils bzw. der Platte. Im Rahmen dieser bevorzugten Ausführungsform kann
vorzugsweise durch die erste Hülsenöffnung ein Hubschlüssel in den Hülsenschaft der
Hubhülse eingeführt werden und zwar zweckmäßigerweise von der Bauteilunterseite. Grundsätzlich
liegt es auch im Rahmen der Erfindung, dass die erste Hülsenöffnung der Oberseite
des Bauteils bzw. der Platte zugeordnet ist und dann zweckmäßigerweise von der Oberseite
des Bauteils bzw. der Platte zugänglich ist. Bevorzugt ist die erste Hülsenöffnung
aber der Unterseite des Bauteils bzw. der Platte zugeordnet.
[0012] Gemäß einer empfohlenen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils ist
die zumindest eine Hubkammer als hohlzylindrischer Abschnitt der Hubhülse ausgebildet,
der insbesondere einen runden, bevorzugt einen kreisrunden Querschnitt mit dem Innendurchmesser
d
K aufweist. Querschnitt der Hubkammer meint im Rahmen der Erfindung insbesondere den
Querschnitt quer, insbesondere senkrecht zur Längsachse A der Hubhülse. Wenn die Hubkammer
gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform als hohlzylindrischer Abschnitt mit einem
kreisrunden Querschnitt ausgebildet ist, entspricht der Innendurchmesser d
K der Hubkammer dem Kreisdurchmesser bzw. Kreisinnendurchmesser der Querschnittsfläche.
Dieser Ausführungsform liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein Hubschlüssel - durch
die bevorzugt der Unterseite des Bauteils zugeordnete erste Hülsenöffnung - in den
Hülsenschaft eingeführt werden kann und in der hohlzylindrisch ausgebildeten Hubkammer
durch eine Drehbewegung von einer Einführposition in eine Verankerungsposition überführt
werden kann, so dass das Fertigbetonbauteil bzw. die Fertigbetonplatte mittels der
Hubhülse und des Hubschlüssels an einer Transportvorrichtung fixiert werden kann.
[0013] Es ist bevorzugt, dass das Verhältnis der Länge L
H der Hubkammer zur Länge L der Hubhülse 1:12 bis 1:4, vorzugsweise 1:10 bis 1:6, bevorzugt
1:9 bis 1:7, beispielsweise 1:8 bzw. etwa 1:8 beträgt. Länge L
H der Hubkammer meint in diesem Zusammenhang die größte Erstreckung der Hubkammer in
Längsrichtung der Hubhülse bzw. in Richtung der Längsachse A der Hubhülse.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Hülsenschaft als Hohlkörper ausgebildet
ist, dessen Innenlänge Ls vorzugsweise größer ist, als dessen Innenbreite bs. Innenlänge
Ls des Hülsenschaftes meint in diesem Zusammenhang insbesondere die größte Innenlänge
quer, insbesondere senkrecht zur Längsachse A der Hubhülse und entlang bzw. in Richtung
der Längsmittelachse A
Q der Querschnittsfläche des Hülsenschaftes und somit quer, insbesondere senkrecht
zur Innenbreite bs des Hülsenschaftes. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das
Verhältnis der Innenlänge Ls des Hülsenschaftes zur Innenbreite bs des Hülsenschaftes
1,1:1 bis 4:1, vorzugsweise 1,5:1 bis 3:1, bevorzugt 1,7:1 bis 2,2:1, besonders bevorzugt
1,9:1 bis 2,1:1, beispielsweise etwa 2:1 beträgt. Es ist bevorzugt, dass die Innenlänge
Ls des Hülsenschaftes dem Innendurchmesser d
K der Hubkammer entspricht bzw. im Wesentlichen entspricht.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils
bzw. der erfindungsgemäßen Fertigbetonplatte ist der Hülsenschaft als Hohlkörper ausgebildet,
dessen Querschnittsfläche als abgerundetes Rechteck vorgesehen ist. Gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform ist der Hülsenschaft als Hohlkörper ausgebildet, dessen
Querschnittsfläche ellipsenförmig ausgebildet ist. Grundsätzlich liegen auch andere
Querschnittsgeometrien für den Hülsenschaft im Rahmen der Erfindung, beispielsweise
eine ovale, rechteckige, quadratische, dreieckförmige oderdergleichen Querschnittsgeometrie.
Wesentlich ist dabei, dass der Innendurchmesser d
K der Hubkammer größer ist als die Innenbreite bs des Hülsenschaftes.
[0016] Eine besonders empfohlene Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
dass das erfindungsgemäße Fertigbetonbauteil bzw. eine erfindungsgemäße Fertigbetonplatte
für einen befahrbaren Untergrund, beispielsweise für eine befahrbare Straße, eine
befahrbare Lagerfläche, eine befahrbare Parkfläche, etwa ein Parkdeck oder dergleichen
ausgelegt ist. Die Dicke einer erfindungsgemäßen Fertigbetonplatte beträgt empfohlenermaßen
50 bis 300 mm, bevorzugt 100 bis 250 mm und besonders bevorzugt 160 bis 200 mm. Es
empfiehlt sich, dass sich eine erfindungsgemäße Hubhülse über zumindest 70 %, vorzugsweise
über zumindest 80 %, bevorzugt über zumindest 90 % und ganz besonders bevorzugt über
zumindest 95 % der Dicke des Fertigbetonbauteils bzw. der Fertigbetonplatte erstreckt.
[0017] Zweckmäßigerweise ist eine erfindungsgemäße Fertigbetonplatte in der Draufsicht rechteckig
ausgebildet. Gemäß einer empfohlenen Ausführungsform können die Seitenlängen einer
solchen rechteckigen Platte jeweils 600 bis 3000mm, bevorzugt 800 bis 2500mm, besonders
bevorzugt 1000 bis 2200 mm betragen.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils
bzw. der erfindungsgemäßen Fertigbetonplatte ist die Längsachse A der Hubhülse quer,
insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zu der Unterseite und/oder der
Oberseite des Bauteils angeordnet. Oberseite des Bauteils meint im Rahmen der Erfindung
insbesondere die im montierten Zustand dem Montageuntergrund abgewandte Seite des
Bauteils. Es liegt somit im Rahmen der Erfindung, dass die Längsachse A der Hubhülse
im montierten Zustand des Fertigbetonbauteils bzw. der Fertigbetonplatte quer, insbesondere
senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zu dem Montageuntergrund orientiert ist.
Montageuntergrund meint im Rahmen der Erfindung insbesondere den Untergrund bzw. den
Erdboden auf dem das erfindungsgemäße Fertigbetonbauteil bzw. die erfindungsgemäße
Fertigbetonplatte montiert bzw. verlegt wird.
