[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebetüranordnung für ein Tiefkühlmöbel,
umfassend einen Türrahmen, wobei der Türrahmen eine Rahmenebene definiert, welche
insbesondere vertikal ausgerichtet ist, mindestens eine Schiebetür, wobei die Schiebetür
zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung entlang der Rahmenebene
bewegbar ist, und eine Führungseinrichtung zum Führen der Schiebetür zwischen der
Öffnungsstellung und der Schließstellung, wobei die Führungseinrichtung Rollenanordnungen
mit jeweils einer ersten Rollenachse und mindestens ein die Bewegung der Schiebetür
führendes Führungselement umfasst.
[0002] Solche Schiebetüranordnungen sind für Kühlmöbel bekannt, bei denen in dem Kühlmöbel
eine Temperatur im niedrigen positiven einstelligen Bereich gehalten werden soll.
Es hat sich herausgestellt, dass die bekannten Schiebetüranordnungen nicht für Tiefkühlmöbel
geeignet sind, bei denen Temperaturen im Bereich von -20°C erzeugt werden. Es hat
sich nämlich gezeigt, dass die bekannten Schiebetüranordnungen nicht ausreichend dicht
verschließen, sodass Umgebungsluft in das Tiefkühlmöbel eindringt, wodurch eine nicht
gewünschte Eisbildung im Tiefkühlmöbel entsteht.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die mit Bezug zum Stand der Technik
geschilderten Nachteile zu beseitigen und insbesondere eine Schiebetüranordnung anzugeben,
die eine für Tiefkühlmöbel ausreichende Abdichtung gegenüber der Umgebung sicherstellt.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Schiebetüranordnung mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen der Schiebetüranordnung sind in den abhängigen
Ansprüchen und in der Beschreibung angegeben, wobei einzelne Merkmale der vorteilhaften
Weiterbildungen in technisch sinnvoller Weise miteinander kombinierbar sind.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe insbesondere durch eine Schiebetüranordnung mit den eingangs
genannten Merkmalen, bei der die Führungseinrichtung so ausgebildet ist, dass sich
die Schiebetür bei einer Bewegung von der Öffnungsstellung in die Schließstellung
quer zu der Rahmenebene bewegt, wozu das Führungselement einen parallel zu der Rahmenebene
angeordneten Parallelabschnitt und einen quer zu dem Parallelabschnitt angeordneten
Schlussabschnitt aufweist und wozu die Rollenanordnungen jeweils eine weitere, insbesondere
genau eine zweite Rollenachse aufweisen, sodass die Rollenanordnungen bei einer Bewegung
entlang des Führungselements eine Bewegungskomponente parallel zum Parallelabschnitt
als auch quer dazu aufnehmen können.
[0006] Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, dass die Schiebetür bei einer Bewegung
aus der Öffnungsstellung in die Schließstellung zum Ende der Schließbewegung quer
zu der Rahmenebene und somit auf den Türrahmen zu bewegt wird, wodurch eine Andrückkraft
der Schiebetür auf den Türrahmen erhöht und somit aber auch die Dichtheit einer zwischen
dem Türrahmen und der Schiebetür angeordneten Dichtung erhöht werden kann, wohingegen
das Verschieben der Schiebetür entlang der Rahmenebene ohne großen Kraftaufwand erfolgen
kann, da nur eine geringe oder keine Reibung zwischen der Schiebetür und dem Türrahmen
vorliegt.
[0007] Um die Bewegung der Schiebetür quer zu der Rahmenebene zu ermöglichen, wird nun vorgeschlagen,
dass das eine oder die mehreren Führungselemente einen gegebenenfalls aus mehreren
Bauteilen bestehenden Parallelabschnitt und einen gegebenenfalls aus mehreren Bauteilen
bestehenden Schlussabschnitt aufweist. Der Parallelabschnitt oder seine Bauteile ist/sind
dabei so angeordnet, dass eine Bewegung der Schiebetür parallel zu der Rahmenebene
geführt wird. Der Schlussabschnitt oder seine Bauteile ist/sind hingegen so ausgebildet,
dass die Schiebetür zumindest kurz vor Erreichen der Schließstellung quer (schräg)
zu der Rahmenebene bewegt wird, wodurch die Schiebetür auf den Türrahmen zu bewegt
wird. Beim Öffnen der Schiebetür sorgt der Schlussabschnitt dafür, dass die Schiebetür
zunächst von dem Türrahmen fort bewegt wird, sodass im Folgenden die Schiebetür einfach
in eine Öffnungsstellung überführt werden kann.
