[0001] Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Hubantrieb einer mobilen Arbeitsmaschine,
insbesondere eines Flurförderzeugs, zum Anheben und Absenken eines Lastaufnahmemittels,
wobei der Hubantrieb eine Hubzylindereinrichtung und eine Steuerventileinrichtung
zur Steuerung des Senkenbetriebs und des Hebenbetriebs des Hubantriebs aufweist, wobei
die Steuerventileinrichtung an eine zu der Hubzylindereinrichtung geführte Verbraucherleitung,
an eine zu einem Behälter geführte Behälterleitung und an eine mit einer Pumpe in
Verbindung stehende Förderleitung angeschlossen ist.
[0002] Flurförderzeuge sind zur Handhabung von Lasten mit einem Lastaufnahmemittel versehen,
das in der Regel von einem am Hubgerüst anhebbaren und absenkbaren Hubschlitten und
einem daran befestigten Anbaugerät gebildet ist. Das Anbaugerät kann beispielsweise
als eine von Gabelzinken bestehende Lastgabel ausgebildet werden, mittels der eine
Last, beispielsweise eine Palette unterfahren werden kann.
[0003] Bei Flurförderzeugen, bei denen das Lastaufnahmemittel mittels einer hydraulischen
Hubzylindereinrichtung anhebbar und absenkbar ist, bestimmt die Auslenkung des Steuerventils
im Senkenbetrieb die Senkengeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels. Hierbei hat sich
in den letzten Jahren ein Grenzwert von 0,6 m/s für eine maximale Senkengeschwindigkeit
des Lastaufnahmemittels bzw. einer Last etabliert.
[0004] Um die maximale Senkengeschwindigkeit im Senkenbetrieb zu begrenzen, ist es bereits
bekannt, in der von der Steuerventileinrichtung zu dem Behälter geführten Behälterleitung
eine Ablaufdruckwaage anzuordnen, die von einer Federeinrichtung und dem in der Behälterleitung
zwischen der Steuerventileinrichtung und der Ablaufdruckwaage anstehenden Druck in
Richtung einer Durchflussstellung und von dem in der Verbraucherleitung anstehenden
Druck in Richtung einer Sperrstellung beaufschlagt ist. Soll bei derartigen Hubantrieben
eine angehobene Last bzw. ein leeres Lastaufnahmemittel abgesenkt werden, wird die
Steuerventileinrichtung in eine Öffnungsstellung betätigt, in der die Verbraucherleitung
mit der Behälterleitung verbunden ist. Zur Steuerventileinrichtung ist die Ablaufdruckwaage
in Reihe geschaltet. Mit dem Öffnen der Steuerventileinrichtung beginnt ein Senkenvolumenstrom
über die Steuerventileinrichtung und die Ablaufdruckwaage von der Hubzylindereinrichtung
zu dem Behälter zu fließen und das Lastaufnahmemittel wird abgesenkt. Der maximale
Volumenstrom zum Senken des Lastaufnahmemittels wird durch das Einregeln der Ablaufdruckwaage
begrenzt. Auf die Ablaufdruckwaage wirkt auf der einen Seite in Richtung einer Sperrstellung
der Druck in der Verbraucherleitung vor der Steuerventileinrichtung und auf der anderen
Seite in Richtung einer Durchflussstellung die Federkraft der Federeinrichtung und
der Druck in der Behälterleitung zwischen der Steuerventileinrichtung und der Ablaufdruckwaage
und somit der Druck nach der Steuerventileinrichtung. Der Senkenvolumenstrom erhöht
sich soweit, bis sich an der Steuerventileinrichtung ein maximaler Druckabfall von
beispielsweise 4bar einstellt, der der Federkraft der Ablaufdruckwaage entspricht.
Die Ablaufdruckwaage geht in Regelposition und fährt soweit in Richtung der Sperrstellung
zu, dass dieser Druckabfall von beispielsweise 4bar an der Steuerventileinrichtung
konstant gehalten wird.
[0005] Bei gattungsgemäßen Hubantrieben stellen sich bei Hubgerüsten mit mehreren Hubstufen,
beispielsweise bei einem Hubgerüst mit einem Freihub als erste Hubstufe und einem
Masthub als zweite Hubstufe, beim Senken mit geringen Lastdrücken, beispielsweise
Lastdrücken unterhalb von ca. 30bar, in der ersten Hubstufe zu geringe maximale Senkengeschwindigkeiten
ein, da die Steuerventileinrichtung für diesen Betriebszustand nicht weit genug öffnet
bzw. die Reihenschaltung Steuerventilventileinrichtung und Ablaufdruckwaage einen
zu großen Widerstand darstellt. Somit ist der geringe Lastdruck zum Senken des Lastaufnahmemittels
nicht ausreichend, um auf die geforderte maximale Senkengeschwindigkeit zu kommen.
