[0001] Die Erfindung betrifft eine Motormoduleinheit für ein Sauggerät und ein Sauggerät,
insbesondere mit einer derartigen Motormoduleinheit.
[0002] Sauggeräte sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt, diese dienen dazu, Partikel
aus einem Saugstrom abzusondern. Um hierfür den benötigten Saugstrom bereitstellen
zu können, verfügen die Sauggeräte über einen Motor, welcher den Saugstrom fördert.
Dieser Motor muss dabei jedoch derart in dem Sauggerät gehalten bzw. gelagert sein,
sodass der Motor, insbesondere bei Wartungsarbeiten, sicher gehalten ist, denn ansonsten
droht eine Beschädigung des Motors.
[0003] Es ist beispielsweise aus der
EP 2 229 861 A2 bekannt, die Motorhalterung derart zu dimensionieren, dass der Saugmotor durch eine
Montageöffnung in der Motorhalteplatte in einen Motoraufnahmeraum führbar ist. Die
Lagerung des Motors in seiner endgültigen Position wird dabei durch einen reversibel
festlegbaren Deckel erreicht, welcher mittels Schrauben an der Motorplatte festgelegt
ist. Der Nachteil dieser in der
EP 2 229 861 A2 vorgeschlagenen Lösung ist jedoch, dass der Motor durch den Deckel gehalten ist,
sodass bei einem Entfernen des Deckels ein ungewolltes Herausfallen und somit eine
Beschädigung des Motors droht. Darüber hinaus wird durch die Abstützfunktion des Deckels
auch der für den Saugstromvorhandene Querschnitt verringert, sodass hierdurch auch
ein erhöhter Energiebedarf verursacht wird. Zusätzlich ist auch noch festzuhalten,
dass diese Art der Lagerung des Motors auch anfällig gegenüber Vibrationen ist, welche
ein Lösen der Verschraubung des Deckels verursachen können.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine sichere Abstützung eines Motors
in einem Sauggerät zu erreichen, welche darüber hinaus insbesondere auch kostengünstig
herstellbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Motormoduleinheit gemäß dem Anspruch 1 und mit einem
Sauggerät gemäß dem Anspruch 14 gelöst. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie aus den Figuren.
[0006] Die Erfindung betrifft eine Motormoduleinheit für ein Sauggerät bzw. eines Sauggeräts.
Die Motormoduleinheit umfasst ein Saugmotormodul und ein Tragmodul, wobei das Tragmodul
eine Motoraufnahmeöffnung aufweist, wobei die Motoraufnahmeöffnung sich insbesondere
in Höhenrichtung erstreckt, wobei das Saugmotormodul einen Saugmotor zur Erzeugung
eines Saugstroms umfasst, wobei das Tragmodul derart ausgelegt ist, dass formschlüssig
das vollständige Durchtreten des Saugmotormoduls und/oder des Saugmotors durch die
Motoraufnahmeöffnung, insbesondere in Höhenrichtung, verhindert ist. Die erfindungsgemäße
Motormoduleinheit ist dazu ausgelegt und/oder dazu bestimmt, in einem Sauggerät, insbesondere
einem Staubsauger, angeordnet zu sein. Die Motormoduleinheit umfasst dabei sowohl
ein Saugmotormodul als auch ein Tragmodul. Das Saugmotormodul besteht zumindest aus
einem Saugmotor, welcher letztendlich dazu ausgelegt ist, einen Saugstrom erzeugen
zu können, welcher in dem späteren Sauggerät dazu dient, Partikel aufzunehmen und
von der Umgebung in das Sauggerät zu fördern. Der Saugmotor ist insbesondere ein Elektromotor.
