(19)
(11) EP 3 939 802 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.01.2022  Patentblatt  2022/03

(21) Anmeldenummer: 20198899.5

(22) Anmeldetag:  29.09.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42D 25/333(2014.01)
B42D 25/36(2014.01)
B42D 25/378(2014.01)
B42D 25/351(2014.01)
B42D 25/373(2014.01)
B42D 25/355(2014.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B42D 25/351; B42D 25/373; B42D 25/36; B42D 25/355; B42D 25/378; B42D 25/333
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Hueck Folien Gesellschaft m.b.H.
4342 Baumgartenberg (AT)

(72) Erfinder:
  • FUCHSBAUER, Anita
    4030 Linz (AT)
  • EGGINGER, Martin
    4040 Linz (AT)

(74) Vertreter: Burger, Hannes 
Anwälte Burger & Partner Rechtsanwalt GmbH Rosenauerweg 16
4580 Windischgarsten
4580 Windischgarsten (AT)

   


(54) SUBSTRAT ZUR HERSTELLUNG VON WERTPAPIEREN ODER SICHERHEITSPAPIEREN


(57) Die Erfindung betrifft ein Substrat (1) zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, sowie ein das Substrat umfassendes Wertpapier oder Sicherheitspapier. Das Substrat (1) umfasst eine Trägerschicht (2) und zumindest ein Sicherheitselement (3), wobei das Sicherheitselement (3) auf und/oder in die Trägerschicht (2) aufgetragen ist und wobei eine Grundierung (4) auf eine erste Substratseite (5) und/oder eine zweite Substratseite (6) des Substrats (1) zumindest abschnittsweise aufgetragen ist. Die Grundierung (4) ist zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht (2) und dem Sicherheitselement (3) angeordnet, und/oder überdeckt das Sicherheitselement (3) und/oder die Trägerschicht (2) zumindest abschnittsweise, wobei von der Grundierung (4) überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung (4) nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) und/oder als von der Grundierung (4) nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht (2). Das Sicherheitselement (3) ist mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht ausgebildet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Substrat zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren und ein Wertpapier oder Sicherheitspapier.

[0002] Substrate, und insbesondere Polymersubstrate, sowie Wertpapiere oder Sicherheitspapiere eingangs genannter Art werden üblicherweise verwendet, um die Fälschungssicherheit von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, wie Banknoten, Ausweise, Kreditkarten, Bankomatkarten, Tickets etc. zu erhöhen.

[0003] Gemäß dem Stand der Technik wird versucht, mittels Schattenbilder oder Wasserzeichen eine Fälschungssicherheit zu realisieren. Beispielsweise ist aus der DE112018003095T5 ein optisches Sicherheitsmerkmal bekannt, das in Banknoten auf Polymerbasis aufgenommen ist. Dabei ist ein Bild, das in einer trübenden Schicht eines Polymersubstrats einer Banknote auf Polymerbasis enthalten ist, in Transmission sichtbarer als in Reflexion. Die bekannten Ausführungen weisen jedoch Deckungsfehler auf, welche die Komplexität und damit die Fälschungssicherheit der Schattenbilder begrenzt. Qualitativ hochwertige Schattenbilder oder Wasserzeichen sind somit nicht realisierbar.

[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und Mittel zur Verfügung zu stellen, mittels derer Wertpapiere oder Sicherheitspapiere, insbesondere Polymer-Wertpapiere oder Polymer-Sicherheitspapiere, mit einem oder mehreren hoch fälschungssicheren Sicherheitselementen fertigbar bzw. gestaltbar sind.

[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Substrat, insbesondere durch ein Polymersubstrat, und durch ein Wertpapiere oder Sicherheitspapier gemäß den Ansprüchen gelöst.

[0006] Die Erfindung betrifft ein Substrat zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, wobei das Substrat eine Trägerschicht, insbesondere eine Polymer-Trägerschicht, und zumindest ein Sicherheitselement umfasst und wobei das Sicherheitselement auf und/oder in die Trägerschicht aufgetragen ist. Eine Grundierung ist dabei auf eine erste Substratseite und/oder eine zweite Substratseite des Substrats zumindest abschnittsweise aufgetragen. Dabei ist die Grundierung zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht und dem Sicherheitselement angeordnet und/oder die Grundierung überdeckt das Sicherheitselement und/oder die Trägerschicht zumindest abschnittsweise, wobei von der Grundierung überdeckte Bereiche des Sicherheitselements weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements und/oder als von der Grundierung nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht. Das Sicherheitselement ist erfindungsgemäß mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht ausgebildet.

[0007] Der Begriff Grundierung kann sowohl eine einzelne Schicht als auch einen Verbund oder eine Schichtung aus mehreren Schichten beschreiben. Dabei kann es sich beispielsweise um mehrere gleichartige, aber auch um mehrere, verschiedene Schichten oder Lagen handeln. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Formulierung "eine Schicht ist auf etwas aufgebracht" so zu verstehen ist, dass eine Schicht direkt aufgebracht sein kann, oder dass sich zwischen der aufgebrachten Schicht und dem, worauf die Schicht aufgebracht ist, noch eine oder mehrere Zwischenschichten befinden können. An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass zwischen den in diesem Dokument beschriebenen Schichten eine oder auch mehrere Zwischenschichten angeordnet sein können. Es ist somit nicht zwingend erforderlich, dass die beschriebenen Schichten einander kontaktieren. Weiters sei darauf hingewiesen, dass der Begriff Schicht in diesem Dokument so zu verstehen ist, dass eine Schicht auch aus mehreren Teilschichten aufgebaut sein kann. Bei dem Begriff Bild kann es sich um jegliche Art von Zeichen, Buchstaben, Mustern, Motiven, geometrischen Figuren, Guillochen und auch Linien handeln.

[0008] Es sei auch darauf hingewiesen, dass der Begriff "insbesondere" in diesem Dokument so zu verstehen ist, dass es sich dabei um eine mögliche speziellere Ausbildung oder nähere Spezifizierung eines Gegenstands handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende, bevorzugte Ausführungsform desselben oder eine zwingende Vorgehensweise darstellen muss.

[0009] Durch das erfindungsgemäße Substrat wird die Möglichkeit bzw. Grundlage geschaffen, Wertpapiere oder Sicherheitspapiere mit einem oder mehreren hoch fälschungssicheren Sicherheitselementen zu fertigen. Insbesondere wenn es sich bei dem Substrat um ein Polymersubstrat handelt, wird einem Banknotenhersteller damit ein Ausgangsmaterial zur Verfügung gestellt, welches grundsätzlich wie oder ähnlich wie Papier für Papierbanknoten weiter verarbeitbar ist. Somit kann ein Banknotenhersteller beispielsweise mittels derselben Maschinen bzw. Prozessschritte, oder auch mittels geringer Modifikationen, sowohl Papierbanknoten als auch Polymerbanknoten herstellen. Dies bringt Vorteile in Bezug auf eine Wirtschaftlichkeit der gesamten Produktionskette, bei gleichzeitig hoher Produktqualität.