[0019] Eine sehr bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubkammer dem Hülsenende zugeordnet ist. Es ist möglich, dass die Hubkammer das
Hülsenende bildet. Empfohlenermaßen beträgt der Abstand a zwischen der Hubkammer und
dem Hülsenende zwischen 2 % und 49 %, vorzugsweise zwischen 5 % und 40 %, bevorzugt
zwischen 7 % und 35 %, besonders bevorzugt zwischen 10 % und 30 % und ganz besonders
bevorzugt zwischen 15 % und 25 % der Länge L der Hubhülse. Abstand a zwischen der
Hubkammer und dem Hülsenende meint den größten Abstand zwischen Hubkammer und Hülsenende
in Richtung/entlang der Längserstreckung bzw. der Längsachse A der Hubhülse, wobei
die Länge L
H der Hubkammer selbst zur Hälfte zu diesem Abstand a zählt. Dieser bevorzugten Ausführungsform,
bei der die Hubkammer dem Hülsenende zugeordnet ist kommt insbesondere dann Bedeutung
zu, wenn gemäß empfohlener Ausführungsvariante der Erfindung die erste Hülsenöffnung
der Unterseite des Bauteils zugeordnet ist und insbesondere von der Unterseite des
Bauteils zugänglich ist. Dann kann von der Unterseite des Bauteils zweckmäßigerweise
ein Hubschlüssel in den Hülsenschaft eingeführt werden und in der dem Hülsenende zugeordneten
Hubkammer durch eine Drehbewegung von der Einführposition in eine Verankerungsposition
überführt werden. In dieser Verankerungsposition kann das Fertigbetonbauteil bzw.
die Fertigbetonplatte mittels des Hubschlüssels an einer Transportvorrichtung fixiert
werden. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn die Platte im Rahmen ihrer Herstellung
aus einer Schalung entfernt werden soll, wobei gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
die Plattenoberseite dem Boden der Schalung zugewandt ist. Die Krafteinleitung beim
Anhebevorgang des Bauteils bzw. der Platte erfolgt im Rahmen dieser bevorzugten Ausführungsform
dann in dem der ersten Hülsenöffnung gegenüberliegenden bzw. abgewandten Bereich der
Platte.
[0020] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Hubhülse zumindest zwei Hubkammern aufweist.
Dann ist vorzugsweise eine der Hubkammern dem Hülsenende zugeordnet und/oder eine
weitere Hubkammer ist der ersten Hülsenöffnung zugeordnet.
[0021] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Hubhülse zumindest eine
Verankerungsrippe auf, die den Außenumfang der Hubhülse um zumindest 70 %, vorzugsweise
um zumindest 80 %, bevorzugt vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig umläuft.
Es ist bevorzugt, dass die Hubhülse zumindest zwei solcher Verankerungsrippen aufweist.
Je nach Länge L der Hubhülse und somit vorzugsweise auch in Abhängigkeit von der Dicke
des Fertigbetonbauteils bzw. der Fertigbetonbauplatte ist es möglich, dass die Hubhülse
eine Mehrzahl von Verankerungsrippen, beispielsweise drei bis sechs Verankerungsrippen
aufweist. Die Verankerungsrippen ermöglichen eine besonders sichere bzw. feste Einbetonierung
der zumindest einen Hubhülse in das Fertigbetonbauteil, die insbesondere auch größeren
Krafteinwirkungen, beispielsweise bei der Fixierung des Fertigbetonbauteils mittels
der Hubhülse durch einen in der Hubkammer in einer Verankerungsposition befindlichen
Hubschlüssel an einer Transportvorrichtung, standhält.
[0022] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Bauteil bzw. die Fertigbetonbauplatte
auf Basis zumindest eines offenporigen Betons hergestellt ist und insbesondere aus
zumindest einem offenporigen Beton besteht bzw. im Wesentlichen besteht. Ein solcher
offenporiger Beton wird auch als haufwerksporiger Beton bezeichnet und weist zweckmäßigerweise
Hohlräume zwischen den Gesteinskörnern auf. Es ist bevorzugt, dass das erfindungsgemäße
Bauteil, insbesondere die erfindungsgemäße Fertigbetonplatte, wasserdurchlässig ist.
[0023] Eine besonders empfohlene Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils
bzw. der erfindungsgemäßen Fertigbetonplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass das
Hülsenende als zweite Hülsenöffnung ausgebildet ist, die vorzugsweise der Oberseite
des Bauteils zugeordnet ist und bevorzugt von der Oberseite des Bauteils zugänglich
ist. Einer solchen Ausführungsform mit einem als zweite Hülsenöffnung ausgestalteten
Hülsenende kommt im Rahmen der Erfindung ganz besondere Bedeutung zu. Bei dieser Ausführungsform
weist die Hubhülse eine erste Hülsenöffnung auf, die zweckmäßigerweise der Unterseite
des Bauteils zugeordnet und insbesondere von der Unterseite des Bauteils zugänglich
ist und die Hubhülse weist weiterhin eine zweite Hülsenöffnung auf, die empfohlenermaßen
der Oberseite des Bauteils zugeordnet ist und bevorzugt von der Oberseite des Bauteils
zugänglich ist. Im Rahmen einer solchen Ausführungsform kann im Zuge der Fertigung
des Bauteils in einer Schalung, bei dem vorzugsweise die Oberseite des Bauteils der
Unterseite der Schalung zugewandt bzw. zugeordnet ist, zweckmäßigerweise ein Hubschlüssel
durch die erste Hülsenöffnung in den Hülsenschaft eingeführt werden und in der Hubkammer
durch eine Drehbewegung von der Einführposition in eine Verankerungsposition überführt
werden. Dann kann das Fertigbetonbauteil beziehungsweise die Fertigbetonplatte mittels
der Hubhülse und dem in der Verankerungsposition befindlichen Hubschlüssel an einer
Transportvorrichtung fixiert werden und aus der Schalung gehoben werden. Zur Montage
des Fertigbetonbauteils bzw. der Fertigbetonplatte kann der Hubschlüssel dann von
der gegenüberliegenden Bauteilseite, insbesondere der Oberseite des Bauteils durch
die zweite Hülsenöffnung in den Hülsenschaft eingeführt werden und vollständig durch
die Hubhülse hindurchgeführt werden und anschließend an der Unterseite des Bauteils
bzw. der Platte durch eine Drehbewegung in eine Verankerungsposition überführt werden,
so dass das Fertigbetonbauteil beziehungsweise die Fertigbetonplatte montiert bzw.
