[0001] Die Erfindung betrifft eine Einspeiseeinrichtung zum Einspeisen eines flüssigen Odoriermittels
in einen durch eine Gasleitung strömenden Gasstrom sowie weiter eine Vorrichtung zum
Einspeisen eines flüssigen Odoriermittels in einen durch eine Gasleitung strömenden
Gasstrom mit einer solchen Einspeiseeinrichtung. Weiterhin betrifft die Erfindung
die Verwendung der Einspeiseeinrichtung und der Vorrichtung.
[0002] Bei der leitungsgebundenen Versorgung der Allgemeinheit mit Erdgas, welches im aufbereiteten
Zustand im Wesentlichen geruchslos ist, wird aus Sicherheitsgründen gefordert, dass
das Erdgas einen hinreichenden Geruch aufweist, sodass etwaige Leckagen im Leitungsnetz
vom Menschen subjektiv wahrnehmbar sind.
[0003] Sofern das aufbereitete Erdgas keinen hinreichenden Warngeruch aufweist, ist dieses
nach gesetzlichen Vorschriften zu odorieren (vgl. für Deutschland zum Beispiel das
DVGW Arbeitsblatt G 280). Aus diesem Grund ist es bekannt und üblich, dem Erdgas Odoriermittel
zuzugeben. Als Odoriermittel kommen üblicherweise Substanzen mit hinreichendem Warngeruch
in Betracht, die dem Erdgas einen schwefelartigen Geruch verleihen. Ein weit verbreitetes
Odoriermittel ist beispielsweise Tetrahydrothiophen (THT). Des Weiteren werden seit
einigen Jahren auch schwefelarme und schwefelfreie Odoriermittel eingesetzt.
[0004] Üblicherweise wird Erdgas in den Gastransportnetzen (Ferntransportleitungen) odoriermittelfrei
bereitgestellt. Eine Odorierung erfolgt dann von dem Gasnetzbetreiber des betreffenden
Gasverteilnetzes bei der Entnahme des Gases aus dem Gastransportnetz und dessen Druckreduzierung
auf den in dem Gasverteilnetz vorherrschenden Druck. Hierzu wird ein flüssiges Odoriermittel
typischerweise über eine Odorieranlage in einer örtlichen Gas-Druckregel- und Messanlage
(GDRM-Anlage) zugegeben. Die Zugabe erfolgt in Abhängigkeit der Größe eines normierten
Gasvolumenstroms berechnet aus den Daten des Gaszählers sowie der Gastemperatur und
dem Gasdruck. Eine entsprechende Menge an Odoriermittel wird mittels einer impulsgesteuerten
Dosierpumpe einer Einspeiseeinrichtung (auch als Impfdüse bezeichnet) zugeführt, die
häufig als in die Leitung eingesetzte Tauchrohr-förmige Odoriermitteldüse mit einem
Verdunstungskörper ausgeführt ist, auf den das der Odoriermitteldüse zugeführte Odoriermittel
in flüssiger Form aufgebracht wird.
[0005] Typischerweise erfolgt die Zugabe des Odoriermittels mengenproportional zur durchflossenen
Gasmenge. Das Odoriermittel THT wird beispielsweise in Deutschland mit einem Wert
von mindestens 10 mg/m
3 Gasvolumen dem Gasstrom zugeführt. Für andere Odoriermittel gelten andere, zum Teil
geringere Grenzwerte. Dabei ist darauf zu achten, dass ein vorbestimmter Grenzwert,
beispielsweise von 10 mg/m
3 bei THT, während der gesamten Verteilung des Gases nicht unterschritten wird. Das
Odoriermittel wird typischerweise intermittierend mit der in die Gasleitung eingesetzten
Einspeiseeinrichtung zugeführt, wobei ein Anströmkörper der Einspeiseeinrichtung von
dem die Gasleitung durchströmenden Erdgas umströmt wird. Dabei verdampft das flüssige
Odoriermittel von dem Verdunstungskörper und wird von dem Erdgas aufgenommen.
[0006] Aus dem Stand der Technik bekannte Einspeiseeinrichtungen sind typischerweise recht
groß und unhandlich mit Verdunstungskörpern von zum Beispiel 1000 mm Länge und 500
mm Breite. Dies beschränkt die Einsatzmöglichkeiten der Einspeiseeinrichtungen auf
große Gasleitungsquerschnitte und führt weiterhin dazu, dass der Einbau oder Wechsel
von Einspeiseeinrichtungen sehr aufwändig und zeitintensiv ist.
[0007] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Einspeiseeinrichtung und eine Vorrichtung mit einer solchen Einspeiseeinrichtung vorzuschlagen,
die eine effektive Odorierung eines Gasstroms in einer Gasleitung ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Einspeiseeinrichtung zum Einspeisen
eines flüssigen Odoriermittels in einen durch eine Gasleitung strömenden Gasstrom
mit einer Odoriermitteldüse und mit einem Anströmkörper zur Positionierung in einem
Gasstrom in einer Gasleitung, wobei der Anströmkörper einen Verdunstungskörper umfasst,
wobei die Odoriermitteldüse zur Beaufschlagung des Verdunstungskörpers mit flüssigem
Odoriermittel eingerichtet ist und wobei die Einspeiseeinrichtung dazu eingerichtet
ist, in eine Wandöffnung eines Gasleitungsabschnitts eingesetzt zu werden, so dass
sich der Anströmkörper in den Gasleitungsabschnitt erstreckt.
[0009] Eine solche Einspeiseeinrichtung erlaubt eine zuverlässige Odorierung eines Gasstroms
in einer Gasleitung. Das im Betrieb von der Odoriermitteldüse auf den Verdunstungskörper
gelangende Odoriermittel wird bei Um- oder Durchströmen des Verdunstungskörpers mit
dem in der Gasleitung strömenden Gasstrom verdampft und vermischt sich mit dem Gasstrom,
so dass dieser odoriert wird.
[0010] Die Odoriermitteldüse ist zur Beaufschlagung des Verdunstungskörpers mit flüssigem
Odoriermittel ausgebildet. Zu diesem Zweck weist die Odoriermitteldüse insbesondere
eine Öffnung auf, aus der im Betrieb flüssiges Odoriermittel auf den Verdunstungskörper
gelangen kann. Weiterhin weist die Odoriermitteldüse vorzugsweise einen Anschluss
zum Anschließen der Odoriermitteldüse an eine Odoriermittel-Versorgung auf.
[0011] Unter Odoriermitteln werden vorliegend insbesondere Odoriermittel nach DIN EN ISO
13 734 verstanden.
[0012] Die Einspeiseeinrichtung ist dazu eingerichtet, in eine Wandöffnung eines Gasleitungsabschnitts
eingesetzt zu werden, so dass sich der Anströmkörper in den Gasleitungsabschnitt erstreckt.
Zu diesem Zweck weist die Einspeiseeinrichtung vorzugsweise Befestigungsmittel zur
Befestigung der Einspeiseeinrichtung an einer Wandöffnung eines Gasleitungsabschnitts
auf, beispielsweise an der Odoriermitteldüse.
[0013] Die Odoriermitteldüse kann insbesondere in Form einer Tauchhülse ausgebildet sein,
die zum Einführen in eine Wandöffnung eines Gasleitungsabschnitts ausgebildet ist
und zu diesem Zweck vorzugsweise Befestigungsmittel, beispielsweise ein Außengewinde,
zur gasdichten Befestigung am Gasleitungsabschnitt aufweisen.