Das Saugmotormodul kann neben dem Saugmotor auch noch abstützende Lagerelemente, wie
beispielsweise ein Gummilager, und Strömungsförderungsmittel wie Propeller, Turbinen
und/oder Ventilatoren umfassen. Durch die Kombination aus Strömungsförderungsmittel
und Lagerelementen kann einen Saugstrom effektiv gefördert werden und auch eine schwingungsarme
Lagerung erreicht werden. Das Tragmodul der erfindungsgemäßen Motormoduleinheit hingegen
dient dazu, den Saugmotor zu tragen und/oder diesen abzustützen. In anderen Worten
ist das Tragmodul der Motormoduleinheit insbesondere dazu ausgelegt, den Saugmotor,
insbesondere formschlüssig, gegenüber dem Sauggerät zu halten. Das Tragmodul kann
dabei insbesondere ein Teil des Gehäuses des Sauggeräts ausbilden, insbesondere einen
Teil eines Motorgehäuseteils des Gehäuses. Das Tragmodul weist eine Motoraufnahmeöffnung
auf, welche sich insbesondere in Höhenrichtung erstreckt. Die Höhenrichtung ist daher
insbesondere diejenige Richtung, in welche sich ein Bohrer erstrecken würde, wenn
die Motoraufnahmeöffnung eine Bohrung wäre. Die Höhenrichtung ist vorteilhafterweise
in einem eingebauten Zustand der Motormoduleinheit parallel zum Vektor der Erdbeschleunigung
ausgerichtet, wenn sich das Sauggerät auf einer horizontalen Fläche befindet. Die
Motoraufnahmeöffnung dient insbesondere dazu, dass durch diese der vom Saugmotor erzeugte
Saugstrom geleitet wird. In andern Worten ist eine der Aufgaben der Motoraufnahmeöffnung,
ein Hindurchtreten des Saugstroms durch das Tragmodul zu ermöglichen. Alternativ oder
zusätzlich bevorzugt kann die Motoraufnahmeöffnung auch derart ausgebildet sein, dass
diese teilweise den Saugmotor aufnimmt. Daher kann sich der Saugmotor und/oder das
Saugmotormodul zumindest teilweise in die Motoraufnahmeöffnung hinein erstrecken.
Das Tragmodul der Motormoduleinheit ist dabei derart ausgelegt, dass diese formschlüssig
das vollständige Durchtreten des Saugmotormoduls und/oder des Saugmotors durch die
Motoraufnahmeöffnung, insbesondere in Höhenrichtung, verhindert. Das Tragmodul ist
daher derart ausgelegt, dass dieses - aufgrund eines formschlüssigen Kontaktes mit
dem Saugmotor und/oder mit Bestandteilen des Saugmotormoduls - es unmöglich für das
Saugmotormodul und/oder den Saugmotor macht, vollständig durch die Motoraufnahmeöffnung
hindurchtreten zu können. Hierdurch kann eine besonders sichere Abstützung des Saugmotors
und/oder des Saugmotormoduls in Relation zum Tragmodul erreicht werden.
[0007] Vorteilhafterweise ist die Motoraufnahmeöffnung derart beschaffen, dass das Saugmotormodul
und/oder der Saugmotor sich teilweise durch die Motoraufnahmeöffnung erstrecken kann.
Hierdurch kann ein besonders strömungstechnisch günstiges Hindurchtreten des Saugstroms
durch das Tragmodul erreicht werden. In anderen Worten kann hierdurch der im Saugbetrieb
auftretende Strömungswiderstand des Saugstroms reduziert werden. Darüber hinaus kann
hierdurch auch noch eine besonders kompakte Anordnung des Saugmotors und/oder des
Saugmotormoduls erreicht werden. Unter einem "teilweise durch die Motoraufnahmeöffnung
erstrecken" ist dabei in diesem Zusammenhang insbesondere zu verstehen, dass die Ebene,
in welcher die Motoraufnahmeöffnung liegt, das Saugmotormodul und/oder den Saugmotor
zumindest teilweise schneidet.
[0008] Zweckmäßigerweise ist die maximale Abmessung der Motoraufnahmeöffnung größer als
der maximale Durchmesser des Saugmotormoduls und/oder des Saugmotors senkrecht zur
Höhenrichtung, und/oder wobei die minimale Abmessung der Motoraufnahmeöffnung kleiner
als der maximale Durchmesser des Saugmotormoduls und/oder des Saugmotors senkrecht
zur Höhenrichtung ist. Bei einer Dimensionierung der Motoraufnahmeöffnung dahingehend,
dass dessen maximale Abmessung größer ist als der maximale Durchmesser des Saugmotormoduls
und/oder des Saugmotors senkrecht zur Höhenrichtung, kann ein besonders geringer Strömungswiderstand
für den Saugstrom erreicht werden. Die maximale Abmessung der Motoraufnahmeöffnung
ist dabei insbesondere der maximale Durchmesser der Motoraufnahmeöffnung. Der maximale
Durchmesser der Motoraufnahmeöffnung ist dabei derjenige Durchmesser eines idealisierten
Kreises, welcher die Motoraufnahmeöffnung gerade vollständig umgeben kann. Der maximale
Durchmesser des Saugmotormoduls senkrecht zur Höhenrichtung ist dabei derjenige Durchmesser,
welcher ein das Saugmotormodul und/oder den Saugmotor gerade umgebender Kreis aufweist,
wobei dieser Kreis sich in einer Ebene befindet, welche senkrecht zur Höhenrichtung
steht. Die minimale Abmessung der Motoraufnahmeöffnung hingegen ist insbesondere derjenige
Durchmesser eines idealisierten Kreises in der Ebene der Motoraufnahmeöffnung, welcher
sich gerade maximal innerhalb der Motoraufnahmeöffnung erstrecken kann. Maßgeblich
für die vorgenannten Dimensionierungsrelationen ist dabei grundlegend der montierte
Zustand des Saugmotors. Der montierte Zustand ist dabei grundlegend derjenige Zustand,
in welchem der Saugmotor und/oder das Saugmotormodul ihre bestimmungsgemäße Position
in Relation zum Sauggerät und/oder zum Tragmodul eingenommen haben. Bei einer Dimensionierung
der Motoraufnahmeöffnung derart, dass dessen minimale Abmessung kleiner als der maximale
Durchmesser des Saugmotormoduls und/oder des Saugmotors senkrecht zur Höhenrichtung
ist, kann eine besonders sichere und formschlüssige Abstützung des Motors erreicht
werden.
