[0001] Die Erfindung betrifft das Erkennen eines Garguts. Insbesondere betrifft die Erfindung
das Erkennen des Garguts auf der Basis einer optischen Abtastung.
[0002] Auf einem Herd oder in einem Ofen können Zutaten einer Speise gegart werden; man
spricht dann von einem Gargut. Das Gargut kann beispielsweise Fleisch, Gemüse oder
Getreide umfassen. Das Gargut kann optisch abgetastet werden, beispielsweise um einen
Gargrad zu bestimmen.
[0003] WO 2015/185608 A1 schlägt vor, das Gargut mittels eines vorbestimmten Lichtmusters zu beleuchten, ein
Bild des beleuchteten Garguts bereitzustellen und eine dreidimensionale Struktur des
Garguts zu bestimmen.
DE 10 2017 206 056 A1 beschreibt Verfahren zum Betreiben eines Gargeräts, bei welchem ein Garraum mit Licht
in verschiedener Wellenlängenbereiche bestrahlt wird.
DE 10 2013 102 295 A1 beschreibt ein Verfahren zur Anpassung eines Garprozesses, beim dem Lebensmittel
zu Beginn und nach Abschluss des Garprozesses durch eine Kamera erfasst wird.
DE 10 2010 039 371 A1 offenbart einer Steuervorrichtung für ein Hausgerät mit einem Detektor, um Bedienvorgänge
einer Bedienperson zu erfassen.
[0004] DE 10 2013 211 097 A1 betrifft einen Kühlschrank, dessen Inhalt zu unterschiedlichen Zeiten bildlich abgetastet
werden kann, um einen Frischegrad des Inhalts zu bestimmen.
[0005] Bekannte Techniken erlauben jedoch nur eine begrenzt aussagekräftige Analyse eines
Garguts. Eine der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht in der
Angabe einer verbesserten Technik zur optischen Abtastung eines Garguts. Die Erfindung
löst diese Aufgabe mittels der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Unteransprüche
geben bevorzugte Ausführungsformen wieder.
[0006] Eine Vorrichtung zur Erkennung eines Garguts umfasst eine erste Lichtquelle, die
zur Aussendung von Licht einer ersten Farbe auf das Gargut eingerichtet ist; eine
zweite Lichtquelle, die zur Aussendung von Licht einer zweiten Farbe auf das Gargut
eingerichtet ist; einen Lichtsensor, der zur Abtastung von Bildern des Garguts in
Licht der ersten und der zweiten Farbe eingerichtet ist; eine Steuervorrichtung und
eine Verarbeitungsvorrichtung. Die Steuervorrichtung ist dazu eingerichtet, ein erstes
Bild des Garguts bereitzustellen, während die erste Lichtquelle aktiviert und die
zweite Lichtquelle deaktiviert ist; und ein zweites Bild des Garguts bereitzustellen,
während die erste Lichtquelle deaktiviert und die zweite Lichtquelle aktiviert ist.
Die Verarbeitungsvorrichtung ist dazu eingerichtet, das Gargut auf der Basis des ersten
und des zweiten Bilds zu erkennen.
[0007] Durch die Beleuchtung des Garguts mit farbigem Licht, also Licht eines gegenüber
weißem Licht eingeschränkten Lichtwellenspektrums, können Bilder bereitgestellt werden,
die bestimmte Aspekte des Garguts besonders gut erkennbar machen. Das Gargut kann
insbesondere eine Speise oder Zutaten einer Speise umfassen und die geschilderte Technik
kann während eines Garvorgangs des Garguts angewandt werden. Dazu kann das Gargut
in einem Gargefäß wie einem Topf, einem Bräter oder einer Pfanne aufgenommen sein.
Das Gargefäß kann sich auf einem Herd oder in einem Ofen befinden. Die Erkennung des
Garguts kann so verbessert sein und ein Garprozess kann auf der Basis der Erkennung
verbessert gesteuert werden. Der vorgenannte Lichtsensor ist dabei insbesondere als
Kamera ausgebildet.
[0008] Die Steuervorrichtung kann dazu eingerichtet sein, ein hierin beschriebenes Verfahren
ganz oder teilweise auszuführen. Dazu kann die Steuervorrichtung einen programmierbaren
Mikrocomputer oder Mikrocontroller umfassen. Die Verarbeitungsvorrichtung kann einen
weiteren Mikrocomputer oder Mikrocontroller umfassen oder mit der Steuervorrichtung
integriert aufgebaut sein. Das Verfahren kann in Form eines Computerprogrammprodukts
mit Programmcodemitteln vorliegen. Das Computerprogrammprodukt kann auch auf einem
computerlesbaren Datenträger abgespeichert sein. Merkmale oder Vorteile des Verfahrens
können auf die Vorrichtung übertragen werden oder umgekehrt.
[0009] Die Farben weisen bevorzugt unterschiedliche Verteilungen ihrer Intensitäten über
die Wellenlänge des jeweils ausgesandten Lichts auf. In einer Ausführungsform umfasst
eine Lichtfarbe nur Wellenlängen eines vorbestimmten Bereichs, wobei die Bereiche
unterschiedlicher Farben disjunkt sein können, einander also nicht überlappen. Eine
geringe Überlappung bei Intensitäten von beispielsweise ca. 10% oder ca. 5% der Maximalintensität
können auch unberücksichtigt bleiben.
[0010] Licht, das eine wahrnehmbare Farbe aufweist, hat ein Lichtwellenspektrum, das im
Wesentlichen nur einen Teil des sichtbaren Bereichs abdeckt. Beispielsweise kann Licht,
in dem Wellenlängen von ca. 600 - 680 nm dominieren, als Rot; solches, in dem praktisch
nur Wellenlängen zwischen 520 und 565 nm vorkommen, als Grün; und solches, bei dem
Wellenlängen im Intervall zwischen 460 und 480 nm dominieren, vom menschlichen Sehapparat
als Blau wahrgenommen werden. Ein geringer Anteil eines anderen Wellenlängenbereichs
kann den Farbeindruck nicht entscheidend verändern.
