[0001] Die Erfindung betrifft ein Set mit einem flächigen Probenträger mit einer absorptionsfähigen
Membranschicht und einer Schachtel.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Probenträger bekannt, welche eine absorptionsfähige
Membranschicht aufweisen, welche wiederum geeignet ist, flüssige Blutbestandteile
aufzunehmen, sodass solche Blutbestandteile in der Membranschicht eintrocknen können.
Derartige Probenträger werden mitunter auch sogenannte "Dried-Blood-Spot (DBS) Karten"
genannt. Solche Probenträger werden üblicherweise verwendet, damit Blut, insbesondere
Kapillarblut, eines Patienten diesem abgenommen werden kann und das Blut als Patientenprobe
auf der Membranschicht des Probenträgers eintrocknen kann. Solch eine eingetrocknete
Blutprobe bzw. solche eingetrocknete Blutbestandteile kann bzw. können dann mittels
des Probenträgers vom Entnahmeort vorzugsweise mittels einer Versandtasche oder eines
Versandumschlags hin zu einem diagnostischen Labor versendet werden. Im Labor werden
dann solche Teilbereiche der Membranschicht aus der gesamten Membranschicht herausgetrennt,
welche die Blutbestandteile aufweisen, und dann einem In-vitro Diagnostikverfahren
zugeführt. Das abgelöste Stück Träger mit eingetrocknetem Blut wird häufig als "Dried
Blood Spot" oder "DBS" bezeichnet. Der prinzipielle Vorteil der Verwendung von Probenträgern
mit Membranschichten zur Aufnahme bzw. zum Eintrocknen von Blutbestandteilen in der
Membranschicht und des anschließenden Versendens besteht darin, dass dem Patienten
keine flüssige Blutprobe größeren Volumens, beispielsweise aus der Vene, entnommen
werden muss, sondern dass vor dem Versenden lediglich abgewartet werden muss, bis
die Blutbestandteile in der Membranschicht eingetrocknet sind, sodass dann der Probenträger
auf postalischem Weg hin zum Labor versendet werden kann. Es müssen also keine Sicherheitsmaßnahmen
für den Transport einer flüssigen Blutprobe erbracht werden.
[0003] Für viele qualitative Bestimmungen auf dem Gebiet der Analytik und speziell der Labordiagnostik
kommt es nur darauf an, dass die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Analyten richtig
festgestellt werden kann, nicht jedoch in welcher Konzentration er im Blut eines Patienten
vorliegt. Das ist z.B. der Fall, wenn die Blutprobe darauf untersucht wird, ob der
Patient an einer Stoffwechselkrankheit leidet, die mit einem defekten Gen assoziiert
ist. Die Blutprobe muss dann lediglich darauf untersucht werden, ob ein solches Gen
vorhanden ist, nicht jedoch wie viel von dem genetischen Material umfassend das Gen
in der Probe enthalten ist.
[0004] Im Falle anderer Analyten muss festgestellt werden, in welcher Konzentration der
Analyt im Blut auftritt, weil ein diagnostischer Referenz-Konzentrationsbereich bekannt
ist. Liegt die Konzentration des Analyten in diesem Bereich, so spricht dies dafür,
dass der Patient gesund ist. Für solche semi-quantitativen oder auch rein quantitativen
Bestimmungen kommt es daher darauf an, dass die Menge oder Konzentration des Analyten
richtig bestimmt wird.
[0005] Für die Messung von Konzentrationen bestimmter Analyten im Blut von Patienten wird
dem Patient meistens venöses Blut abgenommen, gefolgt von der Aufbereitung des Blutes
zu Serum. Abgesehen davon, dass dieser invasive Eingriff für den Patienten unangenehm
ist und in geringem Maße sogar gesundheitliche Risiken birgt, wie das der Übelkeit
oder der Ohnmacht, kann die Blutabnahme nur durch eine qualifizierte Fachkraft wie
einen Arzt oder wenigstens eine Krankenschwester oder erfahrene Laborantin durchgeführt
werden. Der Patient muss dazu eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus aufsuchen.
[0006] Viel einfacher und schonender ist hingegen die Gewinnung von Kapillarblut. Nach dem
Einstechen mit einem spitzen Gegenstand wie einer Lanzette in die Fingerkuppe oder
das Ohrläppchen des Patienten treten einige Tropfen Kapillarblut aus, die auf einen
absorptionsfähigen Probenträger gegeben werden. Sobald das Blut auf dem Träger eingetrocknet
ist, ggf. bei Raumtemperatur vollständig nach einigen Stunden, kann der Träger ohne
weitere Bearbeitung transportiert werden, sehr einfach sogar per Briefpost. Der Besuch
eines Labors oder einer Arztpraxis wird damit überflüssig. Aufgrund der getrockneten
Blutprobe bzw. des getrockneten Blutbestandteils gilt der Probenträger mit der darauf
befindlichen Probe nicht mehr als Gefahrgut. Aus einem Träger mit eingetrocknetem
Blut, bevorzugt Kapillarblut, kann ein Stück Träger mit Blut abgelöst werden. Das
kann beispielsweise mit einer Vorrichtung, wie sie in der
US14/900,360 beschrieben ist, oder durch Ausstanzen erreicht werden.
[0007] Ein hier genannter Träger kann beispielsweise durch eine Membranschicht gegeben sein,
welche das Blut bzw. Blutbestandteile in einem flüssigen Aggregatzustand aufnehmen
kann und auf dem dann eben das Blut bzw. Blutbestandteile eintrocknen bevor der Träger
in Form der absorptionsfähigen Membran transportiert wird.
[0008] Bei dem von der Membran aufgenommenen Blutbestandteil kann es sich um Vollblut handeln,
insbesondere Kapillarblut. Alternativ handelt es sich um Blutserum oder Blutplasma.
[0009] Üblicherweise wird der die Membran des Probenträgers auf einer Auflagevorrichtung
bzw. einen Auflagebereich aufgelegt und dann mittels einer Stanzvorrichtung bzw. eines
Stanzmessers in der Weise mechanisch von oben her auf die Membran eingewirkt, dass
ein Membranelement aus der Membran ausgeschnitten wird, wobei es erwünscht ist, dass
das Membranelement dann in ein unterhalb des Probenträgers bzw. unterhalb der Membran
positioniertes Gefäß aufgrund der Schwerkraft hineinfällt. Dieses Gefäß kann dann
später für eine biochemische Analyse verwendet werden.
[0010] Unter dem Begriff "quantitative Bestimmung" wird im Sinne dieser Anmeldung eine Bestimmung
verstanden, die eine Aussage über die absolute Konzentration des Analyten gestattet,
noch bevorzugter mit einem numerischen Wert. Es kann sich alternativ um eine semiquantitative
Bestimmung handeln, bei der eine Zuordnung der Konzentration zu einem Bereich aus
wenigstens drei, möglichst vier Konzentrationsbereichen ermöglicht wird, z.B. negativ,
schwach positiv und positiv, oder eine relative Konzentrationsbestimmung. Insbesondere
erfolgt die Konzentrationsbestimmung mit Hilfe von Kalibratoren, wobei es sich bevorzugt
um zwei oder mehr, bevorzugt vier Einheiten, bevorzugt Lösungen oder auf einem diagnostisch
nützlichen Träger gecoateten festen Analyten handelt, die jeweils eine bekannte Menge
des Analyten enthalten, wobei die zwei oder mehr Einheiten jeweils eine andere bekannte
Menge umfassen.
[0011] Eine quantitative Bestimmung wird vorzugsweise mit einem Verfahren ausgeführt, das
aus der Gruppe ausgewählt ist, die Immundiffusion, Immunelektrophorese, Lichtstreuung,
Agglutination und Immuntest mit Markierung - wie die aus der Gruppe umfassend Immuntest
mit radioaktiver Markierung, mit enzymatischer Markierung, bevorzugter ELISA, mit
Chemilumineszenz-Markierung, bevorzugter Elektrochemilumineszenz-Markierung und mit
Immunfluoreszenz-Markierung, bevorzugter indirekte Immunfluoreszenz-Markierung - umfasst,
bevorzugt mit ELISA.
[0012] Der getrocknete Blutbestandteil wird aus dem ausgetanzten Membranelement durch Kontaktieren
des herausgetrennten bzw. ausgetanzten Membranelementes mit einer Flüssigkeit eluiert,
die geeignet ist, um den Analyten aus dem eingetrockneten Blutbestandteil aufzunehmen.
Dabei kommen insbesondere wässrige Puffer mit geeignetem pH und Salzgehalt in Frage,
beispielsweise PBS. Die genaue Zusammensetzung der Flüssigkeit und die Bedingungen
und die Dauer des Kontaktierens können durch Routineversuche zur Stabilisierung und
Optimierung zwecks möglichst vollständiger Aufnahme des Analyten in die Flüssigkeit
herausgefunden werden und hängen von der Natur des Analyten ab. Die Flüssigkeit wird
möglichst auch gleich derart gewählt, dass sie mit dem nachfolgend eingesetzten Verfahren
zum Nachweisen des Analyten kompatibel ist. Anschließend wird der Analyt von Interesse
in der Flüssigkeit nachgewiesen. Dabei wird bestimmt, ob der Analyt anwesend oder
abwesend bzw. in einer Konzentration oberhalb der Nachweisgrenze der eingesetzten
Nachweismethode vorhanden ist. Bevorzugt wird der Analyt semi-quantitativ oder quantitativ
nachgewiesen. Verschiedene Optionen zur Durchführung des Verfahrens sind im Stand
der Technik beschrieben, z.B.