[0014] Die Odoriermitteldüse und der Anströmkörper weisen vorzugsweise zueinander komplementäre
Befestigungsmittel auf, so dass der Anströmkörper an der Odoriermitteldüse befestigt
werden kann. Auf diese Weise können der Anströmkörper oder der Verdunstungskörper
ausgetauscht werden. Beispielsweise können der Anströmkörper ein Außengewinde, insbesondere
ein ISO-Gewinde, und die Odoriermitteldüse ein dazu passendes Innengewinde aufweisen
oder umgekehrt.
[0015] Die oben genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß weiterhin gelöst durch eine Vorrichtung
zum Einspeisen eines flüssigen Odoriermittels in einen durch eine Gasleitung strömenden
Gasstrom, mit der zuvor beschriebenen Einspeiseeinrichtung oder einer Ausführungsform
davon und mit einer Einsatzeinheit, die ein Gehäuse mit einem gasdurchströmbaren Gasleitungsabschnitt
zum Einbau in eine Gasleitung aufweist, wobei die Einspeiseeinrichtung derart in eine
Öffnung in einer Wand des Gehäuses eingesetzt ist, dass sich der Anströmkörper in
den Gasleitungsabschnitt erstreckt. Bei der Gasleitung kann es sich insbesondere um
eine Gasverteilleitung oder um eine Gastransportleitung handeln.
[0016] Die Einspeiseeinrichtung und die Vorrichtung können jeweils sowohl für eine neue
Gasdruck-Regel- und Messanlage (GDRM-Anlagen) als auch für den Einbau in eine Bestands-Anlage
verwendet werden.
[0017] Im Folgenden werden verschiedene Ausführungsformen der Einspeiseeinrichtung und der
Vorrichtung beschrieben, wobei die einzelnen Ausführungsformen unabhängig voneinander
jeweils sowohl für die Einspeisevorrichtung als auch für die Vorrichtung gelten. Zudem
können die einzelnen Ausführungsformen miteinander kombiniert werden.
[0018] Bei einer Ausführungsform weist der Anströmkörper einen, vorzugsweise zylinderförmigen,
Gitterkörper auf, in dem der Verdunstungskörper angeordnet ist. Der Gitterkörper kann
insbesondere in Form eines Drahtkäfigs ausgebildet sein, insbesondere aus einem Drahtgitter.
Mit einem Gitterkörper lassen sich die gewünschten mechanischen Eigenschaften des
Anströmkörpers erreichen, um dem Gasstrom in der Gasleitung zu widerstehen.
[0019] Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Anströmkörper vorzugsweise eine Länge
von 100 - 400 mm und/oder einen Durchmesser von 0,5 - 1" auf. Während im Stand der
Technik Anströmkörper von 1000 mm Länge und 500 mm Breite üblich waren, wurde im Rahmen
der vorliegenden Erfindung festgestellt, dass bereits mit einer deutlich kleineren
Geometrie des Anströmkörpers eine ausreichende Odorierung eines Gasstroms erreicht
werden kann.
[0020] Hierdurch wird die Handhabung der Einspeiseeinrichtung wesentlich vereinfacht, wodurch
insbesondere ein schneller und damit kostenreduzierter Wechsel der Einspeiseeinrichtung
ermöglicht wird, insbesondere bei Verwendung der zuvor beschriebenen Vorrichtung.
Zudem wird durch den kleineren Anströmkörper das Risiko eines ungewollten Austretens
oder Vergießens von Odoriermittel reduziert, insbesondere beim Wechsel der Einspeiseeinrichtung.
[0021] Die kleinere Größe ermöglicht zudem das Einbringen von Odoriermittel in gasdurchströmte
Gasleitungen mit sehr unterschiedlichen Nennweiten, insbesondere von 50 - 1400 mm.
[0022] Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst der Verdunstungskörper einen offenzelligen
Schaum, insbesondere einen Metall- oder Keramikschaum, oder besteht zumindest teilweise,
vorzugsweise vollständig, daraus. Durch die Verwendung eines offenzelligen Schaums
für den Verdunstungskörper weist dieser eine sehr große Oberfläche auf, wodurch die
Verdunstungsleistung stark erhöht wird und damit kleinere Anströmkörper ermöglicht
werden. Bei dem Metall- oder Keramikschaum kann es sich insbesondere um einen Aluminiumschaum,
um einen Nickel-Chrom-Schaum (z.B. NC2733, NC1723, NC0610, NC 1116), um einen Nickelschaum
(z.B. NI 1116), um einen Aluminiumoxidschaum (z.B. Al2O3 30, Al2O3 20, Al2O3 40),
um einen Siliziumcarbidschaum (z.B. SiC 20) oder um Kombinationen daraus handeln.
Derartige Schäume sind zum Beispiel über Recemat BV (Dodewaards, NL) oder Porosium
GmbH (Coburg, DE) erhältlich. Oxidische Schäume, wie zum Beispiel Aluminiumoxidschaum,
sind chemisch sehr stabil gegenüber den in der Praxis verwendeten Odoriermitteln und
daher bevorzugt.
[0023] Bei einer weiteren Ausführungsform weist der offenzellige Schaum des Verdunstungskörpers
zumindest abschnittsweise eine Porendichte von 10 - 60 ppi auf. Auf diese Weise wird
die Verdunstungsleistung für die handelsüblichen Odorierstoffe, insbesondere nach
DIN EN ISO 13 734, und typische Gasströme in Gasleitungen optimiert, wodurch eine
weitere Reduzierung der Anströmkörpergröße möglich ist.
[0024] Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Verdunstungskörper mehrere Abschnitte
auf, wobei die einzelnen Abschnitte unterschiedliche Porendichten und/oder unterschiedliche
mittlere Porengrößen aufweisen. Der Verdunstungskörper kann zu diesem Zweck beispielsweise
mehrere übereinander gestapelte Elemente mit jeweils verschiedenen Porendichten und/oder
jeweils verschiedenen mittleren Porengrößen aufweisen. Alternativ kann auch ein monolithischer
Verdunstungskörper mit insbesondere abschnittsweise unterschiedlichen Porendichten
und/oder mittleren Porengrößen verwendet werden, beispielsweise durch Verwendung eines
im 3D-Druck hergestellten Verdunstungskörpers.
[0025] Die Gasgeschwindigkeit eines Gasstroms in einer Gasleitung ist über den Querschnitt
der Gasleitung nicht konstant sondern weist eine Geschwindigkeitsverteilung auf, wobei
sich die Geschwindigkeit am Rand der Gasleitung typischerweise von der Geschwindigkeit
in der Mitte der Gasleitung unterscheidet. Durch das Vorsehen mehrerer Abschnitte
mit unterschiedlicher Porendichte kann die jeweilige Porendichte an die Gasgeschwindigkeit
der jeweiligen Position in Bezug auf den Gasleitungsquerschnitt angepasst werden.
Entsprechend kann durch das Vorsehen mehrerer Abschnitte mit unterschiedlichen mittleren
Porengrößen die jeweilige mittlere Porengröße an die Gasgeschwindigkeit der jeweiligen
Position in Bezug auf den Gasleitungsquerschnitt angepasst werden.
[0026] Bei einer weiteren Ausführungsform nimmt die Porendichte und/oder die mittlere Porengröße
der einzelnen Abschnitte des Verdunstungskörpers von dem von der Odoriermitteldüse
entfernten Ende des Verdunstungskörpers in Richtung der Odoriermitteldüse zumindest
abschnittsweise zu oder ab. Durch einen solchen über Abschnitte mit verschiedenen
Porendichten bzw. mittleren Porengrößen erreichten Gradienten kann der Verdunstungskörper
zum Beispiel an die langsameren Gasgeschwindigkeiten zum Rand der Gasleitung angepasst
werden.
