[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung für eine Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung.
Insbesondere betrifft die Erfindung einen Handgriff und eine Berieselungseinrichtung
für eine derartige Vibrationsplatte.
[0002] Vibrationsplatten oder auch Rüttelplatten zur Bodenverdichtung sind vielfältig bekannt.
[0003] Eine derartige Vibrationsplatte weist in der Regel eine Obermasse und eine relativ
zu der Obermasse bewegbare Untermasse auf. Der Antrieb der Vibrationsplatte kann zum
Beispiel als Verbrennungsmotor an der Obermasse angeordnet sein. Ebenso ist es möglich,
den Antrieb als Elektromotor zu verwirklichen und dann wahlweise an der Obermasse
oder an der Untermasse anzuordnen.
[0004] Die Untermasse weist eine Bodenkontaktplatte auf, die durch einen an der Untermasse
vorgesehenen Schwingungserreger in Schwingung versetzt wird, wodurch die Bodenverdichtungswirkung
erreicht werden kann.
[0005] Neben der Verdichtung von steinigen oder sandigen Böden oder auch dem Einrütteln
von verlegten Steinen können derartige Maschinen gut für die Asphaltverdichtung eingesetzt
werden. Zur Vermeidung der Anhaftung von Asphalt an der Bodenkontaktplatte (Grundplatte)
ist es bekannt, ein Berieselungssystem zum Ausbringen von Wasser an der Unterseite
der Bodenkontaktplatte vorzusehen. Ein derartiges Berieselungssystem ist zum Beispiel
aus der
DE 10 2007 026 419 A1 bekannt.
[0006] Zum besseren Transport derartiger Vibrationsplatten weisen die Geräte oft einen oder
mehrere Hand- bzw. Hebegriffe auf, an denen eine oder mehrere Personen die Maschine
anheben können.
[0007] Ein derartiger Tragegriff wird einerseits durch einen zum Bedienen und Führen der
Vibrationsplatte häufig vorgesehenen Führungsbügel bereitgestellt, der am hinteren
Ende der Vibrationsplatte, meist an der Obermasse, befestigt ist. Zudem kann an der
Vorderseite der Vibrationsplatte ein weiterer Tragbügel vorgesehen sein, wie zum Beispiel
aus der
DE 31 14 947 A1 bekannt.
[0008] Die Anordnung sowohl eines Tragegriffs als auch einer Berieselungseinrichtung im
vorderen Bereich einer Vibrationsplatte, wie zum Beispiel aus der
US 4 113 403 A bekannt, erfordert entsprechenden Bauraum. Es ist daher bekannt, die Berieselung
in anderer Weise, also nicht im vorderen Bereich der Maschine, zu befestigen, was
aber Nachteile für die Wasserbenetzung mit sich bringen kann. Ebenso ist es möglich,
Handgriffe zum Beispiel seitlich an der Maschine anzuordnen, wodurch jedoch die Ergonomie
beeinträchtigt werden kann.
[0009] Zudem müssen die verschiedenen Komponenten jeweils an der eigentlichen Vibrationsplatte
befestigt werden, was entsprechende Befestigungspunkte erfordert und den Herstellungs-
bzw. Montageaufwand erhöht.
[0010] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine geeignete Handgriff-Lösung zu
finden, die im vorderen Bereich einer Vibrationsplatte befestigt werden kann und neben
der eigentlichen Tragfunktion auch eine Berieselungsfunktion ermöglicht.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Tragvorrichtung mit den Merkmalen von
Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0012] Es wird eine Tragvorrichtung für eine Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung angegeben,
mit einer Griffeinrichtung mit einem Griffbereich zum Greifen mit wenigstens einer
Hand durch einen Benutzer, einer Berieselungseinrichtung zum Ausbringen von Wasser,
und mit einer Befestigungseinrichtung zum Befestigen der Tragvorrichtung an der Vibrationsplatte,
wobei die Griffeinrichtung, die Berieselungseinrichtung und die Befestigungseinrichtung
in einem gemeinsamen Bauteil einstückig ausgebildet sind.
[0013] Die Tragvorrichtung stellt somit eine integrierte Kombination aus Griffeinrichtung
und Berieselungseinrichtung dar. Zudem kann sie mit Hilfe der integrierten Befestigungseinrichtung
an der Vibrationsplatte befestigt werden.