Grüner, N., Stambouli, O. und Ross, R. S. (2015) Dried Blood Spots - Preparing and
Processing for Use in Immunoassays and in Molecular Techniques, J. Vis. Exp 97, 52619.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein, Set bereitzustellen, welches zu dem
Zweck einer Aufnahme und eines Eintrocknens von Blutbestandteilen auf einer Membranschicht
eines Probenträgers besonders einfach und auch besonders sicher gehandhabt werden
kann.
[0014] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Set nach dem Patentanspruch 1.
[0015] Das Set weist einen flächigen Probenträger mit einer absorptionsfähigen Membranschicht
auf, welche geeignet ist, flüssige Blutbestandteile aufzunehmen, wobei zumindest ein
Teil der Blutbestandteile in der Membranschicht eintrocknen kann. Der Probenträger
ist auf einer Außenseite mit einem optisch lesbaren Code versehen. Das Set weist ferner
eine verschließbare, quaderförmige Schachtel mit einer Bodenfläche auf, welche eine
rechteckige Grundfläche aufweist und welche ferner eine erste Öffnung aufweist. Ferner
weist das Set ein flächiges Aufnahmeelement mit einer Grundfläche auf, welche zu der
Grundfläche der Bodenfläche der Schachtel korrespondiert. Das Aufnahmeelement weist
eine zweite Öffnung und eine Haltevorrichtung auf, welche gemeinsam so ausgestaltet
sind, dass bei Befestigen des Probenträgers in der Haltevorrichtung und anschließendem
Einlegen des Aufnahmeelementes in die Schachtel auf die Bodenfläche der Schachtel
der optische Code durch die erste Öffnung der Bodenfläche und auch durch die zweite
Öffnung des Aufnahmeelementes hindurch sichtbar ist.
[0016] Die Membranschicht ist vorzugsweise ein Vlies. Die Membranschicht muss nicht zwangsweise
eine Membran im Sinne einer Filtermembran sein, sondern es reicht, wenn die Membran
die Eigenschaften aufweist, dass flüssige Blutbestandteile in der Membranschicht aufgenommen
werden können und dass zumindest ein Teil dieser Blutbestandteile in der Membranschicht
eintrocknen können.
[0017] Einer oder mehrere Vorteile des erfindungsgemäßen Sets werden nun durch Darlegung
verschiedener Aspekte im Näheren weiter erläutert.
[0018] Um eine Zuordnung eines Probenträgers und der auf dessen Membranschicht befindlichen
Blutprobe zu einem bestimmten Patientendatensatz eines bestimmten Patienten im Labor
zu ermöglichen, ist der Probenträger auf einer Außenseite mit einem eindeutigen optischen
Code versehen. Ein solcher optischer Code ist vorzugsweise ein Barcode, alternativ
kann der Code ein sogenannter QR-Code sein oder ein optischer Code aus lesbaren Zahlen
und/oder Buchstaben.
[0019] Bevor in einem Laborbetrieb ein Probenträger mit einem individuellen optischen Code
an einen Patienten versendet oder aber diesem ausgehändigt wird oder beispielsweise
der Probenträger einem Arzt zugesendet wird, ist es üblicherweise notwendig, dass
der Probenträger mit seinem eindeutigen optischen Code bereits vor Versenden an den
Patienten im Laborbetrieb einem entsprechenden Patientendatensatz, der den Patienten
eindeutig indiziert, datentechnisch zugeordnet wird. Es kann dann später nach Rückversenden
des Probenträgers mit darauf befindlicher Blutprobe von dem Patienten an das Labor
und nach Empfang des Probenträgers im Labor eine eineindeutige Zuordnung des Probenträgers
zu dem Patienten bzw. dem zuvor erwähnten Patientendatensatz anhand des Codes erfolgen.
Das Versenden eines solchen flächigen Probenträgers von dem Labor hin zu dem Patienten
erfolgt üblicherweise durch Verpacken des Probenträgers in eine Schachtel und Versenden
der Schachtel an den Patienten. Vorzugsweise werden noch weitere Objekte wie beispielsweise
wenigstens eine Lanzette oder eine Versandtasche für das Rückversenden des Probenträgers
als auch beispielsweise Pflaster oder Alkoholtupfer dem Probenträger in der Schachtel
beigelegt, da zur Entnahme der Blutprobe bzw. der Blutbestandteile von dem Patienten
solche weiteren Objekte Verwendung finden. Würde in einem Laborbetrieb für das Versenden
hin zum Patienten zunächst der Probenträger durch eine Laborkraft in die Hand genommen
werden, dann mittels eines optischen Lesegerätes der optische Code erfasst werden
und dann der Code datentechnisch einem Patientendatensatz zugeordnet werden, so müsste
die Laborkraft anschließend den Probenträger in eine Schachtel einlegen und danach
die Schachtel verschließen und dann versenden.
[0020] Da in einem Laborbetrieb häufig nicht nur einzelne Probenträger an einzelnen Tagen
bzw. zu einzelnen Zeitpunkten an Patienten oder Anwender wie Ärzte versendet werden
müssen, sondern dies in größeren Laborbetrieben in einer größeren Häufigkeit erforderlich
sein kann, birgt die Erfindung bzw. das erfindungsgemäße Set besondere Vorteile. Die
Schachtel mitsamt Probenträger als auch vorzugsweise weiterer Objekte kann zu einem
Zeitpunkt lange vor dem Versenden an den Patienten vorkonfektioniert werden, indem
der Probenträger in das Aufnahmeelement eingelegt bzw. an der Halterungsvorrichtung
des Aufnahmeelementes befestigt wird, und indem dann das Aufnahmeelement auf die Bodenfläche
der Schachtel eingelegt wird, sodass sich nämlich dann automatisch eine Konfiguration
ergibt, in welcher der optische Code durch die erste Öffnung der Bodenfläche als auch
durch die zweite Öffnung des Aufnahmeelementes hindurch sichtbar ist. Die Schachtel
kann dann im Zuge der Vorkonfektionierung verschlossen werden und zunächst an einer
Lagerstätte für einen gewissen Zeitraum gelagert werden, bis zu einem späteren Zeitpunkt
der Bedarf besteht, per Versand oder Übergabe einem Patienten einen Probenträger zukommen
zu lassen. Es können dann vorzugsweise mehrere solcher Schachteln mit jeweiligen Probenträgern
vorkonfektioniert und verschlossen werden und in der Lagerstätte vorgehalten werden.
Ergibt sich dann aktuell der Bedarf, einen Probenträger an einen Patienten oder einen
Anwender wie einen Arzt zu versenden, so kann dann die Laborkraft im Laborbetrieb
einfach eine solche vorkonfektionierte Schachtel der Lagerstätte entnehmen und aufgrund
der korrespondierenden Öffnungen der Bodenfläche der Schachtel und des Aufnahmeelementes
durch diese beiden Öffnungen hindurch den optischen Code des Probenträgers abscannen
bzw. auslesen und dann eben mittels einer EDV-Anlage datentechnisch sofort und unmittelbar
einem Datensatz bzw. Patientendatensatz zuordnen, welcher eineindeutig den betreffenden
Patienten indiziert. Ein solcher Patientendatensatz wird üblicherweise vom Patienten
selber oder durch einen behandelnden Arzt zuvor dem Laborbetrieb über Telekommunikationsmittel
bereitgestellt bzw. übermittelt oder aber anhand schriftlicher Unterlagen in einer
EDV-Anlage des Labors generiert und abgespeichert. Die Laborkraft muss für das Ablesen
des Codes nicht den Probenträger der Schachtel entnehmen und die Laborkraft muss hierzu
auch nicht selber die Schachtel mit ihren Bestandteilen vorkonfektionieren und eben
auch nicht weitere vorzugsweise vorzusehende Objekte wie beispielsweise Lanzette oder
Versandtasche der Schachtel beilegen. Es wird also durch die Erfindung der Handhabungsaufwand
für die Laborkraft minimiert. Es ist gleichzeitig eben auch gewährleistet, dass der
Probenträger eineindeutig identifizierbar ist, da der optische Code sich direkt auf
der Außenseite des Probenträgers befindet und durch die Öffnungen hindurch abgelesen
bzw. gescannt werden kann. Der Code ist üblicherweise nicht unbedingt abermals auf
einer Außenseite der Schachtel aufgedruckt. Wäre der Code auf einer Außenseite der
Schachtel aufgedruckt oder als abziehbarer Aufkleber auf der Schachtel vorgesehen,
so könnte es bei Handhabung des gesamten Sets im Anwendungsfall durch den Patienten
oder durch einen Arzt zu möglichen Vertauschungen von Probenträgern und deren Codes
kommen, was zu vermeiden ist. Dieses ist dadurch ausgeschlossen, dass der vorzugsweise
einzige Code als optischer Code direkt und unmittelbar auf der Außenseite des Probenträgers
vorgesehen bzw. aufgedruckt ist. Ferner kann die Laborkraft in zeitsparender Weise
nach dem Einscannen des Codes durch die zwei Öffnungen hindurch dann die Schachtel
bzw. das Set einfach in einen Versandkarton legen, um das Set zu versenden, oder aber
vorzugsweise direkt einem Patienten oder einem Anwender wie einem Arzt aushändigen.
