[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Rippenrohr mit einem Rohrgrundkörper. Solche
Rippenrohre werden in Wärmetauschern eingesetzt und hierzu typischerweise von Fluid,
bspw. erwärmtem Wasser, durchlaufen. Zur Verbesserung der Wärmeleiteigenschaften weisen
die Rohre Rippen auf.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind dabei grundsätzlich zwei Arten von Rippenrohren bekannt:
Bei der ersten Art werden die Rippen aus den Wänden des Rohrgrundkörpers, durch Beaufschlagung
mit Scheibenpaketen, herausgewalzt, wobei dies den Nachteil aufweist, dass die Rippen
dabei nicht besonders hoch ausfallen können, was aber grundsätzlich gewünscht ist.
[0003] Die zweite, für die vorliegende Erfindung gattungsgemäße, Art an Rippenrohren, besteht
aus Rohrgrundkörpern, welchen ein separates Band, aus dem gleichen Material wie der
Rohrgrundkörper oder aus einem anderen Material, zugeführt wird, wobei das Band an
der Außenseite des Rohrgrundkörpers festgelegt, typischerweise mithilfe eines Lasers
verschweißt, wird.
[0004] Wie Fig. 1 zeigt, steht das Band dabei normalerweise, jedenfalls im Querschnitt (welcher
üblicherweise vollständig homogen ausgebildet ist), in einem 90° Grad Winkel von der
Oberfläche des Rohrgrundkörpers ab.
[0005] Auch wenn derartige Rippenrohre der zweitgenannten Art grundsätzlich vorteilhaft
und erfolgreich eingesetzt werden, besteht doch ein stetes Bedürfnis nach Verbesserungen.
Insbesondere kann im Stand der Technik ein Problem bestehen, nach welchem aufgrund
von Korrosion Materialschwächungen im Kontaktbereich zwischen Band und Rohrgrundkörper
auftreten, welche insbesondere bei dem Verschweißen mithilfe eines Lasers zu Problemen
führen können.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Rippenrohr bereitzustellen, welches insgesamt
robuster gegenüber Materialschwächungen aber auch gegenüber Umformvorgängen etc. ist.
[0007] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1, insbesondere
mit denen des Kennzeichenteils, und ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, dass das
festgelegte Band einen sich, jedenfalls abschnittsweise, verjüngenden Querschnitt
aufweist.
[0008] Mit anderen Worten besteht die Idee der Erfindung darin, ein Band mit einer stabileren
Querschnittsform, insbesondere einem breiteren Fußbereich, bereitzustellen.
[0009] Dies kann bspw. dadurch gelingen, dass das Band (im Gegensatz zu einem herkömmlichen,
im Querschnitt punktsymmetrischem Band) einen umgeformten Querschnitt aufweist.
[0010] Der Querschnitt des Bandes kann bspw. trapezförmig sein, jedenfalls nicht mehr punktsymmetrisch.
[0011] Beispielsweise kann auf das Band vor der Befestigung an dem Rohrgrundkörper derart
eingewirkt werden, dass die Bandseiten zueinander hin (keilförmig) umgeformt werden.
[0012] Hierfür kann das Band bspw. durch zwei Walzkörper hindurchbewegt werden, um eine
entsprechende Verformung zu erreichen.
[0013] Das Band kann dann einen breiteren Fußbereich aufweisen als Scheitelbereich.
[0014] Insbesondere wird das Band bei einer entsprechenden Verformung im Fußbereich verbreitert
und im Scheitelbereich schmaler gemacht. Dies führt zu der schon genannten Trapezform.
[0015] Dadurch, dass das Band aufgrund der Verjüngung einen besonders breiten Kontaktbereich,
insbesondere im Fußbereich des Bandes, aufweist, kann eine stabilere Anbringung an
dem Rohrgrundkörper erfolgen.
[0016] Insbesondere werden Materialschwächungen im Bereich zwischen Rohrgrundkörper und
dem Fußbereich des Bandes dadurch aufgefangen, dass sich mehr Bandmaterial im Fußbereich
befindet. Materialschwächungen wirken sich daher nicht mehr so stark aus wie bei einem
herkömmlichen, unverformten Band. Selbst die Verschweißung des Bandes mithilfe eines
Lasers ist aufgrund der relativ weniger ins Gewicht fallenden Materialschwächung problemlos
möglich.
[0017] Ein weiterer, vorteilhafter Effekt eines verbreiterten Fußbereichs bzw. eines sich
nach außen hin verjüngenden Querschnitts besteht darin, dass bei einem Schweißvorgang
(zum Anbringen des Bandes an dem Rohrgrundkörper) ein Schmelzbad entsteht, das im
Vergleich zu dem Schmelzbad eines Bandes mit einem herkömmlichen, unverformten Querschnitt
flacher ausfällt, sich also nicht so weit in die Wand des Rohrgrundkörpers hineinerstreckt
wie bei einem herkömmlichen Band.
[0018] Mit anderen Worten ist das Schmelzbad bei einem herkömmlichen, unverformten Band
tiefer und dringt weiter in die Wand des Rohrgrundkörpers ein.
[0019] Hierdurch wird es erfindungsgemäß möglich, einen Rohrgrundkörper mit einer geringeren
Wandstärke zu nutzen, was zu reduzierten Gesamtkosten führt.
