[0001] Die Erfindung betrifft eine Karusselltür für eine Gebäudeinstallation, aufweisend
sich gegenüberstehende Trommelwände und einen Deckenkörper mit einer Stirnkante, wobei
zwischen den Trommelwänden ein mehrere Flügelelemente aufweisendes Drehkreuz drehbar
angeordnet ist, und wobei die Trommelwände und die Stirnkante gemeinsam mit einem
für einen Benutzer begehbaren Türboden Randbereiche einer Eintrittsöffnung zum Betreten
der Karusselltür durch den Benutzer bilden. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Betrieb einer solchen Karusselltür.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik allgemein bekannt sind beleuchtete Karusselltüren mit einer
Signalanzeige für Störungen oder für einen Sonderbetrieb, wie etwa ein Brandfall.
[0003] Die
EP 2 754 821 A2 offenbart beispielsweise eine Karusselltür mit einem Leuchtring, der um den deckenseitigen
Motor herum angeordnet ist. Eine ähnliche Beleuchtungseinrichtung offenbart die
EP 3 034 759 A1. Den Beleuchtungseinrichtungen der Karusselltüren ist gemein, dass diese lediglich
eine einfache Funktion zur Illumination des begehbaren Bereiches der Karusselltür
erfüllen, ohne eine weitere Signalfunktion bereitzustellen. Allerdings ist es wünschenswert,
einem Begeher beim Betreten des begehbaren Bereiches weitere Informationen bereitzustellen,
die der Begeher ohne erhöhe Aufmerksamkeit erfassen und intuitiv verstehen kann. Insbesondere
im Brandfall, wenn Rauch die Sicht erschwert oder gar verhindert, ist es wünschenswert,
den Bereich einer Karusselltür schnellstmöglich für einen Begeher erfassbar zu machen,
der tatsächlich passierbar ist, insbesondere ohne dass die Drehbewegung des Drehkreuzes
sich verlangsamt oder stoppt.
[0004] Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Verbesserung einer Karusselltür ist darin zu sehen,
dass durch die positive Beeinflussung des Begehverhaltens der Personenfluss verbessert
werden kann, so dass effektiv mehr Personen störungsfrei durch die Karusselltür in
ein Gebäude hinein oder aus diesem heraus gelangen können. Zusätzlich schont ein gleichmäßigeres
Laufverhalten der Karusselltür ohne häufiges Verlangsamen und Beschleunigen und ohne
Not-Stopps die Antriebs- und Lagerkomponenten und sorgt für eine längere Lebensdauer.
[0005] Nicht zuletzt besteht für Personen, die gegebenenfalls wegen der Rauchgase in der
Orientierung und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, die Gefahr einer Kollision
mit und/oder die Gefahr eines Einklemmens zwischen Elementen der Karusselltür, was
vermeiden werden muss. Mithin soll insofern der Begehkomfort der Karusselltür ebenso
verbessert werden wie auch die Begehsicherheit in Gefahrensituationen.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den vorgenannten Nachteilen
zu begegnen und eine Karusselltür zu schaffen, die einen höheren Begehkomfort bietet
und ferner die Begehsicherheit in Gefahrensituationen verbessert.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Karusselltür gemäß dem Oberbegriff der unabhängigen
Ansprüche in Verbindung mit den jeweils kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass eine Karusselltür für die Gebäudeinstallation
zwei sich gegenüberstehende Trommelwände aufweist, zwischen denen ein mehrere Flügelelemente
aufweisendes Drehkreuz als Bestandteil der Karusselltür drehbar angeordnet ist. Die
Karusselltür umfasst insofern das Drehkreuz und gegebenenfalls auch einen Türboden.
Die Karusselltür kann folglich bauartbedingt einen für einen Benutzer begehbaren Türboden
aufweisen. Alternativ ist die Karusselltür, aufweisend die Trommelwände, das Drehkreuz
und der Deckenkörper, auf einem solchen begehbaren und bauseits bereits vorhandenen
Türboden aufgebaut, den die Flügelelemente bei Rotation des Drehkreuzes überstreifen.
Damit kann der Türboden optionaler Bestandteil der Karusselltür sein, dieser kann
jedoch auch einen bauseitigen Boden bilden, auf dem die Karusselltür mit ihren Bestandteilen
aufgesetzt wird. Trommelwände, die Stirnkante und der Deckenkörper bilden damit Randbereiche
einer Eintrittsöffnung zum Betreten der Karusselltür durch den Benutzer, wobei der
Türboden Bestandteil der Eintrittsöffnung ist, aber nicht zwingend Bestandteil der
Karusselltür sein muss. Anders ausgedrückt, bilden die Trommelwände und die Stirnkante
gemeinsam mit dem für einen Benutzer begehbaren Türboden zumindest in Einbaulage Randbereiche
einer Eintrittsöffnung zum Betreten der Karusselltür durch den Benutzer.
