[0001] Die Erfindung betrifft eine Warendiebstahlsicherung, welche zur Anbringung an zu
sichernder Ware, insbesondere Textilprodukten, eingerichtet ist, umfassend ein Gehäuse,
und einen Verriegelungsmechanismus, welcher ein Sicherungselement umfasst, wobei das
Sicherungselement zwischen einer Sicherungsstellung, in welcher es mit der zu sichernden
Ware eingreift, und einer Freigabestellung verstellbar ist, in welcher ein Lösen und
Entfernen der Warendiebstahlsicherung von der zu sichernden Ware weg erlaubt ist.
[0002] Derartige Warendiebstahlsicherungen sind allgemeint bekannt und werden seit vielen
Jahren bevorzugt im Bereich öffentlich zugänglicher Kaufhäuser eingesetzt, da sie
einen hinreichenden Schutz in Bezug auf ein unautorisiertes Entfernen von dort angebotenen
Waren aus dem Kaufhaus oder einem darin begrenzten Verkaufsbereich gewährleisten können.
Hierzu werden in der Regel an sämtlichen Ein- bzw. Ausgängen des Kaufhauses bzw. jeweiliger
darin begrenzter Verkaufsbereiche entsprechende Detektoreinheiten vorgesehen, welche
dazu ausgelegt und bestimmt sind, ein akustisches und/oder visuelles Warnsignal auszugeben,
wenn ein Kunde gesicherte Ware, an welcher eine derartige Warendiebstahlsicherung
angebracht ist, aus dem Kaufhaus bzw. dem Verkaufsbereich zu entfernen versucht.
[0003] Eine gattungsgemäße Warendiebstahlsicherung geht aus der deutschen Patentanmeldung
der Anmelderin mit dem amtlichen Aktenzeichen
10 2019 204 779.3 hervor. Der darin beschriebene Verriegelungsmechanismus umfasst einen Schieber, welcher
mit einem Nadelaufnahmeelement in Eingriff bringbar ist, um das Nadelaufnahmeelement
mit einer daran angebrachten Nadel in der Sicherungsstellung verriegeln zu können.
Zur Überführung des Nadelaufnahmeelements von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung
ist der Schieber mit einem Draht aus einer Formgedächtnislegierung (nachstehend teilweise
vereinfacht "FGL-Draht" genannt) verbunden, welcher durch Anlegen einer elektrischen
Spannung erwärmt werden kann. Als Folge hiervon zieht sich der FGL-Draht zusammen,
wodurch der Schieber außer Eingriff mit dem Nadelaufnahmeelement gebracht und das
Nadelaufnahmeelement von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung überführt
werden kann.
[0004] Wenngleich eine derartige Ausgestaltung des Verriegelungsmechanismus eine zuverlässige
Möglichkeit zur Öffnung der gattungsgemäßen Warendiebstahlsicherung darstellt, weist
sie jedoch Nachteile dahingehend auf, dass zur Bewegung des Schiebers ein relativ
langer FGL-Draht eingesetzt werden muss, da die mögliche Längenverkürzung eines Drahtes
meist nur etwa drei bis fünf Prozent der Länge des FGL-Drahtes entspricht. Der Einsatz
eines langen FGL-Drahtes erweist sich jedoch nicht nur hinsichtlich des erforderlichen
Bauraums als nachteilig, sondern führt auch zu einem erhöhten Stromverbrauch, was
ein häufiges Aufladen oder Austauschen der Batterie einer solchen Warendiebstahlsicherung
nach sich zieht.
[0005] Darüber hinaus weist die gattungsgemäße Warendiebstahlsicherung der
DE 10 2019 204 779.3 eine im Wesentlichen kreisförmige Form auf, was eine exakte Positionierung der Nadel
bei der Anbringung der Warendiebstahlsicherung an Textilprodukten erschweren und somit
zur ungewollten Beschädigung dieser Textilprodukte führen kann.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung durch eine
Warendiebstahlsicherung der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher der Verriegelungsmechanismus
ferner wenigstens zwei relativ zueinander verlagerbare Führungsöffnungen, durch welche
das Sicherungselement geführt ist, ein Führungselement, in welchem wenigstens eine
der wenigstens zwei Führungsöffnungen ausgebildet ist, wobei das Führungselement eine
erste Stellung, in welcher die wenigstens zwei Führungsöffnungen derart relativ zueinander
positioniert sind, dass eine Bewegung des Sicherungselements von der Sicherungsstellung
in die Freigabestellung verhindert ist, und
eine zweite Stellung aufweist, in welcher die wenigstens zwei Führungsöffnungen derart
relativ zueinander positioniert sind, dass die Bewegung des Sicherungselements von
der Sicherungsstellung in die Freigabestellung erlaubt ist, und einen wenigstens teilweise
aus einer Formgedächtnislegierung gebildeten Draht (nachstehend auch als "FGL-Draht"
bezeichnet) umfasst, welcher betriebsmäßig mit dem Führungselement verbunden und dazu
eingerichtet ist, das Führungselement von der ersten Stellung in die zweite Stellung
zu überführen.
[0008] Vorzugsweise ist das Sicherungselement als eine Nadel oder ein Verriegelungsstift
ausgebildet. In der ersten Stellung ist die relative Positionierung der wenigstens
zwei Führungsöffnungen dabei vorzugsweise derart gewählt, dass eine Klemmwirkung,.d.h
eine Klemmkraft, auf das Sicherungselement ausgeübt wird. In der zweiten Stellung
ist die die relative Positionierung der wenigstens zwei Führungsöffnungen hingegen
vorzugsweise derart gewählt, dass sich das Sicherungselement frei, insbesondere selbstständig,
von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung bewegen kann. Als Folge hiervon
muss der FGL-Draht nur einen vergleichsweise geringen Betätigungsweg zurücklegen,
um das Führungselement in die zweite Stellung zu überführen und damit die Bewegung
des Sicherungselements von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung zu erlauben.