verlegt werden kann. Der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fertigbetonbauteils
bzw. der erfindungsgemäßen Fertigbetonplatte mit einer ersten Hülsenöffnung, einer
zweiten Hülsenöffnung und einer Hubkammer liegt somit die Erkenntnis zugrunde, dass
das Bauteil bzw. die Platte mittels der Hubhülse sowohl im Rahmen der Herstellung
des Bauteils bzw. der Platte aus der Schalung gehoben werden kann, als auch im Rahmen
der Montage des Bauteils bzw. der Platte sicher gehandhabt werden kann. Insoweit erfüllt
die Hubhülse des erfindungsgemäßen Bauteils in vorteilhafter Weise zumindest zwei
Funktionen.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist somit weiterhin eine Hubhülse zum Einbetonieren in ein
Fertigbetonbauteil, insbesondere in eine Fertigbetonplatte - vorzugsweise in ein Fertigbetonbauteil
der vorstehend beschriebenen Art -, wobei die Hubhülse zumindest eine erste Hülsenöffnung,
zumindest einen Hülsenschaft zur Aufnahme eines Hubschlüssels und ein der ersten Hülsenöffnung
gegenüberliegendes Hülsenende aufweist, wobei die Hubhülse zumindest eine Querschnittsaufweitung
in Form einer Hubkammer aufweist, wobei der Innendurchmesser d
K der Hubkammer größer ist, als die Innenbreite bs des Hülsenschaftes.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Hubhülse ist die Hülse
auf Basis zumindest eines Kunststoffes hergestellt und bevorzugt besteht die Hubhülse
aus zumindest einem Kunststoff bzw. im Wesentlichen aus zumindest einem Kunststoff.
[0026] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung weiterhin ein System aus
einem Hubschlüssel und einer Hubhülse - insbesondere einer vorstehend beschriebenen
Hubhülse -, wobei der Hubschlüssel zumindest einen Ankerkopf und zumindest einen Führungsstab
aufweist, wobei der Ankerkopf derart ausgestaltet ist, dass er durch eine Hülsenöffnung
in die Hubhülse einführbar ist und in der Hubkammer und/oder an der Unterseite bzw.
Oberseite des Bauteils durch eine Drehbewegung, vorzugsweise um die Längsachse des
Hubschlüssels bzw. des Führungsstabs, bevorzugt um 10° bis 90°, besonders bevorzugt
um etwa 90°, von einer Einführposition in eine Verankerungsposition überführbar ist.
[0027] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass an dem Führungsstab des Hubschlüssels, zweckmäßigerweise
an der dem Ankerkopf gegenüberliegenden Seite, ein Befestigungselement vorgesehen
ist, mit dem der Hubschlüssel an einer Transportvorrichtung fixierbar ist. Bei dem
Befestigungselement kann es sich beispielsweise um eine Befestigungsöse handeln. Der
Ankerkopf des Hubschlüssels ist hinsichtlich seiner Form derart ausgestaltet, dass
er durch zumindest eine Hülsenöffnung in die Hubhülse eingeführt werden kann und in
dieser Einführposition durch den Hülsenschaft geführt werden kann. Es empfiehlt sich,
dass der Ankerkopf in der Einführposition, in der er durch den Hülsenschaft geführt
werden kann, nicht in dem Hülsenschaft drehbar bzw. im Wesentlichen nicht in dem Hülsenschaft
drehbar ist. In der Hubkammer der Hubhülse kann der Ankerkopf dann, vorzugsweise durch
eine Drehbewegung um die Längsachse des Hubschlüssels bzw. des Führungsstabs von der
Einführposition in eine Verankerungsposition überführt werden. Dazu wird der Hubschlüssel
in eine Drehbewegung um seine Längsachse versetzt und insbesondere um 10° bis 90°,
bevorzugt um 45° bis 90°, besonders bevorzugt um 70° bis 90°, ganz besonders bevorzugt
um etwa 90° gedreht. Es ist bevorzugt, dass der Hubschlüssel auf Basis zumindest eines
Metalls ausgebildet ist und insbesondere aus zumindest einem Metall besteht. Besonders
bevorzugt besteht der Hubschlüssel aus Stahl bzw. im Wesentlichen aus Stahl.
[0028] Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass der Hubschlüssel durch die erste oder
die zweite Hülsenöffnung in den Hülsenschaft eingeführt wird und vollständig durch
die Hubhülse bis zur gegenüberliegenden Seite des Bauteils bzw. der Platte geführt
wird und dort durch eine Drehbewegung um die Längsachse des Führungsstabs in eine
Verankerungsposition überführt wird. In der Verankerungsposition hintergreifen die
Ankerenden des Ankerkopfes im Übrigen zweckmäßigerweise eine Fläche der Hubammer bzw.
die Ober- oder Unterseite des Bauteils bzw. der Platte.
[0029] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung eines Fertigbetonbauteils,
insbesondere eines vorstehend beschriebenen Fertigbetonbauteils, wobei das Bauteil
in einer Schalung gefertigt wird, wobei vorzugsweise die als Oberseite des Bauteils
vorgesehene Bauteilseite dem Boden der Schalung zugewandt ist, wobei während der Fertigung
des Bauteils die zumindest eine Hubhülse in das Bauteil eingebracht wird, wobei nach
der zumindest teilweisen Aushärtung des Bauteils zur Entfernung des Bauteils aus der
Schalung ein Hubschlüssel durch die der bevorzugt als Unterseite des Bauteils vorgesehenen
Seite zugewandte erste Hülsenöffnung in den Hülsenschaft eingeführt wird und in der
Hubkammer in eine Verankerungsposition überführt wird und wobei das Bauteil anschließend
mittels des Hubschlüssels aus der Schalung entfernt bzw. gehoben wird.
[0030] Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren hat sich insbesondere für Bauteile bzw.
Fertigbetonbauplatten aus offenporigem Beton bewährt. Bei der erfindungsgemäßen Herstellung
des Fertigbetonbauteils ist die im montierten bzw. verlegten Zustand als Oberseite
des Bauteils vorgesehene Bauteilseite vorzugsweise dem Boden der Schalung zugewandt.
Die Hubkammer der Hubhülse ist empfohlenermaßen dem Hülsenende zugeordnet, das insbesondere
als zweite Hülsenöffnung ausgebildet ist. Empfohlenermaßen ist die zweite Hülsenöffnung
der Oberseite des Bauteils zugeordnet. Somit ist zweckmäßigerweise auch die Hubkammer
der Oberseite des Bauteils zugeordnet. Wenn das Fertigbetonbauteil zumindest teilweise
ausgehärtet ist kann ein Hubschlüssel durch die erste Hülsenöffnung, die bevorzugt
der Unterseite des Bauteils zugeordnet ist in den Hülsenschaft eingeführt werden und
in der Hubkammer in die Verankerungsposition überführt werden. Bei dem anschließenden
Entfernen des Bauteils mittels des Hubschlüssels aus der Schalung, bei dem der Hubschlüssel
vorzugsweise an einer Transportvorrichtung fixiert wird, erfolgt die Krafteinleitung
in das Bauteil bzw. die Platte somit bevorzugt an der als Oberseite des Bauteils vorgesehenen
Bauteilseite und folglich insbesondere an der dem Boden der Schalung zugewandten Seite.