[0010] Durch das oder die im oder am Substrat ausgebildeten Sicherheitselemente wird ein zusätzliches Maß an Fälschungssicherheit gewährleistet, weil infolge der aufgetragenen Grundierung eine Sichtbarkeit des oder der Sicherheitselemente verringert wird. Jene Bereiche auf der ersten und/oder auf der zweiten Substratseite, auf oder in welchen ein mit Grundierung überdecktes Sicherheitselement ausgebildet ist, sind dabei erfindungsgemäß weniger gut bzw. weniger deutlich wahrnehmbar als jene Bereiche der Trägerschicht mit und/oder ohne darüberliegende Grundierung. Die Grundierung, welche der Überdeckung des oder der Sicherheitselemente dient, aber auch eine spätere, individuelle Bedruckung des Substrats durch einen Banknotenhersteller ermöglichen kann, wird erfindungsgemäß zumindest abschnittsweise auf das oder die Sicherheitselemente und/oder auf die Trägerschicht aufgetragen, sodass zumindest ausgewählte Bereiche überdeckt werden und zumindest weniger gut bzw. weniger deutlich oder weniger stark kontrastiert sichtbar sind. Dieser Effekt, dass von der Grundierung überdeckte Bereiche weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung nicht überdeckte Bereiche, wird für einen Betrachter vor allem dann erkennbar bzw. wahrnehmbar, wenn dieser jene Substratseite des Substrats betrachtet, auf welcher die Grundierung aufgebracht ist. Natürlich kann das Substrat auch auf beiden Seiten eine Grundierung aufweisen. In diesen Ausprägungen wäre der Effekt der weniger guten Sichtbarkeit überdeckter Bereiche auf beiden Substratseiten erkennbar. Es ist auch möglich, dass das oder die Sicherheitselemente an oder in beiden Außenflächen der Trägerschicht angeordnet sind.

[0011] Sicherheitselemente können beispielsweise als Sicherheitsfäden, Sicherheitsstreifen und dergleichen ausgebildet sein, wobei natürlich auch andere vorteilhafte, dem Fachmann bekannte Typen bzw. Ausbildungen denkbar sind.

[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann das von der partiellen, reflektierenden Schicht gebildete Bild als mosaikartiges Bild ausgebildet sein. Die Ausbildung von Sicherheitselementen mit einer partiellen, reflektierenden und ein mosaikartiges Bild bildenden Schicht ist beispielsweise aus der EP1674286A1 bekannt. Damit können sehr realistisch wirkende, hochaufgelöste und qualitativ hochwertige bzw. detailreiche Bilder, wie insbesondere Rasterbilder aus beispielsweise metallisierten Bildpunkten bzw. Rasterpunkten dargestellt werden, wobei auch Bereiche mit unterschiedlichen optischen Dichten realisierbar sein können. Wird ein entsprechendes Sicherheitselement beispielsweise als Faden, Streifen oder als Transferfadenfolie in oder auf ein Substrat appliziert und entsprechend vollflächig oder auch bereichsweise mit der Grundierung überdruckt, wird das Bild bzw. Sicherheitselement quasi zu einem Schattenbild oder Wasserzeichen gemacht, respektive von einem Betrachter als solches wahrgenommen. Die Grundierung wirkt dabei wie eine Trübungsschicht. Indem mitunter auch unterschiedliche optische Dichten von verschiedenen Bildbereichen erzielbar sein können, können mehrstufige Wasserzeichen realisiert werden.

[0013] Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn die von der Grundierung überdeckten Bereiche des Sicherheitselements in Aufsicht nicht sichtbar sind und in Durchsicht sichtbar sind, oder dass die von der Grundierung überdeckten Bereiche des Sicherheitselements in Durchsicht besser sichtbar sind als in Aufsicht. Diese vorteilhafte Ausbildung kann es einem Benutzer erleichtern, die Echtheit einer Banknote zu überprüfen, indem er diese in ein Gegenlicht hält, respektive in Durchsicht betrachtet. So kann ein weiterer Beitrag zur Fälschungssicherheit bei Banknoten geleistet werden. Es kann hier auch sein, dass in Durchsicht betrachtet nicht der gesamte von der Grundierung überdeckte Bereich des Sicherheitselements sichtbar ist, sondern nur jene Teile oder Bereiche des Elements, welche mit der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht ausgebildet ist. So wäre lediglich eine partielle Metallisierung oder auch eine partielle HRI-Schicht - also eine Schicht mit einem hohen Brechungsindex ("high refractive index", HRI) - bzw. das dadurch gebildete, insbesondere auch mosaikartige, Bild im Durchlicht erkennbar. Bei einer partiellen Metallisierung oder auch bei einer partiellen HRI-Schicht kann die Schicht - um nur einige Beispiele zu nennen - Aussparung in der Ausprägung von Zeichen, Buchstaben, Mustern, Motiven, geometrischen Figuren, Guillochen und auch Linien enthalten.

[0014] Bei dem Substrat kann es sich dabei sowohl um ein Polymer-Substrat als auch um ein Papier-Substrat handeln. In diesem Dokument werden im Folgenden insbesondere die Begriffe Substrat oder Polymer-Substrat verwendet, wobei es gegebenenfalls zweckmäßig sein kann, anstelle eines Polymer-Substrates ein Papier-Substrat zu verwenden. Während ein Polymer-Substrat eine Polymer-Trägerschicht umfasst, umfasst ein Papier-Substrat eine Papier-Trägerschicht bzw. ist ein Papier-Substrat aus einer Cellulose-faser basierten Pulpe hergestellt.

[0015] Insbesondere, wenn die Grundierung zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht und dem Sicherheitselement angeordnet ist, kann es auch vorteilhaft sein, wenn das Sicherheitselement und/oder die Trägerschicht und/oder die Grundierung mit einer Deckschicht zumindest abschnittsweise überdeckt sind. Dabei können von der Deckschicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements weniger gut sichtbar sein als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements und/oder als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht und/oder als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Grundierung. So können mittels einer Überdruckung von ausgewählten Bereichen - beispielsweise auch im Zuge einer Banknoten-Bedruckung - optische Effekte erzielt werden und insbesondere ein Sichtbarkeits-Kontrast zwischen Bereichen mit Deckschicht und Bereichen ohne Deckschicht herbeigeführt werden. Eine derartige Weiterbildung kann insbesondere bei der Verwendung von Polymer-Substrates zweckmäßig sein.