[0020] Wird eine sich verjüngende Rippe hingegen bei einem Rohrgrundkörper vorgegebener
Wandstärke eingesetzt, so ist der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung darin zu
sehen, dass durch den breiteren Fußbereich eine insgesamt stabilere Ausgestaltung
erreicht werden kann, insbesondere derart, dass der Rohrgrundkörper während des Prozesses
des Anbringens des Bandes schneller rotierbar ist, da das Band mit verbreitertem Fußbereich
toleranter gegenüber hohen Rotationsgeschwindigkeiten des Rohrgrundkörpers ist. Dies
führt insgesamt zu einer Zeitersparnis bei der Anbringung des Bandes an dem Rohrgrundkörper.
[0021] Auch ist ein erfindungsgemäß ausgebildetes Band toleranter gegenüber späteren Umformungen
des Rippenrohrs. So wird ein Rippenrohr typischerweise durch die Berippung eines im
Wesentlichen geraden Rohrgrundkörpers hergestellt, wobei das fertiggestellte, also
auch im Wesentlichen gerade, Rippenrohr anschließend - jedenfalls in manchen Einsatzfällen
- umgeformt wird, bspw. hin zu einer Wendelform, in welcher sie in einen Wärmetauscher
eingebaut wird.
[0022] Versuche in der Praxis haben jedenfalls ergeben, dass unverformte Bänder als Rippen
bei einem Umformprozess des Rippenrohres (z. B. einem Umbiegen) eher zu Problemen
führen, als Bänder mit einem verbreiterten Fußbereich.
[0023] Erfindungsgemäß soll das Band einen sich, jedenfalls abschnittsweise, verjüngenden
Querschnitt aufweisen. Der gemeinte Querschnitt ist hierbei insbesondere orthogonal
zur Längserstreckungsrichtung des Bandes ausgerichtet (im Wesentlichen orthogonal
zur Förderrichtung).
[0024] Herkömmliche Bänder weisen typischerweise einen im Wesentlichen rechteckigen (ggf.
an den Kanten abgerundeten) Querschnitt auf, mit zwei sich gegenüberliegenden Seiten
und zwei sich gegenüberliegenden, kürzeren Kanten. Insbesondere die sich gegenüberliegenden
Seiten sind dabei parallel zueinander ausgerichtet.
[0025] Ein verjüngender Querschnitt bedeutet nunmehr erfindungsgemäß zunächst einmal, dass
die Seiten nicht mehr (jedenfalls nicht über die gesamte Breite des Bandes) parallel
verlaufen.
[0026] Insbesondere bedeutet der sich verjüngende Querschnitt dabei, dass das Band nun an
einer Kante, welche insbesondere auch als Fußbereich bezeichenbar ist, breiter ausgebildet
ist als an der gegenüberliegenden Kante, welche insbesondere auch als Scheitelbereich
zu bezeichnen ist.
[0027] "Jedenfalls abschnittsweise" soll in diesem Zusammenhang bedeuten, dass sich der
Querschnitt nicht über die gesamte Breite des Bandes verjüngen muss. Es reicht erfindungsgemäß
zunächst aus, dass sich lediglich ein Abschnitt verjüngt, während andere Abschnitte
bspw. gleichbleibend ausgebildet sind oder sich im Extremfall sogar verbreitern.
[0028] In diesem Fall ist gemäß der weitesten Ausführungsform der Erfindung also auch ein
Rippenrohr mit einem Band zu verstehen, welches sich zwar von seinem Fußbereich hin
zu seinem Scheitelbereich insgesamt oder abschnittsweise verjüngt, in einem dazwischen
liegenden Bereich aber bspw. breiter wird (insbesondere sofern der Scheitelbereich
schmaler ist als der Fußbereich des Bandes).
[0029] Vorzugsweise verjüngt sich das festgelegte Band dabei bzgl. des Rohrgrundkörpers
radial nach außen, insbesondere damit der Anbindungsbereich des Rohrgrundkörpers besonders
breit ist.
[0030] Das Band wird an dem Rohrgrundkörper festgelegt, das heißt, dass die Rippe nicht
aus dem Rohrgrundkörper herausgewalzt ist. Typischerweise wird das Band verschweißt,
hierfür wird insbesondere ein Laser verwendet, bspw. ein Faserlaser (oder jeder andere
für den Einsatzfall geeignete Laser). Welcher Laser verwendet wird kann insbesondere
von den gewählten Materialien für das Band und den Rohrgrundkörper abhängen.
[0031] Der Rohrgrundkörper und das Band können dabei grundsätzlich aus unterschiedlichen
Materialien bestehen oder in besonderen Fällen auch aus demselben Material.
[0032] Band und/oder Rippenrohr bestehen typischerweise aus Metall.
[0033] Beispielsweise kann das Band aus Kupfer oder Aluminium bestehen, deren Wärmeleitfähigkeit
besonders für den Einsatz in Wärmetauschern geeignet ist. In anderen Beispielen kann
das Band aber auch aus einem anderen Material, bspw. Edelstahl, Aluminium, Titanium
oder C-Stahl bestehen.
[0034] Der Rohrgrundkörper kann typischerweise aus Kupfer bestehen, da dieses als Material
gilt, welches besonders gut zur unbedenklichen Kontaktierung bzw. Leitung von Brauchwasser
geeignet ist. Alternativ kann der Rohrgrundkörper aus einem anderen geeigneten Material
wie bspw. Edelstahl oder Aluminium bestehen.
[0035] Typischerweise wird am Rohrgrundkörper genau ein Band festgelegt.
[0036] Dieses kann sich bspw. wendelförmig um den Rohrgrundkörper herumwickeln.