[0008] Zudem weist jede Rollenanordnung jeweils eine zweite Rollenachse auf, wodurch erreicht
wird, dass bei der auf den Türrahmen zu erfolgenden Schließbewegung eine diese Schließbewegung
aufnehmende Bewegung/Ausrichtung der Rollenanordnung erfolgt. Es hat sich nämlich
herausgestellt, dass bei der Verwendung einer Rolle mit genau einer Drehachse (welche
beispielsweise auch als Bockrolle bezeichnet wird) keine ausreichende Andrückkraft
zur Sicherstellung einer ausreichenden Dichtigkeit erzielt werden kann.
[0009] Insbesondere ist die Rollenanordnung an der Schiebetür angeordnet, während das Führungselement
stationär mit dem Türrahmen in geeigneter Weise verbunden ist oder an diesem ausgebildet/angeordnet
ist.
[0010] Jeder Schiebetür sind insbesondere mindestens zwei Rollenanordnungen zugeordnet,
wobei wiederum jeder Rollenanordnung ein eigenes Führungselement zugeordnet sein kann.
Es kann aber auch vorgesehen sein, dass den mehreren Rollenanordnungen einer Schiebetür
nur genau ein Führungselement zugeordnet ist. Die Schiebetür umfasst mindestens eine
(Isolier-)Glasscheibe, so dass eine Kunde in das Innere Tiefkühlmöbels blicken kann.
Die Glasscheibe ist in einem Schiebetürrahmen eingesetzt, der auch die Elemente der
Führungseinrichtung und insbesondere die Rollenanaordnungen aufweist.
[0011] Bevorzugt weist die Schiebetüranordnung genau zwei Schiebetüren auf, die an gegenüberliegenden
Seiten des Türrahmens angeordnet sind und jeweils eine Führungseinrichtung aufweisen.
[0012] Die Rollenanordnung kann beispielsweise als ein sogenanntes Allseitenrad ausgebildet
sein, bei dem die Lauffläche des Rades selbst aus Rollen besteht. Dieses Allseitenrad
dreht bei der Bewegung parallel zu der Rahmenebene um die erste (Haupt-)Achse, während
die die Lauffläche bildenden Rollen stillstehen. Während der Schließbewegung (quer
zur der Rahmenebene) auf den Türrahmen zu findet zusätzlich eine Drehbewegung mindestens
einer der die Lauffläche bildenden Rollen um eine zweite (der jeweiligen Rolle zugeordneten)
Rollenachse statt.
[0013] Bevorzugt ist aber eine Ausführungsform, bei der die erste Rollenachse um die zweite
Rollenachse drehbar ist, so dass sich die Rollenanordnungen bei einer Bewegung entlang
des Führungselements selbsttätig sowohl zum Parallelabschnitt als auch zum Schlussabschnitt
ausrichten. Bei dieser Ausführungsform weist jede Rollenanordnung genau eine Rolle
auf, die sich bei der Bewegung zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung
um die erste, horizontal ausgerichtete Rollenachse dreht, während sich die Rolle bei
einer Drehung/Schwenkung um die zweite, insbesondere vertikal ausgerichtete Rollenachse
entsprechend der Bewegungsrichtung der Schiebetür ausrichten kann. Eine solche Rollenanordnung
ist insbesondere auch als Lenkrolle bekannt. Während der Bewegung der Schiebetür parallel
zu der Rahmenebene ist die erste Rollenachse also orthogonal zu der Rahmenebene ausgerichtet,
während die erste Rollenachse aufgrund einer Drehung/Schwenkung um die zweite Rollenachse
bei der auf den Türrahmen zu (quer zu der Rahmenebene) erfolgenden Bewegung entsprechend
um die zweite Rollenachse verdreht/verschwenkt ist.