Somit kann ein vergleichsweiser kurzer FGL-Draht eingesetzt werden, was zu einem reduzierten
Bauchraumerfordernis, geringerem Stromverbrauch sowie reduzierten Materialkosten für
den FGL-Draht führt.
[0009] Grundsätzlich kann die wenigstens eine der wenigstens zwei Führungsöffnungen an dem
Führungselement ausgebildet sein, während hingegen eine weitere der wenigstens zwei
Führungsöffnungen an dem Gehäuse oder einem mit diesem verbundenen Teil ausgebildet
sein kann. Zur Realisierung einer besonders präzisen Nadelführung wird gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgeschlagen, dass ferner wenigstens eine weitere
der wenigstens zwei Führungsöffnungen an dem Führungselement ausgebildet ist.
[0010] Um sicherstellen zu können, dass das Führungselement nach einer Betätigung durch
den FGL-Draht wieder selbständig in die erste Stellung zurückkehren kann, um ein erneutes
Verriegeln des Sicherungselements in der Sicherungsstellung zu erlauben, wird gemäß
einem Ausführungsbeispiel vorgeschlagen, dass das Führungselement in die erste Stellung
vorbelastet, insbesondere federvorgespannt, ist. Dies kann beispielsweise bereits
dadurch erreicht werden, dass das Führungselement selbst eine ausreichende Elastizität
aufweist.
[0011] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die wenigstens eine der wenigstens
zwei Führungsöffnungen einen im Wesentlichen ovalen Umriss aufweisen und/oder wenigstens
eine weitere der wenigstens zwei Führungsöffnungen einen im Wesentlichen kreisförmigen
Umriss aufweisen. Als Folge hiervon kann die wenigstens eine Führungsöffnung, welche
den im Wesentlichen ovalen Umriss aufweist, vornehmlich zum Blockieren bzw. Freigeben
der Bewegung des Sicherungselements dienen, während hingegen die wenigstens eine weitere
Führungsöffnung, welche den im Wesentlichen kreisförmigen Umriss aufweist, vornehmlich
zur Führung des Sicherungselements, insbesondere im Wesentlichen quer dessen Bewegungsrichtung,
dienen kann.
[0012] Zusätzlich oder alternativ kann die wenigstens eine der wenigstens zwei Führungsöffnungen
relativ zu dem Gehäuse verlagerbar sein und/oder wenigstens eine weitere der wenigstens
zwei Führungsöffnungen ortsfest relativ zu dem Gehäuse angeordnet sein. Hierbei kann
analog die wenigstens eine Führungsöffnung, welche relativ zu dem Gehäuse verlagerbar
ist, vornehmlich zum Blockieren bzw. Freigeben der Bewegung des Sicherungselements
dienen, während hingegen die wenigstens eine weitere Führungsöffnung, welche ortsfest
relativ zu dem Gehäuse angeordnet ist, vornehmlich zur Führung des Sicherungselements,
insbesondere im Wesentlichen quer dessen Bewegungsrichtung, dienen kann.
[0013] Weist die wenigstens eine der wenigstens zwei Führungsöffnungen den im Wesentlichen
ovalen Umriss und die wenigstens eine weitere der wenigstens zwei Führungsöffnungen
den im Wesentlichen kreisförmigen Umriss auf, so ist es zudem gemäß einem Ausführungsbeispiel
denkbar, dass die im Wesentlichen kreisförmige Führungsöffnung ortsfest zu dem Gehäuse
angeordnet und die im Wesentlichen ovale Führungsöffnung relativ zu dem Gehäuse verlagerbar
ist.
[0014] Um eine besonders kompakte und dabei funktionssichere Gestaltung des Führungselements
realisieren zu können, kann das Führungselement eine gebogene Form, vorzugsweise im
Wesentlichen eine C-Form oder eine S-Form, aufweisen. Weist das Führungselement dabei
die S-Form auf, so können entsprechend drei Führungsöffnungen zur Führung des Sicherungselements
vorgesehen sein. Sind drei der Führungsöffnungen vorgesehen, so kann beispielsweise
eine der drei Führungsöffnungen den im Wesentlichen kreisförmigen Umriss aufweisen
und zwei der drei Führungsöffnungen können den im Wesentlichen ovalen Umriss aufweisen.
[0015] Grundsätzlich kann der FGL-Draht einenends mit dem Gehäuse oder einem gehäusefesten
Teil und andernends mit dem Führungselement oder einem mit diesem verbundenen Teil
verbunden sein. Hierzu muss der Anregungsstromkreis zur Erwärmung des FGL-Drahts jedoch
durch das Führungselement verlaufen, wodurch ggf. auch das Sicherungselement und damit
die zu sichernde Ware unter Strom gesetzt werden können. Zur Begegnung dieses Umstandes
wird in Weiterbildung dieses Ausführungsbeispiels vorgeschlagen, dass beide Enden
des FGL-Drahtes ortsfest relativ zu dem Gehäuse festgelegt sind, wobei ein zwischen
diesen beiden Enden gelegener Kontaktabschnitt des FGL-Drahts derart mit dem Führungselement
oder einem mit diesem verbundenen Teil in Kontakt steht, dass, auf eine Verkürzung
des FGL-Drahtes hin, das Führungselement von der ersten Stellung in die zweite Stellung
überführt wird. Als Folge hiervon kann der elektrische Anregungsstromkreis in einfacher
Weise hergestellt und dabei gleichzeitig ein zwingendes Unter-Strom-Setzen des Führungselements
und damit des Sicherungselements verhindert werden.