[0037] Alternativ ist aber auch die Befestigung von mehreren Bändern an einem Rohrgrundkörper
möglich. Dies kann insbesondere die Berippungsgeschwindigkeit erhöhen.
[0038] Bei den Bändern kann es sich insbesondere um Bänder gleicher Art (also gleichen Materials,
gleichen Querschnitts, etc.) handeln oder auch um unterschiedliche Bänder (bpsw. unterschiedlichen
Materials und/oder unterschiedlichen Querschnitts).
[0039] Bei der Herstellung eines derartigen Rohres wird ein Laserstrahl typischerweise in
den Kontaktbereich zwischen Rohrgrundkörper und Band eingestrahlt. Er bestrahlt sowohl
Teile des Rohrgrundkörpers als auch des Bandes (nämlich zum teilweisen Aufschmelzen
beider Körper zur Erzeugung eines befestigenden Schweißplasmas bzw. einer Schweißschmelze).
[0040] Hierbei ist entscheidend, dass das Band insbesondere bereits einen sich (jedenfalls
abschnittsweise) verjüngenden Querschnitt aufweist, bevor es am Rohrgrundkörper verschweißt
wird. Der sich verjüngende Querschnitt soll also unabhängig von der erstarrten Schmelze
feststellbar sein.
[0041] Typischerweise liegt das Bandmaterial zunächst in einer EndlosForm (bspw. als Coil
oder ähnliches) vor und wird an den Rohrgrundkörper herangeführt, welcher typischerweise
rotierend aufgehängt ist. Der Rohrgrundkörper kann das Band während des Berippungsvorgangs
also mitnehmen, derart, dass das Band, insbesondere unter Zug, im Wesentlichen wendelförmig
an dem Rohrgrundkörper angelegt und dort von dem Laser verschweißt wird.
[0042] Nach Fertigstellung kann das gesamte Rippenrohr in die gewünschte Länge zurechtgeschnitten
und/oder dann ggf. noch in eine andere, endgültige Form, bspw. eine Wendelform oder
auch eine Ω-Form überführt werden, sofern dies gewünscht ist.
[0043] Der Rohrgrundkörper liegt während des Berippungsvorganges nämlich typischerweise
in einer geraden, linearen, stangenartigen Form vor. Er kann - wie bereits genannt
- während des Berippungsvorgangs insbesondere rotiert werden, wozu er bspw. an seinen
Enden eingespannt oder auf einen Dorn aufgebracht sein kann. Das Band wird hierbei
typischerweise quer zur Richtung der Längserstreckung des Rohrgrundkörpers (also tangential)
an den Rohrgrundkörper herangeführt.
[0044] Rohrgrundkörper können - je nach Anwendungsfall - völlig unterschiedliche Durchmesser
von bspw. zwischen 5 und 150 mm aufweisen. Auch die Wandstärke des Rohrgrundkörpers
kann dementsprechend variieren (von Bruchteilen von Millimetern bis hin zu mehreren
Millimetern).
[0045] Die Höhe der Rippen bzw. des Bandes beträgt normalerweise zwischen 1 und 40 mm.
[0046] Die Rippen der festgelegten Bänder stehen etwa senkrecht also im 90° Grad Winkel
von der (noch geraden) Rohrgrundkörperoberfläche ab. Bezüglich der Rippen mit verjüngenden
Querschnitten bedeutet dies im Wesentlichen, dass die Mittelsenkrechte oder Mittelachse
(bezogen auf den Querschnitt) in etwa radial von dem Rohrgrundkörper absteht.
[0047] Das erfindungsgemäße Rippenrohr kann insbesondere auch eine Drallstruktur an seiner
Rohrinnenseite vorsehen. Diese kann vor oder nach dem Berippungsvorgang oder während
des Berippungsvorgangs hergestellt werden (bspw. durch ein Durchdrücken von der Außenseite
her).
[0048] Die fertiggestellten Rippenrohre können insbesondere in Wärmetauschern verbaut oder
zu solchen zusammengesetzt werden oder ähnliches.
[0049] Gemäß der bevorzugsten Ausführungsform der Erfindung ist das Band in seinem Fußbereich
an dem Rohrgrundkörper festgelegt. Hierbei verjüngt sich der Querschnitt des Bandes
mit zunehmendem Abstand vom Fußbereich. Mit anderen Worten verjüngt sich der Querschnitt
radial vom Rohrgrundkörper weg. Noch anders ausgedrückt ist der Querschnitt im Bereich
des Rohrgrundkörpers breiter als entfernt von diesem.
[0050] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verjüngt sich der
Querschnitt im Wesentlichen monoton. Dies bedeutet, dass der Querschnitt von seinem
breiteren Bereich hin zu seinem schmalerem Bereich nie in der Breite zunimmt. Er kann
über einen Bereich durchaus gleichbleiben.
[0051] Insbesondere verjüngt sich der Querschnitt aber streng monoton, was dann heißt, dass
der Querschnitt ausschließlich abnimmt (ohne abschnittsweise gleich zu bleiben oder
größer zu werden). Vorzugsweise erfolgt diese monotone Verjüngung nach außen hin,
also mit zunehmendem Abstand vom Fußbereich.
[0052] Es kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass sich der Querschnitt des Bandes
über die gesamte Länge des Rohres bzw. Bandes nicht ändert sondern konstant bleibt.
