[0001] Nach einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung ein Sitzmöbel, umfassend eine Sitzbaugruppe
mit einem Sitzflächenabschnitt und einem mit dem Sitzabschnitt einstückig ausgebildeten
Rückenlehnenabschnitt, und eine Fußbaugruppe, welche die Sitzbaugruppe trägt.
[0002] Sitzmöbel, bei denen Sitzfläche und Rückenlehne einstückig miteinander ausgebildet
sind, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Sie werden beispielsweise im Garten
oder in Lounges eingesetzt. Die Fußbaugruppe dieser Sitzmöbel besteht meist aus einem
Metallgestell, das mit der Sitzbaugruppe fest verschraubt ist. Sitzt man auf einem
derartigen Sitzmöbel und lehnt sich nach hinten, so wird die Verbindung der miteinander
eine L-Form bildenden Sitzflächen- und Rückenlehnenabschnitte belastet. Häufige Verformung
führt zur Bildung von Mikrorissen, die im Extremfall zum Einreißen oder sogar zum
Abbrechen des Rückenlehnenabschnitts führen können.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Sitzmöbel der eingangs genannten Art
gelöst, welches ferner eine komprimierbare Baugruppe umfasst, welche zwischen der
Sitzbaugruppe und der Fußbaugruppe angeordnet ist. Hat eine Person auf dem Sitzmöbel
Platz genommen und lehnt sich nach hinten, so wird die komprimierbare Baugruppe in
einem dem Rückenlehnenabschnitt benachbarten Teilbereich stärker komprimiert als in
einem von dem Rückenlehnenabschnitt entfernten Teilbereich. Dadurch kann die komprimierbare
Baugruppe einen Teil der durch das Zurücklehnen verursachten Bewegung des Rückenlehnenabschnitts
aufnehmen, so dass die Verbindung zwischen Sitzflächenabschnitt und Rückenlehnenabschnitt
weniger stark verformt und damit weniger stark belastet wird.
[0005] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Eigenschaft "komprimierbar" im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung dann als gegeben angesehen wird, wenn
sich die von dem Sitzflächenabschnitt zum Auflageabschnitt hin gemessene Dicke der
komprimierbaren Baugruppe unter dem Gewicht einer 80kg schweren Person, die auf dem
Sitzmöbel Platz genommen hat, um mehr als 1% verringert.
[0006] In konstruktiv einfacher Weise kann die komprimierbare Baugruppe einen Schaumstoffkörper
umfassen, vorzugsweise einen aus einem Memory-Schaumstoff gebildeten Schaumstoffkörper.
Als Memory-Schaumstoff kann beispielsweise ein offenporiger Polyurethanschaumstoff
eingesetzt werden.
[0007] Obgleich es denkbar ist, die komprimierbare Baugruppe, beispielsweise den Schaumstoffkörper,
keilförmig auszubilden, d.h. als Baugruppe, deren Dicke in einem dem Rückenlehnenabschnitt
benachbarten Teilbereich einen größeren Wert aufweist als in einem von dem Rückenlehnenabschnitt
entfernten Teilbereich, wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, dass die
dem Sitzflächenabschnitt zugewandte Oberseite der komprimierbaren Baugruppe und die
dem Auflageabschnitt zugewandte Unterseite der komprimierbaren Baugruppe zueinander
im Wesentlichen parallel verlaufen. Dabei kann die Dicke der komprimierbaren Baugruppe,
beispielsweise des Schaumstoffkörpers, zwischen etwa 40mm und etwa 60mm, vorzugsweise
etwa 50mm, betragen.
