(19)
(11) EP 3 940 170 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.01.2022  Patentblatt  2022/03

(21) Anmeldenummer: 21186002.8

(22) Anmeldetag:  16.07.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04G 5/14(2006.01)
E04G 7/34(2006.01)
E04G 7/32(2006.01)
E04G 7/30(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E04G 7/32; E04G 7/307; E04G 7/308; E04G 7/34; E04G 5/147
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 16.07.2020 DE 102020118874

(71) Anmelder: ALTRAD plettac assco GmbH
58840 Plettenberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Uhl, Maximilian
    46499 Hamminkeln (DE)
  • Sons, Daniel
    46499 Hamminkeln (DE)
  • Blobel, Erhard
    44225 Dortmund (DE)

(74) Vertreter: Otten, Roth, Dobler & Partner mbB Patentanwälte 
Großtobeler Straße 39
88276 Berg / Ravensburg
88276 Berg / Ravensburg (DE)

   


(54) VOREILENDE GELÄNDERSTANGE


(57) Geländerelement 3 mit einem rohrförmigen Mittelabschnitt 4, einem an einem ersten Endbereich 5 des rohrförmigen Mittelabschnitts 4 angebrachten Anschlussmittel, sowie einem an einem zweiten Endbereich 12 des rohrförmigen Mittelabschnitts 4 angebrachten Haken wobei der Haken in geradliniger Verlängerung des rohrförmigen Mittelabschnitts 4 als Widerhaken 13 mit einem rückwärts gerichteten Hakenabschnitt 16 ausgebildet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Geländerelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein zerlegbares Geländermodul und ein Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers an einem Systemgerüst.

[0002] Aus dem Stand der Technik, z.B. aus der EP 0997593 A1 sind Rückengeländer bekannt, welche durch senkrecht zur Geländer-Längsrichtung abstehende Hakenelemente an Rosettenscheiben von Vertikalstielen eines Systemgerüsts eingehängt werden.
Nachteilig an diesen Rückengeländern ist, dass diese nicht vorauseilend, also vor der Fertigstellung der neuen Arbeitsebene, zwischen 2,5 m und 3,5 m oberhalb der gesicherten Arbeitsebene des Arbeiters, anbringbar sind.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Geländerelement vorzuschlagen, welches vor der Fertigstellung einer neuen Arbeitsebene beim Aufbau eines Gerüsts bzw. Systemgerüsts angeordnet werden kann, einfach eingebaut werden kann und eine große Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Ausheben bietet.

[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Geländerelement nach den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sowie zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

[0005] Das Geländerelement umfasst dazu einen rohrförmigen Mittelabschnitt, ein an einem ersten Endbereich des rohrförmigen Mittelabschnitts angebrachtes Anschlussmittel, sowie einen an einem zweiten Endbereich des rohrförmigen Mittelabschnitts angebrachten Haken wobei der Haken in geradliniger Verlängerung des rohrförmigen Mittelabschnitts als Widerhaken mit einem rückwärts gerichteten Hakenabschnitt ausgebildet ist.

[0006] Durch die Ausbildung des Hakens als Widerhaken ist es möglich, das Geländerelement von unten in ein darüber liegendes Anschlusselement, beispielsweise eine Rosettenscheibe, einzuhängen. Auch ist es möglich ein Geländerelement, das beispielsweise bereits mittels eines Anschlusskopfes mit einem Anschlusselement eines Vertikalstiels verbunden ist, durch Einhängen in ein Anschlusselement eines weiteren Vertikalstiels auf der Seite des Widerhakens, abzustützen. Durch diese Möglichkeit des Einhängens aus einer unterhalb der neuen Arbeitsebene liegenden und bereits gesicherten Arbeitsebene ist die Montage eines vorauseilenden Geländers ermöglicht. Weiterhin von Vorteil ist hierbei, dass bei einer Befestigung mittels Widerhakens, die Elemente des Geländers im Moment des Zusammenfügens eine stabile Verbindung eingehen und diese nicht zusätzlich gesichert werden muss, wie beispielsweise durch ein Keilelement.

[0007] Besonders zweckmäßig ist es, den Widerhaken in eine Ausnehmung an einer Rosettenscheibe eines Vertikalstiels an einem Gerüst einzuhängen, welche bereits auf der neuen Arbeitsebene angeordnet ist.

