[0001] Die Erfindung betrifft einen Schallabsorber mit einer offenporigen Grundplatte gemäß
Anspruch 1.
[0002] Schallabsorber dieser Art werden beispielsweise zur raumakustischen Optimierung in
Gebäuden, Fahr- oder Flugzeugen eingesetzt. Weiterhin betrifft die Erfindung eine
Verwendung eines solchen Schallabsorbers gemäß Anspruch 13.
[0003] Aus der Praxis sind Schallabsorber bekannt, welche ein poröses Material enthalten
oder daraus bestehen. Das poröse Material kann in Form eines Vlieses, eines Schaumes
oder einer Faserlage bereitgestellt und beispielsweise in einen Raum eingebracht werden.
Bekannte Beispiele sind Wand- oder Deckenelemente, welche Schall zumindest eines vorgebbaren
Frequenzbereiches absorbieren und dadurch den Hall reduzieren können. Die Verständlichkeit
vom Sprache oder die Wahrnehmung von Musikdarbietungen kann dadurch verbessert werden.
[0004] Andere bekannte schallabsorbierende Konstruktionen weisen an der Oberfläche eine
mikroperforierte und gestaltbare Schicht auf, die mit einer gelochten Platte kombiniert
ist. Dabei weist die gelochte Platte lediglich die notwendige mechanische Stabilität
auf und ist gelocht, so dass der Schall durch die Lochung hindurch dringen kann, um
an einer hinter der Platte liegenden absorbierenden Schicht absorbiert zu werden.
Damit ist die Konstruktion dicker und mit drei Schichten aufwändig in der Herstellung.
EP0046559 A2 offenbart Resonatorschallabsorptionselemente bestehend aus einem Hohlkörper mit wenigstens
einem, dessen Hohlraum raumunterteilenden Resonatorflächengebilde sowie solchen aus
einem Hohlkörper, an dessen Umfangsrand ein die Hohlraummündung überdeckendes Resonatorflächengebilde
befestigt ist. 1
[0005] Diese bekannten Schallabsorber weisen jedoch den Nachteil auf, dass die Möglichkeiten
zur optischen Gestaltung begrenzt sind und hierdurch für die akustische Optimierung
oftmals ästhetische Abstriche zu machen sind. Ausgehend vom Stand der Technik liegt
der Erfindung somit die Aufgabe zugrunde, einen Schallabsorber bereitzustellen, welcher
auch hohe gestalterische Anforderungen erfüllt.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verwendung gemäß Anspruch 13 und eine
Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung finden
sich in den Unteransprüchen.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Schallabsorber mit einer offenporigen Grundplatte vorgeschlagen.
Die Porosität stellt dabei eine dimensionslose Messgröße dar, welche das Verhältnis
von Hohlraumvolumen zum Gesamtvolumen der Grundplatte angibt. Die Grundplatte soll
als offenporig angesehen werden, wenn diese Hohlräume aufweist, welche untereinander
und mit der Umgebung in Verbindung stehen. Die offene Porosität lässt somit einen
hydraulischen Transport von Fluiden in der Grundplatte zu.
[0008] Die offenporige Grundplatte soll erfindungsgemäß einen Strömungswiderstand von etwa
500 Ns/m
3 bis etwa 6000 Ns/m
3 nach DIN EN 29053:1993-05 aufweisen. Dieser Strömungswiderstand führt dazu, dass
Schallwellen in die Grundplatte eindringen können und dort durch Dissipation in Wärme
umgewandelt werden. Die Grundplatte wirkt somit in zumindest einem Teil des akustischen
Frequenzbereiches schallabsorbierend.
[0009] Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, dass zumindest eine Teilfläche der Grundplatte
mit einer mikroperforierten Materiallage versehen ist. In Ausführungsformen der Erfindung
ist die Teilfläche eine bei der späteren Verwendung der Außenseite zugewandte Fläche
der Grundplatte.
[0010] Unter der Außenseite wird eine Fläche verstanden, welche bei der bestimmungsgemäßen
Verwendung sichtbar ist. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte
vollständig mit der mikroperforierten Materiallage versehen sein. Dies bedeutet primär,
dass die gesamte Oberfläche der Grundplatte von der mikroperforierten Materiallage
bedeckt ist. Die mikroperforierte Materiallage ist jedoch nicht mit der gesamten Fläche
stoffschlüssig gefügt. Vielmehr wird diese nur streifen- oder linienförmig oder punktförmig
verbunden, um Flächenschwingungen der mikroperforierten Materiallage zu ermöglichen.
[0011] Die mikroperforierte Materiallage weist eine Mehrzahl von Bohrungen auf, welche einerseits
das Eindringen einer Schallwelle in die hinter der mikroperforierten Materiallage
liegende, offenporige Grundplatte erlauben. Andererseits wirken die Bohrungen der
mikroperforierten Materiallage selbst wie ein bedämpfter Resonator, d. h. die mikroperforierte
Materiallage hat in Abhängigkeit des Durchmessers der Bohrungen bzw. Löcher und in
Abhängigkeit der Dicke bei einer bestimmten Frequenz bzw. einem Frequenzband eine
höhere Schallabsorption als die offenporige Grundplatte ohne mikroperforierte Materiallage.
Durch die erfindungsgemäße Kombination der beiden Schichten, d.h. der offenporigen
Grundplatte und der mikroperforierten Materiallage, ergibt sich ein neues akustisches
Verhalten, so dass die Absorption der Grundplatte prinzipiell erhalten bleibt, die
Absorption jedoch in der Regel bei tiefen Frequenzen verbessert wird. Durch die Ausgestaltung
der mikroperforierten Materiallage kann das akustische Verhalten der Struktur zusätzlich
gezielt beeinflusst werden. Darüber hinaus können die Bohrungen der mikroperforierten
Materiallage so klein gewählt werden, dass diese aus einem üblichen Betrachtungsabstand
von beispielsweise mehr als etwa 1 m bis mehr als etwa 3 m nicht mehr vom Auge eines
Betrachters aufgelöst werden können und optisch glatt erscheinen. Dadurch können Wandverkleidungen
oder Fassadenelemente oder Stellwände oder Möbeloberflächen in an sich bekannter Weise
optisch glattflächig und geschlossen erscheinen, obgleich diese ein akustisch völlig
anderes Verhalten aufweisen als eine glatte Fläche.
[0012] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte des Schallabsorbers
einen Strömungswiderstand von mehr als etwa 2000 Ns/m
3 nach DIN EN 29053:1993-05 aufweisen. Hierdurch kann die Schallabsorption verbessert
sein. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte einen Strömungswiderstand
von etwa 2000 Ns/m
3 nach DIN EN 29053:1993-05 aufweisen.
[0013] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte eine offene Porosität
von etwa 30 % bis etwa 99 % oder von etwa 40 % bis etwa 80 % oder von etwa 45 % bis
etwa 60 % aufweisen. Diese offene Porosität erlaubt eine zuverlässige Schallabsorption,
sodass der erfindungsgemäße Schallabsorber hohe Absorptionsgrade aufweisen kann und
Schall nur zu geringem Anteil reflektiert wird.
[0014] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte eine Dicke von etwa
6 mm bis etwa 100 mm oder etwa 50 mm bis etwa 200 mm oder etwa 7 mm bis etwa 80 mm
oder von etwa 8 mm bis etwa 40 mm oder von etwa 10 mm bis etwa 30 mm aufweisen. Hierdurch
kann der Zielkonflikt zwischen niedrigem Gewicht und niedrigem Raumbedarf, mechanischer
Stabilität und guter Schallabsorption optimiert werden.