[0008] Ferner können bei einer quaderförmig ausgebildeten komprimierbaren Baugruppe die
in Richtung von dem dem Rückenlehnenabschnitt benachbarten Teilbereich zu dem von
dem Rückenlehnenabschnitt entfernten Teilbereich gemessene Länge und die orthogonal
dazu gemessene Breite der komprimierbaren Baugruppe derart bemessen und/oder die komprimierbare
Baugruppe derart angeordnet sein, dass der vordere Rand der komprimierbaren Baugruppe
gegenüber dem vorderen Rand des Sitzflächenabschnitts um höchstens 10cm zurückspringt,
während die seitlichen Ränder der komprimierbaren Baugruppe mit den seitlichen Rändern
des Sitzflächenabschnitts im Wesentlichen bündig abschließen.
[0009] Grundsätzlich ist es jedoch auch denkbar, dass die Gestalt der komprimierbaren Baugruppe,
beispielsweise des Schaumstoffkörpers, in Längen- und/oder Breitenrichtung frei wählbar
ist. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Sitzflächenabschnitt aus einem
transparenten Material gefertigt ist, da die komprimierbare Baugruppe dann in vielfältiger
Weise zu gestalterischen Zwecken genutzt werden, solange ihre eigentliche Funktion
nicht beeinträchtigt wird.
[0010] Beispielsweise kann Gestalt der komprimierbaren Baugruppe, insbesondere ihre äußere
Kontur, in Form eines Logos ausgebildet sein, oder/und kann ein Logo in ihre dem Sitzflächenabschnitt
zugewandte Oberfläche eingefräst sein. Ferner kann sie ein- oder mehrfarbig ausgebildet
sein. Schließlich ist es auch möglich, die komprimierbare Baugruppe in einen Überzug
einzuhüllen, wobei der Überzug aus Textil, Leder oder dergleichen hergestellt sein
kann, beispielsweise in Anpassung an die Oberflächen weiterer Möbel, Wände oder dergleichen.
[0011] Zur Verbindung der komprimierbaren Baugruppe mit der Sitzbaugruppe und der Fußbaugruppe
wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Federeinheit vorgesehen ist, deren eines
Ende mit dem Sitzflächenabschnitt der Sitzbaugruppe formschlüssig verbindbar ist und
deren anderes Ende mit dem Auflageabschnitt der Fußbaugruppe formschlüssig verbindbar
ist. Hierbei kann an wenigstens einem Ende der Federeinheit eine Schraube, beispielsweise
eine Senkkopfschraube, angeordnet sein, die mit einem Außengewinde in ein komplementäres
Gewinde des Sitzflächenabschnitts bzw. des Auflageabschnitts einschraubbar ist, wobei
eine Feder der Federeinheit mit der Schraube formschlüssig verbindbar ist.
[0012] Vorteilhafterweise ist zumindest in jedem der vier Eckbereiche des Sitzflächenabschnitts
wenigstens eine Federeinheit angeordnet.
[0013] Ferner wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine der Federeinheiten ein in der komprimierbaren
Baugruppe vorgesehenes Durchgangsloch durchsetzt.
[0014] Die Federeinheiten halten die komprimierbare Baugruppe an Ort und Stelle und ermöglichen
erforderlichenfalls deren Austausch.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung, insbesondere der Sitzbaugruppe des erfindungsgemäßen
Sitzmöbels, wird vorgeschlagen, dass der Sitzflächenabschnitt oder/und der Rückenlehnenabschnitt
im Wesentlichen eben ausgebildet sind. Grundsätzlich ist es jedoch auch denkbar, dass
der Sitzflächenabschnitt oder/und der Rückenlehnenabschnitt gewölbt ausgebildet sind,
wobei die Wölbung zur Innenseite der von den beiden Abschnitten gebildeten L-Form
vorzugsweise konkav ausgebildet ist. Durch die Wölbung kann wenigstens einer beiden
Abschnitte die Form einer Schale, also einer Sitzschale bzw. einer Rückenschale, aufweisen.