[0008] In einer bevorzugten Ausbildungsform ist vorgesehen, dass das Anschlussmittel als Anschlusskopf oder als weiterer Haken, insbesondere als weiterer Widerhaken ausgebildet ist.

[0009] Hierdurch kann eine höhere Flexibilität bei der Montage eines vorauseilenden Geländers ermöglicht werden. Das Geländerelement kann im Falle der Ausbildungsform mit zwei Widerhaken schnell an dem ersten Endbereich und dem zweiten Endbereich eingehakt werden und ohne zusätzliche Hilfsmittel sofort eine sichere Verbindung mit den Anschlusselementen der Vertikalstiele bilden.

[0010] In einer bevorzugten Ausbildungsform ist vorgesehen, dass der Anschlusskopf eine schlitzförmige Aufnahme für ein Anschlusselement und/oder eine Durchtrittsöffnung für ein Keilelement umfasst. Der rohrförmige Mittelabschnitt ist mit dem Anschlusskopf über ein Gelenkelement derart verbunden, dass die Orientierung der schlitzförmigen Aufnahme relativ zur Längsrichtung des rohrförmigen Mittelabschnitts schwenkbar ist. Insbesondere ist bei dieser bevorzugten Ausbildungsform die Orientierung der schlitzförmigen Aufnahme in einer zur Ebene der schlitzförmigen Aufnahme senkrecht stehenden Ebene um einen Schwenkwinkel zwischen 0° und 180° oder mehr schwenkbar. Bevorzugt ist die Orientierung der schlitzförmigen Aufnahme um einen Schwenkwinkel zwischen 0° und 140° schwenkbar.

[0011] Eine schlitzförmige Aufnahme des Anschlusskopfes ermöglicht das Fixieren des Geländerelements an einem Vertikalstiel, insbesondere an Anschlusselementen, wie beispielsweise Rosettenscheiben, eines Vertikalstiels, was eine flexible Montage ermöglicht. Eine Durchtrittsöffnung des Anschlusskopfes für ein Keilelement bietet die Möglichkeit das Geländerelement dauerhaft und schnell lösbar mit einem Vertikalstiel zu verbinden, was eine schnelle Montage eines Systemgerüsts ermöglichen kann. Die Möglichkeit des Schwenkens der Orientierung der schlitzförmigen Aufnahme relativ zur Längsrichtung des rohrförmigen Mittelabschnitts kann die Montage des Geländerelements vereinfachen, wenn von einer unterhalb der neuen Arbeitsebene das Geländerelement montiert wird.

[0012] Wird das Geländerelement während der Installation beispielsweise zunächst mit einem Vertikalstiel verbunden, können

[0013] Geländerelement und Vertikalstiel in einer vertikalen und zur Längsrichtung des Geländerelements parallelen Ebene zueinander geschwenkt werden, was die Montage eines durch Geländerelement und Vertikalstiel gebildeten Geländermoduls erleichtern und beschleunigen kann. Dies erfolgt z.B. indem der Vertikalstiel mit dem an einer Rosettenscheibe angeordneten Geländerelement angehoben und auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels, beispielsweise auf einen Rohverbinder, aufgesteckt wird.

[0014] Weiterhin ist vorgesehen, dass der rohrförmige Mittelabschnitt des Geländerelements an dem ersten Endbereich eine Bohrung bzw. Lochung aufweist, wobei durch die Bohrung bzw. Lochung ein Achselement derart hindurchtritt, dass ein am Anschlusskopf ausgebildetes Gegenelement um das Achselement schwenkbar gelagert ist, wobei der erste Endbereich und/oder der Anschlusskopf vorzugsweise geplättet ist und/oder ein Flachelement umfasst und/oder geschlitzt ist, sodass ein am ersten Endbereich und/oder Anschlusskopf sich befindliches Flachelement als Gelenk wirkt.

[0015] Die Möglichkeit des Schwenkens um das Achselement erhöht die Flexibilität bei der Installation des Geländerelements. Wird das Geländerelement während der Montage beispielsweise zunächst mit einem Vertikalstiel verbunden, können Geländerelement und Vertikalstiel in einer durch das Geländerelement und den Vertikalstiel gebildeten Ebene zueinander geschwenkt werden, was die Montage eines durch Geländerelement und Vertikalstiel gebildeten Geländermoduls wie oben beschrieben erleichtert und diese schneller und einfacher durchgeführt werden kann.

