Technisches Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet der Tierschermaschinen,
insbesondere der Viehschermaschinen, wie zum Beispiele Pferdeschermaschinen. Speziell
betrifft die Erfindung einen Scherkopf für eine Tierschermaschine, umfassend eine
Druckregelvorrichtung für das Einstellen eines Drucks mit welchem ein Obermesser auf
ein Untermesser, wobei die Druckregelvorrichtung einen Druckanzeigestift für das Anzeigen
des eingestellten Drucks aufweist. Die vorliegende Erfindung bezieht sich ausserdem
auch auf eine Tierschermaschine, umfassend einen Scherkopf gemäss vorliegender Erfindung.
Stand der Technik
[0002] Tierschermaschinen sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt. Die meisten
umfassen ein Scherhandstück für das Halten der Maschine durch den Benutzer und einen
Scherkopf für das tatsächliche Scheren des Tiers. Der Scherkopf weist normalerweise
zwei Messer auf, bezeichnet als Obermesser und Untermesser, welche sich relativ zueinander
bewegen, um die Schnittwirkung zu erzeugen. Moderne Tierschermaschinen weisen einen
vom Handstück trennbaren Scherkopf auf. Dies ermöglicht einerseits das einfache Reinigen
des Scherkopfs und anderseits das Ersetzen eines defekten Scherkopfs. Die Schermaschine
weist einen Motor auf, meistens einen elektrischen Motor für den Antrieb der Messer.
[0003] Bei herkömmlichen Tierschermaschinen bewegen sich das Ober- und Untermesser translatorisch
relativ zu einander. Derartige Schermaschinen sind zum Beispiel aus der britischen
Patentanmeldung
GB 509163 B2, aus dem australischen Patent
AU509163 B2 oder aus der französischen Patentanmeldung
FR1542796 bekannt. Alle diese Maschine weisen eine Druckregelvorrichtung mit einem drehbaren
Regelknopf für das Einstellen des Drucks des Obermessers auf das Untermesser auf.
Das Einstellen oder Nachjustieren des Drucks ist notwendig, da im Laufe des Scherens
die Messer immer stumpfer werden. Mit dem Einstellen eines grösseren Drucks versucht
man dem entgegenzuwirken, um die Schnittqualität der Schermaschine während mehrerer
Schervorgängen konstant zu halten.
[0004] Nichtsdestotrotz kann der Druck des Obermessers auf das Untermesser nicht beliebig
hoch eingestellt werden. Wenn der Druck zu gross wird, entstehen zwischen den Messern
sehr grosse Reibungen, was zu einer Erwärmung der Messer führt. Eine zu grosse Temperaturerhöhung
der Messer ist unerwünscht, da somit das Scheren für die Tiere unangenehm werden und
die Schermaschine selbst darunter leiden kann.
[0005] Der Benutzer bekannter Tierschermaschinen braucht deswegen eine grosse Erfahrung,
um stets den richtigen Druck einzustellen. Da in der Regel keine Anzeige vorhanden
ist, um die Anzahl von Umdrehungen anzuzeigen, die bisher am drehbaren Regelknopf
durchgeführt worden sind, muss sich der Benutzer diese merken, um den tatsächlich
eingestellten Druck zu kennen. Bei sehr langen Schervorgängen, wie zum Beispiel das
Scheren von vielen Tieren, ist es nicht selten, dass der Benutzer die Druckeinstellung
einfach vergisst mit der Gefahr einen zu hohen Scherdruck einzustellen.
[0006] Bei keiner der bekannten Tierschermaschinen ist eine Scherdruckanzeige vorgesehen,
dank welcher der momentane Druck des Obermessers auf das Untermessers angezeigt werden
kann. Wie oben erläutert, hätte eine solche Anzeige aber viele Vorteile.
[0007] Ausgehend vom Stand der Technik, liegt der vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe
zugrunde, vorbesagte Nachteile zu überwinden und einen Scherkopf für eine Tierschermaschine
sowie eine Tierschermaschine vorzuschlagen, mit welchen der Druck des Obermessers
auf das Untermessers stets feststellbar ist.