[0027] Es ist insbesondere möglich, den Verlauf der Porendichte und/oder der mittleren Porengröße
über den Verdunstungskörper an die im Sommer oder im Winter in einer Gasleitung im
Mittel herrschenden Gasgeschwindigkeitsverteilungen anzupassen. Es wurde festgestellt,
dass sich die Gasgeschwindigkeitsverteilungen zwischen Sommer und Winter stark unterscheiden
können. So kann es im Winter durch die größeren zu transportierenden Gasmengen und
die damit einhergehenden größeren Gasgeschwindigkeiten zu mehr Turbulenzen in der
Gasleitung kommen, wodurch sich gegenüber dem Sommer eine veränderte Geschwindigkeitsverteilung
in der Gasleitung einstellt, insbesondere am Rand der Gasleitung.
[0028] Da die hier beschriebene Einspeiseeinrichtung einen schnellen Wechsel der Einspeiseeinrichtung
ermöglicht, ist es wirtschaftlich möglich und sinnvoll, zum Beispiel zweimal im Jahr
zwischen einer für den Sommer und einer für den Winter optimierten Einspeiseeinrichtung
zu wechseln.
[0029] Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Verdunstungskörper im 3D-Druck hergestellt.
Insbesondere kann beim 3D-Druck die offenzellige Schaumstruktur des Verdunstungskörpers
direkt gedruckt werden. Der 3D-Druck ermöglicht weiterhin einen Porendichtegradienten
und/oder einen Porengrößengradienten, insbesondere wie zuvor beschrieben, in einem
monolithischen Verdunstungskörper.
[0030] Darüber hinaus ermöglicht der 3D-Druck auch die Herstellung eines selbst tragenden
Verdunstungskörpers. Auf diese Weise kann auf einen Gitterkörper verzichtet werden.
Alternativ kann der Gitterkörper auch direkt mitgedruckt werden. Vorzugsweise weist
der Verdunstungskörper ein 3D-gedrucktes Gewinde, vorzugsweise ISO-Gewinde auf, um
den Verdunstungskörper mit der Odoriermitteldüse zu verbinden.
[0031] Zur Herstellung des Verdunstungskörpers im 3D-Druck kommen Kunststoffe, Metalle oder
andere 3D-druckbare Werkstoffe in Betracht, soweit diese gegenüber den zu verwendenden
Odoriermitteln oder in den Gasleitungen geleiteten Gasen resistent sind.
[0032] Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Gitterkörper an dem von der Odoriermitteldüse
entfernten Ende des Gitterkörpers ein becherförmiges Bodenteil auf. Auf diese Weise
kann überschüssiges Odoriermittel aufgefangen werden, so dass das Odoriermittel nicht
in die Gasleitung tropft und diese verunreinigt. Vorzugsweise taucht der Verdunstungskörper
in das becherförmige Bodenteil ein, insbesondere bis zum Grund des becherförmigen
Bodenteils. Auf diese Weise kann das im becherförmigen Bodenteil angesammelte Odoriermittel
über die Kapillarwirkung der Poren des Verdunstungskörpers der Verdampfung zugeführt
werden.
[0033] Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Gitterkörper mit stabilisierenden Verstrebungen
ausgestattet. Auf diese Weise kann der Gitterkörper stabilisert werden, so dass dieser
dem Gasstrom in der Gasleitung mechanisch wiederstehen kann. Insbesondere können auf
diese Weise Vibrationen reduziert werden, die durch das umströmende Gas entstehen
und ansonsten zum Abbruch der Düse führen könnten.
[0034] Darüber hinaus können durch das Vorsehen stabilisierender Verstrebungen andere Teile
des Gitterkörpers dünner ausgestaltet werden, beispielsweise dünnere Drähte verwendet
werden, wodurch eine größere Maschenweite und/oder ein höherer Maschenanteil und damit
eine bessere Anströmbarkeit des im Gitterkörper angeordneten Verdunstungskörpers erreicht
werden. Auf diese Weise kann die Verdunstungsleistung erhöht werden.
[0035] Bei einer weiteren Ausführungsform sind als stabilisierende Verstrebungen mehrere
dickere Längsdrähte vorgesehen. Beispielsweise kann der Gitterkörper ein Drahtgitter
aufweisen, bei dem einige Längsdrähte eine größere Dicke aufweisen. Weist das Drahtgitter
zum Beispiel 50 oder 100 Längsdrähte auf, so können zum Beispiel vier Längsdrähte
davon eine größere Dicke aufweisen. Die dickeren Längsdrähte sind vorzugsweise gleichmäßig
über den Umfang des Gitterkörpers verteilt, beispielsweise bei vier dickeren Längsdrähten
jeweils um einen Vierteilumfang zueinander versetzt.
[0036] Bei einer weiteren Ausführungsform sind als stabilisierende Verstrebungen Längsröhrchen
vorgesehen. Insbesondere kann der Gitterkörper ein Drahtgitter aufweisen, in dem die
Längsröhrchen wie Längsdrähte angeordnet sind. Auf diese Weise kann die Steifigkeit
des Gitterkörpers erhöht werden.
[0037] Bei einer weiteren Ausführungsform ist an dem Anströmkörper, vorzugsweise am Gitterkörper,
ein Sensor angeordnet. Auf diese Weise können der Zustand und/oder der Betrieb der
Einspeiseeinrichtung überwacht werden.
[0038] Bei dem Sensor kann es sich beispielsweise um einen Verschleißsensor handeln, der
den Verschleiß einer Komponente des Anströmkörpers überwacht, zum Beispiel des Gitterkörpers.
Auf diese Weise kann die Einspeiseeinrichtung rechtzeitig vor deren Versagen ausgetauscht
werden.
[0039] Bei dem Sensor kann es sich weiterhin um einen Vibrationssensor handeln, der die
Vibration des Anströmkörpers im Gasstrom misst. Auf diese Weise kann zum Beispiel
eine Versagensprognose erfolgen.
[0040] Bei dem Sensor kann es sich weiterhin um einen Versagenssensor, beispielsweise um
einen Bruchsensor handeln, der das Versagen einer Komponente des Anströmkörpers, zum
Beispiel des Gitterkörpers, überwacht. Auf diese Weise kann die Einspeiseeinrichtung
zeitnah nach einem Versagen, zum Beispiel durch einen Druckstoß in der Gasleitung,
ausgetauscht werden.
[0041] Der Verschleiß- oder Versagenssensor kann insbesondere an oder in einer der stabilisierenden
Verstrebungen angeordnet werden.
[0042] Bei dem Sensor kann es sich weiterhin um einen Strömungsgeschwindigkeitssensor handeln,
der die Strömungsgeschwindigkeit des Gasstroms in der Gasleitung misst. Auf diese
Weise kann zum Beispiel eine Regelung der auf den Verdunstungskörper gegebenen Odoriermittelmenge
abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit des Gasstroms erfolgen.
[0043] Bei dem Sensor kann es sich weiterhin um einen Flüssigkeitssensor zur Detektion von
Flüssigkeit im becherförmigen Bodenteil handeln. Das Vorhandensein von Flüssigkeit
im becherförmigen Bodenteil kann auf eine schlechte Verdunstungsleistung oder auf
eine zu große Zufuhr von Odoriermittel hinweisen.
[0044] Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Sensor oder eine Leitung zu dem Sensor
in einem Längsröhrchen angeordnet. Auf diese Weise können der Sensor bzw. dessen Leitung
in dem Längsröhrchen vor Beschädigung beim Ein- oder Ausbau der Einspeiseeinrichtung
oder durch den Gasstrom geschützt werden.
