[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bereitstellung eines flüssigen Arbeits-Schaummittels
und eine Schaumzubereitungsvorrichtung.
[0002] Verfahren zur Bereitstellung von flüssigen Arbeits-Schaummitteln und zugehörigen
Schaumzubereitungsvorrichtungen sind insbesondere auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens
bereits seit langem bekannt. Einschlägig hierbei ist die Norm DIN EN 16327.
[0003] Die erwähnten Schaumzubereitungsvorrichtungen sind in der Regel in ein Feuerwehrfahrzeug
eingebaute Systeme zur Verbesserung der Löscheffizienz. Hierbei werden dem Löschwasser
vor oder nach der Feuerlöschkreiselpumpe chemische Lösungen oder Schaummittelkonzentrate
zugeführt. Zur endgültigen Schaumbildung kann Druckluft injiziert werden.
[0004] Die Schaumzubereitungsvorrichtungen können als Druckzumischanlagen (DZA) ausgebildet
sein, bei der eine Schaummittelpumpe zum Einsatz kommt, mit der das Schaummittel in
den Wasserstrom bei einem höheren Druck als den Wasserdruck injiziert wird. Sobald
eine Wasser-Schaumittel-Lösung hergestellt würde, wird der endgültige Schaum erzeugt,
indem Luft am Lösch-Strahlrohr als "Strahlrohrverschäumung" eingeleitet wird.
[0005] Eine Alternative zur "Strahlrohrverschäumung" ist eine sogenannte Druckluftschaumanlage
(DLS), bei der dem Löschwasser nach einer Feuerlöschkreiselpumpe Schaummittel und
Luft jeweils unter Druck kontinuierlich zugeführt werden.
[0006] Alternativ ist es möglich, eine saugseitige Schaumzumischung vorzusehen.
[0007] Bei der Entwicklung von Schaummitteln wird zunehmend auf Schaumkonzentrate mit relativ
hoher Viskosität gesetzt. Jedoch erschweren derartige Schaumkonzentrate bzw. Schaummittel
das Ansaugen durch Schaumförderpumpen bzw. machen dies sogar ggf. unmöglich.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Bereitstellung eines flüssigen
Arbeits-Schaummittels und eine Schaumzubereitungsvorrichtung bereitzustellen, mit
dem bzw. mit der auch Schaummittel mit relativ hoher Viskosität zuverlässig und betriebssicher
eingesetzt werden können.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Bereitstellung eines flüssigen Arbeits-Schaummittels
mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und einer Schaumzubereitungsvorrichtung
mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 11 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Bereitstellung eines flüssigen Arbeits-Schaummittels
läuft mit folgenden Schritten ab:
- Bereitstellen eines viskosen Ausgangs-Schaummittels in einem Vorratsbehälter,
- Eintrag von Energie in den Vorratsbehälter zur Verflüssigung des Ausgangs-Schaummittels
zum Erhalt eines im Vergleich zum Ausgangs-Schaummittel fließfähigeren Arbeits-Schaummittels
mit gegenüber dem Ausgangs-Schaummittel geringeren Viskosität.
[0011] Durch den Energieeintrag in den Vorratsbehälter wird also eine Verflüssigung des
viskosen Ausgangs-Schaummittels erzielt, insbesondere wird hierdurch eine Scherverflüssigung
verursacht. Das entstandene Arbeits-Schaummittel ist fließfähiger und kann insbesondere
mittels einer Schaumförderpumpe angesaugt werden, wodurch das fließfähige Arbeits-Schaummittel
beispielsweise in einer Druckzumischanlage oder einer Druckluftschaumanlage eingesetzt
werden kann.
[0012] Bei einer Weiterbildung der Erfindung erfolgt der Energieeintrag durch die Erhöhung
des Innendrucks des Vorratsbehälters.
[0013] Die Erhöhung des Innendrucks kann beispielsweise durch Zufuhr eines Druckfluids,
insbesondere Druckluft, in den Vorratsbehälter erfolgen. Da in einer Druckluftschaumanlage
ohnehin Druckluft zum Injizieren in ein Schaummittel-Wasser-Gemisch bzw. Schaummittellösung
bereitsteht, ist hier kein großer konstruktiver Aufwand zu leisten.
[0014] Alternativ oder zusätzlich zum Energieeintrag durch die Erhöhung des Innendrucks
kann der Energieeintrag auch durch Erhöhung der Temperatur des Ausgangs-Schaummittels
erfolgen.