[0009] Die Karusselltür weist erfindungsgemäß wenigstens ein Leuchtmittel auf, das an wenigstens
einem Randbereich der Eintrittsöffnung und/oder an einer Hauptschließkante zumindest
eines der Flügelelemente zur Bildung einer Lichtsignalfunktion angeordnet ist. Das
Leuchtmittel ist im Rahmen der Erfindung mittels eines oder mehrerer, in einer bestimmten
Weise angeordneter Leuchtelemente wie LEDs, OLEDs, Lichtbänder oder Lichtschläuche
gebildet, wobei auch optische Elemente vorgesehen sein können, die die Lichtemission
des bzw. der Leuchtelemente verändern, z. B. Diffusorfolien, Lichtleiter, optische
Umlenkelemente wie Prismen oder Spiegel und dergleichen.
[0010] Dies ermöglicht insbesondere im Fall von Rauch, beispielsweise Personen erkennbar
zu machen, wo der Durchgang durch die Karusselltür zu finden ist. Auch kann eine Begehungsrichtung
beispielsweise in Form eines Lauflichts oder ein Alarm signalisiert werden. Und da
der Durchgang optisch immer von den die Karusselltür begehenden Personen optisch mit
erfasst wird, ist davon auszugehen, dass diese Personen die Lichtsignalfunktion mit
sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch registrieren, selbst wenn sie in ihrer Wahrnehmung
eingeschränkt sind.
[0011] Das wenigstens eine Leuchtmittel weist vorzugsweise eine längliche Erstreckung auf
und bildet bei Betrieb ein Lichtband. Solch ein Lichtband hat den Vorteil, einen Bereich
wie den Durchgangsbereich zum Drehkreuz über leuchtende Linienemitter in Gestalt eines
Leuchtrahmens deutlich machen zu können.
[0012] Für die lichttechnische Verdeutlichung des Durchgangsbereiches zwischen den Trommelwänden,
aber vor und bzw. hinter einem sich bewegenden Flügelelement ist das Leuchtmittel
zur Emission von wenigstens zwei verschiedenen Lichtfarben, insbesondere von roter
und grüner Farbe, ausgebildet. Dies ermöglicht, Personen beispielsweise darzustellen,
inwieweit der Durchgangsbereich bei einem sich bewegenden Flügelelement noch ausreichend
groß ist, hindurchzutreten (grüne Farbe) oder aufgrund der Schwenkbewegung des Flügelelementes
bereits zu klein ist (rote Farbe).
In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass auch nur eine Farbe ausreichend sein
kann, wenn z.B. nur dann ein rotes Signal angezeigt wird, wenn der Durchgang nicht
stattfinden soll. Alternativ wäre auch ein ausschließlich grünes Lichtsignal denkbar,
das darauf hinweist, dass die Begehungsöffnung beispielsweise noch groß genug ist.
[0013] An den Trommelwänden ist insbesondere an einer Hinterkante und/oder an einer Gegenschließkante,
die seitliche Randbereiche der Eintrittsöffnung bilden, ebenfalls wenigstens ein Leuchtmittel
angeordnet. Diese somit feststehenden Leuchtmittel können beispielsweise die Begrenzung
des jeweiligen Durchgangsbereichs optisch begrenzen, was der Erfassbarkeit für den
Begeher zugutekommt.
[0014] Wiederum zusätzlich oder alternativ kann das Leuchtmittel über seiner länglichen
Erstreckung wenigstens abschnittsweise zur Emission von Licht mit unterschiedlicher
Farbe ausgebildet sein. Dies ermöglicht, als Beispiel, das Leuchtmittel im Bereich
der linken Hälfte des Durchgangsbereichs zwischen den Trommelwänden rot leuchten zu
lassen und die rechte Hälfte grün leuchten zu lassen. Dies zeigt den Personen, welcher
Bereich zum Passieren der Karusselltür momentan vorgesehen oder geeignet ist. Tritt
der Begeher in den Bereich ein, der mit grünem Licht wenigstens teilweise begrenzt
ist, so kann das Drehkreuz ungehindert weiter drehen. Der rote Bereich deutet dabei
den Bereich an, bei dem das Drehkreuz die Drehbewegung bei absichtlichem Begehen verlangsamt,
diese stoppt oder es kommt sogar zu einer Kollision mit dem Flügel oder beispielsweise
mit der Hauptschließkante.
[0015] Dabei kann eine Farbgrenze zwischen den Abschnitten des Lichtes mit verschiedenen
Farben über der Längserstreckung des Leuchtmittels erzeugbar sein, die über einer
Längserstreckung des Leuchtmittels positionsveränderlich ist. Dies ermöglicht hinsichtlich
des vorgenannten Beispiels, einem Begeher den jeweiligen Bereich des Durchgangsbereiches
in Abhängigkeit seiner Durchgangsbreite entweder vor oder bei sich weiter bewegendem
Flügelelement hinter diesem abbilden zu können. Der Rand oder Rahmen des nicht mehr
begehbaren Bereiches kann dann beispielsweise von grüner Farbe in rote Farbe wechseln.
[0016] Bei allen vorgenannten Karusselltüren kann wenigstens ein Sensor zur Schließkantenüberwachung
eingerichtet sein. Das wenigstens eine Leuchtmittel ist in Abhängigkeit eines Sensorsignals
des Sensors zur Schließkantenüberwachung betreibbar ausgebildet. Solange keine Gefahr
droht, leuchtete dieses Leuchtmittel beispielsweise grün oder gar nicht. Gelangt jemand
in den Gefahrenbereich, kann dieses Leuchtmittel aktiviert werden, exemplarisch in
rot leuchten oder gar blinken, auch bereits bevor das Drehkreuz die Drehbewegung verlangsamt
oder stoppt.
