[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Dachkonstruktion mit zumindest zwei Paneelträgern
zum Tragen von selbsttragenden Paneelen, beispielsweise Isolierpaneelen, unterhalb
einer im Querschnitt profilierten, beispielsweise gewellten Dachbedeckung, die ihrerseits
Teil der Dachkonstruktion ist.
[0002] In Querrichtung profilierte Dachbedeckungen, beispielsweise Wellblech oder auch aus
anderen Werkstoffen hergestellte Dachbedeckungen mit einer solchen Form oder auch
Trapezbleche werden ebenso wie andere in Querrichtung profilierte Dachbedeckungen
im Zusammenhang mit kostengünstigen Dachkonstruktionen verwendet. Derartige Dachkonstruktionen
findet man beispielsweise im Hallenbau oder bei im landwirtschaftlichen Bereich errichteten
Gebäuden, wie Ställen, Scheunen und dergleichen. Derartige Dachbedeckungen sind in
Querrichtung profiliert, und zwar durch eine Wechselfolge von Stützabschnitten, die
unmittelbar oder mittelbar auf Dachpfetten abgestützt sind, und durch zwischen zwei
Stützabschnitten jeweils befindliche Hochabschnitte. Die Hochabschnitte sind auf den
Pfetten der Dachkonstruktion nicht abgestützt, da von diesen beabstandet. Gleichwohl
können die Hochabschnitte genutzt werden, um eine solche Dachbedeckung beispielsweise
mittels Schrauben an den Pfetten zu befestigen, was ebenfalls in den Stützabschnitten
möglich ist.
[0003] Ist zusätzlich zu einer solchen Dachbedeckung als Teil der Dachkonstruktion eine
Isolierung erforderlich, wird diese unterhalb der Pfetten und, falls vorhanden, der
Sparren angeordnet. Befestigungsgrund sind die Pfetten oder Sparren, an denen Isolierpaneele
mittels Schraubbefestigern angeschlossen werden. Die Montage einer solchen Isolierung
ist aufwendig, da eine solche Isolierplatte in der gewünschten Befestigungsposition
an die Tragkonstruktion des Daches - den Sparren oder Pfetten - angelegt und in dieser
Stellung mit dieser verschraubt werden muss. Hierzu werden zumindest zwei, typischerweise
sogar mehr als zwei Personen benötigt.
[0004] Gemäß einer anderen Ausgestaltung eines isolierten Daches für derartige Gebäude werden
selbsttragende Sandwich-Paneele als fertige Isolierpaneele eingesetzt. Die außenliegende
Sandwichlage ist typischerweise aus Metall hergestellt und in Querrichtung profiliert.
An diese äußere Sandwichlage ist eine steife Isolationsmasse adhäsiv angeschlossen.
Die Unterseite eines solchen Paneels wird wiederum durch eine in aller Regel unstrukturierte
Platte gebildet. Eine Montage einer solchen bereits isolierten Dachbedeckung erfolgt
von außen und ist daher hinsichtlich der Montage einfacher als der nachträgliche Einbau
einer Unterdachisolierung, wie vorstehend beschrieben, bei der Isolierpaneele von
unten an der Dachkonstruktion befestigt werden müssen. Problematisch ist bei einer
solchen Dachkonstruktion, dass bei Reparaturarbeiten das Dach von außen geöffnet werden
muss.
[0005] Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Dachkonstruktion vorzuschlagen, bei der der Einbau einer Unterdachisolierung,
also: von unterhalb einer profilierten Dachbedeckung anzubringenden Paneelen vereinfacht
ist.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Dachkonstruktion mit Paneelträgern zum Tragen
von selbsttragenden Paneelen unterhalb einer Dachbedeckung, als Teil der Dachkonstruktion,
welche Dachbedeckung in ihrer Querrichtung (y-Richtung) profiliert ist, bei welcher
Dachkonstruktion die Dachbedeckung an Pfetten, die sich in Querrichtung (in y-Richtung)
zur Längserstreckung ihrer Profilierung erstrecken, befestigt ist, welche Profilierung
der Dachbedeckung durch eine Wechselfolge von auf den Pfetten abgestützten Stützabschnitten
und Hochabschnitten gebildet ist, welche Hochabschnitte der Dachbedeckung zusammen
mit der zur Dachbedeckung weisenden Seite einer Pfette in Längserstreckung der Profilierung
(x-Richtung) offene Hohlkammern bilden, welche Paneelträger folgende Elemente umfassen:
- Einen Tragarm mit einem oberen Ende und einem unteren Ende und
- ein Tragmittel an dem unteren Ende des Tragarms, die in zumindest einer Querrichtung
(x-Richtung und/oder y-Richtung) von dem Tragarm abragt und deren zu dem oberen Ende
des Tragarms weisende Seite ein Auflager zum Tragen einer Paneele ist,
wobei die Tragmittel der Paneelträger unterhalb der Pfetten befindlich sind und ein
selbsttragendes Paneel auf die Tragplatten mehrerer Paneelträger aufgelegt ist.
[0007] Vorgeschlagen wird zur Lösung des sich aus dem Stand der Technik ergebenden Problems
eine Dachkonstruktion mit Paneelträgern als Montagemittel zum Halten bzw. Tragen von
selbsttragenden Paneelen unterhalb der Dachbedeckung und somit unterhalb der durch
Pfetten und, falls vorhanden, der Sparren gebildeten Dachunterkonstruktionen. Ein
solcher Paneelträger zeichnet sich dadurch aus, dass durch diesen ein unterhalb der
Pfetten bzw. der Sparren angeordnetes Tragmittel bereitgestellt ist, auf dessen Oberseite,
also derjenigen Seite, die zur Dachbedeckung bzw. zum oberen Ende des Tragarmes weist,
ein selbsttragendes Paneel aufgelegt werden kann. Bei einem solchen Tragmittel kann
es sich um eine Tragplatte handeln, die im engeren Sinne eine plattenförmige Erstreckung
aufweist. Umfasst von diesem Begriff sind jedoch auch solche Tragmittel, die ein Auflager
für zumindest ein selbsttragendes Paneel aufweisen. Bei diesen Tragmitteln kann es
sich beispielsweise um ein Tragprofil, typischerweise stranggepresst, handeln, welches
über ein oder zwei seiner Längserstreckung folgende und von einem Zentralabschnitt
abragende Schenkel verfügt. Die Schenkel stellen bei einer solchen Ausgestaltung die
Tragschenkel dar. Ein solches Tragmittel ist typischerweise ausgelegt, um an den Tragarm
eines Paneelträgers angeschlossen zu werden. Typischerweise werden vier Paneelträger
eingesetzt, um ein solches Paneel zu tragen, wobei die Paneelträger mit ihren Tragarmen
typischerweise zumindest in den Eckbereichen der Paneele angeordnet sind. Bei dem
erfindungsgemäßen Konzept werden zunächst die Paneelträger mit ihren Tragplatten in
Position gebracht, mithin an der Dachunterkonstruktion befestigt. Anschließend werden
die Paneele auf die Oberseiten der Tragplatten, die jeweils ein Auflager für ein solches
Paneel bilden, aufgelegt. Sowohl das Anbringen der Paneelträger als auch das anschließende
Auflegen des oder der Paneele kann von einer einzigen Person durchgeführt werden.