[0016] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Grundierung mittels eines drucktechnischen Verfahrens aufgetragen ist. Hierdurch kann auf wirtschaftliche Art und Weise eine gleichmäßige und ebene Grundierung bzw. Grundierschicht realisiert werden. Diese kann insbesondere bei einer Weiterverarbeitung des Substrats im Zuge eines nachfolgenden Banknotendrucks vorteilhaft sein und einen Beitrag zu einer hohen Produktqualität leisten. Neben Druckverfahren wäre es auch denkbar und gegebenenfalls vorteilhaft, wenn die Grundierung durch Lackieren, Tauchbeschichten, Sprühbeschichten oder Walzenbeschichten aufgetragen ist. Auch ein Auftragen der Grundierung mittels vakuumbasierten Beschichtungsverfahren, wie beispielsweise Plasmabeschichten oder PVD- und CVD-Beschichten ist denkbar.

[0017] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Grundierung bedruckbar ausgebildet ist. Eine gute Bedruckbarkeit kann bei einer Weiterverarbeitung des Substrats im Zuge eines Banknotendrucks von Bedeutung sein und kann mitunter eine zufriedenstellende oder auch hohe Endqualität eines Wert- oder Sicherheitspapiers, insbesondere eines Polymer-Wertpapiers oder Polymer-Sicherheitspapiers, ermöglichen. Zudem kann sich eine gute Bedruckbarkeit der Grundierung, respektive des Substrats positiv auf die Langlebigkeit bzw. Widerstandsfähigkeit einer Banknote auswirken. Beispielsweise kann eine gute Bedruckbarkeit durch eine ebene Grundierung, oder auch durch eine, eine Druckfarbe gut aufnehmende Struktur oder das Material der Grundierung realisiert werden.

[0018] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die Grundierung die Trägerschicht und/oder das Sicherheitselement vollflächig überdeckt. Es kann mitunter aus Gründen der Fälschungssicherheit von Banknoten günstig sein, wenn das oder die Sicherheitselemente vollständig überdeckt und damit in Aufsicht nicht oder nur schlecht bzw. undeutlich sichtbar sind.

[0019] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die Grundierung die Trägerschicht und/oder das Sicherheitselement partiell überdeckt. Derartige Bereiche des oder der Sicherheitselemente, welche von der Grundierung nicht überdeckt werden und damit in Aufsicht sichtbar sind, werden branchenüblich oftmals als Fenster bezeichnet. Derartig ausgebildete Sicherheitselemente in Form eines Fadens werden oftmals als Fensterfaden bezeichnet. Derartige Fenster können sowohl als sogenannte Halbfenster, als auch als Vollfenster ausgebildet sein. Als Halbfenster bezeichnet man dabei eine Aussparung in der Grundierung auf lediglich einer Substratseite des Substrats, respektive auf einer Seite der Grundierung. Ist die Grundierung auf beiden Substratseiten des Substrats aufgetragen und sind Aussparungen gegenüberliegend oder zumindest partiell gegenüberliegend bzw. überlappend in der beidseitigen Grundierung vorgesehen, so spricht man im Fachjargon von einem Vollfenster. Diese Fenster können es einem Benutzer erleichtern, die Echtheit einer Banknote auf einfache und schnelle Art und Weise zu überprüfen. Zudem kann durch die partielle Überdeckung eines oder mehrerer Sicherheitsmerkmale eine Fälschungssicherheit verbessert werden, weil eine Imitierung bzw. Fälschung von Banknoten durch eine exakte Positionierung von Fenstern beträchtlich erschwert wird.

[0020] Vorteilhafterweise kann das Sicherheitselement als Sicherheitsfaden mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht ausgebildet sein, wobei das Bild mehrfach bzw. wiederholt auf dem Faden ausgebildet sein kann. Insbesondere wenn die Grundierung hierbei partiell und registergenau auf den Sicherheitsfaden aufgebracht bzw. aufgedruckt wird, kann es sein, dass das sich wiederholende Bild in den Fenstern sichtbar ist und in den überdruckten bzw. grundierten Bereichen als Wasserzeichen erscheint. Damit können mit einem einzelnen Sicherheitselement bzw. Faden zwei Sicherheitseffekte zugleich erzielt werden. Alternativ oder zusätzlich kann es auch vorteilhaft sein, wenn ein zusammenhängendes bzw. ein einzelnes Bild oder Motiv bereichsweise von der Grundierung überdeckt ist. So kann es beispielsweise sein, dass ein Teil eines Bildes, wie zum Beispiel ein Teil eines Porträts, in einem Fenster liegt, also nicht von der Grundierung überdeckt ist. Der andere Teil des Porträts kann dabei in einem Brückenbereich, also in einem von der Grundierung überdeckten Bereich, liegen. Insbesondere, wenn das Sicherheitsmerkmal bzw. die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht im Zuge eines Arbeits- bzw. Fertigungsschritts hergestellt ist, und danach bereichsweise von der Grundierung überdeckt wird, kann ein sehr hochwertiges und damit hochfälschungssicheres Substrat hergestellt werden. Die dabei erzielbare Übereinstimmung zwischen den beiden Teilen des zusammenhängenden Bildes bzw. Porträts ist keinen Registerschwankungen unterworfen.

[0021] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die Grundierung diffus streuend ausgebildet ist, insbesondere, dass die Grundierung bei Tageslicht einen weißen Farbeindruck erzeugt. Diese Ausbildung kann sich insbesondere positiv auf eine aus dem Substrat herstellbare Banknote auswirken, da eine weiße Grundierschicht bzw. Oberfläche eine besonders qualitativ hochwertige, nachfolgende Bedruckung oder sonstige Aufbringung von Motiven, Zahlen und dergleichen ermöglichen kann. Derartige Schichten bzw. Grundierungen sind auch als Trübungsbeschichtung oder im Englischen als "opacifying layers" bekannt. Die dabei eingesetzte Tinte wird dabei auch als Trübungstinte bezeichnet.

[0022] Darüber hinaus kann insbesondere bei Polymersubstraten vorgesehen sein, dass die Trägerschicht aus Kunststoff hergestellt ist, insbesondere aus einem lichtdurchlässigen Kunststoff hergestellt ist, wobei die Trägerschicht bevorzugt zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC), Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere und/oder Verbundmaterialien dieser Materialien umfasst oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.

