[0001] Die Erfindung betrifft eine Fassade mit einem zwischen einer Wand und zumindest einer
Fassadenplatte angeordneten wärmedämmenden Material, wobei eine die Wand mit der Fassadenplatte
verbindende Metallkonstruktion vorgesehen ist, welche eine erste Lage von Metallprofilen
und eine zweite Lage von Metallprofilen aufweist, wobei die zweite Lage von Metallprofilen
die Fassadenplatte trägt.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer wärmedämmenden
Fassade, wobei eine erste Lage von Metallprofilen mit einer Wand verbunden wird, wonach
eine zweite Lage von Metallprofilen mit der ersten Lage von Metallprofilen verbunden
wird, wonach zumindest eine Fassadenplatte mit der zweiten Lage von Metallprofilen
verbunden wird.
[0003] Fassaden der eingangs genannten Art und Verfahren zur Herstellung solcher Fassaden
sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt, um brandsichere Fassaden auszubilden,
bei welchen insbesondere keine Holzlatten erforderlich sind. Als nachteilig hat sich
bei derartigen Fassaden herausgestellt, dass bei intensiver Sonneneinstrahlung unterschiedliche
thermische Dehnungen der Metallkonstruktion einerseits und der Fassadenplatten andererseits
zu thermischen Spannungen führen, welche zu Beschädigungen der Fassade führen können.
[0004] Hier setzt die Erfindung an. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fassade der eingangs
genannten Art anzugeben, welche einerseits einfach herstellbar und andererseits unempfindlich
gegenüber Änderungen der Außentemperatur ist.
[0005] Weiter soll ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Fassade angegeben werden.
[0006] Die erste Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Fassade der eingangs genannten
Art gelöst, bei welcher die zweite Lage von Metallprofilen über zumindest zwei Schrauben,
welche jeweils einen Kopfabschnitt und einen Schaftabschnitt aufweisen, mit der Fassadenplatte
verbunden ist, wobei die Schrauben durch Durchgangslöcher in der Fassadenplatte ragen
und in ein Metallprofil der zweiten Lage geschraubt sind, wobei die Durchgangslöcher
einen Durchmesser aufweisen, welcher größer als ein Durchmesser der Schrauben im Schaftabschnitt
ist.
[0007] Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass durch eine entsprechende Übermaßpassung
an der Schraube Spannungen aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten
der Fassadenplatte und der Metallkonstruktion auf einfache Weise vermieden werden
können.
[0008] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Fassadenplatte relativ zur Metallkonstruktion
in einer Ebene bewegbar ist. Die Ebene ist dabei üblicherweise senkrecht zu einer
Achse der Schrauben bzw. einer Hauptebene der Fassadenplatte, sodass unterschiedliche
Dehnungen der Metallkonstruktion und der Fassadenplatte in einer entsprechenden Ebene
einfach durch Relativbewegungen ausgeglichen werden können, welche sich üblicherweise
durch einen Durchmesser der Durchgangslöcher ergeben, welcher größer ist als ein Durchmesser
der Schrauben im Schaftabschnitt bzw. als ein Durchmesser der Schrauben in jenem Schaftabschnitt,
in welchem die Schrauben innerhalb der Fassadenplatte angeordnet sind.
[0009] Es hat sich bewährt, dass die Schrauben einen Hinterschnitt aufweisen, wobei ein
Durchmesser bei Schrauben im Bereich des Hinterschnittes um zumindest 1 mm kleiner
ist als ein Durchmesser der Durchgangslöcher in der Fassadenplatte. Die Schrauben
weisen somit kein Gewinde auf, welches sich bis zum Schraubenkopf erstreckt, sondern
sind in einem Bereich des Hinterschnittes zwischen dem Schraubenkopf und dem Gewinde
gewindelos ausgebildet. Dadurch sind Beschädigungen der Fassadenplatte auch dann auf
einfache Weise vermieden, wenn diese durch Wärmedehnungen an den Schrauben anliegen.
Der Bereich des Hinterschnittes der Schrauben ist üblicherweise jener Bereich, welcher
bei fertig montierter Fassade innerhalb der Fassadenplatte bzw. im Durchgangsloch
positioniert ist.