[0008] Ein solcher Paneelträger verfügt über einen Tragarm, dessen Längserstreckung der
Richtung der Höhe der Dachkonstruktion, typischerweise einer Pfette folgt. Der Tragarm
eines solchen Paneelträgers verfügt über Anschlussmittel zum Anschließen desselben
an die Unterkonstruktion, typischerweise eine Pfette, der Dachkonstruktion. Am unteren
Ende des Tragarmes befindet sich das bereits angesprochene Tragmittel. Dieses kragt
gegenüber dem Tragarm in zumindest einer Querrichtung (Querrichtung in Bezug auf die
Längserstreckung des Tragarmes; x-Richtung und/oder y-Richtung) aus. Diese gegenüber
dem Tragarm des Paneelträgers auskragenden Bereiche des Tragmittels bilden das Auflager
für eine oder mehrere selbsttragende Paneele.
[0009] Der im Rahmen dieser Ausführung benutzte Begriff der selbsttragenden Paneele umfasst
sämtliche plattenartigen Gegenstände, die aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit und/oder
ihrer Auslegung, wenn beispielsweise mehrschichtig ausgelegt, selbsttragend sind,
mithin ohne zusätzliche Versteifungsmittel formstabil sind.
[0010] Die Paneelträger der Dachkonstruktion dienen somit zum Bereitstellen eines Auflagers
für unterhalb der Dachbedeckung anzubringende selbsttragende Paneele, beispielsweise
Isolierpaneele, wie diese an sich bekannt sind. Die Paneele werden somit durch das
durch die Tragmittel der Paneelträger gebildete Auflager getragen. Das Vorsehen von
Paneelträgern erleichtert eine Unterdachmontage derartiger Paneele erheblich. In einem
ersten Schritt werden die Paneelträger an der Dachkonstruktion befestigt. Die Tragmittel
der Paneelträger sind in zumindest einer Richtung voneinander beabstandet, und zwar
mit solchem Abstand, dass zwischen zwei Tragmittel eine Paneele eingeschoben und auf
die Oberseite der Tragmittel aufgelegt werden kann. Eine Montage einer Unterdachisolierung
kann somit unter Verwendung dieser Paneelträger durchaus von einer einzigen Person
durchgeführt werden.
[0011] Da die Paneele nach Montieren der Paneelträger lediglich auf den als Auflager dienenden
Tragmitteln aufgelegt sind, ist ein nachträglicher Austausch einer solchen Paneele
durch eine andere ohne weiteres möglich. Zugleich lässt sich auf diese Weise leicht
ein Zugang zu der Unterseite der Dachbedeckung bereitstellen, sollte dieses beispielsweise
für Reparaturarbeiten erforderlich sein, ohne das Dach außenseitig öffnen zu müssen.
Wenn gewünscht, können die auf die Tragmittel aufgelegten Paneele zusätzlich durch
Befestiger fixiert werden.
[0012] Bei den auf den Tragmittel anzuordnenden bzw. angeordneten selbsttragenden Paneelen
kann es sich um Paneele handeln, die an ihrer Unterseite eine dekorative Oberfläche
zur Verfügung stellen. Ebenfalls kann es sich um Isolierpaneele handeln, durch die
eine thermische und/oder akustische Isolierung erreicht wird. Derartige Paneele und/oder
die Tragplatte eines solchen Paneelträgers können mit Zusatzkomponenten ausgerüstet
sein oder ausgestaltet sein, Zusatzkomponenten aufzunehmen. Bei derartigen Zusatzkomponenten
kann es sich beispielsweise um Beleuchtungseinsätze handeln. Gemäß einer Ausgestaltung
verfügt in einem solchen Fall ein solches selbsttragendes Paneel oder auch der Paneelträger
über eine entsprechende Ausnehmung, in die unterseitig ein Leuchteneinsatz einsetzbar
ist.
[0013] Die Beabstandung der Isolierung von der Unterseite der Dachbedeckung sorgt zugleich
für die notwendige Hinterlüftung.
[0014] In einer ersten Ausgestaltung ist der Tragarm mittels Schraubbefestigern an der Dachkonstruktion,
typischerweise einer Pfette anschließbar.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist an das obere Ende des Tragarms ein Hakenelement
angeschlossen, das in Richtung der Längserstreckung der Profilierung der Dachbedeckung
(in x-Richtung) von dem Tragarm abragt. Dieses Hakenelement ist vorgesehen, in eine
durch einen Hochabschnitt der profilierten Dachbedeckung der Dachkonstruktion mit
der Oberseite der Pfette gebildete Hohlkammer einzugreifen. Gehalten ist das Hakenelement
innerhalb einer solchen, durch die Dachkonstruktion bereitgestellten Hohlkammer durch
eine durch die Außenseite des Hakenelementes auf die Innenwand der Hohlkammer wirkende
Vorspannung. Damit ist das Hakenelement in einer solchen, durch die Dachkonstruktion
bereitgestellten Hohlkammer in Längsrichtung der Profilierung (x-Richtung) der Dachbedeckung
reibschlüssig gehalten. Das Hakenelement als Anschlusselement zum Anschließen des
Paneelträgers an die Dachkonstruktion ist hinsichtlich seiner Formgebung so ausgelegt,
dass dieses typischerweise spielfrei in Querrichtung (y-Richtung) in einer solchen
Hohlkammer aufgenommen ist. Die Montage eines solchen Paneelträgers ist denkbar einfach.
Hierzu bedarf es lediglich, dass sein Hakenelement in eine solche durch die Dachkonstruktion
bereitgestellte Hohlkammer eingeschoben wird. Ein Einsatz von Befestigern und das
Mitführen von zusätzlichen Werkzeugen und Befestigern zum Anbringen der Paneelträger
sowie der gesamten Unterdachisolierung ist bei diesem Paneelträger grundsätzlich nicht
erforderlich.
[0016] Die bei einer solchen Auslegung eines Paneelträgers erforderliche Vorspannung resultiert
typischerweise aus der Materialbeschaffenheit des Hakenelementes selbst. Typischerweise
wird man zur Ausbildung des Hakenelementes sowie des typischerweise daran als integraler
Bestandteil angeformten Tragarmes ein Kunststoffmaterial einsetzen, wie ein thermoplastischer
Kunststoff, etwa Polyamid (PA), Polyvinylchlorid (PVC), Polyurethan (PU), Polypropylen
(PP) oder jedes andere thermoplastische Polymer oder Block-Copolymer. Die Materialeigenschaften
sind entweder durch die Auslegung der Geometrie des Hakenelementes (Materialbeschaffenheit,
Materialstärke und dergleichen) oder durch darin eingebrachte Verstärkungselemente
so ausgelegt, damit dieses die Kräfte aufnehmen und die gewünschte Vorspannung zum
Fixieren eines solchen Paneelträgers an der Dachkonstruktion ausüben kann.
[0017] Die Deformierbarkeit des Hakenelementes kann durch die Zusammendrückbarkeit des Materials
des Hakenelementes bereitgestellt sein. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
die Vorspannung durch Vorsehen von zwei deformierbaren Klemmarmen erreicht, die in
ihrer Nichtbenutzungsstellung, in der das Hakenelement noch nicht in eine Hohlkammer
einer Dachkonstruktion eingesetzt ist, bezüglich der Hohlraumquerschnittsfläche überdimensioniert
sind. Die Vorspannung resultiert bei diesem Ausführungsbeispiel aus der elastischen
Deformation dieser Klemmarme beim Einsetzen des Hakenabschnittes in eine solche Hohlkammer.