[0014] Die Vibrationsplatte selbst ist nicht Gegenstand des Anspruchs. Vielmehr dient die
angegebene Tragvorrichtung dazu, an der Vibrationsplatte mit Hilfe der Befestigungseinrichtung
befestigt zu werden.
[0015] Die Griffgröße des Griffbereichs ist dabei in geeigneter Weise zu gestalten, um ein
Greifen mit wenigstens einer Hand oder auch mit zwei Händen zu ermöglichen.
[0016] Die Berieselungseinrichtung dient dazu, Wasser auszubringen, derart, dass das Wasser
an die vorgesehene Stelle der Vibrationsplatte, insbesondere an die Unterseite einer
Bodenkontaktplatte zur Bodenverdichtung gelangen kann. Dementsprechend ist die Berieselungseinrichtung
auszugestalten, um das Ausbringen des Wassers in geeigneter Weise zu ermöglichen.
[0017] Die Berieselungseinrichtung umfasst nicht einen Wasserspeicher oder Wassertank, wie
später noch erläutert wird. Vielmehr stellt die Berieselungseinrichtung (integriert
in die Tragvorrichtung) das Element dar, das zum Ausbringen des Wassers dient.
[0018] Der Wasserspeicher, z.B. ein Wassertank, kann separat zur Berieselungseinrichtung
an der Vibrationsplatte befestigt werden. Wenn die Vibrationsplatte keine Wasserberieselung
benötigt (z.B. wenn kein Asphalt verdichtet werden soll), kann der Wasserspeicher
von der Vibrationsplatte abgebaut werden. Er muss also nur bedarfsweise an der Vibrationsplatte
befestigt werden.
[0019] Die Tragvorrichtung kann einstückig aus Kunststoff hergestellt werden. Das ermöglicht
es, dass die Tragvorrichtung eine hohe Widerstandsfähigkeit aufweist, bei gleichzeitig
niedrigem Gewicht, geringer Wärmeleitfähigkeit sowie einem angenehmen Greifgefühl
bei niedrigen und hohen Temperaturen. Die Griffeinrichtung bzw. der Griffbereich können
in einer Weise ergonomisch gestaltet werden, dass dem Benutzer ein angenehmes Greifgefühl
vermittelt wird. Z.B. kann erreicht werden, dass wenigstens im Griffbereich keine
unangenehmen Kanten, sondern im Wesentlichen Rundungen ausgebildet sind.
[0020] Die Griffeinrichtung kann einen geschlossenen Handgriff aufweisen. Dabei kann der
Handgriff insbesondere seitlich geschlossen sein, um ein seitliches Abrutschen der
Hände zu verhindern. Die Grifföffnung, also der Abstand zwischen dem eigentlichen
Griffbereich und den restlichen Komponenten der Tragvorrichtung, insbesondere der
Berieselungseinrichtung, kann derart bemessen sein, dass sie sich optimal zum Greifen
eignet und ausreichend Platz für die Finger des Bedieners bietet.
[0021] Die Berieselungseinrichtung kann wenigstens eine Berieselungsöffnung aufweisen, über
die Wasser austreten kann. Dementsprechend kann die Berieselungsöffnung an einer geeigneten
Stelle angeordnet sein, so dass das dort austretende Wasser auch im Betrieb der Vibrationsplatte
zu der Bodenkontaktplatte oder einer an der Bodenkontaktplatte befestigten Besohlung
gelangt. Eine derartige Besohlung ist zum Beispiel in der
DE 31 14 947 A1 beschrieben.
[0022] Die Berieselungseinrichtung kann einen Wasserzuführanschluss zum Anschließen eines
Wasservorrats und Einbringen von Wasser in die Berieselungseinrichtung sowie einen
mit dem Wasserzuführanschluss gekoppelten Verteilerkanal zum Verteilen und Ausbringen
des Wassers aufweisen.
[0023] Dementsprechend weist die Berieselungseinrichtung einen Einlass in Form des Wasserzuführanschlusses
auf, an dem der Wasservorrat, zum Beispiel in einem Wassertank, angeschlossen werden
kann. Der eigentliche Wasservorrat kann dabei separat von der Tragvorrichtung vorgesehen
sein.
[0024] Der Wasserzuführanschluss kann zum Beispiel ein Schlauchanschluss bzw. Schlauchnippel
sein, der seinerseits auch einstückig in die Tragvorrichtung integriert sein kann.