Auf diese Weise ist es möglich, das Bauteil bzw. die Platte aus der Schalung zu entfernen,
auch wenn das Bauteil bzw. die Platte gemäß bevorzugter Ausführungsvariante aus offenporigem
Beton hergestellt ist und/oder noch nicht vollständig ausgehärtet ist.
[0031] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird ein Untergrund, insbesondere
ein befahrbarer Untergrund mit einer Mehrzahl bzw. einer Vielzahl nebeneinander angeordneter
Fertigbetonplatten - beispielsweise 100 bis 400 Fertigbetonplatten - realisiert. Es
liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass jede dieser Fertigbetonplatten zumindest
zwei einbetonierte Hubhülsen aufweist. Vorzugsweise nimmt jede Fertigbetonplatte eine
Fläche von 1 bis 10 m
2, bevorzugt von 2 bis 6 m
2 ein. Es ist bevorzugt, dass die Fertigbetonplatten zur Erstellung des Untergrundes
bzw. des befahrbaren Untergrundes mittels zumindest einer Transportvorrichtung, beispielsweise
mittels zumindest eines Transportkrans in den gewünschten Positionen angeordnet werden,
wobei die Fertigbetonplatten über ihre Hubhülsen und bevorzugt über das System aus
einem Hubschlüssel und einer Hubhülse an der Transportvorrichtung fixiert sind.
[0032] Somit lehrt die Erfindung weiterhin ein Verfahren zur Handhabung eines Fertigbetonbauteils,
insbesondere einer Fertigbetonplatte, vorzugsweise eines Fertigbetonbauteils der vorstehend
beschriebenen Art, wobei ein Hubschlüssel vorzugsweise von der Unterseite des Bauteils
durch eine erste Hülsenöffnung in den Hülsenschaft einer Hubhülse eingeführt wird
und in einer Hubkammer durch eine Drehbewegung in eine Verankerungsposition überführt
wird. Anschließend wird das Fertigbetonbauteil in dieser Verankerungsposition mittels
einer Transportvorrichtung gehandhabt. Das Verfahren umfasst weiterhin den Schritt
der Einführung des Hubschlüssels durch eine zweite Hülsenöffnung, die empfohlenermaßen
der Oberseite des Bauteils zugeordnet ist in den Hülsenschaft, wobei der Hubschlüssel
vollständig durch den Hülsenschaft bis zur Unterseite des Bauteils geführt wird und
dort durch eine Drehbewegung um die Längsachse des Hubschlüssels in eine Verankerungsposition
überführt wird. Anschließend wird das Bauteil zweckmäßigerweise in dieser Verankerungsposition
mittels des Hubschlüssels an einer Transportvorrichtung fixiert und auf diese Weise
gehandhabt. Zur Handhabung eines Fertigbetonbauteils ist es im Rahmen der Erfindung
alternativ möglich, dass die erste Hülsenöffnung der Bauteiloberseite zugeordnet ist
und dass die Bauteiloberseite bei der Fertigung des Bauteils bzw. der Platte der Oberseite
der Schalung zugewandt ist. Dann kann gemäß einer Ausführungsform ein Hubschlüssel
von der Oberseite des Bauteils durch die erste Hülsenöffnung in den Hülsenschaft eingeführt
werden und in der Hubkammer in eine Verankerungsposition überführt werden, so dass
das Bauteil gehandhabt werden kann. Im Rahmen dieser alternativen Ausführungsform
wird der Hubschlüssel anschließend bevorzugt erneut durch die der Bauteiloberseite
zugeordnete erste Hülsenöffnung in den Hülsenschaft eingeführt und entweder vollständig
durch den Hülsenschaft bis zur Bauteilunterseite geführt und dort in eine Verankerungsposition
überführt oder erneut in der Hubkammer in eine Verankerungsposition überführt, so
dass das Bauteil bzw. die Platte gehandhabt werden kann.
[0033] Wenn die Hubhülse gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung zumindest
zwei Hubkammern aufweist, kann der Hubschlüssel zunächst vorzugsweise von der Unterseite
des Bauteils durch eine erste Hülsenöffnung in den Hülsenschaft der Hubhülse eingeführt
werden und in der zweckmäßigerweise der Bauteiloberseite bzw. Plattenoberseite zugeordneten
ersten Hubkammer in eine Verankerungsposition überführt werden. Anschließend wird
das Fertigbetonbauteil bzw. die Fertigbetonplatte in dieser Verankerungsposition mittels
einer Transportvorrichtung gehandhabt. Weiterhin kann der Hubschlüssel im Rahmen eines
solchen Verfahrens durch eine zweite Hülsenöffnung, die empfohlenermaßen der Oberseite
des Bauteils zugeordnet ist, in den Hülsenschaft eingeführt werden und in einer bevorzugt
der Bauteilunterseite bzw. Plattenunterseite zugeordneten zweiten Hubkammer in eine
Verankerungsposition überführt werden. Anschließend wird das Bauteil zweckmäßigerweise
in der Verankerungsposition mittels des Hubschlüssels an einer Transportvorrichtung
fixiert und auf diese Weise gehandhabt.
[0034] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das erfindungsgemäße Fertigbetonbauteil
bzw. die erfindungsgemäße Fertigbetonplatte mittels der erfindungsgemäßen Hubhülse
funktionssicher und einfach an einer Transportvorrichtung fixiert werden kann. Die
Fixierung an einer Transportvorrichtung ist insbesondere auch dann möglich, wenn gemäß
bevorzugter Ausführungsvariante ein offenporiger Beton als Material für das Fertigbetonbauteil
bzw. die Fertigbetonplatte verwendet wird. Wenn gemäß besonders empfohlener Ausführungsform
der Erfindung die Hubhülse eine erste und eine zweite Hülsenöffnung aufweist, ist
die Hülse von beiden Seiten des Bauteils bzw. der Platte zugänglich und es kann insbesondere
eine einfache und besonders vorteilhafte Handhabung des Bauteils bzw. der Platte sowohl
im Rahmen der Fertigung der Platte - beispielsweise bei der Ausschalung -, als auch
bei der Montage der Platte erfolgen. Es ist weiterhin zu erwähnen, dass die Ausschalung
des Bauteils bzw. der Platte mit der erfindungsgemäßen Hubhülse auch dann erfolgen
kann, wenn das Bauteil noch nicht vollständig ausgehärtet ist und insoweit noch nicht
seine vollständige Festigkeit erreicht hat. Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist
darüber hinaus, dass ein und dieselbe Hubhülse sowohl für die Ausschalung des Bauteils,
bei der vorzugsweise ein Hubschlüssel in der Hubkammer in eine Verankerungsposition
überführt wird und anschließend an einer Transportvorrichtung fixiert wird, als auch
bei der Montage des Bauteils bzw. der Platte, bei der vorzugsweise ein Hubschlüssel
an der Plattenunterseite in eine Verankerungsposition überführt wird und an einer
Transportvorrichtung fixiert wird, verwendet werden kann. Es ist weiterhin zu betonen,
dass die erfindungsgemäßen Vorteile auf einfache und wenig aufwändige Art erreicht
werden und die Erfindung somit - insbesondere mit Blick auf die bekannten Maßnahmen
- geringe Kosten bzw. Fertigungskosten verursacht.