[0011] Die Farben sind bevorzugt aus der Menge der Grundfarben Rot, Grün und Blau entnommen.
Werden mehr als zwei Lichtquellen verwendet, so ist bevorzugt, dass wenigstens ein
Paar von Lichtquellen zueinander disjunkte Lichtwellenspektren aufweisen.
[0012] Insbesondere können N Lichtquellen verwendet werden, wobei N > 2 ist, und die Lichtquellen
sind zur Aussendung von Licht mit unterschiedlichen Farben eingerichtet. Bevorzugt
ist jede Lichtquelle zur Aussendung von Licht einer anderen Farbe eingerichtet. Weiter
bevorzugt ist die Steuervorrichtung zur Bereitstellung von N Bildern eingerichtet,
die jeweils unter Beleuchtung des Garguts mittels nur einer der N Lichtquellen bereitgestellt
sind; und die Verarbeitungsvorrichtung ist zur Erkennung des Garguts auf der Basis
der N bereitgestellten Bilder eingerichtet.
[0013] Dadurch können mehr selektive Farbaufnahmen des Garguts bereitgestellt werden, sodass
bestimmte Eigenschaften oder kochchemische Effekte verbessert optisch erkannt werden
können. Die bereitgestellten N Bilder können optische Informationen verbessert isolieren,
sodass die Erkennung des Garguts erleichtert oder verbessert werden kann.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind drei Lichtquellen vorgesehen,
von denen jeweils eine zur Aussendung von rotem, grünem und blauem Licht vorgesehen
ist. Die Lichtquellen können von einer gemeinsamen Beleuchtungseinrichtung umfasst
sein. Die Beleuchtungseinrichtung kann dazu eingerichtet sein, rotes, grünes und blaues
Licht auf dem Gargut zusammenzumischen, um eine vorbestimmte Beleuchtung zu ermöglichen.
Die Beleuchtungseinrichtung kann insbesondere Teil eines Projektors sein, der dazu
eingerichtet ist, ein Farbbild auf das Gargut zu werfen. Erfindungsgemäß kann ein
solcher Projektor zur sequentiellen Beleuchtung des Garguts mit Licht unterschiedlicher
Farben angesteuert werden. Der Projektor und die Kamera können Teile einer Interaktionseinrichtung
sein, die dazu eingerichtet ist, eine Geste eines Benutzers in einem Projektionsbereich
zu erkennen. Auf der Basis der Geste kann ein Haushaltsgerät gesteuert werden. Das
Haushaltsgerät kann mit einem Garprozess der Garguts verbunden sein und beispielsweise
einen Herd, einen Ofen oder eine Abzugseinrichtung umfassen.
[0015] Wenigstens eine der Lichtquellen kann eine Leuchtdiode umfassen. Die Leuchtdiode
kann als III-V-Halbleiter aufgebaut sein und nur Licht eines vorbestimmten Wellenlängenbereichs
bzw. einer vorbestimmten Intensitätsverteilung aussenden. Das ausgesandte Licht kann
so verbessert auf einen Bereich konzentriert werden, in dem ein vorbestimmtes Merkmal
des Garguts besonders gut optisch zu diskriminieren ist.
[0016] Wenigstens eine der Lichtquellen umfasst einen Laser. Der Laser kann insbesondere
kostengünstig als Laserdiode oder Laser-LED realisiert sein. Das Laserlicht kann einen
besonders schmalen Bereich von Wellenlängen umfassen. Das durch den Laser ausgesandte
Licht kann außerdem kohärent sein, sodass eine bestimmtes Merkmal des Garguts verbessert
optisch abgetastet werden kann.
[0017] Wenigstens eine der Farben kann in einem für das menschliche Auge unsichtbaren Infrarotbereich
liegen. Insbesondere kann die Farbe im nahen Infrarotbereich liegen, der sich ungefähr
von 0,75 bis 1.4 µm erstreckt. Dadurch kann zusätzliche optische Information des Garguts
isoliert werden. Im Fall der oben beschriebenen Interaktionseinrichtung kann eine
vom Projektor verschiedene dedizierte Lichtquelle für infrarotes Licht vorgesehen
sein.
[0018] Die Steuervorrichtung ist bevorzugt dazu eingerichtet, ein weiteres Bild des Garguts
bereitzustellen, während mehrere der Lichtquellen aktiviert sind, wobei die Verarbeitungsvorrichtung
dazu eingerichtet ist, das Gargut auf der zusätzlichen Basis des weiteren Bilds zu
erkennen. Die aktivierten Lichtquellen ergeben zusammen bevorzugt im Wesentlichen
weißes Licht. Die Lichtquellen können gleichzeitig oder einzeln nacheinander aktiviert
werden, während die Kamera einen lichtempfindlichen Bereich belichtet. Durch das Berücksichtigen
eines üblicherweise durch eine Person wahrnehmbaren Bilds kann die Weiterverarbeitung
weiter erleichtert sein. In einer Ausführungsform kann unter der Beleuchtung mit Licht
mehrerer Farben (insbesondere mit weißem Licht) eine erste Auswertung erfolgen, auf
deren Basis dann eine Abtastung des Garguts mit einfarbigem Licht gesteuert werden
kann. Durch diese erste Auswertung können auch mehrere Gargüter erkannt werden, die
örtlich voneinander getrennt auf einer Fläche und/oder einer Gareinrichtung angeordnet
sind. Ebenso können mehrere voneinander getrennt angeordnete Gargüter innerhalb eines
offenen Gargefäßes erkannt werden. Die mehreren erkannten Gargüter können gemeinsam
mit einfarbigem Licht abgetastet werden, wobei die finale Auswertung für jedes der
Gargüter einzeln erfolgt. Entsprechend können auch für jedes der erkannten Gargüter
unterschiedliche Handlungsanweisungen an einen Benutzer ausgegeben werden.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform sind die Lichtquellen dazu eingerichtet, jeweils
ein farbiges Bild auf eine Oberfläche zu projizieren, auf der sich das Gargut befindet,
wobei die Steuervorrichtung dazu eingerichtet ist, nur einen vorbestimmten Bereich
der Oberfläche nacheinander mittels der Lichtquellen zu beleuchten, um die Bilder
bereitzustellen. Die projizierten Bilder können in einzelne Bildpunkte (Pixel) unterteilt
sein, die üblicherweise matrixartig angeordnet sind. Durch Aktivieren nur vorbestimmter
Bildpunkte kann ein praktisch beliebiger vorbestimmter Bereich beleuchtet werden.