Die Klemmarme wirken sodann in Abhängigkeit von ihrer Auslegung in einer Querrichtung
zur Längsachse der Profilierung und somit in y-Richtung und/oder in z-Richtung oder
mit einem entsprechenden vektoriellen Anteil in diesen Richtungen gegen die Unterseite
der Dachbedeckung. Das Übermaß der Klemmarme in Richtung ihrer elastischen Verstellbarkeit
ist abhängig von der gewünschten, durch die Vorspannung aufzubringenden Kraft und
kann beispielsweise 2 bis 20 % in Richtung der Verstellbarkeit größer sein als die
diesbezügliche freie Querschnittsfläche der Hohlkammergeometrie. Die elastische Verstellbarkeit
der Klemmarme beruht bei diesem Ausführungsbeispiel in der Elastizität des eingesetzten
Materials. Durchaus möglich ist es auch, dass die Überdimensionierung des Hakenelementes
zum Bereitstellen des gewünschten Reibschlusses, wenn in eine Hohlkammer der Dachkonstruktion
eingesetzt, kleiner als 2% sein kann. Eine Überdimensionierung von 0,5% kann bereits
ausreichend sein. Möglich ist es auch, dass die Klemmarme gegen ein Federelement wirken.
Bei einer solchen Ausgestaltung können die Klemmarme selbst starr sein.
[0018] Zum erleichterten Einführen eines solchen Hakenelementes in eine Hohlkammer ist in
einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass die radiale Mantelfläche eines solchen
Hakenelementes in Richtung zu seiner von dem Tragarm wegweisende Vorderseite verjüngt
ist, und zwar zumindest in den gegenüber der Querschnittsfläche des Hohlraumes überdimensionierten
Abschnitten, die elastisch verstellt oder deformiert werden sollen. Bei einer solchen
Ausgestaltung ist die Fläche der Vorderseite des Hakenelementes etwas kleiner als
die diesbezüglich lichte Weite einer solchen Hohlkammer. Eine solche Verjüngung wirkt
als Stellschräge, sodass beim Einschieben des Hakenabschnittes in den Hohlraum die
Klemmarme selbsttätig verstellt werden.
[0019] Die Klemmarme erstrecken sich typischerweise über die gesamte Längserstreckung des
Hakenelementes (x-Richtung). Die beiden Klemmarme sind typischerweise parallel zueinander
verlaufend und an ihren freien Enden durch einen Spalt voneinander beabstandet. Die
Spaltweite ist hinreichend groß, damit die gewünschte Verstellbarkeit möglich ist
und die Klemmarme unter Umständen an Befestigern vorbeigeführt werden können, durch
die die Dachbedeckung im Bereich ihrer Hochabschnitte, bei einer Wellenprofilierung
typischerweise im Bereich ihrer Scheitel, mittels Befestiger an einer Pfette befestigt
ist.
[0020] Der Tragarm ist gemäß einem Ausführungsbeispiel ein plattenförmiges Element, das
an seinem unteren Ende das Tragmittel trägt. Das Tragmittel kann integraler Bestandteil
des Tragarms, mithin einstückig mit diesem hergestellt sein. In einer anderen Ausgestaltung
ist vorgesehen, dass das Tragmittel mit dem Tragarm durch mechanische Verbindungsmittel
miteinander in Eingriff gestellt sind, und zwar formschlüssig in Richtung der Längserstreckung
des Tragarms (z-Richtung).
[0021] Einen solchen Formschluss zwischen dem Tragarm und seinem Tragmittel lässt sich beispielsweise
dadurch erreichen, dass in die nach unten weisende Seite des Tragarms eine hinterschnittene
Nut eingebracht ist. Das Tragmittel trägt hinsichtlich der Querschnittsgeometrie einen
komplementären Anschlusssteg. In diesem Falle verfügt der Tragarm über eine weibliche
Verbinderkontur und das Tragmittel über eine männliche Verbinderkontur. Es versteht
sich, dass die Verbinderkonturen auch getauscht sein können, sodass der Tragarm eine
männliche Verbinderkontur und das Tragmittel eine weibliche Verbinderkontur aufweisen.
Die Querschnittsgeometrie dieser Verbinderkonturen ist beispielsweise T-förmig, kann
jedoch beliebige Querschnittsgeometrien aufweisen, wobei vorzugsweise der Hinterschnitt
der Nut und die Ausbildung des komplementären Anschlusssteges beidseitig hinterschnitten
sind, wie dieses bei einer T-förmigen Ausgestaltung der Fall ist.
[0022] In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass bei einer solchen Auslegung von
Tragarm und Tragmittel, das Tragmittel eine Tragplatte mit einem Anschlusssteg ist,
der das Verbindungsmittel zum Anschließen der Tragplatte an den Tragarm trägt.
[0023] Das Tragmittel kann an den Tragarm auch auf andere Weise angeschlossen sein, beispielsweise
mit einem Hakensystem. In einer Weiterbildung einer solchen haken- bzw. klauenartigen
Eingriffstellung von Tragarm und Tragmittel ist vorgesehen, dass das Tragmittel einen
Haken trägt, der mit dem freien Ende seines Hakenabschnittes weitestehend passgenau
in eine entsprechende Aufnahme des dem Tragarm zugeordneten komplementären Hakens
bzw. einer Hakenaufnahme eingreift. Auf diese Weise ist eine ungewünschte Verschwenkbarkeit
eines solchen, beispielsweise als Profil ausgeführten Tragmittels in x-Richtung unterbunden.
Eine solche Hakenverbindung kann auch rastend ausgelegt sein, durch welche Rastung
ein Benutzer eine haptische Rückmeldung erhält, wann das Tragmittel bestimmungsgemäß
am Tragarm montiert ist. Durchaus möglich ist auch eine Ausgestaltung des Tragmittels,
das dieses an den Tragarm angeformt und sodann mittels einer mechanischen Verbindung,
beispielsweise wiederum einem Hakensystem an ein Anschlusselement zum Anschließen
des Paneelträgers an die Dachkonstruktion, also beispielsweise das Hakenelement, anzuschließen.
Durchaus möglich ist auch die Verwendung von unterschiedlichen Verbindungssystemen
zwischen den Tragmitteln und den jeweiligen Tragarmen in einer Dachkonstruktion. So
kann es sich beispielsweise anbieten, grundsätzlich die Tragmittel an die Tragarme
mit komplementären Verbinderkonturen anzuschließen und Tragmittel, die als letztes
montiert werden, beispielsweise mit Hakenverbindern an den jeweiligen Tragarm anzuschließen.
[0024] Der Tragarm kann ein oder mehrere, seiner Breite (y-Richtung) folgende Durchleitungskanäle
aufweisen. Diese können für die Durchleitung von elektrischen Kabeln benutzt werden,
sodass keine zusätzlichen Halter erforderlich sind, wenn außenseitig bezüglich der
zu tragenden Paneele Elektrokabel zu verlegen sind.