[0009] Vorteilhafterweise ist das Tragmodul vollständig und/oder zumindest zum überwiegenden
Teil, aus Kunststoff ausgebildet, insbesondere aus einem Thermoplasten. Hierdurch
kann eine besonders kostengünstige Herstellung des Tragmoduls erreicht werden. Ein
Thermoplast kann dabei besonders gut für die Herstellung mittels eines Gießverfahrens
verwendet werden. In andere Worten kann das Tragmodul aus einem Thermoplast ausgebildet
sein.
[0010] Zweckmäßigerweise ist das Tragmodul einstückig ausgebildet. Unter einem einstückigen
Ausbilden ist dabei insbesondere zu verstehen, dass die einzelnen Bestandteile des
Tragmoduls weder stoffschlüssig, formschlüssig noch kraftschlüssig zusammengefügt
sind. Daher ist es vorteilhaft, wenn das Tragmodul insbesondere in einem Urformprozess
hergestellt ist. Nachträgliches Mindern von Zusammenhalt im Hinblick auf einzelne
Bestandteile des Tragmoduls hindert jedoch nicht eine einstückige Ausbildung. Das
Tragmodul kann daher beispielsweise nach dem Urformprozess durchaus spanabhebend bearbeitet
sein und dennoch einstückig ausgebildet sein. Durch eine einstückige Ausgestaltung
des Tragmoduls kann eine besonders mechanisch belastbare Konstruktion zur Abstützung
des Saugmotors erreicht werden.
[0011] Vorteilhafterweise weist das Tragmodul zumindest ein Haltemittel, bevorzugt eine
Vielzahl von Haltemitteln auf, welche formschlüssig das vollständige Durchtreten des
Saugmotormoduls und/oder des Saugmotors durch die Motoraufnahmeöffnung verhindern
bzw. verhindert. Die Haltemittel können beispielsweise hervortretende Strukturen sein,
welche durch ihr Hervorragen eine formschlüssige Abstützung des Saugmotors und/oder
des Saugmotormoduls erreichen. Zweckmäßigerweise sind dabei die Haltemittel einstückig
mit dem Tragmodul und/oder zumindest mit dem Grundkörper des Tragmoduls ausgebildet.
Alternativ oder zusätzlich bevorzugt können die Haltemittel auch stoffschlüssig mit
dem Tragmodul oder zumindest mit dem Grundkörper des Tragmoduls verbunden sein. Durch
das stoffschlüssige, und insbesondere durch das einstückige, Ausbilden der Haltemittel
kann eine besonders mechanisch belastbare Struktur erreicht werden. Vorzugsweise sind
die Haltemittel dabei derart angeordnet, dass diese zumindest teilweise in den Saugstrom
hinein ragen. In anderen Worten können die Haltemittel derart ausgebildet sein, dass
diese zumindest teilweise in einem eingebauten Zustand von dem auftretenden Saugstrom
umströmt werden. Hierdurch kann eine besonders kompakte Abstützung des Saugmotors
und/oder des Saugmotormoduls erreicht werden und darüber hinaus kann hierdurch auch
eine einfache und strömungstechnisch günstige Förderfähigkeit des Saugmotors und/oder
des Saugmotormoduls im Hinblick auf den Saugstrom erreicht werden.