So kann die farbige Beleuchtung beispielsweise auf einen Bereich des Garguts beschränkt
werden, der für die Auswertung von Interesse ist. Ein verbleibender Bereich kann auf
andere Weise beleuchtet werden, beispielsweise in Weiß, einer anderen vorbestimmten
Farbe oder durch Projektion eines vorbestimmten Bildes. Ein Benutzer kann von einer
- für ihn erkennbaren - farblich wechselnden Beleuchtung weitgehend unbehelligt bleiben.
[0020] Insbesondere können das Gargut erkannt und der Bereich in Abhängigkeit des erkannten
Garguts bestimmt werden. Anders ausgedrückt kann das Gargut optisch abgetastet und
erkannt werden und auf der Basis des Erkennungsergebnisses kann ein Bereich bestimmt
werden, der sequentiell mittels verschiedenen einfarbigen Lichtern abgetastet wird.
Das erste optische Abtasten kann beispielsweise mittels weißen Lichts erfolgen oder
mittels einer Tiefenkamera durchgeführt werden, die dazu eingerichtet ist, ein dreidimensionales
Bild des Garguts bereitzustellen. Das dreidimensionale Bild trägt üblicherweise zunächst
keine Farbinformation.
[0021] Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren zum Erkennen eines
Garguts Schritte des Aktivierens einer ersten Lichtquelle, die zur Aussendung von
Licht einer ersten Farbe auf das Gargut eingerichtet ist; des Deaktivierens einer
zweiten Lichtquelle, die zur Aussendung von Licht einer zweiten Farbe auf das Gargut
eingerichtet ist; des Bereitstellens eines ersten Bilds des Garguts in Licht der ersten
Farbe; des Deaktivierens der ersten Lichtquelle und Aktivieren der zweiten Lichtquelle;
des Bereitstellens eines zweiten Bilds des Garguts in Licht der zweiten Farbe; und
des Erkennens des Garguts auf der Basis des ersten und des zweiten Bilds.
[0022] Das Verfahren wird mittels einer hierin beschriebenen Vorrichtung ausgeführt. In
einer Ausführungsform kann eine an sich bekannte Interaktionseinrichtung, beispielsweise
für eine Kochstelle, das erfindungsgemäße Verfahren ausführen. Die Interaktionseinrichtung
kann so kostengünstig erfindungsgemäß ausgebaut oder nachgerüstet werden.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform werden gleichzeitig zwei disjunkte Bereiche des
Garguts mit Licht unterschiedlicher Farben beleuchtet und zwei Teilbilder der Bereiche
bereitgestellt. Die Bereiche können bezüglich des Garguts bewegt werden, sodass sich
für einen Betrachter der Eindruck einer Serie von unterschiedlich gefärbten Lichtbalken
ergeben kann. Der Vorgang des optischen Abtastens kann so einem menschlichen Betrachter
verbessert angezeigt werden.
[0024] Auf der Basis der Bilder kann ein Garzustand des Garguts bestimmt werden. Insbesondere
können eine Färbung oder Bleichung des Garguts abgetastet und auf deren Basis ein
Gargrad bestimmt werden. Die Färbung kann Ergebnis einer enzymatischen Reaktion sein,
die Teil des Garprozesses sein kann. Die Farbänderung kann etwa aufgrund der Maillard
Reaktion beim Braten oder Frittieren von Fleisch auftreten, oder aufgrund eines Karamellisierens
von Zucker. Die Farbänderung kann auch auf eine enzymatische Reaktion hinweisen, beispielsweise
falls das Gargut tierisches Fett umfasst, beispielsweise in Form eines Milchprodukts
wie Käse. Entsprechend daraus abgeleitete Aktionen in Form von Handlungsanweisungen
an einen Benutzer und/oder Steuerbefehle an eine Gareinrichtung oder Dunstabzugshaube
können durch die Steuervorrichtung ausgegeben werden.
[0025] Die Erfindung wird nun unter Bezug auf die beiliegenden Figuren genauer beschrieben,
in denen:
- Figur 1
- ein beispielhaftes System mit einer Interaktionseinrichtung;
- Figur 2
- ein System in einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 3
- ein Ablaufdiagramm eines beispielhaften Verfahrens zum Erkennen eines Garguts;
- Figur 4
- eine exemplarische Darstellung eines Garguts aus der Sicht einer Interaktionseinrichtung;
und
- Figur 5
- unterschiedliche Intensitätsverteilungen von beispielhaft farbigem Licht darstellt.
[0026] Figur 1 zeigt ein System 100 mit einer Gareinrichtung 105 und einer Vorrichtung 110.
Die Gareinrichtung 105 ist bevorzugt zur Bereitstellung von Wärme eingerichtet, um
ein Gargut 115 zu garen, und kann beispielsweise ein Kochfeld oder einen Herd umfassen.
Die Vorrichtung 110 ist beispielhaft über einer Fläche 120 eingeordnet, in welche
die Gareinrichtung 105 eingelassen sein kann, und umfasst eine Kamera 125, mehrere
Lichtquellen 130, eine Steuervorrichtung 135 und eine Verarbeitungsvorrichtung 140.