[0015] In Ausführungsformen der Erfindung ist die mikroperforierte Materiallage mit der
Grundplatte stoffschlüssig verbunden, insbesondere kann die mikroperforierte Materiallage
mit der Grundplatte verklebt, verlötet oder verschweißt sein. In einigen Ausführungsformen,
welche nicht Teil der Erfindung sind, kann die mikroperforierte Materiallage vollflächig
mit der Grundplatte gefügt sein. Hierdurch kann die mechanische Stabilität des Schallabsorbers
erhöht sein.
[0016] In Ausführungsformen der Erfindung ist die mikroperforierte Materiallage mit der
Grundplatte nur streifen- oder linienförmig oder nur punktuell gefügt, beispielsweise
durch Verklebung, Verlötung oder Verschweißung. Hierdurch kann die mikroperforierte
Materiallage Biegeschwingungen oder Flächenschwingungen ausführen, wobei die Grundplatte
als zusätzliches Federelement eines solchermaßen gebildeten Masse-/Federsystems wirken
kann, neben der Eigensteifigkeit der mikroperforierten Materiallage. Die Eigenfrequenzen
der Schwingungen der mikroperforierten Materiallage können durch Zahl, Größe und/oder
Lage der Fügestellen beeinflusst werden. Durch die Schwingungen der mikroperforierten
Materiallage kann dem Schallfeld zusätzlich Energie entzogen werden, insbesondere
auch in Frequenzbereichen, in welchen die Absorption der Grundplatte und/oder die
Wirkung der Mikroperforation nur gering ist. Dadurch kann die Schwingung der mikroperforierten
Materiallage als Ganzes die Wirkung des Absorbers in einigen Ausführungsformen ergänzen.
[0017] In einigen Ausführungsformen, welche nicht Teil der Erfindung sind, kann die mikroperforierte
Materiallage beabstandet zur Grundplatte angeordnet sein. Der Abstand kann in einigen
Ausführungsformen der Erfindung zwischen etwa 1 mm und etwa 10 mm oder zwischen etwa
3 mm und etwa 8 mm betragen. In dieser Ausführungsform kann die Eigenschwingung der
mikroperforierten Materiallage weniger durch die Grundplatte bedämpft sein, so dass
die Wirkung des Absorbers erhöht sein kann.
[0018] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die mikroperforierte Materiallage
eine Dicke von etwa 0,1 mm bis etwa 2 mm oder von etwa 0,5 mm bis etwa 1,8 mm oder
von etwa 0,8 mm bis etwa 1,5 mm oder von etwa 1 mm bis etwa 4 mm oder von etwa 1 mm
bis etwa 2 mm aufweisen. Eine solche mikroperforierte Materiallage kann einerseits
die Schallabsorption optimieren und/oder andererseits dem Schallabsorber hohe Stabilität
bei geringem Gewicht verleihen.
[0019] In einigen Ausführungsformen der Erfindung weist die mikroperforierte Materiallage
eine Mehrzahl von Bohrungen auf, deren Durchmesser jeweils zwischen etwa 0,1 mm bis
etwa 2 mm oder zwischen etwa 0,3 mm bis etwa 1,2 mm oder zwischen etwa 0,4 mm bis
etwa 0,8 mm oder zwischen etwa 0,8 mm bis etwa 2,0 mm beträgt. In einigen Ausführungsformen
der Erfindung können sämtliche Bohrungen der mikroperforierten Materiallage einen
einheitlichen Durchmesser aufweisen. In anderen Ausführungsformen der Erfindung können
die Bohrungen der mikroperforierten Materiallage unterschiedliche Durchmesser bzw.
eine Verteilungsfunktion der Durchmesser aufweisen. Hierdurch kann das Absorptionsmaximum
auf eine vorgebbare Frequenz bzw. einen vorgebbaren Frequenzbereich optimiert werden,
sodass der Schallabsorber beispielsweise selektiv Raumresonanzen bedämpfen kann.
[0020] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Flächenanteil der Bohrungen der
mikroperforierten Materiallage zwischen 0,1 % und etwa 10 % oder zwischen etwa 1 %
und etwa 9 % oder zwischen etwa 5 % und etwa 8 % der Gesamtfläche betragen. Dies ermöglicht
einerseits den optischen Eindruck einer geschlossenen oder weitgehend geschlossenen
Oberfläche und andererseits eine hinreichende Schallabsorption, sodass der erfindungsgemäße
Schallabsorber zur Optimierung der Raumakustik oder zur Optimierung der akustischen
Eigenschaften einer Fassade einsetzbar ist.
[0021] In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann der Flächenanteil der Bohrungen der
mikroperforierten Materiallage zwischen etwa 0,005 % und etwa 2 % oder zwischen etwa
0,01 % und etwa 1 % der Gesamtfläche betragen. Dies ermöglicht die Verwendung der
Mikroperforation als breitbandig wirkender Tiefenabsorber. Dieser kann in einigen
Ausführungsformen der Erfindung eine Resonanzfrequenz von weniger als 120 Hz oder
weniger als 80 Hz aufweisen. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Resonanzfrequenz
der Mikroperforation so gewählt sein, dass diese oberhalb der Eigenfrequenz der Flächenschwingung
der mikroperforierten Materiallage und unterhalb des Absorbtionsmaximums der Grundplatte
liegt.
[0022] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Abstand benachbarter Bohrungen
der mikroperforierten Materiallage zwischen etwa 15 mm und etwa 100 mm oder zwischen
etwa 20 mm und etwa 60 mm gewählt sein.
[0023] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die mikroperforierte Materiallage
ein Melaminharz und/oder ein Duroplast und/oder ein Thermoplast und/oder ein Holzfurnier
und/oder Polyethylen und/oder Polyethylenterephthalat und/oder Ethyltetrafluorethylencopolymer
und/oder ein Metall oder eine Legierung enthalten oder daraus bestehen.Ein Metall
oder eine Legierung kann Aluminium oder Stahl enthalten oder daraus bestehen. Solche
Materiallagen ermöglichen einerseits eine dekorative Gestaltung von Wand- oder Deckenflächen
oder auch Möbeloberflächen oder Fassaden und sind andererseits mechanisch hinreichend
stabil, um eine lange Gebrauchsdauer des Schallabsorbers zu ermöglichen. Darüber hinaus
können Materiallagen mit niedriger innerer Reibung, wie z.B. Metalle, durch Schwingung
der mikroperforierten Materiallage als Ganzes die Wirkung des Absorbers in einigen
Ausführungsformen ergänzen.
[0024] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Schallabsorber mehrere Grundplatten
enthalten. Diese können unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, beispielsweise unterschiedliche
Materialien enthalten und/oder unterschiedliche Dicke aufweisen und/oder unterschiedliche
Porositäten aufweisen. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Schallabsorber
zumindest zwei Grundplatten enthalten, wobei auf jeder Seite der mikroperforierten
Materiallage zumindest eine Grundplatte angeordnet ist. In einigen Ausführungsformen
kann diese auf einer oder beiden Seiten beabstandet sein.
[0025] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte selbsttragend sein.
Hierdurch wird die Montage so wie der Transport der Grundplatte erleichtert. Für die
Zwecke der vorliegenden Beschreibung bedeutet "selbsttragend" , dass die Platte, für
die gewünschte Anwendung keine zusätzliche mechanische Unterkonstruktion oder Unterstützung
oder Aussteifung benötigt. Die Platte ist somit so steif und stabil, dass sie nur
an einzelnen Befestigungsstellen befestigt werden kann und gleichwohl über der Zeit
ihre Form nicht nennenswert verändert, z.B. an der Decke als Deckenverkleidung oder
an der Wand als Wandverkleidung. Bei Wandverkleidungen im Bewegungsbereich von Schülern
in Schulen oder in Sporthallen muss eine Verkleidungsplatte zusätzlich mechanischen
Kräften wie dem Anprall von Personen standhalten. Eine nicht-selbsttragende Platte
dagegen benötigt immer eine Unterkonstruktion, die die auftretenden Kräfte aufnimmt,
um die Platte dauerhaft an einer bestimmten Position in Form zu halten.