[0014] Bei beiden zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist die weitere, insbesondere genau
eine zweite Rollenachse parallel zu der Rahmenebene ausgerichtet. Insbesondere ist
die zweite Rollenachse auch in einem rechten Winkel zu der ersten Rollenachse ausgerichtet,
wobei die zweite Rollenachse (zumindest in einer virtuellen Verlängerung) die erste
Rollenachse schneiden kann oder zu dieser versetzt (windschief) angeordnet sein kann.
[0015] Prinzipiell ist es vorstellbar, dass die erfindungsgemäße Führungseinrichtung auf
einer Oberseite der Schiebetür angeordnet ist, sodass die Schiebetür mittels der Führungseinrichtung
aufgehängt wäre. Bevorzugt ist jedoch, dass die Führungseinrichtung und damit auch
die Führungselemente und die Rollenanordnungen auf einer Unterseite der Schiebetür
angeordnet sind.
[0016] Insbesondere wenn die Führungseinrichtung auf einer Unterseite der Schiebetür angeordnet
ist, ist es bevorzugt, wenn die Rollenanordnungen auf mindestens einer als Führungselement
ausgebildeten Führungsschiene aufliegen. In diesem Zusammenhang wird der Parallelabschnitt
durch einen parallel zu der Rahmenebene ausgerichteten Abschnitt der Führungsschiene
ausgebildet, während der Schlussabschnitt durch einen zu dem Parallelabschnitt abgewinkelten
Abschnitt der Führungsschiene ausgebildet wird. Insbesondere wenn in diesem Zusammenhang
die Rollenanordnung als eine sogenannte Lenkrolle ausgebildet ist, kann die Rolle
einen Einstich aufweisen, mit dem die Rolle auf der Führungsschiene aufliegt, wobei
die Rolle an einer, bevorzugt an beiden Seiten einen durch den Einsticht ausgebildeten
Vorsprung aufweist, der die Führungsschiene seitlich übergreift, so dass eine Ausrichtung
der Rolle durch eine Drehung um die zweite Rollenachse erfolgt, wenn die Rolle von
dem Parallelabschnitt in den Schlussabschnitt der Schiene oder zurück überführt wird.
[0017] Um zu verhindern, dass sich an dem insbesondere als Führungsschiene ausgebildeten
Führungselement Eis bildet, kann vorgesehen sein, dass das oder jedes Führungselement
(insbesondere die Führungsschiene) mit einer oder jeweils einer Heizung versehen ist.
[0018] Wenn die erfindungsgemäße Führungseinrichtung auf einer Unterseite der Schiebetür
angeordnet ist, ist es angezeigt, eine möglichst reibungsarme Führung der Schiebetür
an ihrer Oberseite zu ermöglichen. Hierzu wird vorgeschlagen, dass die Schiebetür
an ihrem oberen Bereich mindestens eine obere Rolle mit einer unbeweglich gelagerten
Rollenachse aufweist, um die die obere Rolle dreht, wobei die Rollenachse der oberen
Rolle bevorzugt parallel zu der Rahmenebene ausgerichtet ist. Die obere Rolle liegt
hierbei bevorzugt an einem sich entlang des Türrahmens erstreckenden Anlageelement
an, sodass die obere Rolle über das Anlageelement abrollt.
[0019] Damit die obere Rolle die auf den Türrahmen zu gerichtete Schlussbewegung der Schiebetür
in die Schließstellung folgen kann, kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das
Anlageelement eine Vertiefung aufweist, in der die obere Rolle in der Schließstellung
angeordnet ist.
[0020] Um das Innere des mit der Schiebetüranordnung ausgestatteten Tiefkühlmöbels gegenüber
der Umgebung abzudichten, kann zwischen dem Türrahmen und der Schiebetür eine Dichtung
angeordnet sein, wobei die Dichtung entweder an dem Türrahmen oder an der Schiebetür
angebracht ist. Die Dichtung ist insbesondere umlaufend um die Schiebetür an der dem
Türrahmen zugewandten Seite angeordnet, so dass die Schiebetür an ihrem Umfang abgedichtet
ist.
