[0001] Die Erfindung betrifft ein Zylinderkurbelgehäuse mit Fremdkörpereinschluss zur Gussreduzierung
und für eine bessere Sauberkeit des Bauteils.
[0002] Aus der
WO 002008011863 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen eines gegossenen Bauteiles mit einem eingegossenen
Rohr bekannt.
[0003] Weiter offenbart die
EP 1060047 B1 ein Verfahren zum Herstellen eines in ein Leichtmetall-Kurbelgehäuse einer Hubkurbelmaschine
einzugießenden Rohlings einer Zylinderlaufbuchse.
[0004] Bei der Entwicklung von Zylinderkurbelgehäusen wird sehr starker Wert auf das Gewicht
und die Sauberkeit des Bauteils gelegt. Heutige Konstruktionen zeigen oft Gussanhäufungen
im Bereich zwischen den Zugankern der Hauptlagerverschaubung unterhalb des Wassermantels
des Zylinderkurbelgehäuses. Alternativ haben heutige Konstruktionen einen Brillenkern,
um das Material aus den oben genannten Bereichen zu entfernen. Konstruktionen mit
Brillenkern haben den Nachteil, dass die Bereiche, die der Brillenkern bildet, sehr
filigran sind. Um diese Bereiche sauber zu bekommen, ist ein hoher Putzaufwand nötig.
Im späteren Motorbetrieb kann Schmutzeintrag aus diesen Bereichen nicht ausgeschlossen
werden.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile zu vermeiden
und ein Verfahren zu schaffen, das insbesondere den Schmutzeintrag im späteren Motorbetrieb
verhindert.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Erzeugung eines Zylinderkurbelgehäuses
mit Fremdkörpereinschluss zur Gussreduzierung und für die bessere Sauberkeit des erzeugten
Bauteils, wobei insbesondere das Gussmaterial aus den Bereichen zwischen den Zugankern
unterhalb des Wassermantels entfernt bzw. verdrängt wird, um so im späteren Motorbetrieb
keinen Schmutzeintrag in das Bauteil zu verursachen, wobei die Bereiche unterhalb
des Wassermantels zwischen den Zugankern als separater Zuganker-Kern ausgeführt sind,
und wobei in den Zuganker-Kern Bolzen eingeschossen werden, die zur späteren Montage
am Wassermantelkern benutzt werden, so dass der Zuganker-Kern nach dem Abguss im Bauteil
komplett von Gussmaterial umgeben ist und der Bolzen mit dem Guss verschmolzen ist,
wobei der Zuganker-Kern im erzeugten Bauteil verbleibt und sich in einem durch das
Gussmaterial erzeugten abgekapselten Raum befindet, gelöst.
[0007] In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Es
zeigen:
- Figur 1
- einen Ausschnitt aus dem Zylinderkurbelgehäuse,
- Figur 2
- einen Schnitt B-B aus Figur 1,
- Figur 3
- in den Zuganker-Kern eingeschossene Bolzen,
- Figur 4
- den Wassermantelkern und die zu montierenden Zuganker-Kerne aus Fig. 3,
- Figur 5
- den Zuganker-Kern.
[0008] In Figur 1 wird ein Ausschnitt aus dem Zylinderkurbelgehäuse einer Brennkraftmaschine,
insbesondere einer Dieselbrennkraftmaschine, dargestellt.
[0009] Figur 2 offenbart einen Schnitt entlang der Linie B-B der Brennkraftmaschine aus
der Figur 1. Der Wassermantel 1 zwischen den Zugankern 2 wird durch Gussmaterial des
Zylinderkurbelgehäuses der Brennkraftmaschine vom Zuganker-Kern 3 getrennt. Die in
den Zuganker-Kern 3 eingeschossenen Bolzen 4 sind vom Gussmaterial des Zylinderkurbelgehäuses
der Brennkraftmaschine ebenso umschlossen wie der Zuganker-Kern 3, so dass im späteren
Motorbetrieb keine Verschmutzung von Kernmaterial erfolgen kann.