[0023] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Trägerschicht eine Dicke von 5 µm bis 700 µm, bevorzugt von 30 µm bis 150 µm, besonders bevorzugt von 50 µm bis 125 µm, insbesondere von 65 µm bis 90 µm aufweist.

[0024] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass die Grundierung eine Dicke von 1 µm bis 60 µm, bevorzugt von 5 µm bis 50 µm, besonders bevorzugt von 7 µm bis 45 µm, insbesondere von 10 µm bis 40 µm aufweist. Eine geringe Dicke der Grundierung kann insofern von Vorteil sein, als diese einen Beitrag zu einem dünnen Substrat leisten kann. Auch Endprodukte, wie beispielsweise Papier- und Polymer-Banknoten sollten eine geringe Dicke aufweisen, sodass diese leicht bedruckbar und auch einfach und platzsparend stapelbar sind. Hierfür kann durch die Ausbildung einer dünnen, jedoch trotzdem überdeckenden Grundierung eine vorteilhafte Basis geschaffen werden.

[0025] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Sicherheitselement oder zumindest ein weiteres Sicherheitselement mit einem optisch variablen Merkmal, mit einem in Transmission oder Reflexion optisch erkennbarem Merkmal, mit einem maschinenlesbaren Merkmal und/oder durch elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe bzw. Merkmale gebildet ist. Dabei kann es sich beispielsweise um eine geprägte Schicht, eine fluoreszierende Schicht, eine gedruckte Schicht, eine magnetische Codierung und/oder um ein optisch variables Merkmal, insbesondere um ein Hologramm und/oder um eine farbkippende Grundschicht, beispielsweise eine zumindest ein farbkippendes Dünnschichtelement aufweisende Grundschicht, handeln. Damit kann ein Anwender aus einem großen Portfolio und einer Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten von Sicherheitsmerkmalen auswählen, wodurch ein hohes Maß an Fälschungssicherheit realisierbar sein kann. Bei maschinenlesbaren Merkmalen kann es sich insbesondere um Magnetcodierungen, elektrisch leitfähige Schichten oder auch um elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe handeln.

[0026] Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht zumindest ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, und/oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere oder Schichten aus Metalloxiden, wie beispielsweise unstöchiometrisches Aluminiumoxid, Kupferoxide, oder Chromoxide umfasst und/oder aus zumindest einem metallischen Material aus Druckfarben oder Lacken mit metallischen Pigmenten, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen hergestellt ist.

[0027] Denkbar und vorteilhaft wäre hier beispielsweise eine Ausführung, bei welcher das Sicherheitselement mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht ausgebildet ist, wobei die Schicht einen Bereich aufweist, welcher ein metallisches Material umfasst und einen weiteren Bereich aufweist, welcher ein HRI-Material umfasst. Dabei kann die Grundierung jenen Bereich überdecken, welcher ein metallisches Material umfasst und jenen Bereich aussparen, welcher das HRI-Material umfasst. Bei registergenauer Aufbringung kann dies mitunter ohne für einen Betrachter wahrnehmbare Verschiebung bzw. mit sehr guter optischer Übereinstimmung mit den Bereichsgrenzen bzw. Übergängen erfolgen. Bei Betrachtung einer derartigen Anordnung in Reflexion kann das Bild im Fenster, also im ausgesparten, ein HRI-Material umfassenden Bereich, für einen Betrachter wahrnehmbar sein und im Brückenbereich, also im überdeckten, ein metallisches Material umfassenden Bereich, unsichtbar sein. Bei Betrachtung dieser Anordnung im Durchlicht kann ein gegenteiliger optischer Effekt erzielbar sein. Dabei wäre das Bild im ausgesparten, ein HRI-Material umfassenden Bereich, für einen Betrachter nicht sichtbar und das Bild im Brückenbereich, also im überdeckten, ein metallisches Material umfassenden Bereich, als Wasserzeichen erkennbar. Dabei kann das Bild sowohl ein durchgängiges Motiv sein, welches aus mehreren verschiedenartig ausgebildeten Bereichen besteht, oder das Bild kann durch mehrere Motive, Symbole oder dergleichen gebildet sein, wobei jedes Motiv oder Symbol durch einen eigenständigen Bereich gebildet sein kann.

[0028] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung können die Trägerschicht und die Grundierung dasselbe Material umfassen, insbesondere dasselbe Cellulosefaser-basierte Material umfassen. Dies kann vor allem zweckmäßig sein, wenn es sich bei dem Substrat um ein Papier-Substrat handelt. Dabei kann das Papier-Substrat in einem - bevorzugt kontinuierlichen - Verfahrensschritt aus einer Pulpe, also aus einer wässrigen Suspension umfassend ein Zellstoffmaterial, hergestellt werden. Dabei kann die Trägerschicht gefertigt werden, wobei das Sicherheitselement, beispielsweise in Form eines Sicherheitsfadens eingebracht bzw. eingeblasen werden kann und auf dieses partiell oder vollflächig zugleich eine aus derselben Pulpe gebildete Grundierung aufgebracht sein. Die Grundierung, welche gleichermaßen wie die Trägerschicht aus einem Papier gebildet sein kann, kann dabei nachfolgend im Zuge eines Banknotendrucks bedruckt werden.

[0029] Ferner kann vorgesehen sein, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht gebildete Bild aus Bildelementen gebildet ist, die von unterschiedlicher Größe und Form sind, wobei ein Bildelement durch eine zusammenhängende Fläche der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht gebildet ist und wobei die partielle, reflektierende und das Bild bildende Schicht zwischen zwei Bildelementen unterbrochen ist. Mit Bildelement ist quasi ein einzelner Rasterpunkt bzw. eine einzelne Rasterfläche gemeint. Insbesondere kann es hierbei vorteilhaft sein, wenn das von der partiellen, reflektierenden Schicht gebildete Bild als ein mosaikartiges Bild ausgebildet ist.

[0030] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass unterschiedlich große Bildelemente unterschiedlichen Mosaiken des mosaikartigen Bildes entsprechen.

[0031] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht unterbrechenden Bereiche durch Entfernen der Schicht, insbesondere durch Demetallisierung gebildet sind. Das Entfernen kann dabei beispielsweise im Zuge von Wasch- oder Ätzprozessen erfolgen. Insbesondere, wenn es sich bei der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht um eine metallische Schicht handelt, kann das Entfernen durch Demetallisierung erfolgen. Dabei können sowohl sogenannte Positiv-Bilder als auch Negativ-Bilder realisiert sein. Bei Positiv-Bildern wird das Bild durch die metallisierten Bereiche der Schicht gebildet, während das Bild bei Negativ-Bildern durch die demetallisierten Bereiche der Schicht gebildet sind. Positivbilder erscheinen bei Betrachtung im Durchlicht als dunkles Bild auf hellem Hintergrund, wohingegen Negativbilder als helles Bild auf dunklem Hintergrund erscheinen.

