Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Reinigungssystem zur Reinigung von Atemgerät.
Verfahren und Reinigungssysteme der genannten Art können allgemein eingesetzt werden,
um Atemgerät oder Bestandteile desselben zu reinigen, beispielsweise Atemgerät für
Rettungskräfte wie Feuerwehr, technische Hilfsorganisationen oder Rettungssanitäter,
Atemgeräte für Taucher oder allgemein Personen in lebensfeindlichen oder kritischen
Arbeitsumgebungen sowie für Streitkräfte und Sicherheitskräfte wie beispielsweise
Polizisten. Auch für Atemgeräte im medizinischen Bereich, beispielsweise Atemmasken
für Sauerstoffversorgung und Operationen, lassen sich die vorgeschlagenen Vorrichtungen
und Verfahren einsetzen. Auch andere Einsatzgebiete sind denkbar.
Technischer Hintergrund
[0002] Atemgeräte, wie beispielsweise Atemschutzmasken oder Lungenautomaten, sind in der
Regel Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung beispielsweise von Rettungskräften,
Streitkräften oder Sicherheitskräften. So ist aus dem Stand der Technik eine Vielzahl
von Atemgeräten für unterschiedliche Einsatzzwecke bekannt. Beispielsweise verwenden
Rettungskräfte wie Feuerwehren Atemschutzmasken mit Filtern zur Entfernung schädlicher
Bestandteile aus der angesaugten Atemluft. In vielen Fällen wird jedoch, alternativ
oder zusätzlich zu einem Filter, ein so genannter Lungenautomat verwendet, über welchen
der Benutzer mit einem Atemgas, beispielsweise Pressluft, beatmet werden kann. Lungenautomaten,
welche häufig auch als Atemregler bezeichnet werden, ermöglichen es allgemein einem
Benutzer, aus einer Druckgasflasche oder einem anderen Druckgasanschluss zu atmen
und sich auf diese Weise beispielsweise unter Wasser oder in einer anderen, nicht
atembaren oder giftigen Atmosphäre aufzuhalten. Dazu wird das Druckgas, beispielsweise
komprimierte Luft, aus dem Druckgasanschluss durch den Lungenautomaten auf einen in
einer Arbeitsumgebung des Benutzers herrschenden Druck angepasst.
[0003] Die Atemgeräte oder Bestandteile derselben müssen in der Regel nach jedem Einsatz
gereinigt, hygienisiert, getrocknet, geprüft und gegebenenfalls instandgesetzt und
verpackt werden. Mit der Reinigung sollen alle Verschmutzungen infolge eines Gebrauchs
oder einer Lagerung entfernt werden, so dass die Atemgeräte makroskopisch sauber und
hygienisch einwandfrei bereitgestellt werden können, beispielsweise für die nächsten
Schritte einer Aufbereitung. Dieselben Anforderungen gelten in der Regel auch für
Bestandteile von Atemgeräten, wie beispielsweise Anbau- und Zubehörteile von Atemmasken,
wie beispielsweise Filter oder Lungenautomaten.
[0004] In vielen Fällen werden Atemgeräte, wie beispielsweise Atemmasken und deren Zubehör,
entweder von Hand gereinigt oder in modifizierten Wäschewaschmaschinen mit Hilfe von
Schutzbeuteln und/oder mit Hilfe von Adaptern gewaschen. Beispielsweise ist aus
EP 0 935 687 B1 allgemein eine Waschmaschine bekannt, welche einen Laugenbehälter mit einer Trommel
aufweist. Ein Mantel der Trommel weist eine zum Trommelinneren gerichtete Wölbestruktur
auf, wobei auf zum Trommeläußeren gerichteten Randkonturen der Wölbung in ihren Eckpunkten
Löcher angeordnet sind. Mit derartigen Waschmaschinen sind grundsätzlich besonders
schonende Reinigungen von Ausrüstungsgegenständen für Rettungskräfte möglich.
[0005] Aus
EP 1 088 928 A1 ist ein Haltesystem für Atemschutzmasken in einer Wäschebehandlungsmaschine bekannt.
Das Haltesystem weist einen Tragbügel auf, welcher in einer Trommel der Wäschebehandlungsmaschine
mitdrehend angeordnet ist und mit welchem die Atemschutzmasken verbunden werden können.
[0006] Aus
DE 200 03 743 U1 und aus
DE 298 22 172 U1 sind jeweils Vorrichtungen zum Behandeln von Schutzanzügen bekannt. Dabei werden
Kleiderbügel verwendet, welche flexible Luftaustrittsdüsen umfassen. Die Kleiderbügel
sind jeweils an einer Schwenkvorrichtung befestigt. Eine Reinigung von Atemgeräten
ist allgemein mittels der gezeigten Vorrichtungen nicht oder nur schwer möglich.
[0007] Aus
DE 10 2005 033 618 B3 ist eine Vorrichtung zur Reinigung von Atemschutzmasken bekannt. Die Vorrichtung
umfasst ein verschließbares Gehäuse sowie mindestens eine in einem Träger angeordnete
Aufnahme für mindestens eine Atemschutzmaske. Weiterhin sind eine Düsenanordnung und
eine Bürstenanordnung vorgesehen, wobei durch eine Bewegung der Atemschutzmasken eine
Bebürstung der Atemschutzmasken erfolgt. Mittels der offenbarten Vorrichtung ist allerdings
eine individuelle Zuordnung und Reinigung von Zubehörteilen von Masken nicht möglich.
Weiterhin ist die Reinigung von gasführenden Elementen, wie beispielsweise Lungenautomaten,
mit der offenbarten Vorrichtung nicht möglich. Auch aus
DE 200 03 744 U1 ist eine Vorrichtung zum Reinigen, Desinfizieren und Trocknen von Atemschutzmasken
bekannt, welche ein Tragegestell mit einem zugeordneten Düsensystem und einzelnen
Behandlungsplätzen aufweist. Auch diese Vorrichtung ist grundsätzlich nicht zur Reinigung
von gasführenden Elementen und Zubehörteilen geeignet.
[0008] Aus
DE 10 2007 009 936 A1 ist eine Reinigungsvorrichtung für Pressluftatmer bekannt. Diese weist einen durch
ein Schutzgitter begrenzten Aufnahmeraum sowie rotierende Düsenträger auf. Die Düsenträger
befinden sich dabei außerhalb des Schutzgitters. Nachteilig an der dargestellten Vorrichtung
ist jedoch, dass Reinigungsflüssigkeit in gasführende Bereiche eindringen kann.
[0009] Die Reinigung von empfindlichen Bauelementen von Atemgeräten, wie beispielsweise
Lungenautomaten, erfolgt hingegen in der Regel manuell. Gegebenenfalls kann eine manuelle
Reinigung durch ein Einlegen in Ultraschall-Reinigungsgeräte unterstützt werden. Aus
DE 10 2007 012 768 B4 sind jedoch ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Reinigung von Lungenautomaten
bekannt. Dabei werden die zu reinigenden Gegenstände auf Halterungen eines rotierenden
Elements aufgesteckt und mehrmals in ein Flüssigkeitsbad mit Reinigungsflüssigkeit,
Desinfektionsflüssigkeit und Spülflüssigkeit eingetaucht. Lungenautomaten werden dabei
zuerst zur Dichtsetzung zwischen Ventil und Schlauchanschluss mit Druckluft beaufschlagt
und danach in das Flüssigkeitsbad eingetaucht. Nachteilig an derartigen Tauchverfahren
ist jedoch, dass aufwändige Halterungen mit entsprechenden Aktoren erforderlich sind,
um durch entsprechende Bewegungen eine Entfernung von Reinigungsfluid aus den verschiedenen
Hohlräumen nach der Reinigung zu gewährleisten.
[0010] DE 100 20 835 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Behandlung von Atemschutzmasken. Es ist eine Aufnahme
zur Bestückung mit Atemschutzmasken vorgesehen, bei welcher eine Kopplung der Atemschutzmasken
mittels des Atemgeräteanschlusses an die Aufnahme erfolgt. Weiterhin wird beschrieben,
dass in einer Kabine der Vorrichtung eine Sammeleinrichtung zur Sammlung von Behandlungsmitteln
vorgesehen ist, sowie eine Pumpe für die Zufuhr der Behandlungsmittel.
[0011] US 3,881,503 A offenbart eine Vorrichtung zum Waschen und Dekontaminieren von Anästhesie-Ausrüstungsgegenständen.
Es ist ein Düsensystem vorgesehen, durch welches unter hohem Druck Wasserstrahlen
auf das Reinigungsgut aufgesprüht werden können.
[0012] In
DE 11 74 169 B wird eine Vorrichtung zur Reinigung von Atemschutzmasken beschrieben. Dabei ist in
einem Gehäuse ein drehbar gelagertes Rohrgestell vorgesehen, bei welchem die zu reinigenden
Masken auf Halterungen aufgespannt werden. Mittels des Drehgestells werden die Atemschutzmasken
mit einer Drehbewegung durch ein Bad einer Reinigungsflüssigkeit in einer Wanne hindurch
bewegt.
[0013] WO 2011/144518 A2 beschreibt eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung von Atemgeräten. Die Reinigungsvorrichtung
umfasst mindestens eine Reinigungskammer zur Aufnahme mindestens eines Atemgeräts
sowie mindestens eine Fluideinrichtung zur Beaufschlagung des Atemgeräts mit mindestens
einem Reinigungsfluid. Die Reinigungsvorrichtung weist weiterhin mindestens eine Druckbeaufschlagungsvorrichtung
mit mindestens einem Druckanschluss auf. Der Druckanschluss ist mit mindestens einem
gasführenden Element des Atemgeräts verbindbar. Die Druckbeaufschlagungsvorrichtung
ist eingerichtet, um das gasführende Element mit Druckgas zu beaufschlagen. Diese
Konstruktion ist insbesondere dazu geeignet, ein Eindringen von Feuchtigkeit in gasführende
Elemente zu vermeiden, da diese Feuchtigkeit im Einsatz, beispielsweise beim Expandieren
von Druckluft, vereisen kann, was zu Unterbrechungen einer lebenswichtigen Atemluftversorgung
führen könnte.
[0014] DE 10 2018 204 763 A1 beschreibt ein Verfahren zur Reinigung mindestens eines Atemgeräts, wobei das Atemgerät
mindestens eine Atemmaske umfasst. Das Verfahren umfasst mindestens einen Vorreinigungs-schritt,
wobei der Vorreinigungsschritt die folgenden Teilschritte umfasst: a) Bereitstellen
des Atemgeräts in einem äußerlich kontaminierten Zustand; b) Bereitstellen mindestens
einer Halterung für die Atemmaske, wobei die Halterung mindestens eine gekrümmte Dichtfläche
aufweist, c) Aufspannen der Atemmaske auf die Halterung, derart, dass mindestens eine
Dichtlippe der Atemmaske auf der gekrümmten Dichtfläche aufliegt und einen Innenraum
der Atemmaske abschließt; d) Einbringen der Halterung mit der Atem-maske in eine Vorreinigungskammer;
und e) Beaufschlagung einer Außenseite der Atemmaske in der Vorreinigungskammer mit
mindestens einem Vorreinigungsfluid. Weiterhin kann das Verfahren mindestens einen
nach dem Vorreinigungsschritt durchgeführten Hauptreinigungsschritt umfassen, welcher
folgende Teilschritte aufweist: i) Lösen der Atemmaske von der Halterung); ii) Einbringen
der Atemmaske in eine Hauptreinigungskammer; und iii) Beaufschlagung der Atemmaske
einschließlich einer dem Innenraum zuweisenden Innenseite der Atemmaske mit mindestens
einem Hauptreinigungsfluid. Weiterhin offenbart werden eine Vorrichtung zur Reinigung
mindestens eines Atemgeräts, eine Vorreinigungsvorrichtung und ein Reinigungssystem.
[0015] Trotz der Vorteile, welche mit den oben beschriebenen Vorrichtungen und Verfahren
erzielt wurden und werden, verbleiben zahlreiche technische Herausforderungen. Eine
Herausforderung besteht darin, dass moderne Atemgeräte in vielen Fällen so genannte
"Warnpfeifen" aufweisen. Mögliche Konstruktionen derartiger Warnpfeifen, die auch
im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, sind beispielsweise
in
DE 1 133 251 B oder auch in
DE 23 51 718 C3 beschrieben. Allgemein sind diese Warnpfeifen dazu eingerichtet, einen Benutzer zu
warnen, wenn ein vorgegebener Mindestdruck in dem Atemgerät unterschritten wird. Dieser
Mindestdruck ist in der Regel so gewählt, dass der Benutzer noch sicher den Rückzug
antreten kann. Eine Herausforderung bei derartigen Konstruktionen besteht darin, dass
die Warnpfeife in der Regel selbst eine Öffnung bereitstellt, durch welche Reinigungsfluid
in das gasführende Element eindringen kann.
[0016] Weiterhin umfassen Warnpfeifen in der Regel mindestens ein Ventil und mindestens
einen Signalkörper, wobei das Ventil in der Regel geschlossen bleibt, solange der
Mindestdruck überschritten wird. Bei Unterschreiten des Mindestdrucks hingegen kann
Gas, beispielsweise Druckluft, zu dem Signalkörper gelangen und löst den Warnton aus.
Im Zusammenhang mit der oben beschriebenen Druckbeaufschlagung während des Reinigungsvorgangs
besteht eine technische Herausforderung darin, dass die Druckbeaufschlagung in der
Regel mit einem ausreichenden Druck erfolgen muss, so dass das Ventil der Warnpfeife
durch den Druck sicher geschlossen wird, so dass kein Reinigungsfluid durch das Ventil
hindurchtreten kann. Dieser Mindestdruck beträgt in vielen Fällen mehr als 50 bar,
beispielsweise 60 bar oder sogar 70 bar. Dementsprechend muss die Druckbeaufschlagung
in der Regel mit einem erheblichen Druck erfolgen, um das Ventil der Warnpfeife sicher
zu schließen. Mit derartig hohen Drücken sind jedoch in der Regel entsprechende Sicherheitsvorkehrungen
verbunden, die konstruktiv aufwändig sind.
[0017] Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die oben beschriebene zweiteilige Konstruktion
der Warnpfeife mit dem Ventil und dem Signalkörper in der Regel mit mindestens einem
Hohlraum ausgestattet ist, der sich bei beim Reinigen mit Reinigungsfluid, beispielsweise
Wasser, füllen kann. Wird nach der Reinigung die Druckbeaufschlagung entfernt, so
öffnet in vielen Fällen das Ventil der Warnpfeife, und Reinigungsfluid kann nun durch
das geöffnete Ventil in übrige Bestandteilen des gasführenden Elements, beispielsweise
des Atemsystems, gelangen.
[0018] Bei einigen Konstruktionen ist die Warnpfeife auch konstruktiv mit anderen Bauteilen
des gasführenden Elements gekoppelt. So können beispielsweise die Warnpfeife und mindestens
eine Druckmessvorrichtung wie beispielsweise ein Manometer oder Finimeter konstruktiv
eine Einheit bilden. Diese Einheit kann beispielsweise ganz oder teilweise mit einem
Gummischutz gekapselt sein, welcher häufig nicht dicht an dem Gehäuse der Einheit
anliegt. Dementsprechend kann bei einer Reinigung Reinigungsfluid in einen Spalt zwischen
Gummischutz und Manometer eindringen, kann von dort bis zur Auslassöffnung der Warnpfeife
gelangen und kann über die Auslassöffnung und das Ventil der Warnpfeife in das gasführende
Element eindringen, beispielsweise in das Schlauchsystem.
Aufgabe der Erfindung
[0019] Es wäre daher wünschenswert, ein Verfahren und ein Reinigungssystem zur Reinigung
von Atemgerät bereitzustellen, welche die Nachteile bekannter Verfahren und Systeme
der genannten Art zumindest weitgehend vermeiden. Insbesondere soll ein Eindringen
von Reinigungsfluid in gasführende Elemente auf konstruktiv einfache Weise zumindest
weitgehend verhindert werden.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0020] Diese Aufgabe wird adressiert durch ein Verfahren und ein Reinigungssystem mit den
Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen, welche einzeln
oder in beliebiger Kombination realisierbar sind, sind in den abhängigen Ansprüchen
dargestellt.
[0021] Im Folgenden werden die Begriffe "haben", "aufweisen", "umfassen" oder "einschließen"
oder beliebige grammatikalische Abweichungen davon in nicht-ausschließlicher Weise
verwendet. Dementsprechend können sich diese Begriffe sowohl auf Situationen beziehen,
in welchen, neben den durch diese Begriffe eingeführten Merkmalen, keine weiteren
Merkmale vorhanden sind, oder auf Situationen, in welchen ein oder mehrere weitere
Merkmale vorhanden sind. Beispielsweise kann sich der Ausdruck "A hat B", "A weist
B auf", "A umfasst B" oder "A schließt B ein" sowohl auf die Situation beziehen, in
welcher, abgesehen von B, kein weiteres Element in A vorhanden ist (d.h. auf eine
Situation, in welcher A ausschließlich aus B besteht), als auch auf die Situation,
in welcher, zusätzlich zu B, ein oder mehrere weitere Elemente in A vorhanden sind,
beispielsweise Element C, Elemente C und D oder sogar weitere Elemente.
