Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zentralverriegelungssystem zur lösbaren Fixierung
zumindest eines ersten und eines zweiten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments
an einem drehbar lagerbaren Träger zur Bildung eines Tellerbesens oder zur Bildung
eines Reinigungs-, Schleif- oder Poliertellers, welcher typischerweise maschinell
antreibbar ist. Daneben betrifft die vorliegende Entwicklung einen Träger zur Bildung
eines Tellerbesens oder zur Bildung eines Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers
als auch eine Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung, welche einen derartigen
Träger, zumindest zwei Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente als auch ein
Zentralverriegelungssystem hierfür aufweist.
Hintergrund
[0002] Die Verwendung sogenannter Tellerbesen ist für die Reinigung von befestigten Flächen
hinlänglich bekannt. Gängige Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliermaschinen oder
-geräte wiesen typischerweise einen motorisch angetriebenen und dementsprechend drehbaren
Kopf, etwa in Form eines Triebkopfs auf, an welchem ein Träger für eine Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung, etwa ein Träger für einen Tellerbesen drehfest
angeordnet ist.
[0003] Bekannte und bislang übliche Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Polierteller weisen
einen scheibenförmigen Tellerkörper oder eine entsprechende Trägerscheibe auf, an
deren Unterseite typischerweise eine Vielzahl von Borsten, eine abrasive Körnung und/oder
eine Faserstruktur für die Oberflächenbearbeitung angeordnet oder ausgebildet ist.
[0004] Insbesondere zu Transportzwecken kann es sich als vorteilhaft erweisen, Tellerbesen
mit vergleichweise großem Durchmesser in einzelne Segmente zu unterteilen, bzw. zu
segmentieren und mehrere Segmente, die jeweils mit Borsten, eine abrasive Körnung
oder mit einer Faserstruktur versehen sind, lösbar am Tellerkörper anzuordnen.
[0005] Aus der
US 3 766 589 A ist zum Beispiel ein Tellerbesen mit einer oberen und mit einer unteren Platte bekannt,
welche mittels mehrerer Bolzen miteinander verbunden sind. Zwischen den Platten sind
einzelne, jeweils mit Borsten bestückte Segmentkörper anordenbar. Für jeden der einzelnen
Segmentkörper ist jeweils ein Bolzen vorgesehen, mittels derer die einzelnen Segmentkörper
lösbar zwischen der oberen und unteren Platte befestigt und bei Bedarf ausgewechselt
werden können. Für das Auswechseln einzelner Tellerbesensegmente ist jedoch die Zuhilfenahme
von mit den Bolzen zusammenwirkenden Werkzeugen erforderlich. Mithin muss unter Umständen
die untere Platte komplett abgenommen und demontiert werden, was praktischerweise
nur bei einem vollständig von einer Kehr- oder Reinigungsmaschine demontierten Tellerbesen
möglich sein dürfte.
[0006] Demgegenüber liegt der vorliegenden Weiterentwicklung die Aufgabe zugrunde, einen
verbesserten Träger bzw. Teller zur Bildung eines Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder
Poliertellers sowie entsprechende Segmente hierfür bereitzustellen, die möglichst
einfach und intuitiv am Träger montierbar und im Bedarfsfall auch möglichst einfach
auswechselbar sind. Die Montage und/oder Demontage einzelner Segmente soll möglichst
werkzeugfrei, also ohne Zuhilfenahme von Befestigungswerkzeugen möglich sein. Ferner
ist es Zielsetzung, ein möglichst zügiges und einfaches Auswechseln von Segmenten
am Träger eines Tellerbesens oder am Träger eines dementsprechenden Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliertellers bereitzustellen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Zentralverriegelungssystem, einem Träger zur Bildung
eines Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers bzw. eines Tellerbesens sowie
mit einer Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind dabei jeweils Gegenstand abhängiger
Patentansprüche.
[0008] Nach einem ersten Aspekt ist zunächst ein Zentralverriegelungssystem zur lösbaren
Fixierung zumindest eines ersten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments
und eines zweiten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments an einem bezüglich
einer Drehachse drehbar lagerbaren Träger zur Bildung eines Tellerbesens oder zur
Bildung eines Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers vorgesehen. Das Zentralverriegelungssystem
wiest ein zugstabiles Zentralverriegelungsglied auf, welches, bezogen auf die Drehachse,
an einer radial nach außen gewandten ersten Anlage des ersten Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegments und an einer radial nach außen gewandten zweiten Anlage
des zweiten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments radial zur Anlage bringbar
und zur Ausübung einer radial nach innen gerichteten Haltekraft auf das erste Segment
und das zweite Segment ausgebildet ist.
[0009] Mittels des zugstabilen Zentralverriegelungsglieds wird es ermöglicht, mindestens
zwei Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente an einem Träger eines Tellerbesens
bzw. am Träger eines Reinigungs-, Schleif- oder Poliertellers zu fixieren. Auf diese
Art und Wiese können mit einem einzigen zugstabilen Verriegelungsglied zumindest zwei
oder eine Vielzahl von typischerweise gleichartig und/oder dientisch ausgebildeten
Segmenten am Träger des Tellerbesens bzw. am Träger des Reinigungs-, Schleif- oder
Poliertellers lösbar fixiert werden. Insbesondere können mit einem einzigen Zentralverriegelungsglied
mehrere oder eine Vielzahl von Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente gleichzeitig
am Träger befestigt und lösbar fixiert werden.
[0010] Es ist hierbei von Vorteil vorgesehen, wenn für je einen Träger zur Bildung eines
Tellerbesens oder zur Bildung eines Reinigungs-, Schleif- oder Poliertellers lediglich
ein einziges Zentralverriegelungssystem für eine Vielzahl von Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegmenten bereitgestellt wird oder bereitgestellt werden muss,
um eben jene Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente lösbar am Träger zu
fixieren.
[0011] Dadurch dass das zugstabile Zentralverriegelungsglied an einer radial nach außen
gewandten ersten Anlage des ersten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments
und ferner auch an einer zweiten Anlage des zweiten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder
Poliersegments quasi gleichzeitig zur Anlage bringbar ist, kann mittels des zugstabilen
Zentralverriegelungsglieds eine radial nach innen gerichtete Halte- oder Fixierkraft
gleichzeitig auf erste und zweite Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente
ausgeübt werden.
[0012] Des Weiteren ist es mittels des zugstabilen Zentralverriegelungsglieds in besonders
einfacher Art und Weise möglich, mehrere oder sämtliche Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliersegmente quasi gleichzeitig und gemeinsam an einem Träger zu fixieren oder
vom Träger zu lösen.
[0013] Typischerweise kann das Zentralverriegelungsglied von einer Löse-Konfiguration in
eine Fixierkonfiguration überführt werden und umgekehrt. In der Löse-Konfiguration
des zugstabilen Zentralverriegelungsglieds befindet sich dieses beabstandet von den
radial nach außen gewandten ersten und zweiten Anlagen von ersten und zweiten Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegmenten.
[0014] Durch Überführen von der Löse-Konfiguration in die Fixierkonfiguration gelangt das
zugstabile Zentralverriegelungsglied typischerweise radial mit ersten und zweiten
Anlagen von erstem und zweitem Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment radial
zur Anlage, sodass das Zentralverriegelungsglied typischerweise eine radial nach innen
gerichtete Halte- oder Fixierkraft auf die betreffenden Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliersegmente ausüben kann. Die zugstabile Ausgestaltung des Zentralverriegelungsglieds
ist hierbei von Vorteil. Durch eine Verkürzung oder eine Verringerung des Umfangs
des Zentralverriegelungsglieds, etwa beim Überführen des Zentralverriegelungsglieds
aus der Löse-Konfiguration in die Fixierkonfiguration kann aufgrund der zugstabilen
Ausgestaltung des Zentralverriegelungsglieds eine radial nach innen gerichtete Halte-
oder Fixierkraft auf das erste und das zweite Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment
ausgeübt werden.
[0015] Das Zentralverriegelungssystem kann beliebig für eine nahezu beliebige Anzahl von
Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmenten geeignet und dementsprechend ausgestaltet
sein. Mit dem zugstabilen Zentralverriegelungsglied können problemlos bis zu vier,
bis zu sechs, bis zu acht, bis zu zehn, bis zu zwölf, bis zu fünfzehn oder auch bis
zu sechzehn und mehr einzelne Segmente am Träger eines Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliertellers befestigt und/oder fixiert werden.
[0016] Die einzelnen Segmente sind, bezogen auf die Radialsymmetrie des Trägers, typischerweise
in Umfangsrichtung aneinander angrenzend am Träger anordenbar. Die jeweiligen radial
nach außen gewandten Anlagen der einzelnen Segmente weisen typischerweise einen ähnlichen
oder weitreichend dientischen Abstand zum radialen Zentrum oder zur Drehachse des
Trägers auf. Mittels des sämtliche radial nach außen gewandte Anlagen sämtlicher Segmente
umschließenden zugstabilen Zentralverriegelungsglieds kann ferner eine besonders gleichmäßige
mechanische Last- und/oder Kraftverteilung auf die einzelnen Segmente erreicht werden,
sodass jedes der einzelnen am Träger gelagerten Segmente beispielsweise mit einer
weitreichend identischen Halte- oder Fixierkraft am Träger fixiert werden kann.
[0017] Nach einer weiteren Ausgestaltung des Zentralverriegelungssystems weist das Zentralverriegelungsglied
einen radial nach innen gerichteten Innenrand auf, mittels welchem das Zentralverriegelungsglied
die erste Anlage und die zweite Anlage in Umfangsrichtung umschließen kann. Der Innenrand
des Zentralverriegelungsglieds gelangt typischerweise mit einer radial nach außen
weisenden Anlagefläche der ersten Anlage und der zweiten Anlage mechanisch in Eingriff.
Das Zentralverriegelungsglied ist, in Radialrichtung betrachtet, typischerweise hohl
ausgestaltet, sodass es sich besonders einfach radial außen an die erste Anlage und
die zumindest zweite Anlage der zumindest ersten und zweiten Segmente problemlos anschmiegen
oder hieran zur Anlage gelangen kann.
[0018] Typischerweise definiert der nach innen gerichtete bzw. nach innen weisende Innenrand
des Zentralverriegelungsglieds einen Innenquerschnitt oder Innendurchmesser des Zentralverriegelungsglieds,
welcher in der Löse-Konfiguration größer ist als ein korrespondierend hierzu ausgestalteter
Außenumfang von erster und zweiter Anlage der zumindest ersten und zweiten Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente. In der Fixierkonfiguration des Zentralverriegelungsglieds
gelangt der nach innen weisende Innenrand des Zentralverriegelungsglieds sowohl mit
der ersten Anlage des ersten Segments als auch mit der zweiten Anlage des zweiten
Segments in Eingriff oder zur Anlage, um die Segmente zumindest in Radialrichtung
am Träger zu fixieren.
[0019] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist das Zentralverriegelungsglied eine in Umfangsrichtung
geschlossene Struktur auf. Eine in Umfangsrichtung geschlossene Struktur des Zentralverriegelungsglieds
ermöglicht insbesondere eine radiale Einfassung sämtlicher am Träger vorgesehener
Segmente und deren jeweilige Anlagen. Eine in Umfangsrichtung geschlossene Struktur
kann insbesondere ein hohes Maß an Stabilität und Haltekraft bereitstellen.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist das Zentralverriegelungsglied einen formstabilen
Ring auf. Bei dem Ring kann es sich um einen geschlossenen oder um einen in Umfangsrichtung
offenen Ring handeln. Der formstabile Ring kann insbesondere aus einem formstabilen
Material, beispielsweise aus einem Metall, etwa aus Stahl oder Aluminium hergestellt
sein. Der im Wesentlichen formstabile Ring kann um den Außenumfang von ersten und
zweiten, jeweils radial nach außen gewandten ersten und zweiten Anlagen von ersten
und zweiten Segmenten bzw. von sämtlichen weiteren am Träger vorgesehenen Segmenten
gelegt werden. Der formstabile und zugstabile Ring bewirkt alsdann eine radiale Fixierung
sämtlicher mit ihren Anlagen im Inneren des Rings angeordneten Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegmenten. Der Innenrand des Rings verhindert ein radial nach
außen gerichtetes Ausbrechen einzelner Segmente, insbesondere wenn der mit Segmenten
bestückte Träger bzw. der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Polierteller um die Drehachse
gedreht wird.
[0021] Der formstabile Ring kann zum Beispiel ein U-förmiges Querschnittsprofil aufweisen,
wobei die vom U-profilartigen Querschnitt gebildete Aufnahme radial nach innen weist.