[0012] In einer vorteilhaften Ausführungsform sind/ist die/das Haltemittel als radial in
die Motoraufnahmeöffnung hervorstehende Vorsprünge ausgebildet. Unter einem radial
in die Motoraufnahmeöffnung hervorstehenden Vorsprung ist dabei zu verstehen, dass
die Haltemittel sich insbesondere in die Motoraufnahmeöffnung und im Wesentlichen
senkrecht zu derjenigen Richtung erstrecken, in welche sich die Motoraufnahmeöffnung
erstreckt. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt kann unter einem radial in die Motoraufnahmeöffnung
erstrecken auch verstanden werden, dass die Haltemittel die Querschnittsfläche der
Projektion der Motoraufnahmeöffnung auf eine Ebene senkrecht zu der Erstreckungsrichtung
der Motoraufnahmeöffnung verkleinern, insbesondere im Vergleich zu der Querschnittsfläche
der Projektion ohne Haltemittel. Vorteilhafterweise erstrecken sich die Haltemittel
dabei von einer Seitenfläche der Motoraufnahmeöffnung aus. Die Seitenfläche weist
dabei insbesondere eine Normale auf, welche senkrecht auf der Höhenrichtung und/oder
der Erstreckungsrichtung der Motoraufnahmeöffnung steht. Zweckmäßigerweise können
die Haltemittel insbesondere Vorsprünge sein, welche sich vornehmlich senkrecht oder
zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Höhenrichtung erstrecken. Unter "im Wesentlichen
senkrecht" ist dabei insbesondere zu verstehen, dass eine Abweichung von 15°, bevorzugt
von maximal 10°, besonders bevorzugt von maximal 5°, besonders stark bevorzugt von
maximal 3°, zu einem idealen senkrechten Winkel vorhanden sein darf. Durch das Ausbilden
der Haltemittel als radial in die Motoraufnahmeöffnung hervorstehende Vorsprünge kann
eine besonders strömungsmechanisch günstige Durchtretung des Saugstroms durch das
Tragmodul erreicht werden, wobei gleichzeitig nur wenig Bauraum für die formschlüssige
Abstützung der des Saugmotors benötigt wird. Zweckmäßigerweise sind die Vorsprünge
dabei nicht miteinander verbunden, daher vorsprungskontaktfrei ausgebildet. Alternativ
bevorzugt oder zusätzlich bevorzugt können die Haltemittel auch als eine Gitterstruktur
ausgebildet sein. In anderen Worten können die Haltemittel sich dabei vollständig
über die gesamte Motoraufnahmeöffnung in die Erstreckungsrichtung erstrecken. Hierdurch
kann eine besonders sichere Abstützung erfolgen, wobei der Nachteil einer derartigen
Lösung in einer Steigerung des Strömungswiderstandes liegt.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Tragmodul zumindest drei,
bevorzugt zumindest fünf, und besonders bevorzugt sieben Haltemittel auf. Hierdurch
kann eine besonders sichere Abstützung sowie eine besonders sichere formschlüssige
Verhinderung des Durchtretens des Saugmotormoduls und/oder des Saugmotors durch die
Motoraufnahmeöffnung erreicht werden. Durch das Ausbilden des Tragmoduls derart, dass
dieses eine ungerade Anzahl an Haltemitteln, insbesondere drei, bevorzugt zumindest
fünf, besonders bevorzugt zumindest sieben, aufweist, kann erreicht werden, dass -
gerade bei einem Ausbilden der Haltemittel als radial in die Motoraufnahmeöffnung
hervorstehende Vorsprünge - der durchtretungsfähige Durchmesser der Motoraufnahmeöffnung
reduziert werden kann, wobei gleichzeitig der für den Saugstrom vorhandene Durchmesser
weiterhin besonders groß gehalten werden kann. Daher kann durch diese ungerade Zahl
an Haltemitteln ein geringer Strömungswiderstand mit dem Vorteil einer besonders sicheren
Abstützung kombiniert werden. Vorteilhafterweise ist dabei die Anordnung der Haltemittel
in der Motoraufnahmeöffnung derart ausgebildet, dass jeweils in Erstreckungsrichtung
des jeweiligen Haltemittels gesehen, gegenüberliegend in der Motoraufnahmeöffnung
kein Haltemittel vorhanden ist.
[0014] Zweckmäßigerweise weist das Tragmodul zumindest eine Luftführungsanordnung auf, wobei
in einem eingebauten Zustand die Luftrührungsanordnung zumindest teilweise den Saugstrom
des Sauggerätes leitet und/oder umschließt. Die Luftführungsanordnung dient insbesondere
dazu, eine weitere Durchtrittsmöglichkeit des Saugstroms durch das Tragmodul zu ermöglichen.