[0010] Eine hohe Stabilität der Fassade wird erreicht, wenn die Fassadenplatte über drei
Schrauben mit dem Metallprofil der zweiten Lage verbunden ist. Es versteht sich, dass
die Fassade üblicherweise eine Vielzahl entsprechender Fassadenplatten aufweist. Bevorzugt
sind sämtliche Fassadenplatten der Fassade entsprechend ausgebildet und über entsprechende
Schrauben mit der Metallkonstruktion verbunden.
[0011] Es hat sich bewährt, dass die Durchgangslöcher zumindest 30 mm von einer Unterkante
der Fassadenplatte und zumindest 20 mm, vorzugsweise zumindest 25 mm, von einer Seitenkante
der Fassadeplatte beabstandet sind. Dadurch wird eine Rissbildung im Bereich der Durchgangslöcher
auf einfache Weise vermieden.
[0012] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Fassadenplatte eine Breite von 400 mm bis 800
mm, vorzugsweise etwa 600 mm, aufweist.
[0013] Weiter ist bei einer erfindungsgemäßen Fassade bevorzugt vorgesehen, dass die Fassadenplatte
eine Höhe von 200 mm bis 400 mm, vorzugsweise etwa 300 mm aufweist.
[0014] Natürlich kann eine erfindungsgemäß ausgebildete Fassade auch mit Fassadenplatten
anderer Abmessungen, insbesondere mit kleinformatigen Fassadenplatten, ausgebildet
sein.
[0015] Günstig ist es, wenn zumindest einige Fassadenplatten der Fassade zumindest teilweise
übereinander positioniert sind, wobei bevorzugt eine obere Fassadenplatte eine untere
Fassadenplatte an einem unteren Ende teilweise überlappt. Dadurch ist ein Eindringen
von Wasser in die Fassade auf einfache Weise vermieden. Üblicherweise sind die Fassadenplatten
nur in einem Bereich eines unteren Endes mit Durchgangslöchern versehen, durch welche
diese mit der Metallkonstruktion verbunden werden. Bevorzugt ist dann vorgesehen,
dass die Durchgangslöcher der oberen Fassadenplatte unmittelbar oberhalb einer Oberkante
der unteren Fassadenplatte angeordnet sind.
[0016] Bei einer solchen Konstruktion ist bevorzugt vorgesehen, dass zumindest eine Schraube,
bevorzugt sämtliche Schrauben, welche eine Fassadenplatte durchdringt, die eine andere
Fassadenplatte an einem unteren Ende teilweise überlappt, einen Hinterschnitt mit
einer Länge aufweist, welche etwa einer Dicke von zwei Fassadenplatten entspricht.
Dadurch können Beschädigungen der Fassadenplatten, welche durch ein Anliegen eines
Gewindes an einer Innenseite der Durchgangslöcher entstehen könnten, auf einfache
Weise vermieden werden, auch wenn eine Fassadenplatte mit den Schrauben mit der Metallkonstruktion
verbunden wird, welche eine darunter angeordnete Fassadenplatte überlappt.
[0017] Die Schrauben sind bevorzugt als Edelstahl ausgebildet, um eine einfache Montage
zu gewährleisten.
[0018] Es hat sich bewährt, dass die Metallprofile aus Aluminium ausgebildet sind, um eine
leichtgewichtige und korrosionsbeständige Konstruktion zu erreichen.
[0019] Ein besonders einfacher Arbeitsablauf ist gewährleistet, wenn die Schrauben jeweils
eine Bohrspitze aufweisen. Dadurch können die Fassadenplatten ohne ein vorgehendes
Bohren von Löchern in den Metallprofilen bzw. ohne Schneiden von Gewinden in den Metallprofilen
in die Metallprofile eingeschraubt werden, indem die Bohrungen in die Metallprofile
während des Einschraubens der Schrauben gebildet werden.
[0020] Die Fassadenplatten können grundsätzlich auf jede beliebige Weise ausgebildet sein,
beispielsweise als Metallplatten, als Kunststoffplatten, als Holzplatten oder dergleichen.