[0006] Die Steuerventileinrichtung müsste bei gattungsgemäßen Hubantrieben für diesen Betriebszustand
des Senkens mit geringen Lastdrücken viel weiter öffnen, damit höhere Senkengeschwindigkeiten
realisiert werden können. Dies würde jedoch bedeutet, dass mit höheren Lastdrücken,
beispielsweise Lastdrücken oberhalb von 30bar, sich unzulässig hohe Senkengeschwindigkeiten
des Lastaufnahmemittels einstellen würden.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hubantrieb der eingangs
genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, bei dem in einfacher Weise bei geringen
Lastdrücken höhere Senkengeschwindigkeiten des Lastaufnahmemittels erzielt werden.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an die Verbraucherleitung
eine zu dem Behälter geführte Bypassleitung angeschlossen ist, in der ein Bypassventil
angeordnet ist, wobei das Bypassventil ein als Proportionalventil ausgebildetes Senkenventil
und ein als Schaltventil ausgebildetes Freigabeventil aufweist, wobei das Bypassventil
derart ausgeführt ist, dass im Senkenbetrieb des Hubantriebs unterhalb eines Grenzlastdruckes
des Hubantriebs ein aus dem Hubantrieb abströmender Senkenvolumenstrom über die Steuerventileinrichtung
und das Bypassventil in den Behälter abströmt und im Senkenbetrieb des Hubantriebs
oberhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs ein aus dem Hubantrieb abströmender
Senkenvolumenstrom ausschließlich über die Steuerventileinrichtung in den Behälter
abströmt.
[0009] Der erfindungsgemäße Gedanke besteht somit darin, parallel zur Steuerventileinrichtung
die von der Verbraucherleitung abzweigende Bypassleitung mit dem darin angeordneten
Bypassventil vorzusehen. Erfindungswesentlich ist weiterhin, dass das Bypassventil
derart ausgeführt ist, dass im Senkenbetrieb des Hubantriebs unterhalb eines Grenzlastdruckes
des Hubantriebs ein aus dem Hubantrieb abströmender Senkenvolumenstrom über die Steuerventileinrichtung
und das Bypassventil in den Behälter abströmt und im Senkenbetrieb des Hubantriebs
oberhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs ein aus dem Hubantrieb abströmender
Senkenvolumenstrom ausschließlich über die Steuerventileinrichtung in den Behälter
abströmt. Unterhalb des Grenzlastdruckes kann somit ein Senkenvolumenstrom über die
Steuerventileinrichtung und ein zusätzlicher Senkenvolumenstrom über das Bypassventil
zum Behälter abströmen. In Summe kann somit bei Lastdrücken bis zu dem Grenzlastdruck
ein höherer Volumenstrom beim Senken von der Hubzylindereinrichtung zum Behälter abströmen,
so dass im Senkenbetrieb bis zu dem Grenzlastdruck, beispielsweise einem Senkenbetrieb
des leeren Lastaufnahmemittels oder eines mit Teillast beaufschlagten Lastaufnahmemittels,
mit dem über das Bypassventil abströmenden zusätzlichen Senkenvolumenstrom in einfacher
Weise höhere Senkengeschwindigkeiten des Lastaufnahmemittels erzielt werden können.
Das Bypassventil weist erfindungsgemäß ein als Proportionalventil ausgebildetes Senkenventil
und ein als Schaltventil ausgebildetes Freigabeventil auf. Hierdurch wird eine hohe
Betriebssicherheit erzielt, da im Fehlerfall eines der beiden Ventile, beispielsweise
in der Öffnungsstellung klemmendem Proportionalventil oder Freigabeventil, ein Stopp
der Senkenbewegung über das andere Ventil des Bypassventils jederzeit erzielt werden
kann.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung weist das als Proportionalventil
ausgebildete Senkenventil eine Sperrstellung und eine Durchflussstellung auf. Ein
derartiges Proportionalventil weist einen geringen Bauaufwand auf und ermöglicht es,
in einfacher Weise die Bypassleitung freizugeben und abzusperren.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung weist das als Schaltventil
ausgebildetes Freigabeventil eine Sperrstellung und eine Durchflussstellung auf. Ein
derartiges Schaltventil weist einen geringen Bauaufwand auf und ermöglicht es, in
einfacher Weise die Bypassleitung freizugeben und abzusperren.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung sind das Senkenventil
elektrisch angesteuert und das Freigabeventil elektrisch angesteuert und stehen das
Senkenventil und das Freigabeventil zur Ansteuerung mit einer elektronischen Steuereinrichtung
in Wirkverbindung. Hierdurch wird eine einfache und sichere Ansteuerung des Senkenventils
und des Freigabeventils ermöglicht.