[0053] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Querschnitt
im Wesentlichen trapezförmig ausgebildet. Er weist also insbesondere zwei Seiten auf,
die nicht parallel sind sondern zueinander in einem gewissen Winkel verkippt. Die
Ober- und Unterkante können dabei auch im Wesentlichen parallel ausfallen. Die Formulierung
"im Wesentlichen" bedeutet in diesem Zusammenhang insbesondere, dass eine Trapezform
erkennbar ist. Ganz geringe Abweichungen von einer Trapezform sind natürlich hinnehmbar.
Es geht um den Gesamteindruck.
[0054] Mit anderen Worten kann der Querschnitt im Wesentlichen keilförmig ausgebildet sein.
Eine Keilform wird auch in diesem Fall von den zwei zueinander verkippten Seiten oder
Flanken einer Rippe bzw. eines Bandes beschrieben. Die Keilform kann dabei dem Querschnitt
eines Kegels oder eines Kegelstumpfes entsprechen.
[0055] Vorteilhaftweise ist das Band über eine Befestigungsschmelze am Rohrgrundkörper festgelegt.
Der im Hauptanspruch beschriebene, sich verjüngende Querschnitt bezieht sich dabei
dann gerade nicht auf diesen Schmelzbereich, welcher ja bei jedem üblichen, verschweißten
Rohr vorhanden sein kann.
[0056] In diesem Sinne ist die Idee schon so zu verstehen, dass das Band auch abgesehen
bzw. unabhängig von der Schmelze einen sich verjüngenden Querschnitt aufweist (ein
Band mit rechteckigem Querschnitt, welches einfach durch eine Schmelze breiter wird,
ist somit nicht gemeint).
[0057] Es ist vielmehr auf den Querschnitt abseits der Befestigungsschmelze abzustellen
bzw. entfernt von der Befestigungsschmelze bzw. beginnend unmittelbar im Anschluss
an die Befestigungsschmelze.
[0058] Mit noch anderen Worten kann man sich hierbei zur Festlegung des maßgeblichen Querschnitts
eine Fortsetzung des Band- oder Rippenquerschnitts vorstellen, für den Fall dass kein
Aufschmelzen erfolgt wäre.
[0059] Es ist also auf das Bandmaterial abzustellen, nicht auf das der Schmelze.
[0060] Noch anders ausgedrückt geht es um den Querschnitt des noch nicht festgelegten Bandes.
[0061] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Querschnitt
im Wesentlichen spiegelsymmetrisch ausgebildet. Insbesondere ist hiermit eine Spiegelung
entlang einer Mittelachse des Querschnitts gemeint, wobei diese Mittelachse im Wesentlichen
in Bezug auf die größte Längserstreckung des Querschnitts zu verstehen ist.
[0062] An dieser Stelle sei zur weiteren Erklärung klargestellt, dass mit dem Querschnitt
des Bandes derjenige Querschnitt gemeint ist, bei welchem die Höhe die Breite deutlich,
insbesondere um das mindestens Zweifache oder Dreifache, übersteigt (lediglich um
einer Fehlinterpretation vorzubeugen, nach welcher man den Querschnitt parallel zur
Seite des Bandes legen würde).
[0063] Gemäß einer weiteren besonderen Ausgestaltung der Erfindung verjüngt sich der Querschnitt
um maximal 50 Prozent. Dies heißt insbesondere, dass der Rippen- oder Bandquerschnitt
in seinem Scheitelbereich maximal halb so breit ist wie in seinem Fußbereich.
[0064] Gemäß einer weiteren noch vorteilhafteren Ausgestaltung der Erfindung verjüngt sich
der Querschnitt um maximal 35 Prozent, sodass der Scheitelbereich seiner Breite nach
im Vergleich zum Fußbereich mindestens 65 Prozent der Breite oder mehr beträgt.
[0065] Vorteilhafterweise weist das Band verkippt zueinander gewalzte Flanken auf. Die Flanken
können also derart bearbeitet, nämlich gewalzt, sein, dass sie nicht mehr parallel
verlaufen, sondern verkippt zueinander angeordnet sind, also im Bereich einer Kante
einen geringeren Abstand haben als im Bereich der gegenüberliegenden Kante.
[0066] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe außerdem mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch
9 und ist demnach insbesondere durch die Schritte des Festlegens eines Bandes an einem
Rohrgrundkörper gekennzeichnet, wobei das festzulegende Band einen sich, jedenfalls
abschnittsweise, verjüngenden Querschnitt aufweist. Alle im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Rippenrohr bisher vorgestellten Vorteile und Ausführungen sollen an dieser Stelle
nicht explizit für den Anspruch 9 wiederholt werden, für diesen aber gleichfalls gelten.
Bei dem Verfahren kann das Band also bspw. in seinem Fußbereich an dem Rohrgrundkörper
festgelegt werden, wobei sich der Querschnitt mit zunehmendem Abstand vom Fußbereich
verjüngt.
[0067] Gemäß einer ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens umfasst dieses
einen Verfahrensschritt, nach welchem das Band vor dem Festlegen (an dem Rohrgrundkörper)
eine Querschnittsumformung hin zu einem sich verjüngenden Querschnitt erfährt. Das
so im Querschnitt umgeformte Band kann danach an dem Rohrgrundkörper auf herkömmliche
Weise festgelegt werden.
[0068] Insbesondere kann ein Walz-Prozess verwendet werden bzw. ein Walz-Werkzeug.
[0069] Das verwendete Werkzeug kann vorteilhafterweise zwei Kontakt-, Walz- oder Pressflächen
aufweisen, welche jeweils auf eine gegenüberliegende Seite des Bandes einwirken, um
die Umformung zu erreichen.