[0021] Mit anderen Worten: Die Schachtel kann vorkonfektioniert werden und dann gelagert
werden, bis ein Patient oder der Anwender das ganze Set erhalten soll. Wenn ein Set
benötigt wird, dann kann das Set aus dem Lagerungsort entnommen werden und der Barcode
kann abgescannt und datentechnisch bzw. EDV-technisch einem Patientendatensatz zugeordnet
werden. Die Handhabung ist also insbesondere daher besonders vorteilhaft, da der Probenträger
nicht erst noch einmal der Schachtel entnommen werden muss, sondern nach Konfektionierung
für die Lagerungszeit bis zur Entnahme aus dem Lagerungsort in der Schachtel verbleiben
kann. Der Patient oder der Anwender wie beispielsweise ein Arzt kann dann also den
Probenträger später aus der Schachtel entnehmen und sein Blut bzw. das Patientenblut
auf den Probenträger tropfen und nach Eintrocknen der Blutbestandteile auf der Membranschicht
dann an das Labor zurücksenden. Da der Probenträger mit dem optischen Code versehen
ist, kann die darauf befindliche Blutprobe bzw. die darauf befindlichen Blutbestandteile
im Labor durch abermaliges Abscannen des Codes wieder eineindeutig den zuvor bereitgestellten
Patientendaten zugeordnet werden, sodass Probenvertauschungen vermieden werden. Das
vorgeschlagene Set ist ferner daher vorteilhaft, da die Grundfläche des Aufnahmeelementes
und die Grundfläche der Bodenfläche zueinander korrespondieren, sodass der Probenträger
nicht direkt auf der Bodenfläche der Schachtel korrekt positioniert und befestigt
werden muss, um später durch die Öffnung der Bodenfläche der Schachtel den Code abscannen
zu können. Vielmehr muss lediglich außerhalb der Schachtel der Probenträger in die
Haltevorrichtung des Aufnahmeelementes eingelegt bzw. an dieser positioniert bzw.
befestigt werden, sodass dann das flächige Aufnahmeelement in besonders einfacher
Weise während des Konfektionierungsvorgangs in die offene Schachtel auf die Bodenfläche
der Schachtel eingelegt werden kann, sodass aufgrund der zueinander korrespondierenden
Öffnungen von Aufnahmeelement und Bodenfläche der Schachtel der optische Code automatisch
so positioniert wird, dass er durch diese beiden Öffnungen hin sichtbar ist und später
ordnungsgemäß gescannt werden kann.
[0022] Würde eine Konfektionierung in einer anderen Weise vorgesehen werden, bei welcher
der Probenträger mittels beispielsweise eines Klebevorgangs wie beispielsweise zweier
Klebepunkte direkt in der Bodenfläche der Schachtel bzw. des Kartons befestigt werden
müssen, so müsste eine Person während des Konfektionierungsvorgangs mit den Händen
in den Innenraum der Schachtel bzw. des Kartons hineinfassen und dort in dem räumlich
begrenzten Innenraum eine korrekte Positionierung des Probenträgers vornehmen. Dadurch,
dass das erfindungsgemäße Set ein separates Aufnahmeelement mit einer separaten Haltevorrichtung
für den Probenträger vorsieht, kann ein Anwender während des Konfektionierungsvorgangs
außerhalb des Innenraumes der Schachtel bzw. außerhalb des Kartons agieren und den
Probenträger in die Haltevorrichtung einlegen bzw. an dieser befestigen, wofür er
dann also mehr Handhabungsraum zur Verfügung hat als in jenem Fall, in welchem er
den Probenträger direkt an der Bodenfläche des Kartons in dem Innenraum des Kartons
befestigen müsste. Dadurch, dass die Grundfläche des Aufnahmeelementes zu der Grundfläche
der Bodenfläche der Schachtel bzw. des Kartons korrespondiert, ergibt sich bei Befestigen
des Probenträgers in bzw. an dem Aufnahmeelement und bei Einlegen des Aufnahmeelementes
in die Schachtel auf deren Bodenfläche automatisch eine korrekte Ausrichtung des Probenträgers
nicht nur in Bezug auf die Öffnung des Aufnahmeelementes, sondern eben auch in Bezug
auf die Öffnung der Bodenfläche der Schachtel. Vorzugsweise sind diese Grundflächen
von gleicher Geometrie und insbesondere weisen diese Grundflächen bis auf eine Abweichung
von maximal 10%, bevorzugt maximal 5%, gleiche jeweilige Flächenmaße auf. Während
des Konfektionierungsvorgangs muss also bei bereits in der Haltevorrichtung des Aufnahmeelementes
dann das Aufnahmeelement nur noch in die Schachtel eingelegt werden, wobei der Nutzer
auf die Schwerkraft vertrauen kann, da diese dann das Aufnahmeelement hin zur Bodenfläche
der Schachtel bzw. des Kartons hinunterzieht. Dieses ermöglicht eine zeitsparende
und weniger aufwendige Konfektionierung des Sets als in einem Anwendungsfall, bei
welchem der Probenträger direkt in der Bodenfläche der Schachtel bzw. des Kartons
befestigt werden muss.
[0023] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche
und werden in der folgenden Beschreibung unter teilweise Bezugnahme auf die Figuren
näher erläutert.
[0024] Vorzugsweise ist die quaderförmige Schachtel durch einen quaderförmigen Karton und
durch eine Hülle oder einen Deckel gegeben, wobei der quaderförmige Karton an seiner
Oberseite offen ist und wobei der quaderförmige Karton durch die Hülle oder den Deckel
verschlossen werden kann.
[0025] Vorzugsweise ist die Schachtel eine Schubschachtel, welche durch einen Einschubkarton
und durch eine Einschubhülle gegeben ist, wobei die Einschubhülle eine dritte Öffnung
aufweist, welche so zu der ersten Öffnung und zu der zweiten Öffnung korrespondiert,
dass bei Befestigen des Probenträgers in der Haltevorrichtung, anschließendem Einlegen
des Aufnahmeelementes in den Einschubkarton auf dessen Bodenfläche und anschließendem
Einschieben des Einschubkartons in die Einschubhülle der optische Code durch die erste
Öffnung der Bodenfläche, durch die zweite Öffnung des Aufnahmeelementes und durch
die dritte Öffnung der Einschubhülle hindurch sichtbar ist.
[0026] Vorzugsweise weist der Probenträger einen Grundkörper auf, wobei die Membranschicht
an dem Grundkörper befestigt ist und wobei der Grundkörper ferner auf einer Außenseite
mit dem optisch lesbaren Code versehen ist.
[0027] Vorzugsweise ist die Membranschicht eine flächige Membranschicht, wobei der Grundkörper
ein flächiger Grundkörper ist, welcher so faltbar ist, dass die Membranschicht durch
den gefalteten Grundkörper abgedeckt wird.
[0028] Vorzugsweise erlaubt die Haltevorrichtung ein mechanisch reversibles Befestigen des
Probenträgers in der Haltevorrichtung, sodass der Probenträger ohne mechanische Beschädigung
aus der Haltevorrichtung wieder entnommen werden kann.
[0029] Vorzugsweise weist der Probenträger eine rechteckige Grundfläche auf, wobei die Haltevorrichtung
durch wenigstens zwei Ausstanzungen in dem Aufnahmeelement gegeben ist, in welche
jeweilige gegenüberliegende Ecken des Probenträgers eingeklemmt werden können.
[0030] Vorzugsweise ist die erste Öffnung punktsymmetrisch zu einem Mittelpunkt der Grundfläche
der Bodenfläche angeordnet, insbesondere einem geometrischen Mittelpunkt, wobei die
zweite Öffnung punktsymmetrisch zu einem Mittelpunkt der Grundfläche des Aufnahmeelementes
angeordnet ist, insbesondere einem geometrischen Mittelpunkt, und wobei die Grundfläche
der Bodenfläche und die Grundfläche des Aufnahmeelementes jeweils rechteckig aber
nicht quadratisch sind.
[0031] Vorzugsweise weist das Set ferner mindestens eine Lanzette und mindestens eine Versandtasche
zum Versenden des Probenträgers auf.
[0032] Vorzugsweise weist das Set ferner einen Versandkarton bzw. eine Versandschachtel
auf, vorzugsweise in Form einer Klappschachtel, in welche die zuvor genannte Schachtel
eingelegt werden kann.
[0033] Vorzugsweise weist der Versandkarton eine vierte Öffnung an seiner Unterseite oder
seiner Oberseite auf, welche zu der ersten und der zweiten Öffnung als auch vorzugsweise
der dritten Öffnung korrespondiert. Vorzugsweise ist der Code mittig zu einem Mittelpunkt
der Grundfläche des Probenträgers bzw. des zusammengeklappten Probenträgers positioniert,
insbesondere einem geometrischen Mittelpunkt.
[0034] Vorgeschlagen wird ferner ein erfindungsgemäßes Set, wobei der Probenträger in das
Aufnahmeelement eingelegt bzw. an diesem befestigt ist, wobei ferner das Aufnahmeelement
in die Schachtel eingelegt ist, wobei die Schachtel verschlossen ist und wobei vorzugsweise
die Schachtel in ihrem Inneren mindestens eine Lanzette sowie insbesondere mindestens
eine Versandtasche aufweist. Vorzugsweise ist das Set in einem Versandkarton verpackt,
welcher wiederum vorzugsweise verschlossen ist.