[0013] Bevorzugt ist das Senkenventil mittels einer Federeinrichtung in Richtung der Sperrstellung
und mittels einer elektrischen Betätigungseinrichtung, insbesondere eines Proportionalmagneten,
in Richtung der Durchflussstellung beaufschlagt. Hierdurch wird eine hohe Betriebssicherheit
erzielt, da das Senkenventil im nicht angesteuerten Zustand von der Federeinrichtung
in die Sperrstellung betätigt ist.
[0014] Bevorzugt ist das Freigabeventil mittels einer Federeinrichtung in Richtung der Sperrstellung
und mittels einer elektrischen Betätigungseinrichtung, insbesondere eines Schaltmagneten,
in Richtung der Durchflussstellung beaufschlagt ist. Hierdurch wird eine hohe Betriebssicherheit
erzielt, da das Freigabeventil im nicht angesteuerten Zustand von der Federeinrichtung
in die Sperrstellung betätigt ist.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung steht die elektronische
Steuereinrichtung mit einer den Lastdruck des Hubantriebs in der Verbraucherleitung
erfassenden Drucksensoreinrichtung in Wirkverbindung, wobei die elektronische Steuereinrichtung
derart ausgebildet ist, dass im Senkenbetrieb unterhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs
das Freigabeventil und das Senkenventil in die Durchflussstellungen betätigt werden
und im Senkenbetrieb oberhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs das Freigabeventil
und das Senkenventil in die Sperrstellungen betätigt werden. Mit einer den Lastdruck
in der Verbraucherleitung erfassenden Drucksensoreinrichtung kann von der elektronischen
Steuereinrichtung in einfacher Weise der Lastdruck des Hubantriebs erfasst werden,
um im Senkenbetrieb unterhalb des Grenzlastdruckes das Proportionalventil und das
Freigabeventil in die Durchflussstellungen anzusteuern.
[0016] Gemäß einer alternativen und ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung
weist das Bypassventil ein Absperrventil auf, das eine Sperrstellung und eine Durchflussstellung
aufweist, wobei das Absperrventil von einer Federeinrichtung in Richtung der Durchflussstellung
und von dem in der Verbraucherleitung anstehenden Lastdruck des Hubantriebs in Richtung
der Sperrstellung betätigt ist, wobei die Federeinrichtung des Absperrventils auf
den Grenzlastdruck des Hubantriebs eingestellt ist. Mit einem derartigen Absperrventil,
dessen Federeinrichtung auf den Grenzlastdruck eingestellt ist, wird in einfacher
Weise - ohne mit einer Drucksensoreinrichtung den Lastdruck des Hubantriebserfassen
zu müssen - erzielt, dass die Bypassleitung im Senkenbetrieb unterhalb des Grenzlastdruckes
geöffnet ist, so dass über das geöffnete Proportionalventil und das geöffnete Freigabeventil
ein zusätzlicher Senkenvolumenstrom von dem Hubanrieb zu dem Behälter abströmen kann.
Im Senkenbetrieb oberhalb des Grenzlastdruckes ist das Absperrventil in die Sperrstellung
betätigt, wodurch sicher verhindert wird, dass im Senkenbetrieb oberhalb des Grenzlastdruckes
ein Senkenvolumenstrom über das Proportionalventil und das Freigabeventil zum Behälter
abströmen kann und sich unzulässig hohe Senkengeschwindigkeiten des Lastaufnahmemittels
ergeben.
[0017] Die Erfindung weist eine Reihe von Vorteilen auf.
[0018] Die Parallelschaltung des Bypassventils zu der Steuerventileinrichtung ermöglicht
es mit geringem zusätzlichem Bauaufwand, die Senkengeschwindigkeit des Lastaufnahmemittels
ohne und mit Teillast, insbesondere im Freihub eines Hubgerüstes, zu erhöhen. Dadurch
ist eine Erhöhung der Umschlagsleistung der Arbeitsmaschine erzielbar.
[0019] Weiterhin kann die Bypassleitung mit dem darin angeordneten Bypassventil in einfacher
Weise an die Verbraucherleitung angeschlossen werden, so dass die Bypassleitung mit
dem Bypassventil in einfacher Weise an bestehenden Hubantrieben nachgerüstet werden
kann.
[0020] Weiterhin kann das Bypassventil in einfacher Weise an unterschiedlichen Hubantrieben,
beispielsweise unterschiedlichen Arbeitsmaschinen mit unterschiedlichen Hubgerüsten,
eingesetzt werden, da der Grenzlastdruck in einfacher Weise an den jeweiligen Hubantrieb
angepasst werden kann.
[0021] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigt
- Figur 1
- den Schaltplan einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hubantriebs und
- Figur 2
- den Schaltplan einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hubantriebs.
[0022] In der Figur 1 ist ein schematischer Aufbau eines erfindungsgemäßen hydraulischen
Hubantriebs 1 einer nicht näher dargestellten mobilen Arbeitsmaschine, beispielsweise
eines Flurförderzeugs, dargestellt.