Ein besonders kostengünstiger und witterungsbeständiger Aufbau wird erreicht, wenn
die Fassadenplatte als Faserzementplatte ausgebildet ist.
[0021] Üblicherweise ist vorgesehen, dass die Metallprofile der ersten Lage etwa normal
zu den Metallprofilen der zweiten Lage ausgerichtet sind. Die Metallprofile der ersten
Lage sind in der Regel horizontal ausgerichtet und die Metallprofile der zweiten Lage
sind in der Regel vertikal ausgerichtet. Durch die Anordnung von zwei Lagen von Metallprofilen
kann ein besonders einfacher Aufbau erreicht werden, weil an wenigen Metallprofilen
der ersten Lage, welche vergleichsweise aufwendig zu befestigen sind, zumal diese
mit einer Wand eines Gebäudes zu verbinden sind, eine Vielzahl von Metallprofilen
der zweiten Lage verbunden werden kann, welche aufgrund einer Metall-Metall-Verbindung
zwischen den Profilen der ersten Lage und den Profilen der zweiten Lage sehr einfach
mit den Metallprofilen der ersten Lage verbunden werden können. Dadurch können die
Metallprofile der zweiten Lage mit geringem Arbeitsaufwand einen derart geringen Abstand
zueinander aufweisen, dass auch kleinformatige Fassadenplatten an den Metallprofilen
einfach befestigbar sind.
[0022] Die weitere Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren der eingangs genannten
Art gelöst, bei welchem die Fassadenplatte über durch Durchgangslöcher ragende Schrauben,
welche einen Kopfabschnitt und einen Schaftabschnitt aufweisen, mit der zweiten Lage
von Metallprofilen verbunden wird, wobei ein Durchmesser der Schrauben im Schaftabschnitt
geringer ist als ein Durchmesser der Durchgangslöcher.
[0023] Dadurch wird eine Fassade erreicht, welche einerseits aufgrund des Einsatzes von
Metallprofilen brandsicher ist und andererseits auch über einen großen Temperaturbereich
hinweg einsetzbar ist, zumal unterschiedliche Wärmedehnungen der Fassadenplatten und
der Metallprofile durch eine Spielpassung im Bereich der Schrauben und der Durchgangslöcher
in den Fassadenplatten leicht ausgeglichen werden können.
[0024] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich anhand des nachfolgend
dargestellten Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen, auf welche dabei Bezug genommen
wird, zeigen:
Fig. 1 und 2 verschiedene Arbeitsschritte eines Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen
Fassade;
Fig. 3 und 4 Schrauben zur Verbindung von Fassadenplatten mit Metallprofilen der zweiten
Lage;
Fig. 5 eine Vorderansicht einer Fassadenplatte;
Fig. 6 eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Fassade.
[0025] Fig. 1 und 2 zeigen verschiedene Verfahrenszustände eines Verfahrens zur Herstellung
einer erfindungsgemäßen Fassade. Wie ersichtlich sind an einer Wand 1 zwei Lagen von
Metallprofilen angeordnet, wobei die Metallprofile der ersten Lage, welche als L-Profile
14 ausgebildet sind, über Wandwinkelstützen an der Wand 1 befestigt und horizontal
ausgerichtet sind. An diesen L-förmigen Metallelementen der ersten Lage sind wie in
Fig. 2 ersichtlich vertikal ausgerichtete Metallprofile einer zweiten Lage angeordnet,
welche in einem Querschnitt etwa Hut-förmig bzw. als sogenannte Hut-Profile 16 ausgebildet
sind. Die Metallprofile der zweiten Lage sind mit den Metallprofilen der ersten Lage,
welche üblicherweise sämtlich aus Aluminium bestehen, durch eine Metall-Metall-Verbindung,
beispielsweise eine Schraubverbindung, verbunden.
[0026] Fig. 1 zeigt dabei einen Arbeitsschritt, in welchem die L-Profile 14 der ersten Lage
bereits über die Wandwinkelstützen an der Wand 1 befestigt sind, wonach zwischen den
Profilen der ersten Lage wärmedämmendes Material in Form von Matten 13 aus Steinwolle
angeordnet ist.