[0027] Die Lichtquellen 130 sind dazu eingerichtet, das Gargut 115 jeweils mit Licht in
einer anderen Farbe zu beleuchten. Exemplarisch leuchtet eine erste Lichtquelle 130.1
Rot, eine zweite Lichtquelle 130.2 Grün, eine dritte Lichtquelle 130.3 Blau und eine
vierte Lichtquelle 130.4 Infrarot. Die hierin vorgestellte Technik kann auch mittels
anderer Farben und mit zwei oder mehr Lichtquellen 130 durchgeführt werden. Zwei oder
mehr der Lichtquellen 130 können von einem Projektor 145 umfasst sein, der dazu eingerichtet
ist, Licht - insbesondere ein farbiges Bild - auf die Fläche 120 zu werfen. Dazu kann
der Projektor 145 ein Lichtventil 150 umfassen, das beispielsweise eine Matrix von
Mikrospiegeln umfasst, um einzelne Bildpunkte von Licht auf die Fläche 120 zu leiten.
Wird ein Bildpunkt ausreichend schnell nacheinander mittels unterschiedlich farbigen
Lichts beleuchtet, können sich die Farben für einen Betrachter mischen. In einer anderen
Ausführungsform ist eine Lichtquelle für weißes Licht vorgesehen, von dem mittels
eines Farbrads nacheinander unterschiedliche Farben gefiltert werden. In noch einer
anderen Ausführungsform ist mehreren Lichtquellen 130 jeweils ein Lichtventil 150
zugeordnet, beispielsweise in Form eines Flüssigkristall-Elements, sodass kontinuierlich
Licht verschiedener Farben ausgesandt wird, das sich auf der Fläche 120 mischen kann.
[0028] Die Kamera 125 ist bevorzugt dazu eingerichtet, ein Bild in einem Bereich abzutasten,
der wenigstens teilweise durch die Lichtquellen 130 beleuchtet wird. In einer Ausführungsform
ist die Kamera 125 zur Abtastung eines Objekts eingerichtet, das sich in einem Bereich
zwischen der Vorrichtung 110 und der Fläche 120 befindet. Das Objekt kann etwa eine
Hand eines Benutzers umfassen und eine Stellung oder Geste der Hand kann optisch erfasst
und mittels einer der Vorrichtungen 135, 140 bestimmt werden. Die Hand kann in Kontext
zu einer Projektion stehen, die mittels des Projektors 145 auf die Fläche 120 geworfen
wird. Die Stellung oder Geste kann zur Steuerung eines Hausgeräts, insbesondere der
Gareinrichtung 105, ausgewertet werden. So können der Projektor 145 und die Kamera
125 zusammen eine Interaktionseinrichtung 155 bilden.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform kann eine Tiefenkamera 160 von der Interaktionseinrichtung
155 umfasst sein. Die Tiefenkamera 160 ist zur optischen Abtastung eines Objekts zwischen
ihr und der Fläche 120 eingerichtet und kann Abstandsinformationen zu dem Objekt bereitstellen.
Die Tiefenkamera 160 kann auf der Basis einer stereoskopischen Abtastung arbeiten.
Eine eingebaute Lichtquelle 130 kann zur Aussendung strukturierten Lichts eingerichtet
sein. Die Lichtquelle 130 kann insbesondere im infraroten Bereich arbeiten, sodass
sie auch als Lichtquelle 130.4 für die Vorrichtung 110 verwendet werden kann. In einer
anderen Ausführungsform arbeitet die Tiefenkamera 160 auf der Basis der Entfernungsmessung
aufgrund der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht (TOF: time of flight).
[0030] Für die Zwecke der Interaktionseinrichtung 155 kann ein durch die Kamera 125 bereitgestelltes
Bild stets aufgezeichnet werden, während das Gargut 115 mit Licht von zwei oder mehr
Farben beleuchtet wird. Arbeiten die Lichtquellen 130 sequenziell, sodass zu einem
Zeitpunkt nur eine der Lichtquellen 130 aktiv ist, kann eine Verschlusszeit der Kamera
125 einen Durchlauf aller Farben oder länger betragen. Das bereitgestellte Bild trägt
dabei Farbinformationen und kann in dieser Form weiter verarbeitet werden.
[0031] Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung werden die Lichtquellen 130 derart gesteuert,
dass das Gargut 115 nacheinander mit Licht unterschiedlicher Farben beleuchtet wird.
Während der Beleuchtung mit einfarbigem Licht kann mittels der Kamera 125 ein Bild
des Garguts 115 angefertigt werden, sodass für N Lichtquellen 130 (in der Darstellung
von Figur 1 ist N = 4) gleich viele Bilder angefertigt werden können, die jeweils
unter unterschiedlich farbiger Beleuchtung abgetastet wurde. Optional kann noch ein
weiteres Bild unter Beleuchtung einer Mischung mehrerer Lichtfarben erstellt werden.
Die Mischung kann sich, wie üblicherweise für die Zwecke der Interaktionseinrichtung
155, zu weißem Licht ergänzen. In einer weiteren Ausführungsform kann auf der Basis
eines Bilds, das bei mehrfarbiger (insbesondere weißer) Beleuchtung des Garguts 115
erstellt wurde, eine erste Verarbeitung erfolgen, die zur Bestimmung eines Beleuchtungsparameters
für die sequentiell einfarbige Beleuchtung führen kann. Dabei können mehrere unterschiedliche
Gargüter 115 erfasst und eine eigenständige Auswertung des Gargrades der einzelnen
Gargüter 115 durch die Verarbeitungseinrichtung 140 eingeleitet werden. Die ermittelten
Gargrade der unterschiedlichen Gargüter 115 können zu entsprechend unterschiedlichen
Handlungsanweisungen an einen Benutzer führen.
[0032] Für die Abtastung eines Bilds kann die Dauer, über die eine der Lichtquellen 130
aktiviert ist (und die anderen Lichtquellen 130 deaktiviert sind) mindestens so lange
wie eine Belichtungs- oder Verschlusszeit der Kamera 125 sein. Im Fall eines Farbrads
kann dessen Drehgeschwindigkeit entsprechend gesteuert werden, um den gleichen Effekt
zu bewirken. Die Verschlusszeit der Kamera 125 kann für die einfarbige Abtastung gegenüber
einem Normalbetrieb verringert werden, um die genannte Bedingung zu erfüllen.