[0026] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte ein gepresstes Polyestervlies
und/oder ein Holzwerkstoff und/oder gepresste Mineralwolle und/oder gesinterten Glasschaum
und/oder zementgebundenen Blähton und/oder einen duroplastischen Schaum und/oder ein
Melaminharz und/oder einen Naturfaserstoff und/oder einem Metallschaum enthalten oder
daraus bestehen. Die Grundplatten sind somit offenporig, um gute akustische Eigenschaften
aufzuweisen. Darüber hinaus können solche Grundplatten auch mechanisch stabil sein,
um bei Handhabung und Montage nicht beschädigt zu werden. In einigen Ausführungsformen
der Erfindung kann das Material der Grundplatte so gewählt werden, dass diese übliche
Feuerwiderstandsklassen einhält und eine Anwendung in oder an Bauwerken ohne aufwendige
Zulassung im Einzelfall ermöglicht.
[0027] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Schallabsorber zumindest ein
mechanisches Verstärkungselement enthalten, welches beispielsweise GFK und/oder CFK
und/oder Polyethylen und/oder Polyester und/oder Holz oder einen Holzwerkstoff enthält
oder daraus besteht. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann das Verstärkungselement
auch ein Metall oder eine Legierung enthalten oder daraus bestehen. Ein solches Verstärkungselement
kann die mechanische Festigkeit des Schallabsorbers verbessern, sodass Montage und
Transport erleichtert werden. Hierzu kann das Verstärkungselement als Gitter bzw.
Gewebeschicht auf die Außenfläche eines Schallabsorbers aufgebracht werden, fallweise
oberhalb der mikroperforierten Materiallage oder auch zwischen der mikroperforierten
Materiallage und der Grundplatte. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann
das Verstärkungselement in die Grundplatte eingebettet sein.
[0028] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Schallabsorber in einem Korb
an einer Gebäudewand oder einer Gebäudedecke befestigt sein. Ein solcher Korb kann
ein Lochblech enthalten oder daraus bestehen. Optional kann der Korb seitlich geschlossen
sein.
[0029] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Schallabsorber in zumindest einen
Raum eines Bauwerks eingebracht werden. Dies kann als Wand- oder Deckenelement erfolgen,
welche Schall zumindest eines vorgebbaren Frequenzbereiches absorbieren und dadurch
den Hall reduzieren können. Die Verständlichkeit vom Sprache oder die Wahrnehmung
von Musikdarbietungen im Raum des Bauwerks kann durch die Verwendung des Schallabsorbers
verbessert werden. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der Schallabsorber
an zumindest einer Außenfassade eines Bauwerks zumindest an einer Teilfläche angebracht
werden. Dadurch kann Schall zumindest eines vorgebbaren Frequenzbereiches absorbiert
werden und dadurch der Hall reduziert werden. Der Einsatz an einer Fassade ist insbesondere
in Innenhöfen oder Atrien oder an stzark befahrenen Straßen vorteilhaft, um so akustische
Störungen in den angrenzenden Innenräumen zu reduzieren oder die Nutzungsmöglichkeiten
des Innenhofes oder des Atriums zu erweitern, beispielsweise als Versammlungsstätte.
[0030] Nachfolgend soll die Erfindung anhand von Figuren ohne Beschränkung des allgemeinen
Erfindungsgedankens näher erläutert werden. Die erste, zweite, vierte, fünfte und
sechste Ausführungsform des Schallabsorbers sind nicht Teil der Erfindung. Dabei zeigt:
Figur 1 einen Schallabsorber in einer ersten Ausführungsform, welche nicht Teil der
Erfindung ist.
Figur 2 zeigt einen Schallabsorber in einer zweiten Ausführungsform.
Figur 3 zeigt in einem ersten Vergleichsbeispiel den Absorptionsgrad gegen die Frequenz.
Figur 4 zeigt in einem zweiten Vergleichsbeispiel den Absorptionsgrad gegen die Frequenz.
Figur 5 zeigt in einem dritten Vergleichsbeispiel den Absorptionsgrad gegen die Frequenz.
Figur 6 zeigt in einem vierten Vergleichsbeispiel den Absorptionsgrad gegen die Frequenz.
Figur 7 zeigt einen Schallabsorber gemäß der vorliegenden Erfindung in einer dritten
Ausführungsform.
Figur 8 zeigt einen Schallabsorber in einer vierten Ausführungsform.
Figur 9 zeigt einen Schallabsorber in einer fünften Ausführungsform.
Figur 10 zeigt einen Schallabsorber in einer sechsten Ausführungsform.
Figur 11 zeigt in einem fünften Vergleichsbeispiel den Absorptionsgrad gegen die Frequenz.
Figur 12 zeigt den Einfluss der Mikroperforation auf den Absorptionsgrad.
[0031] Anhand der Figur 1 wird ein erstes Ausführungsbeispiel eines nicht erfindungsgemäßen
Schallabsorbers näher erläutert. Dargestellt ist ein Gebäudeteil 5, beispielsweise
eine Wand- oder Deckenfläche, welche beispielsweise in Mauerwerk oder Beton ausgeführt
sein kann. Der Gebäudeteil 5 begrenzt einen Innenraum eines Gebäudes. Aufgrund der
glatten Oberfläche des Gebäudeteils 5 kann es in diesem Innenraum zu störenden Schallreflexionen
und langen Nachhallzeiten kommen.
[0032] Zur Verbesserung der akustischen Behaglichkeit wird ein nicht erfindungsgemäßer Schallabsorber
eingesetzt. Dieser enthält eine Grundplatte 1, welche beispielsweise eine Dicke von
etwa 6 mm bis etwa 100 mm aufweist und welche in einigen Ausführungsformen ein gepresstes
Polyestervlies, einen Holzwerkstoff, gepresste Mineralwolle, gesinterten Glasschaum,
zementgebundenen Blähton oder einen duroplastischen Schaum enthält oder daraus besteht.
Hierdurch ist die Grundplatte zumindest teilweise offenporig und weist einen Strömungswiderstand
von etwa 2000 Ns/m
3 auf.
[0033] Die Grundplatte 1 kann eben oder gekrümmt sein. Hierdurch kann die Grundplatte komplementär
zur Fläche des Gebäudes geformt sein, auf welche sie aufgebracht werden soll.
[0034] Die Grundplatte 1 kann unmittelbar auf die Oberfläche des Gebäudeteils 5 aufgebracht
werden, beispielsweise durch eine Klebung oder durch mechanische Befestigungsmittel,
beispielsweise Schrauben und Dübel. In anderen Ausführungsformen kann die Grundplatte
1 beabstandet zum Gebäudeteil 5 angeordnet sein, sodass sich ein optionaler Zwischenraum
4 ergibt, welcher eine Höhe von etwa 2 cm bis etwa 20 cm oder von etwa 2 cm bis etwa
40 cm oder von etwa 5 cm bis etwa 10 cm aufweisen kann.