[0027] Fig. 2 zeigt einen späteren Arbeitsschritt, in welchem an den Metallprofilen der
ersten Lage bereits die senkrechten Metallprofile der zweiten Lage über den Matten
13 befestigt sind. In einem dritten, nicht dargestellten Arbeitsschritt werden dann
an den Metallprofilen der zweiten Lage Fassadenplatten 2 befestigt, und zwar üblicherweise
mit drei Schrauben 3, weswegen ein horizontaler Abstand zwischen den Metallprofilen
der zweiten Lage in der Regel weniger als 50 Prozent einer Breite 11 der Fassadenplatten
2 entspricht.
[0028] Fig. 3 und 4 zeigen Schrauben 3, mit welchen die Fassadenplatten 2 an den Metallprofilen
der zweiten Lage befestigt sind bzw. befestigt werden. Wie ersichtlich weisen die
Schrauben 3 jeweils einen Kopfabschnitt 4 und einen Schaftabschnitt 5 auf, wobei der
Schaftabschnitt 5 einen Hinterschnitt 6, ein Gewinde und eine Bohrspitze 7 aufweist.
Die üblicherweise aus Edelstahl gebildeten Schrauben 3 sind somit dazu geeignet, auf
einfache Weise in die Metallprofile der zweiten Lage geschraubt zu werden, und zwar
ohne dass zuvor in einem gesonderten Arbeitsschritt mit einem separaten Bohrer Bohrungen
in die Metallprofile eingebracht werden. Dadurch können die Fassadenplatten 2 auf
besonders einfache Weise an den Metallprofilen befestigt werden.
[0029] Um thermische Dehnungen der Metallprofile relativ zu den Fassadenplatten 2 zu ermöglichen,
sodass Beschädigungen durch thermisch verursachte mechanische Spannungen vermieden
werden, weisen die Durchgangslöcher 8 in den Fassadenplatten 2 einen größeren Durchmesser
als die Schrauben 3 im Bereich des Hinterschnittes 6 auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
beträgt der Durchmesser der Schrauben 3 im Bereich des Hinterschnittes 6 etwa 2,8
mm und der Durchmesser der Durchgangslöcher 8 in den Fassadenplatten 2 etwa 4,8 mm,
sodass bei zentrischer Positionierung der Schrauben 3 in den Durchgangslöchern 8 eine
Bewegbarkeit in jede Richtung in einer Ebene normal zu einer Längsachse 17 der Schrauben
3 von etwa 1 mm gegeben ist.
[0030] Fig. 3 zeigt dabei eine Schraube 3, mit welcher eine einzelne Fassadenplatte 2 an
den Metallprofilen der zweiten Lage befestigt werden kann. Der Hinterschnitt 6 weist
dabei eine etwa der Dicke einer Platte entsprechende Länge auf. Fig. 4 zeigt eine
entsprechende Schraube 3, mit welcher zwei einander überlappende Fassadenplatten 2
an einem Metallprofil der zweiten Lage befestigt werden können. Eine Länge des Hinterschnittes
6 entspricht dabei etwa der Dicke zweier aufeinander liegender Fassadenplatten 2,
sodass mit dieser Schraube 3 beispielsweise übereinander angeordnete Fassadenplatten
2 in einer einander teilweise überlappenden Weise mit einer Schraube 3 gemeinsam an
einem Hut-Profil 16 befestigt werden können. Nachdem Fassadenplatten 2 in der Regel
überlappend angeordnet sind, werden die in Fig. 4 dargestellten langen Schrauben 3
häufiger als die in Fig. 3 dargestellten kurzen Schrauben 3 eingesetzt, welche kurzen
Schrauben 3 üblicherweise nur an einem unteren Ende einer Fassade oder ähnlichen Positionen
eingesetzt werden, an denen Fassadenplatten 2 einander nicht überlappen.