[0045] Bei einer weiteren Ausführungsform weist die Einspeiseeinrichtung weiter eine drahtgebundene
oder drahtlose Schnittstelle zum Verbinden des Sensors mit einer externen Auswerte-
oder Überwachungselektronik auf, insbesondere an der Odoriermitteldüse. Auf diese
Weise wird zum Beispiel ein Anschluss des Sensors an einen lokale Auswerte- oder Überwachungselektronik
oder, durch dazwischen schaltbare Datenfernübertragungsmittel, an eine ferne Auswerte-
oder Überwachungselektronik ermöglicht. Auf diese Weise kann zum Beispiel eine zentrale
Überwachung verschiedener Einspeiseeinrichtungen ermöglicht, so dass zum Beispiel
bei einem Versagen eine schnelle Instandsetzung erfolgen kann. Weiterhin können die
mit dem Sensor der Einspeiseeinrichtung gewonnenen Daten auch zur Überwachung des
Gasleitungsnetzes verwendet werden.
[0046] Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Anströmkörper halbzylinderförmig, wobei
der gerundete Teil des Anströmkörpers insbesondere in die Strömung gestellt wird.
Es wurde festgestellt, dass es bei einer Halbzylinderform des Anströmkörpers auf der
flachen Rückseite zu Verwirbelungen des Gasstroms kommt, wodurch eine höhere Verdunstungsleistung
erzielt wird. Ein solcher halbzylinderförmige Anströmkörper lässt sich insbesondere
im 3D-Druck herstellen.
[0047] Bei einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung weist die Einsatzeinheit einen
Ventilkörper auf, der von einer ersten geöffneten Stellung in eine zweite geschlossene
Stellung verbringbar ist, wobei der Ventilkörper in der zweiten Stellung den Gasleitungsabschnitt
verschließt und in der ersten Stellung freigibt und wobei der Ventilkörper in der
zweiten Stellung mit dem Gehäuse eine Entnahmeschleuse für die Einspeiseeinrichtung
bildet. Auf diese Weise wird der Austausch der Einspeiseeinrichtung vereinfacht, da
der Ventilkörper sowohl das Absperren der Gasleitung und die Entnahme bzw. das Einsetzen
der Einspeiseeinrichtung ermöglicht.
[0048] Die oben genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß weiterhin gelöst durch die Verwendung
der beschriebenen Einspeiseeinrichtung oder einer Ausführungsform davon oder der beschriebenen
Vorrichtung oder einer Ausführungsform davon zur Odorierung eines Gasstroms in einer
Gasleitung.
[0049] Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen A1 - A14 der Einspeiseeinrichtung, Ausführungsformen
A15 - A16 der Vorrichtung sowie Ausführungsform A17 der Verwendung beschrieben.
A1. Einspeiseeinrichtung zum Einspeisen eines flüssigen Odoriermittels in einen durch
eine Gasleitung strömenden Gasstrom,
- mit einer Odoriermitteldüse und
- mit einem mit der Odoriermitteldüse verbundenen Anströmkörper zur Positionierung in
einem Gasstrom in einer Gasleitung,
- wobei der Anströmkörper einen Verdunstungskörper umfasst,
- wobei die Odoriermitteldüse zur Beaufschlagung des Verdunstungskörpers mit flüssigem
Odoriermittel ausgebildet ist und
- wobei die Einspeiseeinrichtung dazu eingerichtet ist, in eine Wandöffnung eines Gasleitungsabschnitts
eingesetzt zu werden, so dass sich der Anströmkörper in den Gasleitungsabschnitt erstreckt.
A2. Einspeiseeinrichtung nach Ausführungsform A1, wobei der Anströmkörper einen, vorzugsweise
zylinderförmigen, Gitterkörper aufweist, in dem der Verdunstungskörper angeordnet
ist.
A3. Einspeiseeinrichtung nach Ausführungsform A1 oder A2, wobei der Anströmkörper
eine Länge von 100 - 400 mm und/oder einen Durchmesser von 0,5 - 1" aufweist.
A4. Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A3, wobei der Verdunstungskörper
einen offenzelligen Schaum, insbesondere einen Metall-oder Keramikschaum, umfasst
oder zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, daraus besteht.
A5. Einspeiseeinrichtung nach Ausführungsform A4, wobei der offenzellige Schaum des
Verdunstungskörpers zumindest abschnittsweise eine Porendichte von 10 - 60 ppi aufweist.
A6. Einspeiseeinrichtung nach Ausführungsform A4 oder A5, wobei der Verdunstungskörper
mehrere Abschnitte aufweist, wobei die einzelnen Abschnitte unterschiedliche Porendichten
und/oder unterschiedliche mittlere Porengrößen aufweisen.
A7. Einspeiseeinrichtung nach Ausführungsform A6, wobei die Porendichte und/oder die
Porengrößen der einzelnen Abschnitte des Verdunstungskörpers von dem von der Odoriermitteldüse
entfernten Ende des Verdunstungskörpers in Richtung der Odoriermitteldüse im Mittel
zunehmen oder abnehmen.
A8. Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A7, wobei der Verdunstungskörper
im 3D-Druck hergestellt ist.
A9. Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A8, wobei der Verdunstungskörper
selbsttragend ist.
A10. Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A9, wobei der Gitterkörper
an dem von der Odoriermitteldüse entfernten Ende des Gitterkörpers ein becherförmiges
Bodenteil aufweist, in den der Verdunstungskörper vorzugsweise eintaucht.
A11. Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A10, wobei der Gitterkörper
mit stabilisierenden Verstrebungen ausgestattet ist, wobei als stabilisierenden Verstrebungen
vorzugsweise mehrere dickere Längsdrähte oder Längsröhrchen vorgesehen sind.
A12. Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A11, wobei an dem
Anströmkörper, vorzugsweise am Gitterkörper, ein Sensor angeordnet ist, wobei der
Sensor oder eine Leitung zu dem Sensor vorzugsweise in einem Längsröhrchen angeordnet
ist.
A13. Einspeiseeinrichtung nach Ausführungsform A12, wobei die Einspeiseeinrichtung
weiter eine drahtgebundene oder drahtlose Schnittstelle zum Verbinden des Sensors
mit einer externen Auswerte- oder Überwachungselektronik aufweist, insbesondere an
der Odoriermitteldüse.
A14. Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A13, wobei der Anströmkörper
halbzylinderförmig ist.
A15. Vorrichtung zum Einspeisen eines flüssigen Odoriermittels in einen durch eine
Gasleitung strömenden Gasstrom,
- mit einer Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis A14 und
- mit einer Einsatzeinheit, die ein Gehäuse mit einem gasdurchströmbaren Gasleitungsabschnitt
zum Einbau in eine Gasleitung aufweist,
- wobei die Einspeiseeinrichtung derart in eine Öffnung in einer Wand des Gehäuses eingesetzt
ist, dass sich der Anströmkörper in den Gasleitungsabschnitt erstreckt.
A16. Vorrichtung nach Ausführungsform A15, wobei die Einsatzeinheit einen Ventilkörper
aufweist, der von einer ersten geöffneten Stellung in eine zweite geschlossene Stellung
verbringbar ist, wobei der Ventilkörper in der zweiten Stellung den Gasleitungsabschnitt
verschließt und in der ersten Stellung freigibt und wobei der Ventilkörper in der
zweiten Stellung mit dem Gehäuse eine Entnahmeschleuse für die Einspeiseeinrichtung
bildet.