[0035] Um die mechanische Stabilität der Grundplatte 1 sicherzustellen, kann diese optionale
Verstärkungselemente 15 aufweisen. Das Verstärkungselement 15 kann beispielsweise
in Form einer länglichen Aussteifung oder auch eines Gitters in die Grundplatte 1
eingebettet sein. Das Verstärkungselement 15 kann darüber hinaus als Halterung verwendet
werden, um den Schallabsorber zuverlässig am Gebäudeteil 5 zu befestigen. In anderen
Ausführungsformen der Erfindung kann die Grundplatte selbst eine hinreichende mechanische
Stabilität aufweisen, so dass Verstärkungselemente 15 auch entfallen können.
[0036] Der Zwischenraum 4 kann optional ganz oder teilweise mit schallabsorbierendem Material
gefüllt sein.
[0037] Zumindest die bei bestimmungsgemäßer Verwendung sichtbare Teilfläche der Grundplatte
1 ist mit einer mikroperforierten Materiallage 2 versehen. Die Materiallage 2 enthält
eine Mehrzahl von Bohrungen bzw. Löchern 20, welche in einem gleichmäßigen oder ungleichmäßigen
Muster angeordnet sein können und welche jeweils einen Durchmesser von etwa 0,1 mm
bis etwa 2 mm aufweisen können. Die Gesamtfläche der Bohrungen 20 kann etwa 0,1 %
bis etwa 10 % der gesamten, bei bestimmungsgemäßer Verwendung sichtbaren Oberfläche
des Schallabsorbers entsprechen.
[0038] Die mikroperforierte Materiallage 2 ist in der ersten Ausführungsform vollflächig
mit der Grundplatte 1 verbunden, beispielsweise durch eine Verklebung. Die mikroperforierte
Materiallage kann aus Kunststoff oder Holz oder Metall bestehen und so eine gewünschte
Oberflächengestaltung des Schallabsorbers ermöglichen.
[0039] Die dem Gebäudeteil 5 bzw. dem Zwischenraum 4 zugewandte Rückseite der Grundplatte
1 ist nicht mit einer mikroperforierten Materiallage 2 versehen.
[0040] Die mikroperforierte Materiallage 2 ist in dieser Ausführungsform aufgrund ihrer
Verbindung mit der Grundplatte 1 selbst nicht schwingungsfähig, d.h. der Schallabsorber
basiert auf folgenden Wirkmechanismen: Zum einen können Schallwellen durch die mikroperforierte
Materiallage 2 in die Grundplatte 1 eindringen und dort dissipiert werden. Dieser
Wirkmechanismus dominiert bei höheren Frequenzen. Zum anderen kann die in den Bohrungen
20 der mikroperforierten Materiallage 2 eingeschlossene Luft durch auftreffende Schallwellen
zu Schwingungen angeregt werden und dadurch Energie aus dem Schallfeld dissipieren.
Dieser Wirkmechanismus dominiert bei niedrigeren Frequenzen. In einigen Ausführungsformen
kann er auch entfallen oder nur schwach ausgeprägt sein. Beide Wirkmechanismen können
somit unterschiedliche Absorptionsspektren aufweisen und sich dadurch ergänzen.
[0041] In anderen Ausführungsformen kann der dargestellte Schallabsorber, d.h. die Grundplatte
1 mit optionalen Verstärkungselementen 15 und der vollflächig aufgebrachten mikroperforierte
Materiallage 2 auch für andere Anwendungen als das dargestellte Deckenpaneel verwendet
werden, beispielsweise als Wandverkleidung oder als Innenverkleidung eines Fahr- oder
Flugzeuges, als mobile Stell- oder Trennwand oder im Möbelbau oder als Fassadenelement
eines Gebäudes.
[0042] Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Schallabsorbers. Gleiche Bestandteile
sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, sodass sich die nachfolgende Beschreibung
auf die wesentlichen Unterschiede beschränkt.
[0043] Figur 2 zeigt einen Ausschnitt aus dem Querschnitt durch eine Grundplatte 1. Diese
ist nicht nur teilweise, sondern vollflächig mit einer mikroperforierten Materiallage
2 versehen. Die mikroperforierte Materiallage 2 bedeckt somit auch die Seitenkanten
und die dem Gebäudeteil 5 zugewandte Seite der Grundplatte 1.
[0044] Weiterhin ist aus Figur 2 ersichtlich, dass die optionalen Verstärkungselemente 15
nicht in die Grundplatte eingebettet sind, sondern als Gitter zwischen die mikroperforierte
Materiallage 2 und die Grundplatte 1 eingebracht sind. Auch das Verstärkungselement
15 kann somit durch Kleben oder Schweißen mit der Grundplatte verbunden werden.
[0045] Die mikroperforierte Materiallage 2 ist auch in dieser Ausführungsform aufgrund ihrer
Verbindung mit der Grundplatte 1 bzw. dem Verstärkungselement 15 selbst nicht schwingungsfähig,
d.h. der Schallabsorber basiert wie die erste Ausführungsform auf folgenden Wirkmechanismen:
Zum einen können Schallwellen durch die mikroperforierte Materiallage 2 in die Grundplatte
1 eindringen und dort dissipiert werden. Zum anderen kann in einigen Ausführungsformen
zusätzlich die in den Bohrungen 20 der mikroperforierten Materiallage 2 eingeschlossene
Luft durch auftreffende Schallwellen zu Schwingungen angeregt werden und dadurch Energie
aus dem Schallfeld dissipieren. Beide Wirkmechanismen können unterschiedliche Absorptionsspektren
aufweisen und sich dadurch ergänzen.
[0046] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte erste und zweite Ausführungsform werden aufgrund
ihrer identischen Wirkmechanismen zusammenfassend als Schallabsorber vom ersten Typ
bezeichnet. Anhand der nachstehend beschriebenen Figuren 3 - 6 werden Vergleichsbeispiele
zwischen unterschiedlichen Schallabsorbern von ersten Typ gegen bekannte Schallabsorber
erläutert.
[0047] Auch der in Figur 2 dargestellte Schallabsorber, d.h. die Grundplatte 1 mit optionalen
Verstärkungselementen 15 und der vollflächig aufgebrachten mikroperforierte Materiallage
2 kann als Wand- oder Deckenpaneel eines Gebäudes, als Innenverkleidung eines Fahr-
oder Flugzeuges, als mobile Stell- oder Trennwand oder im Möbelbau oder als Fassadenelement
verwendet werden.
[0048] Figur 3 zeigt ein erstes Vergleichsbeispiel eines Schallabsorbers. Dargestellt ist
der Absorptionsgrad auf der Ordinate und die Frequenz eintreffenden Schalls auf der
Abszisse. Hierbei zeigt Kurve A den Absorptionsgrad einer an sich bekannten Platte
aus einem Melaminharzschaum mit einer Dicke von 10 cm. Kurve B zeigt eine gleiche
Grundplatte aus Melaminharzschaum mit 10 cm Dicke, welche jedoch zusätzlich auf der
Eintrittsseite des Schalls mit einer vollflächig verklebten mikroperforierten Materiallage
versehen wurde.
[0049] Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, wird durch die mikroperforierte Materiallage die
Schallabsorption im Bereich von etwa 100 Hz bis etwa 300 Hz verbessert, sodass sich
neben einer ästhetischen Oberflächengestaltung auch noch eine verbesserte Wirkung
des Schallabsorbers ergibt.
[0050] Figur 4 zeigt ein zweites Vergleichsbeispiel. Wie auch in den nachfolgend beschriebenen
Figuren 5 und 6 ist wiederum der Absorptionsgrad einer gepressten Mineralwolleplatte
auf der Ordinate und die Frequenz auf der Abszisse aufgetragen. Kurve A zeigt den
Absorptionsgrad einer Mineralwolleplatte mit einer Dicke von 2 cm, welche mit einem
Zwischenraum 4 von 10 cm vor einem Gebäudeteil 5 montiert wurde. Kurve B zeigt wiederum
den Absorptionsgrad, nachdem die Mineralwollplatte vollflächig mit einer mikroperforierten
Materiallage versehen wurde. Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, verschlechtert sich
das Absorptionsverhalten des Schallabsorbers nicht, bei gleichzeitig verbessertem
optischen und ästhetischen Eigenschaften.