Zusammenfassung der Erfindung
[0008] Gemäss der vorliegenden Erfindung werden diese Aufgaben vor allem durch die Merkmale
der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen gehen ausserdem
aus den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung hervor.
[0009] Insbesondere werden die Aufgaben der vorliegenden Erfindung durch einen Scherkopf
für eine Tierschermaschine gelöst, umfassend ein Obermesser und ein Untermesser, wobei
das Obermesser relativ zum Untermesser bewegbar ist, eine Druckregelvorrichtung, umfassend
einen drehbaren Regelknopf, mit welcher der Druck des Obermessers auf das Untermesser
einstellbar ist, wobei die Druckregelvorrichtung einen zum Regelknopf koaxial angeordneten
und translatorisch bewegbaren Druckanzeigestift umfasst, wobei der Druckanzeigestift
für einen Benutzer des Scherkopfs zumindest teilweise sichtbar ist und wobei die axiale
Position des Druckanzeigestifts relativ zum Regelknopf abhängig ist von dem mit der
Druckregelvorrichtung eingestellten Druck des Obermessers auf das Untermesser.
[0010] Aus der Position des Druckanzeigestifts kann der Benutzer eine Information über den
eingestellten Druck zwischen Obermesser und Untermesser ermitteln. Der Benutzer kann
also erkennen, wann der eingestellte Druck einen kritischen Bereich erreicht, bei
welchem die Reibungen zwischen Obermesser und Untermesser eine starke Temperaturerhöhung
bewirken können. Darüber hinaus kann der Benutzer ermitteln, wann eine Auswechslung
oder eine Nachschärfung der Messer nötig wird.
[0011] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die
Druckregelvorrichtung einen mit dem Obermesser zusammenwirkenden Druckbügel, eine
mit dem Regelknopf verbundene Regelknopfspindel, eine zwischen Regelknopfspindel und
Druckbügel angeordnete Druckbügelfeder und eine zur Regelknopfspindel koaxial angeordnete
und translatorisch frei bewegbare Distanzschraube, wobei durch Anpassen der Distanz
zwischen Regelknopfspindel und Druckbügel der Druck des Obermessers auf das Untermesser
einstellbar ist und wobei ein erstes Ende der Distanzschraube mit dem Druckbügel verbunden
ist und ein zweites Ende der Distanzschraube mit dem Druckanzeigestift derart zusammenwirkt,
dass eine Verschiebung der Distanzschraube gegenüber der Regelknopfspindel eine Verschiebung
des Druckanzeigestifts bewirkt. Dadurch kann die Verschiebung des Druckanzeigestifts
als Reaktion auf die Anpassung des Drucks des Obermessers auf das Untermesser besonders
einfach umgesetzt werden.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist zwischen
dem zweiten Ende der Distanzschraube und dem Druckanzeigestift ein Verstärkungsmittel
vorgesehen, mit welchem eine kleine Verschiebung der Distanzschraube in eine grössere
Verschiebung des Druckanzeigestifts umgewandelt wird. Dies ist vorteilhaft, da sich
die verschiedenen Elemente zwischen ihrer Position bei einem kleinen Druck und ihrer
Position bei einem maximalen Druck nur wenig verschieben, typischerweise ein paar
Millimeter. Dank dem Verstärkungsmittel ist die Verstellung des Drucks für den Benutzer
besser erkennbar.
[0013] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das
Verstärkungsmittel einen Drücker und einen zwischen Drücker und Druckanzeigestift
positionierten Hebel, wobei der Drücker mit dem zweiten Ende der Distanzschraube verbunden
ist und eine geneigte Fläche in Bezug auf die Längsachse der Distanzschraube aufweist,
wobei die Neigung der geneigten Fläche des Drückers der Neigung einer Fläche des gegenüberliegenden
Endes des Druckanzeigestifts entspricht und wobei der Hebel schwenkbar in Bezug auf
die Längsachse der Distanzschraube am Regelknopf befestigt ist. Dieser Mechanismus
ermöglicht es dem Druckanzeigestift, sich so weit zu bewegen, dass der Benutzer auch
eine kleine Druckverstellung wahrnehmen kann.