[0016] Ferner kann die Sitzbaugruppe aus einem Material gefertigt sein, welches eine geringere
Komprimierbarkeit aufweist als das Material der komprimierbaren Baugruppe, vorzugsweise
verglichen mit diesem im Wesentlichen unkomprimierbar ist. Beispielsweise kann die
Sitzbaugruppe aus Kunststoff, beispielsweise PMMA (Polymethylmethacrylat) oder PC
(Polycabonat) oder PP (Polypropylen) oder CFK (kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff)
oder GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff), gefertigt sein, insbesondere aus transparentem
Kunststoff.
[0017] In konstruktiv einfacher Weise kann die Sitzbaugruppe ausgehend von einem plattenförmigen
Element in die den Sitzflächenabschnitt und den Rückenlehnenabschnitt aufweisende
L-Form gebogen sein. Für jedes der vorstehend genannten Materialien sind dem Fachmann
einschlägige Verformungsverfahren bekannt, mit denen dies erzielt werden kann. Die
Dicke des plattenförmigen Elements kann vorteilhafterweise zwischen etwa 8mm und etwa
15mm betragen, vorzugsweise etwa 12mm.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung, insbesondere der Fußgruppe des erfindungsgemäßen
Sitzmöbels, wird vorgeschlagen, dass die Fußbaugruppe neben dem Auflageabschnitt einen
im Wesentlichen horizontal verlaufenden Bodenabschnitt und einen Verbindungsabschnitt
aufweist, welcher den Bodenabschnitt und den Auflageabschnitt verbindet und mit diesen
im Wesentlichen eine C-Form bildet. Durch ihre im Wesentlichen C-förmige Ausgestaltung
ist auch die Fußbaugruppe in der Lage, zumindest einen Teil des durch das Zurücklehnen
hervorgerufenen Kippwinkels des Rückenlehnenabschnitts aufzunehmen.
[0019] Aus gestalterischen Gründen ist es vorteilhaft, wenn der Verbindungsabschnitt an
der Rückseite des Sitzmöbels angeordnet ist, also an jener Seite des Sitzmöbels, wo
die Sitzbaugruppe den Rückenlehnenabschnitt aufweist.
[0020] Analog zur Sitzbaugruppe wird vorgeschlagen, dass auch der Auflageabschnitt, der
Verbindungsabschnitt und der Bodenabschnitt der Fußbaugruppe miteinander einstückig
ausgebildet sind, und/oder die Fußbaugruppe aus Kunststoff, beispielsweise PMMA (Polymethylmethacrylat)
oder PC (Polycabonat) oder PP (Polypropylen) oder CFK (kohlenstofffaserverstärktem
Kunststoff) oder GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff), gefertigt ist, insbesondere
aus transparentem Kunststoff, und/oder dass die Fußbaugruppe ausgehend von einem plattenförmigen
Element in die den Auflageabschnitt, den Verbindungsabschnitt und den Bodenabschnitt
aufweisende C-Form gebogen ist.
[0021] Die Dicke des plattenförmigen Elements kann dabei zwischen etwa 10mm und etwa 25mm
betragen, vorzugsweise etwa 20mm.
[0022] Ferner können der Verbindungsabschnitt und der Auflageabschnitt zwischen sich einen
Winkel von mehr als 90° einschließen, vorzugsweise einen Winkel von zwischen etwa
95° und etwa 105°, noch bevorzugter einen Winkel von etwa 100°. Darüber hinaus können
der Verbindungsabschnitt und der Bodenabschnitt zwischen sich einen Winkel von zwischen
etwa 90° und etwa 80° einschließen, vorzugsweise einen Winkel von etwa 85°.
[0023] Nachzutragen ist noch, dass die Sitzbaugruppe und die Fußbaugruppe aus dem gleichen
Material, insbesondere dem gleichen Kunststoff hergestellt sein können. Bei Herstellung
aus plattenförmigen Elementen kann dabei jenes, aus dem die Sitzbaugruppe gefertigt
ist, eine geringere Dicke aufweisen als jenes, aus dem die Fußbaugruppe gefertigt
ist.