Die lichte Weite zwischen den gegenüberliegenden Schenkeln des U-förmigen Querschnittsprofils
des Rings kann in etwa derart groß bemessen sein, dass der Außenrand eines Segments,
bzw. der Außenrand eines Segmentkörpers hierin aufgenommen werden kann. Mit anderen
Worten kann der Ring derart bemessen und konfiguriert sein, dass er insbesondere in
der Fixierkonfiguration am Träger einen radial außenliegenden Rand eines Segmentkörpers
zumindest bereichsweise umgreift oder umschließt. Hierbei kann der Außenrand des Segmentkörpers
zugleich die jeweilige nach außen gerichtete Anlage des jeweiligen Segments bilden.
[0022] Bei anderen Ausführungsformen können die erste und die zweite Anlage von erstem und
zweitem Segment radial nach innen versetzt vom Außenrand des Segmentkörpers vorgesehen
sein. Dies ermöglicht eine Anordnung des Zentralverriegelungsglieds radial innenliegend
vom Außenrand des Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers, welcher im Einsatz
einer entsprechenden Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung mit seinem
Außenrand grundsätzlich mit Drittgegenständen kollidieren kann. Die Verlagerung des
Zentralverriegelungsglieds in einen Bereich innerhalb des Außenrands oder des Außenumfangs
des Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers kann die Haltbarkeit und/oder
die Lebensdauer des Zentralverriegelungsglieds steigern. Radial innenliegend ist es
typischerweise einem geringeren Kollisions- oder Gefährdungspotenzial ausgesetzt.
[0023] Bei weiteren Ausführungsformen oder Weiterbildung hiervon können die erste und die
zweite Anlage von erstem und zweitem Segment auch axial vom Außenrand des Segments,
bzw. des Segmentkörpers versetzt, beispielsweise an der Oberseite des Segmentkörpers
angeordnet sein und/oder hiervon axial hervorstehen. Dies ermöglicht insbesondere
eine Anordnung des Zentralverriegelungssystem, mithin des Zentralverriegelungsglied
an der Oberseite des Trägers und somit an der den Borsten, der abrasiven Körnung oder
der Faserstruktur der einzelnen Segmente abgewandten Seite des Trägers
[0024] Der formstabile Ring kann in Umfangsrichtung unterbrochen ausgestaltet sein. Er kann,
was seinen Innenumfang bzw. seinen Innenquerschnitt anbelangt, variabel ausgestaltet
sein. Der als Zentralverriegelungsglied ausgestaltete Ring kann in seiner Löse-Konfiguration
einen größeren Innenquerschnitt oder Innendurchmesser aufweisen als in seiner Fixierkonfiguration.
[0025] Nach einer weiteren Ausgestaltung des Zentralverriegelungssystems weist das Zentralverriegelungsglied
ein flexibles Band, eine flexible Schlinge oder ein flexibles Seil auf. Die flexible
und demgemäß nicht notwendigerweise formstabile Ausgestaltung des Zentralverriegelungsglieds
ermöglicht eine besonders einfache und platzsparende sowie intuitive Handhabung des
Zentralverriegelungsglieds am Träger des Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers.
[0026] Obschon das Zentralverriegelungsglied ein flexibles Band, eine flexible Schlinge
oder ein flexibles Seil aufweist, kann es gleichermaßen zugstabil ausgebildet sein.
Etwaige an einem ersten Abschnitt auf das Band, die Schlinge oder das Seil aufgewandte
Zugkräfte können unverfälscht und unverändert über und durch das Band, die Schlinge
oder das Seil übertragen werden.
[0027] Die Ausbildung als flexibles Band, als flexible Schlinge oder als flexibles Seil
erweist sich zudem als gewichts- und platzsparend.
[0028] Das Band, die Schlinge oder das Seil kann ebenso wie der zuvor beschriebene formstabile
Ring radial außen an der ersten Anlage des ersten Segments als auch an der zweiten
Anlage des zweiten Segments zur Anlage gebracht werden. Eine Verkürzung oder Verringerung
der effektiven Länge des Bands, der Schlinge oder des Seils führt alsdann zu einer
entsprechenden Verringerung des Innendurchmessers oder des Innenquerschnitts eines
beispielsweise zu einer umlaufenden Schlaufe geformten Bands, Schlinge oder Seils,
sodass auch hier eine radial nach innen gerichtete Halte- oder Fixierkraft auf die
jeweiligen Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente ausgeübt werden kann.
[0029] Die Ausbildung des Zentralverriegelungsglieds in Form eines flexiblen Bands, einer
flexiblen Schlinge oder eines flexiblen Seils ist insbesondere für solche Ausführungsformen
der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente von Vorteil, welche an ihrer
jeweils radial nach außen gewandten ersten bzw. zweiten Anlage eine Nut, eine Kerbe
oder eine vergleichbare Hinterschneidung, etwa in Form eines Hakens aufweisen, in
welche das Band, die Schlinge oder das Seil eingefädelt oder hindurchgeführt werden
können.
[0030] Insoweit ist denkbar, dass beispielsweise am Außenrand der Segmente bzw. der jeweiligen
Segmentkörper eine in Umfangsrichtung verlaufende Nut oder Kerbe zur Aufnahme des
Bands, der Schlinge oder des Seils vorgesehen ist. Alternativ oder ergänzend hierzu
ist denkbar, dass die Segmente zum Beispiel an einer Oberseite oder Unterseite eines
jeweiligen Segmentkörpers einen axialen Vorsprung mit einer von radial außen zugänglichen
Hinterschneidung aufweisen, in welche das Band, die Schlinge oder das Seil von radial
außen nach radial innen einführbar sind. Auf diese Art und Weise können gleichermaßen
radial nach innen gerichtete Halte- und Fixierkräfte vom Zentralverriegelungsglied
auf die einzelnen Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente übertragen werden.
[0031] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist das Zentralverriegelungsglied ein Spannglied
auf, mittels welchem die effektive Länge oder der effektive Umfang des Zentralverriegelungsglieds
veränderbar, insbesondere verkürzbar ist. Das Spannglied dient insbesondere einem
Überführen des Zentralverriegelungsglieds aus der Löse-Konfiguration in die Fixierkonfiguration.
Das Spannglied kann gleichermaßen bei einem als formstabilen Ring als auch bei einem
flexibel ausgebildeten, etwa als Band, als Schlinge oder als Seil ausgebildeten Zentralverriegelungsglied
vorgesehen und dementsprechend implementiert sein. Das Spannglied kann mit einem ersten
Ende an einem ersten Abschnitt des Zentralverriegelungsglieds verbunden und hieran
fixiert sein. Ferner kann das Spannglied mit einem zweiten Ende an einem zweiten Abschnitt
des Zentralverriegelungsglieds verbunden oder hieran fixiert sein. Das Spannglied
selbst ist längenveränderlich oder es wirkt längenverändernd auf das Zentralverriegelungsglied.
Bei einem längenveränderlichen Spannglied kann der Abstand zwischen erstem und zweitem
Abschnitt des Zentralverriegelungsglieds durch entsprechende Betätigung des Spannglieds
bedarfsgerecht verändert werden.
[0032] Es ist hierbei insbesondere vorgesehen und im Rahmen des Möglichen, dass das Spannglied
eine Art Hebelfunktion ausübt und dass aufgrund der geometrischen Anbindung des Spannglieds
an das Zentralverriegelungsglied die vom Spannglied auf das Zentralverriegelungsglied
in Umfangsrichtung ausübbaren Kräfte radial nach innen auf die Anlagen von zumindest
erstem und zweitem Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment übertragen und
hierbei ggf. auch verstärkt werden. Insbesondere ist das Zentralverriegelungsglied
mittels des hiermit verbundenen oder in Wirkverbindung stehenden Spannglieds von der
Lösekonfiguration in die Fixierkonfiguration überführbar. Mittels des Spannglieds
können entsprechende Halte- und Fixierkräfte zunächst in Umfangsrichtung wirkend auf
das Zentralverriegelungsglied ausgeübt oder eingebracht werden. Durch die radial nach
innen gerichtete Anlage des Zentralverriegelungsglieds mit den ersten und zweiten
oder weiteren Anlagen von ersten und zweiten oder weiteren Segmenten kann die ursprünglich
vom Spannglied ausgehende Kraft in eine radial nach innen wirkende Halte- und Fixierkraft
auf die einzelnen Segmente übertragen werden.
[0033] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist das Spannglied ein Spannschloss oder einen
Spannbügel auf. Das Spannschloss oder der Spannbügel können daselbst variabel, das
heißt an unterschiedlichen, aber fest vorgegebenen Positionen, am Zentralverriegelungsglied
angeordnet und hieran fixiert sein. Insoweit kann über eine variable Fixierung oder
Anordnung des Spannschlosses oder des Spannbügels am Zentralverriegelungsglied eine
Art Vorspannung eingestellt werden. Das Spannschloss oder der Spannbügel stellen zudem
einen entsprechenden Spannbereich zur Verfügung. Infolge Betätigung des Spannschlosses
oder des Spannbügels kann die Länge des Spannglieds, in Umfangsrichtung betrachtet,
um ein vorgegebenes Maß verändert, beim Überführen von der Löse-Konfiguration in die
Fixierkonfiguration typischerweise verkürzt werden.
[0034] Die effektive Länge oder der effektive Umfang des Zentralverriegelungsglieds ist
typischerweise an den Außenumfang der einzelnen Anlagen der zur Bildung des Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliertellers beteiligten Segmente und deren Lage oder Position
in einer Endmontagestellung hieran vorgegeben und hieran angepasst.
[0035] Das Spannschloss oder der Spannbügel kann sowohl mit dem als formstabilen Ring als
auch mit dem als flexibles Band, als flexible Schlinge oder als flexibles Seil ausgestalteten
Zentralverriegelungsglied zusammenwirken oder hiermit verbunden bzw. fixiert sein.
[0036] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist das Spannglied eine drehbar gelagerte Spule
auf, auf welche das flexible Band, die flexible Schlinge oder das flexible Seil zumindest
abschnittsweise aufwickelbar ist. Die Spule kann hierbei insbesondere mit einer Kupplung
und/oder mit einem Ratschenmechanismus versehen sein. Der Ratschenmechanismus erlaubt
eine Drehung der Spule in eine erste Richtung und verhindert ein entgegengesetztes
Drehen in eine zweite Richtung. Infolge einer Drehung der Spule entlang der vom Ratschenmechanismus
vorgegebenen ersten Richtung wird das flexible Zentralverriegelungsglied weiter auf
die Spule aufgewickelt, sodass ein für das Umschließen von erster und zweiter Anlage
der zumindest ersten und zweiten Segmente verbleibende Rest des Bands, der Schlinge
oder des Seils effektiv verkürzt wird.
[0037] Die Spule ist soweit drehbar, bis das flexible Band, die flexible Schlinge oder das
flexible Seil sämtliche radial nach außen gewandten Anlagen sämtlicher zum Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Polierteller beitragenden Segmente umschließt und hieran zur
Anlage gelangt und/oder eine radial innen gerichtete Haltekraft auf die Segmente ausübt.
Der Ratschenmechanismus verhindert dabei ein selbsttätiges Lösen oder ein der ersten
Drehrichtung entgegengerichtetes Abwickeln der Spule.
[0038] Die Spule kann schließlich mit einer Kupplung versehen sein, welche beispielsweise
von einem Endanwender betätigbar ist, um den Ratschenmechanismus zumindest zeitweise
außer Kraft zu setzen. Mittels der Kupplung kann der Ratschenmechanismus vorübergehend
außer Kraft gesetzt und die Spule in der entgegengesetzten zweiten Richtung gedreht
werden. Hierdurch kann das Zentralverriegelungsglied aus der Fixierkonfiguration wieder
zurück in die Löse-Konfiguration überführt werden und die Fixierung der einzelnen
Segmente am Träger kann entsprechend gelöst werden. Mittels Aktivierung der Kupplung
kann die Länge der vom flexiblen Zentralverriegelungsglied gebildeten Schlaufe vergrößert
und der Durchmesser der Schlaufe entsprechend gesteigert werden, sodass die einzelnen
Segmente vom Träger gelöst und abgenommen werden können.
[0039] Das Spannglied kann insbesondere radial innenliegend bzw. radial nach innen beabstandet
vom Außenrand des Trägers am Träger angeordnet sein oder hieran angeordnet werden.