[0051] Anhand der Figur 5 wird ein drittes Vergleichsbeispiel erläutert. In diesem Fall
zeigt Kurve A den Absorptionsgrad gegen die Frequenz für ein gepresstes Vlies aus
Polyethersulfon (PES). Das Vlies weist eine Dicke von 5 cm auf und ist mit einem Abstand
bzw. einem Zwischenraum 4 von 5 cm zum Gebäudeteil 5 montiert.
[0052] Auch in diesem Fall zeigt die Kurve B den Absorptionsgrad gegen die Frequenz für
das Vlies, nachdem dieses mit einer vollflächig verklebten mikroperforierten Materiallage
versehen wurde. Auch in diesem Fall zeigt sich eine höhere Absorption im Bereich von
etwa 150 bis etwa 250 Hz, sodass der Schallabsorber nicht nur verbesserte optische,
sondern auch verbesserte akustische Eigenschaften im tiefen Frequenzbereich aufweist.
[0053] Im vierten Vergleichsbeispiel gemäß Figur 6 wird die identische gepresste Vlieslage
verwendet wie bereits in dem in Figur 5 dargestellten Beispiel. Diese ist jedoch mit
einem größeren Abstand von 10 cm zur Oberfläche des Gebäudeteils 5 montiert. Hierdurch
ändert sich das Absorptionsverhalten vor allem für Frequenzen oberhalb von etwa 800
Hz. Kurve B zeigt wiederum das mit einer mikroperforierten Materiallage versehene
Vlies.
[0054] Figur 7 zeigt ein Schallabsorber gemäß der vorliegenden Erfindung in einer dritten
Ausführungsform. Gleiche Bestandteile sind mit gleichem Bezugszeichen versehen, sodass
sich die nachfolgende Beschreibung auf die wesentlichen Unterschiede beschränkt.
[0055] Auch die dritte Ausführungsform weist eine Grundplatte 1 auf, welche beispielsweise
einen offenporigen Schaum, eine Faserlage, ein Gewirk, ein Gestrick oder ein anderes,
an sich bekanntes schallabsorbierendes Material enthält oder daraus besteht. Die Grundplatte
1 ist offenporig ausgestaltet, so dass Schallwellen eindringen können und deren Energie
in der Grundplatte dissipiert wird.
[0056] Die Grundplatte 1 ist an einem Gebäudeteil 5 befestigt, beispielsweise einer Decke
oder einer Innenwand oder einer Außenwand. Die dem Gebäudeteil gegenüberliegende Seite
der Grundplatte 1 ist mit einer mikroperforierten Materiallage 2 versehen. Im Unterschied
zu den vorstehend beschriebenen ersten und zweiten Ausführungsformen ist die mikroperforierte
Materiallage 2 gemäß der dritten, vierten, fünften und sechsten Ausführungsform nicht
vollflächig mit der Grundplatte 1 verbunden. Vielmehr ist die mikroperforierte Materiallage
streifenförmig, linienförmig oder punktuell mit der Grundplatte verbunden. In einigen
Ausführungsformen, welche nicht Teil der Erfindung sind, J kann die Verbindung nur
über die Kanten erfolgen, sodass die Fläche der mikroperforierten Materiallage 2 keine
Verbindung zur Grundplatte 1 aufweist.
[0057] In wieder anderen Ausführungsformen, welche nicht Teil der Erfindung sind, kann keine
mechanische oder stoffschlüssige Verbindung zwischen der mikroperforierten Materiallage
2 und der Grundplatte 1 vorhanden sein. Dieses Merkmal ermöglicht Flächenschwingungen
der mikroperforierten Materiallage 2. Zusätzlich zu den beiden vorstehend in Zusammenhang
mit der ersten und zweiten Ausführungsform beschriebenen Wirkmechanismen können die
dritten, vierten, fünften und sechsten Ausführungsformen zusätzlich auch Schallenergie
dissipieren, indem die mikroperforierte Materiallage als Ganzes zu Flächenschwingungen
angeregt wird und somit Energie aus dem Schallfeld dissipiert. Hierzu kann die mikroperforierte
Materiallage in der dritten Ausführungsform eine Dicke von etwa 1 mm bis etwa 4 mm
oder von etwa 1 mm bis etwa 2 mm aufweisen. Die mikroperforierte Materiallage weist
bevorzugt eine geringe innere Dämpfung auf und ist beispielsweise aus einem Metall,
einer Legierung oder einem Duroplast gefertigt. In einigen Ausführungsformen der Erfindung
kann die mikroperforierte Materiallage 2 eine Sandwichkonstruktion aus mehreren Materiallagen
sein, um das Schwingungsverhalten an gewünschte Sollwerte anzupassen.
[0058] Die mikroperforierte Materiallage 2 weist Bohrungen 20 auf, welche einen Durchmesser
von etwa 0,8 mm bis etwa 2 mm sowie einen Abstand benachbarter Löcher von etwa 15
mm bis etwa 100 mm aufweisen. Hierdurch kann die Mikroperforation als breitbandig
wirkender Tiefenabsorber mit einer Resonanzfrequenz von weniger als etwa 150 Hz oder
weniger als etwa 80 Hz abgestimmt sein. Der breitbandig wirkende Tiefenabsorber ist
somit überwiegend im Tieftonbereich wirksam. Daran schließt sich die Resonanz der
Flächenschwingung der mikroperforierten Materiallage 2 an. Im Hochtonbereich ist schließlich
die Absorption der Grundplatte 1 für das Absorptionsverhalten bestimmend. Da die Figur
7 gezeigte dritte Ausführungsform somit drei Wirkmechanismen in einem einzigen Schallabsorber
vereint, wird diese im Unterschied zu den anhand der Figuren 1 und 2 beschriebenen
Ausführungsformen nachstehend als Schallabsorber von einem zweiten Typ bezeichnet.
[0059] Die Grundplatte 1 und/oder die mikroperforierte Materiallage 2 können in einem Korb
6 am Gebäudeteil 5 befestigt sein. Der Korb 6 kann beispielsweise aus einem Drahtgeflecht
oder einem Lochblech gefertigt sein und an den Rändern offen oder geschlossen sein.
Der Korb 6 kann optional einen Rieselschutz enthalten, welcher als Fließlage ausgestaltet
sein kann. Da der Korb 6 dem Schallabsorber mechanische Stabilität verschafft, besteht
bei einer Ausführungsform mit einem solchen Korb 6 eine größere Freiheit bei der Auswahl
der Grundplatte 1. Diese muss nicht zwingend selbsttragend ausgeführt sein. Es ist
jedoch darauf hinzuweisen, dass der Korb 6 optional ist und in anderen Ausführungsformen
der Erfindung auch entfallen kann.
[0060] In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann der dargestellte Schallabsorber,
d.h. die Grundplatte 1 mit optionalen Verstärkungselementen 15 und der streifenförmig,
linienförmig oder punktuell mit der Grundplatte verbunden mikroperforierte Materiallage
2 auch für andere Anwendungen als das dargestellte Deckenpaneel in oder an einem Bauwerk
verwendet werden, beispielsweise als Innenverkleidung eines Fahr- oder Flugzeuges,
als mobile Stell- oder Trennwand oder im Möbelbau.