[0024] Nachzutragen ist ferner, dass die Sitzbaugruppe oder/und die Fußbaugruppe als Alternative
zur Ausbildung aus Kunststoff auch aus Metall, beispielsweise Stahl oder Aluminium,
oder aus Holz, beispielsweise Schichtholz, ausgebildet sein können. Auch für diese
Materialien sind dem Fachmann entsprechende Verformungsverfahren bekannt, um eine
Herstellung aus einem plattenförmigen Element zu ermöglichen.
[0025] In Abhängigkeit des jeweiligen Materials kann beispielsweise wenigstens eines der
folgenden Verfahren eingesetzt werden: Thermoformen, Spritzguss, Tiefziehen, Formverleimung
(insbesondere für Holz), Patrize plus Matrize (insbesondere für Kunststoff, Holz u.a.m.).
[0026] Nachzutragen ist schließlich auch noch, dass das erfindungsgemäße Sitzmöbel vorzugsweise
ein Stuhl ist, und zwar unabhängig vom genauen Einsatzzweck. Insbesondere kann das
erfindungsgemäße Sitzmöbel als Loungestuhl, als Sitzstuhl für Esstische, Wohnzimmertische,
Schreibtische, als Stuhl für Meetings und dergleichen ausgestaltet sein. Hierzu müssen
lediglich seine Abmessungen, beispielsweise die Erstreckung des Verbindungsabschnitts
der Fußbaugruppe, angepasst werden.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Kombination eines erfindungsgemäßen
Sitzmöbels mit einem Hocker, wobei der Hocker eine Fußbaugruppe mit einem Auflageabschnitt,
einem Bodenabschnitt und einem Verbindungsabschnitt sowie eine komprimierbare Baugruppe
aufweist, wobei der Auflageabschnitt, der Bodenabschnitt und der Verbindungsabschnitt
der Fußbaugruppe des Hockers die gleichen Winkel miteinander einschließen wie der
Auflageabschnitt, der Bodenabschnitt und der Verbindungsabschnitt der Fußbaugruppe
des Sitzmöbels, und wobei der Auflageabschnitt, der Bodenabschnitt und der Verbindungsabschnitt
der Fußbaugruppe des Hockers und die komprimierbare Baugruppe des Hockers derart bemessen
sind, dass der Hocker in der Ausnehmung der C-Form des Sitzmöbels aufgenommen werden
kann.
[0028] Um die komprimierbare Baugruppe des Hockers mit dem Auflageabschnitt des Hockers
verbinden zu können, wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Schraube, vorzugsweise
eine Senkkopfschraube, ein zugeordnetes Durchgangsloch des Auflageabschnitts durchsetzt
und in eine Gewindehülse eingreift, die in einem in der komprimierbaren Baugruppe
vorgesehenen Sackloch angeordnet ist, vorzugsweise in das Sackloch eingeklebt ist.
[0029] Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. Es stellt dar:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Kombination aus einem erfindungsgemäßen
Sitzmöbel und einem in Anlehnung an die Gestalt einer Fußbaugruppe des Sitzmöbels
ausgebildeten Hockers;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Kombination aus Figur 1 mit in der Fußbaugruppe des Sitzmöbels
aufgenommenem Hocker;
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Sitzmöbels;
- Figur 4
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Federeinheit zur Verbindung von Sitzbaugruppe,
Fußbaugruppe und komprimierbarer Baugruppe des erfindungsgemäßen Sitzmöbels; und
- Figur 5
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Verbindungseinheit zur Verbindung
der Fußbaugruppe und der komprimierbaren Baugruppe des Hockers.
[0030] In Figur 1 ist ein Sitzmöbel ganz allgemein mit 100 bezeichnet. Das Sitzmöbel 100
umfasst eine Sitzbaugruppe 102, eine Fußbaugruppe 104 und eine zwischen der Sitzbaugruppe
102 und der Fußbaugruppe 104 angeordnete komprimierbare Baugruppe 106.