Eine gegenüber dem Außenrand des Trägers oder eine gegenüber dem Außenrand der einzelnen
Segmente beabstandete Anordnung des Spannglieds ermöglicht einerseits eine verhältnismäßig
kurze Ausgestaltung des Zentralverriegelungsglieds. Zum anderen wird hierdurch das
Spannglied aus dem radial außenliegenden Bereich des Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliertellers verlagert. Es ist im Betrieb der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder
Poliervorrichtung weitaus weniger stark einer mechanischen Abnutzung ausgesetzt als
dies bei einer Anordnung am Außenrand der Fall wäre.
[0040] Nach einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Entwicklung ferner einen Träger
zur Bildung eines Tellerbesens oder zur Bildung eines Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliertellers. Der betreffende Teller ist bezüglich einer Drehachse drehbar lagerbar.
Der Träger weist eine Trägerscheibe oder einen Tellerkörper mit einer Unterseite,
mit einer gegenüberliegenden Oberseite und mit einem Außenrand auf. An der Unterseite
der Trägerscheibe ist zumindest ein erstes Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment
mit einer radial nach außen gewandten ersten Anlage und zumindest ein zweites Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegment mit einer radial nach außen gewandten zweiten Anlage
lösbar anordenbar. Der Träger weist ferner ein zuvor beschriebenes Zentralverriegelungssystem
auf oder der Träger ist mit einem zugstabilen Zentralverriegelungsglied versehen,
welches, bezogen auf die Drehachse, an der ersten Anlage des ersten Segments und an
der zweiten Anlage des zweiten Segments radial zur Anlage bringbar und zur Ausübung
einer radial nach innen gerichteten Halte- und/oder Fixierkraft auf das erste Segment
und auf das zweite Segment ausgebildet ist. Das zugstabile Zentralverriegelungselement
kann am Träger angeordnet oder dem Träger zugeordnet sein. Es kann fest mit dem Träger
verbunden oder lösbar am Träger angeordnet sein.
[0041] Bei dem zugstabilen Zentralverriegelungsglied des Trägers kann es sich um das zuvor
in Verbindung mit dem Zentralverriegelungssystem beschriebene Zentralverriegelungsglied
handeln. Insoweit gelten sämtliche Merkmale, Eigenschaften und Vorteile des zuvor
beschriebenen Zentralverriegelungsglieds auch gleichermaßen für den hier beschriebenen
Träger mit einem solchen zugstabilen Zentralverriegelungsglied.
[0042] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist das Zentralverriegelungsglied an der Oberseite
oder am Außenrand der Trägerscheibe angeordnet oder es ist hieran entsprechend anordenbar.
Bei einer Anordnung am Außenrand der Trägerscheibe kann das Zentralverriegelungsglied
insbesondere einen formstabilen Ring aufweisen, der beispielsweise die am Träger angeordneten
Segmente, beispielsweise mittels eines U-förmigen Profils an ihrem Außenrand umschließt.
Das Zentralverriegelungsglied kann hierbei lediglich die radial nach außen gewandten
jeweiligen Anlagen der jeweils am Träger angeordneten Segmente zumindest bereichsweise
umschließen.
[0043] Bei anderen Ausgestaltungen ist denkbar, dass das Zentralverriegelungsglied neben
den radial nach außen gewandten Anlagen oder Außenflächen der Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegmente auch noch den Außenrand der Trägerscheibe umschließt
oder umgreift. Bei einer solchen Ausgestaltung können die radial außenliegenden Bereiche
oder Ränder der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente mittels des Zentralverriegelungsglieds
auch axial an dem Träger bzw. an dessen Trägerscheibe gesichert und fixiert werden.
Insoweit kommt dem Zentralverriegelungsglied hinsichtlich einer kombinierten axialen
und radialen Fixierung von Segmenten eine Doppelfunktion zu.
[0044] Mittels einer Anordnung des Zentralverriegelungsglieds am Außenrand der Trägerscheibe
und/oder an den radial außenliegenden Rändern der hieran angeordneten Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente kann ein in Axialrichtung vergleichsweise flach
oder niedrig bauendes Zentralverriegelungssystem verwirklicht werden. Dies ist insbesondere
von Vorteil, wenn der Träger bzw. seine Trägerscheibe an einer Maschine befestigt
ist und wenn aufgrund baulicher Begebenheiten der Bereich oberhalb des Trägers nur
schwer oder kaum zugänglich sein sollte.
[0045] Bei einer Anordnung des Zentralverriegelungsglieds an der Oberseite der Trägerscheibe
kann eine radial vom Außenrand der Trägerscheibe versetzte Anordnung des Zentralverriegelungsglieds
realisiert werden. Es ist hierbei insbesondere vorgesehen, dass das Zentralverriegelungsglied
in einem vorgegebenen Abstand radial nach innen versetzt zum Außenrand der Trägerscheibe
angeordnet ist. Das Zentralverriegelungsglied kann hierbei aus dem radial außenliegenden
Bereich des Trägers und der Trägerscheibe nach innen verlagert werden. Im Betrieb
einer mit dem Träger und mit mehreren Segmenten ausgestatteten Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliervorrichtung kann eine Beschädigung und eine Funktionsbeeinträchtigung
des Zentralverriegelungsglieds und des Zentralverriegelungssystems bei Kollisionen
des Trägers mit Drittgegenständen weitreichend vermieden werden. Das Zentralverriegelungssystem
und sein Zentralverriegelungsglied können aufgrund der radial gegenüber dem Außenrand
der Trägerscheibe nach innen versetzten Anordnung weitreichend schadfrei gehalten
werden.
[0046] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die Trägerscheibe im Bereich des ersten Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegments eine als Durchgangsöffnung ausgestaltete Aussparung
für ein von einer Oberseite des ersten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments
hervorstehendes Sicherungselement aufweist. An dem Sicherungselement ist die mit dem
Zentralverriegelungsglied zur Anlage bringbare erste Anlage ausgebildet. Das Sicherungselement
des Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments steht derart weit von der Oberseite
des Segmentkörpers hervor, dass es die Aussparung bzw. die Durchgangsöffnung der Trägerscheibe
axial durchsetzt, sodass ein von der Oberseite der Trägerscheibe hervorstehender Bereich
des Sicherungselements mit dem Zentralverriegelungsglied in Eingriff gelangen kann.
[0047] Das Durchsetzen der trägerseitigen Aussparung mittels des nach oben von der Oberseite
des Segments hervorstehenden Sicherungselements ermöglicht eine gegenüber dem Außenrand
der Trägerscheibe radial nach innen verlagerte Anordnung des Zentralverriegelungsglieds
bzw. des gesamten Zentralverriegelungssystems. Das Sicherungselement kann beispielsweise
einen nach radial außen offenen Haken aufweisen, der einen Hinterschneidungsbereich
bildet, in welchen das Zentralverriegelungsglied radial nach innen gerichtet einführbar
und radial nach innen gerichtet zur Anlage bringbar ist.
[0048] Das Sicherungselement kann aber auch in Form eines nach oben, vom Segmentkörper hervorstehenden
Vorsprungs ausgestaltet sein, welcher an einer radial nach außen weisenden Außenseite
beispielsweise eine Nut oder dergleichen Hinterschneidung für das Zentralverriegelungsglied,
beispielsweise für das flexible Band, die flexibe Schlinge oder das flexible Seil
aufweist.
[0049] Nach einer weiteren Ausgestaltung weist der Träger eine Trägerführung auf, die korrespondierend
zu einer am Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment ausgestalteten Segmentführung
ausgebildet ist, um das Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment mittels einer
radial nach innen gerichteten Verschiebebewegung relativ zum Träger in eine Endmontagestellung
am Träger zu verschieben. In der Endmontagestellung ist das Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliersegment mittels des Zentralverriegelungsglieds fixierbar. Insbesondere
sind sämtliche am Träger angeordneten und typischerweise gleichartig oder identisch
ausgebildeten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente zusammen mittels des
Zentralverriegelungsglieds am Träger fixierbar. Das Zentralverriegelungsglied umschließt
hierbei die erste Anlage des ersten Segments, die zweite Anlage des zweiten Segments,
die dritte Anlage eines dritten Segments usw. Zumindest umschließt das Zentralverriegelungsglied
jeweils eine radial nach außen gerichtete Anlage eines jeden am Träger angeordneten
Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments.
[0050] Die Trägerführung und die Segmentführung können miteinander korrespondierende bzw.
komplementär zueinander ausgestaltete Profile aufweisen, mittels derer ein jedes Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegment radial verschiebbar am Träger gelagert werden und
entlang der Trägerführung in die Endmontagestellung verschiebbar ist.
[0051] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist an der Trägerscheibe bzw. am Träger zumindest
ein erster Endanschlag für das Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment und
ein zweiter Endanschlag für das zweite Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment
vorgesehen oder hieran ausgebildet. Mittels des zugstabilen Zentralverriegelungsglieds
kann das erste Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment am ersten Endanschlag
und das zweite Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment am zweiten Endanschlag
fixiert werden. Mittels des Zentralverriegelungsglieds sind insbesondere sämtliche
an einem hierfür vorgesehenen trägerseitigen Endanschlag zur Anlage gelangenden Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente radial fixierbar. Eine axiale und/oder tangentiale
Fixierung kann insbesondere über die miteinander in Eingriff stehenden Träger- und
Segmentführungen von Träger und den jeweiligen Segmenten bereitgestellt werden.
[0052] Der am Träger oder seiner Trägerscheibe vorgesehene Endanschlag kann eine radial
nach außen gerichtete Anschlagsfläche oder Anschlagskontur aufweisen, welche mit einer
radial innenliegenden Gegenanschlagsfläche des Segments radial zur Anlage bringbar
ist. Mittels des Zentralverriegelungsglieds, welches typischerweise eine radial nach
innen gerichtete Halte- oder Fixierkraft auf das Segment bzw. auf sämtliche Segmente
ausübt, kann das betreffende Segment, bzw. können sämtliche Segmente in Anlagestellung
am jeweiligen Endanschlag gehalten werden.
[0053] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist denkbar, dass die mehreren Segmente untereinander
wechselseitige Endanschläge bilden. Dies kann insbesondere dann erreicht werden, wenn
die in Umfangsrichtung außenliegenden Seitenränder von benachbart in Umfangsrichtung
aneinander angrenzenden Segmenten oder Segmentkörpern durch eine radial nach innen
gerichtete Verschiebebewegung gegenüber dem Träger unmittelbar in Umfangsrichtung
zur Anlage gelangen. Dies ist insbesondere bei kuchenstückartig oder kreissegmentartig
bzw. kreisringsegmentartig ausgestalteten Segmentkörpern der Fall. Infolge einer radial
nach innen gerichteten Verschiebung von in Umfangrichtung benachbart aneinander angrenzender
Segmente oder Segmentkörper fungieren die unmittelbar aneinander zur Anlage gelangenden
Seitenränder oder Seitenwangen der Segmentkörper als Endanschlag, wenn sie mit einer
korrespondierend hierzu ausgestalteten Seitenwange oder Seitenrand eines jeweils benachbart
angeordneten Segmentkörpers zur Anlage gelangen.
[0054] Anstelle eines radial nach außen gerichteten trägerseitigen Endanschlags ist ferner
denkbar, dass beispielsweise die Trägerführung radial nach innen verjüngend, beispielsweise
konisch verjüngend ausgestaltet ist und dass die hieran mit ihrer Segmentführung anzuordnenden
Segmente bzw. deren Segmentkörper eine hierzu korrespondierende oder komplementäre
konische oder verjüngende Struktur an ihren gegenüberliegenden Außenrändern in Umfangsrichtung
aufweisen. Infolge einer radial nach innen gerichteten Verschiebebewegung der Segmente
bzw. der Segmentkörper gegenüber dem Träger kann gleichermaßen eine in Radialrichtung
wirkende Endanschlagskonfiguration erzielt werden.
[0055] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann die an oder in der Trägerscheibe ausgestaltete
Aussparung gleichermaßen als Endanschlag fungieren. Die Aussparung kann nämlich radial
nach innen gerichtet eine Begrenzung aufweisen, an welcher das axial nach oben hervorstehende
Sicherungselement des jeweiligen Segments unmittelbar zur Anlage gelangt. Insoweit
kann das Sicherungselement eines jeden Segments an einer radial innenliegenden Begrenzung
der Aussparung der Trägerscheibe zur Anlage gebracht werden und hierdurch einen radial
innenliegenden Anschlag bzw. Endanschlag für das jeweilige Segment am Träger bereitstellen.
Der Aussparung kommt dabei gleichermaßen eine Doppelfunktion zu, nämlich einerseits
zur Verlagerung einer radial nach außen gerichteten Anlage eines Segments auf die
Oberseite des Trägers und andererseits zur Bildung eines radialen Endanschlag für
das betreffende Segment.