[0017] Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens ein Sensor zur Personenerkennung eingerichtet
sein. Dabei ist das wenigstens eine Leuchtmittel in Abhängigkeit eines Sensorsignals
des Sensors zur Personenerkennung betreibbar ausgebildet. Personenerkennung kann die
Identifizierung hinsichtlich der Berechtigung, die Karusselltür passieren zu dürfen,
und/oder die Erkennung, wenn sich eine Person der Karusselltür nähert, beinhalten.
Im erstgenannten Fall kann das wenigstens eine Leuchtmittel grün leuchten, wenn die
erkannte Person die Karusselltür passieren darf. Im zweitgenannten Fall kann das wenigstens
eine Leuchtmittel grün leuchten, wenn die erkannte Person die Karusselltür sicher
betreten kann, und sonst beispielsweise dunkel sein.
[0018] Wiederum alternativ oder zusätzlich kann das wenigstens eine Leuchtmittel in Abhängigkeit
von der Position eines sich im Durchgangsbereich zwischen den Trommelwänden (= Eintrittsöffnung)
befindlichen Drehkreuz-Flügelelementes in der Eintrittsöffnung betreibbar ausgebildet
sein. Nähert sich dieser Flügel beispielsweise einer Trommelwand, kann dieses Leuchtmittel
rot blinkend angesteuert werden um anzuzeigen, dass der Bereich zwischen diesem Flügel
und der nächstliegenden Trommelwand nicht mehr begangen werden darf.
[0019] Die Erfindung schließt zudem ein Verfahren zum Betrieb einer der vorgenannten Karusselltüren
vor. Dabei ist eine Steuerung vorgesehen, mittels der das wenigstens eine Leuchtmittel
so betrieben wird, dass bei rotierendem Drehkreuz mittels des Leuchtmittels dem Benutzer
der Karusselltür ein begehbarer Bereich innerhalb der Eintrittsöffnung optisch angezeigt
wird, wenn dieser die Eintrittsöffnung betritt. Dies ermöglicht der Person zu vermeiden,
den gefährlichen Bereichen der Karusselltür zu nahe zu kommen und damit unbeabsichtigt
die Karusselltür abzubremsen oder gar zum Stillstand zu bringen. Dies dient dem kontinuierlichen
Betrieb der Karusselltür und damit der Betriebssicherheit.
[0020] Dabei wird der begehbare Bereich vorzugsweise mittels verschiedener Ein- und Ausschaltmodi
und/oder mittels Lichtfahren des wenigstens einen Leuchtmittels, insbesondere mit
einer roten und einer grünen Lichtfarbe, angezeigt. Grün kann verwendet werden, um
zu signalisieren, dass der begehbare Bereich sicher begangen werden kann, wobei sicher
bedeutet, dass keine Gefahr besteht und/oder keine Sicherheitsschaltung eine Sicherheitsfunktion
wie das Abbremsen des Drehkreuzes auslöst.
[0021] Alternativ oder zusätzlich wird die Eintrittsöffnung beim Rotieren des Drehkreuzes
in einen sich kontinuierlich verkleinernden Flügelvorderbereich und einen sich kontinuierlich
vergrößernden Flügelhinterbereich des sich jeweils in der Eintrittsöffnung befindlichen
Flügelelementes aufgeteilt. Mittels der Steuerung wird das wenigstens eine Leuchtmittel
in Abhängigkeit der Größe des Flügelvorderbereiches und/oder des Flügelhinterbereiches
zeitlich und/oder farblich veränderlich angesteuert, um einem Benutzer einen geeigneten
Eintrittsbereich anzuzeigen. Damit kann signalisiert werden, ob der Bereich links-
oder rechtsseitig dieses Flügelelements momentan als geeigneter Eingangsbereich besser
betreten werden sollte.
[0022] Dabei kann bzw. können das oder die Leuchtmittel, das bzw. die den geeigneten Eintrittsbereich
anzeigen, mit grünem Licht betrieben werden, und das oder die Leuchtmittel, die einen
ungeeigneten Eintrittsbereich anzeigen, mit rotem Licht betrieben werden. Dies ist
eine besonders einfach verständliche Signalisierung hinsichtlich der zwei Eintritts-Teilbereiche
rechts und links vom betreffenden Flügelelement.
[0023] Bei jedem der vorgenannten Verfahren kann zur Anzeige eines geeigneten oder ungeeigneten
Eintritts-Teilbereiches ein mit einer länglichen Erstreckung ausgebildetes Leuchtmittel
auf einer ersten Länge eine erste Lichtfarbe, insbesondere rot oder grün, und auf
einer zweiten Länge eine zweite Lichtfarbe, insbesondere wiederum rot oder grün, betrieben
werden. Dabei ist die Position des Übergangs zwischen der ersten Lichtfarbe und der
zweiten Lichtfarbe ortsveränderlich. Dies ermöglicht, das Vergrößern bzw. Verkleinern
des jeweiligen Eintritts-Teilbereichs optisch abzubilden, beispielsweise kann die
Position des Übergangs der Lichtfarbe mit der Position der Schließkante am sich drehenden
Flügelelement mitwandern. Insbesondere im Brandfall, wenn Rauch die Sicht erschwert,
ist dies für den Fluchtfall vorgesehen, sodass sich die Sicherheit im Notfallbetrieb
verbessert.