[0016] Gemäß einer ersten Ausführungsalternative kann das Führungselement aus einem elektrisch
leitfähigen Material, vorzugsweise Blech, gebildet sein. Um hierbei jedoch verhindern
zu können, dass ein elektrischer Kontakt zwischen dem Führungselement und dem FGL-Draht
entsteht, kann in einem Kontaktbereich zwischen dem Führungselement und dem FGL-Draht
zusätzlich eine Isolierung vorgesehen sein.
[0017] Soll auf eine derartige Isolierung verzichtet werden, so kann das Führungselement
gemäß einer zweiten Ausführungsalternative aus einem elektrisch nicht-leitfähigen
Material gebildet sein. Sofern das elektrisch nicht-leitfähige Material ebenfalls
eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen sollte, ist es dann jedoch bevorzugt, dass
das elektrisch nicht-leitfähige Material ferner eine ausreichende Wärmeresistenz aufweist,
um eine ausreichende Widerstandsfähigkeit des Führungselements gegenüber der durch
das Anlegen der Spannung an dem FGL-Draht entstehenden Wärme zu erreichen.
[0018] Um darüber hinaus ein besonders schnelles und komfortables Entfernen der Warendiebstahlsicherung
von der zu sichernden Ware zu ermöglichen, sobald das Führungselement die zweite Stellung
eingenommen und damit die Bewegung des Sicherungselements von der Sicherungsstellung
in die Freigabestellung freigegeben hat, wird gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
vorgeschlagen, dass das Sicherungselement in die Freigabestellung vorbelastet, insbesondere
federvorgespannt, ist.
[0019] Damit die Warendiebstahlsicherung darüber hinaus einen ausreichenden Freiheitsgrad
in Bezug auf verschiedene Anbringungsarten und/oder -orte an zu sichernder Ware aufweist,
kann das Gehäuse ferner eine Aussparung aufweisen, welche sich vorzugsweise im Wesentlichen
radial erstreckt, wobei die Aussparung dazu eingerichtet ist, wenigstens einen Teil
der zu sichernden Ware aufzunehmen. Die Aussparung kann dabei beispielsweise die Form
eines Einschnitts entlang einer zu einer Hauptebene des Gehäuses im Wesentlichen parallel
verlaufenden Schnittebene aufweisen. Vorzugsweise ist die Aussparung in zur Hauptebene
des Gehäuses im Wesentlichen orthogonal verlaufender Erstreckungsrichtung jedoch nur
so stark ausgeprägt ist, dass sie zwischen zwei Wandabschnitten des Gehäuses verläuft,
welche sich oberhalb bzw. unterhalb der Hauptebene des Gehäuses befinden. Zudem kann
die Aussparung eine vorbestimmte Erstreckung in radialer Richtung aufweisen, welche
beispielsweise nur in etwa der Hälfte der radialen Erstreckung des Gehäuses oder weniger
entspricht.
[0020] In diesem Zusammenhang ist noch darauf hinzuweisen, dass das Sicherungselement vorzugsweise
im Bereich dieser Aussparung angeordnet ist, so dass das Sicherungselement den darin
aufgenommenen Teil der zu sichernden Ware durchstechen kann. Hinsichtlich der Positionierung
des Sicherungselements in Bezug auf die Aussparung sind dabei verschiedenste Varianten
denkbar. Das Sicherungselement kann beispielsweise mittig in Bezug auf die Aussparung
oder aber auch an einem äußeren Randbereich der Aussparung positioniert sein.
[0021] Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung, welcher vorzugsweise mit dem
ersten Aspekt kombinierbar ist, wird die Aufgabe durch eine Warendiebstahlsicherung
der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher der Verriegelungsmechanismus ferner
einen wenigstens teilweise aus einer Formgedächtnislegierung gebildeten Draht (teilweise
vereinfacht "FGL-Draht" genannt) und ein Führungselement umfasst, welches mit dem
Sicherungselement in eine lösbare Eingriffsverbindung bringbar ist und eine erste
Stellung aufweist, in welcher eine Bewegung des Sicherungselements von der Sicherungsstellung
in die Freigabestellung verhindert ist, sowie eine zweite Stellung aufweist, in welcher
die Bewegung des Sicherungselements von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung
erlaubt ist, wobei beide Enden des Drahtes ortsfest relativ zu dem Gehäuse festgelegt
sind und ein zwischen diesen beiden Enden gelegener Kontaktabschnitt des Drahts derart
mit dem Führungselement oder einem mit diesem verbundenen Teil in Kontakt steht, dass,
auf eine Verkürzung des Drahtes hin, das Führungselement von der ersten Stellung in
die zweite Stellung überführt wird.
[0022] Bereits an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sämtliche Vorteile und Wirkungen,
welche im Zusammenhang mit der Warendiebstahlsicherung gemäß dem ersten Aspekt beschrieben
worden sind, auch auf die Warendiebstahlsicherung gemäß dem zweiten Aspekt zutreffen.
Darüber hinaus kann der FGL-Draht erfindungsgemäß an seinen beiden Enden in einfacher
Weise kontaktiert werden, um den elektrischen Anregungsstromkreis herstellen zu können.