A17. Verwendung einer Einspeiseeinrichtung nach einer der Ausführungsformen A1 bis
A14 oder einer Vorrichtung nach Ausführungsform A15 oder A16 zur Odorierung eines
Gasstroms in einer Gasleitung.
[0050] Weitere Vorteile und Merkmale der Einspeiseeinrichtung, der Vorrichtung und deren
Verwendungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen,
wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen wird.
[0051] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Odorierung eines Gasstroms in
einer Gasleitung,
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung,
- Fig. 3
- das Ausführungsbeispiel aus Fig. 2 in einer Einbausituation und ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 4a-b
- einen Anströmkörper eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung,
- Fig. 5a-b
- einen Anströmkörper eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung,
- Fig. 6a-b
- einen Anströmkörper eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung,
- Fig. 7
- einen Querschnitt eines Anströmkörpers eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Einspeiseeinrichtung,
- Fig. 8a-b
- einen Gitterkörper eines Anströmkörpers eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung,
- Fig. 9a-b
- einen Gitterkörper eines Anströmkörpers eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung,
- Fig. 10
- ein weiteren Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung und
- Fig. 11a-b
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0052] Figur 1 zeigt zunächst den grundsätzlichen Aufbau einer Vorrichtung zur Odorierung
eines Gasstroms in schematischer Darstellung.
[0053] In Figur 1 ist ein Gasleitungsabschnitt 1 einer Gasleitung 2 dargestellt, der in
Strömungsrichtung des Gases einem Gaszähler 3 nachgeschaltet ist. Die Vorrichtung
zur Odorierung kann beispielsweise in einer GDRM-Anlage eines örtlichen Gasverteilnetzes
angeordnet sein. In der Gasleitung 2 wird vorliegend aus einem Hochdrucktransportnetz
Erdgas für das Gasdruckverteilnetz mit einem reduzierten Druck bereitgestellt.
[0054] In Strömungsrichtung hinter dem Gaszähler 3 wird ein flüssiges Odoriermittel, beispielsweise
in Form von THT, über eine Einspeiseeinrichtung 4 in die Gasleitung 2 eingebracht.
[0055] Dazu wird das Odoriermittel einem Odoriermittelgebinde 5 entnommen und der Einspeiseeinrichtung
4 über eine Dosierpumpe 6 zugeführt. Die Dosierpumpe 6 ist über ein Steuergerät 7
mit dem Gaszähler 3 verbunden. Der Gaszähler 3 liefert an das Steuergerät 7 eine Information
über den Gasvolumenstrom in der Gasleitung 2 und das Steuergerät 7 steuert die Dosierpumpe
6 derart an, dass die Dosierpumpe 6 eine an den Gasvolumenstrom angepasste Menge Odoriermittel
zur Einspeiseeinrichtung 4 fördert. Zur Regelung der Dosierpumpe 6 kann ein Durchflussmesser
9 vorgesehen sein, der den von der Dosierpumpe 6 gepumpten Odoriermittelvolumenfluss
misst. Weiterhin kann ein Füllstandmesser 10 vorgesehen sein, um den Füllstand im
Odoriermittelgebinde 5 zu überwachen. Zwischen der Dosierpumpe 6 und der Einspeiseeinrichtung
4 ist vorzugsweise eine Rückschlagklappe 11 vorgesehen, um eine Gasströmung aus der
Gasleitung 2 zum Odoriermittelgebinde 5 zu verhindern.
[0056] Die Figuren 2 und 3 zeigen nun ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Einspeiseeinrichtung. Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Einzelteile der Einspeiseeinrichtung
22 und Fig. 3 die Einbausituation in einem Gasleitungsabschnitt 24.
[0057] Die Einspeiseeinrichtung 22 weist eine Odoriermitteldüse 26 und einen Anströmkörper
28 auf.
[0058] Der Anströmkörper 28 weist einen zylinderförmigen Gitterkörper 30 auf, an dessen
einem Ende 32 ein Außengewinde 34 vorgesehen ist, mit dem der Gitterkörper 30 in ein
dazu komplementäres Innengewinde 36 der Odoriermitteldüse 26 geschraubt werden kann.
An seinem dem Ende 32 gegenüberliegenden Ende 38 weist der Gitterkörper ein becherförmiges
Bodenteil 40 auf. In dem Gitterkörper 30 ist ein Verdunstungskörper 42 aus einem offenzelligen
Schaum, zum Beispiel aus einem offenzelligen Metall- oder Keramikschaum angeordnet.
[0059] Die Odoriermitteldüse 26 ist in Form einer Tauchhülse ausgebildet, so dass sie in
eine Wandöffnung 44 des Gasleitungsabschnitts 24 eingeführt werden kann, um den mit
der Odoriermitteldüse 26 verschraubten Anströmkörper 28 in einem in dem Gasleitungsabschnitt
24 strömenden Gasstrom 46 zu positionieren. Fig. 3 zeigt die Einspeiseeinrichtung
in zusammengesetztem Zustand und nach dem Einbau in den Gasleitungsabschnitt 24.
[0060] Die Odoriermitteldüse 26 weist vorzugsweise Befestigungsmittel auf, die ein gasdichtes
Einsetzen und Befestigen der Odoriermitteldüse 26 am Gasleitungsabschnitt 24 - wie
in Fig. 3 gezeigt - erlauben. Bei der Odoriermitteldüse 26 sind hierzu zum Beispiel
ein zu einem Innengewinde 48 der Wandöffnung 44 korrespondierendes Außengewinde 50
sowie ein Flansch 52 zur äußeren Anlage an den Gasleitungsabschnitt vorgesehen. Der
Flansch kann an seiner Unterseite zum Beispiel einen umlaufenden Dichtring 54 aufweisen.
[0061] Weiterhin weist die Odoriermitteldüse 26 einen Anschlussstutzen 56 zum Anschluss
einer Odoriermittelzuleitung 58 auf, so dass im Betrieb Odoriermittel 60 aus der angeschlossenen
Odoriermittelzuleitung 58 durch einen vom Anschlussstutzen 56 durch die Odoriermitteldüse
26 zu einer Öffnung 62 verlaufenden Kanal 64 auf den Verdunstungskörper 42 gelangt.
[0062] Der Verdunstungskörper 42 hat aufgrund seiner offenzelligen Schwammstruktur eine
sehr große innere Oberfläche, über die sich das im Betrieb auf den Verdunstungskörper
42 gelangende Odoriermittel 60 verteilt. Die Porendichte des Verdunstungskörpers 42
ist mit 10 - 60 ppi zudem für die typischerweise verwendeten Odoriermittel (z.B. Tetrahydrotiophen)
und die typischen Gasstromgeschwindigkeiten in Gasleitungen optimiert, so dass mit
der Einspeiseeinrichtung 22 eine hohe Verdunstungsleistung erreicht wird.
[0063] Der Anströmkörper kann aufgrund seiner hohen Verdunstungsleistung entsprechend sehr
kompakt ausgebildet werden und weist eine Länge zwischen 400 und 600 mm und einen
Durchmesser im Bereich von 0,5 - 1 Zoll auf. Auf diese Weise ist die Einspeiseeinrichtung
22 einfacher zu handhaben und kann auch in Gasleitungen mit geringeren Nennweiten
eingesetzt werden.
[0064] Durch das am unteren Ende 38 des Gitterkörpers vorgesehene becherförmige Bodenteil
40 wird erreicht, dass etwaiges überschüssiges Odoriermittel, zum Beispiel bei zu
großer Odoriermittelzufuhr oder bei reduziertem Gasstrom 46, nicht auf die Wandung
des Gasleitungsabschnitts 24 tropft und diesen verunreinigt, sondern im becherförmigen
Bodenteil 40 aufgefangen wird. Der Verdunstungskörper 42 taucht bis zum Grund in das
becherförmige Bodenteil 40 ein, so dass das sich ansammelnde Odoriermittel durch Kapillarkräfte
wieder in den Verdunstungskörper 42 eingesaugt wird und verdampfen kann.