[0031] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer Fassadenplatte 2 für eine erfindungsgemäße
Fassade. Wie ersichtlich weist die Fassadenplatte 2 drei Durchgangslöcher 8 auf, über
welche die Fassadenplatte 2 an den Metallprofilen der zweiten Lage befestigbar ist.
Üblicherweise weist eine entsprechende Fassadenplatte 2 nur in einem unteren Bereich
wie dargestellt drei Durchgangslöcher 8 auf.
[0032] Die dargestellte Fassadenplatte 2 weist eine Breite 11 von etwa 600 mm und eine Höhe
12 von etwa 300 mm auf. Die seitlichen Durchgangslöcher 8 weisen jeweils einen Abstand
zur nächstliegenden Seitenkante 10 von etwa 25 mm und einen Abstand zur Unterkante
19 der Fassadenplatte 2 von etwa 37 mm auf, sodass zuverlässig verhindert ist, dass
die Fassadenplatte 2 an den Durchgangslöchern 8 einreißt.
[0033] Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Fassade. Ersichtlich ist,
dass an der Wand 1 ein horizontal ausgerichtetes L-Profil 14 über Wandwinkelstützen
18 befestigt ist, wobei am L-Profil 14 ein vertikal ausgerichtetes Hut-Profil 16 angeordnet
ist, an welchem Hut-Profil 16 die Fassadenplatten 2 mittels in Durchgangslöchern 8
positionierten Schrauben 3 befestigt sind. Wie ersichtlich überlappt dabei eine obere
Fassadenplatte 2 eine untere Fassadenplatte 2 an einem unteren Ende, sodass ein Eindringen
von Nässe in die Fassade bzw. zu den Matten 13 des Dämmmaterials auf einfache Weise
vermieden ist. Die in Fig. 6 ersichtliche Schraube 3 entspricht dabei der in Fig.
4 dargestellten Schraube 3 und weist einen Hinterschnitt 6 mit einer Länge auf, welche
etwa einer Dicke zweier aufeinander liegender Fassadenplatten 2 entspricht. Dadurch
sind sowohl Beschädigungen der oberen Fassadenplatte 2, welche die Schraube 3 durchdringt,
als auch Beschädigungen der unteren Fassadenplatte 2 durch das Gewinde auf einfache
Weise vermieden. Wie ersichtlich sind die Fassadenplatten 2 derart angeordnet, dass
die Oberkante 9 der unteren Fassadenplatte 2 knapp unter den Durchgangslöchern 8 der
oberen Fassadenplatte 2 bzw. knapp unter den Schrauben 3 angeordnet ist, sodass sich
eine Überlappung von etwa 30 mm ergibt. Dies gewährleistet eine gute Fixierung der
beiden Fassadenplatten 2 mit den Schrauben 3, wobei ein Eindringen von Nässe zuverlässig
vermieden ist.
[0034] Eine erfindungsgemäße Fassade ist einerseits einfach herstellbar, zumal nur vergleichsweise
wenige Verbindungen zwischen den Metallprofilen der ersten Lage und der Wand 1 des
Gebäudes, an welcher die Fassade angeordnet ist, über Wandwinkelstützen oder dergleichen
hergestellt werden müssen und dennoch aufgrund der Möglichkeit, Profile der zweiten
Lage auf einfache Weise mit den Metallprofilen der ersten Lage zu verbinden, eine
Vielzahl vertikal ausgerichteter Metallprofile der zweiten Lage zur Aufnahme auch
kleinformatiger Fassadenplatten 2 angeordnet werden können. Darüber hinaus ist eine
erfindungsgemäße Fassade auch feuerbeständig bzw. erfüllt aktuelle entsprechende Richtlinien,
zumal keine Holzlatten mehr erforderlich sind, um die Matten 13 des Dämmmaterials
und die Fassadenplatten 2 mit der Wand 1 zu verbinden. Darüber hinaus ist aufgrund
der Spielpassung, mit welcher die Schrauben 3 in den Durchgangslöchern 8 der Fassadenplatten
2 angeordnet sind, auch eine Bewegbarkeit in einer Ebene senkrecht zu einer Achse
der Schrauben 3 bzw. einer Ebene der Fassadenplatten 2 gegeben, sodass unterschiedliche
thermische Dehnungen der Metallprofile und der Fassadenplatte 2 leicht ausgeglichen
werden können.