[0032] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass eine Dicke der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht in allen nicht ausgesparten Bereichen der Schicht gleich ist. Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn eine Dicke der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht in zumindest zwei der nicht ausgesparten Bereiche der Schicht verschieden ist. Damit können unterschiedliche optische Dichten bzw. mehrschichtige Schattenbilder realisiert werden.

[0033] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Sicherheitselement eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweist, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folien umfassen.

[0034] Erfindungsgemäß ist auch ein Wertpapier oder Sicherheitspapier, insbesondere ein Polymer-Wertpapier oder Polymer-Sicherheitspapier, mit zumindest einem Sicherheitselement umfassend ein Substrat vorgesehen, wobei das Substrat gemäß einem der Ansprüche ausgebildet ist.

[0035] Durch das erfindungsgemäße Wertpapier oder Sicherheitspapier können Wertpapiere oder Sicherheitspapiere mit einem oder mehreren hoch fälschungssicheren Sicherheitselementen hergestellt werden. Wenn es sich bei dem Substrat um ein Polymersubstrat handelt, wird einem Banknotenhersteller damit ein Ausgangsmaterial zur Verfügung gestellt, welches grundsätzlich wie oder ähnlich wie Papier für Papierbanknoten weiter verarbeitbar ist. Somit kann ein Banknotenhersteller beispielsweise mittels derselben Maschinen bzw. Prozessschritte, oder auch mittels geringer Modifikationen, sowohl Papierbanknoten als auch Polymerbanknoten herstellen. Dies bringt Vorteile in Bezug auf eine Wirtschaftlichkeit der gesamten Produktionskette, bei gleichzeitig hoher Produktqualität.

[0036] Durch das oder die im oder am Substrat ausgebildeten Sicherheitselemente wird ein zusätzliches Maß an Fälschungssicherheit gewährleistet, weil infolge der aufgetragenen Grundierung eine Sichtbarkeit des oder der Sicherheitselemente verringert wird. Jene Bereiche auf der ersten und/oder auf der zweiten Substratseite, auf oder in welchen ein mit Grundierung überdecktes Sicherheitselement ausgebildet ist, sind dabei erfindungsgemäß weniger gut bzw. weniger deutlich wahrnehmbar als jene Bereiche der Trägerschicht mit und/oder ohne darüberliegende Grundierung. Die Grundierung, welche der Überdeckung des oder der Sicherheitselemente dient, aber auch eine spätere, individuelle Bedruckung des Substrats durch einen Banknotenhersteller ermöglichen kann, wird erfindungsgemäß zumindest abschnittsweise auf das oder die Sicherheitselemente und/oder auf die Trägerschicht aufgetragen, sodass zumindest ausgewählte Bereiche überdeckt werden und zumindest weniger gut bzw. weniger deutlich oder weniger stark kontrastiert sichtbar sind. Dieser Effekt, dass von der Grundierung überdeckte Bereiche weniger gut sichtbar sind als von der Grundierung nicht überdeckte Bereiche, wird für einen Betrachter vor allem dann erkennbar bzw. wahrnehmbar, wenn dieser jene Substratseite des Substrat betrachtet, auf welcher die Grundierung aufgebracht ist. Natürlich kann das Substrat auch auf beiden Seiten eine Grundierung aufweisen. In diesen Ausprägungen wäre der Effekt der weniger guten Sichtbarkeit überdeckter Bereiche auf beiden Substratseiten erkennbar. Es ist auch möglich, dass das oder die Sicherheitselemente an oder in beiden Außenflächen der Trägerschicht angeordnet sind.

[0037] Sicherheitselemente können beispielsweise als Sicherheitsfäden, Sicherheitsstreifen und dergleichen ausgebildet sein, wobei natürlich auch andere vorteilhafte, dem Fachmann bekannte Typen bzw. Ausbildungen denkbar sind.

[0038] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann das von der partiellen, reflektierenden Schicht gebildete Bild als mosaikartiges Bild ausgebildet sein. Die Ausbildung von Sicherheitselementen mit einer partiellen, reflektierenden und ein mosaikartiges Bild bildenden Schicht ist beispielsweise aus der EP1674286A1 bekannt. Damit können sehr realistisch wirkende, hochaufgelöste und qualitativ hochwertige bzw. detailreiche Bilder aus metallisierten Bildpunkten bzw. Rasterpunkten dargestellt werden, wobei auch Bereiche mit unterschiedlichen optischen Dichten realisierbar sein können. Wird ein entsprechendes Sicherheitselement beispielsweise als Faden, Streifen oder als Transferfadenfolie in oder auf ein Substrat appliziert und entsprechend vollflächig oder auch bereichsweise mit der Grundierung überdruckt, wird das Bild bzw. Sicherheitselement quasi zu einem Schattenbild oder Wasserzeichen gemacht, respektive von einem Betrachter als solches Wahrgenommen. Die Grundierung wirkt dabei wie eine Trübungsschicht. Indem mitunter auch unterschiedliche optische Dichten von verschiedenen Bildbereichen erzielbar sein können, können mehrstufige Wasserzeichen realisiert werden.

[0039] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

[0040] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1
eine Ausführungsform eines Substrates in Aufsicht,
Fig. 2
eine weitere Ausführungsform eines Substrats in Aufsicht,
Fig. 3
vier Querschnitte des Substrats aus Fig. 2.


[0041] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

[0042] Die Figur 1 zeigt ein Substrat 1 zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren. Dabei ist vorgesehen, dass das Substrat 1 eine Trägerschicht 2 und zumindest ein Sicherheitselement 3 umfasst, wobei das Sicherheitselement 3 auf und/oder in die Trägerschicht 2 aufgetragen ist und wobei eine Grundierung 4 auf eine erste Substratseite 5 und/oder eine zweite Substratseite 6 des Substrats 1 zumindest abschnittsweise aufgetragen ist. Dabei überdeckt die Grundierung 4 das Sicherheitselement 3 und/oder die Trägerschicht 2 zumindest abschnittsweise, wobei von der Grundierung 4 überdeckte Bereiche des Sicherheitselements 3 weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung 4 nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements 3 und/oder als von der Grundierung 4 nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht 2. Zudem ist vorgesehen, dass das Sicherheitselement 3 mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 ausgebildet ist. Dabei kann es sein, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht 7 gebildete Bild als mosaikartiges Bild ausgebildet ist.