[0024] Dabei kann das wenigstens eine sich insbesondere länglich erstreckende Leuchtmittel
auf dem Türboden oder an einer oberseitigen Stirnkante der Karusselltür angeordnet
sein. Die Position des Übergangs zwischen der ersten Lichtfarbe und der zweiten Lichtfarbe
des länglich ausgebildeten Leuchtmittels korrespondiert mit der Position, mit der
das Flügelelement beim Rotieren des Drehkreuzes den Türboden vorzugsweise mit seiner
Hauptschließkante überstreift bzw. an oder unter der Stirnkante entlang bewegt wird.
Damit wird leicht erkennbar signalisiert, wo die Eintritts-Teilbereiche der Karusselltür
momentan vorhanden sind. Dies erleichtert insbesondere im Brandfall die Identifizierung
des sonst möglicherweise nicht erkennbaren Flügelelements, was Kollisionen vermeiden
hilft. Dabei muss das Korrespondieren nicht bedeuten, dass es exakt die gleiche Position
haben muss, und ggf. wäre es sinnvoll, die Position des Übergangs der Lichtfarbe ein
Stück vor oder hinter das Flügelelement zu versetzen.
[0025] Damit wird die Aufgabe ferner auch durch das Verfahren gemäß dem unabhängigen Anspruch
10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Karusselltür und des Verfahrens sind in
der Beschreibung und in den Figuren angegeben. Merkmale und Details, die in Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben sind, gelten dabei auch in Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Karusselltür und umgekehrt. Dabei können die in der Beschreibung
und in den Ansprüchen erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in Kombination
erfindungswesentlich sein. Insbesondere wird eine Karusselltür unter Schutz gestellt,
mit dem das erfindungsgemäße Verfahren, insbesondere das Verfahren nach einem der
Ansprüche 10 bis 15, ausführbar ist, wie auch ein Verfahren, das mit der erfindungsgemäßen
Karusselltür gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgeführt werden kann.
BEVORZUGTES AUSFÜHRUNGSBEISPIEL DER ERFINDUNG
[0026] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher
dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1a und 1
- b eine Karusselltür gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in zwei Betriebsstellungen,
- Figur 2a und 2b
- eine Karusselltür gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung in zwei Betriebsstellungen,
- Figur 3a und 3b
- eine Karusselltür gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung in zwei Betriebsstellungen,
- Figur 4
- eine Karusselltür gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung und
- Figur 5
- eine Karusselltür gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0027] Die Figuren 1a und 1b zeigen eine Karusselltür 100 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung und in je einer Betriebsstellung. Die Karusselltür 100 ist im Wesentlichen
in herkömmlicher Weise aufgebaut und umfasst zwei Trommelwände 10 mit einem Drehkreuz
12, das im gezeigten Beispiel vier Flügelelemente 11 umfasst. Die Trommelwände 10
schließen bekanntermaßen einen zu zwei Seiten hin offenen Durchgangsbereich ein. Mittels
des durch die Eintrittsöffnung 15 hindurch schwenkenden Flügelelementes 11 des Drehkreuzes
12 werden im Durchgangsbereich ein vorderer und ein hinterer Abschnitt der Eintrittsöffnung
15 in Bezug auf das Flügelelement 11 definiert.
[0028] Im Folgenden wird immer auf das horizontal durch die Eintrittsöffnung 15 schwenkende
Flügelelement 11 Bezug genommen. Daher betrifft das Bezugszeichen 17 eine Hauptschließkante
dieses Flügelelements 11. Vorausgesetzt, das Drehkreuz 12 dreht dieses Flügelelement
11 im Eingangsbereich 15 nach rechts, teilt dieses Flügelelement 11 den Eingangsbereich
15 in einen Flügelvorderbereich 14.1 zwischen einer dem Flügelelement 11 zugewandten
Gegenschließkante 19 der rechten Trommelwand 10 und dem Flügelelement 11, der sich
beim Drehen des Drehkreuzes 12 von einer maximalen Durchgangsbreite nach und nach
verkleinert, und einen Flügelhinterbereich 14.2 zwischen einer dem Flügelelement 11
zugewandten Hinterkante 18 der linken Trommelwand 10 und dem Flügelelement 11, der
sich beim Drehen des Drehkreuzes 12 nach und nach wieder bis zur maximalen Durchgangsbreite
vergrößert.
[0029] Die Karusselltür 100 weist oberhalb des Drehkreuzes 12 einen deckenseitigen Abschluss
in der Form einer Oberdecke auf. Die Oberdecke hat zumindest eine Stirnkante 14, in
bzw. an der eine Steuerung 23 und Sensoren 21 zur Schließkantenüberwachung und Sensoren
22 zur Personenerkennung angeordnet sind. Die Steuerung 23 kann auch an einem beliebigen
anderen Ort vorgehalten sein, z.B. in einer externen Bediensäule oder einem externen
Schaltschrank, was den Vorteil der besseren Zugänglichkeit mit sich bringt.