[0070] Die beiden besagten Flächen können dabei vorteilhafterweise einen Anstellwinkel zueinander
einnehmen, welcher später im Wesentlichen dem Verkippwinkel der beiden Seiten des
Bandes zueinander entspricht.
[0071] Die Flächen können bspw. von Walzen oder Pressen oder ähnlichem bereitgestellt werden.
[0072] Besonders vorteilhafterweise wird ein Walzwerkzeug genutzt, bei welchem zwei Walzen
bezüglich ihrer Achse verkippt zueinander angeordnet sind.
[0073] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den gegebenenfalls nicht zitierten
Unteransprüchen sowie aus der nun folgenden Figurenbeschreibung.
[0074] Darin zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen, vergrößerten Darstellung einen Ausschnitt aus einem Schnitt
durch ein Rippenrohr des Standes der Technik unter Darstellung einer einzelnen Rippe,
- Fig. 2
- in einer sehr schematischen, teilgeschnittenen Seitenansicht ein erfindungsgemäßes
Rippenrohr in einer geraden (oder noch ungeformten) Ausführung,
- Fig. 3
- einen ebenfalls schematischen, vergrößerten Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Rippenrohres
unter Darstellung einer einzelnen Rippe, etwa gemäß einer Ansicht nach Fig. 1,
- Fig. 4
- ein Rohrabschnitt, etwa gemäß Kreis IV in Fig. 2, in vergrößerter Darstellung unter
Hinzufügung einer weiteren, noch nicht verschweißten Rippe, links von der bereits
befestigten Rippe,
- Fig. 5
- in einer Ansicht, etwa gemäß Fig. 4, einen Vergleich zweier Rippen, von welchen eine
auf einem Band mit umgeformten Querschnitt beruht und eine auf einem Band mit herkömmlichem
Querschnitt, wobei beide lediglich exemplarisch an demselben Rohrgrundkörper angeordnet
sind (die Figur könnte aber auch so aufgefasst werden, dass die Rippen an unterschiedlichen
Rohrgrundkörpern angeordnet sind),
- Fig. 6
- in einer sehr schematischen Seitenansicht die Darstellung eines Walz-Prozesses eines
Bandes zur Erlangung des gewünschten, sich verjüngenden Querschnitts,
- Fig. 7
- eine sehr schematische Seitenansicht des in Fig. 6 dargestellten Prozesses im Bereich
der Walz-Vorrichtung, etwa entlang Ansichtspfeil VII in Fig. 6, und
- Fig. 8
- ein Beispiel für ein umgeformtes, erfindungsgemäßes Rippenrohr unter zusätzlicher
Darstellung von Anschlüssen.
[0075] Der nachfolgenden Figurenbeschreibung sei vorangestellt, dass gleiche oder vergleichbare
Teile gegebenenfalls mit identischen Bezugszeichen versehen sind, teilweise unter
Hinzufügung kleiner Buchtstaben oder von Apostrophs.
[0076] Fig. 2 zeigt zunächst ein bereits fertig gestelltes Rippenrohr 10, welches dem Grunde
nach aus zwei separaten Stücken hergestellt worden ist: So ist zunächst ein Rohrgrundkörper
12 vorgesehen, welcher als gerades Rundrohr ausgebildet ist. Um den Grundkörper 12
ist ein (Kupfer-)Band 13 (alternativ ein Aluminiumband) wendelförmig gewickelt und
an dem Rohrgrundkörper 12 verschweisst. Das Band 13 bildet hierdurch also eine endlose
Rippe 13' aus (wobei die Rippe 13' natürlich tatsächlich eine endliche, festgelegte
Länge aufweist; die Rippe 13' ist mit anderen Worten durchgängig ausgebildet).
[0077] Das Band 13 lässt ausweislich Fig. 1 die Enden 14 und 15 des Rohrgrundkörpers 12
freistehen und ist an der Oberfläche 16 des Rohrgrundkörpers 12 verschweisst. Dieser
ist, wie bereits erwähnt und insbesondere an dem linken Ende 15 des Rohrgrundkörpers
in der teiltransparenten Darstellung ersichtlich, hohl ausgebildet mit einer Wandstärke
d und einem Durchmesser D. Die Rippe 13' weist hierbei eine Rippenhöhe h auf.
[0078] Der mittlere Abstand a zwischen zwei benachbarten Rippenabschnitten kann - je nach
Anwendungsfall - variieren.
[0079] Die eigentliche Erfindung ist in Fig. 2 noch nicht sichtbar und soll anhand der nachfolgenden
Figur erläutert werden.
[0080] Hierbei zeigt Fig. 3 zunächst in einer rein schematischen, teilgeschnittenen Darstellung
die vergrößerte Einzeldarstellung eines bereits verschweissten Abschnittes 17 der
Rippe 13'. Die Rippe 13' ist in dem dargestellten Bereich an der Rohroberfläche 16
verschweißt.
[0081] In Fig. 3 lässt sich dabei, insbesondere im Vergleich zu Fig. 1 (welche den Stand
der Technik darstellt), die Besonderheit der vorliegenden Erfindung erkennen: So weist
die Rippe 13' bzw. das Band 13 erfindungsgemäß eine sich mit zunehmendem Abstand vom
Rohrgrundkörper 12 verjüngende Querschnittsform auf. Mithin ist der Querschnitt des
Bandes 13 gemäß Fig. 3 im Wesentlichen trapezförmig ausgestaltet.