[0025] Der Tragarm kann einstückig ausgelegt sein. Durchaus möglich ist auch eine Ausgestaltung,
bei der der Tragarm aus zwei oder mehreren Tragarmteilen zusammengesetzt ist. Eine
Kombination von zwei oder mehreren Tragarmteilen ermöglicht eine Anpassung der Länge
des Tragarmes an die im Einsatzfall benötigte. Beispielsweise kann eine Anpassung
der Länge eines Tragarms erforderlich sein, wenn die Dachkonstruktion neben den Pfetten
auch quer dazu verlaufende Sparren aufweist und demzufolge die anzuordnenden Paneele
unterhalb der Sparren liegen sollen. Gleiches gilt auch für unterschiedlich dicke
Pfetten, da je nach der Größe der Dachkonstruktion diese eine unterschiedliche Dicke
(Höhe) aufweisen. Derartige Tragarmteile sind vorzugsweise in derselben Art und Weise
miteinander verbindbar, wie dieses vorstehend zu der Verbindung des Tragarms mit einem
Tragmittel beschrieben ist. Zweckmäßigerweise sind die Verbinderkonturen identisch,
sodass an das untere Ende eines Tragarms als erstes Tragmittel wahlweise ein zweites
Tragarmteil oder ein Tragmittel angeschlossen werden können.
[0026] Der Tragarm und das Tragmittel eines solchen Paneelträgers können aus demselben Material
hergestellt sein, wie diese zuvor zu den Hakenelementen beschrieben sind.
[0027] Sind zwei mit Abstand zueinander angeordnete Paneelträger an einer Pfette oder an
zwei benachbarte Pfetten angebracht, kann vorgesehen sein, die Tragarme dieser Paneelträger
durch einen zusätzlichen Träger zu verbinden. Hierdurch wird eine gewisse Aussteifung
der Paneelträgerkonstruktion erreicht. Von besonderem Vorteil ist ein solcher zusätzlicher
Träger dann, wenn dieser H-förmig ausgeführt ist, wobei die der Profillängserstreckung
folgenden Öffnungen in Profilquerrichtung (x-Richtung) und damit in Richtung der Profilierung
der Dachbedeckung weisen. Diese Geometrie des zusätzlichen Trägers bewirkt nicht nur
eine Versteifung desselben. Vielmehr können die offenen U-förmigen Aufnahmen genutzt
werden, um darin jeweils einen Randabschnitt eines Paneels einzusetzen. Damit sind
die darin eingreifenden Seitenflächen eines solchen Paneels zugleich gegenüber beispielsweise
Feuchtigkeitseinwirkungen geschützt. Typischerweise tragen die eine solche Öffnung
einfassenden Seitenschenkel nach innen abragende widerhakenförmig wirkende Elemente,
durch die ein Herausziehen des darin eingesetzten Randabschnittes eines Paneels erschwert
ist.
[0028] Als Tragmittel kann, wie bereits vorstehend angesprochen, auch ein Tragprofil dienen.
Gemäß einer Ausgestaltung handelt es sich hierbei um ein Strangpressprofil. Ein solches
Profil verfügt gemäß einer Ausgestaltung über einen Zentralabschnitt. Dieses ist derjenige
Abschnitt, an dem das mechanische Verbindungsmittel, beispielsweise ein Haken, angeformt
ist. Von dem Zentralabschnitt abragend sind je nach Ausgestaltung des Tragmittels
an einer oder an beiden Seiten Tragschenkel als Auflager für ein selbsttragendes Paneel
vorgesehen. Der Zentralabschnitt kann mit einem der Längserstreckung des Tragprofils
folgenden Montagekanal ausgerüstet sein. Der Montagekanal kann zur Leitungsführung
oder auch zur Installation von elektrischen/elektronischen Komponenten dienen, wie
beispielsweise der Unterbringung einer Beleuchtung. Ein solcher Montagekanal kann
auch genutzt werden, um daran zusätzliche Elemente anzuschließen, die unterseitig
von dem Tragmittel abragen, beispielsweise Pendelleuchten oder dergleichen. Für die
Montage derartiger Gegenstände oder auch für die Integration einer Beleuchtung ist
die Wandung des Montagekanals vorzugsweise mit Verklammerungsstrukturen, beispielswiese
vorspringenden Rippen ausgerüstet, an denen zu montierende Gegenstände, beispielsweise
durch eine Rastverbindung festgesetzt werden können. In dem Montagekanal können sich
auch aussteifende Profilsegmente befinden. Bei einem solchen Tragmittel können an
den die Auflager für ein selbsttragendes Paneel begrenzenden Profilwände Vorsprünge
angeformt sein, die sich mit gewissem Abstand zur Auflagefläche zu den Tragschenkeln
befinden. Hierdurch ist eine Aufnahme geschaffen, in der ein darin eingeschobener
Gegenstand, beispielsweise ein selbsttragendes Paneel oder ein Paneelverbindungsprofil
mit seinem Endabschnitt eingreift und in z-Richtung formschlüssig darin gehalten ist.
Auf diese Weise ist ein auf einem solchen Tragschenkel aufliegendes bzw. von diesem
getragenes Paneel gegenüber einem luftzug- oder windbedingten Anheben gesichert gehalten.
[0029] Neben der vorbeschriebenen Dachkonstruktion ist ein Aspekt der Erfindung ebenfalls
ein Paneelträger, wie im Rahmen dieser Ausführung beschrieben, auch ohne die dazugehörige
Dachkonstruktion.
[0030] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Eine perspektivische Ansicht eines Paneelträgers zum Tragen von selbsttragenden Paneelen
unterhalb einer Dachbedeckung,
- Fig. 2:
- eine Seitenansicht des durch ein Hakenelement gebildeten Kopfteils des Paneelträgers
der Figur 1,
- Fig. 3:
- eine Frontansicht auf den oberen Abschnitt des Paneelträgers der Figur 1,
- Fig. 4:
- eine schematisierte Darstellung einer Dachkonstruktion, umfassend eine Dachbedeckung
und eine die Dachbedeckung tragende Unterkonstruktion,
- Fig. 5:
- einen Ausschnitt aus der Dachkonstruktion der Figur 4, in die der Paneelträger der
Figuren 1 bis 3 in seiner Darstellung entsprechend Figur 3 hineinprojiziert ist,
- Fig. 6:
- der an der Dachkonstruktion gehaltene Paneelträger der Figuren 1 bis 3 mit einer von
diesem getragenen Isolierpaneel,
- Fig. 7:
- eine Darstellung entsprechend derjenigen der Figur 1 mit der von dem Paneelträger
getragenen selbsttragenden Isolierpaneele
- Fig. 8:
- eine Seitenansicht zweier längsseitig miteinander durch einen zusätzlichen Träger
verbundene selbsttragende Paneele,
- Fig. 9:
- ein Paneelträger für eine Dachkonstruktion gemäß einer weiteren Ausgestaltung bei
der als Tragmittel ein Profil eingesetzt ist, und
- Fig. 10:
- ein abgewandeltes als Profil ausgebildetes Tragmittel zu der Ausgestaltung eines Paneelträgers
der Figur 9.
[0031] Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst ein Paneelträger
1 einen Tragarm 2, an dessen oberem Ende als Kopfteil ein Hakenelement 3 zum Anschließen
des Paneelträgers 1 an eine Dachkonstruktion angeschlossen ist. Das Hakenelement 3
ist einstückig mit dem Tragarm 2 hergestellt worden. Der Tragarm 2 ist ein plattenförmiges
Element, dessen Höhe in z-Richtung, dessen Breite in y-Richtung und dessen Materialstärke
in x-Richtung verläuft. In den Tragarm 2 ist ein Durchleitungskanal 4 eingebracht.