[0030] Der Sensor 21 ist eingerichtet, Hindernisse bzw. Personen oder Gegenstände wir Rollkoffer
oder dergleichen zu detektieren, wenn diese sich zu nahe der Gegenschließkante 19
der rechten Trommelwand 10 befinden. Die Sensoren 22, 22 dienen im einfachsten Fall
dem Detektieren des Vorhandenseins von Personen und vorzugsweise von Tieren und/oder
Gegenständen, um gegebenenfalls den Antrieb der Karusselltür 100 zu aktivieren.
[0031] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist entlang der Gegenschließkante 19 ein Leuchtmittel
16 angeordnet. Das Leuchtmittel 16 ist eingerichtet, in zwei Farben zu leuchten, und
zwar exemplarisch in grün oder rot. Die Steuerung 23 steuert das Leuchtmittel 16 an,
grün zu leuchten, solange das Flügelelement 11 noch weit genug von der Gegenschließkante
19 entfernt ist (Figur 1a). Kommt das Flügelelement 11 mit seiner Hauptschließkante
17 der Gegenschließkante 19 zu nahe, wechselt die Leuchtfarbe zu rot, um zu signalisieren,
dass der Flügelvorderbereich 14.1 so klein geworden ist, dass er nicht mehr ohne Gefahr
betreten werden kann, wie in Figur 1b gezeigt. Wird ein Abstand unterschritten, ab
dem Einklemmgefahr besteht, blinkt das Leuchtmittel 16 vorzugsweise rot. Hat das Flügelelement
11 die Gegenschließkante 19 erreicht, besteht folglich keine Einklemmgefahr mehr,
und das Leuchtmittel 16 wird abgeschaltet oder für das nachfolgende Flügelelement
11 auf grün umgeschaltet, sodass sich der ganze Vorgang wiederholt.
[0032] Die Figuren 2a und 2b zeigen eine Karusselltür 100 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung ebenfalls in je einer Betriebsstellung. Die Betriebsstellungen entsprechen
denen von Figur 1a (Flügelelement 11 weit genug von der Gegenschließkante 19 entfernt)
und von Figur 1b (Flügelelement 11 zu nahe der Gegenschließkante 19).
[0033] In diesem Ausführungsbeispiel weist nicht nur die Gegenschließkante 19 sondern auch
die Hauptschließkante 17 jedes Flügelelements 11 ein Leuchtmittel 16 auf. Die Steuerung
23 steuert dabei vorzugsweise jeweils die Leuchtmittel 16 an den Flügelelementen 11
an, die sich innerhalb einer jeweiligen Eintrittsöffnung 15 befinden.
[0034] Gemäß Figur 2a vergrößert das vordere Flügelelement 11 nach und nach den Flügelhinterbereich
14.2 und verkleinert zugleich den Flügelvorderbereich 14.1. Solange der Abstand der
Hauptschließkante 17 dieses Flügelelements 11 zur Hinterkante 18 der linken Trommelwand
10 so gering ist, dass der Flügelhinterbereich 14.2 nicht sicher betreten werden kann,
ohne beispielsweise eine Sicherheitsreaktion der Karusselltür 100 auszulösen, leuchtet
das Leuchtmittel 16 an diesem Flügelelement 11 gelb, beispielhaft dargestellt mit
einer Kreuzschraffur des Leuchtmittels 16 an der Hauptschließkante 17. Da der Abstand
dieser Hauptschließkante 17 zur Gegenschließkante 19 der rechten Trommelwand 10 ausreichend
groß ist, also der Flügelvorderbereich 14.1 problemlos betreten werden kann, leuchtet
das Leuchtmittel 16 an dieser Gegenschließkante 19 grün, beispielhaft dargestellt
mit einer Rechtsschraffur des Leuchtmittels 16.
[0035] E ist auch denkbar, dass das Leuchtmittel 16 an der Stirnseite des Flügelelementes
11 dauerhaft oder zumindest immer dann leuchtet, wenn es sich im Durchgangsbereich
befindet, gelb, und auch so kann eine Kollision von Begeher und Flügelelement 11 verhindert
werden, sodass nicht eine periodische Umschaltung vorgesehen wird, um einen Begeher
nicht zu verwirren.
[0036] Ist der Abstand dieser Hauptschließkante 17 zur Hinterkante 18 der linken Trommelwand
10 ausreichend groß geworden, dass der Flügelhinterbereich 14.2 sicher betreten werden
kann, und hat dieses Flügelelement 11 die rechte Trommelwand 10 noch nicht erreicht,
wechselt die Leuchtfarbe des Leuchtmittels 16 an diesem Flügelelement 11 beispielsweise
zu grün. Wird der Abstand dieser Hauptschließkante 17 zur Gegenschließkante 19 der
rechten Trommelwand 10 so klein, dass nun der Flügelvorderbereich 14.1 nicht mehr
sicher betreten werden kann, wechselt das Leuchtmittel 16 an dieser Gegenschließkante
19 zu rot, wie in Figur 2b dargestellt, siehe Kreuzschraffur bzw. gepunktete Leiste
des Leuchtmittels 16.