Hierdurch kann eine besonders kompakte und mechanisch belastbare Tragmodulausgestaltung
erreicht werden, welche gleichzeitig eine kompakte Saugstromführung in einem Sauggerät
erlaubt. Vorteilhafterweise ist die Luftführungsanordnung dabei derart ausgelegt,
dass diese den Saugstrom auf seinem Weg von einem in dem Sauggerät vorhandenen Filter
zum Saugmotor bzw. zum Saugmotormodul zumindest teilweise in Saugstromrichtung leitet.
Unter einem Leiten des Saugstroms ist dabei zu verstehen, dass das jeweilige Element
die Strömungsrichtung, insbesondere die Hauptströmungsrichtung, des Saugstroms beeinflusst
und/oder geometrisch vorgibt.
[0015] Vorteilhafterweise weist das Tragmodul einen Filteraufnahmeraum auf, wobei in dem
Filteraufnahmeraum ein Filter anordenbar ist oder angeordnet ist. Daher kann die Motormoduleinheit
neben dem Tragmodul und dem Saugmotormodul zumindest auch einen Filter aufweisen.
Der Filteraufnahmeraum ist dabei derjenige Raum, welcher zumindest teilweise den Filter
umschließen kann. Durch das Vorsehen eines Filteraufnahmeraums am Tragmodul kann eine
besonders kompakte und zweckmäßige Einheit für ein Sauggerät erreicht werden, denn
das Tragmodul übernimmt in einer derartigen Ausgestaltung nicht nur das sichere Abstützen
des Saugmotormoduls des Sauggeräts, sondern vielmehr erfüllt das Tragmodul auch gleichzeitig
die Abstützfunktion des Filters des Sauggeräts. Daher kann durch eine derartige Ausgestaltung
des Tragmoduls eine besonders kompakte Ausgestaltung eines Sauggeräts erreicht werden.
Zweckmäßigerweise kann der Filteraufnahmeraum dabei durch ein Filterhalter ausgebildet
sein, welcher mit einem Grundkörper des Tragmoduls form-, kraft- und/oder stoffschlüssig
verbunden ist.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Filteraufnahmeraum, insbesondere in
Höhenrichtung, durch ein Traggitter begrenzt. Durch diese Art der Ausgestaltung kann
in besonders einfacher Weise eine strömungsmechanisch günstige Abstützung eines Filterelements
im Filteraufnahmeraum erreicht werden.
[0017] In vorteilhafter Weise umfasst die Motormoduleinheit zusätzlich einen Deckel, wobei
das Tragmodul Montagestrukturen zur Festlegung, insbesondere zur reversiblen Festlegung,
des Deckels aufweist, wobei der Deckel in einem festgelegten Zustand die Motoraufnahmeöffnung,
insbesondere in Höhenrichtung, abdeckt. Unter einem "abdecken" ist in diesem Zusammenhang
insbesondere zu verstehen, dass bei einer Projektion des Deckels und der Motoraufnahmeöffnung
in Abdeckrichtung die Projektion des Deckels die Projektion der Motoraufnahmeöffnung
umschließt. Die am Tragmodul vorhandenen Montagestrukturen zur Festlegung, insbesondere
zur reversiblen bzw. zerstörungsfreien Festlegung, können insbesondere Haken, Laschen
und/oder Löcher, vorteilhafterweise mit einem Muttergewinde, sein. Durch das Vorsehen
eines Deckels an dem Tragmodul kann in besonders kompakter Weise der Saugstrom in
die Motoraufnahmeöffnung geleitet werden. Darüber hinaus kann der Deckel auch noch
als eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung dienen, um ein ungewolltes Eingreifen
eines Benutzers in das Saugmotormodul, insbesondere bei Wartungsarbeiten, zu verhindern.
In anderen Worten kann der Deckel daher dazu dienen, Verletzungen eines Benutzers
zu verhindern und/oder zumindest zu minimieren.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform verbindet der Deckel in einem festgelegten Zustand
die Motoraufnahmeöffnung fluidleitend mit der Luftführungsanordnung und/oder begrenzt
der Deckel den Fluidweg zwischen der Motoraufnahmeöffnung und der Luftführungsanordnung.
In anderen Worten kann der Saugstrom zwischen der Luftführungsanordnung und der Motoraufnahmeöffnung
zumindest teilweise durch den Deckel begrenzt sein. Hierdurch kann eine besonders
kompakte Saugstromführung in einem Sauggerät erreicht werden, sodass ein besonders
kompaktes Sauggerät resultiert.