[0014] In noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst
die Druckregelvorrichtung Arretierungsmittel, mittels welcher der Regelknopf in bestimmten
Drehpositionen arretierbar ist. Damit kann sichergestellt werden, dass sich der Regelknopf
nicht von selbst dreht, was zu einer unbeabsichtigten Druckverstellung führen würde.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen
die Arretierungsmittel eine Rastelemente, die konfiguriert sind, um mit auf der inneren
Seite des Regelknopfs vorgesehenen Kerben zusammenzuwirken. Dies stellt eine besondere
einfache Ausführungsform der Arretierungsmittel dar. Die Arretierungsmittel geben
dem Anwender darüber hinaus ein haptisches Feedback, dass er der Scherdruck geringfügig
erhöht hat und die Schnittleistung der Messer besser sein sollte.
[0016] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
die Aussenfläche des Druckanzeigestifts zumindest teilweise in mehrere Zonen eingeteilt,
wobei jede Zone einem Druckbereich des Drucks des Obermessers auf das Untermesser
entspricht. Damit kann der Benutzer leicht erkennen, ob der eingestellte Druck klein,
mittel oder gross ist. Eine andere Unterteilung ist natürlich möglich.
[0017] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist jede
Zone eine andere Farbe auf. Damit kann die Aussenfläche des Druckanzeigestifts in
Art eines Ampelsystem gestaltet sein, mit welchem der Benutzer informiert wird, ob
der eingestellte Druck klein, mittel oder kritisch ist.
[0018] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Obermesser
gegenüber dem Untermesser translatorisch bewegbar ist.
[0019] Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden ausserdem auch durch eine Tierschermaschine
erreicht, umfassend einen Scherkopf gemäss vorliegender Erfindung.
[0020] Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nun folgenden Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen der Erfindung hervor, welche in den beigelegten Zeichnungen dargestellt
sind. Aus der Beschreibung lassen sich auch die weiteren Vorteile der vorliegenden
Erfindung entnehmen sowie Anregungen und Vorschläge, wie die Erfindungsgegenstände
im Rahmen des Beanspruchten abgeändert oder auch weiterentwickelt werden könnte.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0021]
Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines Scherkopfs bei kleinem Messerdruck gemäss einer
bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 zeigt eine Seitenschnittansicht eines Scherkopfs bei kleinem Messerdruck gemäss
der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Figur 3 zeigt eine erste perspektivische Ansicht eines Scherkopfs mit ausgeblendeter
Aussenhülle und bei kleinem Messerdruck gemäss der bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Figur 4 zeigt eine zweite perspektivische Ansicht eines Scherkopfs mit ausgeblendeter
Aussenhülle und bei kleinem Messerdruck gemäss der bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Figur 5 zeigt eine erste Detailansicht der Figur 2;
Figur 6 zeigt eine zweite Detailansicht der Figur 2;
Figur 7 zeigt eine Seitenschnittansicht eines Scherkopfs mit ausgeblendeter Aussenhülle
und bei grossem Messerdruck gemäss der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
Figur 7a zeigt eine Detailansicht der Figur 7;
Figur 8 zeigt eine erste perspektivische Ansicht eines Scherkopfs mit ausgeblendeten
Aussenhülle und Regelknopf gemäss der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
Figur 8a zeigt eine Detailansicht der Figur 8; und
Figur 9 zeigt die innere Seite des Regelknopfs und die Rastelemente eines Scherkopfs
gemäss der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0022] Figuren 1 und 2 zeigen eine Seitenansicht und eine Seitenschnittansicht eines Scherkopfs
10 für eine Tierschermaschine gemässe einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Der Scherkopf 10 weist aus dem Stand der Technik bekannten Kopplungsmittel
11 für das Fixieren an ein Scherhandstück (hier nicht gezeigt) auf. Das Scherhandstück
umfasst einen Antriebsmotor mit welchem ein Obermesser 12 translatorisch relativ zu
einem Untermesser 13 bewegt werden kann. Die Kopplung des Antriebsmotors mit dem Obermesser
12 ist für einen Fachmann bekannt und wird hier nicht im Detail erläutert.