[0031] Die Sitzbaugruppe 102 umfasst einen Sitzflächenabschnitt 110 und einen Rückenlehnenabschnitt
112, die einstückig miteinander ausgebildet sind, beispielsweise aus einem 12mm dicken
PMMA-Plattenmaterial. Der Sitzflächenabschnitt 110 und der Rückenlehnenabschnitt 112
bilden gemeinsam im Wesentlichen die Form eines "L", wobei der von dem Rückenlehnenabschnitt
112 gebildete Schenkel der L-Form einen Knick 112a aufweist. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel sind der Sitzflächenabschnitt 110 und der Rückenlehnenabschnitt
112 jeweils im Wesentlichen plan ausgebildet.
[0032] In analoger Weise umfasst die Fußbaugruppe 104 einen Auflageabschnitt 114, einen
Bodenabschnitt 116 und einen den Auflageabschnitt 114 und den Bodenabschnitt 116 miteinander
verbindenden Verbindungsabschnitt 118, die einstückig miteinander ausgebildet sind,
beispielsweise aus einem 20mm dicken PMMA-Plattenmaterial. Der Auflageabschnitt 114,
der Bodenabschnitt 116 und der Verbindungsabschnitt 118 bilden gemeinsam im Wesentlichen
die Form eines "C". In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Auflageabschnitt
114, der Bodenabschnitt 116 und der Verbindungsabschnitt 118 jeweils im Wesentlichen
plan ausgebildet.
[0033] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft der Verbindungsabschnitt 118 am
hinteren Ende der Fußbaugruppe 104, und zwar vorzugsweise in Verlängerung des unteren
Teilabschnitts 112b des Rückenlehnenabschnitts 112.
[0034] Ferner verlaufen der Sitzflächenabschnitt 110 der Sitzbaugruppe 102 und der Auflageabschnitt
114 der Fußbaugruppe 104 im Wesentlichen parallel zueinander. Daher weist die komprimierbare
Baugruppe 106, die in einfacher Weise von einem Memory-Schaumstoffkörper 120 gefertigt
sein kann, eine konstante Dicke vom etwa 50mm auf. Ferner weist die komprimierbare
Baugruppe 106 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine rechteckige Grundform
auf, so dass sie insgesamt quaderförmig ausgebildet ist.
[0035] Wie in Figur 3 dargestellt ist, sind die Sitzbaugruppe 102, die Fußbaugruppe 104
und die komprimierbare Baugruppe 106 unter Verwendung von vier Federeinheiten 122
aneinander befestigt. Genauer gesagt ist in jedem der vier Eckbereiche des Sitzflächenabschnitts
110 eine der Federeinheiten 122 angeordnet.
[0036] Wie in Figur 4 dargestellt ist, umfasst die Federeinheit 122 eine Feder 124, insbesondere
eine Schraubenfeder, die sowohl auf Zug als auch auf Druck belastet werden kann. An
den beiden Enden der Feder 124 ist jeweils eine Schraube 126 bzw. 128, beispielsweise
eine Senkkopfschraube, befestigt, die in eine komplementär ausgebildetes Gewinde 110a
des Sitzflächenabschnitts 110 bzw. 114a des Auflageabschnitts 114 eingeschraubt werden
kann. Beide Gewinde 110a und 114a verfügen jeweils über eine Senkvertiefung zur Aufnahme
des Senkkopfs der Schrauben 126 bzw. 128. Um zwischen der Feder 124 und den Schrauben
126 und 128 sowohl Zug- als auch Druckkräfte übertragen zu können, sind die beiden
Schrauben 126 und 128 formschlüssig mit der Feder 124 verbindbar.
[0037] Um die komprimierbare Baugruppe 106 in einfacher Weise an Ort und Stelle halten zu
können, durchsetzen die Federeinheiten 122 Durchgangslöcher 106a der komprimierbaren
Baugruppe 106.