[0023] Der Hubantrieb 1 weist ein Hubgerüst 2 auf, an dem ein Lastaufnahmemittel 3 anhebbar
und absenkbar angeordnet ist. Das Lastaufnahmemittel 3 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einem am Hubgerüst 2 vertikal bewegbaren Hubschlitten 4, an dem beispielsweise
eine von Gabelzinken gebildete Lastgabel 5 als Anbaugerät befestigt ist.
[0024] Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Hubgerüst 2 aus einem Standmast
2a und einem an dem Standmast 2a anhebbar und absenkbar angeordneten Ausfahrmast 2b,
an dem das Lastaufnahmemittel 3 anhebbar und absenkbar angeordnet ist.
[0025] Das Hubgerüst 2 der Figur 1 weist mindestens zwei Hubstufen auf. Zum Anheben und
Absenken des Lastaufnahmemittels 3 relativ zu dem Ausfahrmast 2b ist eine hydraulische
Hubzylindereinrichtung 10a vorgesehen. Die Hubzylindereinrichtung 10a bildet eine
erste Hubstufe (Freihub). Zum Anheben und Absenken des Lastaufnahmemittels 3 ist ein
flexibles Zugmittel 6, beispielsweise einer Hubkette, vorgesehen, das in der Figur
1 mit einem ersten Ende an dem Hubschlitten 4 befestigt ist, über eine Umlenkrolle
7 an der ausfahrbaren Kolbenstange der Hubzylindereinrichtung 10a geführt ist und
mit einem zweiten Ende an dem Ausfahrmast 2b befestigt ist. Eine hydraulische Hubzylindereinrichtung
10b dient zum Anheben und Absenken des Ausfahrmastes 2b relativ zum Standmast 2a.
Die Hubzylindereinrichtung 10b bildet eine zweite Hubstufe (Masthub). Die Hubzylindereinrichtung
10a ist mit der Hubzylindereinrichtung 10b mittels einer Druckmittelleitung 11 verbunden.
[0026] Die Hubzylindereinrichtung 10a, 10b ist mittels einer Steuerventileinrichtung 12
betätigbar, mit der der Senkenbetrieb und der Hebenbetrieb des Lastaufnahmemittels
3 steuerbar ist.
[0027] Die Steuerventileinrichtung 12 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als in Zwischenstellungen
drosselndes Proportionalventil 13 mit einer als Neutralstellung ausgebildeten Sperrstellung
13a, einer Hebenstellung 13b und einer Senkenstellung 13c ausgebildet. Die Steuerventileinrichtung
12 ist hierzu an eine Förderleitung 14 einer Pumpe 15, die mittels einer Ansaugleitung
16 Druckmittel aus einem Behälter 17 ansaugt, an eine zu einem Behälter 17 geführte
Behälterleitung 18 und an eine zu der Hubzylindereinrichtung 10a, 10b geführte Druckmittelleitung
19 angeschlossen. In der Sperrstellung 13a der Steuerventileinrichtung 12 ist die
Verbindung der Verbraucherleitung 19 mit der Förderleitung 14 und der Behälterleitung
18 abgesperrt. In der Hebenstellung 13b der Steuerventileinrichtung 12 ist die Förderleitung
14 mit der Verbraucherleitung 19 verbunden. In der Senkenstellung 13c der Steuerventileinrichtung
12 steht die Verbraucherleitung 19 mit der Behälterleitung 18 in Verbindung.
[0028] Die Steuerventileinrichtung 12 kann manuell mittels eines Hebels oder elektrisch
mittels einer elektronischen Steuereinrichtung 20 betätigt werden.
[0029] Alternativ kann die Steuerventileinrichtung 12 ein separates Hebenventil zur Steuerung
des Hebenbetriebs des Lastaufnahmemittels 3 und ein separates Senkenventil zur Steuerung
des Senkenbetriebs des Lastaufnahmemittels 3 auweisen.
[0030] In der von der Steuerventileinrichtung 12 zu dem Behälter 17 geführten Behälterleitung
18 kann eine nicht näher dargestellte Ablaudruckwaage angeordnet sein. Die Ablaufdruckwaage
ist bevorzugt als in Zwischenstellungen drosselndes Proportionalventil mit einer Durchflussstellung
und einer Sperrstellung ausgebildet und von einer Federeinrichtung und dem in der
Behälterleitung 18 zwischen der Steuerventileinrichtung 12 und der Ablaufdruckwaage
anstehenden Druck und somit dem in der Behälterleitung 18 stromab der Steuerventileinrichtung
12 anstehenden Druck in Richtung der Durchflussstellung betätigt und von dem in der
Verbraucherleitung 19 anstehenden Lastdruck des Hubantriebs 1 und somit dem in der
Verbraucherleitung 19 stromauf der Steuerventileinrichtung 12 anstehenden Druck in
Richtung der Sperrstellung betätigt.