[0019] Ein weiterer Aspekt der Erfindung kann ein Sauggerät zum Absondern von Partikeln
aus einem Saugstrom betreffen, wobei das Sauggerät eine wie vorhergehend und nachfolgend
beschriebene Motormoduleinheit aufweist. Hierdurch können die obig und die nachfolgend
genannten Vorteile durch die Motormoduleinheit in einem Sauggerät realisiert werden.
[0020] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Sauggeräts, insbesondere in einem Sauggerät
mit einer vorhergehend und nachfolgend beschriebenen Motormoduleinheit, weist das
Sauggerät ein Gehäuse auf, wobei das Gehäuse ein Motorgehäuseteil und ein Auffanggehäuseteil
aufweist, wobei das Motorgehäuseteil insbesondere ein Motormoduleinheit wie vorgehend
und nachfolgend beschrieben aufweist, wobei das Motorgehäuseteil, insbesondere die
elektronische Schaltung und/oder die Elektronik des Sauggeräts aufweist, wobei das
Auffanggehäuseteil insbesondere Montagemittel frei lösbar mit dem Motorgehäuseteil
verbunden ist oder verbindbar ist. In anderen Worten kann das Sauggerät vornehmlich
aus zwei Bestandteilen bzw. Hauptbaugruppen bestehen, zum einen einem Motorgehäuseteil
und zum anderen einem Auffanggehäuseteil. Das Motorgehäuseteil dient insbesondere
dazu, ein Saugmotormodul zu umfassen und zu lagern und die weiteren elektronischen
Bauteile, insbesondere die Schaltungen und/oder die Elektronik des Sauggeräts, zu
lagern und gegen äußere Einflüsse zu schützen. Das Auffanggehäuseteil des Saugergehäuses
erfüllt hingegen vornehmlich den Zweck, die aus dem Saugstrom durch das Sauggerät
entfernten Partikel aufzufangen. In anderen Worten dient das Auffanggehäuseteil dazu,
eine Lagerungs- und Auffangmöglichkeit für die Schmutzpartikel bereitzustellen. Um
eine schnelle Entleerung des Auffanggehäuseteils zu erreichen, ist das Auffanggehäuseteil
mit dem Motorgehäuseteil lösbar verbunden, insbesondere derart, dass diese Lösbarkeit
ohne Einsatz von Montagemitteln und/oder Werkzeugen erfolgen kann.
[0021] In einer vorteilhaften Weiterbildung begrenzt die Motormoduleinheit das Motorgehäuseteil
in Höhenrichtung gegenüber dem Auffanggehäuse. In anderen Worten bildet die Motormoduleinheit
zumindest einige Teile des jeweiligen Motorgehäuseteils aus, welche in einem montierten
Zustand das Motorgehäuseteil, insbesondere in Höhenrichtung, in Richtung des Auffanggehäuseteils
begrenzen. Vorteilhafterweise kann die Motormoduleinheit daher, insbesondere in Höhenrichtung,
zumindest teilweise auch den vornehmlich im Auffanggehäuseteil vorgesehenen Schmutzaufnahmeraum
begrenzen. Hierdurch kann eine besonders kompakte Ausgestaltung eines Sauggeräts erreicht
werden.
[0022] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung mit Bezug auf die Figuren. Einzelne Merkmale der dargestellten Ausführungsformen
können dabei auch in anderen Ausführungsformen eingesetzt werden, sofern dies nicht
ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Tragmodul einer Motormoduleinheit;
- Figur 2
- eine Ansicht in Höhenrichtung eines Tragmoduls;
- Figur 3
- eine isometrische Ansicht eines Motorgehäuseteils;
- Figur 4
- eine weitere isometrische Ansicht eines Motorgehäuseteils und
- Figur 5
- einen Schnitt durch ein Sauggerät.
[0023] In
Figur 1 ist eine isometrische Ansicht eines Tragmoduls 24 gezeigt. Das in der Figur 1 dargestellte
Tragmodul 24 kann dabei Teil einer Motormoduleinheit eines Sauggeräts 1 sein. Das
Tragmodul 24 weist eine Motoraufnahmeöffnung 54 auf, welche sich in Höhenrichtung
H erstreckt. Radial in die Motoraufnahmeöffnung 54 erstrecken sich eine Vielzahl von
Haltemitteln 26. Das Tragmodul 24 weist auch einen Filteraufnahmeraum 30 auf, welcher
in Höhenrichtung H durch ein Traggitter 35 begrenzt ist. Die innerhalb der Motoraufnahmeöffnung
54 angeordneten Haltemittel 26 sind dabei einstückig mit der Grundplatte bzw. dem
Grundkörper des Tragmoduls 24 ausgebildet.