[0043] Dabei können die von der Grundierung 4 überdeckten Bereiche des Sicherheitselements 3 in Aufsicht nicht sichtbar sein und in Durchsicht sichtbar sein, oder die von der Grundierung 4 überdeckten Bereiche des Sicherheitselements 3 in Durchsicht besser sichtbar sein, als in Aufsicht. Die Grundierung 4 kann mittels eines drucktechnischen Verfahrens aufgetragen sein. Zudem kann die Grundierung 4 bedruckbar ausgebildet sein.

[0044] Insbesondere ist in der Figur 1 ein Ausschnitt bzw. Teilbereich eines Bogens eines Substrats 1 in Aufsicht gezeigt, wobei es sich bei Substrat 1 sowohl um ein Polymersubstrat, als auch um ein Papiersubstrat handeln kann. Das Substrat 1 bzw. der Bogen ist dabei mittels fein strichlierter Linien in Zonen unterteilt, welche Zonen die Bereiche für aus dem Substrat 1 bzw. aus dem weiterverarbeiteten Substrat 1 konfektionierbare Wertpapiere bzw. Sicherheitspapiere kennzeichnen. In beiden dargestellten Spalten sind dabei als Sicherheitsfaden ausgebildete Sicherheitselemente 3 gezeigt. Die Grundierung 4 kann die Trägerschicht 2 und/oder das Sicherheitselement 3 partiell überdecken. Eine solche partielle Überdeckung eines als Sicherheitsfaden ausgebildeten Sicherheitselements 3 ist in der ersten Spalte gezeigt. Der Sicherheitsfaden, auf welchen die Zahl Zehn mittels einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 wiederholt wiedergegeben wird, ist dabei wechselweise von der Grundierung 4 überdeckt bzw. nicht überdeckt. In den überdeckten Bereichen wird die Zahl Zehn jeweils als Schattenbild bzw. Wasserzeichen wahrgenommen und in den nicht überdeckten Bereichen als "normales" bzw. herkömmliches Bild oder auch mosaikartiges Bild bzw. Rasterbild. Mittels ein und desselben Sicherheitselements 3 können damit zwei Sicherheitseffekte realisiert sein. Nicht von der Grundierung 4 bedeckte Bereiche oder Abschnitte werden von einem in Aufsicht auf das Substrat 1 blickenden Benutzer als sogenannte Fenster 12 wahrgenommen. Wenn sich diese Fenster 12 lediglich auf einer Seite des Substrats 1 befinden, werden die Fenster 12 auch als Halbfenster bezeichnet. Liegen die von der Grundierung 4 nicht bedeckten Bereiche einander gegenüber, so werden die dadurch ausgebildeten Fenster 12 als Vollfenster bezeichnet. Die Grundierung 4 kann die Trägerschicht 2 und/oder das Sicherheitselement 3 aber auch vollflächig bzw. vollständig überdecken. Eine solche vollflächige Überdeckung eines als Sicherheitsfaden ausgebildeten Sicherheitselements 3 ist in der zweiten Spalte der Figur 1 gezeigt. Auch hier gibt der Sicherheitsfaden die Zahl Zehn mittels einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 wiederholt wieder, wobei der gesamte Sicherheitsfaden von einem Betrachter als Schattenbild bzw. Wasserzeichen wahrgenommen werden kann. Die Grundierung 4 kann auch diffus streuend ausgebildet sein. Insbesondere kann die Grundierung 4 bei Tageslicht einen weißen Farbeindruck erzeugen.

[0045] Die Trägerschicht 2 kann aus Kunststoff hergestellt sein, insbesondere aus einem lichtdurchlässigen Kunststoff hergestellt sein, wobei die Trägerschicht 2 bevorzugt zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC), Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere und/oder Verbundmaterialien dieser Materialien umfassen kann oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein.

[0046] Das zumindest eine Sicherheitselement 3 oder zumindest ein weiteres Sicherheitselement 3 kann mit einem optisch variablen Merkmal, mit einem in Transmission oder Reflexion optisch erkennbarem Merkmal, mit einem maschinenlesbaren Merkmal und/oder durch elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe bzw. Merkmale gebildet sein.

[0047] Die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht 7 kann zumindest ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, und/oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere oder Schichten aus Metalloxiden, wie beispielsweise unstöchiometrisches Aluminiumoxid, Kupferoxide, oder Chromoxide umfassen und/oder aus zumindest einem metallischen Material aus Druckfarben oder Lacken mit metallischen Pigmenten, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen hergestellt sein.

[0048] Denkbar und vorteilhaft wäre hier beispielsweise auch eine Ausführung, bei welcher das Sicherheitselement 3 mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 ausgebildet ist, wobei die Schicht 7 einen Bereich aufweist, welcher ein metallisches Material umfasst und einen weiteren Bereich aufweist, welcher ein HRI-Material umfasst. Dabei kann die Grundierung 4 jenen Bereich überdecken, welcher ein metallisches Material umfasst und jenen Bereich aussparen, welcher das HRI-Material umfasst. Bei registergenauer Aufbringung kann das mitunter ohne für einen Betrachter wahrnehmbare Verschiebung bzw. mit sehr guter optischer Übereinstimmung mit den Bereichsgrenzen bzw. Übergängen erfolgen. Bei Betrachtung einer derartigen Anordnung in Reflexion kann das Bild im Fenster 12, also im ausgesparten, ein HRI-Material umfassenden Bereich, für einen Betrachter wahrnehmbar sein und im Brückenbereich, also im überdeckten, ein metallisches Material umfassenden Bereich, unsichtbar sein. Bei Betrachtung dieser Anordnung im Durchlicht kann ein gegenteiliger optischer Effekt erzielbar sein. Dabei wäre das Bild im ausgesparten, ein HRI-Material umfassenden Bereich, für einen Betrachter nicht sichtbar und das Bild im Brückenbereich, also im überdeckten, ein metallisches Material umfassenden Bereich, als Wasserzeichen erkennbar. Dabei kann das Bild sowohl ein durchgängiges Motiv sein, welches aus mehreren verschiedenartig ausgebildeten Bereichen besteht, oder das Bild kann durch mehrere Motive, Symbole oder dergleichen gebildet sein, wobei jedes Motiv oder Symbol durch einen eigenständigen Bereich gebildet sein kann.