[0031] Um im Senkenbetrieb des Hubantriebs 1 bei geringen Lastdrücken eine erhöhte Senkengeschwindigkeit
zu erzielen, ist erfindungsgemäß an die Verbraucherleitung 19 eine zu dem Behälter
17 geführte Bypassleitung 30 angeschlossen, in der ein Bypassventil 31 angeordnet
ist. Das Bypassventil 31 weist ein als Proportionalventil ausgebildetes Senkenventil
32 und ein als Schaltventil ausgebildetes Freigabeventil 33 auf, die in die Bypassleitung
35 geschaltet sind. Erfindungsgemäß ist somit parallel zur Steuerventileinrichtung
12 das zusätzliches Bypassventil 31 angeordnet, das über die Bypassleitung 30 mit
der die Steuerventileinrichtung 12 und die Hubzylindereinrichtung 10a, 10b verbindende
Verbraucherleitung 19 verbunden ist.
[0032] Das als Proportionalventil ausgebildete Senkenventil 32 weist eine Sperrstellung
32a und eine Durchflussstellung 32b auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist
die Sperrstellung 32a leckagedicht ausgeführt und weist ein in Richtung zum Behälter
17 sperrendes Rückschlagventil auf.
[0033] Das als Schaltventil ausgebildetes Freigabeventil 33 weist eine Sperrstellung 33a
und eine Durchflussstellung 33b auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Sperrstellung 33a leckagedicht ausgeführt und weist ein in Richtung zum Behälter 17
sperrendes Rückschlagventil auf.
[0034] Das Senkenventil 32 und das Freigabeventil 33 sind jeweils elektrisch angesteuert
und stehen zur Ansteuerung mit der elektronischen Steuereinrichtung 20 in Wirkverbindung.
[0035] Das Senkenventil 32 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel mittels einer Federeinrichtung
35 in Richtung der Sperrstellung 32a und mittels einer elektrischen Betätigungseinrichtung
36, beispielsweise eines Proportionalmagneten, in Richtung der Durchflussstellung
32b beaufschlagbar.
[0036] Das Freigabeventil 33 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel mittels einer Federeinrichtung
37 in Richtung der Sperrstellung 33a und mittels einer elektrischen Betätigungseinrichtung
38, beispielsweise eines Schaltmagneten, in Richtung der Durchflussstellung beaufschlagbar.
[0037] Das Bypassventil 31 ist derart ausgeführt, dass im Senkenbetrieb des Hubantriebs
1 unterhalb eines Grenzlastdruckes des Hubantriebs 1 ein aus dem Hubantrieb 1 abströmender
Senkenvolumenstrom über die Steuerventileinrichtung 12 und das Bypassventil 31 in
den Behälter 17 abströmt und im Senkenbetrieb des Hubantriebs 1 oberhalb des Grenzlastdruckes
des Hubantriebs 1 ein aus dem Hubantrieb 1 abströmender Senkenvolumenstrom ausschließlich
über die Steuerventileinrichtung 12 in den Behälter 17 abströmt.
[0038] Hierzu steht gemäß der Figur 1 die elektronische Steuereinrichtung 20 mit einer den
in der Verbraucherleitung 19 anstehenden Lastdruck des Hubantriebs 1 erfassenden Drucksensoreinrichtung
40 in Wirkverbindung. Die elektronische Steuereinrichtung 20 ist derart ausgebildet,
dass im Senkenbetrieb unterhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs 1 das Freigabeventil
33 und das Senkenventil 32 jeweils in die Durchflussstellung 32a, 33a betätigt werden
und im Senkenbetrieb oberhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs 1 das Freigabeventil
33 und das Proportionalventil 32 jeweils in die Sperrstellung 32b, 33b betätigt werden.
[0039] Der Hubantrieb der Figur 1 arbeitet wie folgt.
[0040] Erfolgt ein Senkenbetrieb des Hubantriebs 1, wobei die Steuerventileinrichtung 12
in die Senkenstellung 13c betätigt ist und der Lastdruck des Hubantriebs 1, der mittels
der Drucksensoreinrichtung 40 erfasst wird, oberhalb des Grenzlastdruckes, der beispielsweise
30bar beträgt, ist, ist das Bypassventil 31 nicht aktiv. Das Freigabeventil 33 und
das Senkenventil 32 des Bypassventils 31 werden von der Steuereinrichtung 20 nicht
angesteuert und befinden sich in den Sperrstellungen 32a, 33a, so dass der Senkenbetrieb
des Hubantriebs 1 ausschließlich über die in die Senkenstellung 13c betätigte Steuerventileinrichtung
12 erfolgt. Über das Bypassventil 30 fließt somit kein Senkenvolumenstrom von der
Hubzylindereinrichtung 10a, 10b zum Behälter 17 ab.