[0061] Anhand der Figur 8 wird eine vierte Ausführungsform näher erläutert. Gleiche Bestandteile
sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, sodass sich die nachfolgende Beschreibung
auf die wesentlichen Unterschiede zur vorstehend anhand der Figur 7 beschriebenen
dritten Ausführungsform beschränkt.
[0062] Wie aus Figur 8 ersichtlich ist, liegt die mikroperforierte Materiallage 2 nicht
auf der Grundplatte 1 auf. Vielmehr befindet sich zwischen der Grundplatte 1 und der
mikroperforierten Materiallage 2 ein Abstand 7. Dieser kann in einigen Ausführungsformen
zwischen etwa 1 mm und etwa 10 mm oder zwischen etwa 3 mm und etwa 8 mm betragen.
Dieses Merkmal hat die Wirkung, dass die Eigenschwingung der mikroperforierten Materiallage
weniger durch die Grundplatte beeinflusst wird, sodass die Wirkung des Absorbers erhöht
sein kann. Das zwischen der mikroperforierten Materiallage 2 und dem Gebäudeteil 5
in der Grundplatte 1 eingeschlossene Luftvolumen wirkt jedoch nach wie vor als Rückstellkraft
auf die Schwingung der mikroperforierten Materiallage 2, sodass durch die Wahl des
Abstandes 7 auch die Eigenfrequenz der Materiallage 2 und damit das Absorptionsverhalten
des Schallabsorbers optimiert bzw. angepasst werden kann.
[0063] Anhand der Figur 9 wird eine fünfte Ausführungsform, welche nicht Teil der Erfindung
ist, beschrieben. Die fünfte Ausführungsform unterscheidet sich von der dritten Ausführungsform
dadurch, dass der Korb 6 vergrößert ist, sodass beiderseits der mikroperforierten
Materiallage 2 ein poröser Schaum, ein Gestrick, ein Gewirk oder eine Faserlage angeordnet
sein kann. Ausgehend von der Oberfläche des Gebäudeteils 5 ist somit zunächst die
Grundplatte 1 unmittelbar an der Oberfläche des Gebäudeteils 5 angeordnet. Auf die
dem Gebäudeteil 5 gegenüberliegende Seite der Grundplatte 1 wird die mikroperforierte
Materiallage aufgebracht wie vorstehend beschrieben. Auf der der Grundplatte 1 gegenüberliegenden
Seite der mikroperforierten Materiallage 2 kommt eine erste Zusatzplatte 11 zu liegen.
Auf der ersten Zusatzplatte 11 ist eine optionale zweite Zusatzplatte 12 aufgebracht.
Auftreffende Schallenergie wird somit zunächst von den ersten und zweiten Zusatzplatten
11 und 12 absorbiert. Tiefe Frequenzen, welche die Zusatzplatten 11 und 12 passieren
können, regen die mikroperforierte Materiallage 2 zu Flächenschwingungen an, welche
weitere Schallenergie im mittleren Frequenzbereich absorbiert. Tiefe Frequenzen unterhalb
von etwa 80 Hz können durch das in den Bohrungen 20 der mikroperforierten Materiallage
2 eingeschlossene Luftvolumen absorbiert werden. Sofern noch hochfrequente Schwingungen
die Grundplatte 1 erreichen, werden diese dort absorbiert. Im wesentlichen dient die
Grundplatte 1 jedoch dazu, die Schwingungen der mikroperforierten Materiallage 2 zu
bedämpfen und Energie zu dissipieren.
[0064] Da die mikroperforierte Materiallage 2 sowohl mit der ersten Zusatzplatte 11 als
auch mit der Grundplatte 1 in Kontakt steht, kann eine zusätzliche mechanische oder
stoffschlüssige Befestigung durch Kleben, Löten oder Schweißen unterbleiben. Die vier
in Figur 9 gezeigten Materiallagen können allein durch Eigengewicht im Korb 6 gehalten
und mit diesem am Gebäudeteil 5 befestigt werden.
[0065] Anhand der Figur 10 wird eine sechste Ausführungsform, welche nicht Teil der Erfindung
ist, näher erläutert. Figur 10 zeigt einen Querschnitt durch einen Schallabsorber.
Die sechste Ausführungsform stellt eine Kombination der vorstehend beschriebenen fünften
Ausführungsform mit der vierten Ausführungsform dar.
[0066] Wie aus Figur 10 ersichtlich ist, umfasst auch die sechste Ausführungsform zumindest
eine erste Zusatzplatte 11 und eine optionale zweite Zusatzplatte 12, welche aus einem
anderem Material gefertigt sein kann und/oder eine andere Dicke aufweisen kann, sodass
die Zusatzplatten 11 und 12 ein Absorptionsmaximum bei unterschiedlichen Frequenzen
aufweisen. Auch bei der vorstehend beschriebenen fünften Ausführungsform können die
Materialeigenschaften der ersten und zweiten Zusatzplatten 11 und 12 entsprechend
gewählt sein.
[0067] Der wesentliche Unterschied der sechsten Ausführungsform zur fünften Ausführungsform
besteht darin, dass zwischen der Grundplatte 1 und der mikroperforierten Materiallage
2 und/oder zwischen der mikroperforierten Materiallage 2 und der ersten Zusatzplatte
11 ein Abstand 7 vorhanden ist. Der Abstand 7 kann beispielsweise zwischen etwa 1
mm und etwa 10 mm betragen. Hierzu wird die mikroperforierte Materiallage 2 durch
Halteelemente 25 mit dem Korb 6 verbunden. Hierdurch kann die mikroperforierte Materiallage
2 frei und damit mit größerer Amplitude und/oder geringerer Dämpfung schwingen und
somit einen höheren Anteil der eintreffenden Schallenergie dissipieren.
[0068] Anhand der Figur 11 wird in einem fünften Vergleichsbeispiel die Wirkung des Schallabsorbers
erläutert. Aufgetragen ist wiederum der Absorptionsgrad auf der Ordinate und die Frequenz
auf der Abszisse. Kurve A zeigt einen Absorber nach dem Stand der Technik, welcher
einen ähnlichen Aufbau aufweist wie der in Figur 9 gezeigte Schallabsorber. Der Schallabsorber
gemäß Figur 9 weist eine Grundplatte 1 auf, vor welcher eine schwingungsfähige Materiallage
2 angeordnet ist. Zusätzlich ist vor der Materiallage 2 eine weitere Grundplatte 11
und/oder Grundplatte 12 angeordnet. Die Materiallage 2 weist jedoch keine Mikroperforation
bzw. keine Bohrungen 20 auf. Wie
[0069] Figur 11 zeigt, hat dieser Schallabsorber eine erste Resonanzfrequenz bei etwa 125
Hz. Bei etwa 150 Hz bildet sich ein unerwünschtes Minimum des Absorptionsverhaltens.
Erst bei wesentlich höheren Frequenzen ab etwa 200 Hz wirkt die Absorption der Grundplatte
11 und/oder 12. Ein solches, in Kurve A gezeigtes Absorptionsverhalten kann zu unerwünschtem
Dröhnen im Raum führen, wenn einzelne Frequenzen weniger stark bedämpft werden als
benachbarte Frequenzen. Durch Anbringen der erfindungsgemäßen Mikroperforation in
der Materiallage 2 ändert sich das Absorptionsverhalten bei ansonsten unverändertem
Aufbau wie in Kurve B gezeigt. Wie aus Figur 11 ersichtlich ist, verschiebt sich die
Resonanz zu niedrigeren Frequenzen, im vorliegenden Beispiel auf etwa 80 Hz. Die Resonanz
wird breiter und weniger stark ausgeprägt. Das in Kurve A sichtbare Minimum des Absorptionsverhaltens
wird durch die erfindungsgemäße Mikroperforation weitgehend geglättet.