[0025] Bestandteil der Berieselungseinrichtung kann auch der Verteilerkanal sein, der derart
mit dem Wasserzuführanschluss gekoppelt ist, dass das über den Wasserzuführanschluss
zugeführte Wasser in den Verteilerkanal gelangt. Von dort kann das Wasser in geeigneter
Weise verteilt und schließlich ausgebracht werden.
[0026] Zu diesem Zweck kann die oben beschriebene Berieselungsöffnung an dem Verteilerkanal
ausgebildet sein.
[0027] Insbesondere können dabei auch mehrere Berieselungsöffnungen an dem Verteilerkanal
ausgebildet sein, wobei diese Berieselungsöffnungen längs des Verteilerkanals versetzt
angeordnet sein können, um ein Ausbringen des Wassers an mehreren Stellen und damit
ein praktisch flächiges Ausbringen des Wassers zu ermöglichen.
[0028] Die eine Berieselungsöffnung oder auch die mehreren Berieselungsöffnungen können
nach oben oder nach unten ausgerichtet sein, so dass das Wasser austreten und schließlich
nach unten wegsickern kann, um in den Bereich unterhalb der Bodenkontaktplatte zu
gelangen.
[0029] Der Verteilerkanal kann sich parallel zu einer Erstreckungsrichtung der Griffeinrichtung
erstrecken. Dadurch wird ein kompakter Aufbau realisiert.
[0030] Der Verteilerkanal kann wenigstens teilweise als durchgehendes Rohr ausgebildet sein
und sich in der Erstreckungsrichtung erstrecken.
[0031] Der Verteilerkanal kann an wenigstens einer seiner beiden Stirnseiten eine Öffnung
aufweisen. Die Öffnung kann zum stirnseitigen Wasseraustritt dienen und insoweit eine
Berieselungsöffnung sein. Ebenso ist es auch möglich, die Öffnung durch ein geeignetes
Verschlusselement, zum Beispiel einen Stopfen, zu verschließen, um ein Austreten von
Wasser an der Stirnseite des Verteilerkanals zu verhindern. Bei einer Variante ist
an beiden End- bzw. Stirnseiten eine Öffnung im Verteilerkanal vorgesehen, die jeweils
durch einen Stopfen verschlossen ist.
[0032] Der Verteilerkanal kann wenigstens einen stirnseitigen Bereich aufweisen, der durch
Ablängen kürzbar ist. Insbesondere kann der Verteilerkanal wenigstens in dem stirnseitigen
Bereich als Rohr ausgebildet sein, wobei von dem Rohr Endstücke abgetrennt werden
können, um die Länge des Verteilerkanals zu reduzieren. Auf diese Weise kann die Breite
der gesamten Tragvorrichtung, die im Wesentlichen durch die Länge des Verteilerkanals
bestimmt wird, eingestellt und auf die Breite der Vibrationsplatte abgestimmt werden,
an der die Tragvorrichtung befestigt werden soll.
[0033] Die Möglichkeit, die Länge des Verteilerkanals durch einfaches Ablängen, zum Beispiel
Absägen, reduzieren zu können, ermöglicht es, die Tragvorrichtung als Gleichteil für
viele verschiedene Typen von Vibrationsplatten, insbesondere für verschiedene Baugrößen
von Vibrationsplatten herzustellen und dann durch einfaches Ablängen an die individuellen
Abmessungen der Vibrationsplatte anzupassen.
[0034] Die Befestigungseinrichtung kann wenigstens zwei Befestigungspunkte aufweisen, an
denen eine Schraubverbindung mit der Vibrationsplatte herstellbar ist. Auf diese Weise
kann die Tragvorrichtung über die Befestigungspunkte an der Vibrationsplatte, z.B.
an deren Bodenkontaktplatte, angeschraubt werden.
[0035] Es wird eine Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung angegeben, mit einer Obermasse
mit einem Wassertank, einer relativ zu der Obermasse bewegbaren Untermasse, die eine
Bodenkontaktplatte und einen die Bodenkontaktplatte beaufschlagenden Schwingungserreger
aufweist, und mit einer Tragvorrichtung der oben beschriebenen Art. Die Tragvorrichtung
kann an der Bodenkontaktplatte befestigt sein, wobei der Wassertank mit der Berieselungseinrichtung
der Tragvorrichtung gekoppelt ist, derart, dass Wasser aus dem Wassertank in die Berieselungseinrichtung
strömen kann.
