[0001] Die Erfindung betrifft ein Substrat zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren
und ein Wertpapier oder Sicherheitspapier.
[0002] Substrate, und insbesondere Polymersubstrate, sowie Wertpapiere oder Sicherheitspapiere
eingangs genannter Art werden üblicherweise verwendet, um die Fälschungssicherheit
von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, wie Banknoten, Ausweise, Kreditkarten,
Bankomatkarten, Tickets etc. zu erhöhen.
[0003] Gemäß dem Stand der Technik wird versucht, mittels Schattenbilder oder Wasserzeichen
eine Fälschungssicherheit zu realisieren. Beispielsweise ist aus der
DE112018003095T5 ein optisches Sicherheitsmerkmal bekannt, das in Banknoten auf Polymerbasis aufgenommen
ist. Dabei ist ein Bild, das in einer trübenden Schicht eines Polymersubstrats einer
Banknote auf Polymerbasis enthalten ist, in Transmission sichtbarer als in Reflexion.
Die bekannten Ausführungen weisen jedoch Deckungsfehler auf, welche die Komplexität
und damit die Fälschungssicherheit der Schattenbilder begrenzt. Qualitativ hochwertige
Schattenbilder oder Wasserzeichen sind somit nicht realisierbar.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und Mittel zur Verfügung zu stellen, mittels derer Wertpapiere oder
Sicherheitspapiere, insbesondere Polymer-Wertpapiere oder Polymer-Sicherheitspapiere,
mit einem oder mehreren hoch fälschungssicheren Sicherheitselementen fertigbar bzw.
gestaltbar sind.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Substrat, insbesondere durch ein Polymersubstrat, und
durch ein Wertpapiere oder Sicherheitspapier gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0006] Die Erfindung betrifft ein Substrat zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren,
wobei das Substrat eine Trägerschicht, insbesondere eine Polymer-Trägerschicht, und
zumindest ein Sicherheitselement umfasst und wobei das Sicherheitselement auf und/oder
in die Trägerschicht aufgetragen ist. Eine Grundierung ist dabei auf eine erste Substratseite
und/oder eine zweite Substratseite des Substrats zumindest abschnittsweise aufgetragen.
Dabei ist die Grundierung zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht und
dem Sicherheitselement angeordnet und/oder die Grundierung überdeckt das Sicherheitselement
und/oder die Trägerschicht zumindest abschnittsweise, wobei von der Grundierung überdeckte
Bereiche des Sicherheitselements weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung
nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements und/oder als von der Grundierung
nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht. Das Sicherheitselement ist erfindungsgemäß
mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht ausgebildet.
[0007] Der Begriff Grundierung kann sowohl eine einzelne Schicht als auch einen Verbund
oder eine Schichtung aus mehreren Schichten beschreiben. Dabei kann es sich beispielsweise
um mehrere gleichartige, aber auch um mehrere, verschiedene Schichten oder Lagen handeln.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Formulierung "eine Schicht ist auf
etwas aufgebracht" so zu verstehen ist, dass eine Schicht direkt aufgebracht sein
kann, oder dass sich zwischen der aufgebrachten Schicht und dem, worauf die Schicht
aufgebracht ist, noch eine oder mehrere Zwischenschichten befinden können. An dieser
Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass zwischen den in diesem Dokument beschriebenen
Schichten eine oder auch mehrere Zwischenschichten angeordnet sein können. Es ist
somit nicht zwingend erforderlich, dass die beschriebenen Schichten einander kontaktieren.
Weiters sei darauf hingewiesen, dass der Begriff Schicht in diesem Dokument so zu
verstehen ist, dass eine Schicht auch aus mehreren Teilschichten aufgebaut sein kann.
Bei dem Begriff Bild kann es sich um jegliche Art von Zeichen, Buchstaben, Mustern,
Motiven, geometrischen Figuren, Guillochen und auch Linien handeln.
[0008] Es sei auch darauf hingewiesen, dass der Begriff "insbesondere" in diesem Dokument
so zu verstehen ist, dass es sich dabei um eine mögliche speziellere Ausbildung oder
nähere Spezifizierung eines Gegenstands handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende,
bevorzugte Ausführungsform desselben oder eine zwingende Vorgehensweise darstellen
muss.
[0009] Durch das erfindungsgemäße Substrat wird die Möglichkeit bzw. Grundlage geschaffen,
Wertpapiere oder Sicherheitspapiere mit einem oder mehreren hoch fälschungssicheren
Sicherheitselementen zu fertigen. Insbesondere wenn es sich bei dem Substrat um ein
Polymersubstrat handelt, wird einem Banknotenhersteller damit ein Ausgangsmaterial
zur Verfügung gestellt, welches grundsätzlich wie oder ähnlich wie Papier für Papierbanknoten
weiter verarbeitbar ist. Somit kann ein Banknotenhersteller beispielsweise mittels
derselben Maschinen bzw. Prozessschritte, oder auch mittels geringer Modifikationen,
sowohl Papierbanknoten als auch Polymerbanknoten herstellen. Dies bringt Vorteile
in Bezug auf eine Wirtschaftlichkeit der gesamten Produktionskette, bei gleichzeitig
hoher Produktqualität.
[0010] Durch das oder die im oder am Substrat ausgebildeten Sicherheitselemente wird ein
zusätzliches Maß an Fälschungssicherheit gewährleistet, weil infolge der aufgetragenen
Grundierung eine Sichtbarkeit des oder der Sicherheitselemente verringert wird. Jene
Bereiche auf der ersten und/oder auf der zweiten Substratseite, auf oder in welchen
ein mit Grundierung überdecktes Sicherheitselement ausgebildet ist, sind dabei erfindungsgemäß
weniger gut bzw. weniger deutlich wahrnehmbar als jene Bereiche der Trägerschicht
mit und/oder ohne darüberliegende Grundierung. Die Grundierung, welche der Überdeckung
des oder der Sicherheitselemente dient, aber auch eine spätere, individuelle Bedruckung
des Substrats durch einen Banknotenhersteller ermöglichen kann, wird erfindungsgemäß
zumindest abschnittsweise auf das oder die Sicherheitselemente und/oder auf die Trägerschicht
aufgetragen, sodass zumindest ausgewählte Bereiche überdeckt werden und zumindest
weniger gut bzw. weniger deutlich oder weniger stark kontrastiert sichtbar sind. Dieser
Effekt, dass von der Grundierung überdeckte Bereiche weniger gut sichtbar sind, als
von der Grundierung nicht überdeckte Bereiche, wird für einen Betrachter vor allem
dann erkennbar bzw. wahrnehmbar, wenn dieser jene Substratseite des Substrats betrachtet,
auf welcher die Grundierung aufgebracht ist. Natürlich kann das Substrat auch auf
beiden Seiten eine Grundierung aufweisen. In diesen Ausprägungen wäre der Effekt der
weniger guten Sichtbarkeit überdeckter Bereiche auf beiden Substratseiten erkennbar.