[0016] In einer bevorzugten Ausbildungsform ist vorgesehen, dass der rückwärts gerichtete Hakenabschnitt des Widerhakens freistehend und zum rohrförmigen Mittelabschnitt in einer Draufsicht um einen Ausstellwinkel abgewinkelt ausgebildet ist, insbesondere zwischen 0° und 90° abgewinkelt ist, bevorzugt zwischen 0° und 45° abgewinkelt ist.

[0017] Durch den Ausstellwinkel kann ein Einhängen des Geländerelements oberhalb der neuen Arbeitsebene aus einer darunter liegenden und gesicherten Arbeitsebene erleichtert werden. Somit kann die Montage des Geländerelements schneller und von einer bereits gesicherten Arbeitsebene aus durchgeführt werden. Außerdem kann durch den Ausstellwinkel ein unbeabsichtigtes Ausheben nach erfolgter Montage verhindert werden, da Bewegungen in mehrere Raumrichtungen erforderlich wären, da sich beim Schwenken ein Formschluss ergibt.

[0018] Weiterhin ist vorgesehen, dass der Widerhaken auf der äußeren Oberfläche des rohrförmigen Mittelabschnitts mit einem Befestigungsabschnitt angebracht, insbesondere angeschweißt, ist und nach dem Befestigungsabschnitt ein nach unten gekrümmter Bogenabschnitt in den Hakenabschnitt übergeht.

[0019] Dies ermöglicht eine stabile, feste und nicht lösbare Verbindung zwischen Widerhaken und rohrförmigen Mittelabschnitt wodurch eine sichere und stabile Befestigung des Geländerelements an einem Anschlusselement eines Vertikalstiels ermöglicht werden kann.

[0020] In einer bevorzugten Ausbildungsform ist vorgesehen, dass der Widerhaken einen stetigen, kontinuierlichen und knickfreien Verlauf aufweist.

[0021] Ein solcher Verlauf des Widerhakens kann ein widerstandsfreies, einfaches und dadurch zügiges Einhängen ermöglichen. Dies kann für eine schnelle Montage des Geländerelements sorgen.

[0022] Die Erfindung sieht weiterhin ein zerlegbares Geländermodul vor, das wenigstens einen Vertikalstiel und wenigstens ein Geländerelement umfasst, wobei der Vertikalstiel Anschlusselemente, insbesondere Rosettenscheiben, umfasst. Das Geländerelement umfasst mindestens ein Anschlussmittel, insbesondere einen Anschlusskopf und/oder einen Widerhaken. Weiterhin ist das Geländerelement bevorzugt an mindestens einem Vertikalstiel schwenkbar gelagert und ist nach einem der vorangegangenen Ansprüche ausgebildet.

[0023] Der Einsatz eines derartig zerlegbaren Geländermoduls erleichtert sowohl Auf-, wie auch Abbau und bietet einem Arbeiter stets einen vorauseilenden Absturzschutz, der, sobald eine neue Ebene beim Aufbau eines Systemgerüsts betreten wird, bereits vorhanden ist. Das Geländermodul kann dadurch auch leicht transportiert und gelagert werden und schnell und einfach montiert werden.

[0024] In einer bevorzugten Ausbildungsform ist vorgesehen, dass das zerlegbare Geländermodul ein erstes Geländerelement auf ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene und ein zweites Geländerelement zwischen dem ersten Geländerelement und der neuen Arbeitsebene auf ca. 50 cm Höhe oberhalb der neuen Arbeitsebene angebracht ist.

[0025] Hierdurch kann ein Hindurchrutschen eines Arbeiters zwischen Geländerelement und Arbeitsebene verhindert werden.

[0026] Weiterhin sieht die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:
  1. a) Einhängen eines Widerhakens (13), wenigstens eines ersten Geländerelements (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels (181), mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);
  2. b) Verbinden eines Anschlusskopfes (6) wenigstens des ersten Geländerelements (3) mit einem Anschlusselement (17), insbesondere einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18), sowie bevorzugt sichern der Verbindung mittels eines Keilelements (9);
  3. c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;
  4. d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


[0027] Durch das beschriebene Verfahren wird ein einfacher und schneller Aufbau eines Systemgerüsts ermöglicht, bei dem vorauseilende Geländerelemente die Sicherheit auf einer neuen Ebene, oberhalb einer bereits gesicherten Arbeitsebene, erhöhen, noch bevor die zu errichtende und zu sichernde neue Arbeitsebene von einem Arbeiter betreten wird.