[0022] Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe "mindestens ein" und "ein oder
mehrere" sowie grammatikalische Abwandlungen dieser Begriffe, wenn diese in Zusammenhang
mit einem oder mehreren Elementen oder Merkmalen verwendet werden und ausdrücken sollen,
dass das Element oder Merkmal einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann, in der Regel
lediglich einmalig verwendet werden, beispielsweise bei der erstmaligen Einführung
des Merkmals oder Elementes. Bei einer nachfolgenden erneuten Erwähnung des Merkmals
oder Elementes wird der entsprechende Begriff "mindestens ein" oder "ein oder mehrere"
in der Regel nicht mehr verwendet, ohne Einschränkung der Möglichkeit, dass das Merkmal
oder Element einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann.
[0023] Weiterhin werden im Folgenden die Begriffe "vorzugsweise", "insbesondere", "beispielsweise"
oder ähnliche Begriffe in Verbindung mit optionalen Merkmalen verwendet, ohne dass
alternative Ausführungsformen hierdurch beschränkt werden. So sind Merkmale, welche
durch diese Begriffe eingeleitet werden, optionale Merkmale, und es ist nicht beabsichtigt,
durch diese Merkmale den Schutzumfang der Ansprüche und insbesondere der unabhängigen
Ansprüche einzuschränken. So kann die Erfindung, wie der Fachmann erkennen wird, auch
unter Verwendung anderer Ausgestaltungen durchgeführt werden. In ähnlicher Weise werden
Merkmale, welche durch "in einer Ausführungsform der Erfindung" oder durch "in einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung" eingeleitet werden, als optionale Merkmale verstanden,
ohne dass hierdurch alternative Ausgestaltungen oder der Schutzumfang der unabhängigen
Ansprüche eingeschränkt werden soll. Weiterhin sollen durch diese einleitenden Ausdrücke
sämtliche Möglichkeiten, die hierdurch eingeleiteten Merkmale mit anderen Merkmalen
zu kombinieren, seien es optionale oder nicht-optionale Merkmale, unangetastet bleiben.
[0024] In einem ersten Aspekt wird ein Verfahren zur Reinigung von mindestens einem Atemgerät
vorgeschlagen. Das Verfahren umfasst die nachfolgend näher genannten Schritte. Sofern
nicht anders angegeben, können die Schritte in der genannten Reihenfolge durchgeführt
werden. Auch eine andere Reihenfolge ist jedoch grundsätzlich möglich. Weiterhin können
zwei oder mehr der genannten Verfahrensschritte zeitlich überlappend oder gleichzeitig
durchgeführt werden. Weiterhin können einer oder mehrere oder auch alle der genannten
Verfahrensschritte einfach oder auch mehrfach wiederholt durchgeführt werden. Das
Verfahren kann über die genannten Schritte hinaus weitere Verfahrensschritte umfassen,
welche nicht genannt sind. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- a) Bereitstellen des Atemgeräts, wobei das Atemgerät mindestens ein gasführendes Element
mit mindestens einer Warnpfeife aufweist, wobei die Warnpfeife eingerichtet ist, um
bei einer Druckbeaufschlagung des gasführenden Elements mit mindestens einem Druck,
der einen Mindestdruck unterschreitet, einen Warnton abzugeben;
- b) Beaufschlagung des Atemgeräts mit mindestens einem Reinigungsfluid;
- c) Spülen der Warnpfeife mit mindestens einem Druckgas, wobei Schritt c) zumindest
teilweise zeitgleich mit Schritt b) durchgeführt wird und wobei das Spülen dergestalt
erfolgt, dass das Druckgas durch mindestens eine Auslassöffnung der Warnpfeife ausströmt,
so dass ein Eindringen von Reinigungsfluid durch die Auslassöffnung durch das ausströmende
Druckgas zumindest weitgehend verhindert wird.
[0025] Der Begriff "Reinigung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem
seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Vorgang
beziehen, bei welchem Reinigungsgut von anhaftenden makroskopischen oder auch mikroskopischen
Verunreinigungen befreit wird und/oder bei welchem derartige Verunreinigungen zumindest
teilweise beseitigt werden. Zusätzlich kann optional eine Desinfektionswirkung ausgeübt
werden.
[0026] Der Begriff "Atemgerät", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem
seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung
beziehen, welche in geeigneter Weise zum Schutz der Atemwege eines Benutzers vor schädlichen
Einflüssen und/oder zur Beaufschlagung der Atemwege des Benutzers mit einem oder mehreren
Atemgasen eingerichtet ist. Beispielsweise kann es sich bei dem Atemgerät um eine
Vorrichtung handeln, welche zur vollständigen oder teilweisen Filterung von Umgebungsluft
und/oder zur Bereitstellung von Atemgas an mindestens einen Benutzer eingerichtet
ist. Bei diesen Atemgeräten kann es sich dabei um vollständige, betriebsfertige Atemgeräte
handeln, oder auch um Bestandteile derselben, so dass im Folgenden zwischen Atemgeräten
und deren Bestandteilen begrifflich nicht unterschieden wird.
[0027] Das Atemgerät weist mindestens ein gasführendes Element auf. Der Begriff "gasführendes
Element", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche
und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der
Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff
kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein Element oder eine Kombination von
Elementen beziehen, welche bei einer Benutzung des Atemgeräts durch einen menschlichen
oder tierischen Benutzer mit einem Atemgas beaufschlagt werden oder auf andere Weise
mit dem Atemgas in Kontakt kommen können. Insbesondere kann es sich hierbei um einen
Lungenautomaten und/oder einen Atemschlauch mit mindestens einem Ventil handeln. Insbesondere
kann es sich bei dem gasführenden Element um ein Element handeln, welches mindestens
einen Schlauch und/oder mindestens eine andere Art von Gasführungsvorrichtung mit
einem Innenraum und/oder mindestens ein Ventil aufweist, welche in der Regel nicht
mit Reinigungsfluid beaufschlagt werden dürfen. Beispielsweise kann es sich bei dem
gasführenden Element um einen Bereich des Atemgeräts handeln, welcher im Betrieb mit
einem Druck oberhalb des Normaldrucks beaufschlagt wird, beispielsweise einen gasführenden
Bereich eines Atemgeräts oberhalb eines Normaldrucks, beispielsweise oberhalb von
1,5 bar, insbesondere oberhalb von 2 bar. Insbesondere kann es sich um einen atemgasführenden
Bereich eines Lungenautomaten handeln, wobei es sich bei dem Lungenautomaten grundsätzlich
um einen einstufigen oder auch einen mehrstufigen Lungenautomaten handeln kann. Dabei
kann das gasführende Element beispielsweise ein Teil einer ersten Stufe und/oder einer
zweiten Stufe und/oder gegebenenfalls weiterer Stufen des Lungenautomaten sein oder
auch ein vollständiger Lungenautomat. Beispielsweise kann es sich bei dem gasführenden
Element um einen Bereich zwischen einem Schlauchanschluss und einem Ventil eines Lungenautomaten
handeln, oder das gasführende Element kann einen derartigen Bereich umfassen.
[0028] Das gasführende Element kann beispielsweise mindestens einen Schlauch und/oder mindestens
ein Rohr aufweisen. Insbesondere kann das gasführende Element mindestens ein vollständig
oder teilweise abgeschlossenes Lumen aufweisen, welches Druckgas aufnehmen kann. Weiterhin
kann das mindestens eine gasführende Element mindestens einen Anschluss aufweisen,
beispielsweise mindestens einen Anschluss zum Anschließen mindestens eines Druckgasbehälters
und/oder mindestens einer Druckgasleitung. Alternativ oder zusätzlich kann der mindestens
eine Anschluss auch mit mindestens einem Mundstück und/oder mindestens einem Atemregler
verbindbar sein, und/oder der Atemregler und/oder das Mundstück können Bestandteil
des gasführenden Elements sein. Weiterhin kann der mindestens eine Anschluss auch
mindestens einen Werkzeuganschluss umfassen, so dass beispielsweise auch mindestens
eine Druckgaspistole, beispielsweise eine Druckluftpistole, an den Anschluss anschließbar
sein kann oder auch Bestandteil des mindestens einen gasführenden Elements sein kann.
[0029] Weiterhin kann das gasführende Element auch beispielsweise mindestens ein Manometer,
auch als Finimeter bezeichnet, aufweisen oder mit dem mindestens einen Manometer verbindbar
sein, beispielsweise über den mindestens einen Anschluss. Das mindestens eine Manometer
kann beispielsweise eingerichtet sein, um mindestens einen Innendruck, beispielsweise
den nachfolgend noch näher beschriebenen Hochdruck und/oder den Mitteldruck, zu erfassen.
Das Manometer kann ganz oder teilweise als separates Bauteil ausgebildet sein oder
kann auch ganz oder teilweise mit anderen Bauteilen zusammengefasst sein. So kann,
wie oben ausgeführt, beispielsweise die mindestens eine Warnpfeife auch ganz oder
teilweise in das mindestens eine Manometer integriert sein und/oder mit dem mindestens
einen Manometer zusammengefasst sein. Auch eine separate Ausbildung dieser Elemente
ist möglich.
[0030] Insbesondere kann das gasführende Element mehrere Bereiche aufweisen, insbesondere
mehrere Innenbereiche, welche voneinander getrennt ausgebildet sein können, beispielsweise
durch ein oder mehrere Ventile und/oder Druckregler. Insbesondere kann das gasführende
Element mindestens einen Hochdruckbereich aufweisen, sowie optional weiterhin mindestens
einen Mitteldruckbereich, wobei der Mitteldruckbereich beispielsweise mit dem Hochdruckbereich
über mindestens einen Druckminderer verbunden sein kann. So kann das gasführende Element
beispielsweise in dem Hochdruckbereich beim Betrieb des Atemgeräts mit mindestens
einem Vorratsbehälter für Druckgas verbunden sein, so dass hier beispielsweise Drücke
von mindestens 200 bar oder sogar mindestens 300 bar herrschen können. In dem Mitteldruckbereich
können beispielsweise 4-12 bar herrschen, oder beispielsweise allgemein Drücke von
weniger als 40 bar, insbesondere weniger als 20 bar. Die nachfolgend noch näher beschriebene
Warnpfeife kann insbesondere, wie noch näher ausgeführt wird, mindestens ein Ventil
und mindestens einen Signalkörper, insbesondere einen akustischen Signalkörper oder
Pfeifenkörper, aufweisen, wobei das Ventil beispielsweise mit dem Hochdruckbereich
verbunden ist und somit mit einem Innendruck des Hochdruckbereichs beaufschlagt werden
kann. Somit kann der in dem Hochdruckbereich herrschende Innendruck eingerichtet sein,
um beispielsweise eine Stellung des Ventils der Warnpfeife zu steuern.
[0031] Neben dem mindestens einen gasführenden Element kann das Atemgerät weiterhin ein
oder mehrere zusätzliche Bestandteile aufweisen, welche mit dem gasführenden Element
verbunden sein können oder welche auch beispielsweise separat gereinigt werden können,
beispielsweise separat in mindestens einem Reinigungskorb aufgenommen sein können.
So kann das Atemgerät beispielsweise mindestens eine Atemschutzmaske umfassen, auch
als Atemmaske bezeichnet. Der Begriff "Atemschutzmaske", wie er hier verwendet wird,
ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden
soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle
oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine Vorrichtung beziehen, welche Bestandteil von Atemgerät ist und welche dazu
eingerichtet ist, das Gesicht eines Benutzers ganz oder teilweise zu bedecken, insbesondere
eine Mundpartie und/oder Nasenpartie. Die Bedeckung kann insbesondere dem Schutz der
Atemwege des Benutzers vor Schadstoffen dienen und/oder der Einleitung von Atemgasen
in die Atemwege und/oder der Ausleitung von Atemgasen aus den Atemwegen. Die Atemschutzmaske
kann darüber hinaus weitere Partien des Gesichts und/oder des Kopfes des Benutzers
bedecken, beispielsweise die Augen. Dementsprechend kann die Atemschutzmaske insbesondere
auch mindestens ein transparentes Sichtfenster aufweisen. Die Atemschutzmaske kann
darüber hinaus mindestens eine Dichtung aufweisen, zum Abdichten eines Innenraums
der Atemschutzmaske gegenüber einem Außenraum, wobei der Innenraum beispielsweise
im Betrieb der Atemschutzmaske durch die Atemschutzmaske selbst, den Kopf des Benutzers
und die Dichtung der Atemschutzmaske begrenzt wird. Insbesondere kann die Atemschutzmaske
konvex ausgebildet sein, wobei sich mindestens ein teilweise durch die Atemschutzmaske
abgeschlossener Hohlraum bildet, dessen Ränder beispielsweise durch die mindestens
eine Dichtung gebildet werden. Insbesondere kann die Atemschutzmaske eine vorzugsweise
vollständig oder teilweise flexibel ausgestaltete Wand aufweisen, welche Mund und
Nase sowie optional weitere Bereiche des Gesichts wie beispielsweise die Augen abdeckt.
Die Dichtung kann insbesondere mindestens eine Dichtlippe aufweisen, welche die Atemschutzmaske
gegen das Gesicht abdichtet, so dass sich zwischen Gesicht und Atemschutzmaske der
besagte Innenraum als abgedichteter Bereich ausbildet. Weiterhin kann die Atemschutzmaske,
wie unten noch näher erläutert wird, mindestens eine Fixierung zur Befestigung am
Kopf des Benutzers aufweisen, beispielsweise mindestens einen Riemen, mindestens ein
Fixierband oder mindestens eine Befestigung, die aus mehreren Bändern besteht und
häufig als Bebänderung oder Spinne bezeichnet wird. Die Atemmaske kann beispielsweise
mindestens eine Öffnung aufweisen und kann beispielsweise eingerichtet sein, um eine
Luftzufuhr oder Atemgaszufuhr zu ermöglichen. Beispielsweise kann die Atemmaske mindestens
ein Gewinde zum Anschluss einer Atemgaszufuhr aufweisen. Weiterhin kann die Atemschutzmaske
beispielsweise mindestens ein Ausatemventil aufweisen. Die Atemschutzmaske kann beispielsweise
ganz oder teilweise aus einem flexiblen Material hergestellt sein, insbesondere aus
mindestens einem Elastomermaterial, beispielsweise Gummi und/oder Silikon. Weiterhin
kann das Atemgerät auch ein oder mehrere Kleinteile aufweisen, welche beispielsweise
in mindestens einem Kleinteilekorb des Reinigungskorbs aufgenommen sein können.
[0032] Der Begriff "Warnpfeife", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem
seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung
beziehen, welche eingerichtet ist, um bei Vorliegen einer oder mehrerer bestimmter
Bedingungen mindestens ein akustisches Warnsignal abzugeben.
[0033] Die Warnpfeife ist, wie oben ausgeführt, eingerichtet, um bei einer Druckbeaufschlagung
des gasführenden Elements mit einem Druck, der mindestens einen Mindestdruck unterschreitet,
einen Warnton abzugeben. Insbesondere kann die Warnpfeife eine Vorrichtung sein, welche
mit einem oder mehreren Drücken beaufschlagbar ist und welche, bei Vorliegen einer
oder mehrerer Bedingungen im Hinblick auf diesen mindestens einen Druck, mindestens
ein akustisches Warnsignal abgibt. Insbesondere kann die Warnpfeife eingerichtet sein,
um, wenn der mindestens eine Druck, welcher an der Warnpfeife anliegt, mindestens
einen Schwellwert erreicht oder den mindestens einen Schwellwert unterschreitet, das
mindestens eine akustische Warnsignal abzugeben. Dieser Schwellwert wird auch als
Mindestdruck bezeichnet, wobei ein oder mehrere Schwellwerte vorgesehen sein können.
Der Mindestdruck kann fest vorgegeben sein oder kann auch beispielsweise einstellbar
sein. Dabei kann das Warnsignal auch in einem offenen, geschlossenen oder halboffenen
Druckbereich des mindestens einen Drucks abgegeben werden, also beispielsweise, sofern
der anliegende Druck in dem Intervall liegt, jedoch kein Signal, wenn der Druck außerhalb
des Intervalls liegt.
[0034] Die Warnpfeife weist mindestens eine Auslassöffnung auf. Diese Auslassöffnung kann,
beispielsweise direkt oder über Zwischenschaltung eines oder mehrerer gasführender
Bereiche wie beispielsweise Röhren, in eine Umgebung des gasführenden Elements münden.