[0038] In Figur 1 ist ferner ein Hocker 150 dargestellt, der zusammen mit dem Sitzmöbel
100 eine erfindungsgemäße Kombination 200 bildet.
[0039] Der Hocker 150 verfügt über eine Fußbaugruppe 154 mit einem Auflageabschnitt 164,
einem Bodenabschnitt 166 und einem Verbindungsabschnitt 168 sowie eine komprimierbare
Baugruppe 156. Erfindungsgemäß schließen der Auflageabschnitt 164, der Bodenabschnitt
166 und der Verbindungsabschnitt 168 der Fußbaugruppe 154 des Hockers 150 die gleichen
Winkel miteinander ein wie der Auflageabschnitt 114, der Bodenabschnitt 116 und der
Verbindungsabschnitt 118 der Fußbaugruppe 104 des Sitzmöbels 100, und zwar einen Winkel
von etwa 100° zwischen Auflageabschnitt und Verbindungsabschnitt und einen Winkel
von etwa 85° zwischen Bodenabschnitt und Verbindungsabschnitt. Ferner sind der Auflageabschnitt
164, der Bodenabschnitt 166 und der Verbindungsabschnitt 168 der Fußbaugruppe 154
des Hockers 150 und die komprimierbare Baugruppe 156 des Hockers 150 derart bemessen
sind, dass der Hocker 150 in der Ausnehmung der C-Form des Sitzmöbels 100 aufgenommen
werden kann.
[0040] Zur Verbindung der Fußbaugruppe 154 und der komprimierbaren Baugruppe 156 des Hockers
150 durchsetzt, wie in Figur 5 dargestellt ist, wenigstens eine Schraube 176, vorzugsweise
eine Senkkopfschraube, ein zugeordnetes Durchgangsloch 164a des Auflageabschnitts
164 und greift in eine Gewindehülse 180 eingreift, die in einem in der komprimierbaren
Baugruppe 156 vorgesehenen Sackloch 156a angeordnet, vorzugsweise in das Sackloch
156a eingeklebt, ist.
1. Sitzmöbel (100), umfassend
• eine Sitzbaugruppe (102) mit einem Sitzflächenabschnitt (110) und einem mit dem
Sitzflächenabschnitt (110) einstückig ausgebildeten Rückenlehnenabschnitt (112), und
• eine Fußbaugruppe (104), welche die Sitzbaugruppe (102) trägt,
dadurch gekennzeichnet, dass es ferner eine komprimierbare Baugruppe (106) umfasst, welche zwischen der Sitzbaugruppe
(102) und der Fußbaugruppe (104) angeordnet ist.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die komprimierbare Baugruppe (106) einen Schaumstoffkörper umfasst, vorzugsweise
einen aus einem Memory-Schaumstoff gebildeten Schaumstoffkörper.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die dem Sitzflächenabschnitt (110) zugewandte Oberseite der komprimierbaren Baugruppe
(106) und die dem Auflageabschnitt (114) zugewandte Unterseite der komprimierbaren
Baugruppe (106) zueinander im Wesentlichen parallel verlaufen.
4. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Federeinheit (122) vorgesehen ist, deren eines Ende mit dem Sitzflächenabschnitt
(110) der Sitzbaugruppe (102) formschlüssig verbindbar ist und deren anderes Ende
mit dem Auflageabschnitt (114) der Fußbaugruppe (104) formschlüssig verbindbar ist.
5. Sitzmöbel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Ende der Federeinheit (122) eine Schraube (126, 128), beispielsweise
eine Senckopfschraube, angeordnet ist, die mit einem Außengewinde in ein komplementäres
Gewinde (110a) des Sitzflächenabschnitts (110) bzw. (114a) des Auflageabschnitts (114)
einschraubbar ist, wobei eine Feder (124) der Federeinheit (122) mit der Schraube
(126, 128) formschlüssig verbindbar ist.