[0082] Dies bedeutet insbesondere, dass die beiden Seitenkanten 20 und 21 nicht, wie im
Stand der Technik, parallel verlaufen, sondern "aufeinander zukippen". Die Seitenkanten
20 und 21 bilden mithin eine keilförmige Anordnung aus.
[0083] Dieser Effekt wird insbesondere dadurch erreicht, dass das Band 13 vor dem Anbringen
an dem Rohrgrundkörper 12 hinsichtlich seines Querschnittes einen Umformprozess durchlaufen
hat, welcher später noch genauer beschrieben werden wird.
[0084] Dies führt jedenfalls dazu, dass das Band 13 bzw. die Rippe 12' einen verbreiterten
Fußbereich 22 aufweist, welcher besonders stabil ist und eine spätere Umformung des
gesamten Rippenrohres 10 dahingehend erleichtert, dass das Band 13 bei dem Umformprozess
aufgrund seines verbreiterten Fußbereichs 22 nicht so zu Abrisserscheinungen neigt,
wie bei einer Konfiguration gemäß Fig. 1.
[0085] Fig. 4 zeigt in ihrem rechten Darstellungsbereich besagten Abschnitt 17 der Rippe
13' im bereits verschweissten Zustand. Fig. 3 lässt dabei die bereits erstarrte Schmelze
18 im Kontaktbereich 19 zwischen Rohrgrundkörper 12 und Band 13 erkennen. Die Schmelze
18 kann anteilig aus Material sowohl des Rohrgrundkörpers 12 als auch des Bandes 13
bzw. der Rippe 13' (an deren Unterseite) bestehen.
[0086] Der in Fig. 4 rechtsseitig dargestellte Abschnitt 17 der Rippe 13' befindet sich
in Berippungsrichtung B (als bereits festgelegter Abschnitt) weiter vorne als ein
in Fig. 4 ebenfalls dargestellter Abschnitt 17'. Dieser Abschnitt 17' der Rippe 13'
bzw. des Bandes 13 wird in Fig. 3 gerade in dem Kontaktbereich 19 (welcher aufgrund
der geraden Rohroberfläche 16 und der geraden Seitenkante 20 der Rippe 13' im Wesentlichen
winkelartig ausgebildet ist) verschweißt.
[0087] Hierzu fällt ein Laserstrahl 21 eines in Fig. 3 nicht dargestellten Lasers unter
einem Winkel δ, insbesondere einem geringen Winkel δ, auf den Kontaktbereich 19. Der
Laserstrahl 21 bestrahlt hierbei sowohl Material des Bandes 13 bzw. der Rippe 13'
bzw. des Abschnittes 17' als auch Material des Rohrgrundkörpers 12, insbesondere an
dessen Oberfläche 16.
[0088] Da sich der Abschnitt 17 des Bandes 13 in Berippungsrichtung B vor dem Abschnitt
17' befindet, stellt der linke Abschnitt gemäß Fig. 4 sozusagen den Zustand des Verschweissens
eines Abschnittes des Bandes dar und die rechte Seite gemäß Fig. 4 dann den fertigen,
angeschweissten Zustand eines Abschnittes des Bandes. Weitere Abschnitte des Bandes
würden sich natürlich insbesondere in Berippungsrichtung B (und somit bereits verschweisst)
mit definierter Rippensteigung anschließen.
[0089] Fig. 5 zeigt dann in einer Ansicht, etwa gemäß Fig. 4, einen vergrößerten, exemplarischen
Ausschnitt aus einem abgewandelten Rippenrohr mit einer Rippe 13' eines ersten Bandes
13 (welche Rippe etwa derjenigen aus Fig. 4 entspricht), sowie mit einer zweiten Rippe
23 eines zweiten, separaten, herkömmlichen Bandes.
[0090] Hierbei fällt auf, dass die Rippe 13' die erfindungsgemäße Verjüngung bzw. Trapezform
aufweist und sich mit zunehmendem Abstand vom Rohrgrundkörper 12 in Radialrichtung
R verjüngt.
[0091] Die Rippe 23 hingegen hat eine im Wesentlichen rechteckige Querschnittsform und verjüngt
sich nicht.
[0092] Der Unterschied in den Querschnittsformen der Rippen 13' und 23 liegt insbesondere
darin begründet, dass die Rippe 13' von einem umgeformten bzw. verformten Band 13
stammt, während die Rippe 23 von einem herkömmlichen, unverformten Band ausgebildet
wird. Mithin können beide, im Querschnitt unterschiedliche Bänder aber natürlich (abwechselnd)
an demselben Rohrgrundkörper 12 festgelegt sein.
[0093] Eine solche Konfiguration wird zwar in der Praxis nicht häufig vorkommen, erscheint
an dieser Stelle aber geeignet, um auf die erfinderische Besonderheit eines bearbeiteten
oder umgeformten Bandes 13 im Vergleich zu einem herkömmlichen Band einzugehen:
So weisen in Fig. 5 beide Rippen 13' und 23 bzw. Bänder eine identische, durchschnittliche
Breite b bzw. b' auf.
[0094] Allerdings weist die Rippe 13' in ihrem Fußbereich 22 eine größere Fußbreite f auf,
als die Fußbreite f' der Rippe 23.
[0095] Hingegen fällt die Scheitelbreite s bei der Rippe 13' geringer aus, als bei der Rippe
23 mit der Scheitelbreite s'.
[0096] Während somit für die (erfindungsgemäße) Rippe 13' bzw. das Band 13 gilt, dass s
< b < f, gilt für das herkömmliche Band zur Ausbildung der herkömmlichen Rippe 23,
dass s' ≈ b' ≈ f'.