Beispielsweise kann die Warnpfeife an einem Fortsatz des gasführenden Elements ausgebildet
sein, wie beispielsweise einem Manometerfortsatz oder auch an einem starren oder flexiblen
Stutzen. Die Auslassöffnung kann beispielsweise am Ende dieses Fortsatzes ausgebildet
sein.
[0035] Die Warnpfeife kann weiterhin mindestens ein Ventil aufweisen sowie mindestens einen
Signalkörper. Zwischen dem Ventil und dem Signalkörper kann beispielsweise mindestens
ein Hohlraum ausgebildet sein. Der Signalkörper kann mindestens ein Element umfassen,
welches beispielsweise bei Durchströmung oder Umströmung mit dem mindestens einen
Druckgas das mindestens eine akustische Signal erzeugen kann. Dieses mindestens eine
Element kann beispielsweise mindestens eine Schneide oder Kante aufweisen, welche
von dem Druckgas angeströmt werden kann, so dass akustische Schwingungen in dem Druckgas
und/oder an der Schneide entstehen können. Das mindestens eine Ventil kann beispielsweise
mit mindestens einer hydraulischen Fläche mit mindestens einem Innenraum des gasführenden
Elements in Verbindung stehen, so dass beispielsweise ein Innendruck in dem Innenraum,
welcher beispielsweise ein Hochdruckbereich des gasführenden Elements sein kann, mindestens
eine Stellung des Ventils bestimmen kann. Das Ventil kann beispielsweise eingerichtet
sein, um einen Gasstrom in oder an dem Signalkörper zu steuern. Dieser Gasstrom kann
beispielsweise von dem Innendruck in dem Innenraum abgezweigt werden, oder es kann
sich hierbei um einen separaten Gasstrom handeln. Beispielsweise kann das Ventil,
je nach seiner Stellung, eine Öffnung verschließen oder freigeben, durch welche Druckgas
aus dem Innenraum in den Hohlraum eindringen kann. Alternativ oder zusätzlich kann
der Hohlraum jedoch auch separat mit Druckgas beaufschlagt werden, je nach Stellung
des Ventils, beispielsweise aus einem separaten Vorrat und/oder über eine separate
Druckgasversorgung. Somit können der Innenraum des gasführenden Elements und der Hohlraum
zwischen dem Ventil und dem Signalkörper mit demselben Druckgas oder auch mit unterschiedlichen
Druckgasen beaufschlagt werden.
[0036] Allgemein kann für mögliche Ausgestaltungen der Warnpfeife beispielsweise auf die
oben genannten Dokumente
DE 1 133 251 B oder
DE 23 51 718 C3 verwiesen werden. Auch eine andere Ausgestaltung ist jedoch grundsätzlich möglich,
wie dem Fachmann bekannt ist.
[0037] In Schritt b) erfolgt, wie oben ausgeführt, eine Beaufschlagung des Atemgeräts mit
mindestens einem Reinigungsfluid. Hierbei kann es sich insbesondere um eine rein äußerliche
Beaufschlagung handeln, so dass beispielsweise lediglich äußere Oberflächen des Atemgeräts
mit Reinigungsfluid beaufschlagt werden. Die Beaufschlagung kann insbesondere in mindestens
einer Reinigungsvorrichtung erfolgen, beispielsweise in einer Reinigungskammer der
Reinigungsvorrichtung, wie nachfolgend noch näher ausgeführt wird. Auch eine Beaufschlagung
ohne Verwendung einer Reinigungsvorrichtung mit einer Reinigungskammer ist jedoch
möglich, beispielsweise in einem Spülbecken.
[0038] Der Begriff "Reinigungsvorrichtung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fach-mann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung
beziehen, welche eingerichtet ist, um Reinigungsgut von anhaftenden makroskopischen
oder auch mikroskopischen Verunreinigungen zu befreien oder derartige Verunreinigungen
zumindest teilweise zu beseitigen. Zusätzlich kann optional eine Desinfektionswirkung
ausgeübt werden. Die Reinigungsvorrichtung kann, wie unten noch näher ausgeführt wird,
insbesondere als Spülmaschine, insbesondere als Geschirrspülmaschine, ausgestaltet
sein. Die Spülmaschine kann dabei beispielsweise als Einkammer-Spülmaschine, insbesondere
als gewerbliche Einkammer-Spülmaschine mit Mehrkreis-Spülsystem, als Fronttürspülmaschine
oder auch als Hauben-Spülmaschine, insbesondere als Durchschub-Spülmaschine, ausgestaltet
sein. Auch Geschirrspülmaschinen mit Wasserwechsel, insbesondere so genannte Einkreis-Systeme,
sind einsetzbar. Alternativ oder zusätzlich zu Geschirrspülmaschinen können auch andere
Arten von Reinigungsvorrichtungen einsetzt werden.
[0039] Die Reinigungsvorrichtung kann, wie nachfolgend noch erläutert wird, mindestens eine
Reinigungskammer aufweisen. Der Begriff "Reinigungskammer", wie er hier verwendet
wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen
werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine
spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine vollständig oder teilweise geschlossene Kammer beziehen, innerhalb derer
der Reinigungsvorgang vollständig oder teilweise durchgeführt werden kann. Die Reinigungskammer
kann insbesondere mindestens ein Gehäuse aufweisen, welches die Reinigungskammer ganz
oder teilweise umschließt. Dabei kann eine einzige Reinigungskammer vorgesehen sein,
oder es können grundsätzlich auch mehrere Reinigungskammern, beispielsweise sequentiell,
vorgesehen sein. Die Reinigungskammer kann beispielsweise mindestens eine Öffnung
zum Beladen der Reinigungskammer mit dem Reinigungsgut aufweisen. Beispielsweise kann
dies eine Öffnung mit einer an eine Frontseite der Reinigungskammer und/oder eine
Oberseite der Reinigungskammer angeordneten Klappe sein. Alternativ sind auch Hauben
zum Abschluss der Reinigungskammer möglich, beispielsweise im Rahmen von so genannten
Hauben-Geschirrspülmaschinen oder Durchschub-Spülmaschinen. Auch andere Ausgestaltungen
sind grundsätzlich möglich.
[0040] Die Reinigungskammer kann beispielsweise, wie nachfolgend ebenfalls noch näher ausgeführt
wird, zur Aufnahme mindestens eines Reinigungskorbs eingerichtet sein. Zu diesem Zweck
kann die Reinigungskammer beispielsweise mindestens eine Korbaufnahme aufweisen, beispielsweise
mindestens eine Schiene, in welche der Reinigungskorb eingeschoben werden kann, und/oder
mindestens eine Haltevorrichtung oder Transportvorrichtung, mittels derer der Korb
in die Reinigungskammer hinein, aus der Reinigungskammer hinaus oder durch die Reinigungskammer
hindurch transportiert werden kann.
[0041] Die Reinigungsvorrichtung kann zur Beaufschlagung des Atemgeräts mit dem mindestens
einen Reinigungsfluid weiterhin mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung aufweisen.
So kann die Beaufschlagungsvorrichtung insbesondere zur Beaufschlagung des Atemgeräts
mit dem mindestens einen Reinigungsfluid in der Reinigungskammer ausgestaltet sein.
Die Beaufschlagungsvorrichtung kann beispielsweise mindestens einen Tank zur Aufnahme
des mindestens einen Reinigungsfluids sowie beispielsweise eine oder mehrere Düsen
aufweisen. Insbesondere kann die Beaufschlagungsvorrichtung beispielsweise mindestens
zwei in der Reinigungskammer aufgenommene Düsenarme aufweisen. Zudem kann die Beaufschlagungsvorrichtung
weitere Elemente aufweisen, wie beispielsweise eine oder mehrere Pumpen zum Transport
des Reinigungsfluids zu der mindestens einen Düse sowie eine oder mehrere Rohrleitungen.
Die Beaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere durch mindestens eine Steuerung der
Reinigungsvorrichtung gesteuert sein.
[0042] Der Begriff "Beaufschlagungsvorrichtung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter
Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie
der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder
angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine
grundsätzlich beliebige Vorrichtung beziehen, mittels derer das Reinigungsgut innerhalb
der Reinigungskammer mit dem mindestens einen Reinigungsfluid, insbesondere der mindestens
einen Reinigungsflüssigkeit, beaufschlagt werden kann. Die Beaufschlagungsvorrichtung
weist beispielsweise mindestens ein Düsensystem mit mindestens einer Düse, beispielsweise
mit einem oder mehreren Düsenarmen auf, welche beispielsweise oberhalb und/oder unterhalb
des Reinigungsguts angeordnet sein können. Weiterhin kann die Beaufschlagungsvorrichtung
mindestens eine Pumpe umfassen, sowie mindestens ein Leitungssystem, zur Bereitstellung
von Reinigungsflüssigkeit an das Düsensystem. Dabei können beispielsweise ein Düsensystem
und ein Leitungssystem zur Beaufschlagung mit Reinigungsflüssigkeit aus einem Tank
vorgesehen sein, sowie mindestens eine entsprechende Pumpe. Alternativ oder zusätzlich
kann auch beispielsweise mindestens ein Düsensystem direkt aus einer Zuleitung beaufschlagt
werden, ohne dass hierfür eine Pumpe erforderlich wäre. Die Reinigungsvorrichtung
kann insbesondere als Reinigungsvorrichtung mit zwei Tanks ausgestaltet sein, einem
Waschtank und einem Nachspültank. Dementsprechend kann die Beaufschlagungsvorrichtung
insbesondere ein Waschsystem und ein Nachspülsystem umfassen, wobei beispielsweise
das Waschsystem den Waschtank und ein Waschdüsensystem sowie ein Waschleitungssystem
und eine Waschpumpe aufweisen kann, beispielsweise eine Umwälzpumpe. Das Nachspülsystem
kann beispielsweise einen von dem Waschtank getrennten Nachspültank aufweisen, sowie
weiterhin ein Nachspüldüsensystem, ein Nachspülleitungssystem und optional eine Nachspülpumpe.
Das Nachspüldüsensystem und das Waschdüsensystem können beispielsweise ganz oder teilweise
getrennt ausgebildet sein. Optional können diese Düsensysteme jedoch auch ganz oder
teilweise zusammengefasst sein, beispielsweise in einem gemeinsamen Gehäuse.
[0043] Wie oben ausgeführt, kann die Beaufschlagungsvorrichtung insbesondere mindestens
eine Düse aufweisen. Diese mindestens eine Düse kann insbesondere mindestens eine
Düse umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einer Sprühdüse; einer Spüldüse;
einem Sprüharm, insbesondere einem drehbaren Sprüharm; einer im Umwälzbetrieb betreibbaren
Düse.
[0044] Der Begriff "Reinigungsfluid", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Flüssigkeit
beziehen, welche, bei Auftreffen auf Reinigungsgut, eine Reinigungswirkung entfalten
kann. Dementsprechend wird im Folgenden, ohne Beschränkung der Verwendung anderer
fluider Medien, auch der Begriff "Reinigungsflüssigkeit" anstelle des Begriffs "Reinigungsfluid"
verwendet. Insbesondere kann die Reinigungsflüssigkeit eine wässrige Flüssigkeit umfassen,
beispielsweise Wasser und/oder Wasser mit einem oder mehreren Zusatzstoffen, beispielsweise
mit einem oder mehreren Reinigerkonzentraten und/oder Klarspülern und/oder Desinfektionsmitteln.
Die Beaufschlagung des Atemgeräts mit Reinigungsfluid kann derart erfolgen, dass eine
einzelne Reinigungsflüssigkeit verwendet wird oder auch derart, dass eine Kombination
mehrerer Reinigungsflüssigkeiten eingesetzt wird. Sind mehrere Reinigungsflüssigkeiten
vorgesehen, so kann die Beaufschlagung mit den unterschiedlichen Reinigungsflüssigkeiten
gleichzeitig oder auch sequentiell erfolgen. So kann der Reinigungskorb mit dem Atemgerät
beispielsweise stationär innerhalb einer Reinigungskammer einer Reinigungsvorrichtung
verbleiben und nacheinander mit den verschiedenen Reinigungsflüssigkeiten und/oder
Reinigungsfluiden beaufschlagt werden.
[0045] Wie weiterhin oben ausgeführt, kann das Reinigungsfluid insbesondere mindestens ein
Reinigungsfluid umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: einem wässrigen
Reinigungsfluid; einem Reinigungsfluid mit mindestens einer Reinigerlösung; einem
Reinigungsfluid mit mindestens einem Klarspüler; einem Reinigungsfluid mit mindestens
einem Desinfektionsmittel; einem Nachspülfluid; demineralisiertem Wasser; einem erwärmten
Reinigungsfluid, insbesondere einem auf eine Temperatur von 30 °C bis 70 °C und besonders
bevorzugt von 60 °C erwärmtem Reinigungsfluid.
[0046] Unter einer "Beaufschlagung mit Reinigungsfluid" kann dabei allgemein ein beliebiges
Inkontaktbringen von Reinigungsgut, in diesem Fall des Atemgeräts, mit dem mindestens
einen Reinigungsfluid verstanden werden, insbesondere ein äußerliches Inkontaktbringen.
Dies kann beispielsweise in Form eines direkten Beaufschlagens erfolgen, beispielsweise
durch ein Besprühen, Betropfen, Bestrahlen oder eine Kombination der genannten und/oder
anderer direkter Beaufschlagungsarten, bei welchen das Reinigungsfluid unmittelbar
auf das Reinigungsgut, beispielsweise das Atemgerät und/oder die Atemmaske, auftrifft.
Diese Ausgestaltung der Beaufschlagung kann insbesondere bei fester Reinigungskammer
erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann die Beaufschlagung auch derart erfolgen,
dass die Reinigungskammer vollständig oder teilweise mit Reinigungsfluid gefüllt wird,
so dass das in der Reinigungskammer aufgenommene Reinigungsgut zumindest in einer
Stellung der Reinigungskammer mit dem Reinigungsfluid in Kontakt kommt. Diese Ausgestaltung
der Beaufschlagung kann insbesondere bei einer Ausgestaltung der Reinigungskammer
als bewegliche Reinigungskammer genutzt werden, beispielsweise in Form einer Trommel.
Auch Kombinationen der genannten Beaufschlagungsarten und/oder anderer Beaufschlagungsarten
sind möglich. Unabhängig davon, ob die Reinigungskammer starr oder beweglich ausgestaltet
ist, kann die Beaufschlagung mit dem Reinigungsfluid im einfachen Betrieb erfolgen,
indem das Reinigungsfluid lediglich einmal das Reinigungsgut, beispielsweise das Atemgerät
und/oder die Atemmaske, beaufschlagt. Alternativ oder zusätzlich kann jedoch auch
eine Reinigung im Umwälzbetrieb erfolgen, indem Reinigungsfluid mehrfach auf das Reinigungsgut
aufgebracht wird. Derartige Umwälzbetriebe und Umwälzkreisläufe sind beispielsweise
aus herkömmlichen Spülmaschinen bekannt.
[0047] Die Reinigungsvorrichtung kann beispielsweise eingerichtet sein, um mittels der Beaufschlagungsvorrichtung
mindestens ein Reinigungsprogramm durchzuführen, beispielsweise gesteuert durch mindestens
eine Steuerung der Reinigungsvorrichtung, bei welchem das Reinigungsgut, beispielsweise
der mindestens eine Reinigungskorb mit dem Atemgerät, stationär in der Reinigungskammer
aufgenommen ist und nacheinander in einem oder mehreren Reinigungsschritten des Reinigungsprogramms
auf unterschiedliche Weise mit Reinigungsfluid beaufschlagt wird, beispielsweise zunächst
in mindestens einem Waschschritt mit dem mindestens einen Waschfluid und in mindestens
einem Klarspülschritt mit dem mindestens einen Klarspülfluid. Weiterhin kann mindestens
ein Trocknungsschritt vorgesehen sein, welcher beispielsweise in der mindestens einen
Reinigungskammer bei stationärer Aufnahme des Reinigungsguts der Beaufschlagung mit
dem Reinigungsfluid nachgelagert sein kann. Dementsprechend kann die Reinigungsvorrichtung
insbesondere als Programmautomat ausgestaltet sein. Alternativ kann die Reinigungsvorrichtung
jedoch auch beispielsweise als Transport-Reinigungsvorrichtung ausgestaltet sein,
bei welcher der Reinigungskorb mit dem Atemgerät durch eine oder mehrere Reinigungszonen
transportiert wird.
[0048] Der Begriff "Tank", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine
gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht.
Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der
Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein vollständig oder teilweise
geschlossenes Behältnis beziehen, welches zur Aufnahme mindestens eines Fluids, insbesondere
mindestens einer Flüssigkeit, eingerichtet ist. Wie oben ausgeführt, kann der mindestens
eine Tank beispielsweise mindestens einen Waschtank aufweisen. Dieser mindestens eine
Waschtank kann beispielsweise in einem Boden der Reinigungskammer angeordnet sein
oder auch mit einem Boden der Reinigungskammer fluidisch verbunden sein, so dass Reinigungsfluid
aus der Reinigungskammer in den Waschtank fließen kann. Beispielsweise kann der Waschtank
von der Reinigungskammer durch mindestens ein Sieb getrennt sein. Zusätzlich zu dem
mindestens einen Waschtank kann der mindestens eine Tank auch weiterhin einen oder
mehrere weitere Tanks umfassen. So kann der mindestens eine Tank beispielsweise mindestens
einen Nachspültank aufweisen, welcher beispielsweise von dem Waschtank getrennt ausgebildet
sein kann. In dem mindestens einen Nachspültank kann beispielsweise mindestens ein
Nachspülfluid, auch als Klarspülfluid bezeichnet, aufbereitet werden, beispielsweise
temperiert werden, während in der Reinigungskammer noch ein Waschschritt abläuft.
Der Nachspültank kann beispielsweise mindestens einen Boiler umfassen.
[0049] In Schritt c) erfolgt ein Spülen der Warnpfeife mit mindestens einem Druckgas. Dieser
Schritt wird zumindest teilweise zeitgleich, also zumindest teilweise zeitlich überlappend
oder auch vollständig zeitgleich, mit der Beaufschlagung des Atemgeräts mit dem mindestens
einen Reinigungsfluid durchgeführt. Weiterhin erfolgt das Spülen dergestalt, dass
das Druckgas durch mindestens eine Auslassöffnung der Warnpfeife ausströmt, so dass
ein Eindringen von Reinigungsfluid durch die Auslassöffnung durch das ausströmende
Druckgas zumindest weitgehend verhindert wird.
[0050] Der Begriff "Druckgas", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine
gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht.
Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der
Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein grundsätzlich beliebiges
Gas beziehen, welches einen Druck oberhalb des Normaldrucks, also einen Druck oberhalb
von 1 bar, aufweist. Insbesondere kann es sich dabei um einen Druck oberhalb von 1,5
bar, insbesondere oberhalb von 2 bar, und besonders bevorzugt oberhalb von 3 bar handeln.
Insbesondere kann das Druckgas Luft sein oder Luft umfassen, also Druckluft. Auch
andere Gase, insbesondere inerte Gase, können jedoch eingesetzt werden, beispielsweise
Stickstoff.
[0051] Wie oben ausgeführt, erfolgt das Spülen dergestalt, dass das Druckgas durch mindestens
eine Auslassöffnung der Warnpfeife ausströmt, so dass ein Eindringen von Reinigungsfluid
durch die Auslassöffnung durch das ausströmende Druckgas zumindest weitgehend verhindert
wird. So kann beispielsweise das Druckgas, gesteuert beispielsweise durch das Ventil
der Warnpfeife, beispielsweise in den Hohlraum zwischen dem Ventil und dem Signalkörper
einströmen und von dort durch die Auslassöffnung ausströmen, so dass die Strömung
beispielsweise ein Eindringen von Reinigungsfluid zumindest weitgehend verhindert.
So kann beispielsweise ein Druck, insbesondere ein statischer Druck, des Druckgases
an der Auslassöffnung 1 bar übersteigen, insbesondere 1,5 bar übersteigen, besonders
bevorzugt mindestens 2 bar betragen, beispielsweise 2 bis 6 bar. Unter dem Begriff
"zumindest weitgehend verhindert" kann insbesondere verstanden werden, dass nicht
mehr als 10 % des auf die Auslassöffnung auftretenden Reinigungsfluids in die Auslassöffnung
eindringen kann, vorzugsweise nicht mehr als 5 %, insbesondere nicht mehr als 1 %
oder sogar nicht mehr als 0,5 %. Insbesondere kann der Begriff "zumindest weitgehend
verhindert" beinhalten, dass im Bereich der Auslassöffnung visuell kein Reinigungsfluid
mehr erkennbar ist.
[0052] Das Spülen der Warnpfeife mit dem mindestens einen Druckgas kann auf verschiedene
Weisen erfolgen. So kann beispielsweise mindestens ein Innenraum des gasführenden
Elements, wie oben ausgeführt, während der Beaufschlagung mit dem mindestens einen
Reinigungsfluid optional druckbeaufschlagt sein, beispielsweise mit dem mindestens
einen Druckgas. Beispielsweise kann es sich hierbei um einen Hochdruckbereich oder
um einen Mitteldruckbereich des gasführenden Elements handeln. Von diesem mindestens
einen Druckgas kann beispielsweise mindestens ein Teil als Strom abgezweigt werden,
um die Warnpfeife zu spülen. So kann beispielsweise das Ventil der Warnpfeife, wie
oben ausgeführt, entweder durchlässig sein für diesen Strom oder den Strom derart
regulieren, dass ein Teil des Druckgases abgezweigt werden kann. Alternativ oder zusätzlich
von der optionalen Abzweigung des Stromes des Druckgases von einem Druck in dem Innenraum
kann auch eine separate Spülung erfolgen. Das Druckgas, welches zum Spülen der Warnpfeife
verwendet wird, kann also beispielsweise unabhängig von dem Druckgas sein, mit welchem
optional der Innenraum des gasführenden Elements während der Beaufschlagung mit dem
mindestens einen Reinigungsfluid beaufschlagt sein kann. Dennoch kann eine Steuerung
des Ventils der Warnpfeife, welches das Spülen der Warnpfeife regulieren kann, durch
einen Druck in dem mindestens einen Innenraum erfolgen.
[0053] Das Verfahren kann weiterhin folgenden Schritt umfassen:
d) Abdecken der Auslassöffnung der Warnpfeife mit mindestens einem Abdeckelement,
wobei Schritt d) zumindest teilweise vor Schritt b) und c) durchgeführt wird, wobei
bei dem Abdecken die Auslassöffnung zumindest teilweise verschlossen wird, so dass
Druckgas noch durch die zumindest teilweise abgedeckte Auslassöffnung ausströmen kann.
[0054] Der Begriff "abdecken", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine
gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht.
Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der
Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf einen Vorgang beziehen, bei
welchem mindestens ein Element oder mindestens ein Bereich durch mindestens ein Abdeckelement
vollständig oder teilweise verschlossen wird, indem das Abdeckelement das Element
oder den Bereich vollständig oder teilweise überlappt und/oder ausfüllt. Insbesondere
kann durch das Abdecken mindestens eine Öffnung vollständig oder teilweise durch das
Abdeckelement verschlossen werden. Der Begriff "Abdeckelement" ist entsprechend auszulegen,
wie der Fachmann verstehen wird. Der Begriff kann sich dementsprechend insbesondere
auf ein Element oder eine Vorrichtung beziehen, welche eingerichtet sind, um ein "Abdecken"
im Sinne des obigen Verständnisses durchzuführen oder zu gewährleisten. Beispiele
von Abdeckelement werden nachfolgend noch näher beschrieben.
[0055] Das Abdecken kann insbesondere derart erfolgen, dass die mindestens eine Öffnung,
im vorliegenden Fall die mindestens eine Auslassöffnung der Warnpfeife, zumindest
teilweise für den Durchtritt mindestens eines Mediums in mindestens einer Durchtrittsrichtung
verschlossen wird. Dabei kann das Abdecken in Form eines Ventils erfolgen, so dass
beispielsweise in einer Richtung ein Durchtritt von Medien noch ganz oder teilweise
ermöglicht wird, in einer entgegengesetzten Richtung jedoch verhindert wird. Das Abdecken
soll jedoch derart erfolgen, dass das mindestens eine Druckgas zumindest teilweise
noch aus der abgedeckten Auslassöffnung ausströmen kann, also aus der Warnpfeife austreten
kann, so dass das Spülen in Schritt c) nicht vollständig unterbrochen wird. Dies kann
auf verschiedene Weisen erfolgen. So kann beispielsweise das mindestens eine Abdeckelement
die mindestens eine Austrittsöffnung nur teilweise verschließen, so dass mindestens
ein Teil der Öffnung frei bleibt für ein Ausströmen des Druckgases der Spülung. Alternativ
oder zusätzlich kann, wie oben ausgeführt, das mindestens eine Abdeckelement auch
Ventileigenschaften aufweisen, so dass ein Austritt des Druckgases aus der Warnpfeife
heraus möglich ist, ein Eintritt in umgekehrte Richtung, also beispielsweise ein Eintritt
von Reinigungsfluid, jedoch zumindest weitgehend verhindert wird. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass ein flexibles Abdeckelement von außen auf die Auslassöffnung
aufgebracht wird, wodurch die Auslassöffnung vollständig oder teilweise verschlossen
wird, wobei das flexible Abdeckelement beispielsweise durch ausströmendes Druckgas
ganz oder teilweise verdrängt und/oder von der Auslassöffnung abgehoben werden kann,
so dass der Strom des Druckgases durch die Auslassöffnung hindurchtreten kann.
[0056] Das Abdeckelement kann dementsprechend insbesondere flexibel ausgestaltet sein. So
kann in Schritt c) beispielsweise das ausströmende Druckgas das Abdeckelement zumindest
teilweise von der Auslassöffnung verdrängen, beispielsweise nach außen hin abheben.
Auf diese Weise kann insbesondere, wie oben ausgeführt, eine Ventileigenschaft des
Abdeckelements hergestellt werden, welche einen Austritt von Medien, insbesondere
Druckgas, aus der Austrittsöffnung ermöglicht, jedoch einen Eintritt von Medien in
die Warnpfeife, insbesondere von Reinigungsfluid, zumindest weitgehend verhindert.
Allgemein kann das Abdeckelement also als flexibles Ventil auf der Auslassöffnung
sitzen.
[0057] Das Abdeckelement kann allgemein elastische Eigenschaften aufweisen. Weiterhin kann
das Abdeckelement die Warnpfeife insbesondere zumindest teilweise umschließen. Beispielsweise
kann das Abdeckelement ganz oder teilweise als Band ausgestaltet sein, welches die
Warnpfeife im Bereich der mindestens einen Austrittsöffnung vollständig oder teilweise
umschließt. Alternativ oder zusätzlich kann, wie unten noch näher ausgeführt wird,
das Abdeckelement ganz oder teilweise als Klammer ausgestaltet sein, welche die Warnpfeife
im Bereich der Austrittsöffnung vollständig oder teilweise umschließt.
[0058] Insbesondere kann das Abdeckelement mindestens ein Element aufweisen, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus: einem elastischen Band, insbesondere einem Gummiband;
einem Dichtband, insbesondere einem Dichtband ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus einem elastischen Dichtband und einem Dichtband mit Klettverschluss; einer Klammer,
insbesondere einer Klammer ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Metallklammer
und einer Kunststoffklammer, insbesondere einer Klammer mit mindestens einem Dichtelement,
insbesondere einer auf der Auslassöffnung abdichtend aufsetzbaren Dichtfläche oder
Dichtung.
[0059] Wie oben ausgeführt, wird in Schritt c) die Warnpfeife mit dem mindestens einen Druckgas
gespült. Zusätzlich zu der mindestens einen Warnpfeife können ein oder mehrere weitere
Teile des gasführenden Elements mit Druckgas gespült werden. So können insbesondere
während Schritt c), also zumindest teilweise gleichzeitig mit der Spülung der Warnpfeife,
ein oder mehrere weitere Teile des gasführenden Elements mit Druckgas gespült werden,
insbesondere ein oder mehrere Schläuche.
[0060] Wie oben ausgeführt, kann das Druckgas insbesondere Druckluft umfassen. Dementsprechend
kann das Verfahren insbesondere mit einer Druckbeaufschlagungsvorrichtung mit einer
Druckluftquelle durchgeführt werden, beispielsweise einer Druckluftquelle, welche
bauseitig vorgesehen ist und/oder welche in einer Reinigungsvorrichtung vorgesehen
ist und welche für die Durchführung des Schritts c) mit dem gasführenden Element verbunden
wird.
[0061] Wie oben ausgeführt, ist die Warnpfeife eingerichtet, um bei einer Druckbeaufschlagung
des gasführenden Elements mit einem Druck, der einen Mindestdruck unterschreitet,
einen Warnton abzugeben. Beispielsweise kann die Warnpfeife generell bei Drücken unterhalb
des Mindestdrucks den Warnton abgeben oder auch in mindestens einem Druckintervall,
welches unterhalb des Mindestdrucks liegt. Der Mindestdruck der Warnpfeife kann beispielsweise
bei mindestens 50 bar liegen, insbesondere bei mindestens 100 bar, insbesondere in
einem Bereich von 100 bar bis 300 bar.
[0062] Das Druckgas kann insbesondere bei dem Spülen in Schritt c) einen Spüldruck aufweisen,
der unterhalb des Mindestdrucks liegt. Dementsprechend ist insbesondere eine Druckbeaufschlagung
mit Hochdruck nicht erforderlich. Insbesondere kann der Spüldruck in einem Bereich
von 1 bar bis 12 bar liegen.
[0063] Wie oben ausgeführt, kann die Warnpfeife insbesondere mindestens ein Ventil und mindestens
einen Signalkörper aufweisen. Das Ventil kann beispielsweise mit mindestens einem
Innendruck des gasführenden Elements beaufschlagbar sein. Beispielsweise kann es sich
bei diesem Innendruck um einen Druck handeln, welcher in mindestens einem Innenraum
des gasführenden Elements herrscht. Beispielsweise kann es sich hierbei um einen Druck
in mindestens einem Hochdruckbereich und/oder in mindestens einem Mitteldruckbereich
handeln. So kann beispielsweise das Ventil derart eingerichtet sein, dass ein Innendruck
in dem Innenraum eine Stellung des Ventils steuern kann, wie dies üblicherweise bei
Warnpfeifen der Fall ist. Dementsprechend kann die Stellung des Ventils den Strom
des mindestens einen Druckgases durch die Warnpfeife steuern.
[0064] Wie oben ausgeführt, kann, zusätzlich zu dem Spülen der Warnpfeife in Schritt c),
weiterhin der mindestens eine Innenraum des gasführenden Elements mit mindestens einem
Druck beaufschlagt werden, beispielsweise wie in
WO 2011/144518 A2 beschrieben.
[0065] Zwischen dem Ventil der Warnpfeife und dem Signalkörper der Warnpfeife kann insbesondere,
wie oben ausgeführt, mindestens ein Hohlraum ausgebildet sein. In Schritt c) kann
insbesondere Druckgas durch den Hohlraum zu dem Signalkörper und dann durch die Auslassöffnung
strömen.
[0066] Die Auslassöffnung kann insbesondere, wie oben ausgeführt, direkt oder indirekt an
dem Signalkörper angeordnet sein. So kann der Signalkörper beispielsweise, wie oben
ausgeführt, mindestens eine Pfeifenöffnung aufweisen, welche als Auslassöffnung fungieren
kann. Alternativ oder zusätzlich kann die Auslassöffnung jedoch auch beispielsweise
durch mindestens einen Strömungskanal mit dem Signalkörper verbunden sein.
[0067] Das Verfahren umfasst in Schritt a) ein Bereitstellen des mindestens einen Atemgeräts.
Dieses Bereitstellen in Schritt a) kann insbesondere ein Einbringen des Atemgeräts
in mindestens eine Reinigungsvorrichtung, insbesondere in mindestens eine Reinigungskammer
der mindestens einen Reinigungsvorrichtung, umfassen. Insbesondere kann das Bereitstellen
ein Einbringen des Atemgeräts in mindestens einen Reinigungskorb der Reinigungsvorrichtung
umfassen. Weiterhin kann Schritt a) ein Verbinden des mindestens einen gasführenden
Elements des Atemgeräts mit mindestens einem Druckanschluss des Reinigungskorbs umfassen.
In Schritt c) kann das Spülen der Warnpfeife mit dem Druckgas über den Druckanschluss
und über mindestens eine Druckbeaufschlagungsvorrichtung der Reinigungsvorrichtung
erfolgen.