[0023] Wie in den Figur 3 und 4 ersichtlich umfasst der Scherkopf 10 eine Druckregelvorrichtung
14 für das Einstellen des Drucks des Obermessers 12 auf das Untermesser 13. Die Druckregelvorrichtung
14 weist einen drehbaren Regelknopf 15, einen Druckbügel 16, eine Druckbügelfeder
17, einen Schwenkhebel 18 und eine Blattfeder 19.
[0024] Die Funktionsweise der Druckregelvorrichtung 14 kann am besten anhand der Figur 5
verstanden werden. Die Druckregelvorrichtung 14 umfasst neben den schon benannten
Elementen auch eine mit dem Regelknopf 15 verbundenen Regelknopfspindel 20. Durch
das Drehen des Regelknopfs 15 kann die Spindel 20 in Richtung A (siehe Pfeil in Figur
5) bewegt werden und die Druckbügelfeder 17 zusammengedrückt werden. Dadurch wird
eine Kraft in Richtung A auf den Druckbügel 16 erzeugt, was über die Blattfeder 19
und den Schwenkhebel 18 zu einer Erhöhung des Drucks des Obermessers 12 auf das Untermesser
13 führt. Wichtig zu beachten ist, dass normalerweise, und im Gegensatz zu dem in
Figur 5 gezeigten, kein Abstand zwischen Spindel 20 und Druckbügelfeder 17 besteht.
Der in Figur 5 gezeigte Abstand ist nur für eine besseres Verständnis der Funktionsweise
der Druckregelvorrichtung 14 dargestellt.
[0025] Wie in Figur 5 gezeigt, verfügt die Druckregelvorrichtung 14 auch über eine Distanzschraube
21, die ein mit dem Druckbügel 16 verbindbares erstes Ende 21a aufweist. Die Distanzschraube
21 ist derart konzipiert, dass sie translatorisch entlang ihrer Längsachse relativ
zur Spindel 20 frei bewegbar ist. Mit anderen Worten, wenn sich die Spindel 20 entlang
der Richtung A bewegt, bleibt die Distanzschraube 21 an Ort und Stelle. Die Druckregelvorrichtung
14 verfügt darüber hinaus über einen mit einem zweiten Ende 21b der Distanzschraube
21 verbundenen Drücker 22. Der Drücker 22 weist eine geneigte Fläche mit einer Neigung
auf, welche der Neigung einer Fläche des gegenüberliegenden Endes eines Druckanzeigestifts
23 entspricht. Zwischen Drücker 22 und Druckanzeigestift 23 ist noch ein Hebel 24
vorgesehen, der schwenkbar in Bezug auf die Längsachse der Distanzschraube 21 am Regelknopf
15 befestigt ist. Schliesslich ist eine Anzeigestiftfeder 25 (siehe Fig.6) zwischen
Druckanzeigestift 23 und Regelknopf 15 vorgesehen. Die Anzeigestiftfeder 25 dient
der Rückstellung des Druckanzeigestifts 23, wenn der Scherdruck verringert wird. Zudem
gewährleistet die Anzeigestiftfeder 25, dass der Druckanzeigestift 23 mit dem Hebel
24 und dem Drücker 22 in Kontakt bleibt.
[0026] Wenn nun der Regelknopf 15 gedreht wird, um den Druck des Obermessers 12 auf das
Untermesser 13 zu erhöhen, werden die Spindel 20 und mit ihr das am Regelknopf 15
befestigte Ende des Hebels 24 in Richtung A befördert. Wie in den Figuren 7 und 7a
gezeigt, bewirkt die Verschiebung der Spindel 20 ein Schwenken des Hebels 24 und eine
Verschiebung des Druckanzeigestifts 23 in Richtung B. Damit wird eine Aussenfläche
23a des Druckanzeigestifts 23 für den Benutzer zumindest teilweise sichtbar. Es ist
natürlich klar, dass die Länge des Druckanzeigestifts 23, die für den Benutzer erkennbar
ist, von dem eingestellten Messerdruck abhängt. Dank der Druckregelvorrichtung 14,
spezifisch dank der Distanzschraube 21, dem Drücker 22, dem Hebel 24 und dem Druckanzeigestift
23, steht dem Benutzer ein Mittel zur Verfügung, das ihn über den eingestellten Druck
informiert. Wichtig zu beachten ist, dass der Drücker 22 mit dem Hebel 24 ein Verstärkungsmittel
bilden. Dank diesen Elementen wird eine kleine Verschiebung der Spindel 20 relativ
zur Distanzschraube 21 in eine grössere Verschiebung des Druckanzeigestifts 23 umgewandelt.