[0049] Die Trägerschicht 2 und die Grundierung 4 können dasselbe Material umfassen, insbesondere dasselbe Cellulosefaser-basierte Material umfassen. Dies kann vor allem zweckmäßig sein, wenn es sich bei dem Substrat 1 um ein Papier-Substrat handelt. Dabei kann das Papier-Substrat in einem - bevorzugt kontinuierlichen - Verfahrensschritt aus einer Pulpe, also aus einer wässrigen Suspension umfassend ein Zellstoffmaterial, hergestellt werden. Dabei kann die Trägerschicht 2 gefertigt werden, wobei das Sicherheitselement 3, beispielsweise in Form eines Sicherheitsfadens eingebracht bzw. eingeblasen werden kann und auf dieses partiell oder vollflächig zugleich eine aus derselben Pulpe gebildete Grundierung 4 aufgebracht sein. Die Grundierung 4, welche gleichermaßen wie die Trägerschicht 2 aus einem Papier gebildet sein kann, kann dabei nachfolgend im Zuge eines Banknotendrucks bedruckt werden.

[0050] Das von der partiellen, reflektierenden Schicht gebildete Bild, welches gemäß dem Beispiel in Figur 1 die Zahl Zehn wiederholt wiedergibt, kann aus Bildelementen 10 gebildet sein, die von unterschiedlicher Größe und Form sind, wobei ein Bildelement 10 durch eine zusammenhängende Fläche der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht 7 gebildet sein kann und wobei die partielle, reflektierende und das Bild bildende Schicht 7 zwischen zwei Bildelementen 10 unterbrochen sein kann. Insbesondere kann es hierbei vorteilhaft sein, wenn das von der partiellen, reflektierenden Schicht 7 gebildete Bild als ein mosaikartiges Bild ausgebildet ist. Es kann auch sein, dass unterschiedlich große Bildelemente 10 unterschiedlichen Mosaiken des mosaikartigen Bildes entsprechen. Die die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht 7 unterbrechenden Bereiche können durch Entfernen der Schicht 7, insbesondere durch Demetallisierung gebildet sein.

[0051] Das Sicherheitselement 3 kann eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweisen, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folien umfassen können. Auch das Substrat 1 kann, wie dem Fachmann hinlänglich bekannt ist, eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweisen. So kann es auch sein, dass Sicherheitselement 3 und/oder die Trägerschicht 2 und/oder die Grundierung 4 mit einer Deckschicht zumindest abschnittsweise überdeckt sind, wobei von der Deckschicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements 3 weniger gut sichtbar sein können, als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements 3 und/oder als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht 2 und/oder als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Grundierung 4. Dies insbesondere dann, wenn die Grundierung 4 zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht 2 und dem Sicherheitselement 3 angeordnet ist.

[0052] Aus dem Substrat 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel in Figur 1 kann ein Wertpapier oder Sicherheitspapier mit zumindest einem Sicherheitselement 3 umfassend das Substrat 1, hergestellt werden, wobei das Substrat 1 gemäß einem der Ansprüche ausgebildet ist.

[0053] In der Figur 2, sowie in den Figuren 3A bis 3D ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Substrats 1 gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen wie in der vorangegangenen Figur 1 verwendet werden. Insbesondere kann es sich bei dem Substrat 1 um ein Polymer-Substrat oder um ein Papier-Substrat handeln. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird an dieser Stelle auf die detaillierte Beschreibung in der Figur 1 hingewiesen bzw. Bezug genommen.

[0054] In der Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform des Substrats 1 in Aufsicht gezeigt, wobei insbesondere ein durch Strichlieren gekennzeichneter Bereich eines aus dem Substrat 1 konfektionierbaren Wertpapiers oder Sicherheitspapiers gezeigt ist. Auf dem Substrat 1 ist ein Sicherheitselement 3 in Form eines Sicherheitsfadens appliziert, welcher wiederholend ein Motiv in Form eines Tempels wiedergibt. Das Sicherheitselement 3 ist dafür mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 ausgebildet. Die Grundierung 4 überdeckt die Trägerschicht 2 vollflächig und das Sicherheitselement 3 partiell. Dort, wo das Sicherheitselement 3 partiell von der Grundierung 4 überdeckt ist, erscheint das Motiv bzw. der dargestellte Tempel als Wasserzeichen bzw. Schattenbild.

[0055] In den Figuren 3A bis 3D sind vier Querschnitte aus dem Substrat 1 aus Figur 2 gezeigt, wobei die jeweiligen Schnittpositionen in der Figur 2 an den entsprechenden Positionen mittels Pfeile und Buchstaben gekennzeichnet sind. Beispielsgemäß ist die Grundierung 4 lediglich auf der ersten Substratseite 5 angebracht. Natürlich wäre es aber auch denkbar und gegebenenfalls zweckmäßig, wenn die Grundierung 4 auch auf der zweiten Substratseite 6 zumindest bereichsweise aufgetragen ist. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass das Sicherheitselement 3 eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweist, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folien umfassen können. Der Einfachheit halber, und auch weil die Ausbildung derartiger Schichten und deren technische Vorteile der Fachwelt hinlänglich bekannt sind, wurde auf die Darstellung und denkbare Anordnungen dieser Schichten in den Figuren verzichtet.

[0056] In den Figuren 3A bis 3D ist gezeigt, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht 7 gebildete Bild aus Bildelementen 10 gebildet sein kann, die von unterschiedlicher Größe und Form sein können, wobei ein Bildelement 10 durch eine zusammenhängende Fläche der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht 7 gebildet sein kann und wobei die partielle, reflektierende und das Bild bildende Schicht 7 zwischen zwei Bildelementen 10 unterbrochen sein kann. Insbesondere kann es auch hierbei vorteilhaft sein, wenn das von der partiellen, reflektierenden Schicht 7 gebildete Bild als ein mosaikartiges Bild ausgebildet ist. Es kann auch sein, dass unterschiedlich große Bildelemente 10 unterschiedlichen Mosaiken des mosaikartigen Bildes entsprechen. Die die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht 7 unterbrechenden Bereiche können dabei Entfernen der Schicht 7, insbesondere durch Demetallisierung gebildet sein.

[0057] Die Figur 3A zeigt einen Längsschnitt durch das als Sicherheitsfaden ausgebildete Sicherheitselement 3. Jene nicht von der Grundierung 4 bedeckten Bereiche sind dabei als Fenster 12 ausgebildet. Die Figur 3C zeigt einen Längsschnitt durch das Substrat 1 in jenem Bereich, der ohne ein Sicherheitselement 3 ausgebildet, wobei die Grundierung 4 die Trägerschicht 2 vollständig bedeckt. In der Figur 3B ist ein Schnitt durch das Tempel-Motiv des Sicherheitselements 3 gezeigt, wobei die Grundierung 4 das Sicherheitselement 3 hier nicht bedeckt und somit ein Fenster 12 gebildet ist. In jenem Fenster 12 ist das Tempel-Motiv als Rasterbild erkennbar. In der Figur 3D ist ein Schnitt durch das Tempel-Motiv des Sicherheitselements 3 gezeigt, wobei die Grundierung 4 das Sicherheitselement 3 hier vollständig bedeckt. Das Tempel-Motiv ist hier als hochaufgelöstes Schattenbild bzw. Wasserzeichen erkennbar.