[0037] Wird dieser Abstand so klein, dass Einklemmgefahr besteht, kann vorgesehen sein,
beide Leuchtmittel 16 am Flügelelement 11 und an der rechten Trommelwand 10 rot leuchten
oder blinken zu lassen. Es ist aber auch denkbar, dass diese Gegenschließkante 19
bei zu geringem Abstand zu gelb wechselt und erst rot leuchtet bzw. blinkt, wenn Einklemmgefahr
besteht. Es kann vereinfachend auch bereits ausreichend sein, zu viele Farbwechsel
zu meiden, um den Begeher nicht zu verwirren, sodass beispielsweise nur ein grüner
Begehbereich angezeigt wird, wenn dieser auch tatsächlich begehbar ist.
[0038] Dieser Vorgang wiederholt sich zyklisch für das jeweils nachfolgend in die Eintrittsöffnung
15 bewegte Flügelelement 11. Alternativ ist vorgesehen, dass das Leuchtmittel 16 am
Flügelelement 11 dauerhaft gelb leuchtet, um das Vorhandensein des Flügelelements
11 in der Eintrittsöffnung 15 bzw. dessen Bewegung zu signalisieren. Das Leuchtmittel
16 am Flügelelement 11 hat demzufolge reine Hinweisfunktion.
[0039] Die Figuren 3a und 3b zeigen jeweils eine Karusselltür 100 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung wiederum in zwei Betriebsstellungen.
[0040] Nach diesem Ausführungsbeispiel verfügen die Hinterkante 18 der linken Trommelwand
10 und die Gegenschließkante 19 der rechten Trommelwand 10 jeweils über ein Leuchtmittel
16. Jedes Flügelelement 11 verfügt an seiner hier nicht bezeichneten Hauptschließkante
17 über ein Leuchtelement 16 mit zwei getrennt ansteuerbaren Leuchtabschnitten 16c,
16d, die verschiedenfarbig leuchten können. Vorzugsweise befindet sich auch an der
Stirnkante 14 im Bereich ihres dem Drehkreuz 12 zugewandten Außenrand der Oberdecke
ein Leuchtmittel 16, das zwei mit verschiedenen Farben zum Leuchten bringbare Abschnitte
16a, 16b variabler Länge parallel zum Boden 13 aufweist.
[0041] Das Leuchtmittel 16 der linken Trommelwand 10 und die Leuchtabschnitte 16a, 16c umrahmen
den Flügelhinterbereich 14.2 von oben, und das Leuchtmittel 16 der rechten Trommelwand
10 sowie die Leuchtabschnitte 16b, 16d den Flügelvorderbereich 14.1.
[0042] Solange der Abstand der Hauptschließkante 17 mit den Leuchtabschnitten 16a, 16b zur
Hinterkante 18 der linken Trommelwand 10 so gering ist, dass der Flügelhinterbereich
14.2 nicht sicher betreten werden kann, leuchten das Leuchtmittel 16 der linken Trommelwand
10 und die Leuchtabschnitte 16a, 16c rot. Da der Abstand dieser Hauptschließkante
17 zur Gegenschließkante 19 der rechten Trommelwand 10 ausreichend groß ist, leuchten
das Leuchtmittel 16 der rechten Trommelwand 10 und die Leuchtabschnitte 16b, 16d grün.
[0043] Ist der Abstand der Hauptschließkante 17 mit den Leuchtabschnitten 16c, 16d zur Hinterkante
18 der linken Trommelwand 10 ausreichend groß geworden, dass der Flügelhinterbereich
14.2 sicher betreten werden kann, und hat dieses Flügelelement 11 die rechte Trommelwand
10 noch nicht erreicht, wechselt die Leuchtfarbe des Leuchtmittels 16 der linken Trommelwand
10 und der Leuchtabschnitte 16a, 16c zu grün, wie in Figur 3b dargestellt. Wird der
Abstand dieser Hauptschließkante 17 zur Gegenschließkante 19 der rechten Trommelwand
10 so klein, dass nun der Flügelvorderbereich 14.1 nicht sicher betreten werden kann,
wechselt die Leuchtfarbe des Leuchtmittels 16 der rechten Trommelwand 10 und der Leuchtabschnitte
16b, 16d zu rot, wie ebenfalls in Figur 3b dargestellt. Wird dieser Abstand so klein,
dass die Drehbewegung des Drehkreuzes verlangsamt oder gestoppt werden muss oder wenn
gar Einklemmgefahr besteht, kann vorgesehen sein, das Leuchtmittel 16 der rechten
Trommelwand 10 und die Leuchtabschnitte 16b, 16d rot blinken zu lassen. Anstelle des
Szenarios rot leuchten und rot blinken kann entsprechend gelb Leuchten und rot Leuchten
vorgesehen sein.