[0041] Erfolgt ein Senkenbetrieb des Hubantriebs 1, wobei die Steuerventileinrichtung 12
in die Senkenstellung 13c betätigt ist und der Lastdruck des Hubantriebs 1, der mittels
der Drucksensoreinrichtung 40 erfasst wird, unterhalb des Grenzlastdruckes, der beispielsweise
30bar beträgt, ist, ist das Bypassventil 31 aktiv. Das Freigabeventil 33 und das Senkenventil
32 des Bypassventils 31 werden von der Steuereinrichtung 20 in die Durchflussstellungen
32b, 33b angesteuert. Der Senkenbetrieb des Hubantriebs 1 erfolgt somit über die Steuerventileinrichtung
12 und zusätzlich über das Bypassventil 31. Über das in die Durchflussstellung 32b
betätigte Senkenventil 32 und das in die Durchflussstellung 33b betätigte Freigabeventil
33 stellt sich somit ein zusätzlicher Senkenvolumenstrom ein, der von der Hubzylindereinrichtung
10a, 10b zum Behälter 17 abströmt. Dieser zusätzliche Senkenvolumenstrom über das
Bypassventil 30 ermöglicht eine höhere Senkgeschwindigkeiten bei Teillasten unterhalb
des Grenzlastdruckes.
[0042] Sofern nach einem Stopp des Senkenbetriebs in einem Fehlerfall das Senkenventil 32
in der Durchflussstellung 32b verbleiben sollte, kann eine weitere Senkenbewegung
über das in die Sperrstellung 33a betätigte Freigabeventil 33 jederzeit gestoppt werden.
Sofern nach einem Stopp des Senkenbetriebs in einem Fehlerfall das Freigabeventil
33 in der Durchflussstellung 33b verbleiben sollte, kann entsprechend eine weitere
Senkenbewegung über das in die Sperrstellung 32a betätigte Senkenventil 32 jederzeit
gestoppt werden.
[0043] In der Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt, wobei mit
der Figur 1 gleiche Bauteile mit gleichen Bezugsziffern versehen sind.
[0044] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist das Bypassventil 31 ebenfalls derart ausgeführt,
dass im Senkenbetrieb des Hubantriebs 1 unterhalb eines Grenzlastdruckes des Hubantriebs
1 ein aus dem Hubantrieb 1 abströmender Senkenvolumenstrom über die Steuerventileinrichtung
12 und das Bypassventil 31 in den Behälter 17 abströmt und im Senkenbetrieb des Hubantriebs
1 oberhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs 1 ein aus dem Hubantrieb 1 abströmender
Senkenvolumenstrom ausschließlich über die Steuerventileinrichtung 12 in den Behälter
17 abströmt.
[0045] Hierzu ist in der Figur 2 anstelle der Drucksensoreinrichtung 40 der Figur 1 das
Bypassventil 31 mit einem Absperrventil 60 versehen, das eine Sperrstellung 60a und
eine Durchflussstellung 60b aufweist. Das Absperrventil 60 ist von einer Federeinrichtung
61 in Richtung der Durchflussstellung 60b und von dem in der Verbraucherleitung 19
anstehenden Lastdruck des Hubantriebs 1 in Richtung der Sperrstellung 60a betätigt.
Hierzu ist eine Steuerleitung 63 von der Bypassleitung 30 stromauf des Absperrventils
60 an eine in Richtung der Sperrstellung 60a wirkende Steuerfläche des Absperrventils
60 geführt. Die Federeinrichtung 61 des Absperrventils 60 ist auf den Grenzlastdruck
des Hubantriebs 1 eingestellt.
[0046] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 wird somit die Drucksensoreinrichtung 20 der
Figur 1 durch das zusätzliches Absperrventil 60 in dem Bypassventil 30 ersetzt, so
dass der in der Verbraucherleitung 19 anstehenden Lastdruck nicht sensiert werden
muss, da das Absperrventil 60 beim Erreichen des Grenzlastdruckes in die Sperrstellung
60a betätig wird und das Bypassventil 31 sperrt.
[0047] Der Hubantrieb der Figur 2 arbeitet wie folgt.
[0048] Erfolgt ein Senkenbetrieb des Hubantriebs 1, wobei die Steuerventileinrichtung 12
in die Senkenstellung 13c betätigt ist und der Lastdruck des Hubantriebs 1 oberhalb
des Grenzlastdruckes, der beispielsweise 30bar beträgt, ist, ist das Bypassventil
31 nicht aktiv, da der Lastdruck des Hubantriebs 1 oberhalb des Schaltpunktes des
Absperrventils 60 liegt und das Absperrventil 60 von dem Lastdruck des Hubantriebs
1 in die Sperrstellung 60a betätigt ist. Das Bypassventil 31 ist somit abgesperrt,
so dass der Senkenbetrieb des Hubantriebs 1 ausschließlich über die in die Senkenstellung
13c betätigte Steuerventileinrichtung 12 erfolgt. Über das Bypassventil 30 fließt
somit kein Senkenvolumenstrom von der Hubzylindereinrichtung 10a, 10b zum Behälter
17 ab.