1. Fassade mit einem zwischen einer Wand (1) und zumindest einer Fassadenplatte (2) angeordneten
wärmedämmenden Material, wobei eine die Wand (1) mit der Fassadenplatte (2) verbindende
Metallkonstruktion vorgesehen ist, welche eine erste Lage von Metallprofilen und eine
zweite Lage von Metallprofilen aufweist, wobei die zweite Lage von Metallprofilen
die Fassadenplatte (2) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Lage von Metallprofilen über zumindest zwei Schrauben (3), welche jeweils
einen Kopfabschnitt (4) und einen Schaftabschnitt (5) aufweisen, mit der Fassadenplatte
(2) verbunden ist, wobei die Schrauben (3) durch Durchgangslöcher (8) in der Fassadenplatte
(2) ragen und in ein Metallprofil der zweiten Lage geschraubt sind, wobei die Durchgangslöcher
(8) einen Durchmesser aufweisen, welcher größer als ein Durchmesser der Schrauben
(3) im Schaftabschnitt (5) ist.
2. Fassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenplatte (2) relativ zur Metallkonstruktion in einer Ebene bewegbar ist.
3. Fassade nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (3) einen Hinterschnitt (6) aufweisen, wobei ein Durchmesser der Schrauben
(3) im Bereich des Hinterschnittes (6) um zumindest 1 mm kleiner ist als ein Durchmesser
der Durchgangslöcher (8) in der Fassadenplatte (2).
4. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenplatte (2) über drei Schrauben (3) mit dem Metallprofil der zweiten Lage
verbunden ist.
5. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangslöcher (8) zumindest 30 mm von einer Unterkante (19) der Fassadenplatte
(2) und zumindest 20 mm, vorzugsweise zumindest 25 mm, von einer Seitenkante (10)
der Fassadenplatte (2) beabstandet sind.
6. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenplatte (2) eine Breite (11) von 400 mm bis 800 mm, vorzugsweise etwa
600 mm, aufweist.
7. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenplatte (2) eine Höhe (12) von 200 mm bis 400 mm, vorzugsweise etwa 300
mm, aufweist.
8. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige Fassadenplatten (2) der Fassade zumindest teilweise übereinander
positioniert sind, wobei bevorzugt eine obere Fassadenplatte (2) eine untere Fassadenplatte
(2) an einem unteren Ende teilweise überlappt.
9. Fassade nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Schraube (3), welche eine Fassadenplatte (2) durchdringt, die eine
andere Fassadenplatte an einem unteren Ende teilweise überlappt, einen Hinterschnitt
(6) mit einer Länge aufweist, welche etwa einer Dicke von zwei Fassadenplatten (2)
entspricht.
10. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (3) aus Edelstahl ausgebildet sind.
11. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallprofile aus Aluminium ausgebildet sind.
12. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (3) jeweils eine Bohrspitze (7) aufweisen.
13. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenplatte (2) als Faserzementplatte ausgebildet ist.
14. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallprofile der ersten Lage etwa normal zu den Metallprofilen der zweiten Lage
ausgerichtet sind.
15. Verfahren zur Herstellung einer wärmedämmenden Fassade, insbesondere einer Fassade
nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei eine erste Lage von Metallprofilen mit einer
Wand (1) verbunden wird, wonach eine zweite Lage von Metallprofilen mit der ersten
Lage von Metallprofilen verbunden wird, wonach zumindest eine Fassadenplatte (2) mit
der zweiten Lage von Metallprofilen verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenplatte (2) über durch Durchgangslöcher (8) ragende Schrauben (3), welche
einen Kopfabschnitt (4) und einen Schaftabschnitt (5) aufweisen, mit der zweiten Lage
von Metallprofilen verbunden wird, wobei ein Durchmesser der Schrauben (3) im Schaftabschnitt
(5) geringer ist als ein Durchmesser der Durchgangslöcher (8).