[0056] Nach einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Weiterentwicklung eine Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung, welche einen zuvor beschriebenen Träger sowie
ein erstes Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment und zumindest ein zweites
Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment aufweist. Die einzelnen Segmente weisen
jeweils einen Segmentkörper auf, der typischerweise nach Art eines Teilkreises oder
eines Teilkreisrings ausgebildet ist. Die einzelnen Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder
Poliersegmente komplettieren sich typischerweise zu einem Kreisring und bilden zusammen
mit dem Träger bzw. seiner Trägerscheibe einen Tellerbesen oder je nach Ausgestaltung
der Segmente auch einen Schleif-, Polier- oder Reinigungsteller, insbesondere für
die Bearbeitung oder Reinigung befestigter Flächen oder Böden.
[0057] Die Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente weisen typischerweise einen
im Wesentlichen ebenen teilkreis- oder kreissegmentartig ausgestalteten Segmentkörper
auf, an dessen Unterseite mehrere Borsten, eine abrasive Körnung oder eine Faserstruktur
angeordnet oder ausgebildet ist. Je nach Ausbildung des Segments handelt es sich um
ein Reinigungssegment, um ein Kehrsegment, um ein Schleifsegment oder um ein Poliersegment
zur Bildung eines entsprechenden Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers.
[0058] Die Reinigung-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung ist insbesondere als Tellerbesen
für eine Straßenkehrmaschine ausgestaltet. Je nach Ausgestaltung kann der Träger einen
Durchmesser von mehr als 40 cm, mehr als 50 cm, mehr als 60 cm oder auch mehr als
80 cm aufweisen.
[0059] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung
weist diese zumindest einen Endanschlag auf, an welchem die Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliersegmente mit Erreichen einer radial innenliegenden Endmontagestellung am
Träger in Radialrichtung oder in Umfangsrichtung zur Anlage gelangen. Das Zentralverriegelungsglied
ist hierbei dazu ausgestaltet, das erste und das zumindest zweite Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegment gegen den Endanschlag zu drücken oder in einer Anlagestellung
am Endanschlag zu halten.
[0060] Der Endanschlag kann hierbei am Träger oder seiner Trägerscheibe ausgestaltet sein.
Er kann beispielsweise axial von einer Unterseite der Trägerscheibe hervorstehen und
eine oder mehrere radial nach außen gerichtete Anschlagsflächen für die einzelnen
Segmente aufweisen. Ferner sind mehrere einzelne Endanschläge mit je einer radial
nach außen weisenden Anschlagsfläche für die entsprechenden radial nach innen gerichteten
Gegenanschlagsflächen der jeweiligen Segmente denkbar. Der Endanschlag kann aber auch
in oder von einer als Durchgangsöffnung ausgestalteten Aussparung in der Trägerscheibe
gebildet sein, welche typischerweise von einem Sicherungselement eines Segments durchsetzbar
ist.
[0061] Nach einer weiteren Ausgestaltung können die einzelnen am Träger anordenbaren Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente selbst, typischerweise mit ihren in Umfangsrichtung
außenliegenden Seitenrändern wechselseitige Endanschläge bilden. Dies ist insbesondere
dann möglich und vorgesehen, wenn sich die in Umfangsrichtung außenliegenden Seitenränder
der jeweiligen Segmente in etwa in Radialrichtung erstrecken.
[0062] Nach einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Entwicklung ferner ein Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegment zur Anordnung an einem Träger zur Bildung eines
Tellerbesens oder zur Bildung eines Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers.
Das Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment weist einen im Wesentlichen eben
ausgestalteten Segmentkörper auf. Der Segmentkörper weist eine Unterseite und eine
gegenüberliegende Oberseite auf. Der Segmentkörper ist zur Anordnung an einer Unterseite
eines zuvor beschriebenen Trägers bzw. einer zuvor beschriebenen Trägerplatte ausgebildet.
Der Segmentkörper weist an seiner Unterseite entweder mehrere Borsten, eine abrasive
Körnung oder eine Faserstruktur auf, um dementsprechend als Kehr-, Schleif- oder Poliersegment
für die Bildung eines entsprechenden Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliertellers
zu fungieren.
[0063] An der Oberseite des Segmentkörpers ist ein Sicherungselement angeordnet oder ausgebildet.
Das Sicherungselement steht, bezogen auf die spätere Anordnung am drehbar, bezüglich
einer Achse, zu lagernden Träger in Axialrichtung von der Oberseite des Segmentkörpers
hervor. Insbesondere erstreckt sich das Sicherungselement entlang einer Flächennormalen
der Oberseite des Segmentkörpers.
[0064] Das Sicherungselement befindet sich typischerweise beabstandet vom radial außenliegenden
Außenrand des Segmentkörpers. Es befindet sich vorzugsweise auch tangential oder in
Umfangsrichtung beabstandet von den seitlichen bzw. in Umfangsrichtung außenliegenden
Seitenrändern des Segmentkörpers.
[0065] Bezogen auf die vorgesehene Anordnung am, bezüglich einer Drehachse, zu lagernden
Träger, weist das Sicherungselement eine Hinterschneidung auf oder es bildet eine
Hinterschneidung, die radial von außen zugänglich ist und in welcher ein zuvor beschriebenes
Zentralverriegelungsglied einführbar ist. Die Hinterschneidung des Sicherungselements
weist eine radial nach außen gerichtete Öffnung auf, sodass das Zentralverriegelungsglied
von radial außen nach radial innen in das Sicherungselement eingeführt werden kann,
um somit eine radial nach innen gerichtete Halte- oder Fixierkraft auf das Sicherungselement
und den hiermit verbundenen Segmentkörper ausüben kann.
[0066] Das Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment ist insbesondere für ein zuvor
beschriebenes Zentralverriegelungssystem als auch für einen zuvor beschriebenen Träger
oder für eine zuvor beschriebene Reinigung-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung
vorgesehen. Insoweit gelten sämtliche zu den zuvor beschriebenen Gegenständen dargelegten
Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten auch gleichermaßen für das Reinigung-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegment; und umgekehrt.
[0067] Nach einem weiteren Aspekt ist schließlich ein Tellerbesen oder ein Reinigungs-,
Schleif- oder Polierteller zur Anordnung an einer Reinigungs-, Kehr- oder Poliermaschine
vorgesehen, welcher einen zuvor beschriebenen Träger und zumindest ein hieran angeordnetes
Segment aufweist. Der Tellerbesen ist grundsätzlich sowohl für den Einsatz in der
Straßen- und Gehwegreinigung, ein Reinigungs-, Schleif- oder Polierteller ist bevorzugt
für die Bereiche der Innenraumreinigung einsetzbar.
[0068] Anstelle eines mit Borsten bestückten Bürstensegments ist ferner auch denkbar, dass
an der Unterseite des Segmentkörpers keine Borsten, sondern lediglich eine mit einer
zu reinigenden Fläche in Kontaktstellung gelangende Reinigungsstruktur, beispielsweise
in Form eines Gewebes, eines Gewirkes oder einer Schleifkörnung angeordnet ist. Die
Anordnung von der Unterseite des Segmentkörpers abragender Borsten ist lediglich rein
beispielhaft und grundsätzlich kann der Segmentkörper auch als Segment einer Schleif-
oder Poliersegment ausgestaltet sein, wobei der Segmentkörper an seiner Unterseite
eine Schleif-, Polier- oder Abrasivfläche aufweist.
[0069] Es ist ferner anzumerken, dass sämtliche in Bezug auf ein Segment, etwa ein Bürstensegment
beschriebenen Merkmale und Vorteile auch in gleicher oder analoger Art und Weise für
den Träger des Tellerbesens sowie für den Tellerbesen gelten; und umgekehrt.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0070] Weitere Merkmale, Ziele sowie Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren erläutert. Hierbei gelten
sämtliche zu einem Ausführungsbeispiel offenbarten Merkmale auch gleichermaßen für
andere Ausführungsbeispiele als offenbart und hiermit kombiniert, sofern dies technisch
möglich ist. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung
mit einem Zentralverriegelungssystem und mit mehreren hieran angeordneten Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegmenten,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine stark vereinfachte Darstellung eines Querschnitts durch die Vorrichtung gemäß
Fig. 2,
- Fig. 4
- eine weitere stark vereinfachte Darstellung einer abgewandelten Ausführung der Vorrichtung
gemäß Fig. 2,
- Fig. 5
- eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliervorrichtung von oben betrachtet,
- Fig. 6
- eine Explosionsdarstellung sämtlicher Einzelteile der Vorrichtung gemäß Fig. 5,
- Fig. 7
- eine Querschnittsdarstellung durch den Träger und die Segmente der Vorrichtung gemäß
der Fig. 5 und 6,
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts der Fig. 7,
- Fig. 9
- eine isolierte Darstellung einer an der Unterseite der Trägerscheibe anzuordnenden
Halterung für mehrere Segmente,
- Fig. 10
- eine isolierte Darstellung eines Segmentkörpers zur Anordnung an der Halterung gemäß
Fig. 9,
- Fig. 11
- eine weitere perspektivische Darstellung der Vorrichtung gemäß Fig. 5,
- Fig. 12
- einen vergrößerten Ausschnitt der Vorrichtung gemäß Fig. 11,
- Fig. 13
- eine weitere Ausgestaltung eines Zentralverriegelungssystems für eine Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung,
- Fig. 14
- eine weitere Ausführung einer Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung,
- Fig. 15
- eine Explosionsdarstellung der Einzelteile der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung
gemäß Fig. 14,
- Fig. 16
- eine isolierte perspektivische Darstellung eines Segments der Ausführungsform gemäß
Fig. 14 und 15,
- Fig. 17
- eine Draufsicht von außen auf einen Segmentkörper gemäß Fig. 16,
- Fig. 18
- einen Querschnitt durch den Segmentkörper gemäß Fig. 17 in Endmontagestellung am zugehörigen
Träger und
- Fig. 19
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts der Fig. 14.
Detaillierte Beschreibung
[0071] In den Fig. 1 bis 5 ist ein Beispiel einer Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung
10 schematisch dargestellt, welche vorliegend als Tellerbesen ausgestaltet ist. Die
Vorrichtung 10 weist einen im Wesentlichen ebenen Träger 12 mit einer Trägerscheibe
14 auf. Die Trägerscheibe 14 weist typischerweise eine zentrische Durchgangsöffnung
13, etwa zur Aufnahme einer für den Antrieb des Trägers 12 vorgesehenen Welle auf.
Mithin ist der Träger 12 und die gesamte Kehr- oder Reinigungsvorrichtung 10 bezüglich
einer Drehachse 1 an einer Maschine, beispielsweise an einer Kehrmaschine, einer Polier-
oder Schleifmaschine drehbar lagerbar.
[0072] Die Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung weist mehrere Segmente 40,
40' auf, die jeweils teilkreisartig oder teilkreisringartig ausgebildet sind. Die
Segmente 40, 40' sind typischerweise an einer Unterseite 15 der Trägerscheibe 14 lösbar
befestigbar. Die einzelnen Segmente 40, 40' weisen jeweils eine im Wesentlichen eben
ausgestalteten oder plattenartigen Segmentkörper 42 auf. Die Segmentkörper 42 weisen
eine Unterseite 41 und eine gegenüberliegende Oberseite 49 auf. An der Unterseite
41 der Segmentkörper 42 ragen im gezeigten Ausführungsbeispiel einzelne Borsten 6
in Axialrichtung nach unten ab. Die Borsten 6 können sich hierbei auch unter einem
vorgegebenen Winkel schräg nach außen, das heißt schräg nach radial außen erstrecken.
Das freie Ende der Borsten 6 liegt in einer axialen Projektion, wie beispielsweise
in Fig. 5 gezeigt, radial außerhalb eines Außenrands 17 des Trägers 12.
[0073] Die einzelnen Segmente weisen radial innenliegend einen Innenrand 44 und gegenüberliegend
einen Außenrand 46 auf. Zwischen dem Innenrand 44 und dem Außenrand erstrecken sich
seitliche Seitenränder 43, 45. Wie in Fig. 1 gezeigt, können beispielsweise acht Segmente
40, 40' an der Unterseite 15 des Trägers 12 zur Bildung eines weitreichend geschlossenen
Rings angeordnet werden. Jedes einzelne Segment 40 kann beispielsweise mittels einer
noch näher zu beschreibenden Segmentführung mit einer am Träger ausgestalteten Trägerführung
zusammenwirken, um das jeweilige Segment 40 bezüglich der Umfangsrichtung u und bezüglich
der Axialrichtung Z am Träger 12 zu befestigen und zu fixieren.