[0035] Im Folgenden wird die Erfindung anhand spezieller Ausführungsformen ohne Beschränkung
des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1a eine Aufsicht auf eine bevorzugte Ausführungsform eines Probenträgers,
Figur 1b eine rückwärtige Ansicht des Probenträgers aus Figur 1a mit einem optischen
Code,
Figur 1c den Probenträger aus Figur 1a in einer aufgeklappten Konfiguration bzw. aufgefalteten
Konfiguration,
Figur 2a eine bevorzugte Ausführungsform einer Schachtel gegeben durch einen Karton
und eine Hülle,
Figur 2b die Schachtel aus Figur 2a in einem weiteren Konfigurationszustand,
Figur 2c eine Aufsicht auf den Karton aus Figur 2a,
Figur 2d eine Schrägansicht der Hülle aus Figur 2a,
Figur 3a eine Aufsicht auf eine Ausführungsform eines Aufnahmeelementes,
Figur 3b einen in das Aufnahmeelement aus Figur 3a eingelegten Probenträger,
Figur 3c das Aufnahmeelement aus Figur 3a bei eingelegtem bzw. befestigtem Probenträger
von einer rückwärtigen Ansicht,
Figur 4a das in die Schachtel bzw. den Karton eingelegte Aufnahmeelement aus Figur
3a ohne Probenträger,
Figur 4b einen Handhabungsvorgang, bei welchem das Aufnahmeelement aus Figur 3a mit
einem daran befestigten Probenträger in die Schachtel bzw. den Karton eingelegt wird,
Figur 4c eine Konfiguration, bei welcher das Aufnahmeelement aus Figur 3a in den Karton
bzw. die Schachtel mit an dem Aufnahmeelement befestigten Probenträger eingelegt ist,
Figur 4d eine rückwärtige Ansicht des Kartons bzw. der Schachtel bei in den Karton
bzw. der Schachtel eingelegtem Aufnahmeelement mit daran befindlichem Probenträger
und sichtbarem Code durch die Öffnung des Aufnahmeelementes und der Bodenfläche der
Schachtel bzw. des Kartons hindurch,
Figur 5a verschiedene Objekte, welche ferner zusätzlich einer Schachtel beigelegt
werden können,
Figur 5b eine Konfiguration mit einem in die Schachtel eingelegten Aufnahmeelement
und daran befestigtem Probenträger als auch weiterer Objekte,
Figur 5c eine Konfiguration bzw. einen Handhabungsvorgang, bei welchem der Karton
der Schachtel mit darin eingelegten Objekte und darin eingelegtem Aufnahmeelement
der Karton in eine Hülle der Schachtel eingeschoben wird,
Figur 5d eine rückwärtige Ansicht der Schachtel in einem Konfigurationszustand, in
welchem der Probenträger an dem Aufnahmeelement befestigt ist und in welchem sich
das Aufnahmeelement in der Schachtel befindet, sodass der Code durch die Öffnung des
Aufnahmeelementes, durch die Öffnung der Bodenfläche des Kartons als auch durch die
Öffnung der Hülle bzw. der Schachtel hindurch sichtbar bzw. lesbar ist,
Figur 6a einen Versandkarton,
Figur 6b eine in den Versandkarton eingelegte Schachtel,
Figur 7a einen Versandkarton mit einer weiteren Öffnung und eine Schachtel,
Figur 7b der Versandkarton mit der weiteren Öffnung und darin eingelegter Schachtel,
Figur 7c die weitere Öffnung des Versandkartons aus Figur 7a mit darüber positionierter
transparenter Folie,
Figur 7d eine rückwärtige Ansicht des Versandkartons bei eingelegter Schachtel und
durch die Folie hindurch sichtbarem Code,
Figur 8a ein Ausführungsbeispiel der Schachtel als eine Stülpschachtel sowie
Figur 8b ein Ausführungsbeispiel der Schachtel als eine Klappschachtel.
[0036] Bei der nachfolgenden Beschreibung der beigefügten Figuren, die lediglich einige
exemplarische Ausführungsbeispiele zeigen, können gleiche Bezugszeichen gleiche oder
vergleichbare Komponenten bezeichnen. Ferner können zusammenfassende Bezugszeichen
für Komponenten und Objekte verwendet werden, die mehrfach in einem Ausführungsbeispiel
oder in einer Zeichnung auftreten, jedoch hinsichtlich eines oder mehrerer Merkmale
gemeinsam beschrieben werden. Komponenten oder Objekte, die mit gleichen oder zusammenfassenden
Bezugszeichen beschrieben werden, können hinsichtlich einzelner, mehrerer oder aller
Merkmale, beispielsweise ihrer Dimensionierungen, gleich, jedoch gegebenenfalls auch
unterschiedlich ausgeführt sein, sofern sich aus der Beschreibung nicht etwas anderes
explizit oder implizit ergibt. Optionale Komponenten sind in den Figuren mit gestrichelten
Linien oder Pfeilen dargestellt.
[0037] Obwohl Ausführungsbeispiele auf verschiedene Weise modifiziert und abgeändert werden
können, sind Ausführungsbeispiele in den Figuren als Beispiele dargestellt und werden
hierin ausführlich beschrieben. Es sei jedoch klargestellt, dass nicht beabsichtigt
ist, Ausführungsbeispiele auf die jeweils offenbarten Formen zu beschränken, sondern
dass Ausführungsbeispiele vielmehr sämtliche funktionale und/oder strukturelle Modifikationen,
Äquivalente und Alternativen, die im Bereich der Erfindung liegen, abdecken sollen.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in der gesamten Figurenbeschreibung gleiche oder
ähnliche Elemente.
[0038] Solange nichts anderes definiert ist, haben sämtliche hierin verwendeten Begriffe
(einschließlich von technischen und wissenschaftlichen Begriffen) die gleiche Bedeutung,
die ihnen ein Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet, zu dem die Ausführungsbeispiele
gehören, beimisst. Ferner sei klargestellt, dass Ausdrücke, z.B. diejenigen, die in
allgemein verwendeten Wörterbüchern definiert sind, so zu interpretieren sind, als
hätten sie die Bedeutung, die mit ihrer Bedeutung im Kontext der einschlägigen Technik
konsistent ist, und nicht in einem idealisierten oder übermäßig formalen Sinn zu interpretieren
sind, solange dies hierin nicht ausdrücklich definiert ist.
[0039] Die Figur 1a zeigt einen flächigen Probenträger PT, welcher eine Grundfläche GFPT
aufweist sowie einander gegenüberliegende Ecken E1, E2. Die Grundfläche GFPT weist
einen Mittelpunkt MPT auf, welcher durch ein Kreuz indiziert ist. Die Grundfläche
GFPT des Probenträgers PT ist vorzugsweise rechteckig aber nicht quadratisch.
[0040] Figur 1b zeigt den Probenträger PT von seiner Rückseite A her, welche auch als Außenseite
A bezeichnet werden kann. Auf der Außenseite A ist der Probenträger PT mit einem optisch
lesbaren Code C versehen bzw. dieser Code C ist auf die Außenseite A aufgedruckt.
[0041] Figur 1c zeigt den Probenträger PT in einer auseinandergefalteten Konfiguration,
wobei ersichtlich wird, dass der Probenträger PT einen Grundkörper GK aufweist, an
welchem eine Membranschicht M befestigt ist. Aus Zusammenschau der Figur 1c und der
Figur 1b ist es ersichtlich, dass eben vorzugsweise der Grundkörper GK als Teil des
Probenträgers PT auf seiner Außenseite A mit dem optisch lesbaren Code C versehen
ist. Der Vorteil eines solchen Probenträgers bestehend aus einem Grundkörper GK und
auch einer Membranschicht M, welche an dem Grundkörper GK befestigt ist, besteht darin,
dass der Grundkörper GK als Teil des Probenträgers PT in eine Haltevorrichtung eines
Aufnahmeelementes eingeklemmt werden kann und dass hierfür nicht die Membranschicht
M mechanisch beansprucht werden muss.
[0042] Insbesondere ist die Membranschicht M eine flächige Membranschicht, wobei der Grundkörper
GK ein flächiger Grundkörper ist, welcher so faltbar ist, dass die Membranschicht
M in zusammengefaltetem Zustand des Probenträgers PT durch den gefalteten Grundkörper
GK abgedeckt wird. Dieses ist vorteilhaft, da dann also bei Befestigen des Grundkörpers
GK in einer Haltevorrichtung eines Aufnahmeelementes die Membranschicht M nicht beschädigt
wird bzw. nicht mechanisch beansprucht wird und da ferner nicht durch Reibung oder
andere mechanische Einflüsse aufgrund beweglicher Teile in dem Set bzw. in der Schachtel
die Membranschicht M mechanisch beeinflusst wird. Somit wird eine Beeinflussung der
Membran in ihren absorptiven sowie analytischen Eigenschaften aufgrund mechanischer
Einwirkung vermieden. Die Membranschicht soll ja später eine Blutprobe bzw. Blutbestandteile
in getrockneter Form aufnehmen. Hierbei würde beispielsweise ein Abscheuern der Oberfläche
der Membranschicht M durch eine Bewegung von Gegenständen auf der Membranschicht M
den standardisierten Eigenschaften der Membranschicht möglicherweise entgegenwirken
und spätere mögliche analytische Eigenschaften der Membranschicht und somit analytische
Ergebnisse im Zuge eines diagnostischen Verfahrens verfälschen. Dieses wird durch
Vorsehen des Grundkörpers und insbesondere durch Vorsehen eines faltbaren Grundkörpers
GK, sodass die Membranschicht M durch den gefalteten Grundkörper abgedeckt wird, vermieden.