[0023] Bevorzugt kann der FGL-Draht dabei, im eingebauten und betriebsbereiten Zustand,
im Wesentlichen V-Förmig ausgebildet sein. Hierdurch kann der durch den FGL-Draht
erreichbare Betätigungsweg des Führungselements gegenüber der gattungsgemäßen Warendiebstahlsicherung
erhöht werden.
[0024] Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung, welcher vorzugsweise mit dem
ersten und/oder dem zweiten Aspekt kombinierbar ist, wird die Aufgabe durch eine Warendiebstahlsicherung
der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher das Gehäuse einen ersten Endabschnitt,
welcher einen Eingriffsabschnitt bildet, in welchem der Verriegelungsmechanismus angeordnet
ist, und einen dem ersten Endabschnitt entgegengesetzten zweiten Endabschnitt aufweist,
welcher einen Handhabungsabschnitt bildet, der zur Handhabung der Warendiebstahlsicherung
vorgesehen ist, wobei das Gehäuse im Bereich des ersten Endabschnitts eine Breite
aufweist, welche geringer als eine Breite des Gehäuses im Bereich des zweiten Endabschnitts
ist.
[0025] Die Breite des Gehäuses entspricht dabei vorzugsweise der Erstreckung des Gehäuses
entlang einer Richtung, welche zu einer Ebene, welche die Bewegungsrichtung des Sicherungselements
enthält, im Wesentlichen orthogonal verläuft.
[0026] Die Warendiebstahlsicherung gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung zeichnet sich
dabei im Vergleich zu gattungsgemäßen Warendiebstahlsicherungen einerseits durch eine
leichtere Anbringbarkeit der Warendiebstahlsicherung an zu sichernder Ware, insbesondere
Textilprodukten, aus, da das Gehäuse im Bereich des ersten Endabschnitts die geringere
Breite aufweist und folglich das Sicherungslement zielgenauer an der zu sichernden
Ware positioniert werden kann. Andererseits weist die Warendiebstahlsicherung gemäß
dem zweiten Aspekt der Erfindung eine höhere Sicherheit gegen Missbrauch auf, da die
in dem ersten Endabschnitt im Bereich des Verriegelungsmechanismus erzielbare Hebelwirkung
bei einem gewaltsamen Öffnungsversuch der Warendiebstahlsicherung, beispielsweise
bei einem Versuch eines Aufbiegens der Warendiebstahlsicherung mittels eines Schraubenziehers
oder dergleichen, reduziert ist. Andererseits kann der zweite Endabschnitt größerer
Breite eine sichere Handhabung der Warendiebstahlsicherung gewährleisten sowie ausreichend
Bauraum für weitere in dem Gehäuse unterzubringende und/oder an diesem anzubringende
Funktionselemente der Warendiebstahlsicherung bereitstellen.
[0027] Um darüber hinaus sicherstellen zu können, dass die Warendiebstahlsicherung während
sie an der zu sichernden Ware angebracht ist, beispielsweise bei Anproben durch einen
potentiellen Kunden oder dergleichen, nicht zu einem Verhaken mit dem Textilprodukt
selbst oder zu einer unzumutbaren Störung des Tragekomforts neigt, kann gemäß einem
Ausführungsbeispiel die Breite des Gehäuses ausgehend von dem zweiten Endabschnitt
in Richtung des ersten Endabschnitts im Wesentlichen kontinuierlich und/oder schrittweise
abnehmen.
[0028] Zusätzlich oder alternativ hierzu kann das Gehäuse, gesehen in einer Draufsicht,
im Wesentlichen tropfenförmig ausgebildet sein.
[0029] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen an einigen Ausführungsbeispielen
beschrieben werden. Es stellen dar:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung;
- Figur 3a
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung in einem verriegelten
Zustand;
- Figur 3b
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung in einem entriegelten
Zustand;
- Figur 4a
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Verriegelungsmechanismus
für die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung; und
- Figur 4b
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des Verriegelungsmechanismus
für die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung.
[0030] In den Figuren 1, 2, 3a und 3b ist eine erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung
ganz allgemein mit 100 bezeichnet.
[0031] Die Warendiebstahlsicherung 100 umfasst ein Gehäuse 102, welches in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel aus einem oberen Gehäuseteil 102a sowie einem diesem entgegengesetzt
angeordneten unteren Gehäuseteil 102b gebildet ist. Das Gehäuse 102 umfasst einen
ersten Endabschnitt 104 sowie einen diesem entgegengesetzten zweiten Endabschnitt
106, welcher einen Handhabungsabschnitt des Gehäuses 102 bildet, d.h. zur Handhabung
der Warendiebstahlsicherung durch einen Nutzer vorgesehen ist. Zur Anbringung der
Warendiebstahlsicherung 100 an zu sichernder Ware, beispielsweise Textilprodukten,
umfasst die Warendiebstahlsicherung 100 einen Verriegelungsmechanismus, welcher allgemein
mit 110 bezeichnet ist und im Bereich des ersten Endabschnitts 104 angeordnet ist.
Der erste Endabschnitt 104 bildet also einen Eingriffsabschnitt, welcher zum Eingreifen
mit zu sichernder Ware vorgesehen ist.
[0032] Mit Bezug auf Fig. 2, welche eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung
100 zeigt, ist zu erkennen, dass das Gehäuse 102 im Bereich des ersten Endabschnitts
104 eine Breite B1 aufweist, welche geringer als eine Breite B2 des Gehäuses 102 im
Bereich des zweiten Endabschnitts 106 ist. Die geringere Breite B1 im Bereich des
ersten Endabschnitts 104 erlaubt dabei eine präzise Positionierung der Warendiebstahlsicherung
100, insbesondere eines in Form einer Nadel 112 ausgebildeten Sicherungselements,
an der zu sichernden Ware, während hingegen die größere Breite B2 im Bereich des zweiten
Endabschnitts 106 eine sichere Handhabung der Warendiebstahlsicherung 100 gewährleistet
sowie ausreichend Bauform für weitere in dem Gehäuse 102 unterzubringende und an diesem
anzubringende Funktionselemente der Warendiebstahlsicherung 100 bereitstellt.