[0097] Mithin lässt sich also feststellen, dass die Rippe 13' einen breiteren Fußbereich
22 aufweist als die Rippe 23, obwohl zur Ausbildung der Rippe 13' bzw. des Bandes
13 genau das gleiche Material (quantitativ) verwendet wird, wie zur Ausbildung der
Rippe 23.
[0098] Dieser Fußbereich 22 sorgt insbesondere für einen stabileren und festeren Halt der
Rippe 13' an der Wand 24 des Rohrgrundkörpers 12 und des Weiteren auch für eine höhere
Toleranz gegenüber Materialschwächungen, wie bspw. Korrosionserscheinungen im Fußbereich
22.
[0099] So ist für beide Rippen 13' und 23 mit einer gestrichelten Linie eine Materialschwächung
25 angedeutet. Fig. 5 lässt erkennen, dass, obwohl diese Materialschwächungen 25 absolut
gesehen im Wesentlichen gleich groß sind, sie sich prozentual doch unterschiedlich
weit über den Fußbereich 22 der Rippen 13' bzw. 23 erstrecken. Mit anderen Worten
hat eine derartige Materialschwächung 25 (prozentual) einen viel größeren Einfluss
auf die Stabilität des Fußbereichs 22 der Rippe 23 als auf jene der Rippe 13'.
[0100] Auch ein weiterer Effekt lässt sich in Fig. 5 erkennen: Da beide Rippen 13' und 23
an der Wand 24 des Rohrgrundkörpers 12 (mit einem Laser) fest verschweißt sind, ist
unterhalb jeder der beiden Rippen eine erstarrte Schmelze 18 bzw. 26 angedeutet (diese
ist schematisch dargestellt und kann alternativ auch aussehen wie in Fig. 4).
[0101] Tests haben hierbei ergeben, dass die Energie des Laserstrahls bei einer sich verjüngenden
Rippe 13' (aufgrund des breiten Fußbereichs 22) mehr für eine sich in die Breite erstreckende
Schmelze 18 sorgt, während sie bei einer herkömmlichen Konfiguration gemäß Rippe 23
für eine schmalere aber mehr in die Tiefe der Wand 24 des Rohrgrundkörpers 12 hineinreichende
Schmelze 26 sorgt.
[0102] Fig. 5 lässt sich dabei schematisch entnehmen, dass die Wandstärke d des Rohrgrundkörpers
12 für ein Rippenrohr, welches nur Rippen 13' aus dem Band 13 aufweisen würde, deutlich
geringer gewählt werden könnte, ohne dass die Schmelze 18 durch die Wand 24 hindurchtreten
würde.
[0103] Die Nutzung von Rippen 23 aus herkömmlichen Bändern benötigt hingegen eine dickere
Wandstärke der Wand 24, nämlich bspw. diejenige welche in Fig. 5 mit d angedeutet
ist. Mit anderen Worten kann die Wandstärke d bei Nutzung von Rippen 23 nicht mehr
oder kaum noch reduziert werden, während dies bei der reinen Nutzung von umgeformtem
Bandmaterial 13 ohne weiteres möglich wäre.
[0104] In einem solchen Fall, welchen bspw. Fig. 4 darstellt, könnte also ein sehr viel
schmalwandigerer und damit auch kostengünstigerer Rohrgrundkörper verwendet werden.
[0105] Soll hingegen trotzdem ein relativ dickwandiger Rohrgrundkörper verwendet werden,
so ist die Nutzung von Rippen 13' im Gegensatz zu der Nutzung von Rippen 23 trotzdem
vorteilhaft, denn in diesem Fall kann der Rohrgrundkörper 12 während der Berippung
mit Bandmaterial schneller rotiert werden und es kann somit eine schnellere Berippung
erfolgen. Dies hat insbesondere damit zu tun, dass die Rippe 13' einen breiteren Fußbereich
22 aufweist und möglicherweise auch damit, dass die erstarrte Schmelze sich nicht
ganz so weit in die Wand 24 des Rohrgrundkörpers 12 hineinerstreckt.
[0106] Zur Fig. 5 soll abschließend noch angemerkt werden, dass diese eine lediglich schematische
Darstellung zeigt. Insbesondere ist die Darstellung der Rippenhöhe h im Vergleich
zur Fußbreite 22 (bzw. durchschnittlichen Breite b oder Scheitelbreite s) verkürzt
dargestellt (die Breiten sind also überhöht dargestellt).
[0107] Eine übliche Rippenhöhe kann dabei typischerweise einen Wert h von zwischen 1 mm
und 50 mm annehmen, typischerweise von zwischen 3 mm und 33 mm.
[0108] Typische, durchschnittliche Breiten b bzw. b' können bspw. Werte von 0,1 bis 2 mm
aufweisen.
[0109] Hierbei ist zu Fig. 5 anzumerken, dass auch das Verhältnis von Scheitelbreite s zu
Fußbreite f in Fig. 5 nicht maßstabsgetreu dargestellt ist. Typischerweise übersteigt
die Fußbreite f die Scheitelbreite s um maximal 50 Prozent, insbesondere maximal 35
Prozent. In dem Beispiel möge bspw. eine Scheitelbreite von s ≈ 0,5 mm und eine Fußbreite
f von etwa 0,6 mm bis 0,8 mm für die Rippe 13' bzw. das Band 13 angenommen werden.