Es ist auch möglich, dass das oder die Sicherheitselemente an oder in beiden Außenflächen
der Trägerschicht angeordnet sind.
[0011] Sicherheitselemente können beispielsweise als Sicherheitsfäden, Sicherheitsstreifen
und dergleichen ausgebildet sein, wobei natürlich auch andere vorteilhafte, dem Fachmann
bekannte Typen bzw. Ausbildungen denkbar sind.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann das von der partiellen, reflektierenden
Schicht gebildete Bild als mosaikartiges Bild ausgebildet sein. Die Ausbildung von
Sicherheitselementen mit einer partiellen, reflektierenden und ein mosaikartiges Bild
bildenden Schicht ist beispielsweise aus der
EP1674286A1 bekannt. Damit können sehr realistisch wirkende, hochaufgelöste und qualitativ hochwertige
bzw. detailreiche Bilder, wie insbesondere Rasterbilder aus beispielsweise metallisierten
Bildpunkten bzw. Rasterpunkten dargestellt werden, wobei auch Bereiche mit unterschiedlichen
optischen Dichten realisierbar sein können. Wird ein entsprechendes Sicherheitselement
beispielsweise als Faden, Streifen oder als Transferfadenfolie in oder auf ein Substrat
appliziert und entsprechend vollflächig oder auch bereichsweise mit der Grundierung
überdruckt, wird das Bild bzw. Sicherheitselement quasi zu einem Schattenbild oder
Wasserzeichen gemacht, respektive von einem Betrachter als solches wahrgenommen. Die
Grundierung wirkt dabei wie eine Trübungsschicht. Indem mitunter auch unterschiedliche
optische Dichten von verschiedenen Bildbereichen erzielbar sein können, können mehrstufige
Wasserzeichen realisiert werden.
[0013] Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn die von der Grundierung überdeckten Bereiche
des Sicherheitselements in Aufsicht nicht sichtbar sind und in Durchsicht sichtbar
sind, oder dass die von der Grundierung überdeckten Bereiche des Sicherheitselements
in Durchsicht besser sichtbar sind als in Aufsicht. Diese vorteilhafte Ausbildung
kann es einem Benutzer erleichtern, die Echtheit einer Banknote zu überprüfen, indem
er diese in ein Gegenlicht hält, respektive in Durchsicht betrachtet. So kann ein
weiterer Beitrag zur Fälschungssicherheit bei Banknoten geleistet werden. Es kann
hier auch sein, dass in Durchsicht betrachtet nicht der gesamte von der Grundierung
überdeckte Bereich des Sicherheitselements sichtbar ist, sondern nur jene Teile oder
Bereiche des Elements, welche mit der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden
Schicht ausgebildet ist. So wäre lediglich eine partielle Metallisierung oder auch
eine partielle HRI-Schicht - also eine Schicht mit einem hohen Brechungsindex ("high
refractive index", HRI) - bzw. das dadurch gebildete, insbesondere auch mosaikartige,
Bild im Durchlicht erkennbar. Bei einer partiellen Metallisierung oder auch bei einer
partiellen HRI-Schicht kann die Schicht - um nur einige Beispiele zu nennen - Aussparung
in der Ausprägung von Zeichen, Buchstaben, Mustern, Motiven, geometrischen Figuren,
Guillochen und auch Linien enthalten.
[0014] Bei dem Substrat kann es sich dabei sowohl um ein Polymer-Substrat als auch um ein
Papier-Substrat handeln. In diesem Dokument werden im Folgenden insbesondere die Begriffe
Substrat oder Polymer-Substrat verwendet, wobei es gegebenenfalls zweckmäßig sein
kann, anstelle eines Polymer-Substrates ein Papier-Substrat zu verwenden. Während
ein Polymer-Substrat eine Polymer-Trägerschicht umfasst, umfasst ein Papier-Substrat
eine Papier-Trägerschicht bzw. ist ein Papier-Substrat aus einer Cellulose-faser basierten
Pulpe hergestellt.
[0015] Insbesondere, wenn die Grundierung zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht
und dem Sicherheitselement angeordnet ist, kann es auch vorteilhaft sein, wenn das
Sicherheitselement und/oder die Trägerschicht und/oder die Grundierung mit einer Deckschicht
zumindest abschnittsweise überdeckt sind. Dabei können von der Deckschicht überdeckte
Bereiche des Sicherheitselements weniger gut sichtbar sein als von der Deckschicht
nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements und/oder als von der Deckschicht
nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht und/oder als von der Deckschicht nicht
überdeckte Bereiche der Grundierung. So können mittels einer Überdruckung von ausgewählten
Bereichen - beispielsweise auch im Zuge einer Banknoten-Bedruckung - optische Effekte
erzielt werden und insbesondere ein Sichtbarkeits-Kontrast zwischen Bereichen mit
Deckschicht und Bereichen ohne Deckschicht herbeigeführt werden. Eine derartige Weiterbildung
kann insbesondere bei der Verwendung von Polymer-Substrates zweckmäßig sein.
[0016] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Grundierung mittels eines drucktechnischen
Verfahrens aufgetragen ist. Hierdurch kann auf wirtschaftliche Art und Weise eine
gleichmäßige und ebene Grundierung bzw. Grundierschicht realisiert werden. Diese kann
insbesondere bei einer Weiterverarbeitung des Substrats im Zuge eines nachfolgenden
Banknotendrucks vorteilhaft sein und einen Beitrag zu einer hohen Produktqualität
leisten. Neben Druckverfahren wäre es auch denkbar und gegebenenfalls vorteilhaft,
wenn die Grundierung durch Lackieren, Tauchbeschichten, Sprühbeschichten oder Walzenbeschichten
aufgetragen ist. Auch ein Auftragen der Grundierung mittels vakuumbasierten Beschichtungsverfahren,
wie beispielsweise Plasmabeschichten oder PVD- und CVD-Beschichten ist denkbar.
[0017] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Grundierung bedruckbar ausgebildet
ist. Eine gute Bedruckbarkeit kann bei einer Weiterverarbeitung des Substrats im Zuge
eines Banknotendrucks von Bedeutung sein und kann mitunter eine zufriedenstellende
oder auch hohe Endqualität eines Wert- oder Sicherheitspapiers, insbesondere eines
Polymer-Wertpapiers oder Polymer-Sicherheitspapiers, ermöglichen. Zudem kann sich
eine gute Bedruckbarkeit der Grundierung, respektive des Substrats positiv auf die
Langlebigkeit bzw. Widerstandsfähigkeit einer Banknote auswirken. Beispielsweise kann
eine gute Bedruckbarkeit durch eine ebene Grundierung, oder auch durch eine, eine
Druckfarbe gut aufnehmende Struktur oder das Material der Grundierung realisiert werden.