[0068] Der Begriff "Reinigungskorb", wie er hier verwendet wird, auch als "Spülkorb" bezeichnet,
ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden
soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle
oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine tragbare Aufnahmevorrichtung beziehen, in welcher Reinigungsgut aufgenommen
werden kann, in eine Reinigungsvorrichtung, beispielsweise eine Geschirrspülmaschine,
eingebracht werden kann und anschließend wieder in gereinigtem Zustand aus der Reinigungsvorrichtung
herausgenommen werden kann. Der Reinigungskorb kann also reversibel in die Reinigungskammer
eingebracht werden. Dementsprechend kann die Reinigungskammer beispielsweise mindestens
eine Aufnahme für den Reinigungskorb aufweisen. Alternativ kann der Reinigungskorb
auch beispielsweise fest in einer Reinigungsvorrichtung installiert sein. So kann
der Reinigungskorb beispielsweise in einem Schienensystem der Reinigungsvorrichtung
befestigt sein und über dieses in einer Reinigungskammer der Reinigungsvorrichtung
eingeschoben und nach einer Reinigung wieder aus der Reinigungskammer herausgezogen
werden. Weiterhin können Reinigungskörbe auch zur zwischenzeitlichen Aufbewahrung
von Reinigungsgut dienen. Der Reinigungskorb kann insbesondere eine Vielzahl von Öffnungen
aufweisen, so dass Flüssigkeit nach unten abtropfen kann. Der Reinigungskorb kann
insbesondere eine im Wesentlichen quaderförmige Gestalt aufweisen, mit einem Korbboden,
welcher beispielsweise einen quadratischen oder allgemein rechteckigen Grundriss aufweisen
kann, und welcher eine Auflagefläche zum Aufsetzen des Reinigungskorbs auf eine ebene
Arbeitsfläche aufweist. Optional können sich von dem Korbboden aus nach oben eine
oder mehrere Korbwände erstrecken, beispielsweise mit einem hochstehenden Rand sowie
weiterhin optional anderen Elementen wie beispielsweise Griffen. Weiterhin kann der
Reinigungskorb eine Mehrzahl von Maskenhalterungen oder anderen Halterungen für das
Reinigungsgut, insbesondere das Atemgerät, aufweisen. Zudem kann der Reinigungskorb,
wie oben ausgeführt und wie nachfolgend noch näher erläutert wird, den mindestens
einen Druckanschluss aufweisen.
[0069] Der Begriff "Druckanschluss", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein grundsätzlich
beliebiges Verbindungselement beziehen, an welches das mindestens eine gasführende
Element anschließbar ist, um Druckgas der Druckbeaufschlagungsvorrichtung an das mindestens
eine gasführende Element bereitzustellen. Unter einer Verbindung zwischen dem Druckanschluss
und dem gasführenden Element ist allgemein eine fluidische Verbindung, insbesondere
eine Gasverbindung, zu verstehen, so dass das unter Druck stehende Fluid der Druckbeaufschlagungsvorrichtung
in das gasführende Element des Atemgeräts, insbesondere in einen Innenraum des gasführenden
Elements und/oder in die Warnpfeife, überführt werden kann, vorzugsweise ohne dass
bei dieser Verbindung ein Fluidverlust und/oder Druckverlust auftritt. Der Druckanschluss
kann mindestens ein mechanisches Verbindungselement umfassen, insbesondere eine formschlüssige
und/oder kraftschlüssige Verbindung, so dass das Atemgerät, insbesondere das gasführende
Element, fest mit dem Druckanschluss verbunden werden kann. Beispielsweise kann es
sich hierbei um eine Schraubverbindung und/oder eine Klemmverbindung und/oder eine
Spannverbindung handeln, wozu der Druckanschluss und/oder das Atemgerät jeweils mindestens
ein mechanisches Verbindungselement aufweisen können. Insbesondere kann es sich hierbei
um eine Steckverbindung in Form einer Schnellkupplung und/oder um ein Gewinde handeln,
beispielsweise ein Kupplungsstück für einen Atemanschluss eines Lungenautomaten. Unter
einer Schnellkupplung ist dabei allgemein eine gasdichte und/oder flüssigkeitsdichte
Steckverbindung zwischen zwei Fluid-führenden Bauelementen zu verstehen, welche durch
eine auf einfache und schnelle Weise herzustellende und zu lösende mechanische Fixierung,
insbesondere ohne Verwendung eines Schraubverschlusses, mechanisch gesichert werden
kann, beispielsweise durch mindestens einen Spannhaken und/oder einen Bajonettverschluss
und/oder einen Schraubverschluss, beispielsweise eine Überwurfmutter. Die Verbindung
kann insbesondere ohne Werkzeug herstellbar sein. Insbesondere kann der Druckanschluss
eine Mehrzahl von fest oder austauschbar ausgestalteten Adaptern zur Verbindung mit
unterschiedlichen Arten gasführender Elemente umfassen. Mittels dieser Adapter können
eine Mehrzahl unterschiedlicher gasführender Elemente direkt oder indirekt mit dem
Druckanschluss verbindbar sein, beispielsweise unterschiedliche Arten und/oder unterschiedliche
Typen gasführender Elemente, beispielsweise unterschiedlicher Fabrikate oder Hersteller.
Beispielsweise kann ein Adaptersatz mit einer Mehrzahl unter-schiedlicher Kupplungsstücke,
beispielsweise Kupplungsstücke einer Schnellkupplung, und/oder Gewinde zum Anschluss
unterschiedlicher gasführender Elemente vorgesehen sein. Beispielsweise kann es sich
hierbei um unterschiedliche Schnellkupplungssysteme und/oder Normgewinde handeln.
Alternativ oder zusätzlich kann der mindestens eine Druckanschluss jedoch auch als
fester Druckanschluss für einen bestimmten Typ von Verbindungselement bzw. für einen
bestimmten Typ von gasführendem Element ausgestaltet sein. Besonders vorteilhaft ist
es, wenn der Druckanschluss und/oder dessen Kupplungssystem so eingerichtet sind,
dass einerseits kein Gas austreten kann, wenn kein Gegenstück angeschlossen ist, und
dass in diesem Fall auch kein anderes Medium, beispielsweise Reinigungsfluid, in das
gasführende Element eintreten kann.
[0070] Der Druckanschluss kann direkt oder indirekt mit der Druckbeaufschlagungsvorrichtung
verbunden sein oder verbindbar sein. Wie unten noch näher ausgeführt wird, bestehen
hinsichtlich der Ausgestaltung der Druckbeaufschlagungsvorrichtung mehrere Möglichkeiten.
So kann diese beispielsweise ganz oder teilweise in den Reinigungskorb integriert
sein, beispielsweise in Form mindestens einer Druckgasflasche. In diesem Fall kann
beispielsweise eine Druckgasleitung zwischen der integrierten Druckbeaufschlagungsvorrichtung
und dem Druckanschluss in dem Reinigungskorb bestehen. In dieser Druckgasleitung kann
beispielsweise mindestens ein Ventil vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann
die Druckbeaufschlagungsvorrichtung auch beispielsweise ganz oder teilweise in einer
Reinigungsvorrichtung aufgenommen sein, in deren Reinigungskammer der Reinigungskorb
eingebracht wird, in Form einer in die Reinigungsvorrichtung integrierten Druckbeaufschlagungsvorrichtung
und/oder in Form eines Anschlusses der Reinigungsvorrichtung beispielsweise an ein
bauseitiges Druckgasnetz oder eine bauseitige Druckgasleitung. In diesem Fall kann
beispielsweise der Reinigungskorb mit der Druckbeaufschlagungsvorrichtung über mindestens
eine Druckgasleitung verbindbar sein. Diese Druckgasleitung kann beispielsweise automatisch
angebunden werden, wenn der Reinigungskorb in die Reinigungskammer eingesetzt wird,
wie unten noch näher beschrieben wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Druckgasleitung
jedoch auch beispielsweise manuell angebunden werden, beispielsweise manuell an einen
entsprechenden Anschluss an dem Reinigungskorb, wenn der Reinigungskorb in die Reinigungskammer
der Reinigungsvorrichtung eingebracht wird. Ein den Reinigungskorb und die Reinigungsvorrichtung
umfassendes Reinigungssystem, welches unten noch näher beschrieben wird, kann somit
auch die mindestens eine Druckgasleitung umfassen, welche die Druckbeaufschlagungsvorrichtung
und den Druckanschluss verbindet. Die Druckgasleitung kann ganz oder teilweise Bestandteil
des Reinigungskorbs sein oder kann auch ganz oder teilweise Bestandteil eines weiteren
Teils des Reinigungssystems sein, beispielsweise der Reinigungsvorrichtung oder als
separates Bauteil.
[0071] Der Begriff "Druckbeaufschlagungsvorrichtung", wie er hier verwendet wird, ist ein
weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll,
wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle
oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine Vorrichtung beziehen, welche eingerichtet ist, um ein Fluid, insbesondere
ein Gas, mit einem Druck oberhalb des Normaldrucks bereitstellen zu können, beispielsweise
einem Druck von mindestens 1,5 bar, vorzugsweise einem Druck von mindestens 2 bar.
Die Druckbeaufschlagungsvorrichtung ist eingerichtet, um das gasführende Element mit
Druckgas zu beaufschlagen. Unter einem Druckgas kann dabei allgemein ein beliebiges
Gas zu verstehen sein, welches einen Druck oberhalb des Normaldrucks, also einen Druck
oberhalb von 1 bar, aufweist. Insbesondere kann es sich dabei um einen Druck oberhalb
von 1,5 bar, insbesondere oberhalb von 2 bar, und besonders bevorzugt oberhalb von
3 bar handeln. Insbesondere kann die Druckbeaufschlagungsvorrichtung derart eingerichtet
sein, dass die Druckbeaufschlagung mit dem Druckgas derart erfolgt, dass sämtliches
Reinigungsfluid aus einem mit dem Druckgas beaufschlagten Innenraum des Atemgeräts
ferngehalten wird. Bei dem Druckgas kann es sich beispielsweise um Druckluft oder
ein anderes gasförmiges Medium mit einem Überdruck handeln, beispielsweise Stickstoff,
Kohlendioxid oder ähnliches. Insbesondere kann ein Inertgas als Druckgas eingesetzt
werden. Die Reinigungsvorrichtung kann insbesondere derart ausgestaltet sein, dass
die Druckbeaufschlagung über die Druckbeaufschlagungsvorrichtung während mindestens
eines Reinigungsvorgangs erfolgt, beispielsweise während mindestens eines Programmschritts
eines einschrittigen oder mehrschrittigen Reinigungsprogramms. Insbesondere kann die
Beaufschlagung mit dem Druckgas gleichzeitig zur Beaufschlagung des Atemgeräts mit
dem Reinigungsfluid erfolgen. Die Druckbeaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere
mindestens ein Ventil aufweisen, insbesondere mindestens ein Ventil, welches durch
eine Steuerung der Reinigungsvorrichtung ansteuerbar ist.
[0072] Die Druckbeaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere mindestens ein Element aufweisen,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
- mindestens einem externen Druckanschluss zur Verbindung mit einer externen Druckgasquelle,
insbesondere einer bauseitigen Druckgasleitung und/oder einer Druckgasflasche, an
die Reinigungsvorrichtung; und/oder
- einer in die Reinigungsvorrichtung integrierten Druckgasquelle, insbesondere eine
integrierte Druckgasflasche und/oder einen integrierten Kompressor; und/oder
- einer in den Reinigungskorb integrierten Druckgasquelle, insbesondere eine integrierte
Druckgasflasche und/oder einen integrierten Kompressor.
Der Druckanschluss kann, wie oben ausgeführt, insbesondere mindestens ein formschlüssiges
und/oder kraftschlüssiges Verbindungselement umfassen. Dieses Verbindungselement kann
eingerichtet sein, um zusätzlich zu der gasdichten Verbindung, eine mechanische Verbindung
mit dem gasführenden Element herzustellen. Insbesondere kann dieses mindestens eine
Verbindungselement mindestens eine Schnellkupplung und/oder mindestens ein Gewinde
aufweisen. Allgemein kann der Druckanschluss ganz oder teilweise in den Reinigungskorb
integriert sein. Der Reinigungskorb kann allgemein insbesondere mindestens eine lösbare
Druckgasverbindung zur Reinigungsvorrichtung aufweisen, so dass das Druckgas über
die Reinigungsvorrichtung an den Reinigungskorb bereitgestellt werden kann, beispielsweise
wenn die Druckbeaufschlagungsvorrichtung ganz oder teilweise in die Reinigungsvorrichtung
integriert ist und/oder wenn die Druckbeaufschlagungsvorrichtung ganz oder teilweise
einen externen Druckanschluss, der mit der Reinigungsvorrichtung verbunden ist, umfasst.
Die lösbare Druckgasverbindung zwischen dem Reinigungskorb und der Reinigungsvorrichtung
kann beispielsweise manuell und/oder automatisch geschlossen werden, wenn der Reinigungskorb
in die Reinigungskammer eingebracht wird und/oder kann manuell oder automatisch entkoppelt
werden, wenn der Reinigungskorb aus der Reinigungskammer entfernt wird. So können
der Reinigungskorb und die Reinigungsvorrichtung beispielsweise korrespondierende
Druckgasverbindungsteile aufweisen, welche miteinander koppelbar sind, insbesondere
reversibel.
[0073] Die Druckbeaufschlagungsvorrichtung ist eingerichtet, um das gasführende Element
mit Druckgas zu beaufschlagen. Unter einem Druckgas ist dabei allgemein ein beliebiges
Gas zu verstehen, welches einen Druck oberhalb des Normaldrucks, also einen Druck
oberhalb von 1 bar, aufweist. Insbesondere kann es sich dabei um einen Druck oberhalb
von 1,5 bar, insbesondere oberhalb von 2 bar, und besonders bevorzugt oberhalb von
3 bar handeln. Besonders bevorzugt ist die Druckbeaufschlagungsvorrichtung derart
eingerichtet, dass die Druckbeaufschlagung mit dem Druckgas derart erfolgt, dass sämtliches
Reinigungsfluid aus einem mit dem Druckgas beaufschlagten Innenraum des Atemgeräts
ferngehalten wird. Bei dem Druckgas kann es sich beispielsweise um Druckluft oder
ein anderes gasförmiges Medium mit einem Überdruck handeln, beispielsweise Stickstoff,
Kohlendioxid oder ähnliches. Insbesondere kann ein Inertgas als Druckgas eingesetzt
werden. Die Reinigungsvorrichtung kann insbesondere derart ausgestaltet sein, dass
die Druckbeaufschlagung über die Druckbeaufschlagungsvorrichtung während mindestens
eines Reinigungsvorgangs erfolgt, beispielsweise während mindestens eines Programmschritts
eines einschrittigen oder mehrschrittigen Reinigungsprogramms. Insbesondere kann die
Beaufschlagung mit dem Druckgas gleichzeitig zur Beaufschlagung des Atemgeräts mit
dem Reinigungsfluid erfolgen. Der Druckanschluss kann dementsprechend insbesondere
innerhalb der Reinigungskammer angeordnet sein, so dass die gleichzeitige Beaufschlagung
mit Druckgas und Reinigungsfluid erfolgen kann.
[0074] In einem weiteren Aspekt wird ein Reinigungssystem zur Durchführung des vorliegend
vorgeschlagenen Verfahrens vorgeschlagen, beispielsweise gemäß einer oder mehreren
der oben beschriebenen Ausgestaltungen und/oder gemäß einer oder mehreren der nachfolgend
noch näher beschriebenen Ausführungsformen. Dementsprechend kann für die Beschreibung
des Reinigungssystems, insbesondere bezüglich möglicher Definitionen und/oder bezüglich
möglicher Ausgestaltungen, weitgehend auf die Beschreibung des Verfahrens verwiesen
werden. Das Reinigungssystem umfasst:
- mindestens eine Reinigungsvorrichtung, umfassend mindestens eine Reinigungskammer
zur Aufnahme des mindestens einen Atemgeräts, wobei die Reinigungsvorrichtung weiterhin
mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung zur Beaufschlagung des Atemgeräts mit dem
mindestens einen Reinigungsfluid in Schritt b) aufweist, wobei die Reinigungsvorrichtung
weiterhin mindestens eine Druckbeaufschlagungsvorrichtung mit mindestens einem Druckanschluss
aufweist, wobei der Druckanschluss mit dem mindestens einen gasführenden Element des
Atemgeräts verbindbar ist und wobei die Druckbeaufschlagungsvorrichtung eingerichtet
ist, um die Warnpfeife in Schritt c) mit dem Druckgas zu spülen; und
- mindestens ein Abdeckelement, wobei das Abdeckelement eingerichtet ist, um die mindestens
eine Auslassöffnung der mindestens einen Warnpfeife des mindestens einen Atemgeräts
zumindest teilweise zu verschließen, so dass nach wie vor Druckgas durch die zumindest
teilweise abgedeckte Auslassöffnung ausströmen kann.
[0075] Der Begriff "Reinigungssystem", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein System beziehen,
also auf eine Gesamtheit mindestens zweier funktionell zusammenwirkender Komponenten,
welches der Reinigung im Sinne der obigen Definition dient. Bezüglich möglicher Definitionen
und Ausgestaltungen kann auf die entsprechenden obigen oder nachfolgenden Beschreibungen,
Definitionen und Optionen dieser Systemkomponenten in der obigen Beschreibung oder
auch in der nachfolgenden Beschreibung verwiesen werden.