[0074] Für eine radiale Fixierung zumindest eines ersten Segments 40 und eines zweiten Segments
40' ist ein Zentralverriegelungssystem 102 vorgesehen. Das Zentralverriegelungssystem
102 weist ein Zentralverriegelungsglied 100 auf, welches an einer ersten radial nach
außen gewandten ersten Anlage 101 eines ersten Segments 40 und an einer zweiten radial
nach außen gewandten Anlage 101' eines zweiten Segments 40' zur Anlage bringbar und
zur Ausübung einer radial nach innen gerichteten Halte- oder Fixierkraft auf das erste
Segment 40 und das zweite Segment 40' ausgebildet ist. Das Zentralverriegelungsglied
100 kann insbesondere mit sämtlichen am Träger 12 angeordneten Segmenten 40, 40' zusammenwirken,
um sämtliche Segmente 40, 40' radial am Träger 12 zu sichern und zu fixieren.
[0075] Das Zentralverriegelungsglied 100 weist einen Innenrand 105 auf, mittels welchem
es an den radial nach außen gewandten Anlagen 101, 101' sämtliche Segmente 40, 40'
gleichzeitig radial zur Anlage bringbar ist, um eine entsprechende radial nach innen
gerichtete Halte- und Fixierkraft auf sämtliche Segmente 40, 40' auszuüben.
[0076] Das Zentralverriegelungsglied 100 weist in der Darstellung gemäß der Fig. 1 bis 5
eine in Umfangsrichtung u geschlossene Struktur 110 auf, die sich in Umfangsrichtung
um sämtliche Segmente 40, 40' oder um Teile hiervon erstreckt.
[0077] Der Umfang des Zentralverriegelungsglieds 100 ist variabel verstellbar, bevorzugt
stufenlos verstellbar, um insbesondere den Innenquerschnitt seines Innenrands 105
variabel zu ändern. Insoweit kann das Zentralverriegelungsglied 100 ein Spannglied
120 aufweisen oder mit einem Spannglied 120 gekoppelt sein. Mittels des Spannglieds
ist das Zentralverriegelungsglied 100 aus einer in Fig. 1 gezeigten Löse-Konfiguration,
in welcher es einen Innendurchmesser oder einen Innenquerschnitt aufweist, welcher
größer ist als der Außendurchmesser oder Außenquerschnitt sämtlicher Segmente 40,
40' in eine in Fig. 1 gestrichelt dargestellte Fixierkonfiguration 100' überführbar,
in welcher das Zentralverriegelungsglied 100 an den Segmentkörpern 42 bzw. an den
radial nach außen gewandten Anlagen 101, 101' der Segmente 40, 40' radial anliegt.
[0078] Das Spannglied 120 kann beispielsweise in Form eines Spannbügels 122 ausgestaltet
sein oder einen Spannbügel aufweisen, wie dies etwa in den Fig. 1, 2 und 5 gezeigt
ist. Das Spannglied 120 kann mit einem ersten Ende 125 fest an einem ersten Abschnitt
126 des Zentralverriegelungsglieds 100 angeordnet und hieran fixiert sein. Ein zweites
Ende 127 des Spannglieds 120 kann fest mit einem zweiten Abschnitt 128 des Zentralverriegelungsglieds
100 verbunden sein, wobei erste und zweite Abschnitte 126, 128 des Zentralverriegelungsglieds
100 in Umfangsrichtung u voneinander beabstandet sind. Das Spannglied 120 kann beispielsweise
einen Betätigungshebel 129 aufweisen, welcher mit einem Spannbügel 122 schwenkbar,
aber zugstabil in Verbindung steht. Der Betätigungshebel 129 kann mit dem Endabschnitt
128 in Verbindung stehen. Der Spannbügel kann mit einem am ersten Ende 125 vorgesehenen
Haken 123 in Eingriff stehen, sodass durch Betätigung, etwa durch Niederdrücken des
Betätigungshebels 129 über das Spannglied 120 eine aufeinander zu gerichtete Zugkraft
zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt 126, 128 des Zentralverriegelungsglieds
100 ausübbar ist. Dies hat zur Folge, dass der Abstand zwischen den Abschnitten 126,
128 verkürzt wird, was eine Reduzierung des Umfangs des Zentralverriegelungsglieds
100 und hiermit einhergehend eine Reduzierung seines Durchmessers bzw. seines Innenquerschnitts
zur Folge hat.
[0079] Im in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Zentralverriegelungsglied
100 einen formstabilen Ring 111 auf, welcher im Querschnitt U-profilartig ausgestaltet
ist. Das Profil des Rings 111 kann derart bemessen sein, dass die radial außenliegenden
Außenränder 46 der einzelnen Segmente 40 in das U-Profil des Rings 111 einführbar
sind.
[0080] Insoweit kann der Ring 11, welcher zum Beispiel als sogenannter Fassring ausgestaltet
sein kann, die gesamten Außenränder 46 sämtlicher Segmente 40 aufnehmen und diese
nicht nur in Radialrichtung fixieren, sondern auch in Axialrichtung stabilisieren,
sobald der Ring seine Fixierkonfiguration 100' einnimmt, wie diese beispielsweise
in den Fig. 1 und 3 gestrichelt dargestellt ist.
[0081] Hierbei kann, wie in den Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellt, vorgesehen sein, dass
die Außenränder 46 der einzelnen Segmente 40, 40' vom Außenrand 17 des Trägers 12
hervorstehen. Radial innenliegend kann, wie schematisch in Fig. 3 gezeigt, jeweils
ein Endanschlag 90 für jedes der Segmente 40, 40' am Träger 12 vorgesehen sein. Der
Endanschlag 90 kann insbesondere von der Unterseite 15 der Trägerscheibe 14 axial
hervorstehen und die radial nach innen gerichtete Einführ- oder Montagebewegung der
einzelnen Segmente 40, 40' radial nach innen begrenzen.
[0082] Anstelle solcher Endanschläge 90 ist es ferner denkbar, dass die Seitenränder 43,
45 von in Umfangsrichtung benachbart angeordneten Segmenten 40, 40' mit Erreichen
einer Endmontagestellung am Träger 12 wechselseitig in Umfangsrichtung in Anlagestellung
gelangen. Aufgrund der etwa konischen Ausgestaltung der Segmentkörper 42 stellen die
wechselseitig in Umfangsrichtung zur Anlage gelangenden Seitenränder 43, 45 von in
Umfangsrichtung benachbarten Segmenten 40, 40' ebenfalls eine Art Endanschlag dar.
Insoweit sind bei der hier gezeigten radial nach innen konisch verjüngten Ausgestaltung
der Segmentkörper 42 die in Fig. 3 angedeuteten trägerseitigen Endanschläge 90 nicht
unbedingt nötig.
[0083] In der alternativen Ausgestaltung gemäß Fig. 4 ist vorgesehen, dass der formstabile
Ring 111 des Zentralverriegelungsglieds 100 in Axialrichtung derart bemessen ist,
dass seine radial nach innen offene U-profilartige Querschnittskontur sowohl zur Aufnahme
des Außenrands 46 des Segmentkörpers 42 als auch zur Aufnahme des Außenrands 17 der
Trägerscheibe 14 ausgebildet ist. Auf diese Art und Weise kann mittels des Zentralverriegelungsglieds
100 gleichermaßen auch eine randseitige axiale Fixierung sämtlicher Segmente 40, 40'
am Träger 12 bereitgestellt werden.
[0084] Anstelle eines U-profilartigen formstabilen Rings 111 kann auch umgekehrt vorgesehen
sein, in den Außenrändern 46 der einzelnen Segmente eine in Umfangsrichtung verlaufende
Nut vorzusehen, in welcher ein umlaufendes Zentralverriegelungsglied 100 einführbar
bzw. aufnehmbar ist. Es ist denkbar, das Zentralverriegelungsglied als einen umlaufenden
bandartigen Ring, als flexibles Band, als flexible Schlinge oder flexibles Seil auszugestalten,
welches in einer radial nach außen offenen Nut im Außenrand 46 der einzelnen Segmente
40, 40' verläuft.
[0085] In den Fig. 5, 11 und 12 ist eine weitere Ausführungsform des Zentralverriegelungssystems
102 gezeigt. Auch hierbei ist ein formstabiler Ring 111 vorgesehen. Dieser liegt aber
nicht an den radial außenliegenden Außenrändern 46 der Segmentkörper 42, sondern an
Sicherungselementen 80 der einzelnen Segmente 40, 40' an, welche von der Oberseite
49 der einzelnen Segmentkörper 42 nach oben, d.h. bezogen auf die Drehachse 1 axial
abragen. Die Sicherungselemente 80 weisen, wie insbesondere in Fig. 6 dargestellt,
eine hakenartige Gestalt auf. Sie können insbesondere als U-förmige Sicherungshaken
86 ausgestaltet sein, welche radial nach außen geöffnet ausgestaltet und somit zur
Aufnahme eines von radial außen nach radial innen beweglichen Zentralverriegelungsglieds
100 ausgebildet sind.
[0086] Der Träger 12 bzw. die Trägerscheibe 14 weisen für jedes Segment 40 jeweils eine
als Durchgangsöffnung ausgestaltete Aussparung 18 auf. Im Ausführungsbeispiel der
Fig. 5 bis 13 erstrecken sich jene Aussparungen 18 bis an den Außenrand 17 der Trägerscheibe.
Sie sind sozusagen als randseitige Aussparungen 18 ausgestaltet. Insoweit können die
einzelnen Segmente 40, 40' entlang einer radial nach innen gerichteten Verschiebebewegung
mit ihrer Oberseite 49 an der Unterseite 15 des Trägers 12 entlanggleitend am Träger
befestigt werden, wobei die nach oben ragenden Sicherungselemente 80 radial nach innen
in die Aussparung 18 geführt werden. Der radial innenliegende Innenrand einer jeden
Aussparung 18 kann hierbei zugleich als Endanschlag 90 für die einzelnen Segmente
fungieren. Wie insbesondere in der vergrößerten Darstellung gemäß Fig. 12 gezeigt,
kann der Ring 111 des Zentralverriegelungsglieds 100 eine radial nach innen gerichtete
randseitige Abkantung 114 aufweisen, welche passgenau in die nach außen offenen Sicherungshaken
86 der einzelnen Sicherungselemente 80 einführbar ist. Durch Betätigung des Spannglieds
120 kann der Innendurchmesser bzw. der Innenquerschnitt des Rings 111 derart reduziert
werden, dass der Ring 111 eine radial nach innen gerichtete Haltekraft auf die Sicherungselemente
80 und damit auf die hiermit verbundenen Segmentkörper 42 ausübt.
[0087] Die Sicherungselemente 80 bzw. die Sicherungshaken 86 bilden hierbei eine radial
nach außen gerichtete Anlage 101 für ein jeweiliges Segment 40, welches mit dem Zentralverriegelungsglied
100 zusammenwirken kann.
[0088] Indem die Sicherungshaken 86 die Abkantung 114 auch in Axialrichtung umschließen,
kann hierbei gleichermaßen eine axiale Sicherung für die einzelnen Segmente 40, 40'
erreicht werden.
[0089] In Fig. 13 ist eine weitere Ausführungsform eines Zentralverriegelungssystems 102
mit einer weiteren Variante eines Zentralverriegelungsglieds 100 gezeigt. Die Anordnung
der Segmente 40 an dem Träger 12 entspricht im Wesentlichen derjenigen der Fig. 5
bis 12. Anstelle eines formstabilen Rings 11 weist das Zentralverriegelungsglied 100
hier jedoch ein flexibles Band 112 oder ein flexibles Seil 115 auf. Das flexible Zentralverriegelungsglied
100 weist auch hier eine geschlossene Struktur 110 auf und kann um sämtliche Sicherungselemente
80, optional um deren Sicherungshaken 86 gelegt werden.
[0090] Zur Überführung des Zentralverriegelungsglieds 100 aus einer Löse-Konfiguration in
eine Fixierkonfiguration und zur Ausübung einer radial nach innen gerichtete Halte-
oder Fixierkraft auf sämtliche Segmente 40, 40' kann das flexible Zentralverriegelungsglied
100 gemäß Fig. 13 gleichermaßen mit einem Spannglied 120 versehen oder strukturell
hiermit gekoppelt sein. Das Spannglied 120 kann prinzipiell ebenfalls als Spannbügel
oder als Spannschloss ausgebildet sein. In den Ausführungsbeispielen der Fig. 13 und
14 weist das Spannglied 120 eine drehbar gelagerte Spule 124 auf, auf welche das flexible
Zentralverriegelungsglied, mithin das Seil 115 oder das Band 112 aufwickelbar ist.