[0028] Weiterhin sieht die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:
  1. a) Verbinden eines Anschlusskopfes (6) wenigstens eines ersten Geländerelements (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, an einem Anschlusselement (17), insbesondere einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18), sowie bevorzugt sichern der Verbindung mittels eines Keilelements (9);
  2. b) Einhängen eines Widerhakens (13) wenigstens des ersten Geländerelements (3) in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels (181) mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);
  3. c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;
  4. d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


[0029] Durch das beschriebene Verfahren wird ein einfacher und schneller Aufbau eines Systemgerüsts ermöglicht, bei dem vorauseilende Geländerelemente die Sicherheit auf einer neuen Ebene, oberhalb einer bereits gesicherten Arbeitsebene, erhöhen, noch bevor die zu errichtende und zu sichernde neue Arbeitsebene von einem Arbeiter betreten wird.

[0030] Weiterhin sieht die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:
  1. a) Einhängen eines Widerhakens (13) wenigstens eines ersten Geländerelements (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe , eines zweiten Vertikalstiels (181), mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);
  2. b) Einhängen eines weiteren Widerhakens (13) wenigstens des ersten Geländerelements (3) in ein Anschlusselement (17), insbesondere einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18) mittels einer Dreh-Schubbewegung;
  3. c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;
  4. d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


[0031] Durch das beschriebene Verfahren wird ein einfacher und schneller Aufbau eines Systemgerüsts ermöglicht, bei dem vorauseilende Geländerelemente die Sicherheit auf einer neuen Ebene, oberhalb einer bereits gesicherten Arbeitsebene, erhöhen, noch bevor die zu errichtende und zu sichernde neue Arbeitsebene von einem Arbeiter betreten wird.

[0032] Weiterhin sieht die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:
  1. a) Einhängen eines Widerhakens (13) eines wenigstens ersten Geländerelements (3) nach einem der vorgegangenen Ansprüche in ein Anschlusselement (17), insbesondere eine Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18) mittels einer Dreh-Schubbewegung;
  2. b) Einhängen eines weiteren Widerhakens (13), wenigstens des ersten Geländerelements (3), in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels (181), mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);
  3. c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;
  4. d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


[0033] Durch das beschriebene Verfahren wird ein einfacher und schneller Aufbau eines Systemgerüsts ermöglicht, bei dem vorauseilende Geländerelemente die Sicherheit auf einer neuen Ebene, oberhalb einer bereits gesicherten Arbeitsebene, erhöhen, noch bevor die zu errichtende und zu sichernde neue Arbeitsebene von einem Arbeiter betreten wird.

[0034] Das Geländerelement sieht in einer Ausführungsform vor, dass an der einen Seite ein Befestigungselement für Systemgerüste, beispielsweise Anschlussköpfe mit oder ohne Keilelement und Kupplungen mit oder ohne Schraubverschluss, ausgebildet ist und/oder sich an der anderen Seite ein Widerhaken befindet, der sich von einer circa 2,5 m bis 3,5 m tiefergelegenen Position einfach in den am Systemgerüst befindlichen Anschlusselement bzw. Rosettenscheibe ein- und ausbauen lässt und sicherstellt, dass die Verbindung in der waagerechten Endposition nicht mehr unbeabsichtigt ausgebaut bzw. ausgehängt werden kann.

[0035] Unter einer Arbeitsebene im Sinne der Erfindung versteht man diejenige Ebene, auf welcher ein Arbeiter auf dem Gerüst beispielsweise stehen, gehen und arbeiten kann. Dahingegen ist eine Geländerebene jeweils ca. 1 m darüber liegend angeordnet. Auf Höhe der Geländerebene, sowie zwischen der Geländerebene und der Arbeitsebene, sind Geländerelemente anzuordnen, welche einen Arbeiter auf der Arbeitsebene gegenüber der Gefahr von Abstürzen absichert.

[0036] Eine neue Arbeitsebene liegt im Sinne der Erfindung oberhalb einer gesicherten Arbeitsebene. Die neue Arbeitsebene, die gesicherte Arbeitsebene, wie auch die Geländerebene liegen in der Horizontalen.

[0037] Im Sinne der Erfindung ist die Draufsicht die Ansicht von einer höher gelegenen Position auf ein an einem Systemgerüst ordnungsgemäß montiertes Geländerelement, die Seitenansicht eine Sicht in Richtung einer Arbeitsebene sowie oben und unten im Sinne der Orientierung im Raum zu verstehen.