[0049] Mit dem von dem Lastdruck des Hubantriebs 1 betätigten Absperrventil 60 wird somit
verhindert, dass bei höheren Lastdrücken oberhalb des Grenzlastdruckes sich ein unzulässig
hoher Senkenvolumenstrom über das Bypassventil 31 einstellen kann. Das Senkenventil
32 und das Freigabeventil 33 des Bypassventils 31 können hierbei unabhängig von dem
Lastdruck des Hubantriebs 1 bei jedem Senkenvorgang in die Durchflussstellungen 32b,
33b angesteuert werden.
[0050] Erfolgt ein Senkenbetrieb des Hubantriebs, wobei die Steuerventileinrichtung 12 in
die Senkenstellung 13c betätigt ist und der Lastdruck des Hubantriebs 1 unterhalb
des Grenzlastdruckes, der beispielsweise 30bar beträgt, ist, ist das Bypassventil
31 aktiv, da der Lastdruck des Hubantriebs 1 unterhalb des Schaltpunktes des Absperrventils
60 liegt und das Absperrventil 60 von der Federeinrichtung 61 in die Öffnungsstellung
60b betätigt ist. Das Freigabeventil 33 und das Senkenventil 32 des Bypassventils
31 werden von der Steuereinrichtung 20 in die Durchflussstellungen 32b, 33b angesteuert.
Der Senkenbetrieb des Hubantriebs 1 erfolgt somit über die Steuerventileinrichtung
12 und zusätzlich über das Bypassventil 31. Bei in der Öffnungsstellung 60b befindlichem
Absperrventil 60 stellt sich somit über das in die Durchflussstellung 32b betätigte
Senkenventil 32 und das in die Durchflussstellung 33b betätigte Freigabeventil 33
ein zusätzlicher Senkenvolumenstrom ein, der von der Hubzylindereinrichtung 10a, 10b
zum Behälter 17 abströmt. Dieser zusätzliche Senkenvolumenstrom über das Bypassventil
30 ermöglicht eine höhere Senkgeschwindigkeiten bei Teillasten unterhalb des Grenzlastdruckes.
[0051] Sofern nach einem Stopp des Senkenbetriebs in einem Fehlerfall das Senkenventil 32
in der Durchflussstellung 32b verbleiben sollte, kann eine weitere Senkenbewegung
über das in die Sperrstellung 33a betätigte Freigabeventil 33 jederzeit gestoppt werden.
Sofern nach einem Stopp des Senkenbetriebs in einem Fehlerfall das Freigabeventil
33 in der Durchflussstellung 33b verbleiben sollte, kann entsprechend eine weitere
Senkenbewegung über das in die Sperrstellung 32a betätigte Senkenventil 32 jederzeit
gestoppt werden.
[0052] In den Figuren 1 und 2 ist die Steuerventileinrichtung 12 in einem Wegeventilblock
70 angeordnet. In dem Wegeventilblock 70 können noch weitere nicht näher dargestellte
Steuerventile einer Arbeitshydraulik der mobilen Arbeitsmaschine angeordnet sein,
beispielsweise ein Steuerventil eines Neigeantriebs zum Neigen des Hubgerüstes 2 und
ein Steuerventil zur Steuerung eines Zusatzverbrauchers, beispielsweise eines Seitenschiebers
des Lastaufnahmemittels 3.
[0053] Das Bypassventil 31, das in der Figur 1 das Senkenventil 32 und das Freigabeventil
33 umfasst bzw. in der Figur 2 das Senkenventil 32, das Freigabeventil 33 und das
Absperrventil 60 umfasst, ist in einem Ventilgehäuse 71 angeordnet. Dies ermöglicht
es in einfacher Weise, das Bypassventil 31 und die Bypassleitung 30 an bestehenden
Hubantrieben 1 nachzurüsten.
[0054] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
[0055] Das Senkenventil 32 und das Freigabeventil 33 des Bypassventils 31 können als Sitzventile
oder als Schieberventile ausgeführt werden.
[0056] In dem Bypassventil 31 können weitere nicht näher dargestellte Ventile einzeln oder
in Kombination zur qualitativen und/oder quantitativen Modulation des Volumenstroms
und/oder des Drucks installiert werden. Auch können Absperrventile für Service- und/oder
Wartungszwecke in dem Bypassventil 31 installiert werden. Diese zusätzlichen Ventile
können als Schalt- oder Proportionalventile, voreingestellt oder verstellbar, manuell
elektrisch und hydraulisch schaltbar ausgeführt werden. Beispiele für derartige weitere
Ventile sind eine Ablaufdruckwaage, ein Senkbremsventil, Absperrventile, eine Leitungsbruchsicherungen,
Druckbegrenzungsventile, Druckregelventile, Folgeventile, Blenden/Drosseln.