[0091] Die Spule 124 kann insbesondere mit einem Ratschenmechanismus und mit einer Kupplung
versehen sein bzw. einen Ratschenmechanismus und eine Kupplung aufweisen. Mittels
des Ratschenmechanismus kann eine Richtungssperre für die Spule verwirklicht werden.
Insbesondere kann mittels des Ratschenmechanismus die Spule in eine erste Richtung
gedreht werden, in welcher das flexible Zentralverriegelungsglied 100 auf die Spule
124 aufgewickelt wird. Der Ratschenmechanismus stellt hierbei eine Drehsperre für
die Spule in entgegengesetzter Richtung, also in einer zweiten Drehrichtung bereit.
Das heißt, die Spule 124 kann lediglich entlang der ersten Richtung, das heißt in
Aufwickelrichtung, gedreht werden, um eine Spannung auf das zugstabile Zentralverriegelungsglied
100 auszuüben.
[0092] Die Spule 124 kann ferner mit einer Kupplung versehen sein, welche vom Endanwender
betätigbar ist, um beispielsweise den Ratschenmechanismus zeitweise außer Kraft zu
setzen oder zu deaktivieren. Durch Betätigung der Kupplung kann die Spule entgegen
der Aufwickelrichtung, das heißt in eine zweite Drehrichtung bewegt werden, insbesondere
um das Zentralverriegelungsglied 100 aus der gespannten Fixierkonfiguration in die
entspannte Löse-Konfiguration zu überführen, in welcher eine entsprechende radial
nach innen gerichtete Halte- und Fixierkraft reduziert bzw. aufgehoben ist.
[0093] Bei der weiteren Ausführungsform einzelner Segmente gemäß der Fig. 15 bis 19 sind
an der Oberseite 49 der Segmente 40 bzw. des jeweiligen Segmentkörpers nach oben ragende
Vorsprünge 61 ausgebildet oder vorgesehen. Hierbei weist ein jedes Segment 40 einen
nach oben, von der Oberseite 49 hervorstehenden Vorsprung 61 auf, welcher ähnlich
wie die zuvor beschriebenen Sicherungshaken 86 eine als Durchgangsöffnung ausgebildete
Aussparung 18 durchsetzen. Der Vorsprung 61 des Segments 40 befindet sich radial innenliegend
vom Außenrand 46 des Segments 40. Er kann insbesondere an den Innenrand 44 des Segmentkörpers
42 angrenzen. Der axial von der Oberseite 49 hervorstehende Bereich des Vorsprungs
61 weist eine radial nach außen gewandte Rückseite 65 auf, welche zugleich als Anlage
101 für das Zentralverriegelungsglied 100 fungiert.
[0094] In der beispielsweise in Fig. 14 und 19 gezeigten Endmontagestellung kann das Zentralverriegelungsglied
100 radial außerhalb sämtlicher Vorsprünge 61 von Segmenten 40, 40' geführt sein,
welche sich von unten durch die entsprechenden Aussparungen 18 des Trägers 12 erstrecken.
[0095] Durch Ausübung einer Spannkraft und durch Kontraktion des flexiblen Zentralverriegelungsglieds
100 kann insoweit eine radial nach innen gerichtete Halte- und Fixierkraft auf sämtliche
Vorsprünge 61 der am Träger 12 angeordneten Segmente 40,40' ausgeübt werden. Für eine
sichere Führung und Halterung des flexiblen Zentralverriegelungsglieds 100 an den
Vorsprüngen 61 weisen die Vorsprünge 61 an ihrer radial nach außen gewandten Rückseite
65 jeweils eine Nut 103 auf, welche eine Hinterschneidung zur Aufnahme des Bands 112
oder des Seils 115 bildet. Ein die Nut 103 radial nach außen überragender Kopfabschnitt
67 des Vorsprungs 61 kann das Zentralverriegelungsglied 100 auch axial umschließen,
sodass das Zentralverriegelungsglied nicht nur eine radiale, sondern auch eine axiale
Fixierung für das jeweilige Segment 40, 40' am Träger 12 bereitstellen kann.
[0096] Das Vorsehen von zumindest einem Sicherungselement 80 an der Oberseite 49 eines jeden
Segments 40 oder Segmentkörpers 42 ermöglicht es, das Zentralverriegelungsglied 100
an der Oberseite 49 des Trägers 12 anzuordnen. Hierdurch wird ferner eine gegenüber
dem Außenrand 17 radial nach innen verlagerte Anordnung des Zentralverriegelungsglieds
100 am Träger 12 möglich. Im Betrieb der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung
10 befindet sich das Zentralverriegelungsglied 100 als auch das optionale Spannglied
120 außerhalb des Arbeitsbereichs der Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung
10. Das Zentralverriegelungsglied 100 und/oder das Spannglied 120 kann hierdurch besonders
gut und einfach vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Zudem ist an der Oberseite
49 angeordnetes Zentralverriegelungsglied 100 und ein dementsprechendes Spannglied
120 zum Auswechseln einzelner Segmente 40, 40' besonders einfach und intuitiv zugänglich.
Für das Auswechseln einzelner Segmente ist es nicht zwingend erforderlich, den Träger
12 von einer den Träger üblicherweise antreibenden Maschine zu demontieren oder abzunehmen.
[0097] Die Halterung und Führung einzelner Segmente an einem Träger 12 wird nachfolgend
am Beispiel der Fig. 14 bis 19 näher erläutert.
[0098] Die an der Unterseite 15 des Trägers 12 angeordneten Segmentkörper 42 grenzen in
Umfangsrichtung u aneinander an und ergänzen sich zu einem Vollkreis oder zu einem
Kreisring, wenn sie bestimmungsgemäß am Träger 12 angeordnet sind. Der Träger 12 weist
eine zum Beispiel kreisrunde oder ringförmige, weitreichend ebene Trägerscheibe 14
auf. Am Träger 12, insbesondere in seiner Trägerscheibe 14 sind mehrere, sogenannte
Trägerführungen 130 vorgesehen. Die Trägerführungen 130 weisen jeweils eine als Durchgangsöffnung
ausgestaltete Aussparung 18 auf, die sich in Längsrichtung, vorliegend entlang der
Radialrichtung r der Trägerscheibe 14 erstrecken. Komplementär zu den Trägerführungen
130 weist jedes der Segmente eine Segmentführung 60 auf. Die bereits erwähnten Vorsprünge
61 gehören vorliegend zu den Segmentführungen 60 oder werden hiervon gebildet.
[0099] Der Vorsprung 61 ist in Längsrichtung, das heißt in Radialrichtung r, in die Trägerführung
130 einführbar, bzw. einschiebbar. Die Segmentführungen 60 sind vorliegend radial
innenliegend, am Innenrand 44 der Segmente angeordnet. Sie können aber auch radial
beabstandet vom Innenrand 44 angeordnet sein. Der Vorsprung 61, mithin die Segmentführung
60, befindet sich, bezogen auf die Umfangsrichtung u, zentriert an der Oberseite 49
eines jeden Segments 40.
[0100] Verteilt über den Träger 12 sind mehrere Trägerführungen 130 mit in Radialrichtung
längserstreckten Aussparungen 18 angeordnet. Der Vorsprung 61 eines jeden Segments
ist derart bemessen und ausgestaltet, die Aussparung 18 am Träger 12 in Axialrichtung
z zu durchsetzen. Die Aussparungen 18 weisen jeweils einen ersten Seitenrand 132 und
einen gegenüberliegende zweiten Seitenrand 133 auf. Die Seitenränder 132, 133 können
dabei auch als Seitenwange betrachtet oder bezeichnet werden. Die Seitenränder 132,
133 erstrecken sich in etwa parallel zur Längsachse der jeweiligen Aussparung 18.
Radial innenliegend gehen die Seitenränder 132, 133 in eine Stirnseite 135 über, die
sich im Wesentlichen in Umfangsrichtung erstreckt. Die Stirnseite 135 bildet einen
radialen Endanschlag 90.
[0101] Der Endanschlag 90 kann, wie beispielsweise in Fig. 15 gezeigt, optional mit einem
radial nach außen, nämlich in die Aussparung 18 hineinragenden Vorsprung 137 versehen
sein. Der Vorsprung 137 kann zu seinem freien Ende hin verjüngt bzw. spitz zulaufend
ausgestaltet sein. Der Vorsprung 137 bildet hier eine mechanische Codierung 136. Sie
ist komplementär zu einer mechanischen Gegencodierung 76 an einer Vorderseite 64 des
Vorsprungs 61 der Segmentführung 60 ausgestaltet. Die Gegencodierung 76 weist eine
Ausnehmung bzw. eine Aufnahme 77 für den Vorsprung 137 auf. Mittels komplementär zueinander
ausgestalteter Codierungen 136 und Gegencodierungen 76 kann eine fehlerhafte oder
unpassende Montage von Segmenten weitreichend vermieden werden. Lediglich solche Segmente
40, die für einen bestimmten Träger 14 vorgesehen oder zugelassen sind, können bestimmungsgemäß
am Träger angeordnet werden. Für andere, nicht passende Segmente, die eine dementsprechend
unpassende Codierung aufweisen, ist eine Montage hingegen nicht möglich. Der Segmentkörper
42 kann axial fluchtend zur Aufnahme 77 der Gegencodierung ebenfalls eine mechanische
Codierung 52 in Form einer dem entsprechenden Aufnahme oder Einkerbung aufweisen.
[0102] Unabhängig von einer Codierung 136 und Gegencodierung 76 weist die Aussparung 18
dem Endanschlag 90 gegenüberliegend eine Aufnahmeverbreiterung 138 auf. Die Aussparung
31 geht insbesondere in Längsrichtung und radial nach außen in die Aufnahmeverbreiterung
138 über. Die Aufnahmeverbreiterung 138 weist einen ersten Seitenrand 148 und einen
zweiten Seitenrand 149 auf. Der erste Seitenrand 148 kann sich im Wesentlichen parallel
zum ersten Seitenrand 132 erstrecken. Der zweite Seitenrand 149 kann sich im Wesentlichen
parallel zur zweiten Seitenrand 133 erstrecken. Das radial außenliegende Ende der
Aufnahmeverbreiterung 138 ist mit einer Stirnseite 147 versehen, welche eine mechanische
Verbindung der radial außenliegenden Enden der ersten und zweiten Seitenränder 148,
149 bildet. Insoweit kann der Träger 12 an seinem Außenrand 17 durchgehend und frei
von Aussparungen ausgestaltet sein. Ein etwaiges Verletzungsrisiko, welches von solchen
Aussparungen tendenziell ausgehen könnte, kann auf diese Art und Weise reduziert und
zugleich kann die mechanische Stabilität des Trägers 12 und der Trägerscheibe 14 gesteigert
werden.
[0103] Die Segmentführung 60 bzw. der Vorsprung ist derart ausgestaltet und bemessen, dass
er axial im Bereich der Aufnahmeverbreiterung von unten durch den Träger 12 hindurchführbar
und anschließend in Radialrichtung nach innen in den in Umfangsrichtung u verjüngten
Bereich der Aussparung verschiebbar ist, in welchem die Segmentführung bezüglich der
Axialrichtung z und Umfangsrichtung u formschlüssig am Träger fixiert ist.
[0104] Die lichte Weite zwischen gegenüberliegenden Seitenrändern 132, 133 ist derart bemessen,
dass eine am seitlichen Außenrand des in die Aussparung 18 einführbaren Vorsprungs
61 vorgesehenen Nut in den Zwischenraum zwischen den Seitenrändern 132, 133 einführbar
ist.
[0105] Wie insbesondere in den Fig. 16 bis 18 dargestellt, weist der Vorsprung 61 einen
Halsabschnitt 66 und einen Kopfabschnitt 67 auf. Der Vorsprung 61 erstreckt sich in
Axialrichtung z von einem Sockelabschnitt 158. Der Sockelabschnitt 158 kann Teil des
Vorsprungs 61 sein. Der Sockelabschnitt 158 kann aber auch flächenbündig in den Segmentkörper
42 eingelassen bzw. als Teil des Segmentkörpers 42 ausgebildet sein. Der Sockelabschnitt
158 des Vorsprungs 61 kann insoweit baulich als integrale Komponente oder als integraler
Bestandteil bzw. Abschnitt des Segmentkörpers 42 ausgebildet sein, während lediglich
der Halsabschnitt 66 und der Kopfabschnitt 67 axial von der Oberseite 49 des Segmentkörpers
42 hervorstehen.