[0065] Fig. 3 zeigt die Einbausituation der Einspeiseeinrichtung 22 im Gasleitungsabschnitt
24. Bei dem Gasleitungsabschnitt 24 kann es sich zum Beispiel um eine ggf. längere
Gasleitung handeln, um ein kurzes, zum Beispiel mit Verbindungsflanschen 66 versehenes
Rohrstück zum Einbau in eine Gasleitung oder um eine Rohrarmatur (s. hierzu auch das
Beispiel in Fig. 11). Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung stellen der Gasleitungsabschnitt
24 mit der Wandöffnung 44 eine Einsatzeinheit 68 und die Gesamtheit aus Einsatzeinheit
68 und darin eingesetzter Einspeiseeinrichtung 22 eine Vorrichtung 70 zum Einspeisen
eines flüssigen Odoriermittels 60 in einen durch eine Gasleitung strömenden Gasstrom
dar.
[0066] Die Figuren 4a-b zeigen einen Anströmkörper eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung. Fig. 4a zeigt einen Längsschnitt und Fig.
4b zeigt einen Querschnitt entsprechend der in Fig. 4a mit IVb bezeichneten Schnittebene.
[0067] Der Anströmkörper 78 weist einen ähnlichen Aufbau auf wie der Anströmkörper 28 aus
Fig. 2. Einander entsprechende Komponenten sind daher mit gleichen Bezugszeichen versehen
und es wird insoweit auf die obige Beschreibung zu Fig. 2 verwiesen. Die Odoriermitteldüse
des weiteren Ausführungsbeispiels der Einspeiseeinrichtung weist einen identischen
Aufbau auf wie die Odoriermitteldüse 26 aus Fig. 2.
[0068] Der Anströmkörper 78 unterscheidet sich dadurch vom Anströmkörper 28 aus Fig. 2,
dass der Verdunstungskörper 80 des Anströmkörpers 78 aus einer Mehrzahl übereinander
gestapelter Elemente 82a-f aus offenzelligem Schaum mit unterschiedlichen Porendichten
und/oder unterschiedlichen mittleren Porengrößen besteht. Auf diese Weise kann berücksichtigt
werden, dass die Geschwindigkeit eines Gasstroms in einer Gasleitung über deren Querschnitt
nicht konstant ist, sondern eine Geschwindigkeitsverteilung aufweist. Durch das Stapeln
der Elemente 82a-f lassen sich die jeweilige Porendichte und/oder die jeweiligen Porengrößen
besser an die verschiedenen Gasgeschwindigkeiten an den jeweiligen Stellen im Gasleitungsquerschnitt
anpassen, so dass insgesamt eine bessere Verdunstungsleistung erreicht wird.
[0069] Zum Beispiel ist die Geschwindigkeit eines Gasstroms an der Wandung der Gasleitung
typischerweise geringer als in der Querschnittsmitte der Gasleitung. Die Elemente
82a-f können hierfür beispielsweise so gestapelt werden, dass die (ggf. mittlere)
Porendichte und/oder die mittlere Porengröße der einzelnen Elemente vom Elemente 82a
zum Element 82f abnimmt oder zunimmt. Die Elemente 82a-f können insbesondere auch
so gestapelt werden, dass die Porendichte und/oder mittlere Porengröße an die jeweilige
Position der einzelnen Elemente in einer Gasleitung mit vorgegebenem Nenndurchmesser
angepasst ist. Bei einer Anordnung entsprechend Fig. 3 könnten die Elemente 82a-f
zum Beispiel so angeordnet sein, dass die in diesem Fall in der Mitte der Gasleitung
angeordneten Elemente 82c-d die höchste oder niedrigste Porendichte aufweisen und
die Porendichte der übrigen Elemente zu den jeweiligen Enden des Anströmkörpers abnimmt
bzw. zunimmt.
[0070] Die Figuren 5a-b zeigen einen Anströmkörper eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung. Fig. 5a zeigt einen Längsschnitt und Fig.
5b einen Querschnitt entsprechend der in Fig. 5a mit Vb bezeichneten Schnittebene.
[0071] Der Anströmkörper 88 weist einen ähnlichen Aufbau auf wie der Anströmkörper 28 aus
Fig. 2 bzw. der Anströmkörper 78 aus Fig. 4a-b. Einander entsprechende Komponenten
sind daher mit gleichen Bezugszeichen versehen und es wird insoweit auf die obige
Beschreibung zu Fig. 2 und 4a-b verwiesen. Die Odoriermitteldüse des weiteren Ausführungsbeispiels
der Einspeiseeinrichtung weist einen identischen Aufbau auf wie die Odoriermitteldüse
26 aus Fig. 2.
[0072] Der Anströmkörper 88 weist wie der Anströmkörper 78 einen Verdunstungskörper 90 auf,
dessen mittlere Porendichte in Längsrichtung des Verdunstungskörpers variiert. Anders
als bei dem Verdunstungskörper 80 wird dies jedoch nicht durch übereinanderstapeln
einzelner Elemente 82a-f erreicht. Stattdessen ist der Verdunstungskörper 90 in einem
Stück gefertigt. Ein solcher einstückiger Verdunstungskörper 90 mit in Längsrichtung
variierender Porendichte kann beispielsweise durch 3D-Druck hergestellt werden. Beispielsweise
lassen sich durch 3D-Druckverfahren wie selektives Laserschmelzen oder -sintern metallische
Schaumstrukturen mit variierender Porendichte herstellen. In entsprechender Weise
kann auch ein Anströmkörper mit in Längsrichtung variierender mittlerer Porengröße
hergestellt werden.
[0073] Die Figuren 6a-b zeigen einen Anströmkörper eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung. Fig. 6a zeigt einen Längsschnitt und Fig.
6b zeigt einen Querschnitt entsprechend der in Fig. 6a mit VIb bezeichneten Schnittebene.
[0074] Die Odoriermitteldüse dieses Ausführungsbeispiels der Einspeiseeinrichtung weist
einen identischen Aufbau auf wie die Odoriermitteldüse 26 aus Fig. 2.
[0075] Der Anströmkörper 94 unterscheidet sich dadurch von den Anströmkörpern 28, 78 und
88, dass er keinen separaten Gitterkörper aufweist sondern durch einen selbsttragenden
einstückigen Verdunstungskörper 96 gebildet wird. Ein solcher einstückiger selbsttragender
Verdunstungskörper 96 kann im 3D-Druck hergestellt werden, beispielsweise mittels
selektivem Laserschmelzen oder -sintern. Insbesondere kann der Verdunstungskörper
96 auch mit einer in Längsrichtung variierender Porendichte und/oder mittlerer Porengröße
versehen sein. Vorzugsweise ist der Verdunstungskörper 96 bei der Herstellung im 3D-Druck
direkt mit einem Außengewinde 98 zur Befestigung an der Odoriermitteldüse versehen
worden, so dass der Verdunstungskörper 96 einfach mit der Odoriermitteldüse 26 verschraubt
werden kann.