[0033] Die unter verschiedenen Lichtfarben entstandenen Bilder können dann mittels der Verarbeitungsvorrichtung
140 verarbeitet werden, wobei insbesondere eine Erkennung des Garguts 115 durchgeführt
werden kann. Die Erkennung kann insbesondere eine Bestimmung des Garguts 115 oder
wenigstens eines seiner Bestandteile umfassen. Ferner können eine Farbe des Garguts
115 an wenigstens einem Bereich oder eine optisch wahrnehmbare Information bestimmt
werden, die für die Steuerung eines Garprozesses des Garguts 115 von Bedeutung sein
kann. Die bestimmten Informationen können über eine Schnittstelle 165 nach außen bereitgestellt
werden. Mittels bereitgestellter Informationen kann beispielsweise ein Benutzer über
einen Zustand oder Fortschritt des Garguts 115 informiert werden, oder die Gareinrichtung
105 kann in Abhängigkeit der Informationen gesteuert werden. Dieser Vorgang kann parallel
für mehrere unterschiedliche Gargüter 115 erfolgen, die auf der Gareinrichtung 105
und/oder der Fläche 120 positioniert sind.
[0034] Figur 2 zeigt ein System 100 in einer weiteren Ausführungsform. Hier ist die Interaktionseinrichtung
155 beispielhaft an einer Dunstabzugshaube 205 angebracht oder mit ihr integriert
ausgeführt. Eine zusätzliche Beleuchtungseinrichtung 210 ist bevorzugt zur Aussendung
weißen Lichts eingerichtet und kann einen größeren Bereich beleuchten als der Projektor
145. Rein exemplarisch ist hier keine Tiefenkamera 160 vorgesehen. Der Projektor 145
und die Kamera 125 weisen optische Achsen auf, die mit einer Senkrechten im Wesentlichen
gleiche Winkel einschließen. In anderen Ausführungsformen können die optischen Achsen
auch zusammenfallen oder andere Winkel mit der Senkrechten einschließen. Allgemein
ist bevorzugt, dass optische Achsen des Projektors 145 und der Kamera 125 einen möglichst
kleinen Winkel miteinander einschließen.
[0035] Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm eines beispielhaften Verfahrens zum Erkennen eines
Garguts 115. Das Verfahren 300 kann insbesondere mittels der Vorrichtung 110 ausgeführt
werden. Exemplarisch wird zur Erklärung des Verfahrens 300 von N = 3 verschieden farbigen
Lichtquellen 130 ausgegangen.
[0036] In einem Schritt 305 kann die Fläche 120 abgetastet werden. Dies kann beispielsweise
mittels der Tiefenkamera 160 oder mittels der Kamera 125 unter Beleuchtung der Fläche
120 mit weißem Licht erfolgen. In einem Schritt 310 kann auf der Basis der Abtastung
bestimmt werden, wo auf der Fläche sich ein Gargut 115 befindet oder welcher Bereich
des Garguts 115 für eine optische Abtastung von besonderem Interesse ist. Es können
in diesem Schritt auch mehrere unterschiedliche Gargüter 115 erfasst werden, die dann
gemeinsam optisch abgetastet und anschließend separat durch die Verarbeitungsvorrichtung
140 ausgewertet werden.
[0037] In einem Schritt 315 wird das Gargut 115 nacheinander mit Licht jeweils nur einer
der Lichtquellen 130 beleuchtet und gleichzeitig mittels der Kamera 125 ein Bild abgetastet.
Dieser Schritt 315 wird üblicherweise so oft durchlaufen, wie verschiedenfarbige,
einzeln aktivierbare Lichtquellen 130 vorgesehen sind. Im vorliegenden Beispiel wird
in einem ersten Durchlauf des Schritts 315 werden beispielsweise die erste Lichtquelle
130.1 aktiviert und die Lichtquellen 130.2 und 130.3 deaktiviert, und es wird ein
erstes Bild unter roter Beleuchtung abgetastet. In einem zweiten Durchlauf werden
die erste und die dritte Lichtquelle 130.1, 130.3 deaktiviert und die zweite Lichtquelle
130.2 wird aktiviert, und ein zweites Bild wird unter grüner Beleuchtung abgetastet.
In einem dritten Durchlauf werden die erste und die zweite Lichtquelle 130.1, 130.2
deaktiviert und die dritte Lichtquelle 130.3 wird aktiviert, und ein drittes Bild
wird unter blauer Beleuchtung abgetastet. Die Beleuchtungen können sich auf den im
Schritt 310 bestimmten Bereich beschränken. In einem umliegenden Bereich kann die
Beleuchtung jeweils abgestellt werden oder es kann ein Teil einer vorbestimmten Darstellung
ausgegeben werden, die bevorzugt davor und/oder danach auf der gesamten beleuchteten
Fläche dargestellt wird.
[0038] In einem Schritt 320 kann das Gargut 115 auf der Basis der einzelnen erstellten Bilder
erkannt werden. Optional können eines oder mehrere Bilder hinzugenommen werden, die
unter Beleuchtung mehrerer farbiger oder einer weißen Lichtquelle 130, 210 entstanden
sind. Es ist bevorzugt, dass die zur Erkennung verwendeten Bilder zeitlich nah beieinander
erfasst wurden, um eine Dekorrelation ihrer Bildinhalte zu vermeiden. Beispielsweise
können alle Bilder aus einem zeitlichen Bereich von nicht mehr als einer Sekunde oder
weniger stammen.
[0039] In einem Schritt 325 kann auf der Basis des erkannten Garguts 115 eine seiner Eigenschaften
bestimmt werden. Dazu kann insbesondere eine Farbinformation an einer oder mehreren
Stellen des Garguts 115 ausgewertet werden. Die Farbinformation kann in Relation zur
Art des erkannten Garguts 115 gesetzt werden. So kann die Farbe braun bei einem Gemüse
zu einer anderen Wertung führen als bei Fleisch, Teig oder Obst.