[0070] Anhand der Figur 12 wird in einem sechsten Vergleichsbeispiel nochmals die Wirkung
der Mikroperforation bei einem Schallabsorber vom zweiten Typ erläutert. Kurve C zeigt
wiederum das Absorptionsverhalten eines Schallabsorbers, welcher in etwa dem Aufbau
gemäß Figur 7 mit seitlich geschlossenem Korb entspricht, jedoch keine Bohrungen 20
bzw. keine Mikroperforation in der Materiallage 2 aufweist. Die Materiallage 2 besteht
aus einem Stahlblech mit einer Dicke von 1,25 mm. Die Grundplatte 1 enthält einen
Melaminharzschaum und weist eine Dicke von 100 mm auf. Wie aus Figur 12 ersichtlich
ist, weist ein solcher bekannter Schallabsorber eine starke Erhöhung des Absorptionsverhaltens
bei einer Resonanzfrequenz von etwa 100 Hz auf. Beiderseits der Resonanzfrequenz fällt
das Absorptionsverhalten stark ab.
[0071] In den Kurven D und E ist das Absorptionsverhalten eines nominell identischen Schallabsorbers
gezeigt, welcher jedoch mit der erfindungsgemäßen Mikroperforation versehen wurde.
Die Schallabsorber gemäß Kurve D und E weisen somit alle drei Wirkmechanismen auf,
welche den zweiten Typ des Schallabsorbers kennzeichnen. In Abhängigkeit der Anzahl
bzw. des Abstandes der Bohrungen kann die Resonanzfrequenz der mikroperforierten Materiallage
2 zu höheren oder zu niedrigeren Frequenzen verschoben werden. Wie insbesondere Kurve
D zeigt, kann die Resonanzfrequenz auch verbreitert sein, sodass das Absorptionsverhalten
bis zu vergleichsweise hohen Frequenzen von 500 Hz nachhaltig verbessert wird.
[0072] Das in Kurve D gezeigte Absorptionsverhalten wurde mit einer Materiallage 2 erhalten,
welche aus Stahlblech gefertigt ist, eine Dicke von 1,25 mm und einen Wandabstand
von 100 mm aufweist. In die Materiallage 2 wurden Löcher mit 1 mm Durchmesser eingebracht,
welche jeweils 22 mm von einander beabstandet sind. Der Lochflächenanteil beträgt
daher 0,16 %.
[0073] Das in Kurve E gezeigte Absorptionsverhalten wurde mit einer Materiallage 2 erhalten,
welche aus Stahlblech gefertigt ist, eine Dicke von 1,25 mm und einen Wandabstand
von 100 mm aufweist. In die Materiallage 2 wurden Löcher mit 1 mm Durchmesser eingebracht,
welche jeweils 35 mm von einander beabstandet sind. Der Lochflächenanteil beträgt
daher 0,064 %.
[0074] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsformen
beschränkt. Die vorstehende Beschreibung ist daher nicht als beschränkend, sondern
als erläuternd anzusehen. Dies schließt die Anwesenheit weiterer Merkmale nicht aus.
Sofern die Ansprüche und die vorstehende Beschreibung "erste" und "zweite" Ausführungsformen
definieren, so dient diese Bezeichnung der Unterscheidung zweier gleichartiger Ausführungsformen,
ohne eine Rangfolge festzulegen.
1. Schallabsorber mit zumindest einer offenporigen Grundplatte (1), welche keine Bohrungen
aufweist und einen Strömungswiderstand von etwa 500 Ns/m3 bis etwa 6000 Ns/m3 nach DIN EN 29053:1993-05 aufweist, wobei zumindest eine bei bestimmungsgemäßem Gebrauch
sichtbare Teilfläche der Grundplatte (1) mit einer mikroperforierten Materiallage
(2) versehen ist, wobei die mikroperforierte Materiallage (2) eine Mehrzahl von Bohrungen
(20) aufweist, deren Durchmesser jeweils zwischen etwa 0, 1 mm bis etwa 2 mm beträgt,
dadurch gekennzeichnet, dass die mikroperforierte Materiallage (2) nur streifenförmig oder linienförmig oder punktuell
mit der Grundplatte (1) stoffschlüssig verbunden ist.
2. Schallabsorber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (1) einen Strömungswiderstand von mehr als etwa 2000 Ns/m3 nach DIN EN 29053:1993-05 aufweist oder
dass die Grundplatte (1) einen Strömungswiderstand von etwa 2000 Ns/m3 nach DIN EN 29053:1993-05 aufweist.
3. Schallabsorber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (1) eine offene Porosität von etwa 30 % bis etwa 99 % oder von etwa
40 % bis etwa 80 % oder von etwa 45 % bis etwa 60 % aufweist.
4. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (1) eine Dicke von etwa 6 mm bis etwa 100 mm oder etwa 50 mm bis
etwa 200 mm oder etwa 7 mm bis etwa 80 mm oder von etwa 8 mm bis etwa 40 mm oder von
etwa 10 mm bis etwa 30 mm aufweist.
5. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mikroperforierten Materiallage (2) mit der Grundplatte (1) verklebt und/oder
verschweißt und/oder verlötet ist.
6. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mikroperforierte Materiallage (2) eine Dicke von etwa 0,5 mm bis etwa 1,8 mm
oder von etwa 0,8 mm bis etwa 1,5 mm oder von etwa 1 mm bis etwa 4 mm oder von etwa
1 mm bis etwa 2 mm aufweist.
7. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mikroperforierte Materiallage (2) eine Mehrzahl von Bohrungen (20) aufweist,
deren Durchmesser jeweils zwischen etwa 0,3 mm bis etwa 1,2 mm oder zwischen etwa
0,4 mm bis etwa 0,8 mm oder zwischen etwa 0,8 mm bis etwa 2,0 mm beträgt.
8. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Flächenanteil der Bohrungen (20) der mikroperforierte Materiallage (2) zwischen
etwa 5% und etwa 10% oder zwischen etwa 6% und etwa 8% oder
zwischen etwa 0,1% und etwa 10% oder
zwischen etwa 1% und etwa 9% oder
zwischen etwa 5% und etwa 8% oder
zwischen etwa 0,005 % und etwa 2 % oder
zwischen etwa 0,01 % und etwa 1 %
der Gesamtfläche beträgt.
9. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand benachbarter Bohrungen der mikroperforierten Materiallage zwischen etwa
15 mm und etwa 100 mm oder zwischen etwa 20 mm und etwa 60 mm gewählt ist.
10. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mikroperforierte Materiallage (2) ein Melaninharz und/oder ein Duroplast und/oder
ein Thermoplast und/oder ein Holzfurnier und/oder Polyethylen und/oder Polyethylenterephthalat
und/oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Copolymer und/oder ein Metall oder eine Legierung
und/oder Stahl und/oder Aluminium enthält oder daraus besteht.
11. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dass die Grundplatte (1) ein gepresstes Polyestervlies und/oder einen Holzwerkstoff
und/oder gepresste Mineralwolle und/oder gesinterten Glasschaum und/oder zementgebundenen
Blähton und/oder einen duroplastischen Schaum und/oder ein Melaninharz und/oder einen
Naturfaserstoff und/oder einem Metallschaum enthält oder daraus besteht.
12. Schallabsorber nach einem der Ansprüche 1 bis 11, weiterhin enthaltend zumindest ein
mechanisches Verstärkungselement (15), welches beispielsweise GFK und/oder CFK und/oder
Polyethylen und/oder Polyester und/oder Holz oder einen Holzwerkstoff enthält oder
daraus besteht.