[0076] Fig. 7 zeigt einen Querschnitt eines Anströmkörpers eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung in schematischer Ansicht. Der Anströmkörper
dieses Ausführungsbeispiels kann grundsätzlich einen Aufbau wie der Anströmkörper
28 aus Fig. 2, der Anströmkörper 78 aus Fig. 4a-b, der Anströmkörper 88 aus Fig. 5a-b
oder der Anströmkörper 94 aus Fig. 6a-b aufweisen, wobei der Querschnitt 104 des Anströmkörpers
- anders als die kreisförmigen Querschnitte der Anströmkörper 28, 78 (s. Fig. 4b),
88 (s. Fig. 5b) und 94 (s. Fig. 6b) - halbkreisförmig ist. Insbesondere können der
Gitterkörper und der darin angeordnete Verdunstungskörper des Anströmkörpers oder,
insbesondere bei einem selbsttragenden Verdunstungskörper ohne Gitterkörper wie in
Fig. 6a-b, nur der Verdunstungskörper einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen.
[0077] Für den Einsatz wird der Querschnitt 104 des Anströmkörpers so ausgerichtet, dass
der gerundete Teil des Querschnitts 104 in Richtung des Gasstroms 46 weist. An den
scharfen Kanten des Querschnitts 104 zum flachen Bereich auf der dem Gasstrom 46 abgewandten
Seite kommt es so zu Verwirbelungen, die die Verdunstungsleistung des Anströmkörpers
verbessern.
[0078] Die Fig. 8a-b zeigen einen Gitterkörper 108 eines Anströmkörpers eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung. Fig. 8a zeigt eine Ansicht von der Seite
und Fig. 8b einen Querschnitt entsprechend der in Fig. 8a mit VIIIb bezeichneten Schnittebene.
Der Gitterkörper 108 kann beispielsweise anstelle des Gitterkörpers 30 bei einer der
zuvor beschriebenen Anströmkörper 28, 78 und 88 eingesetzt werden. Wie der Gitterkörper
30 ist der Gitterkörper 108 am einem Ende mit einem Außengewinde 34 und am anderen
Ende vorzugsweise mit einem becherförmigen Bodenteil 40 versehen (in Fig. 8a der Übersicht
halber nicht dargestellt).
[0079] Der Gitterkörper 108 weist ein Gitter aus dünnen Längsdrähten 110 und Querdrähten
112 auf, die ein Gitter bilden. Vier über den Umfang verteilte Längsdrähte 114 weisen
eine größere Dicke auf als die übrigen Längsdrähte 110 und stellen damit stabilisierende
Verstrebungen des Gitterkörpers 108 dar. Diese stabilisierenden Verstrebungen stellen
auch bei einer geringen Dicke der Längsdrähte 110 eine ausreichende Stabilität des
Gitterkörpers 108 sicher, um dem Gasstrom 46 im Gasleitungsabschnitt 24 widerstehen
zu können. Die damit ermöglichte geringe Dicke der Längsdrähte 110 und Querdrähte
112 vergrößert den Maschenanteil des Gitterkörpers 108, d.h. den Flächenanteil der
Maschen gegenüber der Gesamtfläche inklusive der Längs- und Querdrähte, so dass der
Gasstrom mit geringerem Widerstand durch den Gitterkörper 108 strömen kann, wodurch
zum einen Verdunstungsleistung erhöht werden kann und zum anderen Vibrationen reduziert
werden können.
[0080] Die Fig. 9a-b zeigen einen Gitterkörper 118 eines Anströmkörpers eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung. Fig. 9a zeigt eine Ansicht von der Seite
und Fig. 9b einen Querschnitt entsprechend der in Fig. 9a mit IXb bezeichneten Schnittebene.
Der Gitterkörper 118 kann beispielsweise anstelle des Gitterkörpers 30 bei einer der
zuvor beschriebenen Anströmkörper 28, 78 und 88 eingesetzt werden. Wie der Gitterkörper
30 ist der Gitterkörper 118 am einem Ende mit einem Außengewinde 34 und am anderen
Ende vorzugsweise mit einem becherförmigen Bodenteil 40 versehen (in Fig. 9a der Übersicht
halber nicht dargestellt).
[0081] Der Gitterkörper 118 weist einen ähnlichen Aufbau auf wie der Gitterkörper 108 aus
Fig. 8, wobei einander entsprechende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind und insoweit auf die obige Beschreibung verwiesen wird. Der Gitterkörper 118
unterscheidet sich dadurch vom Gitterkörper 108, dass anstelle der dickeren Längsdrähte
114 Längsröhrchen 120 als stabilisierende Verstrebungen im Gitterkörper 118 angeordnet
sind. Die Längsröhrchen 120 erhöhen die Steifigkeit des Gitterkörpers 118. Darüber
hinaus können die in den Längsröhrchen 120 verlaufenden Kanäle 122 für Sensoren oder
Leitungen verwendet werden.
[0082] Fig. 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einspeiseeinrichtung.
Die Einspeiseeinrichtung 130 weist einen ähnlichen Aufbau auf wie die Einspeiseeinrichtung
22 aus Fig. 2, wobei einander entsprechende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind und insoweit auf die obige Beschreibung zu Fig. 2 Bezug genommen wird.
[0083] Die Einspeiseeinrichtung 130 unterscheidet sich dadurch von der Einspeiseeinrichtung
22, dass der Anströmkörper 132 der Einspeiseeinrichtung 130 anstelle des Gitterkörpers
30 den Gitterkörper 118 aus Fig. 9 mit den Längsröhrchen 120 aufweist. Die Längsröhrchen
120 sind in Fig. 9 der Darstellung halber mit übertrieben großem Querschnitt eingezeichnet.
Weiterhin ist der Anströmkörper 132 mit mehreren Sensoren 134, 136 ausgestattet.
[0084] Bei dem im becherförmigen Bodenteil 40 angeordneten Sensor 134 handelt es sich um
einen Flüssigkeitssensor, mit dem festgestellt werden kann, ob sich Odoriermittel
im becherförmigen Bodenteil 40 ansammelt. Über einen solchen Sensor kann beispielsweise
die Odoriermittelzufuhr geregelt werden.
[0085] Der Sensor 136 ist an oder in einem der Längsröhrchen 120 angeordnet und kann zum
Beispiel als Vibrationssensor oder auch als Bruchsensor ausgestaltet sein. Auf diese
Wiese kann eine Überwachung der Einspeiseeinrichtung auf mechanische Belastungen bzw.
Versagen erfolgen, so dass bei drohendem oder erfolgtem Versagen ein kurzfristiger
Austausch erfolgen kann.
[0086] Die Leitungen 138, 140 zur Spannungsversorgung der Sensoren und zur Signalübertragung
sind durch einen Kanal 122 eines jeweiligen der Längsröhrchen 120 und durch die Odoriermitteldüse
142 zu einer drahtgebundenen Schnittstelle 144 in Form eines Steckers geführt, so
dass die Sensoren 134, 136 außerhalb des Gasleitungsabschnitts 24 an eine Elektronik
angeschlossen werden können, die die Daten der Sensoren 134, 136 vor Ort auswerten
oder per Datenfernübertragung an einen entfernten Rechner zur Auswertung übertragen
kann.
[0087] Die Leitungen 138, 140 können zum Beispiel jeweils zweiteilig ausgebildet sein mit
einem ersten Teil vom jeweiligen Sensor 134, 136 bis zu dem der Odoriermitteldüse
142 zugewandten Ende 32 des Anströmkörpers 132 und einen zweiten Teil innerhalb der
Odoriermitteldüse 142 bis zur Schnittstelle 144, wobei der jeweilige erste und zweite
Teil über einen jeweiligen Kontaktpunkt miteinander verbunden sind. Auf diese Weise
kann der Anströmkörper 132 ausgetauscht werden, ohne dass Leitungen gezogen werden
müssen. Die Kontaktierung der beiden Teile einer jeweiligen Leitung kann dann zum
Beispiel beim Einschrauben des Anströmkörpers 132 in die Odoriermitteldüse 142 erfolgen.