[0043] Die Figur 3a zeigt ein Aufnahmeelement AN mit einer Grundfläche GF2. Das Aufnahmeelement
AN weist eine Öffnung O2 auf. Das Aufnahmeelement AN weist ferner eine Halterungsvorrichtung
H auf, welche vorzugsweise durch zwei Ausstanzungen Z1, Z2 des Aufnahmeelementes AN
gegeben sind. An der Halterungsvorrichtung bzw. Haltevorrichtung H kann ein Probenträger
PT, wie in der Figur 3b gezeigt, befestigt werden. Insbesondere erlaubt die Haltevorrichtung
H ein mechanisch reversibles Befestigen des Probenträgers PT in der Haltevorrichtung
H, sodass der Probenträger PT ohne eine mechanische Beschädigung aus der Haltevorrichtung
H wieder entnommen werden kann. Hierzu kann vorzugsweise der Probenträger PT an dem
Aufnahmeelement AN in der Weise befestigt werden, dass in eine Ausstanzung Z1 eine
Ecke E1 des Probenträgers, siehe Figur 1a, eingeführt wird, dann das Aufnahmeelement
AN leicht gebogen wird und dann eine weitere Ecke E2 in eine weitere Ausstanzung Z2
der Haltevorrichtung H eingeführt wird und dann das Aufnahmeelement AN wieder zurückgebogen
wird. Das Aufnahmeelement AN ist als vorzugsweise mechanisch flexibel biegbar.
[0044] Dies ist besonders vorteilhaft, da in dem Fall, dass ein Patient oder ein Anwender
wie ein Arzt den Probenträger später der Schachtel bzw. dem Aufnahmeelement entnehmen
will, er dies dann so durchführen kann, dass der Probenträger mechanisch nicht beschädigt
wird, sondern dass insbesondere lediglich das Aufnahmeelement mechanisch flexibel
gebogen wird und die Ecken des Probenträgers aus der Haltevorrichtung bzw. den Ausstanzungen
herausgezogen werden. Würde der Probenträger in oder an dem Aufnahmeelement eingeklebt
oder angeklebt werden müssen, so könnte der Probenträger bei Entnahme aus dem Aufnahmeelement
bzw. aus der Haltevorrichtung ab- bzw. einreißen und hierdurch auf unerwünschte Weise
beschädigt werden, was erfindungsgemäß vermieden wird.
[0045] Dadurch, dass der Probenträger PT mit seiner rechteckigen Grundfläche GFPT, siehe
Figur 1a, in die Halterungsvorrichtung H, siehe Figur 3b, bzw. in jeweilige Ausstanzungen
Z1, Z2 des Aufnahmeelementes AN eingelegt bzw. befestigt werden kann, kann dies mittels
jeweilig gegenüberliegender Ecken E1, E2 des Probenträgers PT erfolgen, da diese dann
in die Halterungsvorrichtung H bzw. in den Ausstanzungen Z1, Z2 eingeklemmt werden
können.
[0046] Es lässt sich festhalten, dass, wie in der Figur 1a gezeigt, die Ecken E1, E2 insbesondere
symmetrisch zu einem Mittelpunkt MPT der Grundfläche GFPT des Probenträgers PT gegenüberliegend
angeordnet sind.
[0047] Die gemäß der Figuren 3a und 3b beschriebene Lösung ist besonders kostengünstig,
da lediglich zwei Ausstanzungen Z1, Z2 in dem Aufnahmeelement AN notwendig sind, um
die Haltevorrichtung H auszubilden. An diesen Ausstanzungen Z1, Z2 können die entsprechenden
Ecken E1, E2 des Probenträgers PT eingeführt werden, sodass der Probenträger PT hinreichend
in seiner Position fixiert wird, ohne dass weitere Materialien wie beispielsweise
Kleber zum Fixieren des Probenträgers benötigt werden. Hierbei sind die Ausstanzungen
Z1, Z2 vorzugsweise kreissegmentförmig, sodass die Ecken E1, E2 des Probenträgers
PT besonders einfach in diese Ausstanzungen Z1, Z2 eingeführt werden können, da druch
die kreissegmentförmigen Ausstanzungen Z1, Z2 entsprechende Laschen LA1, LA2 ausgebildet
werden, welche vorzugsweise reversibel biegbar sind bzw. mechanisch reversibel biegbar.
Solche Laschen LA1, LA2 als Teile des Aufnahmeelementes AN können dann flexibel gebogen
werden um den Probenträger PT an dem Aufnahmeelement AN zu befestigen.
[0048] Die Figur 3c zeigt das Aufnahmeelement AN von seiner rückwärtigen Seite mit darin
eingelegtem Probenträger, sodass der Probenträger in seiner Lage aufgrund der Halterungsvorrichtung
H mit den vorzugsweise vorgesehenen Ausstanzungen Z1, Z2 so in seiner Position fixiert
ist, dass der optische Code C durch die Öffnung O2 des Aufnahmeelementes hindurch
sichtbar ist.
[0049] Wie aus der Figur 3a ersichtlich wird, ist die Öffnung O2 des Aufnahmeelementes punktsymmetrisch
zu einem Mittelpunkt M2, indiziert durch ein Kreuz, der Grundfläche GF2 des Aufnahmeelementes
AN angeordnet. Diese Grundfläche GF2 ist vorzugsweise rechteckig aber nicht quadratisch.
[0050] Die Figur 2a zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Schachtel S in Form einer
Schubschachtel ES, gegeben durch einen Karton K in Form eines Einschubkartons EK und
durch eine Hülle HU in Form einer Einschubhülle EHU. Die Figur 2b zeigt hierbei, in
welcher Weise ein Einschubkarton EK in einer Einschubhülle EHU eingeschoben werden
kann.
[0051] Alternativ ist die Schachtel S eine Stülpschachtel STS, gezeigt in der Figur 8a,
aufweisend einen Deckel SD und einen Bodenkarton K2 aufweist. Die Öffnung O1 befindet
sich dann in dem Karton K3.
[0052] Alternativ ist die Schachtel S eine Klappschachtel KLS, gezeigt in Figur 8b, aufweisend
einen Karton bzw. Bodenkarton K3 und einen daran befindlichen Klappdeckel KD. Die
Öffnung O1 befindet sich dann in dem Karton K3.
[0053] Der Karton K bzw. der Einschubkarton EK aus der Figur 2a ist zu seiner Oberseite
OS hin offen. Die Schachtel S ist also eine quaderförmige Schachtel mit einem quaderförmigen
Karton K, EK und einer Hülle HU, EHU, wobei die Hülle alternativ durch einen hier
nicht dargestellten Deckel ersetzt werden kann.
[0054] Der Karton K ist vorzugsweise ein Faltkarton. Der Karton K ist vorzugsweise ein nach
oben hin offener Vier-Punkt-Faltkarton bzw. eine nach oben hin offene Vier-Punkt-Schachtel.
[0055] Die Schachtel S und ihre Komponenten des Kartons K, EK und auch der Hülle HU, EHU
oder eines Deckels ist/sind vorzugsweise jeweils aus Papier, Karton oder Pappe.
[0056] Die Figur 2c zeigt den nach oben hin offenen Karton K, EK mit seiner Bodenfläche
BF, welche eine Grundfläche GF1 aufweist. Der Karton K, EK ist wie bereits dargelegt
zu seiner Oberseite OS hin offen. Die Grundfläche GF1 ist rechteckig und weist eine
Öffnung O1 auf. Die Bodenfläche BF des Kartons K, EK kann als Bodenfläche der quaderförmigen
Schachtel S betrachtet werden.
[0057] Die Figur 2d zeigt die Einschubhülle EHU als eine Ausführungsform einer Hülle HU,
wobei die Einschubhülle EHU eine Öffnung O3 aufweist, welche vorzugsweise punktsymmetrisch
zu einem Mittelpunkt M3, insbesondere einem geometrischen Mittelpunkt M3, einer Grundfläche
GF3 eine Außenseite SEHU der Hülle HU, EHU angeordnet ist.
[0058] Die Grundfläche GF2 des Aufnahmeelementes AN aus der Figur 3a korrespondiert insbesondere
hinsichtlich ihrer Dimensionierung zu der Grundfläche GF1 der Bodenfläche BF der Schachtel
S bzw. des Kartons K, EK aus der Figur 2c.
[0059] Die Grundfläche GF2 des Aufnahmeelementes AN aus der Figur 3a ist vorzugsweise rechteckig.
[0060] Wie aus der Figur 2c ersichtlich wird, ist die Öffnung O1 der Schachtel S bzw. des
Kartons K, EK punktsymmetrisch zum Mittelpunkt M1 der Grundfläche GF1 der Bodenfläche
BF angeordnet. Sowohl die Grundfläche GF1 als auch die Grundfläche GF2 aus der Figur
3a sind jeweils vorzugsweise rechteckig aber nicht quadratisch.