13. Verwendung eines Schallabsorbers nach einem der Ansprüche 1 bis 12 in oder an einem
Gebäude.
1. Sound absorber with at least one open-pored base plate (1), which has no bores and
has a flow resistance of about 500 Ns/m3 to about 6000 Ns/m3 according to DIN EN 29053:1993-05, at least a partial surface of the base plate (1)
that is visible when used as intended being provided with a microperforated material
layer (2), and the microperforated material layer (2) having a plurality of bores
(20), the diameter of which is in each case between about 0.1 mm and about 2 mm, characterized in that the microperforated material layer (2) is integrally bonded to the base plate (1)
only in a strip-like or linear or punctiform manner.
2. Sound absorber according to claim 1, characterized in that the base plate (1) has a flow resistance of more than about 2000 Ns/m3 according to DIN EN 29053:1993-05 or
in that the base plate (1) has a flow resistance of about 2000 Ns/m3 according to DIN EN 29053:1993-05.
3. Sound absorber according to claim 1 or 2, characterized in that the base plate (1) has an open porosity of from about 30% to about 99% or from about
40% to about 80% or from about 45% to about 60%.
4. Sound absorber according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the base plate (1) has a thickness of from about 6 mm to about 100 mm, or from about
50 mm to about 200 mm, or from about 7 mm to about 80 mm, or from about 8 mm to about
40 mm, or from about 10 mm to about 30 mm.
5. Sound absorber according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the microperforated material layer (2) is adhered and/or welded and/or soldered to
the base plate (1).
6. Sound absorber according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the microperforated material layer (2) has a thickness of from about 0.5 mm to about
1.8 mm or from about 0.8 mm to about 1.5 mm or from about 1 mm to about 4 mm or from
about 1 mm to about 2 mm.
7. Sound absorber according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the microperforated material layer (2) has a plurality of bores (20), the diameter
of which is in each case between about 0.3 mm and about 1.2 mm, or between about 0.4
mm and about 0.8 mm, or between about 0.8 mm and about 2.0 mm.
8. Sound absorber according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that the area ratio of the bores (20) of the microperforated material layer (2) is between
about 5% and about 10%, or between about 6% and about 8%, or
between about 0.1% and about 10%, or
between about 1% and about 9% or
between about 5% and about 8% or
between about 0.005% and about 2% or
between about 0.01% and about 1%
of the total area.
9. Sound absorber according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the distance between adjacent bores of the microperforated material layer is chosen
between about 15 mm and about 100 mm or between about 20 mm and about 60 mm.
10. Sound absorber according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the microperforated material layer (2) contains or consists of a melamine resin and/or
a thermoset and/or a thermoplastic and/or a wood veneer and/or polyethylene and/or
polyethylene terephthalate and/or ethylene tetrafluoroethylene copolymer and/or a
metal or an alloy and/or steel and/or aluminum.
11. Sound absorber according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the base plate (1) contains or consists of a pressed polyester fleece and/or a wood-based
material and/or pressed mineral wool and/or sintered glass foam and/or cement-bound
expanded clay and/or a thermosetting foam and/or a melamine resin and/or a natural
fiber material and/or a metal foam.
12. Sound absorber according to any one of claims 1 to 11, further containing at least
one mechanical reinforcement element (15) containing or consisting of, for example,
GFRP and/or CFRP and/or polyethylene and/or polyester and/or wood or a wood-based
material.
13. Use of a sound absorber according to any one of claims 1 to 12 in or on a building.
1. Absorbeur acoustique comprenant au moins une plaque de base (1) à pores ouverts qui
est exempte de perçages et qui présente une résistance à l'écoulement d'environ 500
Ns/m
3 à environ 6000 Ns/m
3 selon DIN EN 29053:1993-05,
dans lequel
au moins une surface partielle de la plaque de base (1), visible lors d'une utilisation
conforme, est pourvue d'une couche de matériau microperforée (2), la couche de matériau
microperforée (2) présentant une pluralité de perçages (20) dont le diamètre respectif
est compris entre environ 0,1 mm et environ 2 mm,
caractérisé en ce que la couche de matériau microperforée (2) est reliée à la plaque de base (1) par coopération
de matière uniquement sous forme de bande ou de ligne ou ponctuellement.
2. Absorbeur acoustique selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la plaque de base (1) présente une résistance à l'écoulement supérieure à environ
2000 Ns/m3 selon DIN EN 29053:1993-05, ou
en ce que la plaque de base (1) présente une résistance à l'écoulement d'environ 2000 Ns/m3 selon DIN EN 29053:1993-05.
3. Absorbeur acoustique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la plaque de base (1) présente une porosité ouverte d'environ 30 % à environ 99 %
ou d'environ 40 % à environ 80 % ou d'environ 45 % à environ 60 %.
4. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la plaque de base (1) présente une épaisseur d'environ 6 mm à environ 100 mm ou d'environ
50 mm à environ 200 mm ou d'environ 7 mm à environ 80 mm ou d'environ 8 mm à environ
40 mm ou d'environ 10 mm à environ 30 mm.
5. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la couche de matériau microperforée (2) est collée et/ou soudée et/ou brasée à la
plaque de base (1).
6. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la couche de matériau microperforée (2) présente une épaisseur d'environ 0,5 mm à
environ 1,8 mm ou d'environ 0,8 mm à environ 1,5 mm ou d'environ 1 mm à environ 4
mm ou d'environ 1 mm à environ 2 mm.
7. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la couche de matériau microperforée (2) présente une pluralité de perçages (20) dont
le diamètre respectif est compris entre environ 0,3 mm et environ 1,2 mm ou entre
environ 0,4 mm et environ 0,8 mm ou entre environ 0,8 mm et environ 2,0 mm.
8. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le pourcentage de superficie des perçages (20) de la couche de matériau microperforée
(2) est compris entre environ 5 % et environ 10 % ou entre environ 6 % et environ
8 % ou entre environ 0,1 % et environ 10 % ou entre environ 1 % et environ 9 % ou
entre environ 5 % et environ 8 % ou entre environ 0,005 % et environ 2 % ou entre
environ 0,01 % et environ 1 % de la surface totale.
9. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que la distance entre les perçages voisins de la couche de matériau microperforée est
choisie entre environ 15 mm et environ 100 mm ou entre environ 20 mm et environ 60
mm.
10. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que la couche de matériau microperforée (2) contient ou est constituée d'une résine de
mélanine et/ou d'une résine thermodurcissable et/ou d'une résine thermoplastique et/ou
d'un placage de bois et/ou de polyéthylène et/ou de polyéthylène téréphtalate et/ou
de copolymère éthylène-tétrafluoroéthylène et/ou d'un métal ou d'un alliage et/ou
d'acier et/ou d'aluminium.
11. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que la plaque de base (1) contient ou est constituée d'un non-tissé de polyester comprimé
et/ou d'un matériau à base de bois et/ou de laine minérale comprimée et/ou de mousse
de verre frittée et/ou d'argile expansée liée au ciment et/ou d'une mousse thermodurcissable
et/ou d'une résine de mélanine et/ou d'une matière fibreuse naturelle et/ou d'une
mousse de métal.
12. Absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 11,
comprenant en outre au moins un élément de renforcement mécanique (15), qui contient
ou est constitué par exemple de PRV et/ou du PRFC et/ou de polyéthylène et/ou de polyester
et/ou de bois ou d'un matériau à base de bois.
13. Utilisation d'un absorbeur acoustique selon l'une des revendications 1 à 12 dans ou
sur un bâtiment.