[0033] Zum Eingreifen mit Teil von zu sichernder Ware (nicht dargestellt), beispielsweise
einem Teil eines Textilproduktes, umfasst die Warendiebstahlsicherung 100 ferner eine
Aussparung 108, welche sich im Wesentlichen radial erstreckt. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel weist die Aussparung dabei die Form eines Einschnitts entlang
einer zu einer Hauptebene E (siehe Figuren 3a und 3b) des Gehäuses 102 im Wesentlichen
parallel verlaufenden Schnittebene auf. Um die Warendiebstahlsicherung 100 an der
zu sichernden Ware anzubringen zu können, umfasst der Verriegelungsmechanismus 110
im Bereich der Aussparung 108 das als eine Nadel 112 ausgebildete Sicherungselement.
Alternativ kann das Sicherungselement jedoch auch als ein Sicherungsstift oder dergleichen
ausgebildet sein. Die Nadel 112 ist an einem Nadelaufnahmeelement 114 angebracht,
welches an der oberen Gehäusehälfte 102a im Wesentlichen orthogonal zur Hauptebene
E des Gehäuses 102 verschiebbar angeordnet ist.
[0034] In der Figur 3a befindet sich die Nadel 112 in einer Sicherungsstellung, in welcher
sie den Teil einer zu sichernden Ware, beispielsweise den Teil eines Textilproduktes,
welcher in der Aussparung 108 aufgenommen ist, derart durchstechen kann, dass die
Warendiebstahlsicherung 100 sicher mit der zu sichernden Ware verbunden ist. Solange
sich die Nadel 112 in der Sicherungsstellung befindet, können die zu sichernde Ware
und die Warendiebstahlsicherung 100 folglich nicht voneinander getrennt werden bzw.
zumindest nicht, ohne die zu sichernde Ware dabei zumindest teilweise zu zerstören.
[0035] Zur Überführung der Warendiebstahlsicherung 100 von dem in Figur 3a dargestellten
verriegelten Zustand in den in Figur 3b dargestellten entriegelten Zustand, wird das
verschiebbar an der oberen Gehäusehälfte 102a angebrachte Nadelaufnahmeelement 114,
vorzugsweise unterstützt durch eine in der oberen Gehäusehälfte 102a untergebrachte
und mit dem Nadelaufnahmeelement 114 wirkverbundene Feder, in einer in den Figuren
3a und 3b angedeuteten Öffnungsrichtung O aus dem Gehäuse 102 heraus bewegt, so dass
es in einer zu der Hauptebene E des Gehäuses 102 im Wesentlichen orthogonal verlaufenden
Richtung aus dem Gehäuse 102 heraussteht. Dies führt dazu, dass die fest mit dem Nadelaufnahmeelement
114 verbundene Nadel 112 derart angehoben wird, dass die Aussparung 108 im Wesentlichen
vollständig freigegeben wird. In Figur 3b befindet sich die Nadel 112 folglich in
einer Freigabestellung, in welcher ein Lösen und Entfernen der Warendiebstahlsicherung
100 von der zu sichernden Ware weg erlaubt ist. In der Freigabestellung ist die die
Nadel 112 vorzugsweise vollständig innerhalb der oberen Gehäusehälfte 102a untergebracht,
so dass ein mögliches Verhaken der zu sichernden Ware an einem spitzen Ende der Nadel
112 beim Entfernen der Warendiebstahlsicherung 100 unterbunden wird.
[0036] Soll die Warendiebstahlsicherung 100 von dem in der Figur 3b dargestellten entriegelten
Zustand wieder in den in der Figur 3a dargestellten verriegelten Zustand überführt
werden, so kann dies beispielsweise dadurch geschehen, dass das Nadelaufnahmeelement
114 durch eine manuelle Betätigung gemäß einer in den Figuren 3a und 3b angedeuteten
Schließrichtung S wieder im Wesentlichen vollständig in der oberen Gehäusehälfte 102a
versenkt wird, so dass die mit dem Nadelaufnahmeelement 114 verbundene Nadel 112 wiederum
die in der Figur 3a dargestellte Sicherungsstellung einnimmt und vorzugsweise in dieser
verbleibt.
[0037] Schließlich ist in Fig. 1 noch eine an einer Außenfläche der oberen Gehäusehälfte
102a angeordnete LED-Lichtquelle 116 zu erkennen, welche als eine farbige LED Lichtquelle
ausgeführt sein kann, und beispielsweise dazu eingerichtet ist, einen Status der Warendiebstahlsicherung
100 anzuzeigen. So kann die LED-Lichtquelle 116 beispielsweise rot aufleuchten, wenn
sich die Warendiebstahlsicherung 100 in einem verriegelten Zustand befindet, während
hingegen sie beispielsweise grün aufleuchten kann, wenn sich die Warendiebstahlsicherung
100 in einem entriegelten Zustand befindet. Zusätzlich oder alternativ kann an dem
Gehäuse 102 ferner ein Display 118 vorgesehen sein, welches beispielsweise als ein
E-INK-Display ausgeführt sein kann. Mittels des Displays 118 können beispielsweise
Informationen angezeigt werden, welche die von der Warendiebstahlsicherung 100 gesicherte
Ware, beispielsweise einen Preis, einen Zustand der Warendiebstahlsicherung oder dergleichen
betreffen.