[0036] Diese und andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von
Beispielen unter Zuhilfenahme der begleitenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Tragvorrichtung in Perspektivansicht von vorne;
- Fig. 2
- die Tragvorrichtung von Fig. 1 in Perspektivansicht von hinten;
- Fig. 3
- eine an einer Vibrationsplatte (nur unvollständig dargestellt) befestigte Tragvorrichtung
in Perspektivansicht; und
- Fig. 4
- eine Vibrationsplatte mit Tragvorrichtung in Seitenansicht.
[0037] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Tragvorrichtung in Perspektivansicht von vorne,
Fig. 2 in Perspektivansicht von hinten.
[0038] Die Tragvorrichtung 1 weist eine Griffeinrichtung 2, eine Berieselungseinrichtung
3 und eine Befestigungseinrichtung 4 auf. Sie ist einstückig als ein Teil ausgebildet
und aus Kunststoff hergestellt.
[0039] Die Griffeinrichtung 2 weist einen geschlossenen Handgriff 5 auf, der derart dimensioniert
ist, dass er von einem Bediener bequem mit zwei Händen ergriffen werden kann. Insbesondere
ist die sich in Längsrichtung des Handgriffs 5 erstreckende Breite B derart bemessen,
dass zwei Hände nebeneinander passen.
[0040] Unterhalb von dem Handgriff 5 ist die Berieselungseinrichtung 3 vorgesehen, wobei
der Handgriff 5 direkt in einen zu der Berieselungseinrichtung 3 gehörenden Verteilerkanal
6 (auch als Berieselungsleiste bezeichnet) übergeht. Zur Versteifung des Übergangs
sowie auch der gesamten Tragvorrichtung 1 sind Versteifungsrippen 7 vorgesehen.
[0041] Der Verteilerkanal 6 erstreckt sich rohrförmig über die gesamte Länge der Tragvorrichtung
1 (Breite B) und weist stirnseitig jeweils eine durchgängige Rohröffnung 8 auf.
[0042] An der Unterseite des Verteilerkanals 6 sind mehrere nicht dargestellte Öffnungen
(Berieselungsöffnungen 6a) vorgesehen, über die Wasser nach unten ausgebracht werden
kann. Die Öffnungen können so dimensioniert sein, dass Wasser ausläuft oder austropft,
um die gewünschte Wassermenge unterhalb der Berieselungseinrichtung 3 austreten zu
lassen. Zudem können die Berieselungsöffnungen 6a derart angeordnet sein, dass sie
mit Öffnungen bzw. Durchbrüchen in einer im Betriebszustand darunter befindlichen
Bodenkontaktplatte einer Vibrationsplatte korrespondieren. Auf diese Weise kann das
an den Berieselungsöffnungen 6a austretende Wasser über die Durchbrüche direkt an
die Unterseite der Bodenkontaktplatte gelangen.
[0043] Die Wasserzuführung erfolgt über einen Wasserzuführanschluss 9, der als Schlauchnippel
ausgeführt ist. Auch der Wasserzuführanschluss 9 ist integraler Bestandteil der Tragvorrichtung
1. An dem Wasserzuführanschluss 9 kann ein Schlauch aufgesteckt werden, der von einem
später anhand der Fig. 3 und 4 erläuterten Wassertank hergeführt wird.
[0044] Das Wasser wird somit über den Wasserzuführanschluss 9 zugeführt und gelangt von
dort in den Verteilerkanal 6, von wo aus das Wasser entlang des Verteilerkanals 6
ausgebracht werden kann.
[0045] Das Wasser kann auch an den stirnseitigen Rohröffnungen 8 austreten, wenn diese offen
bleiben. Ebenso ist es auch möglich, die Rohröffnungen 8 durch einen in den Fig. 1
und 2 nicht dargestellten Stopfen zu verschließen, um ein Austreten des Wassers zu
verhindern.
[0046] Die Befestigungseinrichtung 4 weist zwei Befestigungspunkte 10 auf, an denen eine
Schraubverbindung hergestellt werden kann, um die Tragvorrichtung 1 an einer Vibrationsplatte
zu befestigen.
[0047] Dieser Zusammenhang wird erkennbar anhand der Fig. 3 und 4, wobei die Fig. 3 eine
Vibrationsplatte in Perspektivansicht von vorne, allerdings ohne Verbrennungsmotor
und Schwingungserreger darstellt. Fig. 4 zeigt die Vibrationsplatte von Fig. 3 vollständig,
also mit montiertem Verbrennungsmotor und Schwingungserreger.