[0021] Um die Abdichtung gegenüber der Umgebung weiter zu erhöhen, kann an dem Türrahmen
und/oder an der Schiebetür mindestens ein Magnetelement angebracht sein, mittels dem
die Schiebetür in der Schließstellung gehalten wird. Das Magnetelement ist dabei insbesondere
auch so angebracht, dass die durch die Dichtung bereitgestellte Dichtwirkung sichergestellt
oder erhöht ist. Hierzu kann das Magnetelement auch in der Dichtung angeordnet sein.
[0022] In einer Ausführungsform ist die Schiebetüranordnung und insbesondere die Führungseinrichtung
so ausgebildet, dass die Schiebetür aus jeder Öffnungsstellung selbsttätig in die
Schließstellung gelangt. Hierzu könnte beispielsweise eine Kraftbeaufschlagungseinrichtung
vorgesehen sein, die die Schiebetür in die Schließstellung vorspannt.
[0023] Bevorzugt ist aber, dass die insbesondere mit der Schiebetüranordnung verbundenen
Rollenanordnung auf einer eine Steigung aufweisenden Auflagefläche aufliegen, so dass
sich die Schiebetür ohne weitere Krafteinwirkung aufgrund der Schwerkraft in Richtung
der Schließstellung bewegt. Insbesondere bei einer solchen selbsttätig schließenden
Schiebetür stellt die Erfindung einen großen Vorteil dar, da durch die zweite Rollenachse
die zum Erreichen der Schließstellung erforderlichen Kräfte sehr gering sind.
[0024] Der Türrahmen ist insbesondere aus einem Kunststoffmaterial gebildet, wobei innerhalb
eines aus Kunststoff gebildeten Rahmenelements eine Heizung angeordnet sein kann,
mit der verhindert werden kann, dass die Schiebetür in ihrer Schließstellung an dem
Türrahmen festfriert.
[0025] Die Erfindung stellt insbesondere auf Tiefkühlmöbel ab, die ein Kühlaggregat zur
Erzeugung von Temperaturen von unterhalb -15°C bis beispielsweise -40°C aufweist.
Insbesondere sollen in dem Tiefkühlmöbel Temperaturen um -20°C erzeugt werden können,
ohne dass bei in der Schließstellung befindlichen Schiebetüren Umgebungsluft in das
Tiefkühlmöbel einströmt.
[0026] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden im Folgenden anhand der Figuren
beispielhaft erläutert. Es zeigen schematisch
- Figur 1:
- eine Schiebetüranordnung,
- Figur 2:
- eine Aufsicht auf eine Führungseinrichtung einer Schiebetür der Schiebetüranordnung
in einer Öffnungsstellung der Schiebetür,
- Figur 3:
- die Ansicht gemäß Figur 2 in einer Schließstellung der Schiebetür,
- Figur 4:
- eine Aufsicht auf die Schiebetüranordnung im oberen Bereich der Schiebetüranordnung
und
- Figur 5:
- eine Querschnittsansicht durch ein Element des Türrahmens und ein Teil der Schiebetüranordnung
in der Schließstellung.
[0027] Die in Figur 1 dargestellte Schiebetüranordnung umfasst einen Türrahmen 1, an dessen
Vorderseite eine erste Schiebetür 2.1 und an dessen Rückseite eine zweite Schiebetür
2.2 angeordnet ist. Der Türrahmen 1 definiert eine Rahmenebene, entlang welcher die
Schiebetüren 2.1 und 2.2 jeweils zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
verschoben werden können. Der Türrahmen 1 besteht aus Rahmenelementen 16, die aus
Kunststoff gefertigt sind.
[0028] Die Schiebetüranordnung weist ferner eine Führungseinrichtung 3 auf, wobei jede Schiebetür
2.1 und 2.2 an ihrer jeweiligen Unterseite zwei Rollenanordnungen 4 der Führungseinrichtungen
3 aufweist. Die Rollenanordnungen 4 liegen auf Führungselementen 6 der Führungseinrichtung
3 auf. Die Führungseinrichtung 3 wird mit Bezug zu den Figuren 3 und 4 im Folgenden
näher erläutert.
[0029] Zudem weisen die Schiebetüren 2.1 und 2.2 an ihren oberen Enden jeweils zwei obere
Rollen 10 auf, deren Rollenachsen vertikal ausgerichtet sind. Wie aus der Figur 4
hervorgeht, liegen die oberen Rollen 10 an einem Anlageelement 11 des Türrahmens 1
an, wobei die oberen Rollen 10 in der Schließstellung der zugehörigen Schiebetür in
einer Vertiefung 12 angeordnet ist.