Dies ist vorteilhaft, da die Spindel 20 zwischen ihrer Position bei einem kleinen
Messerdruck und ihrer Position bei einem maximalen Druck nur wenig, typischerweise
ein paar Millimeter, verschoben wird.
[0027] Vorteilhaftweise ist die Aussenfläche 23a des Druckanzeigestifts 23 in mehrere Zonen
eingeteilt, wobei jede Zone einem Druckbereich des Drucks des Obermessers 12 auf das
Untermesser 13 entspricht. Jede Zone kann zum Beispiel eine andere Farbe aufweisen.
Damit kann eine Art Ampelsystem mit einer grünen Zone, die einem kleinen Druck entspricht,
mit einer orangen Zone für einen mittleren Druck und mit einer roten Zone für einen
kritischen Druck vorgesehen werden. Selbstverständlich können die Zonen andere Farben
aufweisen oder die Information über die Höhe des Drucks anders dargestellt werden,
wie zum Beispiel über Zahlen auf der Aussenfläche 23a.
[0028] Wichtig zu beachten ist, dass selbst wenn der Drücker 22 und Hebel 24 vorteilhaft
sind, eine Druckregelvorrichtung 14 gemäss vorliegender Erfindung auch eine direkte
Verbindung zwischen Distanzschraube 21 und Druckanzeigestift 23 vorsehen kann.
[0029] Die Figuren 8 und 8a zeigen den Scherkopf 10 mit ausgeblendetem Regelknopf 15. Mit
der Ausblendung des Regelknopfs 15 werden die Rastelemente 26 sichtbar, mit welcher
der Regelknopf 15 in bestimmten Drehpositionen arretierbar ist. Wie in Figur 5 gezeigt,
verfügen die Rastelement 26 über Vorsprünge 26a, die mit Kerben 15a zusammenwirken,
welche auf der inneren Seite des Regelknopfs 15 vorgesehen sind. Solche Rastelemente
26 haben den Vorteil, dass sie dafür sorgt, dass die Drehposition des Regelknopfs
15, und daher der Messerdruck, bei dem Einsatz des Scherkopfs 10 und selbst bei starken
Vibrationen konstant bleibt.
[0030] Zum Schluss sei nochmals darauf hingewiesen, dass die hier beispielhaft beschriebenen
Ausführungsformen nur Realisierungsmöglichkeiten der erfindungsgemässen Ideen darstellen
und keinesfalls als limitierend angesehen werden sollen. Der Fachmann wird verstehen,
dass noch andere Implementierungen der Erfindung und weitere Elemente möglich sind,
ohne dass die wesentlichen Merkmale der Erfindung vernachlässigt werden. Insbesondere
wird ein Fachmann ohne weiteres verstehen, dass die vorliegende Erfindung auch auf
einen Scherkopf und eine Schermaschine mit rotierenden Messern angewendet werden kann.
Dabei kann sich nur das Obermesser relativ zu Untermesser bewegen, oder beide Messer
führen Kreisbewegungen mit unterschiedlichen Drehrichtungen aus.