[0061] Die Figur 4a zeigt den Karton K, EK mit eingelegtem Aufnahmeelement AN, welches auf
der Bodenfläche BF des Kartons K bzw. der Schachtel S aufliegt. Die Öffnungen O1 und
O2 sind so ausgestaltet, dass sie sich im Wesentlichen überlappen. Vorzugsweise sind
die Öffnungen O1, O2 von gleicher Größe.
[0062] Die Figur 4b zeigt den Schritt eines Einlegen des Aufnahmeelementes AN in die Schachtel
S bzw. den Karton K, EK auf die Bodenfläche BF der Schachtel S bzw. des Kartons K,
EK, wobei der Probenträger PT in der Haltevorrichtung H des Aufnahmeelementes AN befestigt
ist. Wird beispielsweise durch händisches Einlegen mittels einer Hand HA das Aufnahmeelement
AN dann in die Schachtel S bzw. den Karton K, EK eingelegt, so ergibt sich eine Konfiguration,
wie in der Figur 4c gezeigt.
[0063] Die Figur 4d zeigt die Gesamtheit der Elemente aus der Figur 4c aus einer anderen
Ansicht, aus welcher ersichtlich wird, dass bei Befestigen des Probenträgers PT an
der Haltevorrichtung H und anschließendem Einlegen des Aufnahmeelementes AN in die
Schachtel S bzw. auf die Bodenfläche BF der Schachtel S der optische Code C dann durch
die erste Öffnung O1 der Bodenfläche BF und auch durch die zweite Öffnung O2 des Aufnahmeelementes
AN hindurch sichtbar ist, sodass also der Code C problemlos erfasst bzw. gelesen werden
kann.
[0064] Dadurch, dass die Schachtel S zumindest durch einen separaten, nach oben hin offenen
Karton K, EK und einen separaten Verschluss in Form einer Hülle HU, EHU oder aber
einen nicht näher gezeigten Deckel gegeben ist, kann in vorteilhafter Weise zunächst
das Aufnahmeelement AN mit dem Probenträger PT versehen werden bzw. der Probenträger
PT zunächst an dem Aufnahmeelement AN befestigt werden und dann anschließend das Aufnahmeelement
AN einfach, wie in der Figur 4b dargelegt, in die Schachtel S bzw. den Karton K, EK
eingelegt werden, sodass die vorteilhafte Konfiguration aus der Figur 4d herbeigeführt
wird. Eine solche Schachtel S mit einem Bestandteil eines Kartons K, EK und einer
Hülle HU, EHU oder einem Deckel ist vorteilhaft, da dann weitere Teile ebenfalls der
Schachtel beigelegt werden können.
[0065] Die Figur 5a zeigt weitere Teile bzw. weitere Objekte wie beispielsweise eine oder
mehrere Lanzetten L1, L2 als auch eine Versandtasche VT. Ferner gezeigt sind als weitere
Objekte ein Pflaster PF, eine Mullbinde MB, als auch Alkoholtupfer AT oder aber eine
Bedienungsanleitung BA. Eines oder mehrere solcher Objekte aus der Figur 5a werden
üblicherweise zusammen mit einem Probenträger in einer Schachtel versendet und können
daher dem Probenträger beiliegen. Solche Teile bzw. Objekte aus der Figur 5a sind
zur Probenentnahme von Kapillarblut im Patienten notwendig und werden dann durch den
Patienten selber oder aber durch einen Anwender wie einen Arzt zur Probenentnahme
verwendet.
[0066] Figur 5b zeigt bei einem in den Karton K, EK eingelegtem Aufnahmeelement AN, dass
weitere Teile wie beispielsweise eine Lanzette L oder eine Versandtasche VT ebenfalls
in die Schachtel eingelegt werden können. Dadurch, dass die Schachtel S, ES einen
nach oben hin offenen Karton K, EK aufweist, kann also diesem Karton K, EK ferner
wenigstens eine Lanzette L und wenigstens eine Versandtasche VT beigelegt werden,
wobei auch diese weiteren Teile L, VT durch Verschließen des Kartons K, EK mittels
einer Hülle HU, EHU oder eines Deckels innerhalb der Schachtel S, ES verbleiben.
[0067] Die Figur 5c zeigt ein Einschieben des Einschubkartons EK in die Einschubhülle EHU,
wobei die weiteren Teile wie eine Lanzette L oder eine Versandtasche VT innerhalb
der Schachtel dann mit eingepackt werden.
[0068] Im Falle einer Einschubschachtel ES ist also die Schachtel ES durch einen nach oben
offenen Einschubkarton EK gegeben, in den das Aufnahmeelement AN eingelegt werden
kann und welcher dann durch Einschieben in die Einschubhülle EHU als Bestandteil der
Schachtel S verschlossen wird. Hierdurch werden eben vorteilhaft weitere Teile wie
eine Versandtasche VT oder eine Lanzette L innerhalb des Einschubkartons bzw. der
Schachtel gehalten und verpackt. Die Ausführungsform der Schachtel S als eine Einschubschachtel
ES ist besonders vorteilhaft, da bei einer Konfektionierung der Einschubkarton EK
einfach in die Einschubhülle EHU eingeschoben werden kann und somit dann eben weitere
Teile wie Lanzette L oder Versandtasche VT in dem Einschubkarton EK verbleiben, auch
wenn diese Teile L, VT sich ein einem losen Zustand innerhalb der Schachtel ESH befinden,
da solche Teile L, VT dann durch die Einschubhülle EHU innerhalb der Schachtel ES
gehalten werden. Teile, wie beispielsweise einen in der Figur 5b dargestellten Alkoholtupfer
AT, welche in einem früheren Einpackstadium aus der Figur 5b möglicherweise über die
Oberseite OS des Kartons K, EKU nach oben hin hinausragen würden, werden dann eben
in vorteilhafter Weise durch die Einschubhülle EHU, wie in der Figur 5c gezeigt, nach
unten hin in den Innenraum des Einschubkartons gedrückt. Mit anderen Worten: es ist
ein sicheres Verschließen der Einschubschachtel ES dadurch gegeben, dass durch einfaches
Einschieben des Einschubkartons EK in die Einschubhülle EHU die Einschubschachtel
ES automatisch verschlossen wird. Im Falle der Schachtel als eine Stülpschachtel oder
als eine Klappschachtel müssten für ein sicheres Verschließen der Schachtel noch weitere
Verschlusselemente vorgesehen und betätigt werden, wie beispielsweise ein Klappdeckel
oder ein Stülpdeckel mechanisch an einem Karton zu befestigt werden bzw. eingehakt
zu werden. Daher ist die Ausführungsform der Schachtel als eine Einschubschachtel
ES besonders vorteilhaft, da hier eine einfache und schnelle Handhabung im Zuge einer
Konfektionierung des Sets mit weiteren Teilen wie einer Lanzette L und einer Versandtasche
VT besonders einfach, sicher und zeitsparend ist. Vorzugsweise weist das Set also
wenigstens eine Lanzette L und eine Versandtasche VT auf. Offenbart wird ferner ein
Set mit allen Bestandteilen.
[0069] Es ergibt sich ferner ein weiterer Vorteil in der Ausführungsform der Schachtel S
als eine Einschubschachtel ES, da dann beispielsweise im Zuge einer Konfektionierung
in einem ersten Schritt, wie in der Figur 5b dargelegt, zunächst Teile wie das Aufnahmeelement
AN mit dem Probenträger PT als auch weitere Teile L, VT einfach in den Karton bzw.
Einschubkarton EK eingelegt werden können und dann anstelle eines Einschiebens des
Einschubkartons EK in die Einschubhülle EHU hinein, wie in der Figur 5c dargelegt,
in einem alternativen Konfektionierungsschritt der Karton EK aus der Figur 5b dadurch
mit der Einschubhülle EHU versehen werden kann, dass der Einschubkarton EK durch ein
Pappelement umwickelt wird, welches an einer Seite verklebt wird, sodass das umwickelnde
Pappelement die Einschubhülle EHU bildet. Auch hier kann dann besonders vorteilhaft
gewährleistet werden, dass Teile, wie beispielsweise ein Alkoholtupfer AT oder eine
Versandtasche VT aus der Figur 5b, welcher über die Oberseite OS des Kartons EK nach
oben hin hinausragen können, in den inneren Bereich des Kartons EK hineingedrückt
werden und dort sicher gehalten werden.
[0070] Die Figur 5d zeigt die Schachtel S, ES in der bevorzugten Ausführungsform einer Einschubschachtel
ES in einer Konfiguration, in welcher die Schachtel S, ES durch Einschieben des Einschubkartons
EK in die Einschubhülle EHU verschlossen ist, wobei auch das Aufnahmeelement AN mit
daran befestigtem Probenträger PT in die Schachtel S, ES bzw. in den Karton K, EK
eingelegt ist. Es wird ersichtlich, dass bei befestigtem Probenträger PT in der Haltevorrichtung
H des Aufnahmeelementes AN und eingelegtem Aufnahmeelement AN in die Schachtel S,
ES bzw. den Karton K, EK auf der Bodenfläche und anschließendem Schließen der Schachtel
S, ES aufgrund einer Korrespondenz der Öffnung O3 der Einschubhülle EHU, wie in Figur
2d dargelegt, sich dann eine Konfiguration ergibt, gemäß welcher der optische Code
C durch die Öffnung O1 der Bodenfläche BF, durch die Öffnung O2 des Aufnahmeelementes
AN und durch die Öffnung O3 der Einschubhülle EHU hindurch sichtbar ist.