Die Längserstreckung des Durchleitungskanals 4 folgt der Breite und damit der y-Erstreckung
des Tragarms 2. Der Durchleitungskanal 4 kann zum Durchleiten von beispielsweise elektrischen
Leitungen dienen.
[0032] An das untere Ende des Tragarms 2 ist eine Tragplatte 5 als Tragmittel angeschlossen.
Die Tragplatte 5 kragt über die Breite und die Querrichtung des Tragarms 2 und somit
in x-Richtung und y-Richtung über diesen hervor. Angeschlossen ist die Tragplatte
5 an den Tragarm 2 durch komplementär zueinander gestaltete und miteinander in Eingriff
gestellte Verbinderkonturen 6, 7. Der Tragarm 2 trägt an seiner nach unten zur Tragplatte
5 weisenden Seite seines unteren Endes eine seiner Breitenerstreckung (y-Richtung)
folgende hinterschnittene, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Querschnitt
T-förmig ausgebildete Nut 8 als weibliche Verbinderkontur 6. Die Tragplatte 5 trägt
oberseitig als komplementäre männliche Verbinderkontur 7 einen Anschlusssteg 9. Der
Anschlusssteg 9 ist im Querschnitt komplementär T-förmig konzipiert. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die beiden Verbinderkonturen 6, 7 durch Einschieben
des Anschlusssteges 9 in die hinterschnittene Nut 8 miteinander in Eingriff gestellt
werden. Aufgrund der doppelseitig hinterschnittenen, T-förmigen Kontur der miteinander
in Eingriff gestellten Verbinderkonturen 6, 7 wirken diese formschlüssig in Richtung
der Höhe des Tragarms 2 (in z-Richtung). Die in Figur 1 gezeigte Tragplatte 5 trägt
an ihrer Schmalseite eine Feder 10. Eine daran angrenzende Tragplatte, gehalten durch
einen zweiten Paneelträger, trägt an ihrer komplementären Stirnseite eine zu der Feder
10 ausgebildete komplementäre Nut, sodass zwei stirnseitig in y-Richtung aneinandergrenzende
Tragplatten durch eine Nut-Feder-Verbindung miteinander in Eingriff gestellt werden
können.
[0033] Das an dem oberen Ende des Tragarms 2 angeordnete Hakenelement 3 ist ausgelegt, um
in eine Hohlkammer 24 einer Dachkonstruktion 17 eingesetzt zu werden. Das Hakenelement
3 verfügt über zwei Klemmarme 11, 11.1 (siehe auch Figur 3). Die Kontur der Außenseite
der Klemmarme 11, 11.1 ist angepasst an die Kontur einer solchen Hohlkammer 24. Die
beiden Klemmarme 11, 11.1 sind durch einen Spalt 12 voneinander getrennt. Das Hakenelement
3 kragt in x-Richtung von dem Tragarm 2 ab und greift mit diesem Abschnitt in eine
Hohlkammer der Dachkonstruktion ein, wie dieses nachstehend noch näher beschrieben
ist, wenn an eine Dachkonstruktion angeschlossen. Die in x-Richtung von dem Tragarm
2 abragende Frontseite 13 des Hakenelementes 3 ist verjüngt, wie dieses in Figur 2
erkennbar ist. Die Verjüngung ist darin mit dem Bezugszeichen 14 kenntlich gemacht
und auf denjenigen Bereich des Hakenelementes 3 beschränkt, der gegenüber der lichten
Weite einer Hohlkammer überdimensioniert ist (siehe Ausführungen unten).
[0034] Jeder Klemmarm 11, 11.1 umfasst einen Klemmabschnitt 15 (siehe Figur 3) und eine
Klemmarmbasis 16. Die Klemmarme 11, 11.1 sind elastisch deformierbar, wie in Figur
3 durch die Pfeile angedeutet, und zwar in ihrem Klemmabschnitt 15. Die Klemmarmbasis
16, an die der jeweilige Klemmarmabschnitt 15 angeformt ist, ist gegenüber dem jeweiligen
Klemmabschnitt 15 steifer und reagiert daher bei einer Deformation des jeweiligen
Klemmabschnittes 15 in x- und y-Richtung nicht.
[0035] Der Tragarm 2 und sein Hakenelement 3 sind aus einem den erforderlichen Tragkräften
standhaltenden Kunststoff, und zwar bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus
einem Polyurethan hergestellt. Die elastische Deformierbarkeit der Klemmarme 11, 11.1
resultiert aus der in Figur 3 erkennbaren Querschnittsgeometrie und den Eigenschaften
des eingesetzten Materials.
[0036] Figur 4 zeigt eine Dachkonstruktion 17. Die Dachkonstruktion 17 umfasst eine Dachbedeckung
18, die in Querrichtung (y-Richtung) nach Art eines Wellbleches wellenförmig profiliert
ist. Die Strukturen der Profilierung erstrecken sich in x-Richtung. Die Dachbedeckung
18 ist auf einer Unterkonstruktion 19 abgestützt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
besteht die Unterkonstruktion 19 lediglich aus horizontal verlaufenden und mit Abstand
zueinander angeordneten Pfetten, von denen in Figur 4 eine Pfette 20 gezeigt ist.
An die Pfette 20 ist die Dachbedeckung 18 mittels Befestigern 21 befestigt.
[0037] Die wellenförmige Profilierung der Dachbedeckung 18 ist aus einer Wechselfolgt von
Stützabschnitten 22 und von zwischen jeweils zwei Stützabschnitten 22 befindlichen
Hochabschnitten 23 gebildet. Die Stützabschnitte 22 sind auf der Oberseite der Pfette
20 abgestützt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiels durchgreifen die Befestiger
21 die Scheitel der Hochabschnitte 23 zum Anschließen der Dachbedeckung 18 an die
Pfette 20.
[0038] Die in Figur 4 gezeigte Dachkonstruktion ist beispielsweise eine solche eines Stalles
oder einer Scheune.
[0039] Zum Zwecke einer Isolierung der Dachkonstruktion 17 ist vorgesehen, dass unterhalb
derselben eine Isolierung montiert wird. Eingesetzt werden hierfür mehrere oder eine
Vielzahl von Paneelträgern 1. Jeder Paneelträger wird mit seinem Hakenelement 13 in
eine durch die Dachkonstruktion 17 bereitgestellte Hohlkammer 24 eingesetzt (siehe
Figuren 5 und 6). Bereitgestellt ist eine solche Hohlkammer 24 durch die Unterseiten
der Hochabschnitte 23 der Dachbedeckung 18 und die Oberseite der Pfette 20. Die Dimensionierung
des Hakenelementes 3 eines solchen Paneelträgers 1 ist in Bezug auf die durch eine
Hohlkammer 24 bereitgestellte lichte Weite überdimensioniert, und zwar in Bezug auf
seine elastisch deformierbaren Klemmarme 11, 11.1 bzw. deren Klemmabschnitte 15. Die
diesbezügliche Überdimensionierung ist in Figur 5 gezeigt. Die Querschnittsfläche
der Frontseite 13 weist hingegen eine solche Querschnittsgeometrie auf, dass diese
in eine Hohlkammer 24 einpasst. Damit dient bei der Montage eines solchen Paneelträgers
1 die Verjüngung 14 als Stellschräge, um das Hakenelement 3 in eine Hohlkammer 24
einzuführen. Im Zuge dieses Einführens werden die Klemmabschnitte 15 der Klemmarme
11, 11.1 aufeinander zu und in Richtung zu der jeweiligen Klemmarmbasis 16 bewegt.