[0048] Insbesondere zeigt Fig. 3 die Vibrationsplatte mit einer Obermasse 15 und einer Untermasse
16. Die Vibrationsplatte ist in Fig. 3 nur teilweise dargestellt, während Fig. 4 die
Vibrationsplatte vollständig zeigt.
[0049] Die Obermasse 15 weist einen Verbrennungsmotor 17 auf, der auf einer Motoraufnahme
18 befestigt ist. An der Obermasse 15 ist weiterhin ein Führungsbügel 19 vorgesehen,
an dem ein Bediener die Vibrationsplatte führen und lenken kann.
[0050] Zwischen der Obermasse 15 und der Untermasse 16 sind als Schwingungsentkopplungselemente
dienende Gummipuffer 20 vorgesehen.
[0051] Die Untermasse 16 weist eine Bodenkontaktplatte 21 auf, die auf einer Erregeraufnahme
22 einen Schwingungserreger 23 trägt. Der Schwingungserreger 23 wird durch den Verbrennungsmotor
17 drehend angetrieben und erzeugt in bekannter Weise eine Unwucht, die direkt auf
die Bodenkontaktplatte 21 einwirkt und die zur Bodenverdichtung dienende Rüttelkraft
erzeugt.
[0052] An der Obermasse 15 ist an einem Gestellrahmen 24 ein Wassertank 25 angebracht.
[0053] Die Tragvorrichtung 1 ist an der Vorderseite der Bodenkontaktplatte 21 an den Befestigungspunkten
10 mit Hilfe von Schraubverbindungen befestigt. Damit besteht für einen Bediener die
Möglichkeit, die gesamte Vibrationsplatte an dem Handgriff 5 hochzuheben. Im Normalfall
wird die Vibrationsplatte durch zwei Bediener getragen, nämlich ein Bediener, der
den Handgriff 5 trägt und ein Bediener, der die Maschine am Führungsbügel 19 trägt.
Ebenso ist es möglich, dass die Vibrationsplatte durch insgesamt vier Bediener getragen
wird, wobei jeweils zwei Personen vorne an der Tragvorrichtung 1 und hinten, z.B.
am Führungsbügel 19, angreifen.
[0054] Wie ein Vergleich der Fig. 3 und 4 zeigt, wurde der Verteilerkanal 6 der Tragvorrichtung
1 an den Stirnseiten abgelängt, so dass die Tragvorrichtung 1 von Fig. 3 eine deutlich
geringere Breite B aufweist als die von Fig. 2. Die stirnseitigen Enden des Verteilerkanals
6 sind durch Stopfen 26 verschlossen.
[0055] Der Verteilerkanal 6 ist über den Wasserzuführanschluss 9 und einen Schlauch 27 mit
dem Wassertank 25 verbunden. Auf diese Weise kann Wasser aus dem Wassertank 25 über
den Schlauch 27 und den Wasserzuführanschluss 9 in den Verteilerkanal 6 gelangen und
von dort über die Breite der Bodenkontaktplatte 21 über die verschiedenen Berieselungsöffnungen
6a ausgelassen werden. Das Wasser kann dabei insbesondere über Öffnungen bzw. Durchbrechungen
28 an die Unterseite der Bodenkontaktplatte 21 gelangen.
[0056] Die Bodenkontaktplatte 21 ist nach vorne hochgezogen, so dass diese ca. auf Höhe
der Berieselungsleiste (Verteilerkanal 6) endet oder sich darüber hinaus erstreckt.
Die Bodenkontaktplatte 21 weist die Durchbrechungen 28 bzw. u-förmige Ausnehmungen
auf, die mit den Berieselungsöffnungen 6a korrespondieren. Das Wasser verlässt den
Verteilerkanal 6 durch die Berieselungsöffnungen 6a und tritt durch die Durchbrechungen
28 bzw. Ausnehmungen hindurch. Ein Teil des Wassers tropft dabei direkt auf den Boden.
Ein Großteil des Wassers wird jedoch durch die rüttelnde Bewegung der Bodenkontaktplatte
21 beim Betrieb der Maschine gegen die Bodenkontaktplatte 21 geschleudert und fließt
daran hinab, direkt in den Spalt zwischen der Bodenkontaktplatte 21 und dem zu verdichtenden
Boden.