[0038] Ein Widerhaken im Sinne der Erfindung ist ein Haken, der rückwärtsgerichtet an einem Gegenstand angebracht ist und dadurch verhindert, dass dieser rückwärts bewegt und somit aus etwas herausgezogen werden kann.

[0039] Im Sinne der Erfindung umfasst ein Geländermodul wenigstens ein Geländerelement, sowie einen Vertikalstiel.

[0040] Die Erfindung soll anhand der nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen dabei
Figur 1
eine Seitenansicht eines Geländerelements angeordnet an Rosettenscheiben ohne Vertikalstiele;
Figur 2
eine Draufsicht eines Geländerelements angeordnet an Rosettenscheiben ohne Vertikalstiele;
Figur 3
eine Seitenansicht einer alternativen Ausführung eines Geländerelements mit zwei Widerhaken angeordnet an Rosettenscheiben ohne Vertikalstiele;
Figur 4
eine Draufsicht einer alternativen Ausführung eines Geländerelements mit zwei Widerhaken angeordnet an Rosettenscheiben ohne Vertikalstiele; und die
Figuren 5-7
einen schematischen Ablauf eines Aufbaus eines vorauseilenden Geländers an einem Systemgerüst.


[0041] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines beispielhaften Geländerelements 3. Zu sehen ist ein an einem ersten Endbereich 5 eines rohrförmigen Mittelabschnitts 4 angebrachter Anschlusskopf 6, wobei ein an einem zweiten Endbereich 12 des rohrförmigen Mittelabschnitts 4 angebrachter Haken, der in geradliniger Verlängerung des rohrförmigen Mittelabschnitts 4 als Widerhaken 13 mit einem rückwärts gerichteten Hakenabschnitt 16 ausgebildet ist. Der Anschlusskopf 6 umfasst eine schlitzförmige Aufnahme 10 für ein Anschlusselement 17 (nicht dargestellt) und eine Durchtrittsöffnung 7 (in dieser Seitenansicht nicht sichtbar) für ein Keilelement 9.

[0042] Der rohrförmige Mittelabschnitt 4 ist mit dem Anschlusskopf 6 über ein Gelenkelement 8 derart verbunden, dass die Orientierung der schlitzförmigen Aufnahme 10 relativ zur Längsrichtung des rohrförmigen Mittelabschnitts 4 schwenkbar ist. Der Schwenkwinkel in einer zur Ebene der schlitzförmigen Aufnahme 10 senkrecht stehenden Ebene liegt zwischen 0° und 180° oder mehr. Bevorzugt ist die Anordnung um einen Schwenkwinkel zwischen 0° und 140° schwenkbar. Der rohrförmige Mittelabschnitt 4 weist dazu an dem ersten Endbereich 5 eine Bohrung bzw. Lochung (in dieser Ansicht verdeckt und nicht sichtbar) auf, wobei durch diese ein Achselement 11 derart hindurchtritt, dass ein am Anschlusskopf 6 ausgebildetes Gegenelement 8 um das Achselement 11 schwenkbar gelagert ist.

[0043] Die Möglichkeit den Anschlusskopf 8, sowie das Gegenelement 8 gegenüber dem rohrförmigen Mittelabschnitt 4 drehen und schwenken zu können bietet eine höhere Flexibilität, was die Montage erleichtert und beschleunigt wenngleich stets eine stabile Verbindung zwischen den einzelnen Elementen herrscht.

[0044] Der Hakenabschnitt 16 des Widerhakens 13 ist rückwärts gerichtet, freistehend und über einen Bogenabschnitt 15 zum rohrförmigen Mittelabschnitt 4 in einer Draufsicht um einen Ausstellwinkel W (nicht dargestellt) abgewinkelt und an einem Befestigungsabschnitt 14 befestigt. Insbesondere liegt der Ausstellwinkel W (nicht dargestellt) zwischen 0° und 90°, bevorzugt zwischen 0° und 45°. Bei der Montage des Geländerelements 3 von einer gesicherten Arbeitsebene (in den Figuren 5-7 dargestellt) unterhalb der zu sichernden Arbeitsebene (in den Figuren 5-7 dargestellt) erleichtert der Ausstellwinkel W das Einhängen des Geländerelements 3.