Diese Bewegbarkeit ist in Figur 3 durch Pfeile angedeutet. Figur 6 zeigt mit Blickrichtung
auf die Frontseite 13 des Hakenelementes 3 den an die Dachkonstruktion 17 angeschlossenen
Paneelträger 1. Der in die Hohlkammer 24 eingesetzte Hakenabschnitt 3 des Paneelträgers
1 wirkt durch die elastische Rückstellkraft in seinen Klemmabschnitten 15 gegen die
Innenkontur des Hochabschnittes 23 der Dachbedeckung 18. Die Klemmwirkung bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel wirkt vornehmlich in z-Richtung. Auf diese Weise
ist ein solcher Paneelträger 1 in x-Richtung reibschlüssig an die Dachkonstruktion
17 angeschlossen. Ist das Hakenelement 3 in eine Hohlkammer 24 eingesetzt und wirkt
mit seinen Klemmarmen 11, 11.1 gegen die Innenkontur der Hohlkammer 24, liegt der
Tragarm 2 mit seiner Frontseite 25 an der Seitenfläche der Pfette 20 an. In Querrichtung
zu der Längserstreckung der Hohlkammer 24 ist, wie aus Figuren 5 und 6 erkennbar,
der Hakenabschnitt 3 innerhalb einer solchen Hohlkammer 24 formschlüssig aufgenommen.
[0040] Figur 6 zeigt den an die Dachkonstruktion 17 angeschlossenen Paneelträger 1, auf
dessen Tragplatte 5 ein selbsttragendes Isolierpaneel 26 aufgelegt ist. Bei dem Isolierpaneel
26 des dargestellten Ausführungsbeispiels handelt es sich um ein handelsübliches Isolierpaneel,
etwa mit einem Kern aus einem Polyurethan-Hartschaum oder einem Polyisocyanurat-Hartschaum,
der beidseitig mit einer gasdiffusionsdichten Aluminiumschicht kaschiert ist.
[0041] Zur besseren Visualisierung der Anordnung des Isolierpaneels 26 auf der Tragplatte
5 des Paneelträgers 1 ist diese Traganordnung ohne Dachkonstruktion in Figur 7 gezeigt.
[0042] Die Längserstreckung eines solchen Isolierpaneels (Erstreckung in y-Richtung) ist
in aller Regel deutlich länger als die diesbezügliche Erstreckung einer Tragplatte
5. Daher wird ein solches Paneel 26 typischerweise an einer Pfette durch zumindest
zwei oder auch mehrere Paneelträger 1 getragen. Es versteht sich, dass weitere Paneelträger
an einer weiteren, von der Pfette 20 in x-Richtung beabstandeten Pfette in derselben
Art angeschlossen sind, auf deren Tragplatten das Paneel 26 mit seinem anderen Endbereich
aufgelegt und damit von diesen Tragplatten getragen ist.
[0043] Zum Schutze der Seitenflächen zweier benachbarter Isolierpaneele 26 können diese
durch ein H-förmig profiliertes Verbindungsprofil 27 miteinander verbunden sein, wie
dieses schematisiert in Figur 8 gezeigt ist. In die einander gegenüberliegenden Aufnahmen
28, 28.1 ist jeweils der Rand eines solchen Paneels 26, 26.1 eingesetzt. Die die Aufnahme
28, 28.1 bildenden Schenkel tragen innenseitig elastisch in Richtung der Tiefe einer
solchen Aufnahme 28, 28.1 verstellbare Widerhakenelemente 29, 29.1 (mit Bezugszeichen
lediglich zu der Aufnahme 28 kenntlich gemacht), sodass ein in eine solche Aufnahme
28, 28.1 eingesetztes Paneel 26, 26 darin gegenüber einem Herausziehen gehalten ist.
[0044] Ein solches Verbinderprofil 27 kann als Träger eingesetzt werden, indem dieses an
zwei benachbart zueinander angeordnete Tragarme 2 jeweils eines Paneelträgers 1 angeschlossen
ist. Durch eine solche Maßnahme kann die Konstruktion der Paneelträger 1 versteift
werden.
[0045] In einer in den Figuren nicht dargestellter Ausführung einer Tragplatte eines solchen
Paneelträgers ist vorgesehen, dass diese unterseitig eine ihrer Längserstreckung (y-Richtung)
folgende Ausnehmung aufweist. Eine solche Ausnehmung dient, wenn gewünscht, zur Unterbringung
von zusätzlichen Funktionskomponenten, wie beispielsweise Beleuchtungseinsätzen, etwa
einer LED-Beleuchtung. Ein solcher Beleuchtungseinsatz umfasst eine Vielzahl nach
Art eines Rasters angeordneter Lichtquellen. Auf diese Weise kann ein solcher Paneelträger
1 zugleich benutzt werden, um in seine Tragplatte beispielsweise eine Beleuchtung
zu integrieren. Eine Verkabelung kann auf der Oberseite erfolgen, beispielsweise auch
unter Verwendung der in den Tragarmen 2 der Paneelträger 1 vorhandenen Durchleitungskanäle
4. In entsprechender Weise können auch die selbsttragenden Paneele zu diesem Zweck
genutzt werden, die dann unterseitig eine solche Aufnahme aufweisen. Die Handhabbarkeit
der Paneele auch nach Montage erlaubt den Einbau einer solchen Beleuchtungseinrichtung
als beispielhafte Funktionskomponente auch nachträglich. Soll bei einem Einsatz derartiger
Tragplatten oder Paneele kein Funktionsmodul integriert werden, kann die Aufnahme
mit einem Deckel verschlossen werden. Für den Fall, dass Zusatzkomponenten installiert
werden sollen, können diese selbstverständlich auch als Aufsatzmodule auf der Unterseite
eines solchen Paneels montiert werden. Die Vorteile hinsichtlich einer unter Umständen
erforderlichen Verkabelung auf der Oberseite sind auch bei einer solchen Ausgestaltung
nutzbar.
[0046] Figur 9 zeigt einen weiteren Paneelträger 1.1 für eine bzw. als Teil einer Dachkonstruktion,
wie diese in den vorstehenden Figuren beschrieben worden ist. Der Paneelträger 1.1
umfasst ein Hakenelement 3.1, welches demjenigen des Ausführungsbeispiels der vorstehenden
Figuren und somit dem Hakenelement 3 entspricht. Die diesbezüglichen Ausführungen
gelten somit gleichermaßen für das Hakenelement 3.1. Angeformt an das Hakenelement
3.1 ist ein Tragarm 2.1. Der Tragarm 2.1 des dargestellten Ausführungsbeispiels erstreckt
sich in z-Richtung. Der Tragarm 2.1 trägt unterseitig eine Hakenaufnahme 30 zum Anschließen
eines Tragmittels. Die Hakenaufnahme 30 verfügt über einen Aufnahmefortsatz 31, durch
den die Hakenaufnahme 30 in demjenigen Bereich, in dem das freie Ende eines komplementären
Hakens des Tragmittels angeordnet ist. Über die Hakenaufnahme 30 ist an den Paneelträger
1.1 als Tragmittel bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Tragprofil 32 angeschlossen.