[0015] Bei einer Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Ausbringung des Arbeits-Schaummittels
aus dem Vorratsbehälter zumindest teilweise durch den Energieeintrag in den Vorratsbehälter.
Im Falle des Energieeintrags mittels Erhöhung des Innendrucks kann das somit entstehende
fließfähige Arbeits-Schaummittel zumindest teilweise aus dem Vorratsbehälter herausgedrückt
werden.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird zur Förderung des Arbeits-Schaummittels
eine Schaumpumpe, beispielsweise in Form einer Schaum-Zumischpumpe, oder ein Induktor,
insbesondere Venturi-Induktor, verwendet.
[0017] Bei einer Weiterbildung der Erfindung handelt es sich bei dem Vorratsbehälter um
einen Drucktank.
[0018] Es ist möglich, dass es sich bei dem Ausgangs-/Arbeits-Schaummittel um ein strukturviskoses
oder thixotropes Fluid handelt.
[0019] Alternativ ist es auch denkbar, dass es sich bei dem Ausgangs-/Arbeits-Schaummittel
um ein Bingham-Fluid handelt.
[0020] Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird dem Arbeits-Schaummittel Wasser und Druckfluid
zur Herstellung eines Schaummittellösung/Luft-Gemisches zugeführt.
[0021] Die erfindungsgemäße Schaumzubereitungsvorrichtung weist eine Schaummittelbereitstellungseinrichtung
zur Bereitstellung eines flüssigen Arbeits-Schaummittels auf, die einen Vorratsbehälter
zur Bevorratung eines viskosen Ausgangs-Schaummittels und eine Energieeintragvorrichtung
zum Eintrag von Energie zur Verflüssigung des Ausgangs-Schaummittels zum Erhalt eines
im Vergleich zum Ausgangs-Schaummittel fließfähigeren Arbeits-Schaummittel aufweist,
und mit einer Mischvorrichtung zur Mischung des Arbeits-Schaummittels mit Wasser zu
einer Schaummittellösung.
[0022] Die Energieeintragvorrichtung sorgt also für den Energieeintrag, der zur Verflüssigung
des viskosen Ausgangs-Schaummittels zur Verfügung steht.
[0023] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Energieeintragvorrichtung als Druckfluidzuführvorrichtung
zur Zuführung von Druckfluid, insbesondere Druckluft, in den Vorratsbehälter ausgebildet.
Die Druckfluidzuführvorrichtung weist insbesondere einen Kompressor, insbesondere
Druckluft-Kompressor, auf. Besonders bevorzugt weist die Druckfluidzuführvorrichtung
wenigstens ein Ventil auf, das zweckmäßigerweise in den Zuführstrang vom Kompressor
in den Vorratsbehälter eingeschaltet ist, um damit wahlweise eine Druckfluidzufuhr
in den Vorratsbehälter zu ermöglichen oder abzusperren. Das Ventil kann beispielsweise
als 2/2 oder 3/2-Ventil ausgebildet sein, wobei mit letzterem eine Entlüftung des
unter Druck stehenden Vorratsbehälters möglich ist.
[0024] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem Vorratsbehälter und der Mischvorrichtung
eine Fördereinrichtung zur Förderung des Arbeits-Schaummittels in die Mischvorrichtung
vorgesehen.
[0025] In besonders bevorzugter Weise weist die Fördereinrichtung eine Schaumpumpe oder
einen Induktor auf.
[0026] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Druckfluidzuführvorrichtung zur Zufuhr
von Druckluft zur Herstellung eines Schaummittellösung/Luft-Gemisches vorgesehen.
Es ist möglich, dass es sich hierbei um eine von der Druckfluidzuführvorrichtung zur
Verflüssigung des Ausgangsschaummittels separate Druckfluidzuführvorrichtung handelt
oder alternativ kann es sich auch um die Druckfluidzuführvorrichtung handeln, die
bereits zur Verflüssigung des Ausgangs-Schaummittels eingesetzt ist. Es ist also beispielsweise
möglich, dass der Kompressor, der ohnehin zur Injizierung der Druckluft zur Herstellung
der Schaummittellösung/Luft-Gemisches zur Verfügung steht, auch die Druckluft zur
Verflüssigung des Ausgangs-Schaummittels zur Verfügung stellt. Alternativ kann auch
ein separater Kompressor eingesetzt werden, der lediglich die Druckluft für die Verflüssigung
des Ausgangs-Schaummittels zur Verfügung stellt.