[0110] Anhand der Fig. 6 und 7 soll jetzt noch kurz auf die Umformung des Bandes 13 zur
Verwendung an einem erfindungsgemäßen Rippenrohr eingegangen werden: So zeigt Fig.
6 zunächst in einer Seitenansicht sehr exemplarisch, dass das Bandmaterial zunächst
gelagert und als Endlosmaterial von einer Coil 27 bereitgestellt werden kann. Von
der Coil 27 kann das Band 13 (noch mit herkömmlichem, typischerweise rechteckigem
Querschnitt), insbesondere maschinell, einer Walz-Vorrichtung 28 zugeführt werden.
Die Walz-Vorrichtung 28 kann bspw. zwei einander zugeordnete Walzkörper 5 und 6 vorsehen
(insbesondere nach Art von Zylinderwalzen), durch welche das Band 13 hindurchgeführt
wird.
[0111] Fig. 7 zeigt dabei die Besonderheit, dass die beiden Walzkörper 5 und 6 in einem
Winkel α gegeneinander verstellt bzw. verkippt zueinander angeordnet sind.
[0112] Hierdurch bildet sich zwischen den beiden Walz-Kontaktflächen 29 und 30 ein im Wesentlichen
keilförmiger Spalt 31 aus, durch den das Band bzgl. der Figurenebene der Fig. 7 orthogonal
hindurchgeführt wird.
[0113] Hierbei erfolgt ein Walz-Prozess, der dafür sorgt, dass sich die Breite des Bandes
13 an einer ersten Bandkante 32 vermindert. Je nach Ausführungsform kann sich die
Bandbreite an einer gegenüberliegenden zweiten Bandkante 33 vergrößern (oder in einem
alternativen Ausführungsbeispiel auch gleich bleiben, bspw. sofern es zu einer Materialverdichtung
kommt). Dies ist für die Erfindung aber überhaupt nicht entscheidend.
[0114] Vielmehr ist entscheidend, dass durch die Keilform des Spaltes 31, ein Band 13 mit
einem sich verjüngenden, im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt entsteht. Dieses
kann dann auf herkömmliche Weise an einem Rohrgrundkörper verschweißt werden.
[0115] Durch eine derartige Ausformung des Bandes 13 mit insbesondere breitem Fußbereich
22 erhöht sich insgesamt auch die Qualität der Umformbarkeit des gesamten Rippenrohres
10 aus einer geraden, linearen Form, bspw. hin in eine wendelartige Form, wie sie
in Fig. 8 dargestellt ist.
[0116] Aufgrund des verbreiterten Fußbereichs ist erfindungsgemäßes Band 13 für solche Verformungen
des Rippenrohres 10 toleranter, insbesondere da der Kontaktbereich 19 zwischen Rippe
und Rohrgrundkörper größer ist.
[0117] Zuletzt sei angemerkt, dass die Erfindung sämtliche Ausführungen umfasst, bei welchen
mindestens ein Band mit sich verjüngendem Querschnitt an einem Rohgrundkörper festgelegt
wird (vgl. Fig. 4) oder auch mehrere Bänder, teilweise mit unterschiedlichen Querschnitten
(vgl. Fig. 5).
[0118] Insbesondere sei angemerkt, dass sämtliche beschriebenen Vorteile der sich verjüngenden
Querschnittsform für sämtliche beschriebenen Ausführungsbeispiele gelten sollen, unabhängig
davon, wie die konkrete Berippung eines Rohres ausfällt. Die Merkmale sollen dabei
unabhängig voneinander als offenbart gelten.
1. Rippenrohr (10), umfassend einen Rohrgrundkörper (12), an dessen Außenseite (16) zwecks
Rippenbildung ein Band (13), insbesondere wendelförmig, festgelegt, vorzugsweise verschweißt,
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das festgelegte Band (13) einen sich, jedenfalls abschnittsweise, verjüngenden Querschnitt
aufweist.
2. Rippenrohr (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (13) in seinem Fußbereich (22) an dem Rohrgrundkörper (12) festgelegt ist,
wobei sich der Querschnitt mit zunehmendem Abstand vom Fußbereich (22) verjüngt.
3. Rippenrohr (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt im Wesentlichen monoton, insbesondere streng monoton, verjüngt.
4. Rippenrohr (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt im Wesentlichen trapezförmig oder keilförmig ausgebildet ist.
5. Rippenrohr (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (13) über eine Befestigungsschmelze (18) am Rohrgrundkörper (12) festgelegt
ist, wobei sich der verjüngende Querschnitt auf den Bereich des Bandes (13) abseits
der Befestigungsschmelze (18) bezieht.
6. Rippenrohr (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt im Wesentlichen spiegelsymmetrisch ausgebildet ist.
7. Rippenrohr (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt um maximal 50%, insbesondere maximal 35% weiter insbesondere
maximal 30%, verjüngt.
8. Rippenrohr (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (13) verkippt zueinander gewalzte Flanken (20, 21) aufweist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Rippenrohres (10), insbesondere nach einem der voranstehenden
Ansprüche, umfassend das, insbesondere wendelartige, Festlegen, vorzugsweise Verschweißen,
eines Bandes (13) an einem Rohrgrundkörper (12), dadurch gekennzeichnet, dass das festzulegende Band (13) einen sich, jedenfalls abschnittsweise, verjüngenden
Querschnitt aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (13) vor dem Festlegen eine Querschnittsumformung, hin zu einem sich, jedenfalls
abschnittsweise, verjüngenden Querschnitt, erfährt, insbesondere durch einen Walzprozess.