[0024] In
Figur 2 ist eine weitere Ansicht eines Tragmoduls 24 gezeigt. Die Ansicht der Figur 2 erstreckt
sich dabei in Höhenrichtung H. Prinzipiell kann die in der Figur 2 dargestellte Ausführungsform
eine weitere Ansicht der bereits in der Figur 1 dargestellten Ausführungsform sein.
Neben den im Filteraufnahmeraum 30 vorhandenen Öffnungen zwischen den Traggittern
35 und der Motoraufnahmeöffnung 54 verfügt das Tragmodul 24 über eine Luftführungsanordnung
55, welche drei Durchbrüche in Höhenrichtung H aufweist. Wie der Figur 2 entnehmbar
ist, ist der Saugmotor 12 bzw. das Saugmotormodul 58 formschlüssig in Höhenrichtung
H durch die Haltemittel 26 abgestützt. Darüber hinaus ist die Motoraufnahmeöffnung
54 auch noch derart ausgebildet, dass die minimale Abmessung der Motoraufnahme 54
kleiner als der maximale Durchmesser des Saugmotormoduls 58 und/oder des Saugmotors
12 senkrecht zur Höhenrichtung H ist.
[0025] In
Figur 3 ist ein Motorgehäuseteil 20 gezeigt, welches ein Tragmodul 24, einen Saugmotor 12
und ein Saugmotormodul 58 aufweist. Daher zeigt die Figur 3 insbesondere einen montierten
Zustand des Tragmoduls 24 in einem Motorgehäuseteil 20.
[0026] In
Figur 4 ist eine weitere isometrische Ansicht eines Motorgehäuseteils 20 dargestellt, wobei
im Vergleich zu der Figur 4 das Motorgehäuseteil 20 zusätzlich einen Deckel 60 aufweist,
welcher durch Schrauben kraftschlüssig am Tragmodul festgelegt ist. Der in der Figur
4 dargestellte Deckel 60 ist dabei in seinem festgelegten bzw. montierten Zustand
gezeigt, wobei der Deckel 60 die Motoraufnahmeöffnung 54 fluidleitend mit der Luftführungsanordnung
55 des Tragmoduls 24 verbindet und die Motoraufnahmeöffnung 54 in Höhenrichtung H
abdeckt. Das Motorgehäuseteil 20 weist im Filteraufnahmeraum 30 des Tragmoduls 24
einen Filter 40 auf.
[0027] In
Figur 5 ist ein Schnitt durch ein Sauggerät 1 gezeigt. Der Schnitt erstreckt sich dabei sowohl
in Höhenrichtung H als auch in Längsrichtung des Sauggeräts 1. Das Sauggerät 1 verfügt
über ein Motorgehäuseteil 20 und über ein Auffanggehäuseteil 22. In der Figur 5 ist
der durch den Saugmotor 12 des Saugmotormoduls 58 verursachte Saugstrom 13 angedeutet.
Der Saugstroms 13 verläuft zunächst von der Umgebung in das Auffanggehäuseteil 22
und von diesem durch den Filter 40. Von dem Filter 40 aus verläuft der Saugstrom 13
über die Luftführungsanordnung 55 und den Deckel 60 durch die Motoraufnahmeöffnung
54 und von dort in den Saugmotor 12. Der Saugmotor 12 bzw. das Saugmotormodul 58 ist
dabei
[0028] formschlüssig in Höhenrichtung H durch das Tragmodul 24 abgestützt. Das Tragmodul
24 ist dabei derart ausgebildet, dass dieses formschlüssig das vollständige Durchtreten
des Saugmotormoduls 58 und/oder des Saugmotors 12 durch die Motoraufnahmeöffnung 54
in Höhenrichtung H verhindert. Das Tragmodul 24 sowie das Saugmotormodul 58 und der
Filter 40 sind dabei Teil des Motorgehäuseteils 20 des Sauggeräts 1.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1
- - Sauggerät
- 12
- - Saugmotor
- 13
- - Saugstrom
- 20
- - Motorgehäuseteil
- 22
- - Auffanggehäuseteil
- 24
- - Tragmodul
- 26
- - Haltemittel
- 30
- - Filteraufnahmeraum
- 35
- - Traggitter
- 40
- - Filter
- 54
- - Motoraufnahmeöffnung
- 55
- - Luftführungsanordnung
- 58
- - Saugmotormodul
- 60
- - Deckel
- H
- - Höhenrichtung
1. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1),
umfassend ein Saugmotormodul (58) und ein Tragmodul (24),
wobei das Tragmodul (24) eine Motoraufnahmeöffnung (54) aufweist, wobei die Motoraufnahmeöffnung
(54) sich insbesondere in Höhenrichtung (H) erstreckt,
wobei das Saugmotormodul (58) einen Saugmotor (12) zur Erzeugung eines Saugstroms
(13) umfasst,
wobei das Tragmodul (24) derart ausgelegt ist, dass formschlüssig das vollständige
Durchtreten des Saugmotormoduls (58) und/oder des Saugmotors (12) durch die Motoraufnahmeöffnung
(54), insbesondere in Höhenrichtung (H), verhindert ist.
2. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß Anspruch 1,
wobei die Motoraufnahmeöffnung (54) derart beschaffen ist, dass das Saugmotormodul
(58) und/oder der Saugmotor (12) sich teilweise durch die Motoraufnahmeöffnung (54)
erstrecken kann.
3. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die maximale Abmessung der Motoraufnahmeöffnung (54) größer als der maximale
Durchmesser des Saugmotormoduls (58) und/oder des Saugmotors (12) senkrecht zur Höhenrichtung
(H) ist, und/oder wobei die minimale Abmessung der Motoraufnahmeöffnung (54) kleiner
als der maximale Durchmesser des Saugmotormoduls (58) und/oder des Saugmotors (12)
senkrecht zur Höhenrichtung (H) ist.
4. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Tragmodul (24) aus Kunststoff ist.
5. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Tragmodul (24) einstückig ausgebildet ist.
6. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Tragmodul (24) zumindest ein Haltemittel (26), bevorzugt eine Vielzahl von
Haltemitteln (26), aufweist, welche formschlüssig das vollständige Durchtreten des
Saugmotormoduls (58) und/oder des Saugmotors (12) durch die Motoraufnahmeöffnung (54)
verhindert bzw. verhindern.
7. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die oder das Haltemittel (26) als radial in die Motoraufnahmeöffnung (54) hervorstehende
Vorsprünge ausgebildet sind.
8. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Tragmodul (24) zumindest drei, bevorzugt zumindest fünf und besonders bevorzugt
zumindest sieben Haltemittel (26) aufweist.
9. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Tragmodul (24) zumindest eine Luftführungsanordnung (55) aufweist,
wobei in einem eingebauten Zustand die Luftführungsanordnung (55) zumindest teilweise
den Saugstrom (13) des Sauggeräts (1) leitet und/oder umschließt.
10. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Tragmodul (24) einen Filteraufnahmeraum (30) aufweist,
wobei in dem Filteraufnahmeraum (30) ein Filter (40) anordenbar ist oder angeordnet
ist.
11. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Filteraufnahmeraum (30) in Höhenrichtung (H) durch ein Traggitter (35) begrenzt
ist.
12. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
zusätzlich umfassend einen Deckel (60),
wobei das Tragmodul (24) Montagestrukturen zur Festlegung, insbesondere zur reversiblen
Festlegung, des Deckels (60) aufweist,
wobei der Deckel (60) in einem festgelegten Zustand die Motoraufnahmeöffnung (54),
insbesondere in Höhenrichtung (H), abdeckt.
13. Motormoduleinheit für ein Sauggerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Deckel (60) in einem festgelegten Zustand die Motoraufnahmeöffnung (54)
fluidleitend mit der Luftführungsanordnung (55) verbindet und/oder den Fluidweg zwischen
der Motoraufnahmeöffnung (54) und der Luftführungsanordnung (55) begrenzt.
14. Sauggerät (1) zum Absondern von Partikeln aus einem Saugstrom mit einer Motormoduleinheit
gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Sauggerät (1), insbesondere gemäß Anspruch 14,
wobei das Sauggerät (1) ein Gehäuse aufweist,
wobei das Gehäuse ein Motorgehäuseteil (20) und ein Auffanggehäuseteil aufweist,
wobei das Motorgehäuseteil (20) eine Motormoduleinheit gemäß einem der Ansprüche 1
bis 12 aufweist,
wobei die Motormoduleinheit insbesondere die elektronischen Schaltungen und/oder die
Elektronik des Sauggeräts (1) aufweist,
wobei das Auffanggehäuseteil (22) insbesondere montagemittelfrei lösbar mit dem Motorgehäuseteil
(20) verbunden oder verbindbar ist.