[0088] Die Figuren 11a-b zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Die Vorrichtung 150 weist eine Einspeiseeinrichtung 152 auf, die zum
Beispiel wie die in Fig. 2 gezeigte Einspeiseeinrichtung 22 oder eine der anderen
zuvor beschriebenen Einspeiseeinrichtungen ausgebildet sein kann. Weiterhin weist
die Vorrichtung 150 eine Einsatzeinheit 154 auf, die ein Gehäuse 156 mit einem gasdurchströmbaren
Gasleitungsabschnitt 158 aufweist. Die Einspeiseeinrichtung 152 ist in eine Öffnung
160 in einer Wand des Gehäuses 156 eingesetzt, so dass sich der Anströmkörper 28 in
den Gasleitungsabschnitt 158 erstreckt.
[0089] Die Einsatzeinheit 154 weist zudem einen Ventilkörper 162 auf, der mittels eines
Hebels 164 von einer ersten geöffneten Stellung (in Fig. 11a dargestellt) in eine
zweite geschlossene Stellung (in Fig. 11b dargestellt) verbringbar ist, wobei der
Ventilkörper 162 in der zweiten Stellung den Gasleitungsabschnitt 158 verschließt
und in der ersten Stellung freigibt und wobei der Ventilkörper 162 in der zweiten
Stellung mit dem Gehäuse 156 eine Entnahmeschleuse 166 für die Einspeiseeinrichtung
152 bildet.
[0090] Die Vorrichtung 150 erlaubt die einfache und schnelle Entnahme bzw. den Austausch
der Entnahmeschleuse 164, da mit dem Ventilkörper 162 gleichzeitig der Gasstrom im
Gasleitungsabschnitt 158 gesperrt und die Entnahme bzw. der Austausch der Einspeiseeinrichtung
152 ermöglicht wird.
1. Einspeiseeinrichtung (4, 22, 130, 152) zum Einspeisen eines flüssigen Odoriermittels
(60) in einen durch eine Gasleitung strömenden Gasstrom (46),
- mit einer Odoriermitteldüse (26, 142) und
- mit einem mit der Odoriermitteldüse verbundenen Anströmkörper (28, 78, 88, 94, 132)
zur Positionierung in einem Gasstrom (46) in einer Gasleitung,
- wobei der Anströmkörper (28, 78, 88, 94, 132) einen Verdunstungskörper (42, 80,
90, 96) umfasst,
- wobei die Odoriermitteldüse (26, 142) zur Beaufschlagung des Verdunstungskörpers
(42, 80, 90, 96) mit flüssigem Odoriermittel (60) ausgebildet ist und
- wobei die Einspeiseeinrichtung (4, 22, 130, 152) dazu eingerichtet ist, in eine
Wandöffnung (44, 160) eines Gasleitungsabschnitts (1, 24,158) eingesetzt zu werden,
so dass sich der Anströmkörper (28, 78, 88, 94, 132) in den Gasleitungsabschnitt (1,
24, 158) erstreckt.
2. Einspeiseeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anströmkörper (28, 78, 88, 94, 132) einen, vorzugsweise zylinderförmigen, Gitterkörper
(30,108,118) aufweist, in dem der Verdunstungskörper (42, 80, 90, 96) angeordnet ist.
3. Einspeiseeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anströmkörper (28, 78, 88, 94, 132) eine Länge von 100 - 400 mm und/oder einen
Durchmesser von 0,5 - 1" aufweist.
4. Einspeiseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verdunstungskörper (42, 80, 90, 96) einen offenzelligen Schaum, insbesondere
einen Metall- oder Keramikschaum, umfasst oder zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig,
daraus besteht.
5. Einspeiseeinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verdunstungskörper (42, 80, 90, 96) mehrere Abschnitte aufweist, wobei die einzelnen
Abschnitte unterschiedliche Porendichten und/oder unterschiedliche mittlere Porengrößen
aufweisen.
6. Einspeiseeinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Porendichte und/oder die Porengrößen der einzelnen Abschnitte des Verdunstungskörpers
(42, 80, 90, 96) von dem von der Odoriermitteldüse (26, 142) entfernten Ende des Verdunstungskörpers
(42, 80, 90, 96) in Richtung der Odoriermitteldüse (26, 142) im Mittel zunehmen oder
abnehmen.
7. Einspeiseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verdunstungskörper (42, 80, 90, 96) selbsttragend ist.
8. Einspeiseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gitterkörper (30, 108, 118) an dem von der Odoriermitteldüse (26, 142) entfernten
Ende des Gitterkörpers (30, 108, 118) ein becherförmiges Bodenteil (40) aufweist,
in den der Verdunstungskörper (42, 80, 90, 96) vorzugsweise eintaucht.
9. Einspeiseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gitterkörper (30, 108, 118) mit stabilisierenden Verstrebungen (114, 120) ausgestattet
ist, wobei als stabilisierenden Verstrebungen vorzugsweise mehrere dickere Längsdrähte
(114) oder Längsröhrchen (120) vorgesehen sind.
10. Einspeiseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anströmkörper (28, 78, 88, 94, 132), vorzugsweise am Gitterkörper (30, 108,
118), ein Sensor (134, 136) angeordnet ist, wobei der Sensor (134, 136) oder eine
Leitung (138, 140) zu dem Sensor (134, 136) vorzugsweise in einem Längsröhrchen (100)
angeordnet ist.
11. Einspeiseeinrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einspeiseeinrichtung (4, 22, 130, 152) weiter eine drahtgebundene oder drahtlose
Schnittstelle (144) zum Verbinden des Sensors (134, 136) mit einer externen Auswerte-
oder Überwachungselektronik aufweist, insbesondere an der Odoriermitteldüse (26, 142).
12. Einspeiseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anströmkörper (28, 78, 88, 94, 132) halbzylinderförmig ist.
13. Vorrichtung (70,150) zum Einspeisen eines flüssigen Odoriermittels (60) in einen durch
eine Gasleitung strömenden Gasstrom (46),
- mit einer Einspeiseeinrichtung (4, 22, 130, 152) nach einem der Ansprüche 1 bis
12 und
- mit einer Einsatzeinheit (154), die ein Gehäuse (156) mit einem gasdurchströmbaren
Gasleitungsabschnitt (158) zum Einbau in eine Gasleitung aufweist,
- wobei die Einspeiseeinrichtung (4, 22, 130, 152) derart in eine Öffnung (160) in
einer Wand des Gehäuses (156) eingesetzt ist, dass sich der Anströmkörper (28, 78,
88, 94, 132) in den Gasleitungsabschnitt (158) erstreckt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzeinheit (154) einen Ventilkörper (162) aufweist, der von einer ersten
geöffneten Stellung in eine zweite geschlossene Stellung verbringbar ist, wobei der
Ventilkörper (162) in der zweiten Stellung den Gasleitungsabschnitt (158) verschließt
und in der ersten Stellung freigibt und wobei der Ventilkörper (162) in der zweiten
Stellung mit dem Gehäuse (156) eine Entnahmeschleuse (164) für die Einspeiseeinrichtung
(4, 22, 130, 152) bildet.
15. Verwendung einer Einspeiseeinrichtung (4, 22, 130, 152) nach einem der Ansprüche 1
bis 12 oder einer Vorrichtung (70, 150) nach Anspruch 13 oder 14 zur Odorierung eines
Gasstroms (46) in einer Gasleitung.