[0040] In einem Schritt 330 kann die bestimmte Information ausgegeben werden. Ferner kann
ein Hausgerät, gesteuert werden, das insbesondere im Zusammenhang mit dem Garprozess
des Garguts 115 steht. Dies kann beispielsweise die Gareinrichtung 105 oder die Dunstabzugshaube
205 umfassen. Beispielsweise kann die Gareinrichtung 105 in ihrer Wärmezufuhr gedrosselt
werden, wenn ein gewünschter Garpunkt erreicht ist oder die Dunstabzugshaube 205 kann
auf eine stärkere Stufe gestellt werden, wenn im Bereich des Garguts 115 eine kochende
Flüssigkeit, aufsteigende Wrasen oder Rauch bestimmt wird.
[0041] Figur 4 zeigt eine exemplarische Darstellung eines Garguts 115 aus der Sicht einer
Interaktionseinrichtung 155. Das Gargut 115 befindet sich beispielhaft in einem Garbehälter
405, vorliegend in einer Pfanne. Auf dem Gargut 115 ist ein Bereich 410 dargestellt,
der beispielhaft für die Beurteilung eines Garpunkts oder Garprozesses des Garguts
115 von Interesse ist. Der Bereich 410 kann selektiv nacheinander mittels unterschiedlich
farbigen Lichts beleuchtet werden, während jeweils ein Bild abgetastet wird. Der Bereich
410 kann auch in Teilbereiche 410.1, 410.2 und 410.3 unterteilt werden und die Teilbereiche
410.1, 410.2 und 410.3 können gleichzeitig mit jeweils anderen Farben beleuchtet werden,
während jeweils ein Bild aufgenommen wird. Die Anzahl der Teilbereiche 410.1, 410.2
und 410.3 kann der Anzahl N der Lichtquellen 130 entsprechen oder unabhängig davon
gewählt werden. Der Garbehälter 405 kann auch mehrere unterschiedliche Gargüter aufweisen,
die entsprechend erkannt und einzeln durch die Verarbeitungsvorrichtung 140 ausgewertet
werden.
[0042] In noch einer weiteren Ausführungsform kann beispielsweise ein Balken farbigen Lichts
über den Bereich 410 bewegt werden, während ein Bild angefertigt wird. Nach dem Durchlaufen
von N Balken kann alle erforderliche Information aufgenommen sein. Unterschiedliche
Bereiche der aufgezeichneten Bilder können so miteinander kombiniert werden, dass
drei jeweils einfarbige Bilder entstehen, die in beschriebener Weise ausgewertet werden
können.
[0043] Figur 5 zeigt unterschiedliche Intensitätsverteilungen von beispielhaft farbigem
Licht. In horizontaler Richtung ist eine ungefähre Wellenlänge in nm und in vertikaler
Richtung eine Intensität in Prozent angegeben. Eine erste Intensitätsverteilung 505
entspricht rotem Licht, eine zweite Intensitätsverteilung 510 grünem Licht, eine dritte
Intensitätsverteilung 515 blauem Licht und eine vierte Intensitätsverteilung 520 infrarotem
Licht. Die Intensitätsverteilungen haben unterschiedliche Bereichsgrenzen. Als Bereichsgrenze
kann eine Wellenlänge angenommen werden, jenseits der die Intensität der Intensitätsverteilung
505-520 unterhalb eines vorbestimmten Intensitätswerts liegt, beispielsweise ca. 10%,
bevorzugt ca. 5%, weiter bevorzugt ca. 2% oder noch weniger. Die dargestellten Intensitätsverteilungen
505-520 sind disjunkt, indem sie paarweise keine überlappenden Bereiche abdecken.
Bezugszeichen
[0044]
- 100
- System
- 105
- Gareinrichtung
- 110
- Vorrichtung
- 115
- Gargut
- 120
- Fläche
- 125
- Kamera / Lichtsensor
- 130
- Lichtquelle
- 135
- Steuervorrichtung
- 140
- Verarbeitungsvorrichtung
- 145
- Projektor
- 150
- Lichtventil
- 155
- Interaktionseinrichtung
- 160
- Tiefenkamera
- 165
- Schnittstelle
- 205
- Dunstabzugshaube
- 210
- Beleuchtungseinrichtung
- 300
- Verfahren
- 305
- Arbeitsfläche abtasten
- 310
- Bereich bestimmen
- 315
- Bereich farbig beleuchten, Bild erfassen
- 320
- Gargut erkennen
- 325
- Eigenschaft bestimmen
- 330
- Gargerät ansteuern/Information ausgeben
- 405
- Garbehälter
- 410
- Bereich
- 410.1
- erster Teilbereich
- 410.2
- zweiter Teilbereich
- 410.3
- dritter Teilbereich
- 505
- erste Intensitätsverteilung (Rot)
- 510
- zweite Intensitätsverteilung (Grün)
- 515
- dritte Intensitätsverteilung (Blau)
- 520
- vierte Intensitätsverteilung (Infrarot)
1. Vorrichtung (110) zur Erkennung eines Garguts (115), wobei die Vorrichtung (110) folgendes
umfasst:
- eine erste Lichtquelle (130.1), die zur Aussendung von Licht einer ersten Farbe
auf das Gargut (115) eingerichtet ist;
- eine zweite Lichtquelle (130.2), die zur Aussendung von Licht einer zweiten Farbe
auf das Gargut (115) eingerichtet ist;
- einen Lichtsensor (125), der zur Abtastung von Bildern des Garguts (115) in Licht
der ersten und der zweiten Farbe eingerichtet ist;
- eine Steuervorrichtung (135), die dazu eingerichtet ist:
∘ ein erstes Bild des Garguts (115) bereitzustellen, während die erste Lichtquelle
(130.1) aktiviert und die zweite Lichtquelle (130.2) deaktiviert ist;
∘ ein zweites Bild des Garguts (115) bereitzustellen, während die erste Lichtquelle
(130.1) deaktiviert und die zweite Lichtquelle (130.2) aktiviert ist;
- eine Verarbeitungsvorrichtung (140), die dazu eingerichtet ist, das Gargut (115)
auf der Basis des ersten und des zweiten Bilds zu erkennen; dadurch gekennzeichnet, dass eine der Lichtquellen (130) einen Laser umfasst.