[0106] Der Kopfabschnitt 67 und der Sockelabschnitt 158 bzw. der Segmentkörper 42 sind gegenüber
einem Querschnitt des Halsabschnitts 66 verbreitert ausgebildet. Insoweit stehen der
Kopfabschnitt 67 und der Sockelabschnitt 158 von gegenüberliegenden Außenseiten 62,
63 des Halsabschnitts 66 hervor. Die lichte Weite zwischen den gegenüberliegenden
Seitenrändern 132, 133 entspricht in etwa dem Querschnitt des Halsabschnitts 66 zwischen
den gegenüberliegenden Außenseiten 62, 63. Der verbreiterte Kopfabschnitt 67, der
gegenüber dem Kopfabschnitt 67 im Querschnitt verjüngte Halsabschnitt 66 und der abermals
verbreiterte Sockelabschnitt 158 bzw. der verbreitete Segmentkörper 42 können eine
Art Doppel T-Profil bilden, welches in Längsrichtung in den Bereich zwischen den gegenüberliegenden
Seitenrändern 132, 133 der Aussparung 18 einführbar ist, bis eine Vorderseite 64 des
Vorsprungs 61 an dem Endanschlag 90 bzw. an der Stirnseite 135 der Aussparung 18 zur
Anlage gelangt.
[0107] An der Rückseite 65 des Vorsprungs 61 ist die radial nach außen weisende Anlage 101
für das Zentralverriegelungsglied 100 vorgesehen. Insbesondere ein flexibles Zentralverriegelungsglied
100 kann hierbei in eine an der Rückseite 65 des Vorsprungs 61 ausgebildeten Nut 103
zur Anlag gelangen und somit eine radial nach innen gerichtete Halte- oder Fixierkraft
auf das Segment 40 ausüben.
[0108] Die Rückseite 65 fungiert insoweit als Sicherungselement 80 oder als eine mit dem
Zentralverriegelungsglied zusammenwirkende Anlage 101, die dafür Sorge trägt, dass
der Vorsprung 61, mithin die gesamte Segmentführung 60 und das hiermit verbundene
Segment 40 in Radialrichtung an dem Träger 12 fixiert ist.
[0109] Der Vorsprung 61 kann einstückig mit dem Trägerkörper 42 ausgestaltet sein, er kann
aber auch, wie in Fig. 15 angedeutet, als separates Bauteil an der Oberseite 49 des
Segments 40 befestigt sein. Der Vorsprung 61 kann beispielsweise als Montageplatte
156 an der Oberseite 49 befestigt sein. Die Montageplatte 156 bzw. der Vorsprung 61
und Segmentkörper 42 können zum Beispiel miteinander verschraubt sein. Dies ermöglicht
eine separate Fertigung von Vorsprung 61 und Segmentkörper 42. Beide, die Montageplatte
156 bzw. der Vorsprung 61 unter der Segmentkörper 42 können jeweils separat aus einem
Rohling ausgeschnitten, von einem Rohling abgeschnitten oder entsprechend ausgestaltet
sein. Ein Materialverbrauch kann bei der separaten Bereitstellung der Montageplatte
156 und des Segmentkörpers 42 im Vergleich zu einem Ausfräsen des gesamten Segments
40 aus einem Rohling deutlich reduziert sein.
[0110] Die mehrteilige Ausgestaltung kann sich insbesondere zur Fertigung der von den Außenseiten
62, 63 des Halsabschnitts 66 gebildete Hinterschneidung(en) als vorteilhaft erweisen.
[0111] Der Kopfabschnitt 67 weist außenliegende Außenränder 68, 69 auf, die in der in Fig.
18 im Querschnitt gezeigten Montagestellung außerhalb der Aussparung 18 liegen. Insoweit
ist angrenzend an den ersten Außenrand 68 des Kopfabschnitt 67 eine erste Unterseite
70 des Kopfabschnitt 67 ausgeformt, welche dem Sockelabschnitt 158 und der ersten
Außenseite 62 des Halsabschnitts 66 zugewandt ist. Gegenüberliegend, d.h. angrenzend
an den zweiten Außenrand 69, weist der Kopfabschnitt 67 eine zweite Unterseite 72
auf, welcher der zweiten Außenseite 63 und der Oberseite des Sockelabschnitt 158 zugewandt
ist. Der lichte Abstand zwischen den Unterseiten 70, 72 und der Oberseite 49 des Sockelabschnitts
158 bzw. des Segmentkörpers 42 entspricht im Wesentlichen der Materialstärke des Trägers
12 bzw. der Trägerscheibe 14.
[0112] Der lichte Abstand zwischen der Oberseite 49 und den beiden Unterseiten 70, 72 kann
geringfügig größer als die Materialstärke der Trägerscheibe 14, mithin als die axiale
Dicke oder Erstreckung der Seitenränder 132, 133 sein. Hierdurch wird eine besonders
einfache, leichtgängige gleitende Führung des Vorsprungs 61 an der längserstreckten
Aussparung 18 ermöglicht. Der Vorsprung 61, mithin die Montageplatte 156 weist eine
im Wesentlichen quaderförmige Gestalt mit den beiden seitlichen Einbuchtungen im Bereich
der Außenseiten 62, 63 des verjüngt ausgestalteten und an die Oberseite 49 der Segmentkörper
42 angrenzenden Halsabschnitts 66 auf. Anstelle eines vorliegend gezeigten rechteckigen
oder quadratischen Vorsprungs 61 sind auch kreisrunde Vorsprünge denkbar, wobei dann
die erste und zweite Unterseite 70, 72 als auch die erste und zweite Außenseite 62,
63 Teil einer einzigen umlaufende Außenseite sein können.
[0113] Eine andere Art der Führung und Fixierung mehrerer Segmente 40 an der Unterseite
15 des Trägers 12 ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis 10 gezeigt.
[0114] Hierbei sind an der Unterseite 15 des Trägers 12 mehrere sogenannte Trägerführungen
37 angeordnet oder ausgebildet, welche sich, bezogen auf die Drehachse 1 in Radialrichtung
erstrecken. Komplementär zu den zum Beispiel in Figuren 6 und 8 gezeigten Trägerführungen
37 weist jedes der Segmente 40, bezogen auf die Drehachse 1 des Trägers 12 und angrenzend
an einen radial innenliegenden Innenrand 44 eine sich in Radialrichtung erstreckende
Segmentführung 47 auf. Die Segmentführung 47 befindet sich typischerweise beabstandet
von einem, bezogen auf die Umfangsrichtung u, außenliegenden Seitenrand 43, 44 des
jeweiligen Segmentkörpers 42. Die Segmentführung 47 ist dazu ausgebildet, mit der
am Träger vorgesehenen Trägerführung 37 zur Anordnung des Segments 40 am Träger 12
zusammenzuwirken.
[0115] Im Ausführungsbeispiel der Figuren 6 bis 10 weist die Segmentführung 47 jeweils eine
sich in Radialrichtung r erstreckende Aufnahme 48 auf, die komplementär zu einem entsprechend
radial ausgerichteten bzw. sich radial erstreckenden Fortsatz 38 der Trägerführung
37 ausgebildet ist. Mit anderen Worten kann jedes Segment 40 mit seiner radial nach
innen gerichteten Einführöffnung der Aufnahme 48 auf einen mit seinem freien Ende
radial nach außen ragenden Fortsatz 38 der Trägerführung 37 aufgesteckt werden.
[0116] Die an den Innenrand 44 angrenzende Segmentführung 47 ermöglicht bei einer Montagerichtung
der einzelnen Segmente 40 von radial außen nach radial innen eine frühestmögliche
Wechselwirkung mit der Segmentführung 47, sodass das Einführen bzw. die radial nach
innen gerichtete Montage besonders einfach erfolgen kann.
[0117] Wie insbesondere in Fig. 10 gezeigt, weist die Aufnahme 48 zwei gegenüberliegende
Seitenwangen 53, 55, bzw. Seitenränder 53, 55 auf. Die Seitenwangen 53, 55 erstrecken
sich im gezeigten Beispiel im Wesentlichen parallel zueinander. Sie erstrecken sich
ferner parallel zu einer gedachten und in Radialrichtung verlaufenden Mittel- oder
Symmetrielinie des Segmentkörpers 42. Komplementär hierzu weist die Trägerführung
37, mithin deren radial nach außen ragender Fortsatz 38 entsprechende Seitenränder
33, 35 auf, welche im Zuge der Montage des Segments bzw. des Segmentkörpers 42 am
Träger 12 an den komplementär bzw. korrespondierend hierzu ausgestalteten Seitenwangen
53, 55 entlanggleiten. An der Unterseite 41 des Segmentkörpers 42 sind ferner mehrere
Befestigungsstellen 50, etwa in Form von Sacklöchern jeweils für Borsten 6 oder Borstenbüschel
vorgesehen und ausgebildet.
[0118] Auf diese Art und Weise können die zueinander komplementär ausgestalteten Seitenränder
und Seitenwangen 33, 35, 53, 55 als Gleit- oder Führungsflächen bei der Montage des
Segments 40 am Träger 12 fungieren. Angrenzend an den radial innenliegenden Innenrand
44 weisen die Seitenwangen 53, 55 sich zum Aufnahmerand hin in Umfangsrichtung erweiternde
Einführschrägen 54 auf, die als Zentrierhilfe und als Einführhilfe für den Fortsatz
38 fungieren.
[0119] Die Aufnahme 48 ist in Radialrichtung von einer Stirnwand 56 begrenzt. Auch weist
der Fortsatz 38 eine Stirnseite 36 auf, welche bei Erreichen der Endmontagestellung
des Segments 40 am Träger 12 an der Stirnwand 56 zur Anlage gelangt. Die wechselseitige
Anlagestellung von Stirnwand 56 und Stirnseite 36 begrenzt eine Montagebewegung des
Segments 40 am Träger 12. Die Stirnseite 36 kann insbesondere als trägerseitiger radialer
Endanschlag 90 für ein Segment 40 fungieren.
[0120] So kann sich das Segment 40 über die wechselseitige Anlagestellung von Stirnwand
56 und Stirnseite 36 in Radialrichtung r am Träger 12 abstützen. Die Breite des Fortsatzes
38 in Umfangsrichtung u kann im Wesentlichen der lichten Weite zwischen den Seitenwangen
53, 55 entsprechen. Sie kann aber auch etwas kleiner sein, um insbesondere eine besonders
einfache, verkantungsfreie Montage des Segments 40 am Träger 12 zu ermöglichen.
[0121] Die Stirnwand 56 kann, wie insbesondere in den Fig. 9 und 10 gezeigt, eine Codierung
57 aufweisen, die zum Beispiel mit einem radialen Vorsprung 58 versehen ist. Komplementär
oder korrespondierend hierzu kann auch die Stirnseite 36 eine Gegencodierung 39 aufweisen,
die bei Erreichen der Endmontagekonfiguration mit der mechanischen Codierung 57 formschlüssig
in Eingriff gelangt. Mithin kann die Gegencodierung 39 eine der Form des Fortsatzes
oder des Vorsprungs 58 korrespondierende Nut oder Aussparung aufweisen. Mit Erreichen
der Endmontagekonfiguration kann durch den wechselseitigen Eingriff von Codierung
57 und Gegencodierung 39 eine weitere passgenaue Fixierung des Segments 40 am Träger
12 erreicht werden.
[0122] Die mechanische Codierung weist im gezeigten Ausführungsbeispiel einen spitz zulaufenden
Vorsprung 58 auf, welcher die komplementär hierzu und dementsprechend sich verjüngende
Aussparung der Gegencodierung 39 einführbar ist. Auf diese Art und Weise kann eine
Art Zentrierung in Bezug auf die Umfangsrichtung u erfolgen, sobald der Segmentkörper
42 seine Endmontagestellung am Träger 12 erreicht.
[0123] Das gezeigte Ausführungsbeispiel von Codierung 57 und Gegencodierung 39 ist lediglich
beispielhaft. So kann auch die mechanische Codierung 57 eine radiale Aussparung aufweisen,
in welche ein hierzu korrespondierend ausgestalteter radialer Fortsatz der mechanischen
Gegencodierung 39 der Trägerführung 37 eingreift.
[0124] Wie ferner in den Fig. 8 und 10 gezeigt, ist die Aufnahme 48 in Axialrichtung z,
das heißt in Richtung parallel zur Drehachse 1 von einem Deckelabschnitt 59 begrenzt,
welcher bis an den Innenrand 44 des Segmentkörpers 42 heran ragt. Der Deckelabschnitt
59 verschließt die Aufnahme 48 nach oben, zur Oberseite 49 des Segmentkörpers 42 hin.