[0038] Mit Bezug auf die Figuren 4a und 4b werden nun Ausführungsbeispiele des Verriegelungsmechanismus
beschrieben werden, wie er an der erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung 100 installiert
sein kann.
[0039] In Figur 4a ist ein erstes Ausführungsbeispiel des Verriegelungsmechanismus ganz
allgemein mit 110a bezeichnet. Der Verriegelungsmechanismus 110a umfasst eine Nadel
112a, welche der zuvor beschriebenen Nadel 112 entsprechen kann, in Figur 4a jedoch
nur schematisch angedeutet ist. Zur Führung der Nadel 112a ist ein Führungselement
120a in Form eines im Wesentlichen C-förmigen Führungsblechs 120a vorgesehen, welches
im Bereich seines Bodenabschnitts 122a fest mit dem Gehäuse 102 der Warendiebstahlsicherung
100 verbunden sein kann. Das Führungsblech 120a umfasst eine Führungsöffnung 124a
sowie eine weitere Führungsöffnung 126a, welche relativ zueinander verlagerbar sind.
Die Führungsöffnung 124a weist dabei einen im Wesentlichen ovalen Umriss auf und die
weitere Führungsöffnung 126a weist einen im Wesentlichen kreisförmigen Umriss auf.
Die im Bereich des Bodenabschnitts 122a angeordnete weitere Führungsöffnung 126a ist
folglich ortsfest relativ zu dem Gehäuse 102 angeordnet, während hingegen die Führungsöffnung
124a durch eine Bewegung eines oberen Endabschnitts 128a des Führungsblechs 120a in
und entgegen einer in Fig. 4a eingezeichneten Pfeilrichtung relativ zu dem Gehäuse
102 und damit relativ zu der weiteren Führungsöffnung 126a verlagert werden kann.
[0040] In Fig. 4a ist das Führungselement 120a dabei in einer ersten Stellung gezeigt, in
welcher die beiden Führungsöffnungen 124a und 126a derart relativ zueinander positioniert
sind, dass eine Bewegung der Nadel 112a von der bereits angesprochenen Sicherungsstellung
in die Freigabestellung verhindert ist.
[0041] Zur Überführung des Führungsblechs 120a in eine zweite Stellung, in welcher die beiden
Führungsöffnungen 124a und 126a derart relativ zueinander zu positionieren sind, dass
eine Bewegung der Nadel 112a von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung erlaubt
ist, ist ein Draht 130 vorgesehen, welcher aus einer Formgedächtnislegierung gebildet
ist (FGL-Draht). Dabei sind beide Enden 132a und 134a des Drahtes 130a ortsfest relativ
zu dem Gehäuse 102 festgelegt bzw. an diesem befestigt und ein zwischen den beiden
Enden 132a und 134a gelegener Kontaktabschnitt 136a des Drahtes 130a ist derart über
den oberen Endabschnitt 128a des Führungsblechs 120a gespannt, dass der Draht 130a
im Wesentlichen in umgekehrter V-Form angeordnet ist. Mit den beiden Enden 132a und
134a des Drahtes 130a ist eine Draht-Aktivierungseinheit 138a, beispielsweise in Form
einer Schalteinheit, einer Chip-Einheit oder dergleichen, verbunden, welche in dem
Gehäuse 102 untergebracht sein kann und in Fig. 4a ebenfalls nur schematisch angedeutet
ist. Zur Versorgung der Draht-Aktivierungseinheit 138a und damit des FGL-Drahts 130a
mit elektrischer Energie kann wiederum eine Energieversorgungseinheit, beispielsweise
in Form einer Batterie 140a vorgesehen sein, welche betriebsmäßig mit der Draht-Aktivierungseinheit
138a verbunden ist.
[0042] Durch Anlegen einer Spannung durch die Draht-Aktivierungseinheit 138a wird der FGL-Draht
130a erwärmt und zieht sich zusammen, so dass der Kontaktabschnitt 136a und damit
der obere Endabschnitt 128a des Führungsblechs 120a in Pfeilrichtung nach unten bewegt
werden, was wiederum zu einer entsprechenden Verlagerung der Führungsöffnung 124a
und damit zur Freigabe der Nadel 112a führt, so dass diese, vorzugsweise unterstützt
durch eine einenends mit der Nadel 112a und andernends mit dem Gehäuse 102 verbundenen
Feder (nicht dargestellt), von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung überführt
werden kann.
[0043] Das Anlegen der Spannung erfolgt bevorzugt immer dann, wenn eine mit der Draht-Aktivierungseinheit
138a betriebsmäßig verbundene Signalempfangseinheit 142a ein entsprechendes Öffnungssignal,
beispielsweise in Form eines Tokens oder dergleichen empfängt, welche in Fig. 4a jedoch
ebenfalls nur schematisch angedeutet ist.
[0044] Nachdem der Draht 130a wieder abgekühlt ist, kann das Führungsblech 120a, bevorzugt
durch seine eigene Federwirkung, wieder in die erste Stellung zurückkehren, bei welcher
eine Bewegung der Nadel 112a von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung verhindert,
jedoch eine Bewegung der Nadel 112a von der Freigabestellung in die Sicherungsstellung
erlaubt ist, so dass eine erneute Befestigung der Warendiebstahlsicherung 100 an zu
sichernder Ware ermöglicht ist. Die Überführung der Nadel 112a von der Freigabestellung
in die Sicherungsstellung kann dabei durch, beispielsweise händisches, Betätigen des
bereits mit Bezug auf Fig. 3b beschriebenen Nadelaufnahmeelements 114 in Richtung
der Schließrichtung S erfolgen, woraufhin die Nadel 112a aufgrund der Klemmkraft durch
die Führungsöffnung 124a in der Sicherungsstellung verbleiben kann.