1. Tragvorrichtung (1) für eine Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung, mit
- einer Griffeinrichtung (2) mit einem Griffbereich zum Greifen mit wenigstens einer
Hand durch einen Benutzer; und mit
- einer Befestigungseinrichtung (4) zum Befestigen der Tragvorrichtung (1) an der
Vibrationsplatte;
gekennzeichnet durch
- eine Berieselungseinrichtung (3) zum Ausbringen von Wasser;
wobei
- die Griffeinrichtung (2), die Berieselungseinrichtung (3) und die Befestigungseinrichtung
(4) in einem gemeinsamen Bauteil einstückig ausgebildet sind.
2. Tragvorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Tragvorrichtung (1) einstückig aus
Kunststoff hergestellt ist.
3. Tragvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Griffeinrichtung
(2) einen geschlossenen Handgriff (5) aufweist.
4. Tragvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Berieselungseinrichtung
(3) wenigstens eine Berieselungsöffnung (6a) aufweist, über die Wasser austreten kann.
5. Tragvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Berieselungseinrichtung
(3) aufweist
- einen Wasserzuführanschluss (9) zum Anschließen eines Wasservorrats (25) und Einbringen
von Wasser in die Berieselungsvorrichtung (3); und
- einen mit dem Wasserzuführanschluss (9) gekoppelten Verteilerkanal (6) zum Verteilen
und Ausbringen des Wassers.
6. Tragvorrichtung (1) nach Ansprüche 4 und 5, wobei die Berieselungsöffnung (6a) an
dem Verteilerkanal (6) ausgebildet ist.
7. Tragvorrichtung (1) nach Anspruch 6, wobei mehrere Berieselungsöffnungen (6a) an dem
Verteilerkanal (6) ausgebildet sind.
8. Tragvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei sich der Verteilerkanal
(6) parallel zu einer Erstreckungsrichtung der Griffeinrichtung (2) erstreckt.
9. Tragvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei der Verteilerkanal (6)
wenigstens teilweise als Rohr ausgebildet ist.
10. Tragvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei der Verteilerkanal (6)
an wenigstens einer seiner beiden Stirnseiten eine Öffnung (8) aufweist.
11. Tragvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 10, wobei der Verteilerkanal (6)
wenigstens einen stirnseitigen Bereich aufweist, der durch Ablängen kürzbar ist.
12. Tragvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Befestigungseinrichtung
(4) wenigstens zwei Befestigungspunkte (10) aufweist, an denen eine Schraubverbindung
mit der Vibrationsplatte herstellbar ist.
13. Vibrationsplatte zur Bodenverdichtung, mit
- einer Obermasse (15) mit einem Wassertank (25);
- einer relativ zu der Obermasse (15) bewegbaren Untermasse (16), die eine Bodenkontaktplatte
(21) aufweist; und mit
- einer Tragvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche.
wobei
- die Tragvorrichtung (1) an der Bodenkontaktplatte (21) befestigt ist; und wobei
- der Wassertank (25) mit der Berieselungseinrichtung (3) der Tragvorrichtung (1)
gekoppelt ist, derart, dass Wasser aus dem Wassertank (25) in die Berieselungseinrichtung
(3) strömen kann.
1. Carrying device (1) for a vibration plate for ground compaction, comprising
- a gripping device (2) having a gripping region for gripping with at least one hand
by a user; and comprising
- a fastening device (4) for fastening the carrying device (1) to the vibration plate;
characterised by
- a sprinkling device (3) for outputting water;
wherein
- the gripping device (2), the sprinkling device (3) and the fastening device (4)
are formed in one piece in a common component.
2. Carrying device (1) as claimed in claim 1, wherein the carrying device (1) is formed
in one piece from synthetic material.
3. Carrying device (1) as claimed in any one of the preceding claims, wherein the gripping
device (2) comprises a closed handle (5).
4. Carrying device (1) as claimed in any one of the preceding claims, wherein the sprinkling
device (3) has at least one sprinkling opening (6a), via which water can exit.
5. Carrying device (1) as claimed in any one of the preceding claims, wherein the sprinkling
device (3) comprises
- a water supply connection (9) for connecting a water supply (25) and introducing
water into the sprinkling device (3); and
- a distributor channel (6) coupled to the water supply connection (9) for distributing
and outputting the water.
6. Carrying device (1) as claimed in claims 4 and 5, wherein the sprinkling device (6a)
is formed on the distributor channel (6).