[0035] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Bauteil bzw. durch eine erfindungsgemäße
Platte mit einbetonierter erfindungsgemäßer Hubhülse,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Hubhülse,
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Hubhülse und einen Hubschlüssel in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 4a
- den Gegenstand gemäß Fig. 1 mit einem Hubschlüssel in der Einführposition
- Fig. 4b
- den Gegenstand gemäß Fig. 1 mit einem Hubschlüssel in der Verankerungsposition in
der Hubkammer
- Fig. 4c
- den Gegenstand gemäß Fig. 1 mit einem Hubschlüssel in einer Verankerungsposition an
der Unterseite des Bauteils bzw. der Platte.
[0036] Die Figuren zeigen eine erfindungsgemäße Fertigbetonplatte 1 mit zumindest einer
in die Platte 1 einbetonierten Hubhülse 2. Die Platte 1 ist mittels der Hubhülse 2
an einer Transportvorrichtung, beispielsweise einem Kran, fixierbar. Die Hubhülse
2 weist eine erste Hülsenöffnung 3, einen Hülsenschaft 4 zur Aufnahme eines Hubschlüssels
11 und ein der ersten Hülsenöffnung 3 gegenüberliegendes Hülsenende 5 auf. Vorzugsweise
und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren ist das Hülsenende 5 als zweite Hülsenöffnung
10 ausgebildet. Die Hubhülse 2 weist erfindungsgemäß eine Querschnittsaufweitung in
Form einer Hubkammer 6 auf. Der Innendurchmesser d
K der Hubkammer 6 ist erfindungsgemäß größer, als die Innenbreite bs des Hülsenschaftes
4. Dies ist insbesondere in den Fig. 1 und 2 zu erkennen. Innendurchmesser d
K der Hubkammer 6 meint im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel insbesondere
den größten Innendurchmesser der Hubkammer quer, insbesondere senkrecht zur Längserstreckung
bzw. zur Längsachse A der Hubhülse 2. Innenbreite bs des Hülsenschaftes 4 meint im
Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel insbesondere die größte Innenbreite
des Hülsenschaftes 4 quer, insbesondere senkrecht zur Längserstreckung bzw. zur Längsachse
A der Hubhülse 2 bzw. des Hülsenschaftes 4 und quer, insbesondere senkrecht zur Längsmittelachse
A
Q der Querschnittsfläche des Hülsenschaftes 4. Dies ist insbesondere in der Fig. 2
dargestellt. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren (insbesondere Fig. 1 und Fig.
2) mag das Verhältnis des Innendurchmessers d
K der Hubkammer 6 zur Innenbreite bs des Hülsenschaftes 4 etwa 2:1 betragen. In die
Fertigbetonplatte 1 mögen zumindest zwei Hubhülsen 2 einbetoniert sein. Im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 ist lediglich eine Hubhülse 2 dargestellt.
[0037] Bevorzugt und im Ausführungsbeispiel ist die Hubhülse 2 über ihre gesamte Länge L
innen hohl ausgebildet. Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel ist die
Hubhülse 2 zudem über ihre gesamte Länge L bzw. im Wesentlichen über ihre gesamte
Länge L in die Fertigbetonplatte 1 einbetoniert. Länge L der Hubhülse 2 meint im Rahmen
der Erfindung und im Ausführungsbeispiel insbesondere die größte Erstreckung der Hubhülse
2 entlang bzw. in Richtung ihrer Längsachse A, wie es insbesondere in den Fig. 1 und
3 zu erkennen ist.
[0038] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren ist die erste Hülsenöffnung
3 der Unterseite 7 der Fertigbetonplatte 1 zugeordnet und ist insbesondere von der
Unterseite 7 der Platte 1 zugänglich. Unterseite 7 der Fertigbetonplatte 1 meint im
Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel die im montierten Zustand bzw. im
verlegten Zustand der Platte 1 dem Montageuntergrund zugewandte Seite der Platte 1.
Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel kann durch die erste Hülsenöffnung 3
der Hubschlüssel 11 in den Hülsenschaft 4 der Hubhülse 2 eingeführt werden und zwar
gemäß einer empfohlenen Ausführungsvariante von der Unterseite 7 der Platte 1, wie
es in der Figur 4a dargestellt ist. Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel ist
das Hülsenende 5 als zweite Hülsenöffnung 10 ausgebildet und diese zweite Hülsenöffnung
10 ist bevorzugt und im Ausführungsbeispiel der Oberseite 8 der Platte 1 zugeordnet
und besonders bevorzugt von der Oberseite 8 der Platte 1 zugänglich. Mit dem Begriff
Oberseite der Platte ist in diesem Zusammenhang insbesondere die im montierten Zustand
der Fertigbetonplatte 1 dem Montageuntergrund abgewandte Seite der Platte 1 gemeint.
[0039] Gemäß einer besonders empfohlenen Ausführungsform der Erfindung und im Ausführungsbeispiel
ist die Hubkammer 6 als hohlzylindrischer Abschnitt der Hubhülse 2 ausgebildet. Die
Hubkammer 6 weist vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel einen kreisrunden Querschnitt
mit dem Innendurchmesser d
K auf. Querschnitt der Hubkammer 6 meint dabei insbesondere den Querschnitt quer, insbesondere
senkrecht zur Längsachse A der Hubhülse 2. Der Innendurchmesser d
K der als hohlzylindrischer Abschnitt mit kreisrundem Querschnitt ausgebildeten Hubkammer
6 entspricht im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel dem Kreisdurchmesser
bzw. Kreisinnendurchmesser der Querschnittsfläche. Dies ist insbesondere in der Fig.