[0027] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im Folgenden näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- ein schematisches Anlagendiagramm eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Schaumzubereitungsvorrichtung und
- Figur 2
- eine schematische vergrößerte Darstellung der Einzelheit X aus Figur 1.
[0028] Die Figur 1 zeigt ein schematisches Anlagenschaubild eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Schaumzubereitungsvorrichtung 11. Im Folgenden ist die erfindungsgemäße
Schaumzubereitungsvorrichtung 11 beispielhaft als in ein Feuerwehrfahrzeug eingebautes
System beschrieben. Die Schaumzubereitungsvorrichtung 11 ist im beschriebenen Beispielsfall
als Druckluftschaumanlage (DLS) ausgebildet.
[0029] Wie insbesondere in Figur 1 gezeigt umfasst die Schaumzubereitungsvorrichtung 11
eine Löschwasserpumpe 12, insbesondere in Form einer Feuerlöschkreiselpumpe, die durch
den Fahrzeugantrieb oder einen separaten Antrieb, beispielsweise einen elektrischen
Zusatzantrieb, angetrieben ist.
[0030] Die Löschwasserpumpe 12 ist in der Lage Löschwasser über Saugleitungen 13, von denen
im Anlagenschema lediglich eine einzelne dargestellt ist, anzusaugen und über Druckleitungen
14a, 14b druckseitig abzugeben.
[0031] Im gezeigten Beispielsfall ist eine der Druckleitungen 14a über einen geeigneten
Feuerwehrschlauch mit einem Strahlrohr 15 verbunden. Die andere Druckleitung 14b führt
zu einer weiteren Komponente der Schaumzubereitungsvorrichtung 11, nämlich einer Mischvorrichtung
16. Die Mischvorrichtung 16 besitzt einen zugehörigen Löschwasser-Eingang 17, über
den mit der Löschwasserpumpe gefördertes Löschwasser zuführbar ist.
[0032] Wie insbesondere in Figur 1 gezeigt umfasst die Schaumzubereitungsvorrichtung 11
eine Schaummittelbereitstellungseinrichtung 18 zur Bereitstellung eines flüssigen
Arbeits-Schaummittels 19. Die Schaumzubereitungsvorrichtung 11 umfasst ihrerseits
mehrere Komponenten, von denen ein Vorratsbehälter 20 zur Bevorratung eines viskosen
Ausgangs-Schaummittels dazu gehört. Der Vorratsbehälter 20 ist im Beispielsfall als
Drucktank ausgebildet.
[0033] Eine weitere wichtige Komponente der Schaummittelbereitstellungseinrichtung 18 ist
eine Energieeintragvorrichtung 21 zum Eintrag von Energie zur Verflüssigung des viskosen
AusgangsSchaummittels zum Erhalt eines im Vergleich zum Ausgangs-Schaummittel fließfähigeren
Arbeits-Schaummittels 19.
[0034] Die Energieeintragvorrichtung 21 ist im beschriebenen Beispielsfall als Druckfluidzuführvorrichtung
ausgebildet, so dass der Energieeintrag in Form der Zuführung von Druckfluid, insbesondere
Druckluft, erfolgt. Im Folgenden ist die Druckfluidzuführung im Beispielsfall als
Druckluftzuführung beschrieben.
[0035] Wie insbesondere in Figur 1 gezeigt, besitzt der Vorratsbehälter 20 hierzu einen
Druckluft-Eingang 22, über den Druckluft in das Innere des Vorratsbehälters 20 einleitbar
ist und einen Schaummittel-Ausgang 23, über den verflüssigtes Arbeits-Schaummittel
19 aus dem Vorratsbehälter 20 ausleitbar ist.
[0036] Die Energieeintragvorrichtung 21 in Form der Druckluftzuführvorrichtung umfasst einen
Druckluft-Kompressor 24 zur Erzeugung der erforderlichen Druckluft.
[0037] Gemäß einer ersten Ausführungsvariante handelt es sich bei dem Druckluft-Kompressor
um einen separaten Kompressor 24a und bei der zweiten Ausführungsvariante um einen
Druckluft-Kompressor 24b, der ohnehin bei der Schaumzubereitungsvorrichtung in Form
der Druckluftschaumanlage, wie nachfolgend noch näher beschrieben, vorhanden ist.