7. Carrying device (1) as claimed in claim 6, wherein a plurality of sprinkling openings
(6a) are formed on the distributor channel (6).
8. Carrying device (1) as claimed in any one of claims 5 to 7, wherein the distributor
channel (6) extends in parallel with an extension direction of the gripping device
(2).
9. Carrying device (1) as claimed in any one of claims 5 to 8, wherein the distributor
channel (6) is formed at least in part as a tube.
10. Carrying device (1) as claimed in any one of claims 5 to 9, wherein the distributor
channel (6) has an opening (8) on at least one of its two end sides.
11. Carrying device (1) as claimed in any one of claims 5 to 10, wherein the distributor
channel (6) has at least one end-side region which can be shortened by cutting to
length.
12. Carrying device (1) as claimed in any one of the preceding claims, wherein the fastening
device (4) has at least two fastening points (10), at which a screw connection to
the vibration plate can be established.
13. Vibration plate for ground compaction, comprising
- an upper mass (15) having a water tank (25);
- a lower mass (16) which is movable relative to the upper mass (15) and has a ground
contact plate (21); and comprising
- a carrying device (1) as claimed in any one of the preceding claims,
wherein
- the carrying device (1) is fastened to the ground contact plate (21); and
wherein
- the water tank (25) is coupled to the sprinkling device (3) of the carrying device
(1) such that water can flow from the water tank (25) into the sprinkling device (3).
1. Dispositif de support (1) pour une plaque vibrante pour le compactage du sol, avec
- un dispositif de préhension (2) avec une zone de préhension pour la préhension avec
au moins une main par un utilisateur ; et avec
- un dispositif de fixation (4) pour la fixation du dispositif de support (1) à la
plaque vibrante ;
caractérisé par
- un dispositif d'arrosage (3) pour la distribution d'eau ;
dans lequel
- le dispositif de préhension (2), le dispositif d'arrosage (3) et le dispositif de
fixation (4) sont réalisés d'une seule pièce dans un composant commun.
2. Dispositif de support (1) selon la revendication 1, dans lequel le dispositif de support
(1) est constitué d'une seule pièce en matière plastique.
3. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
le dispositif de préhension (2) comprend une poignée fermée (5).
4. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
le dispositif d'arrosage (3) comprend au moins une ouverture d'arrosage (6a) par laquelle
l'eau peut sortir.
5. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
le dispositif d'arrosage (3) comprend
- un raccord d'alimentation en eau (9) pour le raccordement d'une réserve d'eau (25)
et l'introduction d'eau dans le dispositif d'arrosage (3) ; et
- un canal distributeur (6) couplé avec le raccord d'alimentation en eau (9) pour
la distribution et la sortie de l'eau.
6. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications 4 et 5, dans lequel l'ouverture
d'arrosage (6a) est réalisé au niveau du canal distributeur (6).
7. Dispositif de support (1) selon la revendication 6, dans lequel plusieurs ouvertures
d'arrosage (6a) sont prévues sur le canal distributeur (6).
8. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications 5 à 7, dans lequel le canal
distributeur (6) s'étend parallèlement à une direction d'extension du dispositif de
préhension (2).
9. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications 5 à 8, dans lequel le canal
distributeur (6) présente au moins partiellement la forme d'un tube.
10. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications 5 à 9, dans lequel le canal
distributeur (6) comprend une ouverture (8) au niveau d'au moins une de ses deux faces
frontales.
11. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications 5 à 10, dans lequel le canal
distributeur (6) comprend au moins une partie frontale qui peut être raccourcie par
une découpe à la longueur.
12. Dispositif de support (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
le dispositif de fixation (4) comprend au moins deux points de fixation (10) au niveau
desquels une liaison vissée peut être établie avec la plaque vibrante.
13. Plaque vibrante pour compactage du sol, avec
- une masse supérieure (15) avec un réservoir d'eau (25) ;
- une masse inférieure (16) mobile par rapport à la masse supérieure (15), qui présente
une plaque de contact avec le sol (21) ; et avec
- un dispositif de support (1) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel
- le dispositif de support (1) est fixé à la plaque de contact avec le sol (21) ;
et dans lequel
- le réservoir d'eau (25) est couplé avec le dispositif d'arrosage (3) du dispositif
de support (1), de façon à ce que l'eau provenant du réservoir d'eau (25) puisse s'écouler
vers le dispositif d'arrosage (3).