6. Sitzmöbel nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Federeinheiten (122) ein in der komprimierbaren Baugruppe (106)
vorgesehenes Durchgangsloch (106a) durchsetzt.
7. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzflächenabschnitt (110) oder/und der Rückenlehnenabschnitt (112) im Wesentlichen
eben ausgebildet sind.
8. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzbaugruppe (102) aus Kunststoff, beispielsweise PMMA (Polymethylmethacrylat)
oder PC (Polycabonat) oder PP (Polypropylen) oder CFK (kohlenstofffaserverstärktem
Kunststoff) oder GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff), gefertigt ist, insbesondere
aus transparentem Kunststoff.
9. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzbaugruppe (102) ausgehend von einem plattenförmigen Element in die den Sitzflächenabschnitt
(110) und den Rückenlehnenabschnitt (112) aufweisende L-Form gebogen ist.
10. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fußbaugruppe (104) neben dem Auflageabschnitt (114) einen im Wesentlichen horizontal
verlaufenden Bodenabschnitt (116) und einen Verbindungsabschnitt (118) aufweist, welcher
den Bodenabschnitt (116) und den Auflageabschnitt (114) verbindet und mit diesen im
Wesentlichen eine C-Form bildet.
11. Sitzmöbel nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (118) an der Rückseite des Sitzmöbels (100) angeordnet ist,
also an jener Seite des Sitzmöbels (100), wo die Sitzbaugruppe (102) den Rückenlehnenabschnitt
(112) aufweist.
12. Sitzmöbel nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass auch der Auflageabschnitt (114), der Verbindungsabschnitt (118) und der Bodenabschnitt
(116) der Fußbaugruppe (104) miteinander einstückig ausgebildet sind,
13. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, die Fußbaugruppe (104) aus Kunststoff, beispielsweise PMMA (Polymethylmethacrylat)
oder PC (Polycabonat) oder PP (Polypropylen) oder CFK (kohlenstofffaserverstärktem
Kunststoff) oder GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff), gefertigt ist, insbesondere
aus transparentem Kunststoff.
14. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fußbaugruppe (104) ausgehend von einem plattenförmigen Element in die den Auflageabschnitt
(114), den Verbindungsabschnitt (118) und den Bodenabschnitt (116) aufweisende C-Form
gebogen ist.
15. Kombination (200) eines Sitzmöbels (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit
einem Hocker (150),
wobei der Hocker (150) eine Fußbaugruppe (154) mit einem Auflageabschnitt (164), einem
Bodenabschnitt (166) und einem Verbindungsabschnitt (168) sowie eine komprimierbare
Baugruppe (156) aufweist,
wobei der Auflageabschnitt (164), der Bodenabschnitt (166) und der Verbindungsabschnitt
(168) der Fußbaugruppe (154) des Hockers (150) die gleichen Winkel miteinander einschließen
wie der Auflageabschnitt (114), der Bodenabschnitt (116) und der Verbindungsabschnitt
(118) der Fußbaugruppe (104) des Sitzmöbels (100), und
wobei der Auflageabschnitt (164), der Bodenabschnitt (166) und der Verbindungsabschnitt
(168) der Fußbaugruppe (154) des Hockers (150) und die komprimierbare Baugruppe (156)
des Hockers (150) derart bemessen sind, dass der Hocker (150) in der Ausnehmung der
C-Form des Sitzmöbels (100) aufgenommen werden kann.
16. Kombination nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schraube (176), vorzugsweise eine Senkkopfschraube, ein zugeordnetes
Durchgangsloch (164a) des Auflageabschnitts (164) des Hockers (150) durchsetzt und
in eine Gewindehülse (180) eingreift, die in einem in der komprimierbaren Baugruppe
(156) des Hockers (150) vorgesehenen Sackloch (156a) angeordnet, vorzugsweise in das
Sackloch eingeklebt, ist.