[0045] Der Widerhaken 13 ist an dem rohrförmigen Mittelabschnitts 4 mit einem Befestigungsabschnitt 14 angebracht und geht nach dem Befestigungsabschnitt 14 in einen nach unten gekrümmten Bogenabschnitt 15 in den Hakenabschnitt 16 über. Der Widerhaken 13 weist einen steten, kontinuierlichen und knickfreien Verlauf auf. Durch Anschweißen wird eine feste und nicht lösbare Verbindung zwischen Widerhaken 13 und dem rohrförmigen Mittelabschnitt 4 geschaffen und eine definierte Bewegung und damit ein schnelles Einhängen des Widerhakens 13 ermöglicht.

[0046] Figur 2 zeigt eine Draufsicht des in Figur 1 beispielhaft gezeigten Geländerelements 3 mit nunmehr dargestellten Rosettenscheiben als Anschlusselemente 17 von Vertikalstielen (18, 181, 182) (nicht dargestellt). Das Geländerelement ist über den ersten Endbereich 5, sowie den zweite Endbereich 12 jeweils an einem Anschlusselement 17 befestigt. Das Anschlusselement 17 ist exemplarisch als Rosettenscheibe mit Durchtrittsöffnungen 7 dargestellt. Der erste Endbereich 5 ist mittels des Anschlusskopfs 6 gegenüber dem rohrförmigen Mittelabschnitt 4 über ein Gelenkelement 8, insbesondere mittels Achselement 11, um eine Achse A schwenkbar an dem Anschlusselement 17 befestigt. Ein Keilelement 9 verbindet die Teile miteinander sodass das Anschlusselement 17 in der schlitzförmigen Aufnahme (in Figur 1 dargestellt, hier nicht sichtbar) fixiert ist.

[0047] Der zweite Endbereich 12 ist durch den an einem Anschlusselement 17 eingehakten Widerhaken 13 an dem Anschlusselement 17 befestigt. Der Widerhaken 13 ist mittels eines
Befestigungsabschnitts 14 am rohrförmigen Mittelabschnitt 4 befestigt. Gezeigt ist auch dass der Hakenabschnitt 16 einen Ausstellwinkel W aufweist, welcher im zusammengebauten Zustand ein unbeabsichtigtes Ausheben verhindert. Der stetige kontinuierliche und knickfreie Verlauf des Widerhakens 13 ermöglicht ein unkompliziertes und schnelles Einhaken an einem Anschlusselement 17.

[0048] Weiterhin ist gezeigt, dass der rohrförmige Mittelabschnitt am ersten Endbereich 5 einen Schlitz aufweist, der als Aufnahme für den Anschlusskopf 6 wirkt.

[0049] In Figur 3 ist eine Seitenansicht einer alternativen Ausführungsform eines Geländerelements 3 dargestellt. Der Rohrförmige Mittelabschnitt 4 weist sowohl am ersten Endbereich 5, als auch am zweiten Endbereich 12 jeweils einen Widerhaken 13 auf. Die Widerhaken 13 sind an Anschlusselementen 17, angeordnet, die exemplarisch als Rosettenscheiben dargestellt sind. Weiterhin ist der Befestigungsabschnitt 14, der Bogenabschnitt 15 und der Hakenabschnitt 16 des jeweiligen Widerhakens 13 gezeigt.

[0050] Figur 4 zeigt eine Draufsicht einer alternativen Ausführung eines Geländerelements 3 mit zwei Widerhaken 13. Der Rohrförmige Mittelabschnitt 4 weist sowohl am ersten Endbereich 5, als auch am zweiten Endbereich 12 jeweils einen Widerhaken 13 auf. Beispielhaft sind die Widerhaken 13 in ein Anschlusselement 17 mit Durchtrittsöffnungen 7 eingehakt dargestellt. Gezeigt ist auch dass der Hakenabschnitt 16 einen Ausstellwinkel W aufweist, welcher im zusammengebauten Zustand ein unbeabsichtigtes Ausheben verhindert.

[0051] Die Figuren 5 bis 7 zeigen in einer Zusammenschau schematisch ein Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene 20 und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene 19 gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts 1.

[0052] Der Widerhaken 13 eines ersten Geländerelements 3 wird in einem Anschlusselement 17, hier exemplarisch einer Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels 181 mittels einer Dreh-Schubbewegung ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene 19 eingehängt (in Figur 5 dargestellt).