2 zu erkennen. Zweckmäßigerweise beträgt im Übrigen das Verhältnis der Länge L
H der Hubkammer 6 zur Länge L der Hubhülse 2 1:10 bis 1:6, bevorzugt 1:9 bis 1:7, besonders
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel (Fig. 3) 1:8 bzw. etwa 1:8. Länge L
H der Hubkammer meint in diesem Zusammenhang insbesondere die größte Erstreckung der
Hubkammer 6 in Längsrichtung der Hubhülse 2 bzw. in Richtung der Längsachse A der
Hubhülse 2 .
[0040] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung und im Ausführungsbeispiel
ist der Hülsenschaft 4 der Hubhülse 2 als Hohlkörper ausgebildet, dessen Innenlänge
L
S empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel größer ist, als dessen Innenbreite b
S. Innenlänge L
S des Hülsenschaftes 4 meint in diesem Zusammenhang und im Ausführungsbeispiel insbesondere
die größte Innenlänge quer, insbesondere senkrecht zur Längsachse A der Hubhülse 2
und entlang bzw. in Richtung der Längsmittelachse A
Q der Querschnittsfläche des Hülsenschaftes 4 und somit quer, insbesondere senkrecht
zur Innenbreite bs des Hülsenschaftes 4 (Fig. 2). Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel
entspricht die Innnenlänge L
S des Hülsenschaftes 4 dem Innendurchmesser d
K der Hubkammer 6 bzw. entspricht L
S im Wesentlichen d
K. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren weist der zweckmäßigerweise als Hohlkörper
ausgebildete Hülsenschaft 4 eine Querschnittsfläche auf, die als abgerundetes Rechteck
ausgebildet ist.
[0041] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist die Längsachse A der Hubhülse 2
quer, insbesondere senkrecht beziehungsweise im Wesentlichen senkrecht zu der Unterseite
7 und der Oberseite 8 der Fertigbetonplatte 1 angeordnet. Somit ist die Längsachse
A der Hubhülse 2 im montierten Zustand der Fertigbetonplatte 1 vorzugsweise quer,
insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zu dem Montageuntergrund orientiert.
[0042] Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel ist die Hubkammer 6 dem Hülsenende 5
zugeordnet. Bevorzugt beträgt der Abstand a zwischen der Hubkammer 6 und dem Hülsenende
5 bzw. der zweiten Hülsenöffnung 10 zwischen 10 % und 35 %, ganz besonders bevorzugt
zwischen 15 % und 30 % der Länge L der Hubhülse 2. Im Ausführungsbeispiel (siehe insbesondere
Fig. 3) mag der Abstand a zwischen der Hubkammer 6 und dem Hülsenende 5 etwa 20 %
der Länge L der Hubhülse 2 betragen. Abstand a zwischen der Hubkammer 6 und dem Hülsenende
5 meint im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel insbesondere den größten
Abstand zwischen der Hubkammer 6 und dem Hülsenende 5 in Richtung/entlang der Längserstreckung
bzw. Längsachse A der Hubhülse 2, wobei die Länge L
H der Hubkammer 6 selbst zur Hälfte zu diesem Abstand a zählt.
[0043] Gemäß bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel weist die Hubhülse 2
zwei Verankerungsrippen 9 auf, die den Außenumfang der Hubhülse 2 jeweils vollständig
bzw. im Wesentlichen vollständig umlaufen.
[0044] Die Fertigbetonplatte 1 in den Figuren mag gemäß bevorzugter Ausführungsvariante
der Erfindung aus zumindest einem offenporigen Beton bestehen bzw. im Wesentlichen
bestehen. Die Hubhülse 2 besteht zweckmäßigerweise aus zumindest einem Kunststoff.
[0045] In den Figuren weiterhin dargestellt ist ein Hubschlüssel 11 der für die Zusammenwirkung
mit der Hubhülse 2 vorgesehen ist. Der Hubschlüssel 11 weist zumindest einen Ankerkopf
12 und zumindest einen Führungsstab 13 auf. Der Ankerkopf 12 ist derart ausgestaltet,
dass er durch eine Hülsenöffnung 3, 10 in die Hubhülse 2 eingeführt werden kann und
in der Hubkammer 6 und/oder an der Unterseite 7 bzw. Oberseite 8 der Platte 1 durch
eine Drehbewegung um die Längsachse des Hubschlüssels 11 bzw. des Führungsstabes 13,
vorzugsweise um 10° bis 90°, bevorzugt um etwa 90°, von einer Einführposition (Fig.
4a) in eine Verankerungsposition (Fig. 4b und 4c) überführt werden kann. Der Hubschlüssel
11 ist in der Fig. 3 zusammen mit der Hubhülse 2 dargestellt. Im Rahmen der Erfindung
und im Ausführungsbeispiel ist an dem Führungsstab 13 des Hubschlüssels 11 an der
dem Ankerkopf 12 gegenüberliegenden Seite ein Befestigungselement 14 vorgesehen, mit
dem der Hubschlüssel 11 an einer Transportvorrichtung fixierbar ist. Im Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 3 ist das Befestigungselement 14 als Befestigungsöse ausgestaltet.
Der Hubschlüssel 11 besteht im Rahmen der Erfindung zweckmäßigerweise aus zumindest
einem Metall. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren mag der Hubschlüssel 11 aus
Stahl bestehen bzw. im Wesentlichen aus Stahl bestehen.
[0046] Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren kommen der erfindungsgemäßen
Hubhülse 2 zumindest zwei Funktionen zu. Im Zuge der Fertigung der Fertigbetonplatte
1 wird die Platte 1 in einer Schalung gefertigt, wobei die Oberseite 7 der Platte
1 bevorzugt dem Boden der Schalung zugewandt ist. Während der Fertigung der Platte
1 wird zumindest eine Hubhülse 2 in die Platte 1 eingebracht. Nach der zumindest teilweisen
Aushärtung der Platte 1 wird zur Entfernung der Platte 1 aus der Schalung ein Hubschlüssel
11 durch die der vorzugsweise als Unterseite 7 des Bauteils vorgesehenen Seite zugewandten
ersten Hülsenöffnung 3 in den Hülsenschaft 4 eingeführt. Dies ist in der Fig. 4a dargestellt.
In der Hubkammer 6 wird der Hubschlüssel 11 in eine Verankerungsposition überführt.