[0018] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die
Grundierung die Trägerschicht und/oder das Sicherheitselement vollflächig überdeckt.
Es kann mitunter aus Gründen der Fälschungssicherheit von Banknoten günstig sein,
wenn das oder die Sicherheitselemente vollständig überdeckt und damit in Aufsicht
nicht oder nur schlecht bzw. undeutlich sichtbar sind.
[0019] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die Grundierung die Trägerschicht
und/oder das Sicherheitselement partiell überdeckt. Derartige Bereiche des oder der
Sicherheitselemente, welche von der Grundierung nicht überdeckt werden und damit in
Aufsicht sichtbar sind, werden branchenüblich oftmals als Fenster bezeichnet. Derartig
ausgebildete Sicherheitselemente in Form eines Fadens werden oftmals als Fensterfaden
bezeichnet. Derartige Fenster können sowohl als sogenannte Halbfenster, als auch als
Vollfenster ausgebildet sein. Als Halbfenster bezeichnet man dabei eine Aussparung
in der Grundierung auf lediglich einer Substratseite des Substrats, respektive auf
einer Seite der Grundierung. Ist die Grundierung auf beiden Substratseiten des Substrats
aufgetragen und sind Aussparungen gegenüberliegend oder zumindest partiell gegenüberliegend
bzw. überlappend in der beidseitigen Grundierung vorgesehen, so spricht man im Fachjargon
von einem Vollfenster. Diese Fenster können es einem Benutzer erleichtern, die Echtheit
einer Banknote auf einfache und schnelle Art und Weise zu überprüfen. Zudem kann durch
die partielle Überdeckung eines oder mehrerer Sicherheitsmerkmale eine Fälschungssicherheit
verbessert werden, weil eine Imitierung bzw. Fälschung von Banknoten durch eine exakte
Positionierung von Fenstern beträchtlich erschwert wird.
[0020] Vorteilhafterweise kann das Sicherheitselement als Sicherheitsfaden mit einer partiellen,
reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht ausgebildet sein, wobei das Bild mehrfach
bzw. wiederholt auf dem Faden ausgebildet sein kann. Insbesondere wenn die Grundierung
hierbei partiell und registergenau auf den Sicherheitsfaden aufgebracht bzw. aufgedruckt
wird, kann es sein, dass das sich wiederholende Bild in den Fenstern sichtbar ist
und in den überdruckten bzw. grundierten Bereichen als Wasserzeichen erscheint. Damit
können mit einem einzelnen Sicherheitselement bzw. Faden zwei Sicherheitseffekte zugleich
erzielt werden. Alternativ oder zusätzlich kann es auch vorteilhaft sein, wenn ein
zusammenhängendes bzw. ein einzelnes Bild oder Motiv bereichsweise von der Grundierung
überdeckt ist. So kann es beispielsweise sein, dass ein Teil eines Bildes, wie zum
Beispiel ein Teil eines Porträts, in einem Fenster liegt, also nicht von der Grundierung
überdeckt ist. Der andere Teil des Porträts kann dabei in einem Brückenbereich, also
in einem von der Grundierung überdeckten Bereich, liegen. Insbesondere, wenn das Sicherheitsmerkmal
bzw. die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht im Zuge eines Arbeits-
bzw. Fertigungsschritts hergestellt ist, und danach bereichsweise von der Grundierung
überdeckt wird, kann ein sehr hochwertiges und damit hochfälschungssicheres Substrat
hergestellt werden. Die dabei erzielbare Übereinstimmung zwischen den beiden Teilen
des zusammenhängenden Bildes bzw. Porträts ist keinen Registerschwankungen unterworfen.
[0021] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die Grundierung diffus streuend ausgebildet
ist, insbesondere, dass die Grundierung bei Tageslicht einen weißen Farbeindruck erzeugt.
Diese Ausbildung kann sich insbesondere positiv auf eine aus dem Substrat herstellbare
Banknote auswirken, da eine weiße Grundierschicht bzw. Oberfläche eine besonders qualitativ
hochwertige, nachfolgende Bedruckung oder sonstige Aufbringung von Motiven, Zahlen
und dergleichen ermöglichen kann. Derartige Schichten bzw. Grundierungen sind auch
als Trübungsbeschichtung oder im Englischen als "opacifying layers" bekannt. Die dabei
eingesetzte Tinte wird dabei auch als Trübungstinte bezeichnet.
[0022] Darüber hinaus kann insbesondere bei Polymersubstraten vorgesehen sein, dass die
Trägerschicht aus Kunststoff hergestellt ist, insbesondere aus einem lichtdurchlässigen
Kunststoff hergestellt ist, wobei die Trägerschicht bevorzugt zumindest eines der
Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem
Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid
(PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon
(PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline
Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat
(PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen
(POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC), Ethylentetrafluorethylen
(ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid
(PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP) und/oder
Mischungen und/oder Co-Polymere und/oder Verbundmaterialien dieser Materialien umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0023] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Trägerschicht eine Dicke von 5 µm bis
700 µm, bevorzugt von 30 µm bis 150 µm, besonders bevorzugt von 50 µm bis 125 µm,
insbesondere von 65 µm bis 90 µm aufweist.
[0024] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass die Grundierung eine Dicke
von 1 µm bis 60 µm, bevorzugt von 5 µm bis 50 µm, besonders bevorzugt von 7 µm bis
45 µm, insbesondere von 10 µm bis 40 µm aufweist. Eine geringe Dicke der Grundierung
kann insofern von Vorteil sein, als diese einen Beitrag zu einem dünnen Substrat leisten
kann. Auch Endprodukte, wie beispielsweise Papier- und Polymer-Banknoten sollten eine
geringe Dicke aufweisen, sodass diese leicht bedruckbar und auch einfach und platzsparend
stapelbar sind. Hierfür kann durch die Ausbildung einer dünnen, jedoch trotzdem überdeckenden
Grundierung eine vorteilhafte Basis geschaffen werden.
[0025] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das zumindest
eine Sicherheitselement oder zumindest ein weiteres Sicherheitselement mit einem optisch
variablen Merkmal, mit einem in Transmission oder Reflexion optisch erkennbarem Merkmal,
mit einem maschinenlesbaren Merkmal und/oder durch elektromagnetische Wellen absorbierende
und/oder reemittierende Stoffe bzw. Merkmale gebildet ist. Dabei kann es sich beispielsweise
um eine geprägte Schicht, eine fluoreszierende Schicht, eine gedruckte Schicht, eine
magnetische Codierung und/oder um ein optisch variables Merkmal, insbesondere um ein
Hologramm und/oder um eine farbkippende Grundschicht, beispielsweise eine zumindest
ein farbkippendes Dünnschichtelement aufweisende Grundschicht, handeln. Damit kann
ein Anwender aus einem großen Portfolio und einer Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten
von Sicherheitsmerkmalen auswählen, wodurch ein hohes Maß an Fälschungssicherheit
realisierbar sein kann. Bei maschinenlesbaren Merkmalen kann es sich insbesondere
um Magnetcodierungen, elektrisch leitfähige Schichten oder auch um elektromagnetische
Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe handeln.