[0044] Zwischen den Leuchtabschnitten 16a, 16b befindet sich eine Farbgrenze 20, die beispielsweise
mittels eines nicht leuchtenden Leuchtelements wie einer LED realisiert sein kann,
die insbesondere als Linienemitter ausgeführt ist. Die Farbgrenze 20 kann dabei wandernd
mit der Hauptschließkante 17 des sich jeweils in der Eintrittsöffnung 15 befindlichen
Flügelelements 11 ausgeführt werden. Um dies zu realisieren, weist das Leuchtmittel
16 an der Stirnkante 14 eine Mehrzahl an Leuchtelementen auf, die von der Steuerung
23 je nach Stellung des Drehkreuzes 12 zum Leuchten in der jeweils vorgesehenen Farbe
angesteuert werden.
[0045] Figur 4 zeigt eine Karusselltür gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Im Gegensatz zu Figur 3 fehlen die Leuchtabschnitte 16c, 16d und die Leuchtmittel
16 an den Trommelwänden 10. Die Ansteuerung der Leuchtabschnitte 16a, 16b gleicht
vorzugsweise Figur 3.
[0046] Figur 5 zeigt eine Karusselltür gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Im Gegensatz zu Figur 4 sind nicht in oder an der Stirnkante 14 sondern im Türboden
13 Leuchtabschnitte 16a, 16b vorgesehen. Die Ansteuerung der Leuchtabschnitte 16a,
16b gleicht vorzugsweise wiederum dem Verfahren aus Figur 3. Dieses Ausführungsbeispiel
hat den Vorteil, dass auch sich beispielsweise aufgrund von Feuer oder Rauch am Boden
bewegende Personen die Karusselltür sicher finden und passieren können, wenn diese
als Fluchtwegtür vorgesehen ist.
[0047] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten
oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
[0048] Die an den Trommelwänden 10, der Stirnkante 14 und im Boden 13 anordenbaren Leuchtelemente
16 bzw. Leuchtabschnitte 16a, 16b können auch im Bereich der in den Figuren nach hinten
weisenden, nicht bezeichneten Eintrittsöffnung der gezeigten Karusselltüren 100 ausgebildet
sein.
[0049] Die Leuchtabschnitte 16a - 16d und die Leuchtmittel 16 der Ausführungsbeispiele können
in jedweder Form einzeln oder miteinander kombiniert vorgesehen ein. Beispielsweise
kann die Karusselltür 100 gemäß Figur 3 auch im Boden 13 vorgesehene Leuchtabschnitte
16a, 16b gemäß Figur 5 aufweisen, die beispielsweise aus einer Reihe von LED-Punktemittern
oder aus einem Linienemitter bestehen können, beispielsweise aus sog. Leuchtbändern.
[0050] Im Ergebnis schafft die Erfindung eine Möglichkeit, die Begehbarkeit einer Karusselltür
zu vereinfachen und im Brandfall sicherer zu machen. Als Einsatzorte bieten sich der
öffentliche und private Bereich und insbesondere sensible Bereiche wie Altenheime,
Krankenhäuser und Kindergärten an. Zudem sind die intuitiv einfach erfassbaren Leuchtszenarien
für besonders zu schützende Personen, die mit der Benutzung der Tür nicht vertraut
sind, die aufgrund einer Behinderung einen zusätzlichen Schutz brauchen oder die Restrisiken
einer Maschine nicht einschätzen können besonders gut geeignet.
[0051] Die Farben der Leuchtabschnitte 16a - 16d und der Leuchtmittel 16 sind vorstehend
beschrieben und willkürlich durch sich unterscheidende Oberflächen der Leuchtabschnitte
16a - 16d und der Leuchtmittel 16 wie eine links oder rechts gerichtete Schraffuren,
Kreuzschraffuren oder durch gepunktete Oberflächen dargestellt, wobei der Oberflächenstruktur
der Leuchtabschnitte 16a - 16d und der Leuchtmittel 16 keine feste Farbe zugeordnet
sein soll und diese nur zur Unterscheidung dienen.
Bezugszeichenliste:
[0052]
- 100
- Karusselltür
- 10
- Trommelwand
- 11
- Flügelelement
- 12
- Drehkreuz
- 13
- Türboden
- 14
- Stirnkante
- 14.1
- Flügelvorderbereich
- 14.2
- Flügelhinterbereich
- 15
- Eintrittsöffnung
- 16
- Leuchtmittel
- 16a - d
- Leuchtabschnitt
- 17
- Hauptschließkante
- 18
- Hinterkante
- 19
- Gegenschließkante
- 20
- Farbgrenze
- 21
- Sensor zur Schließkantenüberwachung
- 22
- Sensor zur Personenerkennung
- 23
- Steuerung
1. Karusselltür (100) für eine Gebäudeinstallation, aufweisend sich gegenüberstehende
Trommelwände (10) und einen Deckenkörper mit einer Stirnkante (14), weiterhin aufweisend
ein Drehkreuz (12), das zwischen den Trommelwänden (10) drehbar angeordnet ist und
mehrere Flügelelemente (11) umfasst, und wobei die Trommelwände (10) und die Stirnkante
(14) gemeinsam mit einem für einen Benutzer begehbaren Türboden (13) Randbereiche
einer Eintrittsöffnung (15) zum Betreten der Karusselltür (100) durch den Benutzer
bilden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Karusselltür (100) wenigstens ein Leuchtmittel (16) aufweist, das an wenigstens
einem Randbereich der Eintrittsöffnung (15) und/oder an einer Hauptschließkante (17)
zumindest eines der Flügelelemente (11) zur Bildung einer Lichtsignalfunktion angeordnet
ist.