Das Tragprofil 32 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Aluminiumstrangpressprofil,
hergestellt aus einer hierfür geeigneten Aluminiumlegierung. Das Tragprofil 32 umfasst
einen Zentralabschnitt 33. Der Zentralabschnitt 33 ist bezüglich der Profilierung
etwa U-förmig konzipiert, wobei die Öffnung nach unten weist. An die Schenkel 34,
34.1 sind nach außen und somit in y-Richtung abragend zwei Tragschenkel 35, 35.1 angeformt.
Die Tragschenkel 35, 35.1 bilden mit ihrer Oberseite das Auflager für die von dem
Paneelträger 1.1 zu tragenden Paneele. Auf dem Tragschenkel 35 ist ein solches selbsttragendes
Paneel 36 exemplarisch gezeigt.
[0047] An dem Zentralabschnitt 33 ist zum Anschluss des Tragprofils 32 an den Tragarm 2.1
eines Paneelträgers 1.1 ein Haken 37 angeformt. Der Haken 37 ist komplementär zu dem
Haken bzw. der Hakenaufnahme 30 des Tragarms 2.1 konzipiert. Das freie Ende des Hakenelementes
des Hakens 37 taucht in den Aufnahmefortsatz 31 der Hakenaufnahme 30 ein. Bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Anschluss des Tragprofils 32 an den Tragarm
2.1 durch eine Verrastung gesichert. Zu diesem Zweck befindet sich an der Oberseite
des Tragprofils 32 ein Rastfortsatz 38, der in eine komplementäre Rastnut im Bereich
des unteren Abschlusses des Tragarms 2.1 des Paneelträgers 1.1 eingreift.
[0048] Der durch die U-förmige Ausgestaltung des Tragprofils 32 gebildete Hohlraum stellt
einen Montagekanal 39 dar. Dieser kann für unterschiedliche Zwecke genutzt werden.
Beispielsweise kann der Montagekanal 39 als Leitungsführungskanal eingesetzt werden.
Zusätzlich oder auch anstelle einer solchen Verwendung des Montagekanals 39 besteht
auch die Möglichkeit, diesen zum Anschließen von dem Tragprofil 32 herabragenden Gegenständen
zu nutzen. Hierbei kann es sich beispielsweise um Lampen handeln. Lampen in Form von
Lichtbändern können auch innerhalb des Montagekanals 39 montiert werden. Zum Verklammern
von in dem Montagekanal 39 einzusetzenden Gegenständen befinden sich an den Schenkeln
34, 34.1 an ihren jeweils zueinander weisenden Seiten vorspringende Verklammerungsrippen.
Diese können auch genutzt werden, um die untere Öffnung des Montagekanals 39 mit einem
Deckelteil zu verschließen.
[0049] Das Tragprofil 32 ist mit mehreren Paneelträgern 2.1 an die Dachkonstruktion angeschlossen.
[0050] An den Außenseiten der Schenkel 34, 34.1 befindet sich jeweils ein Halteschenkel
40, 40.1. Die Halteschenkel 40, 40.1 erstrecken sich bei diesem Ausführungsbeispiel
parallel zu dem jeweiligen Tragschenkel 35 bzw. 35.1. Somit ist durch jeden Tragschenkel
35 bzw. 35.1 und dem diesen zugeordneten Halteschenkel 40 bzw. 40.1 jeweils eine in
y-Richtung offene Aufnahme bereitgestellt. Diese kann genutzt werden, um darin den
Randbereich eines Paneels oder eines Verbinderprofils 41 mit seinem Endabschnitt einzusetzen.
Ein solches Verbinderprofil 41 ist bei dem in Figur 9 gezeigten Ausführungsbeispiel
in die dem Tragschenkel 35 zugeordnete diesbezügliche Aufnahme eingesetzt. Die Längserstreckung
des Verbinderprofils 41 verläuft in y-Richtung. Bei dem Verbinderprofil 41 handelt
es sich um einen Doppel-T-Verbinder, in den jeweils benachbarte Paneele 36 mit einem
Randabschnitt eingreifen. Auf diese Weise ist das Paneel 36 und die in x-Richtung
benachbarten Paneele gegenüber einem unerwünschten Anheben, beispielsweise durch Windsog
ausgelöst, gesichert. Bei dem in Figur 9 gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt diese
Sicherung über den Eingriff des Paneelverbinders 41 in diese Sicherungsausnehmung.
[0051] Das Tragprofil 32 ist bezüglich der Ausrichtung des den Montagekanal 39 einfassenden
Wänden asymmetrisch ausgelegt. Dies hat zum Vorteil, dass zum Überdecken der zum Tragarm
2.1 weisenden Oberseite mit einem Paneel nur eines der beiden von dem Tragprofil 32
zu tragenden Paneele, hier: das Paneel 36, einen entsprechenden Ausschnitt aufweisen
muss. Die Darstellung in der Figur 9 macht deutlich, dass ein auf dem Tragschenkel
35.1 zu positionierendes Paneel keinen solchen Ausschnitt aufweisen muss, wie dieser
zu dem Paneel 36 zum Übergreifen der dem Montagekanal 39 einfassenden Profilabschnitte
erfordert.
[0052] Figur 10 zeigt ein weiteres Tragprofil 32.1, welches vom Prinzip dem Tragprofil 32
entspricht. Bei dem Tragprofil 32.1 ist der eine Tragschenkel 35.2 gegenüber dem anderen
Tragschenkel abgewinkelt. Gleiches gilt für den diesem zugeordneten Halteschenkel
40.2. Durch Einsatz eines solchen Tragprofils 32.1 können Änderungen in der Neigung
der Dachkonstruktion ausgeglichen werden. Es versteht sich, dass anstelle des in Figur
10 gezeigten Winkels zwischen den Tragschenkeln ein solches Tragprofil auch eine andere
winklige Anordnung seiner Schenkel zueinander aufweisen kann. Ein typischer Einsatz
derartiger Tragprofile 32.1 ist auch der Bereich der Dachkonstruktion unterhalb des
Firstes.
[0053] Die Erfindung ist unter Bezugnahme auf die Figuren anhand von Ausführungsbeispielen
beschrieben. Ohne den Umfang der geltenden Ansprüche zu verlassen, ergeben sich für
einen Fachmann zahlreiche weitere Umsetzungsmöglichkeiten, ohne dass diese im Rahmen
dieser Ausführungen im Einzelnen erläutert werden müssten.