[0026] Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn die partielle, reflektierende und ein
Bild bildende Schicht zumindest ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt
aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel,
Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien,
insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, und/oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) und Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere oder
Schichten aus Metalloxiden, wie beispielsweise unstöchiometrisches Aluminiumoxid,
Kupferoxide, oder Chromoxide umfasst und/oder aus zumindest einem metallischen Material
aus Druckfarben oder Lacken mit metallischen Pigmenten, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan,
Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere
Kobalt-Nickel-Legierungen hergestellt ist.
[0027] Denkbar und vorteilhaft wäre hier beispielsweise eine Ausführung, bei welcher das
Sicherheitselement mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht
ausgebildet ist, wobei die Schicht einen Bereich aufweist, welcher ein metallisches
Material umfasst und einen weiteren Bereich aufweist, welcher ein HRI-Material umfasst.
Dabei kann die Grundierung jenen Bereich überdecken, welcher ein metallisches Material
umfasst und jenen Bereich aussparen, welcher das HRI-Material umfasst. Bei registergenauer
Aufbringung kann dies mitunter ohne für einen Betrachter wahrnehmbare Verschiebung
bzw. mit sehr guter optischer Übereinstimmung mit den Bereichsgrenzen bzw. Übergängen
erfolgen. Bei Betrachtung einer derartigen Anordnung in Reflexion kann das Bild im
Fenster, also im ausgesparten, ein HRI-Material umfassenden Bereich, für einen Betrachter
wahrnehmbar sein und im Brückenbereich, also im überdeckten, ein metallisches Material
umfassenden Bereich, unsichtbar sein. Bei Betrachtung dieser Anordnung im Durchlicht
kann ein gegenteiliger optischer Effekt erzielbar sein. Dabei wäre das Bild im ausgesparten,
ein HRI-Material umfassenden Bereich, für einen Betrachter nicht sichtbar und das
Bild im Brückenbereich, also im überdeckten, ein metallisches Material umfassenden
Bereich, als Wasserzeichen erkennbar. Dabei kann das Bild sowohl ein durchgängiges
Motiv sein, welches aus mehreren verschiedenartig ausgebildeten Bereichen besteht,
oder das Bild kann durch mehrere Motive, Symbole oder dergleichen gebildet sein, wobei
jedes Motiv oder Symbol durch einen eigenständigen Bereich gebildet sein kann.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung können die Trägerschicht und die Grundierung
dasselbe Material umfassen, insbesondere dasselbe Cellulosefaser-basierte Material
umfassen. Dies kann vor allem zweckmäßig sein, wenn es sich bei dem Substrat um ein
Papier-Substrat handelt. Dabei kann das Papier-Substrat in einem - bevorzugt kontinuierlichen
- Verfahrensschritt aus einer Pulpe, also aus einer wässrigen Suspension umfassend
ein Zellstoffmaterial, hergestellt werden. Dabei kann die Trägerschicht gefertigt
werden, wobei das Sicherheitselement, beispielsweise in Form eines Sicherheitsfadens
eingebracht bzw. eingeblasen werden kann und auf dieses partiell oder vollflächig
zugleich eine aus derselben Pulpe gebildete Grundierung aufgebracht sein. Die Grundierung,
welche gleichermaßen wie die Trägerschicht aus einem Papier gebildet sein kann, kann
dabei nachfolgend im Zuge eines Banknotendrucks bedruckt werden.
[0029] Ferner kann vorgesehen sein, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht
gebildete Bild aus Bildelementen gebildet ist, die von unterschiedlicher Größe und
Form sind, wobei ein Bildelement durch eine zusammenhängende Fläche der partiellen,
reflektierenden und das Bild bildenden Schicht gebildet ist und wobei die partielle,
reflektierende und das Bild bildende Schicht zwischen zwei Bildelementen unterbrochen
ist. Mit Bildelement ist quasi ein einzelner Rasterpunkt bzw. eine einzelne Rasterfläche
gemeint. Insbesondere kann es hierbei vorteilhaft sein, wenn das von der partiellen,
reflektierenden Schicht gebildete Bild als ein mosaikartiges Bild ausgebildet ist.
[0030] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass unterschiedlich große Bildelemente unterschiedlichen
Mosaiken des mosaikartigen Bildes entsprechen.
[0031] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die
die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht unterbrechenden Bereiche
durch Entfernen der Schicht, insbesondere durch Demetallisierung gebildet sind. Das
Entfernen kann dabei beispielsweise im Zuge von Wasch- oder Ätzprozessen erfolgen.
Insbesondere, wenn es sich bei der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden
Schicht um eine metallische Schicht handelt, kann das Entfernen durch Demetallisierung
erfolgen. Dabei können sowohl sogenannte Positiv-Bilder als auch Negativ-Bilder realisiert
sein. Bei Positiv-Bildern wird das Bild durch die metallisierten Bereiche der Schicht
gebildet, während das Bild bei Negativ-Bildern durch die demetallisierten Bereiche
der Schicht gebildet sind. Positivbilder erscheinen bei Betrachtung im Durchlicht
als dunkles Bild auf hellem Hintergrund, wohingegen Negativbilder als helles Bild
auf dunklem Hintergrund erscheinen.
[0032] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass eine Dicke der partiellen, reflektierenden
und ein Bild bildenden Schicht in allen nicht ausgesparten Bereichen der Schicht gleich
ist. Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn eine Dicke der partiellen, reflektierenden
und ein Bild bildenden Schicht in zumindest zwei der nicht ausgesparten Bereiche der
Schicht verschieden ist. Damit können unterschiedliche optische Dichten bzw. mehrschichtige
Schattenbilder realisiert werden.
[0033] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Sicherheitselement eine oder mehrere
zusätzliche Schichten aufweist, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke,
Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folien umfassen.
[0034] Erfindungsgemäß ist auch ein Wertpapier oder Sicherheitspapier, insbesondere ein
Polymer-Wertpapier oder Polymer-Sicherheitspapier, mit zumindest einem Sicherheitselement
umfassend ein Substrat vorgesehen, wobei das Substrat gemäß einem der Ansprüche ausgebildet
ist.