[0076] Mögliche Ausgestaltungen der Druckbeaufschlagungsvorrichtung wurden oben bereits
beschrieben. Insbesondere kann die Druckbeaufschlagungsvorrichtung mindestens einen
externen Druckanschluss zur Verbindung mit einer externen Druckgasquelle aufweisen.
Beispielsweise kann es sich hierbei um einen Druckanschluss zur Verbindung mit einer
bauseitigen Druckgasleitung und/oder einer Druckgasflasche handeln. So kann beispielsweise
die Reinigungsvorrichtung einen derartigen Druckanschluss zum Anschluss an eine bauseitige
Druckgasleitung aufweisen, beispielsweise eine Druckluftleitung. Auf diese Weise kann
beispielsweise auf einen praktisch unbegrenzten Vorrat an Druckgas zum Spülen der
Warnpfeife zurückgegriffen werden. Auch andere Ausgestaltungen der Druckbeaufschlagungsvorrichtung
sind jedoch, alternativ oder zusätzlich, möglich.
[0077] Das vorgeschlagene Verfahren und das vorgeschlagene Reinigungssystem weisen gegenüber
bekannten Verfahren und Systemen der genannten Art zahlreiche Vorteile auf. So lassen
sich insbesondere die oben beschriebenen Herausforderungen bei der Reinigung von Atemgeräten
mit Warnpfeifen adressieren. Die technische Umsetzung des Verfahrens kann vergleichsweise
einfach realisiert werden, beispielsweise indem das Spülen mit einem bereits vorhandenen
Druckanschluss erfolgt und/oder indem die Auslassöffnung der Warnpfeife während der
Reinigung mit einem Spritzwasserschutz als Abdeckung versehen wird. Das Abdeckelement,
insbesondere der Spritzwasserschutz, kann beispielsweise ein elastisches Dichtelement
umfassen. Die Elastizität kann dazu beitragen, dass sich das Dichtelement an unterschiedliche
Außengeometrien an der Warnpfeife anpassen kann. Weiterhin kann sich das vorzugsweise
elastische Abdeckelement auf diese Weise gut an die Auslassöffnung der Warnpfeife
anpassen, so dass die Abdeckwirkung hierdurch verbessert werden kann.
[0078] Das Abdeckelement kann in einfacher Weise realisiert werden. So können beispielsweise,
wie oben ausgeführt, folgende Elemente zum Einsatz kommen: ein Gummiband; ein Dichtband
mit einem Klettverschluss; eine Klammer, beispielsweise aus Metall und/oder Kunststoff,
insbesondere mit mindestens einer Dichtung und/oder Dichtfläche. Auch andere Abdeckelemente
sind jedoch einsetzbar.
[0079] Wie weiterhin oben ausgeführt, kann die Abdeckung vollständig oder teilweise erfolgen.
So muss das Abdeckelement die Auslassöffnung der Warnpfeife in der Regel nicht vollständig
abdichten.
[0080] Auch die Spülung kann auf einfache Weise erfolgen. So kann beispielsweise während
des gesamten Reinigungsprozesses und/oder während lediglich eines Teils desselben
Spülluft in das gasführende Element, beispielsweise in das Schlauchsystem, geleitet
werden. Die Spülluft kann das gasführende Element, insbesondere das Schlauchsystem,
füllen und über die Auslassöffnung und das Abdeckelement entweichen. Die Spülung kann
allgemein sicherstellen, dass ein Eindringen von Reinigungsfluid in einen Hohlraum
zwischen Ventil und Signalkörper während des Reinigungsvorgangs vollständig oder zumindest
teilweise verhindert wird. Durch das Abdecken der Auslassöffnung, insbesondere mit
einem elastischen Abdeckelement und insbesondere mit einem elastischen Dichtband,
kann das Druckgas allgemein gut entweichen, beispielsweise zwischen einem Gummischutz
und einem Manometer. Allgemein kann auf diese Weise also auch zumindest weitgehend
sichergestellt werden, dass keine Reinigungsflüssigkeit zwischen Manometer und Gummischutz
eindringen kann, welche später an die Auslassöffnung der Warnpfeife und von dort über
das Ventil in das System gelangen könnte.
[0081] Der Volumenstrom des Druckgases beim Spülen kann allgemein an die jeweiligen Erfordernisse
angepasst werden. So kann beispielsweise ein entsprechender Volumenstrom, beispielsweise
ein zugeführter Druckluftvolumenstrom, in Schritt c) so eingestellt werden, dass die
Warnpfeife gerade nicht zu pfeifen beginnt. Wie oben ausgeführt, kann die Warnpfeife
beispielsweise einen Mindestdruck aufweisen, sowie weiterhin mindestens eine weitere
Druckschwelle, welche kleiner ist als der Mindestdruck und unterhalb derer kein Warnton
mehr abgegeben wird. Wenn also beispielsweise p
min der oben beschriebene Mindestdruck ist, so kann eine weitere Druckschwelle p
pfeif existieren, mit p
pfeif < p
min, wobei der Warnton lediglich dann abgegeben wird, wenn die Druckbeaufschlagung des
gasführenden Elements mit einem Druck p erfolgt, der im Intervall p
pfeif bis p
min liegt, also beispielsweise, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt
ist:
ppfeif < p < pmin,
ppfeif ≤ p < pmin,
ppfeif ≤ p ≤ pmin, oder
ppfeif < p ≤ pmin.
[0082] Das Spülen der Warnpfeife in Schritt c) kann insbesondere mit einem Spüldruck p
spül erfolgen, welcher kleiner ist als p
pfeif, also p
spül < p
pfeif, also insbesondere allgemein so, dass kein Warnton abgegeben wird. Hierzu kann beispielsweise
mindestens ein Drosselelement verwendet werden, um den Spüldruck fest oder variabel
einzustellen, beispielsweise eine Drossel, eine Blende oder ein ähnliches Element.
[0083] Wie oben ausgeführt, kann die Warnpfeife insbesondere mindestens ein Ventil und mindestens
einen Signalkörper umfassen. Dabei muss während Schritt c) das Ventil nicht notwendigerweise
dicht verschlossen werden. Dementsprechend kann allgemein, im Vergleich beispielsweise
zu einem Verfahren, bei welchem durch eine interne Druckbeaufschlagung das Ventil
geschlossen werden muss, beim Spülen in Schritt c) mit einem deutlich geringeren Druck
gearbeitet werden, als dies bei einer statischen Druckbeaufschlagung ohne Spülen der
Fall wäre. So kann beispielsweise ein Spüldruck beim Spülen 2 bis 6 bar betragen.
Dementsprechend können allgemein die verwendeten Bauteile und auch die Sicherheitsvorkehrungen
einfach ausgestaltet werden, im Gegensatz beispielsweise zu einer Hochdruckbeaufschlagung
oder Mitteldruckbeaufschlagung. Allgemein kann das Reinigungssystem somit vergleichsweise
einfach gestaltet werden, beispielsweise ohne Sicherheitsmaßnahmen bezüglich einer
Hochdruckbeaufschlagung. Zudem kann, wie oben ausgeführt, durch den Einsatz von Druckgas
zum Spülen, beispielsweise Spülluft, welches beispielsweise ein Gummigehäuse des gasführenden
Elements durchströmen kann, ein Eindringen von Reinigungsfluid in diesem Bereich wirksam
verhindert werden.
[0084] Zudem kann das Spülen in Schritt c) auch mindestens einen optionalen Trocknungsschritt
eines Reinigungsprogramms unterstützen. So kann allgemein das Verfahren die Durchführung
mindestens eines Reinigungsprogramms umfassen. Bei diesem Reinigungsprogramm kann
beispielsweise Schritt b) Bestandteil mindestens eines Waschschritts und/oder mindestens
eines Spülschritts sein, wobei sich an den mindestens einen Waschschritt und/oder
Spülschritt mindestens ein Trocknungsschritt anschließen kann. Das Spülen in Schritt
c) kann sich bis in den Trocknungsschritt hinein erstrecken, so dass beispielsweise
das Spülen mit dem Druckgas den Trocknungsschritt noch unterstützen kann. Auf diese
Weise kann durch das Druckgas und das Spülen mit demselben die Trocknung zusätzlich
unterstützt werden, und/oder es kann während des Trocknungsschritts ein Eindringen
von Feuchtigkeit verhindert werden. Dementsprechend kann das Spülen beispielsweise
aufrechterhalten werden, bis das Atemgerät von der mindestens einen Druckbeaufschlagungsvorrichtung
getrennt wird.
[0085] Zusammenfassend werden, ohne Beschränkung weiterer möglicher Ausgestaltungen, folgende
Ausführungsformen vorgeschlagen:
Ausführungsform 1: Verfahren zur Reinigung von Atemgerät, umfassend folgende Schritte:
- a) Bereitstellen des Atemgeräts, wobei das Atemgerät mindestens ein gasführendes Element
mit mindestens einer Warnpfeife aufweist, wobei die Warnpfeife eingerichtet ist, um
bei einer Druckbeaufschlagung des gasführenden Elements mit mindestens einem Druck,
der einen Mindestdruck unterschreitet, einen Warnton abzugeben;
- b) Beaufschlagung des Atemgeräts mit mindestens einem Reinigungsfluid;
- c) Spülen der Warnpfeife mit mindestens einem Druckgas, wobei Schritt c) zumindest
teilweise zeitgleich mit Schritt b) durchgeführt wird und wobei das Spülen dergestalt
erfolgt, dass das Druckgas durch mindestens eine Auslassöffnung der Warnpfeife ausströmt,
so dass ein Eindringen von Reinigungsfluid durch die Auslassöffnung durch das ausströmende
Druckgas zumindest weitgehend verhindert wird.
Ausführungsform 2: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, weiterhin umfassend:
d) Abdecken der Auslassöffnung der Warnpfeife mit mindestens einem Abdeckelement,
wobei Schritt d) zumindest teilweise vor Schritt b) und c) durchgeführt wird, wobei
bei dem Abdecken die Auslassöffnung zumindest teilweise verschlossen wird, so dass
Druckgas noch durch die zumindest teilweise abgedeckte Auslassöffnung ausströmen kann.
Ausführungsform 3: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Abdeckelement
flexibel ausgestaltet ist, wobei in Schritt c) das ausströmende Druckgas das Abdeckelement
zumindest teilweise von der Auslassöffnung verdrängt.
Ausführungsform 4: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Abdeckelement
als flexibles Ventil auf der Auslassöffnung sitzt.
Ausführungsform 5: Verfahren nach einer der drei vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei das Abdeckelement elastische Eigenschaften aufweist.
Ausführungsform 6: Verfahren nach einer der vier vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei das Abdeckelement die Warnpfeife zumindest teilweise umschließt.
Ausführungsform 7: Verfahren nach einer der fünf vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei das Abdeckelement mindestens ein Element aufweist, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus: einem elastischen Band, insbesondere einem Gummiband; einem Dichtband,
insbesondere einem Dichtband ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einem elastischen
Dichtband und einem Dichtband mit Klettverschluss; einer Klammer, insbesondere einer
Klammer ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Metallklammer und einer Kunststoffklammer,
insbesondere einer Klammer mit mindestens einem Dichtelement, insbesondere einer auf
der Auslassöffnung abdichtend aufsetzbaren Dichtfläche oder Dichtung.
Ausführungsform 8: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
während Schritt c) weitere Teile des gasführenden Elements mit Druckgas gespült werden,
insbesondere ein oder mehrere Schläuche.
Ausführungsform 9: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
das Druckgas Druckluft umfasst.
Ausführungsform 10: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
das Druckgas bei dem Spülen in Schritt c) einen Spüldruck aufweist, der unterhalb
des Mindestdrucks liegt.
Ausführungsform 11: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei der Spüldruck
in einem Bereich von 1 bar bis 12 bar liegt.
Ausführungsform 12: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
der Mindestdruck bei mindestens 50 bar liegt, insbesondere bei mindestens 100 bar,
insbesondere in einem Bereich von 100 bar bis 300 bar.
Ausführungsform 13: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
die Warnpfeife mindestens ein Ventil und mindestens einen Signalkörper aufweist.
Ausführungsform 14: Verfahren nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei das Ventil
mit einem Innendruck des gasführenden Elements beaufschlagbar ist.
Ausführungsform 15: Verfahren nach einer der beiden vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei zwischen dem Ventil und dem Signalkörper mindestens ein Hohlraum ausgebildet
ist, wobei Druckgas in Schritt c) durch den Hohlraum zu dem Signalkörper und dann
durch die Auslassöffnung strömt.
Ausführungsform 16: Verfahren nach einer der drei vorhergehenden Ausführungsformen,
wobei die Auslassöffnung an dem Signalkörper angeordnet ist.
Ausführungsform 17: Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei
Schritt a) ein Einbringen des Atemgeräts in mindestens einen Reinigungskorb einer
Reinigungsvorrichtung umfasst, wobei Schritt a) weiterhin ein Verbinden des mindestens
einen gasführenden Elements des Atemgeräts mit mindestens einem Druckanschluss des
Reinigungskorbs umfasst, wobei in Schritt c) das Spülen der Warnpfeife mit dem Druckgas
über den Druckanschluss und über mindestens eine Druckbeaufschlagungsvorrichtung der
Reinigungsvorrichtung erfolgt.
Ausführungsform 18: Reinigungssystem zur Durchführung des Verfahrens nach einer der
vorhergehenden Ausführungsformen, umfassend:
- mindestens eine Reinigungsvorrichtung, umfassend mindestens eine Reinigungskammer
zur Aufnahme des mindestens einen Atemgeräts, wobei die Reinigungsvorrichtung weiterhin
mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung zur Beaufschlagung des Atemgeräts mit dem
mindestens einem Reinigungsfluid in Schritt b) aufweist, wobei die Reinigungsvorrichtung
weiterhin mindestens eine Druckbeaufschlagungsvorrichtung mit mindestens einem Druckanschluss
aufweist, wobei der Druckanschluss mit dem mindestens einen gasführenden Element des
Atemgeräts verbindbar ist und wobei die Druckbeaufschlagungsvorrichtung eingerichtet
ist, um die Warnpfeife in Schritt c) mit dem Druckgas zu spülen;
- mindestens ein Abdeckelement, wobei das Abdeckelement eingerichtet ist, um die mindestens
eine Auslassöffnung der mindestens einen Warnpfeife des mindestens einen Atemgeräts
zumindest teilweise zu verschließen, so dass nach wie vor Druckgas durch die zumindest
teilweise abgedeckte Auslassöffnung ausströmen kann.
Ausführungsform 19: Reinigungssystem nach der vorhergehenden Ausführungsform, wobei
die Druckbeaufschlagungsvorrichtung mindestens einen externen Druckanschluss zur Verbindung
mit einer externen Druckgasquelle aufweist, insbesondere einer bauseitigen Druckgasleitung
und/oder einer Druckgasflasche.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0086] Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen, insbesondere in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hierbei
können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination miteinander
verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt.
Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren schematisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern
in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich
ihrer Funktionen einander entsprechende Elemente.
[0087] Im Einzelnen zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Reinigungssystems;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung der Spülung einer Warnpfeife eines Atemgeräts mit Druckgas
in dem Reinigungssystem;
- Figur 3
- einen schematischen Ablaufplan eines Verfahrens zur Reinigung von Atemgerät;
- Figuren 4A und 4B
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Abdeckens einer Auslassöffnung einer Warnpfeife
eines Atemgeräts, mit einem Abdeckelement in Form einer Klammer; und
- Figuren 5A, 5B und 5C
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Abdeckens einer Auslassöffnung einer Warnpfeife
eines Atemgeräts, mit einem Abdeckelement in Form eines Dichtbandes.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0088] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Reinigungsvorrichtung 110 und eines
erfindungsgemäßen Reinigungssystems 111 dargestellt, welche zur Reinigung mindestens
eines Atemgeräts 112 eingerichtet ist. Das Reinigungssystem 111 umfasst die Reinigungsvorrichtung
110 sowie weiterhin ein nachfolgend noch näher beschriebenes Abdeckelement 113.
[0089] Die Reinigungsvorrichtung 110 ist in Figur 1 schematisch in Schnittdarstellung gezeigt.
Die Reinigungsvorrichtung 110 kann beispielsweise als Spülmaschine 114 ausgestaltet
sein. Die Reinigungsvorrichtung 110 umfasst eine Reinigungskammer 116, beispielsweise
eine Spülkammer 118. Diese Reinigungskammer 116 kann beispielsweise durch eine Tür
120, beispielsweise eine Schwenktür, eine Schiebetür oder eine Klappe, und/oder durch
eine andere Öffnungsvorrichtung geöffnet werden. Alternativ oder zusätzlich kann die
Reinigungskammer 116 auch als durch eine Haube abgedeckte Reinigungskammer ausgestaltet
sein. Auch andere Ausgestaltungen sind möglich. In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Spülmaschine 114 beispielsweise als Frontlader-Spülmaschine ausgestaltet.