2. Vorrichtung (110) nach Anspruch 1, wobei die Farben unterschiedliche Intensitätsverteilungen
(505-520) über die Wellenlänge des jeweils ausgesandten Lichts aufweisen.
3. Vorrichtung (110) nach Anspruch 1 oder 2, wobei N > 2 Lichtquellen (130) vorgesehen
sind, die zur Aussendung von Licht mit unterschiedlichen Farben eingerichtet sind;
die Steuervorrichtung (135) zur Bereitstellung von N Bildern eingerichtet ist, die
jeweils unter Beleuchtung des Garguts (115) mittels nur einer der N Lichtquellen (130)
bereitgestellt sind; und die Verarbeitungsvorrichtung (140) zur Erkennung des Garguts
(115) auf der Basis der N bereitgestellten Bilder eingerichtet ist.
4. Vorrichtung (110) nach Anspruch 3, wobei drei Lichtquellen (130) vorgesehen sind,
von denen jeweils eine zur Aussendung von rotem, grünem und blauem Licht vorgesehen
ist.
5. Vorrichtung (110) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine der
Farben in einem für das menschliche Auge unsichtbaren Infrarotbereich liegt.
6. Vorrichtung (110) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Steuervorrichtung
(135) dazu eingerichtet ist, ein weiteres Bild des Garguts (115) bereitzustellen,
während mehrere der Lichtquellen (130) aktiviert sind, und die Verarbeitungsvorrichtung
(140) dazu eingerichtet ist, das Gargut (115) auf der zusätzlichen Basis des weiteren
Bilds zu erkennen.
7. Vorrichtung (110) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Lichtquellen (130)
dazu eingerichtet sind, jeweils ein farbiges Bild auf eine Oberfläche (120) zu projizieren,
auf der sich das Gargut (115) befindet, und die Steuervorrichtung (135) dazu eingerichtet
ist, nur einen vorbestimmten Bereich (410) der Oberfläche (120) nacheinander mittels
der Lichtquellen (130) zu beleuchten, um die Bilder bereitzustellen.
8. Vorrichtung (110) nach Anspruch 7, wobei das Gargut (115) erkannt und der Bereich
(410) in Abhängigkeit des erkannten Garguts (115) bestimmt wird.
9. Verfahren (300) zum Erkennen eines Garguts (115), wobei das Verfahren (300) mittels
einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchgeführt wird und folgende
Schritte umfasst:
- Aktivieren (315) einer ersten Lichtquelle (130.1), die zur Aussendung von Licht
einer ersten Farbe auf das Gargut (115) eingerichtet ist;
- Deaktivieren (315) einer zweiten Lichtquelle (130.2), die zur Aussendung von Licht
einer zweiten Farbe auf das Gargut (115) eingerichtet ist;
- Bereitstellen (315) eines ersten Bilds des Garguts (115) in Licht der ersten Farbe;
- Deaktivieren (315) der ersten Lichtquelle (130.1) und Aktivieren der zweiten Lichtquelle
(130.2);
- Bereitstellen (315) eines zweiten Bilds des Garguts (115) in Licht der zweiten Farbe;
und
- Erkennen (320) des Garguts (115) auf der Basis des ersten und des zweiten Bilds.
10. Verfahren (300) nach Anspruch 9, wobei gleichzeitig zwei disjunkte Bereiche (410.1,
410.2, 410.3) des Garguts (115) gleichzeitig mit Licht unterschiedlicher Farben beleuchtet
und zwei Teilbilder der Bereiche (410.1, 410.2, 410.3) bereitgestellt werden.
11. Verfahren (300) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei auf der Basis der Bilder
ein Garzustand des Garguts (115) bestimmt wird.
1. Apparatus (110) for recognition of food to be cooked (115), wherein the apparatus
(110) comprises the following:
- a first light source (130.1), which is configured to emit light of a first colour
onto the food to be cooked (115);
- a second light source (130.2), which is configured to emit light of a second colour
onto the food to be cooked (115);
- a light sensor (125), which is configured to scan images of the food to be cooked
(115) in the light of the first and of the second colour;
- a control apparatus (135), which is configured to:
∘ provide a first image of the food to be cooked (115), with the first light source
(130.1) being activated and the second light source (130.2) being deactivated;
∘ provide a second image of the food to be cooked (115), with the first light source
(130.1) being deactivated and the second light source (130.2) being activated
- a processing apparatus (140), which is configured to recognise the food to be cooked
(115) based on the first and the second image; characterised in that one of the light sources (130) comprises a laser.
2. Apparatus (110) according to claim 1, wherein the colours have different intensity
distributions (505-520) over the wavelengths of the light emitted in each case.
3. Apparatus (110) according to claim 1 or 2, wherein N>2 light sources (130) are provided
which are configured to emit light of different colours; the control apparatus (135)
is configured to provide N images, which are provided in each case when the food to
be cooked (115) is illuminated by means of just one of the N light sources (130);
and the processing apparatus (140) is configured to recognise the food to be cooked
(115) based on the N provided images.
4. Apparatus (100) according to claim 3, wherein three light sources (130) are provided,
of which one is provided to emit red, green and blue light in each case.
5. Apparatus (100) according to one of the preceding claims, wherein at least one of
the colours lies in an infrared range which is not visible to the human eye.
6. Apparatus (100) according to one of the preceding claims, wherein the control apparatus
(135) is configured to provide a further image of the food to be cooked (115) when
a number of the light sources (130) are activated, and the processing apparatus (140)
is configured to recognise the food to be cooked (115) based additionally on the further
image.