[0035] Durch das erfindungsgemäße Wertpapier oder Sicherheitspapier können Wertpapiere oder
Sicherheitspapiere mit einem oder mehreren hoch fälschungssicheren Sicherheitselementen
hergestellt werden. Wenn es sich bei dem Substrat um ein Polymersubstrat handelt,
wird einem Banknotenhersteller damit ein Ausgangsmaterial zur Verfügung gestellt,
welches grundsätzlich wie oder ähnlich wie Papier für Papierbanknoten weiter verarbeitbar
ist. Somit kann ein Banknotenhersteller beispielsweise mittels derselben Maschinen
bzw. Prozessschritte, oder auch mittels geringer Modifikationen, sowohl Papierbanknoten
als auch Polymerbanknoten herstellen. Dies bringt Vorteile in Bezug auf eine Wirtschaftlichkeit
der gesamten Produktionskette, bei gleichzeitig hoher Produktqualität.
[0036] Durch das oder die im oder am Substrat ausgebildeten Sicherheitselemente wird ein
zusätzliches Maß an Fälschungssicherheit gewährleistet, weil infolge der aufgetragenen
Grundierung eine Sichtbarkeit des oder der Sicherheitselemente verringert wird. Jene
Bereiche auf der ersten und/oder auf der zweiten Substratseite, auf oder in welchen
ein mit Grundierung überdecktes Sicherheitselement ausgebildet ist, sind dabei erfindungsgemäß
weniger gut bzw. weniger deutlich wahrnehmbar als jene Bereiche der Trägerschicht
mit und/oder ohne darüberliegende Grundierung. Die Grundierung, welche der Überdeckung
des oder der Sicherheitselemente dient, aber auch eine spätere, individuelle Bedruckung
des Substrats durch einen Banknotenhersteller ermöglichen kann, wird erfindungsgemäß
zumindest abschnittsweise auf das oder die Sicherheitselemente und/oder auf die Trägerschicht
aufgetragen, sodass zumindest ausgewählte Bereiche überdeckt werden und zumindest
weniger gut bzw. weniger deutlich oder weniger stark kontrastiert sichtbar sind. Dieser
Effekt, dass von der Grundierung überdeckte Bereiche weniger gut sichtbar sind als
von der Grundierung nicht überdeckte Bereiche, wird für einen Betrachter vor allem
dann erkennbar bzw. wahrnehmbar, wenn dieser jene Substratseite des Substrat betrachtet,
auf welcher die Grundierung aufgebracht ist. Natürlich kann das Substrat auch auf
beiden Seiten eine Grundierung aufweisen. In diesen Ausprägungen wäre der Effekt der
weniger guten Sichtbarkeit überdeckter Bereiche auf beiden Substratseiten erkennbar.
Es ist auch möglich, dass das oder die Sicherheitselemente an oder in beiden Außenflächen
der Trägerschicht angeordnet sind.
[0037] Sicherheitselemente können beispielsweise als Sicherheitsfäden, Sicherheitsstreifen
und dergleichen ausgebildet sein, wobei natürlich auch andere vorteilhafte, dem Fachmann
bekannte Typen bzw. Ausbildungen denkbar sind.
[0038] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann das von der partiellen, reflektierenden
Schicht gebildete Bild als mosaikartiges Bild ausgebildet sein. Die Ausbildung von
Sicherheitselementen mit einer partiellen, reflektierenden und ein mosaikartiges Bild
bildenden Schicht ist beispielsweise aus der
EP1674286A1 bekannt. Damit können sehr realistisch wirkende, hochaufgelöste und qualitativ hochwertige
bzw. detailreiche Bilder aus metallisierten Bildpunkten bzw. Rasterpunkten dargestellt
werden, wobei auch Bereiche mit unterschiedlichen optischen Dichten realisierbar sein
können. Wird ein entsprechendes Sicherheitselement beispielsweise als Faden, Streifen
oder als Transferfadenfolie in oder auf ein Substrat appliziert und entsprechend vollflächig
oder auch bereichsweise mit der Grundierung überdruckt, wird das Bild bzw. Sicherheitselement
quasi zu einem Schattenbild oder Wasserzeichen gemacht, respektive von einem Betrachter
als solches Wahrgenommen. Die Grundierung wirkt dabei wie eine Trübungsschicht. Indem
mitunter auch unterschiedliche optische Dichten von verschiedenen Bildbereichen erzielbar
sein können, können mehrstufige Wasserzeichen realisiert werden.
[0039] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0040] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform eines Substrates in Aufsicht,
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform eines Substrats in Aufsicht,
- Fig. 3
- vier Querschnitte des Substrats aus Fig. 2.
[0041] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0042] Die Figur 1 zeigt ein Substrat 1 zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren.
Dabei ist vorgesehen, dass das Substrat 1 eine Trägerschicht 2 und zumindest ein Sicherheitselement
3 umfasst, wobei das Sicherheitselement 3 auf und/oder in die Trägerschicht 2 aufgetragen
ist und wobei eine Grundierung 4 auf eine erste Substratseite 5 und/oder eine zweite
Substratseite 6 des Substrats 1 zumindest abschnittsweise aufgetragen ist. Dabei überdeckt
die Grundierung 4 das Sicherheitselement 3 und/oder die Trägerschicht 2 zumindest
abschnittsweise, wobei von der Grundierung 4 überdeckte Bereiche des Sicherheitselements
3 weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung 4 nicht überdeckte Bereiche des
Sicherheitselements 3 und/oder als von der Grundierung 4 nicht überdeckte Bereiche
der Trägerschicht 2. Zudem ist vorgesehen, dass das Sicherheitselement 3 mit einer
partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 ausgebildet ist. Dabei
kann es sein, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht 7 gebildete Bild
als mosaikartiges Bild ausgebildet ist.
[0043] Dabei können die von der Grundierung 4 überdeckten Bereiche des Sicherheitselements
3 in Aufsicht nicht sichtbar sein und in Durchsicht sichtbar sein, oder die von der
Grundierung 4 überdeckten Bereiche des Sicherheitselements 3 in Durchsicht besser
sichtbar sein, als in Aufsicht. Die Grundierung 4 kann mittels eines drucktechnischen
Verfahrens aufgetragen sein. Zudem kann die Grundierung 4 bedruckbar ausgebildet sein.
[0044] Insbesondere ist in der Figur 1 ein Ausschnitt bzw. Teilbereich eines Bogens eines
Substrats 1 in Aufsicht gezeigt, wobei es sich bei Substrat 1 sowohl um ein Polymersubstrat,
als auch um ein Papiersubstrat handeln kann. Das Substrat 1 bzw. der Bogen ist dabei
mittels fein strichlierter Linien in Zonen unterteilt, welche Zonen die Bereiche für
aus dem Substrat 1 bzw. aus dem weiterverarbeiteten Substrat 1 konfektionierbare Wertpapiere
bzw. Sicherheitspapiere kennzeichnen. In beiden dargestellten Spalten sind dabei als
Sicherheitsfaden ausgebildete Sicherheitselemente 3 gezeigt. Die Grundierung 4 kann
die Trägerschicht 2 und/oder das Sicherheitselement 3 partiell überdecken. Eine solche
partielle Überdeckung eines als Sicherheitsfaden ausgebildeten Sicherheitselements
3 ist in der ersten Spalte gezeigt. Der Sicherheitsfaden, auf welchen die Zahl Zehn
mittels einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 wiederholt
wiedergegeben wird, ist dabei wechselweise von der Grundierung 4 überdeckt bzw. nicht
überdeckt. In den überdeckten Bereichen wird die Zahl Zehn jeweils als Schattenbild
bzw. Wasserzeichen wahrgenommen und in den nicht überdeckten Bereichen als "normales"
bzw. herkömmliches Bild oder auch mosaikartiges Bild bzw. Rasterbild. Mittels ein
und desselben Sicherheitselements 3 können damit zwei Sicherheitseffekte realisiert
sein. Nicht von der Grundierung 4 bedeckte Bereiche oder Abschnitte werden von einem
in Aufsicht auf das Substrat 1 blickenden Benutzer als sogenannte Fenster 12 wahrgenommen.