[0071] Wie bereits zuvor erwähnt, ist vorzugsweise die Öffnung O1 der Schachtel S, ES bzw.
des Kartons K, EK punktsymmetrisch zum Mittelpunkt M1 der Grundfläche GF1 der Bodenfläche
BF der Schachtel S, ES bzw. des Kartons K, EK angeordnet, wobei ferner vorzugsweise
die Öffnung O2 punktsymmetrisch zum Mittelpunkt M2 der Grundfläche GF2 des Aufnahmeelementes
AN angeordnet ist und wobei die Grundflächen GF1 und GF2 jeweils rechteckig aber nicht
quadratisch sind. Dieses ist besonders vorteilhaft, da dann bei eingelegtem bzw. befestigtem
Probenträger PT in oder an dem Aufnahmeelement AN der Code C bei eingelegtem Aufnahmeelement
AN in der Schachtel S, ES bzw. in dem Karton K, EK immer lesbar ist, da sich aufgrund
der rechteckigen aber nicht quadratischen Grundflächen GF1, GF2 nur zwei mögliche
Einlegekonfigurationen des Aufnahmeelementes AN ergeben, welche insbesondere um 180°
zueinander rotiert sind, wobei aber in beiden dieser Konfigurationen immer der Code
C des Probenträgers PT durch die Öffnungen O1 und O2 hindurch lesbar ist. Dieses wird
in dem Ausführungsbeispiel der Schachtel S in eine Einschubschachtel ES ferner dadurch
gewährleistet, dass die Einschubhülle EHU eine solche Öffnung O3 aufweist, welche
punktsymmetrisch zum Mittelpunkt M3 der Grundfläche GF3 jener Seite SEHU, der Einschubhülle
EHU ist, welche die Öffnung O3 aufweist, siehe Figur 2d. Somit ist dann eben auch
in dem Ausführungsbeispiel der Schachtel als eine Einschubschachtel eine 180° Vertauschbarkeit
der Konfigurationsanordnung der Einschubhülle EHR gegenüber dem Einschubkarton EK
und auch insbesondere gegenüber dem Aufnahmeelement AN gegeben, wobei in jeder der
möglichen Konfigurationsanordnungen der Einschubhülle EHR gegenüber dem Einschubkarton
EK und insbesondere gegenüber dem Aufnahmeelement AN der Code bei verschlossener Schachtel
durch die Öffnungen O1, 02, O3 lesbar ist. Hierdurch werden Fehlkonfigurationen bei
einem Zusammenfügen von Einschubkarton EK und Einschubhülle EHU und insbesondere auch
des Aufnahmeelementes AN vermieden.
[0072] Die Figur 6a zeigt ferner einen Versandkarton VK bzw. eine Versandschachtel, vorzugsweise
in Form einer Klappschachtel, in welche die Schachtel S eingelegt werden kann. Vorzugsweise
weist das Set auch einen solchen Versandkarton VK auf. Dies ist vorteilhaft, da durch
den Versandkarton dann ein mechanischer Schutz und/oder ein Schmutzschutz für den
Probenträger PT und dessen Membranschicht M als auch für den Barcode C geben ist.
[0073] Die Figur 6b zeigt hierzu eine in den Versandkarton VK eingelegte Schachtel S.
[0074] Figur 7a zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Versandkartons VK1, welcher eine
Öffnung O4 an seiner Unterseite VKU oder seiner Oberseite VKO aufweist, welche vorzugsweise
zu der ersten und der zweiten Öffnung O1, O2 korrespondiert als auch vorzugsweise
zu der dritten Öffnung O3. Die Figur 7b zeigt hierzu den Karton VK1 von seiner Unterseite
VKU her, wobei eben der Code C durch die Öffnungen O1, O2, O3, O4 lesbar ist.
[0075] Wie in Figur 7c gezeigt, ist vorzugsweise die Öffnung O4 mit einer optisch transparenten
Folie F abgedeckt, sodass das Ablesen des Codes C auch bei Einlegen der Schachtel
S in den Versandkarton VK1 ermöglicht wird, wie in Figur 7d gezeigt. Eine transparente
Folie F an der Öffnung O4 verhindert einen Schmutzeintrag in das Innere des Versandkartons
VK1 und die Schachtel S hin zu dem Probenträger PT als auch dessen Membranschicht
M. Somit kann also das gesamte Set mitsamt dem Versandkarton VK1 vorkonfektioniert
und gelagert werden, sodass dann im Anforderungsfall eine Laborkraft im Labor lediglich
das gesamte Set herausnehmen kann und durch die Öffnung O4 des Versandkartons VK1
hindurch den optischen Code scannen bzw. ablesen kann.
[0076] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Code C mittig bzw. punktsymmetrisch
zu einem Mittelpunkt MPT, insbesondere einem geometrischen Mittelpunkt MPT, einer
Grundfläche GFPT des Probenträgers angeordnet, vorzugsweise des zusammengeklappten
Probenträgers PT. Insbesondere ist dann auch die Haltevorrichtung H symmetrisch zu
dem Mittelpunkt M2 der Grundfläche GF2 des Aufnahmeelementes AND angeordnet, insbesondere
die Ausstanzungen, Z1, Z2. Auch hier ergibt sich dann der Vorteil einer 180° Variabilität
beim Konfektionieren bzw. Befestigen des Probenträgers PT auf dem Aufnahmeelement
AN bei Gewährleistung einer Lesbarkeit des Codes durch die Öffnung O1 des Aufnahmeelementes
sowie insbesondere weiterer Öffnungen O2, O3 und/oder O4.
1. Set
- aufweisend einen flächigen Probenträger (PT) mit einer absorptionsfähigen Membranschicht
(M), welche geeignet ist, flüssige Blutbestandteile aufzunehmen, und wobei zumindest
ein Teil der Blutbestandteile in der Membranschicht (M) eintrocknen kann, wobei ferner
der Probenträger (PT) auf einer Außenseite (A) mit einem optisch lesbaren Code (C)
versehen ist,
- ferner aufweisend eine verschließbare, quaderförmige Schachtel (S, ES) mit einer
Bodenfläche (BF), welche eine rechteckige Grundfläche (GF1) aufweist und welche ferner
eine erste Öffnung (O1) aufweist,
- ferner aufweisend ein flächiges Aufnahmeelement (AN) mit einer Grundfläche (GF2),
welche zu der Grundfläche (GF1) der Bodenfläche (BF) korrespondiert,
wobei das Aufnahmeelement (AN) eine zweite Öffnung (O2) und eine Haltevorrichtung
(H) aufweist, welche gemeinsam so ausgestaltet sind, dass bei Befestigen des Probenträgers
(PT) in der Haltevorrichtung (H) und anschließendem Einlegen des Aufnahmeelementes
(AN) in die Schachtel (S, ES) auf der Bodenfläche (BF) der Schachtel der optische
Code (C) durch die erste Öffnung (O1) der Bodenfläche (BF) und auch durch die zweite
Öffnung (O2) des Aufnahmeelementes (AN) hindurch sichtbar ist.
2. Set nach Anspruch 1,
wobei die quaderförmige Schachtel (S, ES) durch einen quaderförmigen Karton (K, EK)
und durch eine Hülle (HU, EHU) oder einen Deckel (SD, KD) gegeben ist,
wobei der quaderförmige Karton (K, EK) an seiner Oberseite (OS) nach oben hin offen
ist und wobei der quaderförmige Karton (K, EK) durch die Hülle (HU, EHU) oder den
Deckel (SD, KD) verschlossen werden kann.
3. Set nach Anspruch 2,
wobei die Schachtel (S) eine Einschubschachtel (ES) ist, welche durch einen Einschubkarton
(EK) und durch eine Einschubhülle (EHU) gegeben ist,
wobei die Einschubhülle (EHU) eine dritte Öffnung (O3) aufweist, welche so zu der
ersten Öffnung (O1) und zu der zweiten Öffnung (O2) korrespondiert, dass
- bei Befestigen des Probenträgers (PT) in der Haltevorrichtung (H),
- anschließendem Einlegen des Aufnahmeelementes (AN) in den Einschubkarton (EK) auf
dessen Bodenfläche (BF)
- und anschließendem Einschieben des Einschubkartons (EK) in die Einschubhülle (EHU)
der optische Code (C) durch die erste Öffnung (O1) der Bodenfläche (BF), durch die
zweite Öffnung (O2) des Aufnahmeelementes (AN) und durch die dritte Öffnung (O3) der
Einschubhülle (EHU) hindurch sichtbar ist.
4. Set nach einem der vorhergehenden Ansprüche
wobei der Probenträger (PT) einen Grundkörper (GK) aufweist,
wobei die Membranschicht (M) an dem Grundkörper (GK) befestigt ist,
und wobei der Grundkörper (GK) ferner auf einer Außenseite (A) mit dem optisch lesbaren
Code (C) versehen ist.