[0030] Die Führungseinrichtung 3 ist in den Figuren 2 und 3 im Detail dargestellt. Die Führungselemente
6 sind hierbei als Schienen ausgebildet, die einen Parallelabschnitt 7 aufweisen,
der parallel zu der Rahmenebene verläuft. Zudem weisen die Schienen einen Schlussabschnitt
8 auf, der zu dem Parallelabschnitt abgewinkelt ist. Die Schiene weist auf ihrer Oberseite
eine Auflagefläche 15 auf.
[0031] Die an der Schiebetür 2 angebrachte Rollenanordnung 4 weist eine Rolle mit einem
Einstich auf, so dass der Einstichbereich auf der Auflagefläche 15 der Schiene aufliegt
und die Rolle die Schiene seitlich übergreift. Während einer Bewegung entlang der
Schiene dreht sich die Rolle um eine erste Rollenachse 5. Die Rolle ist zudem drehbar
um eine zweite Rollenachse 9 gelagert. Wird nun die erste Schiebetür 2.1 aus der in
Figur 2 dargestellten Öffnungsstellung in die in Figur 3 dargestellte Schließstellung
überführt, so dreht sich die Rolle jederzeit um die erste Rollenachse 5, wobei aufgrund
der drehbaren Lagerung um die zweite Rollenachse 9 sich die Rolle beim Übergang von
dem Parallelabschnitt 7 zu dem Schlussabschnitt 8 selbsttätig ausrichtet, so dass
durch die Rollenanordnung 9 kein erhöhter Widerstand bei der Schlussbewegung auf dem
Schlussabschnitt 8 gegeben ist.
[0032] Die Auflagefläche 15 ist mit einer solchen Neigung angeordnet, dass die Schiebetür
2 ohne weitere externe Kräfte aufgrund der Schwerkraft in die Schließstellung gemäß
Figur 3 gelangt.
[0033] Aufgrund der abgewinkelten Ausrichtung des Schlussabschnitts 8 wird also die Schiebetür
2 kurz vor Erreichen der Schließstellung auf den Türrahmen 1 zu bewegt, wobei aufgrund
der Ausbildung der zweiten Rollenachse 9 diese Schlussbewegung nicht von der Rollen
behindert wird, während eine Bewegung parallel (auf dem Parallelabschnitt 8) zu der
Rahmenebene in die Öffnungsstellung ohne großen Kraftaufwand möglich ist.
[0034] Wie aus Figur 5 hervorgeht, ist zwischen der Schiebetür 2 und einem Rahmenelement
16 des Türrahmens 1 eine Dichtung 13 angeordnet. Zudem ist zu erkennen, dass in dem
Rahmenelement 16 eine Heizung 17 ausgebildet ist, mit der verhindert werden kann,
dass die Schiebetür 2 an dem Türrahmen 1 festfriert. Um die Abdichtung weiter zu erhöhen,
ist an dem Türrahmen 1 ein Magnetelement 14 angebracht, das die Schiebetür 2 in die
Schließstellung zieht, wodurch der Dichtungseffekt der Dichtung 3 verstärkt wird.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Türrahmen
- 2.1, 2.2
- Schiebetür
- 3
- Führungseinrichtung
- 4
- Rollenanordnung
- 5
- erste Rollenachse
- 6
- Führungselement
- 7
- Parallelabschnitt
- 8
- Schlussabschnitt
- 9
- zweite Rollenachse
- 10
- obere Rolle
- 11
- Anlageelement
- 12
- Vertiefung
- 13
- Dichtung
- 14
- Magnetelement
- 15
- Auflagefläche
- 16
- Rahmenelement
- 17
- Heizung
1. Schiebetüranordnung für ein Tiefkühlmöbel, umfassend
- einen Türrahmen (1), wobei der Türrahmen (1) eine Rahmenebene definiert,
- mindestens eine Schiebetür (2), wobei die Schiebetür (2) zwischen einer Öffnungsstellung
und einer Schließstellung entlang der Rahmenebene bewegbar ist, und
- eine Führungseinrichtung (3) zum Führen der Schiebetür (2) zwischen der Öffnungsstellung
und der Schließstellung, wobei die Führungseinrichtung (2)
• Rollenanordnungen (4) mit jeweils einer ersten Rollenachse (5) und
• mindestens ein die Bewegung der Schiebetür (2) führendes Führungselement (6) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungseinrichtung (3) so ausgebildet ist, dass sich die Schiebetür (2) bei einer
Bewegung von der Öffnungsstellung in die Schließstellung quer zu der Rahmenebene bewegt,
wozu
- das Führungselement (6) einen parallel zu der Rahmenebene angeordneten Parallelabschnitt
(7) und einen quer zu dem Parallelabschnitt (7) angeordneten Schlussabschnitt (8)
aufweist und
- die Rollenanordnungen (4) jeweils mindestens eine weitere Rollenachse (9) aufweisen,
so dass die Rollenanordnungen (4) bei einer Bewegung entlang des Führungselements
(6) eine Bewegungskomponente sowohl parallel zum Parallelabschnitt (7) als auch quer
dazu aufnehmen können.