2. Karusselltür (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens eine Leuchtmittel (16) eine längliche Erstreckung aufweist und bei
Betrieb ein Lichtband oder eine sonstige Lichtreihe oder dergleichen bildet.
3. Karusselltür (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmittel (16) zur Emission von wenigstens zwei verschiedenen Lichtfarben,
insbesondere von roter und grüner Farbe, ausgebildet ist.
4. Karusselltür (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trommelwände (10) eine Hinterkante (18) und eine Gegenschließkante (19) aufweisen,
die seitliche Randbereiche der Eintrittsöffnung (15) bilden, wobei wenigstens ein
Leuchtmittel (16) an der Hinterkante (18) und/oder an der Gegenschließkante (19) angeordnet
ist.
5. Karusselltür (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmittel (16) über seiner länglichen Erstreckung wenigstens abschnittsweise
zur Emission von Licht mit unterschiedlicher Farbe ausgebildet ist.
6. Karusselltür (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmittel (16) so ausgebildet ist, dass eine Farbgrenze (20) zwischen den
Abschnitten des Leuchtelements mit verschiedenen Farben über der Längserstreckung
des Leuchtmittels (16) erzeugbar ist, wobei die Farbgrenze (20) über die Längserstreckung
des Leuchtmittels (16) positionsveränderlich ist.
7. Karusselltür (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Sensor (21) zur Schließkantenüberwachung eingerichtet ist, und wobei
eine Steuerung (23) vorgesehen ist, mit der das wenigstens eine Leuchtmittel (16)
in Abhängigkeit eines Sensorsignals des Sensors (21) zur Schließkantenüberwachung
betreibbar ausgebildet ist.
8. Karusselltür (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Sensor (22) zur Personenerkennung eingerichtet ist, und wobei eine
Steuerung (23) vorgesehen ist, mit der das wenigstens eine Leuchtmittel (16) in Abhängigkeit
eines Sensorsignals des Sensors (22) zur Personenerkennung betreibbar ausgebildet
ist.
9. Karusselltür (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmittel (16) mittels der Steuerung (23) in Abhängigkeit von der Position
des Flügelelementes (11) in der Eintrittsöffnung (15) betreibbar ausgebildet ist.
10. Verfahren zum Betrieb einer Karusselltür (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Steuerung (23) das wenigstens eine Leuchtmittel (16) so betrieben wird,
dass bei rotierendem Drehkreuz (12) mittels des Leuchtmittels (16) dem Benutzer ein
begehbarer Bereich innerhalb der Eintrittsöffnung (15) optisch angezeigt wird, wenn
dieser die Eintrittsöffnung (15) betritt.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der begehbare Bereich mittels verschiedener Ein- und Ausschaltmodi und/oder mittels
verschiedener Lichtfarben des Leuchtmittels (16), insbesondere mit einer roten und
einer grünen Lichtfarbe, angezeigt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei Rotation des Drehkreuzes (12) die Eintrittsöffnung (15) in einen sich kontinuierlich
verkleinernden Flügelvorderbereich (14.1) und einen sich kontinuierlich vergrößernden
Flügelhinterbereich (14.2) des Flügelelementes (11) aufgeteilt wird, wobei mittels
der Steuerung (23) in Abhängigkeit der Größe des Flügelvorderbereiches (14.1) und/oder
des Flügelhinterbereiches (14.2) das wenigstens eine Leuchtmittel (16) zeitlich und/oder
farblich veränderlich angesteuert wird, um einem Benutzer einen geeigneten Eintrittsbereich
anzuzeigen.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das oder die Leuchtmittel (16), die den geeigneten Eintrittsbereich anzeigen, mit
grünem Licht betrieben werden und dass das oder die Leuchtmittel (16), die einen ungeeigneten
Eintrittsbereich anzeigen, mit rotem Licht betrieben werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Anzeige eines geeigneten oder ungeeigneten Eintrittsbereiches ein mit einer länglichen
Erstreckung ausgebildetes Leuchtmittel (16) auf einer ersten Länge eine erste Lichtfarbe,
insbesondere rot oder grün, und auf einer zweiten Länge eine zweite Lichtfarbe, insbesondere
rot oder grün, betrieben wird, wobei die Position des Übergangs zwischen der ersten
Lichtfarbe und der zweiten Lichtfarbe ortsveränderlich ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmittel (16) auf dem Türboden (13) oder an der oberseitigen Stirnkante (14)
der Karusselltür (100) angeordnet ist und wobei die Position des Übergangs zwischen
der ersten Lichtfarbe und der zweiten Lichtfarbe des länglich ausgebildeten Leuchtmittels
(16) mit der Position korrespondiert, mit der das Flügelelement (11) bei Rotation
des Drehkreuzes (12) den Türboden (13) überstreift bzw. an oder unter der Stirnkante
(14) entlang bewegt wird.