Wenn sich diese Fenster 12 lediglich auf einer Seite des Substrats 1 befinden, werden
die Fenster 12 auch als Halbfenster bezeichnet. Liegen die von der Grundierung 4 nicht
bedeckten Bereiche einander gegenüber, so werden die dadurch ausgebildeten Fenster
12 als Vollfenster bezeichnet. Die Grundierung 4 kann die Trägerschicht 2 und/oder
das Sicherheitselement 3 aber auch vollflächig bzw. vollständig überdecken. Eine solche
vollflächige Überdeckung eines als Sicherheitsfaden ausgebildeten Sicherheitselements
3 ist in der zweiten Spalte der Figur 1 gezeigt. Auch hier gibt der Sicherheitsfaden
die Zahl Zehn mittels einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht
7 wiederholt wieder, wobei der gesamte Sicherheitsfaden von einem Betrachter als Schattenbild
bzw. Wasserzeichen wahrgenommen werden kann. Die Grundierung 4 kann auch diffus streuend
ausgebildet sein. Insbesondere kann die Grundierung 4 bei Tageslicht einen weißen
Farbeindruck erzeugen.
[0045] Die Trägerschicht 2 kann aus Kunststoff hergestellt sein, insbesondere aus einem
lichtdurchlässigen Kunststoff hergestellt sein, wobei die Trägerschicht 2 bevorzugt
zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial
orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen
(PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK),
Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat
(PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT),
Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere
(COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid
(PVC), Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid
(PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere und/oder Verbundmaterialien dieser
Materialien umfassen kann oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt
sein.
[0046] Das zumindest eine Sicherheitselement 3 oder zumindest ein weiteres Sicherheitselement
3 kann mit einem optisch variablen Merkmal, mit einem in Transmission oder Reflexion
optisch erkennbarem Merkmal, mit einem maschinenlesbaren Merkmal und/oder durch elektromagnetische
Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe bzw. Merkmale gebildet sein.
[0047] Die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht 7 kann zumindest ein
metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium,
Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium
oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, und/oder
zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von
größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) und Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere oder
Schichten aus Metalloxiden, wie beispielsweise unstöchiometrisches Aluminiumoxid,
Kupferoxide, oder Chromoxide umfassen und/oder aus zumindest einem metallischen Material
aus Druckfarben oder Lacken mit metallischen Pigmenten, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan,
Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere
Kobalt-Nickel-Legierungen hergestellt sein.
[0048] Denkbar und vorteilhaft wäre hier beispielsweise auch eine Ausführung, bei welcher
das Sicherheitselement 3 mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden
Schicht 7 ausgebildet ist, wobei die Schicht 7 einen Bereich aufweist, welcher ein
metallisches Material umfasst und einen weiteren Bereich aufweist, welcher ein HRI-Material
umfasst. Dabei kann die Grundierung 4 jenen Bereich überdecken, welcher ein metallisches
Material umfasst und jenen Bereich aussparen, welcher das HRI-Material umfasst. Bei
registergenauer Aufbringung kann das mitunter ohne für einen Betrachter wahrnehmbare
Verschiebung bzw. mit sehr guter optischer Übereinstimmung mit den Bereichsgrenzen
bzw. Übergängen erfolgen. Bei Betrachtung einer derartigen Anordnung in Reflexion
kann das Bild im Fenster 12, also im ausgesparten, ein HRI-Material umfassenden Bereich,
für einen Betrachter wahrnehmbar sein und im Brückenbereich, also im überdeckten,
ein metallisches Material umfassenden Bereich, unsichtbar sein. Bei Betrachtung dieser
Anordnung im Durchlicht kann ein gegenteiliger optischer Effekt erzielbar sein. Dabei
wäre das Bild im ausgesparten, ein HRI-Material umfassenden Bereich, für einen Betrachter
nicht sichtbar und das Bild im Brückenbereich, also im überdeckten, ein metallisches
Material umfassenden Bereich, als Wasserzeichen erkennbar. Dabei kann das Bild sowohl
ein durchgängiges Motiv sein, welches aus mehreren verschiedenartig ausgebildeten
Bereichen besteht, oder das Bild kann durch mehrere Motive, Symbole oder dergleichen
gebildet sein, wobei jedes Motiv oder Symbol durch einen eigenständigen Bereich gebildet
sein kann.
[0049] Die Trägerschicht 2 und die Grundierung 4 können dasselbe Material umfassen, insbesondere
dasselbe Cellulosefaser-basierte Material umfassen. Dies kann vor allem zweckmäßig
sein, wenn es sich bei dem Substrat 1 um ein Papier-Substrat handelt. Dabei kann das
Papier-Substrat in einem - bevorzugt kontinuierlichen - Verfahrensschritt aus einer
Pulpe, also aus einer wässrigen Suspension umfassend ein Zellstoffmaterial, hergestellt
werden. Dabei kann die Trägerschicht 2 gefertigt werden, wobei das Sicherheitselement
3, beispielsweise in Form eines Sicherheitsfadens eingebracht bzw. eingeblasen werden
kann und auf dieses partiell oder vollflächig zugleich eine aus derselben Pulpe gebildete
Grundierung 4 aufgebracht sein. Die Grundierung 4, welche gleichermaßen wie die Trägerschicht
2 aus einem Papier gebildet sein kann, kann dabei nachfolgend im Zuge eines Banknotendrucks
bedruckt werden.
[0050] Das von der partiellen, reflektierenden Schicht gebildete Bild, welches gemäß dem
Beispiel in Figur 1 die Zahl Zehn wiederholt wiedergibt, kann aus Bildelementen 10
gebildet sein, die von unterschiedlicher Größe und Form sind, wobei ein Bildelement
10 durch eine zusammenhängende Fläche der partiellen, reflektierenden und das Bild
bildenden Schicht 7 gebildet sein kann und wobei die partielle, reflektierende und
das Bild bildende Schicht 7 zwischen zwei Bildelementen 10 unterbrochen sein kann.
Insbesondere kann es hierbei vorteilhaft sein, wenn das von der partiellen, reflektierenden
Schicht 7 gebildete Bild als ein mosaikartiges Bild ausgebildet ist. Es kann auch
sein, dass unterschiedlich große Bildelemente 10 unterschiedlichen Mosaiken des mosaikartigen
Bildes entsprechen. Die die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht
7 unterbrechenden Bereiche können durch Entfernen der Schicht 7, insbesondere durch
Demetallisierung gebildet sein.
[0051] Das Sicherheitselement 3 kann eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweisen,
welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer
und/oder Folien umfassen können. Auch das Substrat 1 kann, wie dem Fachmann hinlänglich
bekannt ist, eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweisen. So kann es auch sein,
dass Sicherheitselement 3 und/oder die Trägerschicht 2 und/oder die Grundierung 4
mit einer Deckschicht zumindest abschnittsweise überdeckt sind, wobei von der Deckschicht
überdeckte Bereiche des Sicherheitselements 3 weniger gut sichtbar sein können, als
von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements 3 und/oder als
von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht 2 und/oder als von
der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Grundierung 4. Dies insbesondere dann,
wenn die Grundierung 4 zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht 2 und
dem Sicherheitselement 3 angeordnet ist.
[0052] Aus dem Substrat 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel in Figur 1 kann ein Wertpapier oder
Sicherheitspapier mit zumindest einem Sicherheitselement 3 umfassend das Substrat
1, hergestellt werden, wobei das Substrat 1 gemäß einem der Ansprüche ausgebildet
ist.
[0053] In der Figur 2, sowie in den Figuren 3A bis 3D ist eine weitere und gegebenenfalls
für sich eigenständige Ausführungsform des Substrats 1 gezeigt, wobei für gleiche
Teile gleiche Bezugszeichen wie in der vorangegangenen Figur 1 verwendet werden. Insbesondere
kann es sich bei dem Substrat 1 um ein Polymer-Substrat oder um ein Papier-Substrat
handeln. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird an dieser Stelle auf die detaillierte
Beschreibung in der Figur 1 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0054] In der Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform des Substrats 1 in Aufsicht gezeigt,
wobei insbesondere ein durch Strichlieren gekennzeichneter Bereich eines aus dem Substrat
1 konfektionierbaren Wertpapiers oder Sicherheitspapiers gezeigt ist. Auf dem Substrat
1 ist ein Sicherheitselement 3 in Form eines Sicherheitsfadens appliziert, welcher
wiederholend ein Motiv in Form eines Tempels wiedergibt. Das Sicherheitselement 3
ist dafür mit einer partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht 7 ausgebildet.
Die Grundierung 4 überdeckt die Trägerschicht 2 vollflächig und das Sicherheitselement
3 partiell. Dort, wo das Sicherheitselement 3 partiell von der Grundierung 4 überdeckt
ist, erscheint das Motiv bzw. der dargestellte Tempel als Wasserzeichen bzw. Schattenbild.
[0055] In den Figuren 3A bis 3D sind vier Querschnitte aus dem Substrat 1 aus Figur 2 gezeigt,
wobei die jeweiligen Schnittpositionen in der Figur 2 an den entsprechenden Positionen
mittels Pfeile und Buchstaben gekennzeichnet sind. Beispielsgemäß ist die Grundierung
4 lediglich auf der ersten Substratseite 5 angebracht. Natürlich wäre es aber auch
denkbar und gegebenenfalls zweckmäßig, wenn die Grundierung 4 auch auf der zweiten
Substratseite 6 zumindest bereichsweise aufgetragen ist. Selbstverständlich ist es
auch denkbar, dass das Sicherheitselement 3 eine oder mehrere zusätzliche Schichten
aufweist, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke,
Kleber, Primer und/oder Folien umfassen können. Der Einfachheit halber, und auch weil
die Ausbildung derartiger Schichten und deren technische Vorteile der Fachwelt hinlänglich
bekannt sind, wurde auf die Darstellung und denkbare Anordnungen dieser Schichten
in den Figuren verzichtet.
[0056] In den Figuren 3A bis 3D ist gezeigt, dass das von der partiellen, reflektierenden
Schicht 7 gebildete Bild aus Bildelementen 10 gebildet sein kann, die von unterschiedlicher
Größe und Form sein können, wobei ein Bildelement 10 durch eine zusammenhängende Fläche
der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht 7 gebildet sein kann
und wobei die partielle, reflektierende und das Bild bildende Schicht 7 zwischen zwei
Bildelementen 10 unterbrochen sein kann. Insbesondere kann es auch hierbei vorteilhaft
sein, wenn das von der partiellen, reflektierenden Schicht 7 gebildete Bild als ein
mosaikartiges Bild ausgebildet ist. Es kann auch sein, dass unterschiedlich große
Bildelemente 10 unterschiedlichen Mosaiken des mosaikartigen Bildes entsprechen. Die
die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht 7 unterbrechenden Bereiche
können dabei Entfernen der Schicht 7, insbesondere durch Demetallisierung gebildet
sein.
[0057] Die Figur 3A zeigt einen Längsschnitt durch das als Sicherheitsfaden ausgebildete
Sicherheitselement 3. Jene nicht von der Grundierung 4 bedeckten Bereiche sind dabei
als Fenster 12 ausgebildet. Die Figur 3C zeigt einen Längsschnitt durch das Substrat
1 in jenem Bereich, der ohne ein Sicherheitselement 3 ausgebildet, wobei die Grundierung
4 die Trägerschicht 2 vollständig bedeckt. In der Figur 3B ist ein Schnitt durch das
Tempel-Motiv des Sicherheitselements 3 gezeigt, wobei die Grundierung 4 das Sicherheitselement
3 hier nicht bedeckt und somit ein Fenster 12 gebildet ist. In jenem Fenster 12 ist
das Tempel-Motiv als Rasterbild erkennbar. In der Figur 3D ist ein Schnitt durch das
Tempel-Motiv des Sicherheitselements 3 gezeigt, wobei die Grundierung 4 das Sicherheitselement
3 hier vollständig bedeckt. Das Tempel-Motiv ist hier als hochaufgelöstes Schattenbild
bzw. Wasserzeichen erkennbar.
[0058] Die Trägerschicht 2 kann eine Dicke 8 von 5 µm bis 700 µm, bevorzugt von 30 µm bis
150 µm, besonders bevorzugt von 50 µm bis 125 µm, insbesondere von 65 µm bis 90 µm
aufweisen. Die Grundierung 4 kann eine Dicke 9 von 1 µm bis 60 µm, bevorzugt von 5
µm bis 50 µm, besonders bevorzugt von 7 µm bis 45 µm, insbesondere von 10 µm bis 40
µm aufweisen.
[0059] Eine Dicke 11 der partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht 7 kann
- wie in den Figuren 3A, 3B und 3D exemplarisch gezeigt ist - in allen nicht ausgesparten
Bereichen der Schicht 7 gleich sein. Es kann aber auch sein, dass eine Dicke 11 der
partiellen, reflektierenden und das Bild bildenden Schicht 7 in zumindest zwei der
nicht ausgesparten Bereiche der Schicht 7 verschieden ist, wobei diese denkbare Ausführungsform
nicht figürlich gezeigt ist.
[0060] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle
bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf
diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0061] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen
aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können
für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen
Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0062] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0063] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0064]
- 1
- Substrat
- 2
- Trägerschicht
- 3
- Sicherheitselement
- 4
- Grundierung
- 5
- erste Substratseite
- 6
- zweite Substratseite
- 7
- Schicht
- 8
- Dicke
- 9
- Dicke
- 10
- Bildelement
- 11
- Dicke
- 12
- Fenster
1. Substrat (1) zur Herstellung von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (1) eine Trägerschicht (2) und zumindest ein Sicherheitselement (3)
umfasst, wobei das Sicherheitselement (3) auf und/oder in die Trägerschicht (2) aufgetragen
ist und wobei eine Grundierung (4) auf eine erste Substratseite (5) und/oder eine
zweite Substratseite (6) des Substrats (1) zumindest abschnittsweise aufgetragen ist,
welche Grundierung (4) zumindest abschnittsweise zwischen der Trägerschicht (2) und
dem Sicherheitselement (3) angeordnet ist,
und/oder welche Grundierung (4) das Sicherheitselement (3) und/oder die Trägerschicht
(2) zumindest abschnittsweise überdeckt, wobei von der Grundierung (4) überdeckte
Bereiche des Sicherheitselements (3) weniger gut sichtbar sind, als von der Grundierung
(4) nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) und/oder als von der Grundierung
(4) nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht (2),
und wobei das Sicherheitselement (3) mit einer partiellen, reflektierenden und ein
Bild bildenden Schicht (7) ausgebildet ist.
2. Substrat (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht (7) gebildete Bild als mosaikartiges
Bild ausgebildet ist.
3. Substrat (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Substrat (1) um ein Polymer-Substrat oder um ein Papier-Substrat
handelt.
4. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Grundierung (4) überdeckten Bereiche des Sicherheitselements (3) in Aufsicht
nicht sichtbar sind und in Durchsicht sichtbar sind, oder dass die von der Grundierung
(4) überdeckten Bereiche des Sicherheitselements (3) in Durchsicht besser sichtbar
sind als in Aufsicht.
5. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (3) und/oder die Trägerschicht (2) und/oder die Grundierung
(4) mit einer Deckschicht zumindest abschnittsweise überdeckt sind, wobei von der
Deckschicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) weniger gut sichtbar sind,
als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche des Sicherheitselements (3) und/oder
als von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Trägerschicht (2) und/oder als
von der Deckschicht nicht überdeckte Bereiche der Grundierung (4).
6. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) mittels eines drucktechnischen Verfahrens aufgetragen ist.
7. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) bedruckbar ausgebildet ist.
8. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) die Trägerschicht (2) und/oder das Sicherheitselement (3) vollflächig
überdeckt.
9. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) die Trägerschicht (2) und/oder das Sicherheitselement (3) partiell
überdeckt.
10. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) diffus streuend ausgebildet ist, insbesondere, dass die Grundierung
(4) bei Tageslicht einen weißen Farbeindruck erzeugt.
11. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (2) aus Kunststoff hergestellt ist, insbesondere aus einem lichtdurchlässigen
Kunststoff hergestellt ist, wobei die Trägerschicht (2) bevorzugt zumindest eines
der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem
Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid
(PPS), Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon
(PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline
Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat
(PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen
(POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC), Ethylentetrafluorethylen
(ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid
(PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP) und/oder
Mischungen und/oder Co-Polymere und/oder Verbundmaterialien dieser Materialien umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
12. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (2) eine Dicke (8) von 5 µm bis 700 µm, bevorzugt von 30 µm bis
150 µm, besonders bevorzugt von 50 µm bis 125 µm, insbesondere von 65 µm bis 90 µm
aufweist.
13. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundierung (4) eine Dicke (9) von 1 µm bis 60 µm, bevorzugt von 5 µm bis 50
µm, besonders bevorzugt von 7 µm bis 45 µm, insbesondere von 10 µm bis 40 µm aufweist.
14. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Sicherheitselement (3) oder zumindest ein weiteres Sicherheitselement
(3) mit einem optisch variablen Merkmal, mit einem in Transmission oder Reflexion
optisch erkennbarem Merkmal, mit einem maschinenlesbaren Merkmal und/oder durch elektromagnetische
Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe bzw. Merkmale gebildet ist.
15. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht (7) zumindest ein metallisches
Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold,
Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium
oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, und/oder
zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von
größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere oder
Schichten aus Metalloxiden, wie beispielsweise unstöchiometrisches Aluminiumoxid,
Kupferoxide, oder Chromoxide umfasst und/oder aus zumindest einem metallischen Material
aus Druckfarben oder Lacken mit metallischen Pigmenten, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan,
Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere
Kobalt-Nickel-Legierungen hergestellt ist.
16. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das von der partiellen, reflektierenden Schicht (7) gebildete Bild aus Bildelementen
(10) gebildet ist, die von unterschiedlicher Größe und Form sind, wobei ein Bildelement
(10) durch eine zusammenhängende Fläche der partiellen, reflektierenden und das Bild
bildenden Schicht (7) gebildet ist und wobei die partielle, reflektierende und das
Bild bildende Schicht (7) zwischen zwei Bildelementen (10) unterbrochen ist.
17. Substrat (1) nach Anspruch 2 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedlich große Bildelemente (10) unterschiedlichen Mosaiken des mosaikartigen
Bildes entsprechen.
18. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die partielle, reflektierende und ein Bild bildende Schicht (7) unterbrechenden
Bereiche durch Entfernen der Schicht (7), insbesondere durch Demetallisierung gebildet
sind.
19. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke (11) der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht (7)
in allen nicht ausgesparten Bereichen der Schicht (7) gleich ist.
20. Substrat (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke (11) der partiellen, reflektierenden und ein Bild bildenden Schicht (7)
in zumindest zwei der nicht ausgesparten Bereiche der Schicht (7) verschieden ist.
21. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (3) eine oder mehrere zusätzliche Schichten aufweist, welche
zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder
Folien umfassen.
22. Substrat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (2) und die Grundierung (4) dasselbe Material umfassen, insbesondere
dasselbe Cellulosefaser-basierte Material umfassen.
23. Wertpapier oder Sicherheitspapier mit zumindest einem Sicherheitselement (3) umfassend
ein Substrat (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 22 ausgebildet ist.