Der Deckelabschnitt 59 kann Teil der Oberseite 49 des Segmentkörpers 42 sein. Der
Deckelabschnitt 59 erstreckt sich typischerweise zwischen den gegenüberliegenden Seitenwangen
53, 55 der Aufnahme 48. Er verschließt die Aufnahme 48 in Axialrichtung nach oben.
Nach unten hin ist die Aufnahme 48 offen. Das heißt, die Seitenwangen 53, 55 sind
in Axialrichtung nach unten hin nicht begrenzt, sondern gehen direkt in die Unterseite
41 des ansonsten im Wesentlichen eben ausgestalteten Segmentkörpers 42 über. Nach
oben und in die gegenüberliegende Axialrichtung sind die Seitenwangen 53, 55 vom Deckelabschnitt
59 begrenzt.
[0125] Wie insbesondere in Fig. 6 dargestellt, ist an der Unterseite 15 der Trägerscheibe
14 zunächst ein scheibenartiges Zwischenstück 20 angeordnet. An dem Zwischenstück
20, welches einen weitaus geringeren Radius als die Trägerscheibe 14 aufweist, ist
am Außenrand eine weitere mechanische Codierung 22, etwa in Form eines Wellenmusters
ausgebildet. An dem Zwischenstück 20, mithin an der der Trägerscheibe 14 abgewandten
Unterseite des Zwischenstücks 20 ist schließlich eine Halterung 30 angeordnet, an
welcher die Trägerführungen 37 ausgebildet sind. Die Halterung 30 kann ebenfalls eine
scheibenartige Kontur und Geometrie aufweisen.
[0126] An der Trägerplatte 14, dem Zwischenstück 20 und an der Halterung 30 können jeweils
zueinander fluchtend zu liegen kommende Durchgangsöffnungen 81, 82, 83 ausgebildet
sein, die als Schraubenlöcher fungieren. Über jene Durchgangsöffnungen 81, 82, 83
können die Bauteile Trägerscheibe 14, Zwischenstück 20 und Halterung 30 fest miteinander
verbunden sein. Der Außenradius bzw. die radialen Außenabmessungen der Halterung 30
sind zumindest geringfügig größer als diejenigen des Zwischenstücks 20. Insbesondere
können die radial nach außen an der Halterung 30 abragenden Trägerführungen 37 bzw.
der Fortsätze 38 vom radialen Außenrand des Zwischenstücks 20 hervorstehen, wie dies
beispielsweise in der vergrößerten Darstellung der Fig. 8 gezeigt ist.
[0127] Insoweit wird ein axialer Spalt 85 zwischen der Unterseite 15 der Trägerscheibe 14
und einer der Trägerscheibe 14 zugewandten Oberseite der Halterung 30 gebildet. Beim
Einführen oder Aufstecken der Segmente 40 gelangt der an die Oberseite 49 der Segmentkörper
42 heranragende Deckelabschnitt 59 in jenen Spalt 85 hinein. Auf diese Art und Weise
kann das betreffende Segment 40 bzw. der Segmentkörper 42 mit seinem Deckelabschnitt
59 im Zwischenraum bzw. im Spalt 85 zwischen der Trägerscheibe 14 und der Halterung
30 eingeklemmt bzw. axial gesichert werden. Eine derartige axiale Sicherung wird unmittelbar
mit Erreichen der radial innenliegenden Endmontagekonfiguration der Segmentkörper
42 am Träger 12 erreicht. Es ist schließlich das Segment 40 bzw. dessen Segmentkörper
42 nur noch in Radialrichtung r mittels des Zentralverriegelungsglieds am Träger 12
zu sichern bzw. zu fixieren.
[0128] Die hier gezeigten Beispiele einer Halterung bzw. Führung von Segmenten am Träger
sind lediglich exemplarisch. Abweichend hiervon können vielfältigste miteinander korrespondierende
Träger- und Segmentführungen realisiert werden, mittels derer ein Segment radial verschiebbar
am Träger geführt werden kann. Das hier beschriebene Zentralverriegelungssystem ist
grundsätzlich auch z.B. für die Sicherung von Segmenten denkbar, wie sie z.B. in der
US 3 766 589 A oder in der
EP 3 231 322 A1 beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0129]
- 1
- Drehachse
- 6
- Borsten
- 10
- Kehr- oder Reinigungsvorrichtung
- 12
- Träger
- 13
- Durchgangsöffnung
- 14
- Trägerscheibe
- 15
- Unterseite
- 16
- Oberseite
- 17
- Außenrand
- 18
- Aussparung
- 20
- Zwischenstück
- 22
- mechanische Codierung
- 30
- Halterung
- 33
- Seitenrand
- 35
- Seitenrand
- 36
- Stirnseite
- 37
- Trägerführung
- 38
- Fortsatz
- 39
- Gegencodierung
- 40
- Segment
- 41
- Unterseite
- 42
- Segmentkörper
- 43
- Seitenrand
- 44
- Innenrand
- 45
- Seitenrand
- 46
- Außenrand
- 47
- Segmentführung
- 48
- Aufnahme
- 49
- Oberseite
- 50
- Befestigungsstelle
- 52
- mechanische Codierung
- 53
- Seitenwange
- 55
- Seitenwange
- 54
- Einführschräge
- 56
- Stirnwand
- 57
- mechanische Codierung
- 58
- Vorsprung
- 59
- Deckelabschnitt
- 60
- Segmentführung
- 61
- Vorsprung
- 62
- Außenseite
- 63
- Außenseite
- 64
- Vorderseite
- 65
- Rückseite
- 66
- Halsabschnitt
- 67
- Kopfabschnitt
- 68
- Außenrand
- 69
- Außenrand
- 70
- Unterseite
- 72
- Unterseite
- 76
- Gegencodierung
- 77
- Aufnahme
- 80
- Sicherungselement
- 81
- Durchgangsöffnung
- 82
- Durchgangsöffnung
- 83
- Durchgangsöffnung
- 85
- Spalt
- 86
- Sicherungshaken
- 90
- Endanschlag
- 100
- Zentralverriegelungsglied
- 101
- Anlage
- 102
- Zentralverriegelungssystem
- 103
- Nut
- 105
- Innenrand
- 110
- geschlossene Struktur
- 111
- Ring
- 112
- Band
- 114
- Abkantung
- 115
- Seil
- 120
- Spannglied
- 122
- Spannbügel
- 123
- Haken
- 124
- Spule
- 125
- Ende
- 126
- Abschnitt
- 127
- Ende
- 128
- Abschnitt
- 129
- Betätigungshebel
- 130
- Trägerführung
- 132
- Seitenwange
- 133
- Seitenwange
- 135
- Stirnseite
- 137
- Vorsprung
- 147
- Stirnseite
- 148
- Seitenrand
- 149
- Seitenrand
- 156
- Platte
- 158
- Sockelabschnitt
1. Zentralverriegelungssystem zur lösbaren Fixierung zumindest eines ersten Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegments (40) und eines zweiten Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliersegments (40') an einem bezüglich einer Drehachse (1) drehbar lagerbaren
Träger (12) zur Bildung eines Tellerbesens (11) oder zur Bildung eines Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliertellers, mit:
- einem zugstabilen Zentralverriegelungsglied (100), welches bezogen auf die Drehachse
(1) an einer radial nach außen gewandten ersten Anlage (101) des ersten Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegments (40) und an einer radial nach außen gewandten
zweiten Anlage (101') des zweiten Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments
(40') radial zur Anlage bringbar und zur Ausübung einer radial nach innen gerichteten
Haltekraft auf das erste Segment (40) und das zweite Segment (40') ausgebildet ist.
2. Zentralverriegelungssystem nach Anspruch 1, wobei das Zentralverriegelungsglied einen
radial nach innen gerichteten Innenrand (105) aufweist, mittels welchem das Zentralverriegelungsglied
(100) die erste Anlage (101) und die zweite Anlage (101') in Umfangsrichtung umschließen
kann.
3. Zentralverriegelungssystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Zentralverriegelungsglied
(100) eine in Umfangsrichtung geschlossene Struktur (110) aufweist.
4. Zentralverriegelungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Zentralverriegelungsglied
(100) einen formstabilen Ring (111) aufweist.
5. Zentralverriegelungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei
das Zentralverriegelungsglied (100) ein flexibles Band (112), eine flexible Schlinge
oder ein flexibles Seil aufweist.
6. Zentralverriegelungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Zentralverriegelungsglied
(100) ein Spannglied (120) aufweist, mittels welchem die effektive Länge oder der
effektive Umfang des Zentralverriegelungsglieds (100) veränderbar ist.
7. Zentralverriegelungssystem nach Anspruch 6, wobei das Spannglied (120) ein Spannschloss
oder einen Spannbügel (122) aufweist.
8. Zentralverriegelungssystem nach Anspruch 6 oder 7, wobei das Spannglied (120) eine
drehbar gelagerte Spule (124) aufweist, auf welche das flexible Band (112), die flexible
Schlinge oder das flexible Seil zumindest abschnittsweise aufwickelbar ist.
9. Träger (12) zur Bildung eines Tellerbesens (11) oder zur Bildung eines Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliertellers, welcher bezüglich einer Drehachse (1) drehbar
lagerbar ist, wobei der Träger (12) eine Trägerscheibe (14) mit einer Unterseite (15),
mit einer gegenüberliegenden Oberseite (16) und mit einem Außenrand (17) aufweist,
wobei an der Unterseite (15) der Trägerscheibe (14) zumindest ein erstes Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegments (40) mit einer radial nach außen gewandten ersten
Anlage (101) und zumindest ein zweites Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment
(40') mit einer radial nach außen gewandten zweiten Anlage (101') lösbar anordenbar
ist, und
- mit einem zugstabilen Zentralverriegelungsglied (100), welches bezogen auf die Drehachse
(1) an der ersten Anlage (101) des ersten Segments (40) und an der zweiten Anlage
(101') des zweiten Segments (40') radial zur Anlage bringbar und zur Ausübung einer
radial nach innen gerichteten Haltekraft auf das erste Segment (40) und das zweite
Segment (40') ausgebildet ist.
10. Träger (12) nach Anspruch 9, wobei das Zentralverriegelungsglied (100) an der Oberseite
(16) oder am Außenrand (17) der Trägerscheibe (14) angeordnet ist oder anordenbar
ist.
11. Träger (12) nach Anspruch 9 oder 10, wobei die Trägerscheibe (14) im Bereich des ersten
Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegments (40) eine als Durchgangsöffnung ausgestaltete
Aussparung (18) für ein von einer Oberseite (49) des ersten Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliersegments (40) hervorstehendes Sicherungselement (80) aufweist, an welchem
die mit dem Zentralverriegelungsglied (100) zur Anlage bringbar erste Anlage (101)
ausgebildet ist.
12. Träger (12) nach Anspruch 11, welcher eine Trägerführung (37) aufweist, die korrespondierend
zu einer am Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment (40) ausgestalteten Segmentführung
(47; 147; 247; 347) ausgebildet ist, um das Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment
(40) mittels einer radial nach innen gerichteten Verschiebebewegung relativ zum Träger
(12) in eine Endmontagestellung am Träger (12) zu verschieben, in welcher das Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegment mittels des Zentralverriegelungsglieds (100) fixierbar
ist.
13. Träger (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 12, wobei die Trägerscheibe
(14) zumindest einen ersten Endanschlag (90) für das erste Reinigungs-, Kehr-, Schleif-
oder Poliersegment (40) und einen zweiten Endanschlag (90') für das zweite Reinigungs-,
Kehr-, Schleif- oder Poliersegment aufweist und wobei mittels des zugstabilen Zentralverriegelungsglieds
(100) das erste Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment (40) am ersten Endanschlag
(90) und das zweite Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegment (40') am zweiten
Endanschlag (90') fixierbar ist.
14. Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung (10) mit einem Träger (12) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 12 und mit einem ersten Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegment (40) und mit zumindest einem zweiten Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegment (40').
15. Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliervorrichtung (10) nach Anspruch 14 mit zumindest
einem Endanschlag (90), an welchem die Reinigungs-, Kehr-, Schleif- oder Poliersegmente
(40) mit Erreichen einer radial innenliegenden Endmontagestellung am Träger (12) in
Radialrichtung oder in Umfangsrichtung zur Anlage gelangen, und wobei das Zentralverriegelungsglied
(100) dazu ausgestaltet ist, das erste und das zumindest zweite Reinigungs-, Kehr-,
Schleif- oder Poliersegment (40, 40') gegen den Endanschlag (90) zu drücken oder in
einer Anlagestellung am Endanschlag (90) zu halten.