2. Schiebetüranordnung nach Anspruch 1, wobei die erste Rollenachse (5) um die zweite
Rollenachse (9) drehbar ist, sodass sich die Rollenanordnungen (4) bei einer Bewegung
entlang des Führungselements (6) selbsttätig zum Parallelabschnitt (7) und zum Schlussabschnitt
(8) ausrichten.
3. Schiebetüranordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zweiten Rollenachsen (9) parallel
zu der Rahmenebene ausgerichtet sind.
4. Schiebetüranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Rollenanordnungen
(4) auf einer Unterseite der Schiebetür (2) angeordnet sind.
5. Schiebetüranordnung nach Anspruch 4, wobei die Rollenanordnungen (4) auf mindestens
einer als Führungselement (6) ausgebildeten Führungsschiene aufliegen.
6. Schiebetüranordnung nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Schiebetür (2) an in ihrem oberen
Bereich mindestens eine obere Rolle (10) mit einer unbeweglich gelagerten Rollenachse
aufweist, wobei die Rollenachse der oberen Rolle (10) insbesondere parallel zu der
Rahmenebene ausgerichtet ist.
7. Schiebetüranordnung nach Anspruch 5 oder 6, wobei die obere Rolle (10) während der
Bewegung zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung an einem Anlageelement
(11) anliegt, wobei das Anlageelement eine Vertiefung (12) aufweist, in der die obere
Rolle (10) in der Schließstellung angeordnet ist.
8. Schiebetüranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem Türrahmen
(1) oder der Schiebetür (2) eine Dichtung (13) angeordnet ist, die in der Schließstellung
das Innere des Tiefkühlmöbels gegenüber der Umgebung abdichtet.
9. Schiebetüranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem Türrahmen
(1) und/oder an der Schiebetür (2) mindestens ein Magnetelement (14) angebracht ist,
mittels dem die Schiebetür (2) in der Schließstellung gehalten wird.
10. Schiebetüranordnung nach Anspruch 8 und 9, wobei das Magnetelement (14) so angeordnet
ist, dass die Wirkung der Dichtung (13) sichergestellt oder erhöht ist.
11. Schiebetüranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Führungseinrichtung
(3) so ausgebildet ist, dass die Schiebetür (2) aus jeder Öffnungsstellung selbsttätig
in die Schließstellung gelangt.
12. Schiebetüranordnung nach Anspruch 11, wobei die Rollenanordnungen (4) auf einer eine
Steigung aufweisenden Auflagefläche (15) aufliegen, sodass sich die Schiebetür (2)
ohne weitere Krafteinwirkung aufgrund der Schwerkraft in Richtung der Schließstellung
bewegt.
13. Schiebetüranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Türrahmen (2)
aus Kunststoff bestehende Rahmenelemente (16) aufweist.
14. Schiebetüranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Türrahmen (2)
eine Heizung (17) umfasst.
15. Tiefkühlmöbel mit einer Schiebetüranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Tiefkühlmöbel ein Kühlaggregat zur Erzeugung von Temperaturen von unterhalb
minus 15 °C aufweist.