Auch andere Ausgestaltungen sind jedoch möglich.
[0090] Die Reinigungsvorrichtung 110 weist mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung 122
zur Beaufschlagung des in der Reinigungskammer 116 aufgenommenen Atemgeräts 112 mit
einem oder mehreren Reinigungsfluiden auf. Beispielsweise kann die Beaufschlagungsvorrichtung
122 eine oder mehrere Düsen 124 umfassen, welche beispielsweise oberhalb und/oder
unterhalb des Atemgeräts 112 und/oder an anderen Orten innerhalb der Reinigungskammer
116 angeordnet sein können, beispielsweise an einer oder mehreren Seitenwänden. Beispielsweise
kann die Beaufschlagungsvorrichtung 122, wie in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1, ein Waschdüsensystem 126 umfassen, beispielsweise mit einem oder mehreren
unterhalb und/oder oberhalb der Atemgeräte 112 aufgenommenen, vorzugsweise drehbar
und/oder schwenkbar gelagerten Düsenarmen mit mehreren Düsen 124. Alternativ oder
zusätzlich kann die Beaufschlagungsvorrichtung 122 auch ein Nachspüldüsensystem 128
umfassen, beispielsweise mit einem oder mehreren Nachspüldüsenarmen, welche vorzugsweise
wiederum drehbar und/oder schwenkbar gelagert sind, welche beispielsweise wiederum
oberhalb und/oder unterhalb des Atemgeräts 112 angeordnet sein können. Auch andere
Anordnungen und/oder Ausgestaltungen sind jedoch grundsätzlich möglich.
[0091] Die Beaufschlagungsvorrichtung 122 kann darüber hinaus ein oder mehrere weitere Elemente
umfassen, wie beispielsweise eine oder mehrere Rohrleitungen, eine oder mehrere Pumpen
und/oder ein oder mehrere Tanks. So ist beispielsweise in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
mindestens ein Waschleitungssystem 130 vorgesehen, zur Beaufschlagung des Waschdüsensystems
126 mit Reinigungsfluid 132, beispielsweise Reinigerlösung, aus einem oder mehreren
Waschtanks 134. Beispielsweise kann ein Waschtank 134 im Bodenbereich der Reinigungskammer
116 vorgesehen sein und/oder auf andere Weise mit der Reinigungskammer 116 verbunden
sein, so dass Reinigungsfluid 132 nach Beaufschlagung der Atemgeräte 112 wieder zurück
in den Waschtank 134 fließen und/oder tropfen kann. Zur Beaufschlagung des Waschdüsensystems
126 mit dem Reinigungsfluid 132 aus dem Waschtank 134 kann die Beaufschlagungsvorrichtung
122 weiterhin eine oder mehrere Umwälzpumpen 136 aufweisen. Weiterhin können ein oder
mehrere Heizelemente 138 vorgesehen sein, um das Reinigungsfluid 132 des Waschtanks
134 und/oder anderer Tanks zu erwärmen, beispielsweise in Form einer Waschtankheizung
innerhalb des Waschtanks 134. Zur Kontrolle der Aufheizung des Reinigungsfluids 132
können ein oder mehrere Temperatursensoren 140 vorgesehen sein, beispielsweise innerhalb
des Waschtanks 134. Weiterhin können ein oder mehrere Niveausensoren 142 vorgesehen
sein, beispielsweise ein Niveausensor 142 als Niveausensor des Waschtanks 134. Der
Waschtank 134 kann beispielsweise über eine Ablaufleitung 144 und optional über eine
Ablaufpumpe 146 in einen Ablauf 148 entleerbar sein. Optional können auch ein oder
mehrere, in Figur 1 nicht dargestellte, Zuläufe zu dem Waschtank 134 vorgesehen sein,
um diesen mit Reinigungsfluid 132 zu befüllen. Alternativ oder zusätzlich kann eine
Befüllung jedoch auch über das nachfolgend noch näher beschriebene Nachspüldüsensystem
128 erfolgen. Weiterhin kann ein Dosiersystem 150 vorgesehen sein, beispielsweise
mindestens ein Dosiersystem, um ein oder mehrere Zusätze in das Reinigungsfluid 132
des Waschtanks 134 einzubringen, beispielsweise ein Reinigerkonzentrat, ein Klarspülmittel,
ein Desinfektionsmittel oder Kombinationen der genannten und/oder anderer Zusätze.
[0092] Das Reinigungsfluid 132 kann insbesondere in einem Umwälzbetrieb auf das Atemgeräts
112 aufgebracht werden, indem das Reinigungsfluid 132 aus dem Waschtank 134 über das
Waschdüsensystem 126 auf die Atemgeräte 112 aufgesprüht und/oder aufgespritzt wird,
um dann wieder in den Waschtank 134 abzulaufen oder abzutropfen, um von dort aus erneut
verwendet zu werden. Optional können ein oder mehrere Filter, beispielsweise Grobfilter
und/oder Feinfilter, vorgesehen sein, um das Reinigungsfluid 132 des Waschtanks 134
zumindest teilweise aufzureinigen.
[0093] Das Nachspüldüsensystem 128 kann beispielsweise über mindestens ein Nachspülleitungssystem
152 mit einem weiteren Reinigungsfluid 154, beispielsweise einer Nachspülflüssigkeit,
beaufschlagt werden. Dabei ist in Figur 1 eine optionale Ausgestaltung gezeigt, bei
welcher die Reinigungsvorrichtung 110 als Zweikreissystem ausgestaltet ist. Dementsprechend
wird das zweite Reinigungsfluid 154 aus einem separaten Tank bereitgestellt, welcher
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Nachspültank 156 ausgestaltet ist, der
getrennt von dem Waschtank 134 ausgebildet ist. Beispielsweise kann dieser Nachspültank
156 als Boiler ausgestaltet sein und kann beispielsweise eine Nachspültankheizung
158 umfassen. Alternativ oder zusätzlich zu einer Nachspültankheizung 158 können auch
andere Arten von Heizelementen für das zweite Reinigungsfluid 154 vorgesehen sein,
beispielsweise ein oder mehrere Durchlauferhitzer. Selbiges gilt auch für das erste
Reinigungsfluid 132 in dem Waschtank 134. Wiederum können in dem Nachspültank 156
ein oder mehrere Temperatursensoren 160 und/oder ein oder mehrere Niveausensoren 162
vorgesehen sein, und der Nachspültank 156 kann über einen oder mehrere Zuläufe 164
mit Reinigungsfluid 154 beschickt werden, beispielsweise Frischwasser. Der mindestens
eine Zulauf 164 kann ein oder mehrere Ventile 166 aufweisen. Beispielsweise kann der
Zulauf 164 mit einem bauseitigen Frischwasseranschluss verbunden oder verbindbar sein.
Alternativ oder zusätzlich kann, bauseitig oder als Bestandteil der Reinigungsvorrichtung
110, mindestens eine Umkehrosmosevorrichtung 170 vorgesehen sein, über welche der
Nachspültank 156 und/oder ein oder mehrere andere Tanks der Reinigungsvorrichtung
110 mit einem Permeat, beispielsweise aufgereinigtem Wasser, beaufschlagt werden können.
Weiterhin kann wiederum mindestens ein Dosiersystem 168 vorgesehen sein, über welches
ein oder mehrere Zusätze zu dem Reinigungsfluid 154 in dem Nachspültank 156 beigemischt
werden können, beispielsweise ein oder mehrere Klarspülerkonzentrate.
[0094] Die Beaufschlagung des Nachspüldüsensystems 128 kann vorzugsweise im einfachen Betrieb
erfolgen, also nicht im Umwälzbetrieb, so dass das Nachspülfluid aus dem Nachspültank
154 das Atemgerät 112 lediglich einmal beaufschlagt. Zur Beaufschlagung kann die Beaufschlagungsvorrichtung
122 beispielsweise ein oder mehrere Drucksteigerungspumpen 172 umfassen.
[0095] Es wird darauf hingewiesen, dass das in Figur 1 dargestellte Ausführungsbeispiel
der Reinigungsvorrichtung 110 lediglich eines von mehreren verschiedenen Ausführungsbeispielen
darstellt. So können einzelne oder mehrere oder auch alle der oben beschriebenen Elemente
auch in anderem Rahmen umgesetzt sein. Die Spülkammer 118 kann, alternativ oder zusätzlich
zu der starren, ortsfesten Ausgestaltung gemäß Figur 1, auch schwenkbar und/oder drehbar
ausgestaltet werden. Weiterhin kann auch der dargestellte Fluidkreislauf erheblich
modifiziert werden.
[0096] Die Reinigung des Atemgeräts 112 in der Reinigungsvorrichtung 110 gemäß Figur 1 kann
beispielsweise dadurch erfolgen, dass zunächst ein oder mehrere Atemgeräte 112 mittels
mindestens eines Reinigungskorbs 174, welcher ebenfalls Bestandteil der Reinigungsvorrichtung
110 und/oder des Reinigungssystems 111 sein kann, in die Reinigungskammer 116 eingebracht
werden. Das Reinigungssystem 111 kann beispielsweise neben der Reinigungsvorrichtung
110 weiterhin ein Sortiment 175 verschiedener Reinigungskörbe 174 aufweisen, welche
wahlweise in die Reinigungskammer 116 eingebracht werden können. Dabei können Reinigungskörbe
174 in dem Sortiment 175 vorgesehen sein, welche unterschiedlich ausgestaltet sind,
beispielsweise mindestens ein Reinigungskorb 174 mit mindestens einem nachfolgend
noch näher beschriebenen Druckanschluss 178 und mindestens ein Reinigungskorb 174
ohne Druckanschluss 222. Abweichend von der in Figur 1 dargestellten Reinigungsvorrichtung
110 sind jedoch auch Reinigungsvorrichtungen 110 denkbar, bei welchen mehrere Reinigungskörbe
174 gleichzeitig in die Reinigungskammer 116 eingebracht werden können.
[0097] Nach dem Einbringen des Reinigungskorbs 174 in die Reinigungskammer 116 kann die
Tür 120 verschlossen werden, und es kann vorzugsweise ein Reinigungsprogramm gestartet
werden, welches beispielsweise über eine Steuerung 176, beispielsweise eine zentrale
Maschinensteuerung oder eine dezentrale Steuerung, gesteuert werden kann. Dabei kann
beispielsweise zunächst der Waschtank 136 mittels des Nachspüldüsensystems 128 mit
Reinigungsfluid 132 und/oder einer Vorstufe dieses Reinigungsfluids 132 befüllt werden,
beispielsweise Frischwasser, insbesondere demineralisiertem Frischwasser. Dieses kann
dann innerhalb des Waschtanks 134 konditioniert werden, beispielsweise durch Beimengung
von einem oder mehreren Zusätzen über das Dosiersystem 150 und/oder durch Erwärmung
mittels des Heizelements 138. Alternativ oder zusätzlich kann das Reinigungsfluid
132 auch nach einem Klarspülprogramm eines vorangehenden Reinigungszyklus im Waschtank
134 verblieben sein, um in einem sich anschließenden Reinigungszyklus als Reinigungsfluid
132 und/oder als Bestandteil desselben genutzt zu werden, da Nachspülfluid in der
Regel auch nach Beaufschlagung des Atemgeräts 112 einen vergleichsweise hohen Reinheitsgrad
aufweist.
[0098] Anschließend kann das Atemgerät 112, vorzugsweise im Umwälzbetrieb, in einem oder
mehreren Waschprogrammschritten gereinigt, insbesondere gewaschen, werden. Hierbei
können anhaftende Verunreinigungen von den Atemgeräten 112 entfernt werden, und/oder
es kann eine Hygienisierung des Atemgeräts 112 erfolgen.
[0099] Anschließend an den mindestens einen Waschprogrammschritt können vorzugsweise ein
oder mehrere Nachspülschritte durchgeführt werden. Hierzu kann der Waschtank 134 über
die Ablaufleitung 144 und die Ablaufpumpe 146 optional entleert werden. Bereits während
des mindestens einen Waschprogrammschritts kann der Nachspültank 156 mit dem Nachspülfluid
154, beispielsweise Frischwasser mit oder ohne Zusätze, befüllt worden sein, beispielsweise
demineralisiertem Frischwasser. Anschließend können eine oder mehrere Zusätze über
das Dosiersystem 168 beigemischt werden und/oder es kann eine Erwärmung des Reinigungsfluids
154 als Nachspülfluid mittels der Nachspültankheizung 158 und/oder eines Durchlauferhitzers
erfolgen. Das derart vorkonditionierte Nachspülfluid 154 kann dann in dem mindestens
einen Nachspülschritt über das Nachspüldüsensystem 128 auf die Atemgeräte 112 aufgebracht
werden, so dass diese nachgespült und/oder klargespült werden. Nach dem mindestens
einen Nachspülschritt kann sich optional wiederum mindestens ein Trocknungsschritt
anschließen, welcher passiv ausgestaltet werden kann, durch einfaches Abwarten, oder
welcher auch aktiv unterstützt werden kann, beispielsweise über mindestens ein Trocknungsgebläse
und/oder eine andere Art von Trocknungsvorrichtung der Reinigungsvorrichtung 110,
beispielsweise ein Infrarotstrahlersystem und/oder ein Mikrowellenstrahlungssystem.
Verschiedene Ausgestaltungen sind denkbar. Anschließend an den optionalen Trocknungsschritt
kann die bis dahin optional vorzugsweise verriegelte Tür 120 automatisch freigegeben
und/oder geöffnet werden. Der gesamte Programmablauf kann beispielsweise durch die
Steuerung 176 gesteuert werden, wobei auch mehrere Programmabläufe wählbar sein können.
[0100] Bei der oben beschriebenen Reinigung, insbesondere bei der Beaufschlagung des Atemgeräts
112 mit dem mindestens einen Reinigungsfluid 132, 154, kann das Problem auftreten,
dass Reinigungsfluid 132, 154 ins Innere des Atemgeräts 112 eindringen kann. Insbesondere
kann das Atemgerät 112 mindestens ein gasführendes Element 180 aufweisen. Dieses gasführende
Element 180 kann beispielsweise mindestens einen Lungenautomaten und/oder mindestens
ein Schlauchsystem aufweisen. Weiterhin kann das gasführende Element 180 mindestens
eine Warnpfeife 182 aufweisen, welche nachfolgend noch näher beschrieben wird. Insbesondere
durch diese Warnpfeife 182 kann Reinigungsfluid 132, 154 in das gasführende Element
180 eindringen.
[0101] Es wird dementsprechend vorgeschlagen, die Warnpfeife 182 des gasführenden Elements
180 zumindest teilweise zeitgleich mit der Beaufschlagung mit dem mindestens einen
Reinigungsfluid 132, 154 mit mindestens einem Druckgas zu spülen. Dies wird exemplarisch
anhand der Figur 2, welche in Zusammenschau mit der Figur 1 zu betrachten ist, erläutert.
[0102] In Figur 2 ist schematisch das gasführende Element 180 gezeigt, welches innerhalb
der Reinigungskammer 116 der Reinigungsvorrichtung 110 aufgenommen ist. Übrige Bestandteile
der Reinigungsvorrichtung 110 sind nicht dargestellt. Für mögliche Ausgestaltungen
kann auf die Figur 1 und deren Beschreibung verwiesen werden. Wie oben ausgeführt,
weist das gasführende Element 180 mindestens eine Warnpfeife 182 auf. Diese Warnpfeife
182 weist ihrerseits mindestens eine Auslassöffnung 184 auf. Beispielsweise kann es
sich hierbei um eine Pfeifenöffnung handeln. Die Auslassöffnung 184 kann insbesondere
in mindestens einem Signalkörper 186 der Warnpfeife 182 angeordnet sein. Beispielsweise
kann es sich bei diesem Signalkörper 186 um einen Pfeifenkopf handeln. Weiterhin kann
die Warnpfeife 182 mindestens ein Ventil 188 aufweisen. Eine Stellung dieses Ventil
188 kann beispielsweise durch eine Druckbeaufschlagung gesteuert werden.
[0103] Die Reinigungsvorrichtung 110 weist mindestens eine Druckbeaufschlagungsvorrichtung
190 auf. Diese Druckbeaufschlagungsvorrichtung 190 kann insbesondere den mindestens
einen Druckanschluss 178 aufweisen. Mit diesem Druckanschluss 178 kann beispielsweise
mindestens ein Verbindungselement 192 des gasführenden Elements 180 koppelbar sein.
Beispielsweise kann der Druckanschluss 178 in dem Reinigungskorb 174 angeordnet sein.
Auch eine andere Anordnung ist grundsätzlich möglich. Weiterhin kann die Druckbeaufschlagungsvorrichtung
190 mindestens eine Druckgaszufuhr 196 aufweisen, insbesondere mindestens eine Druckluftzufuhr.