Diese Verankerungsposition ist in der Fig. 4b dargestellt. Zur Überführung von der
Einführposition (Fig. 4a) in die Verankerungsposition (Fig. 4b) wird der Hubschlüssel
11 durch eine Drehbewegung um die Längsachse des Hubschlüssels 11 bzw. des Führungsstabs
13 - zweckmäßigerweise um etwa 90° - gedreht. Anschließend kann die Platte 1 mittels
des Hubschlüssels 11 aus der Schalung entfernt bzw. gehoben werden. Dazu ist es möglich,
dass der Hubschlüssel 11 mittels des Befestigungselementes 14 an einer Transportvorrichtung
fixiert wird. Somit erfüllt die in der Platte 1 einbetonierte Hubhülse 2 eine erste
Funktion im Rahmen der Fertigung der Platte 1 (Fig. 4a und 4b).
[0047] Der Hubhülse 2 kommt empfohlenermaßen eine weitere Funktion im Rahmen der Montage
der Platte 1 auf dem vorgesehenen Montageuntergrund zu. Für die Montage der Platte
1 ist diese bereits so gedreht, dass die Plattenunterseite 7 in Richtung des Montageuntergrundes
zeigt. Dies ist in der Fig. 4c dargestellt. Zur Montage bzw. zum Verlegen der Platte
1 kann der Hubschlüssel 11 von der Oberseite der Platte 8 empfohlenermaßen durch die
zweite Hülsenöffnung 10 in den Hülsenschaft 4 eingeführt werden und vollständig in
dieser Einführposition durch die Hubhülse 2 hindurchgeführt werden. Diese Einführposition
im Zuge der Montage ist in den Figuren nicht näher dargestellt. Anschließend kann
der Hubschlüssel 11 an der Unterseite 7 der Platte 1 durch eine Drehbewegung um die
Längsachse des Hubschlüssels 11 bzw. des Führungsstabs 13 um etwa 90° von der Einführposition
in die Verankerungsposition überführt werden. Diese Verankerungsposition ist in der
Fig. 4c dargestellt. In der Verankerungsposition des Hubschlüssels 11 hintergreifen
die Ankerenden 15 des Ankerkopfes 12 empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel eine
Fläche 16 der Hubkammer 6 (Fig. 4b) bzw. die Unterseite 7 der Platte 1 (Fig. 4c).
1. Fertigbetonbauteil, insbesondere Fertigbetonplatte (1) mit zumindest einer in das
Bauteil einbetonierten Hubhülse (2), wobei das Bauteil mittels der Hubhülse (2) an
einer Transportvorrichtung fixierbar ist, wobei die Hubhülse (2) zumindest eine erste
Hülsenöffnung (3), zumindest einen Hülsenschaft (4) zur Aufnahme eines Hubschlüssels
und ein der ersten Hülsenöffnung (3) gegenüberliegendes Hülsenende (5) aufweist, wobei
die Hubhülse (2) zumindest eine Querschnittsaufweitung in Form einer Hubkammer (6)
aufweist und wobei der Innendurchmesser (dK) der Hubkammer (6) größer ist, als die Innenbreite (bS) des Hülsenschaftes (4).
2. Fertigbetonbauteil nach Anspruch 1, wobei in das Fertigbetonbauteil bzw. in die Fertigbetonplatte
(1) zumindest zwei Hubhülsen (2) einbetoniert sind.
3. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Hubhülse (2) zumindest
bereichsweise innen hohl ausgebildet ist und vorzugsweise über ihre gesamte Länge
(L) bzw. im Wesentlichen über ihre gesamte Länge (L) innen hohl ausgebildet ist.
4. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Hubhülse (2) über ihre
gesamte Länge (L) bzw. im Wesentlichen über ihre gesamte Länge (L) in das Bauteil
einbetoniert ist.
5. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die erste Hülsenöffnung
(3) der Unterseite (7) des Bauteils zugeordnet ist und insbesondere von der Unterseite
(7) des Bauteils zugänglich ist.
6. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Hubkammer (6) als hohlzylindrischer
Abschnitt der Hubhülse (2) ausgebildet ist, der insbesondere einen runden, bevorzugt
einen kreisrunden Querschnitt mit dem Innendurchmesser dK aufweist.
7. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Hülsenschaft (4) als
Hohlkörper ausgebildet ist, dessen Innenlänge (LS) vorzugsweise größer ist, als dessen Innenbreite (bS).
8. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Längsachse (A) der
Hubhülse (2) quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zu der Unterseite
(7) und/oder der Oberseite (8) des Bauteils angeordnet ist.
9. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Hubkammer (6) dem Hülsenende
(5) zugeordnet ist, wobei der Abstand (a) zwischen der Hubkammer (6) und dem Hülsenende
(5) vorzugsweise zwischen 2 % und 49 %, bevorzugt zwischen 5 % und 40 %, besonders
bevorzugt zwischen 7 % und 35 %, ganz besonders bevorzugt zwischen 10 % und 30 %,
beispielsweise zwischen 15 % und 25 % der Länge (L) der Hubhülse (2) beträgt.
10. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Hubhülse (2) zumindest
eine Verankerungsrippe (9) aufweist, die den Außenumfang der Hubhülse (2) um zumindest
70 %, vorzugsweise um zumindest 80 %, bevorzugt vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig
umläuft.
11. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Bauteil beziehungsweise
die Fertigbetonplatte (1) auf Basis zumindest eines offenporigen Betons hergestellt
ist und insbesondere aus zumindest einem offenporigen Beton besteht bzw. im Wesentlichen
besteht.
12. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Hülsenende (5) als
zweite Hülsenöffnung (10) ausgebildet ist, die vorzugsweise der Oberseite (8) des
Bauteils zugeordnet ist und bevorzugt von der Oberseite (8) des Bauteils zugänglich
ist.
13. Hubhülse zum Einbetonieren in ein Fertigbetonbauteil, insbesondere in eine Fertigbetonplatte
(1) - vorzugsweise in ein Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 12 - wobei
die Hubhülse (2) zumindest eine erste Hülsenöffnung (3), zumindest einen Hülsenschaft
(4) zur Aufnahme eines Hubschlüssels und ein der ersten Hülsenöffnung (3) gegenüberliegendes
Hülsenende (5) aufweist, wobei die Hubhülse (2) zumindest eine Querschnittsaufweitung
in Form einer Hubkammer (6) aufweist, wobei der Innendurchmesser (dK) der Hubkammer (6) größer ist, als die Innenbreite (bs) des Hülsenschaftes (4).
14. System aus einem Hubschlüssel und einer Hubhülse - insbesondere einer Hubhülse (2)
nach Anspruch 13 - wobei der Hubschlüssel (11) zumindest einen Ankerkopf (12) und
zumindest einen Führungsstab (13) aufweist, wobei der Ankerkopf (12) derart ausgestaltet
ist, dass er durch eine Hülsenöffnung (3, 10) in die Hubhülse (2) einführbar ist und
in der Hubkammer (6) und/oder an der Unterseite (7) bzw. Oberseite (8) des Bauteils
durch eine Drehbewegung, vorzugsweise um die Längsachse des Hubschlüssels (11) bzw.
des Führungsstabs (12), bevorzugt um 10° bis 90°, besonders bevorzugt um etwa 90°,
von einer Einführposition in eine Verankerungsposition überführbar ist.