5. Set nach Anspruch 4
wobei die Membranschicht (M) eine flächige Membranschicht ist und wobei der Grundkörper
(GK) ein flächiger Grundkörper ist, welcher so faltbar ist,
dass die Membranschicht (M) durch den gefalteten Grundkörper (GK) abgedeckt wird.
6. Set nach Anspruch 1,
wobei die Haltevorrichtung (H) ein mechanisch reversibles Befestigen des Probenträgers
(PT) in der Haltevorrichtung (H) erlaubt, so dass der Probenträger (PT) ohne mechanische
Beschädigung aus der Haltevorrichtung (H) wieder entnommen werden kann.
7. Set nach Anspruch 1,
wobei der Probenträger (PT) eine rechteckige Grundfläche (GFPT) aufweist, wobei die
Haltevorrichtung (H) durch wenigstens zwei Ausstanzungen (Z1, Z2) in dem Aufnahmeelement
(AN) gegeben ist, in welche jeweilige gegenüberliegende Ecken (E1, E2) des Probenträgers
(PT) eingeklemmt werden können.
8. Set nach Anspruch 1,
wobei die erste Öffnung (O1) punktsymmetrisch zu einem Mittelpunkt (M1) der Grundfläche
(GF1) der Bodenfläche (BF) angeordnet ist,
und wobei die zweite Öffnung (O2) punktsymmetrisch zum Mittelpunkt (M2) der Grundfläche
(GF2) des Aufnahmeelementes (AN) angeordnet ist
und wobei die Grundflächen (GF1, GF2) rechteckig aber nicht quadratisch sind.
9. Set nach Anspruch 1,
ferner aufweisend mindestens eine Lanzette (L) und mindestens eine Versandtasche (VT)
zum Versenden des Probenträgers (PT).
10. Set nach Anspruch 1,
ferner aufweisend einen Versandkarton (VK, VK1) bzw. eine Versandschachtel, vorzugsweise
in Form einer Klappschachtel, in welche die zuvor genannte Schachtel (S, ES) eingelegt
werden kann.
11. Set nach Anspruch 10,
wobei der Versandkarton (VK1) eine vierte Öffnung (O4) an seiner Unterseite (VKU)
oder seiner Oberseite (VKO) aufweist, welche zu der ersten Öffnung (O1) und der zweiten
Öffnung (O2) korrespondiert.
12. Set nach Anspruch 1,
wobei der Code (C) mittig zu einem Mittelpunkt (MPT) der Grundfläche (GFPT) des Probenträgers
(PT) positioniert ist.
13. Set nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Probenträger (PT) in dem Aufnahmeelement (AN) befestigt ist,
wobei das Aufnahmeelement (AN) in die Schachtel (S) eingelegt ist und wobei der optische
der optische Code (C) durch die erste Öffnung (O1) der Bodenfläche (BF) und auch durch
die zweite Öffnung (O2) des Aufnahmeelementes (AN) hindurch sichtbar ist.
14. Set nach Anspruch 13,
wobei die Schachtel eine Einschubschachtel (ES) gegeben durch einen Einschubkarton
(EK) und eine Einschubhülle (EHU) ist,
wobei die Einschubhülle eine dritte Öffnung (O3) aufweist, die zu der ersten Öffnung
O1 und der zweiten Öffnung O2 korrespondiert,
wobei der Einschubkarton (EKU) in die Einschubhülle (EHU) eingeschoben ist und wobei
der optische Code (C) durch die erste Öffnung (O1) der Bodenfläche (BF),
durch die zweite Öffnung (O2) des Aufnahmeelementes (AN) und durch die dritte Öffnung
(O3) hindurch sichtbar ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Set
- aufweisend einen flächigen Probenträger (PT) mit einer absorptionsfähigen Membranschicht
(M), welche geeignet ist, flüssige Blutbestandteile aufzunehmen, und wobei zumindest
ein Teil der Blutbestandteile in der Membranschicht (M) eintrocknen kann, wobei ferner
der Probenträger (PT) auf einer Außenseite (A) mit einem optisch lesbaren Code (C)
versehen ist,
- ferner aufweisend eine verschließbare, quaderförmige Schachtel (S, ES) mit einer
Bodenfläche (BF), welche eine rechteckige Grundfläche (GF1) aufweist und welche ferner
eine erste Öffnung (O1) aufweist,
gekennzeichnet durch
ein separates flächiges Aufnahmeelement (AN) mit einer separaten Haltevorrichtung
(H) für den Probenträger und mit einer Grundfläche (GF2), welche zu der Grundfläche
(GF1) der Bodenfläche (BF) korrespondiert,
ferner
dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (H) ein mechanisch reversibles Befestigen des Probenträgers
(PT) in der Haltevorrichtung (H) erlaubt, so dass der Probenträger (PT) ohne mechanische
Beschädigung aus der Haltevorrichtung (H) wieder entnommen werden kann,
und dass das Aufnahmeelement (AN) eine zweite Öffnung (O2) und die Haltevorrichtung
(H) aufweist, welche gemeinsam so ausgestaltet sind, dass bei Befestigen des Probenträgers
(PT) in der Haltevorrichtung (H) und anschließendem Einlegen des Aufnahmeelementes
(AN) in die Schachtel (S, ES) auf der Bodenfläche (BF) der Schachtel der optische
Code (C) durch die erste Öffnung (O1) der Bodenfläche (BF) und auch durch die zweite
Öffnung (O2) des Aufnahmeelementes (AN) hindurch sichtbar ist.
2. Set nach Anspruch 1,
wobei die quaderförmige Schachtel (S, ES) durch einen quaderförmigen Karton (K, EK)
und durch eine Hülle (HU, EHU) oder einen Deckel (SD, KD) gegeben ist,
wobei der quaderförmige Karton (K, EK) an seiner Oberseite (OS) nach oben hin offen
ist und wobei der quaderförmige Karton (K, EK) durch die Hülle (HU, EHU) oder den
Deckel (SD, KD) verschlossen werden kann.
3. Set nach Anspruch 2,
wobei die Schachtel (S) eine Einschubschachtel (ES) ist, welche durch einen Einschubkarton
(EK) und durch eine Einschubhülle (EHU) gegeben ist,
wobei die Einschubhülle (EHU) eine dritte Öffnung (O3) aufweist, welche so zu der
ersten Öffnung (O1) und zu der zweiten Öffnung (O2) korrespondiert, dass
- bei Befestigen des Probenträgers (PT) in der Haltevorrichtung (H),
- anschließendem Einlegen des Aufnahmeelementes (AN) in den Einschubkarton (EK) auf
dessen Bodenfläche (BF)
- und anschließendem Einschieben des Einschubkartons (EK) in die Einschubhülle (EHU)
der optische Code (C) durch die erste Öffnung (O1) der Bodenfläche (BF), durch die
zweite Öffnung (O2) des Aufnahmeelementes (AN) und durch die dritte Öffnung (O3) der
Einschubhülle (EHU) hindurch sichtbar ist.
4. Set nach einem der vorhergehenden Ansprüche
wobei der Probenträger (PT) einen Grundkörper (GK) aufweist,
wobei die Membranschicht (M) an dem Grundkörper (GK) befestigt ist,
und wobei der Grundkörper (GK) ferner auf einer Außenseite (A) mit dem optisch lesbaren
Code (C) versehen ist.
5. Set nach Anspruch 4
wobei die Membranschicht (M) eine flächige Membranschicht ist
und wobei der Grundkörper (GK) ein flächiger Grundkörper ist, welcher so faltbar ist,
dass die Membranschicht (M) durch den gefalteten Grundkörper (GK) abgedeckt wird.
6. Set nach Anspruch 1,
wobei der Probenträger (PT) eine rechteckige Grundfläche (GFPT) aufweist,
wobei die Haltevorrichtung (H) durch wenigstens zwei Ausstanzungen (Z1, Z2) in dem
Aufnahmeelement (AN) gegeben ist, in welche jeweilige gegenüberliegende Ecken (E1,
E2) des Probenträgers (PT) eingeklemmt werden können.
7. Set nach Anspruch 1,
wobei die erste Öffnung (O1) punktsymmetrisch zu einem Mittelpunkt (M1) der Grundfläche
(GF1) der Bodenfläche (BF) angeordnet ist,
und wobei die zweite Öffnung (O2) punktsymmetrisch zum Mittelpunkt (M2) der Grundfläche
(GF2) des Aufnahmeelementes (AN) angeordnet ist und wobei die Grundflächen (GF1, GF2)
rechteckig aber nicht quadratisch sind.
8. Set nach Anspruch 1,
ferner aufweisend mindestens eine Lanzette (L) und mindestens eine Versandtasche (VT)
zum Versenden des Probenträgers (PT).
9. Set nach Anspruch 1,
ferner aufweisend einen Versandkarton (VK, VK1) bzw. eine Versandschachtel, vorzugsweise
in Form einer Klappschachtel, in welche die zuvor genannte Schachtel (S, ES) eingelegt
werden kann.
10. Set nach Anspruch 9,
wobei der Versandkarton (VK1) eine vierte Öffnung (O4) an seiner Unterseite (VKU)
oder seiner Oberseite (VKO) aufweist, welche zu der ersten Öffnung (O1) und der zweiten
Öffnung (O2) korrespondiert.
11. Set nach Anspruch 1,
wobei der Code (C) mittig zu einem Mittelpunkt (MPT) der Grundfläche (GFPT) des Probenträgers
(PT) positioniert ist.