1. Scherkopf (10) für eine Tierschermaschine, umfassend ein Obermesser (12) und ein Untermesser
(13), wobei das Obermesser (12) relativ zum Untermesser (13) bewegbar ist, eine Druckregelvorrichtung
(14), umfassend einen drehbaren Regelknopf (15), mit welcher der Druck des Obermessers
(12) auf das Untermesser (13) einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckregelvorrichtung (14) einen zum Regelknopf (15) koaxial angeordneten und
translatorisch bewegbaren Druckanzeigestift (23) umfasst, wobei der Druckanzeigestift
(23) für einen Benutzer des Scherkopfs (10) zumindest teilweise sichtbar ist und wobei
die axiale Position des Druckanzeigestifts (23) relativ zum Regelknopf (15) abhängig
von dem mit der Druckregelvorrichtung (14) eingestellten Druck des Obermessers (12)
auf das Untermesser (13) ist.
2. Scherkopf (10) gemäss Anspruch 1, wobei die Druckregelvorrichtung (14) einen mit dem
Obermesser (12) zusammenwirkenden Druckbügel (16), eine mit dem Regelknopf (15) verbundene
Regelknopfspindel (20), eine zwischen Regelknopfspindel (20) und Druckbügel (16) angeordnete
Druckbügelfeder (17) und eine zur Regelknopfspindel (20) koaxial angeordnete und translatorisch
frei bewegbare Distanzschraube (21) umfasst, wobei durch Anpassen der Distanz zwischen
Regelknopfspindel (20) und Druckbügel (16) der Druck des Obermessers (12) auf das
Untermesser (13) einstellbar ist und wobei ein erstes Ende (21a) der Distanzschraube
(21) mit dem Druckbügel (16) verbunden ist und ein zweites Ende (21b) der Distanzschraube
(21) mit dem Druckanzeigestift (23) derart zusammenwirkt, dass eine Verschiebung der
Distanzschraube (21) gegenüber der Regelknopfspindel (20) eine Verschiebung des Druckanzeigestifts
(23) bewirkt.
3. Scherkopf (10) gemäss Anspruch 2, wobei zwischen dem zweiten Ende (21b) der Distanzschraube
(21) und dem Druckanzeigestift (23) ein Verstärkungsmittel vorgesehen ist, mit welchem
eine Verschiebung der Distanzschraube (21) gegenüber der Regelknopfspindel (20) in
eine grössere Verschiebung des Druckanzeigestifts (23) umgewandelt wird.
4. Scherkopf (10) gemäss Anspruch 3, wobei das Verstärkungsmittel einen Drücker (22)
und einen zwischen Drücker (22) und Druckanzeigestift (23) positionierten Hebel (24)
umfasst, wobei der Drücker (22) mit dem zweiten Ende (21b) der Distanzschraube (21)
verbunden ist und eine geneigte Fläche in Bezug auf die Längsachse der Distanzschraube
(21) aufweist, wobei die Neigung der geneigten Fläche des Drückers (22) der Neigung
der gegenüberliegenden Fläche des Druckanzeigestifts (23) entspricht und wobei der
Hebel (24) schwenkbar in Bezug auf die Längsachse der Distanzschraube (21) am Regelknopf
(15) befestigt ist.
5. Scherkopf (10) gemäss einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Druckregelvorrichtung
(14) Arretierungsmittel umfasst, mittels welcher der Regelknopf (15) in bestimmten
Drehpositionen arretierbar ist.
6. Scherkopf (10) gemäss Anspruch 5, wobei die Arretierungsmittel Rastelemente (26) umfassen,
die konfiguriert sind, um mit vorgesehenen Kerben (15a) auf der inneren Seite des
Regelknopfs (15) zusammenzuwirken.
7. Scherkopf (10) gemäss einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine Aussenfläche (23a)
des Druckanzeigestifts (23a) zumindest teilweise in mehrere Zonen eingeteilt ist,
wobei jede Zone einem Druckbereich des Drucks des Obermessers (12) auf das Untermesser
(13) zuordenbar ist.
8. Scherkopf (10) gemäss Anspruch 7, wobei jede Zone eine andere Farbe aufweist.
9. Scherkopf (10) gemäss einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Obermesser (12) gegenüber
dem Untermesser (13) translatorisch bewegbar ist.
10. Tierschermaschine umfassend einen Scherkopf (10) gemäss einem der Ansprüche 1 bis
9.