[0010] In Figur 3 werden die in den Zuganker-Kern 3 eingeschossene Bolzen 4 gezeigt.
[0011] Figur 4 stellt den Wassermantelkern 5 und die zu montierenden Zuganker-Kerne 3 aus
Figur 3 dar.
[0012] In der vorliegenden Erfindung wird eine Lösung dargestellt, die das Gussmaterial
aus den Bereichen zwischen den Zugankern 2 aus Figur 2 unterhalb des Wassermantels
1 aus Figur 2 entfernt bzw. verdrängt und im späteren Motorbetrieb keinen Schmutzeintrag
in das Bauteil verursacht. Die Bereiche unterhalb des Wassermantels 1 aus Figur 2
zwischen den Zugankern 2 aus Figur 2 werden als separater Zuganker-Kern 3 aus Figur
2 erzeugt. In den Zuganker-Kern 3 aus Figur 3 werden Bolzen 4, wie dies in Figur 3
gezeigt wird, eingeschossen, die zur späteren Montage am Wassermantelkern 5 aus Figur
4 benutzt werden. Der Zuganker-Kern 3 aus Figur 2 ist nach dem Abguss im Bauteil komplett
von Gussmaterial umgeben, der Bolzen 4 aus Figur 2 ist mit dem Guss verschmolzen.
Der Zuganker-Kern 3 aus Figur 2 verbleibt im Bauteil und befindet sich in einem abgekapselten
Raum und muss somit nicht gesäubert werden. Schmutzeintrag in das Bauteil ist nicht
möglich. Durch dieses Verfahren erzielt man einen Gewichtsvorteil zum Gusseisen, da
der Kernsand deutlich leichter als das Gussmaterial ist. Der Zuganker-Kern 3 aus den
Figuren 2 - 4 ist im vorliegenden Beispiel aus einem nicht gasenden Sand hergestellt.
Alternativ können als Zuganker-Kern 3 aus den Figuren 2 - 4 auch Keramikkörper, Siliziumköper
oder Körper aus ähnlichen Materialien verwendet werden.
[0013] In Figur 5 wird der Ur- oder Zuganker-Kern 3 dargestellt. Der im Zylinderkurbelgehäuse
eingeschlossene Sandkern 1 ist mittels der Zuganker-Stäbe 2 mit dem Zuganker-Kern
3 verbunden, wobei die Stäbe 2 zur Fixierung eingegossen werden.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 1
- Wassermantel
- 2
- Zuganker
- 3
- Zuganker-Kern
- 4
- Bolzen
- 5
- Wassermantelkern
1. Verfahren zur Erzeugung eines Zylinderkurbelgehäuse mit Fremdkörpereinschluss zur
Gussreduzierung und für die bessere Sauberkeit des erzeugten Bauteils, wobei insbesondere
das Gussmaterial aus den Bereichen zwischen den Zugankern (2) unterhalb des Wassermantels
(1) entfernt bzw. verdrängt wird, um so im späteren Motorbetrieb keinen Schmutzeintrag
in das Bauteil zu verursachen, wobei die Bereiche unterhalb des Wassermantels (1)
zwischen den Zugankern (2) als separater Zuganker-Kern (Pos.3; Fig.2) ausgeführt sind,
und wobei in den Zuganker-Kern (3) Bolzen (4) eingeschossen werden, die zur späteren
Montage am Wassermantelkern (5) benutzt werden, so dass der Zuganker-Kern (3) nach
dem Abguss im Bauteil komplett von Gussmaterial umgeben ist und der Bolzen (4) mit
dem Guss verschmolzen ist, wobei der Zuganker-Kern (3) im erzeugten Bauteil verbleibt
und sich in einem durch das Gussmaterial erzeugten abgekapselten Raum befindet.
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