Bezugszeichenliste
| 1, 1.1 |
Paneelträger |
33 |
Zentralabschnitt |
| 2, 2.1 |
Tragarm |
34, 34.1 |
Schenkel |
| 3, 3.1 |
Hakenelement |
35, 35.1, 35.2 |
Tragschenkel |
| 4 |
Durchleitungskanal |
36 |
Paneel |
| 5 |
Tragplatte |
38 |
Rastfortsatz |
| 6 |
Verbinderkontur |
39 |
Montagekanal |
| 7 |
Verbinderkontur |
40, 40.1, 40.2 |
Halteschenkel |
| 8 |
Nut |
41 |
Paneelverbinder |
| 9 |
Anschlusssteg |
|
|
| 10 |
Feder |
|
|
| 11, 11.1 |
Klemmarm |
|
|
| 12 |
Spalt |
|
|
| 13 |
Frontseite |
|
|
| 14 |
Verjüngung |
|
|
| 15 |
Klemmabschnitt |
|
|
| 16 |
Klemmarmbasis |
|
|
| 17 |
Dachkonstruktion |
|
|
| 18 |
Dachbedeckung |
|
|
| 19 |
Unterkonstruktion |
|
|
| 20 |
Pfette |
|
|
| 21 |
Befestiger |
|
|
| 22 |
Stützabschnitt |
|
|
| 23 |
Hochabschnitt |
|
|
| 24 |
Hohlkammer |
|
|
| 25 |
Frontseite |
|
|
| 26, 26,1 |
Isolierpaneel |
|
|
| 27 |
H-förmig profiliertes Verbinderprofil |
|
|
| 28, 28.1 |
Aufnahme |
|
|
| 29, 29.1 |
Widerhakenelement |
|
|
| 30 |
Hakenaufnahme |
|
|
| 31 |
Aufnahmefortsatz |
|
|
| 32, 32.1 |
Tragprofil |
|
|
1. Dachkonstruktion mit Paneelträgern (1, 1.1) zum Tragen von selbsttragenden Paneelen
(26, 26.1, 36) unterhalb einer Dachbedeckung (18)als Teil der Dachkonstruktion (17),
welche Dachbedeckung (18) in ihrer Querrichtung (y-Richtung) profiliert ist, bei welcher
Dachkonstruktion (17) die Dachbedeckung (18) an Pfetten (20), die sich in Querrichtung
(in y-Richtung) zur Längserstreckung ihrer Profilierung erstrecken, befestigt ist,
welche Profilierung der Dachbedeckung (18) durch eine Wechselfolge von auf den Pfetten
(20) abgestützten Stützabschnitten (22) und Hochabschnitten (23) gebildet ist, welche
Hochabschnitte (23) der Dachbedeckung (18) zusammen mit der zur Dachbedeckung (18)
weisenden Seite einer Pfette (20) in Längserstreckung der Profilierung (x-Richtung)
offene Hohlkammern (24) bilden, welche Paneelträger (1, 1.1) folgende Elemente umfassen:
- Einen Tragarm (2, 2.1) mit einem oberen Ende und einem unteren Ende und
- ein Tragmittel (5; 32, 32.1) an dem unteren Ende des Tragarms (2, 2.1), die in zumindest
einer Querrichtung (x-Richtung und/oder y-Richtung) von dem Tragarm (2, 2.1) abragt
und deren zu dem oberen Ende des Tragarms (2, 2.1) weisende Seite ein Auflager zum
Tragen einer Paneele (26,26.1, 36) ist,
wobei die Tragmittel (5; 32, 32.1) der Paneelträger (1, 1.1) unterhalb der Pfetten
(20) befindlich sind und ein selbsttragendes Paneel (26, 26.1) auf die Tragmittel
(5; 32, 32.1) mehrerer Paneelträger (1, 1.1) aufgelegt ist.
2. Dachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von dem oberen Ende zu dem unteren Ende des Tragarms (2, 2.1) der Paneelträger
(1, 1.1) zumindest der Erstreckung der Höhe (z-Richtung) der Unterkonstruktion (19)
der Dachbedeckung (18), beispielsweise der Höhe einer Pfette (20), entspricht und
wenigstens ein an das obere Ende des Tragarms (2, 2.1) angeschlossenes Hakenelement
(3, 3.1), welches von dem Tragarm (2, 2.1) in Querrichtung (x-Richtung) abragt und
ausgelegt ist, um unter Vorspannung stehend in eine durch die Dachbedeckung (18) und
eine Pfette (20) gebildete Hohlkammer (24) einzupassen.
3. Dachkonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenelement (3, 3.1) zwei elastisch verstellbaren Klemmarmen (11, 11.1) mit
einer äußeren Kontur aufweist, die in Bezug auf die Hohlkammer (24) in zumindest einer
Querrichtung derselben (y-Richtung und/oder z-Richtung) zumindest abschnittsweise
überdimensioniert ist.
4. Dachkonstruktion nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie der Klemmarme (11, 11.1) in der Richtung ihrer Verstellbarkeit um etwa
2 bis 20 %, vorzugsweise 2 bis 10 % in Bezug auf die Dimensionierung der Hohlkammer
(24) überdimensioniert ist.
5. Dachkonstruktion nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Klemmarme (11, 11.1) voneinander durch einen Spalt (12) getrennt
sind, der der Längserstreckung (x-Richtung) der Hohlkammer (24) folgt.
6. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Klemmarme (11, 11.1) ausgelegt ist, damit diese, wenn in eine
Hohlkammer der Dachkonstruktion (24) eingesetzt, flächig gegen die innere Oberfläche
der Hohlkammer (24) unter Vorspannung stehend wirken und zu diesem Zweck eine zu der
inneren Oberfläche der Hohlkammer (24) komplementäre Oberflächengeometrie aufweisen.
7. Dachkonstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Klemmarme (11, 11.1) einen elastisch verstellbaren Klemmabschnitt
(15) und eine Klemmarmbasis (16) aufweisen, welche Klemmarmbasis (16) steifer ist
als der Klemmabschnitt (15).
8. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Hakenelement (3, 3.1) an dem Tragarm (2, 2.1) angeformt und somit
einstückig mit diesem hergestellt worden ist.
9. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarm (2) ein oder mehrere Durchleitungskanäle (4) aufweist, deren Längserstreckung
der Erstreckung des Tragarms (2) in Richtung seiner Breite (y-Richtung) folgt.
10. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragmittel (5; 32, 32.1) und der Tragarm (2, 2.1) durch mechanische Verbinder
formschlüssig miteinander verbunden sind, welcher Formschluss in Richtung der Höhe
des Tragarms (2, 2.1) (z-Richtung) wirkt.
11. Dachkonstruktion nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarm (2) von zumindest einigen Paneelträgern (1) an seinem unteren Ende eine
sich über seine Breite (y-Richtung) erstreckende hinterschnittene Nut (8) als weibliche
Verbinderkontur (6) und die Tragplatte (5) einen Anschlusssteg (9) mit einer zu der
weiblichen Verbinderkontur (6) des Tragarmes (2) komplementären Querschnittsgeometrie
als männliche Verbinderstruktur (7) aufweisen und zum Anschluss der Tragplatte (5)
an den Tragarm (2) die beiden Verbinderkonturen (6, 7) miteinander in Eingriff gestellt
sind.
12. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragmittel als Tragprofil (32, 32.1) mit einem oder zwei, von einem Zentralabschnitt
(33) abragenden Schenkeln (35, 35.1, 35.2) bereitgestellt ist, wobei der Zentralabschnitt
(33) ein Verbindungselement zum Anschließen des Tragprofils (32, 32.1) an den Tragarm
(2.1) eines Paneelträgers (1.1) trägt.
13. Dachkonstruktion nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralabschnitt (33) einen der Längserstreckung des Tragprofils (32, 32.1) folgenden
Montagekanal (39) aufweist.
14. Dachkonstruktion nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil (32, 32.1) mittels eines Hakens (37) an den Tragarm (2.1) durch Eintauchen
in eine Hakenaufnahme (30) angeschlossen ist, wobei der Anschluss des Tragprofils
(32, 32.1) an den Tragarm (2.1) vorzugsweise durch eine Rastverbindung gesichert ist.
15. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung der Dachbedeckung (18) gewellt ist.