[0053] Anschließend wird ein erster Anschlusskopf 6 des Geländerelements 3 mit einem Anschlusselement 17 (nicht bezeichnet), beispielsweise einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels 18 verbunden und die Verbindung bevorzugt mittels eines Keilelements 9 (nicht bezeichnet) gesichert.

[0054] Ebenso möglich ist, dass zunächst ein Anschlusskopf 6 wenigstens eines ersten Geländerelements 3 mit einem Anschlusselement 17 (nicht bezeichnet), beispielsweise einer Rosettenscheibe eines ersten Vertikalstiels 18 verbunden wird. Bevorzugt wird diese Verbindung mittels eines Keilelements 9 (nicht bezeichnet) gesichert, wodurch ein Geländermodul 2 gebildet wird. Daraufhin wird der Widerhakens 13 des ersten Geländerelements 3 in einem Anschlusselement 17 bzw. einer Rosettenscheibe eines zweiten Vertikalstiels 181 mittels einer Dreh-Schubbewegung eingehängt(in Figur 5 dargestellt).

[0055] Anschließend wird das Geländerelement 3 um einen durch den Widerhaken 13 und dem Anschlusselement 17 (nicht bezeichnet) des zweiten Vertikalstiels 181 gebildeten Drehpunkt und um ein im Bereich des Anschlusskopfes 6 befindliches Achselement 11 nach oben geschwenkt (in Figur 6 dargestellt).

[0056] Zuletzt wird der erste Vertikalstiel 18 auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels 182, beispielsweise einen Rohrverbinder aufgestellt (in Figur 7 dargestellt).

Bezugszeichenliste:



[0057] 
1
Systemgerüst
2
Geländermodul
3
Geländerelement
4
Mittelabschnitt
5
erster Endbereich
6
Anschlusskopf
7
Durchtrittsöffnung
8
Gelenkelement
9
Keilelement
10
Aufnahme
11
Achselement
12
zweiter Endbereich
13
Widerhaken
14
Befestigungsabschnitt
15
Bogenabschnitt
16
Hakenabschnitt
17
Anschlusselement
18
erster Vertikalstiel
181
zweiter Vertikalstiel
182
vorhandener Vertikalstiel
19
neue Arbeitsebene
20
gesicherte Arbeitsebene
A
Achse
W
Winkel
S
Schlitz



Ansprüche

1. Geländerelement (3) mit einem rohrförmigen Mittelabschnitt (4), einem an einem ersten Endbereich (5) des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) angebrachten Anschlussmittel, sowie einem an einem zweiten Endbereich (12) des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) angebrachten Haken
dadurch gekennzeichnet, dass
der Haken in geradliniger Verlängerung des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) als Widerhaken (13) mit einem rückwärts gerichteten Hakenabschnitt (16) ausgebildet ist.
 
2. Geländerelement (3) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussmittel als Anschlusskopf (6) oder als weiterer Haken, insbesondere als weiterer Widerhaken (13) ausgebildet ist.
 
3. Geländerelement (3) nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlusskopf (6) eine schlitzförmige Aufnahme (10) für ein Anschlusselement (17) und/oder eine Durchtrittsöffnung für ein Keilelement (9) umfasst, und dass der rohrförmige Mittelabschnitt (4) mit dem Anschlusskopf (6) über ein Gelenkelement (8) derart verbunden ist, dass die Orientierung der schlitzförmigen Aufnahme (10) relativ zur Längsrichtung des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) schwenkbar, insbesondere in einer zur Ebene der schlitzförmigen Aufnahme (10) senkrecht stehenden Ebene um einen Schwenkwinkel zwischen 0° und 180° oder mehr schwenkbar ist, bevorzugt um einen Schwenkwinkel zwischen 0° und 140° schwenkbar ist.
 
4. Geländerelement (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Mittelabschnitt (4) an dem ersten Endbereich (5) eine Bohrung bzw. Lochung aufweist, wobei durch die Bohrung bzw. Lochung ein Achselement (11) derart hindurchtritt, dass ein am Anschlusskopf (6) ausgebildetes Gegenelement um das Achselement (11) schwenkbar gelagert ist, wobei der erste Endbereich (5) und/oder der Anschlusskopf (6) vorzugsweise geplättet ist und/oder ein Flachelement umfasst und/oder geschlitzt ist, sodass ein am ersten Endbereich (5) und/oder Anschlusskopf (6) sich befindliches Flachelement als Gelenk wirkt.
 