15. Verfahren zur Herstellung eines Fertigbetonbauteils, insbesondere eines Fertigbetonbauteils
nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Bauteil in einer Schalung gefertigt wird,
wobei vorzugsweise die als Oberseite (8) des Bauteils vorgesehene Bauteilseite dem
Boden der Schalung zugewandt ist, wobei während der Fertigung des Bauteils die zumindest
eine Hubhülse (2) in das Bauteil eingebracht wird, wobei nach der zumindest teilweisen
Aushärtung des Bauteils zur Entfernung des Bauteils aus der Schalung ein Hubschlüssel
durch die der bevorzugt als Unterseite (7) des Bauteils vorgesehenen Seite zugeordnete
erste Hülsenöffnung (3) in den Hülsenschaft (4) eingeführt wird und in der Hubkammer
(6) in eine Verankerungsposition überführt wird und wobei das Bauteil anschließend
mittels des Hubschlüssels aus der Schalung entfernt bzw. gehoben wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Fertigbetonbauteil, insbesondere Fertigbetonplatte (1) mit zumindest einer in das
Bauteil einbetonierten Hubhülse (2), wobei das Bauteil mittels der Hubhülse (2) an
einer Transportvorrichtung fixierbar ist, wobei die Hubhülse (2) zumindest eine erste
Hülsenöffnung (3), zumindest einen Hülsenschaft (4) zur Aufnahme eines Hubschlüssels
und ein der ersten Hülsenöffnung (3) gegenüberliegendes Hülsenende (5) aufweist, wobei
die Hubhülse (2) zumindest eine Querschnittsaufweitung in Form einer Hubkammer (6)
aufweist und wobei der Innendurchmesser (dK) der Hubkammer (6) größer ist, als die Innenbreite (bs) des Hülsenschaftes (4),
wobei die erste Hülsenöffnung (3) der Unterseite (7) des Bauteils zugeordnet ist und
von der Unterseite (7) des Bauteils zugänglich ist,
wobei das Hülsenende (5) als zweite Hülsenöffnung (10) ausgebildet ist, die der im
montierten Zustand des Bauteils dem Montageuntergrund abgewandten Oberseite (8) des
Bauteils zugeordnet ist und von der Oberseite (8) des Bauteils zugänglich ist,
wobei die Hubkammer (6) dem Hülsenende (5) bzw. der zweiten Hülsenöffnung (10) zugeordnet
ist und wobei der Abstand (a) zwischen der Hubkammer (6) und dem Hülsenende (5) zwischen
2 % und 49 % der Länge (L) der Hubhülse (2) beträgt.
2. Fertigbetonbauteil nach Anspruch 1, wobei in das Fertigbetonbauteil bzw. in die Fertigbetonplatte
(1) zumindest zwei Hubhülsen (2) einbetoniert sind.
3. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Hubhülse (2) zumindest
bereichsweise innen hohl ausgebildet ist und vorzugsweise über ihre gesamte Länge
(L) bzw. im Wesentlichen über ihre gesamte Länge (L) innen hohl ausgebildet ist.
4. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Hubhülse (2) über ihre
gesamte Länge (L) bzw. im Wesentlichen über ihre gesamte Länge (L) in das Bauteil
einbetoniert ist.
5. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Hubkammer (6) als hohlzylindrischer
Abschnitt der Hubhülse (2) ausgebildet ist, der insbesondere einen runden, bevorzugt
einen kreisrunden Querschnitt mit dem Innendurchmesser dK aufweist.
6. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Hülsenschaft (4) als
Hohlkörper ausgebildet ist, dessen Innenlänge (Ls) vorzugsweise größer ist, als dessen
Innenbreite (bs).
7. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Längsachse (A) der
Hubhülse (2) quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zu der Unterseite
(7) und/oder der Oberseite (8) des Bauteils angeordnet ist.
8. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Abstand (a) zwischen
der Hubkammer (6) und dem Hülsenende (5) zwischen 5 % und 40 %, besonders bevorzugt
zwischen 7 % und 35 %, ganz besonders bevorzugt zwischen 10 % und 30 %, beispielsweise
zwischen 15 % und 25 % der Länge (L) der Hubhülse (2) beträgt.
9. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Hubhülse (2) zumindest
eine Verankerungsrippe (9) aufweist, die den Außenumfang der Hubhülse (2) um zumindest
70 %, vorzugsweise um zumindest 80 %, bevorzugt vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig
umläuft.
10. Fertigbetonbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Bauteil beziehungsweise
die Fertigbetonplatte (1) auf Basis zumindest eines offenporigen Betons hergestellt
ist und insbesondere aus zumindest einem offenporigen Beton besteht bzw. im Wesentlichen
besteht.
11. System aus einem Hubschlüssel und einer in ein Fertigbetonteil nach einem der Ansprüche
1 bis 10 einbetonierten Hubhülse, wobei der Hubschlüssel (11) zumindest einen Ankerkopf
(12) und zumindest einen Führungsstab (13) aufweist, wobei der Ankerkopf (12) derart
ausgestaltet ist, dass er durch eine Hülsenöffnung (3, 10) in die Hubhülse (2) einführbar
ist und in der Hubkammer (6) und/oder an der Unterseite (7) des Bauteils durch eine
Drehbewegung, vorzugsweise um die Längsachse des Hubschlüssels (11) bzw. des Führungsstabs
(12), bevorzugt um 10° bis 90°, besonders bevorzugt um etwa 90°, von einer Einführposition
in eine Verankerungsposition überführbar ist.
12. Verfahren zur Herstellung eines Fertigbetonbauteils nach einem der Ansprüche 1 bis
10, wobei das Bauteil in einer Schalung gefertigt wird, wobei die als Oberseite (8)
des Bauteils vorgesehene Bauteilseite dem Boden der Schalung zugewandt ist, wobei
während der Fertigung des Bauteils die zumindest eine Hubhülse (2) in das Bauteil
eingebracht wird, wobei nach der zumindest teilweisen Aushärtung des Bauteils zur
Entfernung des Bauteils aus der Schalung ein Hubschlüssel durch die der als Unterseite
(7) des Bauteils vorgesehenen Seite zugeordnete erste Hülsenöffnung (3) in den Hülsenschaft
(4) eingeführt wird und in der Hubkammer (6) in eine Verankerungsposition überführt
wird und wobei das Bauteil anschließend mittels des Hubschlüssels aus der Schalung
entfernt bzw. gehoben wird.