[0045] Mit Bezug auf Figur 4b wird ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verriegelungsmechanismus
für die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung 100 beschrieben werden, welcher allgemein
mit 110b bezeichnet ist. Die Struktur der Verriegelungsmechanismus 110b entspricht
teilweise dem mit Bezug auf Fig. 4a beschriebenen Ausführungsbeispiel des Verriegelungsmechanismus
110a. Daher sind in Figur 4b analoge Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Figur 4a, jedoch versehen mit dem Zusatzbuchstaben "b" anstelle des Zusatzbuchstabens
"a". Darüber hinaus wird das Ausführungsbeispiel des Verriegelungsmechanismus 110b
nur insoweit beschrieben werden, als es sich von dem Ausführungsbeispiel des Verriegelungsmechanismus
110a aus Figur 4a unterscheidet, auf dessen Beschreibung hiermit ansonsten ausdrücklich
verwiesen sei.
[0046] Der Verriegelungsmechanismus 110b zeichnet sich insbesondere durch ein geändertes
Führungsblech 120b aus, welches im Wesentlichen S-förmig ausgebildet ist. Darüber
hinaus weist das Führungsblech 120b ein zusätzliches Führungsloch 125b auf, wodurch
die Führung der Nadel 112b verbessert sowie die auf die Nadel 112b wirkende Klemmkraft
erhöht werden kann. Nachteilig ist jedoch, dass der erforderliche Bauraum in zur Nadel
112b im Wesentlichen paralleler Richtung innerhalb des Gehäuses 102 gegenüber dem
Verriegelungsmechanismus 110a gegebenenfalls erhöht sein kann.
[0047] Nachzutragen ist noch, dass die Warendiebstahlsicherung 100 ferner ein in nicht dargestelltes
elektronisches Artikelsicherungs-Element (kurz: EAS-Element), umfassen kann, welches
vorzugsweise ebenfalls in dem Gehäuse 102 untergebracht und dazu eingerichtet ist,
mit einem ebenfalls nicht dargestellten elektronischen Artikelsicherungssystem zusammenzuwirken,
so dass dann, wenn ein Kunde gesicherte Ware, an welcher die Warendiebstahlsicherung
100 angebracht ist, ohne Befugnis, beispielsweise aus einem Kaufhaus zu entfernen
versucht, ein Alarmsignal ausgegeben wird, sobald die Ware an einer dem elektronischen
Artikelsicherungssystem zugeordneten Detektoreinheit vorbeigeführt wird.
1. Warendiebstahlsicherung (100), welche zur Anbringung an zu sichernder Ware, insbesondere
Textilprodukten, eingerichtet ist, umfassend:
• ein Gehäuse (102), und
• einen Verriegelungsmechanismus (110, 110a; 110b), welcher wenigstens teilweise in
dem Gehäuse (102) aufgenommen ist und ein Sicherungselement (112, 112a; 112b) umfasst,
wobei das Sicherungselement (112, 112a; 112b) zwischen einer Sicherungsstellung, in
welcher es mit der zu sichernden Ware eingreift, und einer Freigabestellung verstellbar
ist, in welcher ein Lösen und Entfernen der Warendiebstahlsicherung (100) von der
zu sichernden Ware weg erlaubt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus (110, 110a; 110b) ferner
• wenigstens zwei relativ zueinander verlagerbare Führungsöffnungen (124a, 126a; 124b,
125b, 126b), durch welche das Sicherungselement (112, 112a; 112b) geführt ist,
• ein Führungselement (120a; 120b), in welchem wenigstens eine (124a; 124b, 125b)
der wenigstens zwei Führungsöffnungen ausgebildet ist,
wobei das Führungselement (120a; 120b)
eine erste Stellung, in welcher die wenigstens zwei Führungsöffnungen (124a, 126a;
124b, 125b, 126b) derart relativ zueinander positioniert sind, dass eine Bewegung
des Sicherungselements (112, 112a; 112b) von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung
verhindert ist, und
eine zweite Stellung aufweist, in welcher die wenigstens zwei Führungsöffnungen (124a,
126a; 124b, 125b, 126b) derart relativ zueinander positioniert sind, dass die Bewegung
des Sicherungselements (112, 112a; 112b) von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung
erlaubt ist, und
• einen wenigstens teilweise aus einer Formgedächtnislegierung gebildeten Draht (130a;
130b) umfasst, welcher betriebsmäßig mit dem Führungselement (120a; 120b) verbunden
und dazu eingerichtet ist, das Führungselement (120a; 120b) von der ersten Stellung
in die zweite Stellung zu überführen.
2. Warendiebstahlsicherung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass ferner wenigstens eine weitere (126a; 126b) der wenigstens zwei Führungsöffnungen
an dem Führungselement (120a, 120b) ausgebildet ist.
3. Warendiebstahlsicherung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (120a; 120b) in die erste Stellung vorbelastet, insbesondere
federvorgespannt, ist.
4. Warendiebstahlsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine (124a; 124b, 125b) der wenigstens zwei Führungsöffnungen einen
im Wesentlichen ovalen Umriss aufweist und/oder wenigstens eine weitere (126a; 126b)
der wenigstens zwei Führungsöffnungen einen im Wesentlichen kreisförmigen Umriss aufweist.
5. Warendiebstahlsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine (124a; 124b, 125b) der wenigstens zwei Führungsöffnungen relativ
zu dem Gehäuse (102) verlagerbar ist und/oder wenigstens eine weitere (126a; 126b)
der wenigstens zwei Führungsöffnungen ortsfest relativ zu dem Gehäuse (102) angeordnet
ist.
6. Warendiebstahlsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (120a; 120b) eine gebogene Form, vorzugsweise im Wesentlichen
eine C-Form (120a) oder eine S-Form (120b), aufweist.
7. Warendiebstahlsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass beide Enden (132a, 134a; 132b, 134b) des Drahtes (130a; 130b) ortsfest relativ zu
dem Gehäuse (102) festgelegt sind, wobei ein zwischen diesen beiden Enden gelegener
Kontaktabschnitt (136a; 136b) des Drahts derart mit dem Führungselement (120a; 120b)
oder einem mit diesem verbundenen Teil in Kontakt steht, dass, auf eine Verkürzung
des Drahtes (130a; 130b) hin, das Führungselement (120a; 120b) von der ersten Stellung
in die zweite Stellung überführt wird.
8. Warendiebstahlsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (120a; 120b) aus einem elektrisch leitfähigen Material, vorzugsweise
Blech, gebildet ist.
9. Warendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (120a; 120b) aus einem elektrisch nicht-leitfähigen Material
gebildet ist.
10. Warendiebstahlsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (112, 112a; 112b) in die Freigabestellung vorbelastet, insbesondere
federvorgespannt, ist.
11. Warendiebstahlsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) ferner eine Aussparung (108) aufweist, welche sich vorzugsweise
im Wesentlichen radial erstreckt, wobei die Aussparung (108) dazu eingerichtet ist,
wenigstens einen Teil der zu sichernden Ware aufzunehmen.
12. Warendiebstahlsicherung (100), welche zur Anbringung an zu sichernder Ware, insbesondere
Textilprodukten, eingerichtet ist, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend:
• ein Gehäuse (102), und
• einen Verriegelungsmechanismus (110, 110a; 110b), welcher wenigstens teilweise in
dem Gehäuse aufgenommen ist und ein Sicherungselement (112, 112a; 112b) umfasst, wobei
das Sicherungselement zwischen einer Sicherungsstellung, in welcher es mit der zu
sichernden Ware eingreift, und einer Freigabestellung verstellbar ist, in welcher
ein Lösen und Entfernen der Warendiebstahlsicherung (100) von der zu sichernden Ware
weg erlaubt ist,
dadurch gekennzeichnet, der Verriegelungsmechanismus (110, 110a; 110b) ferner
• einen wenigstens teilweise aus einer Formgedächtnislegierung gebildeten Draht (130a;
130b) und
• ein Führungselement (120a; 120b) umfasst, welches mit dem Sicherungselement (112,
112a; 112b) in eine lösbare Eingriffsverbindung bringbar ist und eine erste Stellung
aufweist, in welcher eine Bewegung des Sicherungselements von der Sicherungsstellung
in die Freigabestellung verhindert ist, sowie eine zweite Stellung aufweist, in welcher
die Bewegung des Sicherungselements von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung
erlaubt ist,
wobei beide Enden (132a, 134a; 132b, 134b) des Drahtes (130a; 130b) ortsfest relativ
zu dem Gehäuse (102) festgelegt sind und ein zwischen diesen beiden Enden gelegener
Kontaktabschnitt (136a; 136b) des Drahts derart mit dem Führungselement (120a; 120b)
oder einem mit diesem verbundenen Teil in Kontakt steht, dass, auf eine Verkürzung
des Drahtes (130a; 130b) hin, das Führungselement (120a; 120b) von der ersten Stellung
in die zweite Stellung überführt wird.
13. Warendiebstahlsicherung (100), welche zur Anbringung an zu sichernder Ware, insbesondere
Textilprodukten, eingerichtet ist, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend:
• ein Gehäuse (102), und
• einen Verriegelungsmechanismus (110, 110a; 110b), welcher wenigstens teilweise in
dem Gehäuse (102) aufgenommen ist und ein Sicherungselement (112, 112a; 112b) umfasst,
wobei das Sicherungselement zwischen einer Sicherungsstellung, in welcher es mit der
zu sichernden Ware eingreift, und einer Freigabestellung verstellbar ist, in welcher
ein Lösen und Entfernen der Warendiebstahlsicherung (100) von der zu sichernden Ware
weg erlaubt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102)
• einen ersten Endabschnitt (104), welcher einen Eingriffsabschnitt bildet, in welchem
der Verriegelungsmechanismus (110, 110a; 110b) angeordnet ist, und
• einen dem ersten Endabschnitt entgegengesetzten zweiten Endabschnitt (106) aufweist,
welcher einen Handhabungsabschnitt bildet, der zur Handhabung der Warendiebstahlsicherung
(100) vorgesehen ist,
wobei das Gehäuse (102) im Bereich des ersten Endabschnitts (104) eine Breite (B1)
aufweist, welche geringer als eine Breite (B2) des Gehäuses (102) im Bereich des zweiten
Endabschnitts (106) ist.
14. Warendiebstahlsicherung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Breite des Gehäuses (102) ausgehend von dem zweiten Endabschnitt (106) in Richtung
des ersten Endabschnitts (104) im Wesentlichen kontinuierlich und/oder schrittweise
abnimmt.
15. Warendiebstahlsicherung nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102), gesehen in einer Draufsicht, im Wesentlichen tropfenförmig ausgebildet
ist.