Gemäß erster Ausführungsvariante wird Druckluft über eine Druckluftleitung 25a einem
Ventil 26 zugeführt, über das die Druckluftzuführung in den Vorratsbehälter 20 gesteuert
werden kann.
[0038] Gemäß der zweiten Ausführungsvariante wird Druckluft über eine andere Druckluftleitung
25b von dem zugehörigen Druckluft-Kompressor 24b ebenfalls dem Ventil 26 zugeführt.
[0039] Bei dem Ventil kann es sich um ein 2/2-Wegeventil handeln, mit dem wahlweise die
Druckluftzufuhr in den Vorratsbehälter geöffnet oder in der anderen Stellung des Ventils
gesperrt werden kann. Alternativ ist auch ein 3/2-Wegeventil einsetzbar, das als weitere
Funktion eine Entlüftungsfunktion des unter Druck stehenden Vorratsbehälters 20 über
eine separate Entlüftungsleitung besitzt.
[0040] Eine weitere wichtige Komponente der Schaummittelbereitstellungseinrichtung 18 ist
im gezeigten Beispielsfall eine Schaumpumpe 27, über die verflüssigtes Arbeits-Schaummittel
19 aus dem Vorratsbehälter 20 über den Schaummittel-Ausgang 23 und über eine Schaummittel-Ansaugleitung
28 angesaugt und über eine Schaummittel-Druckleitung 29 abgegeben wird. Die Schaummitteldruckleitung
29 mündet über ein Schaummittel-Eingang 30 in die Mischvorrichtung 16.
[0041] Eine weitere wichtige Komponente der Schaumzubereitungsvorrichtung 11 ist der bereits
erwähnte Druckluft-Kompressor 24a, der Druckluft über eine Injektionsleitung 31 der
Mischvorrichtung 16 zuführt. Druckluft gelangt dabei über einen Druckluft-Eingang
32 in die Mischvorrichtung 16.
[0042] Die Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Vorratsbehälters mit den zugeordneten
Ventil 26, dem darin bereits verflüssigten Arbeits-Schaummittel 19 und dem Schaummittel-Ausgang
23 insbesondere am Sumpf des Vorratsbehälters 20.
[0043] Die Schaumzubereitung über die erfindungsgemäße Schaumzubereitungsvorrichtung 11
in Form der Druckluftschaumanlage läuft folgendermaßen ab:
Zunächst wird flüssiges Arbeits-Schaummittel 19 bereitgestellt.
[0044] Dies erfolgt dadurch, dass im Vorratsbehälter 20 viskoses insbesondere hochviskoses
Ausgangs-Schaummittel bereitgestellt wird. Dieses viskose Ausgangs-Schaummittel, bei
dem es sich insbesondere um ein strukturviskoses oder thixotropes Fluid handelt, ist
schlecht fließfähig, wodurch ein Ansaugen mittels der Schaumpumpe 27 erschwert bzw.
unmöglich gemacht wird. Daher wird das viskose Ausgangs-Schaummittel durch Eintrag
von Energie in Form von Druckluft verflüssigt. Hierzu wird entweder von dem externen
Druckluft-Kompressor 24a oder von dem Injektions-Druckluft-Kompressor 24b bereitgestellte
Druckluft über die zugehörigen Druckluftleitungen 25a, 25b und das in die Druckluftleitungen
eingeschaltete Ventil 26 in den Vorratsbehälter 20 eingeleitet. Im Vorratsbehälter
20 kommt es dann zu einer Erhöhung des Innendrucks, wodurch eine Verflüssigung des
viskosen Ausgangs-Schaummittels zu einem fließfähigeren und damit von der Schaumpumpe
27 förderbaren Arbeits-Schaummittel 19 stattfindet.
[0045] Das Schaummittel wird am Schaummittel-Ausgang 23 vom Vorratsbehälter 20 abgezogen
und über die Schaummittel-Druckleitung 29 der Mischvorrichtung 16 zugeführt. Gleichzeitig
wird Löschwasser von der Löschwasserpumpe 12 in Form der Feuerlöschkreiselpumpe über
die Saugleitung 13 angesaugt und über die Druckleitung 14a über den Löschwasser-Eingang
17 ebenfalls der Mischvorrichtung 16 zugeführt.