1. Hydraulischer Hubantrieb (1) einer mobilen Arbeitsmaschine, insbesondere eines Flurförderzeugs,
zum Anheben und Absenken eines Lastaufnahmemittels (3), wobei der Hubantrieb (1) eine
Hubzylindereinrichtung (10a; 10b) und eine Steuerventileinrichtung (12) zur Steuerung
des Senkenbetriebs und des Hebenbetriebs des Hubantriebs (1) aufweist, wobei die Steuerventileinrichtung
(12) an eine zu der Hubzylindereinrichtung (10a, 10b) geführte Verbraucherleitung
(19), an eine zu einem Behälter (17) geführte Behälterleitung (18) und an eine mit
einer Pumpe (15) in Verbindung stehende Förderleitung (14) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an die Verbraucherleitung (19) eine zu dem Behälter (17) geführte Bypassleitung (30)
angeschlossen ist, in der ein Bypassventil (31) angeordnet ist, wobei das Bypassventil
(31) ein als Proportionalventil ausgebildetes Senkenventil (32) und ein als Schaltventil
ausgebildetes Freigabeventil (33) aufweist, wobei das Bypassventil (31) derart ausgeführt
ist, dass im Senkenbetrieb des Hubantriebs (1) unterhalb eines Grenzlastdruckes des
Hubantriebs (1) ein aus dem Hubantrieb (1) abströmender Senkenvolumenstrom über die
Steuerventileinrichtung (12) und das Bypassventil (31) in den Behälter (17) abströmt
und im Senkenbetrieb des Hubantriebs (1) oberhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs
(1) ein aus dem Hubantrieb (1) abströmender Senkenvolumenstrom ausschließlich über
die Steuerventileinrichtung (12) in den Behälter (17) abströmt.
2. Hydraulischer Hubantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das als Proportionalventil ausgebildete Senkenventil (32) eine Sperrstellung (32a)
und eine Durchflussstellung (33a) aufweist.
3. Hydraulischer Hubantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das als Schaltventil ausgebildetes Freigabeventil (33) eine Sperrstellung (33a) und
eine Durchflussstellung (33b) aufweist.
4. Hydraulischer Hubantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Senkenventil (32) elektrisch angesteuert ist und das Freigabeventil (33) elektrisch
angesteuert ist und das Senkenventil (32) und das Freigabeventil (33) zur Ansteuerung
mit einer elektronischen Steuereinrichtung (20) in Wirkverbindung stehen.
5. Hydraulischer Hubantrieb nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Senkenventil (32) mittels einer Federeinrichtung (35) in Richtung der Sperrstellung
(32a) und mittels einer elektrischen Betätigungseinrichtung (36), insbesondere eines
Proportionalmagneten, in Richtung der Durchflussstellung (32b) beaufschlagt ist.
6. Hydraulischer Hubantrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Freigabeventil (33) mittels einer Federeinrichtung (37) in Richtung der Sperrstellung
(33a) und mittels einer elektrischen Betätigungseinrichtung (38), insbesondere eines
Schaltmagneten, in Richtung der Durchflussstellung (33b) beaufschlagt ist.
7. Hydraulischer Hubantrieb nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuereinrichtung (20) mit einer den Lastdruck des Hubantriebs
(1) in der Verbraucherleitung (19) erfassenden Drucksensoreinrichtung (40) in Wirkverbindung
steht, wobei die elektronische Steuereinrichtung (20) derart ausgebildet ist, dass
im Senkenbetrieb unterhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs (1) das Freigabeventil
(33) und das Senkenventil (32) in die Durchflussstellungen (33a, 32a) betätigt werden
und im Senkenbetrieb oberhalb des Grenzlastdruckes des Hubantriebs (1) das Freigabeventil
(33) und das Senkenventil (32) in die Sperrstellungen (33b, 32b) betätigt werden.
8. Hydraulischer Hubantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bypassventil (31) ein Absperrventil (60) aufweist, das eine Sperrstellung (60a)
und eine Durchflussstellung (60b) aufweist, wobei das Absperrventil (60) von einer
Federeinrichtung (61) in Richtung der Durchflussstellung (60b) und von dem in der
Verbraucherleitung (19) anstehenden Lastdruck des Hubantriebs (1) in Richtung der
Sperrstellung (60a) betätigt ist, wobei die Federeinrichtung (61) des Absperrventils
(60) auf den Grenzlastdruck des Hubantriebs (1) eingestellt ist.