Diese Druckgaszufuhr 196 kann insbesondere mindestens einen Druckgasschlauch 198 aufweisen,
welcher einteilig oder auch mehrteilig ausgestaltet sein kann und welcher optional
auch eine oder mehrere Kupplungen 200 aufweisen kann. Weiterhin kann die Druckbeaufschlagungsvorrichtung
190 optional eine oder mehrere Druckgasquellen 202 aufweisen. Diese mindestens eine
Druckgasquelle 202 kann beispielsweise mindestens eine integrierte Druckgasquelle
204 aufweisen und/oder mindestens eine externe Druckgasquelle 206, beispielsweise
mindestens einen gebäudeseitigen Anschluss an mindestens ein gebäudeseitiges Druckgasnetz,
beispielsweise mindestens eine gebäudeseitige Druckgasleitung, insbesondere mindestens
eine gebäudeseitige Druckluftleitung. Diese mindestens eine Druckgasquelle 202 kann
beispielsweise mit der mindestens einen Druckgaszufuhr 196 gekoppelt sein und/oder
in diese integriert sein, wie in Figur 1 gezeigt.
[0104] Um während der Beaufschlagung mit dem mindestens einen Reinigungsfluid 132, 154 ein
Eindringen des Reinigungsfluids 132, 154 durch die Auslassöffnung 184 in das gasführende
Element 180 zu verhindern, wird die Warnpfeife 182, wie oben ausgeführt, während dieser
Beaufschlagung mit Druckgas gespült. Dies kann beispielsweise gesteuert durch die
Steuerung 176 erfolgen, welche einen Programmablauf steuert. Beispielsweise kann,
wie in Figur 2 dargestellt, die Spülung über das Verbindungselement 192 erfolgen,
mit einem Spüldruck p. Die Warnpfeife 182 kann beispielsweise derart ausgestaltet
sein, dass diese bei einer Druckbeaufschlagung unterhalb eines Minimaldrucks p
min einen Warnton ausgibt. Dies ist in Figur 2 dadurch angedeutet, dass das Ventil 188
durch den Druck p in seiner Stellung gesteuert wird. So kann beispielsweise eine Druckleitung
208 des gasführenden Elements 180 eine Abzweigung 210 aufweisen, welche das Ventil
188 beaufschlagt und in seiner Stellung steuert. Gleichzeitig kann die Druckleitung
208, wie ebenfalls in Figur 2 erkennbar, einen Druckgasstrom 212 durch das Ventil
188 leiten, welcher anschließend einen optionalen Hohlraum 214 durchströmt und schließlich
den Signalkörper 186 erreicht und dort aus der Auslassöffnung 184 austritt. Die Warnpfeife
182 kann beispielsweise derart eingerichtet sein, dass bei mindestens einem Druck
unterhalb eines Minimaldrucks p
min ein Warnton abgegeben wird. Beispielsweise kann der Warnton im Betrieb des Atemgeräts
112 abgegeben werden, wenn der Druck in einem Druckintervall p
pfeif bis p
min liegt, wobei p
pfeif eine untere Druckschwelle darstellt, welche minimal erforderlich ist, damit die Warnpfeife
182 den Warnton abgeben kann. Das Spülen während der Reinigung kann jedoch insbesondere
derart erfolgen, dass der Spüldruck p des Druckgasstroms 212 unterhalb der unteren
Druckschwelle p
pfeif liegt, so dass während der Reinigung kein Warnton abgegeben wird. Dennoch ist auch
eine andere Ausgestaltung möglich, da beispielsweise bei lediglich geringfügig über
der unteren Druckschwelle liegenden Spüldrucken in der Regel lediglich ein gegenüber
den übrigen Spülgeräuschen kaum registrierbarer Warnton erzeugt wird.
[0105] Um zusätzlich ein Eindringen des Reinigungsfluids 132, 154 in die Auslassöffnung
184 zu vermeiden, kann die Auslassöffnung 184 zumindest teilweise mit dem mindestens
einen Abdeckelement 113 verschlossen werden, wie in Figur 1 angedeutet. Dieses Abdecken
erfolgt derart, dass das Druckgas nach wie vor bei dem Spülen noch durch die Auslassöffnung
184 austreten kann. Beispiele werden nachfolgend noch näher beschrieben.
[0106] In Figur 3 ist ein schematischer Ablaufplan einer möglichen Ausgestaltung eines vorgeschlagenen
Verfahrens zur Reinigung von Atemgerät 112 gezeigt. Dieses Verfahren kann beispielsweise
mit den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Vorrichtungen durchgeführt werden. Auch eine
andere Ausgestaltung ist jedoch möglich. Das Verfahren umfasst die in Figur 3 dargestellten
Verfahrensschritte, welche beispielsweise in der gezeigten Reihenfolge durchgeführt
werden können. Auch eine andere Reihenfolge ist jedoch grundsätzlich möglich und/oder
eine Reihenfolge, bei der zwei oder mehr der in Figur 3 gezeigten Verfahrensschritte
zeitlich überlappend und/oder zumindest teilweise gleichzeitig durchgeführt werden.
[0107] Das Verfahren umfasst ein Bereitstellen des Atemgeräts 112 (Schritt a), in Figur
3 mit der Bezugsziffer 216 bezeichnet). Dieses Bereitstellen 216 kann beispielsweise
ein Einbringen 218 des Atemgeräts 112 in die Reinigungsvorrichtung 110 umfassen, insbesondere
in den mindestens einen Reinigungskorb 174. Weiterhin kann Schritt 216 das oben beschriebene
Abdecken der mindestens einen Auslassöffnung 184 mit dem mindestens einen Abdeckelement
113 umfassen, in Figur 3 mit der Bezugsziffer 220 bezeichnet. Weiterhin kann Schritt
216 ein Anschließen des mindestens einen gasführenden Elements 180 des Atemgeräts
112 an den Druckanschluss 178 und/oder die Druckbeaufschlagungsvorrichtung 190 umfassen,
in Figur 3 mit der Bezugsziffer 222 bezeichnet.
[0108] Weiterhin umfasst das in Figur 3 gezeigte Verfahren die Durchführung mindestens eines
Reinigungsprogramms 224. Während dieses Reinigungsprogramms 224 erfolgt eine Beaufschlagung
des Atemgeräts 112 mit dem mindestens einen Reinigungsfluid 132, 154 (Verfahrensschritt
b), in Figur 3 mit den Bezugsziffern 226 und 228 bezeichnet). So kann das Reinigungsprogramm
beispielsweise mindestens einen Waschschritt 226 und optional mindestens einen Nachspülschritt
228 aufweisen, wie oben beschrieben. Weiterhin kann das Reinigungsprogramm 224 optional
mindestens einen Trocknungsschritt 230 aufweisen.
[0109] Zudem umfasst das in Figur 3 gezeigte Verfahren, wie oben ausgeführt, ein Spülen
der mindestens einen Warnpfeife 182 mit dem mindestens einen Druckgas (Verfahrensschritt
c), in Figur 3 mit der Bezugsziffer 232 bezeichnet). Dieses Spülen 232 erfolgt zumindest
teilweise gleichzeitig mit einem oder beiden der Verfahrensschritte 226 und 228. Insbesondere
kann Schritt 232 starten, bevor die Schritte 226 und/oder 228 gestartet werden und
enden, nachdem die Schritte 226 und 228 beendet sind. Optional kann Schritt 232 sich
auch noch zumindest teilweise über die Zeitdauer des Trocknungsschritts 230 erstrecken,
beispielsweise bis zum Ende des Trocknungsschritts 230 oder sogar darüber hinaus.
[0110] Anschließend kann das Verfahren beendet werden, wie in Figur 3 durch die Bezugsziffer
234 angedeutet. Diese Beendigung kann beispielsweise ein Entfernen des Atemgeräts
112 aus der Reinigungsvorrichtung 110 beinhalten, oder das Entfernen des Atemgeräts
112 kann sich an das Ende 234 anschließen. Hierzu kann beispielsweise das Atemgerät
112 wieder von der Druckbeaufschlagungsvorrichtung 190 entkoppelt werden.
Das in Figur 3 gezeigte Verfahren kann beispielsweise vollständig oder teilweise durch
die Steuerung 176 gesteuert werden. So kann die Steuerung 176 beispielsweise ein oder
mehrere Ventile und/oder eine oder mehrere Pumpen ansteuern, um das Verfahren entsprechend
durchzuführen. Auch andere Elemente der beispielsweise in den Figuren 1 und/oder 2
gezeigten Vorrichtungen können durch die Steuerung 176 zeitgesteuert angesteuert werden.
[0111] Wie oben ausgeführt, kann optional die mindestens eine Auslassöffnung 184 während
der Reinigung abgedeckt werden, wie im Schritt 220 erläutert. Hierfür kann das mindestens
eine Abdeckelement 113 eingesetzt werden. In den Figuren 4A, 4B, 5A, 5B und 5C sind
hierzu verschiedene Ausgestaltungen gezeigt. Auch andere Ausgestaltungen sind jedoch
möglich. Die Figuren zeigen jeweils exemplarisch ein gasführendes Element 180 eines
Atemgeräts 112 in einer Teildarstellung. Dabei ist jeweils eine Warnpfeife 182 erkennbar,
welche mindestens eine Auslassöffnung 184 aufweist. Die Warnpfeife 182 kann dabei,
wie in den Figuren gezeigt, exemplarisch mit mindestens einem Manometer 236 gekoppelt
sein und/oder in mindestens ein Manometer 236 integriert sein. Auch andere Ausgestaltungen
sind jedoch möglich. Diese integrierte Vorrichtung, umfassend das Manometer 236 und
die Warnpfeife 182, kann beispielsweise ganz oder teilweise von mindestens einer Gummihülle
überzogen sein, welche im Bereich der Auslassöffnung 184 geöffnet ist.
[0112] In den Figuren 4A und 4B ist eine Ausgestaltung gezeigt, in perspektivischen Darstellungen,
bei welcher das Abdeckelement 113 in Form einer flexiblen Klammer 238 ausgebildet
ist, welche beispielsweise ganz oder teilweise aus Kunststoff und/oder aus Metall
hergestellt sein kann. Dabei zeigt Figur 4A das Abdeckelement 113 und das gasführende
Element 180 getrennt, wohingegen in Figur 4B die Auslassöffnung 184 der Warnpfeife
182 des gasführenden Elements 180 durch das Abdeckelement 113 abgedeckt ist.
[0113] Diese Klammer 238 kann beispielsweise flexible Arme 240 aufweisen. Weiterhin kann
die Klammer 238 beispielsweise mindestens eine Dichtfläche 242 aufweisen. Diese mindestens
eine Dichtfläche 242 kann beispielsweise eine Oberfläche eines elastischen Elements
244 sein, welches beispielsweise mindestens einen Gummistopfen umfassen kann. Auch
eine andere Ausgestaltung ist jedoch möglich. Das elastische Element 244 kann beispielsweise
ganz oder teilweise in die Klammer 238 integriert sein oder, wie in den Figuren 4A
und 4B gezeigt, mit der Klammer 238 verbunden sein, beispielsweise durch eine Verschraubung.
Während in Figur 4A das Abdeckelement 113 getrennt von der Warnpfeife 182 gezeigt
ist, ist in Figur 4B das Abdeckelement 113 auf die Warnpfeife 182 aufgebracht, derart,
dass dieses Abdeckelement 113 die Auslassöffnung 184 abdeckt und dabei zumindest teilweise
verschließt. Dieses Aufbringen kann hier beispielsweise in Form eines Aufclippens
erfolgen. Allgemein kann das Abdeckelement 113, in diesem Ausführungsbeispiel oder
auch in anderen Ausführungsbeispielen, beispielsweise über mindestens eine Verbindung
mit der Warnpfeife 180 verbunden sein, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer
kraftschlüssigen Verbindung, einer formschlüssigen Verbindung und einer stoffschlüssigen
Verbindung. Nach wie vor kann jedoch beim Spülen, beispielsweise im Verfahrensschritt
232 in Figur 3 oben, Druckgas aus der Auslassöffnung 184 entweichen, in Figur 4B durch
die Bezugsziffer 246 angedeutet. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass das
Druckgas das elastische Element 244 ganz oder teilweise verdrängt.
[0114] In den Figuren 5A, 5B und 5C ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Abdeckens
der Auslassöffnung 184 gezeigt, in perspektivischen Darstellungen. In diesem Ausführungsbeispiel
ist das Abdeckelement 113 exemplarisch als Dichtband 248 ausgestaltet. In Figur 5A
ist wiederum das Abdeckelement 113 getrennt von dem gasführenden Element 180 gezeigt,
analog zur Figur 4A, wohingegen in Figur 5B das Abdeckelement 113 die Auslassöffnung
184 der Warnpfeife 182 abdeckt, analog zu Figur 4B. In Figur 5C hingegen ist in einer
perspektivischen Darstellung ein Reinigungskorb 174 gezeigt, in welchem Atemgerät
112 aufgenommen ist. Das Atemgerät 112 umfasst in diesem Fall ein Tragegestell 250
sowie eine Druckgasflasche 252 mit gasführenden Element 180 analog zu Figur 5B, mit
der durch das Abdeckelement 113 verschlossenen Auslassöffnung 184 der Warnpfeife 182.
Die Druckgasflasche 252 kann dabei selbst als Druckbeaufschlagungsvorrichtung 190
für das Spülen der Warnpfeife 182 verwendet werden, oder es kann ein zusätzlicher,
nicht dargestellter Druckanschluss verwendet werden, analog zu Figur 1 oder Figur
2. Der Reinigungskammer 174 kann beispielsweise in eine entsprechende Reinigungsvorrichtung
110 eingebracht werden.
[0115] Wie oben ausgeführt, ist in den Figuren 5A, 5B und 5C das Abdeckelement 113 als Dichtband
248 ausgestaltet. Hierbei kann es sich insbesondere um ein elastisches Band handeln.
Insbesondere kann das Dichtband 248 mit mindestens einem Klettverschluss 254 ausgestaltet
sein, welcher in den Figuren 5A und 5B erkennbar ist. Auch andere Ausgestaltungen
sind jedoch grundsätzlich möglich.
Bezugszeichenliste
[0116]
- 110
- Reinigungsvorrichtung
- 111
- Reinigungssystem
- 112
- Atemgerät
- 113
- Abdeckelement
- 114
- Spülmaschine
- 116
- Reinigungskammer
- 118
- Spülkammer
- 120
- Tür
- 122
- Beaufschlagungsvorrichtung
- 124
- Düsen
- 126
- Waschdüsensystem
- 128
- Nachspüldüsensystem
- 130
- Waschleitungssystem
- 132
- Reinigungsfluid, Waschfluid
- 134
- Waschtank
- 136
- Umwälzpumpe
- 138
- Heizelement
- 140
- Temperatursensor
- 142
- Niveausensor
- 144
- Ablaufleitung
- 146
- Ablaufpumpe
- 148
- Ablauf
- 150
- Dosiersystem
- 152
- Nachspülleitungssystem
- 154
- Reinigungsfluid, Nachspülfluid
- 156
- Nachspültank
- 158
- Nachspültankheizung
- 160
- Temperatursensor
- 162
- Niveausensor
- 164
- Zulauf
- 166
- Ventil
- 168
- Dosiersystem
- 170
- Umkehrosmosevorrichtung
- 172
- Drucksteigerungspumpe
- 174
- Reinigungskorb
- 175
- Sortiment
- 176
- Steuerung
- 178
- Druckanschluss
- 180
- gasführendes Element
- 182
- Warnpfeife
- 184
- Auslassöffnung
- 186
- Signalkörper
- 188
- Ventil
- 190
- Druckbeaufschlagungsvorrichtung
- 192
- Verbindungselement
- 194
- Druckluftzufuhr
- 196
- Druckgaszufuhr
- 198
- Druckgasschlauch
- 200
- Kupplung
- 202
- Druckgasquelle
- 204
- integrierte Druckgasquelle
- 206
- externe Druckgasquelle
- 208
- Druckleitung
- 210
- Abzweigung
- 212
- Druckgasstrom
- 214
- Hohlraum
- 216
- Bereitstellen des Atemgeräts
- 218
- Einbringen des Atemgeräts
- 220
- Abdecken der Auslassöffnung
- 222
- Anschließen des gasführenden Elements
- 224
- Reinigungsprogramm
- 226
- Waschschritt
- 228
- Nachspülschritt
- 230
- Trocknungsschritt
- 232
- Spülen mit Druckgas
- 234
- Ende
- 236
- Manometer
- 238
- Klammer
- 240
- Arm
- 242
- Dichtfläche
- 244
- elastisches Element
- 246
- Entweichen von Druckgas
- 248
- Dichtband
- 250
- Tragegestell
- 252
- Druckgasflasche
- 254
- Klettverschluss