[0058] Die Trägerschicht 2 kann eine Dicke 8 von 5 µm bis 700 µm, bevorzugt von 30 µm bis 150 µm, besonders bevorzugt von 50 µm bis 125 µm, insbesondere von 65 µm bis 90 µm aufweisen. Die Grundierung 4 kann eine Dicke 9 von 1 µm bis 60 µm, bevorzugt von 5 µm bis 50 µm, besonders bevorzugt von 7 µm bis 45 µm, insbesondere von 10 µm bis 40 µm aufweisen.

[0059] Eine Dicke 11 der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht 7 kann - wie in den Figuren 3A, 3B und 3D exemplarisch gezeigt ist - in allen nicht ausgesparten Bereichen der Schicht 7 gleich sein. Es kann aber auch sein, dass eine Dicke 11 der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht 7 in zumindest zwei der nicht ausgesparten Bereiche der Schicht 7 verschieden ist, wobei diese denkbare Ausführungsform nicht figürlich gezeigt ist.

[0060] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.

[0061] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.

[0062] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.

[0063] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.

Bezugszeichenaufstellung



[0064] 
1
Substrat
2
Trägerschicht
3
Sicherheitselement
4
Grundierung
5
erste Substratseite
6
zweite Substratseite
7
Schicht
8
Dicke
9
Dicke
10
Bildelement
11
Dicke
12
Fenster



Ansprüche

1. Substrat (1) zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (1) eine Trägerschicht (2) und zumindest ein Sicherheitselement (3) umfasst, wobei das Sicherheitselement (3) auf und/oder in die Trägerschicht (2) aufgetragen ist und wobei eine Grundierung (4) auf eine erste Substratseite (5) und/oder eine zweite Substratseite (6) des Substrats (1) zumindest abschnittsweise aufgetragen ist,
welche Grundierung (4) zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht (2) und dem Sicherheitselement (3) angeordnet ist,
und/oder welche Grundierung (4) das Sicherheitselement (3) und/oder die Trägerschicht (2) zumindest abschnittsweise überdeckt, wobei von der Grundierung (4) überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung (4) nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) und/oder als von der Grundierung (4) nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht (2),
und wobei das Sicherheitselement (3) mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht (7) ausgebildet ist.
 
2. Substrat (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht (7) gebildete Bild als mosaikartiges Bild ausgebildet ist.
 
3. Substrat (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Substrat (1) um ein Polymer-Substrat oder um ein Papier-Substrat handelt.
 
4. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Grundierung (4) überdeckten Bereiche des Sicherheitselements (3) in Aufsicht nicht sichtbar sind und in Durchsicht sichtbar sind, oder dass die von der Grundierung (4) überdeckten Bereiche des Sicherheitselements (3) in Durchsicht besser sichtbar sind als in Aufsicht.
 
5. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (3) und/oder die Trägerschicht (2) und/oder die Grundierung (4) mit einer Deckschicht zumindest abschnittsweise überdeckt sind, wobei von der Deckschicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) weniger gut sichtbar sind, als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) und/oder als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht (2) und/oder als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Grundierung (4).
 
6. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) mittels eines drucktechnischen Verfahrens aufgetragen ist.
 
7. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) bedruckbar ausgebildet ist.
 
8. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) die Trägerschicht (2) und/oder das Sicherheitselement (3) vollflächig überdeckt.
 
9. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) die Trägerschicht (2) und/oder das Sicherheitselement (3) partiell überdeckt.
 
10. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) diffus streuend ausgebildet ist, insbesondere, dass die Grundierung (4) bei Tageslicht einen weißen Farbeindruck erzeugt.
 
11. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (2) aus Kunststoff hergestellt ist, insbesondere aus einem lichtdurchlässigen Kunststoff hergestellt ist, wobei die Trägerschicht (2) bevorzugt zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC), Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere und/oder Verbundmaterialien dieser Materialien umfasst oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
 
12. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (2) eine Dicke (8) von 5 µm bis 700 µm, bevorzugt von 30 µm bis 150 µm, besonders bevorzugt von 50 µm bis 125 µm, insbesondere von 65 µm bis 90 µm aufweist.
 
13. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) eine Dicke (9) von 1 µm bis 60 µm, bevorzugt von 5 µm bis 50 µm, besonders bevorzugt von 7 µm bis 45 µm, insbesondere von 10 µm bis 40 µm aufweist.
 
14. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Sicherheitselement (3) oder zumindest ein weiteres Sicherheitselement (3) mit einem optisch variablen Merkmal, mit einem in Transmission oder Reflexion optisch erkennbarem Merkmal, mit einem maschinenlesbaren Merkmal und/oder durch elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe bzw. Merkmale gebildet ist.
 
15. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht (7) zumindest ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, und/oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere oder Schichten aus Metalloxiden, wie beispielsweise unstöchiometrisches Aluminiumoxid, Kupferoxide, oder Chromoxide umfasst und/oder aus zumindest einem metallischen Material aus Druckfarben oder Lacken mit metallischen Pigmenten, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen hergestellt ist.
 
16. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht (7) gebildete Bild aus Bildelementen (10) gebildet ist, die von unterschiedlicher Größe und Form sind, wobei ein Bildelement (10) durch eine zusammenhängende Fläche der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht (7) gebildet ist und wobei die partielle, reflektierende und das Bild bildende Schicht (7) zwischen zwei Bildelementen (10) unterbrochen ist.
 
17. Substrat (1) nach Anspruch 2 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedlich große Bildelemente (10) unterschiedlichen Mosaiken des mosaikartigen Bildes entsprechen.
 
18. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht (7) unterbrechenden Bereiche durch Entfernen der Schicht (7), insbesondere durch Demetallisierung gebildet sind.
 
19. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke (11) der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht (7) in allen nicht ausgesparten Bereichen der Schicht (7) gleich ist.
 
20. Substrat (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke (11) der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht (7) in zumindest zwei der nicht ausgesparten Bereiche der Schicht (7) verschieden ist.
 
21. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (3) eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweist, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folien umfassen.
 
22. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (2) und die Grundierung (4) dasselbe Material umfassen, insbesondere dasselbe Cellulosefaser-basierte Material umfassen.
 
23. Wertpapier oder Sicherheitspapier mit zumindest einem Sicherheitselement (3) umfassend ein Substrat (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 22 ausgebildet ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente