[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine faltbare Transportverpackung für Maschinenteile,
insbesondere für Großwälzlager.
[0002] Maschinenteile und insbesondere Großwälzlager werden üblicherweise vom Hersteller
zum Abnehmer ggf. unter Zwischenlagerung transportiert. Insbesondere für Großwälzlager,
deren Durchmesser mindestens 500 mm und mehr betragen, werden, um diese sicher handhaben
zu können, hohe Anforderungen an die Transportverpackung gestellt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist allgemein bekannt, dass solche Maschinenteile in individuell
angefertigten Einmalkisten, insbesondere solchen aus Holz verpackt werden. Da solche
Einmalkisten immer auf das entsprechende Maschinenteil ausgelegt sind, müssen unterschiedlich
dimensionierte Holzkisten im Lager bereitgestellt werden. Die erfordert hohe Lagerkapazitäten
und erzeugt unnötige Kosten. Da solche Verpackungskisten für den einmaligen Gebrauch
vorgesehen sind, sind diese zudem nicht ressourcenschonend.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte Transportverpackung für Maschinenteile, insbesondere für Großwälzlager
bereitzustellen.
Beschreibung der Erfindung
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine faltbare Transportverpackung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße faltbare Transportverpackung ist zur Fixierung, Lagerung und
Transport von Maschinenteilen und insbesondere von Großwälzlager vorgesehen und geeignet.
Die faltbare Transportverpackung umfasst eine viereckförmige, vorzugsweise quadratische,
Bodenplatte auf deren Bodenfläche mindestens zwei länglich ausgebildete und aus der
Bodenfläche hervorstehende Lagerelemente sowie parallel hierzu angeordnete länglich
ausgebildete Fixierschienen angeordnet und fest mit der Bodenplatte verbunden sind;
vier mit der Bodenplatte gelenkig verbundene Wandelemente, deren Wandhöhe maximal
der halben Seitenlänge der Bodenplatte entspricht; sowie einen Verschlussdeckel.
[0007] Die erfindungsgemäße faltbare Transportverpackung ist derart ausgebildet, dass diese
für den mehrfachen Einsatz vorgesehen und somit besonders ressourcenschonend ist.
Dadurch, dass diese faltbar ist, kann sie besonders platzsparend gelagert werden,
was sich vorteilhaft auf die Lagerkapazität sowie die Lagerkosten auswirkt. Zudem
können mittels der erfindungsgemäßen Transportverpackung Maschinenteile, insbesondere
Großwälzlager unterschiedlicher Größen aufgenommen werden. Dies wird dadurch ermöglicht,
dass die Transportverpackung zumindest zwei länglich ausgebildete Lagerelemente sowie
parallel hierzu angeordnete länglich ausgebildete Fixierschienen umfasst, über die
das zu verpackende Maschinenteil, beispielsweise mittels mehreren Spanngurten, fixiert
werden kann.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängig formulierten
Ansprüchen angegeben. Die in den abhängig formulierten Ansprüchen einzeln aufgeführten
Merkmale sind in technologisch sinnvoller Weise miteinander kombinierbar und können
weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren. Darüber hinaus werden die in den
Ansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung näher präzisiert und erläutert,
wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung dargestellt werden.
[0009] Grundsätzlich kann die erfindungsgemäße Transportverpackung mindestens zwei aus der
Bodenfläche hervorstehende Lagerelemente sowie zumindest eine parallel hierzu angeordnete
länglich ausgebildete Fixierschiene umfassen, auf den das zu verpackende Gut in der
Transportverpackung abstellbar und mit dieser fixierbar ist. In dieser Ausführungsvariante
sind die Lagerelemente parallel zu den Seitenwandelementen verlaufend angeordnet.
Die zumindest eine Fixierschiene ist sodann vorzugsweise zwischen den zumindest zwei
Lagerelementen angeordnet. In weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante kann die
erfindungsgemäße Transportverpackung auch mindestens drei aus der Bodenfläche hervorstehende
Lagerelemente sowie jeweils eine parallel hierzu angeordnete länglich ausgebildete
Fixierschiene umfassen. Die mindestens drei Lagerelemente und Fixierschienen sind
sodann vorzugsweise sternförmig mit einem gleichen Abstand zueinander auf der Bodenfläche
angeordnet, derart, dass eines der Lagerelemente parallel zu einer der Seitenwandelemente
und zwei der Lagerelemente diagonal zu den Seitenwandelementen verlaufend angeordnet
sind.
[0010] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante umfasst die Bodenplatte vier
diagonal zu den Seitenwänden angeordnete Fixierschienen, wobei jede Fixierschiene
von zwei parallel zueinander angeordneten Lagerelementen entlang ihrer Längserstreckung
zumindest teilweise, mehr bevorzugt vollständig, umgeben ist. Die Fixierschienen sind
dabei derart kraftschlüssig mit der Bodenplatte verbunden, dass diese jeweils einer
maximalen Belastung von 1500 kN standhalten. Eine solche Verbindung kann beispielsweise
durch Kraftschluss erzielt werden.
[0011] Die Lagerelemente können eine Antirutschbeschichtung, beispielsweise aus Gummi, umfassen.
[0012] Auf den länglich ausgebildeten Lagerelementen können diverse rotationssymmetrische
Maschinenteile unterschiedlicher Größen, wie beispielsweise Großwälzlager mit einem
Außendurchmesser von beispielsweise 1800 mm oder kleiner und/oder deren Bestandteile,
wie beispielsweise ein Wälzlagerinnen- oder Wälzlageraußenring, abgelegt und beispielsweise
mittels Spanngurten über die Fixierschienen fixiert werden.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante weist die Bodenplatte eine umlaufende
Seitenwand auf, die aus zumindest vier mit der Bodenplatte fest verbundenen Seitenwandelementen
ausgebildet ist. In diesem Zusammenhang ist besonders vorteilhaft vorgesehen, dass
jeweils zwei gegenüberliegend angeordnete Seitenwandelemente eine, zu den übrigen
zwei zueinander gegenüberliegenden Seitenwandelementen, andere Seitenwandhöhe aufweisen,
so dass zwei der insgesamt vier Seitenwandelemente eine erste Seitenwandhöhe und zwei
Seitenwandelemente eine zweite größere Seitenwandhöhe aufweisen. Der Höhenunterschied
entspricht hierbei vorteilhafterweise zumindest der Materialstärke der Wandelemente.
[0014] In einer vorteilhaften Weiterbildung sind die vier mit der Bodenplatte gelenkig verbundenen
Wandelemente über die jeweiligen Seitenwandelemente gelenkig mit der Bodenplatte verbunden.
Besonders vorteilhaft ist hierbei vorgesehen, dass die Wandelemente über Scharniere,
insbesondere zweiteilige Scharniere gelenkig mit der Bodenplatte, insbesondere den
Seitenwandelementen verbunden sind. Die Scharniere stellen eine besonders günstige
Lösung dar, um die Transportverpackung faltbar auszugestalten. Dabei weisen die zweiteiligen
Scharniere den zusätzlichen Vorteil auf, dass die Wandelemente abnehmbar sind. Dies
erleichtert die Zugänglichkeit beim Sichern des zu verpackenden Guts, so dass der
Verpackungsprozess insgesamt wesentlich vereinfacht wird.
[0015] Um eine möglichst niedrige Höhe der Transportverpackung im zusammengeklappten Zustand
zu erzielen, sollten die jeweiligen Wandelemente möglichst flach übereinander und
parallel zur Bodenplatte anordenbar sein. Vorteilhafterweise ist daher vorgesehen,
dass diejenigen zwei Wandelemente, die mit den, die zweite größere Seitenwandhöhe
aufweisenden, zwei Seitenwandelementen gelenkig verbunden sind, sich über die gesamte
Seitenlänge der Bodenplatte erstrecken.
[0016] Vorzugsweise sind die seitlichen Kanten der zwei Wandelemente mittels metallischen
Eckprofilen verstärkt.
[0017] Damit die Transportverpackung im aufgebauten Zustand die erforderliche Formstabilität
aufweist, umfasst jedes der Wandelemente und ggf. der Verschlussdeckel mehrere längliche
Vertiefungen, über die die Wandelemente miteinander und ggf. mit dem Verschlussdeckel
mittels Klammern lösbar verbindbar sind.
[0018] Um die Formstabilität der Transportverpackung noch weiter zu erhöhen, können die
Wandelemente zusätzlich über L-förmige Aufsteckprofile miteinander verbunden werden.
Vorteilhafterweise umfasst die Transportverpackung daher vier solcher Aufsteckprofile,
über die die Wandelemente miteinander verbindbar sind.
[0019] Ferner kann die Transportverpackung an der Bodenplatte mehrere Fußelemente umfassen,
so dass die Transportverpackung beispielsweise von einem Gabelstapler unterfahrbar
und übereinander stapelbar ist.
[0020] Aufgrund der Größe des Verschlussdeckels kann es ggf. erforderlich sein, diesen zu
verstärken. Daher kann der Verschlussdeckel vorteilhafterweise zwei oder mehrere länglich
ausgebildete Verstärkungsrippen umfasst, die dem Verschlussdeckel die erforderliche
Stabilität verleihen. Diese sind vorzugsweise zu den Fußelementen versetzt angeordnet,
um die Stapelbarkeit übereinander zu vereinfachen. Des Weiteren kann ein zentrisch
auf der Bodenplatte angeordnetes Abstützelement vorgesehen sein, über den der Verschlussdeckel
ggf. zusätzlich abstützbar ist. Um im zusammengeklappten Zustand alle Komponenten
in einer Einheit verstauen zu können, ist das Abstützelement vorzugsweise faltbar
ausgebildet, so dass es besonders einfach auf der Bodenfläche im zusammengefalteten
Zustand lagerbar ist.
[0021] In aufgebauter Form der Transportverpackung ist das Abstützelement über einen auf
der Bodenplatte zentrisch angeordneten Aufbewahrungsrahmen stülpbar. Der Aufbewahrungsrahmen
dient somit als Basis für das Abstützelement. In zusammengelegten Zustand der Transportverpackung
dient der Aufbewahrungsrahmen vorteilhafterweise als Aufbewahrungsbox für die diversen
losen Teile der Transportverpackung, wie beispielsweise die Klammern und/oder die
Aufsteckprofile.
[0022] Vorzugsweise ist die Transportverpackung aus Holz, insbesondere aus Siebdruckplatten,
gefertigt, wobei weitere Materialien, wie beispielsweise Kunststoffe ebenfalls denkbar
und möglich sind.
[0023] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung zudem die Verwendung
der erfindungsgemäßen faltbaren Transportverpackung zur Fixierung, Lagerung und Transport
von Maschinenteilen, insbesondere von Großwälzlagern.
Figurenbeschreibung
[0024] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die gezeigten Ausführungsbeispiele
nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht explizit anders dargestellt,
auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten Sachverhalte zu extrahieren
und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der vorliegenden Beschreibung
und/oder Figuren zu kombinieren. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren
und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch sind. Gleiche
Bezugszeichen bezeichnen gleiche Gegenstände, so dass ggf. Erläuterungen aus anderen
Figuren ergänzend herangezogen werden können. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen faltbaren Transportverpackung in einer
ersten perspektivischen Darstellung ohne Verschlussdeckel,
- Fig. 2
- die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante aus der Draufsicht,
- Fig. 3
- die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante in der perspektivischen Darstellung
ohne Verschlussdeckel in einem Zustand, in dem die Wandelemente abmontiert werden,
- Fig. 4
- den aus Figur 3 vergrößerten Eckbereich A,
- Fig. 5
- die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante der Transportverpackung in einer seitlichen
Darstellung mit Verschlussdeckel,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung gemäß Schnittebene A-A der in Figur 5 dargestellten Transportverpackung,
- Fig. 7
- die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante der Transportverpackung mit Verschlussdeckel,
und
- Fig. 8
- die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante der Transportverpackung im zusammengeklappten
Zustand mit Verschlussdeckel.
[0025] In Figur 1 ist eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen faltbaren Transportverpackung
1 in aufgebauter Form in einer ersten perspektivischen Darstellung gezeigt. Die faltbare
Transportverpackung 1 ist zur Fixierung, Lagerung und Transport von Maschinenteilen
und insbesondere von Großwälzlagern mit einem Außendurchmesser von mindestens 500
mm und mehr vorgesehen und geeignet.
[0026] Die faltbare Transportverpackung 1 umfasst eine viereckförmige Bodenplatte 2, die
vorliegend quadratisch ausgebildet ist und von einer umlaufenden Seitenwand 3 begrenzt
wird. Die Bodenplatte 2 weist in der vorliegend dargestellten Ausführungsvariante
die Maße 1800 x 1800 mm auf und besteht aus einer 15 mm starken Siebdruckplatte. Die
umlaufende Seitenwand 3 ist aus vier einzelnen Seitenwandelementen 4, 5, 6, 7 gebildet,
die jeweils fest mit der Bodenplatte 2, beispielsweise auf Stoß, verbunden sind. Von
den insgesamt vier Seitenwandelementen 4, 5, 6, 7 weisen jeweils zwei sich gegenüberliegend
angeordnete Seitenwandelemente 4, 5 eine, zu den übrigen zwei sich jeweils gegenüberliegenden
Seitenwandelementen 6, 7, andere Seitenwandhöhe auf. Wie anhand der Figur 1 erkennbar,
weisen die zwei Seitenwandelemente 6, 7 eine erste Seitenwandhöhe und die zwei Seitenwandelemente
4, 5 eine zweite, größere Seitenwandhöhe auf.
[0027] Wie der Figur 1 weiterhin entnehmbar, weist die Bodenplatte 2 auf ihrer Bodenfläche
8 mehrere länglich ausgebildete und aus der Bodenfläche 8 hervorstehende Lagerelemente
9 sowie parallel hierzu angeordnete länglich ausgebildete Fixierschienen 10 auf, die
fest mit der Bodenplatte 2 verbunden sind. Die insgesamt vier auf der Bodenfläche
8 diagonal zu den Seitenwänden 3 angeordneten Fixierschienen 10 weisen in der vorliegend
dargestellten Ausführungsvariante eine Länge von 500 mm auf. Die Fixierschienen 10
sind dabei derart kraftschlüssig mit der Bodenplatte 2 verbunden, dass diese jeweils
einer maximalen Belastung von 1500 kN standhalten. Jede der Fixierschienen 10 ist
von jeweils zwei parallel zueinander angeordneten Lagerelementen 9 entlang ihrer Längserstreckung
umgeben, die mit einer Antirutschbeschichtung 11, beispielsweise aus Gummi, versehen
sind (Fig. 2). Auf den länglich ausgebildeten Lagerelemente 9 können rotationssymmetrische
Maschinenteile unterschiedlicher Größen, wie beispielsweise Großwälzlager mit einem
Außendurchmesser von beispielsweise 1800 mm oder kleiner und/oder deren Bestandteile,
wie beispielsweise ein Wälzlagerinnen- oder Wälzlageraußenring, abgelegt werden. Das
jeweilige zu verpackende Gut kann sodann, beispielsweise mittels vier Spanngurten
(nicht dargestellt) über die Fixierschienen 10 fixiert und gegen Verrutschen gesichert
werden.
[0028] Die faltbare Transportverpackung 1 umfasst ferner vier mit der Bodenplatte 2 gelenkig
verbundene Wandelemente 12, 13, 14, 15, die in der gezeigten Ausführungsvariante über
trennbare zweiteilige Scharniere 16 mit den Seitenwandelementen 4, 5, 6, 7 der Bodenplatte
2 gelenkig verbunden sind. Hierdurch sind die Wandelemente 12, 13, 14, 15 zum einen
einklappbar, so dass die gesamte Transportverpackung 1 in einem eingeklappten Zustand
nur 25 bis 30 % des Volumens gegenüber der aufgebauten Form aufweist. Zum anderen
sind die Wandelemente 12, 13, 14, 15 über die trennbaren Scharniere 16 abnehmbar,
wie dies in Figur 3 angedeutet ist. Dies erleichtert die Zugänglichkeit beim Sichern
des zu verpackenden Guts, so dass der Verpackungsprozess insgesamt wesentlich vereinfacht
wird.
[0029] Wie weiterhin anhand der Darstellung in Figur 1 ersichtlich, erstrecken sich die
beiden gegenüberliegend angeordneten Wandelemente 12, 13 jeweils über die gesamte
Seitenlänge der Bodenplatte 2 und sind mit denjenigen Seitenwandelementen 4, 5 gelenkig
verbunden, die die größere Seitenwandhöhe aufweisen. Dementsprechend weisen die beiden
übrigen Wandelemente 14, 15 eine um die Materialdicke der Wandelemente 12, 13 reduzierte
Erstreckung auf und sind mit denjenigen Seitenwandelementen 6, 7 gelenkig verbunden,
die die kleinere Seitenwandhöhe aufweisen. Der Höhenunterschied zwischen den beiden
Seitenwandhöhen 4, 5, 6, 7 entspricht hierbei ebenfalls der Materialdicke der Wandelemente
12, 13, 14, 15. Hierdurch wird erzielt, dass die einzelnen Wandelemente 12, 13, 14
15 besonders flach zusammenklappbar sind, wie dies aus Figur 8 hervorgeht.
[0030] Ferner ist anhand der Figur 1 erkennbar, dass die seitlichen Kanten der zwei Wandelemente
12, 13 mittels metallischen Eckprofilen 17 verstärkt sind. Zudem umfasst jedes der
Wandelemente 12, 13, 14, 15 sowie der Verschlussdeckel 18 (siehe Fig. 8) mehrere längliche
Vertiefungen 19, über die die Wandelemente 12, 13, 14, 15 miteinander sowie mit dem
Verschlussdeckel in zusammengebauter Form mittels Klammern 20 lösbar verbindbar sind.
Wie anhand der Figur 1 erkennbar, weist jedes der Wandelemente 12, 13, 14, 15 jeweils
sieben Vertiefungen 19 auf.
[0031] Zur weiteren Stabilisierung der Wandelemente 12, 13, 14, 15 in aufgebauter Form sind
jeweils zwei Wandelemente 12, 13, 14, 15 in den Eckbereichen zusätzlich über L-förmige
Aufsteckprofile 21 miteinander verbunden.
[0032] Weiterhin weist die Bodenplatte 2 an ihrer zur Bodenfläche 8 gegenüberliegenden Seite
drei Fußelemente 22 auf, über die die Transportverpackung 1 stapelbar ist. Der Abstand
der Fußelemente 22 zueinander ist dabei derart gewählt, dass die Transportverpackung
1 beispielsweise mittels eines Gabelstaplers unterfahren werden kann.
[0033] Zur Abstützung des Verschlussdeckels 18 weist die Transportverpackung 1 zudem ein
zentrisch auf der Bodenplatte 2 angeordnetes Abstützelement 23 auf. Dieses ist vorliegend
ebenfalls faltbar ausgebildet, so dass es platzsparend in der zusammengeklappten Transportverpackung
1 verstaubar ist (siehe Figur 3). In aufgebauter Form wird das Abstützelement 23 über
einen auf der Bodenplatte 2 zentrisch angeordneten Aufbewahrungsrahmen 24 gestülpt.
Der Aufbewahrungsrahmen 24 dient zum einen als Basis für das Abstützelement 23. In
seiner Sekundärfunktion dient der Aufbewahrungsrahmen 24 zur Aufbewahrung der losen
Teile der Transportverpackung 1, insbesondere der Klammern 20 und der Aufsteckprofile
21.
[0034] In Figur 2 ist die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante aus der Draufsicht
gezeigt. Erkennbar sind insbesondere die vier diagonal angeordneten Fixierschienen
10, die jeweils von zwei parallel zueinander angeordneten Lagerelementen 9 entlang
ihrer Längserstreckung umgeben sind.
[0035] Figur 3 zeigt eine Darstellung der Transportverpackung 1, bei der die Wandelemente
12, 13, 14, 15 abmontiert werden. Hierzu wurden die diversen Klammern 20 sowie die
Aufsteckprofile 21 entfernt. Über eine Verschiebebewegung der Wandelemente 12, 13,
14, 15 entlang ihrer Längsachse lassen sich diese aufgrund der trennbaren, zweiteilig
ausgebildeten, Scharniere 16 abnehmen.
[0036] Figur 4 zeigt den aus Figur 3 vergrößerten Eckbereich A, anhand derer die zweiteilig
ausgebildeten Scharniere 16 zum einen und die unterschiedlichen Höhen der Seitenwandelemente
3 erkennbar sind.
[0037] Figur 5 zeigt die in Figur 1 dargestellte Ausführungsvariante der Transportverpackung
1 in einer seitlichen Darstellung mit dem Verschlussdeckel 18. Wie insbesondere anhand
von Figur 5 erkennbar, umfasst der Verschlussdeckel 18 zwei länglich ausgebildete
Verstärkungsrippen 25, die versetzt zu den Fußelementen 22 angeordnet sind. Dies erleichtert
die Stapelbarkeit der Transportverpackung 1.
[0038] In Figur 6 ist die Transportverpackung 1 in einer Schnittdarstellung gemäß Schnittebene
A-A gezeigt. Erkennbar ist hierbei insbesondere das Abstützelement 23, das über dem
Aufbewahrungsrahmen 24 gestülpt ist und zur Abstützung des Verschlussdeckels 18 dient.
[0039] In Figur 7 und 8 ist die Transportverpackung 1 einmal in einem zusammengebauten Zustand
(Figur 7) bzw. in einem zusammengeklappten Zustand gezeigt (Figur 8). Die Transportverpackung
1 wurde weitgehend aus Siebdruckplatten mit einer Stärke von 15 mm gefertigt und weist
in der vorliegend dargestellten Ausführungsvariante in aufgebauten Zustand die Maße
1800 x 1800 x 900 mm und im zusammengeklappten Zustand die Maße 1800 x 1800 x 270
auf.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Transportverpackung
- 2
- Bodenplatte
- 3
- Seitenwand
- 4
- Seitenwandelement
- 5
- Seitenwandelement
- 6
- Seitenwandelement
- 7
- Seitenwandelement
- 8
- Bodenfläche
- 9
- Lagerelemente
- 10
- Fixierschienen
- 11
- Antirutschbeschichtung
- 12
- Wandelement
- 13
- Wandelement
- 14
- Wandelement
- 15
- Wandelement
- 16
- Scharniere
- 17
- Eckprofile
- 18
- Verschlussdeckel
- 19
- Vertiefungen
- 20
- Klammern
- 21
- Aufsteckprofile
- 22
- Fußelemente
- 23
- Abstützelement
- 24
- Aufbewahrungsrahmen
- 25
- Verstärkungsrippen
1. Faltbare Transportverpackung (1) für Maschinenteile, insbesondere für Großwälzlager,
umfassend: eine viereckförmige, vorzugsweise quadratische, Bodenplatte (2) auf deren
Bodenfläche (8) mindestens zwei länglich ausgebildete und aus der Bodenfläche (8)
herausragende Lagerelemente (9) sowie parallel hierzu angeordnete länglich ausgebildete
Fixierschienen (10) angeordnet und fest mit der Bodenplatte (2) verbunden sind; vier
mit der Bodenplatte (2) gelenkig verbundene Wandelemente (12, 13, 14, 15), deren Wandhöhe
maximal der halben Seitenlänge der Bodenplatte (2) entspricht; sowie einen Verschlussdeckel
(18).
2. Transportverpackung (1) nach Anspruch 1, wobei die Bodenplatte (2) eine umlaufende
Seitenwand (3) aufweist, die aus zumindest vier mit der Bodenplatte (2) fest verbundenen
Seitenwandelementen (4, 5, 6, 7) ausgebildet ist.
3. Transportverpackung (1) nach Anspruch 2, wobei zwei zueinander gegenüberliegend angeordnete
Seitenwandelemente (4, 5) eine, zu den übrigen zwei zueinander gegenüberliegenden
Seitenwandelementen (6, 7), andere Seitenwandhöhe aufweisen, so dass zwei der insgesamt
vier Seitenwandelemente (6, 7) eine erste Seitenwandhöhe und zwei Seitenwandelemente
(4, 5) eine zweite größere Seitenwandhöhe aufweisen.
4. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die vier mit
der Bodenplatte (2) gelenkig verbundenen Wandelemente (12, 13, 14, 15) über die jeweiligen
Seitenwandelemente (4, 5, 6, 7) gelenkig mit der Bodenplatte (2) verbunden sind.
5. Transportverpackung (1) nach Anspruch 4, wobei die Wandelemente (12, 13, 14, 15) über
Scharniere (16), insbesondere zweiteilige Scharniere gelenkig mit der Bodenplatte
(2) verbunden sind.
6. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5, wobei diejenigen
zwei Wandelemente (12, 13), die mit den, die zweite größere Seitenwandhöhe aufweisenden,
zwei Seitenwandelementen (4, 5) gelenkig verbunden sind, sich über die gesamte Seitenlänge
der Bodenplatte (2) erstrecken.
7. Transportverpackung (1) nach Anspruch 6, wobei die seitlichen Kanten der zwei Wandelemente
(12, 13) mittels metallischen Eckprofilen (17) verstärkt sind.
8. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jedes der Wandelemente
(12, 13, 14, 15) und ggf. der Verschlussdeckel (18) mehrere längliche Vertiefungen
(19) aufweist, über die die Wandelemente (12, 13, 14, 15) miteinander und ggf. mit
dem Verschlussdeckel (18) mittels Klammern (20) verbindbar sind.
9. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend vier Aufsteckeckprofile
(21), über die die Wandelemente (12, 13, 14, 15) miteinander ggf. zusätzlich verbindbar
sind.
10. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bodenplatte
(2) mindestens zwei Fußelemente (22) umfasst; und/oder wobei der Verschlussdeckel
(18) mindestens zwei Verstärkungsrippen (25) umfasst, die versetzt zu den Fußelementen
(22) angeordnet sind.
11. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend
ein zentrisch auf der Bodenplatte (2) angeordnetes Abstützelement (23), über den der
Verschlussdeckel (18) abstützbar ist; oder weiter umfassend ein zentrisch auf der
Bodenplatte (2) angeordnetes Abstützelement (23), über den der Verschlussdeckel (18)
abstützbar ist, wobei das Abstützelement (23) faltbar ausgebildet ist.
12. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bodenplatte
(2) einen zentrisch angeordneten Aufbewahrungsrahmen (24) umfasst, über den das Abstützelement
(23) stülpbar und anordenbar ist.
13. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bodenplatte
(2) vier diagonal zu der Seitenwand (3) angeordnete Fixierschienen (10) umfasst und
jede Fixierschiene (10) von zwei parallel zueinander angeordneten Lagerelementen (9)
entlang ihrer Längserstreckung zumindest teilweise umgeben ist.
14. Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei diese aus Holz,
insbesondere aus Siebdruckplatten, gefertigt ist.
15. Verwendung einer faltbaren Transportverpackung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zur Fixierung, Lagerung und Transport von Maschinenteilen, insbesondere von Großwälzlagern.