7. Apparatus (110) according to one of the preceding claims, wherein the light sources
(130) are each configured to project a coloured image onto a surface (120) on which
the food to be cooked (115) is situated, and the control apparatus (135) is configured
to successively illuminate only a prespecified region (410) of the surface (120) by
means of the light sources (130) in order to provide the images.
8. Apparatus (110) according to claim 7, wherein the food to be cooked (115) is recognised
and the region (410) is specified depending on the food to be cooked (115) recognised.
9. Method (300) for recognition of food to be cooked (115), wherein the method (300)
is carried out by means of an apparatus according to one of claims 1 to 8 and comprises
the following steps:
- activate (315) a first light source (130.1), which is configured to emit light of
a first colour onto the food to be cooked (115);
- deactivate (315) a second light source (130.2), which is configured to emit light
of a second colour onto the food to be cooked (115);
- provide (315) a first image of the food to be cooked (115) in light of the first
colour;
- deactivate (315) the first light source (130.1) and activate the second light source
(130.2);
- provide (315) a second image of the food to be cooked (115) in light of the second
colour; and
- recognise (320) the food to be cooked (115) based on the first and the second image.
10. Method (300) according to claim 9, wherein two disjointed regions (410.1, 410.2, 410.3)
of the food to be cooked (115) are simultaneously illuminated with light of different
colours and two partial images of the regions (410.1, 410.2, 410.3) are provided.
11. Method (300) according to one of claims 9 or 10, wherein a cooking state of the food
to be cooked (115) is determined based on the images.
1. Dispositif (110) pour la reconnaissance d'une denrée à cuire (115), dans lequel le
dispositif (110) comprend les éléments suivants :
- une première source lumineuse (130.1) aménagée pour l'émission de lumière d'une
première couleur sur la denrée à cuire (115) ;
- une deuxième source lumineuse (130.2) aménagée pour l'émission de lumière d'une
deuxième couleur sur la denrée à cuire (115) ;
- un capteur de lumière (125) aménagé pour le balayage d'images de la denrée à cuire
(115) dans la lumière de la première et de la deuxième couleur ;
- un dispositif de commande (135), aménagé :
∘ afin de mettre à disposition une première image de la denrée à cuire (115), pendant
que la première source lumineuse (130.1) est activée et la deuxième source lumineuse
(130.2) désactivée ;
∘ afin de mettre à disposition une deuxième image de la denrée à cuire (115), pendant
que la première source lumineuse (130.1) est désactivée et la deuxième source lumineuse
(130.2) activée ;
- un dispositif de traitement (140), aménagé afin de reconnaître la denrée à cuire
(115) sur la base de la première et de la deuxième image ; caractérisé en ce que l'une des sources lumineuses (130) comprend un laser.
2. Dispositif (110) selon la revendication 1, dans lequel les couleurs présentent différentes
répartitions d'intensité (505-520) sur la longueur d'onde de la lumière émise respective.
3. Dispositif (110) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel N > 2 sources lumineuses
(130) sont prévues, lesquelles sont aménagées pour l'émission de lumière de différentes
couleurs ; le dispositif de commande (135) est aménagé pour la mise à disposition
de N images, lesquelles sont respectivement mises à disposition en éclairant la denrée
à cuire (115) au moyen d'une seule des N sources lumineuses (130) ; et le dispositif
de traitement (140) est aménagé pour la reconnaissance de la denrée à cuire (115)
sur la base des N images mises à disposition.
4. Dispositif (110) selon la revendication 3, dans lequel trois sources lumineuses (130)
sont prévues, dont une est respectivement prévue pour l'émission de lumière rouge,
verte et bleue.
5. Dispositif (110) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins
une des couleurs se situe dans une plage infrarouge invisible à l'œil humain.
6. Dispositif (110) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de commande (135) est aménagé afin de mettre à disposition une image supplémentaire
de la denrée à cuire (115), pendant que plusieurs des sources lumineuses (130) sont
activées, et le dispositif de traitement (140) est aménagé afin de reconnaître la
denrée à cuire (115) sur la base additionnelle de l'image supplémentaire.
7. Dispositif (110) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les sources
lumineuses (130) sont aménagées afin de projeter respectivement une image colorée
sur une surface (120) sur laquelle la denrée à cuire (115) se trouve, et le dispositif
de commande (135) est aménagé afin d'éclairer seulement une zone prédéterminée (410)
de la surface (120) après l'autre au moyen des sources lumineuses (130) afin de mettre
les images à disposition.
8. Dispositif (110) selon la revendication 7, dans lequel la denrée à cuire (115) est
reconnue et la zone (410) déterminée en fonction de la denrée à cuire (115) reconnue.
9. Procédé (300) pour la reconnaissance d'une denrée à cuire (115), dans lequel le procédé
(300) est effectué au moyen d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 8 et
comprend les étapes suivantes :
- l'activation (315) d'une première source lumineuse (130.1) aménagée pour l'émission
de lumière d'une première couleur sur la denrée à cuire (115) ;
- la désactivation (315) d'une deuxième source lumineuse (130.2) aménagée pour l'émission
de lumière d'une deuxième couleur sur la denrée à cuire (115) ;
- la mise à disposition (315) d'une première image de la denrée à cuire (115) dans
la lumière de la première couleur ;
- la désactivation (315) de la première source lumineuse (130.1) et l'activation de
la deuxième source lumineuse (130.2) ;
- la mise à disposition (315) d'une deuxième image de la denrée à cuire (115) dans
la lumière de la deuxième couleur ; et
- la reconnaissance (320) de la denrée à cuire (115) sur la base de la première et
de la deuxième image.
10. Procédé (300) selon la revendication 9, dans lequel deux zones disjointes (410.1,
410.2, 410.3) de la denrée à cuire (115) sont simultanément éclairées de lumière de
couleurs différentes et deux images partielles des zones (410.1, 410.2, 410.3) sont
simultanément mises à disposition.
11. Procédé (300) selon l'une des revendications 9 ou 10, dans lequel un état de cuisson
de la denrée à cuire (115) est déterminé sur la base des images.