[0046] In der Mischvorrichtung 16 kommt es zu einer Mischung von Wasser und Arbeits-Schaummittel
zu einer Schaummittellösung. Zudem wird Druckluft über den Injektions-Druckluft-Kompressor
24b über die Injektionsleitung 31 und den Druckluft-Eingang 32 ebenfalls der Mischvorrichtung
16 zugeführt, so dass der in der Mischvorrichtung 16 vorhandenen Schaummittellösung
zusätzlich noch Druckluft injiziert wird. Dadurch entsteht ein Schaummittellösung/Luft-Gemisch.
Das Schaummittel-Luftgemisch wird dann über eine Ausgangsleitung 33 zugeordneten Strahlrohren
34a, 34b zugeführt.
[0047] Über die Strahlrohre kann dann das Schaummittellösung/LuftGemisch für die Brandbekämpfung
eingesetzt werden.
1. Verfahren zur Bereitstellung eines flüssigen Arbeits-Schaummittels (19), das Verfahren
mit folgenden Schritten:
- Bereitstellen eines viskosen Ausgangs-Schaummittels in einem Vorratsbehälter (20),
- Eintrag von Energie in den Vorratsbehälter (20) zur Verflüssigung des Ausgangs-Schaummittels
zum Erhalt eines im Vergleich zum Ausgangs-Schaummittel fließfähigeren Arbeits-Schaummittels
(19) mit einer gegenüber dem Ausgangs-Schaummittel geringeren Viskosität.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energieeintrag durch die Erhöhung des Innendrucks des Vorratsbehälters (20) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung des Innendrucks durch Zufuhr eines Druckfluids, insbesondere Druckluft,
erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Energieeintrag durch Erhöhung der Temperatur des Ausgangs-Schaummittels erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringung des Arbeits-Schaummittels (19) aus dem Vorratsbehälter (12) zumindest
teilweise durch den Energieeintrag in den Vorratsbehälter (20) erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Förderung des Arbeits-Schaummittels (19) eine Schaumpumpe (27) oder ein Induktor,
insbesondere Venturi-Induktor, verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Vorratsbehälter (20) um einen Drucktank handelt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Ausgangs-/Arbeits-Schaummittel um ein strukturviskoses oder thixotropes
Fluid handelt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Ausgangs-/Arbeits-Schaummittel um ein Bingham-Fluid handelt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Arbeits-Schaummittel (19) Wasser und Druckfluid zur Herstellung eines Schaummittellösung/Druckfluid-Gemisches
zugeführt wird.
11. Schaumzubereitungsvorrichtung, mit einer Schaummittelbereitstellungseinrichtung (18)
zur Bereitstellung eines flüssigen Arbeits-Schaummittels (19), die einen Vorratsbehälter
(20) zur Bevorratung eines viskosen Ausgangs-Schaummittels und eine Energieeintragvorrichtung
(21) zum Eintrag von Energie zur Verflüssigung des Ausgangs-Schaummittels zum Erhalt
eines im Vergleich zum Ausgangs-Schaummittel fließfähigeren Arbeits-Schaummittels
(19) mit einer gegenüber dem Ausgangs-Schaummittel geringeren Viskosität aufweist,
und mit einer Mischvorrichtung (16) zur Mischung des Arbeits-Schaummittels (19) mit
Wasser zu einer Schaummittellösung.
12. Schaumzubereitungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieeintragvorrichtung (21) als Druckfluidzuführvorrichtung zur Zuführung
von Druckfluid, insbesondere Druckluft, in den Vorratsbehälter (20) ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise die Druckfluidzuführvorrichtung einen Kompressor, insbesondere
Druckluft-Kompressor (24a, 24b) aufweist.
13. Schaumzubereitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine zwischen dem Vorratsbehälter (20) und der Mischvorrichtung (16) eingeschaltete
Fördereinrichtung zur Förderung des Arbeits-Schaummittels (19) in die Mischvorrichtung
(16).
14. Schaumzubereitungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung eine Schaumpumpe (27) oder einen Induktor aufweist.
15. Schaumzubereitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, gekennzeichnet durch eine Druckfluidzuführvorrichtung zur Zuführung von Druckluft zur Herstellung eines
Schaummittellösung/Druckfluid-Gemisches, wobei vorzugsweise die Druckfluidzuführvorrichtung
zur Herstellung des Schaummittellösung/Druckfluid-Gemisches dieselbe ist, die zur
Verflüssigung des Ausgangs-Schaummittels eingesetzt ist.