5. Geländerelement (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der rückwärts gerichtete Hakenabschnitt (16) des Widerhakens (13) freistehend und zum rohrförmigen Mittelabschnitt (4) in einer Draufsicht um einen Ausstellwinkel (W) abgewinkelt ausgebildet ist, insbesondere zwischen 0° und 90° abgewinkelt ist, bevorzugt zwischen 0° und 45° abgewinkelt ist.
 
6. Geländerelement (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Widerhaken (13) an der äußeren Oberfläche des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) mit einem Befestigungsabschnitt (14) angebracht, insbesondere angeschweißt, ist und nach dem Befestigungsabschnitt (14) ein nach unten gekrümmter Bogenabschnitt (15) in den Hakenabschnitt (16) übergeht.
 
7. Geländerelement nach einem der vorausgegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Widerhaken (13) einen stetigen, kontinuierlichen und knickfreien Verlauf aufweist.
 
8. Zerlegbares Geländermodul (2) umfassend wenigstens einen Vertikalstiel (18) und wenigstens ein Geländerelement (3)
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vertikalstiel (18) Anschlusselemente (11), insbesondere Rosettenscheiben, umfasst und
das Geländerelement (3) mindestens ein Anschlussmittel, insbesondere einen Anschlusskopf (6) und/oder einen Widerhaken (13), umfasst und bevorzugt an mindestens einem Vertikalstiel (18) schwenkbar gelagert ist und nach einem der vorangegangenen Ansprüche ausgebildet ist.
 
9. Zerlegbares Geländermodul (2) nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Geländerelement (3) auf ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene und ein zweites Geländerelement (3) zwischen dem ersten Geländerelement (3) und der neuen Arbeitsebene (19) auf ca. 50 cm Höhe oberhalb der neuen Arbeitsebene angebracht ist.
 
10. Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:

a) Einhängen eines Widerhakens (13), wenigstens eines ersten Geländerelements (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels (181), mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);

b) Verbinden eines Anschlusskopfes (6) wenigstens des ersten Geländerelements (3) mit einem Anschlusselement (17), insbesondere einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18), sowie bevorzugt sichern der Verbindung mittels eines Keilelements (9);

c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;

d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


 
11. Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:

a) Verbinden eines Anschlusskopfes (6) wenigstens eines ersten Geländerelements (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, an einem Anschlusselement (17), insbesondere einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18), sowie bevorzugt sichern der Verbindung mittels eines Keilelements (9);

b) Einhängen eines Widerhakens (13) wenigstens des ersten Geländerelements (3) in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels (181) mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);

c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;

d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


 
12. Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:

a) Einhängen eines Widerhakens (13) wenigstens eines ersten Geländerelements (3) nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels (181), mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);

b) Einhängen eines weiteren Widerhakens (13) wenigstens des ersten Geländerelements (3) in ein Anschlusselement (17), insbesondere einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18) mittels einer Dreh-Schubbewegung;

c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;

d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


 
13. Verfahren zur Montage eines vorauseilenden Geländers in einer oberhalb einer Bodenebene bzw. einer gesicherten Arbeitsebene (20) und ca. 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19) gelegenen Geländerebene eines Systemgerüsts (1) umfassend die Schritte:

a) Einhängen eines Widerhakens (13) eines wenigstens ersten Geländerelements (3) nach einem der vorgegangenen Ansprüche in ein Anschlusselement (17), insbesondere einer Rosettenscheibe, eines ersten Vertikalstiels (18) mittels einer Dreh-Schubbewegung;

b) Einhängen eines weiteren Widerhakens (13), wenigstens des ersten Geländerelements (3), in ein Anschlusselement (17), insbesondere in eine Rosettenscheibe, eines zweiten Vertikalstiels (181), mittels einer Dreh-Schubbewegung, ca 1 m oberhalb einer neuen Arbeitsebene (19);

c) Schwenken des rohrförmigen Mittelabschnitts (4) des Geländerelements (3) um einen durch den Widerhaken (13) und das Anschlusselement (17) des zweiten Vertikalstiels (181) gebildeten Drehpunkt;

d) Aufstellen des ersten Vertikalstiels (18) auf eine Aufnahme eines vorhandenen Vertikalstiels (182) der gesicherten Arbeitsebene (20).


 




Zeichnung

























Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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